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Filmreview: „Outback – Tödliche Jagd“ (2011)

Wrath (2011)
 
 
 

OUTBACK – TÖDLICHE JAGD

Story

 
 
 
Unterwegs durchs australische Outback geraten einige Freunde an drei schießwütige Killer im adretten Cowboygewand, die aus der Ferne auf alles schießen, was ihnen vors Zielfernrohr gerät …
 
 
 


 
 
 

OUTBACK – Kritik

 
 
 
Beim australischen Backwoods-Slasher OUTBACK – TÖDLICHE JAGD handelt es sich schon wieder um ein Regie-Debüt. Die gabs ja in letzter Zeit ziemlich häufig im Genre und machen nicht selten eine erstaunlich gute Figur. Wozu also auf neue Schocker von CRAVEN, ARGENTO und AJA warten, wenn´s doch auch ambitionierte Regie-Neulinge gibt, die gerne mal frisches Futter in die Heimkinos bringen? Die Frage beantwortet sich von ganz allein, wenn man Filme wie OUTBACK – TÖDLICHE JAGD zu Gesicht bekommt. WRATH (so der Originaltitel) bedeutet übersetzt Zorn und beschreibt bemerkenswert akkurat, welches Gefühl der Zuschauer entwickeln dürfte, wenn er kostbare Lebenszeit in katastrophalen Filmschund wie OUTBACK – TÖDLICHE JAGD investiert. Der cineastische Desaster wurde von JONATHAN NEIL DIXON verbrochen, der zugleich auch das Drehbuch zu diesem Trauerspiel schrieb und bisher nur Kurzfilme inszeniert hat. Vermutlich war er beim Schreiben seines Skripts mit den Gedanken zu sehr in thematisch ähnliche Gruselhits vertieft, dass er vergaß sich auf seine eigene Geschichte zu konzentrieren. In OUTBACK stimmt partout nichts. Das beginnt bei der für dieses Genre essentiellen Charakterisierung seiner Figuren, die natürlich rein gar nicht vorhanden ist und endet mit der unlogischen Entschlüsselung der vollkommen diffusen Hintergründe. Zudem muss DIXON eine Schwäche für offensichtliche Filmfehler besitzen, die den erstaunlich wortkargen OUTBACK beinahe zu einer Lachnummer werden lassen. Es mag schon etwas arg beschämend für einen Filmemacher sein, wenn er bereits bei der Umsetzung eines hirnlosen Backwood-Slashers scheitert, denn der hier vorliegende Filmabfall entpuppt sich schnell als die wohl erbärmlichste Kombination der Filme JOYRIDE, KING OF THE HILL (2007) und TEXAS CHAINSAW MASSACRE. Das haben bereits die Zuschauer des 26. FANTASY FILMFESTS im Jahre 2012 erkannt, die den cineastischen Schnellschuss ungnädig zerrissen haben, was vermutlich zur Folge hatte, dass der hiesige Rechteinhaber bisher von einem deutschen Release auf DVD und Blu-ray abgesehen hat.
 
Die Geschichte rund um OUTBACK – TÖDLICHE JAGD liest sich wie ein weiterer Vertreter aus der Sparte Horrorfilme, wie man sie schon bis zum Erbrechen gesehen hat. Eine Gruppe Mittzwanziger reist mit einem Auto durch das australische Outback und macht an einer Tankstelle halt. Man stößt auf die blutüberströmte Leah (STEF DAWSON), die sogleich auch eine Welle des Terrors hinter sich herzieht. Irgendwo aus der Ferne schießt ein irrer Scharfschütze auf alles und jeden, der sich der panisch davonlaufenden Frau nähert. So erliegt nicht nur der Tankwart dem Munitionshagel; auch ein Polizist wird unfreiwilligerweise von den flinken Kugeln durchsiebt. Für die Freunde Grund genug, sich zusammen mit der Fremden ins Auto zu schwingen und sich so schnell wie möglich aus der Schussbahn des Killers zu begeben. Doch das alles nützt nicht vor Unwissenheit, denn die vermeintlich verängstigte Leah lockt die nichtsahnenden Helden in das Domizil des Killers, damit der Horrorfilmfan auch entsprechendes Gekröse auf den Bildschirm bekommt.
 
Kennste einen, kennste alle. Ganz dieser Devise geht´s in OUTBACK – TÖDLICHE JAGD zu, was sich schnell in gähnender Langeweile bemerkbar macht. Inhaltlich wie inszenatorisch gelingt DIXON die Bruchlandung, die den Neuling hoffentlich davor abhalten wird, weiterhin undurchdachte Horrorschinken auf das nichtsahnende Kinopublikum loszulassen. Wir erleben wie eine handvoll bedeutungslose Jungspunde, in das Visier einer schießwütigen Familie gerät. Die plappert nicht nur permanent wirres Zeug, sondern scheint in ihrem asozialen Freak-Dasein auch keine Hobbys zu besitzen, als unbedacht auf alles und jeden zielsicher zu schießen. Die Logik dahinter erschließt sich ohnehin nicht ganz, wobei die vermeintliche Auflösung des behäbigen Treibens nicht die Antworten liefert, die der Zuschauer bei derart verworrenem Nonsens erwartet hätte. Statt Antworten zu geben, wirft OUBACK nur noch mehr Fragen auf, so dass sich das merkwürdige Agieren aller Beteiligten zur unfreiwillig komischen Exekutions-Farce entwickelt. Über die Charaktere erfahren wir wenig. Sie bleiben im Verlauf der Geschichte reichlich schlecht entwickelt. Die Opfer laufen, wie so oft, den ausgefuchsten Killern geradezu vor die Flinte und aufgrund der kaum vorhandenen Identifikationsmöglichkeiten, beginnt das zwar authentische aber auch anstrengende Gewimmer der Leidtragenden schnell zu nerven. Das klassischen Backwoods-Jagdmotiv avanciert in OUTBACK, trotz bierernster Erzählweise, rasch zur ermüdenden Lachnummer, wobei die weitläufigen Landschaftsaufnahmen Australiens DIXONS Debüt auch nicht aufzuwerten verstehen. Was bleibt ist ein diffuser, unzugänglicher und kryptischer Unfug, in dem nichts passiert, was überhaupt Sinn machen will. Immerhin macht das frustrierende Seherlebnis auf der Gewaltschiene eine solide Figur. Die derben Einschüsse kommen unerwartet und färben die Mattscheibe rot. Zum Hardcore-Horror reicht´s aber dennoch nicht. Dazu wird der Blutzoll im Verlauf der Handlung zugunsten planlosen Umherirrens der Überlebenden zurückgeschraubt. Zudem bekommt das blutgierige Filmpublikum vernehmlich die Resultate der abartigen Gemeinheiten zu Gesicht, was auch in Anbetracht des einfallslosen und wirren Drehbuchs vollkommen ausreichen dürfte.
 
 
 


 
 
 

OUTBACK – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Blutiger und harter Überlebenskampf im australischen Outback. Leider sind die grafischen Gewaltexzesse das Einzige, was OUTBACK – TÖDLICHE JAGD (OT: WRATH) überhaupt für Horrorfans erträglich macht. Der Rest dieses „Unfalls“ ist derart mies, dass man dieses Debüt möglichst meiden sollte.
 
 
 


 
 
 

OUTBACK – Zensur

 
 
 
OUTBACK – TÖDLICHE JAGD gibt sich in Bezug auf grafische Gewalt nicht zimperlich. Es gibt hängende, verweste Leichen zu sehen und diverse Kopf- und Schultereinschüsse. Das schaut ziemlich derb aus, so dass OUTBACK hierzulande nur mit KEINE JUGENDFREIGABE-Flatschen durch die FSK gekommen ist – natürlich ungeschnitten!
 
 
 


 
 
 

OUTBACK – Deutsche Blu-ray

 
 
 
outback tödliche jagd  blu-ray

(c) 3L Homevideo

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Wrath; USA 2011

Genre: Thriller, Horror, Drama

Ton: Deutsch (DTS-HD MA 5.1), Englisch (DTS-HD MA 5.1)

Untertitel: keine

Bild: 2,35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover (ohne FSK-Flatschen)

Extras: Trailershow, Originaltrailer, Deutscher Trailer

Release-Termin: 24.04.2014

 
 
 

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OUTBACK – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80/ Marcel Demuth

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Tower Block (2012)

King of the Hill (2007)

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