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Filmreview: „Bloody Homecoming“ (2013)

bloody homecoming
 
 
 

BLOODY HOMECOMING

Story

 
 
 
Drei Jahre ist es nun bereits her, dass der Sohn des Sheriffs in einem Städtchen irgendwo im Süden der USA bei einem Klassentreffen ums Leben gekommen ist. Seither hat das verschlafene Kaff von weiteren Feierlichkeiten abgesehen, führt aber nach Jahren der Trauer die beliebte Tradition nun fort. Während sich die Stadt in den Vorbereitungen befindet, schleicht ein irrer Killer in Feuerwehrkluft um die Häuser und zieht all jene Studenten blutig zur Rechenschaft, die einst bei dem schrecklichen Unfall dabei gewesen sind …
 
 
 


 
 
 

BLOODY HOMECOMING – Kritik

 
 
 
Die produktive Recyclingsmaschinerie läuft und läuft und findet kein Ende. Da werden beinahe regelmäßig die immer wieder gleichen Geschichten geschrieben, in denen einzig Namen und Handlungsorte ausgetauscht werden, damit die Zuschauer für die Duplikate der Duplikate auch weiterhin ordentlich Zaster löhnen. Der Filmfan verdrängt scheinbar die immer offensichtlicher werdenden Unkreativität der Filmemacher und nimmt zähneknirschend das Aufköcheln längst totgefilmter Horrorstoffe in Kauf, vorausgesetzt ihm wird als Ausgleich boshafte Gewalt in Reinform geboten. Als kleine Hommage an den beliebten Old-School-Slasher der 80er Jahre rechtfertigt Regisseur BRIAN C. WEED seinen gar müden BLOODY HOMECOMING, wobei derartige Erklärungsversuche beim alteingesessenen Horrorpublikum schon lange nicht mehr ziehen möchten. Es wäre tatsächlich an der Zeit, dem Zuschauer eine Art Widerrufsrecht einzuräumen, was die Rückzahlung des Kaufpreises garantiert, sollte der Fan nach Sichtung gänzlich unzufrieden sein. Eine Prämisse, die Filme wie BLOODY HOMECOMING erst gar nicht entstehen lassen dürfte, hat doch dieser nichts anderes zu bieten als gähnende Langeweile und eine fast schon beschämende Inszenierung irgendwo auf Amateurniveau.
 
In BLOODY HOMECOMING verwandelt sich ein kleines Städtchen zum Vorhof der Hölle. Dort meuchelt sich ein rächender Psychopath durch eine Gruppe Schüler einer High School, die gerade in den Vorbereitungen eines Homecoming-Festes stecken. In den USA zur gängigen Praxis geworden, wird dort alljährlich ein kleines Fest Ende September oder Anfang Oktober an Universitäten, High Schools und Colleges zelebriert, zu welchem ehemalige Schüler und Studenten geladen werden. Diese Feierlichkeit dient dem vorliegenden Slasher als Aufhänger für ein wahrlich ermüdendes Schlachtfest, dass verlogenerweise auf dem Filmposter mit dem Slogan „Come Home to Terror“ beworben wird. Wo sich in BLOODY HOMECOMING der Terror versteckt hält, dürfte vermutlich nie ergründet werden, denn WEEDS Debüt hat mit Terror soviel am Hut, wie Mozzarella mit hessischem Handkäs‘. Immerhin hat der Regiedebütant seine Hausaufgaben gemacht und ausreichend die diversen Schlitzerstreifen der 80er Jahre studiert. Demnach bekommt der Horrorfan hier einige Schlüsselszenen bekannter Vertreter seiner Gattung zu sehen, die jedoch kaum Charme versprühen, sondern vollkommen lieblos und unbedeutend abgehandelt werden. Ob nun Carpenters HALLOWEEN (1978), der kultige PROM NIGHT (1980) oder gar MY BLOODY VALENTINE (1981) – in BLOODY HOMECOMING wird alles schlecht wiederverwurstet was im Slasher-Genre Rang und Namen besitzt. Das unspektakuläre Treiben wird mit dem obligatorischen Einführungsmord eingeleuchtet und endet mit dem Lüften der Identität des Killers. Die Ereignisse dazwischen werden nach Schema F durchgehechelt und durch bedeutungslose Kills bereichert. Die Kids bekommen unheilverkündende Post zugestellt (Parallelen zu ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST (1997) sind nicht von der Hand zu weisen) und werden wenig später von einem Killer in Feuerwehruniform in allen erdenklichen Variationen mittels Pfahl durchlöchert, was zumindest anfänglich noch halbwegs brauchbar abgehandelt wird. Das spitze Stück Holz gleitet durch Kopf, Brust und Auge; die vorhersehbaren Morde werden jedoch im weiteren Verlauf weitestgehend blutleer abgehakt, was vermutlich auf Budgetmangel zurückzuführen sein dürfte. Ansonsten hat man die Geschichte von BLOODY HOMECOMING leider schon zu oft präsentiert bekommen, als das sie überhaupt noch in irgendeiner Weise unterhalten würde. Da nutzt auch der begleitende Soundtrack wenig, der als gar beschämende Kopie des kultigen HALLOWEEN-Scores aus den Lautsprecherboxen der Heimkinoanlage schallt. Was bleibt ist ein langweiliger Horrorfilm, mit dem wohl schlecht besuchtesten High School-Ball in der Geschichte des Horrorfilms. Die kaum talentierten Schauspieler gehen einem mit ihrem unbeholfenen Agieren ganz schnell furchtbar auf den Zünder und ein seichter, nahezu lächerlicher Härtegrad ist in Zeiten gewaltgeiler Filme wie I SPIT ON YOUR GRAVE 2 (2013) und HUMAN CENTIPEDE 2 (2011) fast schon als schlechter Witz zu betiteln. Von daher sollte sich der Käufer auf seiner Kaufliste ganz dick notieren, dass er sich vom vorliegenden BLOODY HOMECOMING möglichst fern halten sollte, denn BLOODY ist in diesem Unding vermutlich nur die monatliche Periode der anwesenden Schauspielerinnen.
 
 
 


 
 
 

BLOODY HOMECOMING – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Im Rache-Thriller BLOODY HOMECOMING will so rein gar nix BLOODY sein. Da ist vermutlich Blutwurst auf einer Butterstulle blutiger. Wer sich selbst einen Gefallen tun möchte, sollte diesen als Old-School-Slasher getarnten Käse möglichst meiden.
 
 
 


 
 
 

BLOODY HOMECOMING – Zensur

 
 
 
BLOODY HOMECOMING ist ein typischer Slasher im Stile von MY BLOODY VALENTINE. Es gibt etwas Gekröse zu sehen, das aber in Verlauf der Handlung überraschenderweise sehr handzahm abgehandelt wird. Von daher ist BLOODY HOMECOMING hierzulande frei ab 18 Jahren ungeschnitten in den Handel gekommen.
 
 
 


 
 
 

BLOODY HOMECOMING – Deutsche Blu-ray

 
 
 
bloody-homecoming-blu-ray

(c) EURO VIDEO / MIG

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Bloody Homecoming; USA 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS 5.1), Deutsch Dolby Digital 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1.77:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 84 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Keine

Release-Termin: 05.11.2014

 

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BLOODY HOMECOMING – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
You’re Next (2011)

Alpha Girls (2013)

Bloody Bloody Bible Camp (2012)

Silent Night (2012)

Halloween (1978)

My Bloody Valentine (1981)

Ich weiss was du letzten Sommer getan hast (1997)

The House on Sorority Row (1983)

Black Christmas (1974)

Eine Antwort

  1. Andy

    Was für eine brummige und böse Kritik, die wohl nur von jemandem kommen kann, der leider einen gewissen Sättigungsgrad erreicht hat.
    Auch wenn viele Punkte absolut stimmen, komme ich zu einem deutlich positiveren Fazit.
    Das Teil ist mit all seinen Schwachstellen liebevoll gemacht und schafft es durchaus nostalgische Erinnerungen zu entfachen. Ich ziehe jedenfalls einen „lächerlichen Härtegrad“ den „gewaltgeilen Filmen“ zur Abwechslung durchaus auch mal vor.
    Ich mochte die spürbare Unbeholfenheit des Streifens, der wohl tatsächlich nicht mit Kohle um sich werfen konnte. Bei mir hat er jedenfalls Pluspunkte gesammelt und ich sehe ihn neben vielen lieblos heruntergekurbelten Werken, sogar über dem Durchschnitt liegend…

    27. August 2015 um 01:23

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