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Filmreview: „Deadly Weekend“ (2013)

Deadly Weekend 2013
 
 
 

DEADLY WEEKEND

Story

 
 
 
Zwei Pärchen wollen es sich bei Camping im Wald so richtig schön gemütlich machen. Leider geraten die vier an zwei gerissene Gören, die eine wahrhaftige Freude am Foltern besitzen …
 
 
 


 
 
 

DEADLY WEEKEND – Kritik

 
 
 
Was passiert eigentlich mit attraktiven Jungs und Mädels im Horrorfilm, die einige Tage entspannen und im Wald campen möchten? Richtig, sie geraten eigentlich fast immer an einen (maskierten) Irren, der ihnen unverfroren nach dem Leben trachtet. Der Slasher ist nach wie vor eines der beliebtesten Subgenres innerhalb des Phantastischen Films und erfreut sich, trotz ewig gleicher Rezeptur, immer noch enormer Beliebtheit. Für noch unerfahrene Filmemacher Grund genug mit einem derartigen Grusel-Mix im Horrorbereich Fuß zu fassen, schließlich hat der verpönte Slasher selbst aktuell erfolgreichen Schauspielern und Regisseuren zu großem Ruhm verholfen. JASON SUTTON versucht das jetzt auch. Der war an Hollywood-Hits wie COWBOYS & ALIENS (2011), HANGOVER 3 (2013) und der TRUE BLOOD-Erfolgsserie mitbeteiligt und möchte jetzt gern eigene Weg gehen. Für sein erstes, eigenes Projekt mit dem Titel ZELLWOOD schrieb er sogar das Drehbuch und übernahm die Regie. Damit ihm beim Umsetzen niemandem reinreden konnte, scheute er keine Kosten und finanzierte seinen ersten Spielfilm selbst. So konnte er seiner Kreativität freien Lauf lassen und all die euphorischen Ideen in die Tat umsetzen, die ihm da so durch den Kopf gegeistert sind. Leider ist sein DEADLY WEEKEND (so der Titel für den amerikanischen Videomarkt) nichts weiter als ein unbeholfener Versuch auf der kassenträchtigen Torturwelle mitzuschwimmen. SUTTON wirft nämlich Slasher- und Folterzutaten lieblos in einen Topf und hofft auf reißenden Absatz. Leider hat er da nicht mit dem verwöhnten Geschmack wählerischer Horrorfans gerechnet, die schon lange nicht mehr alles auf gut Glück goutieren, was man ihnen vor die Nase setzt.
 
DEADLY WEEKEND handelt von zwei Pärchen, die dem Hinweis des Onlinereiseführers Bo (KEVIN J. O’NEILL) folgen und in ein abgelegenes Waldgebiet düsen, um dort vier Tage beim Campen abschalten zu können. Natürlich gibt es Streit und der Wochenendtrip endet im Terror. Man gerät an den Reiseführer Bo höchstpersönlich, der zusammen mit seinen zwei kleinen Gören einem ganz speziellen Hobby frönt und mit unbändiger Leidenschaft dem abgebrühten Foltern ahnungsloser Touristen nachgeht. Die sind natürlich nicht gerade helle, punkten aber mit Waschbrettbäuchen und viel Holz vor der Hütte.
 
DEADLY WEEKEND hat eigentlich all das, was ein Slasher mitbringen sollte. Hier schwingen sexy Mädels und coole Typen Po und Hüften zu taffen Rhythmen und ultracoolen Beats. Die Handlung ist auf das Nötigste beschränkt und Blut gibt es auch zuhauf zu sehen. Leider hapert es trotz Sexyness und Gore mal wieder gehörig beim Schauspiel, denn die Anwesenden bewegen sich derart steif und unbeholfen durch die rudimentäre Handlung, dass man meinen könnte hier all die talentlosen Pappnasen zu sehen, die auf Krampf versuchen vom Porno ins Filmbusiness zu wechseln. Leider nimmt sich das Treiben trotz offensichtlicher Defizite viel zu Ernst, so dass sich das miese Agieren der Jungdarsteller zur peinlichen Farce entwickelt. Texte wurden scheinbar auswendig gelernt und teils emotionslos, teils vollkommen übertrieben in die Kamera gestottert. Das will so gar nicht Laune machen und lässt Horrorfans leider nur fremdschämend vor der Glotze zurück. Immerhin stimmt die Technik. Die Bilder sind auf Hochglanz poliert und zeugen von solidem Können. Verwunderlich ist das natürlich nicht, hat doch Regie-Newcomer JASON SUTTON von den ganz Großen aus Hollywood lernen können. Gott sei Dank konnte er auch dort in Erfahrung bringen, wie man inszenatorische Defizite im Horrorfilm ganz geschickt verschleiern kann. Die Antwort ist im obligatorischen Blut- und Gewalthagel zu suchen, der bereits so manch schlechten Genrefilm über Wasser halten konnte.
 
Gewalt verkauft sich gut – ganz diesem Credo wechselt DEADLY WEEKEND die Fronten und aus einem anfangs bescheiden umgesetzten Slasher wird knüppelharter Tortur Porn. Es werden Heimwerkerutensilien zweckentfremdet und Kunstblut spritzt reichlich in die Gesichter der Opfer. Ein Heckentrimmer wird in Bäuche getrieben, Nägel in Gliedmaßen geschlagen und Gedärm aus Leibern gerissen. Man muss schon sagen, dass die hier bebilderten Gewalteskapaden schon recht ekelhaft anzuschauen sind, zumal SUTTON wirklich gut darin ist, rotes Gekröse realistisch aussehen zu lassen. Leider machen aber die Gewaltspitzen (die übrigens von Heranwachsenden genüsslich zelebriert werden) keinen guten Horrorfilm aus DEADLY WEEKEND, dazu ist dieses Debüt einfach zu ereignislos, überraschungsarm und ideenlos umgesetzt. Darum merke: DEADLY WEEKEND ist trotz netter Optik, böser Gewalt und heißen Bräuten ein Rohrkrepierer wie er im Buche steht.
 
 
 


 
 
 

DEADLY WEEKEND – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Geile Weiber, hartes Gefoltere und markerschütterndes Geschrei: DEADLY WEEKEND ist ein ganz schön einfältiges Filmchen, das mit Laiendarstellern und netter Hochglanzoptik versucht, dem Kunden Geld zu entlocken. Wir können nur warnen, denn dieser Slasher-Folter-Flick raubt dem Zuschauer mit unbeholfenen Akteuren und unwichtigen Dialogfetzen den letzten Nerv. Selten hat man einen Horrorfilm gesehen, in dem selbst nicht einmal die Opfer Ahnung haben, wie man sich richtig durch einen Slasher schreit. Bei Schauspielerinnen, die zuvor „Karriere“ im Playboy gemacht haben ist das aber auch kein Wunder. Deshalb Hände weg von diesem unterirdischen Bockmist.
 
 
 


 
 
 

DEADLY WEEKEND – Zensur

 
 
 
Die Folterszenen in DEADLY WEEKEND sind schon sehr explizit. Da wird mit einem Heckentrimmer im Bauch eines der Opfer umhergewühlt. Zudem werden hier allerhand Haushaltswerkzeuge zweckentfremdet. Der Tortur-Part ist nicht lang; das Gezeigte hat aber ausgereicht, dass es DEADLY WEEKEND hierzulande nicht ungeschnitten durch die FSK geschafft hat, zumal die Gewalt von Minderjährigen ausgeht. Der Streifen musste in Deutschland Federn lassen und ist nur geschnitten erhältlich.
 
 
 


 
 
 

DEADLY WEEKEND – Deutsche Blu-ray

 
 
 
deadly-weekend-blu-ray

(c) Sunfilm / Tiberius Film GmbH

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Zellwood; USA 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1, Englisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 @24 Hz (1080p)

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailershow, Trailer

Release-Termin: 04.12.2014

 

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DEADLY WEEKEND – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Slasher in the Woods (2013)
 
Trail of Blood (2011)
 
Hostel (2005)
 
Hostel 2 (2007)
 

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