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Filmreview: „Big Ass Spider“ (2013)

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BIG ASS SPIDER

Story

 
 
 
Kammerjäger Alex (Greg Grunberg) allein gegen eine Riesenspinne: Ein Experiment der Regierung ist mal wieder gehörig danebengegangen und aus einem harmlosen Arachnoid verwandelt sich ein gefräßiges Monster, dass ganz Los Angeles auf Trapp hält …
 
 
 


 
 
 

BIG ASS SPIDER – Kritik

 
 
 
Der verschollen geglaubte MIKE MENDEZ lässt die Spinnen los. Mitte der 90er war der damals gefeierte Nachwuchsregisseur ein kleiner Hoffnungsschimmer am Horrorhimmel und drehte mit MIKE MENDEZ KILLERS eine ziemlich ruppige Horrorsatire, die sich ganz unverfroren an Gewaltstreifen wie NATURAL BORN KILLERS und RESERVOIR DOGS verging. In Europa entstand ein regelrechter Hype um das kontroverse Stück Low-Budget-Kino, das sich binnen weniger Jahre zum Kultfilm des Genres entwickelte. Dem bis dato unbekannten MENDEZ eröffnete der Erfolg neue Möglichkeiten: 2000 entstand sein Zweitwerk mit dem Titel CONVENT, dem deutlich mehr Kohle zur Verfügung stand und das aber von Kritikern und Horrorfans mit eher gemischten Gefühlen aufgenommen wurde. Nach einer Horrordokumentation und dem lieblos heruntergekurbelten THE GRAVEDANCERS (2005) war plötzlich Schluss mit Filmemachen und es wurde verdächtig ruhig um den einst umjubelten Horrormacher. Nach fast acht Jahren Regieabstinenz gibt es endlich wieder etwas von MENDEZ zu sehen. Mit diesmal bedeutend mehr Geld in der Tasche und einigen bekannten TV- und Leinwandstars im Petto hat er einen Spinnenheuler auf Zelluloid gebannt, den man natürlich zu keiner Zeit ernst nehmen kann.
 
MENDEZ scheint eine Vorliebe für selbstironischen Trash zu besitzen. Bereits mit dem Splatterfest CONVENT bewies der Regisseur, dass er gern Horrorfilme dreht, die man lieber mit einem gehörigen Augenzwinkern genießen sollte. Ernst ist der neuste Abstecher ins Gruselmilieu keineswegs, denn auch wenn Spinnen bei den meisten Menschen vorwiegend Angst und Ekel hervorrufen, muss man bei MENDEZ über die langbeinigen Krabbeltiere vor allem eines: Lachen. BIG ASS SPIDER heißt das neuste Machwerk sinnbefreiter Komik für das er sogar einige namhafte Schauspieler gewinnen konnte. GREG GRUNBERG (HEROES – Die Serie) spielt hier den Kammerjäger Alex Mathis, der Haushalte von Ungeziefer und Parasiten befreit und nach einem gemeinen Spinnenbiss in die Notaufnahme eilt. Zufälligerweise wurde dort auch soeben eine Leiche eingeliefert aus deren Brustkorb eine Spinne kriecht, die wenig später die ganze Stadt in Aufruhr versetzt. Das, mit außerirdischer DNA in Berührung gekommene Krabbeltier, bekommt den Hals nicht voll und frisst sich durch Massen von Menschen. Stunden später ist das Vieh zu stattlicher Größe herangewachsen, krabbelt auf einen Wolkenkratzer um darin die Brut ablegen zu können. Spinnenflüsterer Alex findet das gar nicht gut, schnappt sich einen mexikanischen Wachmann und rettet am Ende selbstverständlich die Welt.
 
Seit Nonsens wie SHARKNADO selbst in renommierten Fachzeitschriften lobend Erwähnung finden, ist auch der Tierhorror wieder in aller Munde. Das Mülllabel ASYLUM hat gut vorgelegt und produziert seit Bestehen fleißig Horrorschund in dem Tiere die abstrusesten Dinge tun. Ob Hai mit zwei Köpfen oder Kampf zwischen Riesenschlange und Krokosaurier – das Schaffen dieser Filmwerkstatt ist der Inbegriff cineastischer Dummheit. BIG ASS SPIDER macht da keine Ausnahme. Das Ding strotzt nur so vor schlechten Dialogen, miserablen Handlungssträngen und kaum vorhandener Logik. Was den Streifen aber vom minderwertigen Quark aus den ASYLUM-Studios abhebt sind die hervorragend computeranimierten Spinnen-Effekte, die den Spaßfaktor erheblich steigern. BIG ASS SPIDER macht alles andere als einen billigen Eindruck, punktet mit lautem Munitionsgerassel und erheiternd trivialer Action, die sich natürlich pausenlos selbst auf die Schippe nimmt. Da feuert das Militär planlos den ganzen Film über mit Schusswaffen auf den aggressiven Arachnoid, obwohl im Film mehrfach erläutert wird, dass die Spinne unverwundbar ist. Zudem will sich dem Zuschauer nicht erschließen, wie es das Rieseninsekt letztendlich geschafft hat sich allein zu befruchten. Immerhin hat MIKE MENDEZ, wie andere Regisseure in letzter Zeit auch, an eine Hommage gedacht. Das mutierte Etwas hat sich für die Kinderstube ausgerechnet einen Wolkenkratzer im Zentrum von Los Angeles ausgesucht und krabbelt hinauf ins letzte Stockwerk, um darin den Nachwuchs ablegen zu können. Kult-Gorilla KING KONG hat in seiner Filmlaufbahn auch schon ne Menge ähnlicher Gebäude bestiegen. Leider hat das haarige Filmmonster bisher immer erst reichlich spät bemerkt, dass so ein bisschen Hauswandkletterei zu rein gar nichts führt. Auch wenn das Rad in BIG ASS SPIDER nun nicht gerade neu erfunden wird, bleibt dem Fan solcher Filme nix anderes übrig, als sich auch diesen Film in die Sammlung zu stellen. MENDEZ schafft es mit Situationskomik, guten Darstellern und Kurzweil zu überzeugen. Der haarsträubende Mix aus Science Fiction, Tierhorror und Komödie unterhält trotz inhaltlicher Leere ungemein – den hervorragend getricksten Spinnenmomenten sei Dank.
 
 
 


 
 
 

BIG ASS SPIDER – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
BIG ASS SPIDER ist eine willkommene Abwechslung zum üblichen Tier-Trash des Produktionsstudios ASYLUM, welcher den meisten Filmfans die Laune am Sichten von Tierhorrorfilmen mittlerweile vermiest hat. Der neuste Brüller von MIKE MENDEZ überrascht mit erstaunlich guten Effekten und jeder Menge sinnbefreiter Action, die immerhin soviel temporeichen Kurzweil bietet, dass dem Zuschauer kaum Zeit bleibt darüber nachzudenken, was ihm da gerade für Schwachsinn untergejubelt wird. Der Spinnenekel bleibt aus und die handvoll Gags machen Laune, so dass BIG ASS SPIDER auch von jenen Filmfans goutiert werden kann, die sonst mit Arachnophobie so ihre Probleme besitzen.
 
 
 


 
 
 

BIG ASS SPIDER – Zensur

 
 
 
BIG ASS SPIDER wurde in Deutschland ungeschnitten veröffentlicht und ist bereits für Jugendliche ab 16 Jahren geeignet. Viel Blut gibt es nicht gesehen, von daher ist die niedrige Freigabe gerechtfertigt.
 
 
 


 
 
 

BIG ASS SPIDER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Big Ass Spider; USA 2013

Genre: Horror, Science Fiction, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Orangene Amaray mit Wendecover

Extras: Trailershow

Release-Termin: 03.01.2014

 
 
 

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BIG ASS SPIDER – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Arac Attack – Angriff der achtbeinigen Monster (2002)
 
Spiders (2000)
 
Spiders 2 (2001)
 
Camel Spiders – Angriff der Monsterspinnen (2011)
 
Arachnophobia (1990)
 

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