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Filmreview: „Blood Widow – Tod in der Stille“ (2014)

blood-widow-2014
 
 
 

BLOOD WIDOW – TOD IN DER STILLE

Story

 
 
 
Wenn die psychopathische Nachbarin drei mal klingelt: Laurie (Danielle Lilley) und Hugh (Brandon Kyle Peters) sind ein junges Paar und haben gerade ein Haus irgendwo im Nirgendwo gekauft, wo es selbstverständlich keinen Handyempfang gibt. Als die beiden eine Einweihungsparty geben und einige Freunde zum Feiern vorbeikommen, nutzt auch die Killerin von nebenan die Gunst der Stunde, um die neuen Nachbarn kennenlernen …
 
 
 


 
 
 

BLOOD WIDOW – Kritik

 
 
 
In Amerika gibt es immer wieder Nachwuchs-Angstmacher, die dem Horror-Fan die Freunde am Schauen von Horror-Ware verübeln möchten. Der Low-Budget-Markt scheint dort ein beliebtes Sprungbrett für all jene zu sein, die auch ohne Berufsabschluss das Hobby zum Beruf machen wollen: Filmemachen. Leider muss man für das Drehen von Horror-Streifen nicht nur Kohle und das notwendige Equipment besitzen, sondern auch Talent und Ahnung. Voraussetzungen, die jedoch nur die Wenigsten mitbringen. Trotzdem wird auch ohne Können munter drauflos gefilmt, denn die Nachfrage nach amateurhaft zusammengeschnippelten Horrorfilmen scheint größer zu sein, als immer vermutet wird. Kaum eine Woche vergeht, ohne dass Billig-Grusler in amerikanische Händlerregal gebracht werden. Als wäre das nicht schon übel genug, finden sogar einige dieser Spaßbremsen den Weg nach Deutschland.
 
BLOOD WIDOW ist das Resultat eines langjährigen Fan-Traumes. Newcomer und Sci-Fi-Horrorfan JEREMIAH BUCKHALT steckt hinter der Low-Budget-Produktion, der selbst heute immer noch nicht fassen kann, dass ihm die Möglichkeit gegeben wurde einen Horrorfilm zu drehen. Ähnlich wie Vorbild JOHN CARPENTER (wenn es nach BUCKHALT geht gehört THE THING zu den besten Filmen aller Zeiten) hat der Regie-Neuling jedoch erst einmal kleine Brötchen gebacken und sich an der Umsetzung klassischen Slasher-Stoffs versucht, schließlich gehört nicht viel Grips dazu einen simplen Schlitz-Streifen zu machen. Erfolgreiche Filmtitel nennt BUCKHALT in einem Interview, von denen sich BLOOD WIDOW hat inspirieren lassen. So standen günstig gewerkelte Oldschool-Slasher Pate mit denen der Filmemacher Ende der 70er und zu Beginn der 80er aufgewachsen ist. Bei so viel euphorischer Liebe zum Genre enttäuscht dann leider doch die Tatsache, dass BLOOD WIDOW Lichtjahre von wegweisenden Metzelklassikern wie HALLOWEEN – DIE NACHT DES GRAUENS entfernt ist. Für BLOOD WIDOW musste an allen Ecken gespart werden. So wurden Hauptrollen mit Statisten besetzt, die vermutlich noch nie eine Schauspielschule von Innen gesehen haben. Akustische Raffinessen aus dem MUSIC MAKER sorgen für ungewollte Erheiterung und die rudimentäre Handlung lässt den Zuschauer bereits kurz nach dem Prolog ermüden. Ein Pärchen ist es diesmal, das in ein neues Haus zieht und dort ums Überleben kämpfen muss. Im Keller des scheinbar verlassenen Nachbarhauses lebt eine schwarze Witwe, die nur darauf wartet, dass ihr mal ein paar neugierige Fliegen ins Netz gehen. Als sich ein paar Freunde für eine kleine Einzugssause anmelden und auf dem Grundstück gegenüber herumschnüffeln, packt die BLOOD WIDOW ihre Folterinstrumente zusammen und besucht die neuen Nachbarn um mal blutig „Hallo“ sagen zu können.
 
Wenn keine gescheite Geschichte zu Grunde liegt, dann lass Gewalt regieren. Genau jenem Credo folgt BLOOD WIDOW und konzentriert sich auf das möglichst schmuddelige Abschlachten seiner unzureichend talentierten Hauptdarsteller. Die von BUCKHALT selbst entworfene Killerin geht nicht zaghaft mit ihren Opfern um. So werden Protagonisten enthauptet, Arme abgesäbelt oder Gesichter eingeschlagen. Für Indie-Horror mit Mikro-Budget sehen die gebotenen Matsch-Effekt ganz ordentlich aus, zumal die teils unausgereifte Ausleuchtung dem Film einen dreckigen, ungeschliffenen und finsteren Look bescheren. Dennoch, Gewalt im Horrorfilm ist nicht alles, denn ein blosses Aneinanderreihen von sinnlosen Gewaltakten machen aus einem beliebigen Horrorfilm noch lange kein Kultwerk. Nichtsdestotrotz bekommt der Horror-Fan mal endlich wieder eine maskierte Killerin vor die Linse. Die steht männlichen Meuchel-Kollegen wie JASON und MICHAEL in puncto Grausamkeit in nichts nach. Im Unterschied zu genannten Ikonen des modernen Horrorfilms will die BLOOD WIDOW jedoch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, was vor allem daran liegt, dass der Film nichts Rundes ist und überraschungsarm nach Schema F abgehandelt wird. Neue Impulse sucht man hier vergebens, dafür findet man Unmengen an Logiklöchern und Slasher-Klischees. Dass Macher JEREMIAH BUCKHALT bereits mit einer Fortsetzung liebäugelt, verursacht fix wirklich Panik – schließlich ist der Zuschauer froh, wenn er den vorliegenden Erstling wach überstanden hat.
 
 
 


 
 
 

BLOOD WIDOW – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Blutiger Nachschub für Splatter-Fans! Gewalt ist leider auch das einzige, was BLOOD WIDOW halbwegs über Wasser halten kann, denn der Streifen ist nicht nur ein überraschungsarmes, sondern auch ein langweiliges Sammelsurium nerviger Slasher-Regeln und totgefilmter Horror-Klischees. Budget war kaum vorhanden, was im Falle dieses Filmdebüts Vor- und Nachteile besitzt. Einerseits hat die teils unprofessionelle Ausleuchtung Charme und beschert BLOOD WIDOW einen düsteren und dreckigen Look, der dem Film vor allem in den Gewaltmomenten zugute kommt. Andererseits lässt das Mikro-Kapital kaum Experimente zu, so dass an allen Ecken gespart werden musste – vor allen an guten Schauspielern. Unterm Strich ist BLOOD WIDOW ein austauschbarer Slasher ohne Höhepunkte, der immerhin kurz Aufmerksamkeit in Deutschland erhaschen dürfte, weil ihn die hiesige FSK der „bösen“ Szenen wegen in der Luft zerreißen wird.
 
 
 


 
 
 

BLOOD WIDOW – Zensur

 
 
 
Wie für einen Slasher typisch sterben auch in BLOOD WIDOW die Opfer eines grausamen Todes. Zimperlich geht es hier nicht gerade zu, was vor allem der FSK Kopfzerbrechen bereitet hat. Da BLOOD WIDOW ziemlich viel blutroten Splatter zu bieten hat, wurde er in der ungeschnittenen Freigabe erst für Volljährige freigegeben – keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

BLOOD WIDOW – Deutsche Blu-ray

 
 
 
blood-widow

(c) Castle View Film

 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Blood Widow; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 84 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer zum Film

Release-Termin: 28.08.2015

 

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BLOOD WIDOW – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Slasher House (2012)
 
Torment (2013)
 
Nurse 3D (2013)
 
Young, High and Dead (2013)
 
Killer Holiday (2013)
 
Bloody Homecoming (2013)

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