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Filmkritik: „Dracula und seine Opfer“ (1967)

dracula-und-seine-opfer-1969
 
 
 

DRACULA UND SEINE OPFER

(BLOOD OF DRACULA’S CASTLE)

Story

 
 
 
Glens Onkel verlässt unser irdisches Jammertal und bedenkt seinen Neffen mit der Erbschaft eines Borderline-Disney-Schlosses in der kalifornischen Wüste. Bevor der junge Herr Neureich nebst Lebensabschnittspartnerin allerdings in den neuweltlichen Gotik-Tempel einziehen kann, gilt es, den aktuellen Bewohnern die Mieterschaft abzuerkennen. Graf Townsend nebst Gattin, plus einem von Gnadenlosallesspieler John Carradine gegebenen Hausdiener und dem Zubehörbuckligen Mango. Um dem Titel auf deutsch und englisch gerecht zu werden, sind die Townsends zumindest Vampire und haben dazu gerade mal überhaupt keine Lust, sich von den jungen Sixties-Schnöseln aus dem heimischen Gemäuer verjagen zu lassen.

 
 
 


 
 
 

DRACULA UND SEINE OPFER – Kritik

 
 
 
Al Adamson, auch oder sogar bei Fans bittersten amerikanischen No-Budget-Schrotts für die Tiefschlagqualität seiner Werke berüchtigt, konnte auch bei dieser knackigen Blutsauger-Gurke alle Register dessen ziehen, was wir hier nicht als „Können“ bezeichnen möchten. Eher handelt es sich bei der filmischen Vision des 1995 von seinem Untermieter ermordeten Kaliforniers um ein eigenes Irrsinns-Universum, wie es in den Fünfzigern zum Beispiel Ed Wood verwaltete. Die oft gleiche Riege von Altstars auf der Suche nach einem darstellerischen Gnadenbrot und jungen, maßlos untalentierten Tunichtguten tobt unter Adamsons Aufsicht über die stets ähnlichen Kulissen und folgt Regieanweisungen, die nicht selten erst am Drehtag improvisiert wurden. Herauskommen sollten bei diesen Über-Trash-Orgien keine Genre-Meilensteine für die Ewigkeit, pickepackevoll mit kultisch zu verehrenden Schauspielerleistungen, Horroratmosphäre oder gar zitierfähigen Szenen für die Fan-Ewigkeit, nein, Al Adamson entstammte der B-Film-Tradition amerikanischer Super-Exploitation, die gerne einmal ein reißerisches Filmplakat vorzuweisen hatte, bevor auch nur eine Seite Drehbuch geschrieben oder eine Minute Zelluloid bespielt war. Möglichst einfach und unter großzügiger Nutzung der Schlüsselelemente Sex und Gewalt wurden da Filme auf den Autokinomarkt geworfen, denen mit cineastischer Logik nicht beizukommen ist. Hierbei verdingte sich die Adamson-Gang in beliebten Filmsparten wie dem Rockerfilm (DIE SADISTEN SATANS), Blaxploitation (BLACK SAMURAI) oder auch wahnwitziger Science Fiction (HORROR OF THE BLOOD MONSTERS), unbeschreiblichem wie dem Zukunfts-Märchen-Musical LIEBE IM RAUMSCHIFF VENUS oder eben, wie hier, Horror. DRACULA UND SEINE OPFER macht da keine Ausnahme im Angriff auf die geistige Gesundheit des Publikums. Weder lässt sich ergründen, wieso das Vampirpaar Townsend (?) in der sonnenfrittierten Mojave-Wüste lebt, noch, wie man auf den Trichter kam, sich im Schlosskeller an die Wand gefesselte Go-Go-Girls als Blutspenderinnen zu halten. Könnte ein Vorläufer des Bio- und Nachhaltigkeitsgedanken sein. Oh, California … Vollends ausschalten sollte man sein Gehirn bei der Ankunft des übergeschnappten Vergewaltigers Johnny, eines Freundes der Familie, der aus der Psychiatrie ausbüxt und auch in größter Verfolgungsnot noch Zeit findet, seinen kriminellen Sellerie in bedauernswerte Passantinnen zu dippen. Sinn ist hier keiner aber warum sollte gerade an den Punkt damit angefangen werden?
 
 
 


 
 
 

DRACULA UND SEINE OPFER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Knüppelbekloppter Drive-In-Trash aus den amerikanischen Sechzigern. Wenig für Horrorfans, mehr für Trash-Aficionados, die sich schon eine oder zwei Ebenen oberhalb des Schlock-Einstiegslevels befinden.
 
 
 


 
 
 

DRACULA UND SEINE OPFER – Zensur

 
 
 
Im Gegensatz zu den bisherigen Veröffentlichungen ist die deutschen DVD ungeschnitten und trägt den alten FSK18-Flatschen. Sammler können bedenkenlos zugreifen.
 
 


 
 
 

DRACULA UND SEINE OPFER – Deutsche DVD

 
 
 
dracula-und-seine-opfer-dvd

(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Blood of Dracula’s Castle; USA 1960

Genre: Horror, Klassiker

Ton: Deutsch Dolby Digital 1.0 (Mono), Englisch Dolby Digital 1.0 (Mono)

Untertitel: Keine

Bild: 1,33:1

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: FSK18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Keine

Release-Termin: 24.10.2014

 

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DRACULA UND SEINE OPFER – Trailer

 
 

 
 

Christian Ladewig

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Cabaret der Zombies (1964)
 
Draculas Bluthochzeit mit Frankenstein (1971)
 
Plan 9 aus dem Weltall (1959)
 

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