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Filmkritik: “ The Last House on Cemetery Lane“ (2015)

The Last House on Cemetery Lane-2015
 
 
 

THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE

Story

 
 
 
Ein erfolgreicher Drehbuchautor von Horrorfilmen zieht sich in ein einsames Landhaus zurück und darf sich – was für eine Überraschung – als Geisterjäger beweisen.

 
 
 


 
 
 

THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE – Kritik

 
 
Liest man einen Filmtitel wie THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE hat man hohe Erwartungen, weil sofort Horrorstreifen wie Wes Cravens Rape-and-Revenge-Thriller THE LAST HOUSE ON THE LEFT oder der Fulci-Klassiker HOUSE BY THE CEMETRY ins Gedächtnis zurückkehren. Die haben vor mehr als 30 Jahren Horrorgeschichte geschrieben und gehören mittlerweile zur Grundausstattung jedes eifrigen DVD-Sammlers. Der hier vorgestellte THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE spielt – trotz ähnlicher Titelkreation – leider in einer ganz anderen Liga und ist mit den genannten Kultwerken keineswegs zu vergleichen. Anders als es der Filmtitel vermuten lässt, hält der Zuschauer einen günstig gedrehten Low-Budget-Indie in den Händen über den in wenigen Wochen keiner mehr sprechen wird. Drei Schauspieler, ein abgelegenes Häuschen und genug Langeweile – das sind die Grundzutaten für dieses unabhängige Mystery-Drama, das vermutlich mit kleiner Crew in irgendeiner Wohnung eines Mitarbeiters gedreht wurde und durch langatmige Inszenierung zum Abschalten animieren möchte. Viel gequasselt wird in THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE. Hier geben sich lange Dialoge und seichte Rätselkost die Waage. Letztere wird immer wieder künstlich heraufbeschworen damit dem Zuschauer nicht bereits schon zu Beginn die Augen zufallen. Dennoch dürfte hier paranormaler Hokuspokus allein nicht ausreichen, um den Gruselfreund am Einschlafen zu hintern. Wir wetten, dass die Mehrheit der Hobbygeisterjäger vor den Bildschirmen zu Hause das Ende dieser Indie-Produktion nicht wach erleben werden, schließlich gehört THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE zu den zähsten Genre-Werken des aktuellen Kinojahrs.
 
 
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Im Film bezieht Drehbuchautor John Davies (gespielt von LEE BANE) ein altes Anwesen auf Zeit, um wieder Energie für ein neues Horrorprojekt tanken zu können. Doch viel Freude an der neuen Bleibe hat er nicht. Im zweiten Stock wohnt eine blinde Greisin, die nie vor die Zimmertür geht und nachts spielt aus unerklärlichen Gründen ein Plattespieler alter Songs, damit Autor John aus dem Schlaf gerissen wird. Als er die Bekanntschaft mit der liebenswerten Nachbarin Cassie macht, häufen sich die mysteriösen Ereignisse. Für den genervten Mieter Grund genug, dem Geheimnis des Hauses auf den Grund zu gehen. Ist die alte Frau im zweiten Stock für den Schabernack verantwortlich oder sind hier vielleicht doch finstere Mächte am Werk?
 
 
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Einschlummern ganz ohne Pharmazeutika! Hinter dieser natürlichen Einschlafhilfe verbirgt sich ANDREW JONES. Der übernahm bereits in einigen Horrorfilmen die Regie und inszenierte günstige Werke wie THE NESTING 2, in denen er mit wenig Kapital versuchte, passable Genre-Unterhaltung für Horrorfans abzuliefern. Leider hat das bisherige Vorhaben nie Früchte getragen, denn die meisten seiner Arbeiten blieben durch semiprofessionelle Machart in Erinnerung und konnten sich nicht gegen den Strom ähnlich gestrickter Billigproduktionen behaupten, die tagtäglich in den Verkauf gebracht werden. Den Geisterfilm THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE dürfte da gleiches Schicksal ereilen, denn auch das neue Projekt aus der Mache des Regisseurs quält mit ungeschliffenem Indie-Look, der unweigerlich an Direct-To-Videofilme neueren Datums erinnert. Inhaltlich schaut es da nicht anders aus. Hier wird Mystery-Schauer von der Stange serviert, von dem man sich vor einigen Jahren bereits sattgesehen hat nachdem der damals noch kleine HALEY HOEL OSMENT in THE SIXTH SENSE (1999) dem Zuschauer einzutrichtern versuchte, dass er doch toten Menschen sehen könne.
 
 
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81 Minuten können lang sein vor allem dann, wenn eine Auflösung künstlich hinausgezögert wird, die bereits nach der Halbzeit klar sein dürfte. In THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE wird Horror auf Sparflamme gekocht und das ist auch das größte Problem dieses Gruseldramas, schließlich erwartet man von subtilen Schauergeschichten auch ein gewisses Maß an Gänsehautmomenten und Schreckeffekten. Statt mit konventionellen Mitteln zusammenzucken zu lassen, plätschert die Handlung ermüdend daher und macht aus knapp zwei Stunden belangloses Geister-Gepoltere einen quälend langen Film, der den Eindruck erweckt man habe hier eine Woche vorm Fernseher gesessen. THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE ist kein sehenswerter Film und das perfekte Geschenk für Freunde, Kollegen oder Bekannte, die man nicht sonderlich mag. Wir von FILMCHECKER raten ab und empfehlen: im Händlerregal stehen lassen!
 
 


 
 
 

THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Wenn der Sandmann dreimal klingelt, war vermutlich THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE im Blu-ray-Player. Dieser Streifen ist kein Film für Freunde von „LAST HOUSE“-Werken, bei denen schon der Titel Programm ist. THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE ist Einschlafkino der üblen Sorte, für das man zwar gute Schauspieler gewinnen konnte, deren Talent hier sprichwörtlich für nichts verbraten wird. Die Geschichte ist wenig überraschend und orientiert sich in ihrer Machart an so erfolgreiches Kultkino wie THE SIXTH SENSE, wo subtil erschreckt und mit wendungsreichem Finale verblüfft wird. Originell ist hier gelinde gesagt nichts. Außer vielleicht die Idee, unbeliebten Freunden oder Kollegen zur Abwechslung Filme zu schenken, die man nicht mal mit der Kneifzange aus dem Müllcontainer fischen würde. Finger weg, denn nach dem Kauf dieses Films ist Frust vorprogrammiert.
 
 


 
 
 

THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE – Zensur

 
 
 
THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE ist ein Geisterdrama mit viel Geschwafel, Liebesgezwitscher und seichtem Grusel. Am Ende gibt es eine Tote zu beklagen – das war’s. Eigentlich könnte man den Film ab 12 Jahren freigeben. Aufgrund der Axtszene am Ende hat’s aber für den Film eine FSK 16 gegeben. Weil aber auf der erhältlichen Blu-ray „böses“ Bonusmaterial in Form von Filmtrailern enthalten ist, gabs es für die Veröffentlichung den roten FSK-Flatschen: keine Jugendfreigabe. Etwas irreführend, wenn man bedenkt wie harmlos der Streifen eigentlich ist.
 
 
 


 
 
 

THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
last-house-on-cemetery-lane-bluray

(c) StarMovie | Edel Germany

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Last House on Cemetery Lane; Großbritannien 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray wegen Bonusmaterial: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Original Trailer, Trailershow

Release-Termin: 20.05.2016

 
 
 

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THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

(Rechte für Grafiken / Packshot liegen bei StarMovie | Edel Germany)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Sixth Sense (1999)
 
The Others (2001)
 

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