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Filmkritik: „From the Dark“ (2014)

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FROM THE DARK

Story

 
 
 
Bei einer Abkürzung durch die irische Einöde bleibt das Auto im Schlamm stecken, so dass sich Sarah und Mark auf die Suche nach Hilfe begeben müssen und dabei auf eine Kreatur der Finsternis stoßen mit der nicht gut Kirschen essen ist …
 
 
 


 
 
 

FROM THE DARK – Kritik

 
 
 
CONOR MCMAHON ist zurück. Dem Horror-Publikum dürfte der Regisseur bereits mit dem unabhängigen Zombie-Streifen DEAD MEAT und dem schwarzhumorigen STITCHES – BÖSER CLOWN in Erinnerung geblieben sein. Letzterer erhielt von Zuschauern und Kritikern durchweg positives Feedback, was MCMAHON dazu anspornte auch weiterhin dem Genre treu zu bleiben. FROM THE DARK heißt sein neuer Streifen, der dem Filmfreund mit subtiler Machart Angst einjagen möchte. Bewirkt wird die mit ganz einfacher Rezeptur. Dunkelheit heißt die Quintessenz, die dem Film zum Erfolg verhelfen soll, gehört doch FROM THE DARK zu jenen Horrorfilmen, die nicht nur die Finsternis zum Thema machen, sondern bevorzugt im Dunkeln angeschaut werden sollten, um ihr gesamtes (Er)Schreckpotenzial entfalten zu können. Im Mittelpunkte des Schauertrips stehen Sarah (NIAMH ALGAR) und Mark (STEPHEN CROMWELL). Die irren durch das ländliches Irland und fahren über holprige Ackerpfade bis das Auto im Matsch stecken bleibt. Nun ist guter Rat teuer. Da der Handyempfang schlecht ist, versucht Mark in der Gegend nach Hilfe zu suchen. In der Ferne entdeckt er ein altes Bauernhaus, das bei näherer Betrachtung nicht sonderlich einladend eingerichtet ist. Darin macht er Bekanntschaft mit dem Hauseigentümer, der sich jedoch alles andere als normal verhält. Stunden zuvor hat der beim Torfstechen versehentlich eine geheimnisvolle Kreatur von ihren Fesseln befreit. Die geistert nun hungrig um die Hütte und beginnt die Durchreisenden zu jagen.
 
 
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Nach dem gelungenen STITCHES macht Macher CONOR MCMAHON einiges anders. Im Gegensatz zum bitterbösen Clown-Horror aus dem Jahre 2012 ist FROM THE DARK frei von Zynismus, Splatter und Ironie. Dafür liegt der Fokus auf Gänsehaut und Gruselatmosphäre. Letztere gelingt ganz gut, wenngleich die jedoch aus dem handzahmen FROM THE DARK keinen guten Horrorfilm macht. Das Problem liegt in der überschaubaren Handlung, die sich in knapp zwei Sätzen zusammenfassen lässt – aber einen ganzen Streifen füllen soll. Einer Herausforderung, die sich der Regisseur zwar stellt. Dennoch scheitert er an der mangelnden Substanz, die gerade mal Stoff für einen Kurzfilm liefert. FROM THE DARK ist ein solider Versuch dem Vampirfilm jenen Schrecken zurückzugeben, den das Blutsauger-Genre einst mit Filmen wie NOSFERATU – EINE SYMPHONIE DES GRAUENS (1922) und NOSFERATU – DAS PHANTOM DER NACHT (1979) eingeflößt hat. CONOR MCMAHON distanziert sich bewusst von der mittlerweile gängigen Romantisierung des Vampirs. Seine Kreatur will nicht verführen und beißen, sie will terrorisieren und zerfetzen. Mit reichlich Make-up ist ein wenig Kunstblut gelingt die Wandlung von der facettenreichen Figur des Draculas hin zur hirnlosen Tötungsmaschine ganz gut – auch wenn sich die lichtscheue Kreatur nur selten vor der Kamera zeigen möchte.
 
 
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FROM THE DARK ist ein zweischneidiges Schwert. Nach einer atmosphärisch dichten, ersten Hälfte erlebt der Streifen eine Talfahrt. Nachdem die Durchreisenden sich in einem Haus vor einem jahrhundertealten Nackenbeißer in Sicherheit gebracht haben, verliert FROM THE DARK den Spannungsbogen aus den Augen. Sarah flüchtet im Lichtschein der Öllampe die Treppe hinauf, Sarah flüchtet im Lichtschein die Treppe hinunter, Sarah flüchtet im Lichtschein nach draußen, um anschließend im oberen Stockwerke der Hütte nach dem rechten zu sehen. Sonderlich packend ist die Aneinanderreihung von immer wieder gleichen Szenen nicht, auch wenn stets ein blutsaugendes Wesen durch die Nacht huscht, das in den gruseligsten Momenten eine gewisse Ähnlichkeit mit den von MAX SCHRECK verkörperten Nosferatu an den Tag legt. Leider wirkt in FROM THE DARK vieles konstruiert, um die kaum vorhandene Handlung künstlich vorantreiben zu können. Dass da ach die obligatorischen Horror-Klischees nicht fehlen dürfen ärgert, weil den beiden Hauptfiguren auch in diesem Film Dinge widerfahren müssen, die wohl nur Protagonisten in Horrorfilmen zustoßen können. Dass beim Überlebenskampf mehrmals hingepurzelt werden muss und die Heldin während ihrer Flucht vor dem Bösen versehentlich in einen spitzen Gegenstand springt verdeutlicht, dass man wohl mehr um gruselige Atmosphäre bemüht gewesen ist, statt die nicht gerade innovative Geschichte um frische Ideen zu bereichern. Immerhin bedient sich Regisseur CONOR MCMAHON des Öfteren alten Taschenspielertricks. Mit einem effektiven Spiel aus Licht und Dunkelheit hält er den Zuschauer bei Laune und lässt Protagonistin Sarah verzweifelt mit Lampen, Kerzen und Scheinwerfern durch dunkle Flure, Sümpfe und Felder irren, damit sie sich ein lichtscheues Wesen vom Hals halten kann. An gruseligen und unheilvollen Momenten wird nicht gespart. Meist ist die Flüchtende nur vom Lichtpegel umgeben und kämpft sich Schritt für Schritt durch endlose Dunkelheit. Bei einem derart sparsamen Einsatz von Beleuchtung werden Erinnerungen an SILENT HILL geweckt. Die Leinwandadaption des Videospiels bediente sich ähnlichen Mechanismen, wurde aber weitaus raffinierter und trickreicher in Szene gesetzt, als der teils äußerst zähe FROM THE DARK. Daher: Durchschnittlicher Kreaturen-Heuler mit guten Ansätzen, aber wenig Story.
 
 
 


 
 
 

FROM THE DARK – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Wer Angst vor der Dunkelheit hat, sollte diesen Film möglichst meiden. FROM THE DARK macht die Finsternis zum Thema eines Gruselausflugs, in dem es oftmals so düster ist, dass man kaum die Hand vor Augen sieht. Demzufolge entfaltet der Streifen auch nur dann seine maximale Wirkung, wenn es auch im Heimkino so richtig dunkel ist. Regisseur CONOR MCMAHON versucht mit seinem Horror-Abenteuer den ursprünglich furchterregenden Vampir-Mythos erneut aufleben zu lassen. Schluss mit zivilisierten und romantisierten Blutsaugern. In FROM THE DARK werden Vampire nicht vermenschlicht, sondern zu reißerischen Bestien der Nacht deklariert. Die Stimmung passt und Gänsehaut ist vorprogrammiert. Leider macht die vorhersehbare Handlung Sorgen, die sich in knapp zwei Sätzen zusammenfassen lässt. FROM THE DARK ist ein durchschnittlicher Kreaturen-Heuler mit vielen stimmigen Grusel- und deftigen Schreckmomenten. Die Ansätze sind gut, wenngleich die zweite Filmhälfte aufgrund mangelnder Ideen kaum der Rede wert ist, weil die Spannung fehlt.
 
 
 


 
 
 

FROM THE DARK – Zensur

 
 
 
FROM THE DARK ist ein eher subtiler Horrorfilm. Ein Bein wird aufgerissen, ein Finger mit einem Schraubendreher abgetrennt und zwei Protagonisten lösen sich in Staub auf. Das ist alles nicht sonderlich grausam, so dass FROM THE DARK bereits für 16-jährige geeignet sein dürfte.
 
 
 


 
 
 

FROM THE DARK – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens (1922)
 
Nosferatu – Phantom der Nacht (1979)
 
Shadow of the Vampire (2000)
 
Stephen King’s The Night Flier (1997)
 
Silent Hill: Revelation (2012)
 

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