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Filmkritik: „Eden Lodge“ (2015)

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EDEN LODGE

Story

 
 
 
Eine Autopanne mit Folgen: Eine junge Familie kommt nach einem Unfall im ländlichen England einem bestialischen Killer in die Quere und muss ums Überleben bangen.
 
 
 


 
 
 

EDEN LODGE – Kritik

 
 
 
Auch wenn es das Poster suggeriert – mit EDEN LAKE hat dieser britische Horrorfilm nichts am Hut. Der versucht nur mit einfältiger Masche und ähnlichem Plakatmotiv hinters Licht zu führen, damit der Zuschauer bedenkenlos zugreift und kauft. Dabei trennen die beiden Filme nicht nur inhaltlich Welten voneinander. EDEN LODGE will gar kein Terrorfilm sein und erzählt die Geschichte eines amerikanischen Pärchens, das wegen dem neugeborenen Nachwuchses versucht, eine ohnehin kaputte Beziehung im ländlichen England zu retten. Die Dinge nehmen eine unerwartete Wendung, als man nach einer Autopanne Hilfe in einer nahegelegenen Herberge sucht und darin die Nacht verbringen muss. Nicht nur, dass sich die schrullige Betreiberin des Hotels verdächtig verhält. Auch Bewohner und Gäste hinterlassen keinen vertrauenerweckenden Eindruck, so dass schnell klar sein dürfte, dass dieser Film kein gutes Ende nehmen wird. Doch die skurrilen Zeitgenossen sind das kleinere Übel. Ein grausamer Killer verursacht größere Probleme. Der zieht im angrenzenden Wald seine Runden und macht Jagd auf ahnungslose Touristen.
 
 
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Die Entstehung von EDEN LODGE stand unter keinem guten Stern, was wohl auch der Grund gewesen sein dürfte, weshalb der Film mit reichlicher Verspätung veröffentlicht wurde. BREAKDOWN – so wie der Streifen eigentlich heißen sollte – wurde bereits 2013 abgedreht. Leider fand man für die Postproduktion nur schleppend Geldgeber. Daher startete man eine Crowdfunding-Kampagne auf der Finanzierungsplattform KICKSTARTER. Die brachte aber nicht den gewünschten Erfolg, so dass die Veröffentlichung auf unbestimmte Zeit verschoben werden musste. Nach zweijähriger Verzögerung konnte der Low-Budget-Streifen doch noch fertiggestellt und in die Händlerregale gebracht werden. Aber hat sich der Aufwand letztendlich gelohnt?
 
 
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EDEN LODGE bekleckert sich beim Angstmachen nicht mit Ruhm. Regie-Newcomer ANDREAS PRODROMOU kombiniert unbeholfen Mystery mit bluttriefenden Slasher-Raffinessen, verzettelt sich jedoch bei der Zusammenstellung des Horror-Cocktails. Statt sich auf eine Zutat zu konzentrieren, versucht er das Gebräu durch überflüssige Dreingaben zu veredeln. Leider will der schläfrig inszenierte Film gerade wegen der unüberlegten Mischung nicht so recht schmecken. EDEN LODGE quält mit schleppend inszenierter Geheimniskrämerei, die in bescheidener Regelmäßigkeit durch konfus eingestreute Gewalteinlagen aus dem Tiefschlaf reißen soll. Macher ANDREAS PRODROMOU wechselt unbeholfen zwischen den Subgenres und schien sich offensichtlich unschlüssig darüber gewesen zu sein, in welche Schublade er EDEN LODGE stecken wollte. So verwirrt er mit künstlich angestachelter Beziehungskrise, die sich im finalen Blutrausch von selbst auflöst. Das mag sich interessant anhören, ist aber letztendlich kaum der Rede wert, weil in diesem Film nichts so recht zusammenpassen will.
 
 
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EDEN LODGE ist kein nennenswerter Gruselausflug ins ländliche Idyll Großbritanniens. Hier läuft einiges schief, was auf die Unerfahrenheit von Nachwuchsregisseur ANDREAS PRODROMOU zurückzuführen seine dürfte. Der hat das Drehbuch zum Film geschrieben und will mit unerwarteter Auflösung punkten. Leider erntet er dafür vermutlich nur fassungsloses Kopfschütteln. Des Rätsels Lösung ist derart banal und unglaubwürdig, dass sich der Regisseur mit seinem unausgereiften Erstling wohl keine Freunde machen wird. Doch wir von FILMCHECKER sind wie immer optimistisch: beim nächsten Mal wird sicher alles besser.
 
 


 
 
 

EDEN LODGE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Mysteriös und blutig. Schleppend inszenierter Schauer-Mix, der sich irgendwie nicht so recht entscheiden kann, was er denn nun eigentlich sein möchte. EDEN LODGE ist halb Slasher, halb Mysterstreifen. Macher ANDREAS PRODROMOU wechselt in seinem ersten Spielfilm immer wieder unbeholfen zwischen den Subgenres und verwirrt unnötig. Oftmals erweckt er damit den Eindruck, als habe er versucht zwei unterschiedliche Film zu einem zu machen. Das Frustpotenzial ist groß, denn als wäre der holprige Horrorquatsch nicht schon zäh und konfus genug, stößt EDEN LODGE auch noch mit haarsträubender Auflösung vor den Kopf. EDEN LODGE ist kein herausragender Gruselausflug, den man sich unbedingt vormerken sollte – auch wenn die schick animierte Eröffnungssequenz genau das Gegenteil vermuten lässt.
 
 


 
 
 

EDEN LODGE – Zensur

 
 
 
EDEN LODGE ist nicht besonders brutal. Der Film zeigt kurze Morde, wie man sie auch in jedem beliebigen Slasher zu sehen bekommt. So gibt es einen Tritt in eine Bärenfalle zu sehen und eine Heugabel wird durch einen Körper gejagt. Man darf davon ausgehen, dass die FSK eine Freigabe ab 16 Jahren vergeben wird.
 
 


 
 
 

EDEN LODGE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Dark Circles (2013)
 
Roadside (2013)

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