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Filmkritik: „Lake Fear – See der Angst“ (2014)

Lake-Fear
 
 
 

LAKE FEAR – SEE DER ANGST

(CYPRESS CREEK)

Story

 
 
 
Vier Mädels – darunter eine als Katze kostümiert (?!) – erwecken in einer Hütte im Wald das Böse. Das meint es leider gar nicht gut mit den Freundinnen und verwandelt sie in Handlanger des Teufels

 
 
 


 
 
 

LAKE FEAR – Kritik

 
 
 
Es ist immer wieder interessant zu sehen, für welch ominöse Filme Rechte gekauft werden, damit diese dann in Deutschland veröffentlicht werden können. Während immer noch viele sehenswerte Horrorklassiker vergebens auf eine digitale Auswertung warten müssen, sind es seit einigen Jahren vor allem diverse Low-Budget-Produktionen aus Übersee, die meist bescheiden synchronisiert in deutsche Händlerregal gebracht werden. G wie günstig gilt auch für CYPRESS CREEK, der hierzulande unter dem Titel LAKE FEAR – SEE DER ANGST auf DVD und Blu-ray gepresst wurde und sich in seiner Machart nicht von Amateurproduktionen unterscheidet. In ungeschliffener Indie-Optik wird die Geschichte von vier Mädchen erzählt, die sich zu einer Waldhütte aufmachen, um darin feiern zu können. Leider erwecken sie unbeabsichtigt das Böse. Das ergreift von den Schönheiten Besitz und verwandelt sie in aggressive Killerfurien. Was folgt gleicht einem Albtraum, denn Stephanie – die einzige Nichtbesessene – wird von ihren Freundinnen unermüdlich terrorisiert. Doch Hilfe ist schon auf dem Weg. Der muskelbepackte Remington eilt zur Hilfe, um dem Spuk ein Ende zu bereiten.
 
 
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Bin ich eigentlich im richtigen Film? Das dürften sich vermutlich Zuschauer fragen, die im Jahr 2013 den Reboot zu EVIL DEAD gesehen haben. LAKE FEAR ist dem Splatterfilm nicht unähnlich, denn einige Ideen aus dem Teufelstanz wurden hier ein weiteres Mal aufgewärmt. So musste die berüchtigte Teppichmesserszene aus der Neuauflage dran glauben. Die wurde kopiert und in leicht abgeänderter Form in den Film integriert. Darin spaltet sich eines der besessenen Mädchen die Zunge mit jenem Gegenstand und jagt damit der Freundin einen teuflischen Schrecken ein. Trotz billiger Machart muss man immerhin zugeben, dass LAKE FEAR zwar mit einfältigen Dialogen und teils peinlichen Kampfchoreografien den letzten Nerv rauben will; atmosphärisch ist der Streifen den meisten Low-Budget-Produktion um Längen voraus. So sollte man sich nicht vom semiprofessionellen Intro abschrecken lassen, in dem triviale Zeitraffereffekte und konfuse Musikuntermalung eher peinlich berühren, statt Gruselunterhaltung zu bescheren. Der Film kann nämlich auch anders.
 
 
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Sobald die Hütte erreicht ist, beginnt der Horror. Hier wächst LAKE FEAR zu eigentlicher Größe heran. Regisseur MICHAEL CRUM und Drehbuchautor GERALD CRUM bereichern den Streifen um Verfremdungseffekte und vielen schaurigen Kamerapositionen, die dem Streifen einen besonders morbiden Look verleihen und manch günstigen Spezialeffekt in einem ganz anderen Licht erstrahlen lassen. Doch das ist nicht alles. Eine unheimliche Geräuschkulisse ist im gesamten Film zu hören, der es immerhin gelingt für etwas Gänsehaut und kurzweilige Gruselmomente zu sorgen. Leider vermiest ein abruptes Ende die gute Laune. Das setzt unerwartet ein und legt die Vermutung nahe, dass plötzlich das Geld ausgegangen sein muss. Gerade als der Film an Fahrt gewinnt und sich der Zielgerade nähert, flimmert der Abspann noch während des Endkampfes über den Bildschirm.
 
 
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Schenkt man dem Internet glauben soll das Machwerk 8000 Dollar gekostet haben. Zumindest in diesen Belangen schwimmt der Streifen tatsächlich auf gleicher Welle, wie einst auch schon der Original-Evil-Dead aus dem Jahr 1981. Der war strenggenommen auch nicht mehr als ein Amateurfilm, ebnete jedoch Genrefan SAM RAIMI den Sprung ins ganz große Filmgeschäft. Ob den Machern von LAKE FEAR gleiches Glück ereilen wird, bleibt abzuwarten. Fakt ist jedoch, dass Regisseur MICHAEL CRUM ein Talent dafür hat, Filme nach weitaus mehr aussehen zu lassen, als sie letztendlich gekostet haben.
 
 
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LAKE FEAR – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein weiterer Film, der sich etwas zu rigoros am Splatter-Klassiker schlechthin bedient: EVIL DEAD. LAKE FEAR ist ein B-Movie mit rudimentärer Handlung, das ähnliche Geschichte erzählt, wie genannter Horrorstreifen aus der Mache von SAM RAIMI. Natürlich kann dieser Film dem Teufelstanz nicht einmal annähernd das Wasser reichen. Dazu wirkt die Inszenierung des Streifens anfänglich unbeholfen und semiprofessionell. Hat der Streifen dann endlich die richtige Richtung gefunden, kann er mit beachtlicher Gruselstimmung überzeugen, die durch experimentellen Kamerastil und bedrohlicher Soundkulisse bewirkt werden kann. Leider ist das Ende doof, weil der Film abrupt abbricht. Ob da noch eine Fortsetzung kommen wird? Mit mehr Budget und besseren Schauspielern könnte Regisseur MICHAEL CRUM spätestens dann der kopierten Vorlage ein Schritt näher kommen. Bis dahin kann Autor GERALD CRUM ja schon einmal an einem neuen Drehbuch schreiben, das ohne bei anderen Horrorhits zu stehlen, mit eigenen Ideen Gänsehaut bescheren kann.
 
 
 


 
 
 

LAKE FEAR – Zensur

 
 
 
Mal wieder wurde ein Film wegen verschiedener Trailer auf eine Freigabe ab 18 Jahre heraufgestuft. LAKE FEAR wurde von der FSK bereits ab 16 Jahren freigegeben.
Übrigens ist dem Label ein kleines Malheur passiert. Auf dem Cover der Heimkinofassung steht eine vollkommen andere Inhaltsangabe. Die gehört zum Körper-Horror FROM BENEATH (2012), der aber nicht auf der Disc zu finden ist.
 
 
 


 
 
 

LAKE FEAR – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Maritim Pictures | Edel Germany GmbH

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Cypress Creek; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1,78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 82 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Heimkinoveröffentlichung wegen Bonusmaterial: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailershow, Originaltrailer

Release-Termin: 27.11.2015

 

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LAKE FEAR – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei MARITIM PICTURTES | EDEL GERMANY GMBH

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Tanz der Teufel (1981)
 
Tanz der Teufel II – Jetzt wird noch mehr getanzt (1987)
 
Cabin of the Dead (2013)
 
ExitUs – Play it Backwards (2015)

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