FILMCHECKER – Die Seite im Netz für Horror. ☠☠☠ Kritiken zu den besten Horrorfilmen ☣☣☣ Slasher, Folterfilme, Thriller, Splatterfilme, Gruselfilme.

Filmkritik: „In the Deep“ (2016)

in-the-deep-2016-poster
 
 
 

IN THE DEEP

(47 METERS DOWN)

Story

 
 
 

Zwei Schwestern steigen in einen speziellen Käfig und lassen sich in die Tiefe des Meeres hinabgleiten, um dort Haie beobachten zu können. Leider kommt es zu einem folgenschweren Unfall.

 
 
 


 
 
 

IN THE DEEP – Kritik

 
 
 
Endlich dürfen Haie im Horrorfilm wieder böse sein. Zuletzt meinte man es nicht sonderlich gut mit den gefräßigen Raubfischen, denen dank gnadenlosen Kleinstudios wie SYFY oder THE ASYLUM der Schrecken genommen und gegen käsige Comichaftigkeit getauscht wurde. Ob fliegende Riesenhaie oder mutierter Dreiköpfer – keine Absurdität war den Bossen genannter Studios zu schade, um ebenso sensationslüstern wie bescheuert mit der Angst vor den maritimen Killern Kasse zu machen. Nur, äh, gut, dass es Hollywood gibt. Dort wird zwar ebenso regelmäßig schrottreifer Filmnonsens verbrochen; ab und an verbirgt sich dahinter aber auch mal eine Überraschung. Das soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Zu diesen nennenswerten Fabrikaten made in Traumfabrik gehört IN THE DEEP – definitiv unbequemer Hai-Horror. Der will Herzklopfen bescheren und zur Abwechslung ganz ohne Trash-Willen, Selbstironie oder miese Effekte auf sich aufmerksam machen. Offensichtlich findet eine Rückbesinnung zu Altbewährtem statt. So wandelte man bereits mit dem erst kürzlich erschienen THE SHALLOWS auf den Pfaden, die anno 1975 Steven Spielbergs DER WEISSE HAI vorgegeben hatte. Das bedeutet weniger Quatsch – stattdessen tödlicher Ernst. Horrorfans, die Probleme mit kompromisslosen Filmszenarien haben, sind an dieser Stelle gewarnt. IN THE DEEP setzt gute Nerven voraus und ist nichts für Zuschauer mit Angststörungen. Behauptet nicht, wir hätten Euch nicht gewarnt.
 
 
in-the-deep-2016-bild-2
 
 
In der Tiefe hört dich niemand schreien. Diese Erfahrung müssen auch zwei Schwestern durchleben, die sich auf ein ganz besonderes Abenteuer einlassen. Bekannte laden die beiden zum Käfigtauchen ein. Haie können auf diese Art in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet und studiert werden. Ein Angebot, dass die Geschwister Kate (CLAIRE HOLT) und Lisa (MANDY MOORE) nicht ausschlagen wollen. Doch die Freude erhält bald einen Dämpfer. Kaum im Kutter Platz genommen und aufs Meer gefahren, kommen beim Anblick des klapprigen Käfigs erste Zweifel auf. Stabil sieht anders aus und auch die Sicherheitsvorkehrungen haben schon bessere Tage gesehen. Doch die attraktive Begleitung überzeugt durch Charme und lässt alle Ängste vergessen. So steigen die Schwestern in ihre Tauchausrüstung und lassen sich samt Käfig in die Tiefe abseilen. Keine gute Entscheidung, denn die anfänglichen Zweifel werden bald bittere Realität. Die Seilwinde bereitet erste Probleme und der Käfig stürzt ins Dunkel des Meeres. Doch der Unfall wird schnell zum kleineren Übel. Hier unten lauern Haie und auch die Luft in den Gasflaschen wird knapp. Leider ist der Funkkontakt unterbrochen und Panik macht sich breit. Da stellt sich glatt die Frage, ob man noch rechtzeitig auf Hilfe hoffen kann.
 
 
in-the-deep-2016-bild-1
 
 
Du leidest unter Klaustrophobie, hast Angst vor spitzen Tierzähnen und wirst von schwerer Atemnot geplagt? Dann solltest Du IN THE DEEP möglichst meiden. Ein Film, der gezielt mit menschlichen Urängsten spielt und üble Bauchschmerzen hinterlässt. Wieder einmal begeben sich Menschen in Extremsituationen und müssen sich aus verzwickten Szenarien befreien, die man nicht alle Tage erlebt. IN THE DEEP macht genau von dem Konzept Gebrauch, das sich bereits mit besagtem THE SHALLOWS und den Überlebensthrillern OPEN WATER sowie dessen Fortsetzung in die Erinnerung der Zuschauer gebrannt hat. Einmal mehr unterschätzt der Mensch die Unberechenbarkeit der Natur. Die Belehrung folgt auf dem Fuß – Unachtsamkeit muss mit Überlebenskampf bestraft werden. Der flimmert hier äußerst schonungslos über die Leinwand und belastet knapp 90 Minuten das Nervenkostüm des Zuschauers. Mit einfachen Mitteln wird andauernde Panik heraufbeschworen. Erst ist es allgegenwärtige Dunkelheit und Klaustrophobie, weil der schützende Käfig zum Gefängnis wird. Später kommen Luftknappheit und hungrige Haie dazu, die nur darauf warten, dass die Heldinnen Fehler begehen. Die Rettung lässt vergebens auf sich warten. Wer die Schwestern retten möchte, wird radikal zu Fischfutter verarbeitet. Angesichts der vielen Hürden bleibt fraglich, ob ein Entkommen überhaupt noch möglich ist. Dennoch wird gekämpft, schließlich fördert der Überlebenswillen manche Raffinesse zutage, die natürlich am Ende mit der Freiheit belohnt wird.
 
 
in-the-deep-2016-bild-3
 
 
Dass IN THE DEEP kein Schnellschuss ist, wird deutlich, wenn man schaut, wer für den Film verantwortlich zeichnet. Regisseur JOHANNES ROBERTS kennt sich mit Horror aus. Er wagte erste Ausflüge in Angstfach mit dem TV-Trasher ROADKILL und dem Horrorthriller F-LONDON HIGHSCHOOL MASSAKER, perfektionierte seine Gruselfähigkeit aber mit dem THE OTHER SIDE OF THE DOOR, der es sogar in die Kinos schaffte. Einen weitaus höheren Bekanntheitsgrad dürften aber die Produzenten in Horrorkreisen besitzen. Die ehemaligen Chefs des Studios Miramax, BOB und HARVEY WEINSTEIN und der Franzose ALEXANDRE AJA werden im Vorspann als Geldgeber genannt. Letzterer hat ein goldenes Händchen für Horror-Hits und brachte mit Neuverfilmungen zu THE HILLS HAVE EYES oder PIRANHA frischen Wind ins kommerzielle Genrekino. Auch wenn es IN THE DEEP vermutlich nicht zum Hit bringen wird, muss das nicht zwangsläufig Schlechtes bedeuten. Der anfänglich eigentlich als 47 METERS DOWN betitelte Überlebensthriller tut es anderen sehenswerten Hai-Schockern gleich. Der Film ködert mit Schocks, Action und Adrenalin. Die Rechnung geht auf. Die packend inszenierte Taucherei zieht einen von der ersten Minute an in den Bann. Dennoch sollte man wissen worauf man sich einlässt. IN THE DEEP ist nichts für Anfänger. Weil viele Flucht- und Erkundungstouren gerade wegen schlecht ausgeleuchteter Szenen durch den dunklen Meereskorridor ausweglos und unerträglich wirken, könnte das den einen oder anderen Horrorfan verstören. Spätestens hier hat Macher JOHANNES ROBERTS das eigentliche Ziel eines jeden Horrorfilmen erreicht: Angst bereiten.
 
 


 
 
 

IN THE DEEP – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Unerträglich aber ultraspannend – klaustrophobischer Überlebenskampf in den Tiefen der Meere, der einen garantiert mitnimmt und nicht kalt lässt. Statt auf dem Wasser muss nun tief unter der Wasseroberfläche ums Überleben gekämpft werden. IN THE DEEP (der anfangs eigentlich 47 METERS DOWN heißen sollte) ist Haifisch-Horror, wie man ihn sich wünscht. Die Situation scheint ausweglos, denn Luftknappheit, Klaustrophobie und Haie machen den beiden Hauptdarstellerinnen zu schaffen. Die bekommen es in der Tiefe des Meeres mit der Angst zu tun, finden aber nicht ohne Weiteres an die Oberfläche zurück. Panik und Puls heißt der effektive Film-Mix, der in diesem Hai-Horror dafür sorgen wird, dass sich zartbesaitete Zuschauer des Öfteren die Hände vor die Augen halten. Das ist auch berechtigt, denn Regisseur JOHANNES ROBERTS fordert seinen Heldinnen und dem Publikum einiges ab. Letzteres dürfte sich immerhin sicher im trockenen Filmsessel wähnen, während die beiden Hauptprotagonistinnen vergebens nach einem Ausweg aus dem feuchten Gefängnis suchen. Trotzdem kommt auch der Zuschauer nicht so einfach davon. Auch dem tut nach dem Film eine erfrischende Dusche gut. Die ist nämlich angesichts des von Panik durchschwitzen T-Shirts auch dringend von Nöten. IN THE DEEP ist packend inszenierter Überlebens-Horror, der Kompromisse gnadenlos scheut. Sehenswert und nur mit geübten Nerven zu ertragen.
 
 
 


 
 
 

IN THE DEEP – Zensur

 
 
 
In INTO THE DEEP gibt es kaum reißerische Fressmomente zu sehen. Die wenigen Attacken passieren so schnell, dass Liebhaber fürs Grobe kaum auf ihre Kosten kommen werden. Im Finale wird immerhin einer Protagonistin sehr unsanft ins Bein gebissen. Vermutlich wird Gezeigtes mit FSK12 ins Heimkino kommen. Klingt nach einem Kinderfilm. Wir können aber bruhigen: INTO THE DEEP ist alles andere – nur nicht das!
 
 
 


 
 
 

IN THE DEEP – Trailer

 
 
Trailer folgt in Kürze!
 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Deep Blue Sea (1999)
 
Open Water (2003)
 
Open Water 2 (2006)
 
The Reef – Schwimm um dein Leben (2010)
 

Los - Schreib uns, was Dir auf den Lippen brennt!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s