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Filmkritik: „Neon Maniacs“ (1986)

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NEON MANIACS

(MANIACS – DIE HORRORBANDE)

Story

 
 
 
Aus den Tiefen der Hölle, einer anderen Dimension oder dem schwefelsauren Planeten Rotktraut 9 flutschen zwölf blutgierige Mutanten in die Welt der Menschen und töten, was ihnen vors vielfältige Waffenarsenal läuft. Die Begegnung verschiedener unwichtiger Menschlein mit den NEON MANIACS findet ihren Höhepunkt auf einer Battle-Of-The-Bands-Show.

 
 
 


 
 
 

NEON MANIACS – Kritik

 
 
 
Viel Handlung is‘ da nich. Da wollen wir auch keine schrägen Behauptungen in andere Richtungen aufstellen. Was soll auch groß an Plot-Twists und narrativen Vielschichtigkeiten aufgefahren werden, wenn in Prinzip auf dem Tapet steht, ein gutes Dutzend sagenhaft maskierter Unholde auf blödes Teenager-Kanonenfutter loszulassen? Darum geht’s, sonst um nicht viel. NEON MANIACS bringt praktisch auf den Punkt, was man in den Achtzigern und frühen Neunzigern mittels durchgerittener Vorspultasten herbeizaubern musste. Monster metzeln Menschen. Und das mit Volldampf und obendrein im Rahmen eines Bandwettbewerbs, der glatt aus HOWARD THE DUCK stammen könnte. Wahnsinn.
 
 
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Gigantischer Pluspunkt dieses Films, der in vielen Momenten wirkt, als habe man im Hause TROMA vergessen, ihn für die eigene Distribution zu lizensieren, ist die Arbeit der Make-Up-Abteilung. Mit echter, zweifellos als amerikanisch zu erkennender Latex- und Gummi-Prop-Kunst erschafft der Film einen fantastischen Kanon von Bösewichtern als Dreh- und Angelpunkt, wie sie in einer derartigen Tiefe vielleicht noch in Clive Barkers seinerzeit völlig zu Unrecht untergegangenem Monster-Feuerwerk CABAL zu finden ist. Jede dieser fleischgewordenen Monsterpuppen hat eigene Merkmale in Optik und Verhalten, ruft praktisch nach einer Verwertung als detailgetreue Action Figures fürs Regal des Horror-Fans von echtem Schrot und Korn. Eine Liebe zum Detail, die fast vermuten lässt, es mit dem ersten Film einer avisierten Reihe zu tun zu haben. Leider wurde NEON MANIACS nicht fortgesetzt.
 
 
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Regisseur Joe Mangine war maßgeblich Kameramann, stand bei einigen sehr undergroundigen Produktionen seiner New Yorker Heimat seit jungen Jahren hinter der Linse. In seiner Filmographie stehen neben Exploitationern wie einem sudeligen Krokodil-Horrorfilm auch Ausflüge in die Welt des Bumskinos – CAPTAIN LUST aus dem Jahre 1977 etwa. Somit ist der Mann seinerzeit irgendwie prädestiniert für die Leitung der Aufnahmen zu einem Genre-Destillat, wie es NEON MANIACS darstellt. Genug fiese Handlungsarmut für einen schmissigen Grindhouse-Kracher, genug Effekt-Brutalität für einen Splatter-VHS-Hit, der mehr Zuschauer verdient hätte. Mit diesem neuen Release des Films hierzulande wünschen wir dem Film neue Popularität. Verdient hat er’s seit Jahrzehnten. Motherfuckers.
 
 
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NEON MANIACS – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Wir wünschen uns eine Sekunde was von Euch. Ausnahmsweise. Seid tolerant gegenüber einer Horde ältlicher Horror-Geeks, wenn sie einem Film, der andernorts das sprichwörtliche Fell über die Ohren gezogen bekommt, mehr Lorbeeren ans gummige Hälschen werfen als rational zu begründen. NEON MANIACS macht auf der Schiene von Logik und Spannungskurve manch‘ unbotmäßigen Fehler, leider. Dann aber diese Figuren. Diese Masken! Schmacht! Ein Horrorfilm, Kind seiner Zeit und doch aus der Zeit gefallen. Wie wunderbar!
 
 
 


 
 
 

NEON MANIACS – Zensur

 
 
 
Wie viele andere Horrorfilme in den 1980ern hatte es auch NEON MANIACS in Deutschland nicht leicht. Der Streifen wurde zwar ungeschnitten auf VHS-Kassette veröffentlicht, anschließend jedoch auf den Index gesetzt. NEON MANIACS war von 1988 bis 2013 indiziert. Erst 2013 wurde die trashige Komödie aus der Liste der jugendgefährdenden Medien gestrichen. Mittlerweile kann er ohne Probleme im Kaufhaus gekauft werden – ungeschnitten und mit FSK18-Flatschen. Letzterer wirkt für heutige Verhältnisse ungerechtfertigt. Bei einer Neuprüfung würde vermutlich eine FSK16 rausspringen.
 
 
 


 
 
 

NEON MANIACS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) CMV LASERVISION – Mediabook Motiv A (limitiert auf 666 Stück)

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(c) CMV LASERVISION – Mediabook Motiv B (limitiert auf 333 Stück)

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(c) CMV LASERVISION – Blu-ray KeepCase

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Neon Maniacs; USA 1986

Genre: Komödie, Horror, Trash, Klassiker

Ton: Deutsch DD 2.0 (Mono), Englisch DD 2.0 (Mono)

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1920 x 1080p)

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: FSK18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Mediabook in 2 Cover-Varianten

Extras: Booklet, Original Trailer, Interview mit Special Make-Up Artist Allan Apone, Isolated „Music Only“ Track, umfangreiche Bildergalerie, Programmtrailer

Release-Termin: 08.12.2017

 

Neon Maniacs (Mediabook – Cover A mit Blu-ray und DVD) ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 

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NEON MANIACS – Trailer

 
 

 
 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei CMV LASERVISION

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Sgt. Kabukiman N.Y.P.D. (1990)
 
Cabal – Die Brut der Nacht (1990)
 
Atomic Hero (1984)
 

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