Filmkritik: „Rambo: Last Blood“ (2019)

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RAMBO: LAST BLOOD

(RAMBO 5)

Story

 
 
 

Bereits zum fünften Mal muss John Rambo seine kämpferischen Fähigkeiten unter Beweis stellen, doch nie zuvor wurde es für ihn so persönlich, wie in „Last Blood“.

 
 
 


 
 
 

RAMBO: LAST BLOOD – Kritik

 
 
 
Dass Sylvester Stallone mit „John Rambo“ ein grandios, brachiales Comeback gelang, liegt nun auch schon über zehn Jahre zurück. Immer wieder gab es Meldungen zu einem letzten Teil von „Rambo“. Zwar dauerte es seine Zeit, doch letztes Jahr war es dann soweit. „Rambo: Last Blood“ scheint es dabei ernst zu nehmen mit dem letzten Teil und spielt auch vom Titel her gelungen darauf an. Bei all den unterschiedlichen Kritiken konnte man sich überhaupt nicht sicher sein, was einen nun erwartet und am Ende kommt es doch ganz positiv. „Rambo: Last Blood“ ist ein durchaus plumper Film geworden, aber unterhaltsam ist er dennoch!
 
 
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John Rambo lebt mittlerweile zurückgezogen auf der Farm seiner verstorbenen Eltern. Mit der Haushälterin Maria und ihrer Enkelin Gabrielle hat er jedoch eine neue Familie gefunden und führt ein inniges Verhältnis zu ihnen. Als Gabrielle eines Tages ihren Vater in Mexiko ausfindig machen kann, resultiert daraus eine Katastrophe. Plötzlich gerät sie in die Fänge von Menschenhändlern und natürlich macht sich John sofort bereit, sie zu retten. Dabei legt er sich mit dem organisierten Verbrechen an, doch wer Rambo kennt, der weiß auch: Was sich dieser Mann in den Kopf gesetzt hat, setzt er auch durch. Das Drehbuch macht es sich ganz schön einfach. Man hätte die Figur von Rambo unter vielen Wegen fortsetzen und beenden können. Positiv ist, dass man dem Ende des letzten Teils treu blieb, John nun auf die Farm versetzt und er sich dort einen ganz angenehmen Ruhestand machen darf. Was dann geschieht, ist allerdings reichlich plump und sollte nicht mit der größten Logik betrachtet werden. Natürlich ist zufällig eine Journalistin zur Stelle, die helfen kann und natürlich muss es nach einer Rettungsaktion noch das große Opfer geben. Viele Dinge wirken etwas unbeholfen und man hätte sie definitiv besser schreiben können, doch wenn es darum geht, dass man Rambo wieder in Aktion sehen darf, dürfte eigentlich niemand enttäuscht sein.
 
 
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Der Aufbau fällt dabei nicht unüblich aus, erinnert jedoch kaum an andere Teile der Reihe. Es gibt einen unnötig actionlastigen Prolog (der jedoch in der US-Fassung gar nicht vorhanden war) und dann dominiert erst mal Ruhe das Geschehen. Immerhin wird hier ganz glaubwürdig verkauft, was Gabrielle für John bedeutet und das ist doch ganz wichtig, damit die Rache hinterher funktioniert. Nach ungefähr einer halben Stunde ist das Szenario eingeleitet, doch wer sich jetzt schon nach großer Action sehnt, muss weiterhin Geduld haben. Es gibt ein paar brutale Momente, aber „Rambo: Last Blood“ übt sich auch hier weiterhin eher im ruhigen Gefilde. Alles steuert auf das große Finale zu und hier macht der Schauplatz dann auch echt etwas her. Die Sache mit den ganzen Fallen ist maßlos übertrieben, macht aber einfach Spaß. Allerdings geht alles viel zu schnell! Nach knapp zehn Minuten ist der Bodycount ins nahezu Unermessliche gestiegen, doch als Zuschauer bekommt man davon gar nicht so viel mit. Es wird gesplattert, was das Zeug hält. Auch „Rambo: Last Blood“ ist ungemein brutal, aber weil alles so schnell geht, wird hier niemals die Intensität von „John Rambo“ erreicht. Dass viele Effekte aus dem Computer stammen, fällt bei der Geschwindigkeit wenigstens kaum negativ auf.
 
 
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Sylvester Stallone macht als Rambo weiterhin eine gute Figur, auch wenn er hier von allen Teilen weder charakterlich, noch optisch besonders markant ausgefallen ist. Trotzdem ist der Mann noch fit und man kauft es ihm einfach ab, wenn er gegen eine überlegene Anzahl an Männern gewinnt. Vom echten Schauspiel ist das meistens weit entfernt, aber das braucht man bei dieser Reihe auch gar nicht. Die restlichen Darsteller erfüllen einen Standard, der okay ist. Schade ist nur, dass man es nicht hinbekommen hat markante Gegenspieler zu entwerfen. Sergio Peris-Mencheta ist als letzter Gegner ja dermaßen langweilig, dass man schon ein wenig traurig sein darf. Hinzu gesellen sich Dialoge, die dem Action-Genre gerecht werden, manchmal aber selbst dafür schon zu wenig Niveau besitzen. Die Figurenzeichnung ist jedenfalls nicht gerade eine Stärke von „Rambo: Last Blood“ und echte Gefühle werden hier nahezu gar nicht vermittelt.
 
 
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Dafür muss man aber sagen, dass der Film gut unterhalten kann. Selbst wenn er gar nicht so viel Action parat hält, fühlt man sich als Zuschauer niemals gelangweilt. Man wartet gespannt auf dieses Finale und es fällt so brachial aus, dass man gar nicht davon enttäuscht sein kann. Nur wäre es eben schön gewesen, wenn man es etwas langsamer gestaltet hätte. Über die handwerkliche Arbeit kann man auch nicht gerade meckern. „Rambo: Last Blood“ sieht optisch gut aus, besitzt genügend Abwechslung was Kulissen betrifft und wurde gut inszeniert. Das Finale ist zu hektisch geschnitten, aber ansonsten hat Regisseur Adrian Grünberg seine Sache solide gemacht. Interessant wäre es sicherlich trotzdem gewesen, wie das Resultat ausgesehen hätte, wenn Stallone selbst Regie geführt hätte. Nach rund 90 Minuten (ohne Abspann – aber auch nur in der internationalen Version) ist dann schon wieder Schluss. Die Laufzeit ist angemessen und die kürzere US-Fassung wäre dann sogar noch plumper gewesen.

 
 


 
 
 

RAMBO: LAST BLOOD – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
„Rambo: Last Blood“ macht es auf keinen Fall verkehrt. Man bekommt einen überwiegend recht ruhigen Actionfilm, der trotzdem nicht an Tempo vermissen lässt und sowieso von Anfang an nur auf dieses brachiale Finale zusteuert. Hier wird niemand enttäuscht, aber es ist schade, dass es so schnell wieder vorbei ist. Intensive Gewalt kann dabei kaum entstehen, aber eine mächtige Schlachtplatte ist auch dieser Teil wieder geworden. Stallone tut, was man von ihm erwartet, die anderen Darsteller sind austauschbar, aber die Inszenierung ist solide und wenn Rambo wieder mal zum Berserker wird, dann wird das Actionherz bedient. Als anspruchsloser, brutaler Actionfilm ist das vollkommen überzeugend, als Abschluss der „Rambo“-Reihe aber vielleicht ein wenig unbefriedigend!
 
 
 


 
 
 

RAMBO: LAST BLOOD – Zensur

 
 
 
„Rambo: Last Blood“ erhielt von der FSK überraschend eine Erwachsenenfreigabe in ungeschnittener Form. Wie bereits im Kino hat auch die Heimkinofassung den roten FSK-Flatschen erhalten und ist ungeschnitten. Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

RAMBO: LAST BLOOD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Universum Film | Tobis Home Entertainment (KeepCase – ungeschnittene Fassung)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Rambo: Last Blood; Bulgarien | Spanien | USA 2019

Genre: Action, Thriller

Ton: Deutsch (Dolby Atmos), Englisch (Dolby Atmos)

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: 101 Minuten (ungeschnittene Fassung)

FSK: keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wechselcover

Extras: Trailer, Drawing Last Blood, From First note to last Blood

Veröffentlichung: KeepCase: 31.01.2020

 
 

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RAMBO: LAST BLOOD – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei UNIVERSUM FILM | Tobis Home Entertainment)

 
 
 
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Rambo Trilogie (1982 – 1988)
 

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