Filmkritik: „The Pool“ (2018)

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THE POOL

(NAROK 6 METRE)

Story

 
 
 
Der bessere CRAWL: In diesem Film fallen zwei junge Leute in einen riesigen Pool und kommen nicht mehr heraus. Hinzukommt, dass sie dort auch noch Gesellschaft mit einem Krokodil machen müssen.

 
 
 


 
 
 

THE POOL – Kritik

 
 
Thriller, die auf begrenztem Raum spielen, erfreuen sich seit einigen Jahren großer Beliebtheit. Einige derer haben sich hierbei zum Geheimtipp gemausert, was einmal mehr beweist, dass es nicht unbedingt teuren Sets oder computeranimierten Galaxien bedarf, um einem Film wahre Größe zu verleihen. So wurden Genre-Produktionen wie BURIED oder PANIC ROOM mit viel Lob überschüttet. Die nutzten allein eine verzwickte Situation dafür aus, um daraus eine spannende Geschichte auf wenigen Quadratmetern zu erzählen. Eine Erfolgsformel, die man offenbar auch in Thailand kennt. Von dort stammt der ultraspannende THE POOL. Auch hier kam man auf die Idee einen Film bewusst in einem begrenzten Raum anzusiedeln. Was daraus entstanden ist, ist nicht minder schweißtreibend.
 
 
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Irgendwie hat Day (THEERADEJ WONGPUAPAN – war schon als Achtjähriger in Kinofilmen zu sehen) so gar kein Glück. Erst macht Freundin Koi (RATNAMON RATCHIRATHAM) Scherze und schockiert ihn mit einer möglichen Schwangerschaft. Wenig später wird das Set eines Schwimmbad-Mode-Shootings geräumt und er schläft auf einer Luftmatratze ein. Wo ist da das Problem? Ganz einfach: Die Luftmatratze treibt auf dem Wasser eines Pools, aus dem es bald kein Entkommen mehr gibt. Jemand hat das Wasser abgelassen und nicht daran gedacht einen Leiter in das tiefe Schwimmbecken zu stellen. Nun kommt der attraktive Mittzwanziger nach dem Schönheitsschlaf nicht mehr heraus und gerät in Panik. Die ist auch gerechtfertigt, denn ein Krokodil verirrt sich ebenfalls in den Swimmingpool und ist alles andere – nur nicht entspannt. Gut, dass Freundin Koi mal nach dem Rechten sieht. Die denkt nicht nach, nimmt Anlauf und springt ebenfalls in das langsam absinkende Wasser des Pools. Da sitzen nun beide in der Falle.
 
 
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Herje, ist das fies. Damit ist nicht unbedingt das Krokodil im Film gemeint. Weitaus zynischer sind da schon die Ideen von Regisseur und Drehbuchautor PING LUMPRAPLOENG, der offenbar richtigen Spaß daran hat, seine zwei Protagonisten in jedes Fettnäpfchen treten zu lassen. Egal, was die unternehmen, um irgendwie aus ihrem Gefängnis zu kommen – sie werden daran gehindert. Das mutet oftmals konstruiert an, versorgt THE POOL aber mit reichlich Adrenalin. So werden nicht nur das Reptil und die Hitze zum Problem. Auch fehlende Medikamente und der Hunger selbst bringen die beiden Helden bald an ihre Grenzen. Probleme über Probleme und keine Hilfe in Sicht. Ob man so was überleben kann?
 
 
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Genau diese Frage ist Filmemacher PING LUMPRAPLOENG egal. Der stattet seinen gemeinen Überlebensthriller mit jeder Menge Wendungen aus, um die Spannung zu halten. Angesichts des beschränkten Sets eine gute Idee, denn THE POOL hat außer zwei Protagonisten, ein paar Fließen und einem Krokodil nicht unbedingt viel, um Eindruck zu hinterlassen. Somit muss aus begrenzten Mitteln das Maximum geholt werden. Dabei ist das Krokodil nicht der Hauptfokus. Stattdessen stehen kleine Nebenquests im Mittelpunkt. Da wird versucht, ein Handy und eine Insulinspritze vom Beckenrand zu angeln. In einer anderen Szene ertrinkt Freundin Koi fast im Zuge strömenden Regens und muss irgendwie gerettet werden. Wenig Set, aber ziemlich viel los – langweilig wird es demnach nicht.
 
 
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THE POOL – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Nicht immer helle – aber spannend wie Sau. Der thailändische THE POOL ist ein ästhetischer Mix aus Überlebensthriller und Tier-Horror, der beinahe schon sarkastisch mit seiner Ausgangssituation spielt. Zwei nicht sonderlich clevere Protagonisten fallen in ein riesiges Schwimmbecken und kommen nicht mehr heraus. Als wäre das nicht schon schrecklich genug, schnappt ein nicht immer glaubwürdig animiertes Reptil ab und an zu. Gut, das Budget muss überschaubar gewesen sein, denn einige CGI-Spezialeffekte muten billig an. Doch das ist nicht weiter tragisch. THE POOL besitzt genügend Drive, um sich über diese Kleinigkeiten nicht zu lange den Kopf zerbrechen zu müssen. Drehbuchautor und Regisseur PING LUMPRAPLOENG legt ein derartiges Tempo mit THE POOL an den Tag, dass der Zuschauer kaum Zeit zum Verschnaufen oder Nachdenken hat. Darauf kommt es letztendlich an, denn niemand mag langweilige Horrorfilme.
 
 
 


 
 
 

THE POOL – Zensur

 
 
 
THE POOL hat von der FSK in der ungeschnittenen Fassung eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten. Diese Freigabe ist gerechtfertigt, denn außer einen abgerissenen Fingernagel, einen unangenehmen Sturz mit dem Kopf auf ein Sprungbrett und ein gebrochenes Bein hat THE POOL kaum Gewaltmomente zu bieten. Wer denkt, es werden blutige Fressszenen mit einem Krokodil zelebriert, wird enttäuscht werden.
 
 
 


 
 
 

THE POOL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Busch Media Group (KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Pool; Thailand 2018

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Thailändisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 17.01.2020

 

The Pool [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

THE POOL – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Busch Media Group)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Crawl (2019)
 
Black Water (2007)
 
Burning Bright – Tödliche Gefahr (2010)
 
The Breed (2006)
 

Filmkritik: „Kill Chain“ (2019)

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KILL CHAIN

Story

 
 
 

Ein erfolgloser Hotelbesitzer trifft in einer Nacht voller Gewalt auf mehrere kriminelle Banden, die alle einem Koffer voller Geld, ihrer persönlichen Vendetta und einem mysteriösen Mittelsmann hinterherjagen.

 
 
 


 
 
 

KILL CHAIN – Kritik

 
 
 
Es stimmt leicht traurig, es sich nach Großerfolgen wie „The Rock“ oder dem fantastisch spielfreudigem „Face/Off“ eingestehen zu müssen, doch wie auch Bruce Willis hat Charakterdarsteller Cage es mit C-Movie-itis erwischt, da der mehrfache Villenbesitzer, Kunstsammler und einst groß gefeierte Filmstar in den letzten Jahren wohl gut daran tut, jeden Job anzunehmen, seine Schulden auszugleichen. Talent ist zweifelsohne da, was bei visionären Projekten wie „Mandy“ auch immer wieder herausgekitzelt wird, spielen KANN Cage, nur die Motivation, sich wirklich um den Film oder Charakter zu kümmern, ist leider immer seltener ersichtlich. Und somit wären wir also bei „Kill Chain“, einem neuen Gangsterthriller von Ken Sanzel, den aufmerksame Genrefans schon als Produzent, Schreiberling oder Regisseur anderer Crime-Filme der 2000er kennen könnten, dessen letztes Regiewerk hiervor „The Gunfighters: Blunt Force Trauma“ darstellt. Legt man die deutsche Blu-ray rein, wird man mit zwei Trailern begrüßt, bevor das simple, rot-bläulich gehaltene, aber zweckdienliche und recht schicke Menü einen mit einer gitarrenlastigen 70s-Eurocrime-Spion-Score begrüßt, die auch direkt von The Iron Horse stammen könnte. Kapitelnamen gibt’s keine, auch englische Untertitel leider nicht, then again dürften diese bei wenig philosophischen, knackigen 90 Minuten Genreunterhaltung auch nicht weiter nötig sein, oder?
 
 
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Drohnenaufnahmen einer nächtlichen Großstadt leiten in den Film ein, begleitet von einem dumpfen Bass, dessen Verlauf zunehmend leicht an die 80s erinnert, zu dieser schicken Neon-Ästhetik gesellen sich alsbald Lederjacken tragende Gangster, die sich unruhig umschauen und vermehrt blinzeln, was unbedarftes Schauspiel, aber auch charakterisierenden Drogenkonsum signalisieren kann. Eine blutige, halbnackte Schönheit sowie ein leider allzu nuschelnder Nic Cage, der Wörter verschluckt als hätte er seinen Bart im Mund, bringen dann nach einigen Minuten Licht ins Dunkel, da man sich sowohl genretechnisch langsam zu orientieren weiß, – femme fatales, kaputte, alte Hotels, grimmige, bewaffnete Charaktere – als auch inhaltlich. Die beiden Typen, von denen der jüngere allzu peinlich spielt, sind Auftragskiller, und wollen Nic Cage umlegen – dieser erzählt aber noch eine letzte Story und somit dürfen nun todhässliche Opening Credits durchlebt werden, die mit einem Krankheits/“irgendwas krabbelt unter der Haut“-Filter à la Cabin Fever unterlegt sind, was inhaltlich so gar nicht passen will. Szenenbilder in bunten Farben, Gejauchze über country-mäßigen E-Gitarren, dann wirklich ein unpointiertes Fade-Out – völlige Abschreckung ist anders, die Opening Signals von „Kill Chain“ sind allerdings wirklich nicht allzu einladend.
 
 
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Was sich in den nächsten ~85 Minuten entpuppen soll, und auch von Sanzel im Interview erklärt wird, ist nun jedenfalls die Tatsache, dass die ganze Grundidee von „Kill Chain“ eben auf dieser angerissenen Ausgangssituation im Hotel basiert und der Titel zudem nicht von ungefähr kommt, da man als Zuschauer nun in der Tat einer bisweilen minimal verwirrenden, prinzipiell aber simplen und sehr geradlinigen Kette von Ereignissen folgt, die eben zu besagtem Intro geführt haben. Das hat den Vorteil, dass man sich settingtechnisch austoben konnte, da die Episoden kaum miteinander verbunden sein müssen was den Handlungsort oder den Charakter belangt, dafür aber den Nachteil, dass die einzelnen Szenen, Episoden, Kurzfilmkonzepte und Ideen teils besser klappen, als das große Ganze – „Kill Chain“ ist weniger effektiv, als die Summe seiner Einzelteile. Diese sind dafür aber durchaus lobenswert, auch wenn der Anfang mich wenig packen konnte: So starten wir mit einem älteren Scharfschützen und seinen privaten Problemen/Gesprächen im Kontrast zu seinem Job, nur dass Enrico Colantoni die seit Pulp Fiction bereits x-mal durchgekaute Thematik nicht sonderlich spannend spielt und eher die recht interessanten Noir-Digitaloptik punkten kann. Es gibt in diesem Setting/Part des Films recht schnell etwas Spannung und Grund zum Mitfiebern, dazu Brüste und nette Bilder, doch das Verhalten des Protagonisten bleibt schlußendlich wenig nachvollziehbar, zumal fragt man sich zu dem Zeitpunkt schon, wo genau der Zusammenhang zum Rest nun sein soll. Memetauglich peinliches Schauspiel kommt häufig bei emotionalen Ausbrüchen hoch, so auch hier, dafür entschädigt dieses, mit rund 20 Minuten etwas zu lange, Intro mit gutem Editing und gequält anschwellenden E-Gitarren im richtigen Moment.
 
 
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Ähnlich episodenhaft und ohne jeden Nicolas Cage-Faktor geht es dann auch weiter, denn nachdem die ganze Zeit in einem Raum verbracht wurde, geht es nun in das noch klaustrophobischere Setting eines Autos, in dem ein frisch gefangen genommener Killer versucht, seine korrupten Kidnapper gegeneinander auszuspielen. Erneut eine oft so oder so ähnlich gesehene Szene, dafür aber diesmal ziemlich knackig kurz, überraschend, exzellent getrickst, gut genug gespielt von allen Beteiligten und zudem mit einem geradezu lynchesquen Soundtrack versehen, der die nächtliche Hetzjagd ein gutes Stück atmosphärischer macht. Gerade Eddie Martinez weiß in diesem Segment zu glänzen und gibt eine manipulative, spielfreudige Performance ab. Setting 3 kann man dann mit „Bunte Fabrik mit Action“ beschrieben werden, wobei erstere hier leider eher an ein Musikvideo, denn an „Evil Dead Trap“ oder ähnlich Argento-inspirierte, expressionistische Werke erinnert, auch ist die eigentliche Schießerei oft Offscreen oder verwackelt – als komödiantisches Highlight gibt es dafür eine lächerliches „Verstecken im leeren Raum“ sowie flüchtende Untertitel, die den Gang entlangfliegen wie in einer 2000s-Moviemaker-Montage von Omas Urlaubsvideos. Loben muss man das mutige Pacing und nun hohe Tempo dennoch, zumal erstmalig, endlich wieder Charaktere aus dem Hotel-Setting auftreten, die für Verlaufsspannung sorgen. Der Stereotyp des oberkörperfreien, MG-tragenden Amis wird in Zeitlupe persifliert und zeigt wie verspielt und selbstbewusst überzeichnet der Film teilweise ist, nach einer sexy Autofahrt mit extrem seichtem Seufz-Soundtrack geht es nach etwa der Hälfte des Films auch endlich in das Anfangssetting und Cage darf zeigen, was er noch kann – oder will.
 
 
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Die enttäuschende Antwort lautet erstmal nur „Gerade genug“, denn während Anabelle Acosta sich als sehr guter Cast erweist und eine lebhafte, sinnliche Performance abgibt, grummelt Cage stattdessen irgendwas in seinen Bart, den er auch zu häufig kratzt, wenn er nicht gerade mit seiner Brille spielt. Fingerpistolen und kurzes Rumschreien nach dem Shot mahnen an die Eigenarten, die Fans so sehr lieben, doch wirklich aus sich rauskommen tut Nicolas zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Trotz Klischee-Lines à la „Everyone has bad dreams“ oder Beobachtungen wie „You have the hands & face of a violent man.“ ist der Dialog hierbei aber recht reizvoll und solide geschrieben, natürlich folgt der obligatorische Beischlaf mit Herrn Cage, doch die stilsichere Inszenierung mit ruhiger Handkamera, elliptische Erzählung abseits von Sexszenen-Klischees und die entspannte Lounge-Musik lassen selbst diese Szenen nicht zur Geduldsprobe verkommen. Wenn nach etwa einer Stunde Film wie erwartet die Antagonisten wiederkommen, der dritte Akt eingeläutet wird, die letzte halbe Stunde beginnt und die erste Szene narrativ erreicht wurde, lädt sich dank eines treibenden Soundtracks noch einmal Spannung auf, die durch blutige, kaltschnäuzige Kills und eine recht clevere Szene, die erneut an einen Kurzfilm erinnert, befriedigend entfesselt wird. Zugegeben, der Dialog wird zunehmends unnatürlich/realistisch und erkennbar filmisch, auch wird eine eigentlich so ruhige Stelle zu nervig gefilmt/verschnitten und scheinbar wurde zu spät bemerkt, dass man noch notdürftig eine relativ lange Backstory einfügen muss – doch durch gelungene Rekontextualisierungen erzählter Infos, eine emotionaler, offener und besser werdende Performance von Nicolas Cage, kreative und schicke Winkel, sowie teils wuchtige Waffensounds ist für Kurzweil und Unterhaltung allemal gesorgt. Diesem 88-minütigen Gangsterfilm ein allzu gewollt emotionales Ende mit Klischeemusik und Subplottwists aufzudrücken war vielleicht nicht die beste Idee, erst recht nicht wenn reine Noir-Charakternamen wie „The woman in red“, „The mean assassin“ etc. in den Credits direkt anzeigen, wie wenig ernst man diesen Film doch eigentlich nehmen sollte, aber abseits davon wird man doch tatsächlich mit einem Lächeln aus seiner Filmerfahrung entlassen – was bleibt also noch zu sagen?
 
 
 


 
 
 

KILL CHAIN – Fazit

 
 
7 Punkte Final
 
 
„Kill Chain“ ist teilweise unterhaltsam grimmig, schick, modern, lebendig, kreativ gefilmt und wirkt wie eine minimalistischere, amerikanische Version des wirklich guten „Cat Run“s, gleicht mit mutig expliziten, super handgetricksten Effekten stellenweise einer brutalen tour de force und kann durch seine audiovisuelle Komponente immer wieder die Muskeln spielen lassen, gleichzeitig handelt es sich aber auch um einen sehr simplen, überschaubaren, belanglosen Film. Genrefans mit Lust auf eine relativ interessante Erzählstruktur, versierten Aufnahmen, punktuell spannende Konfrontationen und eine teils witzige, später unironisch gelungene Nic Cage-Performance können sich den Spaß auf jeden Fall genehmigen, explizit für seine Rolle oder mit Erwartungen an einen groß budgetierten Hollywood-Reißer sollte man aber nicht an den Film herantreten.
 
 
 


 
 
 

KILL CHAIN – Zensur

 
 
 
„Kill Chain“ hat von der FSK eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten. Diese Fassung ist ungeschnitten. Action- und Thrillerfans können bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

KILL CHAIN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) CONCORDE HOME ENTERTAINMENT

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Kill Chain; USA 2019

Genre: Action, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wechselcover

Extras: Kinotrailer

Release-Termin: 27.12.2019

 

Kill Chain [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

KILL CHAIN – Trailer

 
 


 
 
 

Dr. Barry Nyle

(Rechte für Abbildungen stammen von CONCORDE HOME ENTERTAINMENT)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Baytown Outlaws (2012)
 
Cat Run (2011)
 
Motel Room 13 (2014)
 

Filmkritik: „Killerman“ (2019)

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KILLERMAN

Story

 
 
 
Nachdem bei einem Drogengeschäft alles schief lief und Geldwäscher Moe sein Gedächtnis verliert, hat er plötzlich korrupte Cops am Hals.

 
 
 


 
 
 

KILLERMAN – Kritik

 
 
Man bekommt so viele Actionfilme angepriesen, die dann eigentlich gar keine sind. Zu der langen Liste darf sich nun auch „Killerman“ gesellen, der zwar mit einem reißerischen Titel dienen kann, aber ansonsten kaum etwas von der versprochenen Action bietet. Das muss natürlich längst nicht bedeuten, dass man es mit einem schlechten Film zu tun hat. Tatsächlich entwickelt „Killerman“ im Laufe der Zeit seine Qualitäten, aber das ist zu wenig, um nachhaltig beeindrucken zu können.
 
 
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Moe ist ein Geldwäscher und er will durch den Onkel seines Kumpels Skunk ins noch dickere Geschäft einsteigen. Doch als plötzlich alle Deals abgesagt werden, will Skunk seine eigene Chance nutzen. Die Geschichte endet in einem Fiasko, bei dem Moe sein Gedächtnis verliert. Plötzlich befindet er sich in einer Welt voll mit Kriminellen, bei der er nicht weiß, ob er dazu gehört. Doch die echte Gefahr liegt in ein paar korrupten Cops, die gerne ihre Drogen zurückhaben würden und dafür auch über Leichen gehen.
Die Story braucht etwas, um an Fahrt aufzunehmen, ist im Prinzip aber gar nicht mal wenig reizvoll. Die Sache mit der Amnesie hätte man auf jeden Fall interessant nutzen können, doch leider geht man nicht wirklich in die Tiefe und lässt alles nur nebenbei stattfinden, so dass das Szenario selten richtig glaubwürdig wirken kann. Hinterher gibt es dann noch einen großen Twist, den man als Zuschauer nicht unbedingt vorhersehen kann. Auch dieser ist von der Idee her nicht schlecht, wird jedoch so dargeboten, dass es am Ende kaum einen Unterschied macht, ob es ihn gab oder nicht. Auch hier wurde leider das vorhandene Potenzial zu wenig genutzt.
 
 
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Am ehesten wird „Killerman“ mit Liam Hemsworth, dem jüngsten der Hemsworth-Brüder-Schauspieler, beworben. Er macht seine Sache sicherlich nicht schlecht, mogelt sich aber nahezu mit einem einzigen Gesichtsausdruck durch den gesamten Film. Mit seiner Figur steht und fällt dann eigentlich auch der ganze Film. Dieser Moe wird dem Zuschauer überhaupt nicht näher gebracht. Man kennt ihn nicht, weiß nichts über ihn und deshalb lässt es einen auch ziemlich kalt, was ihm da so widerfährt. Bis zu einem gewissen Grad musste man das sicherlich so gestalten, aber trotzdem ist die Figurenzeichnung hier zu kalt geraten, denn ein Mitfiebern ergibt sich so schlichtweg nicht. Da liegt einem Emory Cohen als Skunk tatsächlich noch eher am Herzen, was sicherlich mit daran liegt, dass Cohen seine Sache doch ziemlich überzeugend macht. Ansonsten gibt’s noch einen bösen Boss dort und ein paar korrupte Cops da. Alles wird zweckdienlich und solide gespielt und trotzdem will keine Leistung in Erinnerung bleiben, weil die Charaktere dafür auch einfach viel zu eindimensional gestaltet wurden.
 
 
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Regisseur Malik Bader, der sich selbst auch für das Drehbuch verantwortlich zeigte, macht seine Sache dabei doch ganz passabel. „Killerman“ wirkt nicht billig, wurde gut gefilmt und besitzt seine handwerklichen Qualitäten. Es geht meistens relativ ruhig zur Sache und die Szenen wurden gut eingefangen, über fehlende Abwechslung an Schauplätzen kann man sich ebenfalls nicht beklagen. Insgesamt lässt sich Bader aber doch etwas zu viel Zeit. Alleine die Einleitung dauert ungefähr eine halbe Stunde und danach gibt es weiterhin Szenen, die nicht von größter Interesse sind. „Killerman“ ist ein Film, der von Minute zu Minute besser wird, aber um richtig gut zu werden, fehlt ihm dann die Laufzeit. Diese ist mit knapp zwei Stunden jedoch keineswegs kurz ausgefallen. Man lässt sich nur zu viel Zeit, um konsequenter zu werden, weil man wohl nicht wusste, wie man die Minuten zuvor sonst füllen soll.
 
 
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Der Atmosphäre ergeht es ganz ähnlich. Anfangs ist diese erst mal ziemlich nichtssagend, weil nicht viel passiert, was den Zuschauer in irgendeine Stimmung versetzen könnte. Das wirkt zunächst wie ein kleiner, belangloser Drogen-Krimi, wird dann aber im Verlauf doch noch deutlich düsterer und teilweise auch recht rabiat. Die Freigabe ab 18 Jahren ist zwar übertrieben und fast sämtliche Gewalt spielt sich im Off ab, aber immerhin hat es „Killerman“ nicht so sehr mit der Moral und wirkt in ein paar Szenen äußerst kalt. Nur mit Action sollte man absolut nicht rechnen, denn bis auf eine kleine Verfolgungsjagd und ein paar Schüsse, gibt es hier nichts, was an Action denken ließe. Das ist ein reiner Thriller, der sich auch lediglich darauf konzentriert. Keine Drama-Einschübe, kein Humor – Eine recht trockene Angelegenheit, der es am Ende schlichtweg an Intensität fehlt. Der Score ist allerdings ordentlich geworden und begleitet das Treiben sehr passend.
 
 


 
 
 

KILLERMAN – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
„Killerman“ macht es auf keinen Fall falsch, aber leider auch nicht wirklich richtig. Das Drehbuch besitzt eine interessante Grundidee, der Twist hätte reizvoll sein können, aber alles wird zu oberflächlich dargeboten, um jemals das Potenzial auszureizen. Die Darsteller sind vollkommen in Ordnung, nur die Figurenzeichnung nimmt sich zu sehr ein Vorbild an der Story und bleibt nicht lange im Gedächtnis. Dabei kann man sich aus handwerklicher Sicht absolut nicht beklagen und die Atmosphäre ist in ihrer Kälte auch nicht schlecht gelungen. Leider ist das alles zu selten richtig unterhaltsam, es mangelt komplett an Action und Spannung sucht man überwiegend auch vergebens. Zwar wird das mit zunehmender Laufzeit immer besser, aber wenn der Film dann zu Ende ist, ist man nicht böse darum. Schade, denn hier wäre durchaus mehr drin gewesen!
 
 
 


 
 
 

KILLERMAN – Zensur

 
 
 
„Killerman“ hat von der FSK eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten. Die Fassung ist ungeschnitten, darf aber nur von Volljährigen gekauft oder gesehen werden.
 
 
 


 
 
 

KILLERMAN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Capelight Pictures (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Killerman; USA 2019

Genre: Thriller, Action

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 112 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 13.12.2019

 

Killerman [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

KILLERMAN – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Capelight Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
John Wick (2014)
 
John Wick 2 (2017)
 
John Wick 3 (2019)
 
Crank (2006)
 
Crank 2: High Voltage (2009)
 

Filmkritik: „Warlock – Satans Sohn“ (1989)

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WARLOCK – SATANS SOHN

(WARLOCK)

Story

 
 
 

Der Leibhaftige persönlich ist’s, der einen üblen Hexenmeister im 17. Jahrhundert vor dem Scheiterhaufen bewahrt, indem er ihn in die Gegenwart, ok, die späten 1980er, teleportiert. Hexenjäger Giles Redferne benutzt das gleiche Portal und jagt dem diabolischen Schurken nach. Gemeinsam mit der überforderten Kellnerin Kassandra, gespielt vom späteren „Tank Girl“ Lori Petty, versucht Redferne, den Hexer davon abzuhalten, die Bruchstücke eines finsteren Zauberbuchs zusammenzusuchen, mit dem er das Ende der Welt herbeiführen will.

 
 
 


 
 
 

WARLOCK – Kritik

 
 
 
Ende der Welt? Nicht ganz. Tatsächlich soll das ominöse „Grand Grimoire“-Buch die Entstehung von Erde und Menschheit rückgängig machen. Bibel, Schöpfungsgeschichte und so. Vermutlich ist es dieses Element der Zeitreise zur Veränderung der bekannten Weltgeschichte, was nicht wenige Kritiker bei Erscheinen von „Warlock – Satans Sohn“ dazu verführt, Parallelen ausgerechnet zum noch immer populären „Terminator“ James Camerons zu ziehen. Muss man erstmal drauf kommen. Cyborg-Schwarzenegger aus der dystopischen Maschinendiktatur-Zukunft, Julian Sands aus der Zeit der Hexenprozesse. Apropos: Charakterdarsteller Julian Sands ist dem Genrefreund ein langhaariger und gänzlich geisterhaft daherkommender Begriff. Peinliche Trivia: Bis vor ein paar Minuten war der Verfasser dieser Kritik davon ausgegangen, der Brite sei auch – in der Rolle des fiesen Lucius Malfoy – in den Harry-Potter-Filmen dabei gewesen. Da dürfte man sich an Sands orientiert haben.
 
 
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Die „Warlock“-Filme sind seine kleinen Geschenke an den treuen Mob der Horrorfans. Wir sind nun mal berechenbar, nostalgisch und begeisterungsfähig. Unter der soliden Regie des Routiniers Steve Miner (unter anderem ganz früher Mitstreiter von Wes Craven und später auch für „Freitag, der 13.“-Teile verantwortlich) entstanden, ist „Warlock – Satans Sohn“ ein weiterer dieser in den späten Achtzigern typischen Versuche, eine weitere Franchise-Bösewicht-Figur für den noch immer boomenden Videothekenmarkt zu etablieren. Wenn Freddy Krueger, Jason, Michael und gar der religiös-sinistere Pinhead funktionieren, warum sollte da kein Platz für den fiesesten Schwarzmagier der Zelluloidgeschichte sein? So ist die Hexenjagd quer durch die ländlicheren Gefilde der USA eindeutig ihrer Entstehungszeit zuzuordnen. Die ganze Ästhetik, das Tempo, die teils recht holprigen Effekte, alles atmet den Geist von mit Gleichgesinnten bevölkerte Spätvorstellungen in kleinen Kinos und später dem – heute würde man Binge Watching sagen – Durchrattern des Films und ähnlicher Reißer an Videoabenden. Fantastisch! Den nicht minder unterhaltsamen zweiten Teil der Saga, „Warlock – Satans Sohn kehrt zurück“ dreht vier Jahre später dann Anthony Hickox, der mit seinen beiden wilden „Waxwork“-Filmen und dem Vampir-Trasher „Sundown“ auch selbst ein paar beliebte Horrorfilme auf der Pfanne hat.
 
 
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WARLOCK – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Wie an dieser Stelle gern betont: They just don’t make em like this anymore! „Warlock – Satans Sohn“ ist ein durchgehend erfreuliches Stück Fantasy-Horror mit einem ikonischen Hauptdarsteller und einer Stimmung, die dazu einlädt, den zweiten Teil direkt im Anschluss in den Player zu werfen.
 
 
 


 
 
 

WARLOCK – Zensur

 
 
 
Wie so viele Horrorfilme in den 1980ern hatte es auch „Warlock – Satans Sohn“ nicht leicht. Bereits bei seiner deutschen Kinoaufführung (FSK16) im Jahr 1989 musste der Film Federn lassen – wenngleich es sich dabei eher um Handlungsschnitte handelte. Die später erhältliche Videofassung (FSK16) wurde jedoch noch weiter zensiert. Ähnlich erging es diversen TV-Auswertungen. Die ungeschnittene Originalfassung kam erst Dank NSM RECORDS im Jahr 2011 in deutscher Sprache heraus. Der Anbieter veröffentlichte „Warlock – Satans Sohn“ in diversen Ausführungen. Mittlerweile wurde der Horrorfilm von der FSK neu geprüft. Nun ist der Streifen komplett ungeschnitten und in voller Länge bereits für Zuschauer ab 16 Jahren geeignet.
 
 
 


 
 
 

WARLOCK – Deutsche Blu-rays

 
 
 
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(c) NSM Records (Mediabook A)

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(c) NSM Records (Mediabook B)

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(c) NSM Records (KeepCase – Erstauflage – ungeprüft)

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(c) NSM Records (KeepCase – Neuauflage FSK 16)

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(c) NSM Records | Intergroove (KeepCase – Neuauflage – FSK 18)

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(c) NSM Records (Hardbox – Cover A)

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(c) NSM Records (Hardbox – Cover B)

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(c) NSM Records (Futurepack)

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(c) NSM Records (Trilogie Mediabook A)

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(c) NSM Records (Trilogie Mediabook B)

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(c) NSM Records (Trilogie Mediabook C)

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(c) NSM Records (Trilogie Mediabook D)

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(c) NSM Records (Trilogie Blu-ray-Steelbook)

 
 

WARLOCK – Alle Blu-ray-Veröffentlichungsdaten

 
 

Veröffentlichung: Mediabook – Cover A + B: 04.11.2011

Veröffentlichung: Hardbox – Cover A + B: 16.12.2011

Veröffentlichung: Keepcase – ungeprüft: 27.04.2012

Veröffentlichung: Keepcase Neuauflage – FSK18 geprüft: 27.04.2012

Veröffentlichung: Keepcase Neuauflage – FSK16 geprüft: 25.11.2016

Veröffentlichung: 3D FuturePak: 07.01.2017

Veröffentlichung: Trilogie Mediabook – Cover A + B + C + D: 30.04.2019

Veröffentlichung: Trilogie Steelbook: 04.11.2019

 
 

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WARLOCK – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Warlock – Satans Sohn kehrt zurück (1993)
 
End of Days (1999)
 
Hänsel und Gretel: Hexenjäger (2013)
 

Filmkritik: „Bullets of Justice“ (2019)

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BULLETS OF JUSTICE

Story

 
 
 

In der Zukunft regiert eine Kreuzung aus Mensch und Schwein die Welt. Nur noch wenige Menschen sind übrig, um sich gegen diese Wesen zur Wehr zu setzen.

 
 
 


 
 
 

BULLETS OF JUSTICE – Kritik

 
 
 
Trash kann eine schöne Sache sein – Einfach abschalten und sich von Schwachsinn berieseln lassen. Das funktioniert aber leider nicht immer. Wenn Trash dermaßen doof ist, dass er eher peinlich wirkt, als amüsant, dann wird es schwer mit dem Genuss. Und leider gehört „Bullets of Justice“ genau zu dieser Marke, dem peinlichen Trash.
 
 
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Im dritten Weltkrieg wurden Schweine mit Menschen gekreuzt, um daraus den Supersoldaten zu erschaffen. Dies ist gelungen, doch viele Jahre später hat diese Rasse namens „Muzzles“ die komplette Kontrolle übernommen. Der Mensch steht auf ihrem Speiseplan und es ist nicht mehr viel übrig von der Menschheit. Eine Gruppe Überlebender hält sich in einem Atombunker versteckt. Unter ihnen befindet sich auch Rob Justice, ein Kopfgeldjäger und scheinbar die letzte Hoffnung für die Menschheit. Er soll das Mutterschwein finden und damit alle retten.
 
 
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Die Ausgangssituation klingt schon mal wahnsinnig bekloppt, doch daraus hätte man echt etwas machen können. Hier und da lässt sich auch mal eine kleine Idee finden, die recht kreativ wirkt, doch ein Großteil des Drehbuches ist wirklich einfach nur dumm. Die Einfälle wirken so doof, dass sie ihren Zweck verfehlen. Ein Mädel mit einem Schnäuzer, seltsame Visionen mit einem männlichen Model, Kreaturen, die ihren Arsch am Kopf haben und dann passenderweise „Asshole“ heißen. Solche Ideen machen keinen Spaß, weil sie gänzlich willkürlich eingebaut wurden und überhaupt keinen Zweck verfolgen. Guter Trash lässt sich nicht einfach so erschaffen – Da muss schon Herzblut erkennbar sein. „Bullets of Justice“ lässt solches spürbar vermissen und bietet am Ende noch einen Twist, der dermaßen an den Haaren herbeigezogen ist, dass es weh tun möchte. Allgemein gelingt es dem Werk nicht ansatzweise eine einigermaßen funktionierende Dramaturgie aufzubauen. Hier will einfach nichts funktionieren.
 
 
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Dass mit Danny Trejo geworben wird, sollte klar machen, wie verzweifelt man versuchen musste, irgendwelche Interessenten zu finden, denn Trejo ist eine echte Mogelpackung. Er hat vielleicht zwei Minuten Screen-Time und diese dann auch noch in einer völlig belanglosen Rolle. Abgeschossen wird der Vogel aber erst durch Timur Turisbekov in der Hauptrolle. Er stellt eine Totalkatastrophe dar, besitzt null Charisma und leiert seine Rolle dermaßen lustlos herunter, dass einem als Zuschauer jegliche Freude vergeht. Doch auch alle anderen Darsteller sind überhaupt nicht gut. Lediglich Doroteya Toleva als Frau mit Schnäuzer ist noch einigermaßen erträglich. Hinzu gesellt sich die Tatsache, dass „Bullets of Justice“ nicht mal im O-Ton gut anhörbar ist, weil hier oftmals ein doch recht schlechtes Englisch gesprochen wird. An eine Figurenzeichnung ist übrigens nicht zu denken. Die Charaktere sind qualvoll belanglos und bleiben stets langweilig. Zwar hat man hier versucht eine Art der Coolness zu entwickeln, doch dieser Versuch ist grandios gescheitert.
 
 
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Wenn man nun gute Punkte an „Bullets of Justice“ finden möchte, dann wird man am ehesten in der handwerklichen Umsetzung fündig, was noch lange nicht heißt, dass der Film gut gemacht wurde. Regisseurin Valeri Milev kennt man vielleicht durch „Wrong Turn 6“, aber ansonsten wohl auch eher nicht. Es gibt tatsächlich ein paar ganz schicke Kamerafahrten und sogar ein paar Schauwerte, mit denen so nicht unbedingt zu rechnen war. Außerdem sind die Masken nicht gerade schlecht. Die Effekte gehen von unterirdisch bis solide und wenn mal gesplattert wird, stammt sogar nicht alles Blut aus dem Computer. Die Optik ist soweit ebenfalls in Ordnung und die apokalyptische Welt wurde gar nicht mal so schlecht dargestellt. Ein wenig Qualität versteckt sich hinter der Umsetzung also tatsächlich und trotzdem bringt dem Film das kaum etwas. Dafür ist das Treiben nämlich einfach zu öde. Die Actionszenen sind meist schnell vorbei, Spannung entsteht sowieso keine und wenn es Humor gibt, dann ist dieser einfach nur geschmacklos. Die letzten 20 Minuten setzen der Peinlichkeit die Krone auf und obwohl „Bullets of Justice“ nur 75 Minuten Laufzeit besitzt, zieht er sich in die Länge. Auf jeden Fall ist man froh, wenn dieses Treiben ein Ende gefunden hat.
 
 
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BULLETS OF JUSTICE – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
 
„Bullets of Justice“ ist nicht mal aus Trash-Sicht empfehlenswert. Es wird vielleicht ein paar Zuschauer geben, die an den peinlichen Ideen ihre Freude haben, aber selbst unter dieser Prämisse bietet der Streifen nicht genug. Es gibt im Endeffekt nicht mal wirklich viel Splatter, selbst wenn der Film nicht harmlos ist. Zusätzlich sollte man sich nicht auf Trejo freuen, denn der ist vernichtend wenig mit dabei und die restlichen Darsteller geben eine ziemlich unterirdische Darbietung von sich. Die Grundprämisse der Story mag noch schön doof klingen, doch man hat daraus kaum etwas gemacht. So schaut man 75 Minuten gänzlich unsympathischen Charakteren zu, die man sofort nach dem Schauen wieder vergessen hat. Zum Glück bleibt auch die Frage nach dem Sinn nicht lange im Gedächtnis, denn dafür ist „Bullets of Justice“ einfach zu belanglos. Nur weil das handwerklich teilweise eine gewisse Qualität besitzt, bleibt die Totalkatastrophe aus, aber viel hat zu dieser nun wirklich nicht gefehlt!
 
 
 


 
 
 

BULLETS OF JUSTICE – Zensur

 
 
 
„Bullets of Justice“ lief bereits im Oktober 2019 auf dem Obscura Film Festival in Berlin. Der Film hat einige sehr krude Szenen zu bieten. Man darf mit einer ungeschnittenen Erwachsenenfreigabe rechnen – sollte der Film hierzulande veröffentlicht werden.
 
 
 


 
 
 

BULLETS OF JUSTICE – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Black Mandala)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Operation Overlord (2018)
 
Turbo Kid (2015)
 
Drifter – Live in Fear (2016)
 

Filmkritik: „A Score to Settle“ (2019)

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A SCORE TO SETTLE

Story

 
 
 
Nachdem Frank 19 Jahre unschuldig hinter Gittern verbracht hat, kommt er aufgrund einer unheilbaren Krankheit früher aus dem Knast und nun steht Rache auf seinem Programm.

 
 
 


 
 
 

A SCORE TO SETTLE – Kritik

 
 
Über Nicolas Cage und seine nicht besonders tolle Rollenwahl im letzten Jahrzehnt, braucht man wohl nicht mehr viele Worte zu verlieren. In letzter Zeit durfte jedoch wieder Hoffnung entstehen, was auch am tollen „Mandy“ lag und selbst wenn viele Filme mit Cage schlecht waren: Er gab sich eigentlich immer Mühe. Dies trifft auch auf „A Score to Settle“ zu, der am ehesten durch Cage sehenswert wird, letztendlich aber an einem zu schwachen Drehbuch scheitert.
 
 
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19 Jahre befand sich Frank in Haft für einen Mord, den er nicht begangen hat. Doch seine kriminellen Umkreise gaben ihm Geld dafür, dass er die Schuld auf sich nimmt. Dummerweise ging Frank viel länger in den Knast, als erwartet und nur weil bei ihm eine unheilbare, tödliche Krankheit festgestellt wird, kommt er früher raus. Alles, was er nun will, ist die Beziehung zu seinem mittlerweile erwachsenen Sohn erneut aufbauen, doch seine Vergangenheit lässt ihn nicht los und Frank will Rache an den Schuldigen von damals nehmen. Was nach einer typischen Rachegeschichte klingt, setzt den Fokus allerdings stark auf ein Schuld-und-Sühne-Drama. Die gesamte Aufmachung lässt den Zuschauer einen Rache-Thriller erwarten und letztendlich gibt es davon viel zu wenig. Wenn dieser Aspekt plötzlich doch noch etwas mehr Raum spendiert bekommt, wirkt es meistens unpassend. Mit Erwartungshaltungen sollte man also schon mal vorsichtig sein, doch selbst wenn man sich auf dieses Drama einstellt, wird man nicht gerade mit einem guten Drehbuch belohnt. Dafür macht es sich „A Score to Settle“ an vielen Stellen deutlich zu leicht. Wenn es dann im letzten Drittel zu gleich zwei großen Wendungen kommt, dann kann man sich sogar etwas ärgern, weil die Twists vom Prinzip her gar nicht mal so schlecht sind, nur absolut nicht gut vorbereitet wurden und so im Endeffekt viel zu unglaubwürdig erscheinen.
 
 
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Mangelnde Glaubwürdigkeit dominiert auch die Figurenzeichnung, was dem Film auch am ehesten ein Bein stellt. Als Beispiel sei hier die gesamte Vater-Sohn-Beziehung genannt, die „A Score to Settle“ lange behandelt. Anfangs ist das ja noch solide und etwas nachvollziehbar, doch dann verhalten sich sowohl Vater, wie auch Sohn dermaßen unglaubwürdig, dass der Kitsch aus allen Poren trieft. Obendrauf gibt es dann noch einen kleinen Nebenstrang mit einer Prostituierten, wo man sich für die Herangehensweise ebenfalls schämen möchte. Psychologisch ist das alles absolut nicht wertvoll gestaltet und gerade deshalb fällt es auch so schwer mit diesen Charakteren mitzufühlen. Das ist auch deshalb ziemlich schade, weil die Darsteller gut sind. Nicolas Cage glänzt hier mal nicht mit seinem gewohnten Overacting, sondern gibt sich, seiner Rolle entsprechend, eher ruhig und verleiht diesem Frank somit immerhin noch etwas Menschlichkeit, welche die Figurenzeichnung eher verhindert. Noah Le Gros ist ebenfalls nicht schlecht und Benjamin Pratt ist in seinen wenigen Momenten auch gut anschaubar. Es liegt also überhaupt nicht an den Darstellern, dass der Film nicht funktioniert.
 
 
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Ebenfalls kann man der Regie dafür nicht die Schuld in die Schuhe schieben. Regisseur Shawn Ku hatte mit seinem Debüt „Beautiful Boy“ vor einigen Jahren mal sehr positive Aufmerksamkeit erregen können, versank dann aber irgendwo in der Bedeutungslosigkeit und meldet sich erst mit „A Score to Settle“ zurück. Inszenieren kann der Mann, was man deutlich sehen kann. Besonders die ruhigen Momente sind schön eingefangen und hinterlassen eine gewisse Melancholie. Sowieso ist die Stimmung gar nicht übel, denn wenn man sich auf dieses Drama einlassen kann, bekommt man meistens eine dichte Atmosphäre, die keine gute Laune aufkommen lässt, was hier jedoch positiv gemeint ist. Wären da nicht immer wieder die unangenehm kitschig-naiven Szenen, dann wäre das Drama gelungen und rein handwerklich wurde das alles souverän umgesetzt. Der Rache-Anteil gerät da schon deutlich plumper und überzeugt kaum. Allerdings wiegt das im Endeffekt nicht so schwer, weil es sowieso kaum Rache und somit auch nahezu keine Action zu sehen gibt. Die Freigabe ab 18 Jahren täuscht zudem auch noch, weil der eigentliche Film bereits ab 16 Jahren freigegeben wurde. Man braucht sich also auf keine große Gewalt einzustellen. Wäre die Mischung ausgewogener gewesen, hätten die gut 100 Minuten Laufzeit auch bestimmt mehr Kurzweil gehabt, aber so kommt es schon mal zu gewissen Längen.
 
 
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A SCORE TO SETTLE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
„A Score to Settle“ bietet einen gut aufgelegten Nicolas Cage, der seine Sache ernst nimmt und das dementsprechend spielt. Auch die handwerkliche Arbeit ist alles andere als verkehrt. Nur leider gibt es da das Drehbuch, welches eine höhere Wertung einfach verhindert. Zunächst ist die Figurenzeichnung viel zu plump, um funktionieren zu können und dann gibt es da auch noch zwei große Twists, die ihre Wirkung nicht entfalten können, eben weil sie so naiv dargeboten werden. Außerdem wird schon alleine die Aufmachung als Rache-Thriller für viele enttäuschte Zuschauer sorgen, weil man es bei „A Score to Settle“ viel mehr mit einem ruhigen Drama zu tun hat und es deshalb so gut wie keine Action gibt. Das besitzt genügend solide Momente, um nicht durchgehend zu langweilen, wird im Endeffekt aber nicht lange in Erinnerung verweilen und stellt somit einen durchgehend durchschnittlichen Film dar!
 
 
 


 
 
 

A SCORE TO SETTLE – Zensur

 
 
 
Der rote FSK-Flatschen auf dem Cover ist ein Blender. „A Score to Settle“ wurde von der FSK in ungeschnittener Form bereits ab 16 Jahren freigegeben. Die Freigabe der Blu-ray wurde angehoben wegen dem Bonusmaterial auf der Scheibe. Darauf enthalten: Trailer zu weiteren Titeln von Splendid Film.
 
 
 


 
 
 

A SCORE TO SETTLE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: A Score to Settle; Kanada | USA 2019

Genre: Thriller, Action, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 104 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung)| Blu-ray wegen Bonus: keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: 25.10.2019

 

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A SCORE TO SETTLE – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Tokarev – Die Vergangenheit stirbt niemals (2014)
 
A History of Violence (2005)
 

Filmkritik: „Escape Plan 3: The Extractors“ (2019)

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ESCAPE PLAN 3: THE EXTRACTORS

Story

 
 
 
Ray Breslin ist zurück mit seinem Team und dieses Mal wird ein Auftrag für ihn persönlicher, als es ihm lieb sein kann.

 
 
 


 
 
 

ESCAPE PLAN 3 – Kritik

 
 
Während „Escape Plan“ davon lebte, dass die zwei Actionikonen Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone zum ersten Mal Hauptrollen im selben Film übernahmen, brachte die ziemlich billige Fortsetzung auch schon gleich wieder Ernüchterung mit sich. Schwarzenegger war nicht mehr vorhanden, selbst Stallone übernahm nur eine Nebenrolle. Er gab selbst zu, dass er sich mit diesem Film nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat und versprach für den dritten Teil „The Extractors“ Besserung. Wirklich einhalten, konnte er dieses Versprechen jedoch kaum. Auch „Escape Plan 3: The Extractors“ besitzt nur den simplen Zweck schnelles Geld einzuspielen und Qualität wird dem Actionfan weiterhin kaum geboten.
 
 
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Gleich am Anfang gibt es eine Entführung einer chinesischen Tochter eines reichen Industriellen zu sehen. Ziemlich schnell wird Ray Breslin mit seiner Firma auf den Fall aufmerksam, doch es kommt noch viel schlimmer. Seine Freundin Abigail wird vom selben Entführer gekidnappt und es gibt persönliche Motive dafür. Ray war nämlich einst verantwortlich dafür, dass der Vater von Lester Clark Jr. verstarb und dafür sinnt ihm nach Rache. Das Drehbuch versucht gleich mehr aus der Sache zu machen, als eigentlich daran ist. Dies gelingt mit zwei Handlungssträngen, die bald zusammengeführt werden, sogar noch einigermaßen gut. Ebenfalls positiv ist, dass es eine gewisse Kontinuität innerhalb der Reihe gibt und es schon von Vorteil ist, wenn man die vorherigen Teile gesehen hat. Viel mehr Positives gibt es über die Story jedoch nicht zu berichten. Um der Reihe treu zu bleiben und den Titel überhaupt zu rechtfertigen, muss natürlich wieder eine Art Knast mit an Bord sein, doch das wirkt gänzlich beliebig und besitzt keinerlei Reiz mehr. Einfach alles an dieser Geschichte wirkt absolut konstruiert und das will niemals so richtig funktionieren. Als Beispiel sei hier gleich mal die Beziehung zwischen Ray und Abigail genannt, die der Zuschauer einfach zu keinem Zeitpunkt spüren kann. So lässt ihn die Rache im Endeffekt genauso kalt, wie sie vorgetragen wird. Wenn man mit starker Action entschädigt werden würde, wäre diese Story jedoch völlig zweckdienlich, nur leider wird man eben nicht mit solcher belohnt.
 
 
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Sylvester Stallone bleibt der alte Actionstar und scheint sich seinen Ruhestand noch mehr absichern zu wollen. Dass er mittlerweile nicht mehr von Thomas Danneberg synchronisiert wird, sollte kein Geheimnis mehr sein und es ist echt schade, weil Danneberg einfach „die“ Stimme für ihn war. Doch selbst die beste Stimme der Welt hätte Stallones Leistung hier nicht viel engagierter erscheinen lassen. Er tut, was nötig ist, aber auch niemals mehr. Dabei ist seine Rolle zwar größer ausgefallen, als im zweiten Teil und er ist allgemein mehr mit in die Handlung involviert, trotzdem fühlt sich sein Auftreten stets wie eine Nebenrolle an. Dafür darf Dave Bautista, mit dem ja schon im zweiten Teil fleißig geworben wurde, nun etwas mehr heran. Ganz im Hintergrund sind auch 50 Cent und Jaime King wieder mit an Bord, ohne dabei jemals besonders aufzufallen. Ein Neuzugang wird von Jin Zhang bekleidet, der seine Sache ganz solide macht, aber nicht ansatzweise sein körperliches Können präsentieren darf. Am ehesten gefällt von den ganzen Darstellern noch Devon Sawa als durchaus fieser Bösewicht. Er besitzt den Elan, welchen die anderen ruhig auch hätten zeigen dürfen.
 
 
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Doch Stallone hat erneut kein Geheimnis darum gemacht, dass „Escape Plan 3: The Extractors“ unter Zeitdruck entstand, was den Eindruck nur noch verstärkt, dass hier eben schnell ein wenig Geld umgesetzt werden soll. Mit John Herzfeld konnte ein erfahrener Regisseur gewonnen werden, der aber auch nicht viel aus dem Szenario herausholen kann. Den futuristischen Knast hat man nun weg gelassen, dafür gibt es aber keinen guten Ersatz. Allgemein wirken die Schauplätze langweilig und lustlos. Dabei ist die handwerkliche Arbeit durchaus in Ordnung und es gibt auch ein bisschen knallende Action, die gut konsumierbar ist. Zwar ist das Blut manchmal zu künstlich, aber hart ist der Film schon und die recht überschaubaren Choreographien sind solide, selbst wenn sie niemanden vom Hocker hauen werden. Nur ist das für die Laufzeit von rund 90 Minuten einfach zu wenig. In der ersten Hälfte wird alles vorbereitet und trotz eines einigermaßen hohen Tempos kommt es bereits hier zu Längen. Hinterher läuft alles nur noch auf das Finale hinaus, welches dann auch schnell beendet wurde. Das ist nie komplett langweilig, aber eben auch nie besonders unterhaltsam und so ist man als Zuschauer nicht böse darum, wenn der Abspann erscheint.
 
 
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ESCAPE PLAN 3 – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
„Escape Plan 3: The Extractors“ stellt genauso einen Schnellschuss dar, wie schon der zweite Teil. Beide Teile hatten ihre kleinen Vorteile. Hier sind es am ehesten Devon Sawa und Jin Zhang, die ihre Sache gut machen. Stallone selbst ist zwar wieder etwas mehr zu sehen, gibt sich jedoch keine besonders große Mühe. Das Resultat ist ein routiniert gemachter Actionfilm mit einigen netten Gewaltspitzen und einem teilweise annehmbaren Unterhaltungswert, aber leider komplett ohne Spannung und ohne jegliche Highlights. Die Story interessiert schon bald nicht mehr, die Charaktere wirken lustlos ausgedacht und Schauwerte bekommt man ebenfalls kaum welche geboten. Das Versprechen wurde also nicht eingehalten und jetzt darf mit dieser Reihe dann auch gerne Schluss sein!
 
 
 


 
 
 

ESCAPE PLAN 3 – Zensur

 
 
 
„Escape Plan 3: The Extractors“ hat von der FSK wegen einiger blutigen Szenen eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten. Diese Filmfassung ist ungeschnitten und wurde auch auf DVD und Blu-ray veröffentlicht. In der FSK-Datenbank wurde aber auch eine gekürzte Filmversion hinterlegt. Diese erhielt eine Freigabe ab 16 Jahren und ist um knapp 3 Minuten geschnitten. Ob diese auch noch auf den Heimkinomarkt gebracht wird, ist noch unklar.
 
 
 


 
 
 

ESCAPE PLAN 3 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NewKSM Cinema (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Escape Plan: The Extractors; USA 2019

Genre: Thriller, Action

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Making of Escape Plan: The Extractors, Trailer, Bildergalerie

Release-Termin: 07.11.2019

 

Escape Plan – The Extractors [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

ESCAPE PLAN 3 – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei NewKSM Cinema)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Escape Plan (2013)
 
Escape Plan 2: Hades (2017)
 

Filmkritik: „Trick“ (2019)

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TRICK

Story

 
 
 

Ein Teenager richtet an Halloween ein Blutbad an und wiederholt sein perfides Treiben fortan zu jedem Halloween-Fest.

 
 
 


 
 
 

TRICK – Kritik

 
 
 
Was wäre Halloween nur ohne seine Horrorikonen und vor allem ohne seine bluttriefenden Horrorfilme. Alljährlich buhlen viele neue Genre-Produktionen am Tag vor Allerheiligen um die Gunst der Horrorfilmfans. Da wird massakriert, gemeuchelt und gefoltert – nicht immer erfolgreich. Viele dieser neuen Filme verschwinden danach in der Bedeutungslosigkeit, weil sie über keinerlei Alleinstellungsmerkmale verfügen. Eine Tatsache die Regisseur PATRICK LUSSIER nun ändern möchte. Der will sich nach DRIVE ANGRY und MY BLOODY VALENTINE 3D an den ganz großen Kultwerken des modernen Horrorfilms messen und prophezeit im Trailer zum Film TRICK die „Geburt einer Horror-Legende“. Vielversprechende Worte, die nicht selten Schlimmes erahnen lassen. So hat die Vergangenheit gezeigt, dass genau diese ach so hochgelobten Schocker nicht unbedingt von Qualität zeugen, die bereits beim Marketing den Mund zu voll nehmen. Im Falle von TRICK bestätigt sich dieses Muster. Viel Tamtam und am Ende nur heiße Luft. Eine gesunde Skepsis sollte bei derart Werbegequassel vorausgesetzt werden.
 
 
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Halloween 2015 – irgendwo in Benton, New York. Der 18-jährige Patrick ‘Trick’ Weaver feiert mit seinen Klassenkameraden eine Kostümparty. Doch die Feier endet im Massaker. Der Teenager zückt ein Messer und ermordet seine Mitschüler kaltblütig. Doch der Jugendliche kann überwältigt werden und landet wenig später in einem Krankenhaus, wo er von Gesetzeshütern bewacht wird. Der Friede ist aber nicht von langer Dauer. Trick kann sich losreißen und entkommt schwer verletzt. Ein Jahr später wiederholen sich blutige Morde, die sich auch diesmal haargenau so zutragen, wie bereits an Halloween des Jahres 2015. Für den Polizeibeamten Mike Denver zu viel des Guten. Der stellt Ermittlungen an und kommt bald zur Einsicht, dass es sich bei dem Wiederholungstäter um jenen Teenager handeln muss, der einst Halloween zu einer blutigen Nacht des Schreckens verwandelt hat.
 
 
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Nicht schon wieder ein Teen-Slasher. Zumindest könnte man das meinen, wenn man den ersten zehn Minuten von TRICK folgt. Darin sehen wir wie ein maskierter Teenager an Halloween diverse Mitschüler abschlachtet und anschließend in Polizeigewahrsam genommen wird. Doch der Halbstarke kann entkommen und mordet ein Jahr später erneut – pünktlich an Halloween. Da werden natürlich Erinnerungen an Carpenters Kult-Slasher HALLOWEEN – DIE NACHT DES GRAUENS wach, wo ebenfalls ein von Hass getriebener Killer alljährlich am Abend vor Allerheiligen eine Kleinstadt in Angst versetzt. TRICK macht aber einiges anders. Der Streifen ist nicht unbedingt im Teenager-in-Angst-Genre beheimatet. Schnell schlägt der Streifen eine andere Richtung ein und wandelt auf Pfaden, die eher an so harte Thriller wie THE COLLECTOR und dessen Fortsetzung erinnern. Statt Teenager rücken Polizisten in den Mittelpunkt. Die hetzten einem Mörder hinterher, der stets einen Schritt voraus ist. Letzterer hinterlässt eine blutige Spur der Verwüstung und handelt fast schon übermenschlich. Das mag mancherorts unglaubwürdig und konstruiert erscheinen, bereichert den Thriller aber um eine gewisse Dynamik. Leider hat die Sache nur einen Haken. TRICK mangelt es an Spannung. Der Grund: die Szenenabfolge wiederholt sich zu oft. So wohnen wir den Taten des Killers bei, der anschließend von den Gesetzeshütern verfolgt wird – aber entkommen kann. Gleicher Ablauf wiederholt sich anschließend bis zum Erbrechen. Mit so einem „Trick“ kann man auch Spielfilmlänge erreichen.
 
 
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Immerhin glänzt der Horrorthriller durch blutige Schlachtereien. Der unberechenbare Mörder geht nicht zimperlich vor. Anfangs nur mit Messer bewaffnet, denkt er sich im Verlauf der Handlung perfide Tötungsarten aus, die nicht selten SAW-reske Ausmaße annehmen. Dabei zieht TRICK seinen Reiz daraus, dass lang unklar bleibt, warum das Böse hier Amok läuft. Ist es Rache an Mitschülern, Mobbing oder einfach nur die Lust am Töten? Viel erfährt der Zuschauer nicht über das personifizierte Böse, das vor allem wegen seiner unvorsichtigen Opfer leichtes Spiel hat. Das Kanonenfutter verhält sich reichlich dumm. So kann es schnell und effizient in den Filmhimmel gemeuchelt werden. Demnach ist der Blutzoll hoch – nur mit der Auflösung tut sich TRICK schwer. Die Erklärungen für die Taten haben es in sich. Hier wühlt der Streifen äußerst krampfhaft in der Twistkiste und versucht mit einer unvorhersehbaren Auflösung nach einer Fortsetzung zu schielen. Die wird nicht lange auf sich warten lassen – auch wenn des Rätsels Lösung das wohl dümmste ist, was das Filmjahr 2019 so hergegeben hat.
 
 
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TRICK – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
SAW meets THE COLLECTOR. Blutiger Mix aus Cop-Thriller und Horror-Slasher mit an den Haaren herbeigezogener Auflösung, dummen Figuren und teils üblem Schauspiel. Ein großer Wurf ist Regisseur PATRICK LUSSIER mit seinem TRICK nicht gelungen. Der Filmemacher hat hier vermutlich versucht eine neue Horrorikone à la CHROMESKULL oder GHOSTFACE zu etablieren. Gelungen ist das Vorhaben nicht. Sein Bösewicht ist zwar böse, aber nicht sonderlich interessant und vor allem: austauschbar. Als wäre das schon nicht deprimierend genug, fehlt TRICK dazu auch noch ein Spannungsbogen. Hier wird Mord an Mord gereiht, bis man sich sattgesehen hat. Originell ist das nicht. Filmemacher PATRICK LUSSIER war als Regisseur fast ausschließlich für Videoware oder TV-Produktionen tätig. Genau in diese Schublade passt auch TRICK, der dann doch eher an schnell abgedrehte Low-Budget-Filme erinnert, die seit Jahren schnell und lieblos auf den Markt geworfen werden. Einzig der hohe Gewaltanteil dürfte bei Horrorfans in Erinnerung bleiben. Hier wird schnell, hektisch und oft gemordet. Ein paar fiese Splatterszenen gibt es obendrein. Ob das alles für neuen Horror-Kult ausreicht, steht auf einem anderen Papier. TRICK ist trotz Meuchelparade irgendwie langweilig und das, obwohl man mit SCREAM-Randy JAMIE KENNEDY und TOM ATKINS auch noch zwei bekannte Gesichter gewinnen konnte, die in so einigen gelungenen Genre-Beiträgen zu sehen waren. Offenbar hat das Geld gelockt oder es war ein Freundschaftsdienst. Anders lässt sich nicht erklären, warum sich zwei erfahrene Schauspieler in einem mäßigen Horrorfilm unter Wert verkaufen.
 
 
 


 
 
 

TRICK – Zensur

 
 
 
TRICK ist nicht ohne. Neben Messerstichen, werden ebenfalls Köpfe zermatscht und Kehlen durchgeschnitten. Hierzulande dürfte das zeigefreudige Gewaltspektakel aber erst für Erwachsene freigegeben werden. Man darf mit einer Veröffentlichung mit rotem FSK-Flatschen rechnen.
 
 
 


 
 
 

TRICK – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei RLJE Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
ChromeSkull: Laid to Rest 2 (2011)
 
Sieben (1995)
 
Bastard (2015)
 
You’re Next (2011)
 

Filmkritik: „Ninja – Die Killermaschine“ (1981)

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NINJA – DIE KILLERMASCHINE

(DIE RACHE DES NINJA | ENTER THE NINJA)

Story

 
 
 
Ninja-Meister Cole will einem alten Freund helfen und legt sich dabei mit einem mächtigen Gegner an, der vor nichts Halt macht.

 
 
 


 
 
 

NINJA – DIE KILLERMASCHINE – Kritik

 
 
Anfang der 80er Jahre startete in den USA eine Ninja-Welle, denn man wollte etwas vom Eastern-Kuchen abhaben. Es darf bezweifelt werden, dass „Ninja – Die Killermaschine“ diese Welle ausgelöst hat, doch er gehört jedenfalls zu einem früheren Exemplar dieser Werke. Wie bei vielen dieser Filme hat man es auch hier mit ziemlichen Trash zu tun, doch das tut dem Spaß keinen Abbruch. Man bekommt hier jedenfalls Action-Quatsch erster Güte geboten!
 
 
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Der Vietnamkriegsveteran Cole hat es in Japan zum Ninja-Meister gebracht, was nicht bei allen Ninja auf Gegenfreude stößt. Doch nun reist Cole erst mal auf die Philippinen, um dort seinen alten Kriegsfreund Frank zu besuchen. Der besitzt dort Land, welches ihm ein schmieriger Geschäftsmann abkaufen möchte. Da sich Frank weigert zu verkaufen, versucht es Mr. Venarius mit immer drastischeren Mitteln. Ein Glück, dass Cole mit seinen Kampfkünsten helfen kann. Die Story ist natürlich hauchdünn und dient eigentlich nur dem Zweck ordentlich Gewalt zeigen zu können. Das ist alles sehr hanebüchen, doch dem Freund primitiver Action wird das herzlich egal sein. Auf jeden Fall hatte man ein paar schöne Einfälle und hält das Treiben meist abwechslungsreich. Dass das Ganze dabei recht vorhersehbar ist, stört nicht mal, denn hier bekommt man es mit seichter Actionunterhaltung zu tun, bei der es sogar gut tut, dass die Überraschungen ausbleiben.
 
 
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Die Besetzung ist ordentlich und mit Franco Nero ist nicht nur ein bekanntes Gesicht mit dabei. Zwar hat Nero mit Ninjutsu ungefähr so viel zu tun, wie Jackie Chan mit Wrestling, aber als Actionstar ist er dennoch brauchbar. Mit einem herrlichen Schnäuzer versehen, agiert Nero einfach charmant und markant. Als Gegenspieler bekommt er es mit Shō Kosugi zu tun, der daraufhin als Ninja-Darsteller weltbekannt wurde, hier allerdings noch nicht so viele Auftritte hat. Dafür gibt es Christopher George noch als amüsant-schmierigen Bösewicht zu sehen und auch Zachi Noy, den die meisten wahrscheinlich eher aus der „Eis am Stiel“ Reihe kennen werden, weiß zu gefallen. An weiblicher Front darf Susan George überzeugen und somit gibt es an den Darstellern überhaupt nichts auszusetzen. Die Figurenzeichnung ist natürlich höchst plakativ, doch so will der Zuschauer das in solchen Actionfilmen eigentlich auch gerne haben. Zumindest ist das relativ markant geraten, so dass ein Wiedererkennungswert nicht ausbleibt.
 
 
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Die Inszenierung übernahm Vielfilmer Menahem Golan, der nicht wenige Actionfilme innerhalb seiner Karriere drehte und schon wusste, was er da tut. Das beginnt gleich mit einer langen Actionsequenz, in der erst mal gar nicht gesprochen wird. Erst danach folgt die eigentliche Einleitung, doch auch hier dauert es nicht lange bis zum Mord- und Totschlag. „Ninja – Die Killermaschine“ ist wirklich nicht zimperlich, besitzt einen ordentlichen Bodycount und dreht zum Finale hin noch mal mächtig an der Gewaltschraube. Zwar ist man heute Brutaleres gewöhnt, aber harmlos ist das absolut nicht und die Kills sind sogar erstaunlich abwechslungsreich geraten. Besonders viele tolle Choreographien gibt es eher nicht zu sehen, aber trotzdem unterhält diese Action einfach kurzweilig und spaßig, selbst wenn dem Streifen phasenweise minimal die Luft ausgeht. Das liegt aber eher daran, dass das Ganze kaum Substanz besitzt, denn an sich ist das Tempo immer hoch und es vergehen selten viele Minuten, bis es zur nächsten Action kommt.
 
 
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Handwerklich wurde das Treiben souverän gestaltet und die Schauplätze wissen zu gefallen. Ansonsten ist es am ehesten diese herrliche Atmosphäre, die so zu überzeugen vermag. „Ninja – Die Killermaschine“ nimmt sich manchmal schon ernst, ist aber oftmals auch ziemlich humorvoll und mit platten Sprüchen ausgestattet. Die Komik wechselt dabei zwischen freiwillig und unfreiwillig, so dass der Trashpegel im Endeffekt doch ziemlich hoch ist. Doch das soll hier positiv verstanden werden, denn so wie hier macht 80er-Jahre-Action-Trash einfach Laune. Dass das Geschehen nebenbei noch von einem stimmungsvollen, wenn auch manchmal etwas seltsamen Score begleitet wird, rundet das Ganze gelungen ab.
 
 


 
 
 

NINJA – DIE KILLERMASCHINE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
„Ninja – Die Killermaschine“ stellt puren Nonsens dar und dürfte eigentlich allen Action-Trash-Fans munden. Zumindest wenn man auch die älteren Schinken mag und etwas für die 80er Jahre übrig hat. Dass man von der Story und Figurenzeichnung nichts erwarten darf, sollte niemanden verwundern und dass es von Franco Nero keine professionellen Ninja-Kämpfe zu sehen gibt, ebenfalls nicht. Dafür wird das alles ordentlich gespielt und der Film besitzt eine amüsante Atmosphäre, die einfach Spaß macht. Außerdem gibt es reichlich Action und viel Gewalt zu sehen, die Inszenierung stimmt und das Treiben vergeht relativ kurzweilig. Von daher eine Empfehlung an alle Freunde der primitiven Action!
 
 
 


 
 
 

NINJA – DIE KILLERMASCHINE – Zensur

 
 
 
„Ninja – Die Killermaschine“ ist ein kultige Trash-Actioner aus den Cannon-Studios, der nicht unwesentlich daran beteiligt gewesen ist, dass sich Ninja-Filme in den 1980ern großer Beliebtheit erfreut haben. Leider hatte es der Streifen – wie so viele Filme in den 80ern – nicht leicht bei den Sittenwächtern. Der Streifen wurden in Deutschland nur geschnitten veröffentlicht. Diese gerupfte Fassung beruhte auf der ohnehin schon stark zensierten Fassung aus Großbritannien. Aufgrund diverser zweifelhafter Szenen kein Wunder. „Ninja – Die Killermaschine“ hat einiges an kontroversen Stoff zu bieten, den man in den 80ern schlichtweg aus Filmen schnitt. Darunter Szenen in denen Tiere gequält werden und Aufnahmen mit Waffen – wie Nunchakus und Wurfsternen. Wie bereits heute musste man für die komplette Filmversion über Umwege gehen. Die ungeschnittene Fassung erhielt man in der Schweiz auf der VHS. Doch das ist mittlerweile Schnee von gestern. „Ninja – Die Killermaschine“ wurde 2008 vom Index genommen und die Indizierung aufgehoben. Darauf folgte eine FSK-geprüfte Uncut-Fassung auf DVD durch Ascot. Nun hat es der Film auch in HD-Zeitalter geschafft. Nachdem der Anbieter Infopictures die erste Blu-ray zum Kampffilm im jähr 2012 veröffentlichte, erschien jüngst eine Zweitauflage durch Studio Hamburg. Beide Blu-ray-Fassungen sind komplett.
 
 
 


 
 
 

NINJA – DIE KILLERMASCHINE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Studio Hamburg (KeepCase + Neuauflage)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Enter the Ninja; USA 1981

Genre: Kampfkunst, Action, Drama

Ton: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 99 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: 04.10.2019

 

Ninja – die Killer-Maschine [DVD] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

NINJA – DIE KILLERMASCHINE – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Studio Hamburg)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Bloodsport (1988)
 
Die Rückkehr des Ninja (1983)
 
Ninja III – Die Herrschaft der Ninja (1984)
 

Filmkritik: „John Wick: Kapitel 3 – Parabellum“ (2019)

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JOHN WICK 3

(JOHN WICK: CHAPTER 3 – PARABELLUM 3

Story

 
 
 
Nachdem John Wick im zweiten Teil einen folgenschweren Regelverstoß unternahm, wird nun ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt und er kann nirgends mehr sicher sein.

 
 
 


 
 
 

JOHN WICK 3 – Kritik

 
 
„John Wick“ ist als Reihe schon ein kleines Phänomen. Vor gerade mal fünf Jahren startete der erste Teil ziemlich profitabel, doch der zweite Streich konnte dem sofort einen draufsetzen. Plötzlich war Keanu Reeves wieder mehr als gefragt und daran wird sich so schnell auch nichts ändern. Mit „John Wick: Kapitel 3“ übertraf man die vorherigen Einnahmen erneut enorm und der vierte Teil ist längst beschlossene Sache. Chad Stahelski blieb als Regisseur erhalten, Derek Kolstad schrieb erneut das Drehbuch – Was soll da also großartig schiefgehen? Nicht viel, zumindest nicht, wenn man die vorherigen Teile mochte, denn „Kapitel 3“ macht genau dort weiter und denkt gar nicht daran, viel am bisherigen Stil zu verändern.
 
 
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John Wick hat den größten Fehler aller Zeiten gemacht, denn er hat jemanden im Continental getötet, was man einfach nicht machen darf. Kurze Zeit später wird deshalb auch schon das hohe Kopfgeld auf ihn ausgesetzt und von nun an befindet sich John auf der Flucht vor zahlreichen Killern. Doch auch dem Chef des Continentals, Winston, könnte es an den Kragen gehen, denn weil er John eine Stunde Zeit gegeben hat, zu flüchten, droht ihm nun ebenfalls ein hartes Schicksal. Und mehr gibt die Story auch gar nicht her. „John Wick tötet alles, was sich ihm in den Weg stellt“ – So könnte man die Handlung in einem Satz beschreiben. Das war bisher aber eigentlich nie anders und soll deshalb auch kein großer Kritikpunkt sein. Was dieses Drehbuch weiterhin interessant macht, ist die Tatsache, dass das eigene Universum, in dem man sich von Anfang an befindet, weiter ausgebaut wird. Plötzlich wird von einem Ältesten gesprochen, es gibt eine Richterin und der Hohe Rat wird immer wieder erwähnt. Dadurch gewinnt diese Geschichte kaum an Tiefe, doch man fühlt sich fast wie in einer Fantasy-Welt, in der eben ganz eigene Regeln herrschen. Weil man damit gut umzugehen weiß und das Pulver nicht zu schnell verschießt, bleibt das zumindest im Ansatz interessant.
 
 
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Viel wichtiger ist aber sowieso die Action und die Regel besagt nun mal, dass es in Fortsetzungen immer noch turbulenter zur Sache gehen muss, als in den Vorgängern. Das wird ab einem gewissen Punkt schwierig, aber Stahelski und Kolstad fallen da noch genügend Dinge ein, wie man das Geschehen abwechslungsreich halten kann. Egal ob eine Verfolgungsjagd auf einem Pferd oder auf einem Motorrad, egal ob Schießerei, Schlägerei oder Messerstecherei – In „Kapitel 3“ gibt es zahlreiche kreative Ideen, die Spaß machen. Hunde kommen dabei auch zum Einsatz, was in dieser Reihe natürlich Pflicht ist, bisher aber nie so konsequent ausgeführt wurde. Wenn John Wick zur Waffe greift, stapeln sich die Leichen und der Bodycount nähert sich schon bald dem dreistelligen Bereich. Das ist eigentlich ungemein brutal und verdient seine Freigabe ab 18 Jahren, wirkt nebenbei aber schon fast grotesk. Weh tut diese Form der Gewalt gar nicht mehr und obwohl so viele Menschen sterben, wünscht man sich manchmal etwas mehr intensive Szenen. Stattdessen gibt es nicht selten ein Augenzwinkern, denn das Schauen soll ja Spaß machen. Auf Logik wird dabei gepfiffen; John Wick ist sowieso unsterblich und wenn ihn tausende von Kugeln nicht erwischen, dann wird das schon seinen höheren Zweck haben. Die Laufzeit wurde passenderweise auch noch mal erhöht, so dass man sich nun bereits bei 132 Minuten (mit Abspann) befindet. Etwas kürzer hätte das Ganze ausfallen dürfen, aber es ist immer noch erstaunlich kurzweilig und unterhält einfach gut.
 
 
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Das wichtigste Gesicht ist und bleibt bei „John Wick“ selbstverständlich Keanu Reeves, der sich in Topform befindet und diese Rolle so schnell wohl nicht mehr aufgeben wird. Schauspielern muss er dabei eigentlich gar nicht mehr und Text besitzt er ebenfalls nicht besonders viel. Reeves beeindruckt eher auf physischer Ebene und macht sich in den Kampfszenen, die teilweise wieder spektakulär choreographiert wurden, ordentlich. Seiner Figur gibt es kaum noch etwas hinzuzufügen, so dass er zum platten Rache-Engel wird, der aber dennoch seine Sympathien behalten darf. Der Rest der Darsteller wird eher episodenhaft abgearbeitet. Da hätten wir ziemlich zu Beginn einen Auftritt von Anjelica Huston, dann schaut kurz Laurence Fishburne vorbei und Halle Berry darf in der etwas umstrittenen Casablanca-Episode präsent sein. Zum Finale hin bekommt Ian McShane zum Glück noch mehr Auftritte spendiert und Lance Reddick schaut man in seiner Rolle ebenfalls noch immer gerne zu. Als Endgegner gibt es dieses Mal Mark Dacascos zu sehen, der seine Sache doch relativ humorvoll angeht. Manchmal wird das zwar alles etwas arg albern und die Coolness wirkt teilweise zu aufgesetzt, doch amüsant ist das Treiben schon und die Darsteller sind auf jeden Fall markant genug, um ihren eindimensionalen Charakteren etwas mehr Leben einzuhauchen. Der letzte Star des Filmes ist der Score, der sehr viel und sehr unterschiedlich eingesetzt wird. Das macht meistens Laune und passt sehr gut.
 
 
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JOHN WICK 3 – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
„John Wick – Kapitel 3“ ist stumpfes Actionkino, welches nur dem simplen Zweck der Unterhaltung dient und weil er gut unterhalten kann, ist er eben auch gut gelungen. Großartige Änderungen im Konzept sollte niemand erwarten. Wieder mal gibt es kaum Story, aber weil das Drumherum noch weiter ausgedehnt wird, wird es nicht langweilig diesem Hauch an Handlung zu folgen. Wieder mal metzelt sich John Wick durch die Gegend und ist einfach nicht totzukriegen. Und wieder mal ist die stylishe Action die Hauptattraktion. Die Kulissen sehen echt schick aus, die Actionszenen sind abwechslungsreich gestaltet und an Gewalt fehlt es natürlich auch nicht. Die Darsteller sind ordentlich und die Figurenzeichnung war sowieso von Anfang an zu vernachlässigen. Wem die Reihe bisher gefallen hat, macht also eigentlich nicht viel verkehrt mit „Kapitel 3“ und wenn am Ende der nächste Cliffhanger herausgehauen wird, freut man sich schon irgendwie auf den nächsten Teil. Stupide Kost, die aber einfach Spaß macht!
 
 
 


 
 
 

JOHN WICK 3 – Zensur

 
 
 
„John Wick – Kapitel 3“ ist ziemlich deftig und im direkten Vergleich zu den Vorgänger noch brutaler und blutiger ausgefallen. Umso verwunderlicher, dass der Streifen von der FSK eine ungeschnittene Freigabe ab 18 Jahren erhalten hat. Filmfans und Liebhaber der beiden ersten Teile können bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

JOHN WICK 3 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Concorde Home Entertainment (KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: John Wick: Chapter 3 – Parabellum; Marokko | Russland | Spanien | USA 2019

Genre: Action, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 132 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Parabellum: Das Vermächtnis der Hohen Kammer, Excommunicado, Das Ziel vor Augen, Aufsatteln, Mr. Wick!, Motorräder, Klingen, Brücken und Bits, Das Continental in der Wüste, Dog Fu, Das Haus aus Glas, Aufnahme für Aufnahme, Deutscher Kinoteaser, Deutsche und Original-Kinotrailer

Release-Termin: 04.10.2019

 

John Wick: Kapitel 3 [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

JOHN WICK 3 – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Concorde Home Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
John Wick (2014)
 
John Wick: Kapitel 2 (2017)
 
The Equalizer (2014)
 
The Equalizer 2 (2018)
 
The Punisher (2004)
 
Punisher: War Zone (2008)