Filmkritik: „Truck Turner – Chicago Poker“ (1974)

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TRUCK TURNER – CHICAGO POKER

(TRUCK TURNER | BLACK BULLET)

Story

 
 
 
Truck Turner (Isaac Fucking Hayes) verdingt sich nach dem verletzungsbedingten Ende seiner Football-Karriere in Los Angeles als Kopfgeldjäger. Auf der Suche nach dem flüchtigen Luden Gator gerät Turner in einen Revierkampf zwischen brutalen Zuhälterfraktionen. Der fieseste unter den Nuttenhauern ist Harvard Blue (Yaphet Kotto), der sich gerne den Kopf des Kopfgeldjägers über den Kamin hängen würde.

 
 
 


 
 
 

TRUCK TURNER – Kritik

 
 
Ein Film aus dem Fundus der American International Pictures (AIP) könnte nicht mal dann enttäuschen, wenn er es versucht. Was nicht heißen soll, dass TRUCK TURNER eine Enttäuschung wäre. Im Gegenteil! Roger Cormans langjähriges Heimatstudio versteht in den Seventies auch, die innerstädtischen Kinos, maßgeblich von einem schwarzen Publikum besucht, mit perfekt aufgezogenen Billigreißern zu beliefern. Dabei wird das Script des Films anfänglich für einen weißen Schauspieler geschrieben. Lee Marvin oder Ernest Borgnine sind im Gespräch für den Part des Bounty Hunters. Knarzige Altherren-Action also. Interessant, so aber besser.
 
 
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TRUCK TURNER funktioniert nach den liebgewonnenen Mustern des Black-Action-Cinema. Kampf der afroamerikanischen Alpha-Wasserbüffel in grausigen Garderoben vor urbaner Kulisse. Die Herren sind gleichermaßen gewaltbereit und übercool und selbst im Angesicht wildester Schlägereien wäre, wenn nötig, genug Hoden-Überdruck vorhanden, eine der scharfen Afro-Schnitten zu bespaßen, die mindestens genau so tough redet und handelt wie die Herren der Schöpfung. Das Betrachten eines Blaxploitation-Films dürfte in jedem feministischen Universitätsfilmclub zu spontanen Selbstentzündungen im Publikum führen.
 
 
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TRUCK TURNER (hierzulande übrigens früher CHICAGO POKER, obwohl er in LA spielt. Deutschland, meine Damen und Herren, Deutschland!) läuft in den USA als tatsächlicher B-Film (also Film Nummer zwei eines Double Features) für den genialen FOXY BROWN, ist aber auch separat ein Knüppel. Bei dieser Besetzung ja auch nicht weiter verwunderlich.
 
 
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Isaac Hayes (1942 – 2008), sagenhaft kreativer Musiker und Songschreiber des besseren Soul und Funk, landet mit seinem „Theme From Shaft“ Anfang 1971 einen Crossover-Hit, der nicht nur die Charts stürmt, sondern auch noch die Soundtrack-Blaupause zum Blaxploitation-Genre wird. Es folgen Jahre des Prominenz-Exzesses, Kokain, schlechte Weiber und schlechtere Finanzberatung. Dafür aber auch Auftritte in Kultprogrammen wie John Carpenters DIE KLAPPERSCHLANGE, wo er den Gangsterboss Duke Of New York spielt. Die Musik von TRUCK TURNER übernimmt er natürlich auch.
 
 
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Später Comeback-Erfolg ist dem Mann mit der tiefen Stimme als Chefkoch im wilden Erfolgs-Cartoon SOUTH PARK vergönnt. Er spricht und singt die Parts des stets potenten Cafeteria-Küchenmeisters mit jederzeit hörbarer Freude an der Sache ein. Seine immer deutlich unter der Gürtellinie landenden Sprüche sind wichtiger Beitrag zum frühen Erfolg der langlebigen Serie von Matt Stone und Trey Parker bis sich der bekennende Scientologe mit den beiden Machern überwirft. Grund ist natürlich eine Folge über L. Ron Hubbards kontroverse Science-Fiction-Sekte aus Kalifornien.
 
 
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Nichelle Nichols, die echte Uhura aus RAUMSCHIFF ENTERPRISE spielt mit, dann als blutgeiler Pimp der gewohnt intensiv agierende Yaphet Kotto, den’s ja leider auch dieses Jahr erwischt hat. Turners Auftraggeber spielt Dick Miller, den jeder Filmfan in mindestens fünf Filmen gesehen hat, wofür man ihm die Filmbiografie THAT GUY DICK MILLER geschenkt hat.
 
 


 
 
 

TRUCK TURNER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Populärer Blaxploitation-Standardfilm in großartiger Qualität. Isaac Hayes, der sich auf einem Plattencover auch mal ordentlich größenwahnsinnig Black Moses nannte, erfreut den Bahnhofskino-Freund als lässiger Sex- und Fressevoll-Gott im brütenden Los Angeles der Wilden Siebziger. TRUCK TURNER ist ein Beispiel für einen Genrefilm, bei dem tatsächlich alles stimmt.
 
 


 
 
 

TRUCK TURNER – Zensur

 
 
 
TRUCK TURNER ist ein Kultfilm, der während der Blaxploitation-Welle in den 70er-Jahren erschien und in Deutschland um zehn Minuten gekürzt auf VHS-Kassette veröffentlicht wurde. Diese Fassung wurde im Jahr 1984 indiziert. 20 Jahre stand der Streifen auf dem Index. Erst im September 2011 erfolgte eine Neuprüfung, die dem Kultfilm eine FSK16 in der ungeschnittenen Fassung attestierte. Die nun erhältliche Blu-ray besitzt einen roten FSK-Flatschen. Der Grund ist im von der FSK höher eingestuftem Bonusmaterial zu suchen, denn der Streifen selbst besitzt eine Jugendfreigabe. Die Blu-ray-Fassung des Streifens ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

TRUCK TURNER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM RECORDS (Blu-rays + DVDs in 6 Mediabooks)

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(c) NSM RECORDS (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Black Bullet; USA 1974

Genre: Thriller, Krimis, Action

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 91 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase | Mediabook

Extras: Die ehemaligen nachsynchronisierten Fehlstellen wurden 2020 nochmal neu nachsynchronisert und ersetzen die bisherige Nachsynchro, Trailer, Radio-Spots | zusätzlich im Mediabook: 24-seitiges Booklet mit Text von Mike Blankenburg, Film auf DVD

Release-Termin: KeepCase: 24.09.2021 | Mediabook: 18.12.2020

 

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TRUCK TURNER – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei NSM RECORDS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Hammer (1972)
 
Wenn es Nacht wird in Manhattan (1970)
 
Coffy – die Raubkatze (1973)
 

Filmkritik: „Die Todeskandidaten 2“ (2015)

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DIE TODESKANDIDATEN 2

(THE CONDEMNED 2)

Story

 
 
 
Will Tanner (WWE-Wrestling-Lumpenhund Randy Orton) ist Teil eines desaströsen Einsatzes gegen die Veranstalter eines perversen Menschenjagd-Games, das seinen kriminellen Machern im Netz dicke Dollars macht. Er kehrt zurück in die karge Kulisse seiner ländlichen US-Heimat und leckt sich die Wunden. Als plötzlich Anschläge auf Tanners Leben stattfinden, muss der Kämpfer feststellen, dass die Zielpersonen ganz genau wissen, wer es auf sie abgesehen hatte und jetzt den nächsten Schritt unternehmen.

 
 
 


 
 
 

DIE TODESKANDIDATEN 2 – Kritik

 
 
Als die Welt noch nicht ganz am Arsch war, ist man für solche Filme in die Videothek seines Vertrauens eingekehrt und durfte auf der heimischen Couch des Schicksals Stunden stumpfsinniger Herren-Zufriedenheit verleben. Schauspielende Kampfsport-Bestien zeigen gegen Armeen gesichts- und charakterloser Bösewichter, was der Mann vom Fach mit Fäusten, Tritten und einem vernünftigen Waffenarsenal anrichten kann und sind sich im besten Falle darüber im Klaren, auch diese Saison nicht im Rennen um den Oscar anzutreten.
 
 
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Menschenjagd-, und Einer-gegen-alle-Filme wie DIE TODESKANDIDATEN 2 sind – jetzt lassen wir mal den Filmwissenschaftler raushängen – seit 1932 eine der Säulen des Actionkinos. Da hetzt nämlich bereits der übergeschnappte Aristokrat Zaroff seine Opfer über die Sets des Original-KING-KONG-Films. Ach ja, der Film heißt natürlich GRAF ZAROFF – GENIE DES BÖSEN, Original: THE MOST DANGEROUS GAME und ist grob geschätzt 300 mal neu verfilmt worden. Meistens inoffiziell, mal offiziell (jetzt gerade auf Amazon Prime, liebe Kinder).
 
 
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Hier ist’s Kopfgeldjäger Will Tanner, der eigentlich einer mafiösen Gang von Mordshow-Veranstaltern das Geschäft versauen will. Der Einsatz verunglückt und zurück in der Redneck-Idylle seiner amerikanischen Heimat wird der Jäger, wie man so schön sagt, selbst zum Gejagten. Routiniert reißt er dem prämiengeilen Gesindel die Ärsche auf bis zum Nacken und hält sich nicht mit Kinkerlitzchen wie charakterlicher Tiefe und ausziseliertem Minenspiel auf. Weil er es auch nicht muss, verdammt noch eins! Irrwitzige Buddy-Movie-Einsprengsel gibt’s als Bonus, wenn Tanners Vater, gegeben von der mittlerweile One-Man-Exploitation-Show Eric Roberts, anrückt und seinem Junior das Leben schwer macht. Er meint es ja nur gut.
 
 
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DIE TODESKANDIDATEN 2 als Sequel des gleichnamigen Reißers von 2007 zu sehen, kann nur nach hinten losgehen. Wenn im Erstling „Stone Cold“ Steve Austin als verdeckter Ermittler die übelsten Mörder des Planeten eigenhändig zur Schlachtbank führt, findet das dermaßen knüppelhart und in den Actionszenen fast schon so cartoonhaft brutal statt, wie man es von einem „so nebenbei“ erschienenen Actionfilm mit Wrestling-Connection absolut nicht erwarten konnte. Ja, THE CONDEMNED dürfte der beste Film sein, den die Film-Tochter vom World Wrestling Entertainment bis dato hinbekommen hat.
 
 
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Diesen Elefanten aus dem Raum gescheucht, kann man DIE TODESKANDIDATEN 2 als den soliden Teller Action-Hausmannskost nach alter Väter Sitte genießen, der er ist. Ring-Sauhund Randy „The Viper“ Orton in der Hauptrolle hat definitiv Film-Potential, wäre aber in einer Rolle als Bad Guy deutlich besser aufgehoben. Der Kerl strahlt auch als Held einfach eine spezielle, vollendete Arschlochhaftigkeit aus, die er – so konnte ich als Nicht-Kenner modernen Wrestlings eruieren – in seiner Haupt-Karriere seinem Publikum auch seit Jahren meisterlich vor den Latz knallt.
Da sind die Baddies, denen Orton hier im Film die Leviten liest, beinahe farblose Bodycount-Kandidaten. Bis auf die beiden Chefs natürlich! Wes Studi, amerikanischer Indianer (ja, das sagt man eigentlich nicht mehr), ist seit Jahrzehnten auf der Leinwand zu sehen und liefert auch hier Qualität ab. Der Big Boss des Todesspiel-Programms ist Baccaro. Der wird gespielt von Steven Michael Quezada, den man hauptsächlich als Drogencop Steve in der Über-Serie BREAKING BAD kennt. Sein Turn zum skrupellosen Business-Psycho in DIE TODESKANDIDATEN 2 weist ihn als fähigen Schauspieler aus. Macht Spaß.
 
 
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DIE TODESKANDIDATEN 2 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Vielleicht ist das eine angenehme Nebenerscheinung des gegenwärtig atemlos geschlagenen Kampfs um die Erhältlichkeit eines jeden Filmes zu jeder Zeit, wenn sich unter dem Radar millionenteurer Großproduktionen und aufwändig ausgestatteter Neu-Editionen großer Titel ein neues, verlässliches B-Action-Spielfeld entwickelt! DIE TODESKANDIDATEN 2 ist ein unterhaltsames, saftiges Männerfilm-Steak alter Schule und tut, was getan werden muss: Unterhalten!
 
 


 
 
 

DIE TODESKANDIDATEN 2 – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Die Todeskandidaten 2“ erscheint sechs Jahre nach seiner Veröffentlichung in den Vereinigten Staaten zum ersten Mal synchronisiert in Deutschland über NSM RECORDS. Der Film ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren. Anders als sein Vorgänger blieb ihm die Indizierung erspart. Actionfilmfans wird das freuen.
 
 
 


 
 
 

DIE TODESKANDIDATEN 2 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM RECORDS (Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover D)

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(c) NSM RECORDS (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Condemned 2; USA 2015

Genre: Thriller, Action

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 90 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase | Mediabook

Extras: Audiokommentar von Dominik Starck, Hinter den Kulissen: Drones, Hinter den Kulissen: Fight, deutscher Trailer, Originaltrailer | zusätzlich im Mediabook: 24-seitiges Booklet von Nando Rohner, Film auf DVD

Release-Termin: KeepCase: 27.08.2021 | Mediabook: 26.02.2021

 

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DIE TODESKANDIDATEN 2 – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei NSM RECORDS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Die Todeskandidaten (2007)
 
Running Man (1987)
 
The Hunt (2020)
 

Filmkritik: „The Ultimate Weapon“ (1998)

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THE ULTIMATE WEAPON

Story

 
 
 
Nachdem ein Söldner eigenmächtig gehandelt hat, wird seine Tochter von einem skrupellosen Verbrecher entführt. Da sich das nicht gehört, hagelt es bald Leichen.

 
 
 


 
 
 

THE ULTIMATE WEAPON – Kritik

 
 
Der ehemalige Wrestler Hulk Hogan hat es schon früh zu einer echten Berühmtheit gebracht. Schon damals war es nicht so unüblich, dass sich Wrestler auch mal im Filmbusiness ausprobieren und so machte das auch Hogan. Seine Filme beschränkten sich jedoch überwiegend auf albernen Kinderkram, der für den Erwachsenen teilweise schwer zu ertragen war. Abgesehen von „Der Ritter aus dem All“ befindet sich eigentlich kein hochwertiges Werk in der Filmographie von Hogan. 1997 sollte dann ein Richtungswechsel stattfinden. Nun versuchte sich Hogan an ernsten Rollen und harten Actionfilmen. Auch hier war er nicht erfolgreich. Woran das liegt, sieht man an „The Ultimate Weapon“.
 
 
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Der Söldner Cutter will eine letzte Mission durchziehen, die sich gegen Waffenschmuggler richtet. Als Cutter bemerkt, dass er von seinem Auftragsgeber betrogen wurde und die Waffen in terroristische Hände gelangen sollen, zerstört er sie eigenmächtig. Damit macht er einen Senator ziemlich sauer und als dieser herausfindet, dass Cutter eine Tochter hat, will er sie auch gleich entführen. Dummerweise hat Cutter keine gute Beziehung zu seiner Tochter, aber jetzt muss er sie natürlich befreien.
Mit dem Drehbuch gewinnt man sicherlich keine Innovationspreise, aber das muss bei simpler Action ja auch gar nicht sein. Die Prämissen sind oftmals total schlicht und an sich hätte die Story genügend Potenzial hergegeben, nur leider wird sie ziemlich lahm erzählt. Überraschungen gibt es keine und der gesamte Verlauf ist völlig vorhersehbar. Das wäre an sich zu verkraften, wenn man den Fokus mehr in Richtung Action gelenkt hätte, aber dafür fehlte „The Ultimate Weapon“ wohl das Budget.
 
 
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So konzentriert sich Regisseur Jon Cassar, der erst hinterher mit der Serie „24“ so erfolgreich werden sollte, im mittleren Teil auf einen lahmen Drama-Handlungsstrang, der den Zuschauer völlig kalt lässt. Hier geschieht nichts, was interessant wäre und dass man für diese Szenen kein großes Geld brauchte, lässt sich klar erkennen. Das ist zwar handwerklich solide gemacht, aber eben ganz schön langweilig und ereignislos. Immerhin gibt es am Anfang und am Ende jeweils zwei ausgedehnte, gut gemachte Actionszenen. Der Einstieg weckt somit falsche Hoffnungen, fällt aber noch ganz passabel aus. Das Finale rettet „The Ultimate Weapon“ nicht, sieht jedoch trotzdem hübsch aus, bietet nochmal eine gute Portion Action und auch die nötige Portion Gewalt. Die Shoot-outs sind nicht harmlos, aber die Freigabe ab 18 Jahren wirkt aus heutiger Sicht dennoch etwas überzogen. Allgemein ist die Inszenierung schon ganz brauchbar und sauber gemacht, ist der Streifen durchaus und trotzdem mangelt es erheblich an Schauwerten und an einem Wiedererkennungswert.
 
 
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Daran kann auch ein Hulk Hogan nichts ändern. In den Rollen, in denen er sich zum Affen machte, bewies Hogan stets Humor, Selbstironie und das Ergebnis war dann doch irgendwie sympathisch. In „The Ultimate Weapon“ versucht er nun komplett ernst zu spielen und dieses Ergebnis fällt schon weitaus enttäuschender aus. Das wirkt alles sehr verkrampft, erzwungen, plump und holprig. Dass aus Hogan kein echter Actionstar wurde, wundert einen nach diesem Film jedenfalls nicht. Die restliche Besetzung kann auch nicht viel reißen. Carl Marotte ist fehlbesetzt und Daniel Pilon spielt einen stereotypischen, nichtssagenden Bösewicht. Lediglich Cynthia Preston lässt noch ein wenig Charme aufkommen. Die Figurenzeichnung ist langweilig und funktioniert nicht. Alle Charaktere wirken künstlich, konstruiert und sind ein reines Mittel zum Zweck. Somit kommen keinerlei Sympathien auf und die Figuren sind dem Zuschauer schlichtweg egal.
 
 
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Für einen richtigen Actionreißer bietet „The Ultimate Weapon“ zu wenig Action und für die Drama-Anteile ist die Figurenzeichnung zu schlecht. Dass man sich nicht durchgehend langweilen muss, liegt an dem soliden Start und dem versöhnlichen Ende. Alles, was dazwischen geschieht, kann man verkraften, aber Spaß kommt hier sicherlich keiner auf. Auch die Atmosphäre erfüllt ihren Zweck selten. Das ist zwar teilweise reißerisch, aber niemals genug. Ein paar unfreiwillig komische Szenen lassen den Trash-Faktor automatisch nach oben schnellen, doch so richtig amüsant wird das trotzdem selten, denn dafür ist das Geschehen einfach zu trocken. So bekommt man im Endeffekt 95 Minuten Laufzeit geboten, die nicht schrecklich langatmig sind, aber am ehesten für einen gemütlichen Sonntag-Mittag, an dem man vielleicht noch ein bisschen dösen möchte, taugen.
Der Score ist okay, fällt aber nicht sonderlich auf.
 
 


 
 
 

THE ULTIMATE WEAPON – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
„The Ultimate Weapon“ ist ein recht lahmer Actionfilm, der zwar am Anfang und am Ende in diesem Bereich überzeugen kann, ansonsten jedoch keinerlei Highlights zu bieten hat. Die Inszenierung ist ganz sauber und die vorhandene Action wurde solide gestaltet, aber das Drama funktioniert überhaupt nicht und die Figurenzeichnung ist absolut öde. Aus der simplen Story hätte man mit mehr Budget sicherlich auch mehr herausholen können. So bleibt dem Zuschauer am ehesten ein Hulk Hogan, der beweist, dass er wirklich kein guter Schauspieler ist. Ihm dabei zuzuschauen, macht nicht gerade Spaß, aber auch die restlichen Darsteller bekleckern sich nicht gerade mit Ruhm. Das ist zwar niemals ärgerlich langweilig, besitzt aber im mittleren Teil dennoch zu viele Längen und ist am Ende weder trashig, noch amüsant oder brachial genug. Für Fans von Hogan vielleicht mal eine Sichtung wert, für Fans guter Actionfilme verzichtbar!
 
 


 
 
 

THE ULTIMATE WEAPON – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „The Ultimate Weapon“ war bereits bei seiner Erstveröffentlichung auf VHS ungeschnitten und frei ab 18 Jahren. Der Streifen lief sogar bereits im Free-TV geschnitten ab 16 Jahren. Die nun erhältliche HD-Fassung des Actionfilmklassikers ist ebenso ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE ULTIMATE WEAPON – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM RECORDS (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Ultimate Weapon; Kanada 1998

Genre: Action

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 95 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase | Mediabook

Extras: Erstmals als Blu-Ray (Digital remastered in 2K), Originaltrailer | zusätzlich im Mediabook: 24-seitiges Booklet von Mike Blankenburg, Film auf DVD

Release-Termin: KeepCase: 27.08.2021 | Mediabook: 26.03.2021

 

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THE ULTIMATE WEAPON – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei NSM RECORDS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Shadow Warriors – Rache um jeden Preis (1999)
 
Das Phantom-Kommando (1985)
 

Filmkritik: „Hellkat: Fight for your Soul“ (2021)

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HELLKAT: FIGHT FOR YOUR SOUL

(HELLKAT)

Story

 
 
 
Eine MMA-Kämpferin mit Narbe am Hals gerät an einen mysteriösen Mann, der sie in dieser endlosen, düsteren Nacht zu einer Bar mitnimmt…

 
 
 


 
 
 

HELLKAT – Kritik

 
 
79 Minuten brutale Action gegen Dämonen, so wird dieser Film verkauft – direkt zu Beginn die Titlecard, kein Rumgeplänkel also, direkt ins Getümmel stürzen. Haha. Was hier stattdessen auf den nichtsahnenden Zuschauer wartet, ist einer der billigsten, langweiligsten und enttäuschendsten Filme, die man auch ohne Erwartungshaltung zu sehen bekommen hat in den letzten Jahren. Denn „Hellkat: Fight for your Soul“ ist ein Film mit quasi vier Sets, mit drei Stationen, mit wenigen Darstellern und Ideen – heißt also, diese wenigen Ideen und Sets müssen dafür sitzen, unterhalten, Spaß machen.
 
 
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Station I und der Beginn von II sind dabei die mit Abstand gelungensten Stellen des Films, denn trotz des furchtbaren CGIs direkt bei der ersten Einstellung und trotz des furchtbaren CGI-Bluts später gibt es hier so etwas wie Hoffnung. Eine wortkarge, toughe Frau mit Narbe und Tattoo am Hals fährt durch die Nacht und wird schnell von einem undurchsichtigen, Monologe haltenden Typ mitgenommen, der sich alsbald als Dämon oder gar der Teufel herausstellt und einen Kopfschuss kassiert, den er aber ohne Weiteres wegsteckt. Dazu etwas instrumentale Country-Musik, die aber nicht unatmosphärisch ist, eine nette, handgetrickste Fleischwunde und etwas rot-blaues Neonlicht, ich war doch ganz unterhalten. Nicht falsch verstehen, zu diesem Zeitpunkt ist „Hellkat: Fight for your Soul“ bereits billig und weit weg von einem „guten Film“, doch 4 Punkte wären allemal drin gewesen.
 
 
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Und das gar für die gesamten ersten 26 Minuten, denn diese gingen trotz zu langer, zu schlecht abgemischter Dialoge überraschend kurzweilig und zügig um, beinhalteten ein paar hübsche Einstellungen sowie ein schickes Graffiti, dazu ist die Bar ansprechend inszeniert, die Musik exzellent authentisch knackend produziert und auch die glatzköpfigen, Lederjacken tragenden Rocker mit Aggressionsproblem scheinen erste Actionszenen, sowie einen Synthie-Beat im Soundtrack zu triggern. Doch als diese beiden Antagonisten dann mit wenigen, unspektakulären Schlägen „mal eben“ zu Strecke gebracht werden und es danach zurück zur Bar geht, für weiteres Overacting und langsam nervende, anstrengende Monologe von Ryan Davies als dauergrinsenden Teufel, kamen die ersten, berechtigen Fragezeichen auf.
 
 
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Schließlich befinden wir uns inzwischen eine halbe Stunde in diesem 79 Minuten kurzen Film und haben noch immer keine Actionsequenz, keinen längeren Kampf bekommen, aber auch keine wirkliche Story, Spannung oder sonstige Unterhaltung, bis auf audiovisuelle Schmankerl und einen (in Zahlen: 1) netten Effekt. In den nächsten zehn Minuten zur Halbzeit dieses verzweifelten Unterfangens hin verfliegen dann endgültig jede Unterhaltung oder Anspannung und schiere Ödnis bleibt: Kats Tattoo wird ausbuchstabiert, Davies darf weiter monologisieren und dabei massiv nerven, erst nach der Hälfte der Laufzeit steigt ein erster, uncharakterisierter Kämpfer endlich eine unverputzte Treppe hinunter, um in einen Ring mit ein paar Neon-Röhren zu steigen.
 
 
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Und somit sind wir also bei den unerträglichen nächsten beiden Stationen des Films angekommen, deren minimalistische Inszenierung und Settings endgültig in Trash-Tiefen waten: Ein ungeschmückter, beliebiger Raum mit Krankenliege und Pestmaske tragendem, im Akzent sprechendem „Doktor“ sowie ein zu dunkler, zu großer Raum mit einem einzelnen Ring und zwei Neon-Röhren, fertig ist scheinbar das Purgatorium, in dem es um seine Seele zu kämpfen gilt – und ja, die gesamte erste Hälfte des Films diente einzig dazu, Zeit totzuschlagen und diese Ein-Satz- Prämisse zu „erklären“. Taugen die Kämpfe denn wenigstens? Nein, tun sie nicht, mehr noch: Wäre diese unfassbar quälende, anstrengende, unwitzige Performance von Ryan Davies nicht, die Kämpfe wären der absolute Tiefpunkt dieser peinlichen Aktion: Mit regelmäßiger Zeitlupe unterlegt und immerhin mit recht langen Einstellungen gefilmt, bietet „Hellkat“ ZUSAMMEN genommen vielleicht 5 Minuten an Kampfszenen, im immerselben Setting, gegen beliebige, austauschbare, peinliche Gegner.
 
 
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Und wenn ich „peinlich“ sage, dann meine ich wirklich „Karnevalsmasken und Grunz-Geräusche“, „ein deplatzierter Wookie (?!) mit etwas Farbe im Gesicht“, „undefinierbare Schweinekreatur die quiekt“ und natürlich alles davon normale Menschen, bis auf die jeweilige Kopfbedeckung. Kreaturen-Design wirklich, das man ohne jegliches Geld oder Talent selber auf dem lokalen Spielplatz inszenieren kann – was nur besser klappte, das es sich nicht ernst nähme. Wie hier aber wirklich diese absurden Trash-Soldaten mit ihren Discounter-Masken und unerklärten Charakteren für eine Bedrohung sorgen sollen, egal ob beim Zuschauer oder den ebenfalls unbekannten Kämpfern, die ihr trauriges Trashfilm-Dasein neben unserer Protagonistin fristen, ist mir schleierhaft.
 
 
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Wie dem auch sei, Davies rennt breit grinsend im Anzug herum und kriegt später noch eine ebenfalls extrem anstrengend overactende, ebenso unerklärte Dragqueen an seine Seite gestellt, die nichts zum Film oder Plot hinzufügt, einer der Gegner sieht aus wie ein verworfenes Lordi-Bandmitglied, die Synthie-Beats schwanken zwischen nett und allzu cheesy, der Doktor darf immer wieder zu lange, pseudophilosophische Monologe halten und sonst offscreen die Wunden unserer Kämpfer zusammenflicken.
 
 
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Die Lore des Films und des Platzes wird damit erklärt, dass man, wenn man stirbt, in diese Vorhölle kommt, dort dann entweder rauskommt und eine Chance erhält, oder aber stirbt und sich in ein „Monster“ verwandelt. Stirbt man als Monster, ist man ganz tot. Nichts davon wird je wieder relevant oder für den nicht existenten Plot genutzt. Nach 50 Minuten gab es zwei sehr kurze Kampfszenen in diesem „Actionfilm“ und natürlich nichts, das annähernd an eine Hölle oder einen Horrorfilm erinnert. Langweilige Choreographien ohne Dynamik oder Spannung, in Faschingsmasken, mit unpassender Zeitlupe – man erinnert sich an ein klobiges, misslungenes Videospiel aus den 00er-Jahren erinnert, nicht an einen zeitgenössischen Film.
 
 
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Das „Finale“ versucht sich noch krampfhaft an einer Überraschung, überrascht aber niemanden mehr, es gibt Offscreen-Splatter, was so ziemlich die sinnloseste Entscheidung überhaupt ist in einem Film wie diesem, dazu ist der Konflikt noch tatsächlich der, in diesem toughen Actioner, dass unsere Protagonistin nicht mehr kämpfen will. Das Ende nimmt dann die mit Abstand billigste, belangloseste und enttäuschendste Route aus diesem Schlamassel, und macht nur noch enttäuschter, oder wütender.
 
 


 
 
 

HELLKAT – Fazit

 
 
 
1 Punkt
 
 
Genreloses Totalversagen das weder Action-, Trash-, noch Horrorfans irgendwas bieten kann bis auf ein paar hübsche Einstellungen in der ersten Hälfte. Extrem anstrengend und nervig gespielt, ohne Talent, Witz oder Geld inszeniert, belanglos und ärgerlich.
 
 


 
 
 

HELLKAT – Zensur

 
 
 
Der rote FSK-Flatschen auf der Heimkinoveröffentlichung von „Hellkat: Fight for your Soul“ ist eine kleine Täuschung. Der Streifen wurde von der FSK in der ungeschnittenen Filmfassung ab 16 Jahren freigegeben. Wegen höher eingestuften Trailern zu anderen Veröffentlichungen des Labels auf der Scheibe, ist aber auf dem Blu-ray- und DVD-Cover eine rote 18 zu sehen.
 
 
 


 
 
 

HELLKAT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Hellkat; USA 2021

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 79 Minuten

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray aber wegen Bonusmaterial: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 06.08.2021

 

Hellkat: Fight for your Soul [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

HELLKAT – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Mortal Kombat (2021)
 
Raze – Fight or Die! (2013)
 
Arena (2011)
 
The Human Race (2013)
 
Die Insel der Verdammten (1982)
 
Game of Assassins (2013)
 
Die Todeskandidaten (2007)
 

Filmkritik: „In den Fängen des Wolfes – The Bygone“ (2019)

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IN DEN FÄNGEN DES WOLFES – THE BYGONE

(THE BYGONE)

Story

 
 
 
Als ein junger Cowboy einer Indianerin hilft, soll sich dies bald für ihn rächen, denn damit deckt er Geheimnisse der ansonsten so idyllischen Kleinstadt auf.

 
 
 


 
 
 

IN DEN FÄNGEN DES WOLFES – Kritik

 
 
Nicht nur der Western, sondern auch der Neo-Western erlebt immer mal wieder eine neue Veröffentlichung. Wenn das Ganze dann mit schweren Themen dient und ein Regie-Debüt darstellt, darf man sowohl neugierig, als auch vorsichtig sein. „In den Fängen des Wolfes“, oder auch „The Bygone“ im Original, ist durchaus ambitioniert, will am Ende aber doch etwas zu viel und verliert deshalb immer mal wieder den Fokus.
 
 
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Der junge Cowboy Kip wird eines Abends Zeuge, wie eine Frau in einem Nachtclub missbraucht wird. Er hilft ihr und lässt sie bei sich übernachten. Die junge Frau stellt sich als Waniya heraus, die in die Fänge eines Mädchenhändlerrings geraten ist. Kip verliebt sich ziemlich schnell, doch eines Tages verschwindet Waniya plötzlich. Als Kip sich auf die Suche nach ihr begibt, deckt er damit ein paar Geheimnisse der Kleinstadt auf, die alles andere als idyllisch sind.
 
 
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Die Geschichte behandelt schwere Themen, die alles andere als fiktiv sind. Seit der Kolonialisierung stiegen sexuelle Übergriffe auf amerikanische Ureinwohnerinnen drastisch an. Es geht um Zwangsprostitution und Menschenhandel. Zusätzlich will man die Vergangenheit aufarbeiten und dazu gesellen sich bekannte Motive, wie ominöse Bösewichte, die auch noch etwas mit Öl zu tun haben. Ergänzt wird dieses Drehbuch von einer gewissen Angst vor der Zukunft, eine Ungewissheit, wenn das Land allmählich verschwindet und die Verbundenheit mit der Natur nicht mehr vorhanden ist. Reichlich Stoff also, den uns „In den Fängen des Wolfes“ vorsetzt. Obwohl da mächtig viel Platz für Anspruch ist, ist die Handlung nicht optimal geschrieben. Auf der einen Seite ist sie nämlich zu überladen und auf der anderen Seite will sie einfach nicht auf den Punkt kommen.
 
 
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Man hätte das wirklich alles etwas fokussierter vortragen können, dann wäre auch der Unterhaltungswert besser gewesen. Nach einem soliden Einstieg will „In den Fängen des Wolfes“ nämlich nicht zur Sache kommen, redet ständig um den heißen Brei herum, legt etliche Fährten, beschäftigt sich jedoch mit keiner so richtig. Somit entstehen Längen und selbst wenn die 106 Minuten Laufzeit eigentlich angebracht sind, können sie nicht durchgehend unterhalten. Dafür mangelt es dem Treiben dann doch an Tempo und an Spannung. Wenn sich mehr auf den Thriller konzentriert wird, dann kommt schon mal etwas Spannung auf und die wenigen Actionszenen lassen sich gut anschauen, aber überwiegend dominieren dann doch die Dialoge das Geschehen und diese hätte man ruhig etwas straffen dürfen. Immerhin geht es in der zweiten Hälfte schon manchmal zur Sache und dann ist der Film auch gar nicht mal harmlos.
 
 
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Größtenteils bedienen die beiden Regisseure Graham und Parker Phillips, die damit ihr Regie-Debüt ablieferten und sich auch für das Drehbuch verantwortlich zeigten, allerdings das Drama. Dies gelingt ihnen nicht schlecht, weil es einige nachdenkliche Momente gibt und eine gewisse Melancholie stests in der Luft liegt. Trotzdem hätte der Thriller-Anteil, welcher besser gelungen ist, ruhig höher ausfallen dürfen. Die Mischung ist nicht ganz ausgewogen und der Western-Anteil ist zudem auch nicht besonders hoch ausgefallen. Dafür kann sich die Inszenierung allerdings sehen lassen, denn den beiden Phillips gelingen schon sehr hübsche Aufnahmen. Zusammen mit dem gelungenen Score sehen manche Bilder echt eindrucksvoll aus. Die konsequent düstere Stimmung ist ebenfalls gelungen. Zudem sind die wenigen Actionszenen gekonnt gestaltet und besitzen einen gewissen Schauwert.
 
 
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Über die Darsteller lässt sich außerdem auch nicht meckern. Graham Phillips ist selbst in einer Hauptrolle zu sehen und spielt den etwas weinerlichen Cowboy passabel, wenn auch nicht besonders eindringlich. Sydney Schafer ist als Waniya nicht so oft zu sehen, kann jedoch einen bleibenden Eindruck hinterlassen und Shawn Hatosy bleibt als Bösewicht auch etwas länger in Erinnerung. Zudem weiß Jamie McShane zu überzeugen und das lässt sich von allen anderen, recht vielen Nebendarstellern, ebenfalls behaupten. Das Schauspiel ist durchaus zu gebrauchen. Die Figurenzeichnung ist zudem auch nicht so schlecht. Man spielt schon mit ein paar Klischees und setzt nicht alles so um, wie der Zuschauer das kennt. Teilweise wirken die Charaktere kritisch und durchdacht, teilweise aber auch etwas platt und stereotypisch. Insgesamt hätte das definitiv noch etwas markanter ausfallen dürfen, doch beklagen kann man sich darüber kaum, weil die Figuren nicht zu stumpf geraten sind.
 
 
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IN DEN FÄNGEN DES WOLFES – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
„In den Fängen des Wolfes – The Bygone“ ist ein durch und durch ambitionierter Film, der sich teilweise nur selbst etwas im Wege steht. Besonders das Drehbuch ist nämlich etwas überladen. Da ist es schon eine Kunst, dass man trotzdem lange Zeit nicht so richtig auf den Punkt kommen will. Etwas mehr Fokus auf einen Teil der Geschichte hätte die Handlung jedenfalls spannender gemacht. Es gibt recht viel Drama zu sehen und der Thriller hält sich lange Zeit im Hintergrund, kommt allerdings unterhaltsam daher, wenn er mal auftaucht. Die Atmosphäre besitzt ihren Reiz und über die Darsteller kann man sich absolut nicht beklagen. Sogar die Figurenzeichnung ist passabel ausgefallen. Leider mangelt es etwas an Unterhaltungswert, denn es gibt zu viele Längen und zu wenig Tempo. Wer ruhigeren Filmen gegenüber jedoch aufgeschlossen ist und gerne Neo-Western schaut, sollte „In den Fängen des Wolfes“ ruhig eine Chance geben. Gut gemacht ist er nämlich durchaus!
 
 


 
 
 

IN DEN FÄNGEN DES WOLFES – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „In den Fängen des Wolfes – The Bygone“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

IN DEN FÄNGEN DES WOLFES – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Bygone; USA 2019

Genre: Western, Mystery, Drama, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 107 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Original + Deutscher Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 23.07.2021

 

In den Fängen des Wolfes – The Bygone [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

IN DEN FÄNGEN DES WOLFES – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wind River (2017)
 
Halbblut (1992)
 

Filmkritik: „The Marksman – Der Scharfschütze“ (2021)

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THE MARKSMAN – DER SCHARFSCHÜTZE

(THE MARKSMAN)

Story

 
 
 
Liam Neeson muss mal wieder den Retter spielen. Dieses Mal für einen kleinen, mexikanischen Jungen, der vom Kartell gejagt wird.

 
 
 


 
 
 

THE MARKSMAN – Kritik

 
 
Liam Neeson ist mittlerweile zur echten Marke geworden, so wie z.B. ein Jason Statham oder auch früher ein Arnold Schwarzenegger oder ein Sylvester Stallone. Die Gemeinsamkeit ist, dass man bei einem Film dieser Darsteller meist ganz sicher sein kann, was man geboten bekommt. Bei Neeson ist das mittlerweile leider eher B-Action-Ware, die er mit seinem soliden Schauspiel jedoch stets aufwerten kann. Das trifft auch auf „The Marksman – Der Scharfschütze“ zu. Überraschungen gibt es keine, dafür allerdings das typische Neeson-Programm mit leicht abgewandelter Prämisse.
 
 
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Der pensionierte US-Marine Jim Hanson will einen gemütlichen Ruhestand als Rancher genießen. Doch daraus wird nichts, denn bei einer Patrouille an der Grenze stößt er auf Rosa und ihren Sohn Miguel, die illegal eingereist sind und vom mexikanischen Kartell verfolgt werden. Rosa überlebt den Vorfall nicht und bittet Jim inständig, Miguel nach Chicago zu seiner Familie zu bringen. Begeistert ist dieser davon nicht, aber er kann nicht anders und geht der Bitte nach. Dabei legt Jim sich natürlich zwangsläufig mit dem mexikanischen Kartell an. Die Geschichte badet in Klischees. Mal wieder sind die Mexikaner die Bösen, mal wieder muss ein Amerikaner den Retter spielen. Das ist alles völlig konstruiert und eigentlich holt man mit einem solchen Szenario 2021 wohl kaum noch jemanden ab. Wenn es mal wieder simpel sein soll, funktioniert eine solche Story trotzdem gerne, wenn sie eben gut geschrieben wurde. Das ist bei „The Marksman“ nur bedingt der Fall, denn etwas kreativer hätte die Prämisse schon ausfallen dürfen, doch insgesamt kann man damit schon leben.
 
 
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Das liegt vor allen Dingen (wen wundert’s?) an Liam Neeson, der es scheinbar immer noch nicht satt hat, die immer gleiche Rolle zu spielen. Neeson zieht sein Ding konsequent durch, könnte so auch in allen anderen Filmen der letzten zehn Jahre aufgetaucht sein, aber weil er das so routiniert macht, schaut man ihm dabei tatsächlich noch immer gerne zu. Außerdem bekommt er mit dem kleinen Jacob Perez einen soliden Co-Darsteller serviert. Dass Jim sich mit einem kleinen Jungen anfreunden muss, ist dann die nötige Abwechslung und macht daraus eine etwas andere Variante. Der Rest der Darsteller ist hingegen kaum erwähnenswert. Katheryn Winnick bekommt kaum etwas zu tun und Juan Pablo Raba spielt ein komplettes Klischee an Bösewicht. Sowieso ist die Figurenzeichnung teilweise zu schwach. Bei Jim und Miguel hat man sich noch etwas Mühe gegeben, doch bei allen anderen bekommt der Zuschauer Standard-Ware zu betrachten, von der es mittlerweile mehr als genügend gibt.
 
 
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Regisseur Robert Lorenz ist eher als Produzent bekannt und hat oftmals mit Clint Eastwood zusammengearbeitet. Seinen ersten Film drehte er 2012, doch der erwünschte Erfolg blieb eher aus und somit stellt „The Marksman“ erst seine zweite, alleinige Regie-Arbeit dar. Von der Inszenierung her ist das grundsolide ausgefallen, aber mehr niemals, denn leider gelingt es Lorenz nie, dem Werk eine eigene Handschrift zu verpassen. Die Action ist passabel ausgefallen, jedoch niemals spektakulär und die Atmosphäre wirkt zuweilen fast schon zu friedlich. Dabei ist es allerdings schön, dass „The Marksman“ ein paar ruhigere Töne durchaus gelingen. Die Beziehung zwischen Jim und Miguel wird halbwegs glaubwürdig aufgebaut und als Melodram kann der Film fast mehr punkten, als ein Actionthriller.
 
 
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Denn für einen solchen mangelt es dem Werk im Endeffekt auch einfach etwas an Action. In der ersten, halben Stunde leitet man das Szenario gemächlich ein. Das Tempo ist allgemein etwas langsamer gehalten, weshalb die 108 Minuten Laufzeit auch ein paar Längen mit sich bringen. Nachdem der Zuschauer weiß was Sache ist (und Überraschungen gibt es dann auch sicher keine mehr), wird „The Marksman“ erst mal zu einer Art Road-Movie. Action-Elemente finden nur ganz kurz zwischendurch statt und im Finale darf es natürlich auch noch etwas mehr krachen. Das ist niemals total langweilig, aber auch niemals aufregend oder besonders spannend. Brutal wird es übrigens kaum und Blut wird nur wenig vergossen. Das hätte man schon fast ab 12 Jahren freigeben dürfen, so wie man das bei „Honest Thief“ vor kurzem ja auch erst getan hatte. Der Score gibt sich alle Mühe, das Treiben noch etwas aufregender zu gestalten.
 
 
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THE MARKSMAN – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
Man kann „The Marksman – Der Scharfschütze“ im Endeffekt nicht böse sein, wenn man Liam Neeson gerne sieht, denn der zieht sein Ding hier wieder dermaßen routiniert durch, dass man ihm dabei gerne zuschaut. Einen guten Film macht dies alleine jedoch nicht aus. Dafür hätte man eine bessere Story gebraucht, die nicht so überraschungsarm daherkommt und die sich auch mal traut ein paar Klischees auszulassen. Außerdem hätte man dafür bessere Bösewichte kreieren müssen und mehr gute Action bieten dürfen. „The Marksman“ ist nie wirklich langweilig, aber niemals spannend, er bietet zu wenig Action, zu wenig Gewalt und ist zu vorhersehbar. Am ehesten überzeugt das Werk mit seinen leisen Tönen und funktioniert immerhin bei den beiden Hauptrollen mit der Figurenzeichnung. Als Fan von Neeson kann man sich das durchaus anschauen, doch über den Durchschnitt kommt das nicht hinaus!
 
 


 
 
 

THE MARKSMAN – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „The Marksman – Der Scharfschütze“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE MARKSMAN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Leonine (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Marksman; USA 2021

Genre: Thriller, Action, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 108 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Making-of (13:46 Min.), Interview Liam Neeson (6:49 Min.), Deutscher Trailer (1:32 Min.), Originaltrailer (2:26 Min.), Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 20.08.2021

 

The Marksman – Der Scharfschütze [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

THE MARKSMAN – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Leonine)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Rambo: Last Blood (2019)
 
96 Hours (2008)
 
Honest Thief (2020)
 

Filmkritik: „Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung“ (2019)

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EMINENCE HILL – DER TOD IST DIE ERLÖSUNG

(EMINENCE HILL)

Story

 
 
 
Ein paar Gesetzlose treffen in Eminence Hill auf ihren Verfolger, den Marshall und einen Kopfgeldjäger, um sich einen gnadenlosen Showdown zu liefern.

 
 
 


 
 
 

EMINENCE HILL – Kritik

 
 
Der Western gehört zwar schon lange nicht mehr zu einem populären Genre, doch da bekannte Größen immer mal wieder einen neuen Western drehen, der dann meist auch hervorragende Kritiken erhält, ist das Genre noch lange nicht tot. Und wo es große Vorbilder gibt, da gibt es bekanntlicherweise auch kleinere Produktionen. Zu diesen gehört „Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung“, der sich zwar sichtbar bemüht, dem Zuschauer etwas bieten zu können, dem es im Endeffekt jedoch leider nicht gelingt.
 
 
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Royce hatte einen gesetzlosen Bruder, der zum Tode verurteilt und gehängt wurde. Nun will er dafür Rache und zusammen mit seiner Gruppe macht sich Royce auf den Weg, um alle Geschworenen zu töten, die dafür verantwortlich waren, dass sein Bruder verurteilt wurde. Seine Mission ist eigentlich erledigt, da kidnappt er noch die Tochter seiner letzten Opfer und will sie an ein Bordell verkaufen. Nebenbei ist ihm ein Marshall mit einem ehemaligen Gang-Mitglied auf den Fersen und ein Kopfgeldjäger gesellt sich auch noch mit hinzu. In der abgelegenen Westernstadt Eminence Hill soll es zum großen Showdown kommen. Besonders viel zu bieten, hat die Story leider nicht, aber das soll für einen Western kein Todesurteil sein. In den primitiveren Beiträgen, von denen es jede Menge gibt, ging es eigentlich meistens um Rache und das ist auch hier der Fall, nur dass sich hier der Antagonist für etwas rächen möchte. Das Drehbuch kommt dabei zu selten auf den Punkt und schwafelt zu viel herum. Da werden unnötige Stationen eingebaut, die das Treiben lediglich strecken, ohne dabei etwas zum Gesamtpaket beitragen zu können. Das hätte man ruhig etwas fokussierter schreiben können, doch dann hätte „Eminence Hill“ noch weniger zu erzählen gehabt. Zwar möchte man hinterher noch ein paar Wendungen präsentieren, doch diese wirken unglaubwürdig und konstruiert.
 
 
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Der Film kann schon alleine deshalb nicht funktionieren, weil er für den Zuschauer keinerlei Identifikationsfiguren parat hält. Mit dem Marshall gibt es zwar eigentlich eine gute Figur, doch die ist dem Zuschauer von Anfang an egal. Auch mit Antihelden kann man punkten, doch dann müsste die Zeichnung markanter ausfallen. Royce ist ein langweiliger Antagonist und seine Truppe überzeugt auch nicht gerade. Das sind alles Charaktere, die man nach dem Film schon wieder vergessen hat, woran auch ein paar Wechsel in der Gut-Böse-Sichtweise nichts ändern können. Leider können die Darsteller da auch nichts reißen. Clint James ist passabel, fällt jedoch weder positiv, noch negativ auf. Owen Conway kauft man seine Rolle als Marshall nicht ab. Außerdem bekommt man es mit „Eminence Hill“ mal wieder mit einer ziemlichen Mogelpackung zu tun. Das Cover verspricht einem nämlich, dass es Barry Corbin und Lance Henriksen in den Hauptrollen zu sehen gibt. Beide bekleiden aber nur recht kleine Nebenrollen. Dabei hätten beide echt gut in den Film hineingepasst, aber sie sind sichtbar nur dabei, um ein paar Moneten zu verdienen. Mühe geben sie sich nämlich nicht großartig. Nur mit Dominique Swain hat man nicht ganz so dreist gelogen, denn sie ist öfter zu sehen und macht sich ganz okay.
 
 
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Wirft man einen Blick auf den Regisseur Robert Conway, wird schnell klar, weshalb „Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung“ kein guter Film ist, denn der Mann hat z.B. gleich zwei „Krampus“-Werke verbrochen. Die handwerkliche Arbeit wirkt einfach zu billig. Zwar hat man die Western-Kulissen solide hinbekommen, doch es mangelt dem Werk an Atmosphäre, weil die Optik selten so richtige Western-Stimmung aufkommen lassen will. Meistens gibt es Szenen zu sehen, die auch in jeder anderen Zeit an jedem anderen Ort hätten spielen können. Da fehlte es eindeutig an Budget, doch leider wird dieser Umstand nicht mit Kreativität wieder wett gemacht. Überwiegend wird nämlich nur um den heißen Brei herumgeredet und die 100 Minuten Laufzeit ziehen sich ganz schön in die Länge. Ob es da eine Freigabe ab 18 Jahren gebraucht hätte, ist ebenfalls fraglich, denn es fließt zwar Blut, doch so explizit ist das selten und die Effekte sind auch eher bescheiden. Immerhin bietet das Finale noch etwas mehr Action, selbst wenn das nicht viel retten kann. Der Score ist leider ebenfalls langweilig und passt nicht zu einem Western.
 
 
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EMINENCE HILL – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung“ hört sich auf dem Papier reizvoll an, kann aber nicht ansatzweise halten, was er verspricht. So dümpelt die Handlung lange Zeit nur vor sich hin und kommt erst ganz zum Schluss auf den Punkt. Der namhafte Cast spielt auch nur eine kleine Rolle. Stattdessen übernehmen recht unbekannte Schauspieler die Hauptrollen, was sie nicht gerade begeisternd tun. Hinzu gesellt sich eine langweilige Figurenzeichnung und eine handwerklich ziemlich billige Arbeit. Die Western-Optik ist zwar passabel, aber die Atmosphäre ist eine Katastrophe. Der Unterhaltungswert ist gering, denn es passiert kaum etwas und nur das kurze Finale bietet noch ein wenig mehr Action. Mit einem solchen Werk macht man den Western sicherlich nicht wieder populärer und da wäre ein stumpfer, austauschbarer Actionfilm sogar reizvoller gewesen!
 
 


 
 
 

EMINENCE HILL – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung“ ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

EMINENCE HILL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Eminence Hill; USA 2019

Genre: Western

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 100 Minuten

FSK: keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Original-Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 20.08.2021

 

Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

EMINENCE HILL – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Badland (2019)
 
The Kid – Der Pfad der Gesetzlosen (2019)
 

Filmkritik: „Medusa – Die Schlangenkönigin“ (2020)

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MEDUSA – DIE SCHLANGENKÖNIGIN

(MEDUSA – QUEEN OF THE SERPENTS)

Story

 
 
 
Eine Prostituierte wird von einer Schlange gebissen und entwickelt daraufhin unglaubliche Kräfte, doch diese haben ihren Preis.

 
 
 


 
 
 

MEDUSA – Kritik

 
 
Es ist löblich, wenn ein billiger Horrorfilm sich mal keine Zombies, Vampire oder Werwölfe als Vorbild nimmt und versucht, etwas relativ Eigenständiges zu kreieren. Es ist allerdings doof, wenn der Zuschauer davon nicht besonders viel mitbekommt. „Medusa – Die Schlangenkönigin“ besitzt einen reizvollen Ansatz, kann daraus jedoch überhaupt nichts machen.
 
 
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Carly ist Prostituierte in einer Wohnwagenanlage. Eigentlich wollte sie diesem Leben entkommen, doch sie schafft es einfach nicht und ist zudem drogenabhängig. Eines Tages wird Carly von einer Schlange gebissen und daraufhin erhält sie seltsame Visionen. Scheinbar verändert sich ihr Körper und damit bekommt Carly auch neue Fähigkeiten. Allerdings haben diese ihre Konsequenzen und scheinbar ist es zu spät, diese aufzuhalten.
Die Figur Medusa stammt aus der griechischen Mythologie und wurde natürlich schon für zahlreiche Fantasyfilme benutzt, aber eben selten für einen richtigen Horrorfilm. Deshalb erscheint diese Idee auch keineswegs ausgelutscht und man hätte daraus einen eigenständigen Film drehen können. Nur leider sieht das Drehbuch keinen großen Einsatz des mythologischen Vorbildes vor. Die Story wird quälend langsam vorgetragen und kommt kaum zur Sache. Wenn es dann endlich mal soweit ist, wurden die Ideen auch nicht gerade ansprechend umgesetzt. Leider ist die Handlung in dieser Form kaum brauchbar.
 
 
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Es ist allerdings auch nicht schwer zu erkennen, dass „Medusa – Die Schlangenkönigin“ massive Budget-Probleme besitzt und diese nicht kaschieren kann. Die Schauplätze könnten langweiliger kaum sein und der Horror wurde einfallslos umgesetzt. Einfach nur ein bisschen rotes Licht einzusetzen, bringt in dieser Variante wenig, wenn der Rest stinklangweilig ausschaut. Für Regisseur Matthew B.C. war dies der erste Langfilm und an der misslungenen Story schrieb er ebenfalls mit. Der Inszenierung fällt nicht viel ein, was sie aus den simplen Mitteln herausholen könnte. Das ist zuweilen noch ganz erträglich gestaltet, aber eben viel zu unspektakulär.
 
 
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Das größte Problem, welches daraus entsteht, ist ein vernichtend geringer Unterhaltungswert. Bis es zum Biss kommt, vergeht schon mal das erste Drittel. Das wäre als Einleitung okay gewesen, doch danach tritt man immer noch nicht aufs Gaspedal. Bis es endlich mal zum richtigen Horror kommt, ist schon fast eine Stunde Laufzeit vergangen. Zuvor fühlt man sich eher wie in einem Sozialdrama, welches allerdings auch nicht funktioniert. Das ist alles zu trocken gestaltet. Wenn dann mal etwas geschieht, ist dies gar nicht mal so schlecht gestaltet. Da gibt es z.B. ein paar Effekte zu betrachten, die besser aussehen, als man erwarten dürfte. Viel sollte man davon allerdings nicht erwarten und das Cover mit dem 18er-Sticker sollte einen auch nicht täuschen, denn „Medusa – Die Schlangenkönigin“ ist eigentlich ab 16 Jahren freigegeben. Das passt, denn blutig wird es echt nur selten. Das letzte Drittel lässt immerhin noch ein wenig Unterhaltung aufkommen, doch da ist es eigentlich viel zu spät und der Score klingt auch völlig lustlos.
 
 
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Dass man hier nun mit keinen guten Darstellerleistungen zu rechnen braucht, sollte keine große Überraschung sein. Megan Purvis bleibt in ihrer Hauptrolle doch reichlich limitiert. Kein Schauspieler stört so richtig und die deutsche Synchronisation kann man sich ebenfalls gefallen lassen, aber in Erinnerung werden diese Leistungen sicher nicht bleiben und aufwerten können sie „Medusa – Die Schlangenkönigin“ auch nicht. Dafür ist dann auch die Figurenzeichnung viel zu lahm ausgefallen. Über die Hintergründe von Carly erfährt der Zuschauer nichts und deshalb lässt einen die Figur völlig kalt. Somit kann das mit dem Sozialdrama-Elementen ebenfalls nichts werden und einfach jeder Charakter ist schrecklich belanglos.
 
 
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MEDUSA – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Medusa – Die Schlangenkönigin“ ist eine langweilige Angelegenheit geworden. Aus der simplen Grundidee hätte man durchaus etwas machen können, wenn man sich mehr auf die Figur Medusa fokussiert hätte. Stattdessen hört der Zuschauer allerdings viel mehr endlos langen Dialogen zu und die Schauplätze sehen zudem dermaßen öde aus, dass weder Audio noch Optik hier Freude bereiten. Die Darsteller agieren schwach, die Figurenzeichnung ist belanglos und die Inszenierung taugt nicht viel. Außerdem ist der Unterhaltungswert viel zu gering, weil einfach kaum etwas geschieht. Die wenigen Horrorszenen sind tatsächlich ganz passabel gestaltet, nur hätte es von diesen eben deutlich mehr gebraucht. Im Endeffekt ist „Medusa – Die Schlangenkönigin“ nicht ärgerlich schlecht, aber nicht zu gebrauchen, weil er nichts zu bieten hat!
 
 


 
 
 

MEDUSA – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Medusa – Die Schlangenkönigin“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren. Weil sich aber auf der Heimkinoveröffentlichung diverse Trailer von Filmen befinden, die von der FSK höher eingestuft wurden, hat die Blu-ray/DVD einen roten FSK-Flatschen.
 
 
 


 
 
 

MEDUSA – Deutsche Blu-ray

 
 
 
medusa-die-schlangenkoenigin-2020-bluray

(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Medusa: Queen of the Serpents; Großbritannien 2020

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 88 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray selbst wegen Bonus: FSK18

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Original + deutscher Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 06.08.2021

 

Medusa – Die Schlangenkönigin [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

MEDUSA – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Der Biss der Schlangenfrau (1988)
 
Avanaida – Todesbiss der Satansviper (1983)
 

Filmkritik: „Sharknado 6: The Last One“ (2018)

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SHARKNADO 6: THE LAST ONE

(THE LAST SHARKNADO: IT’S ABOUT TIME)

Story

 
 
 
Im letzten Teil der legendären „Sharknado“-Reihe geht es um nichts Geringeres, als Zeitreisen. Fin und seine Leute versuchen nämlich alle vergangenen Sharknados aufzuhalten.

 
 
 


 
 
 

SHARKNADO 6 – Kritik

 
 
2013 gelang dem Fernsehsender Syfy eine kleine Sensation. „Sharknado“ lief dermaßen erfolgreich, dass er sogar kurzzeitig in die Kinos kam. Eine Produktion der Trash-Schmiede „The Asylum“ im Kino – Das hätte wahrscheinlich niemals jemand erwartet. Das Interesse des Publikums war so groß, dass es zu zahlreichen Fortsetzungen kam. Doch mit dem letzten Teil „Sharknado 5“ gingen die Einschaltquoten zurück und ein Ende war somit so langsam abzusehen. Eigentlich muss man darüber froh sein, denn wer weiß, wie lange das sonst noch weiter gegangen wäre. Man muss allerdings auch so fair sein und sagen, dass die Reihe, abgesehen vom schwachen, vierten Teil, stets eine gewisse Durchschnitts-Qualität hielt. „Sharknado 6“ stellt nun das endgültige Finale der Reihe dar und das hat man gut genutzt, denn es geht doch reichlich unterhaltsam zur Sache.
 
 
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Am Ende des letzten Teils gelangte Fin weit in die Zukunft, denn sein Sohn hatte eine Zeitreisemaschine gebaut. „Sharknado 6: The Last One“ beginnt allerdings weit in der Vergangenheit bei den Dinosauriern. Hier soll Fin den allerersten Sharknado verhindern und dabei trifft er auf längst totgeglaubte, alte Freunde. Der Einsatz misslingt jedoch und so reisen die Freunde quer durch die Zeit, um allerlei Sharknados zu bekämpfen. Scotty Mullen, der als Drehbuchautor vorhanden blieb, konnte sich da echt austoben. Die Geschichte ist natürlich mal wieder absoluter Quatsch und könnte so auch dem Hirn eines kleinen, abenteuerlustigen Jungen entspringen, aber man kann nicht behaupten, dass nicht zahlreiche, kreative Ideen vorhanden waren. Die Sache mit der Zeitreise wurde gut genutzt und so kann man dem ganzen Humbug abermals die Krone aufsetzen. Dabei geht es auch sehr abwechslungsreich zur Sache, denn was bei den Dinosauriern startet, geht über zu Merlin, zum Unabhängigkeitskrieg, es geht in den Wilden Westen und dann wieder ab in die Zukunft. Da ist so viel los, dass man sich über Logik keine Gedanken zu machen braucht.
 
 
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Tempo war stets ein Markenzeichen der Reihe und so legt auch „Sharknado 6: The Last One“ sofort los. Wenn es ab zu den Dinosauriern geht, ist „The Asylum“ mit den miesen Effekten natürlich voll in seinem Element. Allerdings kann man nicht sagen, dass der Film lieblos gestaltet wurde, denn die verschiedenen Zeitepochen hat man doch ganz nett bebildert. Regisseur Anthony C. Ferrante, der ausnahmslos bei jedem Teil Regie führte, inszeniert das wie gewohnt. Teilweise ist das ganz bewusst billig gemacht und so verschleiert man auch keine Filmfehler, aber einen gewissen Aufwand kann man dennoch erkennen und längst nicht jeder Effekt sieht so mies aus, wie er das hätte tun können. Aus handwerklicher Sicht kennt man da gerade von „The Asylum“ wirklich viel Schlimmeres, aber da die Reihe so erfolgreich war, stand natürlich auch stets etwas mehr Budget zur Verfügung. Gesplattert wird übrigens nicht mehr so viel, aber das fällt bei dem ganzen Getummel sowieso kaum auf.
 
 
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„Sharknado 6“ ist nämlich noch deutlich mehr Fantasy, als alle vorherigen Teile zusammen. Die Atmosphäre lässt sich schon nahezu als abenteuerlich bezeichnen. Mit echtem Horror hatte das gewiss niemals etwas zu tun, aber die Stimmung vom Finale ist doch deutlich anders, wirkt fast schon familientauglich. An Anspielungen auf berühmte Filme mangelt es natürlich wieder nicht und die Laufzeit wurde mit gerade mal 82 Minuten erfreulich gering gehalten. Da man sich in verschiedene Zeiten begibt und in jeder stets mit den Haien kämpft, ist für einen Leerlauf so kaum Platz. Selbst wenn sich das Konzept mal wieder relativ früh abnutzt, gibt es dieses Mal so viel Abwechslung, dass es nicht langweilig wird. Damit hat der Abschluss den meisten anderen Teilen gegenüber einen erheblichen Vorteil. Sogar der Humor funktioniert ab und zu mal etwas besser, wobei die meisten Sprüche natürlich peinlich bleiben.
 
 
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Erstaunlich ist, dass „Sharknado 6: The Last One“ nicht mehr so stark auf Cameos setzt und stattdessen lieber viele, bekannte Schauspieler in die Rollen von bekannten Persönlichkeiten steckt. So sehen wir z.B. einen Leslie Jordan als Benjamin Franklin und einen Darrell Hammond als George Washington. Dabei lässt man auch so manch eine bekannte Figur aus den Vorgängern erneut auftauchen. So verkörpert Cassie Scerbo wieder die Nova, es gibt ein Wiedersehen mit Vivica A. Fox und auch ein Gary Busey taucht am Ende kurz auf. Sogar John Heard lässt man kurz wieder auferleben. Schade ist nur, dass man Rollen von z.B. David Hasselhoff für das Finale nicht noch mal zurückgeholt hat. Die Hauptrolle verkörpert aber natürlich sowieso wieder Ian Ziering, der das über sechs Teile hinweg immer mit einer gewissen Motivation getan hat und von dem diese Reihe stets profitieren konnte. Tara Reid gehört selbstverständlich ebenfalls mit dazu, nervt jedoch mittlerweile eher. Da ist es schon ganz gut, dass sie, abgesehen vom Finale, keine so große Rolle bekommen hat. Am Ende wird die Figurenzeichnung hier auch gelungen abgeschlossen und das sind vielleicht keine Charaktere für die Ewigkeit, aber ein paar der Figuren besitzen schon ihren gewissen Wiedererkennungswert.
 
 
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SHARKNADO 6 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
„Sharknado 6: The Last One“ gehört zu den besten Teilen der Reihe, weil er einfach schön verspielt und kurzweilig ist. Aus der bescheuerten Grundidee wird hier das Maximum an weiteren, bescheuerten Einfällen herausgeholt. Dabei wird die Geschichte ordentlich abgeschlossen und die Sache mit den Zeitreisen sorgt für viel Abwechslung. Die Darsteller agieren solide und es ist schön, dass man ein paar bekannte Gesichter zusammengetrommelt hat, wobei hier auch noch deutlich mehr drin gewesen wäre. Der Rest ist wie gewohnt: Billige CGI-Effekte treffen auf hohes Tempo. Dämliche Sprüche treffen auf jede menge Hai-Action. Wer das bisher mochte, bekommt genau das Programm, was er wohl erwartet, wobei es gerne etwas blutiger zur Sache hätte gehen dürfen. Wer das bisher nicht mochte, wird auch diesen Teil nicht verstehen können. Abschließend sei gesagt, dass „Sharknado“ insgesamt zwar sehr kalkulierter Trash war, dabei teilweise jedoch erstaunlich gut funktionierte und mit „Sharknado 6“ ein würdiges Finale findet!
 
 


 
 
 

SHARKNADO 6 – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Sharknado 6: The Last One“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

SHARKNADO 6 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray + DVD im Steelbook – auf 1000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Last Sharknado: It’s About Time; USA 2018

Genre: Horror, Action, Komödien

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 86 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Steelbook

Extras: Original Trailer, Trailershow

Release-Termin: Steelbook: 20.08.2021

 

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SHARKNADO 6 – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Sharknado – Genug gesagt! (2013)
 
Sharknado 2 (2014)
 
Sharknado 3: Oh Hell No! (2015)
 
Sharknado 4: The 4th Awakens (2016)
 
Sharknado 5: Global Swarming (2017)
 

Filmkritik: „Sharknado 5: Global Swarming“ (2017)

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SHARKNADO 5: GLOBAL SWARMING

Story

 
 
 
Das Problem der Sharknados wurde noch immer nicht gelöst und wird nun auch global. Die ganze Welt steht vor dem Abgrund. Gelingt es Fin sie zu retten?

 
 
 


 
 
 

SHARKNADO 5 – Kritik

 
 
Während Fans der „Sharknado“-Reihe (ja, die gibt es tatsächlich!) sich wahrscheinlich über jeden neuen Teil erfreuten oder dies noch immer tun, werden alle anderen nur weiter den Kopf schütteln und sich fragen, wann das mal ein Ende hat. Eine berechtigte Frage, denn „Global Swarming“ stellt nun bereits den fünften Teil der Reihe dar und dass es die absurde Grundidee mal auf eine solch stolze Zahl bringen würde, konnte ein paar Jahre zuvor niemand ahnen. Mit dem vierten Teil machten sich allerdings verstärkt Abnutzungserscheinungen bemerkbar und wenn man diese Kuh noch weiter melken wollte, musste man sich etwas einfallen lassen. Gesagt, getan! „Sharknado 5“ kommt wieder etwas frischer daher, kann es jedoch nicht verbergen, dass hier einfach ein kalkuliertes Werk vorliegt.
 
 
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In Stonehenge findet Nova den Ursprung der Sharknados, welcher viel älter ist, als gedacht. Dabei wird allerdings sofort ein neuer, noch viel mächtigerer Sharknado frei gesetzt und dieser ist dieses Mal global. Als dann auch noch Gil, der jüngste Sohn von Fin, in einen Sharknado gezogen wird, beginnt eine Reise um die ganze Welt. Nebenbei muss diese natürlich auch noch gerettet werden. Tatsächlich hat sich mal etwas bei den Machern geändert, denn Thunder Levin, der zuvor stets für das Drehbuch verantwortlich war, gibt seinen Posten an Scotty Mullen ab und eine Veränderung ist definitiv angebracht. Man hatte zuvor bereits dermaßen viele bekloppte Ideen verwurstet, dass es von Teil zu Teil schwieriger wurde, dem noch einen draufzusetzen. Eines sei versprochen: „Global Swarming“ gelingt es tatsächlich den Nonsens nochmals zu toppen, nur hat man sich als Zuschauer eben zu sehr an diesen Quatsch gewöhnt. Den Ursprung der Sharknados zu erforschen und dabei mächtig einen auf „Indiana Jones“ zu machen, ist gar keine schlechte Idee und insgesamt können sich ein paar Einfälle schon sehen lassen. Zu abgenutzt, ist die Prämisse mittlerweile aber trotzdem und daran wird sich wohl auch nichts mehr ändern.
 
 
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Viele Worte über den Rest zu verlieren, erübrigt sich eigentlich, wenn man bereits vier Teile davon kritisiert hat, gehört zu einer Besprechung aber nun mal dazu. An der Regie hat sich nichts verändert und Anthony C. Ferrante bleibt der Reihe treu. Die Inszenierung unterscheidet sich von den Vorgängern kaum und setzt zum Glück erneut voll auf Tempo. Es dauert zwar ganze 20 Minuten, bis man einen schick gestalteten Vorspann zu sehen bekommt, aber auf der Stelle tritt „Sharknado 5“ niemals. Das ist ständig in Bewegung, besitzt viele verschiedene Schauplätze und da es so rasant ist, bemerkt man die schlechten Szenen auch gar nicht so sehr. Das ist gut so, denn es gibt davon eigentlich jede Menge. Für die einen ist das Trash zum Hirnausschalten für die anderen nur kalkulierter Möchtegern-Trash. Jeder hat da seine eigene Meinung, aber die Atmosphäre ist zuweilen dermaßen durchgeknallt, dass das Treiben teilweise schon Spaß macht. Zudem wird das Ganze von einem guten Soundtrack begleitet, der Laune macht.
 
 
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Trotzdem ist der Unterhaltungswert nur durchschnittlich, denn was anfangs noch amüsant-turbulent erscheint, nutzt sich im Laufe der Zeit eben auch schnell ab. Eigentlich hätte schon nach der Hälfte der Laufzeit wieder Schluss sein dürfen, aber „Global Swarming“ läuft eben, wie alle anderen Teile auch, ca. 90 Minuten lang und obwohl man das Tempo stets hält, ist der Zuschauer irgendwann übersättigt. Übersättigt vor allen Dingen vom Humor, der selten mal treffsicher ist und meistens einfach nur peinlich erscheint. Das soll so schlecht sein, wirkt dadurch aber auch kalkuliert und das büßt an Charme ein. An die mittelprächtigen Effekte (die für „The Asylum“ Verhältnisse trotzdem gut aussehen) hat man sich mittlerweile ebenfalls gewöhnt. Ob da nun viel gesplattert wird (was der Fall ist) oder nicht, spielt aufgrund der künstlichen Effekte sowieso kaum eine Rolle.
 
 
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Bleiben wie immer die Darsteller und die bekannten Cameos. Ian Ziering zieht das weiterhin erstaunlich motiviert durch, während man sich an Tara Reid so langsam satt gesehen hat. Cassie Scerbo ist noch ganz passabel und der Rest besteht dann eigentlich aus zahlreichen Gastauftritten, die mal mehr und mal weniger gelungen eingebaut wurden. Da es zeitweise auch nach Deutschland geht, gibt es z.B. (zum zweiten Mal) Oliver Kalkofe und Peter Rütten zu sehen. Aber auch Persönlichkeiten wie Olli Schulz, Bela B., Oliver Welke und Dieter Nuhr tauchen mal auf. Das geht teilweise so schnell, dass man es fast nicht mitbekommt. An neuen, richtig bekannten Schauspielern hat man dieses Mal allerdings etwas gespart. Dolph Lundgren schaut zwar kurz vorbei, aber da hatten die Vorgänger manchmal mehr zu bieten. Chris Kattan weiß jedoch zu gefallen und teilweise machen die anderen Gastauftritte ebenfalls Spaß. Die Figurenzeichnung bleibt so schlicht, wie das immer der Fall war und trotzdem bleibt eine gewisse Kontinuität vorhanden, was auch weiterhin von Vorteil ist. Ansonsten könnte der Zuschauer mit dieser schablonenhaften Zeichnung nämlich sicherlich noch weniger anfangen.
 
 


 
 
 

SHARKNADO 5 – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
„Sharknado 5: Global Swarming“ setzt den befürchteten Abwärtstrend tatsächlich nicht fort und kommt wieder etwas besser daher, als der vierte Teil. Damit war nicht unbedingt zu rechnen, aber so richtig begeistern, mag das Resultat ebenfalls nicht, denn dafür wirkt alles zu kalkuliert. Die Story setzt in Sachen Quatsch neue Maßstäbe und besitzt durchaus ein paar nette Einfälle. Das ungemein hohe Tempo nutzt sich allerdings schnell ab und der Zuschauer ist nach der ersten Hälfte eigentlich schon satt, weshalb es trotzdem zu Längen kommt. Handwerklich ist das wie immer möglichst billig, aber eben doch mit etwas Qualität umgesetzt und der Rest besteht aus den gewohnten Cameo-Auftritten, die teilweise gut und teilweise sehr lieblos eingesetzt wurden. Wer damit bisher etwas anfangen konnte, wird sich beim fünften Teil der Reihe ganz wohl fühlen, alle anderen sind sowieso längst ausgestiegen!
 
 


 
 
 

SHARKNADO 5 – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Sharknado 5: Global Swarming“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

SHARKNADO 5 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray + DVD im Steelbook – auf 1000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sharknado 5: Global Swarming; USA 2017

Genre: Horror, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 90 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Steelbook

Extras: Original Trailer, Trailershow

Release-Termin: Steelbook: 23.07.2021

 

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SHARKNADO 5 – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Sharknado – Genug gesagt! (2013)
 
Sharknado 2 (2014)
 
Sharknado 3: Oh Hell No! (2015)
 
Sharknado 4: The 4th Awakens (2016)