Filmkritik: „Alien Prey“ (1977)

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ALIEN PREY

(PREY | THE DESTRUCTOR)

Story

 
 
 
Ein Alien in Menschenform bezirzt eine junge Frau, die mit ihrer Freundin auf einem abgelegenen Bauernhof lebt…

 
 
 


 
 
 

ALIEN PREY – Kritik

 
 
Synthies, fette, dreckige Synthesizer spucken frühe, teils quälende Melodien und Quietschgeräusche vor die minimalistischen Credits, ein mysteriöses „I’m now in orbit“ vor schwarzer Leinwand, dann wird der Zuschauer mit der jungen Jessica synchronisiert, da sich beide mit bunten Lichtern aus dem Wald konfrontiert sehen, die in das Schlaf- bzw. Wohnzimmer der erschrockenen Dame, bzw. des amüsierten Zuschauers gelangen. Jessica ist dabei gespielt von Glory Annen, deren größter bzw. einziger Hit wohl „Felicity“ gewesen sein durfte, vor dem sie hier aber ihr Spielfilmdebüt in einer Rolle geben durfte, die sich durch Schönheit und lautes Schreien auszeichnet.
 
 
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Jessica erzählt ihrer Freundin, Josephine, von einem Alptraum über eine Kreatur sowie den sehr realen Lichtern vor dem Haus, per POV-Aufnahme erfahren wir kurz danach auch schon, dass scheinbar etwas im Gebüsch wartet. Furchtbar nachsynchronisierte Stöhner beim lesbischen Rummachen sowie den eher belanglosen Dialogen, kurz darauf wird bei Nacht ein Unbekannter unblutig umgebracht, Vampirzähne blitzen auf, mehr buntes Licht und wir befinden uns gerade einmal 5 Minuten im Film. Soll „Alien Prey“ tatsächlich die skurrile, britische, ideenreiche und kurzweilige 70s-Lesben-Alien-Unterhaltung sein, als die sie beworben wird?
 
 
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Schnitt und der nächste Szenenblock lebt in erster Linie von Jessicas unfassbar intensiv blumiger Bluse, der idyllischen Umgebung, nur mit Vogelgezwitscher unterlegt, und hin und wieder unfreiwillig komischer, verhalten trashiger Unterhaltung, da im langsamen Tempo ein komplett in grau gekleideter Mann, der sich zögerlich stotternd und wenig menschlich als „Anderson“ vorstellt, auf die beiden trifft. Die naive Jessica nimmt den Fremden gerne auf der abgelegenen Farm des Paares auf, Joe lässt sich zögerlich überreden, kurz vorher noch wird lautes Knacken im Wald mit Eichhörnchen erklärt und die toten, unangefressenen Tiere in der Umgebung natürlich mit Füchsen. Auf unbedarfte, trashige Weise weiß dieser Anfangsabschnitt zu unterhalten, wenn „Anders Anderson“ roboterhaft durch die teils hübsch eingefangenen Szenen chargiert, per halbsekündiger Zwischenschnitte immer wieder sein amüsantes Alien-Gesicht samt Reißzähnen eingeblendet wird und sogar eine kurze Jagdsequenz mit einem Polizisten entsteht. Doch was anfangs noch zu unterhalten weiß, ist mit der Zeit dann leider immer ermüdender, denn da es offensichtlich kaum ein Budget gab, nur wenige Darsteller und als „Effekt“ Kindergarten-Makeup mit dunklen Kontaktlinsen und billigen Reißzähnen herhalten muss, wird die Zeit liebend gerne mit allem anderen gefüllt. Das könnte sich durch eine motivierte Regie, wildes Editing oder ein tightes Script mit starken Dialogen bestens retten, doch leider bleibt es seht steif, sehr langsam und sehr belanglos, wenn unser Dreiergespann fortan Kleider anzieht und Sekt trinkt, oder eine zu lange lesbische Softsex-Szene folgt, während Anderson wenig spannend durchs Haus streift.
 
 
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Atmosphäre oder Anspannung wollen nie aufkommen, punktuelle skurrile Ereignisse helfen allenfalls vor dem völligen Abschalten des Zuschauers – so ist das Paar vegetarisch, weshalb unser fleischfressender Alien nach einem Bissen bereits ungeniert auf den Tisch erbricht und sich dafür später die Hühner des Hofes vornimmt. Jegliches blutiges Treiben bleibt aber passiv präsentiert und geschieht offscreen, weshalb die wohlig dröhnenden Retro-Synthesizer und die Nacktheit noch die größten Vertröster bzw. Qualitäten sind, die dieser Film besitzt. „Hand of a Stranger“ und ein weiterer, gelungen gewählter Song veredeln die Score um ein vielfaches, die Kostüme sind positiv hervorzuheben und ja, auch auf der Trash-Skala kann der turbulente, folgende Verlauf des Films einschlagen – doch dass auch nur 10 Minuten ununterbrochen ein Unterhaltungsfaktor aufkommt, ist eine Seltenheit. In einer furchtbar penetrant lauten und anstrengenden Manier wird nur noch hart übersteuert geschrien, statt geschauspielert, eine unnötig ewig gestreckte Szene zeigt Anderson mit dem Paar in Zeitlupe am panischen Herumplanschen im bräunlichen Dreckswasser, eine Fuchsjagdszene endet, ohne je einen Fuchs gezeigt zu haben und jegliche Konfrontationen oder Tode sind stumpf, unpointiert und vorhersehbar. Auf dem Papier ist das Ende überzeugend konsequent, auf dem Papier hätte sich diese großartige Prämisse aber auch für einen stilvollen Mysterythriller mit nebelverhangenem Bauernhof im britischen Hinterland, oder aber einen sleazigen Partyfilm mit schleimigen Effekten, Nacktheiten und ausgiebigen Splattereinlagen angeboten. Leider ist beides nicht geschehen.
 
 
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ALIEN PREY – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
Minimalistische Schlaftablette, die ihre reizvolle Prämisse auch innerhalb ihres geringen Budgets noch gegen die Wand fährt. Vereinzelt trashige Kuriositäten, ein solider Synthesizer-Soundtrack, zeigefreudige Darstellerinnen sowie eine handvoll ästhetisch ansprechender Bilder reichen hier leider nicht.
 
 


 
 
 

ALIEN PREY – Zensur

 
 
 
„Alien Prey“ war in Deutschland auf DVD und VHS nur in gekürzter Fassung zu haben. Mit der Blu-ray hat sich das geändert. Alle in Deutschland erhältlichen Blu-ray-Fassung sind ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

ALIEN PREY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray + DVD im Mediabook | auf 1000 Stück limitiert)

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(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Prey; Großbritannien 1977

Genre: Horror, Science Fiction, Trash

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.66:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook | KeepCase mit Wechselcover

Extras: Audiokommentar, Interviews, Original Trailer, Artworkgalerie | zusätzlich im Mediabook: Booklet, Film auf DVD

Release-Termin: Mediabook: 08.02.2019 | KeepCase: 11.09.2020

 
 

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ALIEN PREY – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies | DAREDO)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Des Teufels Saat (1977)
 
Xtro – Nicht alle Außerirdischen sind freundlich (1982)
 
Samen des Bösen (1981)
 

Filmkritik: „Die Farbe aus dem All“ (2019)

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DIE FARBE AUS DEM ALL

(THE COLOUR OUT OF SPACE)

Story

 
 
 

Für Familie Gardner wird das idyllische Landleben zum Albtraum, als ein Meteorit in ihrem Garten einschlägt, der sämtliches Leben in näherer Umgebung beeinflusst.

 
 
 


 
 
 

DIE FARBE AUS DEM ALL – Kritik

 
 
 
Stoffe von H. P. Lovecraft zu verfilmen, wird sicher nie aus der Mode kommen, denn dafür sind seine Geschichten einfach zu gut. „Die Farbe aus dem All“ ist eine seiner Kurzgeschichten, die mittlerweile schon desöfteren verfilmt wurde und mit dem gleichnamigen Film nun eine weitere Umsetzung erfahren darf. Mit Richard Stanley als Regisseur, Nicolas Cage als Hauptdarsteller und Elijah Wood als Produzenten schien dabei nicht viel schiefgehen zu können. Und in der Tat ist hier ein eindrucksvoller Horrorfilm entstanden, bei dem man lange Zeit nicht genau wissen kann, was man denn nun erwarten soll.
 
 
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Familie Gardner hat sich auf eine Farm zurückgezogen, um der Hektik des Lebens etwas zu entkommen. Scheinbar funktioniert das nicht für jedes Familienmitglied, aber alle Sorgen sind sowieso vergessen, als eines Nachts ein Meteorit im Garten der Familie einschlägt. Anfangs halten das alle nur für einen kuriosen Zufall, aber nach für nach ist es nicht mehr von der Hand zu weisen, dass sich in der Gegend etwas verändert. Eine seltsame Farbe dominiert die Landschaft und das Verhalten aller Lebewesen wird auch immer abstrakter. Kennt man die literarische Vorlage, wird man ungefähr wissen, wie die Story verlaufen wird, aber selbst wenn dem so ist, kann man nie genau wissen, in welcher Art und Weise das hier umgesetzt wird. Die Geschichte von Lovecraft ist herrlich simpel, aber gleichzeitig einfach faszinierend und der Film kann davon nur profitieren. Da braucht man keine großen Wendungen oder Innovationen im Drehbuch, sondern kann dem Chaos einfach freien Lauf lassen. Dass man den Aufbau dabei sehr langsam angeht und den Zuschauer nicht zu schnell mit Kuriositäten berieselt, ist dabei nur löblich, denn so baut sich nebenbei auch eine ungemein fesselnde Atmosphäre auf.
 
 
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Der Beginn ist noch locker, harmlos und macht am ehesten Spaß. Horror-Elemente gesellen sich zwar schon bald mit zum Geschehen hinzu, aber zu diesem Zeitpunkt gibt es immer noch genügend lockere Momente, wie z.B. den Einfall mit den Alpakas. Langsam aber sicher spitzt sich die Lage zu und macht die Protagonisten hier immer wahnsinniger, weshalb es auch gar nicht mehr so leicht fällt, den Bezug zu ihnen zu behalten. Mitleid kennt „Die Farbe aus dem All“ mit seinen Charakteren jedenfalls nicht. In der zweiten Hälfte schraubt man immer mehr am Faktor Wahnsinn, bis alles in einem psychedelisch-surrealen Finale gipfelt. Dabei ist der Horror-Anteil echt nicht gering. Manche Szenen wirken albtraumhaft. Und trotzdem gibt es da immer wieder Momente, die absurd wirken und einen fast zum Lachen animieren. Man ist sich am Ende selbst kaum noch sicher, ob das nun eine Komik besitzt oder eben purer Wahnsinn ist. Diese eigenartige Atmosphäre, die neben Science-Fiction-Elementen auch noch leichte Motive vom Body-Horror besitzt, zieht einen auf jeden Fall in ihren Bann und macht dann am Ende doch am ehesten sehr viel Spaß.
 
 
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Das liegt auch am ordentlichen Cast. Seitdem Nicolas Cage in „Mandy“ so überzeugen konnte, scheint seine Tendenz wieder mehr in Richtung „brauchbarer Film“ zu gehen. Er hält sich anfangs enorm zurück, darf in der zweiten Hälfte aber wieder genügend Overacting betreiben. Allerdings ist das hier absolut passend und Cage macht das einfach toll. Joely Richardson ist souverän und Brendan Meyer erfüllt seinen Zweck ebenfalls vollkommen. Elliot Knight besitzt Charisma und Madeleine Arthur hat auch das gewisse Etwas, um in Erinnerung bleiben zu können. Absolut klasse ist es, dass man Tommy Chong zu sehen bekommt und seine Rolle könnte wohl kaum passender sein. Reichlich schade ist nur, dass sich seine Auftritte auf wenige Minuten begrenzen. Insgesamt sind die Schauspieler aber auf jeden Fall gut bis sehr gut und die Figurenzeichnung erfüllt ihren Zweck. Sie ist später sowieso nicht mehr von Belang, weil dann ganz andere Dinge zählen.
 
 
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Dazu gehört natürlich die visuelle Umsetzung. Die Farbe, die an eine Mischung aus Pink, Violett und Purpur erinnert, ist stets präsent, meistens jedoch überraschend subtil. Wenn man auf Kleinigkeiten achtet, sieht man sie jedoch stetig. Geht es dann brachialer zur Sache erstrahlt nahezu der gesamte Bildschirm in dieser Farbe und da wurden schon ein paar Schauwerte erschaffen, die begeistern können. Regisseur Richard Stanley, der einst als Horror-Hoffnung galt, hat mit „Die Farbe aus dem All“ seit über 20 Jahren zum ersten Mal wieder einen Film inszeniert. Er zeigt hier aber eindrucksvoll, dass er seinen Beruf keineswegs verlernt hat. Lobenswert sind in diesem Punkt auch die Effekte, die überwiegend kaum künstlich aussehen. Bei einem Budget von angeblich 12 Millionen Dollar ist das keine Selbstverständlichkeit. Manches stammt aus dem Computer, aber vieles wurde auch von Hand gemacht. Dem Auge wird jedenfalls reichlich geboten und handwerklich ist das stark gemacht.
 
 


 
 
 

DIE FARBE AUS DEM ALL – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
„Die Farbe aus dem All“ ist ein eigenwilliger Horrorfilm, der zwar von der Story her äußerst simpel bleibt, aber nebenbei dermaßen viele verschiedene Elemente besitzt und so herrlich mysteriös bleibt, dass er mit seinem Szenario einfach fesseln kann. Die Darsteller sind ordentlich, Cage ist voll in seinem Element und an der handwerklichen Umsetzung gibt es ebenfalls nichts auszusetzen. Am besten gelungen ist jedoch der Aufbau, weil man den Wahnsinn hier kontinuierlich steigern kann. Da gibt es zwar immer wieder amüsante Momente, doch im Endeffekt ist der Horror nahezu albtraumhaft und phasenweise kommt das Geschehen auch einem Trip gleich. Die Effekte sehen faszinierend aus, nur auf Splatter sollte man sich nicht einstellen. Etwas mehr davon und noch etwas mehr Tommy Chong hätten sicher nicht geschadet, aber auch so bekommt man einen spannenden, sehr kurzweiligen Horrorfilm geboten, der Freude macht und nebenbei noch reichlich eigenwillig daherkommt!
 
 
 


 
 
 

DIE FARBE AUS DEM ALL – Zensur

 
 
 
„Die Farbe aus dem All“ hat einiges an Body-Horror zu bieten. Man bekommt miteinander verschmolzene Körper vor die Linse, wie man sie aus Carpenters „Thge Thing“ sowie dem Remake her kennt. Hierzulande hat es von der FSK eine Freigabe ab 16 Jahren gegeben. „Die Farbe aus dem All“ ist trotz niedriger Freigabe komplett ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

DIE FARBE AUS DEM ALL – Deutsche Blu-ray-Veröffentllichungen

 
 
 
die-farbe-aus-dem-all-2019-bluray

(c) Koch Films (Blu-ray im Keepcase)

Extras:
– Entfallene Szenen (ca. 13 Min.)
– Bildergalerie
– Original Kinotrailer

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(c) Koch Films (UHD + 2 Blu-ray im Mediabook – Cover A)

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(c) Koch Films (UHD + 2 Blu-ray im Mediabook – Cover B)

Extras:
12-seitiges Booklet mit Texten von Christoph Huber und Stefan Jung
Disc 1 Blu-ray Die Farbe aus dem All 4K UHD (HD, ca. 110 Min.):
Entfallene Szenen (ca. 13 Min.)
Bildergalerie
Original Kinotrailer
Disc 2 Die Farbe aus dem All Blu-ray (HD, ca. 110 Min.):
Entfallene Szenen (ca. 13 Min.)
Bildergalerie
Original Kinotrailer
Disc 3 Blu-ray Bonus Blu-ray:
Color out of Space Featurette (ca. 20 Min.)
Weltpremiere in Toronto (ca. 21 Min.)
Interviews mit Cast & Crew (ca. 13 Min.)
Richard Stanley – The Movies that Made me (Trailers from Hell Audiopodcast) (ca. 66 Min.)
„Lost in Landshut“ – Interview mit Richard Stanley (ca. 49 Min.)
„The Colour out of Space“ & „The Garden“ – Kurzfilme von Patrick Müller (ca. 11 Min.)
„Rites of passage“ – Kurzfilm von Richard Stanley (ca. 10 Min.)
„Incidents of an expanding universe“ – Kurzfilm von Richard Stanley (ca. 45 Min.)
„Voice of the moon“ – Dokumentation von Richard Stanley (ca. 33 Min.)
„The sea of perdition“ – Kurzfilm von Richard Stanley (ca. 9 Min.)
 

Die Farbe aus dem All [UHD + 2 Blu-ray im Mediabook – Cover A] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Die Farbe aus dem All [UHD + 2 Blu-ray im Mediabook – Cover B] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 


 
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(c) Koch Films (UHD + 5 Blu-rays + CD im Digipack)

Extras:
104-seitiger Original Nachdruck des „Amazing Stories“-Magazins, welches die H.P. Lovecraft Geschichte erstmals veröffentlichte
12-seitiges Booklet mit Texten von Christoph Huber und Stefan Jung
Zwei DIN-A1-Kinoplakate
6 Retro-Aushangphotos
Disc 1 Blu-ray Die Farbe aus dem All – Color Out of Space 4K UHD (HD, ca. 110 Min.):
Entfallene Szenen (ca. 13 Min.)
Bildergalerie
Original Kinotrailer
Disc 2 Die Farbe aus dem All – Color Out of Space Blu-ray (HD, ca. 110 Min.):
Entfallene Szenen (ca. 13 Min.)
Bildergalerie
Original Kinotrailer
Disc 3 Blu-ray Bonus Blu-ray:
Color out of Space Featurette (ca. 20 Min.)
Weltpremiere in Toronto (ca. 21 Min.)
Interviews mit Cast & Crew (ca. 13 Min.)
Richard Stanley – The Movies that Made me (Trailers from Hell Audiopodcast) (ca. 66 Min.)
„Lost in Landshut“ – Interview mit Richard Stanley (ca. 49 Min.)
„The Colour out of Space“ & „The Garden“ – Kurzfilme von Patrick Müller (ca. 11 Min.)
„Rites of passage“ – Kurzfilm von Richard Stanley (ca. 10 Min.)
„Incidents of an expanding universe“ – Kurzfilm von Richard Stanley (ca. 45 Min.)
„Voice of the moon“ – Dokumentation von Richard Stanley (ca. 33 Min.)
„The sea of perdition“ – Kurzfilm von Richard Stanley (ca. 9 Min.)
Disc 4 Blu-ray Bonusfilm Das Grauen auf Schloss Witley (HD, ca. 80 Min.):
Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen & Dr. Gerd Naumann
Deutsche Nostalgie-Fassung (4:3)
Deutsche Titelsequenz
Umfangreiche Bildergalerie
Trailer
Disc 5 Blu-ray Bonusfilm The Curse (1987) (HD, ca. 92 Min.):
Audiokommentar mit Dr. Gerd Naumann & Matthias Künnecke und Christopher Klaese
Originaltrailer
Bildergalerie
Disc 6 Blu-ray Bonusfilm Die Farbe (2010) (HD, ca. 86 Min.):
Teaser (0:41 Min.)
Trailer (1:49 Min.)
Verlorene Szene (3:10 Min.)
Making Of (22:22 Min.)
Effekte und Konzepte (6:36 Min.)
Disc 7 CD Soundtrack CD mit Musik von Colin Stetson (ca. 45 Min.):
Ohne Bonusmaterial
 

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DIE FARBE AUS DEM ALL – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei KOCH FILMS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Das Ding aus einer anderen Welt (1982)
 
The Thing (2011)
 
Harbinger Down – Es gibt kein zurück (2015)
 

Filmkritik: „Dark Light“ (2019)

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DARK LIGHT

Story

 
 
 

Eine junge Mutter zieht in das Haus aus ihrer Kindheit und erlebt dort einen Neuanfang des Schreckens.

 
 
 


 
 
 

DARK LIGHT – Kritik

 
 
 
Einmal Horrorfilm-Macher, immer Horrorfilm-Macher. PADRAIG REYNOLDS erfüllt das Klischee von jenen Regisseuren, die mit dem Inszenieren von Horrorschockern Erfolg haben und damit nicht mehr aufhören können. Der bekam mit dem Genre-Werk RITES OF SPRING den Fuß ins Filmgeschäft und legte anschließend mit nicht minder gruseliger Ware wie THE DEVIL’S DOLLS und OPEN 24 HOURS nach. Mittlerweile sind wir bereits bei Spielfilm Nummer vier angekommen und der ist – man mag es nicht glauben wollen – wieder ein Horrorthriller. DARK LIGHT nennt sich das Ganze und sollte ein Okkult-Schocker mit Dämonen werden. Doch die Idee zu THE DEVIL IS REAL – so der anfängliche Titel – war den Produzenten zu abgedroschen. Deshalb bat man Regisseur PADRAIG REYNOLDS darum, das Skript umzuschreiben und daraus einen Kreaturenfilm zu machen. Ein Vorschlag, der bei genanntem Filmemacher Anklang fand. Der wollte schon immer ein Creature-Feature machen und ging mit seiner Idee zu Kumpel AARON SIMS, der bereits Spezialeffekte für Kinohits wie READY PLAYER ONE und PLANET DER AFFEN beigesteuert hat. Der kreierte zusammen mit seinem Team ein groteskes Wesen, das sich durchaus sehen lassen kann – zumindest, wenn man es nicht bei voller Ausleuchtung zu Gesicht bekommt.
 
 
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Annie Knox (JESSICA MADSEN aus LEATHERFACE – THE SOURCE OF EVIL) muss noch einmal neu anfangen. Der Gatte hat sie betrogen und die Mutter ist plötzlich verstorben. Die Folge: ein Nervenzusammenbruch. Deshalb zieht sie aus der gemeinsamen Wohnung aus und nimmt Tochter Emily mit in das Landhaus der verstorbenen Mutter weit abseits der Stadt. Hier inmitten von Maisfeldern und Wäldern ist es still, hier will die gekränkte Frau wieder neue Kraft tanken. Doch daraus wird so schnell nichts. Kaum eingezogen, passieren seltsame Dinge. In der Nacht ziehen Lichtkegel um das Haus und mysteriöse Schritte sind zu hören. Hinzukommt, dass die kleine Emily immer wieder von starkem Nasenbluten geplagt wird. Sind hier übernatürliche Kräfte am Werk? Zumindest ist sich Annie Knox ganz sicher. Doch niemand will ihr Glauben schenken – nicht einmal die Polizei.
 
 
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Effektives Verwirrspiel. Die große Stärke von DARK LIGHT liegt in der Tatsache, dass lang unklar bleibt, um was es denn nun wirklich in diesem Film geht. Wird die junge Mutter tatsächlich von boshaften Wesen terrorisiert oder sind die Erscheinungen alles nur psychische Manifestationen einer gestressten Frau, die – ähnlich wie im Mysterythriller DER BABADOOK – einfach überfordert mit ihrer aktuellen Situation ist? Regisseur PADRAIG REYNOLDS hebt sich die Antworten darauf bis zum Finale auf und verwirrt den Zuschauer mit immer wieder unheimlich ausgeleuchteten Konfrontationen zwischen der Filmheldin und obskuren Kreaturen, die die Frage in den Raumen werfen, ob das alles echt oder nur Einbildung ist. Apropos Ausleuchtung: DARK LIGHT tischt in Sachen Atmosphäre groß auf. Der Streifen ist von allgegenwärtiger Dunkelheit umhüllt. Ab und an huschen eigensinnige Schatten durch die Kamera. Seltsame Lichtstrahlen und ein unheimlicher Klangteppich sorgen für dichte Atmosphäre. Da kann nichts mehr schiefgehen – oder?
 
 
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DARK LIGHT verfügt über gute Voraussetzungen für einen schaurigen Filmabend. Leider kann DARK LIGHT das hohe Gruselniveau nicht bis zum Abspann halten. Der Streifen wandelt beim Showdown auf konventionellen Pfaden. Vorbei der bedachte Aufbau von Gruselstimmung, Schluss mit doppeldeutigem Verwirrspiel. PADRAIG REYNOLDS entscheidet sich für den Massengeschmack und macht Nägel mit Köpfen. Die Antworten werden auf dem Silbertablett serviert und sind etwas sehr platt, generisch und vorhersehbar geraten. Als wäre das nicht alles schon ärgerlich genug, wird das Publikum auch noch durch hektische Bilder und (zu) laute Schockmomente verschreckt. Letztere werden beinahe inflationär eingesetzt und reißen oft wegen der Lautstärke aus dem Filmsessel. Somit könnte DARK LIGHT auch ein beliebiger Schocker aus dem amerikanischen BLUMHOUSE STUDIOS sein. Dort zählen durchgestylte Filme mit makellosen Jungdarstellern und aggressiven Schocks mehr, als frische Ideen aus den Köpfen kreativer Drehbuchautoren.
 
 
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DARK LIGHT – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Anfangs Psychothriller, später Spukhausfilm, am Ende Kreaturen-Horror. DARK LIGHT ist ein atmosphärisch dichter Horror-Mix, der aber nach einem starken Auftakt so ziemlich hanebüchen wird. Dabei macht es das Creature-Feature vielen Horrorfilmen gleich, die es zu gut mit dem Zuschauer meinen. Die meisten Filmemacher legen sich anfangs ins Zeug, um möglichst gruselige Stimmung zu erzeugen. Leider sieht man sich nicht selten im Finale gezwungen, Selbiges mit Pauken und Trompeten abschließen zu müssen. Da überschlagen sich die Ereignisse und der Film muss zwangsläufig im lauten Effektegewitter enden. Dieser generische Ablauf ist auch in DARK LIGHT Programm. Anfangs wohlig schaurig, wird es vorm Abspann hektisch, laut und überladen. Aber das ist nicht der einzige Punkt, der übel aufstößt. DARK LIGHT erinnert stark an DEVIL’S GATE aus dem Jahr 2017. Auch darin wird ein junger Mann mit mysteriösen Dingen in einem Landhaus konfrontiert. Beinahe alles wurde aus genanntem Sci-Fi-Horror stibitzt: die Handlung, die Kulisse – selbst der Look. Das ist irgendwie frech.
 
 
 


 
 
 

DARK LIGHT – Zensur

 
 
 
DARK LIGHT hält sich in Sachen Gewalt zurück. Die Monster im Film knappern etwas an menschlichen Körpern herum. Ansonsten kommt mal kurz ein Schrottgewehr zum Einsatz. Hierzulande ist locker eine FSK16 drin.
 
 
 


 
 
 

DARK LIGHT – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Vertical Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Devil’s Gate (2017)
 
Extraterrestrial (2014)
 
A Dark Place (2018)
 
Vergeltung – Sie werden Dich finden (2006)
 
The Hole In The Ground (2019)
 

Filmkritik: „Life-Snatcher“ (2019)

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LIFE-SNATCHER

(ASSIMILATE)

Story

 
 
 

Könnte auch aus der Feder von Stephen King stammen: Zwei Teenager decken seltsame Vorkommnisse auf, die sich in einer verschlafenen Kleinstadt ereignen.

 
 
 


 
 
 

LIFE-SNATCHER – Kritik

 
 
 
Wenn die Indie-Schmiede GRAVITAS VENTURES mal wieder einen ihrer schnell und günstig gedrehten Produktionen auf die Horrorgemeinde loslässt, ist Vorsicht geboten. Noch vorsichtiger sollte man sein, wenn hinter genau diesem Genrefilm ein Regisseur steckt, der sich in der Vergangenheit beim auf Zelluloid gebannten Horror nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert hat. JOHN MURLOWSKI hat so ziemlich viele Videounfälle verbrochen. Der war in der Vergangenheit besonders fleißig und bescherte uns herausragende Videothekenperlen, über die nicht unbegründet heute keiner mehr reden will. Darunter so unvergessliche Highlights wie AMITYVILLE – A NEW GENERATION, RETURN OF THE FAMILY MAN oder FREEWAY KILLER. Genau dieser Regisseur hat mit LIFE-SNATCHER (im Original: ASSIMILATE) nun einen Film inszeniert, der so gar nicht zur zweifelhaften Qualität des bisherigen Schaffens passt. LIFE-SNATCHER wurde zwar auch mit kleinem Budget umgesetzt, macht aber das Beste aus dem schmalen Kapital. Das Ergebnis ist ein nettes Science-Fiction-B-Movie, das zwar fleißig bei großen Klassikern stibitzt, sich dennoch wacker schlägt. Das hätte man nicht erwartet.
 
 
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Die Teenager Zach Henderson und Randy Foster sind nicht nur beste Freunde; sie wollen auch den Leuten auf Youtube zeigen, dass ihr Heimatort gar nicht so langweilig ist, wie er auf den ersten Blick scheint. Deshalb wollen sie eine Reportage über die Stadt drehen, in der sie aufgewachsen sind und zur Schule gehen. Dass sich plötzlich seltsame Vorkommnisse in der Gegend häufen, kommt den Kumpels geradezu recht. Nachbarin Frau Bissette berichtet von einer Invasion seltsamer Insekten und auch sonst verhalten sich immer mehr Einwohner alles anderer als normal. Alles scheint, als hätten die Leute ihre Emotionen verloren. Stoff aus dem Hobbyfilmfan-Träume sind. Mit Kameras ausgestattet, geht es ans Recherchieren. Was die beiden Nachwuchsjournalisten während der Arbeit an einer Dokumentation über ihren Heimatort herausfinden, lässt das Blut sprichwörtlich in den Adern gefrieren.
 
 
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Hat ROBERT RODRIGUEZ heimlich eine Videofortsetzung zum Kassenhit THE FACULTY in Arbeit geben lassen? Oder haben sich findige Produzenten die Rechte an DIE NACHT DER CREEPS gekrallt, um schnell eine günstige Neuverfilmung des Kultfilms in die Wohnzimmer bringen zu können? LIFE-SNATCHER hat natürlich nichts mit genannten Horrorfilmen am Hut, schaut sich aber einige Kniffe ab. Hier wird eine jungendkonforme Version von DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN auf die Horrorgemeinde losgelassen, die besser ist, als man vermuten würde. Der Grund ist in den sympathischen Figuren und der rasanten Umsetzung zu suchen, die den Zuschauer regelrecht durch eine Handlung hetzt, in der es kaum Verschnaufpausen gibt. Die Bewohner einer Kleinstadt werden durch eine größere Macht geklont und ausgetauscht. Einige High School Kids tun sich zusammen, um das Schlimmste zu verhindern. Klingt natürlich nach einer weiteren INVASION VOM MARS-Kopie und ist es letztendlich auch. Dennoch unterhält LIFE-SNATCHER ungemein. Lang gefackelt wird nicht. Schnell ist man mittendrin und begibt sich mit dem talentierten Teenager-Cast auf eine Reise voller Gefahren. Da stößt man auf glibbrige Kokons und wird bald von zombiegleichen Horden ausgetauschter Kleinstadtmenschen verfolgt, die ein ganzes Haus im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf stellen.
 
 
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Regisseur JOHN MURLOWSKI zitiert nicht nur Science-Fiction-Horror der 1950er, sondern ließ es sich nicht nehmen auch eine Anspielung an den von Romero gedrehten NIGHT OF THE LIVING DEAD im Film unterzubringen. Da verschanzen sich unsere Freunde in einem Haus und werden plötzlich von vielen geklonten Menschen umzingelt, die nur eins wollen: ran an die noch nicht ausgetauscht Beute. Wir sehen Hände durch Spalten greifen und verzehrte Gesichter durch Fenster starren. Wer diese Hommage an genannten Klassiker übersieht, benötigt dringend eine Weiterbildung in Sachen Horrorfilm. LIFE-SNATCHER macht alles richtig. Statt sich darüber Gedanken zu machen, wie man die vielen Ideen mit kleinem Budget in Szene setzen kann, wird einfach umgesetzt. Natürlich bleibt bei den Spezialeffekten nicht verborgen, dass ein Sparkurs gefahren werden musste. Trotzdem tut dieser günstige Science-Fiction-Horror alles daran, um den Zuschauer auch mit kleinem Budget zu unterhalten. Mit einem Mordstempo eilt LIFE-SNATCHER dem Abspann entgegen und belehrt am Ende das Publikum eines Besseren. Letzter erkennt mal wieder, dass sich gute Horror-Unterhaltung nicht unbedingt an den Produktionskosten festmachen lässt. Billig bedeutet nicht unbedingt schlecht. Vorurteile, die man unbedingt ablegen sollte.
 
 
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LIFE-SNATCHER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Günstig – aber oho! Spannender Science-Fiction-Horror mit hohem Unterhaltungswert. Regisseur JOHN MURLOWSKI stibitzt für LIFE-SNATCHER wo es nur geht. Ob bei DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN, DICH KRIEGEN WIR AUCH NOCH oder DORF DER VERDAMMTEN – dieser Horrorthriller besteht beinahe nur aus Ideen anderer bekannter Horrorklassiker. Das ist zwar frech, aber unterhaltsam. Treu der Devise „Besser gut geklaut, als schlecht neu erfunden“ wird all das kopiert, was schon mal irgendwie im Horror-Genre funktioniert hat. Der dreiste Ideenklau zahlt sich aber aus. LIFE-SNATCHER besitzt zugängliche Helden und ein Mordstempo. Letzteres ist beachtlich und lässt dem Zuschauer kaum Zeit darüber nachzudenken, dass er all das hier im Film schon mal woanders gesehen hat. Ein cleverer Schachzug, denn wegen der rasanten Inszenierung fallen auch die Spezialeffekte nicht so sehr ins Gewicht, die wegen mangelndem Budget dann doch eher an so selbst produzierten Billigschund der Marken THE ASYLUM und SYFY-CHANNEL erinnern. Wäre mehr Kapital vorhanden gewesen, hätte es LIFE-SNATCHER vermutlich zum neuen Science-Fiction-Blockbuster gebracht. Das hätte man Regisseur JOHN MURLOWSKI gar nicht zugetraut, der seit den 1990ern eine Video-Schlaftablette nach der nächsten dreht.
 
 
 


 
 
 

LIFE-SNATCHER – Zensur

 
 
 
LIFE-SNATCHER hat kaum reißerische Schauwerte zu bieten. Einer Frau wird ein Gegenstand in die Brust gerammt, der Körper einer anderen Filmfigur wird so bearbeitet, dass er ohne Probleme in einen Wäschekorb gequetscht werden kann. Weiterhin sieht man Bisswunden, welche durch einen außerirdischen Käfer verursacht wurden. Hierzulande hat LIFE-SNATCHER ohne Probleme eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

LIFE-SNATCHER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
life-snatchers-bluray

(c) SPLENDID FILM (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Assimilate; USA 2019

Genre: Horror, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 27.09.2019

 

Life-Snatcher [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

LIFE-SNATCHER – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Splendid Film | Replicate LLC.)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Dich kriegen wir auch noch! (1998)
 
Die Nacht der Creeps (1986)
 
The Faculty (1998)
 
Body Snatchers – Angriff der Körperfresser (1993)
 
Die Körperfresser kommen (1978)
 
Invasion vom Mars (1986)

Filmkritik: „Beyond Skyline“ (2017)

beyond-skyline-2017-poster

 
 
 

BEYOND SKYLINE

(SKYLINE 2)

Story

 
 
 

Menschen kämpfen gegen Aliens und Aliens kämpfen gegen Menschen. Ein Kampf der letztendlich nur einen Sieger kennt. Nur wer wird das sein?

 
 
 


 
 
 

BEYOND SKYLINE – Kritik

 
 
 
Es erscheinen immer mal wieder Filme für den Videomarkt, da merkt man auf den ersten Blick gar nicht, dass es sich eigentlich um Fortsetzungen bekannter Blockbuster handelt. Über die Gründe lässt sich spekulieren. Oft steckt dahinter aber Kalkül, denn nicht selten versucht man mit neuer Titelkreation von der miserablen Vorlage abzulenken, damit ahnungslose Filmfans möglichst unvoreingenommen die Fortsetzung kaufen. Ganz ähnlich dürfte das beim folgenden Film passiert sein. Im Falle von BEYOND SKYLINE hat man nämlich auf die „2“ im Titel verzichtet. Hierbei handelt es sich um ein Sequel des immerhin lukrativen Science-Fiction-Krawalls SKYLINE. Der sorgte 2010 weniger durch Inhalt für Furore, sondern brachte es wegen ausufernder Spezialeffekte zu einer stattlichen Umsatzzahl. Knapp 80 Millionen US-Dollar konnte das CGI-Spektakel an den Kinokassen erwirtschaften. In Anbetracht eines Budgets von gerade einmal 10 Millionen US-Dollar ein voller Erfolg, der aber weder bei Publikum noch Kritikern gut ankam. Deren Urteil viel vernichtend aus. Nicht grundlos, setzten die Brüder COLIN und GREG STRAUSE weniger auf Logik und Substanz. Stattdessen überforderten sie den Zuschauer mit banaler Geschichte ohne Tiefgang, während der immerhin visuell ansprechend eine ganze Stadt von Aliens in Schutt und Asche gelegt wurde.
 
 
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Für die Fortsetzung nahmen die Geschwister nicht erneut auf dem Regiestuhl platz. Die konnten sich durch Spezialeffekte in Filmen wie AVATAR und 2012 einen Namen machen, fungieren aber im Falle von BEYOND SKYLINE als Produzenten. Eine gute Entscheidung wie wir finden, denn offenbar können die Brüder zwar gut mit Spezialeffekten umgehen, beim Filmemachen beweisen sie leider so gar kein Geschick. Regie-Arbeiten wie ALIENS VS. PREDETOR 2 haben das bewiesen. Für BEYOND SKYLINE konnte man LIAM O‘ DONNELL als Regisseur gewinnen. Auch der hat eher Ahnung von visuellen Effekten und das merkt man auch. Der Film macht hinsichtlich computeranimierten Schnickschnack eine hervorragende Figur. Das Drehbuch dagegen sieht mau aus. Daher: Visual-Effekt-Experten machen Effekte, Regisseure übernehmen die Regie von Filmen. So und nicht anders. Ein Schuster sollte stets bei seinen Leisten bleiben.
 
 
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Der Film knüpft an erwähnten Vorgänger an. Diesmal werden wieder Menschen von Angriffen boshafter Aliens überrascht, die es auf die Gehirne ihrer Opfer abgesehen haben. Davon bekommt auch Polizist Mark Corley (FRANK GRILLO aus DEMONIC) Wind, der gerade auf dem Weg ist, seinen Sohn aus dem Knast zu holen, weil der mal wieder auf die schiefe Bahn geraten ist. Doch klärende Vater-Sohn-Gespräche müssen warten, denn plötzlich werden ahnungslose Menschen in den Himmel gerissen, wo sie von einem riesigen Raumschiff eingesaugt werden. Was ist nur los? Gleiche Frage stellt sich auch Gesetzeshüter Corley, der aber vor der Bedrohung nicht davonlaufen kann. Der befindet sich bald selbst mit Sohnemann Trent (JONNY WESTON aus UNDER THE BED) im Schlund des Ungetüms und muss nach einem Ausweg suchen. Doch die Flucht stellt sich als kompliziert heraus. Im Inneren des Alien-Schiffes tummelt es nur so von Kreaturen – halb Predator, halb Alien. Da stellt sich die Frage: Was tun? Dabei ist die Lösung ganz einfach. Filmheld Mark Corley nutzt alle erdenklichen Gegenstände, um der Alien-Brut den Hintern zu versohlen. Actionfans wird das freuen.
 
 
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Aliens und Dresche – das sind Zutaten, die für einen anspruchslosen Filmabend sorgen. In der Tat ist BEYOND SKYLINE alles andere als gehaltvoll. Das ist aber nicht weiter tragisch, denn der Film will auch gar nicht helle sein. Dialoge halten sich in Grenzen. Stattdessen wird geballert, geschlitzt und gerannt, als würde es kein Halten mehr geben. Überraschenderweise funktioniert die einfache Rezeptur gut. BEYOND SKYLINE hat nämlich keine Längen und treibt den Zuschauer durch ein Science-Fiction-Abenteuer, das kaum Zeit zum Verschnaufen bietet. Da wird sich auf der Erde gegen boshafte Kreaturen zur Wehr gesetzt, die die Menschheit für eigene Zwecke missbrauchen wollen. Als sei das nicht bereits spektakulär genug, wird der Kampf wenig später im Raumschiff fortgesetzt, nur um die Alien-Brut am Ende noch einmal vor einem indonesischen Tempel herauszufordern. An Action mangelt es der Fortsetzung zu SKYLINE wenig. Doch die ist im Grunde genommen nur Mittel zum Zweck und soll den Zuschauer heimtückisch blenden. Vor lauter Krach, hastigen Kämpfen und schnellen Schnitten bekommt der nämlich erst gar nicht davon Wind, dass BEYOND SKYLINE genauso schwachsinnig ist, wie sein Vorgänger. Betrachtet man nämlich die zweckmäßige Story zum Film, kriegt man das kalte Grausen. Aber wir wollen nicht zu hart ins Gericht gehen. BEYOND SKYLINE ist schnörkelloses Popcorn-Kino mit hohem Unterhaltungswert, für das man eben den Kopf ausschalten muss. Die Protagonisten handeln dumm, die Aliens sind trotz weiterentwickelter Technik auch nicht gerade die hellsten Kerzen auf der Torte und die Gründe für die Invasion wollen erst recht keinen Sinn ergeben. Fans dieser Art von Filmen wird das aber kaum kümmern. Die dürften vor allem von den vielen Spezialeffekten begeistert sein, die das dünne Handlungsgerüst tragen und BEYOND SKYLINE nach weitaus mehr aussehen lassen, als er letztendlich ist. Trotz hohem Trash-Anteil stellt diese Fortsetzung den bescheidenen Vorgänger in den Schatten. Das muss man erst einmal schaffen.
 
 


 
 
 

BEYOND SKYLINE – Fazit

 
 
 

7 Punkte Final

 
 
 
Lautes Spezialeffekte-Gewitter mit hohem Action-Anteil. BEYOND SKYLINE ist nichts für Feingeister und Cineasten mit Anspruch. Der Film setzt auf niedere Instinkte und will dem Zuschauer einfach nur eine unterhaltsame Zeit bescheren. Es knallt, es donnert und es blitzt am laufenden Band. Damit hält sich der Streifen gut über die Runden und lässt gleichzeitig kaum Längen zu. BEYOND SKYLINE ist Science-Fiction-Edel-Trash. Die Effekte sehen Bombe aus und lassen erstaunen, was heutzutage alles mit dem Computer machbar ist. Da sieht man doch gern über die Tatsache hinweg, dass man auf eine Handlung mit Charakterentwicklung verzichtet hat. BEYOND SKYLINE ist das richtige Futter für Actionfans. Hier macht der Streifen keine Gefangenen, denn Action kann BEYOND SKYLINE zweifelsohne. Emmerichs INDEPENDENCE DAY ist ein Scheißdreck dagegen.
 
 
 


 
 
 

BEYOND SKYLINE – Zensur

 
 
 
BEYOND SKYLINE ist nicht sonderlich brutal. Ein paar Gehirne werden von außerirdischen Maschinen aus menschlichen Köpfen gerissen. Ansonsten gibt es im Finale noch einige Kämpfe zwischen Menschen und Aliens zu bestaunen. Hier werden noch einige Menschen in die ewigen Jagdgründe befördert. Hierzulande hat BEYOND SKYLINE in der ungeschnittenen Fassung eine FSK16 erhalten. Diese ist angemessen.
 
 
 


 
 
 

BEYOND SKYLINE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film (Blu-ray im KeepCase)

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(c) Splendid Film (Blu-ray im limitierten Steelbook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Beyond Skyline; Großbritannien | Indonesien | Kanada | Singapur | USA 2017

Genre: Horror, Science Fiction, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 107 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Making-of, Deleted Scenes, Trailershow

Release-Termin: 05.01.2018

 

Beyond Skyline [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Beyond Skyline – Steelbook [Blu-ray im Steelbook] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

BEYOND SKYLINE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte führ Grafiken liegen bei Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Darkest Hour (2011)
 
Independence Day (1996)
 
Independence Day: Wiederkehr (2016)
 
Cloverfield (2008)
 

Filmkritik: „The Recall“ (2017)

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THE RECALL

Story

 
 
 

WESLEY SNIPES im Kampf gegen Aliens, die eine Massenentführung auf der Erde planen.

 
 
 


 
 
 

THE RECALL – Kritik

 
 
 
Wenn einst gefeierte Actionstars in der Versenkung verschwinden. Im Falle von Schauspieler WESLEY SNIPES dürfte er selbst nicht unschuldig daran sein, dass die großen Filmangebote mittlerweile Schnee von gestern sind. Die einst erfolgreiche Leinwandgröße wurde 2006 wegen Steuerbetrugs in Millionenhöhe verurteilt und wanderte für drei Jahre ins Gefängnis. Danach wurde es still um den beliebten BLADE-Darsteller, der vor allem in den 1990ern zu gefragten Dauergast in Action-Blockbustern großer Studios avancierte. Leider scheiterten Comeback-Pläne nach der Haftentlassung im Jahr 2013. So versuchte Snipes im Horror-Western GALLOWWALKERS an frühere Erfolge anzuknüpfen, scheiterte aber kläglich. Der Streifen erhielt negative Kritiken und wurde in vielen Ländern erst gar nicht ins Kino gebracht. Seither muss Snipes nehmen was kommt und versucht mittlerweile den Lebensunterhalt durch Auftritte in drittklassigen Videoproduktionen zu bestreiten. Damit ist er nicht allein. Auch in die Jahre gekommene Actionstars wie DOLPH LUNDGREN, STEVEN SEAGAL und JEAN CLAUDE VAN DAMME backen seit Jahren kleine Brötchen. Die haben in den 1980ern und 1990ern Action-Hits am Fließband gedreht. Heute will sie aber kaum noch jemand sehen. Das Leben schlägt manchmal eben seltsame Wege ein.
 
 
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WESLEY SNIPES auf Abwegen. Während der amerikanische Schauspieler früher mal gern bösen Jungs in Actionfilmen den Hintern versohlt hat, verpasst Snipes nun hinterhältigen Aliens eine Tracht Prügel. THE RECALL nennt sich ein schludriges Filmchen, das für den übersättigten Videomarkt produziert wurde und die Geschichte junger Menschen erzählt, die im Wald nach etwas Erholung suchen. Doch der Fahrt zum Feriendomizil wird durch ein kurioses Zusammentreffen getrübt. An einer Tankstelle begegnet man einem mysteriösen Jäger (gespielt von WESLEY SNIPES), der nicht zu Späßen aufgelegt ist. Der wurde vor Jahrzehnten von Aliens entführt und wartet seither auf deren Rückkehr, um ihnen den Marsch blasen zu können. Leider will ihm niemand Glauben schenken – und das, obwohl er vor Jahren als Staatsdiener im Einsatz war. Doch die Zeit des selbsternannten Jägers kommt schon bald, denn es dauert nicht lang bis plötzlich Menschen spurlos verschwinden. Auch die naiven Mittzwanziger dieser Geschichte erkennen schnell, dass den Außerirdischen Erholungsurlaub im Wald egal ist. Die jungen Leute werden von Aliens terrorisiert und müssen um ihr Leben bangen. Gott sei Dank ist WESLEY SNIPES ist der Nähe, um als zynischer Antiheld der außerirdischen Brut den Garaus zu machen. B-Movie-Trash vom Feinsten.
 
 
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Snipes versucht es mal mit Sci-Fi-Horror, welcher Unfug der legendären THE ASYLUM-Schund-Studios in Erinnerung ruft. Was hier bildgewaltig im Trailer gezeigt wird, ist alles andere als das. THE RECALL ist günstiges produziertes Videofutter ohne Anspruch, das wohl nur gedreht wurde, um Nachtsendeplätze der Fernsehanstalten füllen zu können. THE GHOSTMAKER-Regisseur MAURO BORRELLI bekleckert sich als Regisseur nicht sonderlich mit Ruhm. Der hatte sich in der Vergangenheit in erster Linie als Illustrator grafischer Vorabansichten späterer Filmszenen von Hollywood-Produktionen einen Namen gemacht und arbeitete dabei mit zahlreichen Größen wie TIM BURTON oder QUENTIN TARANTINO zusammen. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn er dabei geblieben wäre, denn als Regisseur und Geschichtenschreiber beweist er kein talentiertes Händchen. So sehen zwar die Szenarien im Film atmosphärisch aus. Inhaltlich herrscht jedoch das absolute Grausen. Das Drehbuch ist hanebüchen, die Figuren unsympathisch und sonderlich viel Sinn wollen die Ereignisse im Film auch nicht geben. Vor allem mit den Jungdarstellern meinte man es nicht gut. Nicht nur, dass das Drehbuch von Ihnen nichts abverlangt. Sie verhalten sich in THE RECALL dazu noch sinnbefreit, weshalb der Streifen vielerorts unfreiwillig komisch wirkt und deshalb zum Sondermüll avanciert. Da wird immer wieder vor Snipes dem Jäger geflüchtet, obwohl sich bald herauskristallisiert, dass er als Retter der Menschheit im Einsatz ist. Für den Zuschauer eine Nervenprobe, der sich bald wünscht, dass doch jemand dem jungen Kanonenfutter die Leviten liest. THE RECALL ist dummer Science-Fiction-Trash, welcher in der Videotheken-Ära zweifelsohne sein Dasein in den untersten Regalen gefristet hätte. Da kann einem Schauspieler WESLEY SNIPES nur Leid tun. Der scheint im Film vielerorts unterfordert zu sein und quält sich vergebens schwarzhumorig durch einen Film, der sich bereits nach wenigen Minuten als cineastischer Unfall entpuppt. Der Arme. Übrigens wurde THE RECALL im Vorfeld als neues Seherlebnis beworben. Die Macher haben den Film so gedreht, dass drei Leinwände kombiniert werden. Damit soll dem Zuschauer das Gefühl vermittelt werden, das er nicht nur dabei ist, sondern mittendrin. Bisher haben nur wenige Blockbuster von diesem Kinoformat Gebrauch gemacht. Zuletzt fand das Dreileinwand-Prinzip in STAR TREK BEYOND Verwendung. Auf dem platten Bildschirm im Wohnzimmer zumindest, lockt man mit THE RECALL leider keinen Fan mehr vorm Ofen hervor. Da kann mit noch so vielen visuellen Raffinessen im Multiplex geworben werden.
 
 
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THE RECALL – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Liebloser und sinnbefreiter Alien-Horror mit einem unterforderten WESLEY SNIPES, der wohl hier nur zu sehen ist, weil er sich Filmaufträge nicht mehr aussuchen kann. Snipes quält sich hier durch ein unbrauchbares Drehbuch, das weder Figuren noch Zuschauer fordert. THE RECALL ist nach Schema F gestrickt und sorgt sich weder um seine Helden noch um Spannung oder Originalität. So plätschern Ereignisse unaufgeregt bis zum überraschungsarmen Ende, in dem die wahren Absichten einer Alien-Invasion erläutert werden, die irgendwie gar keinen Sinn ergeben wollen. THE RECALL ist nicht sonderlich spannend. So wird es erst in den letzten dreißig Minuten interessant. Dann nämlich blickt man ins Innere eines Alien-Raumschiffs, das für weiterentwickelte Lebensformen erstaunlich unterentwickelt ist. Ob die erbärmliche Ausstattung auf Sparmaßnahmen zurückzuführen ist? Vermutlich ging das meiste Budget auf das Konto von WESLEY SNIPES, der nach seinem Gefängnisaufenthalt wohl noch offene Rechnungen bezahlen muss. THE RECALL ist nur was für leidenschaftliche Trash-Liebhaber. Der Rest dürfte mit diesem Unfug nur wenig anfangen können.
 
 
 


 
 
 

THE RECALL – Zensur

 
 
 
THE RECALL ist kein Splatterstreifen und auch sonst hält sich der Film mit Gewalt zurück. Blutige Schauwerte hat THE RECALL kaum zu bieten. Daher hat er es ohne Probleme mit einer Freigabe ab 16 Jahren in die Händlerregale geschafft.
 
 
 


 
 
 

THE RECALL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Falcom Media Group

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Recall; Kanada 2017

Genre: Horror, Thriller, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 94 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wendecover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 23.02.2018

 

The Recall [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

THE RECALL – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Falcom Media Group)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Alien Abduction (2014)
 
Die Vierte Art (2009)
 
Extraterrestrial (2014)
 
Dark Alien (2014)
 

Filmkritik: „The Void“ (2016)

the-void-poster
 
 
 

THE VOID

Story

 
 
 

Ein nahezu stillgelegtes Krankenhaus mitten im Nirgendwo entpuppt sich für einen kleinen zusammengewürfelten Trupp zu einer Art Vorhölle …

 
 
 


 
 
 

THE VOID – Kritik

 
 
 
Nach einem eher ereignislosen Tag stolpert Sheriff Carter mitten im nächtlichen Wald ein sich auf der Flucht befindlicher verletzter junger Mann vor die Füße, den er ins nächstgelegene Krankenhaus chauffiert. Dort verrichten die letzten Mitarbeiter ihren Dienst, der hauptsächlich darin besteht, für Notfälle zur Verfügung zu stehen. Soweit dies nach einschränkenden Brandfolgen möglich ist.
Kurz darauf treffen zudem zwei äußerst aggressiv wirkende, bewaffete Männer ein, die dem gerade Eingelieferten ans Leder wollen. Doch damit nicht genug. Während die erste Krankenschwester plötzlich beginnt durchzudrehen, versammeln sich vor den Türen bereits schweigend unheimlich wirkende Zeitgenossen, deren Art Ku-Klux-Klan-Gewänder nichts Gutes verheißen. Die Nacht des Grauens kann beginnen. THE VOID bedient von Beginn an die tief verankerten Bedürfnisse von Horrorfans mit einer stimmigen Prämisse. Eine kleine Gruppe, eingeschlossen an einem trostlos einsamen Ort an dem sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, wird mit dem Unvorstellbaren konfrontiert und kämpft verzweifelt einen aussichtslos wirkenden Kampf um ihr Leben. Wobei das Böse nach weitaus mehr trachtet.
 
 
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Nach zirka 13 Minuten beginnt die Gewaltschraube anzudrehen und gewährt erstmals einen Blick auf die recht heftigen, liebevoll handgemachten Effekte, die sich als Stärke des klassische Muster bedienenden Horror-Scifi-Zwitters erweisen werden. (Übrigens: Erstaunlich was hier inzwischen alles ab FSK16 durchgewunken wird.) Und hier gibt es tatsächlich nichts zu meckern. Seit THE THING wurde wohl nicht mehr so schön geschmaddert und tentakelt. An den deformierten Kreaturen kann sich das Herz eines jeden Creature-Feature-Fans einfach nur erfreuen. Für die Ausarbeitung der Charaktere und deren Dialoge gilt dies leider nicht. Es ist immer ungünstig, wenn man ausgerechnet mit den Bedrohten kaum mitfiebern kann, weil sie emotional nicht berühren oder phasenweise nerven. Problematisch bleibt ebenso der Umstand, dass sich die nicht wirklich innovativ aus einigen Klassikern zusammen rezitierte krude Story, vom Timing her etwas zu langatmig nur von Effekt zu Effekt hangelt. Die ernste Situation aller Protagonisten ist dabei drehbuchtechnisch durchaus erfreulich ohne Augenzwinkern frei von Komik und überflüssigen Albereien angelegt. Umso mehr stören nun jedoch naive holprige Textpassagen, die einen an den Kopf fassen lassen. So stellt ein Protagonist nachdem bereits draußen wie drinnen das Chaos wütet unvermittelt fest: „Wir sind hier nicht sicher!“ Ja, Recht hat er ja der Gute, nur war dies zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als offensichtlich.
 
 
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Nachteilig wirkt sich neben den eher hölzernen Figurenzeichnungen (Obwohl zum Beispiel Kenneth Welsh aus TWIN PEAKS und Art Hindle aus BLACK CHRISTMAS ihr Bestes geben) der fast fehlende melodische Score aus, an dem wohl gespart werden musste, um die Kosten zu stemmen, die durch Crowdfunding aufgetrieben wurden. Von einem auch nur annähernd so wundervoll einprägsamen Thema wie bei HALLOWEEN, A NIGHTMARE ON ELM STREET oder FREITAG DER 13. ist bei THE VOID kein Ton zu hören. Dafür wabert ein Klangteppich der die trostlose Grundstimmung unterstreicht und bei Gefahren bedrohlich anschwillt. Das klingt kritisch und doch gelingt dem Streifen, der die 80er nahezu atmet, etwas was nicht viele Filme schaffen. Während man sich mit voranschreitender Laufzeit oft von dem Gesehenen distanziert, beginnt THE VOID zunehmend zu bannen und mit einem „irgendwie“ stimmigen Finale ausgesprochen versöhnlich zu enden. Der Hinweis im Abspann, dass die irre Geschichte nicht der Wirklichkeit entspricht und Ähnlichkeiten mit lebenden Personen rein zufällig wären, entlässt zudem mit einem kleinen Lächeln. Die fähigen Regisseure Gillespie und Kostanski haben die Hoffnungen der Förderer des Projekts, dass zudem in kurzer Zeit abgedreht wurde, sicher nicht enttäuscht
 
 
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THE VOID – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Bei aller Kritik und dem Verneinen von Superlativen unterhält das nahezu philosophische THE VOID durchaus und erweckt Sympathie, wenn man sich die liebevoll mit Leidenschaft für´s Genre in Szene gesetzte Story bewusster vor Augen führt. Die teils bizarre Collage aus an HELLRAISER, ASSAULT – ANSCHLAG BEI NACHT, BASKIN, THE THING u.v.a.(!) erinnernden Szenen liefert somit unterm Strich ambitioniert nostalgischen Spaß und hat bei allen Abzügen deutlich mehr zu bieten, als viele andere lieblos hingehunzte Genrevertreter. Und unter uns: Ist ein unvollkommenes, aber engagiert-ehrgeiziges B-Movie nicht deutlich charmanter als ein glatt polierter A-Blockbuster?

 
 
 


 
 
 

THE VOID – Zensur

 
 
 
Heftig und kompromisslos geht es zu. Während gestochen, gehackt und verbrannt wird, spritzen Blut und Schleim so wie es sich gehört und auch Schwangere werden nicht verschont. Sehr lobenswert, dass THE VOID trotzdem eine ungeschnittene Freigabe erhalten hat. Eine Ursache dafür mag sein, dass die Gewalt an keiner Stelle selbstzweckhaft grenzaustestend zelebriert wird, sondern eher die phantasievollen Mutationen im Mittelpunkt stehen. Auf dem Cover der erhältlichen Heimkinofassung ist der FSK16-Flatschen zu sehen. Glücklicherweise besitzt die Veröffentlichung ein Wendecover. Horrorfans und Sammler können demnach bedenkenlos zugreifen.
 
 


 
 
 

THE VOID – Deutsche Blu-ray

 
 
 
the-void-bluray

(c) Ascot Elite Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Void; Kanada 2016

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Keepcase mit Wechselcover und Schuber

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 19.05.2017

 

The Void [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE VOID – Trailer

 
 


 
 
 

Andy78

(Rechte für Grafiken liegen bei ASCOT ELITE HOME ENTERTAINMENT)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Thing (2011)
 
Das Ding aus einer anderen Welt (1982)
 
Black Mountain Side (2014)
 
Blutgletscher (2013)
 
Harbinger Down (2015)
 
Hellraiser – Das Tor zur Hölle (1987)
 

Filmkritik: „UFO – Es ist hier“ (2016)

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UFO – ES IST HIER

Story

 
 
 
Fünf Filmstudenten machen in den Wäldern eine Begegnung mit der dritten und tödlichen Art.
 
 
 


 
 
 

UFO – Kritik

 
 
 
Hatte Regie-Legende RIDLEY SCOTT etwa noch Zeit, um während der Dreharbeiten zu PREMOTHEUS 2 heimlich an einem Alien-Sequel im Found-Footage-Format zu arbeiten? Zumindest liegt die Vermutung nahe, wenn man sich den Trailer zu UFO – ES IST HIER anschaut. Was hier gezeigt wird, erinnert schon irgendwie an die vielen Plagiate des Science-Fiction-Klassikers ALIEN – DAS UNHEIMLICHE WESEN AUS EINER ANDEREN WELT, der sich vor allem wegen dem von HR GIGER entworfenen Filmmonster einen Platz in den Herzen vieler Filmfans sichern konnte. Selbstverständlich hat RIDLEY SCOTT weder an UFO – ES IST HIER gearbeitet, noch dürfte er den Film überhaupt gesehen haben. Hinter dem Wackelkamera-Krimi steckt nämlich ein deutscher Filmemacher, der bereits mit DIE PRÄSENZ einen kleinen Erfolg feiern konnte. Der deutsche Geisterfilm schaffte es bis in die Kinos und erhielt reichlich Lob. Weil die Rezeptur aus Grusel in Kombination mit Found-Footage gut ankam, wird die Erfolgsformel auch gleich beim nächsten Streich angewandt. UFO – ES IST HIER besitzt all das, was man eben von Filmen dieser Art erwartet. Das bedeutet: schlechte Ausleuchtung, viel Geschrei und natürlich Gewackel, Gewackel und nochmals Gewackel. Doch hat der Film überhaupt etwas Neues zu erzählen?
 
 
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BLAIR WITCH PROJEKT lässt grüßen. Bei UFO handelt es sich um gefundenes – freilich fiktives – Videomaterial, das man 2015 in einer Scheune in den belgischen Ardennen gefunden hat. Darauf zu sehen: die fasziniere Entdeckung einer Gruppe Filmstudenten, die aber auch ihre Letzte sein wird. Eigentlich wollten die Kommilitonen eine Zoo-Dokumentation drehen. Bis sich die Tiere in ihren Käfigen merkwürdig verhalten. Der Grund ist schnell gefunden. Eine rätselhafte Himmelserscheinung macht den Tieren Angst, was aber das Interesse der Studenten weckt. Die vermuten einen herabfallenden Meteor und versuchen den Einschlagsort des Gesteins zu orten. Nach Stunden vergeblicher Suche, findet man den Krater. Doch die Nacht ist schneller da, als gedacht. Weil man die Hand nicht mehr vor Augen sieht, beschließt man das Nachtlager aufzuschlagen und die Untersuchungen am nächsten Tag vorzusetzen. Leider kommt natürlich alles anders, als gedacht. Etwas nicht Menschliches hat im Wald Zuflucht gesucht und ist nicht zu Scherzen aufgelegt. Kein gutes Omen für die fünf Freunde, die den Kampf gegen etwas aufnehmen müssen, das nicht von dieser Welt ist. Ob sie unbeschadet nach Hause finden werden?
 
 
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Besser gut geklaut, als schlecht neu erfunden. Wie bereits schon in THE BLAIR WITCH PROJECT werden Ereignisse pseudodokumentarisch aufbereitet. Der Zuschauer bekommt die Geschehnisse durch die Handkamera zu sehen, die einer der Protagonisten bei der Flucht vor Aliens mit sich führt. Das ist Found-Footage-typisch und nach wie vor eine gute Methode, um den Zuschauer in die Handlung einzubeziehen. Dem wird durch die permanente Egoansicht das Gefühl vermittelt, als wäre er selbst Teil der Gruppe. Leider hat die gewöhnungsbedürftige Ansicht auch so seine Tücken, denn stabile Bilder gibt es nur selten zu sehen. Hinzugesellen sich abrupte Schnitte und konfuses Geschüttel, das vor allem in hektischen Momenten aus dem Ruder läuft und das Folgen der Handlung erschwert. Doch nicht alles ist schlecht. Hervorzuheben wären die gut gewählten Darsteller, die zur Abwechslung auch mal was können. Die scheinen ab und an zu improvisieren, was UFO – ES IST HIER authentisch erscheinen lässt. Authentisch sind auch die simplen, aber immerhin handgemachten Spezialeffekte, die zu keiner Zeit ihre Wirkung verfehlen. Da kommen ominöse Alien-Eier vor die Linse und plötzliches Alien-Tohuwabohu, das wie aus dem Nichts vor die Kamera erscheint, lässt kurz in den Sessel rutschen. UFO erfindet definitiv nicht das Rad neu, macht aber seine Sache nicht unbedingt schlecht. Vergleicht man den Streifen mit den vielen überflüssigen Found-Footage-Filmen der letzten Jahre, kommt diese deutsche Produktion sogar noch besser weg, als so manch übler Wackel-Unsinn aus Übersee. Wer sich beim Vorgänger DIE PRÄSENZ aus der Mache von DANIELE GRIECO gut unterhalten gefühlt hat und immer noch nicht die Nase rümpft, wenn er allein nur das Wort „Found Footage“ liest, macht auch mit UFO – ES IST HIER definitiv nichts falsch. Na also, die Deutschen können auch anders, als immer nur Arthaus, Komödie und Anspruch.
 
 
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UFO – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Joar, ist halt ein Found-Footage-Film – nur eben ein deutscher. UFO – ES IST HIER ist ein Found-Footage-Mix aus THE THING, BLAIR WITCH PROJECT und ALIEN, der mit kleinem Budget große Wirkung erzielen will. Die für dieses Subgenre bekannten Regeln werden eingehalten, Protagonisten verhalten sich nicht immer nachvollziehbar und Handyempfang ist in entscheidenden Momenten nicht vorhanden, wenn Hilfe benötigt wird. Trotz Gewackel, schlechtem Bild und Klischees kann UFO etwas, was vor allem den guten Darstellern zu schulden ist, die so authentisch und sympathisch agieren, dass man meinen könnte, sie schon jahrelang zu kennen. Für knapp 100.000 Euro Budget gibt’s obendrauf seichte Gruselatmosphäre und einige geschickt getrickste Spezialeffekte. Schon beachtlich, wenn man bedenkt, dass man für gleiches Geld in Hollywood gerade mal eine vernünftige Putzfrau bekommt, die nach den Dreharbeiten das Filmset reinigt. Für Fans des mittlerweile zu oft genutzten Found-Footage-Stilmittels durchaus einen Blick wert, weil UFO innerhalb seiner Möglichkeiten einige ganz cleverer Schocks zu bieten hat. Wer ohnehin genervt von Filmen mit Wackel-Gimmick ist, dürfte auch mit UFO – ES IST HIER nichts anzufangen wissen, dafür sträubt sich der Alien-Grusler vor frischen und neuen Ideen. Da kann man nur hoffen, dass Regisseur DANIELE GRIECO als nächstes mal einen richtigen Horrorfilm ohne den unnötigen Found-Footage-Schnickschnack dreht. Könnte vermutlich ein deutsche Indie-Hit werden.
 
 
 


 
 
 

UFO – Zensur

 
 
 
In UFO – ES IST HIER gibt es nicht viel Grausames zu sehen. Der Film hat in seiner ungeschnittenen Dassung eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten. Die ist auch berechtigt und angemessen.
 
 
 


 
 
 

UFO – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) M-Square Pictures | daredo (Soulfood)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Ufo – Es ist hier; Deutschland 2016

Genre: Horror, Science Fiction

Ton: Deutsch DD 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Erstauflage im Schuber

Extras: Behind the Scenes – Interviews mit dem Regisseur (deutsch), Behind the Scenes – Interviews mit dem Regisseur (englisch), Audiokommentar des Regisseurs, M-Square Trailershow

Release-Termin: 28.10.2016

 

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UFO – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

(Die Rechte für alle Grafiken liegen bei M-Square Pictures | daredo (Soulfood))

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Alien Abduction (2014)
 
Absence (2013)
 
The Blair Witch Project (1999)
 

Filmkritik: „Thirst“ (2015)

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THIRST

Story

 
 
 

Gar ungehorsame Teenager geraten in einem Boot Camp an ein hungriges Monstrum aus dem All. Langweilig!

 
 
 


 
 
 

THIRST – Kritik

 
 
 
Na? Kennt Ihr noch ALIEN und dessen Fortsetzungen? Na klar! Das Original von RIDLEY SCOTT ist bis heute unerreicht und wurde während der letzten Jahrzehnte oft und gern kopiert. Leider konnte keine dieser mehr oder weniger direkten Kopien die Klasse des wohl besten Alien-Schockers auf unserem Film-Planeten erreichen. Das ist auch kein Wunder, hat es ALIEN doch geschafft, ein ganzes Genre zu revolutionieren und nachhaltig zu prägen. Dafür muss man Regisseur RIDLEY SCOTT an dieser Stelle zu Recht Dank aussprechen. Leider hat der Science-Fiction-Klassiker auch viele Nachahmer auf den Plan gerufen. Einer derer ist GREG KIEFER. Der macht sich erst gar keine Gedanken darüber, dass das plumpe Kopieren von Scotts Weltraum-Grusler in Fankreisen nicht unbedingt auf Zustimmung stoßen dürfte und geht auf Risiko. Entstanden ist genau das, was man sich vorstellt, wenn jemand versucht ALIEN nachzueifern: Trash, Trash und nochmals Trash. Viel Action aber günstig lautet die Devise in dieser für den Videomarkt schnell gedrehten Alien-Hetzjagd in der mal wieder Menschen vor Aliens fliehen müssen und Aliens Menschen fressen. Gott, ist das einfallsreich.
 
 
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In THIRST geht es dummen Teenagern an den Kragen. Die wurden von den Eltern in ein Boot Camp gesteckt, wo sie endlich wieder auf den Pfad der Tugend gebracht werden sollen. Schluss mit Drogen, Alkohol und Ungehorsam. In staubiger Wildnis sollen die Kids Erleuchtung finden. Dazu werden aber erst einmal die Handys einkassiert. Keine gute Idee, hätten die doch manche Tragödie verhindern können. Was in THIRST niemand weiß: Inmitten der kargen Landschaft treibt ein außerirdisches Monster sein Unwesen. Das ist einige Nächte zuvor auf der Erde gelandet und scheint von der langen Reise durstig zu sein. Gut, dass die Beute im neuen Revier reich ist. So macht sich die Kreatur auf zu jagen und saugt den neunmalklugen Teenagern die Lebensenergie aus. Leider befindet sich innerhalb der Gruppe ein besonders zähes Exemplar. Das nimmt den Kampf auf und erlöst das Alien am Ende mit einem Gnadenschuss. Hat man alles schon etliche Male gesehen. Innovativ ist anders.
 
 
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THIRST verspricht auf dem Filmplakat viel, doch hält herzlich wenig. Die Mischung aus ALIEN und dem Action-Hit PREDATOR ist so einfallsreich, wie die komponierten Songs des Hit-Giganten DIETER BOHLEN. Hier läuft alles nach Schema F ab – Überraschungen: Fehlanzeige. Ein passabel animiertes Alien, das eher Ähnlichkeit mit einem Roboter besitzt, flitzt in THIRST durch die Kulissen und tötet alles und jeden. Bei einer so rudimentären Handlung kommt nur selten Spannung auf. Das hätte man durchaus verschmerzen können, wenn der Zuschauer wenigstens mit abwechslungsreichen Todesarten entschädigt worden wäre. Leider reduzieren sich die Schauwerte auf Explosionen und das Creature-Design. Auf Dauer etwas wenig, um Sci-Fi-Horror interessant zu machen. So ist THIRST auch nur denen zu empfehlen, die entweder Fans trashiger Filmstudios wie THE ASYLUM und SYFY sind oder nicht unbedingt den Kopf einschalten wollen, wenn sie sich Horrorfilme ansehen. Den benötigt man für THIRST in der Tat nicht. Ob das wiederum einen guten Film aus THIRST macht, steht auf einem anderen Blatt.
 
 
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THIRST – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Rasantes Horror-B-Movie für Trashfilm-Fans. Nur die dürften sich unterhalten fühlen. Das Filmplakat suggeriert atmosphärischen und düsteren Alien-Schauer mit grotesken Monstern und ekligen Momenten. Wer das nun von THIRST erwartet, wird dumm aus der Wäsche schauen. Offenbar scheint das ein Poster zu einem anderen Film zu sein, denn atmosphärisch ist hier vielleicht höchstens die weiße Schrift vor dunklen Hintergrund im Abspann. Günstig gedrehter Trash wird mit THIRST geboten, der eher an Filme der Produktionsstudios THE ASYLUM oder SYFY erinnert. Einzig der hohe Actionanteil dürfte vorm Einschlafen abhalten, weil nahezu ständig ein Roboter-ähnliches Alien zu sehen ist, das geifernd durchs Bild läuft. Demzufolge sollte man besser die Lautstärke herabdrehen – dann klappt’s auch mit dem Einschlafen. THIRST ist so arm an Ideen, dass man nicht viel verpasst, wenn man zwischendurch mal einnickt und kurz vorm Ende aufwacht. Das ist vielleicht auch besser, denn die Handlung ist derart zusammenstibitzt, dass Alien-Regisseur RIDLEY SCOTT wohl das kalte Grausen bekommen dürfte, wenn er erfahren würde, welche Kreise das von ihm geschaffene Alien-Franchise mittlerweile zieht.
 
 
 


 
 
 

THIRST – Zensur

 
 
 
THIRST ist 08/15-Alienhatz in dem Protagonisten nacheinander von einem Außerirdischen ausgesaugt werden oder als Snack für dessen Nachwuchs dienen. Einige Aussaug-Szenen sind ganz passabel umgesetzt. So sieht man, wie die Opfer merklich an Masse verlieren. Ansonsten ist der Gewalt- oder Härtegrad gering. Hier steht in erster Linie Action im Mittelpunkt. THIRST dürfte in Deutschland mit einer 16er-Freigabe die FSK passieren.
 
 
 


 
 
 

THIRST – Trailer

 
 

Um den Trailer zu sehen auf „Watch on VIMEO“ klicken

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Aliens – Die Rückkehr (1986)
 
Pitch Black – Planet der Finsternis (2000)
 
Predators (2010)
 
Astaron – Brut des Schreckens (1982)
 
Xtro II – Die zweite Begegnung (1990)
 
X-Tro 3 (1995)
 

Filmkritik: „Harvest Lake“ (2016)

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HARVEST LAKE

Story

 
 
 

Eine Geburtstagsfeier läuft aus dem Ruder. Ben will mit Freundin und Kumpels den 26. Jahrestag in einer Hütte am See feiern. Leider werden die Freunde bald zu hilflosen Geiseln ihrer eigenen Triebe. Irgendwas im Wald scheint ihre Lust fremdzusteuern. Doch wer oder was ist dieser gemeine Übeltäter?

 
 
 


 
 
 

HARVEST LAKE – Kritik

 
 
 
In HELLRAISER hat man’s getan, in IT FOLLOWS gehörte es dazu und in den Filmen von DAVID CRONENBERG ist es sowieso Programm. Wer im Filmbusiness polarisieren und prägenden Eindruck hinterlassen will, kombiniert einfach Sex und Horror, damit Filmfans was zu sehen bekommen und sich prüde Sittenwächter dran abarbeiten können. Mit letzteren steht der Regisseur des folgenden Streifens bereits auf Kriegsfuß. Horror-Newcomer SCOTT SCHIRMER bekam mit dem Coming-of-Age-Film FOUND – MEIN BRUDER IST EIN SERIENKILLER in einigen Ländern erhebliche Probleme. Darin vermischte er recht unverfroren Sexualität mit Gewalt und stieß vor allem bei den besorgten Zensurbehörden auf Ungnade, die rigoros Schnitte forderten. Was jedoch zum Schutze der Jugend wohlwollend in Kauf genommen wurde, entwickelte sich zu unfreiwilliger PR. Der Film machte gerade wegen der Zensurproblematik müde Horrorfans munter und erhielt zudem auf Festivals gute Kritiken, so dass die Filmrechte schnell in viele Länder verkauft werden konnten. Vier Jahre sind seither vergangen und SCOTT SCHIRMER scheint sich bewusst viel Zeit für seinen nächsten Streich gelassen zu haben, mit dem er wohl nun beweisen möchte, dass FOUND keine Eintagsfliege gewesen ist. HARVEST LAKE nennt sich der Nachfolger, der zweifelsohne zu den ungewöhnlichsten und bizarrsten Genrebeiträgen gehört, die das Filmjahr 2016 bisher hervorgebracht hat. Der Grund hierfür ist einfach erklärt. Schirmer vermischt abermals Sex mit Horror, entführt den Zuschauer aber diesmal in surreale Sphären, die HARVEST LAKE vor allem für jene Filmfreunde interessant machen dürfte, denen es im Horrorkino nicht absurd und ausgefallen genug zugehen kann.
 
 
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Eine erotische Reise in den Wald der Triebe und Lüste. Was in HARVEST LAKE passiert, hat man wohl bisher so noch nicht auf der Mattscheibe gesehen. Hier fahren einige Mittzwanziger (darunter ELLIE CHURCH aus HEADLESS) in die Wälder, um in einer einsam gelegenen Hütte den Geburtstag einer der Anwesenden zu feiern. Nach anfänglichen Plaudereien und Bädern im See passiert ganz Sonderbares. Sexuelle Energie wird entfacht und die Freunden überkommt es. Während die Hemmungen fallen und sich die kleine Gruppe der Fleischeslust hingibt, wachsen im Wald seltsame Pflanzen. Phallusförmige Gebilde, an Schamlippen erinnernde Pilze und busen-gleiche Blüten durchziehen das Dickicht und scheinen die Sinne der fünf Kumpels zu vernebeln. Die lassen ihrer sexuellen Lust freien Lauf ohne zu ahnen, dass sie dadurch unfreiwillig Teil eines fremdartigen Lebenszyklus werden.
 
 
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Es ist schwer in Worte zu fassen, was sich Regisseur SCOTT SCHIRMER da hat einfallen lassen. Irgendwo zwischen DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN (die 1978er-Adaption) und Cronenbergs SHIVERS reiht der Macher sinnliche Bilder von Menschen beim Geschlechtsakt aneinander, die von einer nicht näher erläuterten Macht manipuliert, gesteuert und für die eigenen Zwecke missbraucht werden. Was sich surreal liest und vermutlich einen tieferen Sinn beherbergt, ist auch definitiv surreal, hat aber laut Schirmer keine besonders tiefgründige oder doppelbödige Aussage. Der Regisseur wollte einfach nur einen abgefahrenen Genrefilm mit viel Sex drehen, dessen Skript er zusammen mit seinem Kollegen und Freund BRIAN K. WILLIAMS verfasst hat. Die beiden hatten schon immer mal vor gemeinsam einen Film zu drehen. Leider fehlte für das Vorhaben stets die Zeit. Als die beiden einige Tage frei hatten, nahm man die Gelegenheit beim Schopfe und steckte die Köpfe zusammen. Einige Gespräche später entstand die Idee zu HARVEST LAKE, der anfangs eigentlich eher in Richtung Sexkomödie im Stil des Teenager-Klamauks PORKY’S gehen und sich im Verlauf zur Spielfilmversion von DEEP DWELLERS (ein Kurzfilm im Vorgängerfilm FOUND) entwickeln sollte. Letztendlich entschied man sich dann doch für einen ernsten Film und schlug die Science-Fiction-Schauerrichtung ein, um den Genreanspruch zu bewahren. Gott sei Dank.
 
 
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Laut Interviews in der Fachpresse ist Schirmer ein großer Fan von Monster-Filmen und erwähnt im gleichen Atemzug einen Horror-Schlocker der späten 1980er: DAS HALLOWEEN MONSTER. Dass es demzufolge am Ende von HARVEST LAKE ebenso ein handgemachtes Monster zu bestaunen gibt, verwundert da wenig. Leider hält sich der Regisseur trotz Plauderlaune in Interviews darüber bedeckt, was die groteske Kreatur im Film denn nun eigentlich genau darstellen soll. Handelt es sich hier um Pflanzen des Waldes, die den Menschen – ähnlich wie Bienen – nutzen, um befruchtet zu werden oder haust in den Wäldern außerirdisches Leben, das menschlichen Samen zu Fortpflanzung benötigt. In HARVEST LAKE wird die Phantasie des Zuschauers gefordert, denn der surreale Bilderrausch bleibt Antworten schuldig. Nichtsdestotrotz ist Schirmers Film nicht übel – man muss sich auf das sonderbare Filmerlebnis einlassen, denn handwerklich wurde die Indie-Produktion trotz kleinem Budget tadellos inszeniert. Die Schauspieler sind gut gewählt, sympathisch und dürfen sich sogar charakterlich entwickeln. Ein geradezu hypnotischer Score brennt sich in den Kopf des Zuschauers ein und unterstreicht die erotische Anziehungskraft der im wahrsten Sinne Lust-vollen Bilder, die über Kinoleinwand oder Mattscheibe flimmern. Wer demzufolge Filme fernab des Kommerzes sucht, darf sich diesen ungewöhnlichen und hochinteressanten Genrebeitrag nicht entgehen lassen. Leider hat Macher SCOTT SCHIRMER damit die Messlatte für den nächsten Film selbst weit nach oben gesetzt. Ob er FOUND und HARVEST LAKE übertreffen kann, bleibt abzuwarten.
 
 
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HARVEST LAKE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein bizarrer Genre-Mix aus DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN und David Cronenbergs SHIVERS, der nicht ungesehen bleiben sollte. HARVEST LAKE ist ein erotisch-surrealer Bilderrausch, der Seinesgleichen sucht und mit nichts zu vergleichen ist. FOUND-Regisseur SCOTT SCHIRMER hat sich hier nach eigener Aussage von Filmen wie Zulawskis POSSESSION, Yuznas SOCIETY aber auch vom atmosphärischen australischen Klassiker PICKNICK AM VALENTINSTAG inspirieren lassen und macht Ur-Instinkte sowie Ur-Ängste zum Thema. HARVEST Lake schildert, wie abhängig doch der Mensch von seinen Trieben ist. Sind die einmal angeworfen und außer Kontrolle, hat man mit der Menschheit einfaches Spiel. So werden im Film Menschen zu willenlosen Sklaven umfunktioniert, die am Ende ein Dasein wie die Tiere des Waldes fristen müssen (dürfen?), weil eine nicht näher erklärte Macht weiß, wie sie die Sinne von Mann und Frau beflügeln muss. Einmal vom Nektar der Liebe gekostet, ist der Mensch willenlos und sitzt in der Venusfalle. Umso erschreckender, was ein Cocktail aus Verlangen, Lust und Liebe mit unseren Köpfen anstellt. Fließt das Gebräu erst mal durch unsere Venen, macht es uns zu Gefangenen der eigenen Triebe. Beängstigend irgendwie.
 
 
 


 
 
 

HARVEST LAKE – Zensur

 
 
 
In HARVEST LAKE gibt es keine Gewalt zu sehen. Würden im Film nicht hin und wieder einige Erotikszenen über die Mattscheibe flimmern, wäre der Streifen ein sicherer FSK12-Kandidat. Vermutlich wird er den blauen FSK-Flatschen wegen einiger freizügigen Szenen erhalten und dürfte so frei für Jugendliche ab 16 Jahren sein.
 
 
 


 
 
 

HARVEST LAKE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei Forbidden Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Die Körperfresser kommen (1978)

Body Snatchers (1993)

Society (1989)

Shivers (1975)

Honeymoon (2014)