Filmkritik: „Das Pendel des Todes“ (1961)

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DAS PENDEL DES TODES

(THE PIT AND THE PENDULUM)

Story

 
 
 

Spanien in den Fünfzehnhundertern: Der Adlige Nicolas Medina hat ein ordentliches Kindheitstrauma im Gepäck. Sein folterbegeisterter und von der Eifersucht geplagter Vater mauerte seinerzeit die betrügerische Mutter bei lebendigem Leibe in den Kellergewölben des heimischen Schlosses ein. In der Gegenwart nimmt sich Medinas böse Gattin die Erinnerungen ihres Mannes zu Hilfe, dessen geistige Gesundheit zu torpedieren. Als der ihr auf die Schliche kommt, fällt ihm ein, dass im Keller nicht nur Mutters Skelett, sondern auch Vaters Folterinstrumente, hier sei besonders DAS PENDEL DES TODES aus dem Titel genannt, wartet…

 
 
 


 
 
 

DAS PENDEL DES TODES – Kritik

 
 
 
DAS PENDEL DES TODES zählt zu den schönsten der oft sehr freien Edgar-Allan-Poe-Adaptionen aus den sagenhaften American International Pictures, kurz AIP, -Studios. Das liegt – natürlich – vor allem am Hauptdarsteller. Vincent Price findet langsam Spaß daran, seine etablierte Hollywood-Vergangenheit als (im Regelfall hinterlistiger) Schönling in Krimis und Schnulzen hinter sich zu lassen. Vielmehr entwickelt er seine Persona als Amerikas Gesicht des Horrorkinos und wird als Nachfolger von einer Generation älterer Mimen wie Boris Karloff oder Bela Lugosi zum „Household Name“ auf dem Gruselsektor. Eine Rolle, die ihn noch in den Achtzigern zur Stimme von Michael Jacksons Hit-Video THRILLER und Liebling aller neuen Monster-Kids machen wird. Seine Art, auf zwölf Zylindern Volldampf den Bildschirm zu beherrschen und eigentlich viel mehr Vincent Price zu spielen als die Rollenfigur aus dem Drehbuch, ist immer mit einem den Zuseher umarmenden Augenzwinkern verbunden und einfach nur wunderbar.
 
 
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Regisseur Roger Corman ist der unbestrittene König der B-Movie-Sparbrötchen und gilt mit seinen erfolgreich an allen Ecken und Enden auf die Kosten achtenden Produktionsplänen – bis in die heutige Zeit – als Vorbild für junge Independent-Filmemacher. So wundern wir uns auch nicht, wenn uns die mittelalterlichen Kulissen, durch die der arme Don Nicolas hetzt, doch deutlich bekannt vorkommen. Corman bringt diese Sets fast in jeder seiner Kostümfilm-Produktionen jener Jahre zum Einsatz.
Für die sofort wiedererkennbare musikalische Untermalung des Geschehens sorgt ein weiteres Mal ein echter Gigant nicht nur des Soundtrack-Handwerks: Der texanische Orchesterleiter Les Baxter, legendärer Easy- Listening- und Exotica-Musik-Komponist, ist in den Sechzigern ein treuer Wegbegleiter Roger Cormans und verleiht den vergleichsweise kleinen Filmen des Produzenten mühelos einen Anstrich des Monumentalen.
 
 
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Amüsante Fußnote noch – wenn man sich nicht vor Schreck entzweireißen möchte: Wie viele Horrorfilme, die heute eher unter gering schauriges Unterhaltungskino für das Kind im Manne laufen, hatte auch DAS PENDEL DES TODES noch eine alte FSK-Freigabe von knackigen 18 im Genick. Die hat sich – da hat die Vernunft gesiegt – inzwischen auf die passendere FSK12, ähem, eingependelt.
 
 
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DAS PENDEL DES TODES – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Als typisch stimmungsvolle Edgar-Allan-Poe-Verfilmung von Roger Corman und AIP können wir DAS PENDEL DES TODES jedem Freund klassischen Horrorkinos natürlich nur wärmstens empfehlen. Vom Look der Kulissen über die Musik bis hin zum wunderbar übergeschnappten Spiel des unübertroffenen Vincent Price findet sich hier einfach alles, was das Herzchen des geneigten Fans höherschlagen lässt.
 
 
 


 
 
 

DAS PENDEL DES TODES – Zensur

 
 
 
DAS PENDEL DES TODES lief in den Kinos noch mit einer Freigabe ab 18 Jahren. Gleiches war bei den kommenden VHS- und DVD-Auswertungen der Fall. Erst im Jahr 2013 reichte 20th Century Fox den Titel erneut bei der FSK ein und erhielt eine zeitgemäßere Freigabe ab 12 Jahren. Nun erschien die deutsche HD-Veröffentlichung. Diese ist ungeschnitten und wurde ebenso mit einer FSK12 eingestuft.
 
 
 


 
 
 

DAS PENDEL DES TODES – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Blu-ray KeepCase)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover A – auf 500 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover B – auf 333 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover C – auf 666 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Pit and the Pendulum; USA 1961

Genre: Horror, Grusel

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: KeepCase: FSK12 (ungeschnittene Fassung) | Mediabook: ungeprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Deutscher Audiokommentar von Daniel Perée vom Wicked-Vision Filmmagazin, Englischer Audiokommentar von Roger Croman, Roger Corman-Filmographie, Barbara Steele Filmographie, Luana Anders Filmographie, John Kerr Filmographie, Originaltrailer (SD, 2:26 Min.), Bildergalerie (HD, 17:15 Min.), Prolog (HD, 5:02 Min., Englisch DTS HD Master Audio 2.0 Mono und optional mit Deutschen Untertitel) | zusätzlich im Mediabook: 12-seitiges Booklet mit Text von Nando Rohner und den Film auf DVD

Veröffentlichung: Mediabook: 18.12.2015 | KeepCase: 29.03.2018

 
 
NSM hat 2015 drei limitierte Mediabooks mit zusätzlichem Booklet zum Film veröffentlicht. Seit März 2018 kann man DAS PENDEL DES TODES auch als deutsche Blu-ray im KeepCase erwerben. Die darin enthaltene Filmfassung ist selbstverständlich ebenso ungeschnitten.
 
 

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DAS PENDEL DES TODES – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Der Rabe – Duell Der Zauberer (1963)
 
Das Grab der Ligeia (1964)
 
Satanas – Das Schloss der blutigen Bestie (1964)
 

Filmkritik: „Theater des Grauens“ (1973)

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THEATER DES GRAUENS

(THEATRE OF BLOOD)

Story

 
 
 

Edward Lionheart (Vincent Price) ist ein very britischer Shakespeare-Schauspieler, und das mit Leib und Seele. Allerdings sind seine Interpretationen der Stücke des größten Dramatikers englischer Zunge auf der eher hackfleischigen Seite des bühnenhandwerklichen Spektrums angesiedelt. Sowas wie Subtilität oder feinere Nuancen der Theaterdarsteller-Kunst müssen in Lionhearts Spiel meist der Brachialität des sprichwörtlichen Elefanten in der filigranen Kulisse des Kaffeegeschirrs weichen. Nachdem der Ruf des Mimen von spitzfedrigen Kritiker-Würstchen einmal zu oft der Lächerlichkeit preisgegeben wird, nimmt sich der sensible Künstler das Leben. So. Seltsamerweise widerfahren den Kritikern nach Lionhearts Ableben, einem nach dem anderen, gar grausame Dinge: Sie fallen einem perversem Mordknecht zum Opfer, der die Schreiberlinge nach der Façon der Mordopfer in Shakespeares Dramen um die Ecke bringt…

 
 
 


 
 
 

THEATER DES GRAUENS – Kritik

 
 
 
Oh, Vincent Price! Du wölfischster aller Horrorfilm-Böslinge. Du heimlich doch gutherziger Grusel-Onkel aus dem 30-Kilo-Fernseher von früher. Du schnarrender Overacting-Grandseigneur für die Ewigkeit. Sir Lord Vincent Price, gnadenloser Drehbuchfresser und ab einem gewissen Karrierezeitpunkt nur noch Vincent-Price-Darsteller, zieht in THEATER DES GRAUENS alle Register seines stets so sympathischen Knallchargen-Könnens.
 
 
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Es dürfte auch den Taubnesseln unter den Horrorfilmfans klar sein, wer da nach dem Abtreten des Bühnenstars mit der groben Kelle aufräumt unter dem frechen Journalistengesindel. Natürlich ist’s der alte Meister Löwenherz selbst, der die Stücke William Shakespeares neurotisch genug verinnerlicht hat, um solch brutale Mordmaßnahmen zur Anwendung bringen zu können. So werden die Lästermäuler – übrigens allesamt verkörpert von großen englischen 70er-Nebendarsteller-Widerlingen kotelettenlastigster Schmierlappigkeit – etwa, wie in RICHARD III. in einem Weinfass ertränkt oder bekommen, wie bei DER KAUFMANN VON VENEDIG, das Herz herausgesäbelt. Einer vom unvergleichlichen Miss-Marple-Perversling Robert Morley gespielten Kritikaster setzt ein als Starkoch verkleideter Lionheart das zarte Fleisch seiner betüdelten Pudel als Pastetenfüllung vor, die der feiste Gourmet unwissentlich mit großem Genuss verschlingt. Diese zutiefst PETA-untaugliche Untat ist von der Barbarenkönigin in TITUS ANDRONICUS inspiriert. Ja, Lionheart alias Price wirft sich für seine Rachemord-Szenarien in schrägste Kostüme und schreckt auch vor der wilden Verkörperung eines tuntigen Frisörs nicht zurück, um eine Kritikerin unter der Trockenhaube zu frittieren. Unterstützt wird er von seiner Tochter, die ganz nach dem größenwahnsinnigen Gusto ihres Vaters, Edwina heißt und von Emma Peel höchstselbst, Diana Rigg that is, gegeben wird und obendrein einer Horde dezent zombieartiger Obdachloser. Die waren’s nämlich, die den selbstmitleidigen Lionheart nach seinem Suizidversuch gerettet haben. Ein Handlungselement, das wir in der Zukunft bei Maestro Tim Burton wiederfinden – und der ist bekanntermaßen riesiger Verehrer von Vincent Price. Dessen letzte Rolle ist gar in Burtons EDWARD MIT DEN SCHERENHÄNDEN.
 
 
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THEATER DES GRAUENS ist nun nicht wirklich ein ernsthafter Horrorfilm. Direkt im Anschluss an die beiden erfolgreichen DR. PHIBES Filme entstanden und sich der gleichen Zehn-kleine-Negerlein-Handlung bedienend, funktioniert er als Persiflage oder zumindest humoristisches Update. Dazu gehört noch nicht einmal viel Fabulierungskunst auf unserer Seite, gilt zu erkennen, wie Regisseur Douglas Hickox (Vater des WAXWORKS-Schöpfers Anthony H.) gemeinsam mit seinem Hauptdarsteller das Gerüst des Films dazu nutzt, den Kritikern von Vincent Price‘ nennen wir sie eigentümlichen Schauspielfähigkeiten im wahren Leben die Zunge herauszustrecken. Ein Glück, dass dessen Selbstbewusstsein und vor allem Selbstironie zeitlebens groß genug waren, sich die körperliche Anstrengung eines grausamen Rachefeldzugs zu ersparen.
 
 
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THEATER DES GRAUENS – Fazit

 
 
 
10 Punkte Final
 
 
 
Ein Rating von vollen zehn! Donnerknispel, das seht Ihr hier auch nicht so oft, nech? Wenn aber ein Film des Horror-Unter-Unter-Unter-Genres „Vincent Price führt sich auf wie die Axt im Walde“ derart gekonnt alle Lampen ausballert wie THEATER DES GRAUENS das tut, dann ist selbstredend die Höchstwertung angebracht. Mindestens. Und jetzt raus hier und die Scheibe des Films kaufen!
 
 
 


 
 
 

THEATER DES GRAUENS – Zensur

 
 
 
THEATER DES GRAUENS lief bereits bei seiner deutschen Kinoauswertung ungeschnitten und mit einer Freigabe ab 16 Jahren über die Kinoleinwände. Das hat sich auch bei der VHS- und Videoauswertung nicht geändert. Nun erschien die deutsche HD-Veröffentlichung. Diese ist auch ungeschnitten und wurde mit einer FSK16 eingestuft.
 
 
 


 
 
 

THEATER DES GRAUENS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Blu-ray KeepCase)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover A – auf 444 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover B – auf 333 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover C – auf 222 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Theatre of Blood; Großbritannien 1973

Genre: Horror, Horror, Komödien

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.66:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 104 Min.

FSK: KeepCase: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Mediabook: ungeprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Audiokommentar mit Daniel Perée vom Wicked Vision-Magazin, Bildergalerie, Filmographien, Originaltrailer | zusätzlich im Mediabook: 16-seitiges Booklet mit Text von Nando Rohner und den Film auf DVD

Veröffentlichung: Mediabook: 26.08.2016 | KeepCase: 27.09.2017

 
 
NSM hat 2017 drei limitierte Mediabooks mit zusätzlichem Booklet zum Film veröffentlicht. Seit September 2017 kann man THEATER DES GRAUENS auch als deutsche Blu-ray im KeepCase erwerben. Die darin enthaltene Filmfassung ist selbstverständlich ebenso ungeschnitten.
 
 

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THEATER DES GRAUENS – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes (1971)
 
Die Rückkehr des Dr. Phibes (1972)
 
Das Schreckenshaus des Dr. Death (1974)
 

Filmkritik: „Gate – Die Unterirdischen“ (1987)

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GATE – DIE UNTERIRDISCHEN

(THE GATE)

Story

 
 
 

Der vierzehnjährige Glen entdeckt im Garten unter einem Baum eine Öffnung, die ziemlich tief herunterzuführen scheint. Dort findet er Kristalle, die er mit ins Haus nimmt. Was der kleine Metalhead nicht weiß: Er hat nicht weniger als das Tor zur Hölle geöffnet, deren dämonische, ungefähr igelgroße Bewohner sich jetzt auf den Weg durch den Garten machen. Die Welt an der Oberfläche wartet auf Eroberung.

 
 
 


 
 
 

GATE – Kritik

 
 
 
Und wie er das titelgebende Tor öffnet! Donnerknispel! Da wird zuerst eine Metal-LP rückwärts abgespielt – was damals eine ernsthaft in Talkshows und Gerichtsverhandlungen debattierte Angst der Erwachsenenwelt vor dem Abgleiten des Nachwuchses in den Satanismus darstellt – und dann auch noch ein Haustier verbuddelt. Das reicht seinerzeit als Erweckungsritual. Eine gruselige Vorstellung.
 
 
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Man muss es einfach so sagen: Tibor Takaczs ist irgendwo ein faszinierender Regisseur. Der gebürtige Ungar hat einige richtig wilde Trashfilme auf dem Kerbholz. Filme, die man sich zu Videothekenzeiten einfach gerne reingepfiffen hat. Betrunken. Nach Ausflügen ins seriöse Fach (Fernseh-Regie bei größeren Projekten) gibt er ab 2000 wieder alles und schenkt dem Genrepublikum Gurkenkeulen wie MOSQUITO MAN und ICE SPIDERS. Sein essentieller Eintrag ins große Lexikon des Horrorfilms bleibt aber GATE – DIE UNTERIRDISCHEN, seinerzeit erst die dritte Regiearbeit des Mannes.
 
 
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Das kanadische Kultfilmchen mit dem späteren Schönlings-Darsteller Stephen Dorff in der irgendwie doch mördercoolen Loser-Hauptrolle orientiert sich an wilden Effekt-Ballereien wie POLTERGEIST oder wirkt wie die Extended Version einer Episode der Serie UNGLAUBLICHE GESCHICHTEN von den gleichen Machern. Schlecht ist das gewiss nicht! In seiner Aufstellung des Kampfs von kindlichen Helden gegen die unbekannte Horrormacht ist GATE – DIE UNTERIRDISCHEN in wirklich allerbester Gesellschaft. Was in den Achtzigern neben GATE etwa die MONSTER SQUAD ist, feiert in der Gegenwart sein Comeback mit STRANGER THINGS oder Stephen Kings ES. Hier wie dort sind die jugendlichen Verteidiger der Welt eigentlich gar nicht so recht Material für schmackige Heroengesänge. Im Gegenteil – werden diese Kids doch grundsätzlich als vergleichsweise unattraktiv, unakzeptiert und insgesamt uncool portraitiert. Eben genau so, wie es bei ES und dem dort gezeigten „Club der Verlierer“ in Vollendung dargestellt wird. Das Publikum, also die jungen, nicht coolen Monster-Kids und Hard-Rock-Hörer, Star-Trek-Geeks und Rollenspieler, sollen sich verlässlich in den Charakteren auf der Leinwand wiedererkennen können. Viel Fantasie ist dann auch nicht mehr nötig, um in den Mächten, mit welchen es die jungen Protagonisten zu tun bekommen, auch die ständige Bedrohung durch die reale Welt derer zu erkennen, die sie nicht verstehen kann: Eltern, Lehrer, mobbende Sportler und Schul-Bullies.
 
 
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Wie in den Jahren der GREMLINS, CRITTERS, GHOULIES und anderer Kollegen von Ungetümen im Spielzeugfigurenformat en vogue, sind auch die Einwohner der unterirdischen Dämonenwelt von deutlich puppenhafter Statur. Eine Reihe originalgetreuer Merchandise-Monster lässt leider noch auf sich warten.
 
 
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GATE – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Toller Eighties-Monsterfilm, der die noch heute funktionierende und gern gezeigte Schlacht jugendlicher Verlierer gegen finstere Mächte wunderbar zum Leben erweckt. Zukunfts-Schmierlappen Stephen Dorff ist mit 14 noch sympathisch und spielt zeitlos gut.
 
 
 


 
 
 

GATE – Zensur

 
 
 
Alle Fassung zu GATE – DIE UNTERIRDISCHEN waren bisher ungeschnitten frei ab 16 Jahren. Das traf auf die VHS ebenso wie diverse DVD-Auswertungen zu. Natürlich hat sich das auch im HD-Zeitalter nicht geändert. THE GATE (Originaltitel) ist hierzulande auf Blu-ray ungeschnitten und besitzt einen blauen FSK16-Sticker.
 
 
 


 
 
 

GATE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Blu-ray KeepCase)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover A – auf 333 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover B – auf 333 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover C – auf 333 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover D – auf 222 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover D – auf 222 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Gate; USA 1987

Genre: Horror, Klassiker, Grusel

Ton: Englisch DTS-HD MA 2.0, Deutsch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Zwei Audiokommentare, deutscher Trailer, Originaltrailer, Teaser & Trailer, TV-Spots, Gate 2 Trailer, The Gate: Unlocked, Minion Maker, From Hell it came, The Workman speaks, Made in Canada, From Hell: The Creatures and Demons of The Gate, Gatekeepers, Making of, Storyboard Bildergalerie, Hinter den Kulissen Bildergalerie | zusätzlich im Mediabook: 16-seitiges Booklet mit Text von Nando Rohner und den Film auf DVD

Veröffentlichung: Mediabook: 05.10.2018 | KeepCase: 27.03.2020

 
 
NSM hat 2018 drei limitierte Mediabooks mit zusätzlichem Booklet zum Film veröffentlicht. Seit März 2020 kann man GATE – DIE UNTERIRDISCHEN auch in Deutschland als Blu-ray im KeepCase im Handel erwerben und muss keine Umwege über das deutschsprachige Ausland in Kauf nehmen. Die darin enthaltene Filmfassung ist selbstverständlich ungeschnitten.
 
 

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Gate – Die Unterirdischen [Mediabook – Cover C] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Gate – Die Unterirdischen [Mediabook – Cover D] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Gate – Die Unterirdischen [Mediabook – Cover E] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

GATE – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
The Gate – Das Tör zur Hölle (1990)
 
Ghoulis (1985)
 
The Hole – Wovor hast Du Angst? (2009)
 
Gremlins – Kleine Monster (1984)
 

Filmkritik: „Cut and Run“ (1985)

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CUT AND RUN

(INFERNO IN DIRETTA)

Story

 
 
 
Im südamerikanischen Guyana, erst vor ein paar Jahren Ort des Massenselbstmordes von Jonestown, tobt ein schmutziger Krieg. Auf der einen Seite steht ein Drogenkartell, auf der anderen die Armee eines General Horne, der seine Soldaten führt wie eine Sekte und sie mit kannibalistischen Riten auf sich einschwört. In dieses Szenario psychotischer Alpträume verschlägt es eine junge Journalistin und ihren Kameramann.

 
 
 


 
 
 

CUT AND RUN – Kritik

 
 
Hinter CUT AND RUN steckt kein Geringerer als Ruggero Deodato, Regisseur unter anderem des womöglich (zurecht) meistberüchtigten Kannibalen-Schockers der Bahnhofskino-Geschichte. Die Rede ist freilich von NACKT UND ZERFLEISCHT (CANNIBAL HOLOCAUST). Seine neuerliche Filmreise in die Grüne Hölle befasst sich ein weiteres Mal mit den Abenteuern von Journalisten in den beinahe surrealen Gegebenheiten der Dritten Welt. Allerdings findet das Ganze diesmal deutlich spielfilmartiger inszeniert statt als in seinem wahrlich entsetzlichen Found-Footage-Urwerk voller Splatter und echten Tiertötungen, auf dem sich der grausige Ruhm des Regisseurs bis in die Gegenwart begründet. So weist General Horne mit seiner ihn verehrenden Urwald-Miliz garantiert beabsichtigte Ähnlichkeiten zu Marlon Brandos Colonel Kurtz aus APOCALYPSE NOW auf – aber für solche, nun ja, Hommagen lieben wir das Sudelkino aus der Cinecittà ja auch.
 
 
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CUT AND RUN bewegt sich zwischen Bürgerkriegsfilm, Horror-Exploitation mit Kannibalen-Kante und trashig-großzügigem Bedienen beim eben schon erwähnten Finsternis-Trip APOCALYPSE NOW von Francis Ford Coppola. Auch auf Reverend Jim Jones und seine Suizid-Sekte des People’s Temple wird in der Figur des Generals angespielt. Dardano Sacchettis Drehbuch gibt sich große Mühe, den misanthropen Ideen seines Regisseurs Vorschub zu leisten und zeigt, dass weder die Drogenkartelle, noch die Streitmacht auf der Gegenseite und schon gar nicht die auf ihre Schlagzeilen geilen Journalisten im weitesten Sinne als Sympathieträger zu bezeichnen wären. Gesplattert wird auch hier immer wieder kräftig, jedoch ist das Handwerk der Effektkünstler nicht Mittelpunkt des Films.
 
 
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Deodatos Besetzung nimmt keine Gefangenen und liest sich wie ein perverses Who-Is-Who des italienischen Exploitation-Kinos der siebziger und achtziger Jahre. So begeistert LSD-Narbengesicht und Method Actor Richard Lynch als Kommandant der Wahnsinnigen-Armee und als Henkersknecht schwingt der einmalige Michael Berryman sogar auf dem Plakatmotiv die Machete. Aber auch klangvolle Namen wie John Steiner, Karen Black und Gabriele Tinti sind dem Kenner solcher Filmkost vertraut und lassen die Kinnlade gen Süden scheppern. In einer kleinen Rolle sehen wir Eriq LaSalle, den man besonders als Dr. Benton in EMERGENCY ROOM kennt. So ein Film konnte damals nur aus Italien kommen. Dabei sollte ursprünglich ausgerechnet Windbeutel Wes Craven Schauspieler wie Dirk Benedict durch den Film führen. Aus diesem MARIMBA betitelten Entwurf des Films wird ein paar Jahre später DIE SCHLANGE IM REGENBOGEN, einer von Cravens besten Filmen. Aber das ist eine andere Geschichte.
 
 
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CUT AND RUN – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Man nehme eine in jenen Jahren zeittypische Story über allesamt moralisch versaute Teilnehmer eines undurchsichtigen Krieges in Südamerika, einen irren Regisseur und eine Allstar-Cast von Exploitation-Halbgöttern. Da kann nichts Schlechtes bei rauskommen und so ist’s dann auch geschehen. CUT AND RUN galt zu VHS-Zeiten noch als vergleichsweise schwacher Beitrag, hat aber in den letzten Jahren deutlich an Qualität gewinnen können.
 
 


 
 
 

CUT AND RUN – Zensur

 
 
 
CUT AND RUN – der im Original INFERNO IN DIRETTA heißt – ist ein italienischer Exploitationfilm, der es wie viele Action- und Horrorfilme in den 1980ern bei der FSK nicht leicht hatte. Der Streifen erschien in Deutschland mehrfach auf VHS und wurde 1987 auf dem Index gesetzt. Erst 2012 wurde die Indizierung aufgehoben und der Film erschien in mehreren DVD-Auflagen in ungeschnittener Form. Nun hat sich der Anbieter CMV LASERVISION die Blu-ray-Auswertung vorgenommen. Während CUT AND RUN bereits 2019 vom Anbieter in zwei ungeprüften, limitierten Mediabooks veröffentlicht wurde, erscheint nun die neu von der FSK geprüfte Auflage für den Handel im Blu-ray-KeepCase. Auf dem Cover prankt ein roter FSK-Flatschen. Demnach ist die Veröffentlichung nur für volljährige Filmfans zugänglich. Dafür aber ebenso ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

CUT AND RUN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) CMV Laservision (KeepCase)

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(c) CMV Laservision (Mediabook – Cover A – auf 666 Stück limitiert)

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(c) CMV Laservision (Mediabook – Cover B – auf 333 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Inferno in diretta; Italien 1985

Genre: Horror, Thriller, Action, Abenteuer

Ton: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0, Italienisch DD 2.0

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: KeepCase: keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung) | Mediabook: juristisch geprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover | Mediabook

Extras: Original Trailer, Dokumentation „Uncut and Run“ mit Interviews (OmU), alternative Szenen, umfangreiche Bildergalerie, Programmtrailer, animierte interaktive Menüs | zusätzlich im Mediabook: Film auf DVD, 20-seitiges Booklet mit Text von Christoph N. Kellerbach

Release-Termin: KeepCase: 27.03.2020 | Mediabook: 22. März 2019

 

Cut and Run [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Cut and Run [Mediabook – Cover A] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Cut and Run [Mediabook – Cover B] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

CUT AND RUN – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei CMV Laservision)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Mondo Cannibale 3 – Die blonde Göttin der Kannibalen (1980)
 
Amazonas – Gefangen in der Hölle des Dschungels (1985)
 
Lebendig gefressen (1980)
 
Die weiße Göttin der Kannibalen (1978)
 

Filmkritik: „Das Biest – The Bat“ (1959)

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DAS BIEST – THE BAT

(THE BAT)

Story

 
 
 

Cornelia van Gorder schreibt Kriminalromane und mietet sich zur besseren Konzentration in ein schmuckes und abends nicht mehr ganz so harmloses Sommerhäuschen ein. Das Haus gehört dem örtlichen Bankdirektor, der gerade finanzielle Schwierigkeiten mit seinem Hausarzt hat. Im Ort geht ein Serienmörder um: Das Biest (The Bat, wie der Originaltitel des Films). Der reißt seinen weiblichen Opfern mit einer Stahlklaue die Kehle durch.Nach einigen Irrungen und Wirrungen finden sich unterschiedlichste Charaktere auf Cornelias Schreibe-Exil ein.

 
 
 


 
 
 

DAS BIEST – Kritik

 
 
 
Was folgt ist eine hochgradig charmante, in Horror-Ideen getunkte Variation von Agatha Christies oft bemühtem Rezept AND THE THERE WERE NONE, der als Buch und Film auf Deutsch ganz und gar Millenial-Lappen-inkompatibel ZEHN KLEINE NEGERLEIN heißt. Will sagen, der Fledermaus-Unhold geht um im alten Gruselhäuschen und erntet Leben. Der Zuschauer ist angehalten, Nägel kauend mitzurätseln, wer sich hinter der Maske des brutalen Schlitzers mit Fledermaus-Persona verbirgt. Erwartungsgemäß ist eine Theateradaption aus den späten Fünfzigern heute nicht mehr wirklich dazu in der Lage, den hartgesottenen Gore-Apostel an irgendwas anderem als seinem ungesunden Abendessen kauen zu lassen. Nö, DAS BIEST ist (selbst coloriert) was für Fans von schwarzweißen Gruselfilmen, die nicht ganz den filmhistorischen Qualitätsstandard von Universals Klassikern aus den Dreißigern erreichen. Da gab es ja einiges. Geht von weniger erfolgreichen Thrillern der großen Studios, bis zu äußerst günstig produzierten Reißern der wohlweißlich schon so genannten „poverty row“ Studios – in denen sich gerne mal Bela Lugosi sein Morphium-Geld verdient. Wenn man das weiß – und das setzen wir hier einfach mal an unser Publikum glaubend voraus – kann man an diesem alten Schinken seinen Spaß haben.
 
 
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…und mittendrin die verkannte Diva Agnes Moorehead, mit ihrer einzigartigen Optik und einer Rolle – endlich sogar mal eine Hauptrolle für die Charakterdarstellerin erster Kajüte – als Krimi-Schriftstellerin, der das wahre Leben gerade die harten Sachen serviert. Bisschen wie die betuliche Serie MORD IST IHR HOBBY oder so. Könnte man denken. In den USA ist DAS BIEST 1959 ein Double-Feature mit dem ersten MUMMY-Film der britischen Hammer Studios. Der Film ist die damals vierte Adaption eines leicht gruseligen Krimi-Theaterstücks der Autorin Mary Roberts Rinehart, das die 1920 auf ihrem eigenen Roman basierend veröffentlicht. Man merkt, wie sehr das Drehbuch auf einer Theatersituation beruht. Szenenaufbau, Auftritte und Abgänge der Figuren. Alles wirkt, als könnte gelegentlich ein Vorhang fallen. Neben der Meisterleistung von Madame Moorehead darf natürlich, wie könnte es anders sein, die schauspielerische Großartigkeit des mächtigen Vincent Price nicht unerwähnt bleiben. Der tollste aller klassischen Horrorschurken ist mal wieder ein Ausbund an Schmierigkeit, Zwielichtigkeit und allgemeiner Antipathie. Man muss ihn einfach lieben. Auch wenn er erneut einen Bösewicht spielt. Aber das kennt man ja aus 85 Prozent seiner Auftritte.
 
 
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DAS BIEST – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
In einem ächzenden Häuschen angesiedelter Gruselkrimi alter Schule. Hier haben Freunde der Universal Studios bestimmt ihren Spaß. Auch Agatha-Christie- oder Edgar-Wallace-Fans machen bei einem Zehn-kleine-Negerlein-Film inklusive Mitratemöglichkeit vermutlich nix falsch. Und Vincent Price ist sowieso immer willkommen.
 
 
 


 
 
 

DAS BIEST – Zensur

 
 
 
Die deutsche Veröffentlichung von DAS BIEST – THE BEAST ist komplett ungeschnitten und frei ab 16 Jahren. Sammler alter Horrorfilmklassiker können bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

DAS BIEST – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Studio Hamburg (DVD im Amaray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Bat; USA 1959

Genre: Horror, Mystery, Klassiker

Ton: Deutsch DD 2.0 Stereo, Englisch DD 2.0 Stereo

Untertitel:

Bild: 1,33:1 (4:3)

Laufzeit: ca. 77 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Erstmals in kolorierter sowie einer restaurierten s/w Fassung

Release-Termin: 27.03.2020

 

Das Biest -The Bat inkl. kolorierter Fassung [DVD] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

DAS BIEST – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei STUDIO HAMBURG)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Bat Whispers (1930)
 
The Bat (1915)
 
The Bat (1927)
 

Filmkritik: „Das Monster von Tokio“ (1959)

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DAS MONSTER VON TOKIO

(THE MANSTER | THE MANSTER – HALBER MANN, HALBES MONSTER)

Story

 
 
 

Auslandskorrespondent Larry arbeitet in Japan für die US-amerikanische Presse. Seiner Ehe tut das allerdings nicht gut, hat der Schreiberling auf Reisen doch nur freizeitliche Aktivitäten mit Alkohol und Weiber im Kopf. Als er den Wissenschaftler Dr. Suzuki kennenlernt schlägt der ihm vor, ihn mit einem Serum aus kosmischen Strahlen zu einem besseren Menschen zu machen. Pustekuchen! Aus der Injektion erwächst der Schulter des Journalisten ein zweiter Kopf. Und der ist nicht gerade Ablageort für ein moralisch gutes Gehirn.

 
 
 


 
 
 

DAS MONSTER VON TOKIO – Kritik

 
 
 
Tja, da hat ihn der Weißkittel an der blöden Nase herumgeführt. Statt eines braven Zeitungsmanns, der den Mächten von Sprit und Genitalien abschwört, hat die Droge das Ziel, den Menschen, Larry präzise, in die nächste, außerirdisch gedopte Evolutionsphase zu führen. Was ja, ehrlichgesagt, auch nicht so richtig hinhaut. Stattdessen geht der Sauhund auf eine Mordtour durchs pittoreske Gastland, die auch vor einem buddhistischen Mönch nicht haltmacht. Das ist aber auch ein wirklich grober Schlocker! Donnerknispel! DAS MONSTER VON TOKIO (Originaltitel: THE MANSTER) wird dem ahnungslosen amerikanischen Publikum seinerzeit als Doppelpack mit AUGEN OHNE GESICHT kredenzt. Was ne Packung. Ernsthaftes französisches Horrorkino von Weltrang und ein veritables Beispiel frühen Filmglobalisierungswahnsinns am Stück.
 
 
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Ein großer Teil des Reizes von DAS MONSTER VON TOKIO geht von seiner Exotik aus. Ja, mit seiner Stranger-in-a-strange-world-Ästhetik betritt der Film locker das Terrain exotischer Adaptionen klassischer Stoffe, wie sie der Horror-Exotique-Fanatiker gar nicht genug inhalieren kann. Handlungs- und Drehort ist Nippon, Besetzung und Stab sind maßgeblich Japaner. Man muss überlegen, dass zur gleichen Zeit das japanische Horrorkino mit JIGOKU: DAS TOR ZUR HÖLLE von selbst einen Schritt von den tollen aber auch sehr meditativ-ruhigen und aus uralten Theatertraditionen kommenden Geistergeschichten-Filmen Kenji Mizoguchis (UGETSU zum Beispiel), hin zu einer geisterbahnartigen Technicolor-Wildheit unternimmt, die fast an ein paar Einfälle des kürzlich verstorbenen Brasilianers José Mojica Marins („Coffin Joe“) erinnern. In diese Stimmung passt auch die trashige Verrücktheit von DAS MONSTER VON TOKIO auf alle Fälle.
 
 
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Man könnte sagen, hier liegt eine perverse Variation der weltbekannten „Dr. Jekyll & Mr. Hyde“-Story vor, die, durch den Beschleuniger japanischen Genre-Kinos gejagt und mit psychoaktiven Drogen aus den Tiefen des Weltalls versetzt worden ist. Dazu geht der Mumpitz nur perfekte 72 Minuten und endet mit einem hochnotwahnsinnigen Finale. Da darf der staunende Filmfreund einen Helden sehen, der auf einem Vulkan mit dem Monster kämpft, das ihm aus der Schulter wächst. Ähnlicher Doppelkopf-Irrsinn kommt 1972 von Sexploitation-Regisseur Lee Frost, als der DAS DING MIT DEN ZWEI KÖPFEN auf das Publikum der Autokinos und drogengeschwängerten Innenstadt-Kinos loslässt. Das wär mal ein Doppelfeature, liebe Kinder.
 
 
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DAS MONSTER VON TOKIO – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Exotisches Horror-Gaga, das mehr Fans haben müsste. Können wir mit diesem kleinen Text hier hoffentlich Abhilfe schaffen. US-japanische-Koproduktion, zur Gänze in Japan entstanden. 73 Minütchen lang fliegen die Fetzen der Schwachmatität. Wenn Ed Wood Geld für die Überfahrt gehabt hätte, wäre wohl sowas dabei herausgekommen.
 
 
 


 
 
 

DAS MONSTER VON TOKIO – Zensur

 
 
 
Die deutsche Veröffentlichung von DAS MONSTER VON TOKIO (der auch unter THE MANSTER – HALBER MANN, HALBES MONSTER in Deutschland vermarktet wird) ist komplett ungeschnitten und frei ab 12 Jahren. Wegen höher eingestuftem Bonusmaterial befindet sich auf den erhältlichen Heimkino-Auswertungen aber ein blauer FSK16-Sticker.
 
 
 


 
 
 

DAS MONSTER VON TOKIO – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Ostalgica (Blu-ray im KeepCase und Schuber – auf 1000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Manster; USA 1959

Genre: Horror, Mystery, Klassiker

Ton: Deutsch (DTS-HD Master Audio 1.0), Englisch (DTS-HD Master Audio 1.0)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1,66:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 73 Min.

FSK: Film: FSK12 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray wegen Bonusmaterial: FSK16

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover im Schuber

Extras: Bonusfilm: The Werewolf of Washington (4:3, Sprachen: Deutsch / Englisch, ca. 88 Minuten), Bildergalerie (16:9, ca. 2 Minuten), Trailers from Hell (16:9, ca. 7 Minuten), Hörspiel: „Mit den Insekten kam das Grauen“ (55 Minuten), Booklet (16 Seiten)

Release-Termin: 06.03.2020

 
 
Der Anbieter OSTALGICA hat THE MANSTER unter dem alternativen deutschen Titel DAS MONSTER VON TOKIO hierzulande zum ersten Mal auf Blu-ray veröffentlicht. Die Blu-ray befindet sich in einer 2er-Amaray-Box im Schuber (DVD-Größe mit partielle Lackierung). Das KeepCase besitzt ein zusätzliches Wendecover. Dass der Streifen in tadellosem HD und ungeschnitten vorliegt, ist natürlich selbstverständlich. Doch das ist nicht alles. OSTALGICA hat ein lobenswertes Bonuspaket geschnürt. So befindet sich neben dem Hauptfilm ein weiterer Streifen auf der Blu-ray. Hierbei handelt es sich um den amerikanischen Gruselfilm THE WEREWOLF OF WASHINGTON aus dem Jahre 1973. Weiterhin liegt das Hörspiel MIT DEN INSEKTEN KAM DAS GRAUEN. Die Blu-ray zu DAS MONSTER VON TOKIO ist auf 1000 Stück limitiert. Sammler sollten schnell zugreifen.
 
 
 

Das Monster von Tokio – Classic Chiller Collection 6 [Blu-ray + Hörspiel-CD] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 

DAS MONSTER VON TOKIO – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Studio Hamburg (DVD im Amaray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Manster; USA 1959

Genre: Horror, Mystery, Klassiker

Ton: OmU: Englisch DD 2.0 Stereo

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 4:3

Laufzeit: ca. 73 Min.

FSK: Film: FSK12 (ungeschnittene Fassung) | DVD wegen Bonusmaterial: FSK16

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Erstmals in kolorierter sowie einer restaurierten s/w Fassung, inklusive Zusatzszenen

Release-Termin: 27.03.2020

 
 
Unter dem deutschen Titel THE MANSTER – HALBER MANN, HALBES MONSTER hat der Anbieter STUDIO HAMBURG eine ungeschnittene DVD auf den Markt gebracht. Auf dieser befindet sich THE MANSTER (so der Originaltitel) nicht nur in der schwarz/weiss gedrehten Fassung. Auch eine kolorierte Fassung des Streifens befindet sich mit auf der Disk. Das Besondere: Es ist die erste deutsche Auswertung der Farbfassung auf DVD in Deutschland. Dennoch ist nicht alles Gold, was glänzt. Beide Fassung liegen in bescheidener Qualität vor. Im HD-Zeitalter freut das den Horrorfilmfan natürlich nicht unbedingt.
 
 

The Manster Halber Mensch, Halbes Monster – kolorierte Fassung (OmU) [DVD] ungeschnitten auf AMAZOn kaufen

 
 


 
 
 

DAS MONSTER VON TOKIO – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei STUDIO HAMBURG | OSTALGICA)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Das Ding mit den 2 Köpfen (1972)
 
Der Mann mit den zwei Köpfen (1971)
 

Filmkritik: „Stephen Kings Schlafwandler“ (1992)

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STEPHEN KINGS SCHLAFWANDLER

(SLEEPWALKERS)

Story

 
 
 
Mutter Mary und Sohn Charles Brady haben ein, nein eigentlich zwei finstere Geheimnisse. Des Nächtens verwandeln sich die beiden in menschengroße Raubkatzen auf zwei Beinen. Werkatzen? Jedenfalls sind sie mit Vampirismus geplagt und inzestuös miteinander im Gange. Echte Katzen können auch hinter der tagsüber aufrechterhaltenen Menschengestalt der Monster sehen, was Sache ist und sind in der Lage, den Feinden im Kampf schwere Wunden zuzufügen. Nach dem Umzug in den Mittleren Westen der USA macht sich Charles an die hübsche Tanya ran, deren Lebenssaft für ihn und seine Frau Mutter benötigt wird.

 
 
 


 
 
 

STEPHEN KINGS SCHLAFWANDLER – Kritik

 
 
SCHLAFWANDLER, ein irgendwie in den letzten Jahren ein wenig vergessener Horrorfilm der Video-Ära, ist Stephen Kings deutlich als solche zu erkennende Hommage an Jacques Tourneurs romantischen Gruselklassiker KATZENMENSCHEN aus den Vierzigern. Da Regisseur und Autor Paul Schrader bereits 1982 ein Remake in die Kinos bringt, will King in der Folge nicht einfallslos wirken und sieht sogar von der Veröffentlichung des Romans ab. 1992 dann schreibt er selbst das Drehbuch und findet als Regisseur Mick Garris, mit dem er in den nächsten Jahren immer wieder zusammenarbeiten wird. Die für damalige Verhältnisse aufwendige TV-Serienproduktion THE STAND: DAS LETZTE GEFECHT stammt zum Beispiel von Garris. Diese Debüt-Kooperation der beiden Horror-Helden sticht bereits heraus. Sie ist unterhaltsam, schnell, spannend, irgendwie auch pervertiert sexy und nicht zuletzt erstaunlich brutal. Monster-Make-Up und Splatter-Effekt-Arbeit sind ideal. Eben genau so, wie man sie in den Achtzigern und Neunzigern – eben der Zeit vor der feindlichen Übernahme des Computereffektwesens von einem Film wie SCHLAFWANDLER erwarten darf. Schön, jetzt eine Uncut-Scheibe in Händen zu halten.
 
 
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Kritikpunkte muss es geben: Man merkt dem vom Meister verfassten Drehbuch eine gewisse Unsicherheit an. Fast, als habe King, aus Vorsicht, nicht zu nahe an die CAT PEOPLE heranzuschreiben, Unklarheiten in der Erzählung gelassen. Hier weiß man nicht, man kann es sich allerdings denken, ob jene Unklarheiten so bereits in seinem nicht veröffentlichten Manuskript bestanden haben. Vermutlich nicht. So wäre schon interessant zu erfahren und auch der Geschichte zuträglich, woher die Rivalität mit und Verwundbarkeit gegenüber eher harmlosem Getier wie Hauskatzen herkommt. Die mag man solch eindrucksvoll geschaffenen Alptraumgestalten wie Mary und Charles gar nicht zugemutet wissen.
 
 
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Das ansehnliche Hauptdarstellergespann bilden Brian Krause, der jung in der RÜCKKEHR ZUR BLAUEN LAGUNE leidet und später bei CHARMED: ZAUBERHAFTE HEXEN Fernsehprominenz erringt und Mädchen Amick, deren Vornamen der damals die Bravo lesende Rezensent nicht verstehen kann. Die obsessive Monstermutter spielt überzeugend Alice Krige. In kleinen Rollen sehen wir den zu früh abgetretenen Glenn Shadix und Ron Perlman, der ja – das wissen auch nicht mehr viele – eine Katzenmenschen-Vergangenheit auf den Fernsehschirmen sein Eigen nennen darf. Eine wahre Cameo-Show bieten die Auftritte von Luke Skywalker persönlich, Mark Hamill also, sowie der Horrormacher-Kollegen Clive Barker, Joe Dante, John Landis und Tobe Hooper. Stephen King selbst ist natürlich auch an Bord.
 
 
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STEPHEN KINGS SCHLAFWANDLER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Untergegangener aber durchaus lobenswerter Teil des fast unendlich umfangreichen Stephen-King-Filmuniversums, der eine Wieder- oder Neunentdeckung lohnt. SCHLAFWANDLER ist eine irgendwo zwischen Werwolf- und Monsterfilm einzusortierende Verbeugung vor einem Horrorfilm der Schwarzweißzeit. Eventuelle Holprigkeiten in der Story werden durch herrlich zeitgemäße Masken und Gore-Effekte mehr als ausgeglichen.
 
 
 


 
 
 

STEPHEN KINGS SCHLAFWANDLER – Zensur

 
 
 
SCHLAFWANDLER erlitt das gleiche Schicksal wie die meisten Horrorfilme in den 1980ern und 1990ern. Der Film wurde 1993 indiziert. Es folgten einige geschnittene, aber auch ungeschnittene VHS-Releases. Auf DVD war der Horrorfilm aber ungeschnitten. Erst im Mai 2018 wurde die Indizierung aufgehoben. Im Juli 2019 feierte SCHLAFWANDLER seine deutsche Blu-ray-Premiere im Mediabook. Das war ungeschnitten und ungeprüft. Erst 2020 lies Rechteinhaber SONY das Filmchen neu bei der FSK prüfen und erhielt für die ungeschnittene Fassung eine FSK16. Die nun erhältliche Kaufhausfassung im KeepCase ist trotz blauem FSK-Flatschen ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

STEPHEN KINGS SCHLAFWANDLER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Sony Pictures Entertainment – KeepCase

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(c) Nameless Media – Mediabooks

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(c) Nameless Media – Büste & Mediabook

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sleepwalkers; USA 1992

Genre: Horror, Thriller, Klassiker

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 89 Min.

FSK: KeepCase: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Mediabook: ungeprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover | Mediabook

Extras: Trailer | zusätzlich im Mediabook: Booklet und Hauptfilm auf DVD

Release-Termin: Mediabook: 26.07.2019 | KeepCase: 12.03.2020

 

Stephen Kings Schlafwandler [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

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Stephen Kings Schlafwandler [Blu-ray – Mediabook A – auf 444 Stück limitiert] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Stephen Kings Schlafwandler [Blu-ray – Mediabook B – auf 555 Stück limitiert] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Stephen Kings Schlafwandler [Blu-ray – Mediabook C – auf 333 Stück limitiert] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Stephen Kings Schlafwandler [Blu-ray – Mediabook D – auf 555 Stück limitiert] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

STEPHEN KINGS SCHLAFWANDLER – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei SONY PICTURES ENTERTAINMENT | NAMELESS MEDIA)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Katzenmenschen (1982)
 
Katzenmenschen (1942)
 
Wolfman (2010)
 

Filmkritik: „Uninvited“ (1987)

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UNINVITED

Story

 
 
 
Aus einem Tierversuchslabor der US-Army befreit sich eine brutalst mutierte Killerkatze. Nachdem sie das Personal im Gebäude dezimiert hat, kommt sie – Katzen können das – unter Vortäuschung von Harmlosigkeit ins Reisegepäck eines doofen Bikinimädchens. Die Dame gehört zum Partypersonal eines kriminellen Geldmenschen, der mit seiner Yacht und ein paar anderen Unsympathen Kohle auf die Cayman Islands schippern will. Quasi als Strafe Gottes für kapitalistische Widerlichkeit (könnte man interpretieren, muss man aber nicht), meuchelt Gevatter Samtpfote jeden, der nicht schnell genug vorgreifend Selbstmord begehen kann.

 
 
 


 
 
 

UNINVITED – Kritik

 
 
 
Ach, das ist doch geil, wenn des Deutschen zweitliebstes Haustier im Horrorfilm für Ordnung sorgt! Zwar ist’s hier nicht mehr der ordinäre Hauskater, dessen artgemäß auch schon mit großem Nerv-Potential versehener Zorn die Schnösel auf der Urlaubsyacht terrorisiert, sondern ein mutiertes Fellmonstrum aber der Miau-Horror ist trotzdem in trockenen Tüchern. Das Vieh gibt aber auch alles. Beißt eine Achillessehne durch oder entfernt einem bumsenden Pärchen überflüssige Finger, als wäre es ein puritanischer Jason Vorhees im Pelz. Der hat ja auch mindestens neun Leben. Da passt’s wieder. Gebissene Opfer gehen übrigens nach und nach sowieso über den Jordan, da an den Hauern des Untiers Giftdrüsen auf ihren Einsatz warten. Mit denen kontaminiert der ungebetene Gast sogar den auf der Yacht verstauten Proviant und gibt seinen Opfern auf diesem Weg den Rest. Effektives Biest aber auch. Vielleicht wäre ein Bio-Kampfstoff, der Katzen zu solchen Kampfkackern macht noch effektiver als der gegebenenfalls ebenfalls aus einem Militärverbrecher-Labor entfleuchte Corona-Virus. Aber dessen Höhepunkt erleben wir ja noch. Oder eben nicht mehr. Auf die Zivilisation! Hoch die Tassen!
 
 
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Die Opfer sind ein raues Husihusi übler Neben- und Trashrollen-Kunst. George Kennedy kennt jeder, Alex Cord und Clu Gulager zumindest aus vielen, vielen bitteren Filmen und in einer kleineren Rolle gibt es ein Wiedersehen mit Austin Stoker. Wer sich zum Jahreswechsel das sehenswerte Netflix-Biopic DOLEMITE IS MY NAME angeschaut hat, kann sich vielleicht an die Nebenfigur des Kameramann-Hippies Nicholas von Sternberg erinnern. Den gibt’s wirklich – und bei UNINVITED ist er im wahrsten Sinne des Wortes mit an Bord.
 
 
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Wenn Greydon Clark – und der Mann ist nu immerhin doch schon Ende siebzig – eines unschönen Tages mal die Augen zumacht, wird die internationale Geheimgesellschaft der Irrsinnsfilm-Kenner, nennen wir sie mal visionär und gecopyrighted „Weird Watchers“, erst merken, was für ein amerikanischer Nationalschatz da von uns gegangen ist. Die Filmographie des Regisseurs aus Detroit ist schlicht nicht weniger als die Motivation für eine mit so richtig Schmackes in Richtung Süden donnernde Kinnlade. Da findet man halb-pornographische Gaga-Blaxploitation wie BLACK SHAMPOO (schmierige Mafiosi gegen schwarzen und immer potenten Damenfrisör mit Kettensäge), mehrere infernalische Bikerfilme, den Neonazi-Exploitationer SKINHEADS, die erstaunlich funktionierende Horrorkomödie WACKO, den Spielhallen-Reißer JOYSTICKS (bei uns: DIE VIDIOTEN, aua!), sogar Gott im Himmel LAMBADA: DER VERBOTENE TANZ und natürlich Horror-Burner wie WITHOUT WARNING (dessen deutsche DVD-Ausgabe ich dem dankbaren Herrn Clark einst habe zukommen lassen) oder den hier vorliegenden UNINVITED. Als man noch ohne cinephile Schimpfe Trash-Film sagen durfte, war Greydon Clark einer der verlässlichsten Lieferanten eben solcher.
 
 
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UNINVITED – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Herrlich. Von echtem Sudelfilm-Adel gedrehtes Knallbonbon von Tierhorror-Slasher. Die Segelyacht spart teure Drehorte, das Katzenmonster nimmt keine Gefangenen und man freut sich einfach, eine Lücke im Heimkino-Regalfach von Greydon Clark, der Tierhorror-Abteilung oder wie auch immer sonst Eure Sortierung schnackelt, schließen zu können. Das Poster ist ebenfalls eine Suche auf eBay wert. Heil Physical Media!
 
 
 


 
 
 

UNINVITED – Zensur

 
 
 
Wie viele andere Horrorfilme musste auch UNINVITED in den 1980ern Federn lassen. Für die Videoveröffentlichung wurde der Film geschnitten. Diese gekürzte VHS-Fassung wurde im Jahr 1989 indiziert. Die Indizierung wurde 2014 aufgehoben. Ein Anlass, den das Label CMV LASERVISION nutzte und UNINVITED erstmals ungeschnitten mit dem Segen der Juristenkommission SPIO auf DVD veröffentlichte. Mittlerweile ist das alles Schnee von gestern. Nachdem der Tier-Horror 2019 in zwei Blu-ray-Mediabooks herausgebracht wurde, lies CMV den Streifen neu von der FSK prüfen. Diese attestierte dem Filme eine Freigabe ab 18 Jahren in ungeschnittener Form. Die nun erhältliche Fassung auf Blu-ray im KeepCase ist komplett.
 
 
 


 
 
 

UNINVITED – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) CMV LASERVISION – Mediabook Motiv A (limitiert auf 500 Stück)

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(c) CMV LASERVISION – Mediabook Motiv B (limitiert auf 333 Stück)

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(c) CMV LASERVISION – Blu-ray KeepCase (ungeschnitten)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Uninvited; USA 1987

Genre: Horror, Science Fiction, Trash, Klassiker

Ton: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1.85:1 (1920 x 1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Mediabook in 2 Cover-Varianten

Extras: Audiokommentar, Original Trailer, Alternatives Ende, Bonusszenen, Umfangreiche Bildergalerie, Programmtrailer | zusätzlich im Mediabook: Booklet von Christoph N. Kellerbach

Release-Termin: Mediabook: 26.07.2019 | KeepCase: 21.02.2020

 

Uninvited [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Uninvited [Mediabook – Cover A] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Uninvited [Mediabook – Cover B] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

UNINVITED – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei CMV LASERVISION

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Zombiber (2014)
 
Black Sheep (2006)
 
The Boneyard – Labyrinth des Grauens (1991)
 

Filmkritik: „Düstere Legenden“ (1998)

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DÜSTERE LEGENDEN

(URBAN LEGEND)

Story

 
 
 
Auf der Privat-Uni Pendleton, im Bostoner Umland, fällt der cleveren Studentin Natalie (Alicia Witt) auf, dass zwischen einer Serie kruder Morde und dem in dieser Gegend doch erstaunlich allgegenwärtigen Klatsch über „urban legends“ eine Verbindung bestehen muss. Gerade auch, da das College Pendleton selbst eine Generation zuvor zum tragischen Ort einer zur lokalen Folklore mutierten Amoktat geworden ist. Damals tötet ein Professor fünf seiner Studenten.

 
 
 


 
 
 

DÜSTERE LEGENDEN – Kritik

 
 
Klingt mal wieder, als wär’s schon hundert Jahre her. Die späten 1990er sind eine unschuldige Zeit fürs Unterhaltungskino und somit auch für den Horror, unsere Leib- und Magen-Umdreh-Filme also. Mehr oder weniger. Natürlich erreicht der Atem von Wes Cravens SCREAM (1996), ein Atem der Ironisierung und im Kern Verachtung des Horror-Genres auch einen im Anschluss entstandenen Film wie DÜSTERE LEGENDEN – bedeckt aber zum Glück nicht den ganzen Film mit jenem ätzenden Mehltau der Herablassung. Mit der Besetzung etwa von Freddy Krueger höchstselbst als undurchsichtiger Professor Wexler beweist man ein gewisses liebevolles Traditionsbewusstsein – und Brad Dourif geht sowieso immer. Was DÜSTERE LEGENDEN trotzdem in den Kanon der selbst- und geschichtsbewussten Horrorfilme seiner Entstehungszeit einreiht, ist die kunstvolle Verschachtelung der Handlung. Die Universitätsvorlesung über die „urban legends“ bildet eine Ebene der Filmerzählung, die Mordserie in Natalies College-Umfeld ist die zweite und bezieht sich auf eben jene urbanen Legenden des Hörsaals. Wenn in den Gesprächen der Protagonisten oder auch aus dem Radio über weitere lokale Schauergeschichten geredet wird, berührt der Film schon die kunstvoll installierte Meta-Ebene, die etwa der Film-im-Film „Stab“ bei SCREAM darstellt.
 
 
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Gedreht wird DÜSTERE LEGENDEN in Toronto. Die große Zeit der im Vergleich zu Los Angeles steuergünstigen Filmstadt in Kanada nimmt ihren Lauf und hält noch immer an. Das angenehm nicht-kalifornische Setting soll eine Unistadt im tiefsten Lovecraft-Country, dem lauschigen Neu-England sein. Da wirken die schnieken Studentenschönlinge gleich noch exotischer. Apropos: Alicia Witts „girl next door“-Attraktivität ist beinahe unzeitgemäß, tatsächlich bedienen heute, in der Gegenwart, zum Sex-Symbol gehypte Schauspielerinnen wie Jessica Chastain eine ähnliche Ästhetik.
 
 
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Was die Morde angeht, beruft man sich auf den blutrünstigen Detail- und Ideenreichtum des Slasher-Kinos der 1980er, dessen Freude am gnadenlos präsentierten Entleiben unschuldiger Dummköpfe und leichtlebiger College-Mäuschen wiederum dem italienischen Giallo-Kino entliehen ist. Da liegt auch traditionell der Fokus eher auf den Morden und nicht unbedingt der Handlung. Ohne Mario Bava kein John Carpenter und kein ironisch-revisionistisch aufgezogenes Slasher-Revival der späten 1990er. Selbst wenn letztgenannte das gar nicht so sehr als Fan-Service begriffen haben, wie man heute denken könnte. Auch Jungregisseur Jamie Blanks kennt seine Vorbilder auch und bewirbt sich ein Jahr vor DÜSTERE LEGENDEN bei den Produzenten, indem er ihnen einen Kurzfilm zukommen lässt. Eigentlich möchte er für sie den geplanten ICH WEISS, WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST drehen, kommt aber ein wenig zu. Unschuldig auch die hilflose Umtitelung des Films. Den Begriff der „urban legend“ hat die deutschsprachige Öffentlichkeit noch nicht im Köcher und so wird das allgemeingültige Adjektiv düster bemüht. Auch bei den – natürlich sukzessive weniger guten – Fortsetzungen bleibt der deutsche Verleih dabei.
 
 
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DÜSTERE LEGENDEN – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Über zwanzig Jährchen und schon zwickt die Nostalgie. DÜSTERE LEGENDEN ist ein wichtiger Baustein in der Entwicklung des Horrorgenres zum Ende der VHS-Ära. Geschult in Genre-Historie und Konventionen. Selbstbewusst und nicht ganz so vor Selbstekel strotzend wie SCREAM und doch ironisch, gleichzeitig packend genug, um auch heute noch zwei unterhaltsame Stunden zu bieten. Mit Gesichtern, die man heute noch kennt.
 
 
 


 
 
 

DÜSTERE LEGENDEN – Zensur

 
 
 
DÜSTERE LEGENDEN ritt in den 1990ern auf der wieder auflebenden Teen-Slasher-Welle mit und richtete sich an ein jüngeres Kinopublikum. Dementsprechend züchtig sind auch die Morde ausgefallen. Hierzulande wurde der Streifen bereits für Sechsehnjährige freigegeben. Die deutsche Fassung ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

DÜSTERE LEGENDEN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Sony Pictures Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Urban Legend; USA 1998

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch Dolby TrueHD 5.1, Englisch Dolby TrueHD 5.1, Spanisch Dolby TrueHD 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch, Portugiesisch, Spanisch, Türkisch

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 99 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Regiekommentar, Making Of „Düstere Legenden“, Trailer, BD Live

Release-Termin: 07.08.2008

 

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DÜSTERE LEGENDEN – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei SONY PICTURES ENTERTAINMENT)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast (1997)
 
Anatomie (2000)
 
Düstere Legenden 2 (2000)
 
Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast (1998)
 

Filmkritik: „Creepozoids – Angriff der Mutanten“ (1987)

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CREEPOZOIDS – ANGRIFF DER MUTANTEN

(CREEPOZOIDS | CREEP ZONE)

Story

 
 
 

Wir schreiben mal wieder die Saure-Gurken-Zeit kurz nach dem Ende der Welt, 1998 ist das in diesem Falle: Geknallt hat es aber schon früher, 1992 das ist, und die große Pest der Menschenwelt ist der tödliche, säurehaltige Regen, der die Überlebenden in die Knie und in den Schutz unterirdischer Bunkeranlagen zwingt. So geht es auch dem Grüppchen der Protagonisten in CREEPOZOIDS. Ungut allerdings, dass ausgerechnet in diesem aufgetanen Schutzkeller die Armee vorm Krieg blutrünstige Mutanten gezüchtet hat.


 
 
 


 
 
 

CREEPOZOIDS – Kritik

 
 
 
David DeCoteau, geboren Anfang der 1960er im Staate Oregon, gehört in jene gleiche Riege amerikanischer Trash-Horror-Regisseure der 1980er wie etwa Fred Olen Ray, Kenneth J. Hall oder Jim Wynorski. Zusammen mit dem stets umtriebigen Produzenten und Gelegenheitsregisseur Charles Band, oft direkt unter der Fahne von dessen Firmen Empire Video und Full Moon Studios, führen diese leidenschaftlichen Kinofans im Regiestuhl zur Blüte der VHS-Ära die Independent-Film-Tradition ihrer Vorgängergeneration, der eines Roger Corman nämlich, fort und pfeffern eine schräge und am absoluten Ausgabenlimit entstandene Videoperle nach der anderen auf den hungrigen Markt. In den USA durchaus mit Erfolg, anders jedoch hier: Damals wusste man das als durchschnittliche bundesrepublikanische Videotheken-Hyäne oftmals gar nicht so zu schätzen. Lieber geierte man dem x-ten italienischen Metzel-Aufguss oder anderen Irrlichtern hinterher und konnte mit den eigentlich erfrischend straighten Ami-Schlockern der oben genannten Herren und ihrer noch unbekannteren Kollegen nicht wirklich viel anfangen. Heute, nach zahllosen Genre-Trends aus Gedärm, Blut und als Ernsthaftigkeit missverstandener Einfallslosigkeit, dafür umso mehr. Die Filme dieser Regisseure werden weder jemals im Oscarrennen auftauchen, noch die Top-Ten der bestialischsten Gore-Bomben erobern. Ist aber auch nicht nötig.
 
 
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Auch CREEPOZOIDS – was für ein perfekter Titel eigentlich! – sieht man natürlich sein recht überschaubares Budget an. Nicht umsonst wählt Charles Bands Produktionsteam einen räumlich limitierten Drehort wie den Bunker aus und verpasst dem Film durch die kleine Besetzung eine beinahe kammerspielartige Erscheinung. Die Überlebenden des Atomschlags und seiner ätzenden Regengüsse müssen sich gegen ein rumpeliges, irgendwie aus einer anderen Zeit des Science-Fiction-Kinos gefallenes Monster und dazu so manches Riesen-Ungeziefer verteidigen. Eine der gehetzten Post-Nuke-Damen wird von Kim McCamy gespielt. Der Name muss jetzt nicht sofort die Lampen aufleuchten lassen. Unter dem Namen Ashlyn Gere allerdings, ist Kim eine der am meisten gebuchten Pornodarstellerinnen der späten Achtziger und frühen Neunziger. Ihr zur Seite steht die Spät-Scream-Queen Linnea Quigley, die der Horrorfan immer gerne sieht.
 
 
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David DeCoteau, liefert nach diesem Debütfilm unter anderem den herrlich gaga betitelten SORORITY BABES IN THE SLIME BALL BOWL-A-RAMA und Charles-Band-Auftragsarbeiten wie den dritten Teil der beliebten Reihe um den bösen PUPPET MASTER ab. Mittlerweile wird der Wahl-Kanadier für ein anderes Spartenprogramm geschätzt: Seit Mitte der Neunziger entstanden unter seiner Regie an die siebzig Softsex-Filme für den schwulen Markt, gerne im Gewand der Horror-Persiflage.
 
 


 
 
 

CREEPOZOIDS – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Die beliebte Rubrik „Filme, die so heute nicht mehr aussehen würden“ mal wieder. Man muss CREEPOZOIDS, diesen würzigen Mix aus Fifties-Sci-Fi und hochhaariger Eighties-Video-Verrücktheit beinahe mit dem Wort unschuldig bedenken – und das ist ausschließlich lobend gemeint. Ein Film aus einer Zeit, in der die Video-Pioniere unter den Genrefilm-Produzenten Filme, maßgeschneidert für ein Publikum drehen konnten, ohne dieses Publikum für blöde zu verkaufen. Hach, Nostalgie, Du Dämon.
 
 
 


 
 
 

CREEPOZOIDS – Zensur

 
 
 
Wie so viele Horrorstreifen aus den 1980ern verschwand auch CREEPOZOIDS – ANGRIFF DER MUTANTEN auf dem Index. Der Streifen wurde 1988 in Deutschland auf VHS in der ungeschnittenen Fassung veröffentich und im gleichen Jahr indiziert. Nach diversen deutschen Veröffentlichungen auf DVD (u.a. einer um vier Minuten gekürzten FSK16-Fassung fürs Kaufhaus) hatte man 2013 Erbarmen. Man strich CREEPOZOIDS vom Index und hob die Indizierung auf. Nun hat sich das Label WICKED VISION MEDIA dem Klassiker angenommen und die erste deutsche HD-Fassung veröffentlicht. Diese ist ungeprüft (daher erst für Erwachsene geeignet) und komplett ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

CREEPOZOIDS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Wicked Vision Media (limitiertes Mediabook – Cover A – auf 222 Stück limitiert)

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(c) Wicked Vision Media (limitiertes Mediabook – Cover B – auf 222 Stück limitiert)

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(c) Wicked Vision Media (limitiertes Mediabook – Cover C – auf 222 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Creepozoids; USA 1987

Genre: Horror, Klassiker, Trash, Science Fiction, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.77:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 72 Min.

FSK: ungeprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook

Extras: 24-seitiges Booklet mit Texten von Michael Humberg und Christoph N. Kellerbach, Audiokommentar mit Regisseur David DeCoteau, Originaltrailer, Bildergalerie, Bonusfilm: „Shadowzone“ (85 Min., Deutsch/Englisch), Trailer zu „Shadowzone“, Hauptfilm auf DVD

Veröffentlichung: Mediabook: 06.12.2019

 
 
Wicked Vision Media hat drei limitierte Mediabooks mit zusätzlichem Booklet zum Film veröffentlicht. Der Kult-Trash wurde vom 35mm Kamera-Negativ neu abgetastet, aufwendig restauriert und feiert im Mediabook seine europäische HD-Premiere. Übrigens spendiert das Label Wicked Vision Media allen Käufern dieser Veröffentlichung ein zusätzliches Extra. Neben CREEPOZOIDS befindet sich zusätzlich auch noch das B-Movie SHADOWZONE von 1990 als HD-Upscale auf der Blu-ray. Beide Streifen liegen natürlich ungeschnitten vor.

 
 

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CREEPOZOIDS – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei Wicked Vision Media)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Mutant – Das Grauen im All (1982)
 
Astaron – Brut des Schreckens (1980)
 
Planet des Schreckens (1981)