Filmkritik: „Ginger Snaps Trilogie“ (2000 – 2004)

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UM WAS GEHT ES IN DEN GINGER SNAPS FILMEN?

Storys

 
 
GINGER SNAPS – DAS BIEST IN DIR: Ginger und Brigitte sind kanadische Provinz-Teeniemädchen mit einer morbiden Freude am Tod und allem, was dazugehört. Sogar ein Sterbe-Abkommen wird geschlossen. Früher hätte man Gruftie gesagt, heutzutage Goth. Die Pubertät scheint bei den Schwestern noch nicht angekommen zu sein, was durchaus ungewöhnlich ist. Gleichzeitig mit Gingers erster Periode wird das arme Ding von einem Werwolf angefallen und fängt sich – so ist das bekanntermaßen – den Fluch des Wolfsmenschenseins ein. Ein furchtbares Spiel um Blut, verschworene Verbundenheit und neue Identitäten beherrscht das Leben der Mädchen.

GINGER SNAPS – ENTFESSELT: In der Fortsetzung des Horrordramas vegetiert Brigitte in einer Hochsicherheitszelle dahin und wird mit dem Folklore-Medikament des Eisenhuts in Zaum gehalten. Das Horrornerd-Mädchen Ghost findet Gefallen an ihr und ein männliches Wolfsmensch-Exemplar hat Paarungszwang…

GINGER SNAPS – DER ANFANG ist, man kann es sich denken, ein Prequel, in dem wir die Schwestern in ihren früheren Inkarnationen, genauer 1815 auf einem Handelsposten an der kanadischen Zivilisationsgrenze kennenlernen. Hier gehen sie den schicksalshaften Pakt miteinander ein, hier liegen die Wurzeln ihres Lycanthropie-Alptraums.

 
 
 


 
 
 

GINGER SNAPS TRILOGIE – Kritik

 
 
Zu den wirklichen Erkenntnisgewinn bringenden Begleiterscheinungen der Kritikschreiberei gehört die Chance, bei ihrem Erscheinen gesehene Filme noch einmal losgelöst von den damaligen Hintergrundgeräuschen betrachten und bewerten zu dürfen. Im Falle von GINGER SNAPS – DAS BIEST IN DIR bestehen diese Hintergrundgeräusche aus den Lobeshymnen junger Damen der Journaille, die sich über den Feminismus im Genrefilm gar nicht mehr einkriegen können. Man vermutet gar ein komplettes Umkrempeln der Horrorwelt in den Nachwehen der kanadischen Werwölfinnen. Ganz so gravierend ist’s dann doch nicht geworden. Immerhin aber folgen dem Vorbild doch bis heute Filme, denen man den Einfluss anmerken kann. Die alles in allem doch recht dröge UNDERWORLD-Saga und auch die insgesamt das Genre eher zum Rahmen seiner Pre-Teen-Liebesgeschichten nutzende TWILIGHT-Universum bedienen sich der Werwölfe und der unterm Fell steckenden Menschlein.
 
 
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(c) Ginger Snaps 1 (NSM RECORDS)

 
 
Die drei GINGER-SNAPS-Filme kommen Anfang der 2000er hervorragend beim Publikum an – dem ganzen Publikum, nicht nur der Horror-Fangemeinde, die seinerzeit noch zum größten Teil männlichen Geschlechts ist. Würstchenparty eben. GINGER SNAPS trifft 2000 den Nerv eines Zuschauersegments junger Mädchen und Frauen, die im Schicksal der Protagonistinnen vielleicht ihren persönlicher Horror in den schwierigen Jahren der Adoleszenz wiedererkennen können. Alle der drei Teile des Franchise, wie man heute sagt, sind von Frauen geschrieben worden, somit schwingt in den Geschichten um die Wolfsmädchen eine Authentizität mit, die vom neuen Publikum auch positiv zur Kenntnis genommen wird. GINGER SNAPS – DAS BIEST IN DIR tritt eine Welle neuer Wahrnehmung weiblicher Hauptfiguren in Horrorfilmen los. Von MAY – DIE SCHNEIDERIN DES TODES (2002) bis AMERICAN MARY oder EXCISION, beide 2012 erschienen – zwischen Zerbrechlichkeit und Psychose oszillierende Protagonistinnen, deren Schöpfer ohne GINGER SNAPS – DAS BIEST IN DIR womöglich nicht den Mut gefunden hätten, ihre Bücher zur Verfilmung freizugeben.
 
 
Ginger Snaps II - Entfesselt

(c) Ginger Snaps 2 (NSM RECORDS)

 
 
Auf den Erfolg des 2000er Independent-Horror-Hits reagieren dessen Rechteinhaber mit der Fertigung gleich zweier Sequels, die stilgerecht (man denke an die MATRIX-Filme oder ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT) Back-To-Back gedreht werden und 2004 erscheinen. GINGER SNAPS – ENTFESSELT, bedient sich verschiedener Grundideen des Originals und führt ein neues Mädel in die Handlung ein, das sich Brigittes Zwitterwesen zum Objekt der Erforschung und späteren Rache nimmt. Der Ball wird praktisch einer neuen Generation zugespielt. Interessanterweise ist die Fortsetzung zahmer, was den Splatterfaktor angeht und lenkt den Fokus mehr auf die Charakterentwicklung. Weder Teil 2, noch Teil 3: GINGER SNAPS – DER ANFANG lösen die Begeisterungsstürme aus, die das Original erfährt. Nummer drei wird sogar nur Direct-To-Video ausgewertet und kommt nicht mkehr in die Kinos.
 
 
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(c) Ginger Snaps 1 (NSM RECORDS)

 
 
Seit Bram Stokers Dracula-Roman, einer der ersten literarisch festgehaltenen Motiv- und Regelsammlungen der Vampir-Fiktion, wird der Biss des Nachzehrers auch als Code für einen Sexualakt gedeutet. Die nach außen stets makellos, züchtig und selbstverständlich unschuldig präsentierten Maiden des Viktorianischen Englands, die, vom Übergriff des Blutsaugers quasi, zu Frauen gemacht werden. Eine direkte Schilderung oder auch nur Erwähnung von Themen wie Sex, Pubertät oder Menstruation ist unter den Moralvorstellungen dieser Jahre nicht möglich. Diese Interpretation realer menschlicher Befindlichkeiten unter der Maskerade im Ursprung folkloristischer Grusel-Märchen durchwehrt das Horrorkino seit Jahr und Tag. Bei GINGER SNAPS – DAS BIEST IN DIR findet die Infektion der Werwolfskrankheit zeitgleich mit dem Einsatz von Gingers erster Regelblutung statt. Das Mädchen erfährt als geschlechtsreife Frau und/oder Wolfsmensch eine Wandlung vom Gothic-Mauerblümchen zum Sex- und Gewalt-Ungetüm. Plump gesprochen: Man weiß nicht, was das Mädchen mehr durchdrehen lässt, Pubertät oder Lycanthropie.
 
 
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(c) Ginger Snaps 3 (NSM RECORDS)

 
 


 
 
 

GINGER SNAPS TRILOGIE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Anno 2000 in aller Munde und heute kaum noch im Fan-Gedächtnis, lohnt die Trilogie um die kanadischen Werwolf-Mädchen Eure Wiederentdeckung. Die weibliche Sicht auf den Horrorfilm und die Protagonistinnen ist damals stilbildend und färbt zum Beispiel auf die UNDERWORLD-Reihe ab. GINGER SNAPS ist ein faszinierender Blick auf die Ideen von Drehbuchschreiberinnen für ein Genre, das in der SCREAM-Ironiesoße erstickt und den Energiestoß der SAW-Filme noch nicht erfahren hat.
 
 


 
 
 

GINGER SNAPS TRILOGIE – Zensur

 
 
 
GINGER SNAPS hatte es nicht schwer in Deutschland. Während der erste Teil direkt auf DVD erschien und frei ab 18 Jahren war, waren die Teile zwei und drei mit einer FSK16 bereits bei ihrer DVD-Auswertung für Jugendliche geeignete. Etwas hat sich aber im HD-Zeitalter geändert. Die Teile zwei und drei besitzen weiterhin eine Jugendfreigabe und sind frei ab 16 Jahren. Der erste Teil wurde neu geprüft und ist ab sofort auch schon für ein jugendliches Publikum geeignet. Alle deutschen Veröffentlichungen der Filme sind somit ungeschnitten und ab sofort auch FSK16.
 
 
 


 
 
 

GINGER SNAPS TRILOGIE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Triologie auf 3 Blu-rays im limitierten Mediabook – auf 666 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (Triologie auf 3 Blu-rays im KeepCase)

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(c) NSM Records (Lederbuch-Schuber mit allen 3 Filmen im Mediabook – auf 666 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Ginger Snaps | Ginger Snaps: Unleashed | Ginger Snaps Back: The Beginning; Kanada 2000 – 2004

Genre: Horror, Thriller, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: insgesamt 297 Minuten

FSK: Mediabook | Leatherbook: ungeprüft (ungeschnittene Fassung) | KeepCase: FSK18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook | Leatherbook | KeepCase

Extras: Making of, Filmographies, Deleted scenes, Behind the scenes, Booklet, Documentations, Trailer, Audio commentary, Photo gallery, Storyboards

Veröffentlichung: Mediabook: 22.11.2019 | Leather-Book: 29.03.2019 | KeepCase: 25.09.2020

 
 

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GINGER SNAPS TRILOGIE – Trailer

 
 




 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM RECORDS)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Bad Moon (1996)
 
Verflucht (2004)
 
Die Zeit der Wölfe (1984)
 
Raw (2016)
 
Late Phases (2014)
 

Filmkritik: „Blood Bags – Er will Dein Blut“ (2018)

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BLOOD BAGS – ER WILL DEIN BLUT

(BLOOD BAGS)

Story

 
 
 
Die junge, amerikanische Fotografin Tracy wird während ihres Auslandaufenthaltes auf eine alte Villa in Turin aufmerksam die sich für atmosphärische Fotos ideal eignet – wären da doch nur nicht der Hausmeister, der letzte Bewohner und ein mysteriöser Fremder…

 
 
 


 
 
 

BLOOD BAGS – Kritik

 
 
Die Definition einer seltenen Krankheit per Text im Intro, eine amerikanische Künsterlin, Fotografin nämlich, unterwegs im wunderschönen Turin, lichtdurchflutete Vasen, Match Cuts und nur zwei kurze Dialoge auf italienisch – es fängt so schön an, so gialloesque, wenn zu Beginn von „Blood Bags“ zwei Einbrecher eines Nachts beim Einbruch von einer Kreatur überrascht werden, die dem Älteren der beiden direkt blutigst die Kehle durchschneidet. Klar, der schwraz/weiße POV-Filter ist etwas trashig und wirklich an Bava erinnert das jetzt auch nicht gerade, aber Opening Credits mit anatomischen Zeichnungen und ein motivierter Indie Industrial Rock Electro Sountrack mit dröhnenden Bläsern stimmt zuversichtlich, einen ordentlichen, brutalen und stilsicheren Low-Budget-Horror aus bella italia zu sichten, der sich vor der zeitgenössischen Konkurrenz nicht zu verstecken braucht. Aufrecht erhalten wird jene Zuversicht durch Aufnahmen der malerischen Turiner Innenstadt untermalt von sphärischen Gitarren sowie die klare Aufteilung von Protagonistin (Tracy) = Enthaltsam = Final Girl vs. Freundin (Petra) = promiskuiv = wird sterben nach alter Slasherhierarchie, die es nun zu beweisen oder entkräften gilt. Durch Freunde an der scheinbar privaten Turiner Film/Medienschule wird man schnell auf ein verlassenes Gebäude aufmerksam, das es zu besuchen gilt, einer der Freunde trägt dabei ein Profondo Rosso Shirt und ist auffallend nervig gespielt, zum Glück werden die beiden aber auch sitzen gelassen, da unsere Protagonistinnen sich alleine auf den Weg machen.
 
 
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Im Villen/Wohnviertel Turins machen die jungen Frauen dabei schnell die gesuchte Location ausfindig und betreten sie durch einen Seiteneingang, währenddessen macht sich ein hühnenhafter Mann im Trenchcoat, der eine schwarze Ledertasche trägt auf, eine alte Frau zu besuchen. Die Wohnung der Dame ist bunt ausgeleuchtet, nach etwas italienischem Dialog, der auf der deutschen Blu-ray ununtertitelt daherkommt (!), überzeugt sie den Herren, dass ihr Blut gesund, krankheitsfrei ist und er füllt ein titelgebendes Blood Bag an ihr auf. Wenig gruselig, wenn auch rätselhaft und stilvoll inszeniert zu dem Zeitpunkt, doch dann beschwert sie sich und die Diskussion eskaliert, unser scheinbar zweiter Killer schlägt und erdrosselt die Dame zu farbenfroher Disco-Beleuchtung, bevor er sein Zeug einpackt und im unauffälligen Kleinwagen davon fährt.
 
 
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Nach 20 Minuten Exposition bleibt, den Abspann abgezogen, also noch ziemlich genau eine Stunde Laufzeit, und die werden unsere Protagonistinnen wohl in dem alten Gemäuer verbringen, da der Außenbereich der prachtvollen, alten Villa von einem älteren Herren abgeschlossen wird, der vorher schon unscheinbar an der Straßenecke lauerte. Innerhalb der Todesfalle stößt die Charakterisierung der Fotografin auf Wohlgefallen, da diese ein bestimmtes Ziel verfolgt und eine bestimmte Ästhetik bedienen möchte, statt einfach nur sinnlos irgendwelche anspruchslosen Schnappschüssen zu tätigen, wie viel zu oft in ausgelutschten Horrorproduktionen der Fall ist. Ohne eine unnötig große Gruppe an Nebenakteuren und dafür aber mit überdurchschnittlich glaubhaft geschriebenen Charakteren versehen, war „Blood Bags“ also eine gute halbe Stunde lang wirklich recht kurzweilig, unterhaltsam und vielversprechend, auf einem guten Weg. Doch ist der gnadenlose, wenn auch nicht sonderlich explizite sowie auf dem Backcover bereits gespoilte Kill an Petra dann überlebt, stellt sich für die restlichen 50+ Minuten nur die große Frage, ob wir es wirklich mit einem spannenden Katz- und Mausspiel zu tun haben, in dem sich Tracy alleine gegen mehrere Antagonisten erweisen muss.
 
 
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Doch wer wirklich gehofft hat, hier minimalistischen Neogiallo in stilvollendeten Bildern zu entdecken, oder auch nur einen weiterhin spannenden Indiethriller, der hat sich gehörig geschnitten – denn auch wenn die folgenden 10-20 Minuten bis zur Hälfte des Films vielleicht noch hier und da unterhalten können mit ihren jeweiligen Szenenkonzepten, so sieht es mit jeder verstreichenden Minute dunkler aus, was Motivation oder Mehrwert angeht. Soll heißen, dass Tracy auf den Gangster vom Anfang trifft und kurz ihre Brille verliert und mit dem Blitz ihrer Kamera dafür die Kreatur stunnen kann und sich verstecken und wegrennen muss und das für sich genommen auch unterhaltsam ist, aber der gesamte Nebenplot über die obligatorischen nutzlosen Polizisten, die sich durch Umwege und Interviews langsam Richtung Villa aufmachen, sowie die Antagonisten selber, ziemlich farblos und egal bleiben.
 
 

 
 
Ich liebe die Idee, mit einem elaborierten Aufbau in schicken Turiner Sommerbildern zwei Cops zu inszenieren, die sich zaghaft an die Bedrohung rantasten und später dann aktiv mit dem Plot interagieren wie in x anderen Horrorfilmen auch, aber irgend etwas anderes aus dem Script müsste, damit das klappt, nicht bereits gesehen sein. Doch Gore oder Nacktheiten gibt es keine, hübsch genug um nur von seiner Ästhetik zu leben ist der Film nicht und so spannend es sich zu Beginn guckt, drei verschiedene (mögliche) Antagonisten zu verfolgen, so beliebig löst sich das Debakel dann leider auf. Die „Kreatur“ aus der Rubrik „Gequälte Seele“ darf einen Kill mit blutigen Einstichen ausführen und geht recht rabiat vor, doch sämtliche anderen Angriffe oder Tötungen sind komplett Offscreen, nie kreativ sondern stets beliebig und enden mit dem unspektakulären Wegzerren des Opfers. Dialog gibt es keinen, dafür aber ein comichaft riesiges Hackebeil und absolut lächerliches Krächzen und Stöhnen und Weinen. Blau-rot beleuchtete Säulen in einem ansprechenden Set mit Spieluhrmusik und einer blutig zugerichteten Balerina bilden das atmosphärische sowie optische Highlight des Films, entpuppen sich aber leider als kurze Traumsequenz ohne jegliche Konsequenz für den Plot – und dass dieser möglichst bösartig und fies enden will ist vielleicht gut gemeint, aber klappt bei Offscreen-Tätigkeiten absolut nicht, erst recht nicht wenn man vorher schon so dermaßen in die oft gesehene, belanglose Reihung von Genretropen abgerutscht ist.
 
 


 
 
 

BLOOD BAGS – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Blood Bags“ ist in seinen besten Szenen ein kurzweiliger, ästhetischer Indiehorror mit Gialloeinschlag, interessanten Antagonisten und hübschen Sets, in seinen schlechtesten dafür peinlicher und vollends belangloser Pseudoretro-Trash, dessern Hauptkiller egaler nicht sein könnte. Schade um das Produktionsdesign und die durchaus talentierte Makenna Guyler, dass so ein belangloses Script als Fundament dienen musste. Knappe 3/10

 
 


 
 
 

BLOOD BAGS – Zensur

 
 
 
„Blood Bags – Er will Dein Blut“ hat von der FSK eine Erwachsenenfreigabe erhalten. Die deutsche Filmfassung ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

BLOOD BAGS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Lighthouse Home Entertainment (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Blood Bags; Italien 2018

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hzz

Laufzeit: ca. 84 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: KeepCase: 24.07.2020

 

Blood Bags – Er will Dein Blut [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

BLOOD BAGS – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei Lighthouse Home Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Pinup Dolls on Ice (2018)
 
The Drownsman (2014)
 
The Redwood Massacre (2014)
 
Minutes to Midnight (2018)
 

Filmkritik: „Gate II – Das Tor zur Hölle“ (1990)

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GATE 2 – DAS TÖR ZUR HÖLLE

(GATE II: THE TRESPASSERS)

Story

 
 
 
Einige Jahre sind vergangen seit den horriblen Abenteuern, in die der Schüler Glen und sein Kumpel Terry verwickelt waren. Jetzt kreisen die Gedanken des Letztgenannten wieder zunahmend um das teuflische Portal in Glens Garten. Bloß ist der inzwischen weggezogen und kann so Terry auch nicht davon abhalten, seinen seit damals gewachsenen okkultistischen Interessen folgen zu wollen. Terrys Leben ist ein Saures. Sein Vater säuft und lässt die Familie an die Wand fahren. Da bietet sich ja quasi an, einen Dämonen zu beschwören, der die Sache in richtige Bahnen lenkt. Wenn diese Faust’schen Geschäfte nur nicht immer so schlecht enden würden…

 
 
 


 
 
 

GATE 2 – Kritik

 
 
Tibor Takaczs schlägt wieder zu. Drei Jahre nach seinem Debüt, dem überraschenden Achtungserfolg GATE – DIE UNTERIRDISCHEN, lässt der ungarisch-kanadische Regisseur mit der Punker-Vergangenheit seine satanischen Minimonster ein zweites Mal auf die gierige Fantasy- und Horror-Zuschauerschaft los. Bei GATE II – DAS TOR ZUR HÖLLE ist das Gebotene nicht mehr ganz so originell wie beim ersten Teil – aber immer noch bunt und wild genug, um das Videothekenpublikum von einst und jetzt auch uns ein weiteres Mal zu unterhalten.
 
 
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Koboldsmonster im Taschenformat sind 1990 noch ordentlich im Trend. Das zeigen die Fortsetzungen beliebter Filmreihen ähnlichen Zuschnitts wie CRITTERS oder GHOULIES und auch GREMLINS 2 und Charles Bands zahlreiche Puppenhorror-Projekte stehen in den Startlöchern. Ja, ganz besonders dessen produktionsstarke Full Moon Studios würden sich ab 1993 geradezu über schwarzhumorigen Horror mit Miniatur-Ungetümern definieren. Das ist bis in die Gegenwart der Fall. Die Effekte sind erwartungsgemäß kostengünstig und vom alten Schlag, also zwischen Stop-Motion, Hintergrundprojektionen und Belichtungstricks angesiedelt. Als so etwas wie eine CGI-Werkbank muss in jenen Tagen höchstens eine robuste elektronische Rechenmaschine wie der Commodore Amiga 500 rödeln.
 
 
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Stephen Dorff, Hauptdarsteller des ersten Teils, war seinerzeit zum saisonalen Anschmacht-Star fürs weibliche Publikum und somit zu teuer für ein Independent-Studio geworden und man musste das Drehbuch um seinen Freund Terry (Louis Tripp) herum schreiben. Auch ok – lebt ein Film wie GATE II – DAS TÖR ZUR HÖLLE ja nun nicht unbedingt vom besonders feinzeslierten und auf die exakte Besetzung zugeschnittenen Charakterstudium. Nein, der Plot ist ein Faust’sches Moralspiel mit modernisierenden Tupfern und an den richtigen Stellen auch mal ironischem Unterton. Dem Produktionsdesign und den FX sieht man ihre Entstehungszeit an. Das gibt natürlich Instant-Sonderpunkte im für Genreprogramme von einst so wichtigen Nostalgiebereich.
 
 
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GATE 2 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Auch GATE II – DAS TOR ZUR HÖLLE zählt mal wieder zu jener Art von Fantastischem Film, dessen Rezeptur im Sande der Zeit verlaufen zu sein scheint. Minimonster, Angst vorm wahren Horror des echten Lebens, grell gezeichneter Okkultismus. Alles Ingredenzien, von denen die Filmemacher Post-SCREAM und verhaftet im ästhetischen Kino- und Streaming-Einheitsbrei der Generation Netflix mehr Angst haben als der Deibel vorm Weihwasser. Deliziöser Film. Ja, ist so.
 
 


 
 
 

GATE 2 – Zensur

 
 
 
Die Veröffentlichung von GATE 2 – DAS TOR ZUR HÖLLE erschien hierzulande auf VHS ungekürzt mit FSK 18-Freigabe, aber auch als knapp dreiminütige zensierte 16er-Fassung – ebenfalls auf VHS. Auf dem Index stand der Streifen aber nicht. Trotzdem war nach der Video-Veröffentlichung viele Jahre Funkstille. Auch eine legale DVD-Auflage folgte nicht. Das Label WICKED VISION änderte das aber. Im Juni 2018 veröffentlichte das ambitionierte Indie-Label die Fortsetzung zum ersten Mal auf Blu-ray in deutscher Sprache. Die darauf enthaltene Fassung ist ungeschnitten und nach einer Neuprüfung sogar ab 12 (!) Jahren freigegeben.
 
 
 


 
 
 

GATE 2 – Deutsche Blu-ray

 
 
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(c) Wicked-Vision (Mediabook – Cover A – auf 333 Exemplare limitiert)

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(c) Wicked-Vision (Mediabook – Cover B – auf 222 Exemplare limitiert)

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(c) Wicked-Vision (Mediabook – Cover C – auf 333 Exemplare limitiert)

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(c) Wicked-Vision (VHS-Retro-Edition inklusive Teil 1 – Cover A)

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(c) Wicked-Vision (VHS-Retro-Edition inklusive Teil 1 – Cover B)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Gate II: The Trespassers; Kanada | USA 1990

Genre: Horror, Mystery, Grusel, Fantasy

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook, VHS-Retro-Edition

Extras: 24-seitiges Booklet mit einem Text von Stuart Taylor Corman, (Deutsch/Englisch), 2K Scan vom Interpositive, Deutsche Nostalgie-Fassung (4:3), „Return to the Nightmare“: Ein Rückblick auf „Gate II“ inklusive Interviews mit Regisseur Tibor Takacs, Drehbuchautor Michael Nankin und Special Visual Effects Creator Randall William Cook, „From The Depths“: Interview mit Special Make-up Effects Creator Craig Reardon, Videotheken-Promo, Video-Promo, Deutscher, Trailer, Originaltrailer, Bildergalerie, Deutscher Trailer: „Gate – Das Tor zur Hölle“, zusätzliche DVD mit allen Inhalten wie auf der Blu-ray

Release-Termin: Mediabook: 15.06.2018 | VHS-Retro-Edition: 30.10.2019

 

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Gate 2 – Das Tor zur Hölle [Mediabook – Cover B] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Gate 2 – Das Tor zur Hölle [Mediabook – Cover C] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

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Unterstützt WICKED VISION und kauft GATE 2 – DAS TOR ZUR HÖLLE im WICKED Shop!

 
 


 
 
 

GATE 2 – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken und Packshots liegen bei Wicked-Vision)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Gate – Die Unterirdischen (1987)
 
Ghoulis (1985)
 
The Hole – Wovor hast Du Angst? (2009)
 

Filmkritik: „Slithis – Das Schlimmste was die Hölle zu bieten hat“ (1978)

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SLITHIS – DAS SCHLIMMSTE WAS DIE HÖLLE ZU BIETEN HAT

(SPAWN OF THE SLITHIS)

Story

 
 
Verdammte gewerbsmäßige Rücksichtslosigkeit der Industrie! Auch im sonnig-schönen Südkalifornien nimmt man es an jenem Tage, Ende der Siebziger Jahre, nicht so eng mit der verflixten Reaktorsicherheit. Die satanische Uransuppe läuft dann auch aus und versaut die regionalen Gewässer tüchtig. Ein unschuldig im Nass ruhendes Reptil zieht die Goldene Arschlochkarte und bekommt den größten Teil der giftigen Sauerei ab. Jetzt schleicht der missmutige Giftmüll-Sasquatch durch die Peripherie und reißt, was ihm vor die fiesen Klauen kommt. Das wären Penner, Omis, Frauen, Kinder und andere Futtermittel. Der SPAWN OF THE SLITHIS (so der edle Originaltitel alter Schule, den diese Preziose von Monster-Schlock trägt) hat einen nur wenig unausgewogenen Diätplan, meine Damen und Herren.

 
 
 


 
 
 

SLITHIS – Kritik

 
 
Die Atomkraft hat Schuld. So. Früher wurde eine solche, vollends vernunftfundierte Allgemeinwahrheit im Reiche des Films noch als Selbstverständlichkeit erachtet. Dem alten SLITHIS ging’s da nicht anders. Seine verstrahlte Genetik entstammt direkt dem nuklearen Klärschlamm von Venice Beach in Kalifornien. Diesem entsteigt der schuppige Strolch, zwei Meter groß und insgesamt sowas wie ein glibbergrüner Rieseneidechs‘ im Aufrechtgang und mit mächtigen Aggressionsproblemen.
 
 
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SLITHIS vermittelt durchgehend den Eindruck, schon zu seiner Aufführungszeit knapp fünfundzwanzig Jahre zu spät gekommen zu sein. Unsympathisch ist das natürlich beileibe nicht. Ja, das klassische Gummimonster-lässt-die Kacke-fliegen-Zelluloidabenteuer ist 1978 durchaus längst ein Relikt der halbvergessenen Genrefilm-Vergangenheit. Blindmaskiert umhertapernde Herren, gerne Stuntmänner, in gleichermaßen phantasievollen wie sofort erkennbar kostengünstigen Kostüm-Alpträumen aus Plaste, Latex und Pappmaché wirken kurz vorm Anbruch der futuristisch anmutenden Achtziger Jahre bereits ganz gehörig aus der Zeit gefallen.
 
 
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Zwischenzeitlich hatte sich das Horror-Kino umwälzenden Veränderungen unterzogen. Die ängstlichen Monsterinvasionen wurden von nackter Haut und dem Früh-Splatter-Kino der vollen Ketchup-Eimer abgelöst und danach, etwa von Regisseuren wie George A. Romero oder Larry Cohen, mit politischem, genauer linkem Bewusstsein aufgeladen. SLITHIS stellt quasi – wenn wir hier mal für dreißig Sekunden filmhistorisch ernsthaft sein wollen – eine Vollendung des Kreises dar: Nur wenig turbulenter Monster-Trash der Fünfziger mit Gewaltanteil straight aus den Sixties und dem Siebziger-Beigeschmack des politischen Vorwurfs an eine skrupellose Atomenergie-Wirtschaft. Wunderbar!
 
 
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Was SLITHIS in den Kinos an halsbrecherischer Action und zähnezerbröselnder Spannung vermissen lässt, versucht man auf Produzentenseite seinerzeit frechweg mit dem Verteilen eines kostenlosen Billig-Überlebenssets für den Fall eines allgegenwärtig ad portas angedrohten Atommonster-Angriffs wettzumachen. Neben albernen Quizfragen zum Thema kann man für einen mickrigen Centbetrag ein geiles Autogrammfoto des Ungetüms erstehen. Unsigniert. Aus Gründen. Der Club befand sich im Bundesstaat Iowa. Dort gibt’s zwar keine kalifornischen Strände, jedoch einen überdurchschnittlichen Anteil an mutierten Amerikanern. Trump-Quote A-Plus, will man sagen. Regisseur Stephen Traxler hat nur bei SLITHIS und zwanzig Jahre später einem öligen Fernsehfilm als Regisseur gewirkt. Ansonsten tut er sich als Produktionsmanager in Edelprogramm wie Chuck Norris faschistischstem Prachtfilm INVASION U.S.A. (1985) oder Lord Costners sagenumwobenem Endzeit-Sauflop WATERWORLD im Jahre 1997 hervor. Wir finden, im Hause TROMA wäre für den Mann bestimmt ein Spind übrig gewesen.
 
 


 
 
 

SLITHIS – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Popcornisiertes Herrenmonster-Kino wie SLITHIS hat im Bahnhofskino nur der härteste Kern der Trashologenzunft gesehen, auf nicht unbedingt verbreiteter VHS landet der Film dann in Fass-ohne-Boden-Sammlungen wie denen des Rezensenten hier. Jetzt gibt es SLITHIS in einer Herrlichkeit zu bewundern, die woanders nur seriöse Filmkunst verpasst bekommt. Hallelujah und verdammte gewerbsmäßige Rücksichtslosigkeit der Industrie!
 
 


 
 
 

SLITHIS – Zensur

 
 
 
SLITHIS – DAS SCHLIMMSTE WAS DIE HÖLLE ZU BIETEN HAT erschien bereits zu VHS-Zeiten ungeschnitten. Das hat sich auch im HD-Zeitalter nicht geändert. Alle deutschen Blu-ray-Veröffentlichungen besitzen noch die alte FSK18-Freigabe. Sammler können bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

SLITHIS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Mediabook – Limitiert auf 1500 Stück)

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(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Spawn of the Slithis; USA 1978

Genre: Horror, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook | KeepCase ohne Wechselcover

Extras: Artwork-Bildergalerie, Trailer | zusätzlich im Mediabook: DVD-Fassung des Films, Booklet

Veröffentlichung: Mediabook: 09.11.2018 | KeepCase: 07.08.2020

 
 

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SLITHIS – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei White Pearl Movies | Daredo)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Nightbeast (1982)
 
Humanoids from the Deep (1980)
 

Filmkritik: „D-Railed – Zugfahrt in die Hölle“ (2018)

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D-RAILED – ZUGFAHRT IN DIE HÖLLE

(D-RAILED)

Story

 
 
 

Eine Zugfahrt endet im Chaos und führt zum Tod. Der Grund: Ein Zugunfall und See-Monster.

 
 
 


 
 
 

D-RAILED – Kritik

 
 
In Zeiten, in denen Filme schon inflationär für verschiedenste Auswertungen produziert werden, ist es ganz schön schwer geworden, die Spreu vom Weizen zu trennen. Überall wird Stoff für ausgehungerte Horrorfilmfans benötigt. So dürstet es dem Fernsehen nach immer neuen Streifen, um seine Zuschauer versorgen zu können. Aber auch Streaming-Portale brauchen Inhalte, um Abonnenten zu ködern. Ganz nebenbei geht es dem Videomarkt nicht anders. Wird der nicht mit frischer Ware beliefert, verdient er keinen einzigen Cent. Die Nachfrage nach Horror ist dementsprechend groß. Da wird gern mal auf Qualität gepfiffen – gekauft wird es ja trotzdem. Eine traurige Entwicklung, wie mittlerweile jeder Horrorfilmliebhaber realisiert haben dürfte. Gute Schocker sind rar geworden. Stattdessen überfluten Billigproduktionen Händlerregale und Heimkinos, wegen denen so langsam die Lust am Genre vergeht. D-RAILED – ZUGFAHRT DES GRAUENS ist so ein Übeltäter. Bei dem ist bereits die Bewertung auf der IMDB Warnung genug. So ist schon dem Trailer das magere Budget anzusehen. Der fertige Film bestätigt die Vermutung. Ist hier etwa die für Trash-Horror berüchtigte Produktionsfirma THE ASYLUM am Werk? Wir geben Entwarnung. Die hat diesmal Sendepause. Qualitativ besser macht das D-RAILED aber nicht. Demzufolge ist dieser Gruselstreifen nur etwas für Hardcore-Low-Budget-Filmfans.
 
 
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D-RAILED – ZUGFAHRT DES GRAUENS erzählt die Geschichte eines ganz besonderen Abendschmauses. Daran nehmen gutzahlende Gäste teil, um im Stile der 1930er-Jahre an einem Krimi-Dinner teilzunehmen, das sich in einem fahrenden Zug abspielt. Die Stimmung ist ausgelassen und die Lok rollte los. Doch aus Spannung über das bevorstehende Spektakel wird bald unbändige Angst. Ein paar Kleinkriminelle haben sich unter die Schauspieler gemischt. Die wollen den Schmuck aller Anwesenden und erhoffen sich fette Beute. Doch Habgier bleibt ihnen im Halse stecken. Der Zug entgleist und landet im See. Dort warten auf die Verunglückten mysteriöse Fischmenschen (?), die großen Appetit haben.
 
 
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Dreiste Mogelpackung. Im Vorspann wird der Name eines Altstars eingeblendet. Kein geringerer als LANCE HENRIKSEN ist angeblich mit von der Partie und dürfte Horrorfilmfans kein Unbekannter sein. Den Amerikaner sah man schon in unzähligen Genre-Streifen. Einige davon genießen Kultstatus. Darunter: ALIENS und DAS HALLOWEEN MONSTER. Seit einigen Jahren geht es Henriksen langsamer an. Statt großer Blockbuster lässt er sich bevorzugt in B-Horrorfilmen oder Low-Budget-Ware blicken. Genau das tut er auch in D-RAILED und macht so indirekt Werbung für den Film. Was Zuschauer aber nicht wissen: Henriksen dient hier nur als Zugpferd, um Verkäufe anzukurbeln. Im Werk selbst ist er genau drei Minuten zu sehen. Eine enttäuschende Prämisse, die Fans des alternden Hollywood-Stars so gar nicht schmecken dürfte.
 
 
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Wenig erfreulich ist auch die Tatsache, dass D-RAILED dank des Kurzauftritts nicht besser wird. Der Film ist genau das, was man beim Einblenden des UNCORK’D-ENTERTAINMENT-Logos zu Beginn des Streifens erwartet. Das ist ein Vertrieb der Billig-Filme vertreibt, von denen nur die wenigsten was können. Genau das trifft auch auf die hier vorliegende Zugfahrt zu. Die beginnt mit einem Twist und entwickelt eine solide Dynamik, sodass mancherorts sogar so etwas wie ein Spannungsbogen entsteht. Leider ist nach dem Zugunglück damit Schluss. Das Fahrzeug stürzt ins Wasser, schlechte Bluescreen-Technik tut da ihr Übriges. Das Resultat: Schnee von gestern, denn ähnlich wie in FROM DUSK TILL DAWN wagt man auch hier einen riskanten Richtungswechsel. Schluss mit Geiselnahme und Ganoven. Was folgt, ist die Verwandlung zum Creature-Feature. Das passt nicht sonderlich gut zusammen und ist auch sonst eine äußerst lahme Nummer.
 
 
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Der Grund: Szenenabläufe wiederholen sich zu oft und die Überlebenden sind nicht unbedingt am Überleben interessiert. Wir sehen wie die wenigen Protagonisten von eigensinnigen See-Monstern attackiert und verspeist werden. Man muss sich zum Ufer vorkämpfen und verschanzt sich dort in einem Haus. Keiner der Charakter verhält sich rational, was in Kombination mit der nicht immer stimmigen, deutschen Synchronisation oftmals unfreiwillig komisch wirkt. So kommt, was man erwartet hat. D-RAILED wird der Vorahnung gerecht, die man bei Filmen aus dem Vertrieb von UNCORK’D ENTERTAINMENT eben grundsätzlich hat. Monster töten, töten, töten und Protagonisten schreien, schreien und sterben. Der Inbegriff purer Langeweile und Ideenlosigkeit, zumal sich Regisseur DALE FABRIGAR nicht einmal ansatzweise um Abwechslung bemüht. Das „Du-bist-der-Nächste“-Prinzip wird inflationär angewandt und nacheinander sterben alle Anwesenden. Ein schlussendlicher – aber zugegeben cleverer Twist – reißt da leider auch nichts mehr.
 
 


 
 
 

D-RAILED – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
Low-Budget-Horror von der Stange, der ganz gut beginnt, aber nach 30 Minuten in die Belanglosigkeit abdriftet, weil er in die falsche Richtung abbiegt. Aus einem hitzigen Überfall in einem fahrenden Zug entwickelt sich auf einmal ein Creature-Feature. Die Idee ist skurril, aber an der Umsetzung hapert es. Beinahe mag man meinen die Drehbuchschreiberlinge hätten nach dem passablen Auftakt weder Lust noch Ideen gehabt, um die Geschichte zu Ende zu bringen. Das Ergebnis: Langweile, weil sich der Film ausschließlich mit dem unspektakulären Töten seiner wenig klugen Protagonisten beschäftigt. Die beginnen ziemlich schnell zu nerven, werden aber kurz und schmerzlos von See-Kreaturen umgebracht. Immerhin sind die Kreaturen-Effekte ganz okay. Besser wird – ZUGFAHRT DES GRAUENS aber dadurch nicht. Dazu fehlen dem Film einfach spannende Momente und frische Ideen.
 
 


 
 
 

D-RAILED – Zensur

 
 
 
D-RAILED – ZUGFAHRT IN DIE HÖLLE hat von der FSK eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten. Diese Einstufung ist angemssen. Viel Gewalt gibt es nämlich nicht zu sehen. Diese begrenzen sich auf einen Kopfschuss, weitere Verletzungen durch Pistolenmunition und diverse Monsterangriffe, die aber kaum der Rede wert sind. Bei letzterem gibt es aber immerhin einen netten Spezialeffekt. Hier befindet sich ein Kopf im Schlund eines der Wesen. Dieser wird zerdrückt und die Augen quillen aus dem Schädel. Die deutsche Fassung ist übrigens ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

D-RAILED – Deutsche Blu-ray

 
 
 
d-railed-zugfahrt-in-die-hoelle-2018-bluray

(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: D-Railed; USA 2018

Genre: Horror, Thriller, Grusel

Ton: Deutsch DTS-HD HR 5.1, Englisch DTS-HD HR 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 26.06.2020

 

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D-RAILED – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies )

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Das Grauen aus der Tiefe (1980)
 
Mosquito Man (2005)
 
Scarecrow (2013)
 
Leprechaun: Origins (2014)

Filmkritik: „The Final Level: Flucht aus Rancala – Spiel um dein Leben!“ (2019)

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THE FINAL LEVEL: FLUCHT AUS RANCALA – SPIEL UM DEIN LEBEN

(THE FINAL LEVEL: ESCAPING RANCALA)

Story

 
 
 
Drei (zufällig allesamt hübsche und gerne knapp bekleidete) Freundinnen wollen eine Arcade-Halle neu eröffnen und leiten, entdecken dabei aber die übernatürlichen Kräfte ihres mysteriösesten Dinosaurerspiels…

 
 
 


 
 
 

THE FINAL LEVEL – Kritik

 
 
Eine Review, deren Vorwort ich möglichst kurz halten kann: Denn man muss als Filmfan jeglicher Gengregattung schon unter einem Stein gelebt haben, um innerhalb der letzten 23 Jahre noch nicht über ein Werk der Mockbuster-Trashschmiede „The Asylum“ gestolpert zu sein, deren CGI-reichen B- bis Z-Movies die internationalen, gerne nämlich auch deutschen, Filmregale mit kuriosen Attraktivitäten füllen, die zwischen augenzwinkernder Trashunterhaltung und unerträglicher Langeweile schwanken. So bekommt jeder halbwegs im Genrebereich bewährte, oder industrieintern empfohlene Regisseur hier ein nettes Minibudget für seine möglichst an aktuelle Blockbuster angelehnten Trashwerke, die entweder dank pompös-übertriebener Cover vom nichtswissenden Filmfan gekauft werden, oder, in den letzten Jahren und mit steigendem Bekanntheitsgrad der Filmproduktionsgesellschaft wohl immer häufiger, gar dediziert vom Action und Kurzweil suchendem Asylum-Fan.
 
 
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Ein relativ aktuelles Beispiel dafür ist „The Final Level: Escaping Rancala“, der zeitgleich mit „Jumanji – The Next Level“ erschienen ist und von dem amerikanischen Regisseur, Schreiberling, Schauspieler und Produzent Canyon Prince in die Welt geschickt wurde, der sich als Regisseur vorher wohl mit mehreren Serienfolgen sowie dem durchaus gelobten Indiedrama „Hard Sun“ beweisen konnte. Erfrischend motiviert oder talentiert wirkt dieser Film hier aber deswegen noch lange nicht, was sich in 2,9 Punkten auf der imdb ausdrückt – blinder Hass versnobter, frustrierter Käufer die einen High-Budget „Jumanji“ erwartet haben, oder ein gerechtfertigtes Urteil? Finden wir es heraus:
 
 
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„10 years ago“, so informiert uns eine Texttafel, gehen zwei grottig gespielte, junge Geschwister in eine Arcade-Halle und witzeln noch herum „Don’t make me come get you!“, haha, doch zu dem Zeitpunkt ist „Jake“ natürlich längst durch das mysteriöse Spiel „Rancala“ aus der Realität gesogen worden, das zudem seinen Namen kannte. Das CGI stimmt auf die folgenden 85 Minuten Trash ein, das Intro fährt mit Retro Polygon Synthwave-Ästhetik, Datenwellen und Chiptunebeat auf, bevor wir 3 Mädels bei der Eröffnung ihrer „Retrowave Bar“ treffen, mit dem Konzept „Geek meets chic“ – natürlich genau die Location aus dem Intro, nur jetzt 10 Jahre später, inzwischen pleite, immer noch mit den selben Automaten ausgestattet. Auch wenn der Smalltalk erträglich bleibt und der Film sehr schnell zu Potte kommt, wird schnell offensichtlich dass die drei Hauptdarstellerinnen Emily Sweet, Jessica Chancellor und Tiana Tuttle alle eher für ihre Optik und Physik gecastet wurden, denn für ihr Talent. Da alle nicht spielen können, kommt zwischenzeitig durchaus sowas wie eine Chemie auf, trotzdem war es eher die Vorfreude auf das folgende Spektakel, die die ersten ~20 Minuten getragen hat.
 
 
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In der Arcadehalle geht das gesamte Licht aus und nur Rancala geht an, Jake ist noch immer als Player 1 eingeloggt, der Synthiesoundtrack startet. Relativ aus dem Nichts fangen jetzt alle noch an ein paar Shots Whisky zu kippen, bevor sie auch auf den dicken Knopf drücken und sich durch After Effects in eine andere Welt teleportieren lassen – die natürlich direkt am Strand startet, inklusive Outfitwechsel und Nahaufnahmen feuchter Décolletés. Ein einzelner, ungelenk am Strand zappelnder CGI-Hai lässt Genrefans nun direkt wohlig warm ums Herz werden, während Protagonistinnen sowie Zuschauer per Einblendung darüber informiert werden, dass wir uns in „Level 1“ befinden. Ein Mann im gelben Regenanzug rennt panisch vor etwas weg und informiert unsere ausnahmelos hübsche, junge und halbnackte Gruppe über die Spielregeln, „Jumanji“ scheint in der Filmwelt nämlich nicht zu existieren: Hier die Holokarte, da der magische Rucksack, verschiedene Teile der Karte haben verchiedene Gebiete, jedes einen Boss, besiegt den Endboss und holt eucht Jake, Feierabend. Ungefähr so komplex bleibt es im weiteren Verlauf dann auch, was den Film allerdings nicht davon abhält, in absolut nichtssagenden Dialogen auf dem Weg der Mission repetitiv durchzukauen, welche marginal geplante, simple Aufgabe unsere Heldinnen als nächstes zu bewältigen haben. Zeit für Backstories, Charaktertiefe oder generell anspruchvolles Writing wäre hier gegeben, Dialog dreht sich aber wirklich ausschließlich im Kreis sowie um die gleichen zwei Themen.
 
 
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Aber ich schweife ab, denn der auf dem Backcover der Blu-ray angeteuerte Sharknado, der unvermittelt mit seiner PS1-Animation in diesen Film kracht, stellt als erster Boss tatsächlich das Trash- und Kurzweiligkeits-Highlight dar, wird aber auch ähnlich absurd schnell abgefrühstückt, wie er aufgetaucht ist. Dafür, dass laut des Regenanzugtypen alles auf der Insel versucht, einen umzubringen, wird nun relativ plump und wenig taktisch Station nach Station abgelaufen, bis es zur Konfrontation kommt. Wären diese stets so durchgeknallt kreativ, wie der per Explosionsleuchtkugel eliminierte Sharknado zu Beginn, könnte man gar von einem erfrischend spaßigem Film sprechen, doch leider bleibt bis auf die teils malerische Umgebung und die teils immerhin halbwegs sinnvollen Outfits der Hauptdarstellerinnen alles beim gleichen von Level zu Level. Und so bestehen die Konfrontationen, sei es gegen einen fetten Neckbeard mit Rangeroutfit und Laserknarre oder tausendmal in genau diesem Design gesehene, nie genauer erklärte Kultisten/bad guys, stets aus wirklich langweilig und schlecht choreographierten Nahkämpfen mit nervigen Leuchteffekten und dem immer gleichen Sound, die weder lustig noch brutal oder spannend sind.
 
 
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Ein unerwarteter Kill erklärt recht amüsant die „Jeder hat 3 Leben-Regel“, auch gibt es später in den „Dark Woods“ ein punktuell überraschend atmosphärisches Setdesign und wirkliche Langeweile will zwischen ansprechenden Umgebungsaufnahmen, Kills mit Wilhelm-Scream und schlecht getricksten Speed-Upgrades mit Unschärfe und peinlichem Videospieleffekt auch nicht aufkommen – doch unironisch, also auch nur als nicht zu belächelnde, sondern schlichtweg unterhaltsame Kost, passt hier nur ziemlich wenig.
 
 
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Die Requisiten sehen meistens aus wie aus dem Halloweenfest eines Vergnügungsparks, Trash-Highlight ist definitiv die grauenhafte Performance von Taylor Behrens, der als König ganz furchtbar gequält versucht seinen Catchphrase „Because I am the king!“ möglichst laut in die Kamera zu brüllen und dabei von den Darstellern ähnlich verdutzte Reaktionen erntet, wie vom Zuschauer. Nach dieser amüsanten Performance folgt nur leider der Tiefpunkt des Films, da eine genau jetzt etablierte Gefangene nun noch in einer ewigen Dialogszene, die wirklich nicht enden möchte, viel zu spät versucht eine Backstory und Erklärung zu liefern, die wirklich niemanden interessiert. Das überstanden, wird man nun immerhin mit einer netten 2,5D-Actionszene „belohnt“, die das Beat-em-up/Brawler-Genre annehmbar adaptiert und an eine schlechtere Version von Kung Fury erinnert – Standardkost der 2000er auf Youtube, hier das Finale des Films. Trotz Mortal Kombat-Anspielung bleibt es dabei natürlich erneut harmlos und unblutig, eine weitere viel zu lange Dialogsszene mit Backstory und ein paar CGI-Flammen, dann werden sowohl Charaktere und Zuschauer wieder in die normale Welt entlassen, nicht ohne kurz vor den Credits aber noch ein sehr merkwürdig spezifisches und unausgereiftes Konzept zu präsentieren, für das man sich noch ein letztes Mal verwundert an den Kopf fassen kann.
 
 
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Was bleibt zu dieser Fließband-Asylum-Standardproduktion noch groß zu sagen? Es gibt schlechtere sowie bessere Werke der Jungs und Mädels, ich habe mich schon deutlich schlimmer gelangweilt, – wenn auch selten so sehr, wie bei der endlosen Erklärbärszene im dritten Akt – aber auch schon deutlich besser unterhalten gefühlt. Der Cast ist hübsch aber wahlweise untalentiert oder nie gefördert, die Entscheidungen sind teils merkwürdig und abstrus, in einer Welt von 6-Headed-Shark-Attacks etc. aber nicht weiter der Rede wert. Weder für den reinen Trash, noch die Action und Kurzweil, noch den groben „Parodie“ bzw. „Kopie“-Gehalt zum Original, noch für die Erotik oder Obskurität kann ich „The Final Level“ wirklich empfehlen, aber Asylum-Sammler oder Trash-Fans haben sicherlich schon deutlich anstrengendere, beleidigendere und langweiligere Filme ertragen müssen. Hübsch beleuchtete Aufnahmen der farbenfrohen Arcade-Halle vertrösteten dabei mehr, würde der Film nicht größtenteils in nichtssagenden Wäldern und an generischen Stränden spielen.
 
 


 
 
 

THE FINAL LEVEL – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
Hirnloser Low-Budget-Jumanji-Abklatsch mit etwas Eyecandy und ein paar amüsant wilden Ideen. Unterdurchschnittlich, aber nicht weiter enervierend.
 
 


 
 
 

THE FINAL LEVEL – Zensur

 
 
 
Die Veröffentlichung von „The Final Level: Flucht aus Rancala – Spiel um dein Leben!“ wurde von der FSK in der ungeschnittenen Fassung mit einer FSK16 freigegeben. Trash-Filmfans und Liebhaber von The-Asylum-Gurken können bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

THE FINAL LEVEL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Final Level: Escaping Rancala; USA 2019

Genre: Action, Trash, Abenteuer, Fantasy

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.85:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: KeepCase: 22.05.2020

 

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THE FINAL LEVEL – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Sharknado – Genug gesagt! (2013)
 
Stay Alive (2006)
 
2-Headed Shark Attack (2012)
 
6-Headed Shark Attack (2018)
 

Filmkritik: „Das Monster von Tokio“ (1959)

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DAS MONSTER VON TOKIO

(THE MANSTER | THE MANSTER – HALBER MANN, HALBES MONSTER)

Story

 
 
 

Auslandskorrespondent Larry arbeitet in Japan für die US-amerikanische Presse. Seiner Ehe tut das allerdings nicht gut, hat der Schreiberling auf Reisen doch nur freizeitliche Aktivitäten mit Alkohol und Weiber im Kopf. Als er den Wissenschaftler Dr. Suzuki kennenlernt schlägt der ihm vor, ihn mit einem Serum aus kosmischen Strahlen zu einem besseren Menschen zu machen. Pustekuchen! Aus der Injektion erwächst der Schulter des Journalisten ein zweiter Kopf. Und der ist nicht gerade Ablageort für ein moralisch gutes Gehirn.

 
 
 


 
 
 

DAS MONSTER VON TOKIO – Kritik

 
 
 
Tja, da hat ihn der Weißkittel an der blöden Nase herumgeführt. Statt eines braven Zeitungsmanns, der den Mächten von Sprit und Genitalien abschwört, hat die Droge das Ziel, den Menschen, Larry präzise, in die nächste, außerirdisch gedopte Evolutionsphase zu führen. Was ja, ehrlichgesagt, auch nicht so richtig hinhaut. Stattdessen geht der Sauhund auf eine Mordtour durchs pittoreske Gastland, die auch vor einem buddhistischen Mönch nicht haltmacht. Das ist aber auch ein wirklich grober Schlocker! Donnerknispel! DAS MONSTER VON TOKIO (Originaltitel: THE MANSTER) wird dem ahnungslosen amerikanischen Publikum seinerzeit als Doppelpack mit AUGEN OHNE GESICHT kredenzt. Was ne Packung. Ernsthaftes französisches Horrorkino von Weltrang und ein veritables Beispiel frühen Filmglobalisierungswahnsinns am Stück.
 
 
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Ein großer Teil des Reizes von DAS MONSTER VON TOKIO geht von seiner Exotik aus. Ja, mit seiner Stranger-in-a-strange-world-Ästhetik betritt der Film locker das Terrain exotischer Adaptionen klassischer Stoffe, wie sie der Horror-Exotique-Fanatiker gar nicht genug inhalieren kann. Handlungs- und Drehort ist Nippon, Besetzung und Stab sind maßgeblich Japaner. Man muss überlegen, dass zur gleichen Zeit das japanische Horrorkino mit JIGOKU: DAS TOR ZUR HÖLLE von selbst einen Schritt von den tollen aber auch sehr meditativ-ruhigen und aus uralten Theatertraditionen kommenden Geistergeschichten-Filmen Kenji Mizoguchis (UGETSU zum Beispiel), hin zu einer geisterbahnartigen Technicolor-Wildheit unternimmt, die fast an ein paar Einfälle des kürzlich verstorbenen Brasilianers José Mojica Marins („Coffin Joe“) erinnern. In diese Stimmung passt auch die trashige Verrücktheit von DAS MONSTER VON TOKIO auf alle Fälle.
 
 
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Man könnte sagen, hier liegt eine perverse Variation der weltbekannten „Dr. Jekyll & Mr. Hyde“-Story vor, die, durch den Beschleuniger japanischen Genre-Kinos gejagt und mit psychoaktiven Drogen aus den Tiefen des Weltalls versetzt worden ist. Dazu geht der Mumpitz nur perfekte 72 Minuten und endet mit einem hochnotwahnsinnigen Finale. Da darf der staunende Filmfreund einen Helden sehen, der auf einem Vulkan mit dem Monster kämpft, das ihm aus der Schulter wächst. Ähnlicher Doppelkopf-Irrsinn kommt 1972 von Sexploitation-Regisseur Lee Frost, als der DAS DING MIT DEN ZWEI KÖPFEN auf das Publikum der Autokinos und drogengeschwängerten Innenstadt-Kinos loslässt. Das wär mal ein Doppelfeature, liebe Kinder.
 
 
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DAS MONSTER VON TOKIO – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Exotisches Horror-Gaga, das mehr Fans haben müsste. Können wir mit diesem kleinen Text hier hoffentlich Abhilfe schaffen. US-japanische-Koproduktion, zur Gänze in Japan entstanden. 73 Minütchen lang fliegen die Fetzen der Schwachmatität. Wenn Ed Wood Geld für die Überfahrt gehabt hätte, wäre wohl sowas dabei herausgekommen.
 
 
 


 
 
 

DAS MONSTER VON TOKIO – Zensur

 
 
 
Die deutsche Veröffentlichung von DAS MONSTER VON TOKIO (der auch unter THE MANSTER – HALBER MANN, HALBES MONSTER in Deutschland vermarktet wird) ist komplett ungeschnitten und frei ab 12 Jahren. Wegen höher eingestuftem Bonusmaterial befindet sich auf den erhältlichen Heimkino-Auswertungen aber ein blauer FSK16-Sticker.
 
 
 


 
 
 

DAS MONSTER VON TOKIO – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Ostalgica (Blu-ray im KeepCase und Schuber – auf 1000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Manster; USA 1959

Genre: Horror, Mystery, Klassiker

Ton: Deutsch (DTS-HD Master Audio 1.0), Englisch (DTS-HD Master Audio 1.0)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1,66:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 73 Min.

FSK: Film: FSK12 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray wegen Bonusmaterial: FSK16

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover im Schuber

Extras: Bonusfilm: The Werewolf of Washington (4:3, Sprachen: Deutsch / Englisch, ca. 88 Minuten), Bildergalerie (16:9, ca. 2 Minuten), Trailers from Hell (16:9, ca. 7 Minuten), Hörspiel: „Mit den Insekten kam das Grauen“ (55 Minuten), Booklet (16 Seiten)

Release-Termin: 06.03.2020

 
 
Der Anbieter OSTALGICA hat THE MANSTER unter dem alternativen deutschen Titel DAS MONSTER VON TOKIO hierzulande zum ersten Mal auf Blu-ray veröffentlicht. Die Blu-ray befindet sich in einer 2er-Amaray-Box im Schuber (DVD-Größe mit partielle Lackierung). Das KeepCase besitzt ein zusätzliches Wendecover. Dass der Streifen in tadellosem HD und ungeschnitten vorliegt, ist natürlich selbstverständlich. Doch das ist nicht alles. OSTALGICA hat ein lobenswertes Bonuspaket geschnürt. So befindet sich neben dem Hauptfilm ein weiterer Streifen auf der Blu-ray. Hierbei handelt es sich um den amerikanischen Gruselfilm THE WEREWOLF OF WASHINGTON aus dem Jahre 1973. Weiterhin liegt das Hörspiel MIT DEN INSEKTEN KAM DAS GRAUEN. Die Blu-ray zu DAS MONSTER VON TOKIO ist auf 1000 Stück limitiert. Sammler sollten schnell zugreifen.
 
 
 

Das Monster von Tokio – Classic Chiller Collection 6 [Blu-ray + Hörspiel-CD] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 

DAS MONSTER VON TOKIO – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Studio Hamburg (DVD im Amaray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Manster; USA 1959

Genre: Horror, Mystery, Klassiker

Ton: OmU: Englisch DD 2.0 Stereo

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 4:3

Laufzeit: ca. 73 Min.

FSK: Film: FSK12 (ungeschnittene Fassung) | DVD wegen Bonusmaterial: FSK16

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Erstmals in kolorierter sowie einer restaurierten s/w Fassung, inklusive Zusatzszenen

Release-Termin: 27.03.2020

 
 
Unter dem deutschen Titel THE MANSTER – HALBER MANN, HALBES MONSTER hat der Anbieter STUDIO HAMBURG eine ungeschnittene DVD auf den Markt gebracht. Auf dieser befindet sich THE MANSTER (so der Originaltitel) nicht nur in der schwarz/weiss gedrehten Fassung. Auch eine kolorierte Fassung des Streifens befindet sich mit auf der Disk. Das Besondere: Es ist die erste deutsche Auswertung der Farbfassung auf DVD in Deutschland. Dennoch ist nicht alles Gold, was glänzt. Beide Fassung liegen in bescheidener Qualität vor. Im HD-Zeitalter freut das den Horrorfilmfan natürlich nicht unbedingt.
 
 

The Manster Halber Mensch, Halbes Monster – kolorierte Fassung (OmU) [DVD] ungeschnitten auf AMAZOn kaufen

 
 


 
 
 

DAS MONSTER VON TOKIO – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei STUDIO HAMBURG | OSTALGICA)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Das Ding mit den 2 Köpfen (1972)
 
Der Mann mit den zwei Köpfen (1971)
 

Filmkritik: „Wishmaster“ (1997)

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WISHMASTER

(WES CRAVEN’S WISHMASTER)

Story

 
 
 

Der Wunschmeister des Titels ist ein orientalischer Djinn, also grob gesagt ein Flaschengeist, der vor 800 Jahren in einen Edelstein verbannt wird, nachdem er diktatorische Anwandlungen an den Tag legt. Der Dämon erfüllt seinen Findern klassisch drei Wünsche und schafft jedes Mal, den dritten Wunsch im Ableben des blöden Menschen enden zu lassen. Wenn er auf diese Art genügend Seelen eigesammelt hat, übernimmt er die Herrschaft der Welt. 1997 wird der WISHMASTER in den USA aus seinem magischen Gefängnis befreit und macht da weiter, wo er im 12. Jahrhundert unterbrochen wurde.

 
 
 


 
 
 

WISHMASTER – Kritik

 
 
 
Wes Cravens Beiträge zur Entwicklung des Horrorfilms sind nicht zu bestreiten. Gleichsam muss gesagt werden, dass sein Spät-Erfolg SCREAM Mitte der 1990er mitnichten das charmante Persiflieren abgehangener Genre-Klischees ist, den die desinteressierte Presse damals zu erkennen glaubt. Ein widerlich-cooles Persiflieren, zu dessen nachfolgenden Tiefpunkten Herablassungs-Orgien wie THE CABIN IN THE WOODS zählen. Craven selbst tut sein Übriges, um sich von da an in der Rolle des großen Genre-Dekonstruktivisten zu gefallen. Tatsächlich handelt der Filmemacher in den Folgejahren eher situationsabhängig. Wenn die Kasse stimmt, werden wahlweise glatte Horrorfilmchen oder das Genre verdammende Interviews veröffentlicht.
 
 
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WISHMASTER – auf der anderen Seite – ist genau das, was andere Filme damals gerne gewesen wären: Ein sympathisches Stück Horrorkino mit dem vollen Bewusstsein, am Ende einer 90 Jahre alten Filmtradition zu stehen. Die Handlung, eine schnörkellose Übung von Moralstück mit vielen sarkastischen Twists, ist natürlich straight aus der Welt der grellen EC Comics entliehen. Diese Bildgeschichten waren schon Vorbild für Kultmaterial wie CREEPSHOW oder den GESCHICHTEN AUS DER GRUFT. Doch nicht nur auf der Erzählebene behandelt der Film seine Wurzeln mit Respekt. Die Besetzung der Nebenrollen ist ein Who-Is-Who amerikanischen 80er-Jahre-Horrors. Da finden sich neben Angus Scrimm und Reggie Bannister aus PHANTASM/DAS BÖSE Joseph Pilato aus DAY OF THE DEAD und neben dem ewigen Landstreicher-Darsteller George „Buck“ Flower (als Landstreicher, nur der Vollständigkeit halber erwähnt) der unverwüstliche Ted Raimi. Drei der Opfer des Flaschengeists sind Freddy Krueger, der Candyman und Jason Vorhees, beziehungsweise deren dem Fan-Auge vertraute Darsteller Robert Englund, Tony Todd und Kane Hodder. Hier könnte man natürlich einen lustigen Seitenhieb hineininterpretieren, durch den der böse Flaschengeist (oder sein zuständiger Schauspieler, der sehr charismatische Andrew Divoff) direkt seinen Slasher-Film-Vorgängern den symbolischen Garaus macht.
 
 
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Alles in allem ist WISHMASTER im selben Moment ein unterhaltsamer, seiner Entstehungszeit angepasster Horror, wie auch ein Rückblick aufs Genre. Obendrein bietet der langjährige Effekt-Spezialist Robert Kurtzman (KNB FX) in seiner zweiten Regiearbeit einen fast visionären Ausblick auf das vor Zitaten und Cameo-Auftritten alter Genre-Helden nur so strotzende Horrorkino unserer Gegenwart. Ein Horrorkino, das zum großen Teil als wohltuendes Retro-Familienfest zu funktionieren hat und in dessen Rahmen der Fan jeden Film in zahlreichen Edel-Editionen kaufen und danach seine Lieblingsstars ganzjährig auf teuren Conventions persönlich treffen kann.
 
 
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WISHMASTER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Eigentlich pervers, bei rüden Slasher-Filmen von „Wohlfühl-Horror“ zu schreiben aber wir sind ja unter uns! Der von Altmeister und Profi-Namens-Verleiher Wes Craven präsentierte WISHMASTER hat eigentlich alles, was das Fan-Herz begehrt: Da wäre der flotte, comichafte Plot, die brutal-schweinischen Splatter-Ausbrüche, schwarzer Humor und eine Parade von Genre-Altstars, die wie bei einer Retro-Revue kleine und größere Rollen füllen. Es wäre wünschenswert, wenn das moderne Horrorkino die Balance von WISHMASTER hinbekäme, anstatt wahlweise plump albern oder – genauso beschissen – plump todernst daherzukommen. Heil Divoff!
 
 
 


 
 
 

WISHMASTER – Zensur

 
 
 
WISHMASTER erschien ungekürzt in Deutschland auf VHS und wurde 1999 von der BPjS indiziert. Eine ungekürzte DVD erschien später von ATLANTIS FILM auf DVD. Im August 2016 wurde der Splatter-Hit vorzeitig vom Index gestrichen. Daraufhin ließ das Label NSM RECORDS den Horrorfilm neu prüfen und erhielt eine FSK16 für die ungeschnittene Fassung. Nach ungeprüften Blu-ray/DVD-Mediabooks, einer Büsten-Veröffentlichung und einem Blu-ray-3D-Futurepak, die alle im deutschsprachigen Ausland released wurden, erscheint WISHMASTER nun zum ersten Mal offiziell und ungeschnitten auf Blu-ray für den deutschen Handel. Das österreichische Label NSM RECORDS veröffentlicht die Uncut-Dassung von WISMASTER hierzulande auf Blu-ray im Steelbook. Deutsche Horrorfans können das Sammlerstück bedenkenlos im Elektronikfachmarkt kaufen. Kompletter bekommt man den Film wohl die nächsten Jahre nicht auf Heimkinomedium.
 
 
 


 
 
 

WISHMASTER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Blu-ray Steelbook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Wishmaster; USA 1997

Genre: Horror, Fantasy, Splatter

Ton:Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Steelbook

Extras: Audiokommentar mit Robert Kurtzman (Regisseur) – Peter Atkins (Autor) und Greg Nicotero (Second Unit Director – FX), Audiokommentar von Daniel Peree und Marco Erdmann vom Wicked Vision-Magazin, Deutscher Trailer, Originaltrailer, TV Spots, Making of, Featurette, Hinter den Kulissen, Interviews: Wes Craven – Andrew Divoff – Tammy Lauren – Robert Englund – Tony Todd – Kane Hodder – Robert Kurtzman – Peter Atkins – Pierre David – Clark Peterson, Filmographien, Bildergalerie

Veröffentlichung: Steelbook: 18.10.2019

 
 

Wishmaster [Blu-ray im Steelbook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

WISHMASTER – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wishmaster (1997)
 
Wishmaster 2 – Das Böse stirbt nie (1999)
 
Wishmaster 3 – Der Höllenstein (2001)
 
Wishmaster 4: Die Prophezeiung erfüllt sich (2002)
 
Jason Goes to Hell – Die Endabrechnung (1993)
 
Wish Upon (2017)
 

Filmkritik: „The Young Cannibals“ (2019)

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THE YOUNG CANNIBALS

(EATEN ALIVE!)

Story

 
 
 

Ein Monster macht Jagd auf junge Leute, die versehentlich von einer Leckerei genascht haben, von der sie besser die Finger gelassen hätten.

 
 
 


 
 
 

THE YOUNG CANNIBALS – Kritik

 
 
 
Wenn man von sogenannten Creature-Features hört oder liest, schwant alteingesessenen Horrorfilmfans Schlimmes. Dabei handelt es sich in der Regel um Filme in denen Monster ihr Unwesen treiben. In der Vergangenheit produzierten vor allem THE ASYLUM und SYFY derart Werke, die nicht unbedingt einen guten Ruf unter Fans des Genres genießen. Doch das schlechte Image kommt nicht von Ungefähr. Genannte Produktionsfirmen haben sich seit jeher nicht durch Qualität ins Gedächtnis der Zuschauer brennen können. Stattdessen drehte man günstige Horrorfilme am Fließband, die sich vor allem durch schlechte Effekte, untalentierte Schauspieler und sinnbefreite Drehbücher auszeichneten. Dass da mittlerweile auch Produktionen darunter leiden, die rein gar nichts mit genannten Trash-Fabriken zu tun haben, ist eine traurige Entwicklung. Viele (unerfahrene) Horrorfilmfans bringen nämlich Monsterkino gleichzeitig mit Trash in Verbindung – ob berechtigt oder nicht. Eine Tatsache, die auch dem Horrorthriller THE YOUNG CANNIBALS das Leben schwer machen dürfte. Von Trash ist die britische Produktion weit entfernt. Stattdessen wird spannendes Monsterkino geboten, das sich als Liebesbrief an das Horror-Genre entpuppt.
 
 
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Den 20. Geburtstag hat sich Nat (MEGAN PURVIS aus DON’T KNOCK TWICE) ganz anders vorgestellt. Die leidet unter Depressionen und sitzt nach einem gescheiterten Selbstmordversuch in der Psychiatrie. Aber gut, dass es Freunde gibt. Die verhelfen der jungen Frau zur Flucht, damit man an einem abgelegenen See feiern, trinken und kiffen kann. Da kommt ein kleiner Geburtstagssnack geradezu recht. Den bekommen die Kumpels von einem spendablen Einheimischen in Form von Hamburgerfleisch serviert. Doch das kulinarische Präsent hat seine Tücken. Statt Tierfleisch beinhaltet es das Fleisch von ermordeten Menschen, denn der Spender outet sich als Kannibale. Letzterer verfolgt mit der Tat eigene Interessen. Ein Monster hält die Gegend auf Trab. Das macht ausschließlich Jagd auf Kannibalen. Da nun Nat und Anhang unbeabsichtigt Menschenfleisch gegessen haben, befinden sich nun die Freunde im Fokus der erbarmungslosen Kreatur. Was folgt, ist für unsere Helden eine Nacht des Grauens, denn inmitten von Wald und Wiesen ist man als Monsterbeute nirgendwo sicher.
 
 
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Da weckt ein Titel falsche Erwartungen. Was einen Kannibalenfilm vermuten lässt, ist alles andere – nur nicht das. THE YOUNG CANNIBALS ist im Subgenre der Monsterfilme beheimatet und lässt eine Gruppe junger Leute vor dem Tod davonlaufen. Der tritt als Monster in Erscheinung, dessen Leibspeise es ist Menschen zu zerreißen, die gern Menschenfleisch verspeisen. Dass da nicht unbedingt das Hirn eingeschaltet werden muss, dürfte klar sein. Doch THE YOUNG CANNIBALS – der übrigens anfangs EATEN ALIVE heißen sollte und wegen der Titelgleichheit zu Tobe Hoopers Film aus dem Jahr 1976 umbenannt werden musste – ist deshalb nicht unbedingt schlecht. Klar verbringt der Streifen einen Großteil seiner Handlung damit, dass ahnungslose Leute vor dem Unbekannten davonlaufen und nacheinander in Stücke gerissen werden. Doch die Regisseure KRIS CARR und SAM FOWLER halten sich bedeckt. Im Dunkel der Nacht bleibt lang verborgen, wer da den Freunden an die Innereien möchte. Da verschwinden die Kumpels wie von Zauberhand von der Bildoberfläche und mysteriöses Keuchen deutet darauf hin, dass in den Wäldern etwas haust, das weit weg von normal ist.
 
 
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THE YOUNG CANNIBALS erinnert an so Schocker wie THE DESCENT oder DOG SOLDIERS, wobei in erster Linie die souveräne Inszenierung verblüfft. Atmosphärische Kameraeinstellungen, routinierter Schnitt, gelungene Spezialeffekte und ein fesselnder Synthesizer-Score deuten auf Expertenarbeit hin. Doch dem ist nicht so. Hinter dem kurzweiligen Überlebenstrip stecken unerfahrene Newcomer, die sogar Kredite abschlossen, um den Traum vom ersten Langfilm erfüllen zu können. Die Macher KRIS CARR und SAM FOWLER schlossen vor einiger Zeit erst ihr Studium an der Filmhochschule Bournemouth ab und outeten sich in Interviews als Horrorfilmfans. Die wollten selbst mal einen typisch amerikanischen Horrorfilm drehen und holten sich Inspirationen bei so Kultware wie CABIN FEVER, EVIL DEAD, BLAIR WITCH PROJECT und den bereits oben genannten Horror-Hits von der Insel. Aus all diesen Horrorfilmen stibitzten sie sich die besten Zutaten für den ersten eigenen Langfilm und drehten selbigen zusammen mit 30 weiteren Absolventen der gleichen Uni.
 
 
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Was dabei entstanden ist, lässt selbst alteingesessene Horrorfilmkenner erstaunen. Das ist Low-Budget? Niemals! THE YOUNG CANNIBALS ist schnörkelloses Monsterkino, das auf Trapp hält. Es wird geschrieen, gewimmert und gerannt. Praktische Effekte lassen längst vergangene Zeiten aufleben und zeigen vor was man sich hier verbeugt. Es sind die experimentellen 1980er, wo man vor allem im Horrorfilm mit kreativen Spezialeffekten die Aufmerksamkeit des Publikums für sich gewinnen konnte und gleichzeitig Jugendschützer in Alarmposition versetzte. Die Liebe zur Handarbeit hat aber seinen Grund. KRIS CARR und SAM FOWLER sahen sich auf Rat eines Kommilitonen diverse frühere Werke des verehrten PETER JACKSON an. Der fasste bekanntlich durch blutige Splatter-Eskapaden Fuß im Filmgeschäft. Das imponierte den beiden Neulingen und sie hatten eine Menge Spaß mit so Filmen wie BAD TASTE und BRAINDEAD aus dem umfangreichen Repertoire des Neuseeländers. Das hatte zur Folge, dass handgemachte Effektarbeit eben auch den ersten Langfilm hervorheben sollte. Betrachtet man sich das Filmmonster genauer, dürfte man schnell zur Erkenntnis kommen, dass die beiden Newcomer ihre Hausaufgaben mit großer Sorgfalt erledigt haben. Der Bösewicht glänzt nicht nur durch außergewöhnliche Fähigkeiten, sondern auch durch kreatives Design. Da können sich manch andere Filmemacher eine Scheibe abschneiden, die sich trotz des Erzählens der immer gleichen Geschichten nicht einmal mehr die Arbeit machen zumindest dem Filmbösewicht ein frisches und kreatives Design zu verpassen.
 
 
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THE YOUNG CANNIBALS – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein Creature-Feature von Horrorfans für Horrorfans. THE YOUNG CANNIBALS ist ehrliches Monsterkino fürs Heimkino, das das Maximum aus seinem kleinen Budget herauskitzelt. Nichts mit billig. Den Low-Budget-Status sieht man diesem Horrorfilm keineswegs an – und das, obwohl unter Schwerstbedingungen gedreht werden musste. Die Dreharbeiten fanden während eines Tornados im amerikanischen Snowdonia-Nationalpark statt. Trotzdem schaut alles nach mehr aus, als es letztendlich gekostet hat. Dabei im Fokus: ein gelungen designtes Monster, das Potenzial für so einige Fortsetzungen besitzen dürfte. THE YOUNG CANNIBALS ist Anfängerarbeit und das sieht man diesem Film keineswegs an. Ob Soundtrack, Schnitt oder Kameraarbeit – hier waren Liebhaber des Genres am Werk. Die Regisseure KRIS CARR und SAM FOWLER setzten auf Oldschool und liefern dabei eine liebevolle Hommage an das Horrorkino der 1980er ab. Statt Computertechnik und CGI wird auf Handgemachtes zurückgegriffen. Schon aufgrund dieser Tatsache dürfte der atmosphärische THE YOUNG CANNIBALS bei vielen Horrorfilmfans ein Stein im Brett haben.
 
 
 


 
 
 

THE YOUNG CANNIBALS – Zensur

 
 
 
THE YOUNG CANNIBALS ist nicht sehr blutig. Die Protagonisten werden zwar nach und nach von einem Monster in Stücke gerissen. Ausufernde Splatter-Exzesse werden aber nicht gezeigt. Hinzukommt, dass der Streifen zu einem großen Teil bei Dunkelheit spielt. Da kann man diverse Spezialeffekte nicht immer genau erkennen. Hierzulande dürfte THE YOUNG CANNIBALS eine FSK16 erhalten. Das deutsche Label INDEED FILM hat sich die Auswertungsrechte für Deutschland gesichert und möchte den Film Anfang 2020 veröffentlichen.
 
 
 


 
 
 

THE YOUNG CANNIBALS – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Bad Taste Pictures | Indeed Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Primal Rage (2018)
 
Jeepers Creepers 3 (2017)
 
SiREN (2016)
 
Feed the Gods (2014)
 
Exists (2014)
 
Neverknock (2017)
 
Scarecrows (2017)
 
Scarecrow – Das Grauen stirbt nie (2013)
 

Filmkritik: „Itsy Bitsy“ (2019)

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ITSY BITSY

Story

 
 
 

Eine alleinerziehende Mutter (Elizabeth Roberts) erlebt mit ihren Kindern in einem Landhaus den ultimativen Horror. Dort wird die kleine Familie von einer Riesenspinne terrorisiert.

 
 
 


 
 
 

ITSY BITSY – Kritik

 
 
 
Spinnen sind im Horrorfilm immer eine sichere Bank. Ob große oder kleine Krabbelwesen – Menschen mit Arachnophobie durchleben nicht selten bei dieser Art von Filmen den Horror auf Erden. Wohl ein Grund, warum es nun Nachschub gibt. Der nennt sich ITSY BITSY und greift natürlich einmal mehr die Urangst des Menschen vor den unheimlichen Langbeinen auf. Für diesen durch Crowdfunding finanzierten Tier-Horror zeichnet jemand verantwortlich, der sich mit Spezialeffekten gut auskennt. Das dürfte große Vorfreude schüren, sind es doch in den meisten Fällen ausgerechnet Effekte, die Horrorfilme mit Spinnen besonders eklig machen. Das dürfte wohl auch MICAH GALLO bekannt sein. Der konnte sich bisher als Spezialist für visuelle Effekte in so einigen bekannten Horrorstreifen austoben. Darunter ALMOST HUMAN, HATCHET 3 und SILENT NIGHT. Mit ITSY BITSY wandelt er auf neuen Pfaden. Diesmal hat er es sich auf dem Regiestuhl gemütlich gemacht und feiert zeitgleich sein Spielfilmdebüt. Mit einem so begabten Händchen für Splatter- und Ekelkram darf man gespannt sein.
 
 
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Kara Spencer versucht mit den beiden Kindern ein neues Leben auf dem Land zu beginnen. Nach einem tragischen Ereignis wollte sie nur noch weg aus der Großstadt und hat einen Job als Krankenschwester in ländlicher Idylle angenommen. Dort soll sie einen alten Mann versorgen und zieht in ein leerstehendes Haus gegenüber ein. Keine gute Idee, denn der pflegebedürftige Arbeitgeber entpuppt sich als ominöser Antiquitätenhändler, der in seiner Sammlung so einige Stücke beherbergt, die er über zweifelhafte Umwege erhalten hat. So auch ein Gefäß eines seltsamen Stammes, der einen obskuren Spinnen-Gott verehrt. Das kommt zu Bruch und herauskrabbelt eine riesige Spinne, die ziemlich viel Chaos hinterlässt.
 
 
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Mehr Familiendrama statt Horror. ITSY BITSY dürfte so manchen Horrorfilmfan enttäuschen. Was im Trailer noch reißerisch angepriesen wird, findet nur selten den Weg in den Film. Stattdessen erzählt der Streifen von einer Mutter, die schwer traumatisiert versucht ein neues Leben zu beginnen. Bei einem schweren Unfall ist der kleine Sohn gestorben. Seither plagen Schuldgefühle, die die Mutter tagtäglich aus der Bahn werfen. Als wäre das nicht schon alles schlimm genug, macht auch der älteste Sohn Vorwürfe. Der ist der Meinung, dass die Erziehungsberechtigte allein für die ungeordnete Situation verantwortlich ist, in der sich die kleine Familie nun befindet. Eine Atmosphäre der Verzweiflung, die sich auch auf die Stimmung des Gruselfilms legt. Statt Schreckmomente am Fließband wird Fokus auf zerrüttete Familienverhältnisse gelegt. Viel Gruselei ist da nicht. Stattdessen Drama, Drama, Drama.
 
 
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Aber keine Angst. Die Spinne krabbelt ab und an auch mal vorbei. Die macht es sich in Wannen gemütlich, legt Eier in Puppenhäuser ab und verstecken sich gern auch mal unter aufgestapelten Kuscheltieren. Viel Terror wird ihr aber nicht ermöglicht, was doch etwas verwundert, da der Spinnen-Horror mit sieben Millionen US-Dollar Produktionsbudget hätte eigentlich aus dem Vollen schöpfen können. Wir sehen einen Mix aus praktischen Effekten und Computerarbeiten. Ganz okay, aber nichts, was vom Hocker reisst – vor allem auch deshalb, weil die Inszenierung kaum über TV-Niveau reicht. Das scheint offenbar auch seine Gründe zu haben, saß doch mit BRYAN DICK jemand am Schreibtisch, der zuvor eher an Drehbüchern zu unbedeutenden TV-Arbeiten gearbeitet hat. Da hat man schon Besseres zu sehen bekommen, zumal ITSY BITSY auch in Sachen Gewalt einen Sparkurs fährt. Wo man in anderen Filmen in Kokons gesponnene und schon halb verweste Leichen zu sehen bekommt, bleibt der von MICAH GALLO inszenierte brav und anständig. Ein paar Spinnenbisse und etwas Glibber – das wars. Ganz schön lahm.
 
 
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ITSY BITSY – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Hervorragende Kameraarbeit und gute Spezialeffekte – mehr nicht. ITSY BITSY ist nicht gerade das beste Beispiel für beunruhigenden Spinnen-Horror. Die Ereignisse plätschern vor sich hin und erst im Finale wird es endlich mal interessant. Bis dahin werden diverse innerfamiliäre Konflikte thematisiert, die dann doch etwas zu viel Laufzeit für sich beanspruchen, die man eher in Spinnenauftritte hätte investieren können. Letztere sind überschaubar und lassen sich an einer Hand abzählen. ITSY BITSY schaut zwar ganz ordentlich aus, kann aber seine B-Horror-Herkunft nicht verbergen. Demzufolge können selbst Menschen mit Arachnophobie einen Blick wagen. Sonderlich beunruhigend ist dieser Spinnen-Horrorfilm nämlich nicht. Eine doch enttäuschende Prämisse, wenn man bedenkt, was Filmemacher in den 1970er und 80er mit weitaus weniger Budget bewirken konnten. Da kommen Filme wie ARACHNOPHOBIA oder MÖRDERSPINNEN ins Gedächtnis. Das sind Kultfilme, über die man berechtigterweise selbst heute noch spricht.
 
 
 


 
 
 

ITSY BITSY – Zensur

 
 
 
ITSY BITSY hat kaum Gewalt zu bieten. Oft sieht man nur die Resultate der Angriffe durch die Riesenspinnen. So sehen wir einige Male kurz, wie sich die Körper der Gebissenen durch das Gift verändern. Die Spinne attackiert zudem einen Mann und beißt ihm die Augen aus. Ansonsten reduzieren sich die Spezialeffekte auf diverse Bisswunden und darauf fließender Glibber. Hierzulande dürfte ITSY BITSY ohne Probleme eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

ITSY BITSY – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Shout! Studios)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Arac Attack – Angriff der achtbeinigen Monster (2002)
 
Arachnophobia (1990)
 
Taranteln – Sie kommen um zu töten (1977)
 
Arachnid (2001)
 
Spider Attack – Achtbeinige Monster (2000)
 
Big Ass Spider (2013)