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Science Fiction Horror

Filmkritik: „Sie sind verdammt“ (1963)

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SIE SIND VERDAMMT

(THE DAMNED | THESE ARE THE DAMNED)

Story

 
 
 
Simon, ein amerikanischer Tourist, tatsächlich hat er nach einer Scheidung seine bürgerliche Existenz in den Staaten quasi aufgelöst, lässt sich in London nieder, wo er das attraktiv-freche Straßenmädchen Joan kennenlernt. Wie bestellt lockt ihn das Mädel in einen schlechteren Teil der Stadt. Hier lauert eine Bande grober Rockabilly-Rabauken, „Teddy Boys/Teds“, wie man in damals in England gesagt hat. Simon bekommt die Fresse voll und wird ausgeraubt. Chef der Bande ist der brutale King (der brutale Oliver Reed), passenderweise Bruder von Joan. Der in einem nicht näher bezeichneten Armeejob tätige Bernard und seine Freundin, die Abstrakt-Künstlerin Freya, kümmern sich um den blessierten Touristen. Um King zu provozieren, besucht Joan Simon auf seinem Mietboot und bricht mit ihm auf eine quasi-romantische Reise ins Ungewisse auf. Die Teds machen sich auf die Jagd, King als furcht einflößender Häuptling des Rocker-Stamms ist angegriffen. Hier beginnt der zweite und insgesamt wichtigere Handlungsstrang von „Sie sind verdammt“ seine Entfaltung. Sie legen an Land an und verstecken sich im Atelier Freyas, auf das sie zufällig stoßen. In der Nacht stürzen die beiden, weiterhin auf der Flucht vor King, von einer Klippe. Ihre Retter sind merkwürdige Kinder, die in einer weitläufigen futuristischen Militäreinrichtung leben und die beiden Verletzten mitnehmen. Bernards kameraüberwachte und streng geheime Militäranlage. Es stellt sich heraus, dass die Kinder, emotionslos, kühl und wenig lebendig, fast wie künstliche Menschen wirkend, eine ausgeklügelte, genetisch modifizierte Züchtung der Regierung sind. In ihnen liegt die Hoffnung, nach dem Dritten Weltkrieg den Homo sapiens am Leben zu erhalten. In der täglichen Kommunikation mit einem per Monitor zugeschalteten Wissenschaftler der Armee werden sie gedrillt auf „den Tag, an dem ihr alles verstehen werdet“.
 
 
 


 
 
 

SIE SIND VERDAMMT – Kritik

 
 
 
Für filmische Reaktionen auf die Tagespolitik, die sogenannte Realität also, war Hammer Films nicht unbedingt bekannt. Ist schon was anderes als heimelig-schaurige Vampir-Filme. Dementsprechend obskur auch „Sie sind verdammt“. Für die Story über die irre Bedrohung des Kalten Krieges holte man sich dann auch den fast genrefremden Joseph Losey auf den Regiestuhl. Eine Konstellation, die man sich so nicht ausdenken könnte. Joseph Losey (1909-1984), ein in Europa und den USA gleich-heimischer Regisseur (in Wisconsin geboren) dreht einen finsteren Science-Fiction-Schocker für Hammer Films! Zugegebenermaßen hatte man schon bei harmloseren Weltraumfilmen der Studio-Frühzeit zusammengearbeitet. Joseph Losey war einer der wenigen Filmemacher seiner Generation, deren Status als Auteur und Favorit der Kritik noch zu Lebzeiten anerkannt war. Schon früh unterhielt sich Losey offen mit der Presse über seine Filmideen und Einflüsse aus der Kinogeschichte. 1977 war er sogar an einem in Deutschland erschienenen Büchlein über sein Werk beteiligt. Sein bekanntester Film ist die äußerst giftige Charakterstudie „Der Diener“ (1963), in dem der immer traurig dreinschauende Schauspieler Dirk Bogarde als Butler die traditionell festgelegten Beziehungen zwischen Personal und Geldadel pervertiert. Sehr gut, genau wie sein 1951 veröffentlichtes Remake von Fritz Langs Weimarer Klassiker „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“. In „Sie sind verdammt“ verwebt Losey die Science-Fiction der viele Jahrzehnte reale Angst vorm alles zerkrümelnden Atomschlag gekonnt mit den rüden, irgendwo aber noch im britischen Realismus fußenden Jugendbanden-Aggressionen der ersten Filmhälfte. Erinnert ein wenig an Lindsay Andersons bekannteren „If…“ (1968) und dessen überbordende Gewaltfantasien unter Internatsschülern in England. Kings fiese Teddys spiegeln anschaulich auf der kleinsten Ebene wider, aufgrund welcher negativer Charaktereigenschaften die Menschheit überhaupt darüber nachdenken muss, sich um ein Leben nach der Bombe zu kümmern. D.H. Lawrence´ in Deutschland recht unbekannter Endzeit-Roman „The Children Of Light“ galt als dem Film Vorlage. Sein bedrückender Ton, etwa, wenn die Kinder ihre Betreuer in den Strahlenschutzanzügen als „Schwarzen Tod“ bezeichnen, macht auch „Sie sind verdammt“ aus.
 
 
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SIE SIND VERDAMMT – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Nicht nur, weil der Film zur magischen Kategorie „nach dem Titel hat sich eine Punkband benannt“ gehört, ist „Sie sind verdammt“ ein wunderbares Scheibchen Plastik. Obwohl „The Damned“ schon was Größeres waren. Ein ungewöhnlicher und entdeckenswerter Film, bei dem man nicht darauf käme, es mit einer Produktion aus dem Hause Hammer zu tun zu haben. Ein faszinierender Mix aus britischer Tristesse und Science-Fiction, die zwischen verrückt und nachvollziehbar oszilliert.
 
 


 
 
 

SIE SIND VERDAMMT – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung auf DVD ist genauso ungeschnitten, wie die bisher im TV ausgestrahlten Fassungen des Films. Auf dem Cover der DVD-Erstveröffentlichung ist ein blauer FSK-Flatschen ausgedruckt. Der ist auch berechtigt, denn nach deftigen Gewaltmomenten sucht man vergebens – es handelt sich schließlich um einen Film von 1963.
 
 
 


 
 
 

SIE SIND VERDAMMT – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Explosive Media | Sony (DVD KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Damned | These are the Damned; USA 1963

Genre: Horror, Science Fiction

Ton:Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono), Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono)

Untertitel: Keine

Bild: 2.2.35:1 anamorph 16:9, PAL

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Bildergalerie seltener Artworks, Original Kinotrailer, Trailershow

Release-Termin: 28.08.2015

 

Sie sind verdammt (DVD Erstveröfentlichung) ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

SIE SIND VERDAMMT – Trailer

 
 

 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Packshot, Abbildungen und Szenenbilder liegen bei EXPLOSIVE MEDIA | SONY)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Das Dorf der Verdammten (1960)
 
Das Dorf der Verdammten (1995)
 


Filmkritik: „I Am Not a Serial Killer“ (2016)

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I AM NOT A SERIAL KILLER

Story

 
 
 

Der Teenager John Cleaver bezeichnet sich selbst als Soziapath und versucht alles daran zu tun, dass er nicht selbst zum Killer mutiert. Doch als im Städtchen Clayton der Tod die Runde macht, kann er die Bestie in sich nicht mehr im Zaum halten.

 
 
 


 
 
 

I AM NOT A SERIAL KILLER – Kritik

 
 
 
Facettenreich sein und mal was anderes ausprobieren. Schauspieler CHRISTOPHER LLOYD ist eigentlich dafür berüchtigt in familientauglichen Filmen für Spaß zu sorgen. So hat er sich als verrückter Professor in der ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT-Trilogie selbst ein Denkmal gesetzt und scheint nun am Höhepunkt seiner Karriere mal die Fronten wechseln zu wollen. Im Film I AM NOT A SERIAL KILLER überrascht er mit ungewohnt ernster Miene und ist zur Abwechslung keiner von den Guten – sondern blutgeil und böse. Hinter dem ungewöhnlichen Horror-Krimi steckt Regisseur BILLY O’BRIAN, der mit THE HYBRID und ISOLATION schon einige Ausflüge ins Horrorfach gewagt hat. Mit I AM NOT A SERIAL KILLER versucht er sich nun auch als ernstzunehmender Filmemacher zu behaupten, was durchaus fruchten könnte, denn hinter dem Titel steckt weit mehr als trivialer Fast-Food-Horror fürs Heimkino.
 
 
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Weil er der Mutter immer beim Präparieren von Leichen hilft und sich für das Treiben von Serienmörder interessiert, ist John (MAX RECORDS – der kleine Junge aus WO DIE WILDEN KERLE WOHNEN) ein Außenseiter und wird an der Schule gehänselt. Doch sein Interesse an der dunklen Seite von Menschen kommt nicht von ungefähr. Der Fünfzehnjährige ist nämlich fest davon überzeugt ein Soziopath zu sein und dass es sein Schicksal ist, selbst ein Serienkiller zu werden. Deswegen hat er eine Reihe von Regeln aufgestellt, die ihn daran hintern sollen ein Mörder zu werden. Doch der gute Vorsatz gerät ins Wanken, als im Heimatort obskure Dinge geschehen. Übel zugerichtete Leichen werden gefunden und ominöse Ölspuren an den Tatorten werfen Fragen auf. Leider ist die Polizei ratlos und tappt bei den Ermittlungen im Dunkeln. Als der Teenager mal wieder desorientiert durch die Straßen der Kleinstadt schlendert, kommt John dem geheimen Doppelleben des alten Mr. Crowley (CHRISTOPHER LLOYD) auf die Schliche. Der wohnt im Haus gegenüber und ist dem Schüler eigentlich als freundlichen Nachbar bekannt. Doch der Rentner kann auch anders. Als er dem betagten Herrn mit dem Fahrrad folgt, macht er im Wald eine schreckliche Entdeckung. Mr. Crowley scheint nämlich etwas zu verbergen von dem niemand erfahren soll. Doch das schreckt den Jungen nicht ab. Der entwickelt eine Faszination für die Taten des alten Mannes und wird so in einen Strudel von Umständen gezogen, aus dem es bald kein Entkommen mehr gibt.
 
 
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Der Horrorthriller I AM NOT A SERIAL KILLER basiert auf dem gleichnamigen Roman von DAN WELLS, der hierzulande unter dem Titel ICH BIN KEIN SERIENKILLER in die Buchläden gebracht wurde und der erste Teil einer Thriller-Serie ist. Zu der gehören auch die Folgeromane MR. MONSTER, I DON’T WANT TO KILL YOU, THE DEVIL’S ONLY FRIEND und OVER YOUR DEAD BODY, die die Geschehnisse um den jungen John Cleaver weiterspinnen. Wie schon das Buch, bleibt auch die Verfilmung des ersten Bandes Antworten schuldig. So bekommt es der Filmheld hier mit einem dämonischen Serienkiller zu tun, der offenbar wahllos Menschen tötet und sie ihrer Organe beraubt. Welches Ziel er damit verfolgt und wie er so lange im Geheimen morden konnte bleibt ungeklärt, denn Regisseur BILLY O’BRIAN hält sich weitestgehend an der packenden Buchvorlage, die sich vor einigen Jahren unter Horrorlesern zum Geheimtipp mauserte. Mit stimmiger 1980er Atmosphäre (der Film spielt aber in der Gegenwart) und ungeschliffene Indie-Optik wird schauriger Kleinstadt-Horror bewirkt, der vielerorts an die vielen Geschichten des jungen STEPHEN KING erinnert. So bahnt sich das Grauen langsam seinen Weg durch den Film und zeigt sich während eines nervenaufreibenden Showdown in ganzer Pracht auf der Mattscheibe. Trotz Horror- und Mystery bleiben aber nicht die Figuren auf der Strecke. Denen wird eine detaillierte Entwicklung eingeräumt. Allen voran Held John, der zwar unnahbar bleibt aber schnell wegen seiner eigensinnigen Art zum Sympathieträger avanciert. Der eigenbrötlerische Schüler begibt sich auf eine mysteriöse Serienkillerjagd und entfacht dabei just genau das Böse in sich, das er eigentlich nicht ausbrechen lassen wollte. Eine obskure Metamorphose, die den eher ruhig erzählten Film über weite Strecken spannend macht, weil lang ungewiss bleibt, wohin die Reise gehen wird. Dafür muss man Macher BILLY O’BRIAN an dieser Stelle Lob aussprechen. Der hat mit seinem Coming-of-Age-Schauer einen ungewöhnlichen Horrorthriller gedreht, der gerade wegen seinen ungewöhnlichen Charakteren und der bizarren Atmosphäre viele Horrorfilme neueren Datums in den Schatten stellt. Wer das nicht glaubt, sollte sich eines Besseren belehren lassen, denn I AM NOT A SERIAL KILLER klärt mal wieder auf, dass unkonventionelle Horrorfilme aus dem Indie-Bereich nun mal die besseren Horrorfilme sind.
 
 
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I AM NOT A SERIAL KILLER – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Sehenswerter Horror-Geheimtipp irgendwo zwischen DONNY DARKO und NAKED LUNCH. I AM NOT A SERIAL KILLER ist Indie-Horror wie er im Buche steht. Zwischen ungeschliffener Griesel-Optik und eigensinnigem Retro-Sound verbirgt sich ein unkonventionelles Coming-of-Age-Drama, das King’schem Kleinstadt-Horror ein neues Gesicht gibt. Wenn sich hinter der Fassade des liebenswerten Nachbarn das ultimative Böse verbirgt. Das sind eigentlich Geschichten mit denen der Horrorautor STEPHEN KING bekannt geworden ist. I AM NOT A SERIAL KILLER ist aber keine weitere Verfilmung aus der Mache des beliebten Gruselschriftstellers. Hinter dem Streifen verbirgt sich zwar auch eine Romanadaption; die kommt aber aus der Feder von DAN WELLS, der vor einigen Jahren mit den Geschichten um Antiheld John Cleaver bei Horrorlesern auf Zustimmung stieß. Die Filmumsetzung hält sich nah an der Vorlage und überzeugt gerade wegen seiner glanzlosen Machart und den guten Darstellern auf ganzer Linie. So gibt es ein Wiedersehen mit CHRISTOPHER LLOYD, der hier abermals mit Vielseitigkeit begeistert. Statt Späßen ist diesmal Schluss mit lustig, denn der in die Jahre gekommene Schauspieler verkörpert diesmal einen von den Bösen. Eine Rolle, die dem betagten Altstar erstaunlich gut steht. Umso mehr sei dieser sehenswerte Genrefilm jedem ans Herz gelegt, der eine Schwäche für ungewöhnliche Geschichten und eigensinnige Charaktere besitzt. Da kann man nur hoffen, dass die Leinwandumsetzung zu I AM NOT A SERIAL KILLER gut beim Publikum ankommt. Wäre da das Fall wäre es begrüßenswert, wenn Regisseur BILLY O’BRIAN auch die Folgeromane auf haargenau gleiche Weise fortführt.
 
 
 


 
 
 

I AM NOT A SERIAL KILLER – Zensur

 
 
 
Die Morde in I AM NOT A SERIAL KILLER passieren entweder in weiter Ferne oder im Off. Sonderlich blutig ist der Film demnach nicht. Immerhin gibt es einige übel zugerichtete Leichen auf dem Untersuchungstisch der örtlichen Leichenschauhauses zu sehen. Hierzulande gab es dafür eine FSK16.
 
 
 


 
 
 

I AM NOT A SERIAL KILLER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Indeed Film (Blu-ray im KeepCase mit Schuber)

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(c) Indeed Film (limitiertes Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: I Am Not a Serial Killer; Großbritannien | Irland 2016

Genre: Horror, Thriller, Mystery

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.66:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 104 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Limitiertes Mediabook | KeepCase mit Wendecover und im Schuber

Extras: Early 2011 Mood Promo, Behind the Scenes, Deleted Scenes | im Mediabook zusätzlich: 72 Seiten Leseprobe des Originalromans

Release-Termin: 24.02.2017

 

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I AM NOT A SERIAL KILLER – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Indeed Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Stepfather (2009)
 
The Stepfather (1987)
 
House at the End of the Street (2012)
 
One Hour Photo (2002)
 


Filmkritik: „Southbound“ (2015)

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SOUTHBOUND – HIGHWAY TO HELL

Story

 
 
 

Auf dem Highway ist die Hölle los. Das bekommt auch eine Gruppe Durchreisender am eigenen Leib zu spüren, als sie auf einem Highway-Abschnitt durch die Mojave-Wüste schreckliche Dinge erleben.

 
 
 


 
 
 

SOUTHBOUND – Kritik

 
 
 
Man nehme makabre Kurzgeschichten, lasse sie von bekannten Genre-Regisseuren verfilmen und knüpfe sie mit einer plausiblen Rahmenhandlung zusammen, auf dass alles Hand und Fuß bekommt. Fertig ist gruseliger Anthologien-Spaß, wie er seit ein paar Jahren wieder schwer im Kommen ist. Einer der Gründe, warum sich Episoden-Horror aktuell wieder großer Beliebtheit erfreut, ist der überraschende Erfolg der V/H/S-Trilogie (Besprechungen zu Teil 2 und 3), die praktisch die Rückkehr gruseliger Kurzgeschichtensammlungen eingeläutet hat, um einer neuen Generation von Horrorfans beweisen zu können, dass auch knapp erzähltes Grauen ein flaues Gefühl in der Magengegend bescheren kann. Umso erfreulicher, dass sich die Macher genannter Anthologien-Serie ein weiteres Mal zusammengetan haben. Offensichtlich hatte man noch so manche Idee im Kopf, die man dem Zuschauer nicht vorenthalten wollte. So reihte man für SOUTHBOUND erneut deftig gewürzte Horror-Episoden aneinander, welche aber diesmal ohne das Found-Footage-Stilmittel auskommen mussten – Gott sein Dank!
 
 
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Mit dabei sind DAVID BRUCKNER und die vier kreativen Köpfe von RADIO SILENCE. Die hatten bereits jeweils ein Segment in V/H/S verfilmt und wollen noch einmal mit gleicher Rezeptur ähnliche Erfolge feiern. Neu auf dem Regiestuhl ist ROXANNE BENJAMIN. Die trat zuvor als Produzentin der Trilogie in Erscheinung und feiert mit einem selbst inszenierten Segment in SOUTHBOUND ihr Regiedebüt. Löblicherweise hat man sich bei dem neuen Horrorprojekt für herkömmlichen Filmlook entschieden und die wackelige Handkamera-Optik weggelassen. Deren exzessiver Einsatz hatte vielen V/H/S-Fans auf den Magen geschlagen, weil konfuse Kameraführung für Kopfschmerzen und Schwindel sorgten. Die wurde aus dem Film verbannt, was aber nicht heißen soll, dass SOUTHBOUND nun weniger Unruhe verursacht. Ganz im Gegenteil. Auch wenn vom Schüttelstil Abstand gehalten wurde, setzt auch das neue Werk der V/H/S-Macher einen gesunden Magen voraus. Das hat auch einen Grund, denn im Film geht es zur Freude der Gorehounds keineswegs zimperlich zu – Halleluja.
 
 
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SOUTHBOUND erzählt von der unheilvolle Reise diverser Reisender, die auf einen Highway-Abschnitt in der Mojave-Wüste mit seltsamen Vorkommnissen konfrontiert werden. So müssen zwei blutverschmierte Männer gegen fliegende Skelette kämpfen, die den Flüchtenden ans Leder wollen. Als wäre das nicht bereits sonderbar genug, verirrt sich eine Mädchenband nach einer Autopanne in das Haus ominöser Herrschaften, die – trotz spießiger Attitüde – nichts Gutes im Schilde führen. Weiter geht es mit einem tragischen Autounfall, dessen Verursacher von Mitarbeitern der Notrufzentrale am Telefon aufgefordert wird, das Leben des Unfallopfers durch eine wichtige Operation zu retten. In der Halbzeit legt sich ein bewaffneter Mann mit einer Gruppe Einheimischer an, der in einem staubigen Wüstenkaff nach der eigenen Schwester sucht. Den krönenden Abschluss bildet Home-Invasion-Horror der etwas anderen Sorte. Hier überfallen maskierte Einbrecher eine nichtsahnende Familie ohne zu wissen, dass sie mit der schrecklichen Tat das Tor zu Hölle öffnen.
 
 
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SOUTHBOUND ist ein makabrer Mix aus THE TWILIGHT ZONE und OUTER LIMITS, der genau das besitzt, was man von einem Horrorfilm neueren Datums erwartet. So gibt es neben schwarzem Humor und abgefahrenen Ideen selbstverständlich auch jede Menge Blut, handgemachte Effekte und viel unappetitliches Zeug zu sehen, das genau den Nerv des Horrorfilmfans treffen dürfte. Abwechslungsreichtum wird in diesem Episodenfilm groß geschrieben. Die Macher vermischen unterschiedliche Subgenres und vereinen Mystery-Schauer, Okkult-Horror, Home-Invasion-Thriller und Elemente des Road Movies zu schwer unterhaltsamer Horror-Unterhaltung, die kaum Längen hat. Die Segmente sind kurz und knackig, konzentrieren sich aufs Wesentliche und beeindrucken mit teils überraschendem Ausgang. Hin und wieder bleibt einem sogar das Lachen im Halse stecken, weil Gezeigtes dann doch mehr verstört als zu fesseln. So sei an dieser Stelle die Episode THE ACCIDENT genannt, in der ein übel zugerichtetes Unfallopfer nach einer grausigen Operation von seinen Leiden befreit wird. Der Goregehalt dieses Segments ist hoch, der Blutzoll deftig. Ungeübte Zuschauer halten sich am besten die Augen zu.
 
 
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Trotz unterschiedlicher Inszenierungsstile und des Gebrauchs verschiedener Subgenres wirken die einzelnen Segmente aus einem Guss. Das rührt vor allem daher, weil die Geschichten nahtlos ineinander übergehen und miteinander verknüpft sind. Alle Hauptfiguren der jeweiligen Episoden verbindet ein Schicksal. So stehen Themen wie „Schuld“ und „Vergeltung“ im Mittelpunkt der Segmente, die dem Zuschauer kurzweiliges Grauen bescheren werden. Letztendlich ist SOUTHBOUND gerade wegen der außergewöhnlichen atmosphärischen Wüstenkulisse ein Highlight unter der mittlerweile stattlichen Anzahl mehr oder weniger gelungener Horror-Anthologien. Demzufolge sprechen wir auch eine Empfehlung aus. Wer es kurz, knackig und blutig will, sollte diesen vom Teufel heimgesuchten Highway einen Besuch abstatten. Absolut sehenswert!
 
 
 


 
 
 

SOUTHBOUND – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Rabenschwarz, abwechslungsreich und ganz schön blutig. Mit makabrem Horror kriegt man den Zuschauer. Nach V/H/S nun SOUTHBOUND, der vom gleichen Team gemacht wurde und dann doch irgendwie in der Summe mehr überzeugt, als die stark verwackelten Videokassetten-Anthologien. Der Grund liegt in der anderen Machart und den kruden Spezialeffekten, die da ziemlich unverfroren auf der Mattscheibe zelebriert werden. Die Episoden sind abwechslungsreich, rasant und packend inszeniert. Zudem laufen die Segmente nahtlos ineinander und machen erst am Ende Sinn, wenn man dem Zuschauer die Auflösung präsentiert. Wer eine Vorliebe für fiese Scherze hat, ist mit SOUTHBOUND gut beraten. Wie in den vielen Folgen der beliebten GESCHICHTEN AUS DER GRUFT-Reihe mündet jede Story in einem fiesen Finale. Umso trauriger, dass der spannende wie zynische SOUTHBOUND bereits nach 90 Minuten zu Ende ist. Aber kein Grund zur Panik. Man darf davon ausgehen, dass eine teuflische Fortsetzung folgen wird. Mit noch mehr Blut und Innereien könnte es DIE Kurzgeschichtensammlung werden, an der sich alle künftigen Filme dieser Art messen lassen müssen.
 
 


 
 
 

SOUTHBOUND – Zensur

 
 
 
Kein Film für Zartbesaitete. Gerade in der dritten Episode wird es sehr unangenehm. Dort wird ein Körper aufgeschnitten und daran eine makabre Operation vorgenommen. Weiterhin gibt es aufgeschlitzte Münder, zerfetzte Köpfe, abgeschossene Hände und diverse Stichwunden zu sehen. Hierzulande hat der Film ungeschnitten eine Erwachsenenfreigabe erhalten: Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

SOUTHBOUND – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Tiberius Film (KeepCase Blu-ray)

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(c) Tiberius Film (limitiertes Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Southbound; USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 89 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow, Audiokommentar | zusätzlich im Mediabook: 24-seitiges Booklet

Release-Termin: 13.10.2016 (BD KeepCase | Mediabook)

 

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SOUTHBOUND – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
V/H/S 2 (2013)
 
V/H/S 3 – Viral (2014)
 
The ABC’s of Death (2012)
 
Still 2 (2014)
 
Tom Holland’s Twisted Tales (2013)
 
P.O.E. Project of Evil (2012)
 
The Penny Dreadful Picture Show (2013)
 
5 Senses of Fear (2013)
 
Phobia 2 (2009)
 
Sanitarium (2013)
 
Scary or Die (2012)


Filmkritik: „Dämonen aus dem All“ (1967)

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DÄMONEN AUS DEM ALL

(LA MORTE VIENE DAL PIANETA AYTIN)

Story

 
 
 
Die Erde: Angriffe auf technische Einrichtungen der längst im Frieden vereinigten Menschheit häufen sich. An Nord- und Südpol bringt eine ungekannt starke Hitzequelle das ewige Eis zum Schmelzen. Der Top-Militär Jackson will mit seinem Team hinter die Gründe der Attacken kommen und stößt in Nepal auf eine entsandte Abordnung aggressiver Weltraum-Yetis, die auf der guten alten Erde Tabula Rasa machen wollen. Ausweitung des Lebensraumes, wie ein ganz und gar irdischer Tyrann mal gesagt hat. Wenn alle Menschen weggekocht sind, können die Space-Zausel den Planeten erwärmen und besiedeln. Falls Jackson und seine Mannschaft nicht vorher im Weltall klare Verhältnisse schaffen können natürlich.

 
 
 


 
 
 

DÄMONEN AUS DEM ALL – Kritik

 
 
 
Mit DÄMONEN AUS DEM ALL bringt das italienische Genrefilm-Tausendsassa Antonio Margheriti 1967 sein Four-Piece in fantasievoller Science-Fiction, GAMMA I, zum Abschluss. Den direkten Vorgänger haben wir an dieser Stelle vor ein paar Wochen wohlwollend besprochen und DÄMONEN AUS DEM ALL ist keinesfalls von Qualitätseinbußen betroffen. Im Falle dieses letzten Film der Reihe hier, verhält es sich auch nicht anders: Knalliger und technoider Euro-Trash mit großartig nostalgischer Atmosphäre und getaucht in genug swinging Zeitkolorit, dass es für drei Filme reichen würde. Wie auch immer hart im Horror-Kontext ist das nicht, auch gestopfte Logiklöcher und millionentiefe Produzenten-Geldbeutel sollte sich der geneigte Zuschauer lieber bei einer anderen Heimkino-Veröffentlichung suchen. Allerdings denken wir, dass diesbezüglich die Fronten glasklar und die Vorlieben ebenso deutlich verteilt sind.
 
 
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Der erste Teil des Films spielt mal nicht in den schwarzen, auch im Hyperwarp nicht enden wollenden Weiten des Weltalls. Stattdessen marschiert der aus dem Vorgängerfilm ORION 3000 – RAUMFAHRT DES GRAUENS bekannte Commander Jackson (Giacomo Rossi-Stuart) durch die Hügel von Katmandu. Die Waffe im Anschlag. Dort, auf dem Dach der Erde, versucht er, Licht in die Ereignisse zu bringen, die erneut zu üblen Naturkatastrophen geführt haben.
 
 
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Wie in echt: Der Planet hat’s nicht leicht in diesen Filmen. Die verlässliche Inszenierung von Naturkatastrophen war in amerikanischer Weltuntergangs-Sci-Fi der goldenen Fünfziger – mit der Allgegenwart des Wunders der Atomkraft – eine Grundzutat von Drehbuchautoren. In solcher Sixties-Poppigkeit kam dieses Stilmittel nach Anbruch der Sechziger Jahre aber nur noch in zwei Filmwirtschaften zum Einsatz. Die lagen so weit auseinander wie nur möglich: Japan und, wie hier eben, Italien. In Nippon waren da natürlich die alle Kinos dominierenden Nature-schlägt-zurück-Reißer mit Wüterich Godzilla und seiner schuppigen oder pelzigen Kollegenschaft. Man hatte den perversen Schlussakkord des Krieges, Hiroshima und Nagasaki ist selbstverständlich gemeint, noch lange nicht verarbeitet. Die B-Filmindustrie der römischen Cinecittà hingegen ließ sich da schon lieber inspirieren von den damals sehr beliebten, bonbonbunten Weltraumcomics aus europäischer Herstellung und den günstig gedrehten Science-Fiction-Fernsehserien, die in den USA inzwischen den Platz der Kinoschinken eingenommen hatten. Interessanterweise griff im Folgejahr Kinji Fukasaku, dessen Filmographie ihn deutlich zum japanischen Bruder im Geiste Antonio Margheritis machte, die Abenteuer um die GAMMA-Raumstationen auf. Sein MONSTER AUS DEM ALL ist unter dem bekannteren Titel THE GREEN SLIME ein bei Genrefreunden auf allen Kontinenten beliebter Space-Trasher.
 
 
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DÄMONEN AUS DEM ALL – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Popart-Science Fiction aus unschuldigeren Jugendjahren des Genres. Nachdenken muss hier niemand und auch Antonio Margheriti kann den Swinging Sixties nicht entkommen. Warum auch? Dem Space Age Fan gefällt’s.
 
 
 


 
 
 

DÄMONEN AUS DEM ALL – Zensur

 
 
 
Für heutige Verhältnisse wirkt Gebotenes reichlich trashig und bietet keine brutalen Schauwerte. Der Film ist frei ab 12 Jahren und ungeschnitten. Klassiker-Fans können bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

DÄMONEN AUS DEM ALL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) CMV LASERVISION – Erstauflage

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(c) NEW VISION FILMS – Zweitauflage

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: La morte viene dal pianeta Aytin; Italien 1967

Genre: Science Fiction, Klassiker

Ton: Deutsch DD 2.0 (Mono), Italienisch DD 2.0 (Mono)

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1920 x 1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Italienischer Trailer, Bildergalerie, Trailershow

Release-Termin: Erstauflage CMV: 13.02.2015 | Zweitauflage NEW VISION FILM: 05.02.2016

 

Dämonen aus dem All [Blu-ray] – Erstauflage von CMV LASERVISION

Dämonen aus dem All – Uncut [Blu-ray] – Zweitauflage von NEW VISION FILMS

 
 
 


 
 
 

DÄMONEN AUS DEM ALL – Trailer

 
 

 
 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei CMV LASERVISION | NEW VISION FILM

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Orion 3000 – Raumfahrt des Grauens (1966)
 
Die Zeitmaschine (1960)
 
Befehl aus dem Dunkel (1965)
 
Planet der Vampire (1965)
 


Kritik: „Closer to God – Frankensteins Kinder“ (2014)

 Closer to God (2014)
 
 
 

CLOSER TO GOD – FRANKENSTEINS KINDER

Story

 
 
 
Ein geklonter Junge bricht aus seinem Gefängnis aus, läuft Amok und verwandelt sich in eine Killermaschine.

 
 
 


 
 
 

CLOSER TO GOD – Kritik

 
 
 
Eine weitere Episode aus der Reihe: Unethische Experimente und ihre Folgen. Mittlerweile ist die Geschichte von Dr. Frankenstein und dem von ihm künstlich erschaffenen Menschen nicht mehr ganz so taufrisch. Knapp 200 Jahre ist es bereits her, dass der Roman aus der Feder von MARY SHELLEY anonym veröffentlicht wurde, zu Weltruhm kam und mittlerweile unzählige Regisseure zu Filmen inspiriert hat. Einer derer ist BILLY SENESE. Der befasst sich in CLOSER TO GOD – FRANKENSTEINS KINDER mit dem heiklem Thema, das wohl nie an Brisanz verlieren dürfte, denn auch die moderne Interpretation des zeitlosen Frankenstein-Stoffs klärt auf, dass die Erschaffung von Mensch und Tier lieber Gott oder Natur überlassen werden sollte. Es ist die Debatte vom Klonen menschlicher Individuen, die in CLOSER TO GOD neuen Zündstoff erhält. Darin spielt JEREMY CHILDS den modernen Frankenstein namens Victor (was für ein Zufall), dem es gelingt den ersten menschlichen Klon zu erschaffen. Das Kind namens Rebecca kommt gesund im Labor auf die Welt und wird zugleich der Presse vorgestellt. Leider findet das Experiment nicht nur Befürworter. Unmengen Gegner machen dem Wissenschaftler das Leben schwer, weshalb sich Genetiker Victor Reed in sein Anwesen zurückzieht, um den Klon dort großziehen und erforschen zu können. Was die Öffentlichkeit nicht weiß: Rebecca ist nicht die erste künstlich erschaffene Kopie eines Lebewesens. Im Haus nebenan haust hinter dicken Türen Testobjekt Ethan – ein ebenfalls geklonter Mensch, bei dessen Erschaffung nicht alles nach Plan gelaufen ist. Der deformierte Junge legt aggressives Verhalten an den Tag, flüchtet aus seinem Gefängnis und schlägt jeden mit einer Eisenstange nieder, der sich ihm in den Weg stellt.
 
 
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Bis das wütende Kind jedoch durch den Film hetzen darf, vergeht viel Zeit. Regisseur und Drehbuchautor BILLY SENESE macht nämlich von der altmodischen Methode des Angstmachens Gebrauch. Das bedeutet, dass sich der Film (zu) viel Zeit mit dem Erzählen seiner Geschichte nimmt und sich weniger auf die Zurschaustellung missgebildeter Kreaturen oder auf möglichst blutige Gewaltmomente konzentriert. Stattdessen entwickeln sich die Ereignisse gemächlich und die Gestalt des ungeliebten Klon Ethan wird aus Spannungsgründen erst am Ende gezeigt. Ein geschickter Schachzug den ohnehin gelangweilten Zuschauer bis zum Abspann vor dem Fernsehapparat zu halten, denn sonderlich packend ist CLOSER TO GOD nicht inszeniert. Interessanterweise ist CLOSER TO GOD der erst zweite Film von Regisseur BILLY SENESE, welcher sich bei seinen bisherigen (Kurz)Filmen von Thrillern der 1970ern (darunter: DER DIALOG oder DIE UNBESTECHLICHEN) inspirieren lies. Der hatte bereits 2007 den Indie-Thriller DARK AWAKENING inszeniert, war aber nach dem stressigen Dreh derart ausgepowert, dass er vom Filmemachen lange Zeit nichts wissen wollte. So fand er Erfüllung in der Produktion von gruseligen Hörspielen. Eine dieser unheimlichen Erzählungen mit dem Titel THE SUICIDE TAPES brachte er sogar 2014 in Form eines Kurzfilms auf die große Leinwand und wurde auf dem internationalen Filmfestival FANTASIA mit Preisen und Lob überhäuft. Das spornte den Filmemacher an, an einem neuen Langfilm zu arbeiten. Kurzum war die Idee zu CLOSER TO GOD geboren, die er anschließend mit kleinem Budget und viel Herzblut fürs Kino aufbereitete.
 
 
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In Interviews erklärte BILLY SENESE, dass er eigentlich nie vorhatte, in erster Linie einen Film über das Klonen zu drehen. Er war viel mehr daran interessiert, sich mit der Unvermeidlichkeit des Fortschritts zu beschäftigen. Während seiner Recherchen zum Film stieß er auf das Zitat eines Genetikers, das die Rastlosigkeit der Wissenschaft zum Ausdruck brachte. Der Gedanke, dass Experimente – wie das Klonen – durchgeführt werden, ohne dass jemand davon weiß, lies den Regisseur derart erschauern, dass er darüber ein Drehbuch schreiben musste. Leider verlieren die schaurigen Gedanken des Regisseurs im Film an Intensität, denn CLOSER TO GOD hat so seine Probleme, die im Grunde kontroverse Problematik ansprechend verpackt an den Zuschauer zu bringen. So quält sich CLOSER TO GOD damit eine Geschichte zu erzählen, die eigentlich auf einen Bierdeckel passt, jedoch auf Spielfilmlänge gestreckt werden musste, um der Bezeichnung Spielfilm gerecht werden zu können. Was bleibt ist ein zäher und trocken inszenierter Versuch sich mit Vor- und Nachteilen medizinischen Fortschritts zu beschäftigen, mit dem man sich aufgrund sperriger Inszenierung nicht ernsthaft auseinandersetzen möchte. Der zähe Mix aus Drama, Thriller, Science-Fiction und Horror kann zwar mit ungeschliffenem und morbidem Indie-Look überzeugen, dürfte aber wegen seiner spannungsarmen Inszenierung schnell zum Abschalten animieren. Mehr Pepp und Tempo hätte in diesem Falle Wunder bewirken können.
 
 
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CLOSER TO GOD – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Düstere Zukunftsvision, schaurig verpackt: Darf man Menschen künstlich erschaffen? Haben Klone ein Recht auf Leben? Welche Vorteile besitzt das Klonen menschlicher Individuen für die gesamte Menschheit? Regisseur und Drehbuchautor BILLY SENESE greift in CLOSE TO GOD essenzielle Fragen auf und beschäftigt sich in CLOSER TO GOD – FRANKENSTEINS KINDER mit der Unvermeidlichkeit medizinischen Fortschritts. Leider dürfte die brisante Thematik in diesem Falle schnell zu Ermüdungserscheinungen führen, denn CLOSER TO GOD ist ziemlich zäh und spannungsarm inszeniert. Erst im Finale erwacht der Streifen aus seiner Lethargie und kann dank amoklaufenden Probanden eines fehlgeleiteten Experiments noch Pluspunkte sammeln. Zu einem guten Film reicht es dennoch nicht. Dafür wurmt es zu gewaltig im zu lang geratenen Drehbuch, das mit viel Langeweile Lebenszeit raubt.
 
 
 


 
 
 

CLOSER TO GOD – Zensur

 
 
 
Schauwerte halten sich in CLOSER TO GOD – FRANKENSTEINS KINDER leider in Grenzen. Am Ende werden einige Erwachsene von einem aggressiven Kind mit einer Eisenstange verprügelt. Zwei Protagonisten müssen ihr Leben lassen. Doch das ist nicht alles. Auch der Schöpfer der Klone bekommt sein Fett weg und wird am Ende erschossen. Hierzulande hat der Film ohne Probleme die FSK mit einer Freigabe ab 16 passiert.
 
 
 


 
 
 

CLOSER TO GOD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Tiberius Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Closer to God; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | 24 Hz

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Trailer

Veröffentlichung: 11.08.2016

 
 
 

Closer to God – Frankensteins Kinder [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

CLOSER TO GOD – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshot liegen bei TIBERIUS FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Die Wiege des Bösen (1974)
 
Die Wiege des Satans (1974)
 
Die Wiege des Schreckens (1987)
 
Godsend (2004)
 


Kritik: „Orion 3000 – Raumfahrt des Grauens“ (1966)

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ORION 3000 – RAUMFAHRT DES GRAUENS

(IL PIANETA ERRANTE)

Story

 
 
 
Die Zukunft schreiben wir. Und wieder mal fliegen die Fetzen auf der seit Äonen geprügelten Erde. Unerklärte außerirdische Einflüsse lösen eine Kette von Naturkatastrophen aus, die weite Teile des blauen Planeten in Schutt und Asche legen. Gleichzeitig berichten die Raumfahrtbehörden der Großmächte von einem praktisch aus dem Nichts aufgetauchten Himmelskörper, der mit den Störungen des irdischen Gleichgewichts zu tun haben muss und sich gleich auch noch mit beängstigender Geschwindigkeit auf den Weg hier her macht. Unter der Leitung von Captain Jackson (Giacomo Rossi Stuart) startet ein Erkundungsschiff ins All und findet zum losgerissenen Planeten eine Erklärung kosmischen Ausmaßes, auf die in der Art auch der alte H.P. Lovecraft gekommen sein könnte. Mehr zu verraten wäre unfair.

 
 
 


 
 
 

ORION 3000 – Kritik

 
 
 
Diese schicke Sci-Fi-Story hat in Italien vier Filmteile hervorgebracht, die man aber auch getrennt voneinander ansehen kann ohne sich größer zu ärgern. Eigentlich ist ORION 3000 – RAUMFAHRT DES GRAUENS eine ganz geile Sache und ein geradezu majestätisch gefüllter Truthahn für Freunde von Genrefilmen, deren Verbindung zu ihrem Herkunftsland man sich so gar nicht erklären kann. Klar, man kennt aus Italien eigentlich alles. Nichts Menschliches sollte dem engagierten Freund der Leinwände Cinnecittàs fremd sein. Natürlich viel berüchtigter Splatterhorror mit Kannibalen und Zombies, stylish aufgebrezelte Giallo-Thriller, allerlei eingeölte Gladiatoren-Reißer, quatschige Erotikfilmchen und knorrige Spaghetti-Western waren die tragenden Säulen einer furchtlosen Kinoindustrie, die auf der Jagd nach Unterhaltung und Profit weder Freund noch Feind kannte. Weltraumopern hingegen schienen aber kein gesondert landestypisches Subgenre zu sein. Selbst passionierte Italofilm-Verschlinger kennen vielleicht Mario Bavas PLANET DER VAMPIRE von 1965 und inzwischen offiziell als „Inspirationsquelle“ für Ridley Scotts ALIEN anerkannt. Ein paar STAR WARS B-Kopien, gut. Alfonso „Al Bradley“ Brescias saftiger DIE BESTIE AUS DEM WELTALL vielleicht noch. In soft- oder hardcore zu haben, beides grausig. Danach ist auch schon Schluss. Die italienischen Weltraumabenteuer aus den Sechzigern sind dabei noch mal eine ganz eigene Schule. Die Atmosphäre der Filme ist klar ihrem Jahrzehnt zuzuordnen, erinnert mit den mysteriös blinkenden Sperrholz-Kommandobrücken und knautschigen Astronautenanzügen aus dem Baumarkt teils an das RAUMSCHIFF ENTERPRISE, teils an die vielen Eurospy-Krimis, wie sie nach dem durchschlagenden Erfolg des Agenten Nullnullsieben wie die Pilze aus dem Boden Mitteleuropas geschossen waren. Wieso dann das „eigentlich“? Nun ja, Teil drei von vier ist nicht wirklich der knackigste unter den Einträgen der Reihe, ist aber nichtsdestoweniger noch immer dufte. Der Abschluss der Saga, DÄMONEN AUS DEM ALL, wird an gleicher Stelle dieser Tage auch noch besprochen werden.
 
 
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Toll: Auch der Blick auf die sagenhafte Gesamtkarriere Antonio Margheritis wird uns immer lückenloser ermöglicht. Nach und nach werden alle Preziosen aus der mächtigen Filmographie des Volldampfregisseurs zugänglich gemacht. Mit seinen fantasievollen Ausflügen in die Raumfliegerei liegen nun ein paar besonders schöne Beispiele für „Anthony M. Dawsons“ Schaffen vor. Wie hier schon einmal festgehalten, bietet das Werksverzeichnis Margheritis Filme aus jedem Genre, das dem Fan italienischen Bahnhofskinos das Herz im Brustkorb tanzen lässt und auch der Kosmos war ihm nicht fremd. Schön, ihn auf der Reise begleiten zu dürfen.
 
 
 


 
 
 

ORION 3000 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Margheriti-Science-Fiction? Restauriert und das sogar Blu-ray-tauglich? Schon wieder Weihnachten? ORION 3000 – RAUMFAHRT DES GRAUENS kann mit Fug und Recht behaupten, ein exotisches Geschöpf zu sein. Italo-Sci-Fi ist kein unendlich weites Feld und Interessierte können sich mit diesem Film und Bavas PLANET DER VAMPIRE einen ordentlichen Einstieg ins Genre ermöglichen.
 
 
 


 
 
 

ORION 3000 – Zensur

 
 
 
ORION 3000 – RAUMFAHRT DES GRAUENS wurde bereits ungeschnitten in die Kinos gebracht und ebenso in der kompletten Fassung auf VHS veröffentlicht. Die ebenfalls erhältlichen BD- und DVD-Heimkinomedien sind ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

ORION 3000 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) CMV LASERVISION

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Il pianeta errante; Italien 1966

Genre: Science Fiction, Klassiker

Ton: Deutsch DD 2.0 (Mono)

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1920 x 1080p)

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Deutscher Kinotrailer, Bildergalerie, Trailershow

Release-Termin: Erstauflage CMV: 13.02.2015 | Zweitauflage NEW VISION FILM: 05.02.2016

 

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ORION 3000 – Trailer

 
 

 
 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei CMV LASERVISION | NEW VISION FILM

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Raumschiff Alpha (1965)
 
Tödliche Nebel (1966)
 
Dämonen aus dem All (1967)
 
Planet der Vampire (1965)
 
Die Bestie aus dem Weltall (1957)
 
Raumschiff Enterprise (1966)
 


Filmkritik: „The Hybrid“ (2014)

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THE HYBRID

Story

 
 
 
Söldner Jim Powell (JOHN LYNCH) kommt unerwartet aus dem Gefängnis frei und muss als Gegenleistung einen ganz besonderen Auftrag ausführen. Mit einem sechsköpfigen Team soll er in die ehemalige Sowjetunion reisen und in einen stark bewachten Forschungsbunker eindringen, um dort eine Wissenschaftlerin samt Arbeiten zu bergen. Doch der Einsatz ist nicht ungefährlich, denn hier unten haust eine von Menschenhand geschaffene Bedrohung, die sich bald nicht mehr bändigen lässt.
 
 
 


 
 
 

THE HYBRID – Kritik

 
 
 
Eine unterirdische Forschungsbasis irgendwo im russischen Hinterland. Darin eine strebsame Wissenschaftlerin, die geheimnisvolle Experimente mit menschlicher DNA durchführt und damit für Chaos sorgt, weil die Testobjekte nicht nach ihrer Pfeife tanzen wollen. THE HYBRID liefert Horrorstoff aus dem Albträume sind und das sogar fernab jeglicher Todesbakterien oder Killerviren, die nicht selten für apokalyptische Zombieszenarien verantwortlich gemacht werden, wenn Experimente mal wieder aus dem Ruder laufen. Überraschend aufgeräumt und geradlinig geht es im britischen THE HYBRID zu, der zwar eine knappe Geschichte erzählt, aber nicht minder unterhaltsam ist. Der Brite BILLY O’BRIAN hat diesen kurzweiligen Science-Fiction-Horror gedreht. Für ihn sind missglückte Forschungen kein Neuland.
 
 
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Bereits 2005 beschäftigte er sich mit gescheiterten Experimenten und nahm für den Indie-Grusler ISOLATION das erste Mal auf dem Regiestuhl Platz. Seither ist es verdächtig ruhig um den talentierten Newcomer geworden, der wohl jetzt einen neuen Versuch wagt, um im Genre ernstgenommen zu werden. Ziemlich viele Autoren haben an Drehbuch zu THE HYBRID gepinselt, der anfangs eigentlich SCINTILLA bzw. THE SCINTILLA PROJECT heißen sollte. In den meisten Fallen kein gutes Omen, schließlich bewahrheitet sich immer öfter das Sprichwort vom verdorbenen Brei, an dem zu viele Köche gearbeitet haben. THE HYBRID tanzt aus da aus der Reihe und fällt positiv auf. Grund hierfür: die minimalistische Inszenierung, die sich nur auf das Wesentliche konzentriert, nicht viel Zeit mit Nebensächlichkeiten vergeudet und dennoch stets packend bleibt. Die eigentliche Handlung kommt zügig auf den Punkt und führt ein sechsköpfiges Team um Söldner Jim Powell (John Lynch) zu einer gut bewachten Rebellenbasis, in der abgeschottet von der Außenwelt mit außerirdischem Material gearbeitet wird.
 
 
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Mehr von der ohnehin überschaubaren Geschichte zu erzählen wäre fatal, spielt doch THE HYBRID mit der Erwartungshaltung des Zuschauers, der hier mal wieder davon ausgeht, dass im Inneren der Forschungsräume deformierte Kreaturen ihr Unwesen treiben und grausam Schlachten. Natürlich ist die Verahnung nicht unbegründet, denn die Bedrohung kommt auf leisen Sohlen und getötet wird hier selbstverständlich auch. Dennoch ist die Auflösung reichlich unspektakulärer als vermutet, was aber nicht negativ gewertet werden sollte. Regisseur BILLY O’BRIAN hat ein Händchen für die Platzierung tiefsitzender Schocks, weil er langsam aufbaut und ganz unvorbereitet zuschlägt. Dank solider aber passender Spezialeffekte lässt er am Ende die Katze aus dem Sack und überzeugt mit böser Wendung. Dass da auch ein wenig gesplattert werden darf ist zeitgemäß und freut den Horrorfan. Wir raten trotzdem von der Sichtung des Trailers ab, gehört THE HYBRID zu jener Art von Filmen, über die man im Vorfeld so wenig wie möglich wissen sollte, um sich nicht die Spannung nehmen zu lassen. Endlich mal wieder ein sehenswerter Beitrag, auf den man sich freuen kann. Wir wünschen gute Unterhaltung!
 
 
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THE HYBRID – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Unterhaltsamer, schnörkelfreier Sci-Fi-Horror mit überraschend bluttriefenden Momenten. THE HYBRID oder SCINTILLA – so wie er anfangs heißen sollte – ist kein tiefgründiger Science-Fiction-Schocker mit intelligenter Story. Vermutlich will er das auch gar nicht sein. Vielmehr wollte der britische Regisseur BILLY O’BRIAN (ISOLATION) kurzweilig unterhalten und das tut er mit seinem kleinen Streifen definitiv. Die Charaktere sind nur oberflächlich ausgearbeitet, die Geschichte strotzt nicht gerade vor Innovation und dennoch gelingt es dem Filmemacher einen knackig inszenierten Film an den Mann zu bringen, bei dem der Zuschauer durch die Etappen des Filmes getrieben wird – bis zum wendungsreichen Finale. Dass dort sogar auch etwas Gewalt zelebriert wird erweist sich als I-Tüpfelchen und macht aus THE HYBRID packende Genre-Unterhaltung, die bis zum Ende spannend bleibt, weil man sich ausschließlich auf das Wesentliche konzentriert. Wer übrigens diverse Fragen beantwortet haben möchte, schaut dumm aus der Wäsche. THE HYBRID liefert die nur zum Teil und kurbelt stattdessen die Phantasie des Zuschauers an. Wer daher jede Fragen bis ins Detail geklärt haben möchte, sollte lieber auf die Fortsetzung warten. Schenkt man dem offenen Ende glauben, könnte die wirklich fies werden.
 
 
 


 
 
 

THE HYBRID – Zensur

 
 
 
Am Ende gibt es einiges zu sehen. Es explodieren Köpfe, Knochen werden gebrochen und ein Protagonist wird mit einer Machete in zwei Teile geschnitten. Sollte THE HYBRID hierzulande veröffentlicht werden (was nicht unwahrscheinlich ist) kommt er mit rotem „Keine Jugendfreigabe“-Flatschen in den Handel.
 
 
 


 
 
 

THE HYBRID – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Species (1995)
 
Species II (1998)
 
Xtro II – Die zweite Begegnung (1990)
 


Filmkritik: „Extraterrestrial“ (2014)

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EXTRATERRESTRIAL

SIE KOMMEN NICHT IN FRIEDEN

Story

 
 
 
Im amerikanischen Hinterwäldler-Städtchen Echo Lake ist etwas gewaltig faul. Kleinstadtsheriff Murphy (Gil Bellows) muss sich zusätzlich zu seinem Tageswerk mit seltsamen Erscheinungen beschäftigen, darunter seltsam zerschnittene Kühe, panische Bürger und ein ganz besonderer Fall, bei dem eine Telefonzelle samt Insassin in den Himmel verschwand und wenig später in Einzelteilen wieder zu Boden krachte – allerdings ohne Insassin. Mit all seinen bizarren Vorfällen bildet Echo Lake das beste Setting für eine Gruppe von Jugendlichen, die einen Platz für ihren Sauftourismus suchen. Ihr Traumziel entdecken sie schließlich in einer verlassenen und ominösen Waldhütte. Das Wochenende nimmt seinen schicksalsträchtigen Lauf und wird schon bald von anderen Flüssigkeiten neben Alkohol durchtränkt.

 
 
 


 
 
 

EXTRATERRESTRIAL – Kritik

 
 
 
Das Autoren- und Regieduo Colin Minihan und Stuart Ortiz, besser bekannt als „The Vicious Brothers“ macht keinen großen Hehl aus der Ursache des grausigen Geschehens. Wie der bescheidene Titel bereits verrät, wird das klassische Waldhütten-Genre in „Extraterrestrial“ um den Auftritt einer nicht ganz friedfertigen außerirdischen Rasse bereichert. Die Fusion zweier Genres hört sich zunächst nach einer einigermaßen originellen Grundlage für einen spaßigen Horror-Reißer an. Auch der bisher einzige Film der Vicious Brothers mit dem Titel „Grave Encounters“ ist ein gutes Omen.
 
Leider krankt „Extraterrestrial“ an einigen Problemen, über die man nur schwer hinweg sehen kann. Als großer Störfaktor erweisen sich die ständigen Schwankungen in Ton und Struktur des Films. Anstatt sich auf die Eskapaden seiner jugendlichen Clique zu konzentrieren, etabliert er mit Sheriff Murphy und dem durchgeknallten Verschwörungstheoretiker Travis (Genre-Favorit Michael Ironside, bekannt aus „Total Recall“ und „Starship Troopers“) zwei Charaktere, die zunächst interessant wirken, aber schon recht bald in zweck- und ziellosen Nebenplots versanden. Die Wechsel zwischen Jugendlichen und Erwachsenen resultieren in einem Mischmasch aus Gruselthriller und Horrorkomödie, der zwar entfernt an einen „Tanz der Teufel 2“ erinnert, aber meilenweit von dessen Qualität entfernt ist. Eine viel größere Enttäuschung als das unfokussierte Drehbuch ist allerdings der Mangel an Schauwerten. Die Vicious Brothers schaffen es mit ihren sehr traditionell designten Aliens, eine bedrohliche Präsenz zu kreieren und als Horror-Fan man freut sich durchgehend auf eine Handvoll saftiger Kampfszenen, in denen irdische Projektilwaffen gegen hochentwickelte Laser antreten. Leider lassen die beiden Regisseure ihr Publikum vergeblich darauf warten und entscheiden sich stattdessen dafür, bei fast jeder Tötungsszene frühzeitig die Handbremse zu ziehen und sich mit einem Schnitt herauszumogeln. Mit dieser falschen Bescheidenheit betrügen sie leider die Erwartungen der Horrorgemeinde.
 
Der Grund für Letzteres scheint eine unglückliche Verteilung des Budgets zu sein. Erst in den letzten 20 Minuten von „Extraterrestrial“, auf die man viel zu lange warten muss, zeigt sich das Potential, das die Produktion hat. Wenn der Film schließlich beim versprochenen Konflikt ankommt, überzeugt er durch hochwertige Kulissen, gruselige Atmosphäre und sogar ein wenig Spannung. Leider ist der Weg dahin mit undurchdachten Plots und lieb- und konsequenzlosen Subplots gepflastert.
 
 
 


 
 
 

EXTRATERRESTRIAL – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Die wohl gruseligste Begegnung der dritten Art. Fieser, kleiner Indie-Horror mit großartigen Effekten. „Extraterrestrial“ ist eine bunte Tüte, die zwar gute Ansätze bietet, aber viel Potential verspielt. Die Vicious Brothers schaffen es trotz kleinem Budget, einen gut aussehenden Film aus ihrer interessanten Prämisse herauszuholen. Leider scheinen sie sich nie wirklich sicher zu sein, ob sie einen legitimen Schocker oder einen spaßigen Horrorstreifen produzieren wollten, was beiden Aspekten des Films sichtlich schadet.
 
 
 


 
 
 

EXTRATERRESTRIAL – Zensur

 
 
 
Der Film kommt größtenteils sehr zahm daher. Wenn es dann endlich losgeht, liefert er matschige und schmutzige Szenen, die leider viel zu spärlich gesät sind. Der Film hat eine ungeschnittene Freigabe ab 16 Jahren erhalten.
 
 
 


 
 
 

EXTRATERRESTRIAL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Tiberius Film / Sunfilm

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Extraterrestrial; Kanada 2014

Genre: Horror, Science Fiction, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 – @24 Hz (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 100 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: exklusiver Audiokommentar mit den Regisseuren, Making of, Trailer

Release-Termin: 02.04.2015

 

Extraterrestrial – Sie kommen nicht in Frieden [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 


 

EXTRATERRESTRIAL – Trailer

 
 

 
 

Timo Löhndorf

Mehr Kritiken von Timo gibt es auf dasnapalmduo.de zu lesen

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Grave Encounters (2011)
 
Grave Encounters 2 (2012)
 
Attack the Block (2011)
 
Tanz der Teufel 2 (1987)
 


Filmkritik: „Under the Skin“ (2013)

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UNDER THE SKIN

Story

 
 
 
Den Plot haben wir schnell erzählt: Eine ebenso namen- wie gefühllose Frau fährt durch ein mythisch-malerisch gefilmtes Schottland und sammelt Partner für den Geschlechtsverkehr auf. In der Wohnung der Frau werden die Probanden allerdings in eine unnatürliche Flüssigkeit gelockt, die sie von ihrer Heut trennt. Die Frau – Scarlett Johansson natürlich – ist eine Außerirdische, ihr Anlockverhalten der Sexpartner völlig losgelöst vom zielgebundenen Balzen der von ihr beobachteten Menschenspezies.

 
 
 


 
 
 

UNDER THE SKIN – Kritik

 
 
 
UNDER THE SKIN ist der dritte Films des Optikästheten und maßgeblich als Werbefilmer und Videoclipmacher in Erscheinung getretenen Londoners Jonathan Glazer. Mitte der Neunziger war er der Kopf hinter Videos für alles, was in dieser Zeit musikalisch zum Weglaufen furchtbar war (Massive Attack, Blur, Radiohead, um nur ein paar besonders widerliche Geräuschmacher aufzuzählen). Umso überraschender dann im Jahr 2000 sein Filmregiedebüt SEXY BEAST, bei der Kritik eingeschlagen wie eine Bombe und nicht nur ein durchgestylter und beinahe schon körperlich attackierender Brit-Gangsterfilm, verflucht weit weg von den coolen Unterwäschemodel-Verbrechern seines Landsmannes Guy Ritchie. SEXY BEAST kitzelte aus seinem Hauptdarsteller, dem ewigen Gandhi und Autoritätendarsteller Ben Kingsley eine Performance heraus, die der Oscarpreisträger unter seinen größten Auftritten führt und für deren Triggern es ein Ausnahmetalent auf dem Regiestuhl gebraucht hat. Immer weiter gut in Werbung und Musik arbeitend, brachte Glazer das enttäuschende Reinkarnationsdrama BIRTH (2004) in die Kinos, das trotz der seinerzeit hervorragend zu besetzenden Nicole Kidman besser unter dem Mantel des Schweigens bleiben sollte. Letztes Jahr, neun Jährchen nach seinem letzten Versuch, traute sich der Regisseur wieder auf das Schlachtfeld der Leinwände und setzte sich mit UNDER THE SKIN auch prompt zwischen die sehr unterschiedlichen Stühle seiner beiden ersten Streifen: Was Scarlett Johansson als Hauptdarstellerin aus sich rausholt, weder Scham noch persönliche Grenzen gelten lassend, spiegelt erneut die außergewöhnliche Hand wieder, über die Jon Glazer im Bereich der Schauspielerführung zu verfügen scheint; so ist etwa der Akt mit dem missgestalteten jungen Mann besonders aufwühlend, handelt es sich hier doch um keinen Spezialeffekt – er leidet wirklich unter diesem Defekt. Damit hätten wir auch schon die Zweischneidigkeit dieses Instant-Skandalfilms. Der Film ist die Scarlett-Show vor orchestrierten wie aufgedonnerten Landschaftspanoramen eines Regisseurs, der sich seiner studierten und erprobten Kenntnis des Schauwerts so sicher ist, dass ihm das nur folgerichtige Entgleiten der Erzählebene herzlich egal sein dürfte. UNDER THE SKIN wird dem durchschnittlichen Sci-Fi oder Genrefan wenig geben, ihm zu sehr wie überkandideltes Kunstkino erscheinen. Solche Gedanken wird man sich auch beim Kinoverleih gemacht haben, als man davon absah, den Film hierzulande auf die großen Screens zu bringen. Sicher, mit dem fünfzigsten, vom Niveau eigentlich an Achtjährige gerichteten Superheldenfilm, drückt man mehr Hinterteile in Plüschsessel.
Was bleibt ist eine filmhistorische Momentaufnahme, in der eine Hollywood-Figur der A-Klasse ihre Grenzen ignoriert und im Werk eines Künstlers, nicht unbedingt Filmemachers, glänzt.
 
 
 


 
 
 

UNDER THE SKIN – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Bilderschwere und sich ihrer Wirkung beim entsprechenden Publikum fast schon zu sicher fühlende Arthouse-Science-Fiction-Breitseite. Lassen Sie Sich bloß nicht dabei erwischen, UNDER THE SKIN nicht gut zu finden. Man wird die Nicht-verstanden-Karte ziehen. Scarlett-Fans werden sich immerhin über diese One-Women-Show freuen.
 
 
 


 
 
 

UNDER THE SKIN – Zensur

 
 
 
Die deutschen Heimkinofassung wurde ab 16 Jahren freigegeben. Der Film selbst ist jedoch FSK 12, denn viel Gewalt gibt es hier nicht zu sehen.
 
 
 


 
 
 

UNDER THE SKIN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Universum Film GmbH / Senator Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Under the Skin; Großbritannien 2013

Genre: Drama, Mystery, Science Fiction, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1, @24 Hz (1080p)

Laufzeit: ca. 108 Min.

FSK: Blu-ray: FSK16 / eigentlicher Film: FSK 12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Schwarze Amaray mit Wendecover

Extras: The Making of „Under the Skin“, Featurettes: Scarlett Johansson, The Hidden Lense

Release-Termin: 10.10.2014

 

Under the Skin – Tödliche Verführung [Blu-ray] ungeschnitten bei AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

UNDER THE SKIN – Trailer

 
 

 
 

Christian Ladewig

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Lucy (2014)
 
Transcendence (2014)
 
Tron (1982)
 


Filmkritik: „Der Rasenmähermann“ (1992)

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DER RASENMÄHERMANN

Story

 
 
 
Der Wissenschaftler Dr. Lawrence Angelo (Pierce Brosnan) möchte das Gehirn erforschen und nach dem nächsten Baustein der menschlichen Evolution suchen. Damit ihm das gelingt, lässt er Primaten in eine virtuelle Realität eintreten und beobachtet ihre Reaktionen. Nachdem ein Versuch mit einem seiner tierischen Probanden gehörig in die Hose geht, werden seine Experimente unterbrochen und der Doktor auf unbestimmte Zeit in den Urlaub geschickt. Zu allem Überfluss verlässt ihn auch noch seine Frau und der ambitionierte Wissenschaftler erreicht den Nullpunkt. Besessen von der Idee, seine Experimente fortzuführen, rekrutiert er den netten, aber etwas zurückgebliebenen Jobe (Jeff Fahey), der bei seinen Nachbarn den Rasen mäht. Zunächst reagiert das Gehirn des Versuchskaninchen positiv auf Angelos Maßnahmen, doch schon bald entwickelt er sich ein Stück zu weit und übernimmt kurzerhand die Kontrolle über den Verlauf des Experiments.

 
 
 


 
 
 

DER RASENMÄHERMANN – Kritik

 
 
 
Was sofort ins Auge sticht, sind natürlich die computergenerierten Sequenzen, die sich in Dr. Angelos virtueller Realität abspielen, extrem schlecht gealtert sind und heute schlichtweg lachhaft wirken. Auch sonst wirkt die visuelle und akustische Ästhetik des Films, der aus dem selben Jahrgang wie James Camerons zweiter „Terminator“ stammt, eher unbeholfen. Mit maßlos übertriebener Beleuchtung und ebenso unpassender musikalischer Untermalung wirkt „Der Rasenmähermann“ eher wie ein Kind der 80er als der 90er.
 
Betrachtet man den Film allerdings über zwei Jahrzehnte nach seiner Entstehung, kann man nicht abstreiten, dass der Science-Fiction-Aspekt nach wie vor interessant ist, und mit der Zeit sogar an Relevanz zugenommen hat. Damals, als die digitale Revolution zumindest für die meisten Menschen noch ein Glimmer am Horizont war, konnte man sich nur schwer vorstellen, wie das kommende Informations-Zeitalter die Menschheit beeinflussen würde. An genau diesem Punkt setzt „Der Rasenmähermann“ an und bietet eine Vision einer Zukunft, die heute zwar amüsant wirkt, aber gleichzeitig sehr interessant ist.
 
Kernthema des Films ist die zweifelhafte Symbiose zwischen Mensch und Maschine und die Gegenüberstellung einer menschlichen Intelligenz mit einer künstlichen, oder zumindest einer künstlich verstärkten. Untersucht wird das Thema anhand des Rasenmähermannes, einer (sehr) simplen Person, die sich innerhalb kürzester Zeit vom treudoofen Boxsack zum intelligentesten Wesen des Planeten entwickelt und dabei selbstverständlich Fähigkeiten wie Gedankenlesen oder Telekinese nicht auslässt. Tatsächlich muss man dem angestaubten Sci-Fi-Reißer aus den frühen 90ern bescheinigen, dass er diese Gedanken um Einiges konsequenter angeht als moderne Filme mit der selben Thematik à la „Lucy“ oder „Transcendence“. Ganz nebenbei versprüht er dabei trotz oder gerade wegen seiner holprigen Optik einen besonderen, nostalgischen Charme, der vielen Filmen seiner Ära innewohnt.
 
 
 


 
 
 

DER RASENMÄHERMANN – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
„Der Rasenmähermann“ mag auf den ersten Blick wie ein lachhafter und veralteter B-Film aus den frühen 90ern wirken, aber auf näheren Blick ist er noch immer ein absolut tauglicher, interessanter Science-Fiction-Film. Pierce Brosnan und Jeff Fahey verkörpern ihre Frankenstein-ähnliche Beziehung glaubhaft und effektiv und halten den Film trotz einigen Abzügen in der B-Note gut zusammen. Vor allem für Fans von kultigen Sci-Fi-Filmen und 90er-Jahre-Nostalgikern ist „Der Rasenmähermann“ ein wichtiger Eckstein in der Filmsammlung.
 
 
 


 
 
 

DER RASENMÄHERMANN – Zensur

 
 
 
Seit jeher ist der Film in Deutschland ungeschnitten mit einer FSK16-Freigabe erhältlich, die aus heutiger Sicht vielleicht etwas streng wirkt, aber fair ist. Die deutschen Blu-ray-Auswertung wurde ebenfalls ab 16 Jahren freigegeben. Auf der ist jedoch nur die Kinofassung enthalten. Der Director’S Cut ist auf der aktuellen Blu-ray nicht enthalten.
 
 
 


 
 
 

DER RASENMÄHERMANN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
der-rasenmähermann-blu-ray

(c) Mad Dimension

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Lawnmower Man; USA 1992

Genre: Mystery, Science Fiction, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 108 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene dt. Kinofassung)

Verpackung: Schwarze Amaray mit Wendecover

Extras:Trailershow

Release-Termin: 25.07.2014

 

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DER RASENMÄHERMANN – Trailer

 
 

 
 

Timo Löhndorf

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Ähnche Filme:
 
Lucy (2014)
 
Transcendence (2014)
 
Tron (1982)