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Slasher

Filmkritik: „Quarries“ (2016)

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QUARRIES

Story

 
 
 

Einige Frauen werden bei einem Wanderausflug von Hinterwäldlern attackiert, die ihnen nichts Gutes wollen.

 
 
 


 
 
 

QUARRIES – Kritik

 
 
 
Quäle nie eine Frau zum Scherz, denn die Rache des weiblichen Geschlechts kann gern auch mal tödlich sein. Dass Frauen in Horrorfilmen gern mal über sich hinauswachsen und sich nicht immer nur ihrem Schicksal ergeben wollen, ist auch im Genrefilm längst keine Seltenheit mehr. Auch Frauen lassen sich mittlerweile nicht mehr alles gefallen und bestrafen ebenso kaltblütig, wie ihre männlichen Filmkollegen – wenn es unbedingt sein muss. Zuletzt reißerisch und unnötig hart in der Neuauflage des Schmuddel-Klassikers I SPIT ON YOUR GRAVE zelebriert. Darin rechnete eine traumatisierte Autorin mit der Männerwelt ab und bewies dabei jede Menge Einfallsreichtum, damit jene Männer leiden mussten, die ihr nichts Gutes wollten. Wer meint, dass das aber schon alles gewesen ist, hat den folgenden Streifen noch nicht gesehen. Hier platzt nicht nur einer seelisch gequälten Frau der Geduldspfaden, sondern gleich einer ganzen Gruppe junger Damen. QUARRIES nennt sich der Rache-Horror in dem – ungewöhnlich taff – Frauenpower gezeigt wird, der von stumpfsinnigen Blondinen-Klischees, unnötigen Intrigenspielen und nervigen Zickereien Abstand hält. Eine lobende Alternative, die unbedingt Schule machen sollte. Nur ob das den hier besprochenen Film auch gleichzeitig besser macht?
 
 
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Eigentlich sollte sich das Leben für Kat (NICOLE MARIE JOHNSON – hat übrigens auch mit am Drehbuch geschrieben) nun zum Besseren wenden. Die hat sich erst kürzlich von den Ketten ihrer schrecklichen Beziehung befreit in der sie regelmäßig vom Ex-Partner misshandelt wurde. Eine Rucksack-Wandertour mit anderen Frauen durch tiefe Wälder soll die tapfere Frau wieder auf richtige Gedanken bringen. Leider muss wegen wütender Waldbrände eine andere Route genommen werden, die einigen Teilnehmerinnen das Leben kosten wird. Im Schutze der Wildnis treiben hier nämlich gewissenlose Hinterwäldler ein bitterböses Spiel. Die lauern ahnungslosen Wanderern auf und bringen diese kaltblütig um die Ecke. Doch der Spaß am Morden wird den Hobbykillern bald vergehen. Die haben nämlich nicht mit der Schlagfertigkeit jener Frauen gerechnet, an deren Fersen sie sich geheftet haben. Die sind über die stillen Verfolger alles andere als erfreut. Nachdem man erste Verluste beklagt, drehen die Frauen den Spieß einfach um. Was folgt ist nicht sonderlich neu – wurde aber solide inszeniert. Tapfere Frauen werden zu Kampfamazonen und verteidigen ihr Leben – koste es was es wolle. Die greifen zu spitzen Mordwerkzeugen und zahlen es der blutgeilen Bande heim. Männer gegen Frauen und umgekehrt. Wer wird den Überlebenskampf überstehen?
 
 
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Kennst Du noch BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE oder DELIVERANCE – so wie sich der Survival-Thriller im Original schimpft? Wenn ja, dann dürfte QUARRIES wohl ein alter Hut sein, denn im Grunde genommen spult Regisseur NILS TAYLOR hier mit dem zweiten Spielfilm gleichen Inhalt ab, den auch schon JOHN BOORMAN zuvor in den 1970ern schockierend auf der Kinoleinwand gebracht hat. Wilderer jagen ahnungslosen Menschen, die in der Natur Erholung vom stressigen Alltag suchen. Das hört sich grausam an und ist es auch, weil man auch in QUARRIES mit der Unwissenheit nichtsahnender Wanderer spielt, die plötzlich aus dem Nichts beschossen werden und sich vor einem offenbar unsichtbaren Gegner in Sicherheit bringen müssen. Auch wenn die Ausgangssituation reichlich perfide anmutet, verpufft ein Großteil der psychischen Härte wegen Vorhersehbarkeiten. Wer hier sterben und überleben wird, steht bereits in den ersten Minuten fest, denn auch QUARRIES macht sich zu sehr von den Regeln des Genres abhängig. So verwandelt sich die zu Beginn noch eher als zurückhaltend beschriebene Kat im Film zum weiblichen Rambo, die sich nicht minder kaltblütig gegen ihre Gegenspieler zu wehren weiß und Aggressionen freien Lauf lässt, die sich während ihrer gewalttätigen Beziehung angestaut haben. Bis im Film jedoch ausgiebig gerächt, geschrien und getötet wird, wird Geduld vorausgesetzt. QUARRIES braucht nämlich etwas bis er seine Richtung gefunden hat und an Tempo zulegt. So vergeudet Macher NILS TAYLOR unnötig Zeit mit der Charakterisierung und einer Geschichte, die lange braucht bis sie endlich zum Punkt kommt. In Anbetracht der Tatsache, dass QUARRIES letztendlich nur ein weiterer Film übers Töten ist vergeudeter Aufwand, der in Längen ausartet. Trotzdem will man gnädig sein. Nach vierzig Minuten geht der Überlebenskampf endlich los. Spätestens dann wird kurzweiliges Spannungskino geboten, dem es ab und an sogar gelingt am Nervenkostüm des Zuschauers zu zerren. Bemerkenswerte Suspense-Arbeit sieht aber definitiv anders aus. Dazu fehlt NILS TAYLOR noch nötige Fingerfertigkeit und das richtige Gespür für schnörkellosen Thrill.
 
 
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QUARRIES – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
DELIVERANCE mit Frauen. In QUARRIES hat das weibliche Geschlecht zur Abwechslung mal die Hosen an, denn Frauen können im Horrorfilm auch anders. Statt sich wie in THE DESCENT mit aufbrausendem Zickenkrieg selbst in die ewigen Jagdgründe zu befördern oder sich ihrem Schicksal – wie so oft im Horror-Genre – tatenlos zu fügen, krempeln die Damen in QUARRIES die Ärmel hoch. Die geben nicht so schnell auf und kämpfen gegen Widersacher, die sich ihrer Sache zu sichern sind. QUARRIES ist ein weiterer Thriller übers Töten, der nicht sonderlich viel Substanz besitzt und einzig auf schnelle Schocks aus ist. Die Protagonisten verhalten sich nicht immer helle und auch mit der Vorhersehbarkeit hat dieser Überlebens-Horror so seine Probleme. Weil sich Regisseur NILS TAYLOR auch noch unnötig viel Zeit nimmt, bis die Überlebens-Achterbahn in die Gänge kommt, werden wohl viele Zuschauer schon frühzeitig den Ausschalter ihres Abspielgerätes drücken. Zu eigentlicher Größe wächst QUARRIES erst in den letzten dreißig Minuten heran. Dann zumindest geht es Schlag auf Schlag und die Figuren im Film sterben wie Fliegen. Wer Geduld besitzt wird entschädigt. Ein sonderlich herausragender Horrorthriller ist QUARRIES aber nicht.
 
 
 


 
 
 

QUARRIES – Zensur

 
 
 
Vergleicht man die Gewalt im Film mit ähnlichen Vertretern der Gattung Survival-Horror ist Gebotenes nicht sonderlich hart anzuschauen. Protagonisten werden angeschossen oder mit Messern bearbeitet. Oftmals blendet die Kamera weg oder Gewalttaten werden im Off zelebriert. Eigentlich wäre QUARRIES demnach ein sicherer FSK16-Kandidat, wäre da nicht die heikle Thematik. Hier wird das Töten als einziger Ausweg beschrieben, um das eigene Leben retten zu können. Statt leise durchs Gebüsch zu schleichen und so einen Weg hinaus aus dem Wald zu finden, wird Selbstjustiz ausgeübt. Mit sowas versteht die FSK keinen Spass. Es würde demnach nicht wundern, wenn QUARRIES mit rotem FSK-Flatschen ins Händlerregal kommt.
 
 
 


 
 
 

QUARRIES – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Beim Sterben ist jeder der Erste (1972)
 
Carnage Park (2016)
 
Downhill (2016)
 
King of the Hill (2007)
 
Outback – Tödliche Jagd (2011)
 
Tower Block (2012)
 
Preservation (2014)
 
Autumn Blood – Zeit der Rache (2013)
 
The Mooring (2012)
 


Filmkritik: „Bad Kids of Crestview Academy“ (2017)

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BAD KIDS OF CRESTVIEW ACADEMY

(BAD KIDS GO 2 HELL)

Story

 
 
 

Einige unartige Schüler müssen übers Wochenende nachsitzen. Leider passieren bald seltsame Unfälle. Alles nur Zufall oder schleicht durch die Flure der Schule ein Killer

 
 
 


 
 
 

BAD KIDS OF CRESTVIEW ACADEMY – Kritik

 
 
 
Teenager in Schuluniformen, die sich mit Mordwerkzeuge zu Wehr setzen müssen, um überleben zu können. Wenn man sich den Trailer zu BAD KIDS OF CRESTVIEW ACADEMY anschaut könnte man meinen, dass sich amerikanische Filmproduzenten mal wieder im Remake-Wahn befinden. Diesmal stecken aber andere Absichten dahinter, denn erwähnter Horrorfilm ist keine amerikanische Neuverfilmung des japanischen Kult-Actioners BATTLE ROYALE – wie es auf den ersten Blick scheint. Verfilmungen populärer Comics erleben derzeit Hochkonjunktur. Weil man aber die beliebtesten Bildergeschichten bereits auf die Leinwand gebracht hat, wird sich nun an weniger bekannten Comics vergangen. Zu einem derer gehört BAD KIDS GO TO HELL. Die Comic-Mini-Reihe für Erwachsene aus dem Jahr 2009 wurde bereits 2012 still und heimlich verfilmt. Leider blieb der Kinoerfolg aus, weshalb verwundert, warum man nun auch das Folgeband mit dem Titel BAD KIDS GO 2 HELL fürs Kino adaptiert hat. Um Verwechslungen zu vermeiden nahm man eine Titeländerung vor. Aus BAD KIDS GO 2 HELL wurde BAD KIDS OF CRESTVIEW ACADEMY, der – anders als der Vorgänger – mehr Budget verbraten durfte. Knapp fünf Millionen Dollar standen zu Verfügung, um abermals reiche Stadtgören für ihr ignorantes Verhalten blutig bestrafen zu können. Entstanden ist solider Teen-Horror mit zynischer Note, der zwar nicht perfekt ist, aber immerhin den zähen Vorgänger in den Schatten stellt. Trotzdem sollte man die Comic-Bücher den Verfilmungen vorzuziehen.
 
 
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Eine Schule des Grauens. Über der Privatschule im Ort Crestview scheint ein furchtbarer Fluch zu liegen. Vor vier Jahren (also im Vorgängerfilm) wurden hier einige Schüler von einem Killer in die ewigen Jagdgründe befördert. Jetzt scheint sich ähnliche Tragödie erneut abzuspielen. Im Mittelpunkt stehen einige Kids, die sich auf einer Party nicht ehrenhaft benommen und offenbar den Selbstmord einer Mitschülerin provoziert haben sollen. Die ist aus unerklärbaren Gründen vom Balkon eines Hochhauses gefallen und auf der Motorhaube des Autos von Schuldirektor Nash (SEAN AUSTIN) gelandet. Der findet die Aktion gar nicht lustig und bestraft die Schüler zu Wochenend-Arrest. Doch die Bestrafung führt ins Desaster. Kaum haben sich die verzogenen Gören in den Klassenräumen eingefunden, um die Strafe anzutreten, verschließen sich die Eingänge der Schule und ein tödliches Katz- und Mausspiel beginnt. Offenbar schleicht ein Killer durch die Flure und will unartigen Grünschnäbeln die Leviten lesen. Doch Siouxsie (SAMMI HANRATTY) weiß sich zu wehren. Die ist die Schwester der verunglückten Schülerin und mit allen Wassern gewachsen. Die Teenagerin nimmt zusammen mit dem arroganten Rest den Kampf gegen das personifizierte Böse auf, um das Wochenende heil überstehen zu können. Bis sich jedoch die Pforten wieder öffnen, springen einige der Gören über die Klinge.
 
 
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Wenn Filmtrailer falsche Erwartungen schüren. Was der Werbefilm zu BAD KIDS OF CRESTVIEW ACADEMY zeigt ist schon irreführend. Der suggeriert abgebrühten Überlebenskampf – hektisch und schnell inszeniert. Was da aber letztendlich über die Mattscheibe flimmert ist alles andere als das. Temporeich wird es erst in den letzten 15 Minuten, wenn klar ist wer da eigentlich mordgeil durch Klassenzimmer schleicht. Bis dahin muss man sich durch eine mühsam und leicht konfus erzählte Geschichte quälen, die immer wieder holprig zwischen Zeitebenen springt und von eingeblendeten Comic-Szenen Gebrauch macht. Während die Kids in einer verschlossenen Schule nacheinander ausradiert werden, wird in eingestreuten Rückblenden aufgedeckt, was auf jene Party tatsächlich geschehen ist. Als würde man es ahnen, sind die bestraften Jugendlichen am Tod der Mitschülerin nicht ganz unschuldig. Weil man jegliche Sympathien aus dem Drehbuch gestrichen hat, berührt deren Ableben aber zu keinem Zeitpunkt. Nur Heldin Siouxsie bleibt im Gedächtnis. Die verwandelt sich im Verlauf der Geschichte von der arroganten Zicke in die taffe Rächerin, nimmt einen Hochleistungsbrenner und wackelt ab, was bei drei nicht auf den Bäumen ist. Leider stolpert der Comic-Slasher wegen seiner abstrusen Handlungsverläufe des Öfteren über die eigenen Beine. Das macht das Folgen für jene schwer, die nicht die Comics gelesen oder den Vorgängerfilm gesehen haben. Weil in BAD KIDS OF CRESTVIEW ACADEMY immer wieder Verweise zum ersten Teil zu finden sind, dürften viele Szenen unplausibel und blödinnig erscheinen. Deshalb sollten jene besser noch einmal BAD KIDS GO TO HELL schauen, um Antworten auf viele Fragen zu erhalten. Anderenfalls macht Vieles in BAD KIDS OF CRESTVIEW ACADEMY keinen Sinn.
 
 
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BAD KIDS OF CRESTVIEW ACADEMY – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
SCREAM trifft auf BREAKFAST CLUB. BAD KIDS OF CRESTVIEW ACADEMY ist ein zynischer Horror-Slasher, der auf dem Erwachsenen-Comic BAD KIDS GO 2 HELL basiert und den bitterbösen Ton der Vorlage beibehält. Als wäre das nicht schon genug, handelt es sich bei diesem Streifen auch noch um ein Sequel. BAD KIDS OF CRESTVIEW ACADEMY ist die Fortsetzung des Films BAD KIDS GO TO HELL von 2012 an den man sich zu Recht kaum noch erinnern kann. Gleiches Schicksal dürfte auch diesem Comic-Slasher ereilen, der sich recht schwerfällig zum Ziel quält und sich mit seiner verwirrenden Erzählweise keine Freunde macht. Weiterhin fatal: BAD KIDS OF CRESTVIEW ACADEMY nimmt keine Rücksicht auf Zuschauer, die den Vorgänger nicht gesehen oder die Bücher gelesen haben. Demzufolge kommen viele Fragen auf, was auch nicht verwundert, weil eben die „2“ im Filmtitel fehlt. Nichtsdestotrotz ist BAD KIDS OF CRESTVIEW ACADEMY besser als die Verfilmung zum ersten Teil. Der Blutzoll ist höher, die Morde werden grotesk zelebriert und höheres Budget ließ mehr Möglichkeiten zu. Trotzdem schaut auch dieser Streifen mehr nach schnell heruntergekurbelter TV-Ware aus und hat in (amerikanischen) Kinos nichts zu suchen. Demzufolge ist BAD KIDS OF CRESTVIEW ACADEMY auch nur etwas für Harcore-Slasher-Fans, die auch jeden Meuchel-Blödsinn gesehen haben müssen. Herausragende Horrorunterhaltung sieht eben nun mal anders aus. Dann doch besser noch einmal die Mini-Comics aus der Feder von MATTHEW SPRADLIN und BARRY WERNICK lesen. Die sind bedeutend spannender und unterhaltsamer als die zugehörigen Verfilmungen. Vermutlich ist das auch der Grund, weshalb sich die Bildergeschichten im Gegensatz zu den Kinoadaptionen nach wie vor gut verkaufen und selbst eingefleischte Fans der Comics nicht einmal wissen, dass es diese Filme gibt. Nicht jeder erfolgreiche Comic funktioniert ebenso gut im Kino.
 
 
 


 
 
 

BAD KIDS OF CRESTVIEW ACADEMY – Zensur

 
 
 
BAD KIDS OF CRESTVIEW ACADEMY hat einige Schauwerte zu bieten. Die werden aber derart überzogen dargestellt, dass sie nicht sonderlich hart anzuschauen sind. Zudem versucht sich der Film nicht immer ernst zu nehmen, was viele der Gewalttaten milder erscheinen lässt. Es werden Chemikalien statt Koks konsumiert und ein Bohrer dringt in den Körper einer Filmheldin ein. Weiterhin wird eine Lehrerin enthauptet und lebende Fackeln gibt es auch zu sehen. Blutiger Höhepunkt ist eine Skalpierung. Hierzulande dürfte es wohl eine Freigabe ab 16 Jahre geben. Ungeschnitten versteht sich!
 
 
 


 
 
 

BAD KIDS OF CRESTVIEW ACADEMY – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Class of Nuke ‚Em High (1986)
 
Class of Nuke ‚Em High 2 (1991)
 
Die Klasse von 1984
 
Die Klasse von 1999 (1990)
 
Scream – Schrei! (1996)
 
Final Hour (1995)
 
Detention – Nachsitzen kann tödlich sein (2011)
 
Der Fluch von Downers Grove (2014)
 
Sex oder Stirb (2000)
 
Bloody Homecoming (2013)


Filmkritik: „All I Need“ (2016)

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ALL I NEED

Story

 
 
 

Ein solider aber trotzdem spannender Psychothriller mit interessantem Erzählmechanismus: Die attraktive Chloe wacht gefesselt und geknebelt in einem Zimmer voller Frauenleichen auf. Doch die toten Körper sind noch das kleinere Übel. Weitaus rätselhafter ist, wer die Frauen umgebracht hat und was die verängstigte Chloe in dieses Zimmer gekommen ist.

 
 
 


 
 
 

ALL I NEED – Kritik

 
 
 
Was tun, wenn man im Bett eines dunklen Zimmers aufwacht neben dem sich ein Berg von Leichen stapelt? Genau diese Frage versucht der folgende Horrorthriller zu beantworten, der mal wieder von einem Regieneuling inszeniert wurde. DYLAN K. NARANG nennt sich der ambitionierte Newcomer, welcher zuvor mit dem Drehen von Kurzfilmen beschäftigt gewesen war und sich im Falle des Kreaturen-Gruslers DARK WAS THE NIGHT sogar auch schon als Produzent ausprobieren konnte. Mit Horror scheint sich der gute Mann demzufolge schon auszukennen, wie der erste Langfilm unter seiner Regie beweist. ALL I NEED nennt sich das Horrorstück, ist im Serienkiller-Genre beheimatet und macht von einem Zutatencocktail Gebrauch, der schon so machen Horrorfilm zum Erfolg verholfen hat. Spannung durch Klaustrophobie, Panik und Ausweglosigkeit lautet die Erfolgsformel, die auch ALL I NEED geschickt über Wasser hält. Geboten wird zwar nicht viel. Was aber zu sehen ist reicht trotzdem, um kurzweilig zu unterhalten. Demzufolge darf man an dieser Stelle auch mal applaudieren, denn dieser Film ist für ein Erstlingswerk durchaus brauchbar.
 
 
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Zwei Geschichten in einem Film: Chloe (CAITLIN STASY aus FEAR, INC. und EVIDENCE) erlebt den Albtraum ihres Lebens. Sie wacht ganz unerwartet in einem heruntergekommenen Zimmer auf und sucht nach Antworten. Hatte sie etwa einen Filmriss oder wurde sie vielleicht entführt? Letzter Verdacht verhärtet sich so ziemlich schnell, denn im gesamten Zimmer liegen Frauenkörper verteilt – einigen von ihnen leben, andere wiederum sind tot. Leider scheint eine Flucht unmöglich zu sein, denn vor der Tür dreht das Böse seine Runden. Ein vermummter Killer hat Lust zu töten. Der betritt regelmäßig das Zimmer und sucht sich Opfer aus, die er dann hinterlistig tötet. Währenddessen versucht Andrew (MARKUS TAYLOR) seiner Tochter ein besseres Leben zu bereiten. Er erhält einen mysteriösen Anruf von einem geheimnisvollen Fremden, der einen lukrativen Job anzubieten hat. Andrew soll Lieferungen an ausgewählten Adressen überbringen und nimmt das Angebot an. Eine verhängnisvolle Entscheidung, die das Leben des treu sorgenden Familienvaters verändern wird. Doch wohin führen beiden Geschichten? Die Auflösung folgt erst am Ende dieses Horrorthrillers.
 
 
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Wenn eine Geschichte knappe 80 Minuten füllen muss, die eigentlich auf einen Bierdeckel passt. In der Regel entstehen so cineastische Katastrophen. Überraschenderweise funktioniert genanntes Prinzip in ALL I NEED trotzdem ganz gut, weil Regisseur DYLAN K. NARANG das Glanzstück schafft, sein wortkarges Langfilmdebüt irgendwie spannend zu gestalten. Der Grund ist in der Erzählweise zu suchen. In diesem Thriller erhält man nur häppchenweise Informationen. Statt mit der Tür ins Haus zu fallen, wird lieber ein Mysterium um Ereignisse gewebt. Was liegt hier im Argen, warum stapelt ein Killer Frauenleichen und welche Lieferungen muss ein unschuldig dreinblickendes Familienoberhaupt an ominöse Kunden verteilen? Die Zusammenhänge ergeben erst am Ende plausiblen Sinn, denn erst dann münden zwei Parallelhandlungen in den obligatorischen Überraschungstwist, der aber nicht sonderlich schwer zu durchschauen ist. Auch wenn die Handlung von ALL I NEED rudimentär gehalten wurde, kann der Film überzeugen. Dafür sorgt die Serienkillerhandlung, die den Hauptteil von ALL I NEED einnimmt und eine ahnungslose Frau durch ein schlecht ausgeleuchtetes Szenario jagt, in dem es gilt zu überleben. Ein pumpender Beat sorgt zusätzlich für Adrenalin. Immer dann, wenn der Killer vor der Linse auftaucht und sich die Heldin in unterschiedliche Verstecke verkriecht wird es hektisch und das Nervenkostüm des Zuschauers strapaziert. Doch die Eingesperrte ist zäh und gibt nicht auf. Die zeigt dem Peiniger mit Cleverness die Stirn. Dank guter Ideen wird der Überlebenskampf so fairer. Wer’s aber von beiden lebend bis zum Abspann schafft, sei an dieser Stelle nicht verraten. Nur soviel: Mit makabren Einfällen geizt man keineswegs.
 
 
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ALL I NEED – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Wortkarger Überlebenskampf auf engstem Raum. ALL I NEED ist so simpel gestrickt, dass man hier eigentlich einen Rohrkrepierer erwartet. Viel Handlung oder gar Dialog hat der Film nicht zu bieten. Trotzdem gelingt es Regie-Newcomer DYLAN K. NARANG eine permanente Stimmung des Unbehagens heraufzubeschwören. Wie er das schafft, ist nicht sonderlich clever, aber durchaus effektiv. Er hebt sich Antworten und Erklärungsversuche bis zum Schluss auf. Weil der Zuschauer wissen möchte, warum hier eine ahnungslose Frau von einem Killer terrorisiert wird, verhaart man bis zum Abspann vor der Glotze. Dank klaustrophobischer Stimmung, Dialogarmut und undurchsichtigem Katz- und Mausspiel bleibt Gezeigtes spannend und quält mit kaum Längen. Auch wenn ALL I NEED nichts sonderlich Neues zeigt, können Fans gemeiner Serienkiller-Streifen durchaus einen Blick riskieren. Dennoch warnen wir vor: Wer auf ultraharte Schauwerte wartet, ist hier an der falschen Adresse. Was geboten wird, ist eher gemeine Psychoware, statt knüppelharter Horrorstoff.
 
 
 


 
 
 

ALL I NEED – Zensur

 
 
 
ALL I NEED ist nicht sonderlich blutig. Unschuldige Frauen werden im Off ermordet. Der einzige brutale Moment reduziert sich auf eine Heugabelszene. Mit der sticht der Killer mehrmals in einen Lüftungsschacht, wo sich eine Protagonistin versteckt. Weiterhin wird eine Filmfigur erdrosselt. Hierzulande dürfte ALL I NEED FSK16-tauglich sein.
 
 
 


 
 
 

ALL I NEED – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Girls and Corpses | Foggy Bottom Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Bikini Girls on Ice (2009)
 
Pinup Dolls on Ice (2013)
 
See No Evil (2006)
 
See No Evil 2 (2014)
 


Filmkritik: „Bornless Ones“ (2016)

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BORNLESS ONES

Story

 
 
 

Nix mit Ruhe und Natur-Idylle. In einer Waldhütte sind die Teufel los. Fünf junge Menschen müssen es darin mit bösen Dämonen aufnehmen.

 
 
 


 
 
 

BORNLESS ONES – Kritik

 
 
 
Wenn sich ein kleines Studio am wohl kontroversesten Horror-Remake der letzten Jahre vergeht, dürfte das wohl nicht unbegründet für Aufsehen sorgen. So gibt es wohl kaum eine Neuverfilmung, die die Horrorfilmszene so stark polarisiert hat, wie das 2013 von FEDE ALVAREZ inszenierte Remake zum Kultklassiker EVIL DEAD. Dieses wurde von vielen Fans des Originals verteufelt, aber von ebenso vielen wohlwollend angenommen. Weil trotz Kassenerfolg aber bisher keine Fortsetzung nachgeschoben wurde, versucht nun das weniger bekannte Produktionsstudio BLACK DRONE MEDIA die Wartezeit bis zum möglichen Sequel zu verkürzen. Mit BORNLESS ONES hat man nämlich dort einen kleinen Schocker gedreht, den man auch gut und gern als weiteren Ableger der EVIL DEAD-Reihe bezeichnen könnte. Hier spult man alles noch einmal vor der Kamera ab, was die Neuinterpretation von 2013 ausgezeichnet hat. Das bedeutet: Gleiche Story, ähnlich visueller Stil und einige fiese Ekelmomente. Wer jetzt aber meint, dass beim dreisten Kopieren nur Blödsinn entstehen kann, wird schnell eines Besseren belehrt. Der aufgewärmte Horror-Cocktail funktioniert nämlich erstaunlich gut und dürfte Fans des Remakes schnell in seinen Bann ziehen. Da soll einer noch einmal behaupten mit wenig Budget lassen sich keine guten Horrorfilme inszenieren. BORNLESS ONES kann trotz wenig eigener Ideen bedeutend mehr, als der meiste unkreative B-Movie-Abschaum jüngeren Datums. Dafür sollte man Regisseur ALEXANDER BABAEV an dieser Stelle mal lobend die Hand schütteln. Mit Low-Budget-Horrorfilmen unterhalten kann scheinbar nicht jeder.
 
 
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BORNLESS ONES erzählt die bekannte Geschichte von einer Holzhütte und Dämonen. Das gemütliche Häuschen hat sich diesmal Emily (MARGARET JUDSON) für kleines Geld geangelt, die dort mit Bruder Zach (MICHAEL JOHNSTON) einzieht, um ihm ein besseres Leben bereiten zu können. Der sitzt seit einem furchtbaren Unfall im Rollstuhl, leidet an schwerer Zerebralparese und ist auf Pflege angewiesen. Doch die beiden sind nicht allein. Ehemann Jesse (DEVIN GOODSELL) zieht mit ein, um die beiden so gut es geht zu unterstützen. Um das Waldhaus auf Vordermann bringen zu können, packen auch Freunde mit an, die aber bald über den Kauf gar nicht mehr so erfreut sind, als man an Wänden religiöse Symbole entdeckt. Doch es kommt noch dicker. Der pflegebedürftige Zach scheint über Nacht geheilt und kann plötzlich wieder laufen und sprechen. Was anfänglich erfreut, hat aber einen Haken: die sieben Dämonen der Hölle sind in den Körper des jungen Mannes geschlüpft und wollen Schaden anrichten. Wie es weitergehen wird, dürften EVIL DEAD-Kenner wohl bereits erahnen. Nach und nach werden die Freunde zu willenlosen Marionetten dämonischer Kräfte. Die bemächtigen sich deren Körper und richten ein Blutbad an, weil sich die besessenen Kumpels selbst an die Gurgel gehen.
 
 
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Ein EVIL DEAD-Plagiat stimmungsvoll inszeniert. Man mag kaum glauben, dass Regisseur ALEXANDER BABAEV mit BORNLESS ONES den ersten Langfilm gedreht hat. Der bietet im Debüt stimmungsvolle Kameraeinstellungen, gespenstige Atmosphäre und handfeste Schocks, die man in solcher Form nicht einmal in Streifen alteingesessener Filmemachern zu sehen bekommt. Offenbar hat der Nachwuchsregisseur das EVIL DEAD-Remake akribisch studiert. Anders lassen sich die vielen Verweise nicht erklären, die hier mit viele Liebe zum Detail über die Mattscheibe flimmern. Selbst verfremdete Dämonenstimmen oder die grotesken Kontaktlinsen besessener Opfer wurden von der glattgebügelten TANZ DER TEUFEL-Neuauflage übernommen, so dass man ohne Zweifel behaupten kann, dass da wohl ein Fan des Streifens am Werk gewesen sein muss. Trotz technisch beeindruckender Hommage: Wer harten Splatter und ausufernde Gore-Exzesse erwartet, dürfte enttäuscht werden. BORNLESS ONES zieht einen Großteil seines Schreckens aus der schaurigen Stimmung, die durch schlecht ausgeleuchtete Kulissen entsteht. Dennoch gibt es etwas an Gewalt zu sehen, wobei das meiste aber wohl kaum der Rede sein dürfte. Die Kamera schwenkt oft schnell weg, Gewalttaten werden nur angedeutet oder Gemetzel im Off zelebriert. Das tut der Gruselstimmung aber keinen Abbruch, denn Kopfkino kann manchmal mehr Gänsehaut bereiten, als eimerweise Kunstblut.
 
 
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BORNLESS ONES – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein atmosphärisch beeindruckend in Szene gesetzter Dämonentanz. Was hier nach weiterem Splatter-Gewitter aus der Mache von FEDE ALVAREZ / SAM RAIMI anmutet, ist kein neuer EVIL DEAD-Teil, sondern eher ein Fanfilm mit anderem Titel. BORNLESS ONES klaut rigoros bei genanntem Kultklassiker – und das viel, dreist und häufig. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen, denn trotz unverschämten Ideenklaus überzeugt BORNLESS ONES durch talentierte Kameraarbeit sowie Gespür für Gänsehaut und Gruselstimmung. Wer sich bisher nicht an der von FEDE ALVAREZ inszenierten EVIL DEAD-Neuverfilmung sattsehen konnte, wird diesen Film lieben. BORNLESS ONES schaut visuell haargenau so aus wie der makellose Horror-Reboot von 2013 und hat zudem auch noch eine ähnliche Geschichte zu bieten. Morbide Horrorunterhaltung ist garantiert – und das sogar ohne CGI und Splatter-Reigen. Trotz Low-Budget-Produktion empfehlenswert. Das kann man nicht von jedem B-Movie behaupten.
 
 
 


 
 
 

BORNLESS ONES – Zensur

 
 
 
Natürlich gibt es auch in BORNLESS ONES grafische Gemeinheiten zu sehen. Ein spitzer Gegenstand wird in ein Auge gestochen, eine schwangere Protagonistin schneidet sich den Bauch auf und der Kiefer einer der Helden wird ausgekugelt und anschließend mit Bohrer und Schrauber wieder einsatzbereit gemacht. Das ist aber noch nicht alles – natürlich gibt es noch mehr Gewalt zu sehen. Weil im Film bewusst unheimliche Atmosphäre mit schlechter Ausleuchtung bewirkt wird, sieht man viele der Spezialeffekte aber nicht sonderlich detailliert. Hierzulande gibt es wohl dennoch eine ungeschnittene Freigabe für Erwachsene mit rotem FSK-Sticker.
 
 
 


 
 
 

BORNLESS ONES – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Black Drone Media | Uncork’d Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Evil Dead (2013)
 
Cabin of the Dead (2012)
 
ExitUs – Play it Backwards (2015)
 
Tanz der Teufel (1981)
 
Tanz der Teufel 2 (1987)
 
Night of the Demons (1988)


Kritik: „Wolf Creek: Staffel 1“ (2016)

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WOLF CREEK: STAFFEL 1

Story

 
 
 
Die Teenagerin Eve (LUCY FREY aus THE DARKNESS) will den Mord an ihrer Familie rächen. Dahinter steckt kein Geringerer als Mick Taylor, der in den bisherigen WOLF CREEK-Kinoausflügen so manch ahnungslosen Touristen blutig um die Ecke gebracht hat.

 
 
 


 
 
 

WOLF CREEK: STAFFEL 1 – Kritik

 
 
 
Kino allein reicht heute nicht mehr aus. Seit Kinobetreiber über Besucherrückgang klagen und Blockbuster für kleines Geld mittels Stream direkt ins Wohnzimmer kommen, hat auch in der Filmindustrie ein Umdenken stattgefunden. Kino im TV-Format heißt der neue Trend, mit dem sich große Filmstudios und VOD-Anbieter seit Jahren ein goldenes Näschen verdienen. Dafür werden oft beliebte Filmfranchises, bekannte Kinoerfolge oder namhafte Kultklassiker als Fernsehserie adaptiert, um auch das Geld derer abgreifen zu können, die die heimische Couch dem Kinosessel vorziehen. Offenbar fährt man mit dieser Masche gut, was hohe Produktionsstandards beweisen. So sehen viele TV-Serien mittlerweile besser aus als mancher Kinostreifen, der starbesetzt vergebens um die Gunst des Publikums buhlt. Für ambitionierte Filmemacher ein gefundenes Fressen. Denen offenbaren sich bei der Umsetzung von TV-Serien nicht nur bessere Möglichkeiten durch mehr finanzielle Mittel. Auch die Freiheit des Erzählens hat zur Folge, dass immer mehr Schauspieler und Regisseure zum Fernsehen abwandern, um dort Zuschauer glücklich machen zu können. Letztere haben die Fäden in der Hand und entscheiden über Erfolg oder Aus. Das hatte bisher nicht selten zur Folge, dass schon so manche Serienadaption bereits nach wenigen Folgen wieder eingestellt wurde. Es ist eben nicht alles Gold was glänzt.
 
 
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Nach dem TV-Recycling von Horrorware wie SCREAM, EVIL DEAD oder FROM DUSK TILL DAWN hat es nun auch der Backwood-Slasher WOLF CREEK getroffen, welcher nach zwei Kinoausflügen ebenso im TV-Format fortgeführt wird. Der australische Streaming-Anbieter STAN macht es AMAZON und NETFLIX gleich. Dort bekommen Abonnenten immer öfter exklusiv produzierte Fernsehserien zu sehen, die man sich nur anschauen kann, wenn man als Kunde einen monatlichen Obolus zahlt. Offensichtlich fand das Konzept auch bei der australischen VOD-Plattform STAN Anklang, weshalb man sechs Folgen für eine erste Staffel produzieren lies, damit man die Geschehnisse um Serienkiller Mick Taylor weiterspinnen konnte. Was jedoch Liebhaber härterer Filmunterhaltung hellhörig macht, dürfte die meisten Fans der Filme enttäuschen. WOLF CREEK – DIE SERIE ist nämlich aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Die Serienumsetzung lässt sich mehr Zeit für Geschichte, Charaktere und Spannung. Was aber fehlt sind die harten Gewalteskapaten, die WOLF CREEK und seine Fortsetzung in Horrorkreisen so beliebt gemacht haben. Ob es sich da überhaupt lohnt die sechs 45-Minüter der Mini-Serie anzuschauen?
 
 
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Staffel 1 der WOLF CREEK-Serie beginnt mit altbewährter Formel, für die sich die bisherigen Leinwandabenteuer bei Horrorfans einen Namen machen konnten. Im Mittelpunkt steht dir Teenagerin Eve, die mit den Eltern und dem kleinen Bruder im Wohnwagen durchs australische Outback reist. Eigentlich ist der bisherige Urlaub für die amerikanische Familie ein aufregendes Erlebnis. Doch die Reise erlebt bald eine entscheidende Wendung, die den Zuschauer mit auf eine Reise voller Gefahren nimmt. Unterwegs trifft man auf den zynischen Mick Taylor, der sich bald als boshafter Todesengel entpuppt. Er besitzt eine Leidenschaft für das Töten von Touristen und ermordet die Familie auf grausame Weise. Leider ging er bei seiner gewissenlosen Tat nicht sonderlich genau vor. Eve wird von der Polizei gefunden, wird ins Krankenhaus gebracht und überlebt. Statt jedoch mit den Gesetzeshütern zusammenzuarbeiten, nimmt die traumatisiere Jugendliche das Gesetz bald selbst in die Hand. Sie kauft sich einen gebrauchten Bus und macht sich auf den Weg, um den Mord an der Familie zu rächen. Keine leichte Aufgabe, wenn man kaum Anhaltspunkte besitzt. Was folgt ist eine Irrfahrt durch das australische Hinterland, die das Mädchen vor manch furchteinflößende Herausforderung stellt. Hier draußen herrschen eben andere Gesetze.
 
 
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Keine reine Horror-Serie, sondern eher ein ruppiges Roadmovie auf sechs Episoden verteilt. Der Serienausflug wird die meisten Horrorfans vor den Kopf stoßen. Anders als erwartet, steht hier nicht ausschließlich Serienkiller Mick Taylor im Fokus. Serienschöpfer GREG MCLEAN konzentriert sich im TV-Rachefeldzug in erster Linie auf Widersacherin Eve, die durch staubige Wüstenlandschaften pilgert, um eine Spur zum Mörder ihrer Familie zu finden. Die besitzt nichts anderes, als ein Foto auf dem der fahrbare Untersatz ihres Peinigers zu sehen ist. Damit macht sie sich auf und wittert schon bald die Fährte zum berüchtigten Touristenkiller. Weil ein Herumirren durchs Outback auf Dauer recht langweilig werden kann, hat man an Nebenhandlungen gedacht. So trifft die Serienheldin im Verlauf der Suche auf verschiedenste Charaktere, die ihr mal mehr, mal weniger hilfreich zur Seite stehen. Aber nicht nur helfende Hände bringen Eve dem Ziel ein Stück näher. Die attraktive Frau muss sich im Verlauf der wenigen Episoden auch gegen allerhand menschlichen Abschaum zur Wehr setzen, der draußen in der Wildnis nach eigenen gesetzlosen Regeln lebt und gern mal junge Teenagerinnen zum Frühstück verspeist. Das sorgt für manch raue Szene, in der sich die Heldin unachtsam in Gefahr bringt. Doch Eve wächst über sich hinaus. Die verwandelt sich in sechs Folgen vom grauen Mäuschen zur Kampfamazone und liest Filmbösewicht Mick Taylor am Ende selbstverständlich die Leviten. Dass ein offene Ende einer weiteren Staffel die Türen offen hält, dürfte wohl die wenigsten Zuschauer verwundern – schließlich muss die Erfolgskuh so lange gemolken werden, bis sie keine Milch mehr gibt.
 
 
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Unterm Strich ist Staffel 1 von WOLF CREEK weder Fisch noch Fleisch. Die Serie beginnt stark, schwächelt aber nach drei spannenden Episoden. Offenbar sind den Machern bereits in der Halbzeit die Ideen ausgegangen, weshalb sich der Weg bis zur Zielgeraden zieht wie Kaugummi. Erst im Finale findet die erste Season zu eigentlicher Größe zurück und lässt im blutigen Schlagabtausch zumindest kurz die gewalttätigen Kinofilme Revue passieren. Bis dahin ist von schaufreudigen Perversionen kaum etwas zu sehen. Gleiches gilt übrigens auch für den bekannten Filmbösewicht. Der macht sich in der Serie so ziemlich rar und mordet zur Abwechslung still und leise. Die Kamera blendet meist schnell weg, wenn es für Gorehounds interessant wird. Das dürfte enttäuschte Gesichter zurücklassen. Immerhin wurde aber eine weitere Staffel bestätigt. Mal schauen, ob man dem Gehör der Fanbase diesmal Beachtung schenkt und das Treiben blutrot färben wird. Den eingefleischten WOLF CREEK-Anhängern wäre es zumindest zu wünschen.
 
 


 
 
 

WOLF CREEK: STAFFEL 1 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
MAD MAX in blutrot. Die erste Staffel der WOLF CREEK-Serie bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Der raue Ton der Kinofilme ist auch in der Serienadaption zu verzeichnen. Was aber fehlt, sind die ausufernden Gewaltmomente und die zynische Metzelorgien von Serienkiller Mick Taylor durch die die WOLF CREEK-Filme bekannt geworden sind. Letzterer ist hier nur Beiwerk und eher selten zu sehen. Zwar ist auch in der Serienumsetzung dessen Leidenschaft fürs Morden Programm – die Kamera fängt diese aber nur selten ein. Erst im Finale bekommt der Zuschauer ein paar deftige Schauwerte präsentiert. Bis dahin erlebt die WOLF CREEK-Serie so manches auf und ab. Qualitativ ist die erste Season durchwachsen. Die Serie beginnt stark und baut ab der Halbzeit erschreckend ab. Hier wird deutlich, dass manche Filmstoffe einfach nicht für Fortsetzungen oder Serien prädestiniert sind. Nach gerade einmal drei Episoden gehen der Serie die Luft und den Drehbuchschreibern die Ideen aus. Immerhin erhält der Zuschauer Antworten. Serienschöpfer GREG MCLEAN macht einen kurzen Abstecher in die Vergangenheit seines Bösewichts und erklärt in unschönen Bildern, wie es zur Leidenschaft fürs Abschlachten gekommen ist. Sonderlich einfallsreich sind die Gründe nicht. Aber das hat wohl auch niemand von einer Serie zu einer Backwood-Slasher-Reihe erwartet, die in erster Linie durch Gewalt, Gewalt und nochmals Gewalt bekannt geworden ist. Weil der Filmstoff kaum für eine erste Staffel ausgereicht hat, darf man gespannt sein, wie Staffel 2 fortgesetzt werden soll. Insofern die Spezialeffektkünstler häufiger ihres Amtes walten werden, dürfte das wohl den meisten Zuschauern auch relativ egal sein. Die erste Season zumindest schwächelt wegen allerhand Startschwierigkeiten. Es kann nur besser werden.
 
 
 


 
 
 

WOLF CREEK: STAFFEL 1 – Zensur

 
 
 
Auch wenn sich die erste Staffel von WOLF CREEK im direkten Vergleich zu den Spielfilmen hinsichtlich der Gewalt stark zurückhält, gibt es dennoch Schauwerte zu sehen. Gleich in den ersten Minuten der ersten Season wird eine Familie recht kaltblütig vor der Kamera erschossen. Danach machen sich Gewaltmomente rar. Meist werden die Übergriffe durch Serienkiller Mick Taylor nur angedeutet oder die Kamera blendet weg. Erst im Finale geht es wieder etwas ruppiger zur Sache. Dann werden Messer und angespitzte Stöcke in Körper gerammt. Ebenfalls hart anzusehen: Wie einer der Protagonisten sich die Hand mit einer Säge abtrennt. SAW lässt grüßen. WOLF CREEK – DIE SERIE ist trotz Mad-Max-Kulisse nicht sonderlich brutal. Da hat man im WALKING DEAD-Universum weitaus heftigeres zu sehen bekommen. Man darf mit einer ungeschnittenen Freigabe ab 18 Jahren rechnen.
 
 
 


 
 
 

WOLF CREEK: STAFFEL 1 – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Stan Australia)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wolf Creek (2005)

Wolf Creek 2 (2013)

Outback – Tödliche jagd (2011)

Crawl (2011)

Drifter (2016)


Filmkritik: „The Barn“ (2016)

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THE BARN

Story

 
 
 
Einige Jugendliche entfachen in einer mysteriösen Scheune – natürlich pünktlich an Halloween – das Böse

 
 
 


 
 
 

THE BARN – Kritik

 
 
 
In den letzten Jahren haben wir sie hier schon ziemlich oft besprochen: Horrorfilme, die sich vor ihren Vorfahren längst vergangener Dekaden verbeugen. Was vor einigen Jahren noch als charmante Hommage an die Hochzeiten des Horrorfilms gefeiert wurde, hat leider längst an Glanz verloren. Der Grund ist denkbar einfach: Es gibt mittlerweile einfach zu viele Genre-Produktionen, die sich entweder von den Horrorfilmen aus den 1970ern oder den 1980ern inspirieren lassen. Der Splatter-Slasher THE BARN bildet da keine Ausnahme. Für diesen Low-Budget-Indiefilm musste mal wieder das goldene Jahrzehnt der Slasher-Streifen herhalten, das vor allem durch mal mehr, mal weniger brauchbare Plagiate und Fortsetzungen bekannter Meuchelklassiker wie A NIGHTMARE ON ELM STREET, HALLOWEEN oder FREITAG DER 13. berüchtigt wurde. Von genannter Kult-Ware ist THE BARN aber weit entfernt, auch wenn zweifelsohne dahinter eine Herzensangelegenheit steckt, die mit Hilfe von Crowdfunding fertiggestellt werden konnte. Dem Film mangelt es an Spannung, sympathischen Protagonisten und vor allem Neuerungen, die ihn hervorstechen lassen würden. Demzufolge ist es (zumindest für uns) unverständlich, weshalb der via Kickstarter finanzierte Old-School-Slasher auf Festivals mit Lob und Preisen nur so überhäuft wurde. Der technische Standard ist unterdurchschnittlich und nach Originalität sucht man vergebens. Da hat man in jüngster Vergangenheit weitaus Besseres gesehen, das derlei Lobpreisungen verdient hätte.
 
 
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An Halloween geht’s in amerikanischen Horrorfilmen meist rund. Ähnlich wie in NIGHT OF THE DEMONS von 1988 werden auch in THE BARN schaurige Legenden zu dämonischer Realität. Das müssen auch die besten Freunde Sam und Josh am eigenen Leib erfahren, die einen Heidenspaß daran haben, an Halloween Leute zu erschrecken und damit nicht immer auf Gegenliebe stoßen. Doch dieses Jahr soll alles anders werden. Treu der Devise „je oller, je doller“ wollen es die Kumpels im letzten Jahr an der High School noch mal so richtig krachen lassen. So soll das letzte Gruselfest vor dem Abschluss zum unvergesslichen Erlebnis werden. Dafür haben sich die Freunde ein Rockkonzert ausgesucht, das man gemeinsam mit der Clique besuchen möchte. Doch die Fahrt dahin endet anders als erwartet. Man macht einen kurzen Abstecher zu einer Scheune, über die man schaurige Geschichten erzählt. Die interessieren die Teenager nicht. Stattdessen macht man Scherze und dringt in das Gemäuer ein. Der Denkzettel folgt auf dem Fuße. Durch naive Unachtsamkeit entfachen Sie einen Fluch und erwecken drei dämonische Kreaturen zum Leben, mit denen nicht zu spaßen ist.
 
 
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THE BARN ist typisches Low-Budget-Futter, das man in den 1980ern vermutlich bis zum Erbrechen geschnitten und eingestaubt in den unteren Regalen der Videotheken vorgefunden hätte. Hier wird zitiert, was in genanntem Jahrzehnt horrorfilmtechnisch Rang und Namen hatte. Der Soundtrack bringt Klänge aus Coscarellis DAS BÖSE-Reihe zurück ins Gedächtnis, schaurige Lagerfeuer-Erzählungen erinnern an Camp-Schlitzereien der FREITAG DER 13.-Filme und blutige Dämonen-Schlachtereien wollen Raimis Amateur-Splatter TANZ DER TEUFEL Konkurrenz machen. Zumindest hinsichtlich der Blutmanschereien tobt man sich genüsslich aus und zelebriert handgemachte Spezialeffekte, die in ihrer absurden Zeigefreudigkeit tatsächlich das Horror-Feeling der 1980er einfangen. Leider lassen diese Splatter- und Meuchelmomente immer wieder auf sich warten. Bis die in ihrer vollen Pracht gezeigt werden, benötigt der Zuschauer Geduld. Erst nach knapp einer Stunde kommt das Massaker so richtig in Fahrt. Dann machen sich drei befreite Dämonen über die Bewohner eines verschlafenen Örtchens her, reißen Därme aus Bauchdecken oder schlagen Körperteile ab. Leider wird bis dahin viel gequasselt, ohne das sich überhaupt ein Spannungsbogen entwickeln kann. Das macht es nicht gerade einfach dem wenig originellen Treiben zu folgen. Demzufolge sollte man sich nicht zu viel vom ansprechend gestalteten Poster erhoffen. THE BARN ist trotz seines Retro-Charmes kaum der Rede wert, weil sich der Film zu verkrampft am Zitieren festhält und dabei vergisst, dass das Publikum von Heute dann doch ganz andere Sehgewohnheiten besitzt, wie noch vor 20 Jahren. Hier wird viel Retro aber mindestens genauso viel Leerlauf geboten, der die meisten Zuschauer zum frühen Abschalten bewegen wird. Weil THE BARN hinter dem Vorwand des gut gemeinten Zitierens trotzdem nur ein gemächlich und beliebig erzählter Slasher mit kurzen Morden und bekannter Geschichte ist, dürfte er gerade deswegen wohl auch niemanden mehr vom Hocker reißen – Hommage hin oder her. Auch wenn’s in den 1980ern schön war – neue Ideen sind heute im Horrorfilm so dringend nötig wie noch nie. Das scheinen die Macher dieses Horrorstreifens offenbar außer Acht gelassen zu haben.
 
 
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THE BARN – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Eine Liebeserklärung an die Horrorfilme der 1980er. THE BARN ist ein Splatter-Slasher der alten Schule, der sich in der Machart an den vielen Horrorklassiker aus genanntem Jahrzehnt orientiert. Das bedeutet: Carpentereske Synthesizer-Klänge, schrille Rockmusik, handgemachte Spezialeffekte und dumme Teenager, die blutig über die Klinge springen müssen. In Interviews erläuterte Regisseur JUSTIN M. SEAMAN stolz, dass die Idee zum Film schon einige Jahre auf dem Buckel hat. THE BARN beruht nämlich auf einem Skript, das der Filmemacher bereits im Alter von blutjungen acht Jahren verfasst hat. Offenbar hatte der Horrorfan nach vielen Jahren der Leidenschaft zum Genre dann doch selbst mal das Verlangen, einen eigenen Horrorfilm nach seinem Geschmack zu drehen. Dank Crowdfunding war das einfacher als gedacht. Um das Gefühl jener Zeit auf Film bannen zu können, vor der man sich ehrfürchtig verbeugt, wurden gleiche Kameras und Belichtungsgerätschaften verwendet, die auch in den Horrorfilmen der 1980er zum Einsatz gekommen waren. Doch hat so viel Einsatz und Liebe zum Horrorkino gelohnt? Wir meinen nur bedingt, denn leider reduzieren sich die eigentlichen Höhepunkte in THE BARN auf die letzte halbe Stunde. Dann erst machen sich drei bekannte Horrorkreaturen (der Boogeyman, Hollow Jack, und die Vogelscheuche) auf, um einer Ortschaft die blutigen Leviten zu lesen. Weil zuvor jedoch kaum etwas passiert, dürften die meisten Zuschauer wegen aufkommender Müdigkeitserscheinungen erst gar nicht die kreativen Kills zu sehen bekommen, die sich im Finale ereignen. Wer wach bleibt wird aber entlohnt. Hinsichtlich der nett getricksten Kunstblut- und Latex-Manscherei gibt es Pluspunkte, denn einige der bösen Szenen schaffen es tatsächlich Erinnerung an jene Dekade wach werden zu lassen. Mehr originelle Ideen, ein durchdachtes Drehbuch und mehr Budget hätten aus THE BARN einen Hit gemacht. Weil aber an allen Ecken improvisiert und gespart werden musste und Regisseur JUSTIN M. SEAMAN was das Filmemachen angeht noch reichlich grün hinter den Ohren ist, ist der ambitionierte Retro-Horror dann doch mehr Grabbeltischware statt Geheimtipp. Übrigens hat man sich fürs Bewerben der Veröffentlichung etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Zeitgleich zum Erscheinen des Streifens, wurde in Amerika ein Videospiel fürs Handy veröffentlicht, das – wie hätte es auch anders sein sollen – mit 8-Bit-Animation an die Videospiele jener Dekade erinnert.
 
 
 


 
 
 

THE BARN – Zensur

 
 
 
Die meisten Schauwerte reduzieren sich in THE BArN auf die letzte halbe Stunde. Dann gibt es allerhand Hausgemachtes zu sehen, das aber trotzdem nicht sonderlich grausam anzuschauen ist. Mit viel Glück gibt es eine FSK16. Wahrscheinlicher ist aber eher eine Erwachsenenfreigabe mit rotem FSK-Flatschen auf dem Cover.
 
 
 


 
 
 

THE BARN – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte Film für Grafiken liegen bei Nevermore Production Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Lost After Dark (2015)
 
Varsity Blood (2014)
 
Bloody Homecoming (2013)
 
Billy Club (2013)
 
Night of the Demons (1988)
 
Night of the Demons 2 (1994)
 
Night of the Demons – Remkae (2009)
 
Trailer Park of Terror (2008)
 
Hatchet (2006)
 
Hatchet 2 (2010)
 
Hatchet 3 (2013)
 


Filmkritik: „Scathing“ (2016)

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SCATHING

Story

 
 
 
Zwei Frischverliebte geraten in die Fänge eines skrupellosen Kannibalen.
 
 
 


 
 
 

SCATHING – Kritik

 
 
 
Wie sich Zeiten ändern. Vor zwanzig Jahren noch haben leidenschaftliche Filmliebhaber mit Videokamera und Freunden in der Garage ihre eigenen Horrorfilme gedreht. In den meisten Fällen war der hervorgebrachte Blödsinn wegen mangelnder Professionalität, fehlendem Budget und unzureichendem Equipment kaum zu ertragen. Dank Wegbereiter modernen Amateur-Horrors wie JÖRG BUTTGEREIT oder OLAF ITTENBACH konnte sich dennoch ein kleiner Nischenmarkt etablieren, der auch heute noch im Untergrund lauert und durchaus seine Fans hat. Mittlerweile hat sich das Blatt aber gewendet. Amateur-Horror lässt sich in einer hochmodernen Zeit wie der heutigen nicht mehr so einfach als solcher identifizieren. Dazu hat vor allem die allgegenwärtige Digitalisierung beigetragen, die ästhetische Videoschnipsel auf heimische TV-Geräte manövriert, die man zuvor mit dem Handy oder Urlaubskamera aufgenommen hat. Jeder kann Horrorfilme drehen. Ein Smartphone und zugehörige Handyprogramme reichen aus, um HD-Schocker zu inszenieren. Schnittsoftware und Farbfilter gibt’s im Internet als Downloads zuhauf. So kann man den Horrorfilm Marke Eigenbau mit individueller Handschrift versehen. Ein Grund mehr, warum Amateur-Schocker von heute so aussehen, wie Hollywood-Filme von vor 30 Jahren. Eine beunruhigende Entwicklung, die schon so einigen Horrorfilmfans Lebenszeit geraubt hat, weil sich hinter hochauflösender Grusel-Ästhetik nicht selten grauenhafte Amateur-Drehbücher und untalentierte Laiendarsteller versteckt haben.
 
 
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Auch für den Horrorfilm SCATHING trifft das zu. Der Film wurde mit 4K-Kameras gedreht und schaut dementsprechend auch fabelhaft aus. Leider dürfte schnell die Freude am visuellen Gaumenschmaus vergehen, wenn man genauer unter die Lupe nimmt, was überhaupt geboten wird. Viel ist das leider nicht, denn die Handlung ist erschreckend rudimentär und orientiert sich beim Aufbau am Slasher-Einerlei der letzten gefühlt 100 Jahre. Im Langfilmdebüt von Regisseur JOSEPH MAZZAFERRO will Teenager Amanda (ALLIE SPARKS) nicht auf die Eltern hören. Die darf nicht außer Haus, springt aber trotzdem ins Auto von Boyfriend Adam (MICHAEL FRASCINO), der Lust auf Fummeln und Anfassen hat. Der Flitzer wird auf menschenleerem Gelände geparkt, damit man ungestört knutschen kann. Doch Ungehorsam muss bestraft werden. So springt am nächsten Morgen der Motor nicht an. Freunde eilen zur Hilfe und geraten ins Visier eines gewissenlosen Kannibalen, der in seiner Hütte Menschen zerlegt und verspeist. Keine guten Voraussetzungen für Amanda und Adam. Die können sich noch rechtzeitig im Auto verschanzen, während die Freunde auf grausame Weise ihr Leben lassen müssen. Was folgt, hat man schon so oft gesehen. Der Killer spielt mit seinen Opfern perfide Spiele und sorgt damit für unerträgliches Opfergeschrei. Immerhin spritzt dabei reichlich Blut, sodass zumindest Gorehounds zufriedengestellt werden können. Alle übrigen Zuschauer dürften wegen stümperhafter Schnitte, schlechter Ausleuchtung und fiesem Schauspiel schon nach wenigen Minuten das Weite suchen.
 
 
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Willkommen zur Slasher-Version des King’schen Roman-Albtraums CUJO. So zumindest lässt sich am besten beschreiben, was dem Zuschauer in SCATHING zugemutet wird. Hier flüchten zwei nicht sonderlich kluge Teenager in ein Auto, das wenig später von einem langhaarigen Psychopathen belagert wird. Letzterer trägt aus nicht näher erläuterten Gründen einen Schweißerhelm und erinnert wegen seiner hünenhaften Erscheinung an Killer in Filmen wie BIKINI GIRLS ON ICE und HAZARD JACK. Weil der Filmbösewicht nicht gerade zimperlich zur Sache geht und gern mal an Menschenherzen oder Babys knabbert, wird ein gesunder Magen vorausgesetzt. Der ist vor allem deshalb wichtig, weil einige der billigen Effekte wegen ihrer schmuddeligen Inszenierung dann doch recht hart anzusehen sind. Da werden Opfer ausgeweidet und zerstückelt. Ganz zur Freude der Splatter-Fraktion, die an den kruden Ekelmomenten ihre Freude haben wird. Leider ist der technisch solide in Szene gesetzte Amateur-Backwood-Slasher trotzdem kein Hit. Die Gewaltmomente sind nämlich das einzige, was in Erinnerung bleibt. Der Rest ist unzumutbar, wobei vor allem das unerträgliche Schauspiel zu nennen wäre. Hier hat man wohl Leute von der Straße aufgelesen, die sich für eine Packung Chips vor der Kamera zum Apfel machen wollten. Gott sei Dank mussten die untalentierten Jungdarsteller nur wenig Text lernen, denn außer Schreien, Winseln und schließlich Sterben wird den Leutchen nicht viel abverlangt. Umso verwunderlicher, was Regisseur JOSEPH MAZZAFERRO in der Kickstarter-Kampagne zu SCATHING schrieb. Leicht selbstüberschätzt erklärte er spendablen Fans dort, was er sich vom ersten Langfilm erhofft: I aim to make the critics say this is the best horror film of it’s kind since Friday the 13th.
 
 
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SCATHING – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
BIKINI GIRLS ON ICE meets HAZARD JACK. SCATHING ist ein Amateur-Slasher der neuen Generation, der dank 4K-Kameras ziemlich gut ausschaut und zumindest visuell gesehen vielen Meuchelfilmen aus den 1980ern um Längen voraus ist. Inhaltlich wird hier aber auf Sparflamme geköchelt. Zwei Teenager werden von einem Psychopathen tyrannisiert, der Lust auf Katz- und Mausspiele hat. Die Atmosphäre mit ihrer dreckigen Optik und der Ablauf der Handlung erinnert an das TEXAS CHAINSAW MASSACRE aus der Mache des MICHAEL BAY. Trotzdem sollte man erst gar nicht versuchen, irgendwelche Vergleiche zu ziehen. SCATHING ist eine ganz andere Hausnummer und wurde vermutlich mit einem Minimum an Dollars umgesetzt. Das wird vor allem beim rudimentären Drehbuch und an den mehr als schlechten Schauspielern deutlich. Zumindest gewalttechnisch tischt SCATHING groß auf. Wer sich damit zufrieden gibt und sich dessen bewusst ist, dass es sich hier immer noch um Amateurware handelt, kann gern mal einen Blick wagen – sollte aber nicht zuviel erwarten.
 
 
 


 
 
 

SCATHING – Zensur

 
 
 
In SCATHING geht es nicht gerade zimperlich zu. Von Ausweidungen über Zerstückelung von Menschen gibt es einiges zu sehen. Zudem knabbert der Filmkiller gern mal an menschlichen Herzen oder brät sich ein Baby. Wegen des schlecht ausgeleuchteten Amateurlooks sehen die simpel getricksten Spezialeffekte doch recht heftig aus. Weil es in der Vergangenheit schon ähnliche Filme gegeben hat (u.a. SLASHER IN THE WOODS) dürfte SCATHING wohl nur geschnitten in Deutschland erscheinen – insofern der Film hier überhaupt ausgewertet werden sollte.
 
 
 


 
 
 

SCATHING – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte Film für Grafiken liegen bei Midnight Releasing)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Slasher in the Woods (2013)
 
Pinup Dolls on Ice (2013)
 
Girlhouse – Töte, was du nicht kriegen kannst (2014)
 
Hazard Jack (2014)


Filmkritik: „Bodom“ (2016)

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BODOM

(LAKE BODOM)

Story

 
 
 
Vier Jugendliche wollen einen mysteriösen Mordfall untersuchen, der sich 50 Jahre zuvor abgespielt hat und werden mit einer Bedrohung konfrontiert, die ihr Leben in Gefahr bringt.

 
 
 


 
 
 

BODOM – Kritik

 
 
 
Finnland ist nicht gerade das Land, was man in Horrorfilmfan-Kreisen als Genre-Schmiede bezeichnen würde. Was hier bisher an Grusel- und Schockermaterial gedreht wurde, lässt sich an einer Hand abzählen. So dürften zuletzt nur RARE EXPORTS und DARK FLOORS bei Kennern im Gedächtnis geblieben sein, die immerhin auf einschlägigen Festivals positive Resonanz erhielten und sich deshalb auch außerhalb Finnlands einen Namen machen konnten. Gleiches könnte nun auch mit dem Horrorthriller BODOM (der für den Weltmarkt in LAKE BODOM umgetauft wurde) wiederholt werden, der sich einem erfolgreichen – wenn auch makabren – Marketingtrick bedient. Regisseur TANELI MUSTONEN nutzt fürs Angstmachen historischen Background. Das bedeutet, dass die Ereignisse des Films von einem Verbrechen inspiriert wurden, das sich 1960 tatsächlich am finnischen Bodom-See nahe der Stadt Espoo, nicht weit von der Hauptstadt Helsinki zugetragen hat. Dort wurden vier Camper am frühen Morgen des 06. Juni 1960 von einem unbekannten Täter überrascht. Drei von ihnen überlebten das Massaker nicht. Trotz jahrelangen Ermittlungen konnte nicht ermittelt werden, wer die Tat begangen hat. Dennoch wurde der Vorfall im Jahr 2004 erneut aufgerollt. So geriet der damals 18-jährige Nils Wilhelm Gustafsson unter Verdacht. Der konnte sich in der Mordnacht schwer verletzt in Sicherheit bringen und wurde 2004 erneut am Mord seiner Freunde beschuldigt. Weil man aber keine aussagekräftigen Beweise finden konnte, sprach man ihn von allen Vorwürfen frei und zahlte 45.000 Euro Schadensersatz für unbegründete Untersuchungshaft.
 
 
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Horrorfilme, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Das ist nach wie vor eine gut funktionierende Prämisse in der Filmlandschaft, um sensationslüsterne Zuschauer ins Kino locken zu können. Was bereits bei Filmen wie PSYCHO oder TEXAS CHAINSAW MASSACRE kassenwirksam angewandt wurde, funktioniert natürlich auch im Film BODOM hervorragend, der vier Jugendliche bei der Rekonstruktion besagter Morde aus dem Jahr 1960 begleitet. Die machen sich mit Sack und Pack zum Bodom-See auf, um die dort vorgefallenen Ereignisse 50 Jahre später in Eigenregie noch einmal zu untersuchen. Was aber mit Neugierde beginnt, entwickelt sich für die vier Schüler bald zum Albtraum. Kaum stehen die Zelte und die Nacht bricht herein, bekommen es die Jugendlichen mit der Angst zu tun. Offenbar schleicht hier jemand durch die Wälder, um ahnungslosen Campern das Fürchten zu lehren. So ist bald schon der erste Tote zu beklagen. Der Rest flüchtet panisch durchs Gebüsch und versucht im Dunkel der Nacht die Landstraße zu erreichen. Weil BODOM nun mal im Horrorgenre beheimatet ist, dürften erfahrene Horrorfilmkenner bereits erahnen, wohin die Reise gehen wird. Trotzdem hat BODOM einige Überraschungen zu bieten, die ihn zu nicht uninteressanter Horrorware machen. Mehr zu verraten wäre gemein.
 
 
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Was sich hier liest, wie ein beliebiger Slasher von der Stange ist weit mehr als gedacht. Der finnische Horrorthriller ist nämlich eine dieser fiesen Schauerproduktionen, die den Zuschauer versucht mit twistreicher Handlung an der Nase herumzuführen. Weil’s solche Horrorfilme aber mittlerweile wie Sand am Meer gibt, will sich BODOM dann doch gleich mit mehreren dieser Überraschungswendungen ein Denkmal setzen. Hier ist nichts wie es anfangs scheint. So besteht der Streifen aus zwei Filmhälften. Die erste entpuppt sich als atmosphärischer Slasher der alten Schule und mündet in eine zweite Hälfte, in der die Erfolgszutat gängiger Überlebens- und Terrorfilme Verwendung findet. Das bedeutet: gnadenlose Jagd durch dunkles Waldgebiet, die ein ungutes Bauchgefühl zurücklässt, weil Opfer bis zur psychischen Erschöpfung terrorisiert werden. Dabei kommt dem Film vor allem die unheimliche Kulisse zugute, die den Überlebenskampf zusätzlich erschwert. BODOM spielt mit menschlichen Urängsten, wobei die Angst vor Dunkelheit einen großen Stellenwert einnimmt. Die Jugendlichen irren hier durch ein minimalistisch ausgeleuchtetes Szenario und sehen die Hand vor Augen nicht. Dank hervorragender Kameraarbeit wird das Gefühl der Ausweglosigkeit zusätzlich verstärkt, denn Regisseur TANELI MUSTONEN lässt den Wald zu aussehen, als gebe es hier ohnehin kein Herauskommen mehr. Letzterer scheint übrigens viele Horrorfilme älteren und neueren Datum studiert zu haben. Der vermischt hier Oldschool-Lagerfeuer-Meuchelei mit unmenschlicher Kaltschnäuzigkeit, die man sonst eher in Filmen wie WOLF CREEK zu sehen bekommt. Das Resultat kann sich durchaus sehen lassen und braucht den Vergleich zum amerikanischen Horrormarkt nicht zu scheuen. Technisch und atmosphärisch fährt BODOM nämlich groß auf, was einmal mehr beweist, dass die wirklich mutigen, guten und innovativen Horrorfilme immer noch aus Europa kommen.
 
 
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BODOM – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Kompromisslos, wendungsreich und definitiv nichts für Weicheier. Wenn ein rätselhafter Mordfall Stoff für einen Horrorfilm liefert. Bisher mussten oft die schockierenden Tatsachenberichte des berüchtigten Kriminellen CHARLES MANSON als Grundlage dafür herhalten, um Kinogänger mit fiktiven Gruselgeschichten schaurige Horrorunterhaltung bieten zu können. Doch es geht auch anders. Ein grausamer Mordfall aus Finnland bietet nun in BODOM (internationaler Titel: LAKE BODOM) die Ausgangsituation für knapp 90 Minuten Angst, Terror und Geschrei. Nach eher familienfreundlichen Produktionen geht es Regisseur TANELI MUSTONEN blutiger an. Der hatte mit THE REUNION im Jahr 2015 einen der erfolgreichsten finnischen Kinofilme gedreht und probiert sich jetzt im Horrorgenre aus. Das Endresultat kann sich sehen lassen und dürfte Slasher-Fans spannende Minuten versprechen, denn BODOM versucht mit geschickten Wendungen den Konventionen gängiger Slasher-Streifen zu entkommen. Zwar hat der Film mit den zugrundeliegenden Morden, die sich in den 1960ern in Finnland ereignet haben, nichts mehr zu tun. Trotzdem spinnt der Filmemacher die Ereignisse konsequent weiter und bietet Horrorfans spannenden Horrorstoff, der sich positiv vom üblichen Videobrei aus Amerika abhebt. Statt immer nur anspruchsvolles Arthaus- und Dramenkino zu inszenieren, täte es Finnland gut, wenn man mehr für den internationalen Filmmarkt tätig wäre. Ein Film wie BODOM dürfte sich wohl auch international zügig verkaufen lassen, denn offensichtlich beherrscht man auch in Finnland kompromissloses Horrorhandwerk tadellos. Ein uneingeschränkt empfehlenswerter Horrorschocker.
 
 
 


 
 
 

BODOM – Zensur

 
 
 
Trotz Slasher ist BODOM nicht sonderlich brutal. Einige Teenager werden mit spitzen Gegenständen durch Hals und Rücken erstochen. Der Fokus liegt in diesem Horrorthriller aber in erster Linie auf Terror. Demzufolge ist eine FSK16 durchaus realistisch.
 
 
 


 
 
 

BODOM – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte Film für Grafiken liegen bei Don Films | Münchhausen Productions)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
In Fear (2013)
 
Freitag der 13. (1980)
 
Manhunt Backwoods Massacre (2008)
 
Reykjavik Whale Watching Massacre (2009)
 
Vor Morgengrauen (1981)
 


Filmkritik: „Good Tidings“ (2016)

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GOOD TIDINGS

Story

 
 
 
Drei Killer im Weihnachtsmannkostüm sind unterwegs. Die möchten bestrafen und tauschen Ruten gegen Mordwerkzeuge aus. Leider müssen ahnungslose Obdachlose dran glauben. Die wollten in einem Gerichtsgebäude eigentlich das Weihnachtsfest feiern, merken aber schon bald, dass sie dort in der Falle sitzen.

 
 
 


 
 
 

GOOD TIDINGS – Kritik

 
 
 
Alle Jahre wieder kommen nicht nur weihnachtliche Animations- und Familienfilme in die Kinos. Auch an schockhungrige Horrorfans wird gedacht, die um die Weihnachtszeit mit bitterbösen Filmalbträumen versorgt werden wollen, damit die schönste Zeit des Jahres auch für Liebhaber des düsteren Genres zum Fest wird. So haben Horrorfilme wie SILENT NIGHT, BÖSE WEIHNACHT oder SAINT gezeigt, dass der Weihnachtsmann nicht zwangsläufig immer nur Gaben bringt. Manchmal hat er auch den Tod im Gepäck oder sorgt mit spitzem Werkzeug für Zucht und Ordnung. Für Freunde morbider Weihnachtsüberraschungen durchaus Grund zur Freude, die sich aber im Falle des folgenden Horrorstreifens schnell legen dürfte. GOOD TIDINGS nennt sich ein weiterer Horrorfilm, der weihnachtliche Bräuche und Sitten für Mord und Todschlag missbraucht. Darin sind rot vermummten Gabenschenker unterwegs, die offensichtlich keine Lust auf Besinnlichkeit haben und auf Zwang töten müssen. Klingt beim Lesen annehmbar, ist bei genauerer Betrachtung aber alles andere als erwähnenswert. GOOD TIDINGS besitzt nämlich kaum Spannung und ist mit 100 Minuten auch eindeutig zu lang. Da hat man definitiv schon besseren Horror unterm Weihnachtsbaum gehabt.
 
 
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Im Terror-Slasher GOOD TIDINGS wollen es sich Obdachlose so richtig gut gehen lassen. Die lassen sich am Weihnachtstag in einem Gerichtsgebäude nieder, um dort friedlich und sicher die Festtage verbringen zu können. Warme Suppe und heiße Getränke sollen Sorgen vergessen lassen. Doch die sind schneller wieder da, als es den Heimatlosen lieb ist. Drei Psychopathen haben besondere Pläne. Die wollen die besinnliche Zeit nutzen, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Sie verschaffen sich als Weihnachtsmänner verkleidet Zugang zum Obdachlosenfest und richten dort ein Blutbad an. Leider kann niemand raus, denn die Ausgänge sind versperrt. Doch der Kriegsveteran Sam Baker (ALAN MULHALL) lässt sich nicht einschüchtern. Der krempelt die Ärmel hoch und versucht sich zu wehren. Was folgt, wird für die Opfer eine lange Nacht des Grauens. Trotz Gegenwehr sterben die Menschen hier wie die Fliegen. Doch man wächst über sich hinaus und nimmt den Kampf gegen Gegner auf, die offenbar keine Gnade kennen.
 
 
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Als Liebesbrief an die blutigen Slasher der 1970er und 1980er beschreibt Regisseur STUART W. BEDFORD den von ihm fabrizierten Blödsinn, für den er sich von bekannten Genre-Filmen hat inspirieren lassen. So haben nicht nur alte Klassiker wie BLACK CHRISTMAS, SILENT NIGHT DEADLY NIGHT oder ASSAULT – ANSCHLAG BEI NACHT beim Macher Eindruck hinterlassen. Auch Schocker neueren Datums wie YOU’RE NEXT und THE PURGE fanden in Interviews namentlich Erwähnung und sollen für den Regie-Neuling als Inspirationsgrundlage gedient haben. Leider erreicht dieses Filmdebüt nicht einmal ansatzweise die Qualitäten genannter Horrorware, denn in Erinnerung bleibt hier nichts. Drei stumme Killer schlitzen sich in diesem Streifen teils hölzern durch das Fleisch ahnungsloser Menschen. Die Beweggründe werden nicht genannt und Schockwirkungen bleiben auch aus, weil es dem Film an Kompromisslosigkeit mangelt. GOOD TIDINGS lebt ausschließlich von seinen Morden, die aber aus Budgetgründen nur selten gezeigt werden. Das bedeutet, dass der Zuschauer in der Regel die Resultate der hinterlistigen Taten zu sehen bekommt, was in Zeiten kaltschnäuziger Hochglanz-Slasher irgendwie altbacken anmutet.
 
 
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Doch nicht nur die mangelnde Zeigefreudigkeit alle Morde dürfte Slasher-Fans enttäuschen. Auch mit dem traurigen Rest lässt sich wohl kaum ein Blumentopf gewinnen. Zwar wirkt das Szenario wegen des ungeschliffenen Low-Budget-Looks stimmungsvoll und an der musikalischen Untermauerung in Form von grummelnden Männerstimmen lässt sich nichts aussetzen. Trotzdem fehlt es GOOD TIDINGS an Tempo und Spannung, was gerade in jenen Filme unverzichtbar ist, die die Nerven der Zuschauer strapazieren wollen. Letztere dürften schnell die Lust am zwanghaft auf Terror getrimmten Slasher-Reigen verlieren und das Laufzeit-Display des Filmabspielgerätes im Auge behalten. GOOD TIDINGS ist ein Schnarcher vor dem Herrn und spult das langweilig ab, was man in den vielen Meuchelfilmen zu Genüge gesehen hat, vor denen sich der Filmemacher ehrfürchtig verbeugt. Dann doch lieber noch einmal SILENT NIGHT, DEADLY NIGHT anschauen. Der Klassiker von 1981 wirkt zwar für heutige Verhältnisse reichlich antiquiert, erfreut aber mit naiven Charme und einigen wirklich schmerzhaften Spezialeffekten. Weihnachtshorrorfilme sind eben auch nicht mehr das, was sie mal waren.
 
 
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GOOD TIDINGS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein atmosphärischer Slasher der alten Schule, welcher sich irgendwo zwischen ASSAULT – ANSCHLAG BEI NACHT und SILENT NIGHT, DEADLY NIGHT bewegt. Leider handelt es sich bei GOOD TIDINGS um keinen Beitrag der Sparte „Weihnachts-Horror“ den man unbedingt erwähnen müsste. Der Terror-Slasher ist furchtbar spannungsarm, weil hier mal nur das Morden im Vordergrund steht. Eine Geschichte gibt es nicht. Stattdessen vergeudet der Streifen knapp 100 Minuten damit, ohnehin schon bemitleidenswerte Menschen zu terrorisieren und abzuschlachten. Wer jetzt aber glaubt, dass das blutig, brutal und grausam anzuschauen ist, wird eines Besseren belehrt. GOOD TIDINGS ist kein neuer MARTYRS oder HIGH TENSION. Der Streifen zitiert zwar viele Slasher der 1980er, blendet aber meist weg, wenn es für Splatterfans interessant wird. Auf die Frage, warum man GOOD TIDINGS gedreht habe, antworteten die Macher, dass es einfach immer noch zu wenige Horrorfilme gibt, die in der Weihnachtszeit spielen. Da hat man eindeutig recht. Trotzdem bereichert GOOD TIDINGS das Weihnachts-Horror-Genre keineswegs. Hier gibt es nämlich kaum Neuerungen zu sehen. Alles wird nach bekannter Slasher-Formel abgespult. Da fühlt man sich als Zuschauer schon etwas verschaukelt, wenn man in Interviews liest, dass Regisseur STUART W. BEDFORD versucht hat gegen den Strom zu schwimmen und mit GOOD TIDINGS etwas Neues zu inszenieren. Angeblich hat er hier versucht die Konventionen des Slasher-Genres zu verdrehen und äußert sogar Gesellschaftskritik. Zudem wird der Film sogar als metaphernreiche Horror-Satire beworben. Sicher, dass er den gleichen Film meint?
 
 
 


 
 
 

GOOD TIDINGS – Zensur

 
 
 
Zwar ist GOOD TIDINGS keine Gewaltgranate. Trotzdem gibt es einiges zu sehen. Eine Machete wird durch einen Körper gerammt, Köpfe abgeschlagen und Zuckerstangen in Augen gebohrt. Zwar wird oft weggeblendet und Resultate gezeigt. Dennoch hat der Streifen zahlreiche Gemeinheiten zu bieten – von einem Slasher hätte man wohl auch nichts anderes erwartet. Im Vergleich zu neueren Streifen dieser Art, ist die gezeigte Gewalt aber nicht sonderlich grausam anzuschauen. Sollte GOOD TIDINGS hierzulande einen Rechteinhaber finden, dürfte es ohne Probleme für eine Erwachsenenfreigabe in ungeschnittener Form reichen.
 
 
 


 
 
 

GOOD TIDINGS – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
All trough the House (2015)
 
Silent Night (2012)
 
Rare Exports (2010)
 
Black Christmas – Stille Nacht, tödliche Nacht (2006)
 
Deadly Games – Alleine gegen den Weihnachtsmann (1989)
 
Santa’s Slay – Blutige Weihnachten (2005)
 


Filmkritik: „Night of Something Strange“ (2016)

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NIGHT OF SOMETHING STRANGE

Story

 
 
 
Einige notgeile Freunde infizieren sich auf der Reise zum Spring Break mit einem hochansteckenden Zombievirus.
 
 
 


 
 
 

NIGHT OF SOMETHING STRANGE – Kritik

 
 
 
Es scheint Regisseure zu geben, denen nichts peinlich ist. Man denke an die vielen High School- und College-Komödien, die sich seit den Erfolgen der AMERICAN PIE-Filme mit Scherzen weit unter der Gürtellinie gegenseitig Konkurrenz machen wollen. Wer aber meint, dass die Ejakulation in einen Apfelkuchen die Spitze geschmackloser Absurditäten gewesen ist, hat wohl noch nicht NIGHT OF SOMETHING STRANGE gesehen. Diese Indie-Produktion zeigt eindrucksvoll, dass Niveau noch weitaus tiefer sinken kann, als man es sich je zu träumen gewagt hat, denn was man hier vor die Linse bekommt, hat man definitiv noch in keinem Horrorfilm zu sehen bekommen. Hinter der intellektbefreiten Trash-Gurke steckt Newcomer JONATHAN STRAITON. Der hofft mit Zombies, Splatter und Ekel Käufer zu finden und hat für knapp 40.000 US-Dollar Budget Mülltonnen-Horror gemacht, der zumindest auf technischer Ebene überzeugen kann. Trotz zweifelhafter Ekel-Show verblüfft NIGHT OF SOMETHING STRANGE mit souveränem Umgang von Schnitt, Musik und Kamera. Die lassen den Film nämlich nach deutlich mehr ausschauen, als er gekostet hat. In dieser Hinsicht ist der Streifen vielen Low-Budget-Filmen und Indie-Produktionen weit voraus. Dennoch bleibt ein übler Nachgeschmack, weil peinliche Dialoge und noch peinlichere Ideen der versierten technischen Machart den Rang ablaufen.
 
 
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Von immergeilen Stereotypen und einem Zombievirus, der eigentlich keiner ist. NIGHT OF SOMETHING STRANGE erzählt eine Geschichte, die so oft abgespult wurde, dass man sie auch in einem Satz zusammenfassen könnte. Mal wieder machen sich einige oberflächlich charakterisierte Teenager auf, um bei Alkohol und Sonnenschein zu feiern. Doch die feucht-fröhliche Spring Break-Party werden die Jugendlichen nie erreichen, denn eine unbekannte Bedrohung folgt ihnen auf dem Weg. Ein Virus in Form einer Geschlechtskrankheit zwingt die naiven Partygänger in die Knie. Während man in einem abgelegenen Motel Rast einlegt und ungeniert durch die Betten springt, schlägt die Krankheit zu und verwandelt die Freunde in aggressive Monster. Die kennen nur eins: töten, töten, töten. Große Erklärungen bedarf es nicht, denn die Ursache des Übels wird bereits im Prolog erwähnt. Ein triebgesteuerter Hausmeister vergeht sich im Leichenschauhaus an einer attraktiven Toten und wird so zum Überträger. Sollte hier jemand mahnende Worte zum Thema ungeschützten Geschlechtsverkehr und seine Folgen vernehmen, kann er diese getrost streichen. In Anbetracht der vielen Geschmacklosigkeiten im Film, waren die wohl mit Sicherheit nicht beabsichtigt.
 
 
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Die Idee zum Film kam Filmemacher JONATHAN STRAITON bereits vor vielen Jahren. Um genau zu sein 2007, als ROBERT RODRIGUEZ und QUENTIN TARANTINO das vielgelobte Grindhouse-Projekt bestehend aus PLANET TERROR und DEATH PROOF in die Kinos brachten. Auch Straiton wollte ein ähnliches Double-Feature zusammen mit Produzent RON BONK drehen und hatte bereits die Idee von einer Geschlechtskrankheit im Kopf, die sich wie ein Zombievirus unkontrolliert ausbreiten sollte. Letztendlich legte man das Vorhaben aber auf Eis und machte aus NIGHT OF SOMETHING STRANGE dann doch einen eigenen Spielfilm, der sich vor jenen Streifen verbeugen sollte, mit denen die beiden Filmemacher aufgewachsen waren: die Horrorfilme der 1980er. Trotz Herzensprojekt ist JONATHAN STRAITON mit dem Regiedebüt kein Hit gelungen. Hier werden hilflose Menschen angepinkelt, Leichen begattet, in Gesichter gekotet und blutgetränkte Tampons zum Mitternachtssnack geifernder Zombiefurien umfunktioniert. Nein, NIGHT OF SOMETHING STRANGE ist definitiv nichts für Feingeister und die, die es meinen zu sein. Der Film versucht mit pubertärer Fäkal- und Ekelunterhaltung bei Laune zu halten und ist dabei nicht einmal gut darin. Das Gebotene wirkt in seiner plumpen Einfachheit und zeigefreudigen Schamlosigkeit vielerorts beschämend und die vielen Geschmacklosigkeiten erzielen zu keiner Zeit den Effekt, den sich Macher JONATHAN STRAITON wohl gewünscht hat. Gute Lacher bleiben nämlich aus, was nicht gerade für NIGHT OF SOMETHING STRANGE spricht, der sogar als Horrorkomödie beworben wird. Zu Lachen gibt es herzlich wenig, außer man ist so einfach gestrickt, um sich darüber amüsieren zu können, wie sich ein testosterongesteuerte Womanizer im Film in ein dunkles Hotelzimmer schleicht und statt einer der heißen Bräute versehentlich den dicken Fettsack penetriert. Das ist selbst mit fünf Flaschen Bier intus definitiv nicht komisch.
 
 
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NIGHT OF SOMETHING STRANGE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Trashiger Splatter-Mix aus EVIL DEAD, CABIN FEVER und NIGHT OF THE DEMONS, der zwei Dinge voraussetzt: einen gute Magen und Hang zu pubertärem Humor. Von – ohne Mist – Säure speienden Vaginas bis gefräßigen Penissen gibt es hier allerhand abartiges Zeug zu sehen, was bei den meisten erwachsenen Zuschauern auf Unverständnis stoßen dürfte. NIGHT OF SOMETHING STRANGE ist einer dieser geschmacklosen Produktionen, die man so ähnlich – wenn aber oft mit immerhin Gesellschaftskritik – in den 1980ern von TROMA zu sehen bekommen hat. Das kultige Trash-Studio steckt diesmal nicht dahinter. Stattdessen fügt Regisseur JONATHAN STRAITON (der sich übrigens die hirnrissige Story zum Trash-Debakel ausgedacht hat) eine Schippe bildgewaltiger Abartigkeit hinzu und versucht mit Ekelrezeptur zu polarisieren. Ekel wird hier weniger durch professionelle Gewalt- und Spezialeffekte bewirkt. In diesem Film sind es vor allem Körperflüssigkeiten und Fäkalhumor die Brechreiz verursachen. NIGHT OF SOMETHING STRANGE beweist mehr als deutlich, dass man nicht sonderlich helle sein muss, um das Interesse von Horrorfans zu wecken. Was hier über die Mattscheibe flimmert, entspricht in etwa der Kreativität und Phantasie eines pubertierenden 14-Jährigen, der es offenbar lustig findet, wenn in weibliche Geschlechtsorgane getreten wird bis der Schuh darin stecken bleibt. Was hier an unterirdischer Platt- und Dummheit zelebriert wird, ist kaum in Wort zu fassen – zumal der Quatsch auch kein Ende finden will. Knapp 100 Minuten zieht sich der cineastische Irrsinn, der zudem auch keinen Spannungsbogen besitzt und sich zäh von Geschmacklosigkeit zu Geschmacklosigkeit hangelt. Da ist es schon fast grotesk zu behaupten, dass die Streifen aus den schundigen SYFY und THE ASYLUM-Studios im Vergleich zu dem was hier geboten wird, ernstzunehmende Filmkunst sind. Demzufolge ist NIGHT OF SOMETHING STRANGE auch nur für jene zu empfehlen, die auch wirklich gar keinen Geschmack besitzen. Selbst von schlechtem Geschmack ist dieser Zombie-Schiss nämlich weit entfernt.
 
 


 
 
 

NIGHT OF SOMETHING STRANGE – Zensur

 
 
 
In NIGHT OF SOMETHING STRANGE wird zwar etwas an Splatter gezeigt. Der ist aber derart überzogen, dass es keine Probleme geben mit einer ungeschnittenen Freigabe geben dürfte. Man darf aber – vor allem wegen des sehr ekelhaften Humors – eine Erwachsenenfreigabe erwarten. Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

NIGHT OF SOMETHING STRANGE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen, Szenenbilder liegen bei Hurricane Bridge Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Ghost Team One (2013)
 
Hell Baby (2013)
 
Bloody Bloody Bible Camp (2012)
 
Piranha 3DD (2012)
 
Tucker and Dale vs. Evil (2010)
 
Scary Movie (2000)
 
Scary Movie 2 (2001)