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Splatter-Horror

Filmkritik: „31“ (2016)

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31

Story

 
 
 
Eine Gruppe Schausteller (darunter einige Darsteller aus früheren Filmen von ROB ZOMBIE) wird von Fremden überfallen und in eine unterirdische Arena verschleppt. Dort müssen sie ums Überleben kämpfen.

 
 
 


 
 
 

31 – Kritik

 
 
 
Eigentlich wollte Zottelbart und Musiker ROB ZOMBIE nach THE LORDS OF SALEM dem Filmemachen den Rücken kehren. Der surreale Okkult-Grusler erntete mehr negative Kritiken – vor allem auch deswegen, weil Fanboys hier nicht die für Zombie bekannten Gewaltorgien zu sehen bekamen. Stattdessen kehrte der kontroverse Regisseur derben Schlachtplatten den Rücken und probierte sich im Subtilen aus. Leider war das Publikum vom optisch immerhin beeindruckenden Richtungswandel nicht sonderlich begeistert. Demzufolge erhielt ROB ZOMBIE für seinen schleichenden und teils ziellosen Schauerausflug nicht die Anerkennung, die er erhofft hatte und war beleidigt. Die Quintessenz: Erstmal Schluss mit Filmedrehen – zurück zu Comics und Musik. Offenbar war’s ihm so ohne Regieklappe in der Hand auf Dauer zu langweilig. Deshalb machten kurze Zeit nach THE LORDS OF SALEM Informationen im Internet die Runde, dass der Filmemacher an einem weiteren Horrorfilm tüfteln würde, der zu Zombies Regie-Wurzeln zurückkehren sollte. Mehr Härte und Hoffnung auf ein NC-17 (die höchste Freigabe, die Filme in den USA erhalten können) sollten Erwartungshaltungen schüren. Doch verspricht 31 auch das, was der Musiker, Comicautor und Regisseur seinen Anhängern im Vorfeld versprochen hat?
 
 
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Halloween des Jahres 1979. Eine Gruppe Schausteller reist mit einem Bus durch das Hinterland der Vereinigten Staaten. Viel scheinen die nicht im Hirn zu haben, denn gute Manieren oder eloquenter Ausdruck scheinen den Zeitgenossen fremd. Da kommt es dem Zuschauer geradezu gelegen, dass der gammeligen Sitte endlich mal der Marsch geblasen wird. Bei der Reise durchs ländliche Amerika stoßen die Freunde auf seltsame Vogelscheuchen, die jemand kurz zuvor auf der Fahrbahn platziert haben muss. Wenig später ist Land unter. Vermummte Gestalten überfallen den Bus, töten die Bande und verschleppen fünf der Kumpels in eine unterirdische Arena. Hier werden Todesspiele gespielt und Wetten abgegeben. Gut für die Initiatoren der Veranstaltung, schlecht für die unfreiwilligen Teilnehmer der Menschenhatz. Die müssen sich vor einer Horde Killer-Clowns in Sicherheit bringen, die mit unterschiedlichem Mordwerkzeug den menschlichen Zielscheiben an den Kragen wollen. Immerhin gibt es ein Ziel. Wer zwölf Stunden im Spiel 31 überlebt, kann auf Gnade hoffen. Doch ob es überhaupt einem der fünf Freunden gelingt, die Nacht heil zu überstehen? Man kann es nur hoffen.
 
 
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Einmal mehr setzt ROB ZOMBIE auf das, was seine Filme nun mal ausmachen. Das bedeutet: Verrohende Sprache, gammelige Typen und brutale Gewaltmomente. Somit orientiert sich 31 in seiner Machart an die Erstlingswerke des Schock-Rockers, der mit DAS HAUS DER 1000 Leichen und der Fortsetzung THE DEVIL’S REJECTS vor allem beim horrorerprobten Zuschauer Eindruck hinterlassen konnte. Leider dürfte die Rückkehr zum Altbewährten diesmal zwar durchaus Fans der härteren Filmart zufriedenstellen; der große Coup ist mit 31 leider nicht gelungen. Horror definiert sich nicht nur durch eine lose Aneinanderreihung von möglichst heftigen Gewaltexzessen. In Zombies 31 bleiben Figuren allesamt gesichtslos, was das Treiben relativ unnahbar gestaltet, denn Sympathieträger fehlen gänzlich. Demzufolge dürfte der Zuschauer weitestgehend unberührt vom Schicksal der Helden und Bösewichte bleiben, denen es in 31 nicht gerade zimperlich an den Kragen geht.
 
 
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Gewalt als Mittel zum Selbstzweck. Das macht 31 aus, denn der Survival-Horrorfilm besitzt außer dem möglichst zeigefreudigen Ausradieren seiner Figuren nicht viel, was Erwähnung finden könnte. Leider verpufft die teils schockierende Wirkung der meisten Gewaltakte gänzlich, denn Macher ROB ZOMBIE lässt viel mit der Kamera wackeln, anstatt mal richtig draufzuhalten. So kommen zwar Nagelkeulen und Motorsägen zum Einsatz – außer viel Geschrei und Hektik bleiben jedoch die wenigsten der groß angekündigten Brutalo-Szenen in Erinnerung. Das spricht nicht gerade für den Film, der ohnehin ein großes Problem mit seiner rudimentären Handlung hat. Die wurde offensichtlich um diverse Gewalteinlagen geschrieben, schafft aber kaum Klarheit. So bleibt unbeantwortet, warum hier Menschen weggefangen und für Todesspiele missbraucht werden. Aber auch das Mysterium um die Drahtzieher der skrupellosen Organisation wird nicht gelüftet. Vermutlich will sich Zombie da wohl Stoff für mögliche Fortsetzungen offen lassen – sollte der Film sein Publikum finden.
 
 
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Letztendlich ist auch 31 einer dieser Film aus der Mache des ROB ZOMBIE, den man entweder mag oder auch nicht. Der schonungslose Überlebenskampf bewegt sich irgendwo zwischen Filmen wie RUNNING MAN und DIE INSEL DER VERDAMMTEN, überzeugt mit dreckigem 70er-Look und punktet definitiv in Sachen Atmosphäre. Hier muss man Zombie durchaus Talent aussprechen, denn 31 dürfte der wohl düsterste Streifen sein, den der zottelige Regisseur bisher auf die Leinwand gebracht hat. Leider hat auch 31 – wie die übrigen Filme des ROB ZOMBIE – ein großes Problem mit der Wortgewandtheit seiner Figuren. Vulgäres Miteinander steht hier an der Tagesordnung, was den Streifen nicht unbedingt besser macht. Das unterstreicht zwar den exploitationhaften Charakter des Horrortrips, geht aber irgendwann so ziemlich auf den Wecker. Wer darüber wegsehen kann und kein Problem mit Filmen hat, die kaum Handlung besitzen und sich von einem Gewaltmoment zum nächsten hangeln, könnte kurzweilig unterhalten werden. Große Horrorfilmkunst ist 31 definitiv nicht. Da hat man schon besseres von Herrn Zombie gesehen.
 
 
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31 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Exploitation á la carte – Ein ROB ZOMBIE-Schocker wie er im Buche steht. Mit 31 kehrt der kontroverse Macher deftiger Filmalbträume wieder zu seinen Wurzeln zurück. Der durch Crowdfunding finanzierte Schocker hat vor allem eines zu bieten: Gewalt – und davon nicht wenig. Leider dürften die Schlachtorgien nicht jedermanns Sache sein. Das liegt nicht in erster Linie an der Grausamkeit der zelebrierten Morde, sondern eher an der unruhigen Kameraführung, die Schwindelgefühle auslöst. Zombie siebter Ausflug ins Regiefach glänzt durch düstere Optik, die beunruhigt – aber auch durch nahezu kaum vorhandene Handlung. Im Mittelpunkt steht ausschließlich der Gedanke, wie man Opfer möglichst reißerisch bebildert um die Ecke bringen kann. Das kann 31 ganz gut. Zu mehr taugt der Film leider nicht, dazu ist der Streifen einzig darauf aus, die niederen Instinkte des Zuschauers zu befriedigen.
 
 
 


 
 
 

31 – Zensur

 
 
 
31 hatte es nicht leicht mit der US-Freigabebehörde MPAA. Die wollte dem Streifen in der Urfassung das kommerziell tödliche NC-17 aufdrücken. Demzufolge musste der Streifen vom Regisseur geschnitten werden (angeblich nur 4 Sekunen), um ein R-Rating erhalten zu können. Auf dieser Fassung beruht nun auch die deutsche Kinofassung.
 
 
 


 
 
 

31 – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Tiberius Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Running Man (1987)
 
Insel der Verdammten (1982)
 
Carnage Park (2016)
 
Hostel (2005)
 


Filmkritik: „Bloody Knuckles“ (2014)

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BLOODY KNUCKLES

Story

 
 
 

Die abgetrennte Hand eines Comicautors macht dessen Feinden das Leben zur Hölle.

 
 
 


 
 
 

BLOODY KNUCKLES – Kritik

 
 
 
Die Geschichte vom eiskalten Händchen mal wieder neu interpretiert. Was schon von 1964 bis 1966 in der TV-Serie THE ADDAMS FAMILY für jede Menge Lacher gesorgt hat, scheint auch Jahre nach dem TV-Kult immer noch Filmemacher zu inspirieren. So vermutlich auch Regie-Neuling MATT O’MAHONEY, der in seinem ersten Horrorfilm mit dem vielversprechenden Titel BLOODY KNUCKLES rächende Hände auf den Zuschauer loslässt. Wenn die abgetrennte Hand ein Eigenleben führt – neu ist diese Idee freilich nicht. Bereits OLIVER STONE experimentierte mit dieser Art des Grauens im Schocker DIE HAND und erschuf einen verstörenden Filmalbtraum über den gespaltenen Charakter eines Comicautors, dessen abgetrennte Hand die dunkle Seite ihres Besitzers auslebte. Weitaus humoristischer verarbeitete Regisseur RODMAN FLENDER den Stoff von den bösartigen Griffeln. In seiner Trash-Komödie DIE KILLERHAND sorgte eine besessene Hand für Durcheinander, die fernab vom guten Geschmack Irrsinn und Schabernack anrichtete. Damit machte man es Regie-Legende SAM RAIMI gleich. Der lies im legendären Splatter-Klassiker EVIL DEAD 2 nicht nur Teufel, sondern auch dämonische Hände tanzen und bannte damit Horror-Kult auf Zelluloid, der von jungen Filmemachern immer wieder gern kopiert wird.
 
 
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Genau irgendwo zwischen genannten Horrorwerken bewegt sich auch die kanadische Komödie BLOODY KNUCKLES, die sich freilich zu keiner Minute ernst nimmt. Hier gehören Ulk und Albernheiten zur Tagesordnung, was aber nicht immer hundertprozentig zündet. BLOODY KNUCKLES hat nämlich wie viele Horrorkomödien neuen Datums ein Problem: Die guten Gags gehen so ziemlich schnell aus. Im Film geht es einem respektlosen Underground-Comicautor an den Kragen. Der zeichnet mit Vorliebe politisch inkorrekte Bildergeschichten, die er dann für kleines Geld veröffentlicht. Leider gerät eines der Hefte in die Hände einer Gruppe böser Jungs, deren Anführer ein erfolgreicher chinesischer Geschäftmann ist. Als der davon Wind bekommt, wie er im Comic auf die Schippe genommen und seine Person in ein schlechtes Licht gerückt wird, platzt dem Kopf der Bande der Kragen. Was folgt ist für Comiczeichner Travis kein Zuckerschlecken. Die Ganoven lauern dem Künstler auf und hacken ihm aus Rache die Hand ab. Comic-Zeichnen ist nun unmöglich, was den Autor vor große Probleme stellt. Doch das abgetrennte Körperteil hat einen Plan. Es macht sich auf, um das Gesetz sprichwörtlich selbst in die Hand zu nehmen. So muss ein Bösewicht nach dem anderen das Leben lassen, bis Travis dem Anführer der obskuren Bande gegenübersteht. Gott sei Dank hat er Verbündete, die ihm im Kampf zur Seite stehen.
 
 
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Von Superhelden in S/M-Klamotten und grabbelnden Händen. BLOODY KNUCKLES beginnt stark und schließt mit spaßigem Finale ab. Dazwischen flimmert reichlich Blödsinn und Füllmaterial über die Mattscheibe, damit der Streifen auf Spielfilmlänge kommt. Viel Lärm um Nichts umschreibt treffend, was dem Zuschauer in diesem Indie-Horror erwartet, denn die Handlung gibt im Grunde genommen nicht genügend Stoff und Ideen her, um daraus einen Spielfilm zu machen. Dennoch hat Macher MATT O’MAHONEY die Geschichte so aufgeblasen, das man’s als Spielfilm verkaufen kann. Längen sind da natürlich vorprogrammiert, was einer Komödie nicht sonderlich förderlich ist, die eigentlich mit Späßen erheitern möchte. Natürlich sind Lacher vorhanden. Trotzdem bekommt man während des Films hin und wieder das Gefühl, als wären die krampfhaft ins Drehbuch geschrieben worden, um BLOODY KNUCKLES irgendwie den Stempel Horrorkomödie aufdrücken zu können. So wird viel Zeit damit verschwendet, eine platte Beziehung zwischen der abgetrennten Hand und ihrem Besitzer in den Fokus zu rücken. Erst ist es Ekel und Abscheu, die distanziert. Gegen Ende kann keiner ohne den anderen. Die Konsequenz: Man verbündet sich gegen das Böse und macht es einen Kopf kürzer. Selten hat man eine dämlichere Liebesgeschichte auf dem Schirm gehabt.
 
 
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Immerhin versucht BLOODY KNUCKLES viel Leerlauf mit Fäkalhumor zu vertuschen. Der hat vielerorts eigentlich kaum noch etwas mit Humor am Hut und dürfte nur jene Zuschauer hinter dem Ofen hervorlocken, die was mit niveaulosen, amerikanischen Spoof-Komödien anfangen können. Wortwitz oder Spaß mit Hirn? Fehlanzeige! Stattdessen gibt’s derbe Späße mit dem Holzhammer. Witzig ist anders. Bleibt zu erwähnen, dass die Spezialeffekte ganz brauchbar sind. Die haben trotz trashiger Umsetzung Charme. So gibt’s gleich zu Beginn eine Melt-Szene zu sehen, die alte STREET TRASH-Zeiten in Erinnerung rufen. Ob jedoch nett getrickste Schmuddelmomente einen sonst eher zu langen und substanzlosen Film unterhaltsam machen, steht auf einem anderen Blatt.
 
 
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BLOODY KNUCKLES – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
DIE HAND, EVIL DEAD 2 und DIE BESTIE MIT DEN FÜNF FINGERN – der Kanadier MATT O’MAHONEY hat sich für sein Spielfilmdebüt von großen Klassikern inspirieren lassen, über die man auch heute noch gerne spricht. Gleiches kann man von BLOODY KNUCKLES jedoch nicht behaupten, der sich eher mit plumpen Späßen über Wasser hält und kaum nennenswerte Einfälle zu bieten hat. Schenkt man dem Macher Glauben, prangert der im Film das Thema Zensur an. Dem Helden im Film wird für seine politisch nicht immer korrekten Karikaturen und Comics die Hand abgeschlagen. Regisseur MATT O’MAHONEY zieht damit Parallelen zum aktuellen Zeitgeschehen und nennt im gleichen Atemzug die berüchtigten zwölf Mohammed-Karikaturen, welche 2005 in der dänischen Tageszeitung JYLLANDS-POSTEN abgedruckt wurden. Die Veröffentlichung zog gewaltsame Proteste nach sich und entfachte eine weltweite Diskussion über die Religions-, Presse-, Kunst- und Meinungsfreiheit. Leider bleibt der brisante Thematik im Film ungehört, denn BLOODY KNUCKLES ist leider nichts für Feingeister, sondern ist einzig damit beschäftigt, sich in primitiven Belanglosigkeiten zu suhlen. Wer was mit Späßen jenseits der Gürtellinie anfangen kann, darf einen Blick riskieren. Wer eine gute Horrorkomödie mit sympathischen Charakteren und netten Einfällen erwartet, wird enttäuscht – auch wenn das Effekte-Team solide Arbeit geleistet hat.
 
 
 


 
 
 

BLOODY KNUCKLES – Zensur

 
 
 
Im Film gibt es einige Splattermomente zu sehen. Von Enthauptungen bis zum kruden Abtrennen einer Hand mit einer Handkreissäge sind einige Momente dabei, die Fans für harte Späße zufriedenstellen dürften. Wegen des komödiantischen Untertons dürfte BLOODY KNUCKLES trotz Gewalteinlagen ungeschoren durch die FSK kommen. Vermutlich aber trotzdem mit einer Freigabe für Erwachsene. Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

BLOODY KNUCKLES – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Artsploitation Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Die Hand (1981)
 
Die Killerhand (1999)
 
Hands of a Stranger (1962)
 
The Hands of Orlac (1924)
 
Mad Love (1935)
 
The Beast with Five Fingers (1946)
 


Filmkritik: „The Funhouse Massacre“ (2015)

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THE FUNHOUSE MASSACRE

Story

 
 
 

Sechs der meistberüchtigten Serienkiller übernehmen eine dieser Spukattraktionen, die sich während der Halloween-Saison in Amerika großer Beliebtheit erfreuen und richten dort ein Massaker an. Das wird ein blutiger Spaß.

 
 
 


 
 
 

THE FUNHOUSE MASSACRE – Kritik

 
 
 
Nach all den ultraharten Folterfilmen, konsequent-kaltschnäuzig durchgezogenen Rachestreifen und kaum noch zu ertragenden Found-Footage-Schnarchern ist es schön zu sehen, dass man sich um Horrorfans sorgt und sie ab und an mit leichter Kost versorgt, für die das Hirnkästchen mal eine Runde ausgeschaltet bleiben kann. Zu einer dieser Kandidaten gehört der Spass-Horror THE FUNHOUSE MASSACRE, der keinen Hehl daraus macht, dass er nur gedreht wurde, um den Genreliebhaber zu unterhalten. Rasanter Splatter-Trash mit hohem Unterhaltungswert wird hier geboten, der sich zu keiner Minute ernst nimmt und somit auf gleicher Welle schwimmt, wie bereits das von TIM SULLIVAN im Jahr 2005 inszenierte Remake des Horrorklassikers TWO THOUSAND MANIACS. Unter dem Titel 2001 MANIACS kam die Neuverfilmung vor allem wegen der ironisch-übertriebenen Zurschaustellung von Gewalt bei horrorbegeisterten Zuschauern gut an und natürlich, weil Genre-Ikone ROBERT ENGLUND in einer weiteren Paraderolle zu sehen war – Jahre nachdem er das letzte Mal als Meuchelmörder FREDDY KRUEGER auf der Leinwand Bewohner der Elm Street mit fiesen Sprüchen und scharfen Handschuh-Klauen um den Schlaf brachte. Zwar keinesfalls böse, aber dennoch humorvoll darf der mittlerweile nicht mehr ganz so frische Altstar auch in THE FUNHOUSE MASSACRE auftreten. In dieser Horror-Comedy wechselt er ausnahmsweise die Fronten und ist diesmal einer von den Guten. Englund-Fans dürfte das Wiedersehen feuchte Höschen bescheren. Doch die Freude ist nur von kurzer Dauer, denn der beliebte Schauspieler hat leider nur einen kurzen Gastauftritt im Film. Nach gerade mal zehn Minuten muss er auf unsanfte Weise das Zeitliche segnen. Da stellt sich prompt die Frage, ob es eine gute Entscheidung gewesen ist, den Kultstar zu früh von der Bühne zu nehmen. Im Falle von THE FUNHOUSE MASSACRE kann Entwarnung gegeben werden, denn auch wenn Englund nicht lang zu sehen ist, hat der Streifen jede Menge Überraschungen zu bieten – und darauf kommt’s doch letztendlich an, oder?
 
 
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Eigentlich sollte es nur eine Reportage über sechs der meistgefürchteten Verbrecher unseres Planeten werden. Doch die Reporterin hat anderes im Sinn. Statt den Leiter einer Haftanstalt (ROBERT ENGLUND) zu interviewen und Bilder von den Häftlingen zu schießen, gibt sie sich als Tochter einer der Inhaftierten zu erkennen und tötet alles und jeden. Ihr Ziel: die Bösewichte aus ihren Käfigen lassen, damit sie in Freiheit weiteres Unheil anrichten können. Selbstverständlich können die Fieslinge entkommen und flüchten zu einer dieser leicht kitschigen Spukattraktionen, die in Amerika Hochkonjunktur haben, wenn Halloween ist. So werden die Angestellten besagten Horrorhauses um die Ecke gebracht, damit die Psychopathen deren Plätze einnehmen können. Was folgt, kann sich der Zuschauer ausmalen. Ein blutiges Exempel wird statuiert. Die Besucher werden blutig ermordet und als Requisiten missbraucht. Doch eine Gruppe Freunde weiß sich zu wehren. Sie nehmen den Kampf gegen das Böse auf, um den Verbrechern ein Denkzettel zu verpassen. Liebhaber grober Schlachtszenarien wird’s freuen
 
 
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Nichts ist schlimmer als langweilige Horrorfilme, die Zeit und Nerven rauben. Wühlt man sich durch den ganzen Low-Budget-Kram, der tagtäglich in den Handel gebracht wird, muss man sich der erschreckenden Erkenntnis hingeben, dass wohl den meisten Genre-Regisseuren nicht bewusst ist, was Horrorfans eigentlich wollen. Nach guter und unterhaltsamer Abendunterhaltung dürstet es den Meisten, welche man schon lange nicht mehr von Produktionen neueren Datums erwarten kann. Dort findet eher die Formel schnellen Geldes Verwendung. Nach straffem Zeitplan und mit überschaubaren Budget werden dilettantische Drehbücher verfilmt, die von lustlosen und unerfahrenen Autoren geschrieben werden. Das Nachsehen hat oft der Zuschauer, dem langsam der Spaß am Schauen von Genrefilmen vergeht, weil Quantität vor Qualität geht. Weg vom schlechten No-Budget-Müll, hin zu erwähnenswerten Horrorfilmen, die Spaß bereiten. THE FUNHOUSE MASSACRE ist so ein Fall, dessen Handlung so schwachsinnig ist, dass man den Film allein schon deshalb nur mögen kann. Regisseur ANDY PALMER nimmt sich eines Themas an, an dem sich vor einiger Zeit der Found-Footage-Thriller HOUSES OF TERROR die Zähne ausgebissen hat: Serienmörder und Geisterbahnen. Anders als im bierernsten Wackelchaos von 2014 versucht es Palmer mit selbstironischem Humor. In THE FUNHOUSE MASSACRE haben Spaßbremsen und Moralapostel Sendepause. Hier verhalten sich alle Beteiligten derart schräg, dass kein Auge trocken bleibt. In einer Geisterbahn treten sechs skurrile Gestalten gegen grünschnäblige Jungdarsteller an, die selbstverständlich alles dafür tun, möglichst schnell über die Klinge zu springen. Im Zehn-kleine-Negerlein-Prinzip geht’s voran – selbstverständlich blutig und abwechslungsreich. Nacheinander müssen alle Hauptfiguren kreativ sterben. Von zerquetschten Köpfen bis hin zur grotesken Zahnoperation gibt es allerhand absurdes Zeug zu sehen, das jedoch so überzogen zelebriert wird, dass die Lacher dem Ekel den Rang ablaufen. Höhepunkt ist das im Titel angedeutete Massaker in dem wahllos Gäste der Horrorattraktion irgendwie um die Ecke gebracht werden. Die Kamera hält drauf, der Zuschauer ist glücklich. Weil abwechslungs- und temporeich geschlitzt, gehackt und gesäbelt wird, kommen kaum Längen auf. Ein gewisser Unterhaltungswert lässt sich da nicht streitig machen – vor allem auch deshalb, weil die Grenzen zur Slasher-Persiflage fließend sind. Manchmal tut leichte Kost Not. THE FUNHOUSE MASSACRE ist ein gutes Beispiel dafür, dass doof nicht gleichzeitig schlecht bedeuten muss. Dieser Film ist zwar nicht sonderlich helle, dafür handwerklich gelungen und rasant inszeniert. Der hohe Splatterfaktor tut sein Übriges. Dieser ist übrigens ROBERT KURTZMAN und dessen kreativem Team zu verdanken. Die haben schon einige Blutbäder in bekannten Horrorfilmen angerichtet. Darunter: FROM DUSK TILL DAWN, TEXAS CHAINSAW 3D und TANZ DER TEUFEL 2 um nur einige zu nennen. Zurück zum Massaker – Fortsetzung erwünscht!
 
 
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THE FUNHOUSE MASSACRE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Disneyland für Erwachsene. Kunterbuntes Splatterfeuerwerk mit hohem Fun-Faktor, das sich zu keiner Minute ernst nimmt. Wer Filme wie 2001 MANIACS, HATCHET oder das Remake zu NIGHT OF THE DEMONS mochte, wird diesen Film garantiert ins Herz schließen. THE FUNHOUSE MASSACRE punktet mit jeder Menge hirnfreiem Charme, trashigen Splattereffekten und einem absurdem Szenario, dass am Ende so ziemlich ins Nirwana der Absurdität vorstößt. Sechs unaufhaltsame Psychopathen – darunter ein Zahnarzt, ein Kannibale, ein Sektenguru, ein Leichenfledderer, ein Clown und eine Lolita – metzeln sich durch eine Geisterbahn und richten dabei ein lupenreines Massaker an. Mit handgemachten Splatterexzessen, Prothesen und Blutkonserven hat man nicht gegeizt. Das Interesse ausgehungerter Gore-Freunden wird damit geweckt, die sich am blutroten Metzelreigen kaum satt sehen können. Trotz hohem Blutzoll besticht THE FUNHOUSE MASSACRE durch enormen Unterhaltungswert. Hier ist immer was los und viel gequasselt wird nicht. Im Fokus stehen möglichst abgefahrene Todesarten. Darin ist der Film Weltmeister. Löblicherweise lässt sich FEDDY KRUEGER-Darsteller ROBERT ENGLUND kurz blicken und schaut nach dem Rechten. Der hatte zuletzt immer Pech bei der Auswahl seiner Rollen in drittklassigen Horrorfilmen. THE FUNHOUSE MASSACRE macht da eine Ausnahme. Der bereitet nämlich jede Menge Laune – auch wenn Englund zeitig sein Leben lassen muss. Als Partyfilm mit Bier und Freunden macht diese Splatter-Comedy definitiv eine gute Figur. Daher Hirn abschalten und genießen.
 
 
 


 
 
 

THE FUNHOUSE MASSACRE – Zensur

 
 
 
THE FUNHOUSE MASSACRE zelebriert – wie es bereits der Titel vermuten lässt – Gewalt zum Selbstzweck. Hier gibt es allerhand krudes Zeug zu sehen, dass aber durch den humoristischen Unterton nicht so hart wirkt, wie man es vermuten würde. Es werden Köpfe abgeschlagen, Zähne herausgerissen und Kehlen durchgeschnitten. Das ist aber noch längst nicht alles. Es würde wohl den Rahmen sprengen, wenn hier jede Todesart genannt werden würde. Vergleicht man THE FUNHOUSE MASSACRE mit Filmen wie HATCHET kann man sich in etwa ein Bild machen, wohin die Reise gehen wird. Mit viel Glück gibt es für den Streifen eine ungeschnittene Freigabe für Erwachsene (keine Jugendfreigabe). Aber die Wege der FSK sind auch heute noch unergründlich.
 
 
 


 
 
 

THE FUNHOUSE MASSACRE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Hatchet (2006)
 
Hatchet 2 (2010)
 
Hatchet 3 (2013)
 
2001 Maniacs (2005)
 
2001 Maniacs 2 – Es ist angerichtet (2010)
 


Filmkritik: „Frankenstein – Das Experiment“ (2015)

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FRANKENSTEIN – DAS EXPERIMENT

Story

 
 
 

Der künstlich erschaffene Adam (Xavier Samuel aus BAIT 3D) kann aus dem Labor entkommen, landet in der Welt der Menschen und stellt schnell fest, dass nicht er das eigentliche Monster ist, sondern der Mensch selbst.

 
 
 


 
 
 

FRANKENSTEIN – Kritik

 
 
 
Kaum ein Jahr vergeht, ohne dass ein neuer Film entsteht, der auf dem Roman von MARY SHELLEY basiert, den die britische Schriftstellerin in jungen Jahren geschrieben und veröffentlicht hat. Bereits im Jahre 1910 wurde das Buch FRANKENSTEIN erstmals von den EDISON STUDIOS für die Leinwand adaptiert und hat seither unzählige Verfilmungen nach sich gezogen, von denen mittlerweile niemand mehr die genaue Anzahl kennt. Viel filmisches Schindluder wurde über die Jahrzehnte mit dem Erfolgsroman getrieben, wobei vor allen in den experimentierfreudigen 1980er Jahren genug trashiges Horrorfutter für den Videomarkt produziert wurde, das kaum noch etwas mit der Originalgeschichte gemein hatte und den Fokus auf Gewalt, Blut und Spezialeffekte richtete. Gleiches gilt auch für den vorliegenden FRANKENSTEIN. Der feierte auf dem FANTASY FILMFEST 2015 Deutschlandpremiere und kam immerhin beim gewalterprobten Publikum gut an, weil er mit viel fragwürdigem Splatter die Herzen blutgieriger Gorehounds erobern konnte.
 
 
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Hinter der sehr modernen Interpretation verbirgt sich kein Unbekannter. BERNARD ROSE meldet sich nach dem Found-Footage-Schnarcher SXTAPE zurück, der mit CANDYMAN eine der wichtigsten Horrorikonen unserer Zeit erschuf und in den 90ern für CANDYMANS FLUCH reichlich Lob in Horrorkreisen erntete. Das dürfte im Falle von FRANKENSTEIN nicht so zahlreich ausfallen, denn statt eine stimmige Geschichte mit Atmosphäre und Tiefgang zu erzählen, wird geschmackloser Horror mit dem Holzhammer serviert. Rose orientiert sich – wie so viele Regisseure vor ihm – mal mehr, mal weniger lose am Buch und berichtet in seinem Film von einer desorientierten Kreatur, die sich in einer fremden Welt zurechtfinden muss und ausschließlich auf Hass, Gewalt und Verachtung stößt. Das bemitleidenswerte Wesen nennt sich Adam und wurde von Wissenschaftlern im Labor gezeugt, die eine Art Supersoldat schaffen wollten. Leider läuft das Experiment nicht nach Plan, denn die Zellteilung bereitet Probleme. Erste Komplikationen treten auf, so dass sich die Forscher dazu entschließen den künstlich geschaffenen Menschen einzuschläfern. Leider haben sie nicht mit der übermenschlichen Muskelkraft und der unbändigen Widerstandsfähigkeit ihres Testobjekts gerechnet. Das reist sich los, bringt ein paar Wissenschaftler zur Strecke und kann aus dem ungemütlichen Gefängnis entkommen. Doch die eigentliche Hölle wartet vor den Toren der Forschungsstation, denn hier draußen wird die verunsicherte Kreatur mit etwas konfrontiert, was um Längen schlimmer ist, als schmerzhafte Experimente hinter sterilen Wänden: die Bestie Mensch.
 
 
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Gute Ansätze, aber viel unnötiger Gewaltmist. Ohne Zweifel verbirgt sich hinter dieser modernen Adaption eines weltbekannten Mythos die wohl brutalste FRANKENSTEIN-Verfilmung, die die Filmwelt bis dato gesehen hat. Leider ist viel Mord und Totschlag nicht immer förderlich für einen Film, der ganz nebenbei versucht, so etwas wie Gesellschaftskritik an den Zuschauer zu bringen. Regisseur BERNARD ROSE scheint sich nicht zwischen derben Splatter-Horror und kritischem Drama entscheiden zu können, was oftmals dazu führt, dass dem Film die Ernsthaftigkeit genommen wird und die Geschehnisse ins Absurde – fast schön Lächerliche – abgleiten. So geht im Exploitation-Rausch eine nicht unterinteressante Botschaft unter, die dem Zuschauer vermitteln will, dass das grausamste und gewissenloseste aller Monster stets der Mensch selbst ist. Trotz austauschbarer Handlung und zu vielen, geschmacklosen Blutmomenten bleibt XAVIER SAMUEL im Gedächtnis. Der aus THE LOVED ONES bekannte Schauspieler verkörpert hier die Rolle eines verstoßenen Wesens, das sich in einer unterkühlten Welt nach Liebe und Zugehörigkeit sehnt mit Bravour. Samuel bewirkt im Film, dass Mitleid für eine entstellte Kreatur entsteht, die so handelt, wie man es ihr beigebracht hat. Leider ist er da aber der einzige. Die übrigen Darsteller sind kaum der Rede wert und nerven mit teils quälendem Overacting. Selbst Horror-Star TONY TODD bleibt blass. Offensichtlich hat er in der Vergangenheit an zu viel beliebigem Low-Budget-Horror mitgewirkt, dass ihm die Lust vergangen ist, sich von der besten Seite zu zeigen. Somit richtet sich der von BERNARD ROSE gedreht FRANKENSTEIN eher an ein Publikum, dem nicht die Handlung wichtig ist, sondern die Tatsache, dass möglichst viel Blut spritzt. Wem’s gefällt.
 
 
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FRANKENSTEIN – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Die Splatter-Version von FRANKENSTEIN. Ein etwas unausgegorener Mix aus Gewalt-Horror und Gesellschafts-Drama, der eine kritische Botschaft vermitteln möchte. Weil sich Regisseur BERNARD ROSE jedoch etwas zu versteift auf das Zelebrieren deftiger Splatter-Exzessen konzentriert, verliert die nicht uninteressante Gesellschaftskritik an Gewichtung und macht Platz für deftige Hausmannskost, die wohl nur bei hungrigen Gorehounds auf Zustimmung stoßen wird. Trotz guter Ansätze kann man FRANKENSTEIN keineswegs ernstnehmen, dazu spielt Macher Rose zu detailverliebt mit dem Holzhammer und verursacht damit in erster Linie Ekel statt Kontroverse. Verschenktes Potenzial.
 
 


 
 
 

FRANKENSTEIN – Zensur

 
 
 
Gute Nerven sollte man für FRANENSTEIN mitbringen, denn die gezeigte Gewalt im Film hat es in sich. Die wird roh und schonungslos auf der Mattscheibe gezeigt und reicht von eingeschlagenen Schädeln bis zum Ansägen von Hälsen mit einer Säge. Die Kamera hält in den meisten Fällen schonungslos drauf, so dass es etwas verwunderlich anmutet, dass es FRANKENSTEIN ungeschnitten nach Deutschland geschafft hat. Die FSK hat den Film in seiner kompletten Fassung passieren lassen, was wohl vor 10 Jahren undenkbar gewesen wäre. Da saßen wohl Horrorfans im Prüfungsgremium.
 
 
 


 
 
 

FRANKENSTEIN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Eurovideo Medien

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Frankenstein; Deutschland | USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1920 x 1080p) | @50 Hz

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Making-of, B-Roll, Statements, Trailer

Release-Termin: 25.05.2016

 

Frankenstein – Das Experiment [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

FRANKENSTEIN – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken & Abbildungen liegen bei Eurovideo Medien)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Roger Cormans Frankenstein (1990)
 
Frankenstein 2 – Das Monster erwacht (2011)
 
Mary Shelley’s Frankenstein (1994)
 
Bride of Re-Animator (1994)
 
Re-Animator (1985)


Filmkritik: „Southbound“ (2015)

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SOUTHBOUND – HIGHWAY TO HELL

Story

 
 
 

Auf dem Highway ist die Hölle los. Das bekommt auch eine Gruppe Durchreisender am eigenen Leib zu spüren, als sie auf einem Highway-Abschnitt durch die Mojave-Wüste schreckliche Dinge erleben.

 
 
 


 
 
 

SOUTHBOUND – Kritik

 
 
 
Man nehme makabre Kurzgeschichten, lasse sie von bekannten Genre-Regisseuren verfilmen und knüpfe sie mit einer plausiblen Rahmenhandlung zusammen, auf dass alles Hand und Fuß bekommt. Fertig ist gruseliger Anthologien-Spaß, wie er seit ein paar Jahren wieder schwer im Kommen ist. Einer der Gründe, warum sich Episoden-Horror aktuell wieder großer Beliebtheit erfreut, ist der überraschende Erfolg der V/H/S-Trilogie (Besprechungen zu Teil 2 und 3), die praktisch die Rückkehr gruseliger Kurzgeschichtensammlungen eingeläutet hat, um einer neuen Generation von Horrorfans beweisen zu können, dass auch knapp erzähltes Grauen ein flaues Gefühl in der Magengegend bescheren kann. Umso erfreulicher, dass sich die Macher genannter Anthologien-Serie ein weiteres Mal zusammengetan haben. Offensichtlich hatte man noch so manche Idee im Kopf, die man dem Zuschauer nicht vorenthalten wollte. So reihte man für SOUTHBOUND erneut deftig gewürzte Horror-Episoden aneinander, welche aber diesmal ohne das Found-Footage-Stilmittel auskommen mussten – Gott sein Dank!
 
 
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Mit dabei sind DAVID BRUCKNER und die vier kreativen Köpfe von RADIO SILENCE. Die hatten bereits jeweils ein Segment in V/H/S verfilmt und wollen noch einmal mit gleicher Rezeptur ähnliche Erfolge feiern. Neu auf dem Regiestuhl ist ROXANNE BENJAMIN. Die trat zuvor als Produzentin der Trilogie in Erscheinung und feiert mit einem selbst inszenierten Segment in SOUTHBOUND ihr Regiedebüt. Löblicherweise hat man sich bei dem neuen Horrorprojekt für herkömmlichen Filmlook entschieden und die wackelige Handkamera-Optik weggelassen. Deren exzessiver Einsatz hatte vielen V/H/S-Fans auf den Magen geschlagen, weil konfuse Kameraführung für Kopfschmerzen und Schwindel sorgten. Die wurde aus dem Film verbannt, was aber nicht heißen soll, dass SOUTHBOUND nun weniger Unruhe verursacht. Ganz im Gegenteil. Auch wenn vom Schüttelstil Abstand gehalten wurde, setzt auch das neue Werk der V/H/S-Macher einen gesunden Magen voraus. Das hat auch einen Grund, denn im Film geht es zur Freude der Gorehounds keineswegs zimperlich zu – Halleluja.
 
 
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SOUTHBOUND erzählt von der unheilvolle Reise diverser Reisender, die auf einen Highway-Abschnitt in der Mojave-Wüste mit seltsamen Vorkommnissen konfrontiert werden. So müssen zwei blutverschmierte Männer gegen fliegende Skelette kämpfen, die den Flüchtenden ans Leder wollen. Als wäre das nicht bereits sonderbar genug, verirrt sich eine Mädchenband nach einer Autopanne in das Haus ominöser Herrschaften, die – trotz spießiger Attitüde – nichts Gutes im Schilde führen. Weiter geht es mit einem tragischen Autounfall, dessen Verursacher von Mitarbeitern der Notrufzentrale am Telefon aufgefordert wird, das Leben des Unfallopfers durch eine wichtige Operation zu retten. In der Halbzeit legt sich ein bewaffneter Mann mit einer Gruppe Einheimischer an, der in einem staubigen Wüstenkaff nach der eigenen Schwester sucht. Den krönenden Abschluss bildet Home-Invasion-Horror der etwas anderen Sorte. Hier überfallen maskierte Einbrecher eine nichtsahnende Familie ohne zu wissen, dass sie mit der schrecklichen Tat das Tor zu Hölle öffnen.
 
 
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SOUTHBOUND ist ein makabrer Mix aus THE TWILIGHT ZONE und OUTER LIMITS, der genau das besitzt, was man von einem Horrorfilm neueren Datums erwartet. So gibt es neben schwarzem Humor und abgefahrenen Ideen selbstverständlich auch jede Menge Blut, handgemachte Effekte und viel unappetitliches Zeug zu sehen, das genau den Nerv des Horrorfilmfans treffen dürfte. Abwechslungsreichtum wird in diesem Episodenfilm groß geschrieben. Die Macher vermischen unterschiedliche Subgenres und vereinen Mystery-Schauer, Okkult-Horror, Home-Invasion-Thriller und Elemente des Road Movies zu schwer unterhaltsamer Horror-Unterhaltung, die kaum Längen hat. Die Segmente sind kurz und knackig, konzentrieren sich aufs Wesentliche und beeindrucken mit teils überraschendem Ausgang. Hin und wieder bleibt einem sogar das Lachen im Halse stecken, weil Gezeigtes dann doch mehr verstört als zu fesseln. So sei an dieser Stelle die Episode THE ACCIDENT genannt, in der ein übel zugerichtetes Unfallopfer nach einer grausigen Operation von seinen Leiden befreit wird. Der Goregehalt dieses Segments ist hoch, der Blutzoll deftig. Ungeübte Zuschauer halten sich am besten die Augen zu.
 
 
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Trotz unterschiedlicher Inszenierungsstile und des Gebrauchs verschiedener Subgenres wirken die einzelnen Segmente aus einem Guss. Das rührt vor allem daher, weil die Geschichten nahtlos ineinander übergehen und miteinander verknüpft sind. Alle Hauptfiguren der jeweiligen Episoden verbindet ein Schicksal. So stehen Themen wie „Schuld“ und „Vergeltung“ im Mittelpunkt der Segmente, die dem Zuschauer kurzweiliges Grauen bescheren werden. Letztendlich ist SOUTHBOUND gerade wegen der außergewöhnlichen atmosphärischen Wüstenkulisse ein Highlight unter der mittlerweile stattlichen Anzahl mehr oder weniger gelungener Horror-Anthologien. Demzufolge sprechen wir auch eine Empfehlung aus. Wer es kurz, knackig und blutig will, sollte diesen vom Teufel heimgesuchten Highway einen Besuch abstatten. Absolut sehenswert!
 
 
 


 
 
 

SOUTHBOUND – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Rabenschwarz, abwechslungsreich und ganz schön blutig. Mit makabrem Horror kriegt man den Zuschauer. Nach V/H/S nun SOUTHBOUND, der vom gleichen Team gemacht wurde und dann doch irgendwie in der Summe mehr überzeugt, als die stark verwackelten Videokassetten-Anthologien. Der Grund liegt in der anderen Machart und den kruden Spezialeffekten, die da ziemlich unverfroren auf der Mattscheibe zelebriert werden. Die Episoden sind abwechslungsreich, rasant und packend inszeniert. Zudem laufen die Segmente nahtlos ineinander und machen erst am Ende Sinn, wenn man dem Zuschauer die Auflösung präsentiert. Wer eine Vorliebe für fiese Scherze hat, ist mit SOUTHBOUND gut beraten. Wie in den vielen Folgen der beliebten GESCHICHTEN AUS DER GRUFT-Reihe mündet jede Story in einem fiesen Finale. Umso trauriger, dass der spannende wie zynische SOUTHBOUND bereits nach 90 Minuten zu Ende ist. Aber kein Grund zur Panik. Man darf davon ausgehen, dass eine teuflische Fortsetzung folgen wird. Mit noch mehr Blut und Innereien könnte es DIE Kurzgeschichtensammlung werden, an der sich alle künftigen Filme dieser Art messen lassen müssen.
 
 


 
 
 

SOUTHBOUND – Zensur

 
 
 
Kein Film für Zartbesaitete. Gerade in der dritten Episode wird es sehr unangenehm. Dort wird ein Körper aufgeschnitten und daran eine makabre Operation vorgenommen. Weiterhin gibt es aufgeschlitzte Münder, zerfetzte Köpfe, abgeschossene Hände und diverse Stichwunden zu sehen. Hierzulande hat der Film ungeschnitten eine Erwachsenenfreigabe erhalten: Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

SOUTHBOUND – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Tiberius Film (KeepCase Blu-ray)

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(c) Tiberius Film (limitiertes Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Southbound; USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 89 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow, Audiokommentar | zusätzlich im Mediabook: 24-seitiges Booklet

Release-Termin: 13.10.2016 (BD KeepCase | Mediabook)

 

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Southbound [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

SOUTHBOUND – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
V/H/S 2 (2013)
 
V/H/S 3 – Viral (2014)
 
The ABC’s of Death (2012)
 
Still 2 (2014)
 
Tom Holland’s Twisted Tales (2013)
 
P.O.E. Project of Evil (2012)
 
The Penny Dreadful Picture Show (2013)
 
5 Senses of Fear (2013)
 
Phobia 2 (2009)
 
Sanitarium (2013)
 
Scary or Die (2012)


Filmkritik: „Cabin Fever – Remake“ (2016)

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CABIN FEVER – REMAKE

(CABIN FEVER – THE NEW OUTBREAK)

Story

 
 
 

Eine Gruppe ausspannender Mittzwanziger bekommt es in einer Waldhütte mit einem fleischfressenden Bakterium zu tun, das durch Trinkwasser in den Körper gelangt. Dummerweise sind sie in der Abgeschiedenheit auf sich allein gestellt und erleiden nacheinander einen grausamen Tod.

 
 
 


 
 
 

CABIN FEVER – Kritik

 
 
 
Feingeister müssen jetzt tapfer sein, denn einer der Meister einfältiger Geschmacklosigkeiten ist zurück und hat neues Horrormaterial verbrochen. Vorgegebenes Ziel: Polarisieren! Diesmal sind es jedoch nicht bloß triviale Schauwerte und nackte Tatsachen, die Aufmerksamkeit erregen sollen. Da gab es im Vorfeld natürlich Kritik, nicht unbegründete obendrein. Warum einen Film von ELI ROTH neu verfilmen, der vor gerade einmal 15 Jahren im Kino gelaufen war. Letztendlich tat sich der kontroverse Regisseur selbst hervor, den Aufguss seines Debüts CABIN FEVER abzusegnen, voranzutreiben und zu produzieren. Bei vielen Horrorfans erntete er Unverständnis. Alte Fans hatten schnell den Braten einfach verdienten Geldes gewittert, das sich nun mal mit bekanntem Filmreihen verdienen lässt. Umso erfreulicher für Roth, der als Produzent der Neuverfilmung genug Geld für ein paar neue Autos gemacht haben dürfte.
 
 
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Weitaus weniger Ruhm: Newcomer TRAVIS ZARIWNY, dem die Regie zum Remake überlassen wurde. Der Bemitleidenswerte steht so hinter der Umsetzung eines Filmes, für den er in Horrorfankreisen, so steht zu befürchten, ausschließlich Tadel fangen wird. Ihm wurde die ungnädige Aufgabe zuteil, mit gerade einmal 1,5 Millionen Dollar Produktionsbudget den gleichen Film zu drehen, den Zuschauer bereits 2003 im Kino zu sehen bekommen haben – diesmal freilich mit anderen Schauspielern und glattgebügelter Optik. So erzählt auch der neue CABIN FEVER (der in Deutschland übrigens unter dem Titel CABIN FEVER – THE NEW OUTBREAK vermarktet wird) vom Leid stereotyper College-Absolventen, die in einer Waldhütte den Horror ihres Lebens durchleben müssen. Die wollten eigentlich dort ihren Abschluss feiern, bekommen aber ungebetenen Besuch von einem Mann, der von einem unbekannten Bakterium infiziert wurde. Tja, das Schicksal meint es nicht gut mit dem Fremden. Der endet als (kurz zumindest) lebende Fackel und lässt verängstigte Mittzwanziger zurück, die sich ebenfalls mit der mysteriösen Krankheit anstecken. Die Bedrohung lauert im Wasser, denn im See vor der Hütte vermehrt sich der Erreger in Windeseile. Leider trinken die Absolventen unwissendlich genau dieses Wasser und verleiben sich so selbst die tödlichen Bakterien ein, die sich brutal durch das Fleisch ihrer Opfer fressen.
 
 
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Kennste die Vorlage, kennste das Remake. Wer regelmäßig Neuigkeiten zu Horrorfilmen im Netz studiert, wartet vielleicht immer noch auf den vierten Teil der CABIN FEVER-Reihe. CABIN FEVER: OUTBREAK sollte eigentlich zusammen mit dem dritten Teil CABIN FEVER 3: PATIENT ZERO abgedreht werden, doch leider kam der vierte Film bisher nicht zustande. Stattdessen wurden die Pläne für ein weiteres Sequel über Bord geworfen, um Platz für einen Neuanfang schaffen zu können. Was im Vorfeld viel Trubel verursacht hat, ist letztendlich kalter Kaffee. CABIN FEVER 2016 ist so überflüssig, wie eine Grippe im Sommer. Neue Facetten, mehr Blut und neue Todesszenen – Fehlanzeige. Stattdessen wurde das gleiche Drehbuch mit abgeänderten Dialogen verfilmt, das sich vor Achtziger-Horrorstreifen wie TANZ DER TEUFEL, BRENNENDE RACHE und DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT verbeugt, aber für Kenner der Vorlage keinerlei Überraschungen oder gar Neuerungen zu bieten hat. Weil Roth im Hintergrund beteiligt gewesen ist, dürfte es niemanden wundern, dass auch die Neuinterpretation hin und wieder seine Handschrift erkennen lässt. Wie in Roths Werken üblich, darf auch in der Neuauflage sein typisch infantiler Humor nicht fehlen. Das fühlt sich manchmal befremdlich an, weil sich Roths platt-schwarzhumorige Art oftmals jenseits des guten Geschmacks bewegt. Interessanter wird es da schon bei den Spezialeffekten. Die waren bereits im Original von 2003 der eigentliche Star des Films, weil sie durch handgemachte Umsetzung bei zartbesaiteten Zuschauern für Brechreiz gesorgt haben. Selbstverständlich gibt es die auch im Remake zu sehen. Wer aber meint, dass ein Splatter-Gang nach oben geschalten wurde, irrt gewaltig. Aus Budgetgründen mussten Ekeleinlagen drastisch zurückgefahren werden, weshalb das CABIN FEVER Reboot nicht brutaler ist als Roths Debüt.
 
 
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Unterm Strich ist die CABIN FEVER-Neuauflage eine Enttäuschung – wenn man das Original kennt. Viel Neues gibt es nicht zu sehen, was das Frustpotenzial zusätzlich erhöht. Dem Zuschauer wird mit gleichen Szenenverläufen kostbare Lebenszeit gestohlen. Ein ergebnisloses Geschäft, diese Suche nach dem Sinn des Reboots. Warum musste das gleiche Drehbuch verfilmt, sich fast schon krampfhaft an der Vorlage orientiert werden?. Aus welchem Grund wurden nicht neue Todesarten in die Handlung hineingeschrieben, um zumindest abwechslungsreiche Schauwerte bieten zu können? Weshalb hat man nicht mehr Budget investiert, um CABIN FEVER 2016 spektakulärer und blutiger in Szene setzen zu können? Fragen über Fragen. Gleich noch eine: Geht Eli Roth etwa langsam die Luft aus? Bereits im kürzlich veröffentlichten KNOCK KNOCK überraschte der Filmemacher durch eine eher züchtige Inszenierung und stieß damit vor allem jenen Fans vor den Kopf, die sich von dem Thriller brutale Metzelei ohne Anspruch versprochen haben. Moment! Selbstverständlich fehlte in KNOCK KOCK der Anspruch – leider aber auch der Splatter. Wo Roth draufsteht, scheint nicht mehr unbedingt Roth drin zu sein. Demzufolge sollte man die Neuverfilmung seines auf Festivals gefeierten Virenschockers mit Vorsicht genießen, denn sonderlich erwähnenswert ist dieses Remake eigentlich nicht.
 
 
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CABIN FEVER – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Kein Film für Hypochonder. Schmuddeliger Oldschool-Horror mit ekligen Effekten und trotzdem mit Vorsicht zu genießen. Im Vorfeld äußerte Eli Roth, dass die Neuauflage seines Debüts CABIN FEVER absolut genial werden würde. Von Genialität ist das Reboot allerdings weit entfernt. Der Aufguss orientiert sich fast schon peinlich präzise am Drehbuch der Vorlage und erzählt die gleiche Geschichte mit gleichen Szenenverläufen, aber anderen Dialogen. Roths Erstling aus dem Jahr 2003 wurde mit schmalem Budget von 1,5 Millionen Dollar zum Überraschungserfolg und glänzte durch infantilem Humor, unsympathischen Protagonisten (eines der Markenzeichen des Regisseurs) und jeder Menge ekliger Effekte. Was den Film aber seinerzeit so ansprechend gemacht hat, verblasst in der Neuinszenierung gänzlich, weil ihm einfach der naive Charme fehlt, der dem Original zum Horror-Hitstatus verholfen hat. Das Remake macht zwar technisch und visuell eine gute Figur, aufgrund mangelnder Eigenständigkeit wird’s aber zumindest für alle schnell langweilig, die die Vorlage kennen. Demzufolge ist es eigentlich egal, welche der beiden Verfilmungen man sich anschaut, wenn man keine der beiden Streifen kennt. Kenner der Vorlage sollten jedoch das Remake meiden. Die werden hier nur enttäuscht. Viel Neues zu erzählen hat der recycelte CABIN FEVER leider nicht.
 
 


 
 
 

CABIN FEVER – Zensur

 
 
 
Gewalttechnisch hält sich das Remake von CABIN FEVER (deutscher Titel: CABIN FEVER – THE NEW OUTBREAK) nahe am Original. Das bedeutet, dass der Film nicht wesentlich härter ist als die Vorlage. So gibt es handgemachten Splatter zu sehen, der dann doch hin wieder eklig ausfällt. Die Protagonisten zerfallen förmlich von innen, weil es Bakterium ihrer Körper auslösen lässt. Der Reboot hat von der FSK eine Erwachsenen-Freigabe mit rotem FSK-Flatschen erhalten und ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

CABIN FEVER – Deutsche Blu-ray

 
 
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(c) Tiberius Film (Blu-ray im KeepCase)

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(c) Tiberius Film (Steelbook mit 6 Blu-rays und allen bisher veröffentlichten CABIN FEVER-Teilen)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Cabin Fever; USA 2016

Genre: Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 99 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Making of (11:24 Min.), Trailer, Trailershow

Release-Termin: 06.10.2016

 

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Cabin Fever Ultimate Edition (Blu-ray-Futurepak mit 6 Discs) – mit allen CABIN FEVER TEILEN ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

CABIN FEVER – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshot liegen bei TIBERIUS FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Condemned (2015)

Contracted (2013)

Contracted: Phase II (2015)

Thanatomorphose (2012)

Cabin Fever (2003)

Cabin Fever 2: Spring Fever (2009)

Cabin Fever 3: Patient Zero (2012)


Filmkritik: „Casting des Todes“ (2015)

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CASTING DES TODES

(CASTING OF DEATH)

Story

 
 
 
Das Casting für eine sexy Cocktail-Show läuft aus dem Ruder, weil die Kamera Dinge aufzeichnet, die sich mit bloßem Auge nicht erkennen lassen.

 
 
 


 
 
 

CASTING DES TODES – Kritik

 
 
 
Seit den Anfängen von FILMCHECKER liegen nicht nur regelmäßig Blu-rays und Screener bekannter deutsche Filmunternehmen und Vertriebe mit Horrormaterial im Briefkasten, das wir in Form von umfangreichen Kritiken auf dem Blog vorstellen. Auch deutsche Nachwuchsfilmemacher und immer häufiger ambitionierte Regisseure aus dem Ausland senden selbstständig Ansichtsmaterialien zu, mit der Bitte darüber zu berichten. Leider können wir aus Zeitgründen nur wenige dieser Projekte berücksichtigen, da sich hinter vielen der teils in Eigenregie produzierten Genrefilme ohnehin nur semiprofessioneller Amateurquatsch verbirgt, der besser im Privatarchiv schlummern sollte, statt ihn deutschen Horrorfans zuzumuten. Dass es auch anders geht, beweist CASTING DES TODES – ein blutiger Kurzfilm aus Deutschland, der beinahe ungesehen blieb, weil dahinter eine weitere Selfmade-Produktion vermutet wurde. Gott sei Dank ist der Fünfzehnminüter dann doch im Player gelandet, sonst wäre wohl die Erkenntnis nie gekommen, dass auch im deutschen Untergrund gute Horrorfilme gedreht werden.
 
 
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Splatter, Spaß und viel nackte Haut – Zutaten, die Horrorfanherzen schneller schlagen lassen. Das war wohl auch Regisseur EZRA TSEGAYE bewusst, der CASTING DES TODES um jede Menge Schauwerte bereichert hat, die Liebhaber von Horrorware nun mal erwarten. Ein ungewöhnliches Casting bietet Stoff für amüsant-trashigen Filmirrsinn, in dem der Zuschauer – laut Aussage von Hauptdarstellerin MICAELA SCHÄFER – die brutalsten Nacktszenen zu sehen bekommt, die der selbsternannte Reality-Star bisher gedreht hat. Model, Moderatorin und Schauspielerin MICAELA SCHÄFER wird in diesem Kurzfilm von zwei erfolglosen Filmemachern zu einem Vorsprechen geladen, bei dem sie für einen neue TV-Show textilfrei Cocktails mixen soll. Doch die Crew ist nicht sonderlich am Können der künftigen Moderatorin interessiert. Das Zielpublikum soll in erster Linie mit optischen Reizen verwöhnt werden, was die Bewerberin natürlich versteht. Sie streift die Kleider ab und hält zwei schlagkräftige Talente in die Kamera. Weil CASTING DES TODES jedoch ein Horrorfilm ist, dürfte klar sein, dass die Geschehnisse eine unerwartet blutige Wendung nehmen werden. Der Kameramann entdeckt Unheimliches. Sein neues Arbeitsutensil filmt nicht das, was sich vor der Linse ereignet. Stattdessen hält es Mord und Totschlag auf Video fest – mit fatalen Folgen.
 
 
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Will man Aufmerksamkeit erregen, muss man polarisieren und provozieren. Das gelingt vor allem dann, wenn man Filmrollen mit C-Prominenz besetzt, über die regelmäßig in der Boulevardpresse berichtet wird. Im Falle des Kurzfilms CASTING DES TODES dürfte die Wahl auf TV-Phänomen MICAELA SCHÄFER das Beste gewesen sein, was dieser Indie-Produktion passieren konnte. Mit Schäfer als Zugpferd hat der Film nämlich reichlich Aufmerksamkeit ernten können und wurde sogar auf diversen Festivals mit Lob überschüttet. So auch auf der LOS ANGELES HORROR COMPETITION, wo die ehemalige GERMANY’S NEXT TOP MODEL-Teilnehmerin als beste Schauspielerin nominiert wurde – und sogar gewann. Das mag tatsächlich begabte Künstler zu Recht deprimieren; trotzdem muss man lobenswerterweise hinzufügend erwähnen, dass Schäfers Auftritt in CASTING DES TODES die bisher überzeugendste Leistung ist, die man von der gebürtigen Leipzigerin zu sehen bekommen hat. Die hat zwar im Film nicht viel zu sagen – dafür sprechen nackte Tatsachen für sich. Den männlichen Fan des Genres dürfte das freuen.
 
 
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Produzent, Drehbuchautor und Regisseur EZRA TSEGAYE erklärte im Interview, dass er schon immer ein Fan fantastischer Filme gewesen ist. So prägte der Science-Fiction-Klassiker FUTUREWORLD – DAS LAND VON ÜBERMORGEN nachhaltig, den er sich im stolzen Alter von fünf Jahren allein angesehen hat, ohne dass die Mutter davon wusste. Doch damit nicht genug. Auch die Mystery-Serie TWILIGHT ZONE und Horror-Klassiker, wie DIE KÖRPERFESSER KOMMEN oder ROSEMARIES BABY verstärkten die Leidenschaft zum Film. So folgten nach Comics für die Schülerzeitung und Kurz-Trickfilmen, erste Filmversuche mit einer Super-8-Kamera, in denen er Realfilm mit Comic-Elementen verknüpfte. Gleiche Kombination findet auch in CASTING DES TODES Verwendung. Tsegaye vermischt Zeichentrick mit Realfilm, zeigt abgenutztes Videomaterial, das man sonst oft in Found-Footage-Machwerken zu sehen bekommt und garniert das kurzweilige Trash-Gebräu mit Sex, Blut und Rock ’n‘ Roll. Dank abwechslungsreicher Kameraperspektiven, chaotischen Schnitten und frechem Filmsong aus der Feder von STEFAN DITTRICH (der übrigens nicht mehr aus dem Ohr geht) bleibt CASTING des TODES länger im Gedächtnis, als manch andere Amateur-Katastrophe aus den Hinterhofgaragen von ITTENBACH, SCHNAAS & Co. Bleibt zu erwähnen, dass diesem Kurzfilm aufgrund professioneller Machart kaum noch Amateurstatus anhaftet. Umso erfreulicher, dass EZRA TSEGAYE die Idee seinen Splatter-Kurztrips ausbauen und auf die große Leinwand bringen möchte. Mit DER TEUFEL IN MIR wird das Casting des Grauens fortgesetzt – größer, blutiger, besser. Dank Crowdfunding und spendablen Geldgebern soll das Projekt mit mehr Budget, internationalen Schauspielern und natürlich MICAELA SCHÄFER für den weltweiten Filmmarkt umgesetzt werden. Ob sich bereits Hollywood die Remake-Rechte gesichert hat? Man darf spekulieren.
 
 
 


 
 
 

CASTING DES TODES – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Warum MICAELA SCHÄFER nach ihrem missratenen Auftritt in SEED 2 wieder vor die Linse darf? Ganz einfach, weil sie die neue (deutsche?) B-Movie-Ikone unserer Zeit ist. Zumindest behauptet das Produzent, Drehbuchautor und Regisseur EZRA TSEGAYE, der von der attraktiven aber auch provokanten Erscheinung der gebürtigen Leipzigerin so überzeugt gewesen ist, dass er sie für die Rolle einer naiven Castingteilnehmerin verpflichten lies. CASTING DES TODES lässt die 1980er und 90er wieder aufleben, denn die Trash-Komödie verbeugt sich mit makabren Humor und blutigen Momenten vor jenen Horror-Splatterfilme genannter Jahrzehnte. Für eine Amateur-Produktion ist Gebotenes beachtlich, denn der Low-Budget-Splatterulk hinterlässt einen guten Eindruck und schaut alles andere als billig aus. Gute Schauspieler (ja auch die Schäfer überzeugt), souveräne Inszenierung und ein Ohrwurm im Abspann garantieren 15 kurzweilige Minuten mit Appetit auf mehr. Trash-Fans sollten daher jetzt gut zuhören, denn CASTING DES TODES ist amüsant-trashiger Filmirrsinn mit hohem Fun-Faktor, der übrigens hier für kleines Geld gesehen werden kann, schließlich ist noch keine kaufbare Heimkinofassung auf physischem Medium erschienen.
 
 
 


 
 
 

CASTING DES TODES – Zensur

 
 
 
CASTING DES TODES (internationaler Titel CASTING OF DEATH) ist Splatter-Quatsch der ironischen Sorte. Die Gewaltmomente werden derart übertrieben dargestellt, dass der Kurzfilm problemlos eine FSK16 erhalten könnte.
 
 
 


 
 
 

CASTING DES TODES – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Botchco Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Staplerfahrer Klaus – Der erste Arbeitstag (2000)
 
Treevenge (2008)
 
Fist of Jesus (2012)
 


Filmkritik: „Lake Fear – See der Angst“ (2014)

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LAKE FEAR – SEE DER ANGST

(CYPRESS CREEK)

Story

 
 
 
Vier Mädels – darunter eine als Katze kostümiert (?!) – erwecken in einer Hütte im Wald das Böse. Das meint es leider gar nicht gut mit den Freundinnen und verwandelt sie in Handlanger des Teufels

 
 
 


 
 
 

LAKE FEAR – Kritik

 
 
 
Es ist immer wieder interessant zu sehen, für welch ominöse Filme Rechte gekauft werden, damit diese dann in Deutschland veröffentlicht werden können. Während immer noch viele sehenswerte Horrorklassiker vergebens auf eine digitale Auswertung warten müssen, sind es seit einigen Jahren vor allem diverse Low-Budget-Produktionen aus Übersee, die meist bescheiden synchronisiert in deutsche Händlerregal gebracht werden. G wie günstig gilt auch für CYPRESS CREEK, der hierzulande unter dem Titel LAKE FEAR – SEE DER ANGST auf DVD und Blu-ray gepresst wurde und sich in seiner Machart nicht von Amateurproduktionen unterscheidet. In ungeschliffener Indie-Optik wird die Geschichte von vier Mädchen erzählt, die sich zu einer Waldhütte aufmachen, um darin feiern zu können. Leider erwecken sie unbeabsichtigt das Böse. Das ergreift von den Schönheiten Besitz und verwandelt sie in aggressive Killerfurien. Was folgt gleicht einem Albtraum, denn Stephanie – die einzige Nichtbesessene – wird von ihren Freundinnen unermüdlich terrorisiert. Doch Hilfe ist schon auf dem Weg. Der muskelbepackte Remington eilt zur Hilfe, um dem Spuk ein Ende zu bereiten.
 
 
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Bin ich eigentlich im richtigen Film? Das dürften sich vermutlich Zuschauer fragen, die im Jahr 2013 den Reboot zu EVIL DEAD gesehen haben. LAKE FEAR ist dem Splatterfilm nicht unähnlich, denn einige Ideen aus dem Teufelstanz wurden hier ein weiteres Mal aufgewärmt. So musste die berüchtigte Teppichmesserszene aus der Neuauflage dran glauben. Die wurde kopiert und in leicht abgeänderter Form in den Film integriert. Darin spaltet sich eines der besessenen Mädchen die Zunge mit jenem Gegenstand und jagt damit der Freundin einen teuflischen Schrecken ein. Trotz billiger Machart muss man immerhin zugeben, dass LAKE FEAR zwar mit einfältigen Dialogen und teils peinlichen Kampfchoreografien den letzten Nerv rauben will; atmosphärisch ist der Streifen den meisten Low-Budget-Produktion um Längen voraus. So sollte man sich nicht vom semiprofessionellen Intro abschrecken lassen, in dem triviale Zeitraffereffekte und konfuse Musikuntermalung eher peinlich berühren, statt Gruselunterhaltung zu bescheren. Der Film kann nämlich auch anders.
 
 
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Sobald die Hütte erreicht ist, beginnt der Horror. Hier wächst LAKE FEAR zu eigentlicher Größe heran. Regisseur MICHAEL CRUM und Drehbuchautor GERALD CRUM bereichern den Streifen um Verfremdungseffekte und vielen schaurigen Kamerapositionen, die dem Streifen einen besonders morbiden Look verleihen und manch günstigen Spezialeffekt in einem ganz anderen Licht erstrahlen lassen. Doch das ist nicht alles. Eine unheimliche Geräuschkulisse ist im gesamten Film zu hören, der es immerhin gelingt für etwas Gänsehaut und kurzweilige Gruselmomente zu sorgen. Leider vermiest ein abruptes Ende die gute Laune. Das setzt unerwartet ein und legt die Vermutung nahe, dass plötzlich das Geld ausgegangen sein muss. Gerade als der Film an Fahrt gewinnt und sich der Zielgerade nähert, flimmert der Abspann noch während des Endkampfes über den Bildschirm.
 
 
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Schenkt man dem Internet glauben soll das Machwerk 8000 Dollar gekostet haben. Zumindest in diesen Belangen schwimmt der Streifen tatsächlich auf gleicher Welle, wie einst auch schon der Original-Evil-Dead aus dem Jahr 1981. Der war strenggenommen auch nicht mehr als ein Amateurfilm, ebnete jedoch Genrefan SAM RAIMI den Sprung ins ganz große Filmgeschäft. Ob den Machern von LAKE FEAR gleiches Glück ereilen wird, bleibt abzuwarten. Fakt ist jedoch, dass Regisseur MICHAEL CRUM ein Talent dafür hat, Filme nach weitaus mehr aussehen zu lassen, als sie letztendlich gekostet haben.
 
 
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LAKE FEAR – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein weiterer Film, der sich etwas zu rigoros am Splatter-Klassiker schlechthin bedient: EVIL DEAD. LAKE FEAR ist ein B-Movie mit rudimentärer Handlung, das ähnliche Geschichte erzählt, wie genannter Horrorstreifen aus der Mache von SAM RAIMI. Natürlich kann dieser Film dem Teufelstanz nicht einmal annähernd das Wasser reichen. Dazu wirkt die Inszenierung des Streifens anfänglich unbeholfen und semiprofessionell. Hat der Streifen dann endlich die richtige Richtung gefunden, kann er mit beachtlicher Gruselstimmung überzeugen, die durch experimentellen Kamerastil und bedrohlicher Soundkulisse bewirkt werden kann. Leider ist das Ende doof, weil der Film abrupt abbricht. Ob da noch eine Fortsetzung kommen wird? Mit mehr Budget und besseren Schauspielern könnte Regisseur MICHAEL CRUM spätestens dann der kopierten Vorlage ein Schritt näher kommen. Bis dahin kann Autor GERALD CRUM ja schon einmal an einem neuen Drehbuch schreiben, das ohne bei anderen Horrorhits zu stehlen, mit eigenen Ideen Gänsehaut bescheren kann.
 
 
 


 
 
 

LAKE FEAR – Zensur

 
 
 
Mal wieder wurde ein Film wegen verschiedener Trailer auf eine Freigabe ab 18 Jahre heraufgestuft. LAKE FEAR wurde von der FSK bereits ab 16 Jahren freigegeben.
Übrigens ist dem Label ein kleines Malheur passiert. Auf dem Cover der Heimkinofassung steht eine vollkommen andere Inhaltsangabe. Die gehört zum Körper-Horror FROM BENEATH (2012), der aber nicht auf der Disc zu finden ist.
 
 
 


 
 
 

LAKE FEAR – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Maritim Pictures | Edel Germany GmbH

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Cypress Creek; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1,78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 82 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Heimkinoveröffentlichung wegen Bonusmaterial: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailershow, Originaltrailer

Release-Termin: 27.11.2015

 

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LAKE FEAR – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei MARITIM PICTURTES | EDEL GERMANY GMBH

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Tanz der Teufel (1981)
 
Tanz der Teufel II – Jetzt wird noch mehr getanzt (1987)
 
Cabin of the Dead (2013)
 
ExitUs – Play it Backwards (2015)


Filmkritik: „Baskin“ (2015)

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BASKIN

Story

 
 
 
Fünf Polizisten in der türkischen Provinz freuen sich auf eine ruhige Nachtschicht, doch der Hilferuf einiger Kollegen verheißt nichts Gutes. Etwas später stehen die Fünf vor der verlassenen Ruine eines ehemaligen Polizeireviers. Auf der Suche nach ihren Kollegen begeben sie sich immer tiefer in das Kellergewölbe eines schaurigen Gebäudes. Raum für Raum entdecken sie grausame und blutige Rituale. Schon bald ist klar, dass sich die Polizisten in der buchstäblichen Hölle verlaufen haben. Ein Karussell aus grotesker, widerwärtiger Szenerie setzt sich in Bewegung und ein unerbittlicher Überlebenskampf der fünf Gesetzeshüter beginnt.

 
 
 


 
 
 

BASKIN – Kritik

 
 
 
In diesen Tagen stammen die großen Filme des Horrorgenres vor allem aus den USA, England, Spanien oder dem asiatischen Raum. Insofern ist BASKIN vom türkischen Regisseur Can Evrenol ein echter Exot. Das Filmland Türkei hat sich in der Vergangenheit quasi nur selten auf der internationalen Horror-Bühne gezeigt. Macher Evrenol korrigiert diesen Missstand und rückt direkt einen der grausamsten Spielorte seit Menschengedenken in den Mittelpunkt seines Schauerwerks: die Hölle. Doch es handelt sich bei BASKIN nicht ausschließlich um einen visuell beachtlichen, brutalen Ritt durchs Inferno.
 
 
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Zunächst nimmt sich der Film (übrigens ein Regiedebüt) genügend Zeit, um seine Charaktere vorzustellen. Der Haufen aus fünf Polizisten ist eine heterogene und authentische Gruppe aus Männern, die je nach Einstellung des Zuschauers mehr oder weniger sympathisch wirkt. Anders als in populären Horrorfilmen neueren Datums handelt es sich hier nicht um dumme Teenager, knapp bekleidete Frauen oder stereotype Charaktere, die durch ein Blutbad geschickt werden. Diese Reife schlägt sich auch im Ton des Films nieder. BASKIN verzichtet auf unnötigen Humor, Seitenhiebe oder metaphysische Kommentare über das Genre. Er ist von der ersten bis zur letzten Sekunde ein abgrundtief ernster und böser Film, der keine Gefangenen nimmt.
 
 
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Ein weiteres, sehr positives Herausstellungsmerkmal ist die Machart des Films, die weit über dem Standard westlicher Horror-Produktionen liegt. Mit einem sicheren Blick für Farben, Licht und ansprechende Bildgestaltung zeigt BASKIN direkt zu Beginn die Kompetenz, die hinter der Kamera Platz genommen hat. Die Ankunft der fünf Protagonisten im verlassenen Höllenhaus stellt einen Gangwechsel des Films dar, von hier an begibt sich der Film in eine stete Abwärtsspirale aus Wahnsinn, Blut und Gewalt. So bleibt eine spannende Sequenz in Erinnerung, in der die Polizisten vorsichtig in den Keller besagtem Hauses vordringen. Erfahrene Zuschauer dürften sich hierbei sofort an den spanischen Zombie-Hit [REC] zurückerinnert fühlen, in dem sich ein Kamerateam durch ähnliches Szenario bewegte und zusammen mit einer Spezialeinheit ein Hochhaus untersuchte, in dem ein tödlicher Virus die Runde machte. Was folgt ist ein bizarres Ritual, an dem die übrig gebliebenen Gesetzeshüter teilnehmen müssen. Hier hat man vollständig auf digitale Effekte verzichtet und dank liebevoller Handarbeit eine schleimige, dreckige und fast greifbare Atmosphäre geschaffen, die im Genre Ihresgleichen suchen dürfte. So lässt die exzellente Arbeit von Masken- und Szenenbildnern BASKIN zu einer der besten beklemmenden Höllenvision werden, die man in jüngerer Vergangenheit im Horrorkino zu sehen bekommen hat.
 
 
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Leider hat auch BASKIN mit einigen Problemchen zu kämpfen. Zu den wenigen Wermutstropfen des Films gehört ein Subplot, in dem einer der Protagonisten näher vorgestellt wird. Es ist offensichtlich, dass dieser Charakter und seine Umstände der Schlüssel für die Geschehnisse des Streifens ist. Leider bleiben die exakten Hintergründe etwas schwammig und nur schwer nachvollziehbar – bedauerlich!
 
 
 


 
 
 

BASKIN – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
BASKIN ist handgemachter Horror der besten Sorte. Er ist ein blutiges, schmutziges und widerwärtiges Horrorstück aus einem Land, das man in erster Linie nicht mit Horrorfilmen in Verbindung bringen würde. Der türkische Genrebeitrag beeindruckt mit starker Inszenierung und kompetenter Machart, die vielen westlichen Filmemachern klarmacht, worauf es beim Drehen von Horrorfilmen eigentlich ankommt. Ohne nennenswerte Schwächen befindet sich BASKIN auf dem besten Wege zum zukünftigen Kultklassiker, schließlich gelingt es Regisseur Can Evrenol mit Leichtigkeit das Publikum mit unbequemer Atmosphäre zu schockieren. Empfehlenswert.
 
 
 


 
 
 

BASKIN – Zensur

 
 
 
Seine inoffiziele Deutschland-Premiere feierte der Film im Rahmen des 1. SHIVERS-Festivals in Konstanz und wurde dort vom Publikum positiv aufgenommen. Gewalttechnisch gibt es Einiges zu sehen. In der zweiten Hälfte geht es ordentlich zur Sache und Regisseur Can Evrenol spart nicht mit starken Gewaltspitzen, die sich sogar mit sexuellen Aspekten vermischen. Da es sich nicht um eine Horrorkomödie, sondern um einen waschechten Horrorthriller handelt, hat die fragwürdige Vermischung von Sex und Gewalt von der FSK eine Erwachsenenfreigabe erhalten. „Baskin“ ist in Deutschland mit rotem KJ-Flatschen in den Handel gekommen.
 
 
 


 
 
 

BASKIN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Capelight Pictures (normale Blu-ray im Keepcase)

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(c) Capelight Pictures (Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Baskin; Türkei | USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Türkisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 97 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover und Schuber | Mediabook

Extras: Making of, Der Kurzfilm „Baskin“ (2013), Trailer | zusätzlich im Mediabook: 24-seitiges Booklet

Release-Termin: 29.04.2016

 

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BASKIN – Trailer

 
 

 
 
 

Timo Löhndorf

Mehr Kritiken von Timo gibt es auf dasnapalmduo.de zu lesen

(Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei Capelight Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Bone Tomahawk (2015)
 
Hellbound: Hellraiser 2 (1988)


Filmkritik: „Condemned“ (2015)

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CONDEMNED

Story

 
 
 
In einem leerstehenden Apartmentkomplex braut sich etwas zusammen. Weil Hausbesetzer ihre Abfälle unüberlegt in den Ausguss gießen, kann sich eine mysteriöse Seuche ausbreiten, mit der sich die Bewohner infizieren. Die macht aus den Mietern aggressive Killermaschinen, die sich selbst zerfleischen. Was folgt, dürfte Gorebauern zufriedenstellen, schließlich wird mit der Infizierung ein blutiger Splatter-Reigen eingeläutet, in dem Därme aus Körpern gerissen und Gegenstände in Schädeldecken geschlagen werden.
 
 
 


 
 
 

CONDEMNED – Kritik

 
 
 
Was waren die 80er schön, als man noch ungezwungen mit Geschichten und Spezialeffekten experimentieren konnte und sich abstruse Kreaturen, fiese Serienmörder oder hungrige Kuschelaliens durch Horrorfilme bissen, schlitzten oder fraßen. Mittlerweile muss man nach Abwechslungsreichtum im Genre suchen, denn erfahrene Zuschauer werden zustimmen: es werden immer wieder die gleichen Geschichten verfilmt. Dabei erhält in letzter Zeit vor allem das Zombie- und Virusgenre besonderen Zuspruch, obwohl der Horrorfilm mit einer vielfältigen Auswahl an Subgenres Furcht bescheren möchte. CONDEMNED ist der neuste Streifen einer Flut von immer wieder ähnlich gestrickten Zombiewerken. Im Unterschied zu den meisten dieser Filme, fällt aber ungeschliffene Optik positiv auf, die immerhin manch Schmuddelperle aus VHS-Zeiten Revue passieren lässt. So dürften vor allen Fans der kultigen TROMA-Schmiede auf ihre Kosten kommen, die eine Schwäche für obskure Typen und schlechten Geschmack besitzen. Davon besitzt CONDEMNED nämlich eine ganze Menge.
 
 
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Maya (DYLAN PENN) – ein Mädchen aus gutem Hause – kann die ständigen Streitereien im Elternhaus nicht mehr ertragen, packt ihre Koffer und reist zu Freund Dante (RONEN RUBINSTEIN aus SOME KIND OF HATE) in den Osten von New York. Der teilt sich mit anderen Hausbesetzern einen heruntergekommenen Apartmentkomplex, der seit Jahren leersteht. Einladend ist es dort keineswegs. Nicht nur das Interieur stammt von der Müllhalde; auch bei den skurrilen Bewohnern handelt es sich um menschlichen Abschaum, dem man lieber nicht im Dunkeln begegnen möchte. In diesem Haus spielen Drogen, Gewalt und Alkohol eine wichtige Rolle. Umso mehr ist man darum bestrebt, die Polizei glauben zu lassen, dass in diesem Gebäude keine Menschen leben. Leider meint es Drehbuchschreiber und Regieneuling ELI MORGAN GESNER nicht gut mit seinen ohnehin desorientierten Figuren. Die werden von einer seltsamen Seuche heimgesucht, die sich wegen mangelnder Hygiene im Haus ausbreitet. Flucht ist zwecklos, denn einer der Hausbesetzer hat das Weite gesucht und die Eingangstür des Hauses verbarrikadiert. Der Rest muss ums Überleben bangen, denn die Krankheit macht aus gesetzlosen Menschen aggressive Furien, die nur ein Ziel kennen: töten.
 
 
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CONDEMNED ist ein weiterer Horrorfilm, der anwidern und polarisieren möchte. Ganz zur Freude all jener Zuschauer, denen es im Genre nicht abartig genug zugehen kann. Hier wird viel zweifelhaftes Zeug gezeigt und nicht mit Fäkal-, Brech- sowie Tötungsmomenten gegeizt. Hinter all dem steckt mal wieder ein Newcomer, der mit Ekel und Gewalt auf sich aufmerksam machen möchte, damit er im Horrorgeschäft Fuß fassen kann. Regisseur ELI MORGAN GESNER versucht es mit rudimentärer Handlung, reichlich Trash und teils bemerkenswert schlechten Make-up-Effekten, schafft es aber mit keimiger Atmosphäre und diversen Splatter-Einlagen an so Horror-Klassiker, wie STREET TRASH, BAD TASTE oder BASKET CASE zu erinnern. Viel Substanz besitzt CONDEMNED dennoch nicht, denn bis auf dreckige Atmosphäre und viel Mord- und Totschlag besitzt der Streifen nichts, was wohl länger im Gedächtnis bleiben könnte. Zudem schien der Regieneuling über die Richtung seines Machwerks unentschlossen gewesen zu sein, weshalb sich CONDEMNED immer wieder orientierungslos zwischen rigoroser Ernsthaftigkeit, unwitzigem Klamauk und unfreiwilliger Komik bewegt.
 
 
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Unerfahrenheit im Filmemachen sowie kleines Budget sind schuld, dass CONDEMNED weit hinter den Möglichkeiten zurückbleibt, obwohl der Film im klaustrophobischen Überlebenskampf manchmal sogar den spanischen [REC] in Erinnerung ruft, in welchem ein Kamerateam von Zombies durch ein ähnliches Szenario getrieben wird. Von den Qualitäten jenes Überlebenstrips ist CONDEMNED natürlich weit entfernt, denn von einem guten Film kann hier nicht die Rede sein. Die Figuren sind durch die Bank unsympathisch und entsprechen gängiger Stereotypen, die man irgendwie nicht mehr sehen möchte oder kann. Zudem hapert es im blutigen Durcheinander oft mit der Logik. So kümmert man sich nicht um Hilfe, während Körper von seltsamen Wundmalen übersät werden. Stattdessen überlässt man sich dem eigenen Schicksal, weil alle Mieter die Konsequenzen der Polizei fürchten – klug ist was anderes. Was bleibt sind einige Gewaltmomente, die in der letzten halben Stunde über den Bildschirm flimmern, damit die triviale Handlung Spielfilmlänge erreichen kann.
 
 
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Liebe Filmemacher, habt erbarmen und lehrt uns bitte auf andere Weise das Fürchten. Ja, CONDEMNED ist eine Independent-Produktion und natürlich stand nur kleines Kapital zu Verfügung. Trotzdem hat die Vergangenheit gezeigt, dass manchmal nur eine gute Idee genügt, um daraus einen packenden Film mit kleinem Budget drehen zu können. CONDEMNED ist nichts für Feingeister und schert sich einen Deut darum irgendetwas Neues zu erzählen oder Altbewährtes interessant zu verpacken. Stattdessen versucht der Streifen einfältig am immer noch lukrativen Virus-Hype mitzuverdienen. Das ermüdet so langsam, weil seit einigen Jahren die immer gleichen Filme in die Händlerregale gebracht werden, in denen sich Menschen in willenlose (Zombie)Kreaturen verwandeln, die anschließend blutig ausgelöscht werden müssen. Demzufolge werden all jene das Weite suchen, die von Viren, Zombies und tollwütigen Menschen die Nase gestrichen voll haben. Davon gab es in den letzten zehn Jahren einfach zu viel.
 
 
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CONDEMNED – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Dreckig, versifft und garantiert geschmacklos – nach diesem Film, benötigt man dringend eine Dusche. Unappetitlicher Horror-Mix, der nicht mit Körperflüssigkeiten, menschlichem Gedärm oder Blutfontänen geizt. Auch wenn es in der zweiten Filmhälfte gewalttechnisch ordentlich zur Sache geht, ist CONDEMNED kein sonderlich sehenswerter Horrorspaß. Der Film reduziert sich hauptsächlich auf das Abhaken diverser Ekelmomente und garniert das stumpfsinnige Szenario mit groteskem Splatter. Leider erwecken die Make-up-Effekte einen kostengünstigen Eindruck. Zudem pendelt CONDEMNED unentschlossen zwischen Ernsthaftigkeit, Klamauk und unfreiwilliger Komik. Lacher bleiben aus, weil die meisten der gezeigten Geschmacklosigkeiten (TROMA lässt grüßen) nicht sonderlich witzig sind. Was bleibt ist durchschnittlicher Seuchen-Blödsinn, der einfach nur auf der momentan immer noch gefragten Virus-Welle mitreiten möchte. Überflüssig!
 
 


 
 
 

CONDEMNED – Zensur

 
 
 
Was vor einigen Jahren undenkbar durch die FSK gekommen wäre, dürfte heute locker ungeschnitten mit dem roten FSK-Flatschen in den Handel kommen. In der zweiten Filmhälfte gibt es genug blutige Sauereien zu sehen, die die Einstufung „keine Jugendfreigabe“ rechtfertigen.
 
 


 
 
 

CONDEMNED – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Cabin Fever (2002)
 
Quarantäne (2008)
 
[REC] (2007)
 
The Crazies – Fürchte deinen Nächsten (2010)