Filmkritik: „Peninsula“ (2020)

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PENINSULA

(TRAIN TO BUSAN 2)

Story

 
 
 
Der Nachfolger zum mega erfolgreichen „Train to Busan“ erzählt, wie es mit der Zombieapokalypse in Südkorea weiter geht. .
 
 
 


 
 
 

PENINSULA – Kritik

 
 
Ein großer Erfolg wird meist fortgesetzt – Diese Regel gilt nicht nur für Hollywood. Bei seinen enorm hohen Einspielergebnissen, ist es kein Wunder, dass „Train to Busan“ 2020 eine Fortsetzung spendiert bekam. Eine weitere Regel besagt zudem, dass solche zweiten Teile meist noch mehr bieten müssen. Bei „Peninsula“ wird nun genau dies zum Problem, denn der Reiz des Kritikerlieblings von 2016 bestand eben darin, dass sich das Zombie-Szenario auf engem Raum abspielte. Yeon Sang-ho wiederholt sich zwar zum Glück nicht, setzt jedoch zu sehr auf seelenlose Blockbuster-Action, die mit einem Zombiefilm kaum noch etwas gemeinsam hat.
 
 
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Der Soldat Jung-seok konnte der Zombie-Invasion auf der südkoreanischen Halbinsel gerade noch entkommen, hat dabei jedoch schwere Verluste erlitten. Vier Jahre später lebt er ein bescheidenes Leben in Hongkong, doch plötzlich melden sich ein paar Amerikaner mit einem Auftrag. Auf der Halbinsel sollen sich viele Millionen Dollar befinden und Jung-seok soll sie gemeinsam mit einem Team beschaffen. Die Hälfte der Beute soll die Belohnung sein. Doch natürlich geht alles schief und in dem Gebiet wimmelt es nur so vor Zombies. Allerdings gibt es eine weitere Bedrohung: Eine ominöse Gruppierung namens Unit 631 geht mit Menschenleben nicht gerade schonend um.
 
 
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Eine Fortsetzung von „Train to Busan“ stellt sich als schwierige Aufgabe heraus, denn einfach das Zug-Szenario zu wiederholen, wäre langweilig gewesen. Also erweitert man nun den Schauplatz auf die gesamte Halbinsel, womit man aber eben die kreative Idee des Erstlings vernichtet. Und schon hat man einen ziemlich austauschbaren Blockbuster vor sich, der vom Drehbuch her noch weniger überzeugen kann, als der ohnehin schon simple Vorgänger. Die Story erinnert nun deutlich mehr an „Mad Max 2“ und hat nicht viel zu erzählen. Ein paar Einfälle wie Kolosseumskämpfe sind zwar ganz nett, aber viel mehr hat „Peninsula“ nicht zu bieten.
 
 
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Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass die Zombies gar nicht mehr im Mittelpunkt stehen. Der neue Feind ist eher die Unit 631, die allerdings nicht so besonders interessant wirkt. Die Zombies dienen eigentlich nur noch für die Ausgangssituation und um ab und zu etwas Splatter einzubauen. Damit beraubt man dem Werk die Atmosphäre, denn bedrohlich wirkt hier fast gar nichts mehr. Noch mehr, als im bereits actiongeladenen Vorgänger, hat man es hier mit einem Actionfilm zu tun, der mit Horror wenig gemeinsam hat. Das muss nicht schlecht sein und über die Inszenierung kann man sich sicher kaum beklagen. Yeon Sang-ho hat seine Arbeit als Regisseur nämlich wieder ordentlich erledigt. Die Schauplätze sehen gut aus und lassen eine postapokalyptische Stimmung entstehen und die Action wurde rasant inszeniert. Wer sich allerdings an sehr sichtbaren CGI-Effekten stört, wird einen mächtigen Dämpfer serviert bekommen, denn immer wenn es etwas aufwendiger wird, sieht das viel zu künstlich aus. Hier wäre es sehr schön gewesen, wenn man auf handgemachte Effekte gesetzt hätte. Blut wird nebenbei natürlich reichlich vergossen, aber Gorehounds kommen eher weniger auf ihre Kosten, weil die Zombies eben nur noch eine Randnotiz sind.
 
 
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Ein weiterer Nachteil besteht aus der Figurenzeichnung. Auch hier konnte „Train to Busan“ mehr punkten, weil seine Charaktere ausgearbeitet wirkten, nicht zu künstlich waren und eine Entwicklung erfuhren. Wie das meistens bei einem Blockbuster so ist, sind die Figuren in „Peninsula“ nun recht stumpf. Es gibt zwar hier und da ein paar Sympathien, aber es bleibt austauschbar und auch der Held wird nicht lange in Erinnerung bleiben. Eine Ausnahme stellen die beiden Mädels Lee Re und Lee Ye-won dar. Dass zwei Mädchen den Kampf mit Horden von Zombies aufnehmen, ist eine coole Idee und das wurde sogar ordentlich umgesetzt. Die Hintergrundgeschichte um eine damalige Schuld wirkt hingegen aufgesetzt. Die Darsteller erfüllen ihre Aufgabe allerdings allesamt zufriedenstellend. Wären die Charaktere nicht so belanglos, wäre hier durchaus mehr möglich gewesen. So schaut man sich durch erneut knapp zwei Stunden Laufzeit, bekommt viel Action, aber keine Spannung serviert. Das langweilt nicht zu sehr, bietet aber eben nur Fast-Food-Unterhaltung.
 
 


 
 
 

PENINSULA – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
Von der Grundidee aus „Train to Busan“ ist in „Peninsula“ nichts mehr übrig geblieben. Der Film erweitert seinen Schauplatz erheblich, setzt auf reichlich Action und wirkt fast eher wie eine südkoreanische Variante von „Mad Max 2“. Die Zombies spielen eine untergeordnete Rolle. Diese andere Herangehensweise hätte nicht verkehrt sein müssen, nur leider hat der Film nicht viel zu erzählen, bietet fast nur austauschbare Charaktere und zudem überflüssig künstliche Effekte. Inszenierung und Darsteller sind gut und der Film besitzt durchaus seine unterhaltsamen Momente, aber nachhaltig ist das nicht und es hätte diese Fortsetzung einfach nicht gebraucht. Das Ergebnis ist reiner Durchschnitt, wie es leider oftmals bei zweiten Teilen der Fall ist. Wer auf stumpfe Blockbuster-Action aus ist, kann sich „Peninsula“ gut anschauen, wer eine ähnliche Qualität, wie im ersten Teil erwartet, sollte seine Erwartungen herunterschrauben!
 
 


 
 
 

PENINSULA – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Peninusla – Train to Busan 2“ ist ungeschnitten und für Zuschauer ab 16 Jahren geeignet.
 
 
 


 
 
 

PENINSULA – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) SPLENDID FILM (Blu-ray im KeepCase)

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(c) SPLENDID FILM (Blu-ray + 4K UHD im KeepCase)

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(c) SPLENDID FILM (2 Blu-rays im Mediabook)

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(c) SPLENDID FILM (4K UHD + Blu-ray + 2 Bonus Blu-rays im Digipack)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Train to Busan 2; Südkorea | China 2020

Genre: Thriller, Action, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Koreanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 116 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase mit Wechselcover | Mediabook | Digipack

Extras KeepCase-Blu-ray: Film „Peninsula“ auf Blu-ray, Original-Teaser, Original-Trailer, Making-of, Featurettes

Extras KeepCase-Blu-ray + 4K UHD: Film „Peninsula“ auf Blu-ray, Film „Peninsula“ auf 4K UHD, Original-Teaser, Original-Trailer, Making-of, Featurettes

Extras Mediabook: FSK-Umleger, 24-seitiges Booklet, Film „Peninsula“ auf Blu-ray, Film „Haunters“ auf Blu-ray, Original-Teaser, Original-Trailer, Making-of, Featurettes

Extras Digipack: Digipack im Sammelschuber, Schachtel samt FSK-Umleger, Aufnäher, 6 Kunstdrucke, Film „Peninsula“ auf Blu-ray, Film „Peninsula“ auf 4K-UHD, Original-Teaser, Original-Trailer, Making-of, Featurettes, Film „Seoul Station“ auf Blu-ray, Film „Train to Busan“ auf Blu-ray, B-Roll, Press Screening Q&A, Original Trailer, Teaser #1, Teaser #2

Release-Termin: Mediabook | Digipack | KeepCase: 26.02.2021

 

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PENINSULA – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Train To Busan (2016)
 
World War Z (2013)
 
Mad Max II – Der Vollstrecker (1981)
 
Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel (1985)
 
Mad Max: Fury Road (2015)
 

Filmkritik: „Train to Busan“ (2016)

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TRAIN TO BUSAN

(BUSANHAENG)

Story

 
 
 
Der erfolgreichste, südkoreanische Film des Jahres 2016 zeigt, was geschieht, wenn in einem Hochgeschwindigkeitszug eine Zombie-Seuche ausbricht.

 
 
 


 
 
 

TRAIN TO BUSAN – Kritik

 
 
Horrorszenarien auf engerem Raum stattfinden zu lassen, ist eine beliebte Methode. So durften z.B. Zombies oder Schlangen schon ein Flugzeug unsicher machen. „Train to Busan“ besitzt ebenfalls eine solche Grundidee und überträgt eine drohende Zombie-Apokalypse auf den Schauplatz Zug. Da das Ganze mit reichlich Tempo und Action umgesetzt wurde, kann man sich hier ordentlich unterhalten lassen, wobei Mainstream-Werke wie „World War Z“ doch etwas mehr Substanz boten.
 
 
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Der Geschäftsmann Seok-woo hat sich von seiner Frau scheiden lassen und seine Tochter Su-an lebt bei ihm. An ihrem Geburtstag würde sie gerne ihre Mutter sehen, die in Busan lebt und es gelingt Su-an ihren Vater zu einer Zugreise dorthin zu überreden. Man hat sich nur leider den falschen Zeitpunkt für die Reise ausgesucht, denn in ganz Südkorea bricht gerade eine Zombie-Apokalypse aus. An sich wäre der Zug ein sicherer Ort, wenn sich dort nicht ebenfalls jemand infiziert hätte und weitere Reisende sich zu Zombies verwandeln. Die Story basiert eigentlich wirklich nur auf der Idee, dass man Zombies in einen Zug steckt. Mehr gibt die Handlung kaum her. Man hatte ein paar Ideen, die für etwas Dynamik sorgen (z.B. greifen die Zombies ihre Opfer im Dunkeln nicht an), doch im Großen und Ganzen ist das dennoch etwas zu wenig. Schade ist zudem, dass das Drehbuch keinerlei Gesellschaftskritik bietet und das Szenario reichlich simpel schildert. Hier wäre bestimmt mehr möglich gewesen, aber dafür überzeugt die handwerkliche Arbeit umso mehr.
 
 
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Regisseur Yeon Sang-ho drehte zuvor nur Animationsfilme (u.a. den Vorgänger zu „Train to Busan“ „Seoul Station) und inszenierte hiermit seinen ersten Realfilm. Dabei versteht er es sehr gut den begrenzten Schauplatz zu nutzen und obwohl der Zug die größte Kulisse darstellt, wird hier genügend Abwechslung geboten. Sang-ho dreht mächtig an der Spannungsschraube und so wird das Geschehen mit zunehmender Laufzeit immer packender, bis es zu einem wirklich starken Finale kommt. Die Laufzeit von fast zwei Stunden hätte man zwar etwas straffen können, doch im Endeffekt wird man von „Train to Busan“ prima unterhalten. So gibt es anfangs eine etwas ruhigere Einleitung, doch nach 20 Minuten tritt Sang-ho aufs Gas und geht von diesem dann auch nicht mehr oft herunter. Da hat man schon einige sehr spannende Momente kreiert und wenig Zombies kommen dabei nicht zum Einsatz. Diese können übrigens (wie das mittlerweile Trend ist) rennen und haben nichts mit den altmodischen Viechern zu tun. Ob man das mag oder nicht, ist reine Geschmackssache. Auf jeden Fall wird für ausreichend Blutvergießen gesorgt, wobei die Freigabe ab 16 Jahren dennoch gerechtfertigt ist, denn es gibt schon deutlich deftigere Zombie-Filme. Im Finale kommt der Gorehound trotzdem auf seine Kosten und die Effekte sehen allesamt gelungen aus.
 
 
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Was „Train to Busan“ definitiv noch etwas hochwertiger macht, ist seine Figurenzeichnung. Nicht selten verkommen die Charaktere in solchen Streifen zu plumpem und doofem Kanonenfutter, doch hier ist dem nicht so. Man hat zwar wenig Gelegenheit, den Figuren große Substanz zu verleihen, aber sie verändern sich mit dem gefährlichen Szenario und das wirkt insgesamt doch ziemlich authentisch. So ist Seok-woo anfangs eher ein eingebildeter, selbstsüchtiger Geschäftsmann, der hinterher bereit ist sich aufzuopfern. Diese Zeichnungen sorgen für Sympathien und so kann der Zuschauer viel besser mit den Charakteren mitfiebern. Das Schauspiel ist nebenbei ebenfalls ordentlich. Gong Yoo wirkt am Anfang etwas nichtssagend, wird dann hinterher aber deutlich besser und Kim Su-an geht als Kinderdarstellerin ebenfalls vollkommen klar. Alle anderen Darsteller erledigen ihre Aufgabe mindestens solide.
 
 
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TRAIN TO BUSAN – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
„Train to Busan“ ist nicht der perfekte Zombie-Film geworden, für Fans solcher Werke aber dennoch völlig sehenswert. Die Handlung hätte ruhig etwas mehr Substanz haben dürfen, etwas bissiger verpackt werden dürfen und ein paar mehr Hintergründe wären ebenfalls nicht verkehrt gewesen. Außerdem ist die Laufzeit etwas zu hoch, was anfangs und zwischendurch für kleinere Längen sorgt. Immer wenn die Zombies zum Einsatz kommen, ist „Train to Busan“ allerdings reichlich spannend, was auch mit an der gelungenen Inszenierung liegt. Die Atmosphäre erfüllt ihren Zweck, die Darsteller sind gut und die Figurenzeichnung erscheint erfreulich menschlich. Das Finale ist ein echtes Highlight und ausreichend Splatter gibt es ebenfalls zu sehen. Sicher nicht frei von Schwächen, aber eine souveräne, actionreiche Erweiterung in der schier unendlichen Veröffentlichungsflut an Zombie-Streifen!
 
 


 
 
 

TRAIN TO BUSAN – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Train to Busan“ ist ungeschnitten und für Zuschauer ab 16 Jahren geeignet.
 
 
 


 
 
 

TRAIN TO BUSAN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film (Blu-ray im KeepCase)

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(c) Splendid Film (Blu-ray im KeepCase mit Bonusfilm Seoul Station)

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(c) Splendid Film (Blu-ray im Mediabook mit Bonusfilm Seoul Station – auf 2000 Stück limitiert)

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(c) Splendid Film (Blu-ray im Steelbook mit Bonusfilm Seoul Station – auf 2000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Busanhaeng; Südkorea 2016

Genre: Horror, Thriller, Action

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Koreanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 118 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase mit Wechselcover

Extras: B-Roll (12:59 Min.), Press Screening Q&A (41:44 Min.), Original Trailer (1:38 Min.), Teaser #1 (0:37 Min.), Teaser #2 (0:32 Min.), Trailershow | zusätzlich im Mediabook: Blu-ray mit dem Film Seoul Station, 24-seitiges Booklet | zusätzlich im Steelbook: Blu-ray mit dem Film Seoul Station

Release-Termin: KeepCases: 24.02.2017 | Mediabook: 03.02.2017 | Steelbook: 30.06.2017

 

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TRAIN TO BUSAN – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Peninsula (2020)
 
28 Weeks Later (2007)
 
World War Z (2013)
 

Filmkritik: „Zombie – Dawn of the Dead“ (1978)

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ZOMBIE – DAWN OF THE DEAD

(DAWN OF THE DEAD)

Story

 
 
 
Der wahrscheinlich einflussreichste und kultigste Zombie-Film aller Zeiten führt vier Protagonisten in ein Kaufhaus, in welchem sie sich gegen die drohende Apokalypse verteidigen müssen.

 
 
 


 
 
 

DAWN OF THE DEAD – Kritik

 
 
Wohl niemand hat den Zombiefilm dermaßen geprägt, wie George A. Romero. Zwar wurden Zombies auch schon weit vor 1968 thematisiert, doch Romero verpackte bissige Gesellschaftskritik mit in den Horror und so wurde schon sein Erstling „Night of the Living Dead“ zu einem Kultstreifen, der bis heute nichts von seiner Atmosphäre eingebüßt hat. Es sollte ca. zehn Jahre dauern, bis Romero seinen Ruf als Meister der Zombies ausbaute. 1978 war es soweit und „Dawn of the Dead“ (in Deutschland schlicht mit „Zombie“ oder auch „Zombies im Kaufhaus“ betitelt) erblickte das Licht der Kinoleinwände. Dieses Mal in Farbe und mit deutlich mehr Aufwand. Romero hat hier schlichtweg DEN Klassiker des Zombiefilms gedreht und er löste damit eine regelrechte Welle von ähnlichen Werken (oftmals aus Italien) aus, die sich bis Mitte/Ende der 80er Jahre erfolgreich hielt. Es gibt an diesem Film eigentlich nichts auszusetzen, denn selbst kleinere Fehler können diesem Meisterwerk nichts anhaben.
 
 

 
 
In „Night of the Living Dead“ wurde das Übel mit den Zombies eingeleitet. Seitdem ist einige Zeit vergangen und „Dawn of the Dead“ steigt mitten in ein apokalyptisches Szenario ein. Stephen arbeitet als Verkehrsberichtserstatter und bekommt deshalb die Gelegenheit mit einem Hubschrauber abzuhauen. Seine Freundin Francine kommt mit, ebenso wie die beiden SWAT-Beamten Peter und Roger. Das gesamte Land wird von Zombies überfallen und die Vier suchen nach einem sicheren Ort. Sie finden ein ganzes Einkaufszentrum, in welchem es Verpflegung im Überfluss gibt. Nachdem man ein paar Zombies aus dem Weg geräumt hat, scheint es hier sicher zu sein, doch der Schein trügt.
 
 
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Romero verstand es wunderbar seine Horrorfilme mit reichlich Gesellschaftskritik zu füllen und es ist ihm wohl niemals mehr so genial gelungen, wie in „Dawn of the Dead“. Die Idee mit dem Einkaufszentrum ist einfach perfekt und lässt so viele Deutungen zu, dass es zwangsläufig anspruchsvoll wird. Wenn die Zombies nach ihrem Tod zu dem Ort zurückkehren, der ihnen wohl trotzdem in Erinnerung geblieben ist, wenn selbst die vier Protagonisten dem Kapitalismus frönen, dann besitzt das ein Niveau, welches man im Horrorfilm sonst eher vergeblich sucht. Das Drehbuch an sich ist natürlich ziemlich simpel, doch 1978 war das noch erlaubt, denn hier war der Zombiefilm noch längst nicht so ausgelutscht, wie heutzutage. Es sind die Ideen, die auch über 40 Jahre später noch faszinieren und deshalb gibt es an der Handlung absolut nichts auszusetzen.
 
 
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Ein weiterer Punkt, der „Dawn of the Dead“ so stark macht, ist selbstverständlich sein Splatter-Gehalt. Gleich am Anfang geht es schon mächtig zur Sache und im Finale fliegen die Gedärme regelrecht durch die Gegend. Mit Tom Savini (der auch eine kleine Rolle übernahm) hatte Romero einen der besten, wenn nicht den besten Effekte-Künstler zur Verfügung und der konnte sich hier so richtig austoben. Bei den Zombies muss man kleinere Abstriche machen, denn die sind manchmal einfach nur etwas angemalt. Allerdings muss man auch beachten, dass „Dawn of the Dead“ keineswegs eine Big-Budget-Produktion war. Dafür kann sich die handwerkliche Arbeit umso mehr sehen lassen und der handgemachte Splatter kann auch heute noch ein Strahlen ins Gesicht jedes Gorehounds zaubern.
 
 
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Einen Überblick über die verschiedenen Fassungen zu bewahren, ist nicht so leicht, denn es existieren zig Schnittversionen von „Dawn of the Dead“. In Deutschland wurde er damals natürlich beschlagnahmt (was mittlerweile zum Glück rückgängig gemacht wurde) und so gab es viele gekürzte Fassungen. Zusätzlich exisitiert die Long-Version, ein Romero- und ein Argento-Cut. In der längsten Fassung läuft der Film fast zweieinhalb Stunden, doch in Deutschland ist die gängigste Version wohl die zweistündige. Diese reicht auch aus, denn nicht jede kleine Handlungserweiterung ist notwendig.
 
 
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Neben allen bisherigen Glorifizierungen, muss man den saustarken Unterhaltungwert ebenfalls loben. Dieser kommt am ehesten zustande, weil der Aufbau so genial geraten ist. Ohne eine richtige Einleitung geht es sofort zur Sache und schon in der ersten Viertelstunde kommt es zu genügend Action. Im mittleren Teil wird es dann etwas ruhiger und hier kommt sogar eine richtige Feel-Good-Stimmung auf. Wenn die vier Protagonisten es sich im Einkaufszentrum gut gehen lassen, kann man das als Zuschauer bestens nachvollziehen und ist fast schon neidisch auf diese Situation. „Dawn of the Dead“ ist nicht einfach nur eine brutale Schlachtplatte geworden, er macht zeitweise auch einfach sehr viel Spaß und ist unerwartet locker. Natürlich ist die Gefahr keineswegs vorüber und so bahnt sich ein Finale an, welches wirklich alle Register zieht. Hier gibt es nochmals reichlich Splatter zu sehen und es kommt eine gute Portion Spannung auf. Egal ob nun 120 oder 140 Minuten – Der Unterhaltungswert ist perfekt. Keine Sekunde scheint überflüssig und dass einem der Film trotz seiner Kurzweiligkeit manchmal etwas lang vorkommt, sorgt nur für ein noch epischeres Gefühl.
 
 
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Bei den Darstellern braucht man nicht unbedingt nach Perfektion zu suchen, wobei trotzdem jeder sehr ordentlich spielt. Besonders David Emge besitzt ein paar Momente, die etwas holprig wirken, doch das stört niemals. Ken Foree sieht man sehr gerne zu und sein Mitwirken erbrachte ihm in Horrorkreisen hinterher einen gewissen Kultstatus. Auch Scott H. Reiniger besitzt eine ordentliche Ausstrahlung und Gaylen Ross macht das Quartett souverän voll. Alle anderen Darsteller besitzen nur kleinere Rollen und stehen nicht im Mittelpunkt, doch auch hier wurde viel Aufwand betrieben und man hat sehr große Massen an Statisten etc. versammelt. Dass „Dawn of the Dead“ überhaupt Spannung erzeugen kann, liegt selbstverständlich auch an einer gelungenen Figurenzeichnung. Die vier Hauptcharaktere sind nicht perfekt, besitzen ihre Ecken und Kanten, verhalten sich manchmal auch ein wenig dämlich, doch sie funktionieren als Menschen, sind sympathisch genug und man kann mit ihnen mitfiebern. Hier wurde nahezu alles richtig gemacht.
 
 
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Einen kleinen Extra-Absatz verdient zum Schluss noch der tolle Soundtrack der italienischen Progressive-Rock-Band Goblin, die schon so manch einen Film mit ihrer Musik verfeinert hat. Es ist also kein Wunder, dass oftmals auf den Soundtrack zurückgegriffen wird und die Musik oft zu hören ist. Die Melodien prägen sich sofort ein, wurden sogar für andere Zombiefilme später erneut verwendet und alleine wenn man diese Musik hört, ist das Feeling vom Film sofort wieder da. Und wenn dann noch das offene Ende folgt, kann man noch heute eine Gänsehaut bekommen.
 
 
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DAWN OF THE DEAD – Fazit

 
 
 
10 Punkte Final
 
 
So stark, wie bei „Dawn of the Dead“ war George A. Romero nie wieder. Zwar war auch „Night of the Living Dead“ sehr gut und die beiden Nachfolger „Day of the Dead“ und „Land of the Dead“ („Diary of the Dead“ und „Survival of the Dead“ werden hier bewusst verschwiegen) konnten ein tolles Niveau halten, aber hiermit hat Romero wirklich sein Meisterwerk erschaffen. Es fängt schon bei der genialen Handlung an, die beweist, dass man mit simplen Ideen ein perfektes Drehbuch schreiben kann. Weiter geht es mit einer tollen Inszenierung und einer handwerklich hervorragenden Arbeit, der man es überhaupt nicht anmerkt, dass das Budget nicht so groß war. Dann wären da natürlich die zahlreichen Effekte, die reichlich Splatter bieten, welcher auch heute noch toll aussieht. Dass der Film kleinere Macken, keine perfekten Darsteller und auch ein paar etwas dümmliche Verhaltensweisen der Figuren besitzt, macht ihn eigentlich nur noch sympathischer. Der Unterhaltunswert könnte höher nicht sein und der fabelhafte Soundtrack rundet das Ganze ideal ab. „Dawn of the Dead“ ist auch über 40 Jahre später noch ein actionreicher, spannender, aber auch amüsanter, lockerer und vor allen Dingen echt brutaler Zombiefilm, der seinen Kultstatus zurecht erlangt hat, eine unschlagbare Atmosphäre besitzt und wohl den besten Zombiefilm aller Zeiten darstellt!
 
 


 
 
 

DAWN OF THE DEAD – Zensur

 
 
 
„Zombie – Dawn of the Dead“ hatte in Deutschland eine bewegte Zensurvergangenheit. Der Film lief damals in einer leicht gekürzten Fassung in den deutschen Kinos, die auf dem Argento Cut beruhte. Letzterer wurde in allen europäischen Ländern veröffentlicht, während der sogenannte Romero Cut in englischsprachigen Ländern sowie Nord- und Südamerika herausgebracht wurde. Beide Fassung unterscheiden sich in Musik und Alternativszenen. Die erste deutsche VHS von Marketing Film war um fast 13 Minuten geschnitten und wurde 1983 indiziert. Es folgte eine Neuauflage von VPS, die zwar mehr Handlung enthielt aber in sämtlichen Gewaltszenen zensiert wurde. 1991 wurde die erste VHS von Marketing Film beschlagnahmt. Es folgten diverse Indizierungen und Beschlagnahmungen aller erdenklicher Fassungen und Veröffentlichungen, die in Deutschland und im Ausland herausgebracht wurden. Erst das Label Astro veröffentlichte „Zombie – Dawn of the Dead“ zum ersten mal im ungekürzten Argento Cut auf Laser Disk und VHS. Das Label Laser Paradise zog nach und brachte selbigen auf DVD heraus. Während der Klassiker in den letzten Jahren mehrfach ungeschnitten im deutschsprachigen Ausland auf DVD und Blu-ray ungeprüft veröffentlicht wurde, passierte im Januar 2019 in Deutschland ein Wunder. Dort wurde die Beschlagnahme von „Zombie – Dawn of the Dead“ nach 28 Jahren aufgehoben. Es folgte Index- und Listenstreichungen diverser Fassungen. Ende Mai 2019 wurde der Argento Cut neu von der FSK geprüft und mit „Keine Jugendfreigabe“ bewertet. Demzufolge dürfen die „Zombies im kaufhaus“ nun auch zum ersten mal auch dort ungeschnitten verkauft werden. Das nahm das Label Koch Film zum Anlass, um „Zombie“ erstmalig auf Blu-ray zu releasen. Hierzu hat der Käufer die Qual der Wahl zwischen vielen tollen Veröffentlichungen mit massig an Bonusmaterial!
 
 
 


 
 
 

DAWN OF THE DEAD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Koch Films (Blu-ray im KeepCase)

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(c) Koch Films (1 UHD + 2 Blu-rays im Mediabook – Cover A)

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(c) Koch Films (1 UHD + 2 Blu-rays im Mediabook – Cover B)

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(c) Koch Films (1 UHD + 3 Blu-rays in der Retro-Edition – Cover B)

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(c) Koch Films (1 UHD + 3 Blu-rays in der Retro-Edition – Cover B)

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(c) Koch Films (1 UHD + 6 Blu-rays + 1 CD in der Limited Special Edition)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dawn of the Dead; Italien | USA 1978

Genre: Thriller, Horror, Drama, Klassiker

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 119 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase mit Wechselcover, Mediabook, VHS-Verpackung, Sammlerbox

Extra – KeepCase: Unzensierte Argento-Fassung auf Blu-ray, Audiokommentar von Komponist Claudio Simonetti (Englisch, Optionale Deutsche Untertitel), Englische Trailer, Deutsche Trailer, TV-Spots, Trailer Europäische Fassung, Radio Spots

Extras – Mediabook: Unzensierte Argento-Fassung auf Blu-ray, Audiokommentar von Komponist Claudio Simonetti (Englisch, Optionale Deutsche Untertitel), Englische Trailer, Deutsche Trailer, TV-Spots, Trailer Europäische Fassung, Radio Spots 18-seitiges Booklet mit einem Text von Peter Osteried, Interview mit Regisseur George A. Romero, Interview mit Produzent Dario Argento, Interview mit Make-Up-Artist Tom Savini, Interview mit Stuntman Taso Stavrakis, Interview mit Filmemacher Nicolas Winding Refn, Bela B. trifft George Romero, Über die italienische Fassung, Bildergalerie, 4K-UHD-Fassung des Argento Cuts

Extras – VHS Retro Edition:Unzensierte Argento-Fassung auf Blu-ray, Audiokommentar von Komponist Claudio Simonetti (Englisch, Optionale Deutsche Untertitel), Englische Trailer, Deutsche Trailer, TV-Spots, Trailer Europäische Fassung, Radio Spots, Interview mit Regisseur George A. Romero, Interview mit Produzent Dario Argento, Interview mit Make-Up-Artist Tom Savini, Interview mit Stuntman Taso Stavrakis, Interview mit Filmemacher Nicolas Winding Refn, Bela B. trifft George Romero, Über die italienische Fassung, Bildergalerie, 4K-UHD-Fassung des Argento Cuts, Jörg Buttgereit und Kai Nowak über „Zombie“ in Deutschland, Biennale 2016 Pressekonferenz, Biennale 2016 Einführung, Deutscher TV-Beitrag über die Dreharbeiten, Home Videos mit Kommentar von Robert Langer, Home Videos mit Kommentar von Ralph Langer, Monroville Mall Tour, Super-8-Fassung

Extras – Special Limited Edition: Edler Schuber mit Titel in Heißfolienprägung und Spotlackierung, 28-seitiges Booklet in DINA4, Nachdruck des Deutschen Pressehefts in DINA4, 2 einseitig bedruckte Filmplakate (89×59 cm), 6 hochglanz Art-Cards (32×32 cm), Unzensierte Argento-Fassung auf Blu-ray, Audiokommentar von Komponist Claudio Simonetti (Englisch, Optionale Deutsche Untertitel), Englische Trailer, Deutsche Trailer, TV-Spots, Trailer Europäische Fassung, Radio Spots, 4K-UHD-Fassung des Argento Cuts, Vollbild Argento-Fassung in HD, US-Kinofassung in HD (Romero Cut), Extended Cannes-Fassung in HD, Interview mit Regisseur George A. Romero, Interview mit Produzent Dario Argento, Interview mit Make-Up-Artist Tom Savini, Interview mit Stuntman Taso Stavrakis, Interview mit Filmemacher Nicolas Winding Refn, Bela B. trifft George Romero, Über die italienische Fassung, Bildergalerie, Jörg Buttgereit und Kai Nowak über „Zombie“ in Deutschland, Biennale 2016 Pressekonferenz, Biennale 2016 Einführung, Deutscher TV-Beitrag über die Dreharbeiten, Home Videos mit Kommentar von Robert Langer, Home Videos mit Kommentar von Ralph Langer, Monroville Mall Tour, Super-8-Fassung, Soundtrack-CD

Release-Termin: KeepCase | Mediabooks | Retro-VHS-Edition | Limitied Special Edition: 17.12.2020

 

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Zombie – Dawn of the Dead [1 UHD + 2 Blu-rays im Mediabook – Cover B] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

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DAWN OF THE DEAD – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Koch Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Die Nacht der lebenden Toten (1968)
 
Zombie 2 – Day of the Dead (1985)
 
Land of the Dead (2005)
 
Diary of the Dead (2007)
 
Survival of the Dead (2009)
 

Filmkritik: „Yummy“ (2019)

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YUMMY

Story

 
 
 
Der Besuch in einem osteuropäischen Krankenhaus für Schönheitsoperationen endet in einem blutigen Gemetzel, als sich Zombies dazu gesellen.

 
 
 


 
 
 

YUMMY – Kritik

 
 
Irgendwann kommt jedes Land mal mit seinem eigenen Zombiefilm. Also warum nicht auch mal Belgien? Außer Mode scheinen diese Streifen sowieso nicht mehr zu geraten, also kann man gar nicht viel falsch machen, wenn man nur genügend Splatter bietet. In Zeiten, in denen aber gefühlt jeder zweite Vertreter des Zombiefilms als augenzwinkernde Komödie erscheint, tut es gut, dass „Yummy“ mal wieder den altmodischen Funsplatter bedient und das macht er sogar richtig ordentlich.
 
 
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Alison ist von einem zu großen Vorderbau geplagt, aber da Schönheitsoperationen so teuer sind, fährt sie mit ihrem Freund Michael nach Osteuropa, um sich dort die Brust verkleinern zu lassen. Was niemand ahnt: Die Klinik nimmt kostenlose Abtreibungen vor, um mit den Föten Experimente durchzuführen. Als Michael versehentlich eine festgeschnallte Frau los macht, die mit einem Virus infiziert ist, wimmelt es schon bald in der gesamten Klinik nur so vor Zombies.
Obwohl einem hier am ehesten eine weitere von zig Zombie-Varianten geboten wird, ist das Drehbuch im Falle von „Yummy“ sogar halbwegs originell, denn der Schauplatz passt einfach wie die Faust aufs Auge. Da sind sogar anfangs ein paar Seitenhiebe gegen den Schönheitswahn mit drin, bevor es dann zum splatterigen Spaß übergeht. Aus dem Schauplatz und der Prämisse hat man jedenfalls eine ganze Menge gemacht und man hatte durchaus amüsante Ideen, weshalb jeder Zombiefan mit dieser Story gut leben können wird.
 
 
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Erfreulich ist allerdings auch, dass „Yummy“ nicht als reine Komödie daherkommt. Es gibt immer mal wieder Gags, die zum Schmunzeln einladen und auch etwas alberner Natur sind, aber ansonsten sind es vor allen Dingen die bizarren Ideen, die hier für Spaß sorgen. Etwa wenn da eine Penis-Prothese zum Einsatz kommt oder aber auch der Gebrauch von Körperfett (Yummy eben) den Bildschirm ziert. Das, was wohl alle Zombiefans sehen wollen, nämlich reichlich Splatter, ist hier auf jeden Fall gegeben und die Effekte sind dabei herrlich altmodisch von Hand gemacht. Nur ganz wenig stammt aus dem Computer und so macht das Gemetzel gleich noch mal deutlich mehr Spaß. Übrigens ist auch der Bodycount erfreulich hoch und hält sich keineswegs zurück. So kann man sich hier über die 90 Minuten Laufzeit ordentlich unterhalten lassen. „Yummy“ begeht nicht den Fehler einer zu langen Einleitung und kommt nach dem sympathischen Start schnell in die Gänge. Gerade weil die beiden Hauptcharaktere einigermaßen charismatisch erscheinen, ergibt sich im weiteren Verlauf sogar eine gewisse Spannung. Man nimmt sich nie zu ernst, geht aber auch nicht konsequent lächerlich zur Sache und diese Mischung sorgt für Abwechslung.
 
 
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Dass das nicht perfekt ist, liegt am ehesten daran, dass man solche Szenarien einfach schon zu oft geboten bekam und auch die Figurenzeichnung macht es sich hier relativ einfach. Nicht jeder wirkt da besonders markant und auch nicht alles erscheint besonders logisch. Wenigstens kann man sich aber nicht über die Darsteller beklagen. Maaike Neuville und Bart Hollanders funktionieren als Sympathieträger ganz gut und auch alle anderen agieren zweckdienlich, mal mehr, mal weniger übertrieben. Aus handwerklicher Sicht ist ebenfalls alles im grünen Bereich. Dass kein riesiges Budget zur Verfügung stand, erkennt man aufgrund der etwas monotonen Kulissen schon, aber Regisseur und Drehbuchautor Lars Damoiseaux gelingt es meist dies mit genügend Blutvergießen zu kaschieren. Und das Ende kommt dann auch noch mal mit einer geballten Portion schwarzem Humor daher, so dass man hier nicht den kompletten Standard bedient.
 
 


 
 
 

YUMMY – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
„Yummy“ ist ein brauchbarer Vertreter des Funsplatters, der sich nicht als reine Komödie versteht und deshalb ab und zu auch mal etwas Spannung aufkommen lässt. Vor allen Dingen sind es aber die schön abgefahrenen Ideen, welche es immer wieder zu reichlich Splatter kommen lassen, die hier zu gefallen wissen. Und natürlich die hübschen Effekte. Die Grundprämisse ist erfrischend und selbst wenn das hinterher wieder nur einen gewissen Standard bedient, gab es genügend eigenständige Ideen. Aus handwerklicher Sicht ist alles in Ordnung, die Darsteller sind gut und über die etwas magere Figurenzeichnung kann man hinweg sehen. Wer mal wieder ein amüsantes, blutiges und etwas geschmackloses Zombie-Spektakel braucht, ist bei „Yummy“ jedenfalls an der richtigen Adresse.
 
 


 
 
 

YUMMY – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Yummy“ ist zwar ungeschnitten und frei ab 18 Jahren. Dennoch hatte es der Film bei seiner ersten FSK-Prüfung nicht leicht. Das Label Busch Media reichte den Streifen für die Heimkinoauswertung bei der FSK zur Prüfung ein und kassierte zunächst statt der erhofften Altersfreigabe eine Ablehnung – die Gewalt war den Prüfern zu zeigefreudig. Ein groteskes Unterfangen, zumal der Trailer bereits erkennbar darlegte, dass der Film die Zombiethematik auf deutlich humorige Weise verarbeitete. Doch das Label ließ sich nicht beirren und ging in Berufung. Mit tatkräftigen Argumenten konnte man die FSK überzeugen und erhielt für die Heimkinofassung in der ungeschnittenen Fassung die Kennzeichnung: keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

YUMMY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Busch Media Group (KeepCase Blu-ray)

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(c) Busch Media Group (Mediabook DVD + Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Yummy; Belgien 2020

Genre: Horror, Thriller, Action, Komödien

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, O-Ton DTS-HD MA 5.1 (O-Ton = Flämisch, Englisch)

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 89 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Original Trailer, Deutscher Trailer, Trailershow | zusätzlich im Mediabook: 2 exklusive Kurzfilme von Regisseur Lars Damoiseaux, Director’s Diary, Promo Videos, Booklet

Release-Termin: Mediabook + KeepCase: 23.10.2020

 

Yummy [Bluray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Yummy [2 Blurays im Mediabook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

YUMMY – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Busch Media Group)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Braindead (1992)
 
Planet Terror (2007)
 
Dead Snow: Red vs. Dead (2014)
 

Filmkritik: „Blood Quantum“ (2019)

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BLOOD QUANTUM

Story

 
 
 
In „Blood Quantum“ gibt es eine weitere Zombie-Apokalypse zu sehen, nur mit dem Unterschied, dass dieses Mal Indianer immun gegen das Virus sind.

 
 
 


 
 
 

BLOOD QUANTUM – Kritik

 
 
Die Zombiefilm-Varianten hören wirklich nicht auf, aber es ist zur Abwechslung auch mal ganz schön, dass mit „Blood Quantum“ wieder ein ernster Vertreter mit an Bord ist, der teilweise sogar ein wenig auf Romero’s „Night of the living Dead“ Pfaden wandelt. Leider ist das Endresultat dann nur eindeutig zu wenig spannend geraten, um hier eine höhere Wertung zu zücken.
 
 
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In einem Indianer-Reservat in Kanada gehen merkwürdige Dinge vor sich. Tote Tiere fangen plötzlich wieder an zu leben und es dauert nicht lange, da verhalten sich auch die Menschen sehr aggressiv. Ein sechsmonatiger Sprung in die Zukunft zeigt: Die Zombie-Apokalypse ist über die Menschen eingebrochen. Allerdings sind die Indianer gegen diese Krankheit immun und konnten sich so erfolgreich verschanzen. Dort draußen gibt es jedoch weitere Überlebende und jeder Nicht-Indianer, den man hineinlässt, stellt eine potenzielle Gefahr dar. Genau dieses Spiel mit den Rassen erinnert dann auch einigermaßen an „Night of the living Dead“. Dass die Miꞌkmaq immun sind, ist eine interessante Idee, aus der man jedoch viel mehr herausholen hätte können. Die gesellschaftskritischen wie auch sozialkritischen Töne sind nämlich höchstens eine Randnotiz. Ein paar Male bekommt man mit, dass die Story an sich ihren Anspruch besitzt, ansonsten wird aber auch nur ein konventionelles Zombieszenario erzählt und gerade weil es davon schon tausende gab, wäre hier ein wenig mehr Mut zur Andersartigkeit echt nicht verkehrt gewesen.
 
 
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Immerhin ist mit Regisseur Jeff Barnaby ein echter Miꞌkmaq für den Film verantwortlich, was schon mal für Authentizität sorgt. Nebenbei hat er auch für eine indigene Besetzung gesorgt, was an den Darstellernamen wie Michael Greyeyes oder Elle-Maija Tailfeathers auch nicht schwer zu erkennen ist. Dies sorgt ebenfalls für Pluspunkte, denn so kommt das gesamte Szenario doch reichlich glaubwürdig daher. Über die handwerkliche Arbeit kann man sich kaum beklagen. Da gibt es besonders am Anfang und am Ende ein paar wunderschöne Kamerafahrten über die Landschaft, die Kulissen sind abwechslungsreich und der Horror wurde ebenfalls gut in Szene gesetzt. Die Atmosphäre gibt sich meistens ordentlich ernst und wirkt desöfteren auch recht dramatisch, was für eine dichte und bedrohliche Stimmung sorgt. Nur der gelegentliche Anflug von Humor in Form von amüsanten Sprüchen wirkt da etwas fehlplatziert. Über die Darsteller kann man sich ebenfalls nicht beklagen. Sie müssen keine Höchstleistungen präsentieren, wirken jedoch markant genug, um nicht sofort in Vergessenheit zu geraten, selbst wenn die Figurenzeichnung teilweise etwas zu dünn ist und es nicht verkehrt gewesen wäre die Hauptfiguren noch stärker in den Fokus zu rücken.
 
 
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Am schwächsten ist leider der Unterhaltungswert geraten und das ist für einen Horrorfilm niemals förderlich. Besonders der Anfang macht es dabei echt gut. Hier wird ganz langsam Spannung aufgebaut und wenn der elektronische Score das dezent begleitet, dann entsteht eine schön unheimliche Atmosphäre. Doch dann folgt der Bruch und hier hat man es sich zu leicht gemacht. Plötzlich sind Monate vergangen und die Zombies haben sich schon überall verbreitet. Nun muss man erneut in das Szenario hineinkommen, weshalb es streng genommen zwei Einleitungen gibt und das wäre hier nicht nötig gewesen. Obwohl es von da an immer mal Angriffe der Zombies gibt und die Mischung aus Horror und Drama relativ ausgewogen ist, kommt leider niemals so richtig viel Spannung auf. Dafür besitzt das Treiben dann im Endeffekt doch zu wenig Substanz. Der Gorehound kann sich immerhin noch über eine gute Menge an Splatter erfreuen, der überwiegend auch gut getrickst wurde. Wenigstens stammt hier nahezu alles von Hand und der Härtegrad ist für einen Zombiefilm definitiv ausreichend.
 
 
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BLOOD QUANTUM – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
„Blood Quantum“ schafft es auf jeden Fall dem Zombiefilm eine weitere Facette zu verleihen und mit seinen leicht sozialkritischen Tönen ist er sogar dem großen Romero auf den Fersen, aber im Endeffekt bekommt man dann doch nur wieder eine relativ konventionelle Variante geboten, die sich scheinbar nicht genügend traut völlig anders zu sein. An sich nicht weiter tragisch, da die handwerkliche Arbeit stimmt, die Darsteller etwas taugen und es auch genügend Splatter zu sehen gibt. Schade ist da eigentlich nur, dass der Film niemals so richtig an Tempo gewinnen will, deshalb nicht spannend ist und zu viele Längen besitzt. Für Freunde der ernsteren Zombieunterhaltung ist „Blood Quantum“ aber dennoch eine Sichtung wert, denn gut gemacht, ist er allemal!
 
 


 
 
 

BLOOD QUANTUM – Zensur

 
 
 
Die Veröffentlichung von „Blood Quantum“ hat von der FSK in der ungeschnittenen Fassung die Einstufung „keine Jugendfreigabe“ erhalten. Filmsammler können daher bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

BLOOD QUANTUM – Deutsche Blu-ray

 
 
 
blood-quantum-2020-bluray-keepcase

(c) Koch Films (KeepCase Blu-ray)

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(c) Koch Films (DVD + Blu-ray im limitierten Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Blood Quantum; Kanada 2019

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 96 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Trailer, Making Of, Interviews, Q&A | zusätzlich im Mediabook: Booklet, Film auf DVD

Release-Termin: Mediabook: 24.09.2020 | KeepCase: 24.09.2020

 

Blood Quantum [Blu-ray + DVD im Mediabook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Blood Quantum [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

BLOOD QUANTUM – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Koch Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
28 Days Later (2002)
 
The Cured – Infiziert. Geheilt. Verstoßen. (2017)
 
Anger of the Dead (2015)
 
The Rezort (2015)
 
Hostile (2017)
 
The Day – Fight. Or Die (2011)

Filmkritik: „American Zombieland – Angriff der Fettarsch-Zombies“ (2020)

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AMERICAN ZOMBIELAND – ANGRIFF DER FETTARSCH-ZOMBIES

(FAT ASS ZOMBIES)

Story

 
 
 

Wenn in Amerika die Zombie-Apokalypse ausbricht, bedeutet das zwangsläufig, dass es viele fette Zombies geben muss. Deshalb wurde es höchste Zeit, dass es mal einen Film namens „Fat Ass Zombies“ gibt, in dem die Fettarsch-Zombies Jagd auf Menschen machen.

 
 
 


 
 
 

AMERICAN ZOMBIELAND – Kritik

 
 
 
Im Zombie-Genre wurde eigentlich alles gesagt. Selbst die komödiantischen Vertreter haben schon gefühlt jede Prämisse durch und dennoch wird besonders der Heimkino-Markt immer noch mit zahlreichen Varianten bombardiert. Bei einem Titel wie „American Zombieland – Angriff der Fettarsch-Zombies“ oder im Original „Fat Ass Zombies“ ist nun wirklich nicht mit hoher Qualität zu rechnen. Umso überraschender ist, dass dieses kleine Filmchen doch origineller daherkommt, als man erwarten durfte.
 
 
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Sam träumt davon mal ein großer Horror-Regisseur zu werden, aber seine Zombiefilme erreichen nicht mal Amateur-Niveau und deshalb ist es undenkbar, dass ein Festival seine Werke spielen würde. Als aber eines Tages eine echte Zombie-Apokalypse in der Kleinstadt ausbricht, wittert Sam seine große Chance. Zusammen mit weiteren Überlebenden schnappt er sich seine Filmausrüstung und dreht einen neuen Film, nur dieses Mal eben mit echten Zombies. Die Story klingt nicht unbedingt originell, macht aus der simplen Prämisse aber dennoch eine ganze Menge. „American Zombieland“ versteht sich selbst als Komödie und versucht deshalb gar nicht, irgendwie ernst zu wirken, was schon mal ein großer Vorteil ist. Stattdessen wird hier sogar halbwegs brauchbare Satire geboten. Gleich am Anfang bekommen fette Amerikaner ihr Fett weg. Das ist zwar enorm plakativ, passt aber dennoch ganz gut. Auch im weiteren Verlauf gab es ein paar nette Ideen, wie etwa den Redneck-Fond. Wenn man Satire gerne grob hat, bekommt man ein paar Seitenhiebe geboten, die alles andere als unwahr sind. Wirklich gut wird die Geschichte dabei selten erzählt und zwischenzeitlich wirkt alles etwas zu chaotisch, doch der Grundansatz ist gelungen und ein paar Ideen sind überhaupt nicht so ausgelutscht, wie man erwarten durfte.
 
 
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Wobei man schon ein beinharter Trashfan sein muss und nichts gegen günstigere Filme haben darf, um an „American Zombieland – Angriff der Fettarsch-Zombies“ Gefallen finden zu können. Man sieht zu jedem Zeitpunkt, dass kein großes Budget zur Verfügung stand. Die Inszenierung ist holprig, gerade gegen Ende sind die Schnitte teilweise katastrophal und dennoch ist die handwerkliche Arbeit nicht so übel. Man sieht dem Werk nämlich einen gewissen Aufwand an. So gibt es doch ziemlich viele Darsteller, genügend Schauplatzwechsel und selbst die Effekte aus dem Computer sehen gar nicht mal so schlecht aus. Plötzlich gibt es auch eine Comic-Sequenz, die den Stoner-Humor noch etwas verstärkt. Etwas schade ist, dass es nur sehr wenig Splatter zu sehen gibt. Das Make-up der Zombies ist simpel, sieht jedoch in Ordnung aus, aber wenn Blut vergossen wird, dann fließt meistens auch nur rote Farbe, ohne dass es explizit wird. Auch hier sind die Effekte okay, es hätte nur eben gerne derber sein dürfen. Alles in einem ist das für diese Preiskategorie allerdings völlig passabel. Da gibt es etliche Zombiefilme, die es viel weniger kaschieren können, wie billig sie doch sind.
 
 
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Der Unterhaltungswert ist, besonders in der ersten Hälfte, überraschend hoch. Es gibt eine ganz gelungene Einleitung, in der man die vielen verschiedenen Charaktere vorgestellt bekommt. Zwar darf man von den Schauspielern echt nicht viel erwarten, aber immerhin versagt die Figurenzeichnung nicht, selbst wenn die deutsche Synchronisation ziemlich bescheiden klingt. Sympathien kommen hier kaum auf, doch die Charaktere sind herrlich schräg, allesamt verschieden und so schaut man den Idioten tatsächlich ganz gerne zu. Das ist markanter, als in manch einem anderen Vertreter dieser Art. In der zweiten Hälfte kommen ein paar Längen auf und das Finale ist gerade aus inszenatorischer Sicht nicht wirklich gut gelungen, aber die normale Laufzeit von 88 Minuten vergeht doch angenehm kurzweilig. Ein Spannungsaufbau gelingt zwar nicht, aber dafür ist das Ganze auch viel zu albern. Dafür gibt es immer mal wieder Gags, die zwischen peinlich und gelungen jede Qualität bieten. Im Endeffekt ist „American Zombieland“ doch ein ganz amüsanter Spaß geworden und der Soundtrack (der eigentlich nur aus einem Song besteht) passt ebenfalls ordentlich.
 
 
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AMERICAN ZOMBIELAND – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Wenn man die billigeren Trashfilme zu schätzen weiß, bekommt man mit „American Zombieland – Angriff der Fettarsch-Zombies“ ein recht gelungenes Exemplar geboten, welches natürlich trotzdem große Geschmackssache darstellt. Die satirischen Spitzen sitzen teilweise ziemlich gut, doch das wird jeder anders sehen, weil Humor stets subjektiv ist. Trotzdem macht der Film auf gewisse Art und Weise Laune. Die Darsteller sind nicht besonders gut und die Inszenierung ist teilweise ganz schön holprig, trotzdem ist die handwerkliche Arbeit solide und besonders die schrägen Charaktere besitzen ihren Wiedererkennungswert. Etwas mehr Splatter und ein besseres Finale hätten nicht geschadet, doch Trashfans dürfen hier dennoch ein Auge riskieren.
 
 
 


 
 
 

AMERICAN ZOMBIELAND – Zensur

 
 
 
Die Zombiekomödie „American Zombieland – Angriff der Fettarsch-Zombies“ erhielt von der FSK eine Erwachsenenfreigabe in ungeschnittener Form. Zombiefilm-Fans und Sammler ungekürzter Filme können bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

AMERICAN ZOMBIELAND – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies / daredo (KeepCase – ungeschnittene Fassung)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Fat Ass Zombies; USA 2020

Genre: Horror, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.77:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: 88 Minuten (ungeschnittene Fassung)

FSK: keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wechselcover

Extras: Original Trailer, Trailershow

Veröffentlichung: KeepCase: 21.08.2020

 
 

American Zombieland – Angriff der Fettarsch-Zombies [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

AMERICAN ZOMBIELAND – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei White Pearl Movies / daredo)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
The Return of the Living Dead (1985)
 
Zombie Fieber (2013)
 
Scouts vs. Zombies – Handbuch zur Zombie-Apokalypse (2015)
 
Zombieland (2009)
 
Shaun of the Dead (2004)
 

Filmkritik: „Miss Zombie“ (2013)

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MISS ZOMBIE

Story

 
 
 
Die Untote Sara wird von einer Familie vorübergehend gehalten, um niedere Arbeiten am Hof zu verrichte. Bald schon spannt sich die Situation an und offenbart, wo Menschlichkeit beginnt und aufhört.

 
 
 


 
 
 

MISS ZOMBIE – Kritik

 
 
Die Vorfreude war wieder groß, durch filmchecker meinen mittlerweile zweiten Film von SABU besprechen zu dürfen, denn nach dem sehr guten „Mr. Long“ war die Erwartungshaltung auf sein früher erschienenes, schwarz weißes Zombie-Werk, so dachte ich zumindest, eine ziemlich hohe.
Doch wenn ich je dachte vorbereitet zu sein und es so gar nicht war, obwohl ich mittlerweile gut die Hälfte der Filmographie des vielbeschäftigten Japaners erkundet habe, so wohl bei diesem Titel: „Miss Zombie“ hat mich am ehesten an den grandiosen „The eyes of my mother“ erinnert, und an keinen Film von SABU.
 
 
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„Miss Zombie“ ist ein hochästhetisierter Arthouse-Film ohne Soundtrack, der vereinzelte Umgebungsgeräusche, Röcheln und Atmen, schleifende Schritte oder das schmerzlos endlose Schrubben des Bodens z.B. intensiviert um eine befremdliche Soundkulisse zu schaffen, die den Zuschauer bewusst isoliert und mit der leidenden, ausgebeuteten, missbrauchten Zombieprotagonistin synchronisieren lässt. Die minimalistische Handlung passt sich hier an die oftmals statischen Perspektiven an, mit denen diese Gleichung über Diskriminierung und soziale Unterschiede, Klassenkämpfe und die Ausbeutung junger Frauen in todtraurigen, aber immersiv ästhetischen Bildern erzählt wird.
 
 
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Die Tonalität früherer, meist von Kleinkriminellen erzählender, Filme des Regisseurs wird durch die bewusste Entschleunigung, das Auslassen turbulant komödiantischer Momente und die schiere Bildgewalt gefühlt bewusst gemieden, im Detail – Identifizierung mit dem Zombie bzw. verfehmten Teil der Gesellschaft als Protagonistin, schicksalhafte Tode durch Unfälle, Rache mit Stichwaffen – findet man seine Handschrift jedoch wieder. Ein humanistischer Zombiefilm der als nötige Reinterpretation des totkopierten, aber selten so radikal neu interpretierten Motivs des Untoten gesehen werden kann, aber auch als Arthouse-Sozialdrama.
 
 
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Was zwischen dem symbolischen sowie wortwörtlichen Spiel mit hochkontrastiertem Licht und Schatten in brutalistischen Designerwohnungen auffällt, ist, dass ich eine solch drastische und detailliert gezeigte Gewalt, wenn auch nur punktuell vorhanden, noch nicht von SABU gesehen habe. Dazu gehören auch audiovisuelle Anleihen an das Cyberpunk-Genre, wenn mit industriellen Störgeräuschen, Stroboskoplicht und schnellen Schnitten gearbeitet wird in diesem Film, der sich sonst wie eine Valiumüberdosis anfühlt.
 
 
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Ein bisschen zu stumpf oder unnuanciert als Stilmittel war mir das schon, wieso die Sequenz in Farbe genau dort anfängt und aufhört, wo sie es tut, ist mir nicht klar, auch hab ich einfach einmal zu oft gesehen, wie flüchtende Menschen in Filmen grundlos stolpern – doch abseits dieser Makel dürfte es wirklich „nur“ das Pacing dieses endlos langen 85-Minüters sein, das Leute vom Genuß eines – wenn man will – vielschichtigen und sehenswerten Arthouse-Sozialdramas abhält. Und das wäre wirklich schade.
 
 


 
 
 

MISS ZOMBIE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Endlos schönes, endlos langsames Kunstfilmdrama im Zombiefilmgewand, das sich durch seine Bilder, Deutungsebenen, sein Sounddesign und ein Überdenken der Thematik an sich auszeichnet.
 
 


 
 
 

MISS ZOMBIE – Zensur

 
 
 
Die Veröffentlichung von „Miss Zombie“ hat von der FSK in der ungeschnittenen Fassung die Einstufung „FSK16“ erhalten.
 
 
 


 
 
 

MISS ZOMBIE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Donau Film | Wicked-Vision (KeepCase Blu-ray – auf 1.000 Exemplare limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Miss Zombie; Japan 2013

Genre: Horror, Mystery, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Japanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Scanavo-Box

Extras: Vorwort von Prof. Dr. Marcus Stiglegger, Deutscher Trailer, Originaltrailer, 16-seitiges Booklet von David Renske, DVD mit dem Hauptfilm

Release-Termin: Scanavo-Box: 31.03.2020

 

Miss Zombie [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

wicked-vision-shop

Unterstützt WICKED VISION und kauft die hochwertige Sammlerveröffentlichung im WICKED Shop!

 
 


 
 
 

MISS ZOMBIE – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei Donau Film | Wicked-Vision

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Eyes of My Mother (2016)
 
The Comedy (2012)
 
Pontypool (2008)
 

Filmkritik: „Der Fluch der reitenden Leichen – Die Rückkehr der Tempelritter“ (2020)

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DER FLUCH DER REITENDEN LEICHEN – DIE RÜCKKEHR DER TEMPELRITTER

(CURSE OF THE BLIND DEAD)

Story

 
 
 

Totgeglaubte Tempelritter aus dem 14. Jahrhundert stehen viele Jahrhunderte später von den Toten auf und wollen ein satanistisches Ritual beenden.

 
 
 


 
 
 

DER FLUCH DER REITENDEN LEICHEN – Kritik

 
 
Die reitenden Leichen sind zurück. Bitte wer? Eine berechtigte Frage, die sich Horrorfilmfans jüngeren Alters zu Recht stellen dürften. Dabei sind die modrigen Zombies auf muffigen Pferden eigentlich Pflichtprogramm im Genre. Im Jahre 1972 rief Regisseur AMANDO DE OSSORIO eine Horrorfilm-Reihe ins Leben, die bis heute Kultstatus genießt. Darin vermischte er Gothic-Horror, Zombie-Thematik und spanischer Folklore zu einem stimmigen Gruselmix, der es auf vier Filme brachte. Was Anfang der 1970er mit DIE NACHT DER REITENDEN LEICHEN begann, zog drei Fortsetzungen nach sich, die auch in den Fokus eifriger Sittenwächter gerieten. So ereilte Film Nummer drei das gleiche Schicksal, wie so einige Produktionen in den 1970er und 1980er. DAS GEISTERSCHIFF DER SCHWIMMENDEN LEICHEN wurde bundesweit beschlagnahmt, was zur Folge hatte, dass er sein Dasein im Giftschrank fristen musste – und das sogar bis heute. Was für ein Hohn.
 
 
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Umso erfreulicher, dass die Filmserie nun fortgeführt wird – wenn auch inoffiziell. DER FLUCH DER REITENDEN LEICHEN nennt sich der neuste Ableger und greift abermals die Geschichte von einer Gruppe Tempelritter auf, die im 14. Jahrhundert satanistische Rituale durchführen und dafür mit dem Tod bestraft werden. Die Sekte wird von den Bewohnern eines nahegelegenen Dorfes überwältigt, geblendet und lebendig verbrannt. Daraufhin erklären die Ritter Rache und schwören aus ihren Gräbern zurückzukehren, um die Ermordung zu vergelten. Viele Jahrhunderte später scheint es soweit zu sein. Die Erde steht kurz vor dem Untergang und die Menschheit wurde weitestgehend dezimiert. Nur wenige Überlebende schlagen sich durch eine postapokalyptische Welt, in der sich jeder selbst der Nächste ist. So auch ein Mann und seine schwangere Tochter. Die landen bei ihrer Suche nach Hilfe in den Fängen einer Sekte, die genau jene Tempelritter huldigen, die im Mittelalter das Böse anbeteten. Was folgt, ist leicht zu erraten. Die neuen Anhänger rufen die totgeglaubten Ritter aus ihren Gräbern. Die richten ihre morschen Knochen auf und sorgen für ein Blutbad. Halleluja.
 
 
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Die reitenden Leichen im düsteren Digitallook. Für Kenner der Originalfilme gewöhnungsbedürftig, denn der kontrastreiche Videolook passt leider gar nicht zu jenen Filmen, die gern mal die britischen Hammerstudios in Erinnerung holen. Vorbei mit gruseligem Gothic-Horror und wohliger Schaueratmosphäre. DIE NACHT DER REITENDEN LEICHEN verfügt über hochauflösende Digitalbilder und lässt lieber Spezialeffekte sprechen. Statt subtile Stimmungsmache will das Reboot mit Filmgewalt Aufmerksamkeit erregen. Da wird ordentlich gesplattert und das nicht gerade wenig. Gorehounds wird das freuen.
 
 
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Dass die Handlung bei so viel Blut nebensächlich wird, ist ein Manko. Viel Substanz hat DER FLUCH DER REITENDEN LEICHEN nämlich nicht. Was wie 28 DAYS LATER beginnt und sogar über so etwas wie falsche Fährten verfügt, wird Regisseur RAFFAELE PICCHIO spätestens zur Halbzeit zu kompliziert. Vorbei mit Charakterentwicklung, Spannungsaufbau und Story. Gewalt muss her, um die letzten Filmminuten füllen zu können. Das ist einfältig und macht vor allem deshalb nur wenig Spaß, weil RAFFAELE PICCHIO spätestens dann nicht verbergen kann, aus welcher Genre-Ecke er eigentlich kommt. Der hat sich als Trashfilmer einen Namen gemacht und zeichnete bisher für Low-Budget-Filme verantwortlich, die sich auf gehobenem Amateurstatus befanden. Darunter: MORITURIS – DAS BÖSE GEWINNT IMMER und THE BLIND KING. Nicht unbedingt herausragende Horror-Unterhaltung. Aber immerhin brutal. Erfahrene Filmkenner wird das wohl kaum vom Hocker reißen.
 
 
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DER FLUCH DER REITENDEN LEICHEN – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Nicht unbedingt perfekt – aber schaubar. DER FLUCH DER REITENDEN LEICHEN ist Reboot und Fortsetzung zugleich. Trashfilmer RAFFAELE PICCHIO tritt das Erbe von Regisseur AMANDO DE OSSORIO an und versucht dessen Saga über eine Sekte von Tempelrittern, welche von den Toten auferstehen und töten, weiterzuspinnen. In technischer Hinsicht macht der inoffizielle fünfte Teil eine gute Figur. Nur Drehbuch und Darsteller zeigen sich oft hölzern und amateurhaft. Das ist aber auch kein Wunder. Filmemacher RAFFAELE PICCHIO hat zuletzt Filme gedreht, die sich auf gehobenem Amateurstatus befanden. DER FLUCH DER REITENDEN LEICHEN macht da keine Ausnahme, ist aber hierbei die bis dato professionellste Arbeit des italienischen Filmemachers. Offenbar hat das auch der deutsche Rechteinhaber erkannt. Für Low-Budget-Filme wie diesen werden meistens lieblose Synchronisationen erstellt. So nicht im Falle von DER FLUCH DER REITENDEN LEICHEN. Dem deutschen Label war wohl die Wichtigkeit des Franchise bewusst. Daher hat man auch auf eine semiprofessionelle Laien-Übersetzung verzichtet und mehr Herz investiert. Löblich!
 
 


 
 
 

DER FLUCH DER REITENDEN LEICHEN – Zensur

 
 
 
DER FLUCH DER REITENDEN LEICHEN – DIE RÜCKKEHR DER TEMPELRITTER ist recht splattrig ausgefallen. In einer Szene (3-5 Sekunden) wird ein Baby zerteilt. Das musste entfernt werden, um eine Freigabe erhalten zu können. Die deutsche Fassung ist demnach geschnitten und besitzt den rote Freigabe-Sticker.
 
 
 


 
 
 

DER FLUCH DER REITENDEN LEICHEN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Classics (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Curse of the Blind Dead; Italien 2020

Genre: Horror, Thriller, Grusel

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 24.07.2020

 

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DER FLUCH DER REITENDEN LEICHEN – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Classics)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Die Nacht der reitenden Leichen (1972)
 
Das Blutgericht der reitenden Leichen (1975)
 
Die Rückkehr der reitenden Leichen (1973)
 

Filmkritik: „Children Shouldn’t Play with Dead Things“ (1972)

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CHILDREN SHOULDN’T PLAY WITH DEAD THINGS

Story

 
 
 

Alan, ein verwirrter Theatermacher, der sich eher als Sektenguru versteht, schippert mit seiner Truppe auf eine Insel in Florida. Dort erzählt er seinen Schäfchen, die er als seine Kinder bezeichnet, Horror-Stories über die früheren Bewohner des Eilands. Als die Schauspieler danach doch noch hinbekommen, irgendwann ein Auge zuzumachen, beschwört der Verrückte mit einem Zauberbuch die Toten auf dem Friedhof. Das lässt sich nicht gut an und schon müssen sich die Anwesenden mit dem auferstandenen Ergebnis der schwarzmagischen Experimente ihres Vorsitzenden herumschlagen.

 
 
 


 
 
 

CHILDREN SHOULDN’T PLAY WITH DEAD THINGS – Kritik

 
 
 
Nach dem quasi verschollenen Transvestiten-Exploiter SHE-MAN, anno 1967 war das, beginnt mit CHILDREN SHOULDN’T PLAY WITH DEAD THINGS im Jahr 1972 die eigentliche Karriere des Bob Clark. Wir sind uns beinahe sicher, in unserem Blog schon einmal das Hohelied auf diesen erstaunlichen amerikanischen Regisseur angestimmt zu haben. Macht aber nichts. Kann man gar nicht oft genug tun. Es ist fast nicht zu glauben, dass der gleiche Mensch für Filme wie die Sexklamotte PORKY’S, das Original von BLACK CHRISTMAS, die perfekte Komödie FRÖHLICHE WEIHNACHTEN („Du wirst Dir ein Auge ausschießen!“) und nebenbei mit VERSCHWÖRUNG IM NEBEL den vielleicht besten Film über Sherlock Holmes und obendrein auch noch Jack The Ripper verantwortlich zeichnet. Unter anderen.
 
 
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In späteren Jahren lässt die Qualität nach und Clark arbeitet vermehrt fürs Fernsehen. 2007 wird der arme Kerl von einem besoffenen Raser totgefahren.
CHILDREN SHOULDN’T PLAY WITH DEAD THINGS ist eine im höchsten Maß kostengünstig und schnell gedrehte Seltsamkeit von Horror- und Zombiefilm, die vor und hinter der Kamera den Geist der ausgehenden Hippiezeit versprüht. Eine Zeitkapsel, wie wir an dieser Stelle so gerne schreiben. Zwei Wochen Drehzeit und 50.000 Schleifen Budget reichen aus. Faszinierend, was in jenen Jahren an Kreativität möglich ist. In der Hauptrolle des irren Theaterchefs knallchargiert Alan Ormsby, der gemeinsam mit Bob Clark auch das minimalistische Drehbuch schreibt und noch oft mit ihm arbeiten wird. Seine bescheuert schillernd Figur pendelt zwischen dem unvermeidlichen Charles Manson und einem sehr von sich überzeugten Provinz-Intendanten. Der Film nimmt sich trotz der schaurigen Prämisse nicht unbedingt ernst. Das fällt äußerst positiv ins Gewicht. Man kann sogar sagen, hier handelt es sich um einen der direkten Vorfahren von rüden Horrorkomödien wie RETURN OF THE LIVING DEAD (wenigstens noch lustig) und viele Jahre später auch der Unzahl überflüssiger „ZomComs“, die wie Unkraut aus den Regalen sprießen.
 
 
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CHILDREN SHOULDN’T PLAY WITH DEAD THINGS – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Eine Horde haariger Filmkünstler improvisiert sich durch die Nacht. Ebenso ein Dokument über die Siebziger-Jahre-Glanzzeit unabhängigen Genrefilm-Machens wie ein Beweis für das schon damals überschäumende Talent des Bob Clark, gehört CHILDREN SHOULDN’T PLAY WITH DEAD THINGS in das Archiv eines jeden Horror Hounds, der etwas auf sich hält.
 
 
 


 
 
 

CHILDREN SHOULDN’T PLAY WITH DEAD THINGS – Zensur

 
 
 
CHILDREN SHOULDN’T PLAY WITH DEAD THINGS wurde kurioserweise erst 2005 erstmalig durch den Anbieter CFA Copernikus Film Distribution in Deutschland veröffentlicht. Bisher waren alle DVD-Veröffentlichungen des Film ungeschnitten und ungeprüft. Nach der ersten Blu-ray-Veröffentlichung im Mediabook hat das Label NSM RECORDS genannten Klassiker erstmalig der FSK vorgelegt. Diese attestierte dem Film in der ungeschnittenen Fassung eine Freigabe ab 16 Jahren. Nun kann CHILDREN SHOULDN’T PLAY WITH DEAD THINGS ohne Probleme in Deutschland verkauft werden ohne eine Indizierung oder Beschlagnahme fürchten zu müssen.
 
 
 


 
 
 

CHILDREN SHOULDN’T PLAY WITH DEAD THINGS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Blu-ray KeepCase)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover A – auf 333 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover B – auf 111 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover C – auf 111 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover D – auf 111 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover E – auf 222 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover F – auf 111 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Children Shouldn’t Play with Dead Things; USA 1972

Genre: Horror, Fantasy, Komödien

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: KeepCase: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Mediabook: ungeprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Originaltrailer, Bildergalerie, Radiospot | zusätzlich im Mediabook: 16-seitiges Booklet mit Text von Mike Blankenburg und den Film auf DVD

Veröffentlichung: Mediabook: 30.04.2019 | KeepCase: 31.07.2020

 
 
NSM hat 2019 sechs limitierte Mediabooks mit zusätzlichem Booklet zum Film veröffentlicht. Seit Juli 2020 kann man CHILDREN SHOULDN’T PLAY WITH DEAD THINGS auch als deutsche Blu-ray im KeepCase erwerben. Die darin enthaltene Filmfassung ist selbstverständlich ebenso ungeschnitten.
 
 

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Children Shouldn’t Play with Dead Things [Mediabook – Cover E] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

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CHILDREN SHOULDN’T PLAY WITH DEAD THINGS – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Toll treiben es die wilden Zombies (1988)
 
Verdammt, die Zombies kommen (1985)
 
Dance of the Dead (2008)
 

Filmkritik: „The Return of the Living Dead“ (1985)

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THE RETURN OF THE LIVING DEAD

(VERDAMMT, DIE ZOMBIES KOMMEN)

Story

 
 
 

Durch das Öffnen eines Armeefasses bricht auf einen Friedhof die Apokalypse herein. Plötzlich befinden sich überall Zombies und eine kleine Gruppe an Leuten versucht sich gegen diese zu verteidigen.

 
 
 


 
 
 

THE RETURN OF THE LIVING DEAD – Kritik

 
 
 
Wenn man „Night of the Living Dead“ als den Zombie-Klassiker schlechthin betiteln möchte, muss man „The Return of the Living Dead“ zwangsläufig als die Zombiekomödie überhaupt bezeichnen. Beide Werke in einem Atemzug zu nennen, ist dabei gar nicht mal so abwegig, denn bei beiden Filmen war John Russo als Drehbuchautor beteiligt. Außerdem wird der Film von George A. Romero hier auch gleich mal kräftig zitiert. Den Zuschauer erwartet ein mächtiger Spaß, der sowohl genügend Komödie, wie auch Horror besitzt – Ein Kunststück, welches wirklich nur wenigen Filmen so toll gelingt.
 
 
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Frank und Freddy arbeiten in einem medizinischen Versandhaus. Fred ist neu und Frank prahlt gleich mal mit seinen Geschichten. Im Keller würde ein Fass der Armee stehen mit einer echten Leiche darin. Die Geschehnisse aus „Night of the Living Dead“ seien echt gewesen und der Film musste ein paar Ereignisse verfälscht darstellen, weil es sonst Ärger gegeben hätte. Scheinbar hat Frank recht, denn als er Freddy das Fass zeigen will, öffnet sich dieses plötzlich, Gas tritt heraus und ehe man sich versieht, ist der gesamte Friedhof voll mit Zombies. Bis es soweit ist, vergeht aber etwas Zeit. Die erste Hälfte lässt es noch etwas gemütlicher angehen, ist aber auch schon sehr kreativ. Alleine wie man hier das große Vorbild Romero zitiert, ist einfach herrlich. Kleinigkeiten wie z.B. der geteilte Hund machen immer wieder Freude. Hinterher wird es aber noch viel wahnwitziger. „The Return of the Living Dead“ ist ganz sicher kein normaler Zombiefilm, denn wie sich die Zombies hier verhalten, ist nicht gerade typisch. Dass sie in modernen Werken rennen können, kennt man ja, aber in den 80ern war das schon eher speziell. Sie können aber teilweise sogar sprechen und nebenbei bekommt man endlich mal die Erklärung, warum Zombies so gerne Gehirne fressen. Dabei ist ihr Verhalten teilweise auch enorm clever. Solche Kreaturen sieht man nicht alle Tage und so simpel das Drehbuch im Kern auch ist, durch die originellen Einfälle wird es mehr als sehenswert.
 
 
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Perfektes Schauspiel gibt es dabei eher weniger zu sehen, doch das ist hier gar nicht wichtig. James Karen ist mit reichlich Overacting mit dabei, Thom Mathews macht nicht die beste Figur und sowieso sind die Charaktere reichlich dünn von der Zeichnung her. Aber das stört nicht, weil andere Faktoren wichtiger sind und außerdem sind alle genügend sympathisch. Clu Gulager macht von allen am meisten her, aber auch Don Calfa weiß zu überzeugen. Hinzu gesellt sich eine Gruppe von Punks, die zufälligerweise auch auf dem Friedhof unterwegs sind und herrlich klischeebeladen dargestellt werden.
 
 
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Regisseur Dan O’Bannon hat mit „The Return of the Living Dead“ einen Kultfilm gezaubert, der sich zwar nicht unbedingt an die Regeln des Zombiefilmes halten will, aber trotzdem mit einer perfekten Atmosphäre dienen kann, so wie sie sich gehört. Alleine der Friedhof als Schauplatz sieht ideal aus und ist so herrlich altmodisch, dass es eine wahre Freude ist. Dazu gesellt sich dann der punkige Soundtrack und der ordentliche Score. Was da so für Bilder entstehen, ist einfach ein Highlight für jeden Nostalgie-Freund. Die Inszenierung kann sich sehen lassen und selbst wenn der Film nicht den größten Aufwand besitzt, so ist er doch mit jeder menge Mühe realisiert worden. Die knapp 90 Minuten Laufzeit vergehen ohne den Hauch einer Länge und bieten Kurzweil pur. Alles geht recht schnell zur Sache und dennoch ist das Tempo anfangs noch etwas geringer. Das ändert sich mit der Zeit und dann ist an allen Fronten reichlich viel los. Action und Spannung kommen da nicht zu kurz und die Lage scheint ausweglos zu sein. Die Kunst ist es aber, dass „The Return of the Living Dead“ nebenbei dennoch die Komödie bedienen kann. Dies schafft er nicht durch die größten Lacher, sondern eher, weil er durchgängig eine gewisse amüsante Komponente besitzt. So fühlt man sich beim Zuschauen am ehesten richtig gut. Der Feel-Good-Streifen unter den Zombiefilmen!
 
 
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Dass das Geschehen früher mal indiziert war, ist reichlich lächerlich. Die Freigabe ab 16 Jahren, die „The Return of the Living Dead“ mittlerweile besitzt, passt da schon deutlich besser. Gesplattert wird hier nämlich wenig. Ein bisschen brutal ist das schon, aber eben nicht gerade oft. Die Effekte können sich aber dennoch absolut sehen lassen. Zwar wurden manche Zombies eher simpel geschminkt, dafür gibt es aber eine der besten Zombie-Kreationen überhaupt. Das Ding im Keller sieht jedenfalls super aus! Auch die anderen Effekte sind gut bis sehr gut, richtig schön altmodisch und natürlich von Hand gemacht. Selbst wenn das also nicht so brutal ist, dürfte das Splatterherz sich in manchen Momenten sehr freuen.
 
 


 
 
 

THE RETURN OF THE LIVING DEAD – Fazit

 
 
 
9 Punkte Final
 
 
 
„The Return of the Living Dead“ ist einer der besten Zombiefilme und eine der besten Zombiekomödien geworden. Es gibt hier zwar durchaus ernsten Horror zu sehen, doch das Ganze ist meistens dermaßen amüsant geraten, dass man auch ohne die größten Lacher von einer Komödie sprechen kann. Die Handlung lebt von originellen Einfällen und selbst wenn das Szenario so simpel ist, wie meistens in solchen Filmen, hebt sich das Ganze durch die andere Herangehensweise deutlich ab. Ein bisschen war der Film somit sogar seiner Zeit voraus. Solide Darsteller, sympathische Charaktere und eine herrlich altmodische Inszenierung gibt es noch dazu. Außerdem besitzt das Werk eine unschlagbar gute Atmosphäre und zusätzlich noch tolle Effekte, die den Nostalgiefaktor gleich nochmals in die Höhe treiben. Auch mehr als 30 Jahre nach dem Erscheinen sorgt das für viel Freude. Ein Kultfilm, ein Klassiker und definitiv ein Evergreen des Zombie-Genres, dem noch vier Fortsetzungen unterschiedlicher Qualität folgten!
 
 
 


 
 
 

THE RETURN OF THE LIVING DEAD – Zensur

 
 
 
„The Return of the Living Dead“ hatte es in Deutschland nicht leicht. Bereits für die Kinoauswertung musste der Film gekürzt werden. Auch auf VHS musste der Streifen Federn lassen und wurde dazu auch noch indiziert. Erst auf DVD und mit SPIO/JK-Segen gelang es dem Label MGM diesen kultigen Zombie-Spaß erstmals ungeschnitten zu veröffentlichen. Leider musste er unter dem Ladentisch gehandelt werden und durfte nur dort ausgelegt werden, wo er von Personen unter 18 Jahren nicht gesehen weren konnte.

Im Jahr 2011 wurde „The Return of the Living Dead“ vorzeitig vom Index gestrichen und landete mit einer FSK16 als DVD zum ersten Mal legal und ungeschnitten im deutschen Handel. Mittlerweile sind wieder einige Jahre vergangen. Nachdem die Zombiekomödie vom Label NSM Records seit 2015 in diversen Mediabooks auf Blu-ray im deutschsprachigen Ausland ausgewertet wurde, erscheint der HD-Release nun endlich auch erstmalig in Deutschland. Das nun erhältliche Steelbook, welches man im stationären Handel kaufen kann, beinhaltet die ungeschnittene Filmfassung und jede Menge Bonusmaterial. Hinzukommt, dass NSM Records für die Blu-ray ein neues 2K Master vom Interpositiv nutzen konnte. Die Bildqualität ist dementsprechend grandios.
 
 
 


 
 
 

THE RETURN OF THE LIVING DEAD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Blu-ray Steelbook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Return of the Living Dead; USA 1985

Genre: Horror, Klassiker, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 5.1 = Englische Synchronisation (Remastered), Englisch DTS-HD MA 2.0 = Englische Synchronisation (Remastered), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono) = Englische Synchronisation (Original)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Steelbook

Extras: Neues 2K Master vom Interpositiv, Disc 1 Blu-ray: Audiokommentar von Marco Erdmann und Daniel Perée vom Wicked Vision (Deutsch, ohne Untertitel), Audiokommentar von Gary Smart und Chris Griffiths (Englisch), Audiokommentar von den Schauspielern Thom Mathews, John Philbin und Make-up Effects Artist Tony Gardner (Englisch), Audiokommentar von Cast & Crew mit Production Designer William Stout und den Schauspielern Don Calfa, Linnea Quigley, Brian Peck, Beverly Randolph, Allan Trautman (Englisch), Audiokommentar von Director Dan O’Bannon und Production Designer William Stout (Englisch), Deutscher Trailer, Return of the Living Dead – The Dead have Risen (Englisch, optionale deutsche Untertitel), The Decade of Darkness (Englisch mit deutsche Untertitel), Designing the Dead (Englisch, optionale deutsche Untertitel), Kinotrailer #1 – Bloody Version, Kinotrailer #2 – Even Bloodier Version, Zombie Subtitle Stream, In their own Words – The Zombie Speak, The Decade of Darkness (Englisch mit deutsche Untertitel), Neu: TV Spots, Still Galleries, Disc 2 Bonus Blu-ray: Return of the Living Dead Workprint (Englisch, optionale deutsche Untertitel), The FX of the Living Dead mit Production Designer William Stout, FX Make-up Artists William Munns, Tony Gardner, Kenny Myers And Craig Caton-Largnet, Visual Effects Artists Bret Mixon und Gene Warren Jr. und Schaupieler Brian Peck (Englisch, optionale deutsche Untertitel), Party Time: The Music of Return of the Living Dead (Englisch, optionale deutsche Untertitel), Horror’s Hallowed Grounds – Revisiting The Locations Of The Film (Englisch, optionale deutsche Untertitel), The Origins of The Living Dead – Interview with John A. Russo (Englisch, optionale deutsche Untertitel), The Dead have risen (Englisch, optionale deutsche Untertitel)

Veröffentlichung: Steelbook: 30.08.2019

 
 

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THE RETURN OF THE LIVING DEAD – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Return Of The Living Dead 2 – Toll Treiben Es Die Wilden Zombies (1988)
 
Return Of The Living Dead 3 (1993)
 
Freakshow (1988)
 
Die Killerhand (1999)