Filmreview: „2-Headed Shark Attack“ (2012)

 

Ein riesiger mutierter und zweiköpfiger Haifisch befindet sich auf Beutezug.

Auf einer Jacht geht derweil die Sause so richtig ab – einige Jugendliche erhoffen das große Abendteuer. Leider macht der „hyperintelligente“ Meeresbewohner der Truppe einen Strich durch die Rechnung. Mitten im Meer kommt das Schiff zum erliegen, da der zweiköpfige Gegner ein totes „Etwas“ vor die Schiffswand donnert und es sich in der Schiffsschraube verheddert. Da die Jacht zu sinken droht retten sich die Jugendlichen auf eine Insel mitten im Meer. Aber der Fisch, mit dem überirdischen Wissen lässt nicht locker.

 

 

Eine neue Dimension unbeschreiblich deftigen und verstörenden Terrors bahnt sich demnächst seinen Weg in deutsche Heimkinos.

Der Titel des aktuellen „Asylum“ – Machwerkes „ 2 Headed Shark Attack“ dürfte, ohne den Film zuvor überhaupt gesehen zu haben, schon erahnen lassen, was für unaussprechlich dummer Mist erwartungsfreudige Filmzuschauer demnächst gehörig Albtraumreiche Nächte bereiten wird.

Mit seinem Haifilmmurks hat sich das B-Movie-Studio „Asylum“ erneut selbst übertroffen, denn ich habe in meinem bisherigen Leben selten so einen miesen und vollkommen schlechten Film gesehen.

Bereits der erste minderbemittelte digitale Effekt nach gerade einmal 60 (!) Sekunden Filmlaufzeit, lässt grob erahnen wohin das gesamten Produktionsbudget geflossen sein muss. In die Effektsequenzen vermutlich nicht, denn die sehen, gelinde gesagt, unter aller Kanone aus und haben mit Spezialeffekten so viel gemein, wie der Papst mit Verhütungsmittel.

Selbst die Grafik des Arcade Klassikers „Pac-Man“ gibt mehr her, als die vollkommen desaströsen CGI-Effekte eines „2 Headed Shark Attack“.

Vermutlich wurde hier weniger in glaubhafte Effekte investiert, als vielmehr in die Brust-Operationen der vorwiegend weiblichen Protagonisten, denn eigentlich hätte diese aktuelle Haifischgurke wohlmöglich besser als Softporno, ohne das gesamte Drumherum, funktioniert.

Wobei wir auch gleich bei der peinlich ins Gewicht fallenden Schauspielkunst wären. Die Schauspieler können durch die Bank weg nämlich NICHTS. Statt Schauspiel sehen wir hier eher ein Improvisieren und ein unfreiwillig komisches Interagieren. Irgendwie schon erbärmlich, dass erst bei dieser No-Buget-Produktion ersichtlich wird, dass selbst die Schauspielerin Carmen Elektra eigentlich auch rein gar nix kann, und sich der Filmfreund fragt, wie diese Frau sich bisher mit „NICHTS“ überhaupt im Schauspielgenre über Wasser halten konnte.

Das Drehbuch gestaltet sich als katastrophal wirr und überfordert selbst die unzureichend talentierten Jungschauspieler. Wer der Ideenkasper für diesen Müll gewesen sein muss, will ich erst gar nicht wissen. Die Story ist so dumm und abartig schlecht, dass einem als Filmliebhaber, regelrecht der Spaß auf weitere Haifisch-Horrorfilme vergeht.

Da der zweiköpfige Mutanten-Haifisch scheinbar nunmehr für „zwei“ speisen muss, giert er nach jedem Happen Fleisch, der ihm vor die vier Augen springt. Da sich die gut zwei duzend Teenies auf einer Insel mitten im Meer retten können, hat der blutgierige Hai eine der schlechtesten Ideen der Filmgeschichte ever: er zwingt die Insel (!) zum Untergang um an leckeres Menschenfleisch zu gelangen. Die Logik dahinter sollte man nicht ergründen, physikalische Gegebenheiten sollte man außer acht lassen.

Wer denkt, dass das alles nicht noch schlechter geht, der irrt.

Eine weitere Szene findet Beachtung, aber nicht aufgrund ihrer künstlerischen Einzigartigkeit, sondern aufgrund des einzigartigen Schwachsinns.

Drei Teenager finden Gefallen am ausgiebigen Liebsspiel im hüfttiefen Wasser. Natürlich lässt sich der mutierte, und mit Sicherheit 5m breite und 10m lange, Hai dieses Festmahl nicht entgehen. Nur komisch, dass man dennoch bei hüfttiefen Wasser und des immensen Körperumfangs des Haies, weder Rumpf noch sonst etwas des Tieres entdecken kann.

Gut, mag der interessierte Filmfan sagen, sinnfreie Trashfilme sind immer mal für gehörig Abwechslung gut. Aber „2 Headed Shark Attack“ scheitert auch in diesen Belangen. Mit Trash hat das alles nicht einmal ansatzweise zu tun. Der Film scheint wohlmöglich auch diese Schiene fahren zu wollen, aber selbst auf bewusst inszenierter Trash-Ebene scheitert Asylum, was beweist, dass die B-Movie-Schmiede „Asylum“ rein nichts kann. Wobei sich mir die Frage stellt, wie derart untalentierter Verein sich so viele Jahre über Wasser halten konnte und es schafft auch weiterhin vollkommen unbrauchbare Genrefilme zu produzieren.

Seit ihrem Bestehen, haben die Burschen von „Asylum“ bisher keinen einzigen sehenswerten Film geschaffen. Statt innovative eignen Ideen zu entwickeln werden die der anderen Filmemacher dreist, und vor allem schlecht, kopiert.

 

Auch das aktuelle Werk „2 Headed Shark Attack“ ist derart Fall, wobei dieser No-Budget-Film vermutlich der traurige Tiefpunkt seit dem bisherigen Bestehen des Produktionshauses darstellt. Hier stimmt einfach rein gar nix. Das krampfhaft komödiantisch inszenierte Geschehen ist absolut unwitzig, die Effekte sind so derb mies, dass sie die Bezeichnung „Effekte“ rein gar nicht verdienen und der Hauch einer Handlung entpuppt sich als  vollkommen wirrer und haarsträubend-unlogischer Nonsens. Einzig auf Splatterebene scheint „2 Headed Shark Attack“ ein bis zwei stimmige Momente vorweisen zu können, was darauf schließen lässt, dass die kommende deutsche Fassung mit einer kassenträchtigeren „Keine Jugendfreigabe“ – Einstufung daherkommen dürfte.

 

 

 

Fazit 1/10 Punkten

 

Dieser Film ist nicht schlecht, diese Gurke ist unsagbar schlecht. Wer sich diesen hirnverblödeten Murks ausgedacht hat, gehört gesteinigt.

Freunde, die hier Hochspannung, ähnlich der eines „Der Weiße Hai“ erwarten, sollten einen großen Bogen um diesen Abschaum machen.

FSK-Prognose: ungeschnitten mit „Keine Jugendfreigabe„.

 

Hellraiser80