Filmkritik: „Hard Ticket To Hawaii“ (1987)

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HARD TICKET TO HAWAII

Story

 
 
 
Auf der polynesischen Privatinsel des Rauschgift-Kingpins Romero beißen zwei Drogenfahnder ins Gras und zwei Agentinnen werden einer Diamantenlieferung an den Gangster habhaft. Holterdipolter überschlagen sich die Ereignisse, Nebensächlichkeiten wie innere Drehbuchlogik werden ignoriert und mehrere Geheimdienste ringen mit Romeros Killern. Um dem Ganzen völlig den Ritterschlag des Psychiatriefilms zu verpassen, befindet sich auf dem Eiland auch noch eine Mörderschlange, die man mit der DNS krebskranker Ratten ausgestattet hat. Nein, das haben wir nicht dazuerfunden.

 
 
 


 
 
 

HARD TICKET TO HAWAII – Kritik

 
 
Den Namen Andy Sidaris kennen aufmerksame Leser unseres Blogs aus der Kritik seines 1979er Harte-Männer-Bolzens SEVEN – DIE SUPER-PROFIS, in dem sich der unsterbliche William Smith mal so richtig austoben darf. Die Nase immer im kassenträchtigen Wind, bedient sich der greco-amerikanische Regisseur von Mitte der Achtziger bis Ende der Neunziger Jahre unzählige Male am Regelwerk des „Schlagkräftige-Truppe-gegen-Gesocks“-Subgenres. Jene so kommode Spielart des Action-Kinos, die bis heute wohl zehntausend Mal in die Kameras einfallsloser Produzenten all over the globe gesogen worden ist. Bloß wendet Meister Sidaris einen Kniff an, der zu seinem Markenzeichen wird: Seine Sondereinsatz-Superagenten (diverse Geheimdienste, wenig Zusammenhang) sind weiblich und nicht nur das, sondern gleich noch ehemalige Nackedei-Modelle aus Playboy und Penthouse. Wenig überraschend beschränkt sich der schauspielerische Horizont der knusperbraunen Damen in etwa auf die Fähigkeiten eines Schmalzbrots, das sich für eine Perlenkette hält. Das ist aber erstens völlig wurscht und zweitens kommt die Exploitation-Kinowelt so auch in den privilegierten Bekanntenkreis der leider vor Kurzem elend verstorbenen Z-Film-Ikone Julie Strain.
 
 
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Nachdem Sidaris anno 1973 mit STACEY – BLOND, SCHNELL UND TÖDLICH! schon mal probt, was er nach seiner Millionenkarriere als revolutionärer Gestalter des amerikanischen Sportfernsehens so machen könnte, was Spaß und Geld in die Urlaubskasse bringt, liefert er mit HARD TICKET TO HAWAII im Jahre 1987 vielleicht das Konzentrat, die endgültige Blaupause für den „Andy-Sidaris-Film“. Hübsche Frauen, exotische Locations, vergnügte Zerstörung von Dingen und Knochen. Die diesmal angeheuerten hochhaarigen Eighties-Playmates Dona Speir, Hope Marie Carlton, Patty Duffek und Cynthia Brimhall sorgen gemeinsam mit dem auch fest in diese Zeit gehörenden Schönling Ronn Moss für Tabula Rasa unter den Schergen des Drogenkönigs Romero. Hierbei wird nicht gezimpert – die Fetzen fliegen, großer Wert wird auf das möglichst groteske Darstellen roher Gewalt im Auftrag der Freien Welt gelegt, der Zuschauer rülpst zufrieden und selbstvergessen. Erwartungsgemäß mittel-nackte Tatsachen und unglaubliche Arschlochsprüche komplettieren dann das geschmeidige Filmerlebnis HARD TICKET TO HAWAII ganz vortrefflich.
 
 
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HARD TICKET TO HAWAII – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
„Triple B – Bullets, Bombs & Babes“ nennt der Fachmann die derben und trashigen Action-Krimis aus der blinkenden Film-Hauswerkstatt des ehemaligen Erfolgs-Fernsehmachers Andy Sidaris (1931 – 2007). Ob wir, hierzulande oder via sorgfältig kuratierter Master-Veröffentlichungen aus den USA, eine Aufwertung des Rufs von Sidaris oder sogar die direkte Beförderung des umtriebigen Filmemachers in den inoffiziellen Exploitation-Olymp erleben werden, ist wohl zu bezweifeln. Noch zu nah am Jetzt sind die glitternden, koksigen Abenteuer seiner volumenmöpsigen Action-Playmates angelegt. Es fehlt die Fremdartigkeit des Grindhouse-Films vorangegangener Dekaden. Andererseits: Wer hätte gedacht, dass die wuchtigen, von SEVERIN FILMS präsentierten Karriere-Boxsets der Regie-Verbrecher Al Adamson (!), Andy Milligan (!!) und demnächst Ray Dennis Steckler (!!!) dermaßen einschlagen würden? Das aufwendige und mit über 50 Seiten Booklet-Text (doppelt so viel wie das Drehbuch) versehene Mediabook von HARD TICKET TO HAWAII ist ein toller Einstieg in die Mondo Sidaris und was für Freunde kerniger Achtziger-Fresse-Voll-Action aus seligen Videotheken-Zeiten. All Hail King Sidaris!
 
 


 
 
 

HARD TICKET TO HAWAII – Zensur

 
 
 
HARD TICKET TO HAWAII ist ein R-Rated-Trash-Actioner, der von 1988 bis 2013 in Deutschland auf dem Index stand. 2006 erschien der Streifen hierzulande ungeschnitten auf DVD. Mittlerweile ist der Streifen nicht mehr indiziert und erscheint nun erstmalig auf Blu-ray im Mediabook. Letzteres ist ungeprüft. Die darin enthaltene Fassung ist ebenso ungekürzt.
 
 
 


 
 
 

HARD TICKET TO HAWAII – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Cinestrange Extreme (Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover A auf 333 Stück limitiert)

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(c) Cinestrange Extreme (Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover B auf 222 Stück limitiert)

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(c) Cinestrange Extreme (Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover C auf 111 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Hard Ticket to Hawaii ; USA 1987

Genre: Action, Thriller, Trash, Komödie

Ton: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0 (Mono)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz Hz

Laufzeit: 96 Minuten (ungeschnittene Fassung)

FSK: ungeprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray + DVD im Mediabook

Extras: 52-seitiges Booklet von Ash, Interview mit Arlene Sidaris (58 Min), Audiokommentar (engl.), Featurette (38 Min.) engl. m. dt UT, Bildergalerie, Trailer, Soundtrack-CD, Film auf DVD

Release-Termin: Mediabooks: 30.05.2022

 

Hard Ticket To Hawaii [diverse Veröffentlichungen] ungeschnitten im CINESTRANGE EXTREME ONLINE SHOP kaufen

 
 


 
 
 

HARD TICKET TO HAWAII – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei Cinestrange Extreme)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Kannibalinnen im Avocado-Dschungel des Todes (1989)
 
Seven – Die Superprofis (1979)
 

Filmkritik: „Hidden Agenda“ (2001)

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HIDDEN AGENDA

(CONCEPT OF FEAR | AGENT ERASER)

Story

 
 
 
Jason Price (Dolph Lundgren) war beim FBI einer der Fachmänner für das sichere Untertauchenlassen von Zeugen und kriminellen Aussteigern in Lebensgefahr. Eigentlich offiziell in Rente, muss er seine Fähigkeiten noch einmal zum Einsatz bringen, als jemand aus seinem direkten Bekanntenkreis eine neue Identität benötigt. Nach und nach stellt Price fest, dass die Geschichte viel mehr Dimensionen hat als er anfangs abschätzen kann. Der Fall und die Aussage seines Jugendfreunds Sonny (Ted Whitall) haben Auswirkungen bis in die höheren Ebenen von Geheimdienst und Regierung.
 
 
 


 
 
 

HIDDEN AGENDA – Kritik

 
 
Die Jahrtausendwende ist eine interessante Zeit für die Riege der Action-Hirsche von einst. Das Phänomen der Retro-Begeisterung lässt noch auf sich warten. Übrigens in der Musik nicht anders. Muss die heutige Fangemeinde für ein Konzert von sagen wir IRON MAIDEN heute Geld hinlegen, das früher für einen Wochenendausflug in eine europäische Großstadt genügt hätte, klappern derartige Bands zwischen 1995 und 2009 mittelgroße Hallen in nicht viel größeren Städten ab.
 
 
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Im Bereich des Herrenfilms geht diese Besessenheit mit den Vertretern des Unterhaltungsgeschäfts aus einer einfacheren Wirklichkeit erst ein paar Jahre später mit den All-Star-Macho-Abenteuern der Söldnergang THE EXPENDABLES los. Bis zu diesen Tagen des Zweiten Frühlings im Kino der harten Fäuste und dauerfeuernden Schusswaffen müssen sich unsere Helden der Videotheken-Groß-Zeiten umorientieren oder die Karrieren schlummern lassen. Schwedens Bester, der sympathische und unverschämt intelligente Dolph Lundgren, ist hin- und hergerissen, überlegt ernsthaft, in den Ruhestand zu gehen, nimmt aber dann doch noch das eine oder andere Drehbuch an, das ihm die Möglichkeit bietet, sich auch mal auf andere Faktoren als Muckis und hohe Kicks zu verlassen. Der 1998 mit bemerkbar viel zu wenig Budget veröffentlichte KNIGHT OF THE APOCALYPSE fällt einem da direkt ein. Auch unser heutiger Film, HIDDEN AGENDA, hierzulande auch mal knackig als AGENT ERASER vermarktet, gehört nicht nur zu den besseren Filmen dieser Phase, sondern insgesamt zu den bemerkenswerteren Arbeiten aus dem umfangreichen Werkverzeichnis des blonden Riesen.
 
 
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Zwar nicht mit pausenlos in den Vordergrund gedrängtem, sauteurem CGI-Krachbumm und einer Besetzungsliste voll Prominenz gesegnet, besitzt HIDDEN AGENDA etwas, das eigentlich selbstverständlich sein sollte: Ein wasserdichtes und professionell verfasstes Drehbuch. Man wundert sich zeitweise sogar ein bisschen, wie ein Skript dieser Güteklasse nicht bei finanzstärkeren Produzenten mit Zugriff auf die A-Liste der anno 2001 angesagten Hollywood-Gesichter gelandet ist. Das soll uns, als professionellen Filmfans aber nicht zum Problem gereichen. Im Gegenteil: Guter Plot, elendig cooler Star und ein gekonntes Einflechten von Action-Elementen, die aufregend und professionell in Szene gesetzt werden. Was möchte man noch mehr verlangen?
 
 
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Lundgren darf als Schauspieler zeigen, was er drauf hat und dass er auch als Hauptdarsteller eines actiongefüllten Politthrillers im Geheimdienstmilieu überzeugen kann. Er spielt den Price mit dem abgekochten Selbstbewusstsein eines seit den Achtziger Jahren im amerikanischen Mainstream-Filmgeschäft beheimateten Europäers, glaubwürdigem Grips und sogar einer gewissen Feinfühligkeit und einem ironischem Verständnis vom Aufbau von Filmcharakteren. Da darf er auch mal eine Zigarre des voluminösen Formats Churchill in Händen halten, wie man sie eher einem ganz bestimmten österreichischen Cinema-Superhelden mit politischer Vergangenheit zuordnen würde. Price verdient sein Geld nach dem Staatsdienst weiter mit dem Erschaffen neuer Identitäten für seine Klienten, hat sogar eine eigene Organisation auf die Beine gestellt, die Hilfe bietet, ohne hinter der lebensrettenden Wohltätigkeit die ewige Verfügbarkeit der Betroffenen zu erwarten. Er ist also ein Guter – und das kauft man Schwedens Bestem auch zu jedem Zeitpunkt ab. Dazu sieht er in manchen Einstellungen ein wenig aus wie ein anderer Liebling aus Skandinavien, Mads Mikkelsen nämlich. Auch das ist cool.
 
 
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HIDDEN AGENDA – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Überraschend intelligenter und doppelbödiger Geheimdienst-Thriller aus einer Phase des Actionfilms, die eine Wiederentdeckung lohnt. Ein souverän agierender Dolph Lundgren führt eine Besetzung von nicht wirklich bekannten Schauspielern durch ein reizvolles Drehbuch, Regisseur Marc S. Grenier bannt das Ganze deutlich routinierter und professioneller auf Video, als man von dem eigentlich – bis heute – im franko-kanadischen Fernsehen als Produzent tätigen Mann erwarten darf.
 
 


 
 
 

HIDDEN AGENDA – Zensur

 
 
 
„Hidden Agenda“ kam in Deutschland auf DVD und VHS ungeschnitten heraus und war bei Erscheinen schon frei ab 16 Jahren. Gleiches trifft nun auch auf die erhältliche Blu-ray zu.

 
 
 


 
 
 

HIDDEN AGENDA – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM RECORDS (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Hidden Agenda; Kanada 2001

Genre: Mystery, Thriller, Action, Krimis

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 95 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: 2K Remastered, Original Trailer, Deutscher Trailer, Hinter den Kulissen (Lange Fassung), Hinter den Kulissen (Kurze Fassung)

Release-Termin: KeepCase: 28.01.2022

 

Hidden Agenda [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

HIDDEN AGENDA – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei NSM RECORDS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Snake Eater (1989)
 
Snake Eater III (1992)
 
Female Justice (1996)
 

Filmkritik: „Snake Eater II – Snake Eater’s Revenge“ (1989)

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SNAKE EATER II – SNAKE EATER’S REVENGE

(SNAKE EATER II – THE DRUG BUSTER)

Story

 
 
 
Im zweiten Abenteuer von Jack „Soldier“ Kelly, eines groben Bullen mit Vietnamkrieger-Vergangenheit, nimmt sich der ledernackige Gesetzesvertreter eine fiese Drogendealerbande zur Brust, deren Stoff mit Rattengift versetzt ist. Sein Hang zur völlig überzogenen Härte bringt den Brutalo-Cop per Gerichtsbeschluss in die Klapsmühle, wo er das dort einsitzende Panoptikum von Verrückten davon überzeugen kann, ihm beim gnadenlosen Auseinandernehmen der Rauschgift-Kriminellen unter die gestählten Arme zu greifen.

 
 
 


 
 
 

SNAKE EATER II – Kritik

 
 
Lorenzo Lamas kommt seinerzeit aus der auch in Deutschland ausgestrahlten Weinbauern-Soap-Opera FALCON CREST. Dort konnte der Latino-Beau aus einer bekannten Schauspielerfamilie zwar schon gelegentlich seine Muckis und Karate-Skills präsentieren, musste ansonsten aber auf eine propere Gelegenheit warten, einen veritablen Actionstar geben zu können. Diese Gelegenheit bietet sich dem Fernsehdarsteller schließlich auf dem Wege verschiedener Prügel-Actioner auf VHS. Davon kann das Publikum in den Achtzigern und Neunzigern, eben den Hochzeiten der Videothekenkultur, damals lange ein kassenträchtigeres Segment als das dümpelnde Kino, gar nicht genug bekommen. Und das auf der ganzen Welt. Im Windschatten von ewigen Machofilm-Ikonen wie Stallone, Schwarzenegger, Norris und Kollegen entsteht ein Video-B-Film-Hollywood, dessen Stars Martial-Arts-erprobte Fressepolierer wie Steven Seagal, David Bradley oder Michael Dudikoff sind. Lorenzo Lamas, gutaussehend, athletisch und nicht ängstlich, auch mal einen Stunt zu vollführen, dreht nach FALCON CREST einen ganzen Blumenstrauß solcher Filme, bevor ihm in den Neunzigern mit der ganz unterhaltsamen Biker-auf-der-Flucht-Show RENEGADE ein Fernseh-Comeback gelingt. Die SNAKE-EATER-Filme, insgesamt sind es drei, stellen jedenfalls die Krone seines Schaffens als Verdrescher bedauernswerter Kleindarsteller dar.
 
 
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Im vorliegenden zweiten Teil präsentiert sich der SNAKE EATER nicht nur als beinhartes Gewaltfetisch-Programm mit Anleihen bei den späten, vollends in beinahe absurder Ultra Violence aufgehenden Fortsetzungen von Charles Bronsons EIN-MANN-SIEHT-ROT-Reihe, nein ein ganz anderes Terrain wird lustvoll betreten. Ja, Sensei Lorenzo führt die Einwohnerschaft des Irrenhauses, wo ihn seine Gewalt verdientermaßen landen lässt, in die Schlacht, wo die von ausgewiesenen Charakterdarstellern gegebenen Gesellen zu psychotischer Höchstform auflaufen. Einen Extrapunkt gibt es für die Gesangs- und Tanznummer zum Finale des Films, die aus der Komödie eine Perverse Komödie macht.
 
 
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Unter der handfest-nüchternen Regie des früheren Effektmannes und erfahrenen Fernsehfilmers George Erschbamer (unter anderem Mitarbeiter bei den großen Sylvester-Stallone-Hits RAMBO und ROCKY), geht Lorenzo in seiner Rolle als Hart-Arsch Soldier Kelly so auf, wie man es sich vom Star eines Vehikels wie dem Schlangenfresser nur wünschen kann. B- oder gar C-Action auf exakt dem Niveau, das man erwartet und natürlich auch nicht enttäuscht wird. Lamas‘ damalige Gattin Kathleen Kinmont darf, wie so oft, auch mitspielen. Die damals durchaus noch als, wenn auch eher amerikanisch-künstlich, Hingucker zu bezeichnende Blondine kennt der Freund des Horrorfilms als Titelfigur des legendären Splatter-Unfugs BRIDE OF RE-ANIMATOR oder eben auch wieder aus RENEGADE.
 
 
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SNAKE EATER II – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Zweiter und interessantester Teil einer Trilogie von ganz auf ihren ansehnlichen Hauptdarsteller zugeschnittenen Videotheken-Action-Knallern aus den Glanzzeiten hodenstarker Herrenfilme. „RENEGADE“ Lorenzo Lamas gibt den Knochenbrecher mit Polizeimarke mit exakt jenem Gusto des Schönlings mit Aggressionsproblem, das einer solchen Rolle nur angemessen ist.
 
 


 
 
 

SNAKE EATER II – Zensur

 
 
 
„Snake Eater II – Snake Eater’s Revenge“ kam in Deutschland auf VHS heraus, wurde aber 1991 von der BPjS indiziert und erst 2015 wieder vom Index gestrichen. Mittlerweile wurde der Streifen von der FSK neu geprüft und ist jetzt angeschnitten frei ab 18 Jahren.

 
 
 


 
 
 

SNAKE EATER II – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM RECORDS (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Snake Eater II: The Drug Buster; Kanada 1989

Genre: Action, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 92 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Vorwort mit Lorenzo Lamas (Englisch, Optonale Deutsche Untertitel), Snake Eater Featurette Teil 2: A Franchise with Fangs – Remembering The Drug Buster (Englisch, Optionale Deutsche Untertitel), Sanke Eater 1 Trailer, Sanke Eater 2 Trailer, Sanke Eater 3 Trailer, Bildergalerie

Release-Termin: KeepCase: 28.01.2022

 

Snake Eater II – Snake Eater’s Revenge [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

SNAKE EATER II – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei NSM RECORDS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Snake Eater (1989)
 
Snake Eater III (1992)
 
Female Justice (1996)
 

Filmkritik: „The Negotiation“ (2018)

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THE NEGOTIATION

(HYEOB-SANG)

Story

 
 
 
Chae-yoon, eine erstklassige Verhandlungsführerin bei der Polizei, wird zu dem Ort gerufen, an dem ihr Vorgesetzter als Geisel genommen wird. Nach und nach offenbart sich die überraschende Motivation des charismatischen jungen Geiselnehmers, der der Polizei immer einen Schritt voraus zu sein scheint.

 
 
 


 
 
 

THE NEGOTIATION – Kritik

 
 
Rasant startet es direkt mit einer Geiselnahme, Reporter sind bereits vor Ort, der moderne, realistische Stil erinnert an „A Hard Day“. Da der Captain des Polizeiteams kaum Englisch spricht und in sich in einer amüsanten, kurzen Szene mehr schlecht als recht in der angestrebten Verhandlung schlägt, wird Protagonistin Chae-yoon zum Ort des Geschehens gerufen. Diese betritt kurz vor dem bewaffneten Einsatzteam das Gebäude, schafft es in der kurzen Zeit allerdings nicht zu verhindern, dass eine Geisel umgebracht wird.
 
 
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Nach den Opening Credits geht es in Bangkok weiter, wo ein Reporter von unserem Antagonisten, natürlich ebenfalls einem jungen, charismatischen Teenie-Schwarm, gekidnappt wird. Dieser setzt sich nun per Videocall mit der imposanten Ermittlungszentrale in Kontakt und verlangt niemand geringeren als die traumatisiserte Chae-yoon, die nach dem letzten Vorfall hren Job gekündigt hat, nun aber in größter Eile und gegen ihren Willen zurück in die Arbeit gezerrt wird. Mit dabei ein Big Orchestra-Soundtrack zwischen bondigen Agenten-Tönen, badassigen Trompeten und pointierten, die Spannung untermalenden Streichern. Stellenweise bleiben die Melodien zwar zu überhört und die Lieder zu beliebig, doch im Gesamtpaket bleibt ein leicht überdurchschnittlicher Eindruck.
 
 
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Doch so klischeehaft oder häufig gesehen die an „Verhandlungssache“ erinnernde Prämisse spontan wirkt, so schnel schaffen es die Machtspielchen, ambivalenten Motivationen und Diskussionen innerhalb sowie außerhalb der Zentrale mitzureißen und die angespannte Situation auf höchst unterhaltsame Weise zu inszenieren. Das liegt nebem dem starken Setdesign und den routinierten Auflösungsstrategien vorallem an dem tighten Script, das nicht viel Zeit für Verschnaufpausen oder Nebenstränge lässt, sowie an dem Schauspiel der beiden Hauptdarstellerin:innen Son Ye-jin und Hyun Bin, die ihre jeweiligen Rollen als selbstbestimmte, aber auch verängstigte Krisenvermittlerin bzw. arroganter, aber intelligenter Erpresser/Terrorist mit einer anziehenden gegenseitigen Chemie und schauspielerischer Ausdruckskraft lebendig werden lassen.
 
 
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Dass als komödiantischer, teils anstrengend unpassend slapstickhafter Sidekick ein weiterer Polizist mit in die Zentrale kommt gilt es ebenso zu verschmerzen wie schwächelndes CGI in einigen Außenszenen – doch dafür wird im weiteren Verlauf weder vor systemkritischen Storyverläufen, noch unerwarteten Twists oder blutigen On-Screen-Erschießungen zurück geschreckt, was für stete Verlaufsspannung und Kurzweil beim Zuschauer sorgt. Ein durchgängig origineller oder neuartiger Film ist „The Negotiation“ unterm Strich also keinesfalls geworden, doch wer routinierte, technisch sowie schauspielerisch hochwertige, stets spannende und unterhaltsame Thriller-Unterhaltung mit den altbekannten Fronten zwischen persönlichen Motivationen und beruflichen Verpflichtungen, Geheimhaltung der Regierung und der Gefährdung von Menschenleben, schlußendlich aber auch einfach Gangster und Polizei sehen möchte, der ist hier absolut richtig.
 
 


 
 
 

THE NEGOTIATION – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Spannender Geiselthriller mit packenden Performances und gekonnter Inszenierung. Trotz etwas unnötiger Comedy- und CGI-Einlagen sowie schmalziger Endnote ein kurzweiliger, sehenswerter und gelungener Film.
 
 


 
 
 

THE NEGOTIATION – Zensur

 
 
 
Der koreanische Geisel-Thriller „The Negotiation“ ist in Deutschland ungeschnitten und frei ab 16 Jahren zu haben.
 
 
 


 
 
 

THE NEGOTIATION – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Busch Media Group (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Hyeob-sang; Südkorea 2018

Genre: Thriller, Action, Krimis

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Koreanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 114 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Benind the Scenes, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 03.12.2021

 

The Negotiation [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

THE NEGOTIATION – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei Busch Media Group)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Verhandlungssache (1998)
 
Greyzone – No Way Out (2018)
 
Argo (2012)
 
Die Heineken Entführung (2011)
 
Nicht auflegen! (2002)
 

Filmkritik: „Cash Truck“ (2021)

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CASH TRUCK

(WRATH OF MAN)

Story

 
 
 
Ein wortkarger Mann fängt seinen Dienst bei einem Geldtransportunternehmen an und schon kommt es zu einem Überfall. Doch hinter der Sache steckt weitaus mehr.

 
 
 


 
 
 

CASH TRUCK – Kritik

 
 
Guy Ritchie hat den coolen Gangsterthriller mit nur zwei Werken eindeutig geprägt, sich in den letzten Jahren jedoch eher im seichten Mainstream-Sektor wohlgefühlt. Nach Werken wie „Sherlock Holmes“ oder „Aladdin“, kehrte er 2019 mit „The Gentlemen“ allerdings zu seinen Wurzeln zurück und da macht er nun auch mit „Cash Truck“ weiter. Es handelt sich hierbei zwar um das Remake eines französischen Filmes von 2004, aber trotzdem ist die Handschrift von Guy Ritchie unverkennbar. Dabei besticht das Werk weniger durch eine clevere Handlung, sondern viel mehr um die Art und Weise, wie diese vorgetragen wird.
 
 
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Alle nennen ihn nur „H“. Ein Buchstabe genügt ihm als Name. H beginnt einen neuen Job bei einem Geldtransportunternehmen und es dauert nicht lange, da gibt es auch schon einen Überfall. Doch die Räuber haben nicht damit gerechnet, dass H sich nichts gefallen lässt und so wird er auch schon bald zu einem Helden. Doch seine eigentliche Motivation kennt niemand. H hat eine finstere Vergangenheit und diesen neuen Job füllt er nicht ohne Grund aus.
„Cash Truck“ macht eindeutig am meisten Spaß, wenn man nicht zu viel über die Handlung weiß, denn selbst wenn man sich recht früh denken kann, dass es mit der Figur von H mehr auf sich haben muss, so wird der Zuschauer doch vorerst im Dunkeln gelassen, was genau hier gespielt wird. Allgemein wird die Geschichte nicht chronologisch vorgetragen und viel der Laufzeit besteht aus Rückblicken. So setzt sich das Puzzle dann Stück für Stück zusammen und aus einem simplen Rache-Plot wird etwas, das man durchaus etwas komplexer nennen kann. Das Drehbuch ist ordentlich geschrieben und das Spiel mit den verschiedenen Zeit-Ebenen funktioniert hier einwandfrei. Gerade weil man sich die Geschichte selbst ein wenig erarbeiten muss, bleibt man stets interessiert am Ball.
 
 
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Dabei pfeift „Cash Truck“ allerdings auch auf die Erwartungshaltung. Konnte man nach dem Trailer noch mit einem brachialen Actionfilm rechnen, so wird man sich vielleicht etwas enttäuscht sehen. Es dauert zwar nicht lange, bis es zur ersten, richtig gut gemachten, aber auch enorm kurzen Actionszene kommt, doch danach tritt Ritchie vollends auf die Bremse und erzählt seine Geschichte recht ausufernd. Bis es wieder zur Action kommt, muss man schon bis zum Finale warten. Hier kracht es dann noch mal ordentlich, aber selbst der Showdown fällt nicht unbedingt so aus, wie der Zuschauer das vielleicht erwarten wird. Im Endeffekt ist das jedoch als positiv zu verzeichnen, weil Ritchie konsequent seinen Weg geht und dabei einen doch recht geschwätzigen Film gedreht hat, was man von ihm zwar kennt, aber eben nicht in dieser Form. „Cash Truck“ ist überraschend düster und trocken, besitzt einen zynischen Humor, der jedoch kaum zum Lachen einlädt. Die Atmosphäre ist auf der einen Seite cool, aber niemals übertrieben und so wirkt das Werk schon fast bodenständig auf seine eigene Art und Weise. Am ehesten erinnert das Geschehen dabei an einen Heist-Movie, aber das Ganze wird mit Thriller-Einlagen, kleinen Action-Anteilen und etwas Gangster-Stimmung erweitert und daraus entsteht ein abwechslungsreicher Mix.
 
 
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Die Inszenierung hat Ritchie natürlich nicht verlernt und aus handwerklicher Sicht macht „Cash Truck“ nahezu alles richtig. Die Optik ist passend zur Atmosphäre ziemlich unterkühlt und den größten Aufwand braucht Ritchie gar nicht zu betreiben, damit das visuell ansprechend ist. Es gibt hinterher ein paar phänomenale Panorama-Ansichten der Großstadt zu sehen, doch viele Szenen spielen sich auf engerem Raum ab und die Schauplätze sind nicht gerade spektakulär gestaltet, was jedoch gut zur bodenständigeren Stimmung passt. Wenn es Action zu sehen gibt, wurde diese brachial und ordentlich umgesetzt, aber sie steht eben selten im Vordergrund. Das Geschichtenerzählen ist dem Werk wichtiger und so gibt es einige Dialoge zu hören. Gerade weil es hier und da immer mal noch recht unvorhersehbare Wendungen gibt, langweilen die zwei Stunden Laufzeit nicht. Der Start macht neugierig genug, um dem folgenden Treiben zuschauen zu wollen. Es sind vielleicht ein paar minimale Längen zu verbuchen, doch insgesamt weiß „Cash Truck“ durchaus gut zu unterhalten und es kommt in angenehmen Portionen auch mal etwas Spannung auf.
 
 
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Bei den Darstellern muss man natürlich an erster Stelle Jason Statham nennen, der nun bereits zum vierten Mal mit Ritchie zusammengearbeitet hat. Diese Kombination hat eigentlich immer hervorragend gepasst und so harmoniert das Duo auch in „Cash Truck“. Dabei ist Statham in seiner Rolle mal bemerkenswert bodenständig. Er ist den anderen zwar meistens überlegen, wird aber niemals zu einem unrealistischen Berserker und spielt seine düstere Rolle ganz schön nachdenklich und grimmig. Diese Leistung weiß zu gefallen. Dabei stehen jedoch auch eine ganze Menge anderer Darsteller gerne mal im Rampenlicht. Holt McCallany mutiert im Verlauf zu einer schön verabscheuungswürdigen Figur und Scott Eastwood macht als Bösewicht überraschend viel her. In der zweiten Hälfte weiß zudem Jeffrey Donovan zu überzeugen. In kleineren Rollen gibt es noch Andy García und Josh Hartnett zu sehen. Das sind alles brauchbare Leistungen, die den Film aufwerten. Die Figurenzeichnung ist dabei sicherlich etwas mager geraten, doch das soll bewusst so sein. H ist an sich eine tiefgründige Figur, doch so wirklich bemerkt man dies kaum. Auch die anderen Charaktere bedienen eher den Standard, sind dabei aber zum Glück markant genug gestaltet, um nicht sofort aus der Erinnerung zu fliegen.
 
 


 
 
 

CASH TRUCK – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
Mit „The Gentlemen“ hat sich Guy Ritchie wieder etwas warm gemacht und mit „Cash Truck“ findet er tatsächlich fast zurück zur alten Stärke. Ganz so kultig, wie seine Anfangswerke ist das noch nicht, aber trotzdem bekommt man einen schön düsteren, grimmigen und doch irgendwie coolen Thriller geboten, der hinterher überraschend viele Heist-Movie-Elemente besitzt. Sowieso ist die Story eine Stärke des Werkes, denn obwohl sie im Kern sehr simpel ist, wird sie sehr interessant erzählt und somit enorm aufgewertet. Die Inszenierung sitzt und die zwei Stunden Laufzeit sind trotz minimaler Längen sehr unterhaltsam. Es hätte ruhig ein bisschen mehr Action geben dürfen, doch die Erwartungshaltung des Publikums untergräbt Ritchie sowieso ganz gerne mal. Da er das mit reichlich Stil tut, ist das im Endeffekt jedoch sogar positiv. Die Figurenzeichnung schöpft ihr Potenzial nicht unbedingt aus, aber dank der starken Darsteller fällt dies niemals zu negativ auf. Und ein bisschen Brutalität fehlt zum Glück auch nicht. Somit stellt „Cash Truck“ einen rundum gelungenen Film dar, den sich Fans von Ritchie oder Statham keineswegs entgehen lassen sollten.
 
 


 
 
 

CASH TRUCK – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Cash Truck“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

CASH TRUCK – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) STUDIOCANAL (Blu-ray im KeepCase)

cash-truck-2021-4k-uhd

(c) STUDIOCANAL (4K UHD im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Wrath of Man; USA | Großbritannien 2021

Genre: Thriller, Action, Drama, Krimis

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 119 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer, Trailershow, Extended Featurette, Making of

Release-Termin: KeepCase: 11.11.2021

 

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CASH TRUCK – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei STUDIOCANAL)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Cash Truck – Der Tod fährt mit (2004)
 
Rock N Rolla (2008)
 
The Gentlemen (2019)
 

Filmkritik: „The Trip – Ein mörderisches Wochenende“ (2021)

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THE TRIP – EIN MÖRDERISCHES WOCHENENDE

(THE TRIP)

Story

 
 
 
Für ein sich hassendes Ehepaar wird die Planung, den Partner umzubringen, zu einer viel größeren Gefahr, als auch noch ein paar entflohene Sträflinge auftauchen.

 
 
 


 
 
 

THE TRIP – Kritik

 
 
Wenn eine schwarze Komödie aus Skandinavien stammt, darf man sich sicher sein, dass es alles andere als politisch korrekt zur Sache gehen wird. Wenn dann auch noch Tommy Wirkola Regie führt, dann darf man sich zusätzlich sicher sein, dass es reichlich blutig werden wird. „The Trip – Ein mörderisches Wochenende“ klingt schon auf dem Papier reichlich abgefahren, ist in seiner Umsetzung jedoch tatsächlich noch verrückter. Schade, dass sich Wirkola manchmal etwas von belanglosen Nebensträngen ablenken lässt, denn sonst hätte aus dem Streifen ein echter Kulthit werden können, doch auch so kommen Fans von schwarzem Humor auf ihre Kosten!
 
 
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Lisa und Lars führen keine besonders glückliche Ehe, hassen sich irgendwie und können einfach keine Minute friedlich miteinander verbringen. Ein Wochenende in einem abgelegenen Ferienhaus soll es richten, nur was beide Partner voneinander nicht wissen: Der jeweils andere plant, den anderen umzubringen. Als das Ehepaar die Pläne in die Tat umsetzen möchte, stoßen plötzlich drei entflohene Sträflinge in das Szenario und die sind durchaus brutal. So darf sich das Gemetzel erweitern und dabei kommt es Lisa und Lars zu gute, dass sie sich schon ein paar Waffen besorgt haben.
Das klingt wie die weitaus brutalere Variante von „Mr. und Mrs. Smith“ und ungefähr ein solches Szenario erwartet den Zuschauer auch. Nur dass es hier nebenbei eben noch drei brutale Gangster gibt. Alleine diese Idee macht das Geschehen ziemlich abwechslungsreich, wobei Wirkola, der das Drehbuch selbst schrieb, manchmal etwas den Fokus aus den Augen verliert. So wäre es nicht unbedingt nötig gewesen, das Treiben noch mit Rückblenden anzureichern. Teilweise möchte die Geschichte mehr, als sie eigentlich hergibt. Hätte man sich da lieber auf das Wesentliche konzentriert, wäre die Handlung im Endeffekt stimmiger. Trotzdem hatte Wirkola einige stimmige Ideen und setzt diese gekonnt um.
 
 
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Sowieso macht er in seiner Inszenierung viel richtig. Kennt man seine vorherigen Filme wie z.B. „Dead Snow“, weiß man schon in etwa auf welche Richtung man sich gefasst machen sollte. „The Trip – Ein mörderisches Wochenende“ ist gnadenlos schwarzhumorig, pfeift auf politische Korrektheit und gibt sich möglichst derb. Egal ob es mal in Richtung Fäkalhumor geht oder ob es dann doch eher in Richtung „Vergewaltigung des Mannes“ geht – Man behandelt viele Faktoren. Dass der Anfang dabei sogar noch nach einem halbwegs ernsthaften Beziehungsdrama aussieht, macht die Sache nur noch abwechslungsreicher. Es dauert ca. 20 Minuten bis es zum ersten Mal zur Sache geht, aber so richtig starten, tut das Szenario erst nach 40 Minuten, wenn die Verbrecher dazu stoßen. Erstaunlicherweise wird die Atmosphäre danach sogar nahezu richtig fies und man könnte kurze Zeit fast vergessen, dass es ja humorvoll zur Sache ging. Da fühlt sich der Zuschauer fast wie in einem lupenreinen Terrorfilm alter Schule. Dieses Gefühl hält allerdings nicht lange an und schon bald wird wieder hemmungslos auf die Kacke gehauen. Niemand wird verschont und alle stecken ein.
 
 
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Leider sorgen die ganzen Rückblicke immer wieder für eine Unterbrechung und das wäre in dieser Form nicht notwendig gewesen. Hier bremst sich „The Trip – Ein mörderisches Wochenende“ unnötig aus. Allgemein ist der Plot für seine knapp zwei Stunden Laufzeit zu aufgebläht. Hätte Wirkola daraus einen 90-Minüter gemacht, hätte es gar keine Längen gegeben, aber in dieser Form ist der Unterhaltungswert nicht immer ganz oben. Spannung will eigentlich auch nicht wirklich aufkommen, weil das Treiben dafür nicht ernst genug erscheint. So bleibt einem im Endeffekt nichts anderes übrig, als einfach Spaß mit dem blutigen Treiben zu haben und wenn man es gerne böse hat, dann wird einem das nicht schwer fallen. Blut wird jedenfalls genügend vergossen und die Freigabe ab 18 Jahren hat sich der Film durchaus verdient. Die Morde fallen schön kreativ aus und jeder steckt reichlich ein. Die Effekte sind zudem gut gelungen und auch der Score begleitet das Geschehen passend.
 
 
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Das würde jedoch alles noch nicht ausreichen, wenn die Darsteller ihre Rollen nicht gut verkörpern könnten, doch hier kann sich Wirkola auf seinen Cast voll und ganz verlassen. Mit Noomi Rapace arbeitete er nicht das erste Mal zusammen und sie macht sich in ihrer Rolle echt gut. Aber auch Aksel Hennie geht als Lars vollkommen auf und holt den Zuschauer ab. Als die drei Sträflinge wissen Atle Antonsen, Christian Rubeck und André Eriksen zu überzeugen und die überschaubare Anzahl weiterer Schauspieler enttäuscht ebenfalls nicht. Der Fokus liegt sowieso stark auf diesen fünf Darstellern, die das schön übertrieben machen. Das passt, weil die Figurenzeichnung ebenso übertrieben ausgefallen ist. Hier wird mit einigen Klischees gearbeitet und das soll so sein. Das Resultat fördert zwar nicht gerade die Sympathien, aber zu viele davon wären in diesem Falle sowieso kontraproduktiv gewesen. Eine Ewigkeit bleiben einem diese Charaktere sicherlich nicht in Erinnerung, aber es ist markant genug, so dass man sich darüber nicht beschweren kann.
 
 


 
 
 

THE TRIP – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
„The Trip – Ein mörderisches Wochenende“ ist ein böser, blutiger Spaß geworden, der sich keinen Deut um politische Korrektheit schert und dabei irgendwie typisch skandinavisch wirkt. Besonders die guten Darsteller fallen auf und die Inszenierung sitzt ebenfalls. Leider versucht die Story im Endeffekt mehr zu sein, als sie eigentlich ist und deshalb zieht sich das Treiben etwas in die Länge. Das bemerkt man auch an der Laufzeit, denn der Film ist insgesamt gute 20 Minuten zu lang geraten und das stört natürlich den Unterhaltungswert. Sieht man davon mal ab, bekommt man jedoch herrlich schwarzhumorige und reichlich blutige Unterhaltung geboten, die gute Effekte besitzt und ganz sicher nicht zimperlich mit seinen Figuren umgeht. Aus handwerklicher Sicht ist das souverän gestaltet, die Grundidee ist nicht sonderlich originell, aber spaßig und insgesamt lässt sich durchaus sagen, dass man mit diesem Werk seinen Spaß haben kann, wenn man es eben gerne böse und blutig hat!
 
 


 
 
 

THE TRIP – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „The Trip – Ein mörderisches Wochenende“ ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE TRIP – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) SquareOne Entertainment (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Trip; Norwegen 2021

Genre: Thriller, Action

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Norwegisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.00:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 113 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Making of, Deutscher Trailer

Release-Termin: KeepCase: 29.10.2021

 

The Trip – Ein mörderisches Wochenende [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

THE TRIP – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei SquareOne Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Mr. & Mrs. Smith (2005)
 
Der Rosenkrieg (1989)
 

Filmkritik: „Anti-Life – Tödliche Bedrohung“ (2020)

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ANTI-LIFE – TÖDLICHE BEDROHUNG

(BREACH)

Story

 
 
 
Bruce Willis ist zurück und macht den B-Movie-Sektor mal wieder unsicher. In „Anti-Life“ muss er sich gegen einen außerirdischen Parasiten verteidigen.

 
 
 


 
 
 

ANTI-LIFE – Kritik

 
 
Es gab mittlerweile genügend Intros zu Filmkritiken, die auf Bruce Willis basieren. Wenn man sein gelangweiltes Gesicht auf einem Cover von einem neueren Werk sieht, zieht das scheinbar noch immer genügend Publikum an, aber hochwertige Kost erwartet dahinter sicher kaum noch jemand. „Anti-Life – Tödliche Bedrohung“ klang von vornherein wenig vielversprechend, hätte aber mit einer besseren Inszenierung sogar noch durchschnittlich sein können. So mies ist der Film nicht, nur leider mal wieder ziemlich langweilig.
 
 
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Mit der Erde, unserem Heimatplaneten, ist es vorbei, weshalb eine große Anzahl an Auserwählten mit einem Raumschiff auf einen erdähnlichen Planeten transportiert werden soll. Das Ganze würde auch funktionieren, wenn sich auf dem Schiff nicht irgendwie eine unbekannte Lebensform einquartiert hätte. Das parasitäre Wesen schlüpft in die Körper der Besatzung und schon bald regiert auf dem Raumschiff das Chaos. Wirklich originell klingt das nicht, aber jeder, der schon ein paar Science-Fiction-Filme mit Aliens gesehen hat, weiß, dass es nicht immer die kreativen Einfälle sind, die für Unterhaltung sorgen. Nur gut gemacht, sollte es sein. Bei „Anti-Life – Tödliche Bedrohung“ trifft dies leider eher weniger zu, weshalb die magere Handlung auch nicht so wohlwollend aufgenommen wird. Die Grundzutaten sind allesamt kopiert, hätten jedoch das Zeug dazu gehabt, einen unterhaltsamen Film zu entwerfen. So schlecht geht man das Szenario eigentlich auch gar nicht an. Hier und da wird zwar zu viel Zeit mit Belanglosigkeiten verschwendet, doch hinterher treibt man die Geschichte immerhin schnell voran. Dass das Ganze kaum funktionieren will, liegt am ehesten an der Inszenierung.
 
 
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Diese hat der Regisseur John Suits, der auch schon zuvor ein paar Werke gedreht hat, nämlich ganz schön versemmelt. Wie ein vernünftiger Spannungsaufbau funktioniert, scheint dem Mann jedenfalls fremd zu sein. Erst herrscht Stille, dann kommt die Gefahr ins Bild gehopst, es wird geballert und die Szene ist zu Ende. Das wiederholt sich etliche Male in „Anti-Life“ und da darf sich niemand wundern, wenn so keine Spannung entsteht. Außerdem sind die Kulissen echt ziemlich langweilig. Dass das Szenario wirklich in einem Raumschiff im Weltall stattfinden soll, wird dem Zuschauer nur selten authentisch verkauft. Da wird zwar mit reichlich öden Lichtern gespielt, doch eine Atmosphäre entsteht so kaum. Wenn sich die infizierten Menschen dann wie Zombies verhalten, werden zwar Erinnerungen an „Ghosts of Mars“ wach, doch selbst wenn der Film nicht zu den besten Werken von Carpenter gehört, hat man das Actionspektakel dort trotzdem stimmungsvoller kreiert. Hier fehlt es einfach ganz eindeutig an Schauwerten und das Budget war scheinbar nicht groß genug, um ein paar Visionen so richtig hinzubekommen.
 
 
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So muss der Zuschauer dann auch größtenteils auf gute Effekte verzichten, wobei es unfair wäre zu behaupten, dass alle total billig aussehen würden. Okay, den Flammenwerfer hätte man sich besser gespart, doch das blaue Zeug hinterher sieht sogar ganz nett aus. Außerdem wird doch eine gute Portion gesplattert und so harmlos kommt „Anti-Life“ gar nicht mal daher. Am Ende darf man sogar eine große Alien-Kreation begutachten, die nicht toll, aber auch nicht miserabel ausschaut. Den Unterhaltungswert macht das alles nicht fett, jedoch kann man behaupten, dass der Film in seinen besten Momenten sogar halbwegs anziehend wirken kann. Die Dialoge sind zwar selten interessant und die Prämisse gibt nicht viel her und dennoch gibt es immer wieder Phasen, in denen „Anti-Life – Tödliche Bedrohung“ dank reichlich Action kurzweilig erscheint. Leider sind es im Endeffekt aber nicht genügend solcher Momente und dass das Ende dann dermaßen offen und abrupt geschieht, wirft auch eher ein Fragezeichen auf.
 
 
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Selbstverständlich muss man noch auf die Darsteller zu sprechen kommen. Bruce Willis – Dieser Name, der wohl bei keinem Filmfreund heutzutage noch ein Lächeln aufkommen lassen will. Er stört in „Anti-Life“ gar nicht mal und noch überraschender ist: Er spielt tatsächlich eine vollwertige Hauptrolle. Dabei darf er ein paar Sprüche klopfen, wie das in der guten, alten Zeit der Fall war. Normalerweise ist das eigentlich keine Leistung, die man erwähnen müsste, aber man muss sie dennoch erwähnen, weil sie eben nicht ganz so gelangweilt wirkt, wie man das mittlerweile von Willis gewohnt ist. Daneben gibt es noch ein paar andere bekannte Namen in kleineren Rollen zu sehen. Thomas Jane schaut kurz vorbei, aber echt nur kurz, Ralf Moeller ist kurz zu vernehmen, Timothy V. Murphy kann kurz in Erinnerung bleiben und Johnny Messner ist auch kurz mit dabei. Die eigentliche Hauptrolle wird von Cody Kearsley reichlich unspektakulär gespielt. Insgesamt gilt jedoch: Die Schauspieler sind in Ordnung. Nur haben sie bei der dünnen Figurenzeichnung natürlich so gut wie keine Chance. Die Charaktere werden dem Zuschauer herzlich egal sein, weshalb es auch nicht stört, wenn mal jemand stirbt. Da kommen zu wenig Sympathien auf und richtig markant will es leider auch nicht wirken, es sei denn das Aussehen des Darstellers sorgt dafür.
 
 
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ANTI-LIFE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
„Anti-Life – Tödliche Bedrohung“ ist keine Totalkatastrophe, teilweise sogar ganz okay und kann dennoch nicht empfohlen werden, weil er einfach nur wenig zu bieten hat. Mal ganz abgesehen davon, dass wieder mit prominenten Namen geworben wird. Im Falle von Bruce Willis ist das immerhin keine Mogelpackung, denn der spielt eine richtige Hauptrolle und stört in dieser nicht mal. In erster Linie ist es der ideenarmen, langweiligen Inszenierung zu verdanken, dass „Anti-Life“ keine echte Freude aufkommen lassen will, denn das ist doch alles reichlich plump und generisch gestaltet. Zwar kommt nach einem langweiligen, ersten Drittel doch überraschend viel Action auf, aber das ist alles ohne echtes Gespür gestaltet. Die Story wirkt so, als wäre sie schon tausende Male zuvor erzählt worden und die Figurenzeichnung hinterlässt keinen bleibenden Eindruck. So muss man sich doch eher langweilen, selbst wenn es ein paar unterhaltsame Momente gibt. Die Effekte sind okay, nur der Sound lädt ebenfalls zum Einschlafen ein. Unterm Strich ist „Anti-Life“ nicht so schlecht, wie man bei einem Mitwirken von Willis hätte vermuten können, aber wirklich viel taugen, tut er ebenfalls nicht!
 
 


 
 
 

ANTI-LIFE – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Anti-Life – Tödliche Bedrohung“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

ANTI-LIFE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) KOCH FILMS (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Breach; USA 2020

Genre: Action, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 92 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase mit Schuber

Extras: Trailershow, Trailer, Bildergalerie

Release-Termin: KeepCase: 21.10.2021

 

Anti-Life – Tödliche Bedrohung [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

ANTI-LIFE – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei KOCH FILMS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Ghosts of Mars (2001)
 
Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979)
 
Life (2017)

Filmkritik: „Truck Turner – Chicago Poker“ (1974)

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TRUCK TURNER – CHICAGO POKER

(TRUCK TURNER | BLACK BULLET)

Story

 
 
 
Truck Turner (Isaac Fucking Hayes) verdingt sich nach dem verletzungsbedingten Ende seiner Football-Karriere in Los Angeles als Kopfgeldjäger. Auf der Suche nach dem flüchtigen Luden Gator gerät Turner in einen Revierkampf zwischen brutalen Zuhälterfraktionen. Der fieseste unter den Nuttenhauern ist Harvard Blue (Yaphet Kotto), der sich gerne den Kopf des Kopfgeldjägers über den Kamin hängen würde.

 
 
 


 
 
 

TRUCK TURNER – Kritik

 
 
Ein Film aus dem Fundus der American International Pictures (AIP) könnte nicht mal dann enttäuschen, wenn er es versucht. Was nicht heißen soll, dass TRUCK TURNER eine Enttäuschung wäre. Im Gegenteil! Roger Cormans langjähriges Heimatstudio versteht in den Seventies auch, die innerstädtischen Kinos, maßgeblich von einem schwarzen Publikum besucht, mit perfekt aufgezogenen Billigreißern zu beliefern. Dabei wird das Script des Films anfänglich für einen weißen Schauspieler geschrieben. Lee Marvin oder Ernest Borgnine sind im Gespräch für den Part des Bounty Hunters. Knarzige Altherren-Action also. Interessant, so aber besser.
 
 
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TRUCK TURNER funktioniert nach den liebgewonnenen Mustern des Black-Action-Cinema. Kampf der afroamerikanischen Alpha-Wasserbüffel in grausigen Garderoben vor urbaner Kulisse. Die Herren sind gleichermaßen gewaltbereit und übercool und selbst im Angesicht wildester Schlägereien wäre, wenn nötig, genug Hoden-Überdruck vorhanden, eine der scharfen Afro-Schnitten zu bespaßen, die mindestens genau so tough redet und handelt wie die Herren der Schöpfung. Das Betrachten eines Blaxploitation-Films dürfte in jedem feministischen Universitätsfilmclub zu spontanen Selbstentzündungen im Publikum führen.
 
 
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TRUCK TURNER (hierzulande übrigens früher CHICAGO POKER, obwohl er in LA spielt. Deutschland, meine Damen und Herren, Deutschland!) läuft in den USA als tatsächlicher B-Film (also Film Nummer zwei eines Double Features) für den genialen FOXY BROWN, ist aber auch separat ein Knüppel. Bei dieser Besetzung ja auch nicht weiter verwunderlich.
 
 
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Isaac Hayes (1942 – 2008), sagenhaft kreativer Musiker und Songschreiber des besseren Soul und Funk, landet mit seinem „Theme From Shaft“ Anfang 1971 einen Crossover-Hit, der nicht nur die Charts stürmt, sondern auch noch die Soundtrack-Blaupause zum Blaxploitation-Genre wird. Es folgen Jahre des Prominenz-Exzesses, Kokain, schlechte Weiber und schlechtere Finanzberatung. Dafür aber auch Auftritte in Kultprogrammen wie John Carpenters DIE KLAPPERSCHLANGE, wo er den Gangsterboss Duke Of New York spielt. Die Musik von TRUCK TURNER übernimmt er natürlich auch.
 
 
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Später Comeback-Erfolg ist dem Mann mit der tiefen Stimme als Chefkoch im wilden Erfolgs-Cartoon SOUTH PARK vergönnt. Er spricht und singt die Parts des stets potenten Cafeteria-Küchenmeisters mit jederzeit hörbarer Freude an der Sache ein. Seine immer deutlich unter der Gürtellinie landenden Sprüche sind wichtiger Beitrag zum frühen Erfolg der langlebigen Serie von Matt Stone und Trey Parker bis sich der bekennende Scientologe mit den beiden Machern überwirft. Grund ist natürlich eine Folge über L. Ron Hubbards kontroverse Science-Fiction-Sekte aus Kalifornien.
 
 
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Nichelle Nichols, die echte Uhura aus RAUMSCHIFF ENTERPRISE spielt mit, dann als blutgeiler Pimp der gewohnt intensiv agierende Yaphet Kotto, den’s ja leider auch dieses Jahr erwischt hat. Turners Auftraggeber spielt Dick Miller, den jeder Filmfan in mindestens fünf Filmen gesehen hat, wofür man ihm die Filmbiografie THAT GUY DICK MILLER geschenkt hat.
 
 


 
 
 

TRUCK TURNER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Populärer Blaxploitation-Standardfilm in großartiger Qualität. Isaac Hayes, der sich auf einem Plattencover auch mal ordentlich größenwahnsinnig Black Moses nannte, erfreut den Bahnhofskino-Freund als lässiger Sex- und Fressevoll-Gott im brütenden Los Angeles der Wilden Siebziger. TRUCK TURNER ist ein Beispiel für einen Genrefilm, bei dem tatsächlich alles stimmt.
 
 


 
 
 

TRUCK TURNER – Zensur

 
 
 
TRUCK TURNER ist ein Kultfilm, der während der Blaxploitation-Welle in den 70er-Jahren erschien und in Deutschland um zehn Minuten gekürzt auf VHS-Kassette veröffentlicht wurde. Diese Fassung wurde im Jahr 1984 indiziert. 20 Jahre stand der Streifen auf dem Index. Erst im September 2011 erfolgte eine Neuprüfung, die dem Kultfilm eine FSK16 in der ungeschnittenen Fassung attestierte. Die nun erhältliche Blu-ray besitzt einen roten FSK-Flatschen. Der Grund ist im von der FSK höher eingestuftem Bonusmaterial zu suchen, denn der Streifen selbst besitzt eine Jugendfreigabe. Die Blu-ray-Fassung des Streifens ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

TRUCK TURNER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM RECORDS (Blu-rays + DVDs in 6 Mediabooks)

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(c) NSM RECORDS (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Black Bullet; USA 1974

Genre: Thriller, Krimis, Action

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 91 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase | Mediabook

Extras: Die ehemaligen nachsynchronisierten Fehlstellen wurden 2020 nochmal neu nachsynchronisert und ersetzen die bisherige Nachsynchro, Trailer, Radio-Spots | zusätzlich im Mediabook: 24-seitiges Booklet mit Text von Mike Blankenburg, Film auf DVD

Release-Termin: KeepCase: 24.09.2021 | Mediabook: 18.12.2020

 

Truck Turner – Chicago Poker [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Truck Turner – Chicago Poker [Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover A] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Truck Turner – Chicago Poker [Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover B] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Truck Turner – Chicago Poker [Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover C] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Truck Turner – Chicago Poker [Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover D] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Truck Turner – Chicago Poker [Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover E] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Truck Turner – Chicago Poker [Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover F] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

TRUCK TURNER – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei NSM RECORDS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Hammer (1972)
 
Wenn es Nacht wird in Manhattan (1970)
 
Coffy – die Raubkatze (1973)
 

Filmkritik: „Die Todeskandidaten 2“ (2015)

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DIE TODESKANDIDATEN 2

(THE CONDEMNED 2)

Story

 
 
 
Will Tanner (WWE-Wrestling-Lumpenhund Randy Orton) ist Teil eines desaströsen Einsatzes gegen die Veranstalter eines perversen Menschenjagd-Games, das seinen kriminellen Machern im Netz dicke Dollars macht. Er kehrt zurück in die karge Kulisse seiner ländlichen US-Heimat und leckt sich die Wunden. Als plötzlich Anschläge auf Tanners Leben stattfinden, muss der Kämpfer feststellen, dass die Zielpersonen ganz genau wissen, wer es auf sie abgesehen hatte und jetzt den nächsten Schritt unternehmen.

 
 
 


 
 
 

DIE TODESKANDIDATEN 2 – Kritik

 
 
Als die Welt noch nicht ganz am Arsch war, ist man für solche Filme in die Videothek seines Vertrauens eingekehrt und durfte auf der heimischen Couch des Schicksals Stunden stumpfsinniger Herren-Zufriedenheit verleben. Schauspielende Kampfsport-Bestien zeigen gegen Armeen gesichts- und charakterloser Bösewichter, was der Mann vom Fach mit Fäusten, Tritten und einem vernünftigen Waffenarsenal anrichten kann und sind sich im besten Falle darüber im Klaren, auch diese Saison nicht im Rennen um den Oscar anzutreten.
 
 
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Menschenjagd-, und Einer-gegen-alle-Filme wie DIE TODESKANDIDATEN 2 sind – jetzt lassen wir mal den Filmwissenschaftler raushängen – seit 1932 eine der Säulen des Actionkinos. Da hetzt nämlich bereits der übergeschnappte Aristokrat Zaroff seine Opfer über die Sets des Original-KING-KONG-Films. Ach ja, der Film heißt natürlich GRAF ZAROFF – GENIE DES BÖSEN, Original: THE MOST DANGEROUS GAME und ist grob geschätzt 300 mal neu verfilmt worden. Meistens inoffiziell, mal offiziell (jetzt gerade auf Amazon Prime, liebe Kinder).
 
 
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Hier ist’s Kopfgeldjäger Will Tanner, der eigentlich einer mafiösen Gang von Mordshow-Veranstaltern das Geschäft versauen will. Der Einsatz verunglückt und zurück in der Redneck-Idylle seiner amerikanischen Heimat wird der Jäger, wie man so schön sagt, selbst zum Gejagten. Routiniert reißt er dem prämiengeilen Gesindel die Ärsche auf bis zum Nacken und hält sich nicht mit Kinkerlitzchen wie charakterlicher Tiefe und ausziseliertem Minenspiel auf. Weil er es auch nicht muss, verdammt noch eins! Irrwitzige Buddy-Movie-Einsprengsel gibt’s als Bonus, wenn Tanners Vater, gegeben von der mittlerweile One-Man-Exploitation-Show Eric Roberts, anrückt und seinem Junior das Leben schwer macht. Er meint es ja nur gut.
 
 
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DIE TODESKANDIDATEN 2 als Sequel des gleichnamigen Reißers von 2007 zu sehen, kann nur nach hinten losgehen. Wenn im Erstling „Stone Cold“ Steve Austin als verdeckter Ermittler die übelsten Mörder des Planeten eigenhändig zur Schlachtbank führt, findet das dermaßen knüppelhart und in den Actionszenen fast schon so cartoonhaft brutal statt, wie man es von einem „so nebenbei“ erschienenen Actionfilm mit Wrestling-Connection absolut nicht erwarten konnte. Ja, THE CONDEMNED dürfte der beste Film sein, den die Film-Tochter vom World Wrestling Entertainment bis dato hinbekommen hat.
 
 
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Diesen Elefanten aus dem Raum gescheucht, kann man DIE TODESKANDIDATEN 2 als den soliden Teller Action-Hausmannskost nach alter Väter Sitte genießen, der er ist. Ring-Sauhund Randy „The Viper“ Orton in der Hauptrolle hat definitiv Film-Potential, wäre aber in einer Rolle als Bad Guy deutlich besser aufgehoben. Der Kerl strahlt auch als Held einfach eine spezielle, vollendete Arschlochhaftigkeit aus, die er – so konnte ich als Nicht-Kenner modernen Wrestlings eruieren – in seiner Haupt-Karriere seinem Publikum auch seit Jahren meisterlich vor den Latz knallt.
Da sind die Baddies, denen Orton hier im Film die Leviten liest, beinahe farblose Bodycount-Kandidaten. Bis auf die beiden Chefs natürlich! Wes Studi, amerikanischer Indianer (ja, das sagt man eigentlich nicht mehr), ist seit Jahrzehnten auf der Leinwand zu sehen und liefert auch hier Qualität ab. Der Big Boss des Todesspiel-Programms ist Baccaro. Der wird gespielt von Steven Michael Quezada, den man hauptsächlich als Drogencop Steve in der Über-Serie BREAKING BAD kennt. Sein Turn zum skrupellosen Business-Psycho in DIE TODESKANDIDATEN 2 weist ihn als fähigen Schauspieler aus. Macht Spaß.
 
 
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DIE TODESKANDIDATEN 2 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Vielleicht ist das eine angenehme Nebenerscheinung des gegenwärtig atemlos geschlagenen Kampfs um die Erhältlichkeit eines jeden Filmes zu jeder Zeit, wenn sich unter dem Radar millionenteurer Großproduktionen und aufwändig ausgestatteter Neu-Editionen großer Titel ein neues, verlässliches B-Action-Spielfeld entwickelt! DIE TODESKANDIDATEN 2 ist ein unterhaltsames, saftiges Männerfilm-Steak alter Schule und tut, was getan werden muss: Unterhalten!
 
 


 
 
 

DIE TODESKANDIDATEN 2 – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Die Todeskandidaten 2“ erscheint sechs Jahre nach seiner Veröffentlichung in den Vereinigten Staaten zum ersten Mal synchronisiert in Deutschland über NSM RECORDS. Der Film ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren. Anders als sein Vorgänger blieb ihm die Indizierung erspart. Actionfilmfans wird das freuen.
 
 
 


 
 
 

DIE TODESKANDIDATEN 2 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM RECORDS (Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover A)

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(c) NSM RECORDS (Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover B)

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(c) NSM RECORDS (Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover C)

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(c) NSM RECORDS (Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover D)

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(c) NSM RECORDS (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Condemned 2; USA 2015

Genre: Thriller, Action

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 90 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase | Mediabook

Extras: Audiokommentar von Dominik Starck, Hinter den Kulissen: Drones, Hinter den Kulissen: Fight, deutscher Trailer, Originaltrailer | zusätzlich im Mediabook: 24-seitiges Booklet von Nando Rohner, Film auf DVD

Release-Termin: KeepCase: 27.08.2021 | Mediabook: 26.02.2021

 

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DIE TODESKANDIDATEN 2 – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei NSM RECORDS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Die Todeskandidaten (2007)
 
Running Man (1987)
 
The Hunt (2020)
 

Filmkritik: „The Ultimate Weapon“ (1998)

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THE ULTIMATE WEAPON

Story

 
 
 
Nachdem ein Söldner eigenmächtig gehandelt hat, wird seine Tochter von einem skrupellosen Verbrecher entführt. Da sich das nicht gehört, hagelt es bald Leichen.

 
 
 


 
 
 

THE ULTIMATE WEAPON – Kritik

 
 
Der ehemalige Wrestler Hulk Hogan hat es schon früh zu einer echten Berühmtheit gebracht. Schon damals war es nicht so unüblich, dass sich Wrestler auch mal im Filmbusiness ausprobieren und so machte das auch Hogan. Seine Filme beschränkten sich jedoch überwiegend auf albernen Kinderkram, der für den Erwachsenen teilweise schwer zu ertragen war. Abgesehen von „Der Ritter aus dem All“ befindet sich eigentlich kein hochwertiges Werk in der Filmographie von Hogan. 1997 sollte dann ein Richtungswechsel stattfinden. Nun versuchte sich Hogan an ernsten Rollen und harten Actionfilmen. Auch hier war er nicht erfolgreich. Woran das liegt, sieht man an „The Ultimate Weapon“.
 
 
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Der Söldner Cutter will eine letzte Mission durchziehen, die sich gegen Waffenschmuggler richtet. Als Cutter bemerkt, dass er von seinem Auftragsgeber betrogen wurde und die Waffen in terroristische Hände gelangen sollen, zerstört er sie eigenmächtig. Damit macht er einen Senator ziemlich sauer und als dieser herausfindet, dass Cutter eine Tochter hat, will er sie auch gleich entführen. Dummerweise hat Cutter keine gute Beziehung zu seiner Tochter, aber jetzt muss er sie natürlich befreien.
Mit dem Drehbuch gewinnt man sicherlich keine Innovationspreise, aber das muss bei simpler Action ja auch gar nicht sein. Die Prämissen sind oftmals total schlicht und an sich hätte die Story genügend Potenzial hergegeben, nur leider wird sie ziemlich lahm erzählt. Überraschungen gibt es keine und der gesamte Verlauf ist völlig vorhersehbar. Das wäre an sich zu verkraften, wenn man den Fokus mehr in Richtung Action gelenkt hätte, aber dafür fehlte „The Ultimate Weapon“ wohl das Budget.
 
 
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So konzentriert sich Regisseur Jon Cassar, der erst hinterher mit der Serie „24“ so erfolgreich werden sollte, im mittleren Teil auf einen lahmen Drama-Handlungsstrang, der den Zuschauer völlig kalt lässt. Hier geschieht nichts, was interessant wäre und dass man für diese Szenen kein großes Geld brauchte, lässt sich klar erkennen. Das ist zwar handwerklich solide gemacht, aber eben ganz schön langweilig und ereignislos. Immerhin gibt es am Anfang und am Ende jeweils zwei ausgedehnte, gut gemachte Actionszenen. Der Einstieg weckt somit falsche Hoffnungen, fällt aber noch ganz passabel aus. Das Finale rettet „The Ultimate Weapon“ nicht, sieht jedoch trotzdem hübsch aus, bietet nochmal eine gute Portion Action und auch die nötige Portion Gewalt. Die Shoot-outs sind nicht harmlos, aber die Freigabe ab 18 Jahren wirkt aus heutiger Sicht dennoch etwas überzogen. Allgemein ist die Inszenierung schon ganz brauchbar und sauber gemacht, ist der Streifen durchaus und trotzdem mangelt es erheblich an Schauwerten und an einem Wiedererkennungswert.
 
 
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Daran kann auch ein Hulk Hogan nichts ändern. In den Rollen, in denen er sich zum Affen machte, bewies Hogan stets Humor, Selbstironie und das Ergebnis war dann doch irgendwie sympathisch. In „The Ultimate Weapon“ versucht er nun komplett ernst zu spielen und dieses Ergebnis fällt schon weitaus enttäuschender aus. Das wirkt alles sehr verkrampft, erzwungen, plump und holprig. Dass aus Hogan kein echter Actionstar wurde, wundert einen nach diesem Film jedenfalls nicht. Die restliche Besetzung kann auch nicht viel reißen. Carl Marotte ist fehlbesetzt und Daniel Pilon spielt einen stereotypischen, nichtssagenden Bösewicht. Lediglich Cynthia Preston lässt noch ein wenig Charme aufkommen. Die Figurenzeichnung ist langweilig und funktioniert nicht. Alle Charaktere wirken künstlich, konstruiert und sind ein reines Mittel zum Zweck. Somit kommen keinerlei Sympathien auf und die Figuren sind dem Zuschauer schlichtweg egal.
 
 
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Für einen richtigen Actionreißer bietet „The Ultimate Weapon“ zu wenig Action und für die Drama-Anteile ist die Figurenzeichnung zu schlecht. Dass man sich nicht durchgehend langweilen muss, liegt an dem soliden Start und dem versöhnlichen Ende. Alles, was dazwischen geschieht, kann man verkraften, aber Spaß kommt hier sicherlich keiner auf. Auch die Atmosphäre erfüllt ihren Zweck selten. Das ist zwar teilweise reißerisch, aber niemals genug. Ein paar unfreiwillig komische Szenen lassen den Trash-Faktor automatisch nach oben schnellen, doch so richtig amüsant wird das trotzdem selten, denn dafür ist das Geschehen einfach zu trocken. So bekommt man im Endeffekt 95 Minuten Laufzeit geboten, die nicht schrecklich langatmig sind, aber am ehesten für einen gemütlichen Sonntag-Mittag, an dem man vielleicht noch ein bisschen dösen möchte, taugen.
Der Score ist okay, fällt aber nicht sonderlich auf.
 
 


 
 
 

THE ULTIMATE WEAPON – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
„The Ultimate Weapon“ ist ein recht lahmer Actionfilm, der zwar am Anfang und am Ende in diesem Bereich überzeugen kann, ansonsten jedoch keinerlei Highlights zu bieten hat. Die Inszenierung ist ganz sauber und die vorhandene Action wurde solide gestaltet, aber das Drama funktioniert überhaupt nicht und die Figurenzeichnung ist absolut öde. Aus der simplen Story hätte man mit mehr Budget sicherlich auch mehr herausholen können. So bleibt dem Zuschauer am ehesten ein Hulk Hogan, der beweist, dass er wirklich kein guter Schauspieler ist. Ihm dabei zuzuschauen, macht nicht gerade Spaß, aber auch die restlichen Darsteller bekleckern sich nicht gerade mit Ruhm. Das ist zwar niemals ärgerlich langweilig, besitzt aber im mittleren Teil dennoch zu viele Längen und ist am Ende weder trashig, noch amüsant oder brachial genug. Für Fans von Hogan vielleicht mal eine Sichtung wert, für Fans guter Actionfilme verzichtbar!
 
 


 
 
 

THE ULTIMATE WEAPON – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „The Ultimate Weapon“ war bereits bei seiner Erstveröffentlichung auf VHS ungeschnitten und frei ab 18 Jahren. Der Streifen lief sogar bereits im Free-TV geschnitten ab 16 Jahren. Die nun erhältliche HD-Fassung des Actionfilmklassikers ist ebenso ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE ULTIMATE WEAPON – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM RECORDS (Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover A)

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(c) NSM RECORDS (Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover B)

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(c) NSM RECORDS (Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover C)

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(c) NSM RECORDS (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Ultimate Weapon; Kanada 1998

Genre: Action

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 95 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase | Mediabook

Extras: Erstmals als Blu-Ray (Digital remastered in 2K), Originaltrailer | zusätzlich im Mediabook: 24-seitiges Booklet von Mike Blankenburg, Film auf DVD

Release-Termin: KeepCase: 27.08.2021 | Mediabook: 26.03.2021

 

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THE ULTIMATE WEAPON – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei NSM RECORDS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Shadow Warriors – Rache um jeden Preis (1999)
 
Das Phantom-Kommando (1985)