Filmkritik: „Truck Turner – Chicago Poker“ (1974)

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TRUCK TURNER – CHICAGO POKER

(TRUCK TURNER | BLACK BULLET)

Story

 
 
 
Truck Turner (Isaac Fucking Hayes) verdingt sich nach dem verletzungsbedingten Ende seiner Football-Karriere in Los Angeles als Kopfgeldjäger. Auf der Suche nach dem flüchtigen Luden Gator gerät Turner in einen Revierkampf zwischen brutalen Zuhälterfraktionen. Der fieseste unter den Nuttenhauern ist Harvard Blue (Yaphet Kotto), der sich gerne den Kopf des Kopfgeldjägers über den Kamin hängen würde.

 
 
 


 
 
 

TRUCK TURNER – Kritik

 
 
Ein Film aus dem Fundus der American International Pictures (AIP) könnte nicht mal dann enttäuschen, wenn er es versucht. Was nicht heißen soll, dass TRUCK TURNER eine Enttäuschung wäre. Im Gegenteil! Roger Cormans langjähriges Heimatstudio versteht in den Seventies auch, die innerstädtischen Kinos, maßgeblich von einem schwarzen Publikum besucht, mit perfekt aufgezogenen Billigreißern zu beliefern. Dabei wird das Script des Films anfänglich für einen weißen Schauspieler geschrieben. Lee Marvin oder Ernest Borgnine sind im Gespräch für den Part des Bounty Hunters. Knarzige Altherren-Action also. Interessant, so aber besser.
 
 
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TRUCK TURNER funktioniert nach den liebgewonnenen Mustern des Black-Action-Cinema. Kampf der afroamerikanischen Alpha-Wasserbüffel in grausigen Garderoben vor urbaner Kulisse. Die Herren sind gleichermaßen gewaltbereit und übercool und selbst im Angesicht wildester Schlägereien wäre, wenn nötig, genug Hoden-Überdruck vorhanden, eine der scharfen Afro-Schnitten zu bespaßen, die mindestens genau so tough redet und handelt wie die Herren der Schöpfung. Das Betrachten eines Blaxploitation-Films dürfte in jedem feministischen Universitätsfilmclub zu spontanen Selbstentzündungen im Publikum führen.
 
 
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TRUCK TURNER (hierzulande übrigens früher CHICAGO POKER, obwohl er in LA spielt. Deutschland, meine Damen und Herren, Deutschland!) läuft in den USA als tatsächlicher B-Film (also Film Nummer zwei eines Double Features) für den genialen FOXY BROWN, ist aber auch separat ein Knüppel. Bei dieser Besetzung ja auch nicht weiter verwunderlich.
 
 
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Isaac Hayes (1942 – 2008), sagenhaft kreativer Musiker und Songschreiber des besseren Soul und Funk, landet mit seinem „Theme From Shaft“ Anfang 1971 einen Crossover-Hit, der nicht nur die Charts stürmt, sondern auch noch die Soundtrack-Blaupause zum Blaxploitation-Genre wird. Es folgen Jahre des Prominenz-Exzesses, Kokain, schlechte Weiber und schlechtere Finanzberatung. Dafür aber auch Auftritte in Kultprogrammen wie John Carpenters DIE KLAPPERSCHLANGE, wo er den Gangsterboss Duke Of New York spielt. Die Musik von TRUCK TURNER übernimmt er natürlich auch.
 
 
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Später Comeback-Erfolg ist dem Mann mit der tiefen Stimme als Chefkoch im wilden Erfolgs-Cartoon SOUTH PARK vergönnt. Er spricht und singt die Parts des stets potenten Cafeteria-Küchenmeisters mit jederzeit hörbarer Freude an der Sache ein. Seine immer deutlich unter der Gürtellinie landenden Sprüche sind wichtiger Beitrag zum frühen Erfolg der langlebigen Serie von Matt Stone und Trey Parker bis sich der bekennende Scientologe mit den beiden Machern überwirft. Grund ist natürlich eine Folge über L. Ron Hubbards kontroverse Science-Fiction-Sekte aus Kalifornien.
 
 
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Nichelle Nichols, die echte Uhura aus RAUMSCHIFF ENTERPRISE spielt mit, dann als blutgeiler Pimp der gewohnt intensiv agierende Yaphet Kotto, den’s ja leider auch dieses Jahr erwischt hat. Turners Auftraggeber spielt Dick Miller, den jeder Filmfan in mindestens fünf Filmen gesehen hat, wofür man ihm die Filmbiografie THAT GUY DICK MILLER geschenkt hat.
 
 


 
 
 

TRUCK TURNER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Populärer Blaxploitation-Standardfilm in großartiger Qualität. Isaac Hayes, der sich auf einem Plattencover auch mal ordentlich größenwahnsinnig Black Moses nannte, erfreut den Bahnhofskino-Freund als lässiger Sex- und Fressevoll-Gott im brütenden Los Angeles der Wilden Siebziger. TRUCK TURNER ist ein Beispiel für einen Genrefilm, bei dem tatsächlich alles stimmt.
 
 


 
 
 

TRUCK TURNER – Zensur

 
 
 
TRUCK TURNER ist ein Kultfilm, der während der Blaxploitation-Welle in den 70er-Jahren erschien und in Deutschland um zehn Minuten gekürzt auf VHS-Kassette veröffentlicht wurde. Diese Fassung wurde im Jahr 1984 indiziert. 20 Jahre stand der Streifen auf dem Index. Erst im September 2011 erfolgte eine Neuprüfung, die dem Kultfilm eine FSK16 in der ungeschnittenen Fassung attestierte. Die nun erhältliche Blu-ray besitzt einen roten FSK-Flatschen. Der Grund ist im von der FSK höher eingestuftem Bonusmaterial zu suchen, denn der Streifen selbst besitzt eine Jugendfreigabe. Die Blu-ray-Fassung des Streifens ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

TRUCK TURNER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM RECORDS (Blu-rays + DVDs in 6 Mediabooks)

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(c) NSM RECORDS (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Black Bullet; USA 1974

Genre: Thriller, Krimis, Action

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 91 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase | Mediabook

Extras: Die ehemaligen nachsynchronisierten Fehlstellen wurden 2020 nochmal neu nachsynchronisert und ersetzen die bisherige Nachsynchro, Trailer, Radio-Spots | zusätzlich im Mediabook: 24-seitiges Booklet mit Text von Mike Blankenburg, Film auf DVD

Release-Termin: KeepCase: 24.09.2021 | Mediabook: 18.12.2020

 

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TRUCK TURNER – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei NSM RECORDS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Hammer (1972)
 
Wenn es Nacht wird in Manhattan (1970)
 
Coffy – die Raubkatze (1973)
 

Filmkritik: „Die Todeskandidaten 2“ (2015)

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DIE TODESKANDIDATEN 2

(THE CONDEMNED 2)

Story

 
 
 
Will Tanner (WWE-Wrestling-Lumpenhund Randy Orton) ist Teil eines desaströsen Einsatzes gegen die Veranstalter eines perversen Menschenjagd-Games, das seinen kriminellen Machern im Netz dicke Dollars macht. Er kehrt zurück in die karge Kulisse seiner ländlichen US-Heimat und leckt sich die Wunden. Als plötzlich Anschläge auf Tanners Leben stattfinden, muss der Kämpfer feststellen, dass die Zielpersonen ganz genau wissen, wer es auf sie abgesehen hatte und jetzt den nächsten Schritt unternehmen.

 
 
 


 
 
 

DIE TODESKANDIDATEN 2 – Kritik

 
 
Als die Welt noch nicht ganz am Arsch war, ist man für solche Filme in die Videothek seines Vertrauens eingekehrt und durfte auf der heimischen Couch des Schicksals Stunden stumpfsinniger Herren-Zufriedenheit verleben. Schauspielende Kampfsport-Bestien zeigen gegen Armeen gesichts- und charakterloser Bösewichter, was der Mann vom Fach mit Fäusten, Tritten und einem vernünftigen Waffenarsenal anrichten kann und sind sich im besten Falle darüber im Klaren, auch diese Saison nicht im Rennen um den Oscar anzutreten.
 
 
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Menschenjagd-, und Einer-gegen-alle-Filme wie DIE TODESKANDIDATEN 2 sind – jetzt lassen wir mal den Filmwissenschaftler raushängen – seit 1932 eine der Säulen des Actionkinos. Da hetzt nämlich bereits der übergeschnappte Aristokrat Zaroff seine Opfer über die Sets des Original-KING-KONG-Films. Ach ja, der Film heißt natürlich GRAF ZAROFF – GENIE DES BÖSEN, Original: THE MOST DANGEROUS GAME und ist grob geschätzt 300 mal neu verfilmt worden. Meistens inoffiziell, mal offiziell (jetzt gerade auf Amazon Prime, liebe Kinder).
 
 
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Hier ist’s Kopfgeldjäger Will Tanner, der eigentlich einer mafiösen Gang von Mordshow-Veranstaltern das Geschäft versauen will. Der Einsatz verunglückt und zurück in der Redneck-Idylle seiner amerikanischen Heimat wird der Jäger, wie man so schön sagt, selbst zum Gejagten. Routiniert reißt er dem prämiengeilen Gesindel die Ärsche auf bis zum Nacken und hält sich nicht mit Kinkerlitzchen wie charakterlicher Tiefe und ausziseliertem Minenspiel auf. Weil er es auch nicht muss, verdammt noch eins! Irrwitzige Buddy-Movie-Einsprengsel gibt’s als Bonus, wenn Tanners Vater, gegeben von der mittlerweile One-Man-Exploitation-Show Eric Roberts, anrückt und seinem Junior das Leben schwer macht. Er meint es ja nur gut.
 
 
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DIE TODESKANDIDATEN 2 als Sequel des gleichnamigen Reißers von 2007 zu sehen, kann nur nach hinten losgehen. Wenn im Erstling „Stone Cold“ Steve Austin als verdeckter Ermittler die übelsten Mörder des Planeten eigenhändig zur Schlachtbank führt, findet das dermaßen knüppelhart und in den Actionszenen fast schon so cartoonhaft brutal statt, wie man es von einem „so nebenbei“ erschienenen Actionfilm mit Wrestling-Connection absolut nicht erwarten konnte. Ja, THE CONDEMNED dürfte der beste Film sein, den die Film-Tochter vom World Wrestling Entertainment bis dato hinbekommen hat.
 
 
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Diesen Elefanten aus dem Raum gescheucht, kann man DIE TODESKANDIDATEN 2 als den soliden Teller Action-Hausmannskost nach alter Väter Sitte genießen, der er ist. Ring-Sauhund Randy „The Viper“ Orton in der Hauptrolle hat definitiv Film-Potential, wäre aber in einer Rolle als Bad Guy deutlich besser aufgehoben. Der Kerl strahlt auch als Held einfach eine spezielle, vollendete Arschlochhaftigkeit aus, die er – so konnte ich als Nicht-Kenner modernen Wrestlings eruieren – in seiner Haupt-Karriere seinem Publikum auch seit Jahren meisterlich vor den Latz knallt.
Da sind die Baddies, denen Orton hier im Film die Leviten liest, beinahe farblose Bodycount-Kandidaten. Bis auf die beiden Chefs natürlich! Wes Studi, amerikanischer Indianer (ja, das sagt man eigentlich nicht mehr), ist seit Jahrzehnten auf der Leinwand zu sehen und liefert auch hier Qualität ab. Der Big Boss des Todesspiel-Programms ist Baccaro. Der wird gespielt von Steven Michael Quezada, den man hauptsächlich als Drogencop Steve in der Über-Serie BREAKING BAD kennt. Sein Turn zum skrupellosen Business-Psycho in DIE TODESKANDIDATEN 2 weist ihn als fähigen Schauspieler aus. Macht Spaß.
 
 
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DIE TODESKANDIDATEN 2 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Vielleicht ist das eine angenehme Nebenerscheinung des gegenwärtig atemlos geschlagenen Kampfs um die Erhältlichkeit eines jeden Filmes zu jeder Zeit, wenn sich unter dem Radar millionenteurer Großproduktionen und aufwändig ausgestatteter Neu-Editionen großer Titel ein neues, verlässliches B-Action-Spielfeld entwickelt! DIE TODESKANDIDATEN 2 ist ein unterhaltsames, saftiges Männerfilm-Steak alter Schule und tut, was getan werden muss: Unterhalten!
 
 


 
 
 

DIE TODESKANDIDATEN 2 – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Die Todeskandidaten 2“ erscheint sechs Jahre nach seiner Veröffentlichung in den Vereinigten Staaten zum ersten Mal synchronisiert in Deutschland über NSM RECORDS. Der Film ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren. Anders als sein Vorgänger blieb ihm die Indizierung erspart. Actionfilmfans wird das freuen.
 
 
 


 
 
 

DIE TODESKANDIDATEN 2 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM RECORDS (Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover A)

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(c) NSM RECORDS (Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover D)

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(c) NSM RECORDS (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Condemned 2; USA 2015

Genre: Thriller, Action

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 90 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase | Mediabook

Extras: Audiokommentar von Dominik Starck, Hinter den Kulissen: Drones, Hinter den Kulissen: Fight, deutscher Trailer, Originaltrailer | zusätzlich im Mediabook: 24-seitiges Booklet von Nando Rohner, Film auf DVD

Release-Termin: KeepCase: 27.08.2021 | Mediabook: 26.02.2021

 

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DIE TODESKANDIDATEN 2 – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei NSM RECORDS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Die Todeskandidaten (2007)
 
Running Man (1987)
 
The Hunt (2020)
 

Filmkritik: „The Ultimate Weapon“ (1998)

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THE ULTIMATE WEAPON

Story

 
 
 
Nachdem ein Söldner eigenmächtig gehandelt hat, wird seine Tochter von einem skrupellosen Verbrecher entführt. Da sich das nicht gehört, hagelt es bald Leichen.

 
 
 


 
 
 

THE ULTIMATE WEAPON – Kritik

 
 
Der ehemalige Wrestler Hulk Hogan hat es schon früh zu einer echten Berühmtheit gebracht. Schon damals war es nicht so unüblich, dass sich Wrestler auch mal im Filmbusiness ausprobieren und so machte das auch Hogan. Seine Filme beschränkten sich jedoch überwiegend auf albernen Kinderkram, der für den Erwachsenen teilweise schwer zu ertragen war. Abgesehen von „Der Ritter aus dem All“ befindet sich eigentlich kein hochwertiges Werk in der Filmographie von Hogan. 1997 sollte dann ein Richtungswechsel stattfinden. Nun versuchte sich Hogan an ernsten Rollen und harten Actionfilmen. Auch hier war er nicht erfolgreich. Woran das liegt, sieht man an „The Ultimate Weapon“.
 
 
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Der Söldner Cutter will eine letzte Mission durchziehen, die sich gegen Waffenschmuggler richtet. Als Cutter bemerkt, dass er von seinem Auftragsgeber betrogen wurde und die Waffen in terroristische Hände gelangen sollen, zerstört er sie eigenmächtig. Damit macht er einen Senator ziemlich sauer und als dieser herausfindet, dass Cutter eine Tochter hat, will er sie auch gleich entführen. Dummerweise hat Cutter keine gute Beziehung zu seiner Tochter, aber jetzt muss er sie natürlich befreien.
Mit dem Drehbuch gewinnt man sicherlich keine Innovationspreise, aber das muss bei simpler Action ja auch gar nicht sein. Die Prämissen sind oftmals total schlicht und an sich hätte die Story genügend Potenzial hergegeben, nur leider wird sie ziemlich lahm erzählt. Überraschungen gibt es keine und der gesamte Verlauf ist völlig vorhersehbar. Das wäre an sich zu verkraften, wenn man den Fokus mehr in Richtung Action gelenkt hätte, aber dafür fehlte „The Ultimate Weapon“ wohl das Budget.
 
 
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So konzentriert sich Regisseur Jon Cassar, der erst hinterher mit der Serie „24“ so erfolgreich werden sollte, im mittleren Teil auf einen lahmen Drama-Handlungsstrang, der den Zuschauer völlig kalt lässt. Hier geschieht nichts, was interessant wäre und dass man für diese Szenen kein großes Geld brauchte, lässt sich klar erkennen. Das ist zwar handwerklich solide gemacht, aber eben ganz schön langweilig und ereignislos. Immerhin gibt es am Anfang und am Ende jeweils zwei ausgedehnte, gut gemachte Actionszenen. Der Einstieg weckt somit falsche Hoffnungen, fällt aber noch ganz passabel aus. Das Finale rettet „The Ultimate Weapon“ nicht, sieht jedoch trotzdem hübsch aus, bietet nochmal eine gute Portion Action und auch die nötige Portion Gewalt. Die Shoot-outs sind nicht harmlos, aber die Freigabe ab 18 Jahren wirkt aus heutiger Sicht dennoch etwas überzogen. Allgemein ist die Inszenierung schon ganz brauchbar und sauber gemacht, ist der Streifen durchaus und trotzdem mangelt es erheblich an Schauwerten und an einem Wiedererkennungswert.
 
 
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Daran kann auch ein Hulk Hogan nichts ändern. In den Rollen, in denen er sich zum Affen machte, bewies Hogan stets Humor, Selbstironie und das Ergebnis war dann doch irgendwie sympathisch. In „The Ultimate Weapon“ versucht er nun komplett ernst zu spielen und dieses Ergebnis fällt schon weitaus enttäuschender aus. Das wirkt alles sehr verkrampft, erzwungen, plump und holprig. Dass aus Hogan kein echter Actionstar wurde, wundert einen nach diesem Film jedenfalls nicht. Die restliche Besetzung kann auch nicht viel reißen. Carl Marotte ist fehlbesetzt und Daniel Pilon spielt einen stereotypischen, nichtssagenden Bösewicht. Lediglich Cynthia Preston lässt noch ein wenig Charme aufkommen. Die Figurenzeichnung ist langweilig und funktioniert nicht. Alle Charaktere wirken künstlich, konstruiert und sind ein reines Mittel zum Zweck. Somit kommen keinerlei Sympathien auf und die Figuren sind dem Zuschauer schlichtweg egal.
 
 
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Für einen richtigen Actionreißer bietet „The Ultimate Weapon“ zu wenig Action und für die Drama-Anteile ist die Figurenzeichnung zu schlecht. Dass man sich nicht durchgehend langweilen muss, liegt an dem soliden Start und dem versöhnlichen Ende. Alles, was dazwischen geschieht, kann man verkraften, aber Spaß kommt hier sicherlich keiner auf. Auch die Atmosphäre erfüllt ihren Zweck selten. Das ist zwar teilweise reißerisch, aber niemals genug. Ein paar unfreiwillig komische Szenen lassen den Trash-Faktor automatisch nach oben schnellen, doch so richtig amüsant wird das trotzdem selten, denn dafür ist das Geschehen einfach zu trocken. So bekommt man im Endeffekt 95 Minuten Laufzeit geboten, die nicht schrecklich langatmig sind, aber am ehesten für einen gemütlichen Sonntag-Mittag, an dem man vielleicht noch ein bisschen dösen möchte, taugen.
Der Score ist okay, fällt aber nicht sonderlich auf.
 
 


 
 
 

THE ULTIMATE WEAPON – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
„The Ultimate Weapon“ ist ein recht lahmer Actionfilm, der zwar am Anfang und am Ende in diesem Bereich überzeugen kann, ansonsten jedoch keinerlei Highlights zu bieten hat. Die Inszenierung ist ganz sauber und die vorhandene Action wurde solide gestaltet, aber das Drama funktioniert überhaupt nicht und die Figurenzeichnung ist absolut öde. Aus der simplen Story hätte man mit mehr Budget sicherlich auch mehr herausholen können. So bleibt dem Zuschauer am ehesten ein Hulk Hogan, der beweist, dass er wirklich kein guter Schauspieler ist. Ihm dabei zuzuschauen, macht nicht gerade Spaß, aber auch die restlichen Darsteller bekleckern sich nicht gerade mit Ruhm. Das ist zwar niemals ärgerlich langweilig, besitzt aber im mittleren Teil dennoch zu viele Längen und ist am Ende weder trashig, noch amüsant oder brachial genug. Für Fans von Hogan vielleicht mal eine Sichtung wert, für Fans guter Actionfilme verzichtbar!
 
 


 
 
 

THE ULTIMATE WEAPON – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „The Ultimate Weapon“ war bereits bei seiner Erstveröffentlichung auf VHS ungeschnitten und frei ab 18 Jahren. Der Streifen lief sogar bereits im Free-TV geschnitten ab 16 Jahren. Die nun erhältliche HD-Fassung des Actionfilmklassikers ist ebenso ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE ULTIMATE WEAPON – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM RECORDS (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Ultimate Weapon; Kanada 1998

Genre: Action

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 95 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase | Mediabook

Extras: Erstmals als Blu-Ray (Digital remastered in 2K), Originaltrailer | zusätzlich im Mediabook: 24-seitiges Booklet von Mike Blankenburg, Film auf DVD

Release-Termin: KeepCase: 27.08.2021 | Mediabook: 26.03.2021

 

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THE ULTIMATE WEAPON – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei NSM RECORDS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Shadow Warriors – Rache um jeden Preis (1999)
 
Das Phantom-Kommando (1985)
 

Filmkritik: „Foxy Brown“ (1974)

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FOXY BROWN

Story

 
 
 
Foxy Brown, eine selbstbestimmte junge Frau, nimmt einen Job als hochklassige Prostituierte an, um sich an den Gangstern zu rächen, die ihren Freund ermordet haben.

 
 
 


 
 
 

FOXY BROWN – Kritik

 
 
„That’s my sister baby and she’s a whole lot of woman!“
 
Die längsten Reviews sind meist die, in denen man vom allgemeinen Konsens abweicht, eine Außenseitermeinung einnimmt und diese argumentativ belegen muss, um nicht als Troll abgestempelt zu werden – jeder weiß, dass gewisse Werke als großes Kulturgut und guter Film angesehen wird, also warum ellenlang ins immer gleiche Horn blasen? Loblieder über Jack Hills kultigen Blaxploitationklassiker „Foxy Brown“, Abhandlungen über seine Priorität im us-amerikanischen-Indiekino sowie den Gegenpol zur chauvinistisch-rassistischen Repräsentation schwarzer Frauen im Kino zur Zeit gibt es bereits zu Genüge, auch habe ich nicht viel an diesem Werk zu bemängeln – wir können uns also kurz halten.
 
„Baby, jail is where some of the finest people I know are these days.”
 
Vor Jahren bereits einmalig auf DVD gesehen und als nett, aber schwächer als „Coffy“ abgetan, war „Foxy Brown“ nun, auf Blu-ray, definitiv eine Neuentdeckung wert und genau die Art Film, die man sich vermutlich immer vorstellt. Im bunt leuchtenden Intro wird zu der wunderbar lebendigen, funkigen Score von Willie Hutch silhouettenhaft sowie erotisch getanzt, was folgt sind 88 Minuten reinrassige Rachekost, die Sozialkritik gerne direkt und unverblümt in griffigen Dialogen auf den Punkt bringt und abseits davon, gerade auf Blu-ray, mit einem wunderbaren Set- und Kostümdesign punktet, das den Zeitgeist nur so atmet. Pam Grier spielt die toughe badass mama charismatisch und wird immer wieder in bildhübschen Kleidern präsentiert, im Nebencast sind gerade die wunderbar gemeinen Antagonisten zu nennen, die natürlich zwischen korrupten Anzugträgern und sexuell aufgeladen devianten, pseudonoblen, stinkreichen Karikaturen schwanken.
 
„We’re gonna kill us a couple of niggas!“
 
O-Ton-Pflicht und Slang sind natürlich allgegenwärtig, Sid Haig im sportlichen 70s-Dress hat sichtlich Spaß daran, von Grier angeflirtet zu werden und in diesem so kleinen und unschuldigen und doch so stilprägendem Film Geschichte zu schreiben. „I don’t know, vigilante justice?“ – „It’s as American as apple pie!“ lautet die schlagkräftige Devise unserer Pistole im Afro versteckenden Heldin und wenn es nach einem recht gemütlichem Aufbau mal zu Action kommt, macht diese auch tatsächlich Spaß: Foxy verpügelt eine ganze Kneipe, kaum ist das überlebt kommt annährend blutige Action und bei allen exploitation-Wurzeln kommt der Film insgesamt überraschend zahm daher und driftet nie in eklig selbstzweckhafte Gefilde ab, ohne dass es negativ auffalle. So wird Pam Griers nackter Körper z.B. immer wieder geteast, unscharf oder im Hintergrund oder halb erhascht man ihre Brust, doch gieriges, ewiges Verweilen der Kamera, auffallend voyeuristische Perspektiven oder leere Sex/Gewaltszenen, die nur eben dafür existieren und den Flow des Films aufhalten, sucht man Gott sei Dank vergeblich. Geschmackvoll erotisch, selbstbewusst, frech, mutig, spaßig und kurzweilig als Gesamtpaket, hätte Foxy Brown imo als 80-Minüter doch besser geklappt, da sich szenenweise immer wieder leichte Längen einschleichen – auch das Schauspiel hapert natürlich hier und da, nicht jede Zeile passt perfekt – doch es stört nicht, denn für gelackte Perfektion schau ich diese Filme sicher nicht.
 
 
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Sozial ungerecht behandelte Underdogs in bunt leuchtenden Farben rächen sich zwischen fiesen Kapitalisten und leicht bekleideten Damen gegen den korrupten Staat, dazu Ohrwurm-Funk und Soul zum Mitsingen, so gelungen restauriert dass man jede Wimper zählen kann – was gibt es daran nicht zu mögen? Mehr noch, abseits des offensichtlichen Plots und der starken Protagonistin könnte man gar noch von einem feministischen Rape & Revenge-Film reden, da auch hier tatsächlich eine Vergewaltigung vorkommt, aber nie ausgebeutet oder gezeigt wird – die Konsequenzen bzw. Rache aber sehr wohl, in drastischen Bildern. Das Finale mag vielleicht etwas zu comichaft übertrieben sein, auch die Szene mit dem Richter ggf. etwas zu albern – aber genau diese Mischung macht den Film auch aus, er hat das Herz am rechten Fleck und sollte von jedem Filmfan mit –ploitation-Interesse mal gesehen werden.
 
 
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FOXY BROWN – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
Foxy Brown ist kein perfekter Film, einen Tacken zu lang und natürlich ein Stück weit vorhersehbar – aber gleichzeitig immer noch genau so cool, funky, kurzweilig, kick-ass, wichtig und sehenswert wie vor mittlerweile fast 50 Jahren. Knappe 8/10.
 
 


 
 
 

FOXY BROWN – Zensur

 
 
 
Alle Veröffentlichungen von „Foxy Brown“ waren bisher ungeschnitten und frei ab 18 Jahren. Das hat sich auch bei der HD-Auswertung des Titels nichts geändert. Die deutsche Blu-ray besitzt den roten FSK-Sticker und ist komplett.
 
 
 


 
 
 

FOXY BROWN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Jakob GmbH (Blu-ray im Mediabook auf 1000 Stück limitiert)

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(c) Studio Hamburg (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Foxy Brown; USA 1974

Genre: Thriller, Action, Krimis

Ton: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.77:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow | zusätzlich im Mediabook: 16-seitiges Booklet, Hauptfilm zusätzlich auf DVD

Release-Termin: Mediabook: 28.03.2020 | KeepCase: 24.04.2020

 

Foxy Brown [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Foxy Brown [Blu-ray im Mediabook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

FOXY BROWN – Trailer

 
 


 
 
 

Dr. Barry Nyle

(Rechte für Grafiken liegen bei Studio Hamburg)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Coffy – die Raubkatze (1973)
 
Superfly (2018)
 
Shaft (2019)
 
Ein Fall für Cleopatra Jones (1973)
 
Jackie Brown (1997)
 
Black Dynamite (2009)
 

Filmkritik: „Kannibalinnen im Avocado-Dschungel des Todes“ (1989)

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KANNIBALINNEN IM AVOCADO-DSCHUNGEL DES TODES

(CANNIBAL WOMEN IN THE AVOCADO JUNGLE OF DEATH)

Story

 
 
 

Die US-Regierung hat mal wieder Probleme. Mitten im Kalten Krieg und noch viel mittenererer im Regenwald von, ähm, Kalifornien ist die für das Volk lebenswichtige Avocado-Ernte bedroht. Oder geht es doch um mehr? Der wilde Amazonenstamm der Piranhas schneidet den entsandten Vertretern Washingtons den Weg ans Obst und bei der Gelegenheit auf gleich die Hälschen ab. Üble Kannibalinnen sind’s tatsächlich, die sich als neue Königin ausgerechnet eine Professorin für Feminismus-Studien (Adrienne Barbeau) ausgesucht haben. Diese Frau Doktor Kurtz ist kurzerhand übergeschnappt und so schickt man ihre Ex-Kollegin Margo Hunt (Shannon Tweed), auch am „Spritzer College“, jawohl, tätig, in die Tropen und der männerhassenden Neu-Primitiven auf die Spur.

 
 
 


 
 
 

KANNIBALINNEN IM AVOCADO-DSCHUNGEL DES TODES – Kritik

 
 
 
Was einst, wohl allein seinem geilen Titel geschuldet, in den VHS-Tauschlisten eines jeden Splatter-Bürschchens von Logales bis Madero zu finden war, dürfte exakt die Mitglieder dieser Fraktion so richtig ordentlich enttäuscht haben. „Kannibalinnen im Avocado-Dschungel des Todes“ ist viel weniger, wie man vermuten könnte, ein amerikanisches Pendant zu den besonders aus guter italienischer Herstellung berühmt-berüchtigten Gedärm-Manschereien in Spielfilmlänge. Nein, das Menschenfresser-Kino der europäischen Bahnhofslichtspiele der siebziger Jahre, diese „Cannibal Holocausts“ und „Mondo Cannibales“ wird höchstens am Rande touchiert. Tatsächlich ist dieser Dschungelfilm eine gar mal nicht so tumb orchestrierte Persiflage von Francis Ford Coppolas filmgewordener Größenwahns-Psychose „Apocalypse Now“ (aus Colonel Kurtz wird Frau Professor Kurtz), die ihrerseits ja eine in die Zeit des Vietnamkriegs verpflanzte Adaption von Joseph Conrads Afrika-zur-Kolonialzeit-Roman „Herz der Finsternis“ ist. Dieses verlockende Setting der Suche nach dem zu den primitiven Wurzeln der Menschheit zurückgekehrten Aussteiger verwendet Autor und Regisseur J.F. Lawton als Hintergrundkulisse für giftige Satire in Richtung wichtigtuerischer Feministinnen, wie sie in den 1980ern in ihrer ganzen zensurfreundlichen Zelotenhaftigkeit präsent waren. Ein 2019 gedrehter Film mit einer solchen Prämisse würde vermutlich zur medien-sozialen Hinrichtung aller Beteiligten führen.
 
 
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Als Persiflage auf andere popkulturelle Phänomene seiner Entstehungszeit rattern die „Kannibalinnen“ nicht ganz so stramm auf zwölf Zylindern wie die artverwandten Filme „Kentucky Fried Movie“ oder „Amazonen auf dem Mond“. Eher schon sind die Avocados im selben Beet zu finden wie die berüchtigten „Killertomaten“. Das heißt, man achtet die Vorbilder, über die man sich lustig macht, trotzdem noch irgendwo. Das merkt man als so etwas freundlich gesonnener Zuschauer und das tut gut! Mit an Bord als sexistische Witze reißender Dschungel-Guide ist der junge Bill Maher, heute einer der, wenn nicht sogar der bedeutendste US-amerikanische Links-Intellektuelle im Fernsehprogramm.
 
 
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Nicht zuletzt aufgeführt gehört selbstverständlich die erotische Kante des knackigen Filmchens hier. John Carpenters Ex-Frau und Muse Adrienne Barbeau spielt die Marlon-Brando-Rolle der Professorin Kurtz und erfüllt einmal mehr die harmlosen Nackedei-Wünsche eines Genre-Publikums. Verfolgt wird sie von Dr. Hunt. Die wiederum spielt keine Geringere als Shannon Tweed, damals ein enorm angesagtes Ex-Playmate und mittlerweile bekannter als die langjährige Gattin des KISS-Chefs und Profi-Kapitalisten Gene Simmons. Über jene Version von leichter Ferkelei im Film, für die seinerzeit Damen wie Shannon, gerne in Filmen von Meistern wie Jim Wynorski oder Fred Olen Ray, ihre nicht wirklich hübsch aufgeschraubten Silikon-Hupen während heißer Duschen oder in seidigen Laken präsentieren, könnte man Seiten füllen. Eine typisch amerikanische Harmlosigkeit, fast bubenhaft verschämt, nie derb oder allzu pornographisch. „Wholesome“ nennen die das dort. Könnte man grob mit „gesund“ übersetzen. Frauenzuchthaus-Exploitation funktioniert ähnlich.
 
 
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KANNIBALINNEN IM AVOCADO-DSCHUNGEL DES TODES – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Sowas könnte man sich nicht ausdenken. Außer, wenn man für „Family Guy“ arbeiten würde vielleicht. J.F. Lawton, seines Zeichens der Drehbuchautor hinter einem der entsetzlichsten Schmierig-Feelgood-Schmonzetten der Kinogeschichte – „Pretty-Würg !-Woman“ – schreibt und inszeniert nur ein Jahr vor diesem Mega-Hit mit Julia Roberts eine schneidige Parodie auf Abenteuer- und Dschungelfilme. Einige der Pointen sind naturgemäß nicht so schön gealtert, andere sitzen noch immer. Puritanische Verbotsmeierinnen gibt es heute schließlich mehr denn je. Obendrauf noch softe Erotik, wie sie in den frühen 90ern das amerikanische Kabelfernsehen über Wasser gehalten hat. Nettes Paket. Hashtag Menschenfleischmetoo.
 
 
 


 
 
 

KANNIBALINNEN IM AVOCADO-DSCHUNGEL DES TODES – Zensur

 
 
 
KANNIBALINNEN IM AVOCADO-DSCHUNGEL DES TODES erschien 1989 als Videopremiere bereits ungeschnitten mit FSK16. Das hat sich mit der DVD-Auswertung im Jahr 2008 und ebenso bei der nun erhältlichen HD-Veröffentlichung nicht geändert. Auch die von WICKED VISION veröffentlichte Blu-ray ist ungeschnitten und bereits ab 16 Jahren freigegeben.
 
 
 


 
 
 

KANNIBALINNEN IM AVOCADO-DSCHUNGEL DES TODES – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) WICKED VISION MEDIA (Scanavo-Box)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Cannibal Women in the Avocado jungle of Death; USA 1989

Genre: Action, Komödie, Trash

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 89 Min.

FSK: FSK16 – ungeschnittene Fassung

Verpackung: Scanavo-Boxen mit Wendecover

Extras: Originaltrailer, Deutscher Trailer

Release-Termin: 06.05.2019

 

Kannibalinnen im Avocado-Dschungel des Todes (Full Moon Classic Slection Nr.2) [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
Anbieter Wicked Vision feiert die HD-Premiere von „Kannibalinnen im Avocado-Dschungel des Todes“ in einer neuen Sammler-Reihe. Unter dem Banner „Full Moon Classic Selection“ werden ab sofort diverse Produktionen der trashigen FULL MOON Schmiede in bester Qualität und zu einem erschwinglichen Preis veröffentlicht. Alle Veröffentlichungen werden nicht wie gewohnt im Mediabook veröffentlicht. Stattdessen setzt das Label dieses Mal auf Scanavo-Boxen mit Wendecover-Motiv. Auf Bonusmaterial muss selbstverständlich auch nicht verzichtet werden. Dass die Film ungeschnitten veröffentlicht werden, liegt auf der Hand. Sammler greifen schnell zu.

 
 
 


 
 
 

KANNIBALINNEN IM AVOCADO-DSCHUNGEL DES TODES – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei WICKED VISION MEDIA)

 
 
Ähnche Filme:
 
Amazonen auf dem Mond oder Warum die Amis den Kanal voll haben (1987)
 
Elvira, Herrscherin der Dunkelheit (1988)
 
Stay Tuned – Höllische Spiele (1992)

Kritik: „She – Eine verrückte Reise in die Zukunft“ (1982)

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SHE – EINE VERRÜCKTE REISE IN DIE ZUKUNFT

(SHE | SHE – EINE BRUTALE REISE IN DIE ZUKUNFT)

Story

 
 
 
Neulich in der Post-Apokalypse. Einmal mehr hat die dämliche Menschheit atomar gezündelt, sich den rettenden Ast unterm Hinterteil weggebombt. Klingt angesichts der gegenwärtigen Wendungen der menschlichen Saukomödie gar nicht mehr so abwegig. Die Ödlande sind nach dem großen Knall in die Hände sich meistens bekriegender Amazonenclans gefallen. Also weiter Kampf. Als der Wasteland-Cowboy Tom die Entführung seiner Schwester erleben muss, tritt ihm die Kämpferin „She“, verstrahlt verkörpert von Tänzerinnen-Hardbody und Schwarzenegger-Co-Star Sandahl Bergman, zur Seite.
 
 
 


 
 
 

SHE – Kritik

 
 
 
SHE ist nicht die intellektuelle Sci-Fi-Dystopie eines Philip K. Dick oder der endlos einflussreichen Schriftsteller-Gebrüder Strugatsky. Paten stehen hier eher Schnellfilm-Ungeheuer wie Joe D’Amato oder David A. Prior. Das Projekt SHE, entstanden als italienisch-amerikanische Co-Produktion, orientiert sich wenig überraschend an den trendigen Endzeitfilmen jener Jahre, wie sie auf beiden Seiten des Großen Teichs kostengünstig auf ausrangierten Steinbrüchen und in kargen Waldlandschaften entstehen. Regisseur Avi Nesher verbindet auf virtuose Art die Schwachsinnigkeit der Genrefilme von USA und ITA. Ein World-Cup-Unentschieden, könnte man sagen. Im Stil einer Comic-Erstausgabe bietet der Film Herkunftsgeschichten der Figuren, um sie final aufeinandertreffen zu lassen. Nüchtern betrachtet, entfaltet sich vorm Auge des geneigten Schlockfilm-Glotzers ein Potpourri aus allem, was schon einzeln zündet: Science-Fiction, Action, nackte Möpse, Spaß. Ein sicherer Treffer für Freunde des guten schlechten Geschmacks. Kommen wir hiermit zum Ende der halbwegs seriösen Faktenbeschreibung dieses schönen Films, der, möglich gemacht durch das Abgrasen noch nicht vergebener Lizenzen, über dreißig Lenze nach Entstehung auf DVD erscheint. Eine VHS im schicken, roten VPS-Cover gab es hierzulande mal.
 
 
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Was SHE – EINE VERRÜCKTE REISE IN DIE ZUKUNFT vor vielen Jahren zum Liebling bierseliger Videoabende macht, ist, wie so oft im VHS-Zeitalter, die deutsche Synchronisation. Zu den großangelegten Mechanismen der Alltags-Straffung gehört das strenge Einsortieren und Benennen jedeweder Sache. Filmgenres entstehen auf Blogs und an den Vermarktungsschreibtischen der Hersteller bereits nach der Sichtung von drei Filmen mit sich ähnelnden Handlungselementen. Ärgerlich alberne tags wie Home-Invasion-Film versprechen Vereinfachung des Konsums und Schonung der grauen Zellen. Dieser Arbeitsweise benutzen wir heute auch einmal und ordnen SHE einem ganz besonderen Genre zu: Filme, in denen kein normaler Satz gesprochen wird. Einsamer Rekordhalter dieses Konstrukts ist der italienische Barbaren-Irrsinn SUPERMÄNNER GEGEN AMAZONEN, zufälligerweise damals auch bei VPS veröffentlicht. Avi Neshers Apokalypsen-Klopper hier braucht sich hinter dem aber nicht zu verstecken. Ein Fest.
 
 
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SHE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Wie muss es sich für den Videothekenpilger in den späten Achtzigern angefühlt haben, verleitet von Covergestaltung und dem Hunger nach dem nächsten TERMINATOR, dem nächsten MAD MAX, Avi Neshers unglaublicher Trash-Atomrakete auf den Leim gegangen zu sein? Der Zuseher des Jahres 2018 kann den exotischen Hasscocktail aus Enttäuschung und Hirnverknotung quasi auf der Zunge schmecken, trotzdem nur ahnen und sich glücklich schätzen, SHE bewusst ausgewählt zu haben. Ein Film, den man mit dem Sticker „Das ist Trash“ mit einer Sonde ins All schießen müsste, auf dass unsere außerirdischen Herrscher in spe wissen, worauf sie sich hier unten einlassen.
 
 


 
 
 

SHE – Zensur

 
 
 
Im Kino und auf VHS gab es SHE nur gekürzt. Im digitalen Zeitalter ist das jetzt anders. Die erhältliche DVD beinhaltet die ungeschnittene Fassung. Fans und Sammler trashiger Perlen aus den 1980ern dürfte das freuen. Aber Obacht: SCHRÖDER MEDIA hat den Titel geändert. Auf dem Cover steht nun nicht mehr SHE – EINE VERRÜCKTE REISE IN DIE ZUKUNFT. Das „verrückte“ wurde gegen „brutale“ ausgetauscht.
 
 
 


 
 
 

SHE – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Schröder Media (DVD auf 1000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: She; USA | Italien 1982

Genre: Abenteuer, Action, Fantasy

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: Keine

Bild: 1,66:1 (anamorph / 16:9)

Laufzeit: ca. 100 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Ausgetauschte Szene (1:38 Min.), Genauso bekloppt! („Mission Force“-Trailer, 6:09 Min.), Damals war alles besser (Trailershow, 15:47 Min.)

Release-Termin: 07.09.2017

 

SHE – Eine brutale Reise in die Zukunft [Limited DVD Edition] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

SHE – Trailer

 
 


 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Packshot, Abbildungen und Szenenbilder liegen bei Schröder Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Conan der Barbar (1982)
 
Red Sonja (1985)
 
Die Barbaren (1987)
 
Drei Engel auf der Todesinsel (1984)

Filmkritik: „Die Mächte des Lichts“ (1982)

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DIE MÄCHTE DES LICHTS

(SORCERESS)

Story

 
 
 
Tatort: Eine bunte Fantasyfilm-Märchenwelt, in echt vermutlich im verdorrten Wüstenteil des südlichen Kaliforniens gelegen. Der tyrannische Bösling Traigon hat zwar schon die Zügel des Reichs in der Kralle, weiß aber – typisch Machtmensch – nicht, wo Schluss ist. Ein Deal mit satanischen Kollegen aus den Tiefen der Hölle verlangt den Ritualmord an den eigenen Zwillingstöchtern. Bevor Traigon zuschlagen kann, werden die Mädels zum Glück außer Landes geschafft und zu markigen Kämpfer-Prinzessinnen geschult. Das große Ziel natürlich: die Rache am durchgedrehten Vater.
 
 
 


 
 
 

DIE MÄCHTE DES LICHTS – Kritik

 
 
 
Wem der Plot in Gefangenschaft aufgezogener Schwertschwinger auf Blutwurstfeldzug bekannt vorkommt, der möge sich nicht länger den Schädel massieren. Natürlich ist´s auch hier John Milius übermächtiges 1982er Genre-Vorbild CONAN DER BARBAR, auf dessen Trittbrett DIE MÄCHTE DES LICHTS noch im selben Jahr um die Ecke getrittbrettert kommt. Die Schwarzenegger´sche Mär vom Barbaren und den Ungeheuern löst Anfang der Achtziger ein Revival des Sandalenfilms aus, mischt dessen gladiatorenschwere Zutaten mit Blut und Gummimonstern und erfreut weltweit Schwachsinnige und Trash-Bluthunde in Autokinos und Videotheken mit purer, die Birne auf Durchzug schaltende Unterhaltungs-Großartigkeit. Natürlich tut sich besonders Italien hervor. Auch der Barbarenfilm wird im Chef-Land des traditionsreichen Genreklaus wieder und wieder kopiert. DIE MÄCHTE DES LICHTS kommen allerdings aus den USA. Roger Corman persönlich setzt den altehrwürdigen Jack SPIDER BABY Hill auf den Regiestuhl und erhält als Belohnung den mit Abstand besten Fantasy-Reißer seines Studios. Tatsächlich nicht einfach, steht der gute Roger im Anschluss noch hinter einem ganzen Schwung wilder, meist in Argentinien gedrehter Schwert- und Grunz-Opern, die allesamt zu unterhalten wissen.
 
 
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Was diese Filme nicht haben ist die Hauptrollen-Anwesenheit zweier intellektuell erkennbar auf Sparflamme brutzelnder Playboy-Hasen mit strategisch völlig deplatzierten Silikonhupen südlich und leicht aus der Zeit fallenden Make-Up- und Haar-Arbeiten nördlich des Halses. Heute würde sich ein kalifornischer Schönheitschirurg für sowas enthauptet auf einer mexikanischen Müllkippe wiederfinden. Dafür machen die mighty Plastik Sisters ihren Job mit ungemeiner Freude und Verve. Man möchte meinen, die beiden sind beim Dreh davon ausgegangen, die Schauspielkarrieren sind nun in trockenen Tüchern. Naja. Zahlreiche amüsante Fantasy-Monster, auch hier wird das eher sportlich-schlanke Budget mit Spaß an der Arbeit wettgemacht, und flackerige Lasereffekte aus dem Eighties-Videostudio komplettieren ein Gesamtbild, das hier Pflicht und Kür des Fellbikini-Films mit glänzenden Noten belohnt bekommen sollte. Wie Ihr wisst kommen der FILMCHECKER himself und ich auch auch aus den dunkeln Tagen des Videofilm-Konsums. Nach dem Niedergang des Magnetbandes musste man sich DIE MÄCHTE DES LICHTS auf empfindlicher Thorn-EMI-VHS im Rahmen geldscheffelnder Filmbörsen organisieren. Seine Renaissance auf BluRay und DVD verdankt der Film wohl dem Erfolg von HBOs knackiger Fantasy-Gelddruckmaschine GAME OF THRONES, der gelungen ist, Fantasy mal wieder bei Leuten en vogue zu bringen, die selbst den HERRN DER RINGE nur aus Sheldon-Cooper-Zitaten kennen. Soll uns nur Recht sein, schließt sich hier doch sogar ein Kreis. Ein Film, der als Nachzügler einer Genre-Nummer-Eins entsteht, feiert ein Comeback im Fahrwasser der aktuellen Genre-Nummer-Eins.
 
 
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DIE MÄCHTE DES LICHTS – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Lockere und unterhaltsame Barbarenfilm-Subgenre-Kolportage aus fähiger Hand. DIE MÄCHTE DES LICHTS erscheint endlich (erstmals nach der VHS-Zeit) als Schmuckstück fürs heimische Sudelregal. Hirn in den Kühlschrank legen, Film ab und bitte anerkennend rülpsen beim Schauen. Der Film wünscht sich das von Euch.
 
 


 
 
 

DIE MÄCHTE DES LICHTS – Zensur

 
 
 
DIE MÄCHTE DES LICHTS war bereits zu VHS-Zeiten ungeschnitten und stand mit FSK16 in den Videotheken. Auch die nun erhältliche HD-Fassung ist komplett und besitzt ebenso den FSK16-Flatschen. Sammler seltener Klassiker aus den 1980ern können bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

DIE MÄCHTE DES LICHTS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Schröder Media (Schuber-Auflage auf 1000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sorceress; Mexiko | USA 1982

Genre: Abenteuer, Action, Fantasy

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover und im Schuber

Extras: Originaltrailer (02:20 Min.), Retro-Trailershow (15:42 Min.): Herkules, Samson und Odysseus, Der Kampf um Troja, Die Rache der Gladiatoren, Samson und die weissen Sklavinnen, Die unbesiegbaren Drei

Release-Termin: 04.05.2017

 

Die Mächte des Lichts [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

DIE MÄCHTE DES LICHTS – Trailer

 
 


 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Packshot, Abbildungen und Szenenbilder liegen bei Schröder Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Conan der Barbar (1982)
 
Red Sonja (1985)
 
Die Barbaren (1987)
 
Drei Engel auf der Todesinsel (1984)

Filmkritik: „Die Klapperschlange“ (1981)

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DIE KLAPPERSCHLANGE

(ESCAPE FROM NEW YORK)

Story

 
 
 
In der nahen Zukunft hat die amerikanische Regierung vor den Aufständen der ewig Ausgebeuteten und der Kriminellen kapituliert. New York City bekommt rigoros eine schwerst bewachte Mauer um seine Grenzen gezogen. Die Inseln der Metropole am Hudson River sind zum amerikanischen Verbannungsgefängnis geworden. Wer hier landet, ist aus den Augen und aus dem Sinn der noch halbwegs funktionierenden Gesellschafts-Mitglieder verschwunden. Als der Präsident der USA über der Knast-Großstadt abstürzt, wird der raue Ex-Elitesoldat und Outlaw Snake Plissken hinter die hohen Mauern geschickt. Der desillusionierte Söldner soll retten, was noch zu retten ist. Für das Vaterland.
 
 
 


 
 
 

DIE KLAPPERSCHLANGE – Kritik

 
 
 
John Carpenters DIE KLAPPERSCHLANGE ist neben dem australischen Genre-Meilenstein MAD MAX exakt der Film, nach dessen Look und Feeling sich Anfang der Achtziger ein ganzes Sub-Genre aufgestellt hat. Kaum ein Beispiel für Endzeit-Science-Fiction – darum geht es hier natürlich – in dem man nicht mühelos Merkmale von Max Rockatansky oder Snake Plissken entdeckten könnte. Da ist sogar egal, ob wir uns über großzügiger budgetiertes Kino oder gnadenlose billig gedrehte Kiesgruben-Actionreißer aus Italien oder von den Philippinen unterhalten.
 
 
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Hauptdarsteller Kurt Russell war dereinst großer Kinderstar bei Disney und Legenden zufolge der letzte Erdenmensch, mit dem Onkel Walt noch reden wollte, als es finster in seinem Oberstübchen wurde. DIE KLAPPERSCHLANGE heißt auf deutsch deswegen so, weil Russells Charakter Snake Plissken eine Kobra tätowiert hat (fragen Sie nicht…). Nachdem man sich kurz davor, 1980 genauer gesagt, beim Fernseh-Biopic ELVIS kennengelernt hatte, war der Film hier der tatsächliche Beginn einer Zusammenarbeit von Regisseur und Hauptdarsteller, die Russell fast zu einer Art Alter Ego des Mannes auf dem Chefsessel am Set machen würde. In fast jedem großen Filmhit des Kaliforniers würde King Kurt in den nächsten Jahren die leading role übernehmen. DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT (1982) zum Beispiel. Auch ansonsten scheint der Schauspieler ein bodenständiger und recht cooler Typ zu sein, wie sich immer wieder lesen lässt.
 
 
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Es gehört zum guten Ton, zu erwähnen, dass der gute John Carpenter seit Anbeginn seiner Karriere davon träumt, Western zu drehen. Nur der Zeitgeist hält den Synthesizer-Fan mit eigener Band immer wieder davon ab, gänzlich unverdünnt ins Reich der Pferdeopern abzuwandern. Also nimmt er sich Filme anderer Stilarten vor und legt seinen ganz eigenen Western-Filter drüber. Plissken ist der einsame Wolf des Westens, ein Gesetzloser unter Gesetzlosen, den jedoch ein ureigener Ehrenkodex samuraihafter Strenge davon abhält, auf die am Ende doch moralisch falsche Seite zu wechseln. Den müden Cowboy hat die schöne neue Welt einst sogar ein Auge gekostet – was er ihr auch übel nimmt. Die Restbesetzung des Films lässt ebenfalls nichts zu wünschen übrig. Einige in Ehren ergraute Recken aus der Welt des kernigen Männerfilms (eingetragenes Warenzeichen) vergangener Jahrzehnte schauen lässig vorbei. Unter anderem jagt Ernest Borgnine sein Taxi durch die Nacht, Soul-Sexprotz Isaac Hayes hat einen denkwürdigen Auftritt als Ghettokönig Duke und der arg undurchsichtige Regierungsagent Lee van Cleef ist die eigentliche Schlange im Schachern um das Schicksal von Präsident Donald Pleasence. Da ist es um so behämmerter, heute von einem B-Movie zu reden, wie man es in unseren simplizistischen Breitengraden seit eh und je mit viel zu vielen Genrefilmen macht. Zu seiner Entstehungszeit ist ESCAPE FROM NEW YORK, so der Originaltitel, ein legitimer und Respektiver Erfolgsfilm – A-Klasse. Basta. Wenn man sich übrigens heutzutage John Carpenters erstaunlich spät nachgerücktes Sequel FLUCHT AUS L.A. ansieht, für das es 1996 in den Medien ausnahmslos nur auf die Löffel gab, ist das gar nicht mehr so hundert Prozent totalausfällig. An das Original kommt die Fortsetzung natürlich nicht ran. Wäre aber auch ungewöhnlich.
 
 
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DIE KLAPPERSCHLANGE – Fazit

 
 
 
9 Punkte Final
 
 
 
Was hier vorliegt ist selbstverständlich ein absoluter Action, Sci-Fi- und Endzeit-Klassiker aus der stärksten Schaffensphase eines Regisseurs, dem man das Präfix „Kult“ nicht umsonst schon vor dreißig Jahren angeheftet hat. Kurt Russells Snake Plissken ist der mit Abstand coolste Anarchist, der überhaupt den Zusammenbruch der Zivilisation überlebt hat. DIE KLAPPERSCHLANGE sollte in jedem Regal stehen, dessen Einräumer etwas auf sich und seinem Filmgeschmack hält.. Eine Lehrstunde für männliches Filmemachen, eine Blaupause des Endzeit-Kinos und ein Film, der immer geht.
 
 
 


 
 
 

DIE KLAPPERSCHLANGE – Zensur

 
 
 
Wie auch schon im Kino, auf Laserdisc und DVD ist nun auch die erhältliche Blu-ray bereits für Jugendliche ab 16 Jahren geeignet. Wer demzufolge ausschliesslich ungeschnittene Filmklassiker ins Regal stellen möchte, kann bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

DIE KLAPPERSCHLANGE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Constantin Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Escape from New York; USA 1981

Genre: Action, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD HR 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD HR 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 99 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Erstauflage im Schuber

Extras: Audiokommentar mit Produzentin Debra Hill und Ausstatter Joe Alves (Deutsche Untertitel), Audiokommentar mit Regisseur John Carpenter und Darsteller Kurt Russell (Deutsche Untertitel), Audiokommentar mit Schauspielerin Adrienne Barbeau und Kameramann Dean Cundey, Audiokommentar mit Filmjournalist Kai-Oliver Derks und Alexander Büttner (2010), Die visuellen Effekte (ca. 14 Min.), Die Filmmusik (ca. 18 Min.), Interview mit Kurt Russell (ca. 7 Min.), Rückkehr zur „Klapperschlange“ (ca. 23 Min.), Die Original-Eröffnungsszene (ca. 11 Min.), Teaser und Trailer (ca. 5 Min.)

Release-Termin: 03.11.2016

 

Die Klapperschlange [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

DIE KLAPPERSCHLANGE – Trailer

 
 


 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte für alle Grafiken liegen bei Constantin Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Sindbads fünfte Reise (2014)
 
Flucht aus L.A. (1996)
 
Assault – Anschlag bei Nacht (1976)
 
Sie Leben (1988)
 
Mad Max II – Der Vollstrecker (1981)
 
Mad Max II – Der Vollstrecker (1981)
 
Lockout (2012)

Kritik: „Revolver – Die perfekte Erpressung“ (1973)

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REVOLVER – DIE PERFEKTE ERPRESSUNG

(BLOOD IN THE STREETS)

Story

 
 
 
Die Frau von Vito Cipriani (Oliver Reed) geht fiesen Kidnappern ins Netz. Als zweiter Direktor der Zuchthauses von Milano hat Vito die Möglichkeit, den Forderungen der Entführerbande Folge zu leisten: Er soll den Gangster Milo Ruiz (Fabio Testi) entkommen lassen. Im Tausch kommt seine Gattin wieder frei. Zutiefst unsicher über den Plan hält der bullige Schließer den Knacki nun selbst als Geisel und versucht mittels Folter herauszufinden, wer hinter dem Kidnapping steckt. Zu blöd nur, dass Milo so gar nicht weiß, wie die Karten liegen. Der Verdacht drängt sich auf, dass sowohl der Gesetzeshüter, als auch sein krimineller Gegenpol nur Teil einer perversen Verbrechensinszenierung sind, die sich bis in die erlauchten Kreise europäischer Polit- und Finanzprominenz erstreckt.

 
 
 


 
 
 

REVOLVER – Kritik

 
 
 
Sergio Sollima lieferte anno 1973 mit „Revolver – Die perfekte Erpressung“ ein zeitnahes Remake seines zurecht im höchsten Maße beliebten Italo-Westerns „Der Gehetzte der Sierra Madre“ (1966) ab. Zusammen mit Damiano Damiani galt dieser Sollima als drastisch gesellschaftskritischster und politischster Regisseur des italienischen Genrekinos seit den Sechziger Jahren und in Original wie Neuverfilmung kommt die stramm linke politische Einstellung ihres Regisseurs ganz vorbildlich zur Geltung. So werden uns die oberen Zehntausend konsequent als moralisch verrottet und verkommen vorgestellt, die Helden – die das gar nicht sein wollen – hingegen sind am Ende doch nur lebloses Treibholz oder Rädchen in einer Maschinerie, deren tieferer Sinn sich ihnen mit ihren stramm nach vorn gerichteten Sichtweisen auf die Welt nicht erschließen kann. Dabei ist es egal, ob der gesellschaftlich achtbare Status des Justizvollzugsbeamten bekleidet wird oder man sich als straßenschlaue Kleingangster-Ratte durchs Leben boxt. Wie bei Bertolt Brecht. Die Kleinen kommen unters Rad, die im Dunkeln sieht man nicht. Finstere Weltsicht – aber ganz bestimmt nicht von der Hand zu weisen. Hier zeigt sich auch der Unterschied zum Gros der „Poliziotteschi“-Filme, in deren Reihen „Revolver – Die perfekte Erpressung“ öfter mal gesteckt wird. Bei diesen (zynischen aber zugegebenermaßen immer unterhaltsamen) Brutalo-Bullenfilmen aus Italien würden konservative Ordnungshüter, stellvertretend für eine von Korruptionserfahrungen, Angst und Terror gelähmte Bevölkerung, am liebsten jedem läppischen Handtaschendieb den Schädel einschlagen. Bei „Revolver – Die perfekte Erpressung“ sind der Beamte und sein Gegenspieler jedoch bloß Schachfiguren, Bauern genaugesagt, im Spiel der Großen, wie es Bob Dylan einst formulierte. Das Publikum möge sich, wenn es nach jemanden wie Sergio Sollima ginge, Gedanken machen, ob es wild um sich ballernden Wüterichen mit Polizeisirene zujubeln will oder doch lieber überlegen, ob es nicht viel näher bei den Figuren seines Films hier lebt. Sollimas Sohn Stefano übertrug mit seinem kühlen Polizei- und Selbstjustiz-Drama „ACAB – All Cops Are Bastards“ 2012 die autoritätskritischen Ideen seines Vaters erfolgreich in die halbdokumentarische Filmsprache der Gegenwart.
 
 
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Fabio Testi spielt seinen Kleinganoven nuancierter als sonst aber trotzdem gewohnt selbstsicher, mit Hang zum Posterboy, wie man es als Freund italienischen Kinos kaum anders gewohnt ist. Nach Oliver Reed kommt hier allerdings erst einmal länger gar nichts. Die Kunst des Engländers, in den kargen anderthalb Stündchen des Drehtags, die er nicht komatös gesoffen in seinem Trailer verbrachte, mehr Intensität in seine Darstellung zu packen als eine Rakete mit Wärmesensor, ist hier auf ihrem Höhepunkt. Die Karriere des professionellen Alkoholikers war beileibe nicht arm an großen Rollen und die des Vito Cipriani könnte schauspielerisch unter den ersten dreien liegen. Wie bei gefühlten sechsundachtzig Prozent aller Filme aus Italien stammt auch die Musik zu „Revolver – Die perfekte Erpressung“ vom unmenschlich fleißigen und bis heute, im hohen Alter, unverwüstlichen Ennio Morricone. Der römische Meister konzentrierte sich diesmal auf eine getragene Klaviermelodie, die in verschiedenen Gestalten, von instrumental bis schnulzig, aus den Boxen fließt. Gute Sache und selbst als Nachpressung teuer, die Platte. Nur mal so nebenbei.
 
 
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REVOLVER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Mächtig spannendes Thrillerkino auf ganz hohem Niveau, wie man es in den Siebzigern in Europa meisterlich auf die Leinwand zu bringen verstand. Dazu noch mit ansprechendem politischen Unterbau. Wer seinen Horizont des cinematischen Nägelbeißens in die Richtung von „vintage“ Krimireißern aus der Alten Welt erweitern möchte, bekommt mit der vorliegenden DVD einen ausgezeichneten Anfangsfilm geboten.
 
 
 


 
 
 

REVOLVER – Zensur

 
 
 
Die nun erhältliche DVD-Fassung von REVOLVER – DIE PERFEKTE ERPRESSUNG ist erstmals ungeschnitten. Demzufolge können Sergio Sollima-Fans bedenkenlos zugreifen und sich dieses rare Filmwerk ins Sammlerregal stellen.
 
 
 


 
 
 

REVOLVER – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Colosseum Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Revolver; Deutschland | Italien 1973

Genre: Krimi, Action, Thriller

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Italienisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: Deutsch

Bild: 1,85:1 (anamorph / 16:9)

Laufzeit: ca. 105 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover im Schuber

Extras: Interview: Fabio Testi (16:17 Min.), Internationaler Kino-Trailer (3:36 Min.), US amerikanischer Kino-Trailer (1:55 Min.), Bildergalerie (1:54 Min.)

Release-Termin: 24.04.2015

 

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REVOLVER – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller für die Review verwendeten Bilder liegen bei COLOSSEUM FILM

 
 
 
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