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Filmkritik: „Secret Santa“ (2017)

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SECRET SANTA

Story

 
 
 

Eine dysfunktionale Familie rechnet an Weihnachten miteinander ab.

 
 
 


 
 
 

SECRET SANTA – Kritik

 
 
 
Weihnachten in Familie. Das ist für die einen der Höhepunkt des Jahres, für andere aber auch der Horror auf Erden. Nicht selten trifft man da auf nervige Verwandte, denen man nicht unbegründet den Rest des Jahres aus dem Weg gegangen ist. Da muss man an der Festtafel Geschichten lauschen, die man eigentlich gar nicht hören will oder Geschenke auspacken, die man besser gleich in der Mülltonne entsorgen möchte. Man kann sich die eigene Familie eben nicht immer aussuchen. Genau jene weisen Worte sind nun auch in der Horrorkomödie SECRET SANTA Programm, die übrigens nichts mit dem gleichnamigen Slasher zu tun hat, der bereits 2015 auf die Genre-Gemeinde losgelassen wurde. Statt maskiertem Killer ist es im folgenden Horror-Spaß das Weihnachtsfest selbst, dass einer dysfunktionalen Familie zum tödlichen Verhängnis wird. Regisseur ADAM MARCUS hat hier die Horror-Version der Weihnachtskomödie SCHÖNE BESCHERUNG inszeniert und sich selbst übertroffen. Selten hat man einen böseren Weihnachtsfilm als diesen hier gesehen. Freunde makabrer Späße und blutiger Raffinessen kommen da auf ihre Kosten.
 
 
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SECRET SANTA erzählt die Geschichte der Familie Pope, die sich einander alles andere als gern hat. Trotzdem findet man sich zum alljährlichen Weihnachtsschmaus zusammen, um das Fest miteinander zu feiern, weil es eben an Weihnachten dazugehört. Doch diesmal soll es nicht nur bei verbalen Anfeindungen bleiben. Dieser Heiligabend wird blutig und grausam. Die Familienmitglieder gehen sich nämlich plötzlich an die Gurgel und fallen übereinander her. Der Grund dafür ist ziemlich makaber: jemand hat Drogen in den Punsch gemischt. Diese bewirken nicht nur, dass der Konsument die Wahrheit sagt. Das gefährliche Getränkt sorgt zudem dafür, dass sich die Angehörigen in aggressive Furien verwandeln und sich gegenseitig abschlachten. Autsch, das wird ganz schön blutig.
 
 
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Das hat man nicht kommen sehen. SECRET SANTA hat es ganz schön in sich. Was sich hier auf der Mattscheibe abspielt, hat man definitiv nicht erwartet. Regisseur ADAM MARCUS will mit diesem Weihnachtshorror offensichtlich an alte Horrorfilm-Erfolge anknüpfen. Der übernahm vor einer Ewigkeit die Regie zum neunten Freitag-Film und verpasst mit JASON GOES TO HELL genannter Slasher-Reihe seinen ganz eigenen Stempel. Doch der Filmemacher war seither nicht untätig. Ihm sind die Drehbücher zu Filmen wie TEXAS CHAINSAW 3D und MOMENTUM zu verdanken, die er zusammen mit Gattin DEBRA SULLIVAN verfasst. Letztere hat es sich nicht nehmen lassen, auch als Drehbuchautorin bei SECRET SANTA wieder mit an Bord zu sein.
 
 
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Eine gute Entscheidung, wie sich im Falle von SECRET SANTA herausstellt. Der Film ist nämlich durchaus sehenswert, da er die teils in Hollywood-Filmen vorgelebte „Heile Welt“ an Weihnachten auf die Schippe nimmt und sie in sattes Blutrot taucht. Statt Herzenswärme, Besinnlichkeit und Nächstenliebe regieren in diesem Film Ignoranz, Hass und Oberflächlichkeit. Das alles entlädt sich in einem absurden Gewaltrausch, der vor allem Splatterfans Freude bereiten dürfte. Im Film geht es nämlich alles andere als zimperlich zu. Hier wird in abgeschnittene Köpfe penetriert, Weihnachtsbaumspitzen zweckentfremdet und Tafelbesteck zum Mordwerkzeug umfunktioniert. Dabei allgegenwärtig: rabenschwarzer Humor. Der besitzt teils derart zynischen Tenor, dass einem nicht nur einmal das Lachen im Halse stecken bleiben kann. Regisseur ADAM MARCUS ist mit dem Low-Budget-Splatter SECRET SANTA ein Glücksgriff gelungen. Der Film entpuppt sich als etwas anderer Weihnachtsfilm, der sich ganz ungeniert von so leichten Familienkomödien wie KEVIN ALLEIN ZU HAUS oder GREMLINS – KLEINE MONSTER abzuheben versucht. Ein hervorragendes Weihnachtskontrastprogramm, aber auch nicht unbedingt massentauglich. Für diesen Film benötigt man schon ein dickes Fell, denn der teils derbe Humor ist nicht für jedermann geeignet. SECRET SANTA ist alles andere als besinnlich und jugendkonform und wird definitiv nicht ungeschnitten an Heiligabend im TV laufen. Damit dürfte SECRET SANTA ein erwähnenswertes Alleinstellungsmerkmal besitzen.
 
 
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SECRET SANTA – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Der wohl bitterböseste Weihnachtsfilm, der je gedreht wurde. Dieses Familienzusammentreffen an Heiligabend ist garantiert kein heiterer Kinderspaß. Ganz im Gegenteil. SECRET SANTA ist eine rabenschwarze Horrorkomödie nur für Erwachsene, bei der dem Zuschauer das Lachen im Halse stecken bleiben wird. Die Quintessenz: Spaß und Blut. Die hervorragenden Darsteller wurden in ihren Rollen perfekt besetzt. Auch die bemerkenswert blutigen Spezialeffekte haben es in sich, die ab der zweiten Filmhälfte erstaunlich oft über die Mattscheibe flimmern und SECRET SANTA das Prädikat „ultimativer Weihnachtssplatterfilm“ aufdrücken. Dass SECRET SANTA ziemlich blutig werden würde, war abzusehen. Als Effektekünstler zeichnet kein anderer als ROBERT KURTZMAN verantwortlich. Der hat mit seinen Spezialeffekten schon vielen Horrorfilmen zu blutigem Erfolg verholfen. Darunter so Kultstreifen wie TANZ DER TEUFEL 2, SCREAM oder WISHMASTER.
 
 
 


 
 
 

SECRET SANTA – Zensur

 
 
 
SECRET SANTA ist trotz Horrorkomödie sehr blutig. Hier gibt es ab Filmmitte abwechslungsreiche Tötungsarten zu sehen, die dem Streifen eine Erwachsenenfreigabe bescheren werden. Eine Szene könnte hierbei große Probleme bereiten. Darin penetriert ein tollwütiger Protagonist in einen abgetrennten Kopf und äußert dabei zynische Sprüche. Holt man den Film FOUND – MEIN BRUDER IST EIN SERIENKILLER zurück ins Gedächtnis, dürfte schnell klar werden, dass die hiesige FSK mit sowas gar keinen Spaß versteht.
 
 
 


 
 
 

SECRET SANTA – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Distilled Media | Skeleton Crew)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Krampus (2015)
 
Better Watch Out (2016)
 
Mercy Christmas (2016)
 

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Filmkritik: „Momentum“ (2015)

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MOMENTUM

Story

 
 
 
Ein Bankraub der Zukunft ist der Startschuss für den rasanten „Momentum“. Komplett mit Masken, blinkenden Roboter-Anzügen und vollautomatischen Feuerwaffen. Der Schaden: Eine Leiche, ein Wachmann mit Platzwunde und eine heikle Beute, bestehend aus einem Haufen Diamanten und einer kleinen Festplatte. Für Alexis (Olga Kurylenko) und Kevin (Colin Moss) bleibt kaum Zeit zum Verschnaufen, wenig später erscheinen böse Jungs mit schweren Waffen vor ihrer Tür. Ein blutreiches Scharmützel in einem Hotelzimmer später ist Alexis mit dem mysteriösen digitalen Gut auf der Flucht und einige unfreundliche Zeitgenossen kleben an ihren Spuren. Auf der Suche nach der Wahrheit und dem Rennen um ihr eigenes Leben wird Alexis mit den Dämonen ihrer Vergangenheit und etlichen Kugeln konfrontiert. Nebenbei tritt sie gehörig Ärsche.
 
 
 


 
 
 

MOMENTUM – Kritik

 
 
 
Der Titel „Momentum“ ist keineswegs übertrieben. Ab der ersten Sekunde nach dem Vorspann tritt der Film voll aufs Gas und kommt beinahe in den schwindelerregenden Bereich. Sobald sich der anfängliche Bankraub abgewickelt und der Staub etwas gelegt hat, kann das Publikum trotzdem in aller Ruhe einsteigen und der Handlung folgen. Nicht dass ihr besonders schwer zu folgen wäre. Wie sich schon früh herausstellt, enthält die begehrte Festplatte Informationen über einen schmierigen US-Senator (Morgan Freeman). Der möchte um jeden Preis verhindern, dass jene Informationen an die Öffentlichkeit gelangen. Mit der Wiederbeschaffung werden der ebenso schmierige und ungleich sadistischere Anzugträger Mr. Washington (James Purefoy) und seine Schergen beauftragt.
 
 
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Ein simpler Plot wie dieser bietet nicht viel mehr als eine anderthalbstündige Verfolgungsjagd. Glücklicherweise scheint Regisseur und ehemaliger Kameramann Stephen S. Campanelli zuzustimmen und hat seinen Film mit einem deutlichen Fokus auf schnelle Action gedreht. Abgesehen von einem kuriosen Interesse für Füße (vor allem die von Olga Kurylenko) zeichnet den Film neben seinem hohen Schnitt- und Kameratempo kaum etwas aus. Mit anderen Worten bietet „Momentum“ genau das, was man von einem kurzweiligen Spektakel erwartet – Gott sei Dank nicht mehr. Den wichtigsten Aspekt bekommen Campanelli und Crew sogar überdurchschnittlich gut hin. Mit kreativen Kameraeinstellungen und aufregend konzipierten, schnell geschnittenen Action-Szenen sticht „Momentum“ aus der üblichen Genre-Kost heraus und macht bis zum Abspann Spaß.
 
 
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Bleibt zu erwähnen, dass der Film über einen gewissen Grad an Schmutzigkeit verfügt und Campanelli sich in Szenen von Gewalt oder Folter nur wenig zurückhält. Man ist froh darüber, mal wieder einen Actionfilm zu sehen, der nicht vor der Bedrohung eines Kindes oder einer (versuchten) Vergewaltigung zurückschreckt und sich nicht hinter politische Korrektheit versteckt. Stattdessen gibt es skrupellose, arrogante Bösewichte zu sehen, die einen legitimen Hassreiz versprühen. Auf der anderen Seite steht Olga Kurylenko, die in der Rolle als Alexis mit ihrer dunklen Vergangenheit und einem Talent fürs Entsorgen böser Menschen eine gute Figur macht. Dabei wird aus der Tatsache, dass es sich hier um eine der seltenen Action-Heldinnen handelt, nicht einmal eine große Angelegenheit gemacht. Ein Erfolg für die geschlechtliche Gleichberechtigung!
 
 


 
 
 

MOMENTUM – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
„Momentum“ ist satte Actionkost – kurzweilig, hart, adrenalinreich und unterhaltsam. Dem dünnen Plot schenkt Debüt-Regisseur Stephen Campanelli dabei genau so viel Beachtung, wie er verdient hat. Star der Show ist das ehemalige Bond-Girl Olga Kurylenko, die nicht nur etwas für die Augen ist, sondern auch eine tolle Actionheldin abgibt.
 
 


 
 
 

MOMENTUM – Zensur

 
 
 
Der Film ist kein Blutbad, hat aber durchaus seine rauen Momente, die ihm sehr gut tun. Bis ins Extreme oder Bedenkliche greift der Film nicht, trotzdem gehört MOMENTUM zu einem der brutaleren FSK-16-Filme. Nachdem der Film auf dem FANTASY FILMFEST 2015 lief, wurde er von UNIVERSUM FILM ungeschnitten mit FSK16 in den Handel gebracht.
 
 
 


 
 
 

MOMENTUM – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Universum Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Momentum; Südafrika / USA 2015

Genre: Action, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 96 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Making of

Release-Termin: 13.11.2015

 

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MOMENTUM – Trailer

 
 

 
 

Timo Löhndorf

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Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei Ascot Elite Filmverleih

 
 
 
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