FILMCHECKER – Die Seite im Netz für Horror. ☠☠☠ Kritiken zu den besten Horrorfilmen ☣☣☣ Slasher, Folterfilme, Thriller, Splatterfilme, Gruselfilme.

Beiträge mit Schlagwort “ähnliche Filme wie 28 Days later

Filmkritik: „The Evil in Us“ (2016)

the-evil-in-us-bild-poster
 
 
 

THE EVIL IN US

Story

 
 
 
Ein Drogentrip mit Folgen. Sechs Freunde verwandeln sich nach der Einnahme von Kokain in aggressive Killerfurien.

 
 
 


 
 
 

THE EVIL IN US – Kritik

 
 
 
Wenn unwissende Teenager zu einer Hütte in den Wald fahren, weiß der Horrorfan mittlerweile wie das ausgehen wird. Seit EVIL DEAD, CABIN FEVER oder THE CABIN IN THE WOOD sind einsame Bretterbuden in den Wäldern schon lange kein Garant mehr für Idylle, Romantik und Erholung. In Horrorfilmen sorgen diese klapprigen Waldbehausungen in der Regel für Tod, Verderben und Chaos. Das führt dazu, dass oft nur wenige ihrer Besucher lebend in die Zivilisation zurückfinden. Auch im folgenden Horrorthriller mit dem Titel THE EVIL IN US ist das nicht anders. Hier gibt bereits der Titel einen kleinen Vorgeschmack auf das, was den Zuschauer im Film erwarten wird. Das sprichwörtliche Böse frisst sich hier durchs Drehbuch, das in scheinbar friedliebenden Menschen entfacht wird und so niedere Instinkte weckt. Wenn das mal keine guten Aussichten für all jene sind, die eine Vorliebe für blutige Schlachtfeste besitzen.
 
 
the-evil-in-us-bild-1
 
 
Im kanadischen Horrorthriller THE EVIL IN US reisen sechs Freunde auf eine entlegene Insel irgendwo vor der Küste Washingtons, um dort den Unabhängigkeitstag zu feiern. Doch die kleine Feier soll ihr Verhängnis werden. Einer der Freunde hat nämlich Drogen dabei, die die Fete etwas auflockern sollen. Doch kaum sind die Drogen im Körper gelandet, passiert das Unfassbare. Die Kumpels legen eine unbändige Wut an den Tag und entwickeln kannibalistische Neigungen. So beginnen sie sich gegenseitig zu zerfleischen bis am Ende keiner mehr von ihnen am Leben ist. Doch die schockierende Verwandlung kommt nicht von ungefähr. Eine ominöse Organisation experimentiert im Untergrund mit aggressiven Viren, die das menschliche Nervensystem manipulieren sollen. Heimlich hat man diesen Killervirus in Drogen versteckt und auf den Markt gebracht. Was folgt gleicht einem Desaster, denn Menschen die diesen Übeltäter in sich tragen, werden zu unaufhaltsamen Killermaschinen. Das sind keine guten Aussichten für die gesamte Menschheit.
 
 
the-evil-in-us-bild-3
 
 
THE EVIL IN US ist die x-te Version über flache Charaktere, die in eine Waldhütte fahren und dort den Terror erleben. Zombie und Hütten-Horrorfans wird’s vermutlich freuen, denn Blut fließt reichlich und eklige Momente gibt es auch zu sehen. Dennoch hat man auch bei diesem Horrorstreifen häufiger das Gefühl, als habe man genau jenen Film – nur mit anderen Schauspielern besetzt – schön öfters gesehen. Das liegt in erster Linie wohl daran, weil Regisseur und Drehbuchautor JASON WILLIAM LEE die Atmosphäre von CABIN FEVER mit bekannten Zombie-Klischees kombiniert und daraus Horrorunterhaltung macht, die bei genauerer Betrachtung eigentlich eher bei anderen Horrorfilmen stibitzt. Originalität, Neuerungen oder gar frische Ideen sind Mangelware, was THE EVIL IN US beliebig macht. So ist eine Virusinfektion auf Zeit die einzige neue Idee in diesem sonst eher einfallslosen Film, der einzig darauf aus ist am Ende den Holzhammer aus dem Sack zu lassen. Während in den meisten Zombiefilmen eine Infektion mit einem Virus den Tod bedeutet, haben die Protagonisten in diesem Film eine realistische Überlebenschance. Der Eindringling wütet nämlich nur wenige Stunden im Körper. Leider wissen das die Freunde nicht und zerfleischen sich im Blutrausch gegenseitig, noch bevor der Körper den Virus bekämpfen kann. Damit tritt der Film in die gleichen Fußstapfen wie der spanische SUMMER CAMP, der im Prinzip eine ganz ähnliche Geschichte erzählt hat, die aber weitaus spannender und atmosphärischer in Szene gesetzt wurde.
 
 
the-evil-in-us-bild-4
 
 
Unterm Strich ist THE EVIL IN US kein herausragender Horrorfilm. Fast alle Protagonisten sehen aus wie aus dem Ei gepellt und entsprechen den gängigen Stereotypen, die man schon so oft in dieser Art von Filmen zu sehen bekommen hat. Viel wird von denen auch nicht abverlangt – außer vielleicht, dass sie am Ende möglichst laut um ihr Leben kreischen sollen. Doch vorhersehbaren Erzählmechanismen und aufdringliche Klischees sind noch das kleinere Übel. Viel unerträglicher ist das oftmals hölzerne Schauspiel. Die jungen Darsteller geben zwar ihr Bestes, übertreiben es ab hin und wieder. Das hat zur Folge, dass Gezeigtes übertrieben und unnatürlich wirkt, was den Sehgenuss erheblich trübt. Demzufolge ist auch THE EVIL IN US nur all jenen zu empfehlen, die nach den vielen Zombiefilmen der letzten Jahre einfach nicht genug davon bekommen können. Der Film spult bekannte Mechanismen aus dieser Art von Streifen unkreativ ab und ergänzt sie mit Filmgewalt. Das langweilt leider ziemlich schnell. Wen es interessiert: Die blutigen Höhepunkte reduzieren sich auf die letzte halbe Stunde. Was sich davor abspielt, ist kaum der Rede wert.
 
 
the-evil-in-us-bild-2
 
 


 
 
 

THE EVIL IN US – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
28 DAYS LATER meets CABIN FEVER. Kompromisslose Überlebenshatz mit blutigem Showdown. Hinter dem ansprechenden Filmplakat verbirgt sich kein herausragender Horrorfilm. THE EVIL IN US ist ein beliebiger Schocker, der die allmählich nervende Zombiethematik streift und sich irgendwo zwischen CABIN FEVER und THE CRAZIES bewegt. Was passiert ist so ziemlich vorhersehbar. Allein die letzten 30 Minuten könnten das Interesse von Horrorfans wecken. Dort geht es nämlich relativ grob zur Sache. Nacheinander werden Mittzwanziger von einem Virus befallen, der ihre aggressive Seite entfacht – um mal wieder zum Titel des Films zu kommen. Das sorgt immerhin für blutiges Einerlei, weil sich die Protagonisten gegenseitig an die Gurgel gehen. Ob das allein ausreicht, um das Sehen eines Horrorfilms zu rechtfertigen, sollte aber jeder Zuschauer für sich selbst entscheiden. Für uns als Kritikerteam ist das leider zu wenig.
 
 
 


 
 
 

THE EVIL IN US – Zensur

 
 
 
In der letzten halben Stunde geht die Post ab. Von Ausweidungen bis Verbrennungen ist einiges dabei, was Horrorfans zusagen dürfte. Trotzdem ist das alles noch im vertretbaren Rahmen, so dass eine Freigabe mit rotem FSK-Flatschen realistisch ist. Ungeschnitten und keine Jugendfreigabe versteht sich.
 
 
 


 
 
 

THE EVIL IN US – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Poster liegen bei Sandcastle Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Summer Camp (2015)
 
The Crazies – Fürchte deinen Nächsten (2010)
 
Carriers (2009)
 

Advertisements

Filmkritik: „Puls“ (2016)

cell-stephen-king-2016-poster(1)
 
 
 

PULS

(CELL)

Story

 
 
 

„… Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich …“ tönte es vor ein paar Jährchen aus den Volksempfängern. Leider gilt das nicht für alle Protagonisten in PULS. All jene, die nicht vom Handy lassen können, verwandeln sich hier durch ein seltsames Funksignal in aggressive Furien und machen den übrigen Menschen das Leben zur Hölle. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt.

 
 
 


 
 
 

PULS – Kritik

 
 
 
STEPHEN KING und seine Bestseller sind immer so eine Sache. Nicht jeder Horrorfan wird mit seinen Kurzgeschichten und Romanen warm, weil der Autor dafür bekannt ist, sich oft (zu viel) Zeit für den Aufbau von Grauen zu nehmen. Angesichts der Tatsache, dass heute die Konkurrenz für ein Publikum mit der Aufmerksamkeitsspanne einer Springbohne zu massiv ist, gewinnt man mit derart altmodischen Erzählform offensichtlich keinen Blumentopf mehr. Gleiches gilt übrigens auch für die Verfilmungen seiner Bücher. Auch die spalten Zuschauer und Leser gern mal in zwei Lager und können nicht immer den hohen Erwartungen gerecht werden. Einer der Gründe: viele King-Filme leiden unter einem schwerfälligen und meist zähen Handlungsaufbau, der lang benötigt, bis er eine Temposteigerung zulässt. Das ist nicht jedermanns Sache, denn in Zeiten in denen hektische Schnitte und rasante Verfolgungsjagden für Schwindelgefühle sorgen, kann so traditionelles Heraufbeschwören von Unbehagen zur ermüdenden Angelegenheit werden. Auch wenn King in erster Linie bekannt für subtile Schauer und detailliertes Erforschen von Albträumen ist, lässt sich mit dessen Werken auch Jahre nach dem Adaptions-Wahn während der 80er und 90er viel Geld verdienen. So musste nach Werken wie ZIMMER 1408 und DER NEBEL nun auch der Handy-Horror PULS dran glauben, dessen Leinwandumsetzung nach langer Entstehungszeit Anfang 2016 unter dem Titel CELL in Amerika veröffentlicht wurde.
 
 
cell-stephen-king-2016-bild-1(1)
 
 
Wenn Technologie zum Horror wird. In PULS (so der deutsche Filmtitel) stürzen Handys und Funksignale die Menschheit ins Verderben. Sie machen aus Menschen willenlose Zombie-Marionetten. Was sich skurril anhört, macht aber Sinn. So verriet der Bestsellerautor im Interview, dass er Mobilfunkgeräte für die Geißel des 20. bzw. 21. Jahrhunderts hält und deshalb kein Handy sein Eigen nennt. Ganz so Unrecht hat er da nicht, denn offensichtlich geht ohne Smartphone und Tablet in heutiger Zeit leider gar nichts mehr. Da denkt nicht nur der Mann aus Maine, dass es eigentlich gar keine mysteriösen Signale mehr braucht. Zombifiziert sind die Jünger von Steve Jobs und ähnlichen finsteren Gottheiten sowieso schon. Das sah King als Anlass, um sich genauer mit modernen Technologien auseinander zu setzen und deren unaufhaltsamen Fortschritt zu kritisieren, der die Menschen immer abhängiger macht. Was bereits im Buch PULS aktuelles Thema war, kommt nun auch auf die Leinwand. Zwar wurden einige Handlungsstränge verändert; die Grundaussage bleibt aber die Gleiche. King-Kenner dürften sich da wohl an RHEA-M zurückerinnert fühlen.
 
 
cell-stephen-king-2016-bild-2(1)
 
 
Im Film erlebt Comiczeichner Clay Riddell (JOHN CUSACK – nach ZIMMER 1408 wieder am Start) am Flughafen Sonderbares. Als während eines Telefonats mit dem Sohn der Akku versagt, verwandeln sich plötzlich die Menschen in seiner Umgebung in tobende Furien. Sie beginnen einander zu zerfleischen und hinterlassen eine Schneise der Verwüstung. In letzter Sekunde kann sich der Familienvater retten und verschanzt sich zusammen mit anderen Flüchtenden (u.a. SAMUEL L. JACKSON) in seinem Apartment. Schnell wird klar, dass hier Höheres im Spiel ist. Und in der Tat, das Funksignal der Handys scheint die Hirne ihrer Besitzer zu vernebeln. Die werden in fremdgesteuerte Zombies umfunktioniert, welche sich willenlos einem nichtgreifbare Macht unterwerfen und sich zu Schwärmen zusammenrotten. Gott, schon wieder wollen wir schreiben, dass sich das liest, wie eine ganz normale Szene aus dem deutschen Alltag. Nach anfänglichen Schrecken kommt die Familie in den Sinn. Riddell will retten was zu retten ist und macht sich auf, um Frau und Kind zu suchen. Leider ist der Weg bis dahin steinig, denn die zornigen Kreaturen sind überall. Ihre Geister schließen sich auf einer telepathischen Ebene zu einer neuen Existenz zusammen, die nur eines im Sinn hat: die wenigen Normalmenschen ebenfalls zu unterjochen. Wird Riddell die Familie finden und die Welt vorm sicheren Untergang bewahren können?
 
 
cell-stephen-king-2016-bild-3
 
 
Dass diese Verfilmung aus der Feder des legendären STEPHEN KING überhaupt noch das Licht der Welt erblickt hat, grenzt fast schon an ein Wunder. Die Leinwandadaption des Roman PULS sollte eigentlich bereits 2006 in den Dreh gehen. Kein geringerer als der für moderne Schnapsideen von Exploitation-Filmen berüchtigte ELI ROTH hatte sich die Filmrechte gesichert und wollte den kritischen Schauerstoff ins Kino bringen. Weil der aber seinerzeit an der misslungenen HOSTEL-Fortsetzung tüftelte und nach den Dreharbeiten feststellen musste, dass er mit Kings Werken doch nicht so kann, musste die Idee zum Film auf Eis gelegt werden. Erst 2009 kamen neue Pläne auf den Tisch. So sollte der Romanstoff als vierstündige TV-Serie ins Fernsehen gebracht werden. Leider wurde auch dieses Vorhaben schnell wieder revidiert, obwohl bereits ein fertig geschriebenes Drehbuch von King selbst vorlag. Immerhin konnte man sich fünf Jahre später einigen. Nach ersten Konzeptplakaten im Internet wurden Januar 2014 endlich Dreharbeiten aufgenommen und das Projekt nahm Gestalt an. Das schien auch King gefreut zu haben, der im Internet die Werbetrommel für den Kinostart rührte und Fans versicherte, dass das veränderte, düstere Ende neue Maßstäbe setzen würde. So Unrecht hat er da nicht. Das von ADAM ALLECA überarbeitete Drehbuch weicht nämlich großzügig von jenem Skript ab, das der Bestsellerautor extra für den Film beigesteuert hat. Statt Erlösung und Happy End gibt’s kurz vor dem Abspann den sprichwörtlichen Schlag ins Gesicht. Ein geschickter Schachzug, denn ohne Zweifel bleibt PULS mit seinem unerfreulichen Ausgang länger im Gedächtnis hängen, als es das postapokalyptische Weltuntergangsszenario anfangs vermuten lassen würde.
 
 


 
 
 

PULS – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Keine schlechte King-Verfilmung, aber auch nicht die Beste. Wie schon bei vielen anderen Leinwandadaptionen der Bücher von STEPHEN KING, hat auch PULS (Originalfilmtitel: CELL) hin und wieder Probleme mit dem Tempo. Ab und an dümpeln die Geschehnisse nämlich auf der Stelle. Zudem wird Nebencharakteren mancherorts zu viel Zeit für Entwicklung eingeräumt. Das lässt Längen entstehen. Dennoch zieht PULS seinen Reiz daraus, dass die Zombie-Problematik aus einer anderen Perspektive betrachtet wird. Bei den Kreaturen in diesem Überlebensthriller handelt es sich nämlich nicht um traditionelle Untote, wie man sie in den Werken des legendären GEORGE A. ROMERO (alter Alki-Freund Kings, von dem er sich immer wieder hat inspirieren lassen – Prost!) zu sehen bekommt. Vielmehr geht es hier um Menschen, die von einer fremden Macht manipuliert und gesteuert werden – Kritik am Fortschrittsgedanken inklusive. Wer die Bücher des erfolgreichen Romanautors mag, sollte unbedingt einen Blick riskieren, auch wenn die Verfilmung hin und wieder von der King’schen Romanvorlage abweicht. So bildet der krönende Abschluss ein Finale, das mit unerfreulichem Ausgang so manchen Zuschauer verstören wird. Spätestens hier haben Drehbuchautor und Regisseur alles richtig gemacht.
 
 
 


 
 
 

PULS – Zensur

 
 
 
PULS (der in Amerika als CELL vermarktet wird) ist keine Gewaltgranate. Zu Beginn geht drunter und drüber. Auf einem Flughafen verwandeln sich Menschen zu Furien und fallen über sich selbst her. Da gibt es kurz einige Gewaltspitzen und Knochenbrüche zu sehen. Danach ist damit größtenteils Schluss. Hierzulande hat es für PULS problemlos den blauen FSK-Flatschen gegeben. FSK16.
 
 
 


 
 
 

PULS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
puls-bluray

(c) Concorde Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Cell; USA 2016

Genre: Horror, Mystery, Thriller, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.40:1 | @23,976 Hz (1080p)

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Behind the Scenes, Deutscher Kinotrailer, Original-Kinotrailer

Release-Termin: 17.01.2017

 

Puls [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

PULS – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken & Poster liegen bei CONCORDE HOME ENTERTAINMENT)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Don’t Grow Up (2015)
 
Plague (2014)
 
Dead Within (2014)
 
The Crazies – Fürchte deinen Nächsten (2010)
 
World War Z (2013)
 
28 Weeks Later (2007)
 
28 Days Later (2002)
 


Filmkritik: „Alone“ (2015)

alone
 
 
 

ALONE

(DON’T GROW UP)

Story

 
 
 

Sechs straffällige Jugendliche müssen auf einer Insel feststellen, dass hier Kinder und Teenager in Lebensgefahr sind. Die Erwachsenen scheinen wie vom Erdboden verschwunden zu sein. Kein gutes Omen, wie sich bald herausstellen wird.

 
 
 


 
 
 

ALONE – Kritik

 
 
 
Manch einer muss jetzt tapfer sein, denn auch wenn sich das Team von FILMCHECKER geschworen hat in Zukunft weniger schlechte Zombiefilme zu besprechen, flattern uns hin und wieder solche Streifen ins Postfach, die dann doch eine Kritik rechtfertigen. ALONE (Originaltitel: DON’T GROW UP) ist so ein Fall und sollte allein schon deshalb Erwähnung finden, weil es sich diesmal nicht um unterirdischen Low-Budget-Trash handelt, wie er in den letzten Jahren zu oft von untalentierten Filmemachern gedreht und meist sogar noch in Eigenregie produziert wurde. Mit ALONE wird Qualität geboten, was wohl auch daran liegt, wer da auf dem Regiestuhl Platz genommen hat. Jemand, dessen Herz für Zombiefilme schlägt. Der Franzose THIERRY POIRAUD steckt dahinter und ließ bereits in mehreren Interviews verlauten, dass er mit Vorliebe das Untoten-Genre dazu benutzt, um Gesellschaftskritik zu äußern. Damit tritt er – erfahrene Horrofans werden es ahnen – in die Fußstapfen des legendären GEORGE A. ROMERO. Der Urvater des Zombiefilms hat bereits seinerzeit mit dem Kultwerk NIGHT OF THE LIVING DEAD gesellschaftliche Missstände angeprangert. Ganz nebenbei gelang ihm einer der wichtigsten Beiträge zum modernen Horrorkino.
 
 
alone-dont-grow-up-bild-1
 
 
ALONE geht das Zombie-Genre etwas anders an und macht ihn deshalb so interessant. Statt Horden Untoter auf ahnungslose Menschen zu hetzen, rückt THIERRY POIRAUD ein postapokalyptisches Szenario in den Mittelpunkt, das sich in erster Linie durch eine beängstigende und beklemmende Stimmung in Gedächtnis brennt. Die Zombies kommen da fast schon etwas zu kurz, was in ALONE aber nicht sonderlich tragisch ist, zehrt zumindest die erste Filmhälfte von der Prämisse, Zuschauer und Protagonisten darüber im Ungewissen zu lassen, was in dieser spanisch-französischen Koproduktion als nächstes passieren wird. Das steigert die Spannung und verursacht Magenschmerzen, denn inmitten Nebel und Dunkelheit schlägt eine Bedrohung ganz unverhofft zu – schonungslos und brutal. Sechs straffällig gewordene Teenager aus Problemfamilien müssen in ALONE ums Überleben kämpfen. Sie müssen eines Morgens feststellen, dass die Aufseher und Erzieher des Heims verschwunden sind, in dem sie wieder auf den rechten Pfad gebracht werden sollen. Die Abwesenheit der Erziehungsberechtigten macht neugierig. So werden Spinde aufgebrochen und Akten durchstöbert. Leider werden die Heranwachsenden bald durstig. Alkohol muss her, weshalb man sich in die Stadt macht, um Hochprozentiges zu kaufen. Was jedoch dort passiert, lässt ihnen das Blut in Adern gefrieren. Die Geschäfte sind menschenleer und von Erwachsenen ist keine Spur. Was ist hier passiert? Die Antwort auf diese Frage lässt nicht lange auf sich warten.
 
 
alone-dont-grow-up-bild-4
 
 
Willkommen zu einem weiteren Weltuntergangsszenario, wo Chaos, Zerstörung und Gewalt eine wesentliche Rolle spielen. Zwischen spektakulären Landschaften und friedlich eingefangener Idylle (der Film wurde auf Teneriffa gedreht) verbirgt sich eine unberechenbare Bedrohung, die hier Blutzoll fordert. Es sind die Erwachsenen, die ähnlich wie in Romeros THE CRAZIES zu tollwütigen Bestien mutiert sind und töten müssen. Auch den sechs Hauptdarstellern blüht gleiches Schicksal. Die müssen erfahren, dass die Verwandlung zur Bestie immer dann eintritt, wenn die Jugendlichen die Schwelle zum Erwachsenwerden betreten haben. Der Verlust von Reinheit und Unschuld sorgt dafür, dass aus artigen Kindern desorientierte Monster werden. Groteskerweise ist das Schicksal für jeden der Protagonisten im Film vorbestimmt – eben so wie im richtigen Leben.
 
 
alone-dont-grow-up-bild-3
 
 
Regisseur THIERRY POIRAUD macht diesmal ernst. Während der Vorgängerfilm GOAL OF THE DEAD mit schwarzem Humor und knapp zwei Stunden Spielzeit viel Sitzfleisch vorausgesetzt hat, ist im Folgefilm alles anders. Trotz des gleichen Subgenres ist ALONE frei von Lachern und mit knapp 70 Minuten sogar etwas kurz geraten. Kurz, knackig und ernst könnte man meinen, doch leider ist dem nicht so. Der Streifen macht zwar anfangs alles richtig und zeigt spannungsgeladenes Überlebenskino mit wenigen Gewalteinlagen. In der Halbzeit weht ein anderer Wind und ALONE wird zum behäbig inszenierten Coming-of-Age-Drama mit zu vielen Längen und reichlich Teenager-Romantik. Zombiefans werden da die Nase rümpfen, vor allem auch deshalb, weil der Richtungswechsel das Tempo drosselt und dem Film die Spannung raubt. So wird eine erzwungene Liebesgeschichte zum Todesurteil für einen Film, der eigentlich stark begonnen hatte, sich am Ende aber selbst im Weg steht. Bleibt zu erwähnen, dass sich Macher THIERRY POIRAUD für seinen Horror-Dramen-Mix von den Filmen des Regisseurs LARRY CLARK inspirieren lies. Der beschäftigt sich in seinen meist kontroversen Kinoerlebnissen stets mit der Weise, wie wir heutzutage in der Gesellschaft Jugendliche wahrnehmen – oder wie zumindest CLARK sie wahrnimmt. Verarbeitet hat der seine Beobachtungen in Werken wie BULLY, KIDS und KEN PARK. Die meisten davon lösten heikle Debatten unter Filmfans aus. Die dürften dem unentschlossenen ALONE wohl verwehrt bleiben.
 
 
alone-dont-grow-up-bild-2
 
 
 


 
 
 

ALONE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Peter-Pan-Syndrom meets Zombies. Oder: Desorientierte Kinder und ihre Zukunft. In ALONE (oder DON’T GROW UP – so wie er auch vermarketet wird) ist die leider nicht sonderlich rosig, denn sobald Kinder im Film die Schwelle zum Erwachsenwerden betreten, verwandeln sie sich zu gewissenlosen Kreaturen – ganz wie im richtigen Leben eben. Der neue Streifen von GOAL OF THE DEAD-Macher THIERRY POIRAUD ist eine Allegorie auf das Erwachsenwerden, beginnt mit einer starken ersten Filmhälfte und verirrt sich nach der Halbzeit im Coming-of-Age-Schmalz. Das ist ärgerlich, weil aus ALONE ein richtig fieses Filmchen hätte werden können, wenn man den anfänglich eingeschlagenen Survival-Horror-Kurs beibehalten hätte. Auch wenn sich aggressive Furien für einen Zombie-Schocker ziemlich rar machen, gelingt es Regisseur THIERRY POIRAUD eine allgegenwärtige Weltuntergangsstimmung zu erzeugen und die Küste von Teneriffa (der Filme wurde dort gedreht) in den Vorhof zur Hölle zu verwandeln. Trotz Gesellschaftskritik ist ALONE trotzdem kein tiefgründiges Filmerlebnis. Um ernstgenommen zu werden, wirkt der Film einfach nicht rund genug und hat mit vielen Logiklöchern zu kämpfen. Hardcore-Zombiefans werden sich von der Gesellschaftskritik im Film ohnehin nicht beeindrucken lassen. Weil sich zelebrierte Gewalt in Grenzen hält, schalten die vermutlich ohnehin nach der Hälfte ab. Damit liegen die gar nicht mal so falsch. Auch wir empfehlen nach der Halbzeit abzuschalten, denn was danach kommt, ist kaum der Rede wert.
 
 
 


 
 
 

ALONE – Zensur

 
 
 
Bei den Zombies im Film handelt es sich um aggressive Erwachsene, die Kinder jagen – Splattermomente bleiben aber aus. Das gilt auch für Gewalt, die sehr sparsam eingesetzt wird.
Das meiste passiert im Off und viele Angriffe tollwütiger Erwachsener gibt es auch nicht zu sehen. Weil Schauwerte überschaubar sind, hat es für ALONE / DON’T GROW UP eine FSK16 geben.
 
 
 


 
 
 

ALONE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
alone-bluray

(c) Capelight Pictures (normale Blu-ray im Keepcase mit O-Card)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Don’t Grow Up; Frankreich | Spanien 2015

Genre: Horror, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover und im O-Card

Extras: Making-of, Trailer, Trailershow

Release-Termin: 24.03.2017

 

Alone [Blu-ray mit O-Card] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

ALONE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshot liegen bei Capelight Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Terror Z – Der Tag danach (2013)
 
Carriers (2009)
 
The Crazies (1973)
 
The Crazies – Fürchte deinen Nächsten (2010)
 
28 Weeks Later (2007)
 
28 Days Later (2002)


Filmkritik: „Plague“ (2014)

Plague-2014-film
 
 
 

PLAGUE

Story

 
 
 
Eine mysteriöse Infektion hat die Menschen in Zombies verwandelt. Zwei Überlebende müssen bald am eigenen Leibe erfahren, dass im postapokalyptischen Australien weitaus schlimmere Bedrohungen warten, als untote Menschenfresser.
 
 
 


 
 
 

PLAGUE – Kritik

 
 
 
Achtung, Achtung – die Zombies sind los! Mittlerweile ist das in der Horrorfilmwelt nichts Ungewöhnliches mehr, denn Zombiefilme zu drehen hat sich seit einigen Jahren mal wieder zum begehrten Sport unter Nachwuchsregisseuren gemausert. Ob günstig fabriziert, tiefgründig, blutig oder künstlerisch wertvoll; Zombies lassen sich auch knapp ein viertel Jahrhundert nach Romeros NIGHT OF THE LIVING DEAD gut vermarkten – egal wie einfältig sie von untalentierten Filmemachern auch in Szene gesetzt werden. Einen etwas anderen Zombiefilm bringen die beiden Australier NICK KOZAKIS und KOSTA OUZAS in die Heimkinos. Die lassen zwar auf dem Cover ihres ersten Spielfilmes mit fressgeilen Monstern werben; der Film schlägt aber eine andere Richtung ein. Horror aus Australien steht auf dem Programm hinter dem sich aber keine Gore- und Splattergranate versteckt, wie man es wohl bei Filmen dieser Art erwarten würde. PLAGUE ist mehr Drama als Horror und deckt auf, was viel unberechenbarer und grausamer ist als Horden untoter Furien: der Mensch selbst.
 
 
plague-2014-film-bild-1
 
 
Eine ansteckende Infektion macht in Australien die Runde und hat die Bevölkerung in hungrige Kreaturen verwandelt. Einige Überlebende konnten sich in einem Schuppen vor der Seuche in Sicherheit bringen. Doch das Versteck wird von Infizierten entdeckt und die Flucht vor bereits toten Menschenfressern beginnt von Neuem. Während die Gruppe ihr Lager aufbricht, entscheidet Evie (TEGAN CROWLEY) zurückzubleiben und auf den Liebsten (SCOTT MARCUS) zu warten nichtsahnend, dass ihr bald der Sensenmann höchstpersönlich auf den Leib rücken wird. Das Paar bekommt unerwarteten Besuch von einem hilfsbereiten Fremden (STEVEN KENNEDY), der Unterstützung anbietet und Medikamente besorgt. Doch die Nettigkeiten sind nur Fassade. Als mit dem Unbekannten die Hormone durchgehen, zeigt der sein wahres Gesicht und entpuppt sich als erbarmungsloser Psychopath.
 
 
plague-2014-film-bild-2
 
 
Die Regisseure NICK KOZAKIS, KOSTA OUZAS sowie Produzent ALEXANDER OUZAS glauben, dass das Zombie-Genre weit mehr zu bieten hat, als stumpfe Fress- und Gewaltmomente. So nutzen sie den Zombiefilm als Möglichkeit, um menschliche Verhaltensweisen zu studieren und der Gesellschaft den Spiegel vorzuzeigen. In ihrem PLAGUE zeigen sie auf, dass Menschen in Extremsituation zu Einzelkämpfern werden. Grundlegende Vorstellungen über Ethik und Moral geraten da schnell ins Abseits, wenn Überlebensinstinkte geweckt werden und sich jeder selbst der Nächste ist. Dass in PLAGUE die dunkle Seite des Menschen in Mittelpunkt gerückt wird und die Zombies nur als Alibifunktion herhalten müssen, um menschliche Abgründe aufdecken zu können, scheint ein gewagtes Experiment zu sein. Glücklicherweise trägt der Mut zum unkonventionellen Kino Früchte, denn PLAGUE ist trotz überschaubaren Zombieangriffen ein nicht uninteressanter Film. Inmitten eines Weltuntergangszenarios werden essentielle Fragen gestellt. Kannst Du Freunden trauen? Hält Liebe im Chaos Bestand? Was würdest Du für das Leben nahestehender Menschen opfern? Die Realität ist bitter, denn die Protagonisten im Film werden vor schwere Entscheidungen gestellt, die am Ende zu denken geben und verstören.
 
 
plague-2014-film-bild-3
 
 
PLAGUE beschönigt nichts und schließt auch mit keinem kitschigen Happy End ab. Ganz im Gegenteil, die Macher stoßen mit einem bitterbösen Finale vor den Kopf, das in seiner Radikalität ein unangenehmes Baugefühl beim Zuschauer verursacht. Der dürfte wohl am Ende selbst überrascht sein, dass PLAGUE trotz kaum vorhandener Splatterszenen weitaus beängstigender ausfällt, als manch ultra-brutale Zombiegurke. Das mag vor allem an der beunruhigenden Atmosphäre liegen, die sich wie ein Pfaden durch den gesamten Film frisst. Der Ton des Films ist deprimierend, ausweglos und bedrückend, so dass bereits nach wenigen Minuten einleuchten dürfte, dass die Geschehnisse in PLAGUE kein gutes Ende nehmen werden. Letztendlich gehört der australische Genrebeitrag zu einem der besseren Zombiefilme, weil er den Virusausbruch aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet. Zombies haben Sendepause und kaum Screentime. Stattdessen wird Aufmerksamkeit auf die Protagonisten gerichtet, die diesmal nicht typischen Heldenbildern entsprechen. Kurioserweise besitzt PLAGUE nämlich keine Helden, auch wenn zu Beginn Sympathien zu den Hauptdarstellern vorgeheuchelt werden. Ihre selbstsüchtigen Entscheidungen bewirken das Gegenteil und das macht den Film besonders und einzigartig. Gerade weil PLAGUE ein vollkommen anderer Zombiefilm ist, sei er an dieser Stellen den Freunden psychologischen Horrors ans Herz, denn wir meinen: sehenswert!

 
 


 
 
 

PLAGUE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Unberechenbarer und kaltblütiger als jeder Zombie ist die Bestie Mensch: Bitterböses, postapokalyptisches Weltuntergangsszenario mit ungemütlicher, gesellschaftskritischer Botschaft, die zu denken geben dürfte. PLAGUE ist der etwas andere Zombiefilm, der sich jedoch weniger mit Zombies beschäftigt. Vielmehr rücken die australischen Regisseure NICK KOZAKIS und KOSTA OUZAS den Mensch selbst in den Mittelpunkt, der sich im Ausnahmezustand nur noch auf sich verlässt. Soziale Bindungen haben in Extremsituationen kaum noch Stellenwert, denn wenn es ums Überleben geht ist sich jeder selbst der Nächste. Mit schmalen 150.000 Dollar ist den Nachwuchsregisseuren ein verstörender Genre-Beitrag gelungen, der menschliche Abgründe zu Tage bringt und all jene ansprechen soll, die nach Neuerungen im Zombiefilm suchen. Die andere Herangehensweise ist die Quintessenz von PLAGUE. Denn statt den Streifen mit langen Fressmomenten zu füllen, wird der Zuschauer mit grundlegenden, moralischen Fragen konfrontiert. Auch wenn es kaum Untote zu sehen gibt, wirkt da Gezeigte hart und unbequem. Weil die Macher auch ohne Gewalt verstören können, vergeben wir auch hier das Prädikat: „Geheimtipp“.
 
 
 


 
 
 

PLAGUE – Zensur

 
 
 
Es gibt einen kurzen Fressmoment zu sehen in dem ein Charakter von Zombies zerfleischt wird. Ansonsten ist die Gewalt hier vorwiegend psychischer Natur. Dennoch kommt hin und wieder das Schrottgewehr zum Einsatz. Einmal wird einem Protagonisten die Gesichthälfte weggeschossen. In einer anderen Szene bahnt sich Munition durch den Bauch einer Filmfigur. Weil PLAGUE mehr Drama statt Horror ist und sich die gezeigte Gewalt in Grenzen hält, darf man von einer deutschen FSK16 ausgehen.
 
 


 
 
 

PLAGUE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Dead Within (2014)
 
Chrysalis (2014)
 
The Dead 2: India (2013)