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Beiträge mit Schlagwort “alte Horrorfilme

Filmkritik: „In den Krallen des Hexenjägers“ (1971)

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IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS

(THE BLOOD ON SATAN’S CLAW)

Story

 
 
 

Oh Handlung, kleine Handlung. Im England des frühen 18. Jahrhunderts buddelt ein Farmer den unirdischen, noch nicht in Gänze verwesten Schädel eines vorzeitlichen Monstrums aus. Die örtliche Elite, angeführt vom Richter, sieht sich bald den Einflüssen des Dämons ausgeliefert, der sich der Kinder und Jugendlichen bemächtigt. Die mutieren zu pelzigen Höllen-Bälgern und revoltieren gegen ihre Altvorderen.


 
 
 


 
 
 

IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS – Kritik

 
 
 
Sehen wir hier ein perverses Märchen? Einen betont europäischen Monsterfilm? Oder soll das gar eine Sozial-Metapher (die Alten gegen die Jung-Generation) sein? Wurscht. Was hier auf uns hereinbricht ist all das und mehr. Ein – in Ermangelung eines schöneren Wortes – Horrorfilm, wie er nur zu genau dieser Zeit und in genau jenem Landstrich entstehen konnte. So britisch, so exzentrisch, so selbstbewusst unverwechselbar in jeder Einstellung. BLOOD ON SATAN´S CLAW, wie Piers Haggards Meisterwerk des ländlich-psychedelischen Verrücktmacher-Horrors in seiner Heimat heißt, genießt dort nicht umsonst einen Ruf, der nur noch vom sagenhaften THE WICKER MAN in den Schatten gestellt wird. Ja, ländlicher Horror („rural horror“, „folk horror°), ein kleines Subgenre, eher fast schon eine filmgewordene Empfindung, besonders im englischen Genrekino, die in den letzten Jahren wiederentdeckt wurde und in den ersten, noch independent produzierten Filmen des genialen Wahnsinnigen Ben Wheatley ein kleines Revival feiern konnte. Etwa KILL LIST oder A FIELD IN ENGLAND. Empfehlung an dieser Stelle!
 
 
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Die hübsche Linda Hayden, in der Rolle der vom Ungetüm verführten Unschuld mit Namen Angel, spielt hier schon früh die ikonengleiche Rolle ihres Lebens und spornt die restliche Ensemble-Besetzung zu unglaublichen Leistungen an. Persönlich denke ich bei ihr oft an die Titelfigur meines Lieblingsfilms VALERIE – EINE WOCHE VOLLER WUNDER, kurz vorher in der damaligen Tschechoslowakei gedreht. Viel ist über IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS geschrieben worden, meist zu Hause freilich. Die Betrachtung dieses Druidenfelsen von Film kann aber der schönste und aufrichtigste Beweihräucherungs-Text nicht ersetzen. Tony Tenser, der Sparfuchs am Ruder bei Tigon, der produzierenden Firma, konnte seinerzeit nicht viel anfangen mit Haggards Film. Zu abseitig und in einer eigenen Welt stattfindend kam ihm vor, was er eigentlich als günstiges Rip-Off der damals kassenträchtigen Hexen- und Hexenjäger-Filme aus England und Kontinentaleuropa in Auftrag gegeben hatte. Man kann seine Sicht auch nachvollziehen. IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS ist ein Film ohne Vergleichsmöglichkeit in direkter Nachbarschaft. Nur so: Der stimmige Soundtrack ist vor rund zehn Jahren auf Trunk-Records erschienen und kostet inzwischen auch schon die meine oder andere Münze.
 
 
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IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS – Fazit

 
 
 
9 Punkte Final
 
 
 
Was ganz Feines! Die aufgemotzte Edition eines sturmerprobten Klassikers, gleichzeitig ewigen Geheimtipps des Brit-Horrors abseits der großen Genrefilm-Lieferanten. Gehört sowas von in jede Sammlung. Bastapasta.
 
 
 


 
 
 

IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS – Zensur

 
 
 
IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS lief im Kino geschnitten und erschien auf VHS nicht ganz komplett. Erst Koch Media veröffentlichte 2004 eine ungekürzte Fassung auf DVD. Auch die nun erhältliche Blu-ray ist bereits für Jugendliche geeignet und natürlich ungeschnitten: FSK16.
 
 
 


 
 
 

IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Blu-ray KeepCase)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover A – auf 333 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover B – auf 333 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover C – auf 333 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Blood on Satan’s Claw; Großbritannien 1971

Genre: Horror, Klassiker, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono) = Deutsche Video-Synchronisation von 1982, Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono) = Deutsche Kino-Synchronisation von 1972

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 96 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Audiokommentar von Daniel Peree und Marco Erdmann vom Wicked Vision Magazin, Audiokommentar von Piers Haggard und Linda Hayden und Robert Wynne-Simmons, Alternative deutsche Synchronisation, Originaltrailer, Interview mit dem Regisseur, Interview mit Linda Hayden, Making of, Filmographien, Bildergalerien | zusätzlich im Mediabook: ein Booklet

Veröffentlichung: Mediabook: 24.02.2017 | KeepCase: 27.10.2017

 
 
NSM hat drei limitierten Mediabooks mit zusätzlichem Booklet zum Film veröffentlicht. Seit Oktober 2017 kann man IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS auch in Deutschland als Blu-ray im KeepCase im Handel erwerben und muss keine Umwege über das deutschsprachige Ausland in Kauf nehmen. Die darin enthaltene Filmfassung ist selbstverständlich ungeschnitten.
 
 

In den Krallen des Hexenjägers – [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

In den Krallen des Hexenjägers – [Blu-ray + DVD im Mediabook Cover A] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

In den Krallen des Hexenjägers – [Blu-ray + DVD im Mediabook Cover B] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

In den Krallen des Hexenjägers – [Blu-ray + DVD im Mediabook Cover C] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS – Trailer

 
 

 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Der Hexenjäger (1968)
 
Hexen bis aufs Blut gequält (1970)
 
Hexen – Geschändet und zu Tode gequält (1973)
 

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Filmkritik: „Herrscherin des Bösen“ (1974)

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HERRSCHERIN DES BÖSEN

(SEIZURE)

Story

 
 
 
Ein exzentrischer Horror-Autor genießt den unheimlichen Ruf, regelmäßig die mit Abstand realistischsten Bösewichter-Charaktere in seinen Büchern lebendig werden zu lassen. Als er einen Empfang in seinem Haus gibt, werden allerdings tatsächlich ein paar seiner Monstren lebendig, also lebendig lebendig, und beginnen, die angekommenen Gäste einen nach dem anderen zu dezimieren.
 
 
 


 
 
 

HERRSCHERIN DES BÖSEN – Kritik

 
 
 
Figuren der Schauerliteratur und vom schreibenden Menschen erschaffene Welten erwachen zum Leben und begehen Bluttaten in der Realität. Eine originäre Idee der Phantastik, die es schon zu fast vergessenen Weimarer Stummfilmzeiten gab und die später, aus verschiedenen Richtungen betrachtet, in Filmen von Granden wie HG Lewis oder John Carpenter aufgegriffen werden sollte. Zutiefst Freudianische Sache, das. Im Falle von DIE HERRSCHERIN DES BÖSEN bedient man sich obendrein des Schnittmusters des Slasher-Films. Mit aller seinem Hang zur Nummernrevue. Nicht, dass das nicht unterhaltsam wäre. Ganz im Gegentum! Spätestens wenn Satansgnom Herve Villechaize als „Spider, der Zwerg“ anrückt und meuchelt, brechen die Dämme der geistigen Unversehrtheit.
 
 
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Eine gewisse, leider mit erstickender Ironie versehene Bekanntheit erlangt der Film, einige Jahre nach seiner Erscheinung wegen eines nicht unbedeutenden Details. Das ansonsten mehr an eine Folge von Gruselserien oder ein Anthologien-Segment erinnernde Filmchen darf sich rühmen, das Spielfilmdebüt des großen Oliver Stone zu sein. Sicher, die kanadische Auftragsarbeit ist nichts Persönliches und trägt somit auch nicht die Handschrift des New Yorkers, der bis heute der wohl politischste Filmemacher seiner Gewichtsklasse ist. Dazu noch als überzeugter Linker. DIE HERRSCHERIN DES BÖSEN vereint die eigentümlich hübsche Hammer-Films-Darstellerin Martine Beswick (in der Titelrolle) mit Trash-Kultfiguren wie der großen Mary Woronov oder eben dem überliefertermaßen sexsüchtigen Wicht Herve Villechaize. Man könnte also eine Connection von klassischen Horrorfilmen der Alten Welt mit der Kunst-Traumwelt von Andy Warhols Factory herstellen. Diese Art der Überinterpretation überlassen wir bei FILMCHECKER aber lieber wichtigeren Leuten oder grässlichen Audiokommentar-Onanisten und erfreuen uns lieber an einem interessanten, unabhängig vom etablierten Studiosystem entstandenen Relikt aus unschuldigeren Horrorfilm-Zeiten.
 
 
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HERRSCHERIN DES BÖSEN – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Unterhaltsamer Old-School-Grusler, der zu Unrecht nur als obskure Fußnote bekannt ist, da es sich um das Debüt Oliver Stones handelt. Tatsächlich muss man DIE HERRSCHERIN DES BÖSEN aber 0als Verwandten der Sechziger/Siebziger-Horrorfilme Roger Cormans sehen, deren Regisseure ja auch gerne mal zukünftige Größen in Hollywood wurden.
 
 


 
 
 

HERRSCHERIN DES BÖSEN – Zensur

 
 
 
Auf der erhältlichen deutschen Blu-ray sind zwei Filmfassungen enthalten. Bei der Hauptfassung in HD handelt es sich um die restaurierte US-Fassung (PG Rating). Diese ist an Gewaltszenen – im Gegensatz zur deutschen VHS – ungekürzt. Ebenfalls auf der Blu-ray enthalten ist eine rekonstruierte Langfassung. Diese basiert auf der restaurierten US-Fassung und wurde zusätzlich mit fehlenden und alternativen Szenen der deutschen VHS ergänzt. Die damalige deutsche VHS war in zwei Gewaltszenen gekürzt, enthielt aber viele alternative Szenen, die in der US-Fassung nicht enthalten waren.
 
 
 


 
 
 

HERRSCHERIN DES BÖSEN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Schröder Media

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Seizure; Kanada | USA 1974

Genre: Horror, Klassiker

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 94 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover und im Schuber

Extras: Rekonstruierte Langfassung (SD, ca. 98 Min.), Bildergalerie, Trailer

Release-Termin: 06.07.2017

 

Herrscherin des Bösen [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

HERRSCHERIN DES BÖSEN – Trailer

 
 

 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Packshot, Abbildungen und Szenenbilder liegen bei Schröder Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Reise zurück in die Zeit (1988)
 
Waxwork II: Lost in Time (1992)
 


Filmkritik: „Das Grauen aus der Tiefe“ (1980)

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DAS GRAUEN AUS DER TIEFE

(The HUMANOIDS FROM THE DEEP)

Story

 
 
 
Ein verpenntes Nestchen in amerikanischen Küstenregionen hat eines Tages seltsame Fälle von Vandalen-Kriminalität zu beklagen. Irgendwelche noch nicht identifizierten Unholde erlegen die Hunde der Bürgerlein und die weibliche Bevölkerung wird in beunruhigendem Maße von schattigen Figuren bedrängt, die es so eigentlich nicht geben sollte. Ja, mutierte Fischmenschen plagen den Landstrich, ihre äh maritimen Geschlechtsorgane bereit zur Paarung mit nichts Böses witternden Flachland-Pomeranzen all´Americana!. Die Herren der Schöpfung verweigern sich allzu blumigen Erklärungen. Nur ein amerikanischer Ureinwohner scheint zu wittern, was die Natur mit den frechen Menschen vor hat. Niemand glaubt ihm – natürlich. Als man die Meinungen zum alten Indianer ändert, ist der Käse allerdings längst in den Brunnen gefallen und das Kind gelutscht. Beim groß vorbereiteten Stadtfest nämlich ist Land unter. Die Fischkopf-Admiräle, also Stuntmänner in Taucheranzügen und Algen obendrauf, kommen ans Ufer und verstehen die Kleinstädter als warmes Büffet. Surf And Turf.

 
 
 


 
 
 

DAS GRAUEN AUS DER TIEFE – Kritik

 
 
 
Tja, Experimente mit kleinhirnigen Meeresbewohnern und ihrem Wohnort. Blubb und Autsch! Das war damals so. Wichtige Zutat eines jedes Katastrophen-Films. Großes Genre zwischen 1970 und 1983 etwa. Ob nun mit Naturereignissen, die dem Menschen den Arsch versohlen oder durchgedrehten Expeditionen ins Tierreich. Wenn die Natur zurückschlägt, dann geht es finster aus. Für die Vergewaltigungs-Landgänge scharfer Unterwasser-Lumpen bedarf es allerdings eher eines Roger Corman als eines Stephen Spielberg. Als kein Weißer Hai hier. Manchmal, so beim fassungslosen Wegdriften in die Realität von DAS GRAUEN AUS DER TIEFE greift man verdattert zur Hülle und schaut lieber noch mal nach, ob der Film nicht doch aus Italien stammt. Vor der Kamera mit Doug McClure (der immerhin zu einer eigenen SIMPSONS-Figur mutieren durfte, mit dem Vornamen „Troy“) und dem nur wenige Jahre später am Set von einem Helikopter enthaupteten Vic Morrow Schlachtrösser des Trash- und Sudelfilms, zu denen man eigentlich Sir sagen müsste. Und hinter den Kulissen? Meine Herren, es pocht im Hause FischMac!
 
 
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Okay, selbst der einfallsloseste Drittgrad-Schreiblackel weiß es inzwischen und pupst es von den Dächern: Roger Corman war als Produzent sein Leben lang ein wahrer Mäzen, der jungen Regisseuren, Drehbuchautoren oder anderen Handwerkern des Filmbetriebs in seinen unterschiedlichen Kino-Firmen die Möglichkeit bot, unter realistischen und finanziell äußerst knappen Bedingungen ihr Metier zu erlernen. So etwa wie eine Hochdampf-Filmhochschule ohne Seil und doppelten Boden. Coppola, Bogdanovich, Demme, Nicholson – nur vier Namen von vielen, die beim Drive-In-Gott mit der sonoren Stimme durch die Lehre gegangen sind. Was nun noch kein Binsenweisheitszahn von Journalistico ausgeschlachtet hat: Sir Rogers Funktion als Pate quasi feministischen Filmemachens! Barbara Peeters, über längere Zeit als Regisseurin bei Cormans tätig, zählt zu den ersten Damen im geldscheffelnden Exploitation-Universum, die sich nicht á la Roberta Findlay oder Doris Wishman in die Niederungen der Pornographie begeben musste, um von ihrem obersten Studiochef ernstgenommen zu werden. Roger wusste, was er an der Frau hat. Zweiter Regisseur war der 2014 verstorbene Nippon-Amerikaner Jimmy T. Murakami, der bei Corman noch den irrwitzigen Ranz-Tanz SADOR – HERRSCHER IM WELTRAUM dirigieren durfte aber als Fachmann für Animation unter anderem am Kultfilm HEAVY METAL beteiligt war und Mitte der achtziger Jahre den todtraurigen Atomschlags-Trickfilm WENN DER WIND WEHT verantwortete. Sowas musste sich meine Generation von Sowjet-Fürchtern in der Schule ansehen. Anschließend tagelanges Verbarrikadieren untern Bett, meine Damen und Herren! In den Neunzigern gab es unglaublicherweise für DAS GRAUEN AUS DER TIEFE sogar ein wildes US-Fernsehremake mit ausrangierten Gesichtern aus Edel-TV wie DALLAS oder FALCON CREST. Hossa. Da rasselt´s beim alten Corman in der Kasse.
 
 
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DAS GRAUEN AUS DER TIEFE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Gemächlich startender, dann aber in die Vollen bretternder Fischmann-Vergewaltiigungs-Trash mit gelegentlichen Ausflügen zum Splatter. Als wenn Roger Corman sich eine Story aus den Fifties geborgt und als Grindhouse-Schlammpackung zur Wiedergeburt gebracht hätte. Genossen, der kursierende Bootleg, jetzt auch schon mit zehn Jährchen auf dem illegalen Buckel, war ganz gut, landet jetzt aber bitte im Spendentopf fürs Weihnachtswichteln. Hier liegt jetzt eine offizielle Veröffentlichung von ordentlichem Karat vor!
 
 
 


 
 
 

DAS GRAUEN AUS DER TIEFE – Zensur

 
 
 
DAS GRAUEN AUS DER TIEFE wurde im Jahr 1980 ungeschnitten und für Erwachsene ins Kino gebracht. Seither erschien der Film nie legal auf DVD, VHS oder Blu-ray. Filmfans mussten demzufolge immer mit miserablen Bootlegs oder den ungeschnittenen TV-Ausstrahlungen Vorlieb nehmen. Dank dem Label OFDb FILMWORKS ändert sich das jetzt. Der Rechteinhaber bringt das GRAUEN AUS DER TIEFE erstmals ungeschnitten und offiziell auf Blu-ray und DVD in die Wohnzimmer. Die Fassung ist ungeprüft, wäre aber ein definitiver FSK16-Kandidat, sollte der Streifen der FSK zur Prüfung vorgelegt werden.
 
 
 


 
 
 

DAS GRAUEN AUS DER TIEFE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) OFDB FILMWORKS – Digipack (auf 3000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Humanoids from the Deep; USA 1980

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1,78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: ungeprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Digipack limitiert auf 3000 Exemplare

Extras: Audiokommentar mit Cutter Mark Goldblatt (englisch), Audiokommentar von Kai Naumann & Marcus Stiglegger (deutsch), The Making of Humanoids from the Deep (22:42 Min.), The Deep End mit Creature Effects Artist Steve Johnson (21:46 Min.), The Corman Sounds mit Sound Designer David Lewis Yewdall (14:39 Min.), Deleted Scenes (07:11 Min.), Deutscher Trailer (02:00 Min.), Englischer Trailer (01:47 Min.), TV-Spot (00:32 Min), Radio-Spot (00:29 Min.), Fotogalerie, The Directors: Roger Corman – Dokumentation über den Produzenten (58:33 Min.), Leonard Maltin interviewt Roger Corman über die Entstehung des Films (03:26 Min.), 16seitiges Booklet mit einem Text von Thorsten Hanisch, Limitierungszertifikat mit kurzem Geleitwort zum Film, Deckblatt-Karte mit dem „gewissen Extra“

Release-Termin: 25. November 2016

 

Das Grauen aus der Tiefe [Collector’s Edition im Dipipack – BD & 2 DVDs] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 

DAS GRAUEN AUS DER TIEFE – Digipack

 
 
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DAS GRAUEN AUS DER TIEFE – Trailer

 
 

 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und Abbildungen liegen bei OFDB FILMWORKS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
It Came from Beneath the Sea (1955)
 
Humanoids from the Deep (1996)
 
Octaman – Die Bestie aus der Tiefe (1971)
 


Filmkritik: „Das Engelsgesicht“ (1982)

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DAS ENGELSGESICHT

(THE BEAST WITHIN)

Story

 
 
 
Caroline und ihr Mann Eli haben, natürlich irgendwo in den amerikanischen Hinterlands, Mississippi, eine Autopanne. Eli wandert los und sucht eine Tanke. Ein Unglück kommt selten allein und so werden wir Zeuge des Überfalls einer verwilderten Waldmensch-Bestie. Ein rechter Hoden-Bigfoot offenbar, legt er sich die arme Caroline doch gleich sexuell aufs Tablett. Michael, der aus der Vergewaltigung durch den geilen Sasquatch hervorgegangene Junge, wächst den Umständen entsprechend normal auf. Seine Herkunft verschweigt man ihm verständlicherweise. Als Michael in die Klauen der Pubertät gerät, spürt er, dass da etwas nicht stimmt in ihm. Träume, in denen er – schwer symbolisch – einen Keller verbarrikadiert, aus dem ein Monster flüchten will, plagen ihn. Als er mit seinen Eltern in die Nähe der Ereignisse vor seiner Geburt reist, versucht er, seine Herkunft zu ergründen. Gleichzeitig will das innere Monster des Originaltitels raus aus seinem Gefängnis. Michael wird zum Amok-Untier und sucht eine Frau, an die er seine Saat und den Fluch des Hillbilly-Sexmonsters weitergeben kann.

 
 
 


 
 
 

DAS ENGELSGESICHT – Kritik

 
 
 
Da schleicht doch tatsächlich mal eine wahre Feinigkeit von Veröffentlichung auf uns zu! THE BEAST WITHIN ist ein bei Grusel-Wüterichen meiner Altersklasse sehr geschätzter Horror-Reißer. Der wehrlose Film ist, hier wie andernorts, über die Jahre vielfach zu schändlichen Bootleg-Unehren gekommen. Dabei hat er viel mehr zu bieten, als die zeitliche Nähe zu diversen berüchtigten Slasher-Titeln andeutet. Ein Drehbuch von Tom FRIGHT NIGHT Holland erweitert die Wahrnehmung dessen, was der jugendliche Internet-Kritiker von heute reflexhaft „Body Horror“ nennt. Diesmal geht es jedoch nicht nur um die Angst vorm körperlichen Verfall und schlussendlich vorm Tod. DAS ENGELSGESICHT zeigt, wie bereits das nicht zu vermeidende Mutieren des Menschen, physisch und psychisch, durch die Pubertät eine monströse Erfahrung sein kann. Das seit Franz Kafka bekannte Motiv der Verwandlung in ein menschengroßes Insekt funktioniert hier im Film als überspitzte Darstellung der zu erleidenden Pubertäts-Veränderungen. Zusammen mit Regisseur Philip Mora, dessen Werksverzeichnis auch mal ein bis zwei Bücher und Retrospektiven wert wäre, so gnadenlos vielseitig, wie der Kerl aktiv war, bringt Holland eine höchst eigensinnige Film-Vision zum Erstrahlen. DAS ENGELSGESICHT schnappt sich eine im Kern dem Bildungsroman – heute würde man coming-of-age-Story – verpflichtete Handlung und jagt sie durch einen Filter, der sich gleichzeitig aus amerikanischen Monsterfilmen der Fünfziger und Sechziger, zeitgenössischem Splatter-Horror und der Autoren-Intelligenz seiner Macher speist. Natürlich ist die Idee eines durchschnittlichen College-Jacken-Rüpels, dem durch Schändung seiner Gene ein gar blutrünstig´ Rieseninsekten-Dasein blüht, purer Trash-Mumpitz. Die am Rande angeschnittene Geschichte über das mörderische Vater-Monstrum und dessen Verknüpfung mit dem Städtchen, kommt leider nicht wirklich überzeugend zur Geltung. Ungeachtet dessen mühen sich Holland und Mora, die Leiden des jungen M. sichtbar zu machen. Sogar Mitgefühl in der armen Wurst wird im Zuschauer geweckt, da das Gefühl des Sich-nicht-Wohlfühlens in der eigene Haut wohl von jedem nachvollzogen werden kann. Mit dieser Manipulation seines Publikums hat auch David Cronenberg erfolgreich gearbeitet, dem DAS ENGELSGESICHT mit Sicherheit nicht fremd war, als er ein paar wenige Jahre später sein glibberiges Remake des Fifties-Schlocks DIE FLIEGE in Angriff nahm.
 
 
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So ist, da wiederholen wir uns gern, DAS ENGELSGESICHT keine Splatter-Nummernrevue. Keine Abfolge möglichst übersteigerter Hinrichtungsarten dämlicher Nebencharaktere. Nein, dieses Einmaleins des Früh-Achtziger-Slashers wird bei Philip Mora nicht aufgesagt. Die trotzdem beinharten und betont unappetitlichen Effekte sind gekonnt in die Stimmung des Films eingebettet, intensivieren sie sogar. Handwerklich hat man sich nämlich nicht lumpen lassen. F/X-Maitre Tom Burman, zuvor schon beim äußerst gelungenen Bergarbeiter-Horror BLUTIGER VALENTINSTAG tätig, zieht alle Register. Burman betreibt inzwischen schon seit Jahrzehnten eine der führenden Herstellerfirmen von Bühnenblut, Latex-Rohmasse und anderen Chemikalien für die Welt des Films.
 
 
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Welcher unglücklich verliebte Knabenfreund sich seinerzeit ungestraft den schwülstigen deutschen Titel aus den Fingern (oder anderswo) saugen durfte, ist im Staube der Geschichte aufgegangen. Jedenfalls lief der Film anno 1982 im Kino ungeschnitten, und sogar die Videokassette war frei von zensierenden Eingriffen. Das war 1985 einem anderen Jugendschutz-Eiferer dann doch zuviel der Demokratie und DAS ENGELSGESICHT war bis einschließlich 2010 weg vom Markt – offiziell. Als in Deutschland das Pay-TV seine Hochzeiten hatte, also nach Ende der Neunziger etwa, lief der Film sogar mal ohne entstellende Schnitte auf einem der damaligen Spielfilmkanäle. Immer, wenn ich solch einen absurden und eigentlich therapiebedürftigen Sachverhalt behördlicher Bevormundung schildere, wird mir leicht schwindlig. Auch nach Jahrzehnten des Schreibens über Filme noch. Puh!
Jetzt jedenfalls befinden wir uns im Jahr 2016 und THE BEAST WITHIN kommt in den Genuss einer Veröffentlichung durch Label-Menschen, die Filme lieben und etwas von deren optimaler Behandlung verstehen.
 
 
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DAS ENGELSGESICHT – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Die Handlung stimmt, Charakterentwicklung und Atmosphäre sind vorbildlich ausgearbeitet. Dazu schleimig-saftige Splatter-Fiesheiten und ein guter Schuss Trashiness. Philip Moras DAS ENGELSGESICHT füllt eine Lücke im Kanon des Genrefilms der so wichtigen achtziger Jahre. Für fortgeschrittene Horror-Maulwürfe ist das hier selbstverständlich eine Pflicht-Ausgrabung, Neulingen mit Sinn fürs Ungewöhnliche sei dieser Film ebenfalls empfohlen.
 
 
 


 
 
 

DAS ENGELSGESICHT – Zensur

 
 
 
DAS ENGELSGESICHT wurde bereits damals von WARNER für den Videomarkt ungeschnitten veröffentlicht – wurde aber wenig später indiziert. Das lag vor allem an einigen teils äußerst blutigen Szenen und den strengen Zensurauflagen, die während der 1980ern in Deutschland üblich waren. Für die TV-Auswertung wurden demnach einige Schnitte vorgenommen, damit der Film überhaupt im Fernsehen gezeigt werden konnte. Die Veröffentlichung von OFDB FILMWORKS im Medabook ist nun die erste legale digitale Veröffentlichung von DAS ENGELSGESICHT. Diese ist selbstverständlich ungeschnitten. Davor gab es den Streifen nur auf DVD von RABBIT. Bei dieser Veröffentlichung handelte es sich um eine illegale Veröffentlichung im Bootleg.
 
 
 


 
 
 

DAS ENGELSGESICHT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) OFDB FILMWORKS – Mediabook A (auf 1000 Stück limitiert)

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(c) OFDB FILMWORKS – Mediabook B (auf 1000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Beast Within; USA 1982

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (Linear PCM 2.0), Englisch (Linear PCM 2.0)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2,35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: ungeprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: 2 Mediabook-Auflagen jeweils limitiert & nummeriert auf 1.000 Exemplare

Extras: Audiokommentar von Ingo Strecker und Daniel Perée vom Wicked-Vision Magazin (deutsch), Intro mit Regisseur Philippe Mora, Within The Beast Within (ca. 33 Min.), Storyboarding „The Beast Within“ (ca. 14 Min.), Philippe and his Beasts: ausführliche Karriere-Featurette über den Regisseur, 2 Radio-Spots,
deutscher und englischer Trailer, Bildergalerie, Booklet mit einem Text von Thorsten Hanisch

Release-Termin: 21.09.2016

 

The Beast Within – Das Engelsgesicht – Mediabook Cover A [1 Bluray & 2 DVDs] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

The Beast Within – Das Engelsgesicht – Mediabook Cover B [1 Bluray & 2 DVDs] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 

DAS ENGELSGESICHT – Mediabook (Cover B)

 
 
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DAS ENGELSGESICHT – Trailer

 
 

 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und Abbildungen liegen bei OFDB FILMWORKS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Das Ding mit den 2 Köpfen (1972)
 
Howling III (1987)
 
American Werewolf (1981)
 


Filmkritik: „Metal Beast“ (1995)

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METAL BEAST

(PROJECT METALBEAST)

Story

 
 
 
In den Siebzigern hat es ein Duo amerikanischer Geheimdienstsöldner ins ländliche Ungarn verschlagen. Ziel der schwerbewaffneten Todesboten: Werwolfsblut fürs Verteidigungsministerium. Nach Kämpfen kann Butler, einer der Agenten, eine Probe zurück in die Staaten schaffen. Dort pfeift sich der Patriot den Stoff aus Frust über die Bürokratie selbst ein, muss nach Randale gerichtet werden du landet in der Kühltruhe. Schließlich ist er das Behältnis der mühsam besorgten Monsterblutkörperchen. Die Jahre, dann Jahrzehnte vergehen und die Perversität der Waffeningenieure ist selbstverständlich gestiegen. Supersoldaten-Experimente mit einer panzerartigen Stahlhaut und – natürlich – der gefrosteten Leiche Butlers gerate aus dem Ruder, als sich der tote Waffengänger pünktlich zum Vollmond in den stählernen Werwolf METAL BEAST verwandelt.
 
 
 


 
 
 

METAL BEAST – Kritik

 
 
 
Mitte der Neunziger, der europäische Ostblock hatte sich gerade an den Postkommunismus gewöhnt und stand in den Startlöchern zum Kapitalismus. In diesen Flohmarktjahren begann die Praktik der dortigen Staaten, mittelalterliche Kulissen und auch die landeseigenen Filmproduktionsstätten an amerikanische Filmemacher zu vermieten. Die üblichen Independent-Verdächtigen, also Roger Corman, Fred Olen Ray oder Charles Band verlagerten ihre Wirkungsstätten fast gänzlich nach Ungarn, Rumänien, Bulgarien, etc. Die Major Studios zogen erst im Anschluss, nach vorsichtiger Analyse der Erfolge der schmutzigen kleinen Brüder hinterher. Erwähnte Kleinfilm-Ferkel liefen, unterstützt von den kostengünstig aber knallhart geschult und professionell arbeitenden ortsansässigen Mitarbeitern zur Hochzeit auf. Eine zarte Blütezeit, immer als Osteuropa-gedreht erkennbarer B-Horror-Filmkunst fand statt.
 
 
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Ein weiteres ungeschriebenes Gesetz der Genrefilm-Exploitation dieser Jahre empfahl das Casting eines Stars mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum. Sicher, diese Praktik ist auch in der Gegenwart, mit ihren fünfzig CGI-Monsterhaien im Jahr noch Gang und so weiter. Nur möchte man den vor selbstgerechter, ach so postmoderner Ironie triefenden Produzenten-Zuhältern für das Anheuern von David Hasselhoff, gescheiterten B-Stars oder Pornomops Ix Ypsilon sofort ein paar aufs Maul hauen. In ein paar Jahren wird man den Kopf über PENISPROTHESENSHARK VS. BACKOFENREINIGERWOLF 3 genauso den Kopf schütteln wie über weibische Studenten-Bürschchen mit Zwirbelschnurrbart. Fucking fuck. Zurück zu METAL BEAST, dessen Prominenzwert sich mit Barry Bostwick begnügen muss. Der Gute war einst ein Hauptdarsteller der ROCKY HORROR PICTURE SHOW und dann schnell unter die Räder gekommen, bis ihn die Rolle des eitel-blöden Bürgermeisters in der gelungenen Comedy-Serie CHAOS CITY wieder mit ein wenig Oberwasser versorgen konnte. Hier läuft er planlos durch die Sets und ermurmelt sich sein Honorar. Im Kostüm des blecheren Lupus steckt niemand anderes als Stuntman-Schlachtross und Motorradfan KANE HODDER, der sich 1995 auch nicht gedacht hätte, für ähnlich anspruchsvolle Auftritte in diversen Installments von FREITAG DER 13. ein paar Jahre später zum Stammgast bezahlter Autogramm-Conventions und namhaftem Darsteller zahlloser günstig produzierter Neo-Horror-Vergessenswertigkeiten zu werden. Es sei ihm von Herzen gegönnt.
 
 
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METAL BEAST profitiert vom alles ausgleichenden Faktor Zeit. Hat der Horrorfan der Neunziger – es war die Epoche der VHS-Bootlegs und später sogar offiziellen Veröffentlichungen ungeschnittener Splatter-Klassiker aus Italien und anderswo – bei erscheinen nur im Notfall (also wenn EIN ZOMBIE HING AM GLOCKENSEIL gerade ausgeliehen war) aktuelle Genrefilme in den Rucksack gepackt, betrachtet er sich einen METAL BEAST heute mit der Milde, gemeinsam mit diesem Film zwanzig Jahre älter geworden zu sein. Nicht zu vergessen hat so ziemlich jede Osteuropa-Reise amerikanischer Horror-Häcksler mehr Sympathie und Fanfreundschaft als bereits erwähnte Haischeiße aus dem Computer zu bieten. Der Werwolf an sich ist ja schon ein blutrünstiger Kamerad, die Fetzen in PROJECT: METALBEAST, wie der Film des nur wenig in Erscheinung getretenen Auftragsregisseurs ALESSANDRO DE GAETANO im amerikanischen Original heißt, fliegen ebenso kurzweilige wie ungekürzte achtundachtzig Minuten – mit leichtem Punktabzug für einen schleppenden Mittelteil – tüchtig.
 
 
 


 
 
 

METAL BEAST – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ironiefreier, sympathischer Neunziger Monsterfilm mit ordentlich Gehacke. Hätte man sich 1995/96 nicht ausgeliehen. Heute aber ist’s die schiere Freude über eine schändlicherweise längst vergangene Genrefilm-Kultur, die METAL BEAST zu einer DVD-Anschaffung erklärt, die man als traditionsbewusster Horrorfilmliebhaber nicht bereuen dürfte.
 
 
 


 
 
 

METAL BEAST – Zensur

 
 
 
Wie bereits die von NEW VISION veröffentlichte Videokassette ist auch die nun erschienene DVD komplett. Wer sich gern umgeschnittene Horrorklassiker ins Regal stellt, kann bedenkenlos zugreifen. METAL BEAST ist angeschnitten – aber erst für Erwachsene freigegeben (keine Jugendfreigabe).
 
 
 


 
 
 

METAL BEAST – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Mig Filmgroup | Eurovideo

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Project: Metalbeast; USA 1995

Genre: Horror, Monster, Thriller

Ton: Stereo 2.0 Deutsch, Stereo 2.0 Englisch, Stereo 2.0 Französisch

Untertitel: Keine

Bild: 1,33:1

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: keine

Release-Termin: 07.04.2016

 
 
 

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METAL BEAST – Trailer

 
 

 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken / Packshot liegen bei MIG FILMGROUP | EUROVIDEO)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Howl (2015)
 
Late Phases (2014)
 
Wolves (2014)
 
Wer – Das Biest in Dir (2013)
 
Xtro II – Die zweite Begegnung (1990)
 
X-Tro 3 (1995)
 


Filmkritik: „Der scharlachrote Henker “ (1965)

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DER SCHARLACHROTE HENKER

(SCARLETTO – SCHLOSS DES BLUTES)

Story

 
 
 
Ein lustig’ Grüppchen wuchtiger Sixties-Mannequins hat ein schaurig-schönes Spukschloß zur Location für ihr nächstes halberotisches Fotoshooting auserkoren und schleicht, gemeinsam mit dem zuständigen Magazinherausgeber, in das Gemäuer. Legenden ranken sich um das Schloß. Im Mittelalter soll hier der weiland wohnhafte Edelmann übergeschnappt sein und reihenweise Jungfrauen auf fiesen Foltergeräten zu Tode gequält haben. Der jetzt im Schlösschen lebende Nachkomme des Schänders von einst, ein Schauspieler (Mickey Hargitay) lässt die ungebetenen Gäste von seinen Bodyguards rauswerfen, entscheidet sich aber dann plötzlich um und markiert den charmanten Gastgeber. Was die betonfrisierten Wuchtbrummen nicht ahnen können: Der Nachkomme ist Ziel eines Fluchs, der ihn glauben lösst, sein eigener Urahn zu sein. Flugs setzt sich der gestählte Edelmann die scharlachrote Kapuze auf den kantigen Schädel und schnappt sich ein Mädel nach dem nächsten. Opis Ferkelkeller steht noch in voller Pracht.
 
 
 


 
 
 

DER SCHARLACHROTE HENKER – Kritik

 
 
 
Was für ein Film! Bei seiner Veröffentlichung zu VHS-Zeiten noch unter SCARLETTO – SCHLOSS DES BLUTES firmierend, lenkt der neue Titel unsere Aufmerksamkeit völlig zurecht auf die Hauptfigur. Was als lockere comedia all’italiana beginnt und sich zur gotischen Schlossbesichtigung wandelt, endet in einer übergeschnappten Revue trashigen Grand Guignol Theaters, für das selbstverständlich mal wieder der alte Marquis De Sade als Inspirationsquelle herhalten muss. Mit großem Spaß triezt der rote Henkersknecht die Fotomodelle in seinem Perverso-Keller und lässt kein Auge trocken. Durch die ungebremste Schwachsinnigkeit dieser Szenen scheppern die Sadismen des Folteronkels derart krachend ins Unernste, dass DER SCHARLACHROTE HENKER beim besten Willen nicht mehr mit dem Prädikat „beängstigender Horrorfilm“ versehen werden kann. Tut dem Filmspaß aber trotzdem keinen Abbruch.
 
 
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Mickey Hargitay, echter Vorname Miklos, war Bodybuilder professionellen Formats. Mit seiner Einwanderung in die USA bereits wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg war der Ungar so etwas wie der Vorreiter europäischer Kraftsportler, die in den Jahrzehnten danach versuchten, im Land der ungbrenzten Möglichkeiten Fuß zu fassen und ihr Geld in der Unterhaltungsbranche zu machen. Bekanntester Name hier natürlich Arnold Schwarzenegger, der den 2006 im zufriedenstellenden Alter von achtzig Jahren verstorbenen Hargitay in Interviews als eines seiner Vorbilder bezeichnete. In einem Biopic über La Mansfield anno 1980 spielte Ahnuld gar den Mickey.Vor den Dreharbeiten zu DER SCHARLACHROTE HENKER musste der Muskelmann gerade die Scheidung von Jayne Mansfield über sich ergehen lassen. Mit der kurvenreichen Marilyn Monroe-Epigonin hatte Hargitay in einem pinkfarbenen Barbie-Alptraum von Palast, samt herzförmigem Swimming Pool, gelebt und gerne mal vor laufender Kamera wahnsinnig lachend seine Gattin über den Kopf gestemmt wie eine Hantel aus Chiffon und Möpsen. Persönliche Differenzen gabs auch in den Sechzigern schon in Hollywood und so war Jayne auch schon nur noch des Pumpers Exfrau, als sie sich bei einem Autounfall die Rübe abriss. Die Trauer beutelte den osteuropäischen Kraftprotz trotzdem ganz gehörig. Ich schweife ab. Zur Drehzeit des HENKERS blutete Maitre Hargitay der Geldbeutel und der Hass auf das Weibsvolk brodelte tüchtig. Nur so ist zu erklären, was der Mann über die Laufzeit für ein Feuerwerlk des Overactings abliefert. Grimassieren, Brüllen und nicht nur an der Streckbank generelles tierisch auf die Kacke hauen. Beim abendlichen Drehschluss dürfte der Mann jedes Mal mit Elefantenbetäubungspfeilen niedergestreckt worden sein. Herrlich!
 
 
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Hinter dem pornotauglichen Regisseurs-Kriegsnamen MAX HUNTER steckt der Italiener MASSIMO PUPILLO (DAS FOLTERHAUS DER LADY MORGAN; DJANGO TÖTET LEISE), der mit DER SCHARLACHROTE HENKER einen Spaghetti-Gothic-Knaller der Kategorie G wie Gnadenlos abgeliefert hat. Hier passt alles. Die erotisch gemeinten und doch züchtigen Modelle (damals sah man generell zwei Jahrzehnte älter aus), die wunderbare Gruselatmosphäre des alten Schlags auf Schloß Sudelstein, die genretypische Kameraarbeit, die herrliche Primitivität der Effekte (diese monströse Spinne allein!) und natürlich das unbarmherzige Chargieren des Hauptdarstellers Sir Lord Mickey Hargitay, Esquire. MASSIMO PUPILLO genießt zur Belohnung noch immer sein Leben. Er ist sechsundachtzig.
 
 
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DER SCHARLACHROTE HENKER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Sleaziger Hundert-Prozent-Trash aus der Pastaküche der lange Jahre verrücktesten Filmwirtschaft Europas. DER SCHARLACHROTE HENKER kommt ein bisschen daher wie die eindeutig italienische Variante der Filme von HERSCHELL GORDON LEWIS – mit deutlich weniger Kunstblut. Ein Vergnügen für Liebhaber und Kenner von B-Film-Italien und bekloppt-schmieriger Sexploitation.
 
 
 


 
 
 

DER SCHARLACHROTE HENKER – Zensur

 
 
 
Von DER SCHARLACHROTE HENKER existieren zwei verschiedene Schnittfassungen: eine für den US-Markt und einmal eine für Europa. Der Anbieter OSTALGICA hat sich getraut erstmals eine restaurierte Komplettversion des Streifens zu veröffentlichen. Diese wurde ungeschnitten auf DVD gepresst und ist frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

DER SCHARLACHROTE HENKER – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Ostalgica

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Il Boia scarlatto; Italien / USA 1965

Genre: Klassiker, Horror, Thriller

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono), Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono), Italienisch (Dolby Digital 2.0 Mono)

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (anamorph / 16:9)

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover und Schuber

Extras: Deutscher Originaltrailer, US Trailer, 2 Bildergalerien, Programmtipps, geschnittene Szenen, VHS Szenen, Super-8 Fassung, deutscher und englischer Vorspann, französischer Trailer, gekürzte frühere DVD Fassung, Booklet

Release-Termin: 26.06.2015

 

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DER SCHARLACHROTE HENKER – Trailer

 
 

 
 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei Ostalgica.

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Die Schlangengrube und das Pendel (1967)

Baron Blood (1972)

Das Ungeheuer auf Schloss Bantry (1960)


Filmkritik: „Nächte des Grauens“ (1966)

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NÄCHTE DES GRAUENS

Story

 
 
 
Der Film versetzt uns in die schroffe Landschaft Cornwalls, Mitte der Achtzehnhunderter. In einem Dörfchen nahe einer Mine dezimiert eine medizinisch nicht bestimmbare Krankheit die Einwohnerschaft. Der ansässige Arzt ist mit seinem Latein am Ende und bestellt seinen alten Kollegen Sir James Forbes aufs Land, sich die Sache einmal mit dem Blick des erfahrenen Wissenschaftlers anzusehen. Beim Versuch, kürzlich verstorbene Dorfbewohner zum Zwecke der Obduktion auf den Operationstisch zu bekommen, stellt man fest, dass die Särge leer sind. Nicht nur das: Die eigentlich zur Ruhe gebetteten schleichen des Nächtens im Umfeld der eingangs erwähnten Mine herum.
 
 
 


 
 
 

NÄCHTE DES GRAUENS – Kritik

 
 
 
Die Filme der englischen Hammer Film Productions verteidigen den ihnen entgegengebrachten Status kultischer Verehrung nicht umsonst seit eh und je mit Bravour. In der schönen und auf eine durchaus romantische Art altmodischen Finsterwelt der angelsächsischen Horrorkinokunst führt schlicht kein Weg am reichhaltigen Katalogprogramm der Londoner Produktionsgesellschaft vorbei. Für viele Fans rund um den Globus sind die bevorzugt im Gothic Horror angesiedelten Klassiker gar das Synonym für Gruselfilm made in Britain. Neben dem jahrzehntelangen Beackern der cineastischen Haupteinnamefelder, namentlich Dracula und Frankenstein, versuchte sich das Studio auch immer wieder an Verfilmungen weiterer Genrestandards. Da gab es einen Werwolf, Hexen, Satanisten und sogar Außerirdische. Mit NÄCHTE DES GRAUENS unternahm Hammer unter der Regie des schon mehrfach angeheuerten John Gilling 1966 einen Ausflug in die schaurigen Sphären des Zombiegenres. Hier konnte man heimisch-gotischen Spukfilm mit Voodoo-Exotik aus den entfernten Kolonien vermischen. Ein Rezept, das gerade im englischen Kulturkreis hervorragend funktioniert. NÄCHTE DES GRAUENS ist hammertypisches Atmosphärik-Kusthandwerk.
 
 
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Schauspieler, dem Stammzuseher bekannt wie die Angehörigen einer Theatergruppe, üppige Ausstattung und Kostüme, kräftige Bilder in strahlendem Technicolor und die richtige Mixtur aus Stimmung und knackiger Make-Up und Effektarbeit. Sicherlich nichts für Anhänger der nervigen Hektik moderner Horrorfilmschablonen oder tumbe Blutmatschfetischisten, sind Filme dieser Machart eine willkommene Möglichkeit, einen Blick in die europäische Kinovergangenheit und die Wurzeln des Genres zu erhaschen. Sieht man sich etwa die horrorlastigeren Märchenstreifen eines prominenten Bewunderers wie Tim Burton an, ist der Einfluss der Hammer Productions nicht zu verkennen. Das zeigt sich nicht nur am regelmäßigen Einsetzen des alten Haudegens Sir Christopher Lee, der seit CHARLIE UND DIE SCHOKOLADENFABRIK zum festen Ensemble des Amerikaners gehört
 
 
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NÄCHTE DES GRAUENS – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Hammers einziger Beitrag zum Subgenre des Zombiefilms ist nicht weniger als ein weiterer Klassiker aus dem Wohlfühluniversum des britischen Horror Cinema. Zwar kommt NÄCHTE DES GRAUENS ohne die großen Stars der Firma wie FRANKENSTEIN Peter Cushing oder DRACULA Sir Christopher Lee aus, unterhält den Freund europäischer Horrorklassiker aber trotzdem ganz fantastisch. Auch für Gelegenheitsgucker von Hammer oder vergangener Horrorzeiten empfohlen, da sich der Film nicht hinter bekannteren Aufgüssen, etwa des Vampirfürsten, verstecken muss.
 
 
 


 
 
 

NÄCHTE DES GRAUENS – Zensur

 
 
 
Der Film lief erstmals 1966 in den Kinos der Bundesrepublik und wurde von der Freiwilligen Selbstkontrolle bereis für 16-Jährige freigegeben. Das hat sich auch knapp 50 Jahre nach der deutschen Erstaustrahlung nicht geändert. Die DVD sowie die Blu-ray Disc sind ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

NÄCHTE DES GRAUENS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Anolis Entertainment (Blu-ray im Keep-Case)

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(c) Anolis Entertainment (Mediabook Cover A)

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(c) Anolis Entertainment (Mediabook Cover B)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Plague Of The Zombies; Großbritannien 1966

Genre: Horror, Klassiker

Ton: Deutsch (DTS-HD Master Audio 2.0 Mono), Englisch (DTS-HD Master Audio 2.0 Mono)

Untertitel: Deutsch

Bild: 1,66:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Mediabooks in zwei verschiedenen Cover-Motiven

Extras: Audiokommentar mit Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad – deutsch, Audiokommentar mit Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad – englisch, „Raising Dead“: Making of Plague of the Zombies (35:21 Min.), Best of British: André Morell-Featurette (19:13 Min.), Interview mit James Bernard, geführt von Stephen Laws [Manchester 1994] (20:31 Min.), Internationale Titelsequenz (3:45 Min.), Britischer Trailer (1:54 Min.), Internationaler Trailer (2:19 Min.), Amerikanischer Double Feature Trailer (3:07 Min.), Deutscher Trailer (2:10 Min.), Super 8-Fassung – englisch (25:08 Min.), Comic-Adaption – englisch (17:49 Min.), Deutsches Filmprogramm (1:46 Min.), Deutscher Werberatschlag (3:20 Min.), Deutsches Presseheft (2:35 Min.), Bildergalerie (6:08 Min.), 32-seitigem Booklet geschrieben von Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad (nur im Mediabook enthalten)

Release-Termin: 30.04.2015

 

Nächte des Grauens (Mediabook) – Cover B auf AMAZON kaufen

 

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NÄCHTE DES GRAUENS – Trailer

 
 

 
 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller für die Review verwendeten Bilder liegen bei Anolis Entertainment

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Night of the living Dead (1968)


Filmkritik: „Pigs“ (1972)

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PIGS

Story

 
 
 
Lynn (Toni Lawrence) entkommt aus der Klapse, in der sie nach dem Mord an ihrem üblen Schänder-Vater versauern sollte. Auf der Flucht strandet sie auf dem Einsiedlerhof des seltsamen Herrn Zambrini (Tonis Vater, Marc Lawrence), der seinen Hausschweinen nicht nur regelmäßig ausgebuddelte Leichen vom Friedhof verfüttert, nein, auch Durchreisende verschiedenster Couleur landen zerhackt im Trog der carnivoren Rüsseltiere. Selbstverständlich ist dieses Umfeld der geistigen Gesundung des Mädchens nicht gerade zuträglich und so beginnt sie in Besuchern der Farm ihre Vater zu sehen. Es folgen Bluttaten und wohlgenährte Sauen.
 
 
 


 
 
 

PIGS – Kritik

 
 
 
Marc Lawrence (1910-2005!) ist ein Faszinosum. Freunden klassischer Film Noirs ist das zerfurchte, Gangster-stereotype Gesicht des Amerikaners aus Meisterwerken der Schwarzen Serie wie „I Walk Alone“ (1948) oder – das darf ich hier sagen, meinem Lieblings-Noir – „This Gun For Hire“ (1942) bekannt. In den Fünfzigern wurde die Karriere des ehemaligen Kommunismus-Interessierten dann von den faschistischen Hetzereien der McCarthy-Anhörungen auf Eis gelegt. Was den Mann dann allerdings 1972, Jahre nach dem langsam erarbeiteten Comeback, dazu brachte, einen ruppigen Exploiter wie „Pigs“ abzuliefern und auch noch die eigene Tochter in der hochpsychotischen Hauptrolle zu besetzen, zählt zum Folkloreschatz der Genre-Filmgeschichte. Weder eine prä-Achtziger Gore-Bombe, noch mit dem Tempo moderner Horrorfilme mithalten könnend, ist „Pigs“ ein sicherer Tipp für Horrorfans, die mit Regisseuren wie Andy Milligan, Al Adamson oder Ted V. Mikels vertraut sind. Also garantiert geschmackloser Schlock für am niedrigsten bewegte Grindhouses. In den USA vertreibt Troma die DVD, was „Pigs“ ins Regal von deren Frühphasen-Ferkeleien wie „Igor And The Lunatics“ oder dem berühmt-berüchtigten „Muttertag“ stellt – wo er sich dann auch gut macht. Dankenswerterweise aus der halbdunkeln Welt der Bootlegs befreit, kann Lawrence’ Trip in die Niederungen sudeliger Schweinefutter-Drecksploitation jetzt als center piece eines ordentlichen Bahnhofskinoabends auf der heimischen Couch zur Aufführung gebracht werden.
 
 
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PIGS – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
„Pigs“ (OT: Daddy’s Deadly Darling) ist ein wilder Seventies-Exploiter der Nach-Charles-Manson-Zeit, der schmutzig unterhält und von jemandem gedreht wurde, von dem man es sicherlich nie erwartet hätte.
 
 
 


 
 
 

PIGS – Zensur

 
 
 
„Pigs“ wurde in Deutschland indiziert und erst 2009 vom Index gestrichen. Fünf Jahre sollte es dauern bis endlich eine „freie“ DVD-Version in die Händlerregale kommen sollte. Die momentan erhältliche Filmversion trägt die alte FSK-Freigabe – eine Neuprüfung lohnt scheinbar nicht mehr und wäre zu kostenintensiv. Dennoch ist die wieder frei erhältliche Filmfassung ungeschnitten: FSK18.
 
 
 


 
 
 

PIGS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Daddy’s Deadly Darling; USA 1972

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: Keine

Bild: 2,35:1

Laufzeit: ca. 89 Min.

FSK: FSK 18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover (alternatives Filmcover)

Extras: Kein Bonusmaterial

Release-Termin: 28.11.2014

 

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PIGS – Trailer

 
 

 
 

Christian Ladewig

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Ekel (1965)
 
Töchter des Bösen (1977)
 
Human Beasts (1980)
 
Cannibal Girls (1973)