Filmreview: „Nesting 2 – Amityville Asylum“ (2013)

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THE NESTING 2 – AMITYVILLE ASYLUM

Story

 
 
 
Die arbeitslose Lisa (Sophia Del Pizzo) bewirbt sich als Putzkraft in einem naheliegenden Krankenhaus. Sie erhält die Stelle und findet heraus, dass an ihrem neuen Arbeitsplatz einst das legendäre Spukhaus von AMITYVILLE gestanden haben soll. Das wäre vermutlich noch kein Grund zur Sorge, würden nicht einige seltsame Vorkommnisse die schreckhafte Lisa zu Tode ängstigen …
 
 
 


 
 
 

THE AMITYVILLE ASYLUM – Kritik

 
 
 
Erstaunlich, mit welch eisernem Willen mancher Filmemacher an seiner Karriere bastelt. Da werden in vielen Fällen erste Gehversuche in Form von Kurzfilmen gewagt oder fleißig an eigenen Drehbüchern gekritzelt. Immer in der Hoffnung, irgendjemand da draußen mit dem eigenen kreativen Tun überzeugen zu können. Der Engländer ANDREW JONES ist so ein Fall. Der hat nämlich klein angefangen und dreht, schreibt und produziert mittlerweile fleißig ein Horrorfilmchen am anderen. Zwar erreichen diese Produktionen nicht einmal annähernd den Standard gängiger Videopoduktionen, finden aber dennoch immer wieder einen Verleih, der die günstig inszenierten Werke auswerten möchte. So riss sich der in Genre-Kreisen nicht unbekannte Anbieter LIONSGATE die Auswertungsrechte einiger seiner Grusler für Nordamerika unter den Nagel, während hierzulande Nischenlabel MIG FILMGROUP/ EDEL FILM genug Potenzial in JONES Schaffen sah, um einige seiner Filme auf DVD und Blu-ray zu veröffentlichen. Traurigerweise erlitt sein aktueller Streifen das gleiche Schicksal wie viele andere Horrorfilme der letzten Zeit in Deutschland. Aus THE AMITYVILLE ASYLUM wurde kurzum THE NESTING 2 – AMITYVILLE ASYLUM, was nicht nur vollkommen falsche Erwartungen schürt, sondern an sich schon gar keinen Sinn ergibt. Während hier fälschlicherweise mit einer Fortsetzung des nostalgischen 80s-Slashers THE NESTING – HAUS DES GRAUENS geworben wird, erschließt sich der Grund dieser Titelneukreation nicht wirklich. Der einst zu Unrecht indizierte Slasher aus dem Jahre 1981 dürfte vermutlich nur den wenigsten Käufern ein Begriff sein. Zudem hat THE NESTING nichts, aber auch gar nichts mit dem vorliegenden THE AMITYVILLE ASYLUM am Hut, was nahelegt, dass dieses unüberlegte Titelvergehen den Verkauf dieser grotesken Veröffentlichung kaum ankurbeln dürfte.
 
Wie bereits das wenig einleuchtende Cover (Welcher Zusammenhang besteht bitte zwischen der dort abgebildete Fratze und dem vorliegenden Indie-Schocker?) suggeriert, verheißen die Geschehnisse in THE NESTING 2: AMITYVILLE ASYLUM für die jobsuchende Lisa Templeton (SOPHIA DEL PIZZO) nichts Gutes. Die braucht nämlich händeringend eine neuen Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Da sie in ihrem bisher wenig erfolgreichen Leben nichts anderes getan hat als zu putzen, bewirbt sie sich als Reinigungskraft in einem riesigen Krankenhaus und erhält zu ihrem Erstaunen direkt eine Festanstellung vom Anstaltsleiter höchstpersönlich. Der hat jedoch verschwiegen, dass der Job auch einen Haken besitzt. Denn tief unten im Keller befindet sich ein Hochsicherheitstrakt, der unter dem Namen Abteilung X einige der gemeingefährlichsten Psychopathen der Stadt beherbergt. Dort soll die etwas unsichere Lisa auch ab und an mal durchwischen, damit einige der irren Gewaltverbrecher auch bisschen was zum Glotzen haben. So beginnt die Heldin unbekümmert mit ihrer Arbeit die Böden zu schrubben, bis ihr eine tote Patientin mysteriöse Botschaften zuflüstert und sich der Zuschauer in einer etwas gehaltlosen Version des Kulthits THE SIXTH SENSE wähnt. Aber THE NESTING 2 würde nicht zugleich AMITYVILLE ASYLUM heißen, würde nicht auch etwas AMITYVILLE HORROR geboten werden. Denn während sich das Personal über den scheinbar wirren Geisteszustand des neu angestellten GHOSTWISPERERS erheitert, findet Lisa heraus, dass das sagenumwobene AMITYVILLE Haus just an jenem Ort gestanden haben muss, an dem sich nun ihr neuer Arbeitsplatz befindet.
 
Immerhin isses dann doch kein günstig heruntergekurbelter SIXTH SENSE-Abklatsch geworden, denn THE NESTING 2 – AMITYVILLE ASYLUM knüpft erstaunlich intelligent an den berüchtigten AMITYVILLE-Mythos an. Die bisherigen Teile werden gekonnt ausgeblendet und machen THE AMITYVILLE ASYLUM zu einem ganz eigenständigen Filmchen, der bis auf die wahre Geschichte der DEFEO-Familie nichts mit dem eigentlichen Filmfranchise zu tun hat. Aus Poltergeist- und Spukfilm wird kurzerhand ein Sekten-Grusler, der ewig benötigt, bis er überhaupt mal in die Puschen kommt. 20 000 US-Dollar soll THE AMITYVILLE ASYLUM gekostet haben, eine Prämisse, die schon ahnen lässt, in welche Richtung dieser Low-Budget-Film gehen wird. Und in der Tat, bereits mit den Credits (die sich im Übrigen zehn lange Minuten ziehen) offenbart sich auch gleich der zweifelhafte Qualitätsgehalt dieser vollkommen überflüssigen Billig-Produktion. THE NESTING 2 – AMITYVILLE ASYLUM ist mal wieder so ein Fall, dem das viel zu knappe Budget überhaupt nicht zugute kommen möchte. Hier merkt der Zuschauer an beinahe jeder Szene, dass man einfach keinen Film dieser Größenordnung drehen sollte, wenn man nicht das hierfür notwendige Kleingeld besitzt. ANDREW JONES THE NESTING 2 – AMITYVILLE ASYLUM schaut laienhaft und billig aus. Fast schön möge man meinen, man würde eine Produktion auf Amateurniveau sehen. Zwar hat sich JONES mit seiner eigenen Produktionsfirma der Herstellung günstiger B-Movie-Ware angenommen; die Ausleuchtung in seinem aktuellen Streifen ist dennoch als hundsmiserabel zu bezeichnen. Oft lässt sich kaum erkennen, was da eigentlich auf der Mattscheibe passiert. Zudem nervt die unprofessionelle Kameraführung, die ständig damit beschäftigt ist, die nun wahrlich nicht schönen Gesichter möglichst nah heranzuzoomen. Die Authentizität der Geschehnisse wird aufgrund der nicht vorhandenen Gruselstimmung vollkommen außer Acht gelassen. So unterhalten sich die wenigen Angestellten ununterbrochen über belanglosen Nonsens, wobei sich der Filmfreund nicht nur einmal fragen dürfte, ob in dieser Klinik eigentlich überhaupt gearbeitet wird. Zudem scheint die Tatsache vollkommen realitätsfern, dass sich die neue Angestellte problemlos in einem Hochsicherheitstracht bewegen darf, ohne dabei von geschultem Sicherheitspersonal beaufsichtigt zu werden. Immerhin hat THE AMITYVILLE ASYLUM mit Darstellerin SOPHIA DEL PIZZO einen Lichtblick zu verzeichnen. Die hebt sich mit ihrer schlichten Optik von den Hochglanz-Amazonen anderer Mainstream-Schocker ab und schafft es sogar durch ihre Natürlichkeit so etwas wie Sympathie beim Zuschauer zu wecken. Trotzdem verliert sich ihr ansatzweise talentiertes Agieren in einem viel zu langweiligen Anstaltsthriller, der irgendwie ohne nennenswerte Höhepunkte einschläfernd vor sich her plätschert. Originalität ist hier Fehlanzeige und der auf dem deutschen Cover reißerisch angedeutete Vermerk, dass dieser Film zur HORROR EXTREME COLLECTION des hiesigen Anbieters gehört, fast schon als schlechter Scherz zu betiteln. EXTREME ist hier nämlich nur die deutsche Synchronisation, die mal wieder fix mit teilnüchternen Statisten am Bierstammtisch auf Band gesprochen worden sein muss.
 
 
 


 
 
 

THE AMITYVILLE ASYLUM – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Leidlich spannender Gruselfilm, der zwar trotz oder gerade wegen seiner unprofessioneller Inszenierung charmant indielike ausschaut aber – absolut uncharmant – langweilig ist …
 
 
 


 
 
 

THE AMITYVILLE ASYLUM – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung ist ungeschnitten. Zwar gibt es ein paar wenige Szenen zu sehen in der Gewalt zelebriert wird; die sind jedoch so unspektakulär, dass die Cover-Bezeichung HORROR EXTREME COLLECTION vollkommen übertrieben ist. Hinzukommt, dass die deutsche Heimkinofassung trotz mangelndem Blutgehalt unverständlicherweise erst ab 18 Jahren freigegeben ist!
 
 
 


 
 
 

THE AMITYVILLE ASYLUM – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Amityville Asylum; Großbritannien 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Trailershow

 
 
 

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THE AMITYVILLE ASYLUM – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Sanitarium (2013)

Psych:9 (2010)

The Ward (2010)

Asylum (1972)

Insanitarium (2008)

Filmreview: „The Amityville Haunting“ (2011)

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THE AMITYVILLE HAUNTING

Story

 
 
 
Trotz grausamer Vorgeschichte bezieht Familie Benson das unheimliche Amityville –Spukhaus, indem Jahrzehnte zuvor ein blutiges Familienmassaker stattfand. Nach anfänglich unerklärbaren Phänomenen freundet sich die 6-jährige Tochter Melanie mit einem imaginären Freund namens „John“ an, der ihr erzählt, dass er seit sehr langer Zeit in dem alten unheimlichen Haus leben würde. Doch niemand will dem kleinen Mädchen so recht Glauben schenken. Als der Vater nach diversen seltsamen Vorfällen besorgt um das Wohl seiner Kinder ist, lässt er überall im Haus Überwachungskameras installieren und muss erschreckend feststellen, dass die Familie scheinbar doch nicht ganz so allein im Haus ist, wie anfänglich vermutet …
 
 
 


 
 
 

THE AMITYVILLE HAUNTING – Kritik

 
 
 
Nachdem das Found-Footage-Genre mit dem Kassenschlager PARANORMAL ACTIVITY weltweit richtig bekannt wurde und bei Filmfans auf dem gesamten Globus für reichlich Nervenkitzel gesorgt hat, scheinen sich nun auch Ableger bekannte Horrorklassiker der recht lukrativen Filmmethode zu bedienen. Der wohl bekannteste unter den Spukhausfilmen THE AMITYVILLE HORROR (1979) zog bisher unzählige Fortsetzungen nach sich. Doch vermutlich wurde die Kuh noch nicht gänzlich leer gemolken. Im Zuge erfolgreicher Wackelcam-Hits wie V/H/S 2 und erfolgreichem Geisterkino, dürfte es niemanden überraschen, dass auch jenes Horror-Franchise noch einmal für eine Vermarktung herhalten musste, um maximale Gewinne auf die Konten raffgieriger Produzenten fließen zu lassen.
 
THE AMITYVILLE HAUNTING schaut handwerklich durchaus solide aus, insofern man schwindelfrei genug ist, dass planlose Umhergewackel der Digitalkamera ertragen zu können. Denn wie in unzähligen anderen derartigen Werken zuvor, sieht man das Geschehen vorwiegend aus der Sicht von Haus- und Überwachungskameras. Regisseur GEOFF MEED scheint seine Hausarbeiten gründlich erledigt zu haben, denn die Erfolgszutaten eines PARANORMAL ACTIVITY werden auch in THE AMITYVILLE HAUNTING verwendet. So finden sich auch hier bekannte Schockelemente und Kameraperspektiven wieder, die man bereits im besagten Found-Footage-Kassenschlager zu sehen bekam. Oftmals wurde so dreist kopiert, dass man sogar meinen könnte einem weiteren Sequel aus dem PARANORMAL ACTIVITY-Universum beizuwohnen. Von Türen, die sich wie von Zauberhand schließen bis hin zu Kindern, die mit imaginären Freunden quasseln werden alle erdenklich bekannten Spukhausklischees abgehakt und bis zum Erbrechen wiederholt. Gerade weil THE AMITYVILLE HAUNTING nichts Eigenständiges und Neues zu sagen hat und sich die Geschehnisse im Gruselhaus arg hölzern und unspektakulär gestalten, macht sich schnell Langeweile beim Zuschauen breit. Die technische Komponente des Kamerabild-Totalausfalls beim bevorstehenden Erscheinen der bösartigen Präsenz mit der Tochter Melanie gern die Freizeit verbringt, ist zwar anfangs durchaus effektiv, beginnt jedoch nach der zehnten Wiederholung gehörig auf die Nerven zu gehen. Scheinbar war Regisseur GEOFF MEED darum bestrebt, die nicht vorhandene Spannung und die ungruselige Spukatmosphäre mit jener Zutat steigern zu wollen, bewirkt aber den gänzlich gegenteiligen Effekt. Leider hat THE AMITYVILLE HAUNTING nicht nur mit wilder Wackelei zu kämpfen. Auch mit der Logik hapert es im neusten AMITYVILLE-Teil – von wirklicher Gruselstimmung ganz zu schweigen. Die Handlungsbeweggründe der Protagonisten sind selten nachvollziehbar. So leuchtet nicht ein, die Familie überhaupt noch in ihrem gruseligen Heim hält, wenn bereits die Vorgeschichte ihres neuen Heims bekannt ist und innerhalb weniger Tage nach Einzug schon drei Menschen im Haus ums Leben bekommen sind.
 
Sohnemann und Kameramann (er filmt die Ereignisse mit seiner Kamera) Tyler ist dabei von unglaublich dummer Sorte. Nicht nur, dass seine Rolle mit einem Statisten besetzt wurde; sein Hang zum logischen Denken scheint mit dem Bezug seines neuen Zimmers auch abhanden gekommen zu sein. So bleibt wenig einleuchtend, warum sich der Sohnemann nach all den mysteriösen Ereignissen im Haus nicht die Mühe macht und sich das von ihm gefilmte Kameramaterial anschaut. Denn hätte er frühzeitig sein Filmmaterial nach Merkwürdigkeiten durchforstet, wären dem Zuschauer und den Protagonisten manch Dummheit erspart geblieben, THE AMITYVILLE HAUNTING ist Fastfood-Horror für Zwischendurch. Während Spukhausfreunde und Fans des polarisierenden Found-Footage-Genres mit Sicherheit gut unterhalten werden, dürften alte Horrorfilm-Hasen an diesem austauschbaren Einheitsbrei nur wenig Gefallen finden. Für Letztere sei empfohlen den Original-AMITIYVILLE aus dem DVD-Regal zu kramen und in den Player zu legen. Auch wenn der Klassiker nicht mehr der Frischeste ist und im Gegensatz zu effekthascherischen Mainstream-Erfolgen wie THE CONJURING reichlich bieder daherkommt, ist der von STUART ROSENBERG inszenierte Erstling immer noch um Welten besser, als das was GEOFF MEED mit seinem THE AMITYVILLE HAUNTING serviert.
 
 
 


 
 
 

THE AMITYVILLE HAUNTING – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Was sich da wie ein weiterer Teil der beliebten AMITYVILLE-Reihe aufzuzwängen versucht, ist eigentlich weniger AMITYVILLE HORROR als vielmehr PARANORMAL ACTIVITY. Der bekannte Spukhaus-Klassiker wurde hier mit derzeit beliebten Found-Footage-Elementen kombiniert und ist eine Schlaftablette vor dem Herrn. Gerade weil wackelige Kameras seit Jahren in fast jedem zweiten Horrorfilme auf den Zünder gehen, verursacht THE AMITYVILLE HAUNTING mehr Frust statt Unterhaltung. Die altbekannte Geschichte des Horrorhauses besitzt kaum Neuerungen und der Gruselfaktor wird auf Sparflamme geköchelt, schließlich gruseln Schockeffekte nicht, die man so ähnlich schon zig Mal auf dem Bildschirm hatte. Eine öde Rückkehr in das vermutlich bekannteste Spukhaus der Welt.
 
 
 


 
 
 

THE AMITYVILLE HAUNTING – Zensur

 
 
 
Die deutsche Veröffentlichung von THE AMITYVILLE HAUNTING ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren. Wegen dem Bonus der hiesigen Heimkinofassung wurden Selbige jedoch erst ab 18 Jahren freigegeben. Demnach ziert die deutsche Fassung der KEINE JUGENDFREIGABE-Flatschen.
 
 
 


 
 
 

THE AMITYVILLE HAUNTING – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Star Movie / Edel Germany

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: THE AMITYVILLE HAUNTING; USA 2011

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: Film eigentlich FSK16, wegem dem Bonusmaterial jedoch: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Originaltrailer, Interviews mit Augenzeugen

Release-Termin: 06.12.2012 (Erstauflage) – 18.07.2014 (Zweitauflage)

 
THE AMITYVILLE HAUNTING erschien bereits Ende 2012 von GREAT MOVIE auf Heimkinomedium. Nun, zwei Jahre später kommt der Streifen in einer Neuauflage in die Händlerregale. STAR MOVIE / EDEL GERMANY werten die gleiche Scheibe mit leicht verändertem Rückcover erneut auf DVD und Blaustrahl aus. Der Inhalt bleibt gleich.
 
 
 

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THE AMITYVILLE HAUNTING – Trailer

 
 
 


 
 

Hellraiser80/ Marcel Demuth

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
SXtape (2013)
 
The Amityville Horror (2005)
 
The Amityville Horror (1979)
 

Filmreview: „Fertile Ground“ (2010)

 

Ein klassischer Spukhausfilm.

Nach einer Fehlgeburt wagen Emily und  Nate einen Neuanfang.

Um den Tragischen Vorfall zu vergessen wollen sie weg aus der hektischen Stadt hinaus aufs ruhige Land ziehen.

Auf Anhieb verlieben sich die beiden in das leerstehende Weaver-Haus, dem ehemaligen Wohnsitz der Verwandten von Nate, und lassen sich dort häuslich nieder.

Doch schon bald merkt vor allem Emily eine immer stärker werdende unheimliche Präsenz inmitten der „neuen“ eigenen 4 Wänden.

 

 

„Fertile Ground“ gehört neben „Prowl“  ebenfalls zu den 7 Genrefilmen aus der diesjährigen „After Dark Filmfest“ – Schmiede.

Im Grunde genommen macht dieser Spukhausfilm eigentlich fast alles richtig. Es gibt knarrende Türen, seltsame Erscheinungen, eine sagenumwogenes Herrenhaus mit mysteriöser Vergangenheit und 2 Protagonisten, die im Verlauf des Filmes dem Wahnsinn nahe scheinen.

Aber trotz aller bekannten Zutaten ist „Fertile Ground“ einfach zu konventionell geraten.

Immer wieder hatte ich das Gefühl alles bereits unzählige Male in diversen „Amityville Horror“ oder „Shining“ – Plagiaten gesehen zu haben.

Dabei ist das größte Problem von „Fertile Ground“, seine penetrante Vorhersehbarkeit.

Das ist wirklich schade, da gerade dieses „schon-wissen-was-gleich-passiert“ extrem an der Grundstimmung des Filmes zerrt.

Wer schon den ein oder anderen Film dieser Art gesichtet hat, wird bereits in den ersten Filmminuten erahnen, was auf ihn zukommen und wie der Film letztendlich enden wird. Überraschungs-Momente sind Mangelware, Schockeffekte ebenso.

Dennoch trotz dieser Mankos geizt der Film nicht mit der ein oder anderen hübsche Idee.

So empfand ich es als mollig schauderlich, als ein Handabdruck am Fensterglas wie von Geisterhand erscheint und wieder verschwindet. Warum nicht mehr davon? Davon lebt doch ein klassischer Geister- und Spukhausfilm. Es müssen nicht immer Effekte mit dem Holzhammer sein. Manchmal sind die kleinen dezent eingesetzten Gruseleffekte effektiver als teure plakative eingesetzte CGI-Effekte oder ausgewalzte Splatterszenen.

Ebenfalls nennenswert empfand ich gerade die schauspielerische Leistung der Emily, gespielt von Leisha Hailey , für einen kleinen Low-Budget-Film auf gehobenen TV-Niveau schon sehr beachtlich.

„Leisha Hailey“ spielt die Rolle der, verzweifelten und langsam dem Wahnsinn verfallenden, „Emily“ recht routiniert und immer glaubhaft. Was man jedoch von ihrem Ehemann „Nate“, gespielt von „Gale Harold“, nicht behaupten kann.

„Gale Harold“ als glattgebügelter und fehlerfreier Saubermann Ehegatte passt einfach nicht in diese Rolle. Immer wieder hat man seinen Part als Ekelpaket „Brain“ aus der Serie „Queer as Folk“ vor Augen. Im Grunde genommen spielt er in „Fertile Ground“ eigentlich das völlige Gegenteil dessen.

Aber letztendlich hat man mit „Fertile Ground“ keinen wirklichen Fehltritt im heimischen DVD/ Blu-ray – Player. Wer seine Erwartungen herunterschraubt und dem „Haunted House“ – Thema nicht überdrüssig ist, dürfte recht kurzweilig ohne großartige Hänger unterhalten werden.

 

 

Fazit 6/10 Punkte

 

Kennt man Einen – kennt man Alle.

Solider und routiniert gedrehter Genrebeitrag, der arg mit seiner unerträglichen Vorhersehbarkeit zu kämpfen hat.

Für den kleinen Hunger zwischendurch.

 

Hellraiser80