Filmreview: „Attack of the Undead“ (2010)

State of Emergency 2010
 
 
 

ATTACK OF THE UNDEAD

Story

 
 
 
Nach einer verheerenden Explosion in einer Chemiefabrik herrscht in einer Kleinstadt der Ausnahmezustand. Das freigesetzte, toxinhaltige Gas verwandelt die Bürger in rastlose Killer, die durch die Strassen sausen und über jeden Überlebenden herfallen, um ihn daraufhin in Stücke zu reißen. Einer dieser Überlebenden, Jim (Jay Hayden), kann sich in das Büro einer leer stehenden Scheune retten und versucht nun den schmerzlichen Verlust seiner Verlobten Emilie zu verarbeiten. Hilfe scheint unerreichbar zu sein, bis plötzlich das Telefon klingelt und weitere Überlebende aus der Lagerhalle nebenan versuchen, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Schnell beginnt man einander zu vertrauen und im Kampf der Horden infizierter Mitbürger Herr zu werden. Doch noch ist keine Rettung in Sicht und die Nahrungsmittel werden knapp …
 
 
 


 
 
 

ATTACK OF THE UNDEAD – Kritik

 
 
 
Es gibt Sub-Genres im Bereich des Horrorfilms, die sind einfach nicht totzukriegen. Neben Slasher-, Spuk- und Folterfilmen ist es vor allem der Zombiefilm, der sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut und es immer wieder in irgendeiner Form schafft, das Interesse vorfreudiger Horrorfilmfans für sich zu gewinnen. Kaum ein Monat vergeht, ohne das nicht mindestens einer dieser Filme auf den Markt geworfen wird und man versucht, den Filmfreund, mit teilweise haarsträubend miesen Umsetzungen um sein hart verdientes Geld zu bringen. Gerade im Low-Budget- und Independentsektor ist die Anzahl solcherlei günstig heruntergekurbelter Dutzendware kaum noch überschaubar, so dass es keine Seltenheit ist, wenn aufgrund der Masse ähnlich thematisierter Horrorfilmchen gerade jene Werke zu Unrecht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, die es eigentlich verdient hätten, gesehen zu werden. Der unscheinbare britische Indie-Kracher ATTACK OF THE UNDEAD (im Original: STATE OF EMERGENCY) ist einer jener Filme, der vermeintlich zur falschen Zeit veröffentlicht wurde und nun im Fahrtwasser der durchaus erfolgreichen Untoten-Hatz THE WALKING DEAD hilflos mitzuschwimmen versucht aber vermutlich kaum die Aufmerksamkeit verdienen wird, die er offenkundig verdient hätte. Schade drum, denn neben all den fast schon inflationär thematisierten Zombie-Gurken der letzten Dekaden, weiß sich ATTACK OF THE UNDEAD wohlwollend abzuheben. Das äußert sich vor allem darin, dass es sich bei diesem Film um keinen dieser derben Reißer handelt, die ihre Existenz nur dadurch rechtfertigen können, den Blutdurst splattergeiler Gorehounds befriedigen zu wollen und versuchen, sich durch allerhand ekelerregende Fress- und Ballerszenen selbst zu feiern. Wer von ATTACK OF THE UNDEAD ein schön deftiges Henkersmahl erwartet, dürfte schnell enttäuscht werden, denn hier schafft es ein Regisseur endlich einmal wieder, eine halbwegs glaubhafte und nachvollziehbare Geschichte zu erzählen, die dem Begriff Horror dennoch nur bedingt gerecht werden möchte.
 
Newcomer TURNER CLAY, der sich zudem auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnete, ist vermutlich einer der wenigen Horrorfilm-Macher der letzten Jahre, die sich keinen Deut darum scheren, ihre kleinen Geschichte in literweise Kunstblut und genreüblichen Klischees ertränken zu müssen, um die Gunst der Fanbase für sich gewinnen zu können. Hier stehen die Charaktere im Mittelpunkt, nicht die Zombies, wobei der Begriff des „Untoten“ in ATTACK OF THE UNDEAD wohlmöglich auch vollkommen falsch gewählt scheint. Vielmehr handelt es sich im Film um Menschen, die aufgrund einer Umweltkatastrophe und der hierbei freigesetzten Toxine, ein erhöhtes Gewaltpotenzial entwickelt haben und nun unkontrolliert niederen Instinkten gehorchen. Auch wenn die infizierten Bürger der Stadt gierig lechzend durch die Gassen des Ortes flitzen, unterscheiden sie sich dennoch wesentlich von den Bestien aus den typischen Zombiefilmen der letzten Zeit. Ihr Agieren wirkt menschlicher, wobei es ihnen nicht einmal verwehrt bleibt, sogar mittels Sprache kommunizieren zu können; obgleich auch aus reinem Selbstzweck, um das potenzielle Opfer der Begierde um den Finger wickeln zu können. In ATTACK OF THE UNDEAD herrscht Klasse statt Masse. Horden von Untoten, die sich auf hilflose Überlebende stürzen, sucht man hier vergebens. Die infizierten Bürger der Kleinstadt sind zwar überraschend schnell und verhalten sich erstaunlich schlau, dennoch sind sie nicht im Rudel anzutreffen, sondern tauchen allein irgendwo in der Ferne auf, so dass die noch menschlichen Opfer durchaus die Möglichkeit besitzen, sich in Sicherheit zu bringen. Das mag den eingefleischten Zombiefan vermutlich bitter aufstoßen, dennoch funktioniert der Film mit seinen spärlich gestreuten Actionszenen besser als so manch dummer Zombie-Heuler, der sich allein nur auf das möglichst immer gleiche Filmthema konzentriert: Töten, Fressen und erschossen werden.
 
ATTACK OF THE UNDEAD überrascht mit einem erstaunlich ruhigen und langsamen Erzählfluss, was gerade in Zeiten effektüberladener Actionkost etwas altbacken wirkt, aber nicht zwangsläufig schlecht sein muss. Der Film lässt dem Zuschauer erstaunlich viel Zeit sich mit den wenigen Protagonisten zu identifizieren, die allesamt nahbar und zugänglich wirken. Immerhin, und das muss man diesem Endzeit-Thriller hoch anrechnen, schafft es TURNER CLAY gänzlich ohne Unsympathen auszukommen. Hier haben wir es mit Figuren zu tun, die einmal nicht dem typischen Klischee gängiger Horrorfilmware entsprechen. CLAY achtet penibel darauf, dass sich die wenigen Protagonisten so glaubhaft und nachvollziehbar wie möglich verhalten. Statt unüberlegt mit dem Schrotgewehr in den Krieg gegen die Infizierten zu ziehen, geht man lieber unnötigen Konfrontationen aus dem Weg, denkt erst, um anschließend zu reagieren. Die Zombies werden in ATTACK OF THE UNDEAD nicht der Erwartungshaltung des Zuschauers wegen ins Jenseits befördert, sondern nur dann um die Ecke gebracht, wenn es wirklich von Nöten ist und sich die Protagonisten aus der Verteidigung heraus wehren „müssen“. Das ist im modernen Horrorfilm keine Selbstverständlichkeit, denn oftmals werden die Figuren beabsichtigt in Gefahr gebracht, um dann schön hölzern und selbstzweckhaft in den Filmhimmel gemeuchelt zu werden. Gerade aufgrund des bedachten Handelns und der Unvorhersehbarkeit der folgenden Geschehnisse, wirken gerade die Begegnungen mit den infizierten Opfern erstaunlich schweißtreibend und deren Angriffe geschickt inszeniert, so dass diese Momente packend zu unterhalten wissen.
 
 
 
 
Wer glaubt, schon alle Regeln des modernen Zombiefilms zu kennen, dürfte mit ATTACK OF THE UNDEAD eines besseren belehrt werden. Hohle Stereotypen und dumme Klischees sucht man hier vergebens. Stattdessen erzählt uns Regisseur und Drehbuchautor TURNER CLAY mit seinem neuen Film ein packendes, apokalyptisches Szenario, das gerade aufgrund der logischen Interaktion seiner Charaktere sympathisch und echt wirkt. Die wenigen Überlebenden verhalten sich nachvollziehbar, sodass hier einmal gänzlich auf das allseits bekannte 10-kleine-Negerlein-Prinzip verzichtet wird, was den Film wohlwollend von der Masse ähnlich gestrickter Ware abhebt. Es wäre vermutlich auch vollkommen unangebracht, ATTACK OF THE UNDEAD als waschechten Zombiefilm zu bezeichnen. Aufgrund der vermehrt in Rückblenden geschilderten Schicksale der Überlebenden und ihrer auswegslosen Hoffnung auf Rettung, wirkt der Film oftmals eher wie ein Drama, das mit einigen Horrorelementen bestückt wurde. Die bleichenden Filter und Stilelemente des vorliegenden Beitrages steigern nicht nur die Endzeitstimmung in ATTACK OF THE UNDEAD, sondern bereichern den Film ungemein, sodass CLAYs Beitrag trotz minimalistischen Settings oftmals hochwertiger ausschaut, als er letztendlich überhaupt ist. Wer apokalyptische Weltuntergangsszenarien a la 28 DAYS LATER oder THE CRAZIES mag, ist mit ATTACK OF THE UNDEAD optimal beraten – ein sehenswerter und spannender Genre-Beitrag!
 
 
 


 
 
 

ATTACK OF THE UNDEAD – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Es muss nicht immer laut, blutig und grausam sein – ATTACK OF THE UNDEAD oder im Original STATE OF EMERGENCY ist ein spannender Schocker, für Freunde atmosphärisch dichter Endzeit-Thriller.
 
 
 


 
 
 

ATTACK OF THE UNDEAD – Zensur

 
 
 
Der Film ist nicht sonderlich brutal, geizt aber nicht mit der ein oder anderen Kopfschuss-Szene, so dass ATTACK OF THE UNDEAD bzw. STATE OF EMERGENCY (OT) hierzulande ungeschnitten mit einer „Keine Jugendfreigabe„-Kennzeichung veröffentlicht wurde.
 
 
 


 
 
 

ATTACK OF THE UNDEAD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Sunfilm / Tiberius Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: State of Emergency; England 2010

Genre: Drama, Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1, Englisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 90 Minuten (uncut)

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 08.05.2014

 
 
 

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ATTACK OF THE UNDEAD – Trailer

 
 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
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The Bay Filmposter
 
 
 

THE BAY

Story

 
 
 
Es ist der 4. Juli 2009 und das kleine amerikanische Städtchen „Claridge“ feiert den Unabhängigkeitstag. Was keiner ahnt, dass dieses Fest für viele das Letzte sein wird. Denn unzählige Bewohner werden sich an diesem Tag mit einem todbringenden Parasiten infizieren. Grund für das Desaster ist in den skrupellosen Machenschaften des Bürgermeisters zu suchen, denn der fördert die Massen-Tierhaltung und lässt Hühner mit erfolgsversprechenden Steroiden mästen. Um sich den Exkrementen der Tiere zu entledigen, werden diese einfach in die angrenzende Bucht geschüttet, aus welcher ebenso das Trinkwasser für die Menschen der Kleinstadt gefördert wird. Kaum haben die Feierlichkeiten begonnen, beginnen auch schon die ersten Gäste über körperliches Unwohlsein zu klagen. Wenig später kommt es zu ersten Todesopfern, die allesamt groteske Fressspuren am Körper aufweisen. Nachdem Panik unter den Bewohnern ausbricht und erste Untersuchungen an den Leichen vorgenommen werden, erkennen Wissenschaftler, dass sich etwas im Wasser befindet, dass sich von menschlichen und tierischen Lebewesen ernährt und sich seinen Weg vom Inneren des Wirts nach außen frisst …
 
 
 


 
 
 

THE BAY – Kritik

 
 
 
Nicht scheint grausamer, als die Tatsache, dass sich die Natur an all den Vergehen rächt, die ihr die Menschheit alltäglich ungeniert zumutet. Im Falle von THE BAY scheint dies tatsächlich der Fall zu sein, denn in dieser fiktiven Dokumentation hat Mutter Natur eindeutig genug von der unachtsamen Umweltverschmutzung und sagt den Menschen den Kampf an. Im Vergleich zu heutigen Vergehen an unsere Umwelt rührt der Plot gar nicht einmal von ungefähr, denn THE BAY zeigt, was passieren könnte, wenn die verschwenderische Menschheit nicht bald aus ihren Fehlern lernt und rücksichtsvoller mit seinem Lebensraum umgeht. Natürlich hat Regisseur BERRY LEVINSON die Gegebenheiten ein wenig arg phantastisch skizziert, handelt es sich schließlich, trotz der kontroversen Thematik, um einen Horror-Thriller. Dennoch, mit erschreckendem Realismus konfrontiert er dem Zuschauer mit welch Chaos der Mensch im Falle einer Umwelt-Katastrophe rechnen müsste.
 
Die Geschichte wird hierbei aus der Sicht von Donna Thompson geschildert, die am Tag der Gegebenheiten als Praktikantin für einen ansässigen TV-Sender arbeitete und die tragischen Geschehnisse protokollierte. Sie überlebte wie durch ein Wunder die furchtbare Epidemie, die am 4.Juli 2009 eine kleine amerikanisches Stadt heimsuchte und innerhalb von nur wenigen Stunden fast alle Bewohner des Ortes dezimierte. Die tragischen Umstände von einst wurden jahrelang von der Regierung verschwiegen. Nun, da sich diverse Dokumente im Internet zusammengesammelt haben, trägt sie die Fakten erneut zusammen und schildert die Erlebnisse anhand von YouTube-Clips, eigenen Interviews und Home-Video-Aufnahmen einiger Opfer, die die Ereignisse nicht überlebt haben.
 
Erstaunlicherweise funktioniert das wahllose Zusammenschneiden der diverser FOUND-FOOTAGE-Elemente erstaunlich gut. Alles hat den Anschein als würde man authentisches Material präsentiert bekommen, dass in penibler Kleinstarbeit von irgendeinem Redakteur zusammengetragen wurde. Die Gegebenheiten werden Stück für Stück entziffert und in chronologischer Reihenfolge abgehandelt. Regisseur BERRY LEVINSON beweist hierbei ein selbstsicheres Händchen für unangenehme Einstellungen und deftige Schocks, denn einige Szenen haben es wahrlich in sich. Überhaupt überrascht es, dass gerade eine Oscar-Preisträger, wie LEVINSON (RAIN MAN) sich an derart totgefilmtes Subgenre wagt, hat doch der FOUND-FOOTAGE-Film unlängst besser Zeiten erlebt. Dennoch, er schafft es dem gebeutelten FOUND-FOOTAGE-Genre, nach all den trivialen und katastrophal-zusammengeschusterten Wackel-Kamera-Filmen der letzten Dekaden, gänzlich neue Impulse zu verleihen. Die Tatsache allein, dass in THE BAY keine unzureichend talentierten Laiendarsteller auf Heller und Pfennig ihre Handykamera zücken und auf Zwang und Drang jede noch so brenzligen Situation dokumentieren müssen, macht diesen Film so sehenswert und glaubhaft. Vielmehr nutzt LEVINSON eine Kombination der verschiedensten Kommunikationsmöglichkeiten unserer Zeit. Da verschmilzt ein Skype-Chat mit SMS-Dialogen und Fragmente aus TV-Sendungen werden virtuos mit persönlichen Home-Video und Polizeiüberwachungs-Aufnahmen kombiniert. Erzählerisch ein geschickt gewählter Schachzug, entsteht bereits nach dem recht temporeichen Beginn beim Zuschauer ein gesteigerter Drang nach mehr Informationsgehalt über die Ereignisse. Die filmischen Hinterlassenschaften der Opfer treiben dabei die Spannung auf Höchstmaß, möchte doch der Filmfreund gern wissen, welche mysteriösen Wesen für das planlose Massensterben verantwortlich gemacht werden.
 
Die Auflösung gestaltet sich als äußerst unangenehm und dürfte vor allem zartbesaitete Gemüter unschön aufstoßen lassen. In THE BAY geht es teilweise nicht zimperlich von statten. Sicher darf der Filmfreund keine Splatter-Granate der Extraklasse erwarten. Vielmehr schockieren hier einige recht unangenehme Creature-Effekte der Parasiten, die sich raffiniert in den Wirtskörper einnisten und gerade in unerwarteten Momenten über die Kinoleinwand flitzen. Auch der optisch ansprechend in Szene gesetzte Hautausschlag, der als Vorbote für das qualvolle Ableben der diversen Leidtragenden gilt, schaut alles andere als gesund aus und sorgt in Kombination mit derart realistischen Bildern für gehörig Gänsehaut beim Zuschauer.
 
Mit THE BAY erhält der Filmfreund einen weiteren Wackelcam-Thriller, der aber zu den besseren Vertretern seiner Gattung gehört und uneingeschränkt zu empfehlen ist. Hier werden keine altbackenen Brötchen erneut unter die Leute gebracht, sondern innovativ und erschreckend realistisch frisch zubereitet. Der packende Umwelt-Thriller im Mockumentary-Stil gehört zu einem der Besten seiner Gattung und läutet die Renaissance des klassischen Öko-Horrorfilms der 70er Jahre ein. Bereits vor mehr als 30 Jahren bewiesen findige Filmemacher mit Schockern wie FROGS(1972) und LONG WEEKEND (1977), dass Mutter Natur durchaus mit gnadenloser Härter durchgreifen kann, wenn sie sich von der Menschheit ungerecht ausgebeutet fühlt. Dass Regisseur BERRY LEVINSON sein Handwerk selbstsicher beherrscht zeigt eindrucksvoll die recht straffe Inszenierung und die schroffe Schonungslosigkeit der Darstellung aller Gegebenheiten, die im Verlauf des Filmes an den Tag gelegt wird. Die knapp 80 Minuten Filmlaufzeit vergehen wie im Flug, die Geschehnisse fesseln und werden zudem packend erzählt. Trotz des recht sachlichen Erzählstils lässt THE BAY niemanden kalt. Die kontroverse Erkenntnis, dass wie Menschen uns selbst die schlimmsten Feinde sind, wirkt noch lang nach und bietet vermutlich Anlass zu einer Selbstanalyse, um letztendlich festzustellen, was man selbst dazu beitragen könnte, damit auch Generationen nach uns die Schönheit unserer einzigartigen und vielfältigen Umwelt genießen können.
 
 


 
 
 

THE BAY – Fazit

 
 
8 Punkte Final
 
 
Packender und erschreckend-unangenehmer Umwelt-Thriller im FOUND-FOOTAGE-Stil, dessen Botschaft aktueller denn je ist und noch lange nachwirkt. Absolut sehenswert!
 
 
 


 
 
 

THE BAY – Zensur

 
 
 
Der Film wurde in Deutschland ungeschnitten mit FSK16 veröffentlicht. Kein Wunder, denn der Film zeigt kaum explizite Gewaltakte.
 
 
 


 
 
 

THE BAY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Bay; USA 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover/ 3D-Schuber

Extras: Original Kinotrailer, Deutscher Kinotrailer, Interview mit dem Regisseur (11 min./dt. UT), Audiokommentar mit dem Regisseur (keine dt. UT), 3 Trailer anderer Filme aus dem hause KOCH MEDIA

 
 
 
Rechteinhaber KOCH MEDIA sah genug Potenzial in der Veröffentlichung von THE BAY und steckt die deutsche Blu-ray in einen schicken Hologrammschuber. Aber nicht nur die Präsentation kann sich sehen lassen. Auch der Inhalt ist nicht von schlechten Eltern. Zwar darf bei dieser Art von Film keine Referenz erwartet werden, dennoch kann die technische Umsetzung als durchaus solide bezeichnet werden. Da es sich hier um einen Found-Footage-Film handelt, der aus verschiedenen Filmschnipseln diverser Kameraarten zusammengeschnitten wurde, wird selten HD-Feeling erreicht. Die Tonspur fällt sehr dialoglastig aus und das Geschehen spielt sich vorwiegend im Frontbereich ab – keine Offenbahrung aber man sollte bedenken, dass es sich hier um eine Fake-Dokumentation handelt. Immerhin bekommt man eine anständige Synchronisation geboten, was man KOCH MEDIA lobend anrechnen sollte. Nicht selten verzichtet man gerade bei Filmen aus dem Horror-Bereich auf eine gescheite Übersetzung. Die Extras sind überschaubar. Neben einem Audiokommentar mit dem Regisseur (ohne deutsche Untertitel), gibt es noch den Trailer in Deutsch und Englisch und ein elfminütiges Interview (mit deutscher Untertitlung) mit dem Filmemacher. Drei Trailer hauseigener Filme runden den Bonussektor ab. Wer mit dem FSK-Flatschen nicht warm werden möchte, kann das Cover umdrehen. KOCH MEDIA bringt THE BAY mit Wendecover und edlem 3D-Schuber in den Handel.
 
 

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THE BAY – Trailer

 
 


 
 

Hellraiser80

 
 
 
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