FILMCHECKER – Die Seite im Netz für Horror. ☠☠☠ Kritiken zu den besten Horrorfilmen ☣☣☣ Slasher, Folterfilme, Thriller, Splatterfilme, Gruselfilme.

Beiträge mit Schlagwort “Annalise Basso

Filmkritik: „Ouija: Ursprung des Bösen“ (2016)

ouija-2-ursprung-des-boesen-poster
 
 
 

OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN

(OUIJA: ORIGIN OF EVIL | OUIJA 2)

Story

 
 
 
Eine Familie spielt mit einer Macht, die sie nicht begreifen kann. Mittels Hexenbrett nimmt man Kontakt mit der Geisterwelt auf und gerät an Kreaturen, die keinen Spaß verstehen.

 
 
 


 
 
 

OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN – Kritik

 
 
 
Manchmal geschehen doch noch Wunder. Vor allem dann, wenn eigentlich unnötige Ableger mehr oder weniger erfolgreicher Horrorfilme gedreht werden, die dann zu aller Überraschung besser sind als das Original. So auch geschehen mit dem Horrorstreifen OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN, bei dem man nicht vermuten würde, dass es sich hier eigentlich um einen weiteren Teil des durchwachsenen Teenie-Gruselstreifens OUIJA handelt. Der wurde von UNIVERSAL PICTURES im Jahr 2014 ins Kino gebracht, um den von WARNER BROS zuvor in Auftrag gegebenen THE CONJURING und dessen überflüssiges Spin-Off ANNABELLE den Kampf ansagen zu können. Leider entwickelte sich OUIJA zum Volldebakel, da der Film nicht hielt, was die umfangreich geschalteten Werbemaßnahmen versprochen hatten. Statt schaurigem Gänsehautkino gab’s austauschbares Gruseleinerlei nach bekanntem Muster zu sehen, bei dem die Spannung mangels Neuerungen schon nach dem Vorspann mit der Lupe gesucht werden musste. Trotz verärgerter Kinogänger spielte OUIJA immerhin genug Dollars an den Kassen ein, um eine Fortsetzung anpeilen zu können. Weil nach den unzureichenden Qualitäten der Gruselgurke wohl niemand für den Nachfolger Geld ausgegeben hätte, entschlossen sich die Macher zu einem geradezu hinterlistigen Trick. Sie verzichteten auf die Zwei im Titel und tauften den Nachfolger um in OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN. Besser hätte man das Publikum nicht an der Nase herumführen können.
 
 
ouija-2-ursprung-des-boesen-bild-4
 
 
Die Fortsetzung von OUIJA ist somit gar keine richtige Fortsetzung. OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN erzählt die Vorgeschichte zum Gruselflop und entführt den Zuschauer ins Amerika der 1960er Jahre. Irgendwo in einem idyllischen Vorort von Los Angeles rettet sich eine verwitwete Mutter mit ihren zwei Töchtern über die Runden. Damit der Lebensunterhalt bestritten werden kann, ist man in Sachen Scharlatanerie im Einsatz, um mit falschen Séancen trauernden Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Doch aus Taschenspielertricks wird bald Ernst. Nachdem ein Ouija-Brett angeschafft wurde, um den falschen Kontakt mit dem Jenseits glaubwürdiger erscheinen zu lassen, staunt man nicht schlecht, als sich plötzlich wirklich Geister auf die Botschaften melden. Vor allem die jüngere Tochter Doris findet schnell Gefallen am Draht zum Jenseits. Leider wird die Familie die Geister bald nicht mehr los, die sie gerufen hat. Unter den toten Plaudertaschen befinden sich nämlich auch einige Gestalten, die der Menschheit nichts Gutes wollen. So nehmen die Geschehnisse ihren Lauf und bescheren Zuschauern Gänsehaut – einiger fieser Spezialeffekte sei Dank.
 
 
ouija-2-ursprung-des-boesen-bild-2
 
 
Ein Prequel, das den missratenen Vorgänger gekonnt ignoriert. Als hätte es ihn nie gegeben. OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN ist überraschend anders als der Film, der zwei Jahre zuvor das Publikum mit Langeweile gequält hat. Statt sich ausschließlich auf Effekthascherei zu konzentrieren, geht man dem Gruseln auf den Grund und versucht das Angsteinjagen auf altmodische Weise zu zelebrieren. Das bedeutet: mehr Atmosphäre und Stimmung, dafür weniger Krawall und Blut. Verantwortlich ist MIKE FLANAGAN. Der hatte bereits mit den sehenswerten Genrefilmen BEFORE I WAKE, HUSH und OCULUS bewiesen, dass er in Sachen Horror Wert auf Qualität legt. So ließ er sich für OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN unverkennbar von Filmen wie THE CONJURING und dessen unmittelbarer Fortsetzung inspirieren, die kommerziell gesehen – und weil die Welt schlecht ist – zu den erfolgreichsten Horrorfilmen gehören, die jemals gedreht wurden. Dass die OUIJA-Fortsetzung in ebenso atmosphärischem Retro-Setting daherkommt, wie die genannten Horror-Hits, legt die Vermutung nahe, dass da jemand im Produzentenauftrag nacheifern sollte. Glücklicherweise wenigstens nicht unbeholfen, denn Dank seiner tristen 60er-Jahre-Kulisse fühlt sich OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN gleich doppelt so schaurig an.
 
 
ouija-2-ursprung-des-boesen-bild-1
 
 
Regisseur MIKE FLANAGAN erzählt hier eine stimmungsvolle Spukgeschichte, die gewöhnlich beginnt und im späteren Verlauf immer unheimlicher wird. Im Mittelpunkt steht die kleine Doris, die bald nicht mehr so unschuldig ist, wie sie auf den ersten Blick scheint. Geisterwesen schlüpfen in ihren Körper und richten kräftig Unheil an. Das passiert unter Einsatz von CGI, der aber nie zu aufdringlich wird. Ganz im Gegenteil. Das Effekte-Team spielt mit Morphing-Effekten, die das Gesicht der kleinen Hauptdarstellerin verzerren. Aufgrund verspielter Stilmittel wie Unschärfen und bewusst schlechter Ausleuchtung wirken die Entfremdungseffekte reichlich verstörend. Empfindsame Gemüter lassen demnach besser das Licht beim Schlafen an. Die tricktechnisch raffiniert animierten Grimassen des kleinen Mädchens folgen sicherlich bis in die Träume.
 
 
ouija-2-ursprung-des-boesen-bild-3
 
 
Unterm Strich betrachtet ist OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN eine kleine Überraschung. MIKE FLANAGAN lässt viel Liebe zum Detail einfließen und überzeugt mit selbstbewusster Handschrift. Neben dem geschickten Spiel mit Licht und Schatten sind es vor allem visuelle Spielereien und Details, die die Gruselatmosphäre verstärken. So erinnern absichtlich verpatzte Schnitte und Filmrollenwechsel-Löcher im Bild an längst vergangene Zeiten, in denen man noch ins Kino gehen musste, um sich das Fürchten lehren zu lassen. Nur dort dürfte das OUIJA-Prequel ohnehin sein gesamtes Gruselpotenzial entfalten können, denn dieser Film ist dafür prädestiniert sich mit der schreckhaften Freundin zusammengekuschelt im Kinosessel auf Geisterjagd zu begeben.
 
 
 


 
 
 

OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Was für ein riesiges Gruseltheater um ein kleines, na ja, „Brettspiel“. OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN erzählt die Vorschichte zum Horrorfilm OUIJA, der 2014 erschien und leider enttäuschte. Wer jetzt aber meint, dass auch der zweite Teil mit Langeweile quält, irrt gewaltig. BEVOR I WAKE-Regisseur MIKE FLANAGAN hat all das aus dem Drehbuch gestrichen, was den Vorgänger so miserabel gemacht hat. So ist das Prequel im Gegensatz zur Schnarchtablette von 2014 eine deutliche Steigerung und Gruselfans uneingeschränkt zu empfehlen. Übrigens basieren beide Filme auf einem Okkultisten-Werkzeug, das als Brettspiel des Spielzeugherstellers HASBRO schon so einige Filmemacher beschäftigt hat. Der bekannteste Film zum Thema wurde in den 1980ern gedreht und dürfte sturmerprobten Horrorfilmkennern unter dem Titel WITCHBOARD – DIE HEXENFALLE bekannt sein. Auf der gleichen Welle reitet auch OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN, der ohne zu übertreiben sogar einen Tick besser ist, als der B-Horrorklassiker aus der Mache von KEVIN TENNY. Aber das ist auch kein Wunder, denn dem zweiten Teil von OUIJA stand weit mehr Budget zur Verfügung (neun Millionen US-Dollar) als Tenny seinerzeit für seinen Low-Budget-Grusler verbraten durfte.
 
 
 


 
 
 

OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN – Zensur

 
 
 
OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN (Originaltitel: OUIJA: ORIGIN OF EVIL) ist ein typischer Vertreter der Gattung Geisterfilm. Hier wird sich in erster Linie auf Stimmung und Atmosphäre konzentriert. Zeigefreudige Gewaltmomente sucht man vergebens. Ein Teenager wird aufgehängt, ein Mund zugenäht, ein Kind erstickt und einer Filmfigur wird eine Klinge in den Bauch gerammt. Außerdem gibt es noch ein paar Skelette zu sehen. Im Kino wurde OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN mit FSK16 aufgeführt. Diese Freigabe gilt ebenso für die Heimkinoveröffentlichung.
 
 
 


 
 
 

OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
ouija-ursprung-des-boesen-bluray

(c) Universal Pictures Home Entertainment (KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Ouija: Origin of Evil; USA 2016

Genre: Horror

Ton: Deutsch DTS 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Französisch DTS 5.1, Italienisch DTS 5.1, Spanisch DTS 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Arabisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Hindi, Isländisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 99 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Kommentar mit Regisseur/ Co-Autor/ Cutter Mike Flanagan, Unveröffentlichte Szenen, Das Making-of von „Ouija – Ursprung des Bösen“

Release-Termin: 23.03.2017

 

Ouija – Ursprung des Bösen [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Universal Pictures Home Entertainment 2017)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Witchboard – Die Hexenfalle (1986)
 
Ouija – Spiel nicht mit dem Teufel (2014)
 
Satanic (2016)
 
The Midnight Game (2013)
 
I am ZoZo (2012)
 
The Ouija Experiment (2011)
 
Witchboard 2 – Die Tür zur Hölle (1993)

Advertisements

Filmreview: „Oculus“ (2013)

oculus-2013
 
 
 

OCULUS

Story

 
 
 
In einem mysteriösen Spiegel lauert das Böse. Das antike Sammlerstück manipuliert seine Besitzer und bestraft sie mit einem schrecklichen Tod. Die Geschwister Tim und Kaylie Russell haben das als Kind am eigenen Leib zu spüren bekommen, denn das unheimliche Stück Glas nahm ihnen die Eltern auf gar grausige Weise. Nun, 10 Jahre später wollen sich die beiden Waisen dem Bösen stellen und fordern die diabolische Macht des Spiegels heraus …
 
 
 


 
 
 

OCULUS – Kritik

 
 
 
Spieglein, Spieglein an der Wand, welch grotesken Schrecken bringst du uns demnächst ins Land? Zum Start des Schauerfilms OCULUS wurde in Amerika kräftig die Werbetrommel gerührt, um möglichst viele Horrorfans in die Kinos zu locken, die sich anhand des ansprechend zusammengeschnippelten Filmtrailers einen unheimlichen Gruselabend versprachen. Die Rechnung ging auf und der von MIKE FLANAGAN (ABSENTIA) inszenierte OCULUS konnte bereits am Startwochenende mehr als das doppelte an Herstellungskosten einspielen, was Platz drei der amerikanischen Kinocharts zur Folge hatte. So erfreulich die Nachricht über den überraschenden Erfolg, so enttäuscht die Gesichter vieler Gruselfans, die nach der Vorstellung erzürnt die Kinosäle verliessen, weil sie sich vom Spiegel-Horror etwas ganz anderes erhofft hatten. Schaut man sich den Werbeclip zum Schauermär an ist das auch kein Wunder, suggerieren die Macher einen weiteren MIRRORS, dessen glattgebügeltes Remake im Jahr 2008 vom französischen Splatter-König ALEXANDRE AJA gedreht und von Anhängern der etwas härteren Filmgattung gut angenommen wurde. Splatter sucht der Zuschauer in OCULUS leider vergebens, denn Regisseur MIKE FLANAGAN macht Horror für Jedermann und setzt vermehrt auf subtiles Grauen, damit zartbesaitete Gemüter auch mal wieder in den Genuss unheimlicher Gruselware kommen können, ohne sich gleich übergeben zu müssen.
 
Die Idee zu OCULUS basiert auf den Kurzfilm OCULUS: CHAPTER 3 – THE MAN WITH THE PLAN, den FLANAGAN bereits 2006 abgedreht hatte und von einem Mann erzählt, der beweisen will, dass ein antiker Spiegel ein mysteriöses Eigenleben führt. Für die Spielfilmversion seiner Kurzgeschichte hat er die Idee seines Halbstünders noch einmal überdacht und erweitert. Daraus entstanden ist ein solider Horrorfilm, der gerade aufgrund der unverbrauchten Thematik einen gewissen Unterhaltungswert bietet. OCULUS handelt von den Geschwistern Tim (BRENTON THWAITES) und Kaylie Russell (KAREN GILLAN), die als Kinder Schlimmes erlebt haben und den Mord an Mutter und Vater beiwohnen mussten. Vor allem Bruder Tim hat nach dem Ableben der Eltern kein einfaches Los gezogen. Er landet in einer Jugendheilanstalt, wo er die schrecklichen Kindheitserlebnisse verarbeiten soll. Nach über zehn Jahren Klinkaufenthalt wird er endlich entlassen und von Schwester Kaylie sehnsüchtig in die Arme geschlossen. Viel Zeit zur Freude bleibt den beiden jedoch nicht, denn Kaylie hat durch ihre Arbeit in einem Auktionshaus jenen antiken Spiegel zurückerwerben können, den sie für das damalige Verbrechen an den Eltern verantwortlich macht. Mit dem Bruder im Schlepptau will sie beweisen, dass das alte Möbelstück das Böse beherbergt. Sie kehrt mit Tim in das Haus der Eltern zurück, wo sie die unheimliche Macht des Spiegels herausfordern möchte – aufgestellte Kameras sollen den gespenstigen Spuk aufzeichnen.
 
Eigentlich war OCULUS anfänglich als atmosphärischer Anthologie-Streifen geplant. Dennoch hat sich Macher MIKE FLANAGAN am Ende doch nur für eine Episode in Spielfilmlänge entschieden, obwohl es vermutlich weitaus interessanter gewesen wäre, hätte man die skurrile Vergangenheit der 300 Jahre alten Antiquität in Episodenform erkundet. Stattdessen berichtet Protagonistin Kaylie im Eiltempo vom unheimlichen Erbe des grausigen Spiegels. Der brachte seither jedem Besitzer den Tod; den Grund hierfür hat man sich aber leider für die Fortsetzung aufgehoben. Auch wenn die Geschehnisse rund um OCULUS nicht sonderlich innovativ klingen, so überrascht die fesselnde Erzählmethodik, die FLANAGAN in seinem professionell gedrehten Grusler an den Tag legt. Die Handlung wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Während die erwachsenden Geschwister in der heutigen Zeit das Geheimnis um den mysteriösen Spiegel zu entschlüsseln versuchen, erzählt der Film in Form eines parallelen Handlungsstranges, wie die kindlichen Gegenstücke in der Vergangenheit das erste Mal mit der unheimlichen Kraft der Antiquität in Berührung kommen. Der ständige Wechsel zwischen den Zeitebenen funktioniert geradezu spielerisch und lässt sogar am Ende beide Handlungsstränge miteinander verschmelzen.
 
OCULUS ist geschickt getrickst, wenn auch nicht ganz so gruselig wie eigentlich erhofft. Der Spiegel ist hier der Bösewicht des Films, der zwar stets präsent ist, aber irgendwie nie eine eigene Persönlichkeit entwickelt. Das starre Mordwerkzeug beginnt recht früh mit seiner rastlosen Arbeit die neuen, alten Besitzer anhand fieser Illusionen hinters Licht zu führen. Da verwandelt sich ein Apfel (Grimms Schneewittchen lässt grüßen) ganz geschwind zur Glühbirne, so dass Heldin Kaylie nach einem kräftigen Biss ins vermeintliche Fruchtfleisch über schmerzhaftes Zahnfleischbluten klagt. In einer anderen Szene ergreift der Spiegel Besitz von den Eltern und befielt ihnen Schreckliches zu tun. Die meist schmerzhaften Täuschungen und die Besessenheit der Protagonisten sind hier das Salz in der Suppe, wobei vor allem am Ende selbst der Zuschauer nicht mehr erkennt, was nun eigentlich Realität ist und was der Spiegel ihm und den Helden versucht vorzugaukeln. Mit OCULUS kehrt Regisseur MIKE FLANAGAN zurück zum klassischen Horror, der geschickt mit Licht und Schatten spielt und versucht durch unheimliche Atmosphäre reichlich Unbehagen entstehen zu lassen. Axt und Motorsäge bleiben im Schuppen, stattdessen pulsiert ein allgegenwärtiger Bass aus den Boxen, der allein schon ausreicht um Gänsehaut-Feeling zu verursachen. Auch wenn hundsgemeine Schocks ausbleiben und man am Ende doch schon etwas wehmütig nach Ajas Effekte-Schlacht MIRRORS schielt, ist OCULUS ein kurzweiliger und charmanter Horrorfilm für Zwischendurch. Für den Horror-Trohn reicht es aber leider nicht.
 
 
 


 
 
 

OCULUS – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Raffiniert getrickster Spiegel-Horror für Freunde des gepflegten Gruselns. Hier haben Splatter-Fans Sendepause, denn Regisseur MIKE FLANAGAN bringt den klassischen Horror zurück auf die Leinwand. OCULUS punktet mit unverbrauchter Idee, dichter Atmosphäre und geschickter Erzählmethodik, die man in derart Form bisher nur selten im Horrorfilm erleben durfte. Leider verspricht der Trailer mal wieder viel zu viel und führt den Zuschauer unnötig in die Irre. Der vermutet nämlich einen fiesen Horror-Trip in der Machart von Ajas MIRRORS. Zwischen Alexandre Ajas bitterbösem Remake und dem hier vorliegenden OCULUS liegen jedoch Welten, denn selbstzweckhafte Gewalt und ausuferndes Morden sucht man hier vergebens. OCULUS ist Horror der alten Schule, ohne übertriebenes Blutgemetzel und somit auch für empfindsame Gemüter geeignet.
 
 
 


 
 
 

OCULUS – Zensur

 
 
 
Die Gewalt hält sich bei OCULUS in Grenzen. Es gibt hier kaum Gewaltmomente zu sehen. Immerhin darf am Ende etwas Blut fließen, denn da wird einer Protagonistin der Hals mit einer Beil-artigen Konstruktion durchtrennt. Das hat für eine ungeschnittene FSK16 gereicht.
 
 
 


 
 
 

OCULUS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
oculus-blu-ray

(c) Universum Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Oculus; USA 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.35:1, @24 Hz (1080p)

Laufzeit: ca. 104 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Making of, Deleted Scenes, Original Kurzfilm, Audiokommentar von Mike Flanagan und Trevor Macy, Trailer

Release-Termin: 05.12.2014

 

Oculus [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

OCULUS – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Mirrors (2008)
 
Poltergeist 3 (1988)
 
Candyman’s Fluch (1992)
 
Bad Dreams (1988)