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Beiträge mit Schlagwort “auf wahren Begebenheiten beruhend

Filmkritik: „Jackals“ (2017)

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JACKALS

Story

 
 
 

Ein Film, dessen Handlung angeblich auf wahren Begebenheiten beruhen soll – aber natürlich! Der spielt im Amerika der 1980er, wo eine Familie von einer Sekte terrorisiert wird.

 
 
 


 
 
 

JACKALS – Kritik

 
 
 
Killer, die mit Tiermasken verhüllt Menschen in einem abgelegenen Haus terrorisieren. Das muss freilich eine Fortsetzung zum Horrorthriller YOU’RE NEXT sein, der 2011 auf Filmfestivals gefeiert wurde und sich durch blutige Splatter-Einlagen einen Namen machen konnte. Was aber auf den ersten Blick den Anschein eines weiteren Ablegers besagtem Gewalt-Trips macht, ist bei genauerer Betrachtung ein ganz anderer Film – wenngleich nicht unbedingt besser. KEVIN GREUTERT tobt sich hier aus. Der konnte sich bereits als Regisseur mit Filmen wie JESSABELLE, SAW 6 und dem dreidimensionalen SAW 7 im Horror-Genre einen Namen machen. Mit JACKALS führt er die Liste an stimmungsvollen Horrorstreifen fort und macht es dabei THE STRANGERS gleich – einem Home-Invasion-Schocker von 2008 bei dem er damals noch am Schnittpult gesessen hatte. Darin wurde ein Pärchen von Fremden terrorisiert, die am Ende ihr Leben lassen musste. Ähnlich läuft auch die Handlung von JACKALS ab, der das Home-Invasion-Genre nicht revolutioniert. Statt frischer Ideen wird Standardkost abgeliefert, die kaum Überraschungen zu bieten hat. Angesichts vieler namhafter Horrorstreifen an denen Filmemacher KEVIN GREUTERT beteiligt gewesen ist, enttäuscht der abgelieferte Kinoalbtraum. Bevor GREUTERT nämlich als Regisseur für Angst und Schrecken sorgte, war er als Cutter für viele bekannte Horrorfilme im Einsatz. Darunter: SAW 1-5, THE COLLECTION und dem Mystery-Grusler VISIONS. Bei so umfangreichem Portfolio hat man große Erwartungen.
 
 
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Die Handlung von JACKALS ist übersichtlich und nicht sonderlich neu. Eine Familie macht sich Sorgen. Sohn Justin (BEN SULLIVAN) ist in die Fänge einer mysteriösen Sekte geraten, von der man im Film leider kaum etwas erfährt. Darum hat man jemand kontaktiert, der sich mit so etwas auskennt. Jimmy Levine (STEPHEN DORFF) ist Sekten-Kenner und soll die Gehirnwäsche des manipulierten Sohnemanns rückgängig machen. Er entführt den Mittzwanziger und bringt ihn ins Haus seiner Familie. Dort beteuert das Entführungsopfer niemand der Anwesenden zu kennen und gibt sich als jemand anderes zu erkennen. Das hat auch seinen Grund, denn bald schleichen unheimliche Gestalten übers Grundstück, die sich Tiermasken ums Gesicht gebunden haben und den Entführten zurückholen wollen. Doch so schnell gibt man nicht auf. Man fordert das Böse zum Kampf heraus und gibt sich siegessicher. Leider versammeln sich immer mehr Fremde vorm Haus, die langsam keine Lust mehr haben Spiele zu spielen.
 
 
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HALLOWEEN lässt grüßen. JACKALS kopiert nämlich die Eingangssequenz des legendären Kultklassikers aus der Mache von JOHN CARPENTER und lässt einen Killer durch ein Haus schleichen, während das Szenario aus der Sicht des Mörders protokolliert wird. Der bringt hinterlistig seine Familie um die Ecke und streift sich am Ende eine Tiermaske über das Gesicht. Doch der Prolog in dem ein Sektenmitglied die Lieben ermordet ist nur Irreführung. JACKALS ist nicht im Slasher-Genre beheimatet. Hier gibt es Home-Invasion-Schauer von der Stange zu sehen, der zwar durchaus atmosphärisch groß auffährt, aber im Grunde genommen wie jeder Film genanntem Subgenres abläuft. Killer wollen Unschuldige töten – Opfer dagegen überleben. Leider endet die Flucht aus dem umzingelten Heim im Desaster, denn die maskierten Mörder sind überall und lassen kaum Zeit für Spielchen zu. Weil Opfer in Panik seltsam handeln, ist der Ausgang klar. JACKALS wird zum „Du-bist-der-Nächste“-Reigen bei dem nach und nach alle Filmhelden ihr Leben lassen müssen. Ein weitaus fairer Überlebenskampf mit unerwarteten Wendungen hätte diesen Zu-Hause-Horror weitaus spannender gestaltet. So ist JACKALS nur Dutzendware, die man sich an einem verregneten Herbstsonntag in den Player schiebt. Aufgrund beliebiger Inszenierung dürfte sich aber Tage nach Sichtung wohl kaum noch ein Zuschauer an diesen Horrorstreifen erinnern können. Manchmal ist es eben besser, wenn man den Grips anstrengt und sich Geschichten ausdenkt, die so auf der Mattscheibe noch nicht zu sehen waren.
 
 
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JACKALS – Fazit

 
 
 

5 Punkte Final

 
 
 
THE STRANGERS meets YOU’RE NEXT. Solider Horrorthriller – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wäre JACKALS in jener Zeit entstanden, zu der der Film spielt, wäre der Home-Invasion-Schocker vermutlich ein Kassenschlager geworden. Leider kommt JACKALS knapp 30 Jahre zu spät und kann mit seiner Terror-Thematik bei Horrorfans nur ein müdes Lächeln entlocken. Der Grund: Mittlerweile sind einfach zu viele Filme über Mattscheiben geflimmert in denen Psychopathen Familien in den eigenen vier Wänden terrorisiert haben. Weil JACKALS auch noch haargenau so abläuft wie die meisten Streifen dieser Art, bleibt Schock-Potenzial aus. Schnellen Herzschlag kann dieser Psychothriller kaum bewirken – dazu ist er zu vorhersehbar. Demzufolge besser noch einmal jenen Streifen in den Player legen vor dem sich JACKALS offensichtlich verbeugt: THE STRANGERS. Der ist trotz überschaubarer Handlung wirklich sehr unangenehm – auch heute noch.
 
 
 


 
 
 

JACKALS – Zensur

 
 
 
JACKALS hält sich mit Gewalt erstaunlich zurück. In Anbetracht dessen, dass Regisseur KEVIN GREUTERT mit SAW 6 und 7 recht harte Horror-Vertreter ins Kino gebracht hat, ist das was JACKALS zeigt Kinderfasching. Hände werden angezündet, Bauch und Hälse aufgeschlitzt. Zudem wird mit spitzen Stichwaffen in Körper eingestochen. Man darf von einer FSK16 ausgehen.
 
 
 


 
 
 

JACKALS – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte führ Grafiken liegen bei TAP Inc.)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
You’re Next (2011)
 
Wolves at the Door (2016)
 
The Strangers (2008)
 
The Purge – Die Säuberung (2013)
 
Home Sweet Home (2013)
 
Funny Games (1997)
 

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Filmkritik: „Cruel Summer“ (2016)

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CRUEL SUMMER

Story

 
 
 

Ein Sommer mit Folgen. Eigentlich wollte der autistische Junge Danny nur im Wald angeln gehen. Doch was ihn dort erwartet, hätte wohl niemand für möglich gehalten.

 
 
 


 
 
 

CRUEL SUMMER – Kritik

 
 
 
Es müssen nicht immer Vampire, Werwölfe, Geister oder gar Mutanten sein. Die Realität erzählt oftmals schrecklichere Geschichten, als ein Horrorfilm vermag. Genau jene Gedanken haben wohl auch die Briten PHILLIP ESCOTT und CRAIG NEWMAN umgetrieben. Sie haben einen Film gedreht, über den man noch sprechen wird und stellen darin die Frage, was Jugendliche, wie man den Nachrichten immer wieder entnehmen muss, antreibt Gleichaltrige zu quälen? Entstanden ist ein verstörender Beitrag, der sich genug Zeit nimmt, um langsam ein Geflecht aus Lügen, Aggressionen und Hass zu präsentieren. Das lässt Spannungen zwischen den Figuren entstehen, die am Ende zu kaum vorstellbaren Taten schreiten und das Gezeigte nur noch schwer ertragbar machen. Aufgrund der realistischen Machart und der brisanten Thematik dürfte man sich nicht ohne Grund fragen, was eigentlich mit der heutigen Jugend nicht stimmt. Leider spart sich CRUEL SUMMER die Erforschung der Gründe. Genaue Analysen fehlen, machen CRUEL SUMMER aber nicht weniger schockierend. Ganz im Gegenteil. Weil die Filmemacher PHILLIP ESCOTT und CRAIG NEWMAN auf Erklärungen und Kompromisse verzichten, wirkt dieser Thriller noch lange nach. Heftiger Tobak.
 
 
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CRUEL SUMMER erzählt die schockierende Geschichte eines grausamen Verbrechens, das niemanden kalt lassen wird. Im Mittelpunkt dieses kontroversen Stücks Indie-Kino steht der naturverbundene Autist Danny (RICHARD PAWULSKI), der sich gern auch mal allein in die Wälder zurückzieht, um dort Energie zu tanken. So auch diesmal. Kaum Sachen gepackt und von den Eltern verabschiedet, begibt sich der introvertierte Teenager hinaus zum Angeln an den See. Leider werden die folgenden Stunden tragisch enden, denn nicht weit entfernt hecken gewissenlose Jugendliche einen perfiden Plan aus. Sie wollen dem autistisch veranlagten Jungen eine Lektion erteilen, weil abstruse Gerüchte die Runde machen. So soll der schüchterne Danny ausgerechnet mit der Ex-Freundin des gewaltbereiten Nicholas ein Techtelmechtel gehabt haben. Der fühlt sich nun in seiner Ehre verletzt und sieht in Danny sogar den Grund für das Ende seiner Beziehung. Was folgt ist an Grausamkeit nicht zu überbieten. Zusammen mit zwei Freunden macht er sich auf die Suche nach dem ahnungslosen Autisten und sinnt auf Rache. Wer zartbesaitet ist, sollte diesen harten Streifen besser meiden. Was hier gezeigt wird, ist bedeutend härter als das, was man sonst so im Horrorfilm zu sehen bekommt.
 
 
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Wenn Newcomer mit dem Spielfilmdebüt schaffen, was nicht einmal alteingesessenen Filmemachern gelingt. Es dürfte nicht das erste Mal sein, dass Regie-Neulinge mit einem Paukenschlag ins Filmbusiness einsteigen. Was die Regisseure PHILLIP ESCOTT und CRAIG NEWMAN ihrem Publikum nämlich mit dem ersten Spielfilm CRUEL SUMMER zumuten, scheint – zumindest im Horror-Genre – mittlerweile gang und Gebe zu sein. Wer im Gespräch bleiben möchte, muss schockieren und polarisieren, schließlich bleiben nur die Streifen im Gedächtnis, die für Diskussionsstoff sorgen. Genau das tut CRUEL SUMMER, der sich mal wieder damit brüstet auf tatsächlichen Begebenheiten zu beruhen. Ob die nun wahr sind oder nicht, ist unwichtig. Liest man die Zeitung oder schaut regelmäßig Nachrichten dürfte man schnell von ähnlichen Verbrechen erfahren, in denen Jugendliche kaltschnäuzige Brutalität an den Tag legen. Offenbar fürchten oder bedenken nur die Wenigsten von ihnen Konsequenzen. CRUEL SUMMER schlägt somit in die gleiche Kerbe wie der von JAMES WATKINS inszenierte EDEN LAKE aus dem Jahr 2008, wo ebenfalls perspektivlose Teenager das Töten zur Freizeitbeschäftigung auserkoren haben. Während dieser Schocker wegen seiner Terrorelemente dann doch eher auf Horror-Pfaden wandelte, lässt sich CRUEL SUMMER nicht unbedingt in die Genre-Schublade pressen. Der Film ist mehr Drama statt Horror und protokolliert Geschehnisse in schonungsloser Sachlichkeit, die den Streifen authentischer wirken lassen. Dabei sollten besonders die schauspielerischen Qualitäten hervorgehoben werden. Trotz Mikrobudget glänzt der Streifen durch talentierte Akteure, die überzeugen. Hierbei wäre vor allem DANNY MILLER zu nennen. Der ist in erster Linie aus britischen TV-Serien bekannt und verkörpert im Film derart glaubwürdig einen fehlgeleiteten Jugendlichen, dass er eigentlich dafür einen Oscar erhalten müsste. Dessen gespielter Charakter verwandelt sich in Nullkommanichts zur tickenden Zeitbombe, stiftet mit seiner aggressiven Art andere zum Mord an und macht so Freunde zu Mittätern. Weil sich die Macher nicht im Mitleid des Opfers suhlen, sondern die Geschehnisse mit nüchterner Ernsthaftigkeit betrachten, fühlt sich CRUEL SUMMER schier unerträglich an. Zartbesaitete Zuschauer sollten daher besser Abstand halten.
 
 
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CRUEL SUMMER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Dieser Film trifft wie ein Vorschlaghammer. Mit simplen Tricks und einfachen Mitteln bauen die Regisseure PHILLIP ESCOTT und CRAIG NEWMAN Spannungen zwischen ihren Protagonisten auf, die letztendlich ins Desaster führen. CRUEL SUMMER bedarf keiner CGI-Effekte oder Monster-Masken, um das Böse möglichst boshaft und widerwärtig auf die Mattscheibe zu transportieren. In diesem Indie-Film ist es der Mensch selbst, der in Windeseile selbst zum schlimmsten aller Bösewichte mutiert. Dabei halten die Filmemacher mit ihrem Debütstück der heutigen Gesellschaft ganz unverfroren den Spiegel vor Augen. CRUEL SUMMER zeigt in ungeschönten Bildern, wie vorurteilsbehaftet Menschen sein können und welch verrohender Ton unter perspektivlosen Jugendlichen weht, denen offenbar kaum noch Grenzen bewusst sind. Da genügen Gerüchte, um Menschen an den Pranger zu stellen. Ob dahinter Wahrheitsgehalt steckt, wird nicht unbedingt hinterfragt. Weil das Regie-Duo den Zuschauer zum Mittäter macht und die gnadenlose Hetzjagd auch noch mit der Kamera detailliert protokolliert, ist dieser Streifen definitiv nichts für schwache Nerven. CRUEL SUMMER ist ein brisanter Denkzettel, der schockiert, aber gleichzeitig Stoff bietet, über den dringend gesprochen werden muss. Der französisch-amerikanische Film BULLY von 2001 lässt grüßen.
 
 
 


 
 
 

CRUEL SUMMER – Zensur

 
 
 
Was in CRUEL SUMMER am Ende gezeigt wird, ist schon heftig. Trotzdem dürfte der Film hierzulande eine FSK16 erhalten – vor allem deshalb, weil die meisten Grausamkeiten im Off passieren. Die Kamera zeigt die Misshandlungen an einem Autisten nicht sonderlich detailliert, sondern blendet oft weg, wenn es dann doch zu blutig wird. Trotzdem ist Gebotenes hart, denn die ausweglosen Schreie des Opfers gehen durch Mark und Bein.
 
 
 


 
 
 

CRUEL SUMMER – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Das Messer am Ufer (1986)
 
Bully (2001)
 
Landmine Goes Click (2015)
 


Filmreview: „The Sacrament“ (2013)

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THE SACRAMENT

Story

 
 
 
Zwei Reporter (AJ Bowen; Joe Swanberg) der New Yorker Zeitschrift VICE begleiten den Fotografen Patrick (Kentucker Audley) bei der Suche nach dessen Schwester. Die lebt abgeschottet von der Außenwelt in einer religiösen Gemeinschaft namens „Eden Parish“, wo Anhänger in Harmonie und Gleichheit zusammenleben. Leider beginnt die Fassade vom sorgenfreien Alltag zu bröckeln, als das Team in das Dorf einkehrt und einige der Mitglieder von Gewalt und Terror innerhalb der Kommune berichten …
 
 
 


 
 
 

THE SACRAMENT – Kritik

 
 
 
Horror-Newcomer TI WEST ist zurück und versorgt den Filmfan mit Filmnachschub, der sich sehen lassen kann. Seit WEST den HOUSE OF THE DEVIL (2009) in die Wohnzimmer gebracht hat, dürfte wohl jedem Fan des Genres klar sein, dass dieser Regisseur seine Arbeiten nicht nur uninspiriert herunterkurbelt, sondern viel Herzblut investiert und immer bestrebt ist, dem Filmfan etwas Neues zu bieten. Demzufolge stehen die Werke von WEST für eine gewisse Qualität, die im Falle seines neusten Streifens auch beibehalten wird. Der schimpft sich THE SACRAMENT und wurde kurioserweise vom Folterexperten ELI ROTH mitproduziert, der meist eher mit verstandfreier Metzelware in Verbindung gebracht wird. Dass THE SACRAMENT trotzdem ein sehr guter Film geworden ist, dürfte ausschließlich WESTS Verdienst gewesen sein, der sich hier nicht nur auf das möglichst grausame Ausradieren seiner Protagonisten konzentriert, sondern sich auch ernsthaft mit der Thematik seines neusten Films auseinandersetzt und auf erschreckende Weise die Mechanismen von fehlgeleiteten Sekten bebildert. THE SACRAMENT ist auf wahre Begebenheiten zurückzuführen, denn die Inspiration zum Film lieferte der Massensuizid von Jonestown, bei dem in den 70ern über 900 Menschen den Tod fanden. WEST greift die schrecklichen Ereignisse für THE SACRAMENT noch einmal auf und lässt die Vorfälle mit fast schon akribisch-dokumentarischer Genauigkeit Revue passieren. Dennoch nimmt er einige Änderungen vor, um die Thematik aktueller und brisanter erscheinen zu lassen. So transferiert er die Geschehnisse in die heutige Zeit, ändert einige Handlungsverläufe ab und tauscht Ort und Namen aus.
 
Anders als im wahren Fall von Jonestown ist nicht der Besuch des US-Kongressabgeordneten Leo Joseph Ryan, Jr. Auslöser für die Katastrophe, sondern das New Yorker Lifestyle- und Jugendmagazin VICE (welch Ironie) für welches sich einige Sensationsreporter auf den Weg zum Lager der religiösen Gemeinde „Eden Parish“ begeben, um darüber eine Dokumentation zu drehen. Fotograf Patrick vermutet dort seine Schwester und reist mit VICE-Reporter Sam (AJ BOWEN – bekannt aus AMONG FRIENDS und YOU’RE NEXT) und Kameramann Jake nach Südamerika, um das verschollen geglaubte Familienmitglied ausfindig zu machen. Das tief im Regenwald verlagerte Camp der scheinbar friedliebenden Kommune ist rasch gefunden und die Gäste werden freundlich empfangen. Schnell macht man Bekanntschaft mit dem redseligen Oberhaupt der Gemeinschaft, das sich recht bald als unheimlicher Sektenguru entpuppt und seine Schäfchen durch Androhung von Gewalt versucht von der Außenwelt abzuschotten. Als die Besucher von einem der Sektenmitglieder einen Hilferuf in Form eines Zettels zugesteckt bekommen, werden die Reporter misstrauisch. Doch für rettende Maßnahmen ist es ohnehin zu spät. „Father“ Charles Anderson Reed hat mit Ankunft der „Eindringlinge“ den Untergang seines „Eden Parish“ vorausgeahnt und trommelt die Gemeindemitglieder zusammen. Was folgt hat so ähnlich vor über dreißig Jahren die ganze Welt erschüttert.
 
Bereits UMBERTO LENZI hat sich für seinem Exploitationfilm LEBENDIG GEFRESSEN (1980) von den tatsächlichen Vorkommnissen in Jonestown inspirieren lassen und einen trashigen Kannibalenfilm mit Sekten-Problematik gedreht, der selbst heute noch auf dem Index für jugendgefährdende Medien gelistet ist. Gleiche Thematik griff in abgewandter Form auch JOURDAN MCCLURE für das Genre-Produktionsstudio AFTER DARK FILMS auf und machte mit CHILDREN OF SORROW ebenfalls einen Horrorfilm über einer Sekte, der sich mit Hilfe von Found-Footage jedoch wenig glaubhaft mit dem Kontext auseinandersetzen wollte und sich auf das möglichst grausame Abschlachten seiner Protagonisten konzentrierte. Immerhin haben auch einige unbekannte Regisseure aus der schockierenden Vorlage halbwegs gescheite Filme gemacht, die auch heute noch nachwirken. So gehört das Drama GUAYANA – KULT DER VERDAMMTEN (1980), der TV-Film DAS GUAYANA-MASSAKER (1980) und die Doku JONESTOWN – TODESWAHN EINER SEKTE (2006) zu jenen Filmen, die die Ereignisse (wenn teils auch in leicht abgeänderter Form) rund um das Jonestown-Massakers mit nötiger Ernsthaftigkeit betrachten.
 
AUCH TI WEST dürfte für THE SACRAMENT so ziemlich genau die Umstände der Tragödie recherchiert haben. Der Streifen glänzt mit einem unangenehmen Realismus, der durch Einsatz von Found-Footage verstärkt wird. THE SACRAMENT dürfte demnach eine der wenigen Ausnahmen sein, bei der die Shaky-Cam-Methodik dem Erzählfluss des Streifens förderlich ist, zumal WEST fast gänzlich von klischeebeladener Found-Footage-Effektehascherei absieht und den Wackeleffekt nur dezent einsetzt. Die Bilder der Kamera bleibt nahezu konstant, so dass sich der Zuschauer auf die Geschehnisse konzentrieren kann und schnell vergisst, dass es sich bei THE SACRAMENT eigentlich um günstig produzierte Wackelcam-Ware handelt. Auch wenn TI WEST in der Vergangenheit eher Horrorlastiges gedreht hat, so versucht der Filmemacher mit seinem unangenehmen Sekten-Thriller den Ruf des Nischen-Regisseurs loswerden zu wollen. In einigen Interviews lies das ambitionierte US-Nachwuchstalent bereits verlauten, dass WEST nicht ausschließlich nur im Horror-Bereich wandeln, sondern sich auch gern in anderen Genres ausprobieren möchte. Sein THE SACRAMENT dürfte demnach der erste Versuch sein, mal etwas anderes ausprobieren zu wollen, um nicht auf ewig in die Horror-Schublade gesteckt zu werden. Geglückt ist der Versuch allemal. Sein neuer Beitrag ist weniger Horror sondern ein knüppelharte Thriller, der nach nur wenigen Minuten in den Bann zieht und bis zum bitteren Ende nicht mehr loslässt.
 
Während sich der erste Teil der Handlung mit dem Erkunden des Camps und dem Interviewen der Gemeinschaftsmitglieder beschäftigt, legt WEST ab Filmmitte den Hebel um und der Ton des Streifens wird erheblich ruppiger. Der grummelnde Score vermittelt permanentes Unbehagen und die verstörenden Bilder sprechen für sich. Ein Glücksgriff stellt Schauspieler GENE JONES dar, der hier die Rolle des Sektenanführers übernommen hat und als untersetzter Widerling dem Zuschauer schon nach wenigen Minuten vermittelt, welch rauer Ton in der Kommune regiert. Das Oberhaupt wäscht den Mitgliedern die Köpfe indem Tatsachen verdreht und falsche Erwartungen geschürt werden. Respekt trichtern bewaffnete Wachen ein, die auch mal munter drauflosschießen, wenn jemand nicht parieren möchte. Dass da niemand freiwillig die vorgeheuchelte Ideologie von grenzenloser Harmonie und Gleichheit hinterfragt, dürfte nur logisch sein. TI WEST hat alles richtig gemacht und nach Wackelkamera-Ausflügen in V/H/S und V/H/S 2 für THE SACRAMENT noch einmal unter Beweis gestellt, dass Found-Footage noch lange nicht ausgedient hat. Der Sekten-Thriller ist packend inszeniert, kompromisslos und ein Tritt in die Magengegend. Wer wirklich gute Filme sucht, die auf wahren Begebenheiten beruhen, sollte sich THE SACRAMENT nicht entgehen lassen. Der kontroverse Streifen ist harter Tobak und garantiert nichts für sensible Gemüter.
 
 
 


 
 
 

THE SACRAMENT – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
THE SACRAMENT ist ein Brett von Film und einer der härtesten Sekten-Thriller überhaupt. Regisseur TI WEST mischt hier Found-Footage mit kontroverser Sekten-Problematik und hat daraus einen unangenehmen Beitrag über die Mechanismen von fehlgeleiteten Sekten gedreht, der den Zuschauer direkt dahin tritt, wo es ihm am meisten wehtut. Auch wenn nicht viel Blut fließt, verstört das Gezeigte ungemein. WEST ließ sich nicht nur von wahren Begebenheiten inspirieren; er versucht THE SACRAMENT möglichst authentisch wirken zu lassen. Die Wackelcam-Rezeptur sorgt für beängstigenden Realismus und ab Filmmitte ist für empfindsame Gemüter ohnehin Sendepause. Kein Wunder, denn für das was sich hier auf der Mattscheibe abspielt werden stahlharte Nerven vorausgesetzt.
 
 
 


 
 
 

THE SACRAMENT – Zensur

 
 
 
Trotz Massenselbstmord ist THE SACRAMENT keine Schlachtplatte. Die Mitglieder vergiften sich selbst und verenden Minuten später qualvoll. Wer sich wehrt oder sträubt das Gift zu trinken wird erschossen. Zudem gibt es einen recht grafischen Kopfschuss zu sehen und eine Selbstverbrennung. Auch wenn die Gewalt hier recht züchtig eingesetzt wird, ist das was man zu sehen bekommt dennoch harter Tobak. THE SACRAMENT wurde Deutschland mit FSK16 in den Handel gebracht.
 
 
 


 
 
 

THE SACRAMENT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Constantin / Highlight Communications

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Sacrament; USA 2013

Genre: Horror, Drama, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD HR 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD HR 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 1.78:1, @24 Hz (1080p)

Laufzeit: ca. 99 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras:Trailer in Deutsch und Englisch

Release-Termin: 06.11.2014

 

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THE SACRAMENT – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Jonestown – Todeswahn einer Sekte (2006)
 
Das Guayana-Massaker (1980)
 
Guayana – Kult der Verdammten (1980)
 


Filmreview: „Perfect Sisters“ (2014)

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PERFECT SISTERS

Story

 
 
 
Ein Film der auf wahren Begebenheiten beruht: Die beiden Schwestern Beth und Sandra planen den Mord an ihrer Mutter, weil sie die ständigen Alkoholexzesse der Mutter nicht mehr ertragen können …
 
 
 


 
 
 

PERFECT SISTERS – Kritik

 
 
 
Die kleine Miss Sunshine ABIGAIL BRESLIN (SIGNS, HAUNTER) hat es wieder getan und in einem Film mitgespielt, der bei Freunden düsterer Filmkunst auf Interesse stoßen dürfte. Der einst gefeierte Kinderstar scheint das Saubermannimage ablegen zu wollen und ist in letzter Zeit ziemlich oft in glatt polierten Actionfilmen (ENDER’S GAME) und hektischen Hochspannungs-Thrillern (THE CALL-THE LEG NICHT AUF) zu sehen. Auch BRESLINS neuster Streich hat mit sonntäglicher Familienunterhaltung nur wenig am Hut. Regisseur STANLEY M. BROOKS hat sich hier das Buch THE CLASS PROJECT: HOW TO KILL A MOTHER von BOB MITCHELL vorgenommen und daraus den Film PERFECT SISTERS gemacht. Der kontroverse Roman wurde bereits 2008 veröffentlicht, beruht auf wahren Begebenheiten und schildert den gerissenen Mord an LINDA ANDERSEN, die im Jahr 2003 von ihren pubertierenden Töchtern Sandra and Beth im kanadischen Bramton ermordet wurde. Die Töchter waren es leid, dass die alleinerziehende Mutter das hart verdiente Geld für Alkohol verschwendete anstatt dem Nachwuchs einen adäquaten Lebensstandart zu bereiten. Nötigen Input für das Verbrechen holten sich die Kinder aus dem Internet und ertränkten wenig später die zuvor mit Alkohol abgefüllte Mutter in der Badewanne. Leider verhielten sich die Kids nach der Tat arg leichtfertig. Ein Jahr nach dem Vorfall erzählte die alkoholisierte Sandra einem Freund vom Mord. Der rief umgehend die Polizei und die Geschwister wurden zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt.
 
Anders als die damals 15-jährigen Gören des tatsächlichen Mordfalls, verhalten sich die Mädchen Sandra (ABIGAIL BRESLIN) und Beth (GEORGIE HENLEY) in BROOKS Verfilmung deutlich bedachter und reifer. Die sind aus dem Gröbsten heraus und erziehen sich und den kleinen Bruder selbst, weil Mutter Linda (MIRA SORVINO) dazu nicht mehr in der Lage ist. Die jämmerliche Kreatur ertränkt Depressionen im Suff, scheint kaum noch Herr ihrer selbst zu sein und hat die Hoffnung von einem besseren Leben ohnehin schon längst begraben. Umso vertrauter sind sich die Mädchen, die seit der Alkoholsucht der Mutter auf sich allein gestellt sind. Sie verfügen über eine Geheimsprache, können die Gedanken des jeweils anderen lesen und stehen sich näher, als die Mutter es je sein wird. Damit die Tat für den Zuschauer zugänglicher erscheint und die Figuren nicht zu kaltblütige Muttermörderinnen deklariert werden, haben BROOKS Mädchen ein einglaubhaftes Motiv für ihr Handeln. JAMES ROSSO tritt in PERFECT SISTERS als gewissenloser Psychopath in Erscheinung, der sich als neuer Freund der Mutter nicht nur an selbiger vergeht, sondern auch die jüngere der beiden Schwestern sexuell belästigt. Als die Mädchen sehen, wie sehr die Mutter unter den Gewaltausbrüchen des Partners zu leiden hat und sie sich in ihrem Freiheitsgefühl eingeschränkt sehen, weil sie in das Haus des aggressiven Freundes einziehen sollen, planen sie den Mord um alle Beteiligten von der qualvollen Last zu erlösen.
 
PERFECT SISTERS ist ein weiterer Beitrag aus der Reihe: Kriminalfälle, die Geschichte schrieben. Seit jeher lassen sich nämlich solche Leinwand-Tatsachenberichte richtig gut verkaufen, schließlich sind viele Filmfans geradezu fasziniert vom Bösen, dem man nachts lieber nicht allein im Dunkeln begegnen möchte. Macher STANLEY M.BROOKS hat aus der Grundlage einen recht spezielles Filmexperiment geschaffen, das sich in keine Schublade stecken lässt. Der Film ist ein Mix diverser Genres, der aufgrund der ernsten Thematik nicht jedermanns Sache sein dürfte. Während PERFECT SISTERS zu Beginn eine freche Coming-of-Age-Komödie vermuten lässt, kippt die Stimmung spätestens ab Filmmitte. Dann nämlich wird der Streifen zu einem schwer verdaulichen Drama, das mit erschreckender Intensität die unkontrollierten Gewalteskapaden des Freundes der Mutter bebildert. Damit sich der Zuschauer von der teils unangenehmen aber intensiv gespielten Wütausbrüchen ROSSOS erholen kann, zeigt Regisseur STANLEY M.BROOKS seinen Sinn fürs Makabere. Die Mädchen debattieren auf gar schwarzhumorige Weise, wie sie dem Leben der Mutter möglichst spektakulär ein Ende bereiten können. Wenig später wird die Tat fast schon suspenselastig auf der Mattscheibe zelebriert, damit der Film anschließend in einer Art Gerichtsdrama enden kann. PERFECT SISTERS versucht nicht zu moralisieren oder jemandem die Schuld für das Verbrechen zuzuweisen. Dem Zuschauer bleibt eine endgültige Aussage verwehrt, wobei die Entscheidung der Schwestern im Gegensatz zum tatsächlichen Mordfall durchaus schlüssig bleibt. Vor der Tat wenden sich die Geschwister mit ihrem Hilferuf an die örtlichen Behörden, werden aber mangels Beweise nicht ernst genommen. Ebenfalls verweigert auch der getrennt lebende Vater jeglicher Unterstützung, der mittlerweile eine eigene Familie besitzt und mit dem alten Leben nichts mehr zu tun haben möchte.
 
Dank lobenswerter Leistungen von ABIGAIL BRESLIN und GEORGIE HENLEY, die die Schwestern zugänglich, natürlich und sympathisch verkörpern muss sich der Zuschauer am Ende selbst mit der Frage nach Recht und Unrecht auseinandersetzen. PERFECT SISTERS übernimmt keinerlei Stellung, ob es sich bei den Mädchen nun um Opfer oder Täter handelt. Ein kluger Schachzug, der PERFECT SISTERS von den bisher verfilmten Kriminalgeschichten positiv abhebt. Trotz bekannter Kinogesichter ist dieser außergewöhnliche Film nicht für den Massenmarkt gestrickt. Der bisher serienerprobte STANLEY M. BROOKS hat hier seinen ersten Langfilm gedreht, der eigentlich als TV-Film konzipiert war. BROOKS wollte aber die Geschichte unkonventionell und düster umsetzen, was dazu führte, dass das Drehbuch umgeschrieben werden musste und letztendlich ein richtiger Film draus wurde. Auch wenn der teils etwas unbeholfene TV-Look auf kleines Budget zurückzuführen ist, gehört PERFECT SISTERS zu einem der bisher besten Indies im Filmjahr 2014.
 
 
 


 
 
 

PERFECT SISTERS – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Kontrovers, dramatisch und dennoch nie geizig mit frechenen Sprüchen: PERFECT SISTERS ist ein zwar sonderbares aber dennoch durchaus sehenswertes Filmexperiment mit hervorragenden Schauspielern und durchdachter Inszenierung. Auch wenn sich Regisseur STANLEY M. BROOKS nie so recht entscheiden kann in welche Genre-Schublade er seinen Debütfilm stecken will, funktioniert die Mischung aus schwarzhumoriger Komödie, düsterem Thriller und ergreifendem Coming-of-Age-Drama nahezu perfekt. Wer sehenswerte Filme fernab des Massenmarktes bevorzugt sollte PERFECT SISTERS unbedingt auf seine Filmliste setzen, denn dieser Indie zeigt konventionell gestrickten Machwerken ganz souverän den Mittelfinger.
 
 
 


 
 
 

PERFECT SISTERS – Zensur

 
 
 
PERFECT SISTERS ist keiner dieser schaufreudigen Horrorstreifen, die tatsächlich vorgefallene Kriminalfälle auf möglichst ekelhafte und reißerische Weise darstellen müssen. Das Werk ist mehr Drama als Horror. Gewalt wird eher angedeutet und spielt sich im Kopf des Zuschauers ab. Der Muttermord selbst wird zudem kurz und schmerzlos abgehandelt. Dennoch meinen wird, dass PERFECT SISTERS aufgrund des etwas fragwürdigen Inhalts erst für 16-jährige freigegeben wird.
 
 
 


 
 
 

PERFECT SISTERS – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Lizzie Borden Took an Ax (2014)
 
Dahmer (2002)
 
Ed Gein – The Wisconsin Serial Killer (2000)
 
Gacy (2003)