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Beiträge mit Schlagwort “Autounfall

Filmkritik: „Hostile“ (2017)

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HOSTILE

Story

 
 
 

Eine junge Frau muss in einem Unfall-Auto gegen menschenfressende Kreaturen kämpfen, um überleben zu können.

 
 
 


 
 
 

HOSTILE – Kritik

 
 
 
Ein Horrorfilm produziert vom Franzosen XAVIER GENS. Da stellt sich Vorfreude bei Fans härterer Filmgangart ein. Die ist nicht unbegründet, hat sich der Filmemacher vor allem durch Streifen einen Namen gemacht, die sich durch blutige Raffinessen in die Hirne brennen konnten. So entstanden unter Gens Fuchtel so fragwürdige Gewaltausbrüche wie THE DIVIDE oder FRONTIER(S). Letzterer gilt als einer der wichtigsten Beiträge zur französischen Terrorwelle, welche vor knapp zehn Jahren um den Globus ging. Umso mehr überrascht es, dass sich der französische Regisseur seit einiger Zeit den eher leiseren Tönen widmet. Die waren bereits in THE CRUCIFIXION Programm. Statt eimerweise Kunstblut auf der Leinwand zu verteilen, lag der Fokus auf atmosphärischen Bildern und subtiler Gruselstimmung. Anhänger des kontroversen Filmemachers gefiel das verständlicherweise so rein gar nicht. Genau jene Schiene folgt nun auch HOSTILE, für den Gens als Geldgeber fungierte. Statt selbst auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen, überließ er das Regiezepter dem ambitionierten Neuling MATHIEU TURI. Der war zuletzt ausschließlich als Regieassistent für viele bekannte Hollywood-Produktionen tätig. Darunter so Filme wie R.E.D. 2, DIE SCHLÜMPFE 2 oder LUCY.
 
 
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HOSTILE verlegt seine Handlung in eine dystopische Welt. Die Menschen kämpfen in trostlosen Wüstenlandschaften ums Überleben, stets auf der Suche nach Nahrung und medizinischer Versorgung. Doch der Überlebenskampf ist nicht einfach. Neben der permanenten Suche nach Wasser und Essbarem, verbreiten furchterregende Kreaturen Angst und Schrecken. Dabei handelt es sich um ausgemergelte, menschenähnliche Wesen, die nur ein Ziel kennen: Menschenfleisch fressen. Mit genau jenen Monstern sieht sich nun auch die attraktive Juliette (BRITTANY ASHWORTH aus THE CRUCIFIXION) konfrontiert. Diese durchstreift die Gegend, um nach Vorräten zu suchen. Dabei versucht sie so viele dieser Kreaturen in die ewigen Jagdgründe zu befördern, wie nur möglich. Leider meint es das Schicksal nicht so gut mit der tapferen Einzelgängerin. Es kommt zu einem folgenschweren Autounfall, der Juliette vor unüberwindbare Probleme stellt. Das Fahrzeug überschlägt sich und bricht der taffen Kampfamazone das Bein. Nun ist guter Rat teuer, zumal es dunkel wird und es einer der Menschenfresser auf unsere verletzte Heldin abgesehen hat. Ein Kampf ums Überleben beginnt.
 
 
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Tragische Beziehungsgeschichte trifft auf postapokalyptisches Weltuntergangsszenario im Stile eines MAD MAX. HOSTILE lässt sich nicht so einfach in eine Schublade stecken. Der Film erzählt nämlich zwei unterschiedliche Handlungen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Während der Film in der Gegenwart beginnt und die Hauptdarstellerin bei ihren Überlebensstreifzügen durch karge Kulissen bekleidet, springt die Handlung regelmäßig zwischen dem Jetzt und der Vergangenheit. Letztere widmet sich der tragischen Vorgeschichte ihrer Heldin. Deren früheres Leben war nämlich nicht immer eitel Sonnenschein und von Drogen geprägt. Ein nicht minder attraktiver Retter nimmt sich der orientierungslosen Frau an und bringt sie zurück auf dem rechten Weg. Was folgt, ist das umfangreiche Protokoll einer durchwachsenen Romanze, die dann doch etwas sehr an Liebeskitsch wie PRETTY WOMAN erinnert. Doch die ausführliche Beziehungs-Analyse hat seinen Sinn. Sie dient für das Verständnis für den Ausgang der Geschichte. Im Finale fließen nämlich beide Handlungsstränge ineinander und münden in einem grimmigen wie kitschigen Twist, der dann doch etwas sehr unpassend gewählt wurde.
 
 
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Dennoch sollte man mit HOSTILE deswegen nicht zu streng ins Gericht gehen. Der Film erhielt auf einschlägigen Festivals Preise und das nicht ohne Grund. Klammert man das etwas sehr konstruierte Ende aus, auf welches Regisseur MATHIEU TURI hinausarbeitet, ist die erste eigene Regiearbeit doch sehr atmosphärischer Endzeit-Horror mit Hintergrund, in dem mal wieder das thematisiert wird, was alle Menschen über sich hinauswachsen lässt: die Liebe. Zwar bleibt weitestgehend ungeklärt, welche Ursachen dazu geführt haben, dass die Welt in Trümmern liegt. Dafür nimmt HOSTILE aber seine Figuren genauer unter die Lupe und analysiert diese sorgfältig. Entstanden ist so etwas anderer Endzeit-Horror, der sich nicht zwingend mit Mord- und Totschlag beschäftigen muss, um eine gescheite Geschichte zu erzählen.
 
 
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HOSTILE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
MAD MAX trifft auf PRETTY WOMAN. Der französische Regisseur MATHIEU TURI ist in Experimentierlaune und spielt in HOSTILE mit unterschiedlichen Genres. So verbindet er Endzeit- und Survival-Horror mit tragischem Beziehungsschmalz in Form unterschiedlicher Handlungsstränge. Während der eine für die Analyse seiner Protagonisten vonnöten ist, sorgt der andere für Horror mit Adrenalinkick. Ein ungewöhnlicher Mix, der nicht jedem Horrorfan zusagen dürfte. Wem das aber bewusst ist und wer sich auf HOSTILE einlässt, dürfte positiv überrascht sein.
 
 
 


 
 
 

HOSTILE – Zensur

 
 
 
Viel Gewalt hat HOSTILE nicht zu bieten. Ein Mann verendet an einer Bauchverletzung, ein Gegenstand bohrt sich durch ein Bein, einem Protagonisten wird der Kopf eingetreten und einige der Kreaturen im Film werden mit einer Schusswaffe „bearbeitet“. Hierzulande gab es für den Endzeit-Horrorstreifen eine FSK16 in ungeschnittener Form. Wegen Bonusmaterial besitzt die erhältliche Scheibe aber einen roten FSK-Sticker.
 
 
 


 
 
 

HOSTILE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) SPLENDID FILM (Blu-ray im KeepCase)

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(c) SPLENDID FILM (Blu-ray im limitierten Steelbook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Hostile; Frankreich 2017

Genre: Horror, Thriller, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray wegen Bonusmaterial: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wendecover | limitiertes Steelbook

Extras: Trailer, Trailershow, Deleted Scenes, Making of

Release-Termin: 27.04.2018

 

Hostile [Blu-ray im limitierten Steelbook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

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HOSTILE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei SPLENDID FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
It Stains the Sands Red (2016)
 
Vampire Nation (2010)
 
Vampire Nation 2: Badlands (2017)
 
Cujo (1983)
 

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Filmkritik: „The Monster“ (2016)

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THE MONSTER

(THERE ARE MONSTERS)

Story

 
 
 
Ein zerrüttetes Mutter-Tochter-Verhältnis erlebt eine Wendung, als man nach einem Autounfall im Wald auf ein Monster stößt und jetzt mit vereinten Kräften ums Überleben kämpfen muss.

 
 
 


 
 
 

THE MONSTER – Kritik

 
 
 
Es ist mal wieder Zeit für einen guten Monsterfilm – so richtig mit Tiefgang und düsterer Stimmung, wollen wir sagen. Das alles und noch mehr wird nun endlich wieder in Form eines Indie-Horrorfilms in die Wohnzimmer gebracht, der den unaufhaltsamen Legionen der Monster-Heuler bekannter Trash-Verbrechern selbstbewusst den Mittelfinger zeigt. Das ist auch bitter nötig, haben vor allem Täter-Studios wie THE ASYLUM oder SYFY das Genre des Monsterfilms zu oft durch den Kakao gezogen, dass diese Art von Streifen – vor allem aufgrund der schlechten Effekte – komplett des Schreckens beraubt wurde. Da ist es für das blutende Horrorfan-Herz eine regelrechte Wohltat, wenn dann solche Filme gedreht werden, wie THE MONSTER (sollte anfangs eigentlich THERE ARE MONSTERS heißen). Dieser Kreaturen-Streifen quält nämlich mit all dem nicht, was die Werke der oben genannten Müllschmieden auszeichnen. Statt schlechter Effekte, mieser Darsteller und (unfreiwilliger) Komik werden endlich mal wieder Ernsthaftigkeit, Atmosphäre und gute Schauspieler geboten. Aufgrund der vielen schlechten Filme der letzten Zeit klingt das doch durchaus vielversprechend, oder?
 
 
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Und Monster gibt es doch! Das zumindest müssen Mutter und Tochter am eigenen Leib erfahren. Die beiden haben sich leider mit der Zeit vollkommen voneinander entfremdet. Mutter Kathy (ZOE KAZAN) säuft wie ein Loch und lebt perspektivlos in den Tag hinein, während die kleine Lizzy (beeindruckend: ELLA BALLENTINE) tatenlos zusehen muss, wie sich das nächste Familienmitglied selbst zerstört. Als sich nach einem Streit die Fronten verhärten, will das Mädchen nur noch eins: beim getrennt von der Mutter lebenden Vater aufwachsen. Doch die Reise ins neue Leben schlägt eine ebenso sonderbare wie grauenhafte Wendung ein. Auf der Fahrt zum Vater überkreuzt ein Wolf die Landstraße und verwickelt Mutter und Tochter in einen Autounfall. Zwar sitzt der erste Schock tief, aber Hilfe ist schnell gerufen. Leider hat das Schicksal aber andere Pläne mit der kleinen Familie. Während Kathy und Lizzy im defekten Auto geduldig auf Polizei und Krankenwagen warten, zieht im Wald eine bösartige Kreatur ihre Kreise. Ob noch rechtzeitig Rettung eintreffen wird?
 
 
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Was für ein verheißungsvoller Titel zu einem doch eher kleinen Film, der mit weniger als drei Millionen US-Dollar Budget produziert wurde. Hinter THE MONSTER steckt BRYAN BERTINO. Der hat dem Zuschauer mit THE STRANGERS und PLAY – TÖDLICHES SPIEL schon zweimal Albträume beschert und wandelt auch im dritten Streifen auf Horror-Pfaden. Wer jetzt aber meint, dass hier 08/15-Monsterfutter vorgesetzt wird, dürfte sich schnell eines besseren belehrt fühlen. THE MONSTER ist nämlich keines dieser stumpfsinnigen Machwerke, in denen dumme Figuren von schlecht animierten Computerkreaturen gejagt und verspeist werden. Ganz im Gegenteil. Der Filmemacher legt in der selbst geschriebenen Geschichte Wert auf Drama und Hirn. So zeichnet sich THE MONSTER – wie bereits auch schon das Debütwerk THE STRANGERS – nicht nur durch einen fesselnden Spannungsbogen aus, der Zuschauern wie Protagonisten einiges abverlangt. Letztere durchleben im Verlauf der Handlung eine entscheidende Entwicklung und finden inmitten von Angst und Terror wieder zueinander. Überhaupt ist hier das gefräßige Monster nur Beiwerk. THE MONSTER ist eher Familiendrama mit Horror-Elementen in dem das zerrissene Verhältnis einer Mutter und ihrer Tochter in den Mittelpunkt gerückt wird. Warum sich die Figuren voneinander entfernt haben, wird in Rückblenden geschildert. Dazwischen wird mit allen Mitteln gegen ein Wesen gekämpft, das sich erbarmungslos gegen alles und jeden wendet, der zur Rettung eilt.
 
 
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Ist das Wesen hier wirklich so echt, wie auf der Mattscheibe gezeigt? THE MONSTER lässt mehrere Interpretationsmöglichkeiten zu. So funktioniert der Film als lupenreines Monsterkino ebenso, wie als beunruhigender Blick in die Seele eines desorientierten Kindes, das sich auf eine verstörende Suche nach Liebe, Zugehörigkeit und Geborgenheit begibt. Das Monster ist da freilich nur Metapher für das seelische Ungleichgewicht eines verletzten Mädchens, das jeden Hoffnungsstrang verschlingt, an den sich die kleine Hauptdarstellerin klammert. Sieht man THE MONSTER mit diesen Augen, dürften schnell Erinnerungen zu Filmen wie THE BABADOOK oder THE NOONDAY WITCH wach werden. Auch hier wurden Monster als Metapher geschaffen, um das seelische und psychische Ungleichgewicht der Filmhelden zum Ausdruck zu bringen. Allein schon der Vergleich zu genannten Psychodramen wegen, sollten Zuschauer mit Vorliebe für intelligentes und Horror-Kino einen Blick wagen. THE MONSTER reiht sich in die Gruppe mutiger und mehrdeutiger Gruselstreifen ein, die sich siegessicher gegen den austauschbaren Horror-Markt behaupten wollen und können. Klein aber oho!
 
 
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THE MONSTER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Hervorragend gespieltes Horror-Drama, das tiefgründiger ist, als es auf den ersten Blick scheint. Wer einen hektischen Horrorfilm mit deftigen Schocks erwartet, wird enttäuscht werden. THE MONSTER ist ein ruhig erzählter Gruselfilm mit psychologischem Einschlag, der mehr als nur eine Interpretation zulässt. Nach dem eher bescheidenen Found-Footage-Streifen PLAY – TÖDLICHES SPIEL, findet Regisseur BRYAN BERTINO zu eigentlicher Größe zurück. Mit THE MONSTER hat er einen sehenswerten, intelligent inszenierten Beitrag mit Substanz inszeniert, bei dem weit mehr dahintersteckt, als nur das Abhaken von Monster- und Horrorklischees. Was ruhig und subtil beginnt, wird ab der Halbzeit immer ungemütlicher und gipfelt in einem kompromisslosen Finale, dass vor allem für die kleine Hauptdarstellerin Qual, Erlösung und Neuanfang zugleich ist. Aufgrund der guten Darstellerleistung, dem cleverem Spannungsbogen und der permanent bedrohlichen Stimmung gibt es von uns eine Empfehlung. Wer Fast-Food-Horror mit blutigem Gemansche sucht, ist hier an der falschen Adresse. Auch wenn die beiden Hauptdarsteller – wie auch im Erstlingswerk des Regisseurs: THE STRANGERS – isoliert gegen das ultimativ Böse kämpfen müssen, bleiben ausufernde Gewaltexzesse aus. Dafür wird übrigens viel handgemachtes Kreaturen-Zeugs geboten. Das Ding im Film wurde nicht mittels Computer zum Leben erweckt, sondern besteht aus Elektronik und Kunststoff. Schon allein das macht THE MONSTER sympathisch über den BRYAN BERTINO übrigens folgendes schrieb: „Geschichten über die Angst vor dem Unbekannten sind mir die liebsten. Horror lässt die üblichen Verwicklungen des Lebens außer Acht und zwingt uns dazu, etwas Tieferes in uns selbst zu entdecken. Was ist uns wirklich wichtig im Leben? Angst zeigt es auf,“ (Quelle des Zitats: blairwitch.de).
 
 
 


 
 
 

THE MONSTER – Zensur

 
 
 
THE MONSTER bietet nicht das, was man sich bei einem Film mit diesem Titel vorstellt. Der Film beschert Gänsehaut vornehmlich auf subtilem Wege. Es gibt einen toten Wolf zu sehen, einen abgeschlagenen Arm und einige Attacken der Kreatur auf Menschen. Aufgrund der dunklen Kulisse und den schnellen Schnitten, erkennt man aber kaum, was die Kreatur da in den Wäldern mit seinen Opfern genau macht. Eine FSK16 ist demnach absolut realistisch und hat der Film auch bekommen.
 
 
 


 
 
 

THE MONSTER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Koch Media Home Entertainment (Blu-ray im Keepcase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Monster; USA 2016

Genre: Horror, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover im Schuber

Extras: „Eyes in the Darkness“ Featurette, Trailer, Trailershow

Release-Termin: 23.03.2017

 

The Monster [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE MONSTER – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen in dieser Kritik liegen bei Koch Media Home Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Babadook (2014)
 
Cujo (1983)
 
Burning Bright – Tödliche Gefahr (2010)
 
The Noonday Witch (2016)
 
The Descent – Abgrund des Grauens (2005)
 
Feed the Gods (2014)
 
Under the Bed – Es lauert im Dunkeln (2012)
 
Hypothermia – The Coldest Prey (2010)
 


Filmkritik: „Fender Bender“ (2016)

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FENDER BENDER

Story

 
 
 
Ein perverser Stalker in S/M-Lederkluft (der obskure Reißer ZIPPERFACE von 1992 lässt grüßen) macht Jagd auf attraktive Frauen. Das neueste Objekt seiner Begierde ist Teenager Hilary.

 
 
 


 
 
 

FENDER BENDER – Kritik

 
 
 
Schon einige Jahren herrscht die Mode, Horrorfilme bewusst auf nostalgisch zu trimmen, um sich in Ehrfurcht vor bestimmten Filmepochen, Stilen oder Regisseuren zu verbeugen. Ganz vorn mit dabei: die 1980er – eine Zeit in der das Horror-Genre Dank des stürmisch tobenden Videotheken-Booms für viele Filmproduzenten zum hochlukrativen Geschäft wurde. Die Folge des Horrorfilm-Hypes waren vor allem Fortsetzungen erfolgreicher Horror-Streifen und schmuddeliger Videomurks, der es – hierzulande besonders – wegen der genüsslich zelebrierten Gewalt nicht immer leicht mit den Zensurbehörden hatte. Auch das gezeichnete Filmplakat von FENDER BENDER lässt die Vermutung aufkommen, dass es sich hier um einen Film aus erwähnter Ära handeln muss. Damals war es noch üblich, dass Videocover und Kinoplakate mit Pinsel und Farbe erstellt wurden. Doch auch FENDER BENDER ist eigentlich kein Film aus genannter Zeit. Vielmehr verbirgt sich hinter dem Horror-Thriller eine Kooperation zwischen dem Horror-TV-Sender CHILLER und dem Heimkino-Label SHOUT! FACTORY, die hier gemeinsame Sache gemacht haben. Entstanden ist ein Horrorfilm neueren Datums, der längst vergessene Zeiten aufleben lässt und sich vor den Horror-Slashern der goldenen 1980er verbeugt. Da wird der Fan neugierig.
 
 
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Nimm nichts von Fremden und sprich nicht mit Unbekannten. Das, was Müttern ihren Kindern aus Sorge immer predigen, wird in FENDER BENDER zu bitteren Realität für die 17-jährige Hilary (MAKENZIE VEGA). Die ist erst seit Kurzem in Besitz eines Führerscheins und wird in einen Autounfall verwickelt. Doch der Verfall wird schnell abgehandelt. Statt die Polizei zu rufen, tauscht man Adressen und Telefonnummern aus – den Rest soll die Versicherung richten. Leider hat der Zwischenfall weit größere Konsequenzen für die Teenagerin als erwartet. Der Unfallbeteiligte (BILL SAGE) tickt nämlich im Kopf nicht ganz richtig und stellt der Schülerin nach. Was folgt, ist kein Zuckerschlecken. Der Unbekannte entpuppt sich als kompromissloser Stalker, der eine todbringende Leidenschaft für hübsche Frauen besitzt. Dass Hilary auch noch allein zu Hause ist und die Eltern auf Reisen, kommt dem Psychopathen gerade recht. Er schmiedet einen perfiden Plan und macht seinem neuen Opfer die Nacht zum Wach-Albtraum.
 
 
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MARK PAVIA ist wieder da. Der war länger von der Bildfläche verschwunden und dürfte noch vielen Horror-Zuschauern als Regisseur der atmosphärischen King-Verflimung THE NIGHT FLIER von 1997 in Erinnerung geblieben sein. Seither ist es um den Filmemacher verdächtig ruhig geworden. Mit FENDER BENDER feiert er nun seine Rückkehr als Regisseur und liefert zwar solide Arbeit hat, die Anbetracht der namhaften Geldgeber dann doch etwas enttäuscht. FENDER BENDER ist kein Überflieger, aber auch nicht unbedingt schlecht. Was den Gesamteindruck madig macht, sind die Anlaufschwierigkeiten mit denen der Streifen zu kämpfen hat. Lang dauert es nämlich, bis der ohnehin kurze Film Fahrt aufnimmt. So plätschert das Treiben nach dem bitterbösem Auftakt gemächlich daher, zeigt viel nutzloses Zeug und langweilt mit unwichtigen Szenenverläufen. Erst in den letzten 30 Minuten wächst FENDER BENDER (was übrigens so viel heißt wie „leichter Blechschaden“) zur eigentlichen Größe heran und entschädigt mit rasanter Killerhatz und fiesen Morden. Hier geht es ohne Längen zum Ziel. Unter Einsatz aggressiver Retro-Sounds, die vermutlich nicht ohne Grund an die Werke des jungen JOHN CARPENTER erinnern, geht der Killer reichlich schonungslos mit seinen Opfern um und bringt sie kaltblütig um die Ecke. Spätestens hier muss man zugeben, dass Regisseur MARK PAVIA weiß, was Horror-Zuschauer wollen. Die werden mit atmosphärischen Bildern und unbequemen Kameraeinstellungen verwöhnt, die mancherorts dann tatsächlich kurz die rauen und sleazigen 1980er aufleben lassen. Das straffe Tempo und ein makabres Ende lassen den schwierigen Start rasch vergessen. So reicht’s immerhin für einen kurzen Filmabend mit Bier und Chips. Das Slasher-Genre revolutionieren wird FENDER BENDER definitiv nicht.
 
 
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FENDER BENDER – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein bitterböser Mix aus DEATH PROOF und THE HITCHER, der die rauen Slasher der 1980er aufleben lässt. FENDER BENDER ist solide und schwächelt hauptsächlich wegen seinem unoriginellen Drehbuch, das zu lange braucht, um aus seinem Dornröschenschlaf zu erwachen. Nicht nur einmal hat man hier das Gefühl, als habe man versucht einen Gedankenblitz auf Spielfilmlänge zu blasen. Die Geschichte hinter FENDER BENDER gibt eigentlich nicht genug Substanz her, um daraus einen Langfilm zu machen. Trotzdem hat Regisseur MARK PAVIA daraus Unterhaltung fürs amerikanische Fernsehen gemacht, die zumindest in den letzten 30 Minuten funktioniert. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn sich Pavia die Geschichte für eine Horror-Serie oder als Segment in einer Horror-Anthologie aufgehoben hätte. Spätestens dort wäre FENDER BENDER ein Highlight geworden.
 
 
 


 
 
 

FENDER BENDER – Zensur

 
 
 
Für einen Slasher neueren Datums hält sich FENDER BENDER recht zurück – was jetzt aber nicht heißen soll, dass der Horrorthriller nicht auch Schauwerte zu bieten hat. Die meisten Morde sind nicht sehr zeigefreudig. Meist sticht der Killer nur mehrere Male mit einem Teppichmesser in die Körper seiner Opfer. Weiterhin wird ein Opfer von einem Auto überfahren – die Kamera hält drauf. Zudem wird eine andere Filmfigur angezündet. Man kann mit einer FSK16 rechnen.
 
 
 


 
 
 

FENDER BENDER – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Hitcher – Der Highway Killer (1986)
 
The Hitcher – Remake (2007)
 
Death Proof (2007)
 
Zipperface (1992)
 
Ratter – Er weiß alles über dich (2015)
 
Captivity (2007)
 
Come Back to Me (2014)
 
Crush – Gefährliches Verlangen (2013)
 


Kritik: „Submerged – Gefangen in der Tiefe“ (2015)

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SUBMERGED

Story

 
 
 
Eine Limousine samt Fahrgästen landet nach einem Unfall im See und wird vom Wasser umschlossen. Für die Insassen ein Albtraum, beginnen die alles Mögliche zu unternehmen, um an die Oberfläche zu kommen.

 
 
 


 
 
 

SUBMERGED – Kritik

 
 
 
Ein weiterer Film aus der Mache von STEVEN C. MILLER. Der machte in den vergangenen Jahren mit viel Horror aufmerksam. Auf sein Konto gehen Genrestreifen, wie der psychologische UNDER THE BED und das Remake SILENT NIGHT. Aber auch mit Home-Invasion kannte sich der amerikanische Regisseur bestens aus und inszeniert souverän THE AGGRESSION SCALE – ein harter Thriller mit viel Mord und Totschlag. Am Thrillerfach schien der Regisseur wohl Gefallen gefunden zu haben, denn auch das aktuelle Schaffen hat mit Horror kaum noch etwas am Hut. SUBMERGED nennt sich Millers aktueller Adrenalinkick, der von seinen Figuren einiges abverlangt. Die müssen den gesamten Film über in einer Limousine ums Überleben bangen, die von Kriminellen in einen See gedrängt wurde und nun unter Wasser treibt. Was folgt sind falsche Verdächtigungen und viel Gejammer, denn in klaustrophobischer Enge verliert man schnell Respekt und gute Manieren.
 
 
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Keine rosigen Aussichten für Chauffeur Matt (JONATHAN BENNETT), der am Totenbett des Vaters noch versprach auf den jüngeren Bruder zu achten. Leider ist das Leben oft grausam, denn der kleine Bruder nimmt sich das Leben und lässt Matt mir Kummer und Fragen zurück. Viel Zeit für die Suche nach Antworten bleibt nicht, denn die besten Freunde entführen den geknickten Ex-Soldaten in einen Club, damit er wieder auf andere Gedanken kommen kann. Leider endet die feierfreudige Samstagabendsause im Desaster. Gerade als Matt die Kumpels mit der Limousine nach Hause fahren möchte, wollen dunkle Gestalten nichts Gutes. Sie drängen das Auto von der Fahrbahn in einen See. Schnell bricht Panik unter den Fahrgästen aus, doch der Tod meint es vorerst gut mit den Freunden. Das luxuriöse Fahrzeug verfügt nämlich über Plexiglas-Fenster und wasserundurchlässige Karosserie. Leider bereitet der Sauerstoffverbrauch Sorgen, denn Luft wird bald knapp.
 
 
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Konzentration ist gefragt, denn SUBMERGED besitzt keinen linearen Erzählfluss. Regisseur STEVEN C. MILLER wechselt unermüdlich zwischen den Zeitebenen. So wird dem Zuschauer in Rückblenden erklärt, wie es letztendlich zum Unfall gekommen ist und welch Familienträgöde Filmheld Matt durchleben musste. Erst in den letzten 20 Minuten setzt der Film da an, wo er begonnen hat. So beginnt man im Wettlauf gegen die Zeit nach einem Ausweg zu suchen, um in letzter Sekunde einem nassen Grab entkommen zu können. Leider war der pure Überlebenswille aller Protagonisten für Drehbuchschreiber SCOTT MILAM nicht spektakulär genug. Der ging einen Schritt weiter und ergänzte den klaustrophobischen Überlebenskampf um einen überflüssigen Rattenschwanz – Filmtwist inklusive.
 
 
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Natürlich können einige der Fährgäste entkommen. Was folgt ist Schwachsinn, denn das Spiel mit menschlichen Urängsten wird Dank Drehbuchautor SCOTT MILAM zur sinnbefreiten Geiselnahme umfunktioniert, während der sich Opfer wie Täter (u.a. ein Wiedersehen mit MARIO VAN PEEBLES) so dämlich verhalten, dass man SUBMERGED keinesfalls ernst nehmen kann. Deren Verhaltensmuster und Denkansätze wirken so unplausibel und dämlich, dass es Feingeistern viel Spaß bereiten dürfte, die vielen Logiklöcher im zu konstruiert geratenen Plot zu zählen. Doch damit nicht genug. Als ob man’s geahnt hätte, verwandelt sich Filmheld Matt am Ende zum Superhelden. Der wirbelt das Schießeisen kunstvoll durchs Bild und zeigt allen Fieslingen was eine Harke ist. Sonderlich originell ist das nicht, zumal die vielen hölzernen Klischees das Niveau des ohnehin hanebüchenen Streifens schneller sinken lassen, als die Limousine im Film gen Seeboden treibt. Das stößt vor allem jene vor den Kopf, die bisher viel von Regisseur STEVEN C. MILLER gehalten haben, schließlich hat der Filmemacher zuvor bewiesen, dass er eigentlich ein talentiertes Händchen für knallharte Thriller besitzt. Enttäuschend.
 
 
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SUBMERGED – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein Thriller-Desaster auf Hochglanz gebügelt. Horrormacher STEVEN C. MILLER wandelt auf ungewohnten Pfaden. Statt Horror steht nun Suspense auf der Umsetzungsagenda. Entstanden ist der erste Film des Regisseurs, der rein gar nichts mit Horror am Hut hat. Leider handelt es sich bei Millers ersten, waschechten Ausflug ins Thrillerfach um den schwächsten Beitrag des ambitionierten Filmemachers. SUBMERGED schimpft sich dessen Machwerk, das nach einem gelungenem Auftakt und vielen klaustrophobischen Momenten unbeholfen zwischen verschiedenen Genres umherirrt und am Ende irgendwie die Orientierung verliert. Oftmals kann man sich dem Gefühl nicht entziehen, als habe Drehbuchautor SCOTT MILAM (hat auch das Drehbuch zum Folter-Remake MUTTERTAG verbrochen) versucht zwei Filme in einem unterzubringen. So verwandelt sich die Flucht aus einem versunkenen Auto in halsbrecherisches Entführungskino, dessen Ernsthaftigkeit zu keiner Minute hinterfragt werden sollte, denn sonderlich viel Hirn steckt weder in Drehbuch noch in den Köpfen der Figuren. Unterm Strich ist SUBMERGED zwar ein ästhetisch gefilmter Thriller, der aber keinesfalls widerspiegelt, welch großes Potenzial eigentlich in Regisseur und Angstmacher STEVEN C. MILLER schlummert. Für Miller eine vergeudete Chance. Der hat mit SUBMERGED wohl versucht, dem ihm aufgezwungenen Ruf des Horrorfilmmachers abzuschütteln. Wir meinen: Schuster, bleib bei deinem Leisten.
 
 
 


 
 
 

SUBMERGED – Zensur

 
 
 
Es gibt einige kurze Gewaltmomente zu sehen. Eine Filmfigur wird mit einem Gegenstand erstochen. Zudem treiben einige Leichen im Wasser und im Finale wird Gewehrmunition in menschliche Körper gejagt. Für Gewaltfans bietet SUBMERGED leider nur wenige Schauwerte. Die FSK hat dafür eine Jugendfreigabe erteilt: FSK16.
 
 
 


 
 
 

SUBMERGED – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) PIERROT LE FOU

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Submerged; USA 2015

Genre: Thriller, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 101 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer

Release-Termin: 07.10.2016

 

Submerged – Gefangen in der Tiefe [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

SUBMERGED – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Detour – Gefährliche Umleitung (2013)
 
Event 15 (2013)
 
Hot 247° F – Todesfalle Sauna (2011)
 
Elevator (2011)
 
Buried – Lebend begraben (2010)
 
Cube (1997)
 
Panic Room (2002)