Filmkritik: „Varsity Blood“ (2014)

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VARSITY BLOOD

Story

 
 
 
Ein Jahr nachdem eine alkoholisierte Cheerleaderin im Suff ihr Leben lassen musste, finden sich deren Freunde an Halloween zusammen, um sich erneut ins Koma zu saufen. Leider ist auch ein vermummter Killer mit von der Partie, der in Maskottchen-Uniform den hohlköpfigen Kids nach dem Leben trachtet …
 
 
 


 
 
 

VARSITY BLOOD – Kritik

 
 
 
Man muss schon eine unverblümte Leidenschaft für Slasher besitzen, um Gefallen an den immer gleichen Geschichten zu finden, die seit Slasher-Urgesteinen wie HALLOWEEN und FREITAG DER 13. bis zum Erbrechen im Kino wiederholt werden. Vielen Horrorfans hier in Deutschland scheint nicht bewusst zu sein, dass ein riesiger Markt für derart Filmware in Amerika existiert, der seit einigen Jahren zumeist durch semiprofessionellen Amateurquatsch und haarsträubende Low-Budget-Produktionen bestimmt wird. Gott sei Dank haben es bisher nur wenige dieser Rohrkrepierer nach Deutschland geschafft, so dass vielen Filmsammlern Enttäuschungen erspart geblieben sind, schließlich gibt niemand gern Geld für Abfall aus, den man auch umsonst im Abendprogramm der Privaten zu sehen bekommt. Trotz offener Augen bei der Filmauswahl, ist dem FILMCHECKER-Team dann doch mal wieder eines dieser unsäglich schlechten Slasher-Gurken aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten ins Netz gegangen. VARSITY BLOOD nennt sich das Glanzlicht minderbemittelter Videounterhaltung, vor dem wir nur ausdrücklich warnen können. JAKE HELGREN hat den cineastischen Schlamassel verbrochen, für den er vermutlich in der Hölle schmoren wird, weil er dem Zuschauer schlichtweg kostbare Lebenszeit stibitzt. Für jemanden, der eigentlich unterhalten möchte kein gutes Omen. Denn langweilt sich der Zuschauer bei der Sichtung eines Horrorfilms, hat der Regisseur sein Ziel offensichtlich verfehlt.
 
Viel Neues gibt es in VARSITY BLOOD nicht zu sehen, denn hier ist alles wie gehabt und folgt den Konventionen üblicher Slasher-Filme, die einst legendäre Altmeister wie JOHN CARPENTER (HALLOWEEN) und SEAN S. CUNNINGHAM (FREITAG DER 13.) mit ihren Kultstreifen aufgriffen, kombiniert und perfektioniert haben. Perfekt ist in VARSITY BLOOD mal abgesehen von den Kurven der weiblichen Protagonistinnen leider gar nichts, denn auch wenn hier ein Projekt aus Liebe zum Genre ins Leben gerufen wurde, scheinen die Macher vermutlich noch nicht verstanden zu haben, auf was es bei Horrorfilmen in Jahr 2014 ankommt. Bereits vor einiger Zeit probierte sich Regisseur JAKE HELGREN an ähnlichem Stoff aus. Mit BLOODY HOMECOMING verbeugte er sich im Jahr 2012 ehrfürchtig vor den Slashern der 80er und zitierte diese mit vollblütiger Leidenschaft. Damals fungierte er jedoch nur als Drehbuchautor und Produzent. Scheinbar war ihm das zu wenig, so dass es ihm nach neuen Herausforderungen dürstete. Diese hat er wohl nun gefunden und gab sich die Ehre für seinen selbst gekritzelten Quatsch mit Soße direkt auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen. Im Mittelpunkt stehen wie immer ein paar dumme Teenager, die nichts anderes im Hirn haben als Sex und Alkohol, dafür aber mit mächtig Holz vor der Hütte und gestählten Oberarmen überzeugen können. Es ist Halloween und was gibt es an diesem Tag aufregenderes, als mit den besten Freunden in eine Hütte im Nirgendwo einzusteigen, um sich dort unheimliche Geschichten bei Bier und Häppchen zu erzählen. Mit von der Partie ist auch das Maskottchen der Schule, das statt Footballmannschaft und Cheerleader anzufeuern lieber die Axt schwingt und die Kids zu Brei verarbeitet. Trotz Verbot von der Mutter schmuggelt sich auch Cheerleaderin Hannah Wallace (LEXI GIOVAGNOLI) unter die Partygäste, die selbstverständlich viel zu spät bemerkt, dass die Anzahl unsympathischer Schulkollegen rapide schwindet. Am Ende stehen sich Scream-Queen und der im Indianerkostüm verkleidete Killer gegenüber und der Showdown verliert sich in einem unerwarteten Storytwist, der jedoch alles andere als überraschend über die Mattscheibe flimmert.
 
Wenn Direct-to-DVD-Horror in die Regale kommt, sollte man mittlerweile Obacht walten lassen und sich vorher informieren, was dem Käufer angedreht wird. Das umfangreiche Angebot an monatlich erscheinenden Horrorfilmen ist kaum noch zu überblicken, so dass es immer schwieriger wird die Spreu vom Weizen zu trennen. Ein Blindkauf mit Folgen ist VARSITY BLOOD, der zwar all das beinhaltet, was einen Slasher ausmacht; jedoch auch das besitzt, was man in derart Meuchelfilmen eigentlich nicht sehen will: Langeweile. Macher JAKE HELGREN hat hier Statisten von der Straße aufgelesen und für sein narkotisierendes Kreischwerk besetzt, wobei es des Öfteren scheint, als würden die Schauspieler vom Teleprompter ablesen. Das dämpft nicht nur die Erwartungen, sondern macht den Spannungsbogen zunichte, der ohnehin mit der Lupe gesucht werden muss. In diesem Laienschultheater wird erstaunlich will gequasselt, was den Zuschauer angesichts der nicht vorhandenen Talente vor ungeahnte Herausforderungen stellt. VARSITY BLOOD entwickelt sich nämlich schnell zum Geduldsspiel, weil partout unmögliche Dialoge von schlecht agierenden Darstellern gesprochen werden. Hinzukommt, dass die eigentliche Geheimrezeptur eines jeden Schlitzerwerks lang auf sich warten lässt. Seit jeher sind Geschichte und Charakterentwicklung in Slashern nur Beiwerk. Weitaus wichtiger ist das Morden, das in den letzten Jahren erstaunlich rabiat vor der Kamera zelebriert wird. Im direkten Vergleich zu aktuellen Gewaltreferenzen wie CHROMESKULL – LAID TO REST 2 oder HATCHET 3 macht VARSITY BLOOD eine ernüchternde Kehrtwende und orientiert sich am altmodischen Teenager-in-Angst-Kino der 80er, wo zwar noch ohne Computer gematscht wurde, die Kills jedoch kurz und knackig gefeiert wurden. Demnach dürfte es dann wohl auch kaum überraschen, dass sich der Mörder klassischer Mordinstrumente bedient. Von Pfeil bis Heugabel ist all das dabei, was Hockeymasken-Killer JASON VOORHEES aus der beliebten FREITAG DER 13.-Reihe bereits mehrfach zweckentfremden konnte. Fans solcher Film wird das vermutlich freuen; Gorebauern eher weniger, denn die schauen aufgrund mangelnder Filmhärte dumm aus der Wäsche.
 
So schön sich das liest, so enttäuschender die Tatsache, dass VARSITY BLLOD teils ziemlich mies ausgeleuchtet wurde und sich viele der wenig kreativen Morde kaum erkennen lassen. Ob das nun auf technische Defizite zurückzuführen ist oder man darum bestrebt gewesen ist, bescheidene Spezialeffekte professioneller aussehen zu lassen sei einmal dahingestellt. Fakt ist, dass VARSITY BLOOD trotz Mordreigen mieses Horrorfutter ist, das nicht einmal den Mut beweist frische Ideen mit altbewährtem Konzept zu verbinden. Stattdessen wird zitiert und gestohlen als gebe es keinen Morgen mehr. Das uninspirierte Aneinanderreihen von Slasher-Klischees hat VARSITY BLOOD nicht gut getan, denn selten hat man einen Horrorfilm gesehen, der selbst Streifen aus der Trash-Werkstatt THE ASYLUM oscarverdächtig ausschauen lässt. Wir können nur empfehlen, um VARSITY BLOOD einen großen Bogen zu machen und hoffen, dass sich kein deutscher Labelmitarbeiter im Suff die Rechte an diesem dilettantischen Schwachsinn aufquasseln lässt. Sollte doch eine Scheibe erscheinen – Hände weg!
 
 
 


 
 
 

VARSITY BLOOD – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
VARSITY BLOOD ist ein Liebesgeständnis an die berühmten Slasher der 80er. Trotzdem, bei aller Liebe zum Genre – dieser Film ist noch schlechter, als Werke aus der Trash-Schmiede von THE ASYLUM. JAKE HELGREN hat mit seinem Regiedebüt VARSITY BLOOD einen einfallslosen Slasher alter Schule gedreht, über den jeder verlorene Satz Verschwendung ist. Wir können nur empfehlen einen großen Bogen um diesen Quatsch zu machen, denn VARSITY BLOOD dürfte ohne zu übertreiben einer der miesesten Schlitzer-Streifen sein, denn die Horrorwelt bis dato gesehen hat. Wer dennoch reichlich Ausdauer besitzt und dieses schlaffördernde Machwerk sehen möchte, sollte direkt bis zur 50. Filmminute springen, damit er sich unterirdisches Laienschultheater erspart. Viel Mord- und Totschlag gibt es jedoch nicht zu sehen, dafür ist es oftmals einfach zu dunkel um erkennen zu können, wie der Killer seinen Opfern nach dem Leben trachtet.
 
 
 


 
 
 

VARSITY BLOOD – Zensur

 
 
 
In Anbetracht dessen, was man in letzter Zeit an Gewalt in Horrorfilmen zu sehen bekommt, sind die Morde in VARSITY BLOOD Kinderfasching. Trotz, dass sich die Morde an den Slashern der 80er orientieren, wirkt das mordlustige Treiben nicht sonderlich brutal. Mit etwas Glück ist sogar eine FSK16 drin.
 
 


 
 
 

VARSITY BLOOD – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:

 
Slasher House (2012)
 
Scream – Schrei (1996)
 
Schream 2 (1997)
 
Scream 3 (2000)
 
Ich weiß was Du letzten Sommer getan hast (1997)
 
Blutiger Valentinstag (1981)
 
My Bloody Valentine 3D (2009)
 

Kritik: „Blood Lake: Attack of the Killer Lampreys“ (2014)

Blood Lake (2014)
 
 
 

BLOOD LAKE –

ATTACK OF THE KILLER LAMPREYS

Story

 
 
 
Eine amerikanische Kleinstadt wird von hungrigen Neunaugen terrorisiert, die ihren natürlichen Lebensraum verlassen müssen, weil sie nichts mehr zu fressen finden …
 
 
 


 
 
 

BLOOD LAKE – Kritik

 
 
 
THE ASYLUM ist wieder da und versucht sein Glück erneut auf dem Fischmarkt. Nach dem Überraschung-Hit SHARKNADO, über dessen Erfolg sich noch immer die Geister scheiden, ist es verdächtig ruhig um die Trash-Werkstatt geworden, obwohl das Studio rastlos damit beschäftigt ist, neue billig produzierte Mockbuster in Läden und Fernsehen zu bringen. Scheinbar haben trashige Ableger erfolgreicher Blockbuster, wie ANDROID COP (die B-Movie-Version des ROBOCOP-Remakes) oder APOCALYPSE POMPEII (ASYLUMS Billig-Antwort auf Andersons Effekteschlacht POMPEII) nicht die nötige Aufmerksamkeit erhalten, die man sich nach den fliegenden Haifischen erhofft hatte. Kurzum wurde die SHARKNADO-Erfolgsformel noch einmal aus der Schublade gekramt und leidlich unterhaltsam aufgewärmt. Seltsamerweise hat ASYLUM den Arbeitgeber gewechselt. Statt wie bisher minderwertige Filme für den amerikanischen Science-Fiction-Sender SYFY zu produzieren, arbeitet man jetzt auch für den Tierkanal ANIMAL PLANET, der eigentlich für seine eher familienfreundlichen Tierdokumentationen bekannt ist. Was dort jedoch ein Film wie BLOOD LAKE: ATTACK OF THE KILLER LAMPREYS zu suchen hat dürften vermutlich allein die Programmdirektoren zu beantworten wissen, die wohl enach einem kräftigen Zugpferd gesucht haben, mit dem sich die Einschaltquoten nach oben treiben lassen.
 
Abfallbeseitigungsanlage THE ASYLUM holt längst verschollen geglaubte Seriendarsteller der 90er zurück aus der Versenkung. Nachdem Ex-Beverly-Hills-90210-Darsteller IAN ZIERING in SHARKNADO den Kampf gegen menschenfressende Haie mit Bravour bestanden hat, sieht sich Ex-Serienkollegin SHANNEN DOHERTY ebenfalls mit blutgeilem Getier aus dem Meer konfrontiert. Sexhungrige Neunaugen vermehren sich in BLOOD LAKE: ATTACK OF THE KILLER LAMPREYS wie die Fliegen und haben einen eigenwilligen Appetit auf warmes Menschenblut entwickelt, der selbstverständlich im Desaster enden muss. Eine Kleinstadt am Michigan Lake wird Ziel einer blutigen Invasion aalartiger Fische, die sich mit ihrem spitzen Rundmäulern an all das festsaugen, was ihnen vor den zahnreichen Zungenkopf kommt. Doch ASYLUM wäre nicht ASYLUM, würde der ohnehin kaum Sinn ergebende Nonsens nicht noch auf die Spitze getrieben werden. Die Fische entwickeln Intelligenz, verlassen ihren natürlichen Lebensraum, erklettern Stauseemauern und gelangen durch die Trinkwasserversorgung in die Haushalte der Menschen. SHANNEN DOHERTY ist mit Sack und Pack in Gefahr und schlägt am Ende, wie hätte es auch anders sein können, die gefrässige Brut in die Flucht. Die hat ganz unbemerkt die nächste Evolutionsstufe erklommen, anders lässt sich nämlich auch nicht erklären, warum Fische neuerdings schreien können.
 
Auch nach der Sichtung von BLOOD LAKE: ATTACK OF THE KILLER LAMPREYS konnten wir nicht in Erfahrung bringen, welch sonderbaren Stoff ASYLUMS Drehbuchautoren (u.a. DELONDRA WILLIAMS, die bereits am unsäglichen schlechten ZOMBIE NIGHT mitgetüftelt hat) konsumiert haben müssen, um derart peinlichen Schwachsinn zu Papier bringen zu können. Der Zuschauer bekommt hier erneut unterirdischen Tier-Trash geboten, der jedoch im Gegensatz zu Asylums SHARKNADO uninspiriert und ironiefrei heruntergekurbelt wurde. Auch wenn die unzähligen CGI-Effekte ganz brauchbar umgesetzt wurden mangelt es BLOOD LAKE: ATTACK OF THE KILLER LAMPREY eindeutig an Spannung, denn die Geschichte wird nach dem für Tier-Horrorfilme bekanntem Schema abgespult. So müssen erst unschuldige Bewohner der Zeitliche segnen, weil der skrupellose Bürgermeister nicht handeln will. Der wird hier von einem überraschend ernsten CHRISTOPHER LLOYD (ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT, PIRANHA 2) verkörpert, der am Ende den Folgen eines Fischeinlaufes erliegt. Aufregend, gruselig oder gar unterhaltsam ist das mitnichten, denn BLOOD LAKE: ATTACK OF THE KILLER LAMPREYS ist eines jene Werke, das seine billige TV-Herkunft nicht verleugnen kann. Dann doch lieber noch einmal SKARKNADO in den Player werfen. Denn wenn es schon sinnbefreiter Trash sein soll, dann so und nicht anders.
 
 
 


 
 
 

BLOOD LAKE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Teils nicht unblutiger Splatter-Trash vom Regisseur des kontroveren Folter-Machwerks HATE CRIME. Wenn Ex-Beverly-Hills-90210-Sternchen SHANNEN DOHERTY auf Abfallpresse THE ASYLUM trifft kann eigentlich nichts Gutes bei herumkommen. Nachdem das Trash-Studio schon jede erdenkliche Tierart für lächerlichen Schwachsinn missbraucht hat, werden nun vom Aussterben bedrohte Wasserbewohner auf ahnungslose Menschen losgelassen. Leider hat die fürs TV produzierte Invasion der Killer-Neunaugen unter einem nahezu nichtvorhandenen Spannungsbogen zu leiden, was BLOOD LAKE: ATTACK OF THE KILLER LAMPREYS zu einer schläfrigen Angelegenheit macht. Der Streifen folgt der bekannten ASYLUM-Formel und kombiniert eine hanebüchene Geschichte mit „wegweisenden“ CGI-Effekten, die ausnahmsweise nicht ganz so grottig umgesetzt wurden, wie man es eigentlich von THE ASYLUM gewohnt ist. Neuerdings scheint die C-Movie-Kreativschmiede ein Herz für gescheiterte Serienstars zu besitzen. Nach IAN ZIERING ist die DOHERTY bereits die zweite Ex-Serien-Ikone der 90er die versucht mit unterirdischen TV-Trash zurück ins Rampenlicht zu kriechen. Wie es jedoch THE ASYLUM immer wieder gelingt namhafte Schauspieler (in diesem Fall CHRISTOPHER LLOYD) für deren hirnfreien Produktionen zu gewinnen, bleibt wohl ein gutgehütetes Geheimnis. Fazit: ASYLUM macht auch mit BLOOD LAKE – ATTACK OF THE KILLER LAMPREYS das, was es am besten kann. Nämlich haarsträubenden Zelluloid-Müll, der einem nur kostbare Lebenszeit raubt. Da reichen selbst die wenigen Splatter-Momente nicht aus (ein Rasentrimmer wird hier zweckentfremdet), um BLOOD LAKE überhaupt irgendwie schönreden zu können.
 
 
 


 
 
 

BLOOD LAKE – Zensur

 
 
 
BLOOD LAKE: ATTACK OF THE KILLER LAMPREYS ist ein typischer Vertretung der Gattung Tier-Horror. Wirklich grausam wird es nicht. Immerhin darf am Ende auch mal etwas gesplattert werden. Mit Hilfe eines Rasentrimmers werden Neunaugen vor der Kamera zermatscht. Der Film ist mit dem roten „Keine Jugendfreigabe“-Flatschen in den Handel gekommen – ungeschnitten versteht sich.
 
 
 


 
 
 

BLOOD LAKE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Great Movies

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Blood Lake: Attack of the Killer Lampreys; USA 2014

Genre: Horror, Thriller, Trash

Ton: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS 5.1)

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray

Extras: HD-Bonusfilm, Original Trailer, Gag Reel, Making of, Trailershow, 3D-Version des Streifens

Release-Termin: 10.10.2014

 

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BLOOD LAKE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Animal (2014)
 
Benath (2013)
 
Bait 3D (2012)
 
Sharkado (2013)
 
Big Ass Spider (2013)
 

Filmreview: „Animal“ (2014)

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ANIMAL

Story

 
 
 
Fünf Freunde geraten auf die Speisekarte einer gefräßigen Kreatur, die in den Wäldern am Holland Creek ihr Unwesen treibt …
 
 
 


 
 
 

ANIMAL – Kritik

 
 
 
Der amerikanische Horror-Sender CHILLER mausert sich mit seinen eigens produzierten Horrorfilmen so langsam zum Geheimtipp unter Liebhabern finsterer Videounterhaltung. In der sendereigenen Filmwerkstatt namens CHILLER FILMS werden nämlich seit einiger Zeit Horrorstreifen produziert, die kaum erahnen lassen, ob sie nun eigentlich für eine Fernseh- oder Kinoauswertung angedacht waren. Die Macher des Grusel-Studios scheinen bestrebt darin zu sein, den Anspruch ihrer Filmkreationen konsequent steigern zu wollen, hat doch das Schaffen der aktuellen CHILLER FILMS-Staffel mittlerweile Kino-Niveau erreicht. Dem Horrorfan kann das nur recht sein. Schließlich freut dieser sich, wenn er ordentlich gemachte Horror-Ware in den Player legen kann und sich bei Schockern wie CHILLING VISIONS: 5 SENSES OF FEAR (dem übrigens demnächst eine Fortsetzung folgen soll) so richtig „chillig“ gruseln kann.
 
Nachdem der Seemonster-Trash BENEATH und der Mystery-Thriller DEAD SOULS aus der CHILLER FILMS-Staffel des Jahres 2013 gut angenommen wurden, schien die Konsequenz daraus nur logisch, dass CHILLER FILMS an der Umsetzung weiterer Horrorfilme tüfteln würde. Die sind nun fertig und warten darauf im TV gezeigt oder lukrativ an den Heimkinofreund verhökert zu werden. Für einen der ersten Beiträge der neuen Season konnte noch einmal BRETT SIMMONS (HUSK) gewonnen werden, der mit THE MONKEY’S PAW ein Jahr zuvor bereits schon einmal Horrorstoff für CHILLER FILMS ins Fernsehen brachte. Statt der Verfilmung einer Kurzgeschichte hat er sich diesmal für die Umsetzung eines soliden Drehbuchs entschieden, dem aber das gewisse Etwas fehlt, um wirklich überzeugen zu können. ANIMAL heißt der Monster-Heuler, der, wie bereits der Titel und das Filmplakat vermuten lassen, dem Genre des Tier-Horrorfilms zuzuordnen ist.
 
Fünf Mittzwanziger müssen den Kampf mit einer hungrigen Bestie aufnehmen, über die man jedoch nur wenig im Film erfährt. Diese lebt in den Wäldern von Holland Creek und wird von ständigen Heißhungerattacken gequält. Damit der immer leere Magen gefüllt werden kann, werden ahnungslose Spaziergänger gejagt, die dann horrorfilmtypisch durch Wald und Flur gehetzt und anschließend in Stücke zerrissen werden. Auch den fünf stereotypen Jungdeppen in ANIMAL steht gleiches Schicksal bevor. Hätten diese jedoch einige Horrorfilme der letzten Jahre gesehen, wäre ihnen aufgefallen, dass Orte mit „Creek“ im Namen meist nichts Gutes zu bedeuten haben. Bei einer Tageswanderung durch die Wälder am Holland Creek treffen sie ganz unvorbereitet auf das mutierte Mauskopf-Predator-Wolfsmensch-Ding, dem sogleich einer der Freunde zum Opfer fällt. Der Rest flüchtet zu einer nahestehenden Hütte, in dem bereits eine andere Gruppe älteren Semesters Schutz vor den Attacken des blutgierigen Wesens gefunden hat. Kaum Zuflucht gefunden werden wie in Romeros NIGHT OF THE LIVING DEAD Zugänge verbarrikadiert und Fenster vernagelt. Doch das Monster lässt keine Möglichkeit aus, um irgendwie ins Innere der schützenden Behausung zu gelangen.
 
DREW BARRYMORE hat „nach Hause telefoniert“. Diesmal jedoch nicht um mit E.T. neuste Schmink- und Modetipps auszutauschen, sondern um sich an der Produktion von ANIMAL zu beteiligen. Der smarte Engel für Charlie fungierte hier als Finanzspritze und hat den Streifen quasi mitproduziert. Leider scheint die Gute noch etwas unbewandert im Horror-Bereich zu sein, denn würde sie etwas Ahnung von Horrorfilmen haben, hätte sie vermutlich ihr Geld in die Herstellung anderer, weitaus besserer Gruselstreifen investiert. Auch wenn ANIMAL trotz Trash-Note wirklich bemerkenswert gut ausschaut und zwischen ASYLUM-Billig-Nonsens und Edel-Trash-Welt liegt, mangelt es diesem Film zu sehr an neuen und unverbrauchten Ideen. Die Geschichte von dummen Kids, die nacheinander von einem Mann im Monsterkostüm zerfetzt und gefressen werden strotzt nicht gerade vor Innovationen. Da Regisseur BRETT SIMMONS jedoch ziemlich oft Blutfontänen spritzen lässt, um die Mattscheibe rot färben zu können, dürften die teils hektisch geschnittenen Blutmomente zumindest den Freunden übertriebener Gore-Einlagen reichlich Spaß bereiten.
 
Apropos hektisch: Wenn einem Horrorfilm das Tempo fehlt, kann manch eifrig zusammengeflicktes Schnittmassaker selbst aus langweiligen Schlaftabletten unterhaltsame Filme machen. Macher BRETT SIMMONS nimmt sich dieser Methodik hier nur allzu gerne an, um die minimalistische Handlung des Streifens voranzutreiben. Auch einige Defizite im Design des von GARY J. TUNNICLIFFE entworfenen Monsters konnten mit dem Hektik-Gimmick geschickt verschleiert werden. Löblicherweise sieht man in ANIMAL zudem von günstigem Einsatz schlecht umgesetzter Computereffekte ab. Alle Gore- und Creature-Effekte sind handgemacht, was vor allem Retro-Fans zusagen dürfte, schließlich lässt ANIMAL ab und an Erinnerungen an charmante Tier- und Monsterheuler der 80er wach werden und schafft es mit lautem Grunzen und Quieken der Kreatur, den Besitzern von Surround-Anlagen die Nackenhaare aufzusträuben. Somit sind achtzig solide Unterhaltungsminuten garantiert, auch wenn ANIMAL mit Sicherheit kein nennenswertes Highlight im Genre der Tier- und Monsterstreifen darstellt.
 
 
 


 
 
 

ANIMAL – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein charmanter Monster- und Tiergrusler, wie man sie in den 80ern häufiger im Video-Recorder hatte. Natürlich hat sich seit Filmen wie RAZORBACK, CUJO und DER WERWOLF VON TARKER MILLS so einiges verändert: Die Schnitte sind hektischer geworden, der Look ist tadellos auf Hochglanz poliert und die Protagonisten hören Musik mit der Mp3-Funktion ihrer Handys, anstelle ihres Walkmans. Handmade-Effekte an die Macht heißt die Devise in ANIMAL, denn trotz B-Movie-Charme hat man auf den Einsatz überflüssiger Computereffekte verzichtet, was man in Horrorfilmen neueren Datums immer seltener zu sehen bekommt. Denn seit Trash-Schmieden wie ASYLUM oder der TV-Sender SYFY miserablen Abfall am Band produzieren, ist der Einsatz von CGI im Horrorfilm zur Gewohnheit geworden. Im Gegensatz zu genannten Produktionshäusern schaut der für den Horrorsender CHILLER produzierte ANIMAL ganz passabel aus und erreicht optisch fast schon Kino-Niveau. Dennoch vermiesen die austauschbare Handlung und die für das Genre obligatorischen Klischees den positiven Gesamteindruck. Wie in Filmen dieser Art typisch sind die meist jugendlichen Stereotypen nicht gerade die hellsten Kerzen auf dem Kuchen. So finden eine farbigen Powerfrau (Hip-Hop-Sängerin KEKE PALMER), der muskelbepackte Beschützertyp, eine Sprüche klopfende Obertucke und der smarte Sunnyboy in ANIMAL wenig überraschend einen schnellen Tod. Ausgerechnet die unsympathische Filmzicke darf am Ende überleben. Dass sich das Finale die Option für eine Fortsetzung offen lässt, war auch schon in ähnlich gestrickten Schockern der 80er der Fall. Wer eine Leidenschaft für trashige Monster- und Tierheuler besitzt ist mit ANIMAL gut beraten. Denn auch wenn sich der Film ausschließlich auf das beliebte 10-kleine-Negerlein-Prinzip konzentriert, gefällt der Film durch sein nicht übel getrickstes Filmmonster und das strafe Filmtempo. Daher: Solider Horrorfilm, der vom FILMCHECKER-Team das Prädikat „Edel-Trash“ verliehen bekommt.
 
 
 


 
 
 

ANIMAL – Zensur

 
 
 
ANIMAL ist ein waschechter Vertreter des Tier-Horrorgenres. Bei solcher Art Filmen passiert es nicht selten, dass die FSK milder einstuft. Meist sind derart Streifen bereits für Jugendliche geeignet. ANIMAL macht da keine Ausnahme. Bis auf einige Blutfontänen gibt es nicht viel Gewalt zu sehen. In wenigen Szenen bekommt der Zuschauer zudem nur die Ergebnisse der Attacken der Kreatur zu sehen. Sonderlich hart ist ANIMAL demnach nicht anzuschauen und dürfte mit FSK16 in die Kaufhäuser kommen.
 
 
 


 
 
 

ANIMAL – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Piranhaconda (2012)
 
Primal (2010)
 
The Cave (2005)
 
Mosquito Man (2004)
 
They Nest – Tödliche Brut (2000)
 

Filmreview: „Horror Creek“ (2007)

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HORROR CREEK

Story

 
 
 
Laut Rückseite der deutschen DVD: 30 Jahre nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkriegs reagieren die Menschen, die im Süden leben, mit ängstlichem Aberglauben als ein schuhloser Mann in die Stadt kommt. Die Leute weigern sich dem Fremden zu helfen, weil sie sich an eine Legende erinnern, die davon berichtet, dass der Tod einem sicher ist, wenn man einem Menschen hilft, der barfuß daherkommt. Die Stadtbewohner werden immer verzweifelter, je mehr sich die Zeichen mehren, dass die biblische Apokalypse begonnen hat …
 
 
 


 
 
 

HORROR CREEK – Kritik

 
 
 
HORROR CREEK, welcher mit Originaltitel SUGAR CREEK heißt, ist ein 2007 entstandener Low-Budget-Film von JAMES COTTON, welcher hier nicht nur Regie führte sondern auch das Drehbuch schrieb. Cotton versuchte sich hier an einem Gerne-Mix. Sein Werk ist einerseits ein Horrorfilm der stark an Tim Burtons SLEEPY HOLLOW (1999) erinnert, gleichzeitig findet man in SUGAR CREEK aber auch einige Elemente eines Westerns, gepaart mit einer leichten Märchenatmosphäre. Zwar enthält das Drehbuch ganze nette Ideen und die Geschichte ist nicht sonderlich uninteressant, doch es ist dem Streifen von der aller ersten Sekunde an anzusehen, dass man für die Realisierung überhaupt kein Geld gehabt hat. Leider schmälert genau dies das Sehvergnügen doch ziemlich. Die Kulissen sehen äußerst billig und steril aus und die Kostüme machen den Eindruck als kämen sie direkt aus einem Geschäft für Karnevals-Verkleidung. Hinzukommt, dass fast alle Schauspieler ihren Job nicht sonderlich gut machen und sehr bemüht wirken die Figuren die sie spielen zu verkörpern. Über die deutsche Synchronisation legt man besser einen Mantel des Schweigens … Zwei Jahre später gelang JAMES COTTON mit seinem Actionfilm LA LINIA eine wesentlich bessere Arbeit, mit weitaus besseren Schauspielern (u.a. RAY LIOTTA und ANDY GARCIA).
 
 
 


 
 
 

HORROR CREEK – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
 
HORROR CREEK, der im Original eigentlich SUGAR CREEK heißt, ist leider ein äußerst uninteressanter und weitgehend langweiliger Film geworden, der unter seinem kaum vorhandenen Budget und dem daraus resultierenden billigen Look leidet.
 
 
 


 
 
 

HORROR CREEK – Zensur

 
 
 
SUGAR CREEK wurde hierzulande ungeschnitten in die Händlerregale gebracht. Die Kaufversion ist frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

HORROR CREEK – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Schröder Media Handels GmbH

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sugar Creek; USA 2007

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: Keine

Bild: 1.77:1 (16:9)

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover (ohne FSK-Flatschen)

Extras: Originaltrailer (1:43 Minuten)

Release-Termin: 10.04.2014

 
 
 

Horror Creek (DVD) ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 
 


 
 
 

HORROR CREEK – Trailer

 
 


 
 

Sam Freissler

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Sleepy Hollow (1999)

Filmreview: „Way of the Wicked“ (2014)

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WAY OF THE WICKED

DER TEUFEL STIRBT NIE

Story

 
 
 
Teenager Robbie (Jake Croker) ist neu an der Schule und eckt auch gleich bei den neuen Mitschülern an. Priester Henry (Christian Slater) vermutet den Antichristen, weil in Robbies Gegenwart die Kids sterben wie Fliegen …
 
 
 


 
 
 

WAY OF THE WICKED – Kritik

 
 
 
Der Leibhaftige ist zurück und versucht erneut auf der Erde für Chaos zu sorgen. Diesmal trifft es eine amerikanische Kleinstadt, die vom Bösen heimgesucht wird. CHRISTIAN SLATER spielt in WAY OF THE WICKED einen ehemaligen Priester, der die Fährte des Antichristen gewittert hat und alles daran setzt, ihm das Handwerk zu legen.
 
Vom hochgelobten NYMPHOMANIAC (LARS VON TRIER) zurück auf den Videomarkt; SLATER scheint keinen großen Wert auf die Qualität seiner Rollen zu legen. Seit den Erfolgen in den 80ern und 90ern tritt der Schauspieler vermehrt in günstig heruntergedrehten B-Movies auf oder hangelt sich von einem Serien-Auftritt zum nächsten. Am Horrorfilm scheint er aber Gefallen gefunden zu haben, denn seit geraumer Zeit sieht man SLATER immer mal wieder in trashigen Gruslern (wie THE ARK), die für den Videomarkt produziert wurden. Gleiches gilt übrigens auch für WAY OF THE WICKED, der sich als typisches Videofutter entpuppt und nichts Großes ist. KEVIN CARRAWAY zeichnet für den durchwachsenen Okkult-Thriller verantwortlich und hat mit dem Horror-Genre bereits erste Erfahrungen im Jahr 2012 sammeln können. Auch hier hat er schon einmal mit einem Ex-Hollywoodstar zusammengearbeitet und Schauspieler VAL KILMER für den unterirdischen 7 BELOW – HAUS DER DUNKLEN SEELEN gewinnen können. Der teilt mit SLATER ähnliches Schicksal und ist auch fast ausschließlich in Direct-to-Produktionen zu sehen ist.
 
Es geht um den smarten Teenager Robbie (JAKE CROKER), der neu an der Schule ist und sogleich den weiblichen Mitschülerinnen den Kopf verdreht. Auch Heather (EMILY TENNANT) freundet sich trotz erster Anlaufschwierigkeiten mit dem unnahbaren Fremden an und erobert sein Herz. Lover Greg (AREN BUCHHOLZ) findet das gar nicht lustig und weist den Neuen mit Faustschlägen in die Schranken – wenige Tage später ist Heathers Freund tot. Der grausame Mord macht Priester Henry (CHRISTIAN SLATER) stutzig, der bereits fünf Jahren zuvor einen ähnlichen Fall untersucht hat. Auch hier starb ein Klassenkamerad im Beisein Robbies, der auch gleich ins Visier der Polizei gerät. Cop John Elliott (VINNIE JONES) ist besorgt um das Wohl seiner Tochter Heather und nimmt sich den Burschen zur Brust. Der ist sich keiner Schuld bewusst und fordert den Gesetzeshüter mit spöttischen Sprüchen heraus. Für Priester Henry Grund genug in seinen modrigen Büchern zu schmökern. Darin stößt er auf eine alte Prophezeiung, die die Ankunft des Antichristen voraussagt. Horrorfans, die schon einige OMEN-Flicks gesehen haben, dürften vermutlich schnell ahnen wohin die Reise gehen wird: Der smarte Robbie wird als der Leibhaftige entlarvt und es kommt zum großen Showdown.
 
WAY OF THE WICKED ist mittelprächtige Dutzendware ohne nennenswerte Höhen und Tiefen. Nach dem Horror-Murks 7 BELOW – HAUS DER DUNKLEN SEELEN konnte Regisseur KEVIN CARRAWAY aber immerhin beweisen, dass er bestrebt ist sich weiterzuentwickeln zu wollen. Auch wenn der neuste Ausflug ins Horror-Milieu nicht der Rede wert ist, so ist WAY OF THE WICKED bedeutend besser als das was CARRAWAY bisher fabriziert hat. Einen großen Mehrwert bieten die Schauspieler, die für ein überraschungsarmes Machwerk wie WAY OF THE WICKED recht ordentlich agieren. VINNIE JONES legt zur Abwechslung sein Bad-Boy-Image ab und glänzt als fürsorgender Familienvater mit ungewöhnlich sanftem Schauspiel. Nach seinem Auftritt als grobschlächtiger Bösewicht in MIDNIGHT MEAT TRAIN eine schon sehr gewöhnungsbedürftige Wandlung, die ihm aber sichtlich gut zu stehen scheint. Ansonsten passiert in WAY OF THE WICKED nichts, was man nicht so schon in dutzenden von OMEN-Plagiaten gesehen hat. So müssen einige Kids sterben, die dem Auserwählten zu aufdringlich werden und Priester Christian „Henry“ Slater ist vehement damit beschäftigt Zuschauer und Protagonisten von seiner Theorie über die Ankunft des Antichristen zu überzeugen. Am Ende gibt den fürs Horror-Genre üblichen Überraschungs-Twist und einige atmosphärische Momente darf der Filmfan auch noch erleben. Ein wirkliches Must-See ist WAY OF THE WICKED mit Sicherheit nicht, es sei denn man hat ein Faible für austauschbare Geschichten, bei denen man das Gefühl nicht loswerden möchte, dass man sie in gleicher Form schon ziemlich oft auf der Mattscheibe hatte. Immerhin versteht es CARRAWAY wie kein anderer dumme Filme zu drehen, die unterhalten. Trotz banaler Geschichte kommt nämlich nie Langeweile auf, so dass sein durchwachsener Okkult-Trash zumindest neunzig Minuten schnörkellosen Kurzweil bietet. Wirklich viel hängen bleibt danach aber leider nicht. Aber welchem Horrorfilm neueren Datums gelingt das heutzutage eigentlich überhaupt noch?
 
 
 


 
 
 

WAY OF THE WICKED – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Der Klassiker DAS OMEN meets FEAR – WENN LIEBE ANGST MACHT. Temporeich inszenierter Okkult-Thriller für Fans unterhaltsamer B-Horror Movies, der trotz der ewig gleichen Leier von der Ankunft des Antichristen immerhin knapp neunzig Minuten solide unterhält. Nach einigen Rohrkrepierern hat sich Regisseur KEVIN CARRAWAY zwar wieder nicht mit Ruhm bekleckert, dafür aber einen rasanten Videomarkt-Trasher für Zwischendurch gedreht, der einige unterhaltsame Minuten verspricht. WAY OF THE WICKED beginnt wie jede x-beliebige Teenie-Schmonzette und entwickelt sich zügig zum Okkult-Mysterygrusler – freilich ohne derbes Gematsche. Ab Filmmitte hat der Streifen mit ein paar Hängern zu kämpfen, weil die Spannung aus dem Drehbuch radiert wurde; CARRAWAY findet aber schon bald das Gaspedal und tritt noch einmal kräftig durch. Am Ende gibt es einen überraschenden Storytwist und der Abspann flimmert über den Bildschirm. WAY OF THE WICKED ist schnörkellose Videounterhaltung für einen verregneten Sonntagnachmittag – mehr aber auch nicht.
 
 
 


 
 
 

WAY OF THE WICKED – Zensur

 
 
 
WAY OF THE WICKED ist hierzulande unbeschadet mit FSK16 in den Handel gekommen. Bis auf einige blutige Nasen, einen Erntemaschinen-Mord und Augen, die durch Spiegelglas zerfetzt werden gibt es hier nur wenig Gewalt zu sehen.
 
 
 


 
 
 

WAY OF THE WICKED – Deutsche Blu-ray

 
 
 
way-of-the-wicked-blu-ray

(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Way of the Wicked; USA 2013

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.77:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 23.09.2014

 

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WAY OF THE WICKED – Weitere Veröffentlichungen

 
 
 
Vom-Teufel-besessen-The-ultimate-Devils-Collection

(c) Maritim Pictures GmbH im Vertrieb der KNM Home Entertainment GmbH

 
 
Neben der erhältlichen Film-DVD und Blu-ray wurde WAY OF THE WICKED auch zusammen mit drei weiteren Horrorfilme in der „Vom Teufel besessen – The ultimate Devils Collection“ veröffentlicht. Auf zwei DVDs sind neben besagtem WAY OF THE WICKED auch folgende drei Streifen enthalten: THE PRESENCE, THE CLOTH und HOLY GHOST PEOPLE. Alle Filme dieser Zusammenstellung sind selbstverständlich ungeschnitten.
 
 

Vom Teufel besessen – The ultimate Devils Collection (2DVDs) auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

WAY OF THE WICKED – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Das Omen (2006) – Remake
 
Das Omen (1976)
 
Fear – Wenn Liebe Angst macht (1996)