Filmreview: „The Mummy Resurrected“ (2014)

The-Mummy-Resurrected-2014
 
 
 

THE MUMMY RESURRECTED

Story

 
 
 
Einige gut gebaute Mädchen haben Lust auf eine archäologische Erkundungstour und untersuchen mit Professor Tralane eine geheimnisvolle Grabkammer, ohne zu wissen, dass sie mit ihren neugierigen Schnüffeleien den Fluch der Mumie entfachen …
 
 
 


 
 
 

THE MUMMY RESURRECTED – Kritik

 
 
 
Findet Regisseur PATRICK MACMANUS eigentlich selbst gut, was er da so fabriziert? Der Mann darf nämlich bereits den zweiten Streifen der unbedeutenden STILL NIGHT MONSTER MOVIES-Reihe des gleichnamigen Produktionshauses drehen und nervt den Zuschauer nach DRACULA REBORN – DIE LEGENDE LEBT (2012) erneut – diesmal jedoch mit Mumien. Die Trash-Hütte hat es sich zur Aufgabe gemacht die beliebten Monster-Klassiker der Universal Studios zu vergewaltigen und unterirdisch dumme Filme zu produzieren, die selbst Werke der legendären ASYLUM-Schundschmiede Oscar-verdächtig aussehen lassen. THE MUMMY RESURRECTED heißt der aktuelle Low-Budget-Gähner, der nun der zweite Beitrag einer geplanten Serie ist, die demnächst mit FRANKENSTEIN REGENERATED, WEREWOLF REBELLION und CREATURE RETURNS in Serie gehen soll. Ob man die kommenden Filme nach dem ohnehin schon miserablen Auftakt sehen muss, sei einmal dahingestellt. Fakt ist, dass mittlerweile mit Low-Budget-Quark viel Geld verdient werden kann, schließlich hat das THE ASYLUM mit hauseigenem Sondermüll mehrfach vorgemacht.
 
Beim zweiten Machwerk der Trash-Reihe hat man sich was ganz besonderes einfallen lassen und gleich mal für Verwirrung gesorgt. Dreist waren nämlich die Plakatpinsler, die sich für die Gestaltung des Filmposters beim prachtvoll ausgestattetem DIE MUMIE – DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS mit BRENDAN FRASER bedient haben und ein weiteres Sequel des Hollywood-Krachers vermuten lassen. Wer aber stets die aktuellen Kino-News verfolgt weiß, dass eine weitere Fortsetzung erst 2016 in die Lichtspielhäuser kommen soll. Demzufolge wurde für THE MUMMY RESURRECTED reichlich Etikettenschwindel betrieben und Filmfans in die Irre geführt, die nun ahnungslos die Geldbörse zücken und zu Haus das kalte Grausen bekommen, weil nicht der FRASER durch die Kamera winkt, sondern Amateurdarsteller von denen man noch nie etwas gehört hat.
 
Bram Stokers JEWEL OF THE SEVEN STAR steuerte für dieses Creature-Feature die Grundlage bei, deren trashigen Umsetzung von Regisseur PATRICK MACMANUS semiprofessionell, uncharmant und todlangweilig heruntergekurbelt wurde. Dabei glänzt der Film mit unzähligen Ungereimtheiten, vielen Logikpatzern und einer derart bierernsten Inszenierung, dass selbst Liebhabern trashiger Horrorstücke ganz schnell das Lachen vergehen dürfte. Wir sehen fünf strunzdumme Schönheitsköniginnen, die mit perfekten Zähnen, operierten Nasen und (unechten?) Rundungen vom Catwalk in eine ägyptische Wüste transferiert wurden, wo sie nun zusammen mit Professor Tralane (STUART RIGBY) das Grab einer geheimnisvollen Mumie untersuchen wollen. Auf eine archäologische Ausrüstung wird gepfiffen, stattdessen trägt man lieber knappe Höschen und 3-Wetter-Taft, schließlich soll auch im staubigen Wüstenwind das Haar immer perfekt sitzen. Die „geheime“ Hölle, in deren Eingang eine ganze Kolonne Trucks einfahren und wenden könnte, ist mit Hilfe angeheuerter Einheimischer und verschlüsselten Aufzeichnungen zügig gefunden, so dass die Ausgrabungssause endlich beginnen kann. Leider müssen die Hobby-Archäologen vor einer libysche Grenzpatrouille flüchten, die den einheimischen Wegweisern nach dem Leben trachten wollen. So wirklich Todesangst hat jedoch keines der Mädchen, denn erstmal müssen kostbare Relikte erkundet werden, die selbstverständlich am Eingang der Höhle unauffällig platziert wurden. Eine versteinerte Wand lässt sich mit Hilfe einer Tastenkombination auf einem Skarabäus öffnen und verschafft den ungebetenen Besuchern Zutritt zum Schlafgemach der modrigen Mumie. Was folgt, muss eigentlich niemand gesehen haben. Professor Tralane schert sich nicht mehr um das Wohlergehen der Mädchen, sondern flüstert wie in Trance verbotene Sprüche eines mysteriösen Rituals. Die nervigen Protagonistinnen schlendern währenddessen unvorsichtig durch ein Labyrinth angemalter Pappmaschee und werden nacheinander vom Fluch der Mumie in den Filmhimmel getrieben. Vielen Fragen bleiben ungeklärt, die Geschichte strotzt nur so vor Fehlern und wohin das Produktionsbudget von knapp einer Million Scheinchen geflossen sein sollen, vermag auch der Film nicht beantworten zu können.
 
Merkste was? Die Macher des 750 000 Dollar teuren Blödsinns waren nicht sonderlich daran interessiert den Zuschauer mit einer halbwegs kurzweiligen Geschichte unterhalten zu wollen, denn wie so oft dürfte wohl eher das schnelle Geld gelockt haben. Die notdürftig zusammengesponnene Geschichte besitzt außer ein paar adretten Hauptdarstellern und der nett gewerkelte Mumie nichts was überhaupt von Interesse wäre. Letztere schreitet dazu auch noch recht unkreativ zur Tat und ist meist damit beschäftigt die Lebensenergie der dreisten Eindringlinge auszusaugen, statt euphorisch im Gedärm ihrer Opfer zu wühlen. Das Schlachtbeil bleibt im Keller, was angesichts der vielen Defizite im Drehbuch schon als doppelt ärgerlich zu werten ist. So muss der Zuschauer am Ende mal wieder verbittert feststellen, dass er wichtige Lebenszeit in einen schlecht gespielten Horrorfilm investiert hat, der zudem noch mit ganz furchtbaren Dialogfetzen auf den Zünder geht. Daher: Bitte im Kaufhaus nicht vom ansprechenden Cover blenden lassen, denn THE MUMMY RESURRECTED ist ein Griff ins Klo – wir haben gewarnt!
 
 
 


 
 
 

THE MUMMY RESURRECTED – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Es gibt guten Trash, es gibt schlechten Trash und es gibt Trash für dessen Umsetzung man die Schöpfer des Abfalls steinigen müsste, weil sie dem Zuschauer kostbare Lebenszeit rauben. Bereits DRACULA REBORN – DIE LEGENDE LEBT (2012) war ganz furchtbarer Nonsens. Die Creature-Feature-Serie STILL NIGHT MONSTER MOVIES geht aber mit der Mumien-Schlafpille THE MUMMY RESURRECTED in die zweite Runde und hat den gleichen Regisseur im Petto, der zuvor den DRACULA REBORN vermasselt hat. Gut für die Brieftasche des Machers, schlecht für die Geduld des Filmfans, der sich mal wieder vom leckeren DVD-Cover hat blenden lassen. Bei solchen Machwerken wie THE MUMMY RESURRECTED dürfte sich BRAM STOCKER im Grabe winden, der für diesen Schmarrn ganz unfreiwillig die Vorlage JEWEL OF THE SEVEN STAR beigesteuert hat. Das Resultat ist ein todlangweiliger Film mit Pappkulisse, schlechten Darstellerleistungen, beschämenden Dialogen und viel Lärm um eigentlich nichts. Ganz besonders ärgerlich: Es gibt nicht einmal Mord und Totschlag zu sehen, der vielleicht das ein oder andere Manko hätte wieder wett machen können. So bleibt ganz furchtbarer Videomüll, der sogar noch bedeutend schlechter ist, als das was ASYLUM sonst hervorbringt. Und: Die „besten“ Szenen werden bereits für den Trailer verbraten. Von daher kann man sich die Sichtung getrost sparen.
 
 
 


 
 
 

THE MUMMY RESURRECTED – Zensur

 
 
 
THE MUMMY RESURRECTED zeigt kaum Gewalt. Ein Protagonist erbricht Steine, eine andere Heldin Blut. Ansonsten saugt die Mumie hauptsächlich ihren Opfern die Lebensenergie aus. Splatterfans schauen enttäuscht aus der Wäsche, schließlich wurde THE MUMMY RESURRECTED mit FSK16-Stempel in Deutschland veröffentlicht.
 
 
 


 
 
 

THE MUMMY RESURRECTED – Deutsche Blu-ray

 
 
 
the-mummy-resurrected-bluray

(c) Starmovie / Edel Germany

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Mummy Resurrected; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1080p / @23,976 Hz)

Laufzeit: ca. 80 Minuten (uncut)

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover (ungeschnittene Fassung)

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 02.04.2015

 
 

The Mummy Resurrected [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

THE MUMMY RESURRECTED – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Bubba Ho-Tep (2002)
 
King Tut – Der Fluch des Pharao (2006)
 
Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers (2008)
 
Der Todesschrei der Mumie (2000)
 

Filmreview: „Way of the Wicked“ (2014)

way-of-the-wicked-2014
 
 
 

WAY OF THE WICKED

DER TEUFEL STIRBT NIE

Story

 
 
 
Teenager Robbie (Jake Croker) ist neu an der Schule und eckt auch gleich bei den neuen Mitschülern an. Priester Henry (Christian Slater) vermutet den Antichristen, weil in Robbies Gegenwart die Kids sterben wie Fliegen …
 
 
 


 
 
 

WAY OF THE WICKED – Kritik

 
 
 
Der Leibhaftige ist zurück und versucht erneut auf der Erde für Chaos zu sorgen. Diesmal trifft es eine amerikanische Kleinstadt, die vom Bösen heimgesucht wird. CHRISTIAN SLATER spielt in WAY OF THE WICKED einen ehemaligen Priester, der die Fährte des Antichristen gewittert hat und alles daran setzt, ihm das Handwerk zu legen.
 
Vom hochgelobten NYMPHOMANIAC (LARS VON TRIER) zurück auf den Videomarkt; SLATER scheint keinen großen Wert auf die Qualität seiner Rollen zu legen. Seit den Erfolgen in den 80ern und 90ern tritt der Schauspieler vermehrt in günstig heruntergedrehten B-Movies auf oder hangelt sich von einem Serien-Auftritt zum nächsten. Am Horrorfilm scheint er aber Gefallen gefunden zu haben, denn seit geraumer Zeit sieht man SLATER immer mal wieder in trashigen Gruslern (wie THE ARK), die für den Videomarkt produziert wurden. Gleiches gilt übrigens auch für WAY OF THE WICKED, der sich als typisches Videofutter entpuppt und nichts Großes ist. KEVIN CARRAWAY zeichnet für den durchwachsenen Okkult-Thriller verantwortlich und hat mit dem Horror-Genre bereits erste Erfahrungen im Jahr 2012 sammeln können. Auch hier hat er schon einmal mit einem Ex-Hollywoodstar zusammengearbeitet und Schauspieler VAL KILMER für den unterirdischen 7 BELOW – HAUS DER DUNKLEN SEELEN gewinnen können. Der teilt mit SLATER ähnliches Schicksal und ist auch fast ausschließlich in Direct-to-Produktionen zu sehen ist.
 
Es geht um den smarten Teenager Robbie (JAKE CROKER), der neu an der Schule ist und sogleich den weiblichen Mitschülerinnen den Kopf verdreht. Auch Heather (EMILY TENNANT) freundet sich trotz erster Anlaufschwierigkeiten mit dem unnahbaren Fremden an und erobert sein Herz. Lover Greg (AREN BUCHHOLZ) findet das gar nicht lustig und weist den Neuen mit Faustschlägen in die Schranken – wenige Tage später ist Heathers Freund tot. Der grausame Mord macht Priester Henry (CHRISTIAN SLATER) stutzig, der bereits fünf Jahren zuvor einen ähnlichen Fall untersucht hat. Auch hier starb ein Klassenkamerad im Beisein Robbies, der auch gleich ins Visier der Polizei gerät. Cop John Elliott (VINNIE JONES) ist besorgt um das Wohl seiner Tochter Heather und nimmt sich den Burschen zur Brust. Der ist sich keiner Schuld bewusst und fordert den Gesetzeshüter mit spöttischen Sprüchen heraus. Für Priester Henry Grund genug in seinen modrigen Büchern zu schmökern. Darin stößt er auf eine alte Prophezeiung, die die Ankunft des Antichristen voraussagt. Horrorfans, die schon einige OMEN-Flicks gesehen haben, dürften vermutlich schnell ahnen wohin die Reise gehen wird: Der smarte Robbie wird als der Leibhaftige entlarvt und es kommt zum großen Showdown.
 
WAY OF THE WICKED ist mittelprächtige Dutzendware ohne nennenswerte Höhen und Tiefen. Nach dem Horror-Murks 7 BELOW – HAUS DER DUNKLEN SEELEN konnte Regisseur KEVIN CARRAWAY aber immerhin beweisen, dass er bestrebt ist sich weiterzuentwickeln zu wollen. Auch wenn der neuste Ausflug ins Horror-Milieu nicht der Rede wert ist, so ist WAY OF THE WICKED bedeutend besser als das was CARRAWAY bisher fabriziert hat. Einen großen Mehrwert bieten die Schauspieler, die für ein überraschungsarmes Machwerk wie WAY OF THE WICKED recht ordentlich agieren. VINNIE JONES legt zur Abwechslung sein Bad-Boy-Image ab und glänzt als fürsorgender Familienvater mit ungewöhnlich sanftem Schauspiel. Nach seinem Auftritt als grobschlächtiger Bösewicht in MIDNIGHT MEAT TRAIN eine schon sehr gewöhnungsbedürftige Wandlung, die ihm aber sichtlich gut zu stehen scheint. Ansonsten passiert in WAY OF THE WICKED nichts, was man nicht so schon in dutzenden von OMEN-Plagiaten gesehen hat. So müssen einige Kids sterben, die dem Auserwählten zu aufdringlich werden und Priester Christian „Henry“ Slater ist vehement damit beschäftigt Zuschauer und Protagonisten von seiner Theorie über die Ankunft des Antichristen zu überzeugen. Am Ende gibt den fürs Horror-Genre üblichen Überraschungs-Twist und einige atmosphärische Momente darf der Filmfan auch noch erleben. Ein wirkliches Must-See ist WAY OF THE WICKED mit Sicherheit nicht, es sei denn man hat ein Faible für austauschbare Geschichten, bei denen man das Gefühl nicht loswerden möchte, dass man sie in gleicher Form schon ziemlich oft auf der Mattscheibe hatte. Immerhin versteht es CARRAWAY wie kein anderer dumme Filme zu drehen, die unterhalten. Trotz banaler Geschichte kommt nämlich nie Langeweile auf, so dass sein durchwachsener Okkult-Trash zumindest neunzig Minuten schnörkellosen Kurzweil bietet. Wirklich viel hängen bleibt danach aber leider nicht. Aber welchem Horrorfilm neueren Datums gelingt das heutzutage eigentlich überhaupt noch?
 
 
 


 
 
 

WAY OF THE WICKED – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Der Klassiker DAS OMEN meets FEAR – WENN LIEBE ANGST MACHT. Temporeich inszenierter Okkult-Thriller für Fans unterhaltsamer B-Horror Movies, der trotz der ewig gleichen Leier von der Ankunft des Antichristen immerhin knapp neunzig Minuten solide unterhält. Nach einigen Rohrkrepierern hat sich Regisseur KEVIN CARRAWAY zwar wieder nicht mit Ruhm bekleckert, dafür aber einen rasanten Videomarkt-Trasher für Zwischendurch gedreht, der einige unterhaltsame Minuten verspricht. WAY OF THE WICKED beginnt wie jede x-beliebige Teenie-Schmonzette und entwickelt sich zügig zum Okkult-Mysterygrusler – freilich ohne derbes Gematsche. Ab Filmmitte hat der Streifen mit ein paar Hängern zu kämpfen, weil die Spannung aus dem Drehbuch radiert wurde; CARRAWAY findet aber schon bald das Gaspedal und tritt noch einmal kräftig durch. Am Ende gibt es einen überraschenden Storytwist und der Abspann flimmert über den Bildschirm. WAY OF THE WICKED ist schnörkellose Videounterhaltung für einen verregneten Sonntagnachmittag – mehr aber auch nicht.
 
 
 


 
 
 

WAY OF THE WICKED – Zensur

 
 
 
WAY OF THE WICKED ist hierzulande unbeschadet mit FSK16 in den Handel gekommen. Bis auf einige blutige Nasen, einen Erntemaschinen-Mord und Augen, die durch Spiegelglas zerfetzt werden gibt es hier nur wenig Gewalt zu sehen.
 
 
 


 
 
 

WAY OF THE WICKED – Deutsche Blu-ray

 
 
 
way-of-the-wicked-blu-ray

(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Way of the Wicked; USA 2013

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.77:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 23.09.2014

 

Way of the Wicked – Der Teufel stirbt nie! [Blu-ray] ungeschnitten bei AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

WAY OF THE WICKED – Weitere Veröffentlichungen

 
 
 
Vom-Teufel-besessen-The-ultimate-Devils-Collection

(c) Maritim Pictures GmbH im Vertrieb der KNM Home Entertainment GmbH

 
 
Neben der erhältlichen Film-DVD und Blu-ray wurde WAY OF THE WICKED auch zusammen mit drei weiteren Horrorfilme in der „Vom Teufel besessen – The ultimate Devils Collection“ veröffentlicht. Auf zwei DVDs sind neben besagtem WAY OF THE WICKED auch folgende drei Streifen enthalten: THE PRESENCE, THE CLOTH und HOLY GHOST PEOPLE. Alle Filme dieser Zusammenstellung sind selbstverständlich ungeschnitten.
 
 

Vom Teufel besessen – The ultimate Devils Collection (2DVDs) auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

WAY OF THE WICKED – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Das Omen (2006) – Remake
 
Das Omen (1976)
 
Fear – Wenn Liebe Angst macht (1996)
 

Filmreview: „666 – Paranormal Prison“ (2013)

666 - PARANORMAL PRISON
 
 
 

666 – PARANORMAL PRISON

Story

 
 
 
Ein weiterer Wackelcam-Film: Ein Team des FBI soll den mysteriösen Vorkommnissen in einem verlassenen Gefängnis auf den Grund gehen und stößt bei den Ermittlungen auf das abgrundtief Böse …
 
 
 


 
 
 

666 – PARANORMAL PRISON – Kritik

 
 
 
Manch deutsches Filmlabel weiß, wie man aus bierernsten Horrorfilmen wahrlich köstliche Komödien zaubert. Man nehme einfach hundsmiserabel zusammengeschusterten Found-Footage-Trash und spendiere ihm eine grottenschlechte Synchronisation mit Sprechern, die offenbar weder ihr Handwerk, noch die deutsche Sprache verstehen. Fertig ist der schnelle Spaß für Zwischendurch, der mit genügend Bier zum Hit auf jeder Filmglotzerfete wird. Die Pornoübersetzung hat 666 – PARANORMAL PRISON auch bitter nötig, denn im Originalton ist der Streifen das wohl Übelste, was das Filmjahr 2013 hervorgebracht hat. Es mag ja immer wieder Horrorfilme geben, die ihr eigentliches Ziel verfehlen und den Zuschauer ins Koma flimmern, statt ihn zu Tode zu ängstigen. In 666 – PARANORMAL PRISON erlebt der Zuschauer eine neue Dimension filmischen Grauens, denn hier steckt zwar der Geist im Film, fehlt dafür aber im Drehbuch. Das macht sich vor allem bei den trivial zusammengesponnenen Dialogen bemerkbar, die sich vornehmlich tief unter der Gürtellinie befinden und sich konstant auf dem Niveau pubertärer Halbwüchsiger bewegen.
 
 
“ Wie hast du es nur durch die Aufnahmeprüfung geschafft?“ – „Na mit Schwanz und Charisma“ – „Oh Mann, weißt du was du brauchst? – Du brauchst Jesus“
 
 
Eigentlich heißt 666 – PARANORMAL PRISON im Original 616 – PARANORMAL INCIDENT und ist die Quasi-Fortsetzung des bereits 2011 erschienenen PARANORMAL INCIDENT. In Sachen Dilettantismus ist der nachfolgende Teil dem Erstling ebenbürtig und darf als wohl ultimatives Schlaferlebnis im aktuellen Filmjahr gewertet werden. Umso dreister, dass man dem ohnehin schon desaströsen Vorgänger eine Fortsetzung folgen ließ, die für den internationalen Filmmarkt sogar noch unter anderem Namen vermarktet wurde. Ein Schelm, wer da Böses vermutet, schließlich hätte bei so einem katastrophal zusammengeklautem Vorgänger kein Horrorfan zum Sequel gegriffen. Weil in „Geist“-reichen Zeiten „verwackelte“ Kinoerfolge wie PARANORMAL ACTIVITY (2007) genug Zaster in die Kinokassen schwemmen, sind es vor allem die kleinen Indieproduktionen, die mit unzureichendem Know-How die Erfolgsrezeptur der Großen zu kopieren versuchen. Und gerade weil man für Found-Footage-Filme kein teures Equipment oder viel Budget benötigt, sprießen solche Werke wie die Pilze aus dem Boden. 666 – PARANORMAL PRISON ist auch so eine dieser Produktionen, die mit möglichst wenig Aufwand ganz viel Umsatz generieren möchten. Ganz zum Leidwesen des Filmfans, der sich aufgrund des reißerisch gestalteten Covers zum Kauf verleiten lässt und sich nach Sichtung schwarz ärgert, weil er für so einen Schwachsinn viel Geld ausgegeben hat. 666 – PARANORMAL PRISON wurde von DAVID CHIRCHIRILLO inszeniert, der bisher nicht weiter aufgefallen ist und auch noch nichts Nennenswertes geleistet hat. Weil man vermutlich in 666 – PARANORMAL PRISON kein großartiges Erfolgspotenzial gesehen hat, durfte der bisher unbekannte CHIRCHIRILLO gleich mal sein nichtvorhandenes Regiekönnen unter Beweis stellen und an seinem Spielfilmdebüt tüfteln. Wo hier der dreiste Ideenraub stattgefunden hat, ist schnell ergründet, denn 666 – PARANORMAL PRISON entpuppt sich als lächerliches Light-Duplikat des bereits 2011 entstandenen GRAVE ENCOUNTERS, der in Genrekreisen durchaus positiv aufgenommen wurde.
 
Während sich im besagten GRAVE ENCOUNTERS ein Filmteam durch eine spukende Psychiatrie kämpft, ist es in 666 – PARANORMAL PRISON eine Spezialeinheit des FBIs, die in ein leerstehendes Gefängnis gerufen wird, weil es dort nicht mit rechten Dingen zugehen soll. Man stößt auf eine seltsame Frau, die wenig später von einer (Para)Psychologin aus anfänglich unerklärlichen Gründen in einen Zelltrakt gesperrt wird. Eine gute Entscheidung, denn schnell stellt sich heraus, dass die ominöse Fremde gar nicht so hilflos ist, wie sie es anfänglich vortäuscht. In ihr steckt das Böse, das sich durch die Wände des Gebäudes frisst und bald für das Verschwinden und den Tod des gesamten Einsatzteams verantwortlich gemacht wird. Das abgedroschene Filmthema über Geister in verwaisten Gebäuden durchläuft dabei die gängigen Regeln üblicher Found-Footage-Ware. Das Geschehen wird wie gewohnt mit Hilfe verschiedener Kameratechniken protokolliert, die oftmals kaum erkennen lassen, was da im Film gerade passiert. Hierbei kommen sogar Brillen zum Einsatz, in welche Mikrokameras verbaut wurden. Vermutlich die wirklich einzige erwähnenswerte Idee im gesamten Film, erweist sich diese Methode gerade dann als recht effektiv, wenn der Zuschauer das Geschehen aus der Egoansicht miterleben darf. Da flitzen dann doch schon mal dunkle Gestalten auf die ahnungslosen Crewmitglieder zu, so dass sich der Genrefan in einer Art filmischem Egoshooter wähnen dürfte. Apropos Gestalten, hier hat man sich leidenschaftlich beim Original EVIL DEAD (1981) bedient. Denn nachdem die einzelnen Crew-Mitglieder nacheinander das Zeitliche gesegnet haben, wandeln sie als besessene Killerdämonen mit weißen Kontaktlinsen durch die Gänge des Gefängnisses. SAM RAIMI hat es 1981 vorgemacht, DAVID CHIRCHIRILLO 2013 kläglich kopiert. Ansonsten gibt es in 666 – PARANORMAL PRISON viel Füllstoff, damit der Streifen auf seine Filmzeit kommt. Wir erleben unwichtige Entdeckungstouren, die oft gar keinen Sinn ergeben, eine klaustrophobische Kulisse, die erst gar nicht genutzt wird um zu Erschrecken oder gar zu Gruseln und einen kaum vorhandener Spannungsbogen, der 666 – PARANORMAL PRISON zum wohl langweiligsten Wackelcam-Heuler der letzten Dekaden macht. Wem seinen Lebenszeit kostbar ist, sollte diesen Billigmist möglichst meiden, denn mit Filmen wie 666 – PARANORMAL PRISON versaut man sich nur die Freunde am Tag!
 
 
 


 
 
 

666 – PARANORMAL PRISON – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
 
Talentfreie Laiendarsteller, dreist geklaute Ideen, absolut furchtbare Synchronisation, austauschbare Handlung und eine nahezu nicht vorhandene Spannungskurve. In 666 – PARANORMAL PRISON gibt es kaum Positives, das Erwähnung finden könnte. Wer dennoch den Mut aufbringt, einen Ausflug in dieses Gefängnis zu wagen, sollte auf das Schlimmste vorbereitet sein – wir haben Euch gewarnt!
 
 
 


 
 
 

666 – PARANORMAL PRISON – Zensur

 
 
 
In 666 – PARANORMAL PRISON gibt es am Ende etwas Splatter zu sehen. Aufgrund einiger zerstückelter Leichenteile wurde der Streifen hierzulande ab 18 Jahren freigegeben. Die deutsche Fassung ist mit KJ-Kennzeichnung ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

666 – PARANORMAL PRISON – Deutsche Blu-ray

 
 
 
666 - PARANORMAL PRISON blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: 616: Paranormal Incident; USA 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch DD 2.0

Untertitel: keine

Bild: 1.78:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK 18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Interview-Feature (ca. 9 Minuten, keine UT), Audiokommentar (keine UT), Filmtrailer (ca. 3 Minuten)

 
 
 

666 – Paranormal Prison – Horror Extreme Collection [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

666 – PARANORMAL PRISON – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Grave Encounters 2 (2012)

Grave Encounters (2011)

Apartment 143 (2011)

Filmreview: „Nesting 2 – Amityville Asylum“ (2013)

The-Amityville-Asylum
 
 
 

THE NESTING 2 – AMITYVILLE ASYLUM

Story

 
 
 
Die arbeitslose Lisa (Sophia Del Pizzo) bewirbt sich als Putzkraft in einem naheliegenden Krankenhaus. Sie erhält die Stelle und findet heraus, dass an ihrem neuen Arbeitsplatz einst das legendäre Spukhaus von AMITYVILLE gestanden haben soll. Das wäre vermutlich noch kein Grund zur Sorge, würden nicht einige seltsame Vorkommnisse die schreckhafte Lisa zu Tode ängstigen …
 
 
 


 
 
 

THE AMITYVILLE ASYLUM – Kritik

 
 
 
Erstaunlich, mit welch eisernem Willen mancher Filmemacher an seiner Karriere bastelt. Da werden in vielen Fällen erste Gehversuche in Form von Kurzfilmen gewagt oder fleißig an eigenen Drehbüchern gekritzelt. Immer in der Hoffnung, irgendjemand da draußen mit dem eigenen kreativen Tun überzeugen zu können. Der Engländer ANDREW JONES ist so ein Fall. Der hat nämlich klein angefangen und dreht, schreibt und produziert mittlerweile fleißig ein Horrorfilmchen am anderen. Zwar erreichen diese Produktionen nicht einmal annähernd den Standard gängiger Videopoduktionen, finden aber dennoch immer wieder einen Verleih, der die günstig inszenierten Werke auswerten möchte. So riss sich der in Genre-Kreisen nicht unbekannte Anbieter LIONSGATE die Auswertungsrechte einiger seiner Grusler für Nordamerika unter den Nagel, während hierzulande Nischenlabel MIG FILMGROUP/ EDEL FILM genug Potenzial in JONES Schaffen sah, um einige seiner Filme auf DVD und Blu-ray zu veröffentlichen. Traurigerweise erlitt sein aktueller Streifen das gleiche Schicksal wie viele andere Horrorfilme der letzten Zeit in Deutschland. Aus THE AMITYVILLE ASYLUM wurde kurzum THE NESTING 2 – AMITYVILLE ASYLUM, was nicht nur vollkommen falsche Erwartungen schürt, sondern an sich schon gar keinen Sinn ergibt. Während hier fälschlicherweise mit einer Fortsetzung des nostalgischen 80s-Slashers THE NESTING – HAUS DES GRAUENS geworben wird, erschließt sich der Grund dieser Titelneukreation nicht wirklich. Der einst zu Unrecht indizierte Slasher aus dem Jahre 1981 dürfte vermutlich nur den wenigsten Käufern ein Begriff sein. Zudem hat THE NESTING nichts, aber auch gar nichts mit dem vorliegenden THE AMITYVILLE ASYLUM am Hut, was nahelegt, dass dieses unüberlegte Titelvergehen den Verkauf dieser grotesken Veröffentlichung kaum ankurbeln dürfte.
 
Wie bereits das wenig einleuchtende Cover (Welcher Zusammenhang besteht bitte zwischen der dort abgebildete Fratze und dem vorliegenden Indie-Schocker?) suggeriert, verheißen die Geschehnisse in THE NESTING 2: AMITYVILLE ASYLUM für die jobsuchende Lisa Templeton (SOPHIA DEL PIZZO) nichts Gutes. Die braucht nämlich händeringend eine neuen Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Da sie in ihrem bisher wenig erfolgreichen Leben nichts anderes getan hat als zu putzen, bewirbt sie sich als Reinigungskraft in einem riesigen Krankenhaus und erhält zu ihrem Erstaunen direkt eine Festanstellung vom Anstaltsleiter höchstpersönlich. Der hat jedoch verschwiegen, dass der Job auch einen Haken besitzt. Denn tief unten im Keller befindet sich ein Hochsicherheitstrakt, der unter dem Namen Abteilung X einige der gemeingefährlichsten Psychopathen der Stadt beherbergt. Dort soll die etwas unsichere Lisa auch ab und an mal durchwischen, damit einige der irren Gewaltverbrecher auch bisschen was zum Glotzen haben. So beginnt die Heldin unbekümmert mit ihrer Arbeit die Böden zu schrubben, bis ihr eine tote Patientin mysteriöse Botschaften zuflüstert und sich der Zuschauer in einer etwas gehaltlosen Version des Kulthits THE SIXTH SENSE wähnt. Aber THE NESTING 2 würde nicht zugleich AMITYVILLE ASYLUM heißen, würde nicht auch etwas AMITYVILLE HORROR geboten werden. Denn während sich das Personal über den scheinbar wirren Geisteszustand des neu angestellten GHOSTWISPERERS erheitert, findet Lisa heraus, dass das sagenumwobene AMITYVILLE Haus just an jenem Ort gestanden haben muss, an dem sich nun ihr neuer Arbeitsplatz befindet.
 
Immerhin isses dann doch kein günstig heruntergekurbelter SIXTH SENSE-Abklatsch geworden, denn THE NESTING 2 – AMITYVILLE ASYLUM knüpft erstaunlich intelligent an den berüchtigten AMITYVILLE-Mythos an. Die bisherigen Teile werden gekonnt ausgeblendet und machen THE AMITYVILLE ASYLUM zu einem ganz eigenständigen Filmchen, der bis auf die wahre Geschichte der DEFEO-Familie nichts mit dem eigentlichen Filmfranchise zu tun hat. Aus Poltergeist- und Spukfilm wird kurzerhand ein Sekten-Grusler, der ewig benötigt, bis er überhaupt mal in die Puschen kommt. 20 000 US-Dollar soll THE AMITYVILLE ASYLUM gekostet haben, eine Prämisse, die schon ahnen lässt, in welche Richtung dieser Low-Budget-Film gehen wird. Und in der Tat, bereits mit den Credits (die sich im Übrigen zehn lange Minuten ziehen) offenbart sich auch gleich der zweifelhafte Qualitätsgehalt dieser vollkommen überflüssigen Billig-Produktion. THE NESTING 2 – AMITYVILLE ASYLUM ist mal wieder so ein Fall, dem das viel zu knappe Budget überhaupt nicht zugute kommen möchte. Hier merkt der Zuschauer an beinahe jeder Szene, dass man einfach keinen Film dieser Größenordnung drehen sollte, wenn man nicht das hierfür notwendige Kleingeld besitzt. ANDREW JONES THE NESTING 2 – AMITYVILLE ASYLUM schaut laienhaft und billig aus. Fast schön möge man meinen, man würde eine Produktion auf Amateurniveau sehen. Zwar hat sich JONES mit seiner eigenen Produktionsfirma der Herstellung günstiger B-Movie-Ware angenommen; die Ausleuchtung in seinem aktuellen Streifen ist dennoch als hundsmiserabel zu bezeichnen. Oft lässt sich kaum erkennen, was da eigentlich auf der Mattscheibe passiert. Zudem nervt die unprofessionelle Kameraführung, die ständig damit beschäftigt ist, die nun wahrlich nicht schönen Gesichter möglichst nah heranzuzoomen. Die Authentizität der Geschehnisse wird aufgrund der nicht vorhandenen Gruselstimmung vollkommen außer Acht gelassen. So unterhalten sich die wenigen Angestellten ununterbrochen über belanglosen Nonsens, wobei sich der Filmfreund nicht nur einmal fragen dürfte, ob in dieser Klinik eigentlich überhaupt gearbeitet wird. Zudem scheint die Tatsache vollkommen realitätsfern, dass sich die neue Angestellte problemlos in einem Hochsicherheitstracht bewegen darf, ohne dabei von geschultem Sicherheitspersonal beaufsichtigt zu werden. Immerhin hat THE AMITYVILLE ASYLUM mit Darstellerin SOPHIA DEL PIZZO einen Lichtblick zu verzeichnen. Die hebt sich mit ihrer schlichten Optik von den Hochglanz-Amazonen anderer Mainstream-Schocker ab und schafft es sogar durch ihre Natürlichkeit so etwas wie Sympathie beim Zuschauer zu wecken. Trotzdem verliert sich ihr ansatzweise talentiertes Agieren in einem viel zu langweiligen Anstaltsthriller, der irgendwie ohne nennenswerte Höhepunkte einschläfernd vor sich her plätschert. Originalität ist hier Fehlanzeige und der auf dem deutschen Cover reißerisch angedeutete Vermerk, dass dieser Film zur HORROR EXTREME COLLECTION des hiesigen Anbieters gehört, fast schon als schlechter Scherz zu betiteln. EXTREME ist hier nämlich nur die deutsche Synchronisation, die mal wieder fix mit teilnüchternen Statisten am Bierstammtisch auf Band gesprochen worden sein muss.
 
 
 


 
 
 

THE AMITYVILLE ASYLUM – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Leidlich spannender Gruselfilm, der zwar trotz oder gerade wegen seiner unprofessioneller Inszenierung charmant indielike ausschaut aber – absolut uncharmant – langweilig ist …
 
 
 


 
 
 

THE AMITYVILLE ASYLUM – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung ist ungeschnitten. Zwar gibt es ein paar wenige Szenen zu sehen in der Gewalt zelebriert wird; die sind jedoch so unspektakulär, dass die Cover-Bezeichung HORROR EXTREME COLLECTION vollkommen übertrieben ist. Hinzukommt, dass die deutsche Heimkinofassung trotz mangelndem Blutgehalt unverständlicherweise erst ab 18 Jahren freigegeben ist!
 
 
 


 
 
 

THE AMITYVILLE ASYLUM – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Amityville Asylum; Großbritannien 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Trailershow

 
 
 

The Nesting 2 – Amityville Asylum – Horror Extreme Collection [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

THE AMITYVILLE ASYLUM – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Sanitarium (2013)

Psych:9 (2010)

The Ward (2010)

Asylum (1972)

Insanitarium (2008)

Filmreview: „Mine Games“ (2012)

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MINE GAMES

Story

 
 
 
Sieben Studenten machen Urlaub in der Einöde Amerikas und entdecken eine mysteriöse Mine. Unzählige Warnschilder halten die Freunde jedoch nicht davon ab, das geheimnisvolle Bergwerk zu erkunden, was natürlich wenig später im Desaster endet …
 
 
 


 
 
 

MINE GAMES – Kritik

 
 
 
Achtung: wer sich den Filmspaß nicht verderben lassen möchte, sollte vom Lesen der Kritik absehen – hier sind nämlich Spoiler enthalten!
 
 
 
Wenn die Helden eines Films einen Ausflug in die amerikanische Wildnis unternehmen möchten und dabei gänzlich auf Internet- und Handyempfang verzichten müssen, dürfte der interessierte Filmfreund schon ein ungutes Gefühl in der Magengegend verspüren. Finden die Protagonisten dann noch eine versteckte Mine, vor deren Betreten ausdrücklich gewarnt wird, liegt die Vermutung nahe, dass das unvorsichtige Erkunden des Stollens mit Sicherheit ein böses Ende nehmen wird. Im erfinderischen Psychothriller MINE GAMES trifft genau das zu, wobei man Regisseur RICHARD GRAY immerhin zugute halten muss, dass er sich mit seinem Filmchen vom üblichen Horrorbrei der letzten Jahre abzuheben versucht. Bei seinem MINE GAMES handelt es sich um keinen weiteren unnötigen Vertreter innerhalb des Genres, denn auch wenn die Thematik einmal mehr Folter- und Slashergurken ins Gedächtnis ruft – der Film geht vollkommen andere Wege. Umso eindringlicher der Ratschlag, sich vor Sichtung des Gruselstücks weder Trailer, Inhaltsangabe oder Kritiken zu Gemüte zu führen – denn gänzlich unvorbereitet erzielt GREYS Zweitwerk die beste Wirkung beim Zuschauer. 2010 hat der australische Regisseur mit seinem romantischen Drama SUMMER CODA Frauenherzen schneller schlagen lassen und erste Regieerfahrungen sammeln können. Umso überraschender, dass er sich nach zwei Jahren Pause ausgerechnet mit einem Horrorfilm zurückmeldet und diesen sogar in die amerikanischen Lichtspielhäuser bringen konnte. Anders als in seinem melodramatischen Erstling geht es in MINE GAMES weitaus düsterer zugange, wobei der Mysterythriller einige Hochschulabsolventen durch die Filmhölle jagt.
 
Die Geschichte dreht sich um sieben Freunde, die sich für ein trinkfestes Party-Wochenende ausgerechnet ein Haus im Nirgendwo ausgesucht haben. Fernab von Lärm und Hektik sagen sich hier nicht nur Fuchs und Hase Gute Nacht, auch vom technischen Fortschritt ist weit und breit nichts zu spüren. So verzichten die Studenten gern auf Handy und Internet und frönen Alkohol und Drogen. Auf dem Weg zur Sause huscht den Kids dann doch irgendwas vor die Karre, so dass sie in die Büsche brettern und das Auto selbstverständlich zum Erliegen kommt. Weiter geht´s per Fußmarsch. Die Freunde erreichen wenig später eine schick eingerichtete Hütte und lassen sich´s dort erst einmal gut gehen. Während Michael (JOSEPH CROSS) ein „klein wenig“ an Schizophrenie leidet und immer wieder aufgefordert werden muss, doch seine Pillen zu nehmen, finden einige der Anwesenden im Wald eine verlassene Mine, die natürlich die Neugier weckt. Die Verbotsschilder werden missachtet und mysteriöse Symbole an den Wänden der Mine beeindrucken herzlich wenig. Gute Laune steht im Vordergrund und so begibt sich die Bande auf Erkundungstour ins Dunkel. Das Party-Wochenende scheint seinen Siedepunkt zu erreichen, bis plötzlich seltsame Dinge vor sich gehen. Im Bergwerk werden tote Körper entdeckt, die den eigenen gleichen und Medium Rose (REBECCA DA COSTA) findet in ihrem schlauen Büchlein heraus, dass jene missachteten Zeichnungen im Inneren der Höhle den „Ouroborus“ zeigen – jene Kreatur aus der antiken Mythologie, die das Leben als eine endlose Reihe von Leben und Wiedergeburt symbolisiert.
 
Wer im Genre bewandert ist und schon einige Filme gesehen hat, dürfte sich wohl gleich an TRIANGLE (2009) zurückerinnert fühlen. Dort konfrontierte Regisseur CHRISTOPHER SMITH Heldin Jess (MELISSA GEORGE) mit ähnlich komischen Vorkommnissen. Jess fand heraus, dass sie wohl Teil eines sich ständig wiederholenden Zeitstrudels sein muss. Auch der zwei Jahre zuvor abgedrehte TIMECRIMES des Spaniers NACHO VIGALONDO bediente sich der raffinierten Zeitschleifen-Thematik und bot ein verschachteltes Filmerlebnis, dass dem Zuschauer volle Aufmerksamkeit abforderte. MINE GAMES ist aus ähnlichem Holz geschnitzt, wenn auch nicht ganz so intelligent und komplex gestrickt, wie der spanische Geheimtipp aus dem Jahre 2007. Das spiegelt sich vor allem in der etwas trivial gehaltenen Inszenierung wieder, denn GREYS Folgewerk kommt weitaus jugendkonformer daher und richtet sich mit seinen adretten Protagonisten zweifelsohne an ein eher MTV-gewohntes Kinopublikum. Hier ist offensichtlich, dass die teils unbekannten Jungschauspieler (die vermutlich nur aufgrund ihrer Optik engagiert wurden) zwar ganz brauchbar interagieren – wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen sie aber keineswegs. Die eindimensionalen Rollen differenzieren kaum voneinander, so dass dem Zuschauer das besiegelte Schicksal der sieben Freunde vollkommen am Allerwertesten vorbeigehen dürfte. Immerhin stimmt auf technischer Ebene alles. MINE GAMES wurde solide gefilmt, so dass kaum auffallen dürfte, dass der Film mit magerem Budget auskommen musste. In Zeiten millionenschwerer Kinoblockbuster immerhin eine beachtliche Glanzleistung, schafft es GREY sogar hin und wieder mit einfachsten Mitteln, so etwas wie Gruselfeeling zu entwickeln. Leider wird der unheimlichen Kulisse nur wenig Beachtung geschenkt, was auf Kostengründe zurückzuführen ist. Begeben sich die Freunde auf Höhlenexpedition, gewinnt auch der Film an Spannung. Die ist leider in MINE GAMES Mangelware, da den gesichtslosen Schnarchnasen viel zu viel Zeit für deren nicht vorhandene Entwicklung eingeräumt wird. So spielt sich ein Großteil der Handlung im Inneren des Feriendomizils ab und protokolliert mit schläfrigem Erzählstil, wie man irgendwie versucht, die knapp 90 Minuten Filmlaufzeit mit Handlung zu versehen. Immerhin geht es am Ende schlag auf Schlag. Das Tempo wird erheblich angezogen, das undurchsichtige Puzzle logisch entschlüsselt und der Film findet einen ganz brauchbaren Abschluss. Ob´s jedoch für einen sehenswerten Gruseltrip ausreicht, sollte jeder Filmfreund selbst beurteilen.
 
 
 


 
 
 

MINE GAMES – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Cleverer erzählter und raffiniert getrickster Horrorthriller mit ebenso schlauer Auflösung. Leider leidet der anfänglich spannend erzählte Gruseltrip etwas am zähen Erzähltempo, denn so wirklich passieren will partout nichts. Immerhin gewinnt der unheimliche Mystery-Grusler gegen Ende wieder an Fahrt. Aufgrund der (zwar nicht neuen aber dennoch) interessanten Zeitschleifen-Thematik ist MINE GAMES dennoch einen Blick wert. Für Fans des Gruselschockers TRIANGLE (2009) definitiv ein Must See!
 
 
 


 
 
 

MINE GAMES – Zensur

 
 
 
Gewalt in MINE GAMES? Die wird hier auf Sparflamme geköchelt und nur selten auf der Mattscheibe zelebriert. Zwar kommen die Protagonisten am Ende dieses Thrillers arg übereilt zu ihrem Tod; brutal oder selbstzweckhaft wirkt das selbstverständlich nicht. Demnach kann der Filmfreund davon ausgehen, dass MINE GAMES hierzulande ungeschnitten veröffentlicht wird – mit FSK16 versteht sich!
 
 
 


 
 
 

MINE GAMES – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Triangle – Die Angst kommt in Wellen (2009)

Timecrimes – Mord ist nur eine Frage der Zeit (2007)

Filmreview: „5 Souls“ (2011)

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5 SOULS

Story

 
 
 
Noahs (Ian Bohen) Leben ist in Gefahr. Das Böse (Steven Schub) höchstpersönlich will sich seine Seele unter den Nagel reißen, bietet dem reichlich verängstigten Noah aber wenigstens einen perfiden Deal an: er soll fünf unschuldigen Menschen das Leben nehmen, um sein eigenes retten zu können …
 
 
 


 
 
 

5 SOULS – Kritik

 
 
 
5 SOULS-Initiator BRETT DONOWHO ist zwar neu hinter der Kamera; unbekannt in der Filmwelt ist er trotzdem nicht. Bereits als junger Kerl hat er hin und wieder in eher anspruchslosen Serien mitgewirkt und war sogar in der Kult-Show PARKER LEWIS – DER COOLE VON DER SCHULE zu sehen. Irgendwann waren ihm derlei TV-Kurzauftritte vermutlich nicht mehr genug, so dass er eigene Filme drehen und produzieren wollte. So macht er sich an die Arbeit und fertigte im Jahr 2011 mit 5 SOULS seinen ersten Spielfilm. Doch bevor das Werk überhaupt auf den Videomarkt kommen sollte, schaffte es der Regisseur mit dem unsäglich schlechten Found-Footage-Film THE SPEAK (2011) noch schnell, einen Platz auf dem erfolgreichen Wackelkamera-Express zu ergattern. Erst als er mit dem passablen Geisterflick A HAUNTING AT SILVER FALLS (2013) ein paar Dollar einfahren konnte, kommt nun auch sein Erstling mit knackigen zwei Jahren Verspätung zu einer amerikanischen Heimkinoveröffentlichung.
 
Die Geschichte von 5 SOULS ist komplexer als erwartet, denn der Zuschauer erlebt das ultimative Martyrium des smarten Architekten Noah (IAN BOHEN), der sich vor seinen Flitterwochen noch schnell impfen lassen möchte. Doch die Hochzeitsreise muss auf unbestimmte Zeit verschoben werden, denn Noah fällt nach der Schutzimpfung kurzerhand ins Koma und begegnet dem Teufel höchstpersönlich (STEVEN SCHUB), der den adretten Schönling mit seiner skrupellosen Vergangenheit konfrontiert. Anders als der Zuschauer erwartet hätte, hat der Held der Geschichte nämlich gehörig Dreck am Stecken und ist Verursacher mehrerer Unfälle. Aufgrund minderwertiger Bausubstanz sind zwei Gebäude zusammengestützt, in denen Frau und Kind des Ex-Polizisten Sam (STEVE BASIC) ihr Leben lassen mussten. Der ringt verzweifelt nach Erklärungen und findet heraus, dass die Ursache des Übels beim korrupten Bauunternehmer David Bickman (CHARLES SOLOMON Jr.) zu suchen und Noah in dessen miese Machenschaffen involviert gewesen ist. Die Firma des gerissenen Geschäftsmannes errichtet günstige Immobilien und versucht mit wenigen Investitionen möglichst viel Umsatz zu machen. Während Sam zusammen mit Polizistin Sarah (ALLISON MCATEE) erste Ermittlungen anstellt, hat Komapatient Noah ganz andere Sorgen. Der soll fünf unschuldige Menschen töten, um seine eigene Seele retten zu können und entfacht dabei das Monster in sich.
 
Wahrlich kompliziert geht es in 5 SOULS zu. BRETT DONOWHO hat sich bei seinem Debüt für einen arg verschachtelten Storyverlauf entschieden. Während Patient Noah um sein Leben pokert und schnell erkennt, dass ihm Skrupel völlig fremd ist, spielt sich parallel zum Hauptplot eine weitere Geschichte ab. Die konzentriert sich auf das Schicksal des Ex-Polizisten Sam, der verzerifelt Erklärungen für den mysteriösen Tod seiner Familie sucht. 5 SOULS pendelt dabei etwas ungeschickt zwischen den beiden Handlungssträngen. Gerade dann, wenn Noahs Seele mordgeil durch die Gänge des Krankenhauses wandelt, büßt der Film erheblich Tempo ein, weil DONOWHO plötzlich zum Nebenplot wechselt. Das ist etwas wirr, denn dem Zuschauer bleibt nicht unbemerkt, dass da jemand versucht hat, zwei komplette Filme zu einem zu machen. Während sich Noahs Geschichte durchaus im Horrorgenre ansiedelt, erweist sich Sams Detektivarbeit als lupenreiner Krimi. Durch konstantes Springen zwischen den Schicksalen der beiden Protagonisten geht die kaum vorhandene Spannung erschreckend schnell flöten und der Zuschauer dürfte mit wachsender Ungeduld das Ende herbeisehnen. Immerhin werden die Gegebenheiten Schritt für Schritt plausibel entschlüsselt, wobei die anfänglich losen Handlungsverläufe am Ende logisch ineinanderlaufen. Für ein Filmdebüt ist das handwerklich zwar ganz solide gemacht, täuscht aber nicht darüber hinweg, dass sich 5 SOULS auf gleichem Level befindet, wie zahllose Mystery-Serien im Programm der Privatsender. So ist 5 SOULS ein weiterer Film, den die Welt nicht braucht und kann getrost in den Händlerregalen stehen gelassen werden.
 
 
 


 
 
 

5 SOULS – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Düsterer Indie-Horrorfilm mit gelegentlich deftigen Schocks. Leider zu wirr inszeniert, so dass man die spannenden Szenen mit der Lupe suchen muss und die eigentlich gar nicht mal so üble Idee schnell an Reiz verliert.
 
 
 


 
 
 

5 SOULS – Zensur

 
 
5 SOULS ist nicht sonderlich grausam, so dass der Film hierzulande problemlos ungeschnitten mit einer 16er-Freigabe durch die FSK kommen wird.
 
 
 


 
 
 

5 SOULS – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
My Soul to Take (2010)

Filmreview: „Crawl – Home Killing Home“ (2011)

crawl 2011
 
 
 

CRAWL – HOME KILLING HOME

Story

 
 
 
Ein mysteriöser und dazu ziemlich wortkarger Kroate (George Shevtsov) entpuppt sich als gerissener Auftragsmörder. Er wird von einem schleimigen Barbesitzer (Paul Holmes) beauftragt, einen zahlungsunwilligen Kunden zu beseitigen. Auf seinem Heimweg wird er in einen Unfall verwickelt, der einer beängstigenden Kettenreaktion auslöst, an deren Ende Kellnerin Marilyn Burns (Georgina Haig) um ihr Leben bangen muss.
 
 
 


 
 
 

CRAWL – Kritik

 
 
 
Home-Invasion-Thriller sind nicht erst seit THE STRANGERS, KIDNAPPED, etc. in aller Munde. Wer heutzutage einen derartigen Streifen produzieren möchte, sollte ihn mit allerlei Bösartigkeiten bestücken, denn nur so brennt sich das Werk auch längerfristig in die Hirne der hungrigen Horrormeute. Mit schön blutigen und psychisch nicht minder grenzüberschreitenden Szenen sollte ein jeder dieser Thriller den Nervenapparat des Fans gehörig strapazieren, damit der sich am Ende schweißgebadet und mit hochfrequenzigem Herzschlag zurück in den Kinosessel lehnen kann. Das kleine „Homevideo“ des Australiers PAUL CHINA gehört auch zu jener zwiespältigen Filmgattung und ist, welch Überraschung, ein weiterer Beitrag aus der Kategorie: „Debütstreifen“. CHINA, der für seinen Erstling nicht nur hinter der Kamera Platz genommen hat, sondern auch das Drehbuch quasi über Nacht zu Papier gebracht haben muss, scheint in seinem dunklen Kämmerlein nur unzureichend erkannt haben, was er da eigentlich zusammengekritzelt hat. Womöglich hat er sich die Vor- und Nachteile gängiger Heim-Invasionsfilme zu Gemüte geführt und kurzerhand die Vorteile von seiner To-Do-List gestrichen. Im Vergleich zu nennenswerten „Heim“-Schockern wie FUNNY GAMES und INSIDE zieht CRAWL erbarmungslos den Kürzeren, denn CHINA hat partout aus den Augen verloren, dass ein jeder guter Horrorfilm von der Geschichte und seinen Helden zehrt. CRAWL ist todlangweilig, seine Handlung inhaltsleer und minimalistisch. Durch langsame Kamerafahrten soll die nicht vorhandene Spannung gesteigert werden, kaum gesetzte Schnitte machen CRAWL zu einer eher einschläfernden Angelegenheit. Es will einfach nichts Aufregendes passieren.
 
Die banale Geschichte beginnt mit Bardame Marylin Burns (GEORGINA HAIG), die auf Bald-Ehegatte Travis wartet und schon länger auf einen Heiratsantrag hofft. Daraus wird leider nix, weil der unbedarfte Schönling von einem alternden Cowboy, gleichzeitig Auftragskiller (GEORGE SHEVTSOV) versehentlich über den Haufen gebrettert wurde. Der ominöse Fremde sucht nach Hilfe, kann aber in der Einöde nur ein beleuchtetes Haus entdecken. Doof nur, dass darin ausgerechnet die nichtsahnende Marylin lebt, die dem wortkargen Fremden sogleich als perfektes Aggressionsventil dient und das Katz-und-Maus-Spiel eröffnet wird. Selbiges ist natürlich kaum der Rede wert. Es wird weder gefoltert, noch gedemütigt, was in Zeiten ultra harten Torture Porns schon ziemlich altbacken wirkt. Das Mädchen flüchtet durch die Räumlichkeiten des Hauses, wobei der Widersacher ihr dicht auf den Fersen ist. Unterstrichen wird das lustlose Treiben von allerlei unheilvollen Streich-Akkorden, die auf prägnante und ziemlich ungewöhnliche Art die „bösen“ Szenen einläuten. Die sind zwar rar gesät, aber immerhin vorhanden. Es wird wild um sich geschossen, sogar ein Beil zweckentfremdet. Filmfreunde, die die Sichtung eines Films immer vom Trailer abhängig machen, werden verblüfft feststellen, dass der Clip ein wenig arg an A SERIOUS MAN (2009) erinnert. Das fertige Werk kann den im Trailer zitiertem Film der bekannten COEN-Brüder (TRUE GRIT, NO COUNTRY FOR OLD MEN) natürlich nicht im Entferntesten das Wasser reichen. Zwar besitzt auch CRAWL – HOME KILLING HOME (so das deutsche Titelverbrechen) skurrile Typen, bizarre Momente und verzweifelt cool gemeinte Sprüche. Die wirken jedoch in ihrer unfreiwilligen Komik aufgesetzt und wollen irgendwie nicht so recht in den Film passen. Vor allem die Figur des permanent koksenden und schmierigen Barbesitzers Slim Walding mag zwar mit PAUL HOLMES gut besetzt sein, die teils recht gut gewählten Schauspieler gehen aber in der geistlosen und ziemlich dialogarmen Szenarie vollkommen unter.
 
Mit seinen gerade einmal 73 Minuten Nettolaufzeit bietet CRAWL allen schlafgeplagten Leidgenossen eine gute Alternative zu herkömmlichen Pharmazeutika aus der Apotheke. Hier muss der Anwender nur einmal bezahlen und kann sich risikolos vor der Wohnzimmerglotze in den Tiefschlaf flimmern lassen – wann immer er möchte. Zwar gibt es hier einiges an farbintensiven Rot zu sehen; von nervenzerfetzendem Terror oder gar Spannung ist hier jedoch nichts zu verzeichnen. CRAWL ist ein ansprechend gefilmter Thriller, der den Zuschauer aber leider aufgrund seines Schneckentempos schnell zur Vorspultaste greifen lässt. Nach etwas über einer Stunde endet CRAWL genauso unspektakulär, wie er begonnen hat – Gott sei Dank!
 
 
 


 
 
 

CRAWL – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Langsames Tempo, unspektakuläre Handlung und null Identifikationsmöglichkeiten – Wer will denn so was sehen? Auch wenn der Name der Figur Marylin Burns witzigerweise als kleine Hommage an BLUTGERICHT IN TEXAS-Darstellerin MARY LYNN ANN BURNS gemeint ist (der Künstlername der kultigen Sally-Darstellerin schimpft sich nämlich ebenfalls MARYLIN BURNS), so ist CRAWL trotzdem ein langweiliges Debüt-Filmchen, auf das der Horrorfan getrost verzichten kann.
 
 
 


 
 
 

CRAWL – Zensur

 
 
 
Zwar bekommt der Zuschauer in CRAWL einige derbe Einschüsse zu sehen, viel Mord und Totschlag wird aber nich auf der Mattscheibe zelebriert. Die deutsche Fassung ist ungeschnitten und trägt das KEINE JUGENDFREIGABE-Siegel.
 
 
 


 
 
 

CRAWL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Crawl-Home-Killing-Home-Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Crawl; Australien 2011

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch und Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Rote Amaray mit Wechselcover

Extras: Trailer, Teaser

 
 
 
Was für eine Name für eine deutsche Heimkinofassung: CRAWL–HOME KILLING HOME. Rechteinhaber EUROVIDEO haut mit dieser Titelneuschöpfung mächtig auf die Kacke und verschleiert so die diversen Unzulänglichkeiten in der Inszenierung des Thrillers. Immerhin schaut die Präsentation des Streifens wirklich gut aus. Die Blu-ray wurde in eine tiefrote Amaray gesteckt und entpuppt sich im Sammlerregal als waschechter Hingucker. Zudem hat der Anbieter an ein Wendecover gedacht. Das wird wie üblich ohne FSK-Flatschen ausgeliefert und erfreut das Sammlerherz. Legt man die Disc in den Player betreibt EUROVIDEO erstmal mit zwei Trailern aus dem hauseigenen Fundus Eigenwerbung. Danach wird der Zuschauer in ein animiertes Hauptmenü gelotst, das mit Szenen aus dem Film untermalt wurde. Interessant dürfte hier vermutlich der Bonusbereich sein. Doch leider verbergen sich hinter dem Menüpunkt „Extras“ lediglich Trailer und Teaser zum Film, was einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt, hätte der Zuschauer dann doch gern gewusst, warum Regisseur PAUL CHINA von teils gewöhnungsbedürftigen Stilmitteln Gebraucht gemacht hat. Der Hauptfilm selbst wird in würdiger Qualität geboten. Ironischerweise ist der HD-Transfer besser geraten, als der durchwachsene Film. Die Schärfe ist gut und der Kontrast gelungen. Hinzukommt, dass man sich bei der Synchronisation erstaunlich Mühe gegeben hat. Für diesen eher lauen Streifen hätte man vermutlich alles erwartet, nur keine professionelle Übersetzung. Hier hat man jedoch Sorgfalt walten lassen und erfahrene Sprecher engagiert, so dass tonal alles im grünen Bereich bleibt. Vor allem die etwas außergewöhnliche, musikalische Untermalung donnert satt aus den Boxen, weshalb man bei aufgedrehter Anlage das ein oder andere Mal herrlich zusammenzucken dürfte. Wer auf Untertitel angewiesen ist, kann sich freuen. Trotz spärlicher Ausstattung haben es die immerhin auf die Blu-ray geschafft, was heutzutage keine Selbstverständlichkeit ist. Vor allem kleine Label verzichten hin und wieder auf diese wichtige Ausstattung, so dass vor allem hörbehinderte Filmzuschauer so rein gar nichts mit diesen Veröffentlichungen anzufangen wissen. Unterm Strich wird dem Filmfreund mit der Blu-ray zu CRAWL-HOME KILLING HOME eine technisch anständige Scheibe geboten, die ruhig etwas mehr Bonus vertragen hätte können. Ob eine so mager ausgestattete Blu-ray direkt am Erstveröffentlichungstag gekauft werden muss, sollte jeder Filmfreund selbst entscheiden.
 
 
 

Crawl – Home Killing Home [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

CRAWL – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Home Sweet Home (2013)

The Aggression Scale (2012)

In their Skin (2012)

Kidnapped (2010)

The Strangers (2008)

Funny Games (1997)

Funny Games – Remake (2007)

Filmreview: „Sadako 3D – Ring Originals“ (2012)

sadako 3D
 
 
 

SADAKO 3D – RING ORIGINALS

Story

 
 
 
SADAKO, das japanische Geistermädchen mit den dauernassen Haaren ist zurück. Diesmal spukt sie, kompatibel mit dem heute, durchs Internet und tötet mittels Videoclip statt oller VHS. Die junge Lehrerin Akane Ayukawa (Satomi Ishihara) will dem heimtückischen Geist Einhalt gebieten und beginnt ihren Kampf gegen die unbarmherzige Kreatur – und das sogar noch in 3D!
 
 
 


 
 
 

SADAKO 3D – Kritik

 
 
 
Kaum zu glauben, dass es nun bereits schon zwölf Jahre her ist, seit der letzte Original RINGU-Teil über die Mattscheiben geflimmert ist und zartbesaiteteren Filmfreunden reihenweise schlaflose Nächte bereitet hat. SADAKO, das Geisterkind mit den schwarzen Haaren hat nicht nur das asiatische Genrekino der 1990er mitgeprägt und sorgte bereits 1995 in der TV-Verfilmung RING: KANZEN-BAN das erste Mal für Angst und Schrecken. Es dauert nicht lang bis der Roman des RING-Erfinders KOJI SUZUKI seinen Weg auf die Leinwand fand und schließlich 1998 unter dem Titel RINGU in die japanischen Kinos kam. Der Erfolg kam überraschend und ging um den gesamten Globus. Es folgten weiter Ableger (RING 2, RING BIRTHDAY), TV-Serien (RASEN) und Remakes (THE RING VIRUS) wobei vermutlich die amerikanische Neuverfilmung RING aus dem Jahr 2002 die bis dato bekannteste Interpretation des Gruselstoffs sein dürfte. Grusel aus Fernost wurde zum Publikumsmagneten und schwemmte gesunde Profite in die Kassen der Studios – ganz zum Leidwesen des ausgezehrten Horrorfilmfans, der in jedem zweiten Gruselstreifen (u.a. THE GRUDGE) das Geistergör in abgewandelter Form zu Gesicht bekam. In Zeiten von SAW, HOSTEL und Co. scheint die Spukgestalt natürlich längst ein Fall fürs Altersheim zu sein. Umso verwunderlicher, dass die Japaner nun mit SADAKO 3D einen weiteren Ableger in die Wohnzimmer bringen und damit sogar versuchen, direkt an die Original-Trilogie anzuknüpfen. Das klassische RINGU-Thema vom Tod per Videoband wird hierbei in die Gegenwart verlagert, um es einer neuen, technisch aktuelleren Generation von Gruselfans schmackhaft zu machen, die so rein gar nichts mit VHS-Kassetten anzufangen weiß. Aus dem sperrigen Video-Fluch wird kurzum ein Youtube-Fluch, ist doch die heutige Jugend fast nur noch im Internet unterwegs. Zudem kommt Göre SADAKO im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Rechner, wobei die miesen 3D-Effekte und die missratene CGI-Technik bei weitem gruseliger wirken, als der aktuelle Film selbst. TSUTOMU HANABASU hat sich der Verfilmung des neusten RINGU-Romans angenommen und zuvor leider nur Komödien verbrochen. Das erklärt vermutlich auch, warum SADAKO 3D zu keiner Zeit Gänsehaut erzeugen will, sondern mehr unfreiwillig komisch daherkommt. Von der düsteren Atmosphäre der alten RINGU-Teile ist im aktuellen Sequel kaum noch etwas zu spüren – ganz zu Schweigen von den subtilen Schockmomenten, die die Reihe so beliebt gemacht haben. Inhaltlich wird in SADAKO 3D kaum Neues geboten, wobei die ideenlose Geschichte vorwiegend als Mittel zum Zweck dient, die plakativ eingesetzten 3D-Szenen minutiös auf die Mattscheibe bringen zu können.
 
Im Mittelpunkt des neuen Ablegers steht die Lehrerin Akane Ayukawa (SATOMI ISHIHARA), die von einem mysteriösen Videoclip erfährt, der jedem Zuschauer den Tod bringen soll. Als eine ihrer Schülerinnen dem Spuk zum Opfer fällt und sich selbst umbringt, beginnt sie mit ihrem Freund Takanori Ando (KOJI SETO) Nachforschungen anzustellen und findet heraus, dass ein mysteriöses Geistermädchen namens SADAKO für die Vorfälle verantwortlich sein soll. Aufgrund ihrer übersinnlichen Kräfte wurde SADAKO vom eigenen Vater in einen Brunnen gestoßen und ertrank. Nun wandelt ihr Geist hasserfüllt und rastlos durch das Internet, stets auf der Suche nach einem Körper, dessen er sich bemächtigen kann, um erneut unter den Lebenden weilen können. Da kommt dem toten Mädchen Lehrerin Akane Ayukawa geradezu gelegen, die selbst über außergewöhnliche Kräfte verfügt.
 
Vielleicht wäre es besser gewesen, die einst angsteinflößende Titelheldin in ihrem feuchten Grab ruhen zu lassen. Scheinbar wurde die Kuh noch nicht gänzlich leergemolken, so dass SADAKO ein weiteres Mal erschreckend lustlos zurück auf die Leinwand krabbeln musste. Bei ihrer Reanimation ist jedoch so einiges schief gelaufen, denn bekanntes RINGU-Feeling will so gar nicht eintreten. Der unheimliche und düstere Grundton wurde durch technisierte und knallbunte Bilder ersetzt. SADAKO selbst kommt jetzt nicht mehr schwermütig aus TV-Apparaten gekrochen, sondern geistert im künstlich animierten Spinnengang durch die Szenarie. Das schaut bei Weitem nicht aus wie RINGU, sondern wirkt nicht selten, als hätte Regisseur TSUTOMU HANABASU ein wenig zu oft SILENT HILL auf seiner XBOX gedaddelt. Während die Spezialeffekte irgendwo zwischen grottig und miserabel zu verbuchen sind, ist auch inhaltlich kaum Nennenswertes zu verzeichnen. Das konfuse Drehbuch macht es schwer, der Handlung zu folgen und die unspektakulären Selbstmorde hat man so auch schon besser gesehen. Während die leidlich talentierten Schauspieler hilflos versuchen, der Geschichte so etwas wie Ernsthaftigkeit zu verleihen, treibt der dilettantische Gebrauch der Bluescreen-Technologie dem Zuschauer die Schamesröte ins Gesicht. Immerhin dürfte SADAKO 3D seine Daseinsberechtigung bei Besitzern von 3D-TV-Geräten erhalten. Die dreidimensionalen Effekte bestehen hauptsächlich aus Haaren, Händen und zerbrochenem Glas, die dem Filmfan um die Ohren sausen, jedoch in der „platten“ 2D-Version vollkommen an Reiz verlieren. Was bleibt ist ein weitere Fortsetzung auf TV-Niveau, die einzig durch die minderwertigen 3D-Szenen Bedeutung findet und Liebhaber der ersten RINGU-Teile durchweg enttäuschen dürfte.
 
 
 


 
 
 

SADAKO 3D – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Eine einst bedeutende Filmreihe wird mit ihrem neusten Ableger zu Grabe getragen. SADAKO 3D ist cineastischer Abfall, der nur von seinen plakativen 3D-Effekten zehrt. Das angsteinflößende Potenzial der Titelfigur, die hier fast ausschließlich via haarsträubender CGI in Erscheinung tritt, geht in diesem halbgaren und langatmigen Aufguss vollkommen unter. Fans der Reihe sollten SADAKO 3D möglichst meiden – ach, und alle anderen Filmfreunde eigentlich auch!
 
 
 


 
 
 

SADAKO 3D – Zensur

 
 
 
Gewalttechnisch geht es in der RING-Reihe bereits seit jeher eher subtil zugange. Auch der neuste Ableger macht da keine Ausnahme. Gewalt sucht man hier vergebens. Daher ist die deutsche Fassung mit dem blauen FSK16-Flatschen auch vollkommen ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

SADAKO 3D – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Sadako-3D-3D-Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sadako; Japan 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch und Japanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080i)

Laufzeit: ca. 96 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray ohne Wechselcover

Extras: Trailershow

 
 
 

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SADAKO 3D – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Ring: Kanzen-ban (1995)

Ring – Das Original (1998)

Ring 2 (1999)

Ring: Spiral (1998)

Ring Ø (2000)

Rasen (1999)

The Ring Virus – Kreaonisches Remake (1999)

Ring – Amerikanisches Remake (2002)

Ring 2 – Amerikanisches Remake (2005)

Filmkritik: „The Mine – Halloween in der Hölle“ (2013)

AbandonedMine
 
 
 

THE MINE – HALLOWEEN IN DER HÖLLE

(ABANDONED MINE)

Story

 
 
 
Einige Freunde treffen sich an Halloween, für eine Minenexpedition. Im Stollen soll es angeblich spuken. Nach einem unachtsam verursachten Zwischenfall sitzen die Kids in der Falle und können den Ausgang nicht mehr erreichen. Während man nach einem anderen Exit sucht, scheint es in dem verlassenen Bergwerk wirklich nicht mit rechten Dingen zuzugehen …
 
 
 


 
 
 

THE MINE – Kritik

 
 
 
Wenn ein Horrorfilm mit einem PG-13 Rating in die amerikanischen Kinos kommt, bedeutet das zwar durchaus, dass das gewaltfreie Filmchen ordentlich Kohle in die Kassen gewinnorientierter Studios schwemmt. Das erwachsene Publikum dürfte jedoch bei dieser Prämisse schnell mit der Nase rümpfen, gewinnt doch ein Horrorfilm gerade mit den nicht kindgerechten Szenen seinen eigentlichen Reiz. Es gibt jedoch auch einige Ausnahmen, die es trotz niedriger Altersfreigabe geschafft haben, ohne großartiges Blutvergießen selbst dem volljährigen Zuschauer gehörige Schauer einzujagen. Neben s/w-Klassikern wie BIS DAS BLUT GEFRIERT (1963) und DAS SCHLOSS DES SCHRECKENS (1961) lassen sich auch in der Gegenwart hin und wieder vergleichsweise harmlose Filme entdecken, die es verstehen, selbst dem abgebrühtesten Horrorfilmfan das Fürchten zu lehren. So schaffte es Regisseur ALEJANDRO AMENÁBAR mit seinem THE OTHERS (übrigens frei ab 12) im Jahre 2001 auch ohne blutrünstige Gewalt und Litern von Kunstblut einen der wohl grusligsten Filme der letzten Jahre zu produzieren. Es braucht nicht viel, heute einen unheimlichen Schocker zu zaubern. Liegt ein gutes Drehbuch vor, bedarf es nur talentierter Schauspieler und eines erfahrenen Kameramanns, der es versteht unheilvolle Bilder auf Film zu bannen. Zutaten, die THE MINE leider nicht besitzt. Dieser familienfreundliche und absolut blutleere Gruseltrip ist einer der vielen Fälle, der Jung wie Alt nicht erschrecken, sondern eher in süßen Tiefschlaf versetzt. Schauspieler JEFF CHAMBERLAIN hat sich in den 1970er und 80er durch diverse Auftritte in hier unbekannten Serien einen Namen gemacht und mag wohl den Traum vom eigenen Film nie ganz aus den Augen verloren zu haben. Rasch schrieb er das Drehbuch zu THE MINE (der im Original eigentlich ABANDONED MINE heißt) und übernahm auch gleich die Regie. Aufgrund der ersten, durchweg positiven Kritiken wurde der direkte Weg auf den Videomarkt gestrichen und CHAMBERLAINS Debüt in den amerikanischen Kinos ausgewertet. Was die ersten Kritiker gesehen haben müssen, scheint wohl eine gänzlich andere Version dieser unbrauchbaren Schlafpille gewesen zu sein, denn der fertige THE MINE ist weit entfernt von sehenswert.
 
In diesem unspektakulären Schaffen der Marke Schon-Unzählige-Male-Gesehen erleben wir, wie fünf Kids das alljährliche Halloweenfest auf ganz besondere Weise feiern möchten. Um den Tag unvergesslich zu machen, wollen die Freunde Ethan (CHARAN PRABHAKAR), Laurie (SAIGE THOMPSON), Brad (REILEY MCCLENDON), Jim (ADAM HENDERSHOTT) und Sharon (ALEXA VEGA) eine unheimliche Mine erkunden, von der man sagt, dass es darin spukt. Dass derartige Erzählungen nichts gutes verheißen, interessiert die naiven Jugendlichen natürlich herzlich wenig. Glaubt man den Legenden, soll sich in der verlassenen Mine tragisches ereignet haben: Der ehemalige Minenarbeiter William Jarvis wurde zusammen mit seinen beiden Töchtern in einen Hinterhalt gelockt und lebendig begraben. Nun geistern ihre rastlose Seelen durch die Schächte, immer auf der Suche nach einem geeigneten Wirtskörper, das ungemütliche Grab verlassen zu können. Während die Kids guter Dinge den stillgelegten Komplex betreten, passiert wenig später das erste Unglück und man sitzt in der Falle. Der Ausgang ist nicht mehr zu erreichen und Panik bricht aus. So zwängt sich die Bande durch die engen Schächte, in der Hoffnung einen alternativen Ausgang zu finden. Während sich die Freunde in einer verzwickten Situation befinden und nicht wissen, was sie im Inneren des Bergwerks erwartet, verwandelt sich der behäbige Spuktrip schnell zum klaustrophobischen Höhlenexpeditions-Survival-Thriller. Einer der Anwesenden hat plötzlich mit den viel zu engen Minengängen zu kämpfen, eine andere Protagonistin ist dem Wahnsinn nahe, weil sich riesige Vogelspinnen von der Decke abseilen. Fledermäuse erschrecken die Kids zu Tote und können dem Zuschauer nur ein lautes Gähnen entlocken. Immerhin haben die Charaktere in ihrer Panik noch ausreichend Zeit, um bitterböse Scherze zu veranstalten. So findet man eine gruselige Maske, mit der sich herzlich Erschrecken lässt und erste unheimliche Vorfälle deuten darauf hin, dass die Freunde in diesem Stollen doch nicht ganz so allein sind, wie anfänglich gedacht.
 
CHAMBERLAINS Drehbuch besitzt kaum Anzeichen von Originalität. Die formelhafte Geschichte spielt sich nach „Schema F“ ab und erinnert in seinen besten Momenten an den britischen Horrorschocker THE DESCENT (2005), ohne dabei nicht einmal annähernd dessen bedrückende und Adrenalin fördernde Atmosphäre zu erreichen. Der klaustrophobische Grundton verliert im unüberlegten Eifer der wenigen Protagonisten schnell an Intensität und THE MINE lässt bis kurz vor Ende nicht wirklich durchblicken, was er denn nun eigentlich sein will. Handelt es sich hier wirklich um einen übernatürlichen Geisterfilm, der dem Zuschauer das Blut in den Adern gefrieren lassen möge oder haben wir es hier nur mit dem langweiligen Überlebenskampf einiger dümmlicher Grünschnäbel zu tun, die eigentlich nichts anderes verdienen als den Tod? Die Antwort bleibt bis kurz vor Ende unschlüssig. Denn erst dann liefert JEFF CHAMBERLAIN mit seinem etwas zähen Erstling die wichtigen Erklärungen. Zugegeben, der unvorhersehbare Plottwist ist zwar ganz interessant, kommt aber leider zu spät, um den drögen Schnellschuss vor dem Untergang zu bewahren. Was bleibt ist ein ermüdender Film, ohne jeglichen Anspruch oder gute Ideen. Die Effekte bleiben auf PG-13-Niveau und Gewalt sucht der erwachsene Fan des Genres vergebens. Von daher: Finger weg, denn nicht einmal neugierige Kids werden an diesem langweiligen Käse Gefallen finden.
 
 
 


 
 
 

THE MINE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
THE DESCENT trifft PARANORMAL ACTIVITY – Klaustrophobischer Gruseltrip mit zugegeben raffiniertem Finale. Leider ist THE MINE – HALLOWEEN IN DER HÖLLE sowas von unspektakulär, geistlos und langweilig, dass selbst dem Allesseher schnell die Äuglein zufallen dürften. Zudem gibt es hier weder Gewalt noch Gemetzel zu sehen, weshalb der Film für die meisten Horrorfilmfans bereits vor der Sichtung vollkommen uninteressant sein dürfte.
 
 
 


 
 
 

THE MINE – Zensur

 
 
In Amerika darf THE MINE (OT: ABANDONED MINE) bereits von Kindern gesehen werden. Hierzulande beurteilt die FSK Filme üblicherweise etwas strenger. Gewalt gibts in THE MINE nicht zu sehen. Demnach wurde der Film hierzulande auch schon ab 16 Jahren feigegeben.
 
 
 


 
 
 

THE MINE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Rough Trade Distribution GmbH / Justbridge Movies

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Abandoned Mine; USA 2013

Genre: Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray

Extras:

Release-Termin: 14.11.2014

 

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THE MINE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Descent – Abgrund des Grauens (2005)

The Descent 2 – Die Jagd geht weiter (2009)

The Goonies (1985)

Dead Mine (2012)

My Bloody Valentine 3D (2009)

Basket Case – Der unheimliche Zwilling (1982)

Review: „Bekenntnisse eines Opiumsüchtigen“ (1962)

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BEKENNTNISSE EINES OPIUMSÜCHTIGEN

Story

 
 
 
San Francisco, Anfang des 19. Jahrhunderts. Der in geheimnisvolles Schwarz gekleidete Glücksritter DeQuincey (gegeben von Sir Lord Vincent Price) treibt sich maßgeblich auf Sklavenauktionen herum, wenn er sich nicht gerade in Opiumhöhlen den Schirm zuzieht oder als Erzähler und im Zwiegespräch mit einem nicht weniger eloquenten Zwerg lakonische Weisheiten vom Stapel lässt. Wer sich aber in Gefahr begibt, kommt laut schlauem Spruch darin um und so gerät DeQuincey zwischen die Fronten eines Bandenkriegs chinesischer Gangsterbanden, der sogenannten Tongs.
 
 
 


 
 
 

BEKENNTNISSE EINES OPIUMSÜCHTIGEN – Kritik

 
 
 
Die Horrorphase mit der beeindruckenden Reihe von E.A. Poe-Verfilmungen für die AIP Studios war gerade erst angelaufen und Price konnte schon ein paar der Kniffe vorführen, die ihm ROGER CORMAN in den Gemäuern des Hauses Usher abverlangt hatte. Im Pantheon der großen Horrorstars hat der Gute seinen Platz sicher. Wer Gegenteiliges behauptet, denkt im Zweifelsfalle auch, Rob Zombie habe den Gruselfilm erfunden. Aber Hader beiseite, wird Master Price auch die Ehre zu Teil, als einer der ersten Schauspieler in manchen Szenen wilden Drogenkonsums vor der Kamera gestanden zu haben. So schüttelte er sich bereits 1959 in WILLIAM CASTLES legendärer Gruselgurke SCHREI, WENN DER TINGLER KOMMT durch den ersten LSD-Trip der Kino-Historie und verkörperte hier, drei Jahre später den Ich-Erzähler in Thomas DeQuinceys interessant zu lesender Drogen-Autobiographie BEKENNTNISSE EINES OPIUMSÜCHTIGEN von 1822. Wie immer tut er das mit der ihm eigenen Mischung aus völligem Overacting und dem Bewusstsein, ohne hin nichts für voll zu nehmen. Hauptsache, die Kohle fließt aufs Konto und kann in interessantere Projekte wie Kochbücher oder das eigene Kunstmuseum investiert werden. Nicht umsonst war das Motto des Schauspielers: „The man who limits his interests limits his life.“ Regisseur ALBERT ZUGSMITH entstammt der Welt früher Hollywood Exploitationpioniere und produzierte unter anderem Schmonzes wie SEX KITTENS GO TO COLLEGE oder bekannte Sci-Fi-Heuler des Atomzeitalters á la THE INCREDIBLE SHRINKING MAN. Mit dem Opiumesser hier ließ sich historischer Abenteuerstoff mit bisschen Nackigkeit, VINCENT PRICE als Genre-Adel und, dank der Vorlage, fast so etwas wie literarisches Niveau verbinden. Letzteres allerdings bloß als Alibi. BEKENNTNISSE EINES OPIUMSÜCHTIGEN ist eher Abenteuerfilm als ein Beitrag zum Kanon des Phantastischen Films, zählt jedoch zu den jahrelang nicht wirklich einfach zu bekommenen Arbeiten des vielverehrten Gruselstars, was ihn wieder reizvoller macht.
 
 
 


 
 
 

BEKENNTNISSE EINES OPIUMSÜCHTIGEN – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Abenteuerfilm mit ein bisschen nackter Haut. Für Fans von Früh-Sechziger-Exploitation ebenso ein Pflichtkauf wie für Vincent-Price-Komplettisten. Die Seltenheit des Films lässt den Zuschauer die Bildqualität, die sich nicht wirklich in DVD- oder gar BluRay-Nähe einpendelt, auch mit einer gewissen Milde betrachten.
 
 
 


 
 
 

BEKENNTNISSE EINES OPIUMSÜCHTIGEN – Zensur

 
 
 
BEKENNTNISSE EINES OPIUMSÜCHTIGEN wurde nun von MARITIM PICTURES das erste Mal auf DVD in Deutschland veröffentlicht und kommt ungeschnitten mit FSK16-Flatschen in den Handel.
 
 
 


 
 
 

BEKENNTNISSE EINES OPIUMSÜCHTIGEN – Deutsche DVD

 
 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Confessions of an Opium Eater; USA 1962

Genre: Drama, Thriller

Ton: Deutsch (Dolby Digital 1.0 Mono), Deutsch (Dolby Digital 2.0 Surround), Englisch (Dolby Digital 1.0 Mono)

Untertitel: keine

Bild: 1,66:1 (anamorph / 16:9)

Laufzeit: ca. 82 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Trailershow: 1984 (2:47 Min.), Sam Hell ist der Jäger (1:40 Min.), Labor des Grauens (1:45 Min.), Bildergalerie (1:38 Min.)

 
 
 
Die DVD aus der Klassiker-Sammelreihe des Anbieter MARITIM PICTURES kommt mit solidem Bild (in Anbetracht der Seltenheit dieses Werks) daher, wobei der Ton mal wieder unter aller Kanone ist. Die angeblich „restaurierte“ Tonspur ist schon eine regelrechte Zumutung – der „unbearbeitete“ Originalton in Deutsch und Englisch weitaus angenehmer, wobei die Synchronisation jenseits von Gut und Böse ist. Hier mag man als Zuschauer das Gefühl nicht loswerden wollen, als hätte man für die Übersetzung Passanten von der Straße ins Mikrofon plabbern lassen. Geboten wird bis auf den Hauptfilm wieder einmal nichts Nennenswertes, was überhaupt von Interesse wäre. Neben einer kleinen Bildergalerie aus Postern und raren Kinoaushängen haben es gerade einmal drei Trailer zu weiteren Filmen des Anbieters auf die Scheibe geschafft. Immerhin wird dem Sammler ein Wendecover geboten, dass ohne FSK-Flatschen daherkommt. Viel ist das nicht. Wer den S/W-Klassiker dennoch mag und eine Vorliebe für Filme mit Ikone VINCENT PRICE besitzt kann dennoch zuschlagen, denn viel kostet die DVD nun wahrlich nicht. Eine adäquate HD-Umsetzung wird vermutlich in absehbarer Zeit ohnehin nicht in den deutschen Handel kommen.
 
 

Bekenntnisse eines Opiumsüchtigen [DVD] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

BEKENNTNISSE EINES OPIUMSÜCHTIGEN – Trailer

 
 


 
 

Christian Ladewig

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Schrei wenn der Tingler kommt (1959)

Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes (1971)

Tagebuch eines Mörders (1963)