Filmkritik: „Matriarch – Sie will dein Baby“ (2018)

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MATRIARCH – SIE WILL DEIN BABY

(MATRIARCH)

Story

 
 
 

Werdende Eltern geraten im englischen Hinterland an eine ominöse Familie, die nicht sehr ehrenwert mit Durchreisenden umgeht.

 
 
 


 
 
 

MATRIARCH – Kritik

 
 
 
Willkommen im ländlichen England. Da wo sich kleine Ortschaften inmitten wiesenbedeckter Hügellandschaften verstecken und sich malerische Wanderwege verschlafen ihren Weg durch die Natur bahnen, kann die Idylle oft trügerisch sein. Wenn uns Horrorfilme etwas beigebracht haben, dann ist es die Lehre vom falschen Frieden. So passiert es vor allem im Backwood-Horrorfilm nicht selten, dass sich das Böse ausgerechnet dort versteckt hält, wo es einem nach Erholung und Rückzug dürstet. Da verwandeln sich pittoreske Dörfer plötzlich zum Vorhof der Hölle oder traumhafte Waldabschnitte werden in Jagdarenen umfunktioniert, wo ahnungsloses Menschen-Freiwild ums Überleben kämpfen muss. Der britische MATRIARCH reiht sich in jene Reihe fieser Filme ein, die mit genau jenen Filmzutaten Unwohlsein hervorrufen wollen. Da geraten ungläubige Stadtmenschen im Hinterland an bibeltreue Christen, die nach ganz eignen Regeln leben. Dass da schnell Reibungspunkte entstehen, liegt auf der Hand. Filme wie BLUTGERICHT IN TEXAS oder EDEN LAKE lassen grüßen.
 
 
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Die werdenden Eltern Rachel (CHARLIE BLACKWOOD) und Matt Hopkins (SCOTT WICKERS) befinden sich auf der Durchreise. Doch die Reise wird jeher unterbrochen, als ein umgefallener Baum die Fahrbahn kreuzt und man mit dem Fahrzeug genau hineinrast. Das Auto ist zwar Schrott, doch allen geht es gut. Aber was nun? Man sucht nach Hilfe und verirrt sich in einem Gehöft, deren Eigentümer auf den unangemeldeten Besuch nicht gut zu sprechen sind. Das ändert sich aber schnell, als man von der bevorstehenden Schwangerschaft des nach Hilfe suchenden Paares erfährt. Man bietet Rast an und lädt zum Essen ein. Doch die Stimmung kippt, als Rachel plötzlich die Tochter der Wohltäter wiedererkennt. Schnell stellt sich nämlich raus, dass es sich hier um ein Mädchen handelt, das seit Jahren als verschollen gilt. Keine guten Voraussetzungen um Freundschaften zu schließen. Das wollen die Gastgeber auch gar nicht. Die überfallen die werdenden Eltern und halten sie in den eigenen vier Wänden gefangen. Na bravo. Was für eine doofe Situation.
 
 
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Okay, okay – vielleicht mutet es dann doch etwas sehr übertrieben an, wenn man MATRIARCH mit den oben genannten Nervenbrechern vergleicht. Zwischen diesen Filmen und dem doch sehr zurückhaltenden MATRIARCH liegen nämlich Welten. Der Film hat zwar von der MPAA ein Rated R für Gewalt und verstörendes Verhalten erhalten, dennoch sollte man hier keine ultra-brutale Schlachtplatte erwarten. MATRIARCH erinnert eher an so unscheinbare Genre-Perlen wie DARK PARADISE. In diesem zu Unrecht vergessenen Horrorthriller aus dem Jahr 1988 verzichtete man ebenfalls auf reißerische Schauwerte und Gewaltausbrüche. Stattdessen fokussierte man das Erzählen einer grotesken Handlung und bahnte so dem Grauen langsam den Weg durch die Geschichte. Gleicher Verlauf ist auch in MATRIARCH Programm. Mit wenigen finanziellen Mitteln erzählt man hier zurückhaltenden Hinterwäldler-Horror ohne Schnörkel und kaum Filmblut. In Anbetracht des reißerischen Filmplakats irreführend. Das suggeriert nämlich einen Folterfilm aller erste Güte. Perverse Folterspiele bleiben aber aus. Dafür bekommt der Zuschauer einen gradlinigen Überlebenskampf zweier Städter zu sehen, die irgendwie versuchen müssen sich aus den Fängen einer skurrilen Familiensippe zu befreien. Letztere wirkt nicht immer bedrohlich und böse. Das Böse verhält sich teils unbeholfen und tollpatschig. Das nagt an der Glaubwürdigkeit der Geschehnisse, zumal sich auch die Opfer nicht immer klug verhalten und nur selten mit kompromissloser Härte gegen ihre Peiniger vorgehen. Im echten Leben dürfte man da als Überlebender wohl weniger Gnade kennen. Da schlägt man besser noch einmal mit der Schaufel auf den Kopf des Fieslings, wenn der am Boden liegt. Sicher ist sicher.
 
 
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MATRIARCH ist ein waschechter Indie-Horrorfilm, der aus eigenen Mitteln gestemmt wurde. So gehört die Produktion zum ersten Langspielfilm der Produktionsfirma NEW LIGHT FILMS, die Regisseur SCOTT VICKERS zusammen mit STEVEN LITTLE gegründet hatte, um günstige Independent-Film drehen zu können. Beide lernten sich bei Dreharbeiten zur BBC Serie RIVER CITY kennen und wollten eigene Spielfilme drehen. Leider mangelte es bereits beim ersten Streifen an Produzenten, die das Vorhaben unterstützen wollten. Frustriert wollte man den Traum von der eigenen Filmproduktion aufgeben. Da passiert da Unfassbare. Bei einem von Scott geleiteten Film- und Fernsehkurs in Glasgow zeigte ein Teilnehmer Interesse. Der besaß eine Farm und stellte diese für den ersten Spielfilm zur Verfügung. Doch dabei sollte es nicht bleiben. ALAN CUTHBERT sorgte nicht nur für den stimmigen Schauplatz in MATRIARCH. Der ambitionierte Brite gab sogar die Landwirtschaft auf, verkaufte sein Haus und stieg mit ins Filmbusiness ein. In Anbetracht dessen, dass MATRIARCH mit einem Mikrobudget von gerade einmal 60.000 $ gedreht wurde und somit genauso teuer gewesen ist, wie das 1999 inszenierte BLAIR WITCH PROJECT, eine Glanzleistung. MATRIARCH ist keineswegs perfekt. Dennoch ist diese britische Horror-Indie ein Beweis dafür, dass man kein millionenschweres Budget benötigt, um halbwegs gescheite Film zu drehen. Da kann sich das geldgierige Hollywood schon mal eine Scheibe von abschneiden.
 
 
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MATRIARCH – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
In drei Wochen geschrieben und mit gerade einmal 60.000 $ in knapp zwei Wochen auf Film gebannt. Newcomer SCOTT VICKERS ist ein richtiges Arbeitstier. Der hatte den Traum vom eigenen Spielfilm und tat alles daran, diesen zu erfüllen. Keine Hürde war ihm zu hoch, kein Weg war ihm zu weit. Das Ergebnis: MATRIARCH – der erste Langfilm des selbsternannten Filmfans. Dafür schrieb der ambitionierte Filmemacher selbst das Drehbuch, nahm auf dem Regiestuhl Platz und ließ es sich auch nicht nehmen, eine der Hauptrollen im Film zu übernehmen. MATRIARCH (der übrigens anfangs noch MOTHER hieß) ist natürlich kein Vergleich zu so thematisch ähnlichen Schockern wie ESCAPE FROM CANNIBAL FARM oder INBRED. Dafür hat man versucht, den Film nach mehr aussehen zu lassen, als er gekostet hat. Die Schauspieler sind brauchbar und auch die Kulisse des britischen Hinterlands verursacht Unbehagen. Wer demnach eine Vorliebe für Backwood-Horror-Thriller besitzt, kann sich MATRIARCH schon mal geben.
 
 
 


 
 
 

MATRIARCH – Zensur

 
 
 
MATRIARCH hat kaum Gewalt zu bieten. Ein Mann wird lebendig begraben, ein Körper wird von Schrotgewehrkugeln durchbohrt und mit einem Knüppel werden Köpfe eingeschlagen. Weiterhin kommt ein Dolch zum Einsatz und Pistolenmunition tut ihr Übriges. MATRIARCH hat eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten. Die Fassung ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

MATRIARCH – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Tiberius Film (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Matriarch; Großbritannien 2018

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 04.07.2019

 

Matriarch – Sie will dein Baby [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

MATRIARCH – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei New Light Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Inside (2016)
 
Inside (2007)
 
Inbred (2011)
 
Escape from Cannibal Farm (2017)
 

Kritik: „The Ones Below – Das Böse unter uns“ (2015)

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THE ONES BELOW – DAS BÖSE UNTER UNS

Story

 
 
 
Die Geburt des neuen Sohnes wird für Kate und Jack (CLÉMENCE POÉSY und STEPHEN CAMPBELL MOORE) zum Albtraum, als in der Wohnung im Erdgeschoss neue Nachbarn (LAURA BIRN und DAVID MORRISSEY) einziehen, die sich äußerst merkwürdig verhalten.

 
 
 


 
 
 

THE ONES BELOW – Kritik

 
 
 
Von werdenden Eltern und bösen Nachbarn. In THE ONES BELOW erwarten Kate und Jack ihr erstes Kind. Umso erfreulicher für das junge Paar, dass in der Wohnung unter ihnen ebenso glückliche Leute einziehen, die ebenfalls auf Nachwuchs warten. Schnell sind die Gesprächthemen gefunden und man freundet sich an. Doch die frisch geschlossene Freundschaft steht unter keinem guten Stern. Die neuen Nachbarn haben nämlich einige Marotten, die nicht sonderlich gut ankommen. Erst ist es der penetrante Zwang nach Ordnung, der bei Kate und Jack für Verwirrung sorgt. Später verursacht die überfreundliche Art der neuen Hausbewohner Gänsehaut, wirkt die doch trotz aller Bemühungen nicht sonderlich vertrauenserweckend. Doch das alles ist nichts im Gegensatz zu dem, was noch kommen wird. Während eines gemeinsamen Abendessens kommt es zu einem folgenschweren Vorfall, der die wahren Intentionen der neuen Nachbarn ans Tageslicht bringt. ALFRED HITCHCOCK und ROMAN POLANSKI lassen grüßen.
 
 
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MIT THE ONES BELOW gibt’s Nachschub für all jene, die eine Abreibung fürs Nervenkostüm brauchen. Morbider Psycho-Horror wird geboten, der sich einmal mehr einer Thematik widmet, die sich im Genre neuerdings wieder großer Beliebtheit erfreut. Albtraum Schwangerschaft – das ist Stoff, der bereits in den 1960ern durch ROMAN POLANSKI furchteinflößend für die Leinwand aufbereitet wurde. Viele Jahrzehnte später lässt sich aus bekannter Formel immer noch makabrer Horrorstoff drehen, der vor allem werdenden Mütter an die Substanz gehen dürfte. Hinter dem kleinen Indie-Thriller steckt kein Mann vom Fach. Trotzdem weiß Nachwuchsregisseur DAVID FARR ziemlich genau, wie er Spannungsschrauben fester drehen muss, damit es dem Zuschauer unbequem wird. Der britische Newcomer bewegt sich in seinem Filmdebüt weg vom Holzhammer-Horror und geht über zum Daumenschrauben-Kino, in dem sich die Spannung bis zum makabren Finale steigert, damit am Ende die Katze aus dem Sack gelassen werden kann. Das gelingt ganz ohne Blut- und Schockmomente – verursacht aber gerade deswegen ein unangenehmes Bauchgefühl, weil Macher DAVID FARR das Grauen auf subtile Weise heraufbeschwört und den Horror im Kopf des Zuschauers entstehen lässt. So etwas nennt man Horror mit Hirn, der mittlerweile im Genre ziemlich selten geworden ist, weil Horror vor allem beim jungen Publikum in erster Linie mit Mord und Totschlag in Verbindung gebracht wird. Brachiale Kills und ausufernde Gewalt sucht man hier aber vergebens. THE ONES BELOW setzt auf Charakteraufbau und Dialoge – klappt scheinbar auch heute immer noch so gut wie vor 30 Jahren.
 
 
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In THE ONES BELOW bahnt sich das Grauen langsam seinen Weg durch den Film. Immer wieder geraten die Sympathieträger in verzwickte Situationen, die den Zuschauer mit flauem Magengefühl vor der Flimmerkiste zurücklassen. Man ahnt schnell, dass mit den neuen Nachbarn nicht gut Kirschen essen ist. So lauert hinter der Fassade gesitteter Bürger mal wieder das Böse. Eine Erkenntnis mit welcher der Film in die Fußstapfen vieler Genrefilme der 1980er und 1990er tritt, die unter so berüchtigten Titeln wie THE STEPFATHER, DAS KINDERMÄDCHEN oder FEAR – WENN LIEBE ANGST MACHT bei Fans des Genres ein Begriff sein dürften. THE ONE BELOW ist nach dem gleichen Muster gestrickt und strapaziert mit knisternder Spannung die Nerven des Publikums. Demzufolge sollte man diesen kleinen Psychothriller eine Chance geben – insofern man was mit langsam erzählten Psycho-Kicks anfangen kann, die sich viel Zeit für das Wesentliche im sogenannten Angstkino lassen.
 
 
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THE ONES BELOW – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Hätte ALFRED HITCHCOCK den Okkult-Schocker ROSEMARIES BABY verfilmt, wäre vermutlich so etwas wie THE ONES BELOW dabei herausgekommen. Der auf dem Fantasy Filmfest ausgestrahlte und vielgelobte Psychothriller ist nichts für Fans hektisch geschnittener Gewaltepen. Das minimalistische Psychodrama hat was von einem Kammerspiel und konzentriert sich auf Charakterentwicklung und Spannungsaufbau. Statt die Augen des Horrorfans mit Blut und Gewalt zu blenden, kümmert sich Regieneuling DAVID FARR um die Hirne seines Publikums und vernebelt die mit astreinem Psycho-Terror. Dafür musste mal wieder das Thema Schwangerschaft herhalten mit dem (Found-Footage) Filmemacher in letzter Zeit reichlich Schabernack getrieben haben. Mit THE ONES BELOW wird aber wieder alles besser, denn DAVID FARR lässt das Böse nicht im Bauch der Mutter heranwachsen, sondern funktioniert freundliche Nachbarn zu ultimativen Psychopathen um. Für knisternde Spannung und unangenehmes Bauchgefühl ist somit gesorgt, denn der britische Regisseur scheint viele Altmeister des Thrillerfachs genau studiert zu haben. Er beherrscht die subtile Angstmacherei erstaunlich gut, was THE ONES BELOW zu einem echten Indie-Psycho-Geheimtipp macht.
 
 
 


 
 
 

THE ONES BELOW – Zensur

 
 
 
Wer Gewalt sucht, ist hier falsch. Davon gibt es im Film nichts zu sehen. Eigentlich könnte man THE ONES BELOW bereits ab 12 Jahren freigeben. Wegen dem kompromisslosen Ende, einiger Schimpfwörter und bedrohlicher Stimmung hat es THE ONES BELOW aber mit einer FSK16 in die Händlerregale geschafft.
 
 
 


 
 
 

THE ONES BELOW – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) METEOR FILM (Blu-ray KeepCase-Version)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Ones Below; Großbritannien 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 25.11.2016

 

The Ones Below – Das Böse unter uns [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE ONES BELOW – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei METEOR FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Stepfather (2009)
 
The Stepfather (1987)
 
The Roommate (2011)
 
The Harvest (2013)
 
One Hour Photo (2002)

Filmkritik: „Shelley“ (2016)

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SHELLEY

Story

 
 
 

Wenn die Leihmutterschaft unerträglich wird: Eine Gastarbeiterin trägt für Geld das Baby ihrer Arbeitgeberin aus und erlebt in dieser Zeit die schlimmsten Schrecken auf Erden.

 
 
 


 
 
 

SHELLEY – Kritik

 
 
 
Wenn die Schwangerschaft zum Horror wird – ein Thema, mit dem sich schon viele Filmemacher beschäftigt haben. Der wohl bekannteste dieser Riege ist zweifelsohne ROMAN POLANSKI, der mit ROSEMARY’S BABY vielen werdenden Müttern manche schlaflose Nacht bereitet hat. Der polnischstämmige Franzose hatte vor fast 50 Jahren erreicht, was vielen ambitionierten Newcomern heutzutage nur mühsam gelingt. Statt plumper Effekthascherei und plakativem Erschrecken ließ er den eigentlichen Horror im Kopf des Zuschauers entstehen. Dafür wurde er seinerzeit zu Recht gelobt. In der Gegenwart sieht das leider ganz anders aus. In Zeiten hektisch geschnittener Gewaltepen mutet subtile Angstmacherei vielen altbacken an. Demzufolge macht sich Kopf-Horror allmählich rar im Genre-Kino, was aber neugierige Nachwuchsregisseure nicht davon abhält, mit dieser Art des filmischen Grauens zu experimentieren. Der Däne ALI ABBASHI ist so ein Fall. Der zitiert nicht nur fleißig aus dem anfangs erwähnten Okkult-Klassiker, sondern macht bereits auf dem Filmplakat darauf aufmerksam, vor welchem Klassiker er sich verneigen möchte. Kenner sehen die Parallelen. Vergleicht man das Plakat zum Filmdebüt SHELLEY und das des Schauermärchens ROSEMARY’S BABY ist eine gewisse Ähnlichkeit nicht von der Hand zu weisen. Doch nicht nur werbetechnisch besitzen beide Genrewerke Gemeinsamkeiten. Auch inhaltlich folgt Regisseur ALI ABBASHI den von Polanski diktierten Pfaden. Das bedeutet: leise Töne und langsame Inszenierung dafür maximalen Horror. Kann das in einer schnelllebigen Zeit wie der Heutigen noch funktionieren?
 
 
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Wie in ROSEMARY’S BABY verfallen in SHELLEY Protagonisten allmählich dem Wahnsinn. Doch bevor der eintritt, ist es ein langer Weg. SHELLEY rückt zwei Frauen in den Mittelpunkt, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Die eine kommt aus Rumänien und will als Gastarbeiterin in Dänemark schnelles Geld verdienen, um sich in der Heimat ein Haus kaufen zu können. Die andere ist Selbstversorgerin und lebt mit dem Mann in einer Hütte am See – ganz ohne Strom und Moderne. Weil man Unterstützung im Haushalt und Garten benötigt, nimmt man die Gastarbeiterin auf und entlohnt sie für anfallende Arbeiten. Schnell entsteht eine innige Freundschaft zwischen den beiden Frauen, weshalb sich Louise (ELEN DORRIT PETERSEN) der neuen Seelenverwandten anvertraut. Sie erklärt dem Hausmädchen auf Zeit, dass sie keine Kinder bekommen kann. Nach einer Fehlgeburt musste ihr die Gebärmutter entfernt werden. Doch eingefrorene Eizellen könnten immer noch eine Leihmutterschaft ermöglichen. Weil Gastarbeiterin Elena (COSMINA STRATAN) viel Geld wittert, schlägt sie vor, das Kind auszutragen. Doch die Schwangerschaft verläuft nicht ohne Probleme. Bald schon passieren seltsame Dinge, was die werdende Mutter veranlasst zu glauben, dass die Frucht in ihrem Leib das Böse beherbergt. Ob sie damit Recht behält?
 
 
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Von der Angst über Nachwuchs, der im Körper heranwächst und der Besessenheit endlich Mutter zu werden. SHELLEY ist zweifelsohne Gruselvergnügen alter Schule, das sogar noch Hirn hat. Statt nur plump zu kopieren, kombiniert Macher ALI ABBASHI souverän und lässt dabei etwas Eigenes entstehen. So ist SHELLEY eigentlich ein Film, der zwei Geschichten und Schicksale vereint. Was nämlich anfangs eine neumodische ROSEMARY’S BABY-Interpretation vermuten lässt, ist weit mehr als das. Der Psychothriller wird gegen Ende zum waschechten Okkult-Grusler und wandelt auf den Spuren des Teufelsjungen Damien aus DAS OMEN. Spätestens hier macht ALI ABBASHI Nägel mit Köpfen, was Kennern der Polanski-Vorlage vielleicht etwas zu kommerziell geraten sein dürfte. Hat der damals den Zuschauer selbst darüber entscheiden lassen, ob der Teufel im Bunde oder alles nur Einbildung war, bezieht Abbashi in SHELLEY klare Stellung. Hier ist wirklich das Böse zuhause und die Tatsache verursacht Gänsehaut. Die wird mit einfachen Mitteln bewirkt, was den Film für all jenen interessant machen dürfte, die sich gern das Fürchten fernab der Traumfabrik lehren lassen möchten. SHELLEY funktioniert auch trotz der eindeutigen Erklärungen gerade wegen seiner eigensinnigen Machart. Lange Kameraeinstellungen gesellen sich zu gut durchdachtem Erzählstil. Der ist in erster Linie ruhig und macht zudem von wenig Musikeinsatz Gebrauch. Langsam bahnt sich das Grauen seinen Weg durch den Film – nur um am Ende gnadenlos zuzuschlagen. So überschlagen sich im Finale die Ereignisse und es kommt zu folgenschweren Entschlüssen. Angesichts mangelnder Schocks und Gewaltexzesse ist die dort verursachte Stimmung des Unbehagens bemerkenswert. Spätestens an dieser Stelle sollte man dem dänischen Newcomer für seine Arbeit beglückwünschen, denn Gänsehaut mit einfachen und unkonventionellen Mitteln zu bewirken, kann nicht jeder.
 
 
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SHELLEY – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Altmodisch – aber oho: Wenn subtiles Angstkino der 1960er in die Gegenwart transferiert wird. Dann entsteht so etwas wie SHELLEY, der souverän zeigt, dass subtil erzählte Horrorfilme auch genauso gut heute funktionieren. Weniger Schocks auf der Mattscheibe, dafür mehr Grauen im Kopf. Das sind die eigentlichen Intensionen, die der dänische Regisseur ALI ABBASHI verfolgt und damit alles richtig macht. SHELLEY ist so nichts für jene, die Herzflattern und Adrenalinkick beim Schauen von Horrorfilmen voraussetzen. Dieser Film beschreitet den Weg des Grauens langsam und wirft somit Ritalin-Patienten vollkommen aus der Bahn. Das Böse wird im Film vielerorts nur angedeutet. Dennoch entsteht schnell eine fesselnde Aura des Unbehagens. Ist die Heldin im Film nur dem Wahnsinn nahe oder sind hier wirklich teuflische Mächte am Werk? Wo sich ROMAN POLANSKI in ROSEMARY’S BABY eindeutige Erklärungen verkniff, macht SHELLEY Nägel mit Köpfen. Das ist aber auch das einzige was man dem Film vorwerfen könnte. Der Rest ist über jeden Zweifel erhaben – insofern man überhaupt etwas mit langsam erzählten Gruselstreifen anfangen kann, in denen sich das Grauen langsam den Weg bahnt. Langsamkeit ist nämlich in SHELLEY Programm und zeigt mal wieder, dass gut durchdachte Geschichten, talentierte Schauspieler und lobenswerte Kameraarbeit plakative Schocks und Gewaltmomente überflüssig machen.
 
 
 


 
 
 

SHELLEY – Zensur

 
 
 
Gewalt spielt in SHELLEY kaum eine Rolle. Eine versuchte Abtreibung wird angedeutet und gegen Ende wird der Kopf eines Protagonisten mit der Autotür zermatscht. Das sieht man aber nicht, da die Kamera wegblendet. SHELLEY dürfte in Deutschland wohl mit einer FSK16 davonkommen.
 
 
 


 
 
 

SHELLEY – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Devil Incarnate (2013)
 
Bleed (2016)
 
The House on Pine Street (2015)
 
Delivery: The Beast Within (2013)
 
Devil’s Due – Teufelsbrut (2014)
 
Unborn – Kind des Satans (1991)
 
Rosemaries Baby (1968)
 

Filmkritik: „Sacrifice – Todesopfer“ (2016)

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SACRIFICE – TODESOPFER

(SACRIFICE)

Story

 
 
 

Eine Frauenärztin verschlägt es samt ihres Gatten in die Provinz, wo sie einem mysteriösen Kult auf die Schliche kommt.

 
 
 


 
 
 

SACRIFICE – Kritik

 
 
 
Totgeglaubte leben länger! Filmemacher PETER A. DOWLING war vor vielen Jahren mal kurzzeitig ziemlich gefragt. 2008 zeichnete der für die Regie des Horrorfilms STAGE NIGHT verantwortlich und steuerte einige Zeit zuvor sogar das Drehbuch zum Thriller FLIGHTPLAN mit JODIE FOSTER bei. Danach war plötzlich Funkstille. Lange war es still um den Regisseur – jetzt ist er wieder da und zwar mit einem Beispiel für derzeit so beliebten Okkult-Horror. Wer jetzt aber glaubt, dass mit SACRIFICE beunruhigende Dämonenaustreibungen oder blutige Rituale über den Fernseher sausen, der irrt. Viel mit Horror hat der Streifen nämlich nicht am Hut. SACRIFICE ist eher im Thriller-Genre beheimatet und richtet sich mit Puzzle- und Rätseltaktik an ein eher knobelerprobtes Krimi-Publikum, das mehr an Detektivarbeit interessiert ist und weniger blutiges Einerlei auf der Mattscheibe sehen will. Demzufolge steht ein okkultes Ratespiel über mysteriöse Ritualmorde im Mittelpunkt, das es zu lüften gilt. Kinogänger mit Vorliebe fürs Grobe dürfte so etwas natürlich langweilen.
 
 
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Wieder mal verirrt sich Schauspielerin RADHA MITCHELL in einen Film fernab von Liebe und Herzschmerz. Sie scheint Gefallen an Kinostreifen gefunden zu haben, wo es gerne mal deftig und düster zur Sache geht. Zuletzt war das mit dem Mystery-Film THE DARKNESS der Fall. Aber auch in der Videospielverfilmung SILENT HILL und dem Found-Footage-Schocker EVIDENCE schlug sie sich wacker als Heldin durch ungemütliche Albtraumszenarien. Auch im mysteriösen Sekten-Thriller SACRIFICE hat sie die Heldenrolle ergattert und verkörpert Tora, eine Frau mittleren Alters, die zwar als Frauenärztin Schwangere berät, aber selbst keine Kinder bekommen kann. Nach einer weiteren Fehlgeburt, entscheidet Gatte Duncan (RUPERT GRAVES), dass das Leben auf dem Land weitergeht. Fernab der Großstadthektik soll auf den schottischen Shetland-Inseln ein Gang heruntergefahren werden. Das Leben scheint hier stillzustehen und auch der angeschlagenen Tora geht es langsam wieder besser. Leider schreibt das Leben manchmal die sonderbarsten Geschichten. Als Tora hinter dem Haus im Boden den Körper einer übel zugerichteten Frau entdeckt, ist Schluss mit Erholung. Der Leichenfund wirft Fragen auf. Nicht nur, dass auf der Haut der Toten rätselhafte Symbole eingeritzt wurden; auch das Herz der Frau wurde offenbar bei lebendigem Leibe entfernt. Leider werden die Akten bald geschlossen, denn Wissenschaftler sind sich einig, dass diese Moorleiche bereits seit Jahrhunderten ihr Dasein unter der Erde fristet. Doch Frauenärztin Tora ist da anderer Meinung. Die vermutete einen frischen Mord, stellt eigene Ermittlungen an und wittert das Werk eines ominösen Kultes, der seit Jahrhunderten auf den Inseln sein Unwesen treibt.
 
 
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Spannende Sonntagabendunterhaltung – simpel gestrickt, aber immerhin kurzweilig. Leider hat SACRIFICE ein großes Problem. Der Film ist leicht zu durchschauen und wirkt an vielen Stellen vorhersehbar. Wieder einmal ist es eine Kleinstadt, die zusammenhält. Hier kennt jeder jeden und Traditionen sind dazu da, um sie aufrechtzuerhalten. Demzufolge weiß natürlich niemand von nichts – obwohl von Anfang an klar ist, dass auf dieser Insel der Teufel zu Hause ist. SACRIFICE orientiert sich an den typischen Vertreter der Gattung Kleinstadt-Okkult-Horror, wie er Anfang der Siebziger in Robin Hardys legendärem THE WICKER MAN seine Vorlage für die Ewigkeit fand. Wer zu viele Fragen stellt wird ausradiert – ebenso die, die beim Auflösen behilflich sind. Doch die Heldin ist hartnäckig und zeigt, was eine Harke ist. Sie kommt beim Recherchieren zwar nur schleppend voran, enttarnt aber am Ende die hinterlistige Saubande. Mit Originalität hat das nichts im Entferntesten zu tun. So geht es gradlinig voran und Anhaltspunkte werden schlüssig kombiniert. Leider wirkt das Detektivspiel teils sehr konstruiert, ändert aber nichts an der Tatsache, dass man unterhalten wird. SACRIFICE erinnert an die vielen skandinavischen Thriller, die in den letzten Jahren vor allem des kühl-trostlosen Filmlooks wegen auffallen und öfters auf den Öffentlich Rechtlichen TV-Sendern gezeigte werden. Wenn man also schön gefilmten, aber anspruchslosen Stoff fürs Abendprogramm benötigt, ist man hier gut aufgehoben. Richtige Nervennahrung oder gar Suspense-Horror sieht aber anders aus!
 
 
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SACRIFICE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
SACRIFICE basiert auf dem erfolgreichen Roman von Autorin SHARON J. BOLTON, ist aber nichts Großes. Hinter dem geradlinig erzählter Sekten-Thriller ohne Überraschungen steckt einfach gut verdauliche Detektivarbeit, bei der man irgendwie nicht das Gefühl loswerden möchte, als wollte man hier anfänglich was fürs Fernsehen drehen. Demzufolge ist Gezeigtes nicht sonderlich anspruchsvoll, glänzt aber immerhin mit typisch schottischer Kulisse. Leider hat SACRIFICE nur wenig mit Horror am Hut. Vielmehr verbirgt sich hinter dem vielversprechenden Filmtitel ein kurzweiliger Okkult-Krimi mit Thriller-Elementen, den man sich anschauen kann, wenn mal gerade nichts in der Glotze kommt. Man macht aber auch nichts falsch, wenn man SACRIFICE einfach mal auslässt. Von missraten kann hier zwar nicht die Rede sein. Trotzdem kommt – wenn man das so sieht – mal wieder die Erkenntnis in den Kopf, dass manche Bücher nicht zwingend verfilmt werden müssen. SACRIFICE gehört ins Buchregal, aber nicht auf die Mattscheibe.
 
 
 


 
 
 

SACRIFICE – Zensur

 
 
 
Wer jetzt glaubt, dass hier Gewalt zelebriert wird, der irrt. SACRIFICE ist relativ harmlos. Es gibt nahezu kaum etwas zu sehen. Am Ende bekommt ein Bösewicht einen Dolch in den Körper gejagt. Wegen der düsteren Thematik über Morde und Rituale hat es aber immerhin für eine FSK16 gereicht.
 
 
 


 
 
 

SACRIFICE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) EUROVIDEO MEDIEN (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sacrifice; Deutschland | Irland | USA 2016

Genre: Horror, Thriller, Mystery

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.39:1 | @50 Hz (1080p)

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailershow, Originaltrailer

Release-Termin: 20.04.2017

 

Sacrifice – Todesopfer [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

SACRIFICE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei EUROVIDEO MEDIEN)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Wicker Man (1973)
 
The Wicker Man (2006)
 
Rosemaries Baby (1968)
 

Filmreview: „Delivery: The Beast Within“ (2013)

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DELIVERY: THE BEAST WITHIN

Story

 
 
 
Ein junges Paar erwartet ein Kind und wird von einem Kamera-Team begleitet, das eine Reality-Serie über die werdenden Eltern drehen möchte. Leider verläuft die Schwangerschaft nicht ohne Komplikationen, denn die zukünftige Mutter Rachel (Laurel Vail) vermutet das Böse im Leibe zu tragen …
 
 
 


 
 
 

DELIVERY: THE BEAST WITHIN – Kritik

 
 
 
Was waren das noch für Zeiten, als ambitionierte Horror-Macher der 80er so eigenständige und wegweisende Kult-Werke wie FROM BEYOND, EVIL DEAD, DIE FLIEGE oder DAS DING drehten und mit bahnbrechenden Spezialeffekten und raffinierten Ideen tausende Fans phantastischen Kinos in die Lichtspielhäuser locken konnten. Die Zeiten scheinen sich geändert zu haben, denn kreativen und innovativen Horror findet man auf der Leinwand immer seltener. Stattdessen ist das Kino die Schmiede meistgehasster Horror-Trends geworden, das nach einer nicht enden wollenden Reihe unnötiger Horror-Remakes seit einigen Jahren nun auch noch mit Found-Footage-Grauen quält. Mittlerweile haben sich die meisten Horrorfans von Wackelcam-Filmen im Multiplex sattgesehen. Darum geht es auch direkt auf dem Heimkinomarkt weiter, denn die meisten dieser Null-Budget-Produktionen werden ohnehin für den Videomarkt gedreht, damit unwissenden Käufern mit cineastischem Abfall das Geld aus der Brieftasche gezogen werden kann.
 
Die Erfolgsrezeptur von Polanskis Schauerfilm ROSEMARIES BABY (1968) scheint auch fast 50 Jahre nach Erscheinen für profitgierige Produzenten eine lukrative Angelegenheit zu sein, um daraus schnell noch einmal Millionen von Dollar herausschlagen zu können. Nach der Wackelcam-Schlafpille DEVIL’S DUE – TEUFELSBRUT (2014) und einer unnötigen TV-Miniserie zum Okkult-Klassiker aus dem Hause NBC gesellt sich DELIVERY: THE BEAST WITHIN, der nun ebenfalls um die Gunst der Horrorfans buhlt und dem Mystery-Kultwerk aus der Mache Polanskis recht ähnlich ist. Es geht um Rachel (LAUREL VAIL) und Kyle Massey (DANNY BARCLAY), denen zum Glück noch der gewünschte Nachwuchs fehlt. Als Rachel endlich schwanger ist, wird das Paar von einem TV-Team begleitet, das den werdenden Eltern fortan mit Kameras folgt, um über die Zeit während Schwangerschaft eine TV-Serie machen zu können. Leider bemerkt Rachel schon recht bald, dass in ihrem Bauch irgendwas nicht so läuft, wie sie es gern hätte. Der Hund spielt in ihrer Gegenwart verrückt, Albträume quälen sie und die werdende Mutter fühlt sich von einer bösartigen Präsenz bedroht. Aber auch das Kamera-Team berichtet über seltsame Vorkommnisse am Set. So entdeckt man auf Band unheimliche Geräusche und geheimnisvolle Symbole zieren den Wohnzimmerboden. Ein Parapsychologe soll Antworten liefern, denn scheinbar wandelt ein dämonischer Geist durch die Flure des neuen Heims, der auf Rachels Baby einen negativen Einfluss ausübt.
 
BRIAN NETT zeichnet für diesem Indie-Trip verantwortlich und hat auch gleich mit am Drehbuch geschrieben. DELIVERY: THE BEAST WITHIN stellt hierbei sein Regie-Debüt dar und ist im Vergleich zum jüngst erschienenen, thematisch ähnlichen DEVIL DUE die bessere Alternative. Grund hierfür ist die Art und Weise, wie er die Found-Footage-Zutat verpackt hat. Hier wird das Geschehen nicht trocken aus der Sicht von Überwachungskameras wie in PARANORMAL ACTVITY geschildert, sondern in Form eines Hinter-den-Kulissen-Feature zu einer TV-Reality-Soap, deren Pilotfolge in den ersten 20 Minuten über den Bildschirm flimmert. Die erinnert in ihrer quietschbunten Aufmachung an eine Episode der Reihe MTV TEEN MOMS nur mit dem Unterschied, dass in DELIVERY statt naiven Teenie-Müttern verantwortungsvolle Erwachsene mit der Kamera begleitet werden. Nach zwanzig Minuten zuckersüßem Allerlei kippt jedoch die heitere Stimmung ins Bedrohliche und der Zuschauer bekommt zusammengeschnittene Schnipsel serviert, die für die TV-Ausstrahlung keine Verwendung gefunden haben. Der Schwangerschaftsstress belastet das Verhältnis der werdenden Eltern erheblich und dem anfangs glücklichen Paar vgehen ähnlich wie in DARK CIRLES allmählich die Nerven durch. Da werden Kameramänner angepflaumt oder Verwandte des Hauses verwiesen, weil Vater Kyle im Trubel so langsam den Bezug zur Realität verliert. Die größte Belastung durchlebt jedoch Rachel, der zu Hause nicht nur die Decke auf den Kopf fällt, sondern unter dem Druck der komplizierten Schwangerschaft zu zerbrechen droht.
 
Selbstverständlich bekommt der Zuschauer auch den für Found-Footage-Machwerken bekannten Mystery-Schabernack geboten. Türen schlagen wie von Geisterhand zu, unheilvolle Stimmen sind auf Tonbändern zu hören und mysteriöse Atemwolken deuten auf eine dämonische Kraft im Haus hin. Ansonsten wird Gruselstimmung durch Interviews mit allen Beteiligten erzeugt, die vor der Kamera von unheimlichen Vorkommnissen berichten. Besonderes Augenmerk wird jedoch auf das Finale gerichtet, wenn die Geburt bevorsteht und der Zuschauer nun endlich wissen möchte, welche Brut da in Rachels Bauch das Licht der Welt erblicken wird. Lobenswerterweise muss man sagen, dass Regisseur BRIAN NETT das Ende recht geschickt inszeniert hat. Von computeranimierter Effekte-Macherei sieht er ab. Stattdessen wird Unheil durch Terror und Hektik verursacht. Das konsequente Ende tritt dem Zuschauer direkt in die Magengegend, weil es der Filmfan in derart ruppiger Weise vermutlich nicht vorausgeahnt hat. Auch wenn DELIVERY: THE BEAST WITHIN eigentlich nichts anderes ist, als eine moderne Neuinterpretation des besagten Klassikers von Roman Polanski, gehört NETTS Erstling zu einem der besseren Vertreter innerhalb des Wackelkamera-Genres. Der Streifen hält sich zwar weitestgehend an die typischen Shaky-Cam-Filmregeln, punktet aber durch sympathische Charaktere und der erfrischenden Idee, wie man die Wackelcam-Methode rechtfertigt, was dem Grusler Glaubwürdigkeit verleiht. Die wirkt durch das interessante Making-of-Gimmick niemals aufgesetzt und macht aus DELIVERY ein gruseliges Gänsehaut-Erlebnis für Freunde subtiler Schauergeschichten.
 
 
 


 
 
 

DELIVERY: THE BEAST WITHIN – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
DELIVERY: THE BEAST WITHIN ist der bessere DEVIL’S DUE und ein beunruhigendes Gänsehaut-Erlebnis, das sich werdenden Eltern lieber nicht anschauen sollten. Newcomer BRIAN NETT hat mit seinem Erstling zwar dreist bei Polanskis ROSEMARIES BABY stibitzt, dafür aber eine überzeugend gespielte Fake-Dokumentation gedreht, die ganz friedlich beginnt und fast schon minutiös unbequemer wird. Zwar bedient sich auch DELIVERY den bekannten Wackelcam-Klischees, geht die Thematik jedoch etwas erfrischender an, als es die meisten Filme dieser Art tun. Das Treiben wird diesmal in Form einer Reality-Soap beschrieben, was NETT filmisch erstaunlich souverän abhandelt, zumal der Filmemacher ein talentiertes Verständnis für Tempo und Spannungsaufbau an den Tag legt. Zwischen fiktiven Interviews, gewöhnlichen Alltagssituationen und den nachvollziehbaren Ängsten frischgebackener Eltern mischt NETT reichlich Found-Footage-Terror, der sogar ab und an seine Momente hat. Wer immer noch nicht genug von wackeligen Bildern oder Totalausfällen der Kamera hat und sich von abrupt zuschlagenden Türen erschrecken lässt, ist auch bei DELIVERY: THE BEAST WITHIN bestens aufgehoben. Found-Footage-Hater werden auch mit diesem Streifen herzlich wenig anfangen können, zumal sogar gänzlich auf grafische Gewalt verzichtet wurde. Besonderes Augenmerk sei übrigens auf den makabren Schlussgag gerichtet. Der kommt äußerst unvorbereitet und ist deftiger Tobak. Zartbesaitete Zuschauer dürfte der unerwartete Schlag in die Magengegend erhebliche Probleme bereiten, denn ein schmalziges Happy End hat DELIVERY: THE BEAST WITHIN leider nicht zu bieten.
 
 
 


 
 
 

DELIVERY: THE BEAST WITHIN – Zensur

 
 
 
Gewalt ist in DELIVERY: THE BEAST WITHIN Mangelware. Bis auf das der Haushund von Protagonistin Rachel im Affekt erstochen wird, passiert nichts Grausames. Der Film richtet sich eher an Zuschauer, die subtiles Gänsehautvergnügen suchen. Eine FSK16 ist demnach aller Wahrscheinlichkeit zu erwarten.
 
 
 


 
 
 

DELIVERY: THE BEAST WITHIN – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Dark Circles (2013)
 
Rosemaries Baby (1968)
 
Die Wiege des Bösen (1974)
 
Unborn – Kind des Satans (1991)
 
Devil’s Due – Teufelsbrut (2014)

Kritik: „The Occupants – Sie wollen dein Leben“ (2014)

The Occupants 2014
 
 
 

THE OCCUPANTS – SIE WOLLEN DEIN LEBEN

Story

 
 
 
Das Leben hat es bisher mit Lucy und Wade gut gemeint. Die beiden sind ein glücklich verheiratetes Paar, haben ein erfülltes Berufsleben und sind stolze Eltern eines gesunden Babys. Leider währt die Freude am neuen Familienglück nicht lang, denn nach Bezug des kleinen Eigenheims passieren seltsame Dinge. Immer wieder wird Lucy von seltsamen Visionen heimgesucht, in denen sie einen Familienvater sieht, der Frau und Tochter um die Ecke bringt. Die junge Frau sucht sich Rat bei ihrer Babysitterin und einem Medium, die der verängstigten Mutter jedoch nicht helfen können. Schon bald scheint Lucy an ihrem Verstand zu zweifeln. Sie geht den Geschehnissen auf den Grund und stellt fest, dass sie selbst in Verbindung mit den Vorkommnissen steht und plausible Erklärungen für den Spuk in ihrer Vergangenheit suchen muss …
 
 
 


 
 
 

THE OCCUPANTS – Kritik

 
 
 
Auch das Spukgenre unterliegt vordiktierten Regeln. Meist wird dort eine glückliche Familie mit merkwürdigen Vorfällen konfrontiert, die den Besuch eines Mediums zu Folge haben. Das wittert eigentlich fast immer die Anwesenheit rastloser Seelen, die den Lebenden mit stets gleichen Streichen zur Last fallen. Es schlagen Türen ins Schloss, Gegenstände bewegen sich wie von Geisterhand und Familienmitglieder werden von unsichtbaren Gegnern heimtückisch attackiert. Am Ende verliert sich fast jeder Geisterfilm im obligatorischen Effektgewitter, bei dem die Leidgeplagten mit vereinten Kräften versuchen die unwillkommenen Gäste zurück in ihre Welt zu drängen. Das gelingt zwar meist immer, hält die meisten Filmemacher aber nicht davon ab, sich ein Hintertürchen für eine mögliche Fortsetzung offen zu halten.
 
Mit THE OCCUPANTS meldet sich der nächste Streifen dieser Art zu Wort. Hier flimmert sogar vor Filmbeginn der Banner der vermutlich langlebigsten Horrorzeitschrift der Welt über den Bildschirm: FANGORIA. Seit nunmehr 30 Jahren gehört das Blatt zur Pflichtlektüre amerikanischer Horrorfans und produziert seit den frühen 90ern sogar eigene Filme. In letzter Zeit „präsentiert“ FANGORIA aber auch gern hin und wieder mal und verhilft dadurch manch wertlosem Horrorschund zu bescheidenem Ruhm. Einer dieser, für den Heimkinomarkt gedrehten Streifen ist THE OCCUPANTS, der vermutlich ohne die Unterstützung des Horrorheftchens kaum Aufmerksamkeit erhalten würde. Regisseur TODD ALCOTTS zeichnet verantwortlich und harkt ganz ungeniert die populäre Liste der bekannten Geisterklischees ab. Dass das bei der nahezu unfassbaren Menge an ähnlich gestrickten Werken so rein gar nicht mehr vom Hocker reißen will, dürfte auf der Hand liegen. Die Familie ist vorhanden, die Geister sind da und das Medium hat es auch in den Film geschafft, um den Heimgesuchten Beistand zu spenden. Bei derart Vorhersehbarkeit leidet die Spannung erheblich, denn aufgrund permanenter Einfallslosigkeit dürfte der Zuschauer an THE OCCUPANTS ganz schnell das Interesse verlieren.
 
THE OCCUPANTS ist schnell und billig gedrehter Horror-Trash, wie man ihn eigentlich fast nur noch auf der Mattscheibe erlebt. Der Rohrkrepierer erinnert vornehmlich an TV-Massenware und lässt kaum Atmosphäre aufkommen. Wie soll die sich auch entwickeln, wenn man gänzlich auf die für das Subgenre essentiellen optischen und akustischen Raffinessen verzichtet. Die Geräuschkulisse ist platt; unheimliche Momente, die durch virtuoses Zusammenspiel von Licht und Schatten bewirkt werden, existieren nicht. Zudem fehlt auch der Behausung der gespenstige Feinschliff. ALCOTTS lässt seine Protagonisten in stilvoller Moderne ums Überleben kämpfen. Die gruselig-gotische Spukvilla sucht man vergebens; vermutlich hätte man für derart Kulisse auch gar kein Budget gehabt. Immerhin geben die beiden Hauptdarsteller ihr Bestes. CRISTIN MILIOTI (könnte als kleine Schwester von JENNIFER LOVE HEWITT durchgehen) ist stets konzentriert bei der Sache, vergisst aber immer mal wieder, dass sie hier nicht auf der Theaterbühne steht, sondern für einem beliebigen Horrorfilm vor der Kamera. Etwas euphorisches Overacting kann ja manchmal ganz erheiternd sein, geht aber schnell auf den Zünder, wenn der Schauspieler vergisst, dass die Macher des Films eigentlich ernste Absichten hegen und kein Spoof-Filmchen drehen wollen. MICHAEL RADY als Ehegatte Wade fällt da schon angenehmer auf, ist aber in THE OCCUPANTS ohnehin nur Nebendarsteller, dreht sich die Geschichte vornehmlich um Mutter Lucy (CRISTIN MILIOTTI), die im Verlauf der Handlung eine psychische Verwandlung durchlebt. Die betreut anfangs misshandelte und verängstigte Frauen und wird am Ende selbst zur traumatisierten Irren deklariert, weil sie von längst verdrängten Kindheitserinnerungen eingeholt wird. Apropos psychisches Durcheinander: TOBY HUSS (BAD MILO und TEUFLISCH) spielt hier einen wütenden Geist, der sich Zutritt in das Haus der kleinen Familie verschafft und Lucy ausgefuchst beginnt zu terrorisieren. Skurrilerweise sind Parallelen zu SHINING zu erkennen, denn scheinbar handelt es sich bei Filminitiator TODD ALCOTTS um einen eingeschworenen Stephen King-Fan. Geisterdarsteller HUSS trägt nämlich nicht nur gleiche Mode, wie einst NICHOLSONS Charakter im King’schen Kultfilm; er verhält sich auch noch ebenso diabolisch und äußerst verhaltensauffällig. Leider wird THE OCCUPANTS durch diesen kleinen Insider auch nicht besser, kränkelt der Film doch an vorhersehbaren Wendungen, der unwichtigen Story und einer billigen Inszenierung, bei der dem Zuschauer die Lust am Sehen ganz schnell vergehen dürfte. Wir können nur hoffen, dass der nächste Geisterfilm besser wird, denn auf so planlos und kostengünstig dahin geschluderte Videoware hat die Welt nun wahrlich nicht gerade gewartet.
 
 
 


 
 
 

THE OCCUPANTS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Fatal, wenn ein Geisterfilm nicht gruselig ist: THE OCCUPANTS ist ein unspannender Mystery-Horror-Mix, der kaum Atmosphäre besitzt und dazu auch noch ziemlich billige Optik bietet. Der Streifen erinnert eher an einen TV-Film, ist zugedröhnt mit ganz üblen Klischees und ist so überflüssig wie der Pimmel am Papst. Daher besser den zwar thematisch ähnlichen aber weitaus besseren DARK CIRCLES schauen, der die Bezeichnung Gruselfilm auch wirklich verdient hat. Was FANGORIA übrigens vertraglich aushandeln konnte, um THE OCCUPANTS zumindest in Amerika „präsentieren“ zu können, werden wir hier in Deutschland vermutlich nie erfahren. Ist wahrscheinlich auch besser so.
 
 
 


 
 
 

THE OCCUPANTS – Zensur

 
 
 
An THE OCCUPANTS wurde gespart wo es nur ging – auch an Gewalt. Die ist nahezu nicht vorhanden und hat demnach die FSK dazu bewegt THE OCCUPANTS hierzulande ungeschnitten für bereits 16-jährige freizugeben.
 
 
 


 
 
 

THE OCCUPANTS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Eurovideo

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Occupants; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 79 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Originaltrailer in dt. Sprache, Trailershow

Release-Termin: 05.06.2014

 
 
 

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THE OCCUPANTS – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Mama (2013)
 
Dark Circles (2013)
 
Last Summer (2013)
 
I am ZoZo (2012)
 
Two Moons (2012)
 

Filmreview: „Hell Baby“ (2013)

hell baby 2013
 
 
 

HELL BABY

Story

 
 
 
Vanessa (Leslie Bibb) ist mit Zwillingen schwanger. Grund genug für ihren Gatten Jack (Rob Corddry), in einem der schlechteren Viertel von New Orleans ein heruntergekommenes Haus für günstiges Geld zu erwerben, um der kleinen Familie eine Grundlage bieten zu können. Doch so friedlich wie anfänglich gedacht scheint das Gebäude gar nicht zu sein. Der etwas seltsam anmutende Nachbar F’Resnel (Keegan Michael Key) klärt das Paar auf und berichtet, dass das von den Einheimischen genannte „House of Blood“ eine finstere Vergangenheit beherbergt und seither als verflucht gilt. Es dauert nicht lang bis allerhand mysteriöse Dinge in den neuen vier Wänden geschehen und Vanessa beginnt, sich merklich zu verändern …
 
 
 


 
 
 

HELL BABY – Kritik

 
 
 
Seit SCARY MOVIE im Jahr 2000 damit begonnen hat, aktuelle Horrorfilme möglichst plump zu parodieren, hat es eine ganze Menge mißratener Komödien gegeben, die aber nur selten Erfolge wie die der berüchtigten Comedyreihe verbuchen konnten. Mit Teil fünf flimmerte sogar zuletzt ein weiterer Ableger über die weltweiten Kinoleinwände, der jedoch nicht einmal annähernd an den ersten Film der Horror-Verarsche heranreichen konnte. Für das Filmduo ROBERT BEN GARANT und THOMAS LENNON Grund genug, an ihrer ganz eigenen, schlüpfrigen SCARY MOVIE Parodie zu arbeiten, die nun unter dem Titel HELL BABY in die heimischen Wohnzimmer kommt. Die beiden sind keine Unbekannten, wenn es darum geht mit viel Wortwitz und satten Budget möglichst gewinnträchtige Mainstream-Komödien für die ganze Familie ins Kino zu bringen. Neben DER BABYNATOR (2005), NACHTS IM MUSEUM (2006) und NACHTS IM MUSEUM 2 (2009) geht auch die Serie RENO 911 (2003) auf das Konto des dynamischen Duos. Letzgenannte haben sie nicht nur mitkonzipiert, sondern darin auch selbst die Hauptrollen gespielt.
 
 
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Diesmal haben sich die GARANT und LENNON für die Umsetzung einer weniger kindgerechten Komödie entschieden und stattdessen an einem herzlich niveaulosen Spaß für Erwachsene gebastelt, der vor allem das Interesse der Splatterfans auf den Plan rufen dürfte, denn zimperlich geht es in HELL BABY nicht vonstatten. Wir erleben die Geschichte von Vanessa (LESLIE BIBB), die zusammen mit Partner Jack (ROB CORDDRY) eine modrige Behausung bezieht, von der die Einheimischen berichten, dass es darin nicht mit rechten Dingen zugehen soll. So ganz Unrecht scheinen die Nachbarn nicht gehabt zu haben, denn die schwangere Vanessa verhält sich alsbald ziemlich daneben. Sie beginnt rohes Fleisch zu futtern, Lack und Wein zu trinken und entwickelt eine Leidenschaft für das grobschlächtige Handwerk, in dem sie ihren Frauenarzt gewissenlos an die Wand tackert und gierig ausweidet. Das seltsame Verhalten der bevorstehenden Mutter lässt Ehemann Jack verzweifeln, so dass er zwei nikotinabhängige Priester rufen lässt, die der Gattin den Teufel austreiben sollen.
 
 
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Gehen dir die anspruchsvollen Sketche aus, dann füll´ den Film doch einfach mit allerhand ekelerregender Schlüpfrigkeiten. Nach dieser Devise geht es in HELL BABY her. Hier bekommt der Zuschauer all das zu sehen, an dem sich manch pubertierender Teenager durchaus erfreuen kann. Es wird gefurzt, gekotzt und natürlich auch gekifft bis sich die Balken biegen, was vor allem Spaßbremsen und Moralapostel bitter aufstoßen dürfte. Ja, in KILL BABY geht’s mächtig freizügig und platt vonstatten. Wir sehen eine verwahrloste 90-jährige, die vermutlich zwischen den Wänden des Hauses lebt und sich als Nymphomanin entpuppt. Ganz zum Leidwesen von Jack, dem die zig weiblichen Protagonisten des Films und deren Anmachversuche gehörig auf den Zünder gehen. Zudem sorgt Nachbar F’Resnel (KEEGAN MICHAEL KEY) nicht selten für einige wohldosierte Schreckmomente. Er taucht nicht nur unerwartet in den ungünstigsten Momenten auf; er scheint auch nicht ganz dicht zu sein. Ganz allein ist er damit allerdings nicht: HELL BABY beherbergt vermutlich die obskursten Gestalten des Kinojahres 2013. Ob nun Priester, Polizist oder werdende Mutter – in diesem Film ist keiner der Anwesenden geistig auf der Höhe, was durchaus für einige herzliche Lacher sorgen dürfte. ROBERT BEN GARANT und THOMAS LENNON sind vehement darum bemüht, möglichst schön anspruchslos zu sein. Es wird (vor allem am Ende) herumgeblödelt als gebe es kein Morgen mehr, ganz zum Leidwesen der schemenhaften Handlung, die ohnehin nur schmückendes Beiwerk ist und kaum Beachtung findet. Immerhin finden, trotz der vielen seichten Witze, viele nette Anspielungen bekannter Horrorfilme den Weg in den Film. So macht der Zuschauer Bekanntschaft mit dem Hund aus DAS OMEN (1976) und die schwangere Vanessa gebärt am Ende wie in ROSEMARYS BABY (1968) den Teufel höchstpersönlich. Was bleibt ist eine nette, anspruchslose Horrorkomödie, mit vielen Witzen südlich der Gürtellinie, diversen Zitaten und einigen schön derben Bluteinlagen, die das Herz eines jeden Horrorfans schneller schlagen lassen.
 
 
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HELL BABY – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Herrlich gagreicher Horrorspaß im Stil der SCARY MOVIE-Filme. Hier wird platt gewitzelt und blutig gehandwerkelt; wer sein Hirn ausschaltet wird dennoch gut unterhalten werden.
 
 
 


 
 
 

HELL BABY – Zensur

 
 
 
HELL BABY ist zwar eine Komödie, trotzdem geht es hier gerade gegen Ende hin ordentlich zur Sache und der rote Lebenssaft darf ein wenig spritzen. Eigentlich müsste HELL BABY aufgrund des komödiantischen Untertons ab 16 Jahren freigegeben werden. Da der Film aber auch einige optische Gemeinheiten zu bieten hat, hat er in der ungeschnittenen Fassung eine Erwachsenenfreigabe erhalten. Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

HELL BABY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
hell-baby-bluray

(c) Splendid Film | I-on New Media

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Hell Baby; USA 2013

Genre: Horror, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1,78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 94 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Keine Extras

Release-Termin: 26.02.2016

 

Hell Baby [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

HELL BABY – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

(Rechte für Abbildungen und Szenenbilder liegen bei Splendid Film | I-on New Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Monster Brawl (2011)

Chillerama (2011)

Mega Monster Movie (2009)

Shaun of the Dead (2004)

Zombieland (2009)

Fido (2006)

Tucker and Dale vs. Evil (2010)

Scary Movie (2000)

Scary Movie (2001)

Rosemarys Baby (1968)

Das Omen (1976)

Filmreview: „Dark Circles“ (2013)

Dark-Circles-2013
 
 
 

DARK CIRCLES

Story

 
 
 
Penny (Pell James) und Alex (Jonathan Schaech) sind glückliche Eltern. Nach der Geburt des ersten Sohnes gibt Alex seinen Job auf und man zieht in ein hübsches Haus weit draußen auf dem Land. Doch der Sohnemann will einfach nicht schlafen. Immer wieder wacht er in der Nacht auf und die Eltern wissen keinen Rat. Bald schon fühlt sich Penny von einer unheimlichen Präsenz bedroht. Spukt es in den heimischen vier Wänden oder ist das alles nur Einbildung, die auf chronischen Schlafmangel zurückzuführen ist?
 
 
 


 
 
 

DARK CIRCLES – Kritik

 
 
 
Wenn sich Nachwuchs ankündigt und das neue Familienmitglied dann endlich von den glücklichen Eltern in die Arme genommen werden kann, ist das vermutlich der schönste Tag einer jeden liebenden Mutter und eines jeden stolzen Vaters. Die Zeit nach der Geburt ist eine der besonderen Momente, die neue Eltern nicht selten enorm Geduld kostet. Gerade dann, wenn Sohnemann oder Tochter nicht zur Ruhe kommen möchte und die Familienangehörigen mit Dauergeschrei allmählich in den Wahnsinn getrieben werden, wird das Elternglück schnell zum Albtraum. Auch die Helden in DARK CIRCLES haben sich die Geburt ihres Kindes ganz anders vorgestellt. Mit dem Bezug eines kleinen Hauses auf dem Land scheint für Penny und Alex alles perfekt. Doch der Familienzuwachs macht den Anwesenden das Leben zur Hölle. Des nachts erwacht er alle 15 Minuten unter kläglichen Geschrei und raubt den Eltern Schlaf und Nerven. Die finden kaum noch nächtliche Erholung und beginnen Dinge zu sehen, die sich nicht so einfach erklären lassen. Schnell ist das Maximum erreicht und man beginnt aus Schlafmangel heraus zu halluzinieren, was beim Zuschauer und den Protagonisten ausreichend Verwirrung stiftet und dem Film unglaublich förderlich ist. Fiktion lässt sich bald nicht mehr von Realität unterscheiden. Während Alex im Haus immer wieder auf verbrannte Puppen stößt, sieht sich Penny von einer unheimlichen Unbekannten verfolgt, die sich sogar einen Weg in ihre (Tag)Träume bahnt. Die Beziehung des Paars wird dabei auf eine harte Probe gestellt. Bald schon beginnt man einander zu misstrauen – paranoid zu werden; klare Entscheidungen können kaum noch gefällt werden.
 
Das raffinierte Umherswitchen zwischen grotesken Halluzinationen, Träumen und erschütternder Realität ist das eigentliche Geheimnis von DARK CIRCLES. Dieser Mix wirkt derart gut konstruiert, dass die undurchsichtigen Gegebenheiten bald nicht nur die Protagonisten verwirren, sondern ebenso den Horrorfilmfreund, der schon bald nicht mehr logisch nachvollziehen kann, was DARK CIRLES denn nun eigentlich sein will. Ist alles Einbildung, die auf Schlafmangel zurückzuführen ist oder beginnt es wirklich im neuen Haus zu spuken? Ist DARK CIRCLES eine klassische Spukgeschichte oder handelt es sich um ein ernüchterndes Drama zweier überforderter Eltern? Eine Rätsel, dass Regisseur PAUL SOTER (CLUB MAD, EIN DUKE KOMMT SELTEN ALLEIN) bis zum Ende gut zu verschlüsseln weiß. SOTER, der sich bisher mit eher leichten Komödie über Wasser halten konnte und nun mit DARK CIRCLES einen ernsthaften (und vollkommen witzfreien) Horrorfilm zaubert, beweist mit seinem ersten Genre-Film, dass er durchaus wandelbar ist und sich in keine Schublade stecken lässt. Der Film ist stimmig, gruselig und ziemlich schnörkellos abgedreht. Die gemächlich erzählte Geschichte lässt sich viel Zeit für die beiden Filmhelden, deren Geisteszustand sich rapide zu verändern beginnt. Der chronische Schlafmangel ist Mutter und Vater ins Gesicht geschrieben. Die tiefen Augenringe sprechen Bände, wobei selbige auch treffend den Filmtitel umschreiben: DARK CIRCLES – zu Deutsch: Augenringe.
 
Mit DARK CIRCLES bekommt der Zuschauer einen klassischen Horrorfilm präsentiert, der eher unscheinbar beginnt und dessen Intensität sich im Verlauf der Geschichte zum einem beängstigenden Szenario entwickelt. Vermutlich sei die Bezeichnung Horrorfilm für diesen Beitrag auch eher unglücklich gewählt. DARK CIRCLES ist lupenreine Mystery für Filmfreunde, die gern subtiles Schaudern auf der Mattscheibe haben. Wirklich blutiges wird DARK CIRCLES nie. Stattdessen wird das Unbehagen mit einfachen Mitteln bewirkt: finstere Schatten, wackelige Bilder des Baby-Überwachungsmonitors und gruselige Kamerafahrten durch die Gänge des Hauses.
 
DARK CIRCLES ist ein eigens unter dem Banner AFTER DARK ORIGINAL produzierter Schocker, der sich durchaus sehen lassen kann. Bisher wurden auf dem amerikanischen AFTER DARK FILMFEST in Toronto ausschließlich fremdfinanzierte Produktionen vorgeführt, die alljährlich unter dem Slogan 8 FILMS TO DIE FOR unzählige Horrorfilmfans zu begeistern wussten. Jetzt produziert das Horrorfest selbst. Waren die letzten dieser hauseigenen Beiträge (AREA 51, THE TASK) eher von durchschnittlicher Qualität, knüpft der aktuelle Film an die grandiosen Anfangszeiten des Indie-Filmfestivals an. Hoffentlich bleiben die kommenden Veröffentlichungen der selbst produzierten AFTER DARK ORIGINAL-Reihe auf gleichem Level, damit sich der Zuschauer auch weiterhin auf vielfältige Werke aus dieser Sparte freuen kann.
 
 
 


 
 
 

DARK CIRCLES – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Gefangen in einem Wach-Albtraum. Während die Kids in A NIGHTMARE ON ELM STREET (1984) auf Biegen und Brechen den Schlaf fürchten und nicht nächtigen wollen, würden die Helden in DARK CIRCLES allzu gern schlafen, können es aber nicht. Ein filmisch wunderbar gelöstes Verwirrspiel beginnt, dass spannend bis zur letzten Minute bleibt. DARK CIRCLES ist Mystery, so wie er sein soll: gruselig, reich an Schocks und packend!
 
 
 


 
 
 

DARK CIRCLES – Zensur

 
 
 
Bis auf einen Kehlenschnitt lebt DARK CIRCLES von seiner subtilen Atmosphäre. Hier wird der Schlafmangel und die damit resultierenden Halluzinationen der beiden Protagonisten zum Thema gemacht. Im Film selbst wird sich dabei eher auf das „Erschrecken“ des Zuschauers konzentriert, so dass die Gore-Fraktionen nichts Bedeutsames zu Gesicht bekommen wird. DARK CIRCLES wird frei ab 16 Jahren sein.
 
 
 


 
 
 

DARK CIRCLES – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
A Nightmare on Elm Street (1984)

Inside – À l’intérieur (2007)

Die Wiege des Bösen (1974)

Die Hand an der Wiege (1992)

Filmreview: „Blood Shower“ / „Baby Shower“ (2011)

 

Fünf, eigentlich beste Freundinnen feiern in einem Anwesen, weit entfernt jeglicher Zivilisation, die bevorstehende Geburt von Lisas Baby . Doch als die werdende Mutter instinktiv ahnt, dass sie von einer der vermeintlichen Freundinnen betrogen und hintergangen wird, beginnt der Zickenterror, der für die Schwangere Lisa und deren Bekannte ein schlimmes Ende nehmen soll.

 

 

Mal so am Rande: für einen Debütfilm des Nachwuchs-Regisseurs Pablo Illanes, ist der mir vorliegende „Baby Shower“ (so im Original), gar nicht mal so miserabel ausgefallen, bedenkt man, was (vor allem deutsche) Animateurfilmer oder Regisseurneulinge sonst für derart unbrauchbares Material produzieren. Trotzdem, bewertet man das Werk neutral, ohne von diesen Vorteil zu wissen, ist „Baby Shower“ ganz schön hölzern und zäh ausgefallen.

Warum im übrigen, der Deutsche Titel in „Blood Shower“ umbenannt werden musste entzieht sich mir jeglicher Logik. Scheinbar wollte der hiesige Verleih mit einem noch „reißerischeren“ Titel punkten, um zusammen mit dem wirklich furchtbar plakativ gestalteten DVD-Cover noch mehr Käufer um deren schwerverdientes Geld zu prellen. Denn „Blood Shower“ durfte in der deutschen Verkaufsversion ordentlich Federn lassen, wobei wir eigentlich auch gleich beim nennenswerten Teil des gesamten Filmes wären. Richtig, die Blut- und Goreeffekte sind ausreichend vorhanden und sehen wirklich recht professionell und qualitativ hochwertig aus. Zwar wird in „Baby Shower“ kein Gorefest der Extraklasse verbraten, dennoch die Effekte können sich sehen lassen und haben sicherlich ihren selbstzweckhaften Reiz, der die Blutfraktion unter den Horrorfilmliebhaber auf jeden Fall zufrieden stellen dürfte.

Trotzdem, bevor dass arg schwerfällig Geschehen überhaupt in Fahrt kommt benötigt der Film schon eine Weile und fordert ordentlich Sitzfleisch. Es wird gefeiert, gestritten, gezickt und gevögelt und ganz ehrlich, dem Film kommt all das nicht wirklich bekömmlich, zumal einem die Charaktere und deren sinnfreies Gefasel nach einer Weile gehörig aufs Schwein gehen. Da hilft die wirklich hübsch-durchdachte Optik und die überaus professionelle Kamera- und Tonarbeit recht wenig, denn „Baby Shower“ ist alles andere als spannend.

Dabei ist auch auffällig, dass es gerade ab Filmmitte zu derart seltsamen Drehbuchholpern kommt und neue Protagonisten in das Geschehen treten, dass es mir schwerfiel der wirren Handlung und den zig Charakteren überhaupt noch zu folgen. Und natürlich dürfen auch diverse Klischees in derart Produktion nicht fehlen.

So haben die Protagonisten natürlich im Falle des Falles keinen Handyempfang und natürlich gehen die Charaktere auch nicht auf Nummer sicher, wenn sie dem Killer mit deinem Bügeleisen eins gegen die Waffel schlagen, sondern laufen stattdessen panikentbrannt ins stockfinstere Nichts des Waldes, anstatt dem Killer noch einige Male mehr mit dem Bügeleisen auf den Kopf zu keulen. Warum können heutige Drehbuchschreiber nicht minimal kreativer und glaubwürdiger zu Gange gehen? Diese unglaubhaften und altbackenen Klischees sind vollkommen unzeitgemäss und nerven mich langsam!

Letztendlich hätte Regisseurs Pablo Illanes soviel mehr aus seinem „Baby Shower“ machen können, hätte er noch ein wenig mehr an seinem Drehbuch gewerkelt und den völlig verpeilten Endtwist einfach weggelassen. So ist sein Erstlingswerk belanglose Durchschnittsware geworden, das sich schamlos bei diversen Genrevertretern bedient und das einzig mit seiner wirklich virtuosen Kameraarbeit und den sehr professionellen Bluteffekten, sowie den hübsch animierten Endcredits überzeugen kann. Das nächste mal Bitte mehr Inhalt und weniger Kameraarbeit!

 

 

Fazit 5,5/10 Punkte

 

Langweilige, aber hübsch gefilmte Durchschnittsware mit ordentlichem Blutzoll. Wer auf Teenie-Slasher Ware ohne Teenies steht, sollte sein Glück versuchen. Der Rest sollte besser seine produktive Zeit in einen sehenswerteren Film investieren.

 

(FSK-Freigabe: geschnitten – keine Jugendfreigabe)

Hellraiser80