Filmkritik: „Gaia – Grüne Hölle“ (2021)

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GAIA – GRÜNE HÖLLE

(GAIA)

Story

 
 
 
Zwei Park-Ranger stoßen im südafrikanichen Dschungel auf eine große Bedrohung, welche die Existenz der gesamten Menschheit gefährden könnte.

 
 
 


 
 
 

GAIA – Kritik

 
 
Südafrika ist nicht gerade für seine großen Blockbuster bekannt, aber dass aus diesem Land auch starke Genreware kommen kann, beweist „Gaia – Grüne Hölle“. Der Film richtet sich nicht gerade an den Mainstream und ist zuweilen ganz schön sperrig, macht im Gegenzug optisch und audiovisuell jedoch alles richtig und wirkt dabei so anders, dass er definitiv eine Sichtung wert ist, wenn man den „normalen“ Horror satt hat.
 
 
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Die beiden Park-Ranger Gabi und Winston sind gerade auf Patrouille, als Gabi ihre Drohne verliert und diese wieder aufsammeln möchte. Im Wald verletzt sich Gabi jedoch ihren Fuß und flüchtet in eine Hütte. Hier leben tatsächlich zwei Menschen, Barend und sein Sohn Stefan, die von der Zivilisation Abschied genommen haben und sich merkwürdig verhalten. Woran das liegt, soll Gabi schon bald erfahren, denn im Wald lauert eine Gefahr und die beiden Männer wissen davon. Die Story ist durchaus interessant, selbst wenn sie teilweise etwas zerfahren wirkt. Der Zuschauer wird ohne große Erklärungen in das Szenario geworfen und muss sich Verständnis erst mal erarbeiten. Hinterher wendet sich das Blatt einige Male, so dass das Geschehen niemals zu vorhersehbar erscheint. „Gaia – Grüne Hölle“ bedient sich an vielen Vorbildern, wie z.B. „Predator“, „Green Inferno“, „Beim Sterben ist jeder der Erste“ und „Auslöschung“, bastelt sich aus den diversen Zutaten jedoch etwas ziemlich Eigenständiges. Dass alle Fragen beantwortet werden, sollte der Zuschauer dabei besser nicht erwarten, denn ein Interpretationsfreiraum bleibt durchaus offen. Zuweilen verliert die Geschichte auch etwas zu sehr ihren Fokus, so dass das Drehbuch keineswegs perfekt, aber definitiv interessant ausgefallen ist.
 
 
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Dabei ist es vor allen Dingen die Mischung, die „Gaia – Grüne Hölle“ so interessant macht. Das fängt nämlich wie ein recht gewöhnlicher Survival-Thriller im Dschungel an und gewinnt dann zunehmend an Mystery-Anteilen. Dann gesellt sich eine große Portion Monster-Horror mit hinzu und außerdem wäre da der psychedelische Drogen-Anteil. Dieser macht die Stimmung manchmal kaum greifbar. Die Halluzinationen sorgen für eine surreale Atmosphäre, welche zum Ende hin immer abgedrehter wird. Das wirkt alles ganz schön düster und besitzt überhaupt keinen Humor. Dialoge stehen ebenfalls nicht im Vordergrund und so lebt der Film am ehesten von seinen Bildern. Und vom Sound natürlich! Die Geräusche der Monster hören sich so richtig unheimlich an und wurden stark gestaltet. Dazu gibt es einen atmosphärischen Score zu hören, der sehr passend ist und so macht es nicht nur Spaß, sich „Gaia – Grüne Hölle“ anzusehen, sondern vor allen Dingen auch, sich ihn anzuhören.
 
 
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Aus handwerklicher Sicht kann man dem Werk sowieso kaum einen Vorwurf machen. Regisseur Jaco Bouwer, der zuvor am ehesten für das Fernsehen arbeitete, wird sicher kaum jemandem bekannt sein, aber er versteht sein Handwerk. Die Inszenierung macht einen sehr gekonnten Eindruck, wovon die Atmosphäre nur profitieren kann. Mit Hilfe des ordentlichen Kameramanns entstehen so einige berauschende Bilder, die ihre Faszination besitzen. Über die Effekte kann man sich dabei ebenfalls nicht beklagen, denn selbst wenn sie überwiegend aus dem Computer stammen, sehen sie ordentlich aus. Die Monster haben ein interessantes Design und die Halluzinationen wurden optisch äußerst ansprechend bebildert.
 
 
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Außerdem wird „Gaia – Grüne Hölle“ überraschend gut gespielt. Es gibt nur vier Darsteller zu sehen, doch von diesen liefern alle ab. Anthony Oseyemi ist zwar leider nur wenig zu sehen, aber Carel Nel und Alex van Dyk übernehmen größere Rollen und machen das souverän. Am ehesten sollte man jedoch die starke Monique Rockman nennen, welche die Hauptaufgabe bekommen hat und das eindringlich spielt. Für eine tiefere Figurenzeichnung ist hier allerdings leider kein Platz. Die wenigen Charaktere bekommen schon ihren kleinen Hintergrund, bleiben ansonsten jedoch blass. Das ist der Machart zu verschulden und eigentlich nicht so dramatisch, nur bleiben die Figuren kaum hängen und echte Sympathien entstehen hier ebenfalls nicht.
 
 
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Sowieso hat „Gaia – Grüne Hölle“ ein paar Probleme mit seinem Unterhaltungswert. Der Anfang ist noch sehr ruhig und in der ersten halben Stunde lässt man sich Zeit, das Geschehen aufzubauen. Dass dies nicht langweilig ausgefallen ist, liegt vor allen Dingen daran, dass man trotzdem sofort in ein ominöses Szenario geworfen wird. Danach variiert das Erzähltempo desöfteren, ist mal schneller und mal langsamer, aber innerhalb der 97 Minuten Laufzeit kommt es dann doch zu ein paar Längen. Ist das Geheimnis nämlich erst mal gelüftet und man hat die Monster gesehen, zieht sich das Geschehen etwas zu sehr. Hier hätte der Film ruhig noch länger warten dürfen, bis er dem Zuschauer gewisse Dinge zeigt. Die etwas actionvolleren Szenen passen nicht unbedingt zum restlichen Erzählstil und Spannung will leider kaum aufkommen. Sowieso wirkt der Film manchmal etwas zu trocken, aber gerade weil er so schön anzuschauen und anzuhören ist, wiegt das nicht zu schwer. Einen Großteil der Laufzeit über ist man nämlich doch relativ gebannt.
 
 


 
 
 

GAIA – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
„Gaia – Grüne Hölle“ ist auf jeden Fall ein erfrischend anderer Horrorfilm, der aus vielen Zutaten besteht, einige Vorbilder besitzt und sich daraus eine interessante, eigenständige Story bastelt, die zwar nicht perfekt ist, aber große Ambitionen erkennen lässt. Sowieso ist der Film toll gemacht. Die Bilder sehen hervorragend aus, der Sound hört sich stark an und audiovisuell ist das eine ganz schöne Wucht. Leider kann der Unterhaltungswert daran nicht anknüpfen, denn Spannung kommt selten auf und ein paar Längen sind hinterher schon vorhanden. Dafür entschädigen ordentliche Darsteller und solide Effekte. Das böse Ende weiß ebenfalls zu überzeugen und unterstreicht die Öko-Botschaft noch mal fett. Die Macher haben sich durchaus Gedanken gemacht und liefern mit „Gaia – Grüne Hölle“ keinen stumpfen Horrorfilm ab, sondern einen sehr abwechslungsreichen, atmosphärischen Streifen, den man sich als Fan der etwas anderen Filmkost nicht entgehen lassen sollte!
 
 


 
 
 

GAIA – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Gaia – Grüne Hölle“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

GAIA – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) SquareOne Entertainment / Leonine (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Gaia; Südafrika 2021

Genre: Horror, Drama, Fantasy

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 96 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 24.09.2021

 

Gaia – Grüne Hölle [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

GAIA – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei SquareOne Entertainment / Leonine)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Predator (1987)
 
Auslöschung (2018)
 
The Green Inferno (2013)
 
Beim Sterben ist jeder der Erste (1972)
 

Filmkritik: „Spell“ (2020)

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SPELL

Story

 
 
 
Auf dem Weg zur Beerdigung seines Vaters, stürzt Marquis mit seiner Familie im Privat-Flugzeug ab und als er erwacht, befindet er sich in den Fängen einer verrückten Hoodoo-Sekte.

 
 
 


 
 
 

SPELL – Kritik

 
 
Voodoo wird natürlich gerne für okkulte Horrorfilme als Vorbild benutzt. Eine solche Prämisse kann man 2020 also schon mal nicht mehr originell nennen, selbst wenn es in „Spell“ selbst um Hoodoo und nicht um Voodoo geht. So ähnlich die Aussprache, so wenig originell der Filmtitel, so wenig überraschend das Ergebnis. „Spell“ punktet in erster Linie mit seiner Optik, hat inhaltlich allerdings kaum etwas zu bieten.
 
 
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Star-Anwalt Marquis erhält plötzlich die Nachricht vom Tod seines Vaters. Also macht er sich zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Kindern im Privat-Flugzeug auf den weiten Weg nach West Virginia. Als ein Unwetter aufkommt, stürzt die Maschine ab und als Marquis erwacht, befindet er sich auf einem Dachboden mit Verletzungen. Eine hilfsbereite Frau ist auch dort, aber es dauert nicht lange, bis Marquis bemerkt, dass Eloise nichts Gutes im Schilde führt. Das Ganze hat mit Hoodoo zu tun und Marquis versucht schon bald eine Flucht zu planen. Ob nun Hoodoo oder Voodoo spielt dabei eigentlich keine Rolle. Es gibt Parallelen, aber „Spell“ versucht dem Zuschauer diese Magie sowieso nicht näher zu bringen. Die Prämisse ist lediglich zweckdienlich und wird nicht weiter ausgearbeitet. Dabei hätten ein paar frische Ideen definitiv nicht geschadet. Das Drehbuch tut so, als würden wir uns noch in den 90er Jahren befinden und kommt ziemlich ideenarm daher. Nicht mal Hintergründe erfährt der Zuschauer hier. Erstaunlich, dass dafür Kurt Wimmer zuständig war, der mal Drehbücher für z.B. „Equilibrium“ schrieb. Wirklich überzeugend ist diese Geschichte nicht.
 
 
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Dafür kann die Optik punkten. Regisseur Mark Tonderai, der ansonsten überwiegend für’s Fernsehen arbeitet, liefert nämlich schon ab. In „Spell“ wird viel mit Filtern, Close-ups und Zooms gespielt. Das macht das Schauen zwar manchmal ein wenig anstrengend, aber da es gekonnt gestaltet wurde, macht das Ergebnis schon etwas her. Alleine die ganzen Farbfilter geben dem Werk einen hübschen Anstrich. Auch über die Schauplätze kann man sich nicht beklagen, denn hier wirkt alles authentisch und eine gewisse Atmosphäre entsteht so ebenfalls. Man bekommt es zwar nur mit einem typischen, okkulten Horrorfilm zu tun, aber phasenweise ist die Stimmung dennoch schön bedrohlich und dass es konsequent ernst zur Sache geht, passt ebenfalls.
 
 
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Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus den Darstellern. Omari Hardwick spielt seine Rolle durchaus glaubwürdig und gibt sich alle Mühe. Auch Loretta Devine erledigt ihre Aufgabe solide und die ganzen, kleinen Nebenrollen sind ebenfalls ordentlich besetzt. Aus schauspielerischer Sicht ist „Spell“ also gelungen, aber leider mangelt es erheblich an einer funktionierenden Figurenzeichnung. Die Wandlung von Marquis wirkt noch halbwegs glaubwürdig, doch viel erfährt man über seinen Charakter nicht. Alle anderen Figuren trifft es noch schlimmer. Über die Motive von Eloise kann man nur rätseln und manche Personen tauchen anfangs kurz auf, nur um dann vom Film vergessen zu werden. So hätte man die Familie von Marquis auch gleich weg lassen können. Nichtssagende Charaktere sind mit Sicherheit störend, aber warum man überhaupt nichtssagende Charaktere einführt, nur um sie dann zu vergessen, ist rätselhaft.
 
 
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Da „Spell“ inhaltlich wenig zu bieten hat, stellt es sich auch nicht als sonderlich interessant heraus, dem Geschehen zu folgen. Obwohl die Atmosphäre immer mal wieder schön dicht ist und sich der Überlebenskampf von Marquis als halbwegs spannend herausstellt, ist im Endeffekt viel zu wenig los, um den Zuschauer gut zu unterhalten. Das liegt allerdings auch mit daran, dass die Charaktere einfach zu farblos bleiben. Überwiegend geht es relativ ruhig zur Sache und viele Effekte braucht man nicht zu erwarten. Abgesehen von ein, zwei schmerzhaften Szenen spielt auch Gewalt keine so große Rolle. Nur das Finale dreht dann plötzlich etwas durch und bietet deutlich mehr Action. Das ist an sich unterhaltsam, nur passt der Wechsel im Ton so gar nicht zum vorherigen Geschehen. Außerdem offenbaren sich so ein paar CGI-Effekte, die man nicht unbedingt gebraucht hätte. Der Score klingt passend und ist brauchbar.
 
 


 
 
 

SPELL – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
„Spell“ ist so durchschnittlich, wie der einfallslose Titel es schon vermuten lässt. Dabei hätte aus dem Streifen durchaus etwas werden können, denn die handwerkliche Arbeit ist solide, die Inszenierung überzeugt und die Optik weiß zu gefallen. Außerdem sind die Darsteller völlig brauchbar und die Atmosphäre besitzt ordentliche Momente. Leider hat das Drehbuch allerdings nichts zu bieten. Man hatte keine kreativen Einfälle, durchleuchtet keinerlei Motive und bietet so im Endeffekt auch eine sehr nichtssagende Figurenzeichnung. Große Spannung kann so keine entstehen. Die Laufzeit von guten 90 Minuten langweilt zwar nicht durchgehend, aber so richtig unterhaltsam will das Treiben auch nie werden. Außerdem passt das actionreiche Finale nicht zur vorherigen Gangart. Alles in einem ist „Spell“ nicht schlecht, aber man verpasst auch nichts!
 
 


 
 
 

SPELL – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Spell“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren. Sonderlich blutig ist der Streifen nicht. Daher ist die Freigabe gerechtfertigt.
 
 
 


 
 
 

SPELL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Paramount Piuctures (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Spell; Südafrika | USA 2020

Genre: Horror, Mystery, Grusel, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 91 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 23.09.2021

 

Spell [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

SPELL – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Paramount Piuctures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Misery

Der verbotene Schlüssel

Filmkritik: „The Ultimate Weapon“ (1998)

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THE ULTIMATE WEAPON

Story

 
 
 
Nachdem ein Söldner eigenmächtig gehandelt hat, wird seine Tochter von einem skrupellosen Verbrecher entführt. Da sich das nicht gehört, hagelt es bald Leichen.

 
 
 


 
 
 

THE ULTIMATE WEAPON – Kritik

 
 
Der ehemalige Wrestler Hulk Hogan hat es schon früh zu einer echten Berühmtheit gebracht. Schon damals war es nicht so unüblich, dass sich Wrestler auch mal im Filmbusiness ausprobieren und so machte das auch Hogan. Seine Filme beschränkten sich jedoch überwiegend auf albernen Kinderkram, der für den Erwachsenen teilweise schwer zu ertragen war. Abgesehen von „Der Ritter aus dem All“ befindet sich eigentlich kein hochwertiges Werk in der Filmographie von Hogan. 1997 sollte dann ein Richtungswechsel stattfinden. Nun versuchte sich Hogan an ernsten Rollen und harten Actionfilmen. Auch hier war er nicht erfolgreich. Woran das liegt, sieht man an „The Ultimate Weapon“.
 
 
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Der Söldner Cutter will eine letzte Mission durchziehen, die sich gegen Waffenschmuggler richtet. Als Cutter bemerkt, dass er von seinem Auftragsgeber betrogen wurde und die Waffen in terroristische Hände gelangen sollen, zerstört er sie eigenmächtig. Damit macht er einen Senator ziemlich sauer und als dieser herausfindet, dass Cutter eine Tochter hat, will er sie auch gleich entführen. Dummerweise hat Cutter keine gute Beziehung zu seiner Tochter, aber jetzt muss er sie natürlich befreien.
Mit dem Drehbuch gewinnt man sicherlich keine Innovationspreise, aber das muss bei simpler Action ja auch gar nicht sein. Die Prämissen sind oftmals total schlicht und an sich hätte die Story genügend Potenzial hergegeben, nur leider wird sie ziemlich lahm erzählt. Überraschungen gibt es keine und der gesamte Verlauf ist völlig vorhersehbar. Das wäre an sich zu verkraften, wenn man den Fokus mehr in Richtung Action gelenkt hätte, aber dafür fehlte „The Ultimate Weapon“ wohl das Budget.
 
 
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So konzentriert sich Regisseur Jon Cassar, der erst hinterher mit der Serie „24“ so erfolgreich werden sollte, im mittleren Teil auf einen lahmen Drama-Handlungsstrang, der den Zuschauer völlig kalt lässt. Hier geschieht nichts, was interessant wäre und dass man für diese Szenen kein großes Geld brauchte, lässt sich klar erkennen. Das ist zwar handwerklich solide gemacht, aber eben ganz schön langweilig und ereignislos. Immerhin gibt es am Anfang und am Ende jeweils zwei ausgedehnte, gut gemachte Actionszenen. Der Einstieg weckt somit falsche Hoffnungen, fällt aber noch ganz passabel aus. Das Finale rettet „The Ultimate Weapon“ nicht, sieht jedoch trotzdem hübsch aus, bietet nochmal eine gute Portion Action und auch die nötige Portion Gewalt. Die Shoot-outs sind nicht harmlos, aber die Freigabe ab 18 Jahren wirkt aus heutiger Sicht dennoch etwas überzogen. Allgemein ist die Inszenierung schon ganz brauchbar und sauber gemacht, ist der Streifen durchaus und trotzdem mangelt es erheblich an Schauwerten und an einem Wiedererkennungswert.
 
 
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Daran kann auch ein Hulk Hogan nichts ändern. In den Rollen, in denen er sich zum Affen machte, bewies Hogan stets Humor, Selbstironie und das Ergebnis war dann doch irgendwie sympathisch. In „The Ultimate Weapon“ versucht er nun komplett ernst zu spielen und dieses Ergebnis fällt schon weitaus enttäuschender aus. Das wirkt alles sehr verkrampft, erzwungen, plump und holprig. Dass aus Hogan kein echter Actionstar wurde, wundert einen nach diesem Film jedenfalls nicht. Die restliche Besetzung kann auch nicht viel reißen. Carl Marotte ist fehlbesetzt und Daniel Pilon spielt einen stereotypischen, nichtssagenden Bösewicht. Lediglich Cynthia Preston lässt noch ein wenig Charme aufkommen. Die Figurenzeichnung ist langweilig und funktioniert nicht. Alle Charaktere wirken künstlich, konstruiert und sind ein reines Mittel zum Zweck. Somit kommen keinerlei Sympathien auf und die Figuren sind dem Zuschauer schlichtweg egal.
 
 
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Für einen richtigen Actionreißer bietet „The Ultimate Weapon“ zu wenig Action und für die Drama-Anteile ist die Figurenzeichnung zu schlecht. Dass man sich nicht durchgehend langweilen muss, liegt an dem soliden Start und dem versöhnlichen Ende. Alles, was dazwischen geschieht, kann man verkraften, aber Spaß kommt hier sicherlich keiner auf. Auch die Atmosphäre erfüllt ihren Zweck selten. Das ist zwar teilweise reißerisch, aber niemals genug. Ein paar unfreiwillig komische Szenen lassen den Trash-Faktor automatisch nach oben schnellen, doch so richtig amüsant wird das trotzdem selten, denn dafür ist das Geschehen einfach zu trocken. So bekommt man im Endeffekt 95 Minuten Laufzeit geboten, die nicht schrecklich langatmig sind, aber am ehesten für einen gemütlichen Sonntag-Mittag, an dem man vielleicht noch ein bisschen dösen möchte, taugen.
Der Score ist okay, fällt aber nicht sonderlich auf.
 
 


 
 
 

THE ULTIMATE WEAPON – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
„The Ultimate Weapon“ ist ein recht lahmer Actionfilm, der zwar am Anfang und am Ende in diesem Bereich überzeugen kann, ansonsten jedoch keinerlei Highlights zu bieten hat. Die Inszenierung ist ganz sauber und die vorhandene Action wurde solide gestaltet, aber das Drama funktioniert überhaupt nicht und die Figurenzeichnung ist absolut öde. Aus der simplen Story hätte man mit mehr Budget sicherlich auch mehr herausholen können. So bleibt dem Zuschauer am ehesten ein Hulk Hogan, der beweist, dass er wirklich kein guter Schauspieler ist. Ihm dabei zuzuschauen, macht nicht gerade Spaß, aber auch die restlichen Darsteller bekleckern sich nicht gerade mit Ruhm. Das ist zwar niemals ärgerlich langweilig, besitzt aber im mittleren Teil dennoch zu viele Längen und ist am Ende weder trashig, noch amüsant oder brachial genug. Für Fans von Hogan vielleicht mal eine Sichtung wert, für Fans guter Actionfilme verzichtbar!
 
 


 
 
 

THE ULTIMATE WEAPON – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „The Ultimate Weapon“ war bereits bei seiner Erstveröffentlichung auf VHS ungeschnitten und frei ab 18 Jahren. Der Streifen lief sogar bereits im Free-TV geschnitten ab 16 Jahren. Die nun erhältliche HD-Fassung des Actionfilmklassikers ist ebenso ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE ULTIMATE WEAPON – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM RECORDS (Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover A)

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(c) NSM RECORDS (Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover B)

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(c) NSM RECORDS (Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover C)

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(c) NSM RECORDS (Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover D)

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(c) NSM RECORDS (Blu-ray + DVD im Mediabook – Cover E)

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(c) NSM RECORDS (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Ultimate Weapon; Kanada 1998

Genre: Action

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 95 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase | Mediabook

Extras: Erstmals als Blu-Ray (Digital remastered in 2K), Originaltrailer | zusätzlich im Mediabook: 24-seitiges Booklet von Mike Blankenburg, Film auf DVD

Release-Termin: KeepCase: 27.08.2021 | Mediabook: 26.03.2021

 

The Ultimate Weapon [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

The Ultimate Weapon [Blu-ray + DVD im Mediabook Cover A] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

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THE ULTIMATE WEAPON – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei NSM RECORDS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Shadow Warriors – Rache um jeden Preis (1999)
 
Das Phantom-Kommando (1985)
 

Filmkritik: „Chuckys Baby“ (2004)

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CHUCKYS BABY

(SEED OF CHUCKY)

Story

 
 
 
In „Chucky und seine Braut“ schon angedeutet, ist es bei „Chuckys Baby“ nun so weit. Die ikonische Killerpuppe bekommt Nachwuchs, denkt aber gar nicht daran nun als gutes Vorbild zu fungieren.

 
 
 


 
 
 

CHUCKYS BABY – Kritik

 
 
Abgesehen von der riesigen Reihe „Puppet Master“, gibt es wohl keine langlebigere Puppenhorror-Reihe, als „Chucky“. Das fing 1988 noch recht ernst, als düsterer Horrorfilm an und selbst wenn das Original mittlerweile etwas angestaubt ist, ist es für Fans noch immer brauchbar. Danach wurden schnell zwei Fortsetzungen hinterher geschmissen und dabei wurden die Komödien-Anteile von Teil zu Teil erhöht. Seinen Höhepunkt fand das 1997 in „Chucky und seine Braut“, einer reinen Horrorkomödie, die der Reihe neues Leben einhauchen konnte. Weitere sieben Jahre sollten vergehen, bis es zu „Chuckys Baby“ kommen sollte und dieser setzt den vorher eingeschlagenen Weg konsequent fort.
 
 
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Schon im letzten Teil wurde es angedeutet, jetzt ist es so weit: Chucky und Tiffany haben ein Baby gezeugt. Allerdings sind die beiden mordlustigen Puppen nicht mehr am leben. Ihr Baby sorgt jedoch dafür, dass sie bald wieder morden können. Dafür nisten sich Chucky und Tiffany bei der Schauspielerin Jennifer Tilly ein, die gerade erst eine Rolle für einen neuen Chucky-Film angenommen hat und eine Beziehung mit dem Regisseur eingeht. Der Plan ist simpel: Die beiden Puppen wollen in die Körper der beiden Menschen. Nebenbei gilt es jedoch auch Elternpflichten zu übernehmen. Die Meta-Ebene in „Chuckys Baby“ ist enorm. Das sieht man schon daran, dass sich die Darsteller selbst spielen. Dieses Drehbuch, welches natürlich erneut von Don Mancini stammt, ist sehr verspielt, bietet dem Fan allerdings auch nicht mehr unbedingt die Zutaten, die man zuvor von „Chucky“ gewohnt war. Trotzdem hatte Mancini einige abgefahrene Ideen und verpackt diese ziemlich kreativ. Alleine die Sache mit dem Baby ohne Geschlecht ist amüsant. Es gibt zudem einige Anspielungen auf andere Filme und somit bietet diese Handlung genügend Spaß.
 
 
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Den sollte man auch erwarten, denn selbst wenn die Komödien-Anteile von Teil zu Teil größer wurden, war doch immer noch Horror vorhanden. Dies ändert sich mit „Chuckys Baby“ komplett, denn der Film stellt eigentlich eine reine schwarze Komödie dar, die zudem reichlich grotesk daherkommt. Das ist alles ganz schön verrückt, hysterisch und durchgeknallt. Leider wird es zuweilen auch mal arg albern, weshalb der Humor definitiv nicht jedem zusagen dürfte. Einige Gags sind echt lustig, manche überspannen den Bogen dann allerdings auch. Fakt ist trotzdem, dass Mancini die Reihe hier mehr oder weniger neu erfunden hat. Er übernahm zum ersten Mal auch selbst die Regie und aus handwerklicher Sicht kann man dem Werk kaum Vorwürfe machen. Wenn die Puppen animiert sind, sieht das nicht ganz so toll aus, doch ansonsten kommen Chucky und Tiffany so daher, wie man es sehen will und werden durch noch eine neue Puppe ergänzt. Die Inszenierung erfüllt ihren Zweck, aber ein paar Horror-Elemente wären für die Abwechslung dennoch gut gewesen. Der groteske Anteil strapaziert nämlich manchmal etwas die Nerven.
 
 
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Die Darsteller passen sich diesem Niveau an und betreiben überwiegend Overacting. Eigentlich hätte „Chuckys Baby“ in diesem Bereich nicht sonderlich viel zu bieten, wäre da nicht Jennifer Tilly, die zuvor Tiffany ihre Stimme lieh, das weiterhin macht, aber nun auch als Darstellerin zu sehen ist und sich selbst spielt. Dabei ist sich Tilly nicht zu schade schön selbstironisch zu agieren und das macht sie einfach köstlich. Der Rapper Redman spielt sich ebenfalls selbst und kann nur bedingt überzeugen. Ansonsten lieh natürlich erneut Brad Dourif im Originalton Chucky seine Stimme. Es gibt noch ein paar ganz nette Gastauftritte wie etwa von John Waters. Ansonsten wird einem schauspielerisch nicht besonders viel geboten, doch das Hauptaugenmerk liegt ja sowieso auf den Puppen. Diese agieren so, wie man das gewohnt ist und Chucky darf einen bösartigen Spruch nach dem anderen heraushauen. Auch die neue Puppe Glen(da) erfüllt ihren Zweck vollkommen. Dass sich viele Schauspieler selbst spielen, sorgt nebenbei für den ein oder anderen netten Seitenhieb auf Hollywood. Für eine tiefgründige Figurenzeichnung ist da selbstverständlich kein Platz.
 
 
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Über den Unterhaltungswert kann man sich dann überhaupt nicht beklagen, denn in „Chuckys Baby“ ist ständig etwas los. Die Geschichte wird schnell vorangetrieben und legt niemals Pausen ein. Das Treiben ist zwar überhaupt nicht spannend, legt den Fokus aber ja sowieso viel mehr auf Humor und deshalb ist das nicht schlimm. An Action mangelt es definitiv nicht und an Gewalt ebenso wenig. Obwohl der Splattergehalt nie größer war, ist die deutsche Freigabe ab 16 Jahren trotzdem gerechtfertigt, denn die Effekte sind völlig over the top. Da fließt literweise Blut und realistisch wirkt daran überhaupt nichts. Schön ist, dass die meisten Effekte von Hand stammen und da verzeiht man es auch gerne, dass nicht alles optimal aussieht. Nach 86 Minuten Laufzeit ist der Spaß dann schon zu Ende und Längen sind da eigentlich keine zu verbuchen.
Score und Soundtrack erfüllen ihren Zweck und sind passend ausgefallen.
 
 
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CHUCKYS BABY – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
„Chuckys Baby“ ist purer Nonsens und gibt sich völlig als Groteske. Wer hier noch nach Horror sucht, wird definitiv nicht fündig. Wer hingegen schwarzen Humor haben will und es verkraften kann, dass es manchmal sehr albern wird, befindet sich an der richtigen Adresse. Die Handlung ist zwar relativ simpel, wird aber durch viel Einfallsreichtum aufgewertet und der ganze Meta-Humor ist ebenfalls gelungen. Am Ende steht und fällt „Chuckys Baby“ mit dem Humor des Zuschauers, denn Geschmackssache ist diese neue Herangehensweise schon. Da jedoch einige Treffer bei den Gags vorhanden sind, es schön splatterig wird und Chucky einfach Spaß macht, überwiegen doch die positiven Seiten. Gute Darsteller braucht es da nicht zwangsläufig, aber der Film hat immerhin eine tolle Jennifer Tilly zu bieten. Die Inszenierung sitzt und der Unterhaltungswert ist teilweise schon sehr gut. Nicht jeder wird das gut finden, aber die Neuausrichtung funktioniert überraschend gut und wer die Reihe danach weiterhin verfolgte, weiß ja auch, dass es noch mal ernster werden sollte!
 
 


 
 
 

CHUCKYS BABY – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Chuckys Baby“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren. Das betrifft die R-Rated-Fassung (Kinoversion) ebenso wie die Unrated-Fassung genannter Slasher-Komödie. Letztere wurde erst 16 Jahre nach Veröffentlichung der R-Rated-Fassung synchronisiert und im Zuge der HD-Premiere auf den deutschen Markt gebracht. Die Unrated-Fassung beinhaltet nicht mehr Gewalt. Stattdessen gibt es einige Dialogszenen mehr zu begutachten.
 
 
 


 
 
 

CHUCKYS BABY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Constantin Film (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Seed of Chucky; Großbritannien | Rumänien | USA 2004

Genre: Horror, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 87 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Unrated-Fassung (HD, 87:15 Min.), R-Rated-Fassung (HD, 86:22 Min.), Nur für die Ratedfassung: Audiokommentar mit Regisseur Don Mancini und Schauspielerin Jennifer Tilly, „Hell-iday“ – Das Familienalbum (3:25 Min.), Making of „Chuckys Baby“ (18:44 Min.), Interview mit den „Chucky-Stars“ (4:25 Min.)

Release-Termin: KeepCase: 02.09.2021

 

Chuckys Baby [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

CHUCKYS BABY – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Constantin Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Chucky 2 – Die Mörderpuppe ist wieder da (1990)
 
Chucky 3 (1991)
 
Chucky und seine Braut (1998)
 
Curse of Chucky (2013)
 
Cult of Chucky (2017)
 

Filmkritik: „Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst“ (2020)

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SAKRILEG – STELL‘ DICH DEINER ANGST

(SACRILEGE)

Story

 
 
 
Für vier Freundinnen wird ein entspanntes Wochenende auf dem Land zum Albtraum, als sie in die Fänge einer Sekte geraten.

 
 
 


 
 
 

SAKRILEG – Kritik

 
 
Wenn man mal gerade keine originelle Idee für einen Horrorfilm hat, kann man ja einfach die Sonnenwende verwursten. Hat ja bei einigen Vorgängern auch schon funktioniert. Wenn einem dann noch das Budget fehlt, macht man den Film einfach ziemlich billig – Irgendjemand wird es schon kaufen! So oder so ähnlich muss die Grundidee von „Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst“ gewesen sein, wobei das Werk wenigstens ein paar Qualitäten besitzt.
 
 
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Vier Freundinnen wollen eigentlich ein entspanntes Wochenende in einem luxuriösen Landhaus verbringen. Als sie einen Anhalter aus dem Dorf mitnehmen, erzählt dieser vom Sonnenwendfest und lädt die Mädels ein. Sie kommen auch und sind nicht schlecht überrascht, als sie eine Götzenstatue mit Hirschkopf erblicken. Trotzdem ist der Abend ganz lustig, doch die Freundinnen wissen noch nicht, dass er Konsequenzen haben soll.Die Handlung hat leider nicht viel zu bieten. Mit der Sonnenwende hat das Ganze eigentlich nichts zu tun und man hat dies nur genutzt, um eine Prämisse zu erschaffen. Auch um die Opfergaben dreht sich das alles selten. Stattdessen werden die Freundinnen mit der Zeit mit ihren Ängsten konfrontiert, was man nicht besonders originell verpackt hat. Sowieso mangelt es dem Drehbuch an Einfällen. Das gab es so zuvor alles schon etliche Male und Eigenständigkeit besitzt das keine.
 
 
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Dies alleine muss ja noch kein Todesurteil für einen Horrorfilm sein, denn mit einer tollen Inszenierung kann selbst das langweiligste Skript noch interessant werden. Leider kommt „Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst“ allerdings ziemlich billig daher. Für David Creed, der auch das Drehbuch selbst schrieb, war es der erste Langfilm und man kann deutlich erkennen, dass der Mann mit mehr Budget auch bessere Bilder hervorzaubern hätte können. So schlecht ist seine Inszenierung nämlich gar nicht mal. Gerade die langsamen Kamerafahrten über die Wälder sehen schick aus. Das Fest wechselt optisch dann zwischen skurril und lächerlich. Manche Dinge sehen gut aus, manche wirken viel zu kitschig. Insgesamt ist die Inszenierung etwas zu langsam, aber aus rein handwerklicher Sicht hat man da doch noch etwas herausgeholt. Nicht mal die Effekte sind schlecht und das obwohl sie teilweise aus dem Computer stammen. Besonders brutal wird es allerdings nicht. Der Film wurde in Deutschland ab 16 Jahren freigegeben. Dennoch gibt es eine kleine Portion Splatter zu sehen und damit kann man schon zufrieden sein.
 
 
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Woran es „Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst“ jedoch mangelt, ist Atmosphäre. Da wird zwar versucht eine bedrohliche Stimmung aufkommen zu lassen, doch dies gelingt zu selten. Richtiger Horror kommt nicht oft auf und obwohl der Streifen total düster ist, lässt den Zuschauer das meistens kalt. Das liegt auch mit an dem nicht besonders hohen Unterhaltungswert. Dabei wurde die Laufzeit mit 83 Minuten sogar relativ gering gehalten. Trotzdem geschieht während diesen Minuten einfach zu wenig. Die Einleitung zieht sich ziemlich in die Länge und bis das Szenario endlich mal los legt, ist bereits die erste Hälfte vergangen. Immerhin bietet das Finale noch einen Hauch von Spannung und ist recht temporeich ausgefallen.
 
 
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Die Darsteller kann man leider nicht gerade loben, wobei sie ihre Sache auch nicht katastrophal machen. Die Leistungen gehen für einen Film in dieser Preisklasse noch in Ordnung und sind nicht störend schlecht ausgefallen, wirken aber auch niemals besonders glaubwürdig und überzeugend. Die Figurenzeichnung passt sich dem an. Dass es mal vier Freundinnen sind und sich keine Männer in der Gruppe befinden, ist ein sympathischer Ansatz. So gibt es auch nicht die typischen Blödeleien unter Kerlen. Viel gemacht, hat man daraus trotzdem nicht und die Charaktere bleiben sehr farblos. Ein Mitfiebern mit den Figuren ergibt sich deshalb nicht, aber immerhin bekommt der Zuschauer ein wenig Lesbensex zu sehen, was die Schauwerte noch minimal höher werden lässt.
 
 
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SAKRILEG – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
„Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst“ ist ein überraschungsarmer, simpler Horrorfilm, der kaum punkten kann, aber auch nicht ärgerlich schlecht ausgefallen ist. Das Drehbuch kann man vergessen, denn es kommt ohne Inspiration daher, doch die handwerkliche Arbeit ist gar nicht mal so schlecht. Es entstehen ein paar Bilder, die man sich gerne anschaut und auch die Effekte sind passabel. Mit mehr Budget hätte daraus sicher noch mehr werden können, doch leider bemerkt man an vielen Stellen, dass der Film einfach ziemlich günstig war. Mit den nicht besonders überzeugenden Darstellern kann man noch leben und das Finale ist gar nicht mal schlecht, aber die Atmosphäre verbreitet zu wenig Bedrohung, die Figurenzeichnung ist zu belanglos und der Unterhaltungswert nicht hoch genug, da „Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst“ alles in einem zu langsam und ereignislos ist. Für Horror-Allesschauer vielleicht noch einen Blick wert, ansonsten eher als seichte Einschlafhilfe geeignet!
 
 


 
 
 

SAKRILEG – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

SAKRILEG – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sacrilege; Großbritannien 2020

Genre: Horro, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 86 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Original + Deutscher Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 03.09.2021

 

Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

SAKRILEG – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Midsommar (2019)
 
Wrong Turn (2021)
 
The Ritual (2017)
 
The Other Lamb (2019)
 
Jackals – Wir alle müssen Opfer bringen (2017)
 

Filmkritik: „In den Fängen des Wolfes – The Bygone“ (2019)

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IN DEN FÄNGEN DES WOLFES – THE BYGONE

(THE BYGONE)

Story

 
 
 
Als ein junger Cowboy einer Indianerin hilft, soll sich dies bald für ihn rächen, denn damit deckt er Geheimnisse der ansonsten so idyllischen Kleinstadt auf.

 
 
 


 
 
 

IN DEN FÄNGEN DES WOLFES – Kritik

 
 
Nicht nur der Western, sondern auch der Neo-Western erlebt immer mal wieder eine neue Veröffentlichung. Wenn das Ganze dann mit schweren Themen dient und ein Regie-Debüt darstellt, darf man sowohl neugierig, als auch vorsichtig sein. „In den Fängen des Wolfes“, oder auch „The Bygone“ im Original, ist durchaus ambitioniert, will am Ende aber doch etwas zu viel und verliert deshalb immer mal wieder den Fokus.
 
 
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Der junge Cowboy Kip wird eines Abends Zeuge, wie eine Frau in einem Nachtclub missbraucht wird. Er hilft ihr und lässt sie bei sich übernachten. Die junge Frau stellt sich als Waniya heraus, die in die Fänge eines Mädchenhändlerrings geraten ist. Kip verliebt sich ziemlich schnell, doch eines Tages verschwindet Waniya plötzlich. Als Kip sich auf die Suche nach ihr begibt, deckt er damit ein paar Geheimnisse der Kleinstadt auf, die alles andere als idyllisch sind.
 
 
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Die Geschichte behandelt schwere Themen, die alles andere als fiktiv sind. Seit der Kolonialisierung stiegen sexuelle Übergriffe auf amerikanische Ureinwohnerinnen drastisch an. Es geht um Zwangsprostitution und Menschenhandel. Zusätzlich will man die Vergangenheit aufarbeiten und dazu gesellen sich bekannte Motive, wie ominöse Bösewichte, die auch noch etwas mit Öl zu tun haben. Ergänzt wird dieses Drehbuch von einer gewissen Angst vor der Zukunft, eine Ungewissheit, wenn das Land allmählich verschwindet und die Verbundenheit mit der Natur nicht mehr vorhanden ist. Reichlich Stoff also, den uns „In den Fängen des Wolfes“ vorsetzt. Obwohl da mächtig viel Platz für Anspruch ist, ist die Handlung nicht optimal geschrieben. Auf der einen Seite ist sie nämlich zu überladen und auf der anderen Seite will sie einfach nicht auf den Punkt kommen.
 
 
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Man hätte das wirklich alles etwas fokussierter vortragen können, dann wäre auch der Unterhaltungswert besser gewesen. Nach einem soliden Einstieg will „In den Fängen des Wolfes“ nämlich nicht zur Sache kommen, redet ständig um den heißen Brei herum, legt etliche Fährten, beschäftigt sich jedoch mit keiner so richtig. Somit entstehen Längen und selbst wenn die 106 Minuten Laufzeit eigentlich angebracht sind, können sie nicht durchgehend unterhalten. Dafür mangelt es dem Treiben dann doch an Tempo und an Spannung. Wenn sich mehr auf den Thriller konzentriert wird, dann kommt schon mal etwas Spannung auf und die wenigen Actionszenen lassen sich gut anschauen, aber überwiegend dominieren dann doch die Dialoge das Geschehen und diese hätte man ruhig etwas straffen dürfen. Immerhin geht es in der zweiten Hälfte schon manchmal zur Sache und dann ist der Film auch gar nicht mal harmlos.
 
 
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Größtenteils bedienen die beiden Regisseure Graham und Parker Phillips, die damit ihr Regie-Debüt ablieferten und sich auch für das Drehbuch verantwortlich zeigten, allerdings das Drama. Dies gelingt ihnen nicht schlecht, weil es einige nachdenkliche Momente gibt und eine gewisse Melancholie stests in der Luft liegt. Trotzdem hätte der Thriller-Anteil, welcher besser gelungen ist, ruhig höher ausfallen dürfen. Die Mischung ist nicht ganz ausgewogen und der Western-Anteil ist zudem auch nicht besonders hoch ausgefallen. Dafür kann sich die Inszenierung allerdings sehen lassen, denn den beiden Phillips gelingen schon sehr hübsche Aufnahmen. Zusammen mit dem gelungenen Score sehen manche Bilder echt eindrucksvoll aus. Die konsequent düstere Stimmung ist ebenfalls gelungen. Zudem sind die wenigen Actionszenen gekonnt gestaltet und besitzen einen gewissen Schauwert.
 
 
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Über die Darsteller lässt sich außerdem auch nicht meckern. Graham Phillips ist selbst in einer Hauptrolle zu sehen und spielt den etwas weinerlichen Cowboy passabel, wenn auch nicht besonders eindringlich. Sydney Schafer ist als Waniya nicht so oft zu sehen, kann jedoch einen bleibenden Eindruck hinterlassen und Shawn Hatosy bleibt als Bösewicht auch etwas länger in Erinnerung. Zudem weiß Jamie McShane zu überzeugen und das lässt sich von allen anderen, recht vielen Nebendarstellern, ebenfalls behaupten. Das Schauspiel ist durchaus zu gebrauchen. Die Figurenzeichnung ist zudem auch nicht so schlecht. Man spielt schon mit ein paar Klischees und setzt nicht alles so um, wie der Zuschauer das kennt. Teilweise wirken die Charaktere kritisch und durchdacht, teilweise aber auch etwas platt und stereotypisch. Insgesamt hätte das definitiv noch etwas markanter ausfallen dürfen, doch beklagen kann man sich darüber kaum, weil die Figuren nicht zu stumpf geraten sind.
 
 
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IN DEN FÄNGEN DES WOLFES – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
„In den Fängen des Wolfes – The Bygone“ ist ein durch und durch ambitionierter Film, der sich teilweise nur selbst etwas im Wege steht. Besonders das Drehbuch ist nämlich etwas überladen. Da ist es schon eine Kunst, dass man trotzdem lange Zeit nicht so richtig auf den Punkt kommen will. Etwas mehr Fokus auf einen Teil der Geschichte hätte die Handlung jedenfalls spannender gemacht. Es gibt recht viel Drama zu sehen und der Thriller hält sich lange Zeit im Hintergrund, kommt allerdings unterhaltsam daher, wenn er mal auftaucht. Die Atmosphäre besitzt ihren Reiz und über die Darsteller kann man sich absolut nicht beklagen. Sogar die Figurenzeichnung ist passabel ausgefallen. Leider mangelt es etwas an Unterhaltungswert, denn es gibt zu viele Längen und zu wenig Tempo. Wer ruhigeren Filmen gegenüber jedoch aufgeschlossen ist und gerne Neo-Western schaut, sollte „In den Fängen des Wolfes“ ruhig eine Chance geben. Gut gemacht ist er nämlich durchaus!
 
 


 
 
 

IN DEN FÄNGEN DES WOLFES – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „In den Fängen des Wolfes – The Bygone“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

IN DEN FÄNGEN DES WOLFES – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Bygone; USA 2019

Genre: Western, Mystery, Drama, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 107 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Original + Deutscher Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 23.07.2021

 

In den Fängen des Wolfes – The Bygone [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

IN DEN FÄNGEN DES WOLFES – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wind River (2017)
 
Halbblut (1992)
 

Filmkritik: „The Marksman – Der Scharfschütze“ (2021)

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THE MARKSMAN – DER SCHARFSCHÜTZE

(THE MARKSMAN)

Story

 
 
 
Liam Neeson muss mal wieder den Retter spielen. Dieses Mal für einen kleinen, mexikanischen Jungen, der vom Kartell gejagt wird.

 
 
 


 
 
 

THE MARKSMAN – Kritik

 
 
Liam Neeson ist mittlerweile zur echten Marke geworden, so wie z.B. ein Jason Statham oder auch früher ein Arnold Schwarzenegger oder ein Sylvester Stallone. Die Gemeinsamkeit ist, dass man bei einem Film dieser Darsteller meist ganz sicher sein kann, was man geboten bekommt. Bei Neeson ist das mittlerweile leider eher B-Action-Ware, die er mit seinem soliden Schauspiel jedoch stets aufwerten kann. Das trifft auch auf „The Marksman – Der Scharfschütze“ zu. Überraschungen gibt es keine, dafür allerdings das typische Neeson-Programm mit leicht abgewandelter Prämisse.
 
 
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Der pensionierte US-Marine Jim Hanson will einen gemütlichen Ruhestand als Rancher genießen. Doch daraus wird nichts, denn bei einer Patrouille an der Grenze stößt er auf Rosa und ihren Sohn Miguel, die illegal eingereist sind und vom mexikanischen Kartell verfolgt werden. Rosa überlebt den Vorfall nicht und bittet Jim inständig, Miguel nach Chicago zu seiner Familie zu bringen. Begeistert ist dieser davon nicht, aber er kann nicht anders und geht der Bitte nach. Dabei legt Jim sich natürlich zwangsläufig mit dem mexikanischen Kartell an. Die Geschichte badet in Klischees. Mal wieder sind die Mexikaner die Bösen, mal wieder muss ein Amerikaner den Retter spielen. Das ist alles völlig konstruiert und eigentlich holt man mit einem solchen Szenario 2021 wohl kaum noch jemanden ab. Wenn es mal wieder simpel sein soll, funktioniert eine solche Story trotzdem gerne, wenn sie eben gut geschrieben wurde. Das ist bei „The Marksman“ nur bedingt der Fall, denn etwas kreativer hätte die Prämisse schon ausfallen dürfen, doch insgesamt kann man damit schon leben.
 
 
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Das liegt vor allen Dingen (wen wundert’s?) an Liam Neeson, der es scheinbar immer noch nicht satt hat, die immer gleiche Rolle zu spielen. Neeson zieht sein Ding konsequent durch, könnte so auch in allen anderen Filmen der letzten zehn Jahre aufgetaucht sein, aber weil er das so routiniert macht, schaut man ihm dabei tatsächlich noch immer gerne zu. Außerdem bekommt er mit dem kleinen Jacob Perez einen soliden Co-Darsteller serviert. Dass Jim sich mit einem kleinen Jungen anfreunden muss, ist dann die nötige Abwechslung und macht daraus eine etwas andere Variante. Der Rest der Darsteller ist hingegen kaum erwähnenswert. Katheryn Winnick bekommt kaum etwas zu tun und Juan Pablo Raba spielt ein komplettes Klischee an Bösewicht. Sowieso ist die Figurenzeichnung teilweise zu schwach. Bei Jim und Miguel hat man sich noch etwas Mühe gegeben, doch bei allen anderen bekommt der Zuschauer Standard-Ware zu betrachten, von der es mittlerweile mehr als genügend gibt.
 
 
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Regisseur Robert Lorenz ist eher als Produzent bekannt und hat oftmals mit Clint Eastwood zusammengearbeitet. Seinen ersten Film drehte er 2012, doch der erwünschte Erfolg blieb eher aus und somit stellt „The Marksman“ erst seine zweite, alleinige Regie-Arbeit dar. Von der Inszenierung her ist das grundsolide ausgefallen, aber mehr niemals, denn leider gelingt es Lorenz nie, dem Werk eine eigene Handschrift zu verpassen. Die Action ist passabel ausgefallen, jedoch niemals spektakulär und die Atmosphäre wirkt zuweilen fast schon zu friedlich. Dabei ist es allerdings schön, dass „The Marksman“ ein paar ruhigere Töne durchaus gelingen. Die Beziehung zwischen Jim und Miguel wird halbwegs glaubwürdig aufgebaut und als Melodram kann der Film fast mehr punkten, als ein Actionthriller.
 
 
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Denn für einen solchen mangelt es dem Werk im Endeffekt auch einfach etwas an Action. In der ersten, halben Stunde leitet man das Szenario gemächlich ein. Das Tempo ist allgemein etwas langsamer gehalten, weshalb die 108 Minuten Laufzeit auch ein paar Längen mit sich bringen. Nachdem der Zuschauer weiß was Sache ist (und Überraschungen gibt es dann auch sicher keine mehr), wird „The Marksman“ erst mal zu einer Art Road-Movie. Action-Elemente finden nur ganz kurz zwischendurch statt und im Finale darf es natürlich auch noch etwas mehr krachen. Das ist niemals total langweilig, aber auch niemals aufregend oder besonders spannend. Brutal wird es übrigens kaum und Blut wird nur wenig vergossen. Das hätte man schon fast ab 12 Jahren freigeben dürfen, so wie man das bei „Honest Thief“ vor kurzem ja auch erst getan hatte. Der Score gibt sich alle Mühe, das Treiben noch etwas aufregender zu gestalten.
 
 
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THE MARKSMAN – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
Man kann „The Marksman – Der Scharfschütze“ im Endeffekt nicht böse sein, wenn man Liam Neeson gerne sieht, denn der zieht sein Ding hier wieder dermaßen routiniert durch, dass man ihm dabei gerne zuschaut. Einen guten Film macht dies alleine jedoch nicht aus. Dafür hätte man eine bessere Story gebraucht, die nicht so überraschungsarm daherkommt und die sich auch mal traut ein paar Klischees auszulassen. Außerdem hätte man dafür bessere Bösewichte kreieren müssen und mehr gute Action bieten dürfen. „The Marksman“ ist nie wirklich langweilig, aber niemals spannend, er bietet zu wenig Action, zu wenig Gewalt und ist zu vorhersehbar. Am ehesten überzeugt das Werk mit seinen leisen Tönen und funktioniert immerhin bei den beiden Hauptrollen mit der Figurenzeichnung. Als Fan von Neeson kann man sich das durchaus anschauen, doch über den Durchschnitt kommt das nicht hinaus!
 
 


 
 
 

THE MARKSMAN – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „The Marksman – Der Scharfschütze“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE MARKSMAN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Leonine (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Marksman; USA 2021

Genre: Thriller, Action, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 108 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Making-of (13:46 Min.), Interview Liam Neeson (6:49 Min.), Deutscher Trailer (1:32 Min.), Originaltrailer (2:26 Min.), Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 20.08.2021

 

The Marksman – Der Scharfschütze [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

THE MARKSMAN – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Leonine)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Rambo: Last Blood (2019)
 
96 Hours (2008)
 
Honest Thief (2020)
 

Filmkritik: „Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung“ (2019)

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EMINENCE HILL – DER TOD IST DIE ERLÖSUNG

(EMINENCE HILL)

Story

 
 
 
Ein paar Gesetzlose treffen in Eminence Hill auf ihren Verfolger, den Marshall und einen Kopfgeldjäger, um sich einen gnadenlosen Showdown zu liefern.

 
 
 


 
 
 

EMINENCE HILL – Kritik

 
 
Der Western gehört zwar schon lange nicht mehr zu einem populären Genre, doch da bekannte Größen immer mal wieder einen neuen Western drehen, der dann meist auch hervorragende Kritiken erhält, ist das Genre noch lange nicht tot. Und wo es große Vorbilder gibt, da gibt es bekanntlicherweise auch kleinere Produktionen. Zu diesen gehört „Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung“, der sich zwar sichtbar bemüht, dem Zuschauer etwas bieten zu können, dem es im Endeffekt jedoch leider nicht gelingt.
 
 
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Royce hatte einen gesetzlosen Bruder, der zum Tode verurteilt und gehängt wurde. Nun will er dafür Rache und zusammen mit seiner Gruppe macht sich Royce auf den Weg, um alle Geschworenen zu töten, die dafür verantwortlich waren, dass sein Bruder verurteilt wurde. Seine Mission ist eigentlich erledigt, da kidnappt er noch die Tochter seiner letzten Opfer und will sie an ein Bordell verkaufen. Nebenbei ist ihm ein Marshall mit einem ehemaligen Gang-Mitglied auf den Fersen und ein Kopfgeldjäger gesellt sich auch noch mit hinzu. In der abgelegenen Westernstadt Eminence Hill soll es zum großen Showdown kommen. Besonders viel zu bieten, hat die Story leider nicht, aber das soll für einen Western kein Todesurteil sein. In den primitiveren Beiträgen, von denen es jede Menge gibt, ging es eigentlich meistens um Rache und das ist auch hier der Fall, nur dass sich hier der Antagonist für etwas rächen möchte. Das Drehbuch kommt dabei zu selten auf den Punkt und schwafelt zu viel herum. Da werden unnötige Stationen eingebaut, die das Treiben lediglich strecken, ohne dabei etwas zum Gesamtpaket beitragen zu können. Das hätte man ruhig etwas fokussierter schreiben können, doch dann hätte „Eminence Hill“ noch weniger zu erzählen gehabt. Zwar möchte man hinterher noch ein paar Wendungen präsentieren, doch diese wirken unglaubwürdig und konstruiert.
 
 
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Der Film kann schon alleine deshalb nicht funktionieren, weil er für den Zuschauer keinerlei Identifikationsfiguren parat hält. Mit dem Marshall gibt es zwar eigentlich eine gute Figur, doch die ist dem Zuschauer von Anfang an egal. Auch mit Antihelden kann man punkten, doch dann müsste die Zeichnung markanter ausfallen. Royce ist ein langweiliger Antagonist und seine Truppe überzeugt auch nicht gerade. Das sind alles Charaktere, die man nach dem Film schon wieder vergessen hat, woran auch ein paar Wechsel in der Gut-Böse-Sichtweise nichts ändern können. Leider können die Darsteller da auch nichts reißen. Clint James ist passabel, fällt jedoch weder positiv, noch negativ auf. Owen Conway kauft man seine Rolle als Marshall nicht ab. Außerdem bekommt man es mit „Eminence Hill“ mal wieder mit einer ziemlichen Mogelpackung zu tun. Das Cover verspricht einem nämlich, dass es Barry Corbin und Lance Henriksen in den Hauptrollen zu sehen gibt. Beide bekleiden aber nur recht kleine Nebenrollen. Dabei hätten beide echt gut in den Film hineingepasst, aber sie sind sichtbar nur dabei, um ein paar Moneten zu verdienen. Mühe geben sie sich nämlich nicht großartig. Nur mit Dominique Swain hat man nicht ganz so dreist gelogen, denn sie ist öfter zu sehen und macht sich ganz okay.
 
 
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Wirft man einen Blick auf den Regisseur Robert Conway, wird schnell klar, weshalb „Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung“ kein guter Film ist, denn der Mann hat z.B. gleich zwei „Krampus“-Werke verbrochen. Die handwerkliche Arbeit wirkt einfach zu billig. Zwar hat man die Western-Kulissen solide hinbekommen, doch es mangelt dem Werk an Atmosphäre, weil die Optik selten so richtige Western-Stimmung aufkommen lassen will. Meistens gibt es Szenen zu sehen, die auch in jeder anderen Zeit an jedem anderen Ort hätten spielen können. Da fehlte es eindeutig an Budget, doch leider wird dieser Umstand nicht mit Kreativität wieder wett gemacht. Überwiegend wird nämlich nur um den heißen Brei herumgeredet und die 100 Minuten Laufzeit ziehen sich ganz schön in die Länge. Ob es da eine Freigabe ab 18 Jahren gebraucht hätte, ist ebenfalls fraglich, denn es fließt zwar Blut, doch so explizit ist das selten und die Effekte sind auch eher bescheiden. Immerhin bietet das Finale noch etwas mehr Action, selbst wenn das nicht viel retten kann. Der Score ist leider ebenfalls langweilig und passt nicht zu einem Western.
 
 
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EMINENCE HILL – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung“ hört sich auf dem Papier reizvoll an, kann aber nicht ansatzweise halten, was er verspricht. So dümpelt die Handlung lange Zeit nur vor sich hin und kommt erst ganz zum Schluss auf den Punkt. Der namhafte Cast spielt auch nur eine kleine Rolle. Stattdessen übernehmen recht unbekannte Schauspieler die Hauptrollen, was sie nicht gerade begeisternd tun. Hinzu gesellt sich eine langweilige Figurenzeichnung und eine handwerklich ziemlich billige Arbeit. Die Western-Optik ist zwar passabel, aber die Atmosphäre ist eine Katastrophe. Der Unterhaltungswert ist gering, denn es passiert kaum etwas und nur das kurze Finale bietet noch ein wenig mehr Action. Mit einem solchen Werk macht man den Western sicherlich nicht wieder populärer und da wäre ein stumpfer, austauschbarer Actionfilm sogar reizvoller gewesen!
 
 


 
 
 

EMINENCE HILL – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung“ ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

EMINENCE HILL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
eminence-hill-2019-bluray

(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Eminence Hill; USA 2019

Genre: Western

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 100 Minuten

FSK: keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Original-Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 20.08.2021

 

Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

EMINENCE HILL – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Badland (2019)
 
The Kid – Der Pfad der Gesetzlosen (2019)
 

Filmkritik: „Medusa – Die Schlangenkönigin“ (2020)

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MEDUSA – DIE SCHLANGENKÖNIGIN

(MEDUSA – QUEEN OF THE SERPENTS)

Story

 
 
 
Eine Prostituierte wird von einer Schlange gebissen und entwickelt daraufhin unglaubliche Kräfte, doch diese haben ihren Preis.

 
 
 


 
 
 

MEDUSA – Kritik

 
 
Es ist löblich, wenn ein billiger Horrorfilm sich mal keine Zombies, Vampire oder Werwölfe als Vorbild nimmt und versucht, etwas relativ Eigenständiges zu kreieren. Es ist allerdings doof, wenn der Zuschauer davon nicht besonders viel mitbekommt. „Medusa – Die Schlangenkönigin“ besitzt einen reizvollen Ansatz, kann daraus jedoch überhaupt nichts machen.
 
 
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Carly ist Prostituierte in einer Wohnwagenanlage. Eigentlich wollte sie diesem Leben entkommen, doch sie schafft es einfach nicht und ist zudem drogenabhängig. Eines Tages wird Carly von einer Schlange gebissen und daraufhin erhält sie seltsame Visionen. Scheinbar verändert sich ihr Körper und damit bekommt Carly auch neue Fähigkeiten. Allerdings haben diese ihre Konsequenzen und scheinbar ist es zu spät, diese aufzuhalten.
Die Figur Medusa stammt aus der griechischen Mythologie und wurde natürlich schon für zahlreiche Fantasyfilme benutzt, aber eben selten für einen richtigen Horrorfilm. Deshalb erscheint diese Idee auch keineswegs ausgelutscht und man hätte daraus einen eigenständigen Film drehen können. Nur leider sieht das Drehbuch keinen großen Einsatz des mythologischen Vorbildes vor. Die Story wird quälend langsam vorgetragen und kommt kaum zur Sache. Wenn es dann endlich mal soweit ist, wurden die Ideen auch nicht gerade ansprechend umgesetzt. Leider ist die Handlung in dieser Form kaum brauchbar.
 
 
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Es ist allerdings auch nicht schwer zu erkennen, dass „Medusa – Die Schlangenkönigin“ massive Budget-Probleme besitzt und diese nicht kaschieren kann. Die Schauplätze könnten langweiliger kaum sein und der Horror wurde einfallslos umgesetzt. Einfach nur ein bisschen rotes Licht einzusetzen, bringt in dieser Variante wenig, wenn der Rest stinklangweilig ausschaut. Für Regisseur Matthew B.C. war dies der erste Langfilm und an der misslungenen Story schrieb er ebenfalls mit. Der Inszenierung fällt nicht viel ein, was sie aus den simplen Mitteln herausholen könnte. Das ist zuweilen noch ganz erträglich gestaltet, aber eben viel zu unspektakulär.
 
 
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Das größte Problem, welches daraus entsteht, ist ein vernichtend geringer Unterhaltungswert. Bis es zum Biss kommt, vergeht schon mal das erste Drittel. Das wäre als Einleitung okay gewesen, doch danach tritt man immer noch nicht aufs Gaspedal. Bis es endlich mal zum richtigen Horror kommt, ist schon fast eine Stunde Laufzeit vergangen. Zuvor fühlt man sich eher wie in einem Sozialdrama, welches allerdings auch nicht funktioniert. Das ist alles zu trocken gestaltet. Wenn dann mal etwas geschieht, ist dies gar nicht mal so schlecht gestaltet. Da gibt es z.B. ein paar Effekte zu betrachten, die besser aussehen, als man erwarten dürfte. Viel sollte man davon allerdings nicht erwarten und das Cover mit dem 18er-Sticker sollte einen auch nicht täuschen, denn „Medusa – Die Schlangenkönigin“ ist eigentlich ab 16 Jahren freigegeben. Das passt, denn blutig wird es echt nur selten. Das letzte Drittel lässt immerhin noch ein wenig Unterhaltung aufkommen, doch da ist es eigentlich viel zu spät und der Score klingt auch völlig lustlos.
 
 
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Dass man hier nun mit keinen guten Darstellerleistungen zu rechnen braucht, sollte keine große Überraschung sein. Megan Purvis bleibt in ihrer Hauptrolle doch reichlich limitiert. Kein Schauspieler stört so richtig und die deutsche Synchronisation kann man sich ebenfalls gefallen lassen, aber in Erinnerung werden diese Leistungen sicher nicht bleiben und aufwerten können sie „Medusa – Die Schlangenkönigin“ auch nicht. Dafür ist dann auch die Figurenzeichnung viel zu lahm ausgefallen. Über die Hintergründe von Carly erfährt der Zuschauer nichts und deshalb lässt einen die Figur völlig kalt. Somit kann das mit dem Sozialdrama-Elementen ebenfalls nichts werden und einfach jeder Charakter ist schrecklich belanglos.
 
 
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MEDUSA – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Medusa – Die Schlangenkönigin“ ist eine langweilige Angelegenheit geworden. Aus der simplen Grundidee hätte man durchaus etwas machen können, wenn man sich mehr auf die Figur Medusa fokussiert hätte. Stattdessen hört der Zuschauer allerdings viel mehr endlos langen Dialogen zu und die Schauplätze sehen zudem dermaßen öde aus, dass weder Audio noch Optik hier Freude bereiten. Die Darsteller agieren schwach, die Figurenzeichnung ist belanglos und die Inszenierung taugt nicht viel. Außerdem ist der Unterhaltungswert viel zu gering, weil einfach kaum etwas geschieht. Die wenigen Horrorszenen sind tatsächlich ganz passabel gestaltet, nur hätte es von diesen eben deutlich mehr gebraucht. Im Endeffekt ist „Medusa – Die Schlangenkönigin“ nicht ärgerlich schlecht, aber nicht zu gebrauchen, weil er nichts zu bieten hat!
 
 


 
 
 

MEDUSA – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Medusa – Die Schlangenkönigin“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren. Weil sich aber auf der Heimkinoveröffentlichung diverse Trailer von Filmen befinden, die von der FSK höher eingestuft wurden, hat die Blu-ray/DVD einen roten FSK-Flatschen.
 
 
 


 
 
 

MEDUSA – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Medusa: Queen of the Serpents; Großbritannien 2020

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 88 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray selbst wegen Bonus: FSK18

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Original + deutscher Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 06.08.2021

 

Medusa – Die Schlangenkönigin [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

MEDUSA – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Der Biss der Schlangenfrau (1988)
 
Avanaida – Todesbiss der Satansviper (1983)
 

Filmkritik: „Sharknado 6: The Last One“ (2018)

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SHARKNADO 6: THE LAST ONE

(THE LAST SHARKNADO: IT’S ABOUT TIME)

Story

 
 
 
Im letzten Teil der legendären „Sharknado“-Reihe geht es um nichts Geringeres, als Zeitreisen. Fin und seine Leute versuchen nämlich alle vergangenen Sharknados aufzuhalten.

 
 
 


 
 
 

SHARKNADO 6 – Kritik

 
 
2013 gelang dem Fernsehsender Syfy eine kleine Sensation. „Sharknado“ lief dermaßen erfolgreich, dass er sogar kurzzeitig in die Kinos kam. Eine Produktion der Trash-Schmiede „The Asylum“ im Kino – Das hätte wahrscheinlich niemals jemand erwartet. Das Interesse des Publikums war so groß, dass es zu zahlreichen Fortsetzungen kam. Doch mit dem letzten Teil „Sharknado 5“ gingen die Einschaltquoten zurück und ein Ende war somit so langsam abzusehen. Eigentlich muss man darüber froh sein, denn wer weiß, wie lange das sonst noch weiter gegangen wäre. Man muss allerdings auch so fair sein und sagen, dass die Reihe, abgesehen vom schwachen, vierten Teil, stets eine gewisse Durchschnitts-Qualität hielt. „Sharknado 6“ stellt nun das endgültige Finale der Reihe dar und das hat man gut genutzt, denn es geht doch reichlich unterhaltsam zur Sache.
 
 
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Am Ende des letzten Teils gelangte Fin weit in die Zukunft, denn sein Sohn hatte eine Zeitreisemaschine gebaut. „Sharknado 6: The Last One“ beginnt allerdings weit in der Vergangenheit bei den Dinosauriern. Hier soll Fin den allerersten Sharknado verhindern und dabei trifft er auf längst totgeglaubte, alte Freunde. Der Einsatz misslingt jedoch und so reisen die Freunde quer durch die Zeit, um allerlei Sharknados zu bekämpfen. Scotty Mullen, der als Drehbuchautor vorhanden blieb, konnte sich da echt austoben. Die Geschichte ist natürlich mal wieder absoluter Quatsch und könnte so auch dem Hirn eines kleinen, abenteuerlustigen Jungen entspringen, aber man kann nicht behaupten, dass nicht zahlreiche, kreative Ideen vorhanden waren. Die Sache mit der Zeitreise wurde gut genutzt und so kann man dem ganzen Humbug abermals die Krone aufsetzen. Dabei geht es auch sehr abwechslungsreich zur Sache, denn was bei den Dinosauriern startet, geht über zu Merlin, zum Unabhängigkeitskrieg, es geht in den Wilden Westen und dann wieder ab in die Zukunft. Da ist so viel los, dass man sich über Logik keine Gedanken zu machen braucht.
 
 
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Tempo war stets ein Markenzeichen der Reihe und so legt auch „Sharknado 6: The Last One“ sofort los. Wenn es ab zu den Dinosauriern geht, ist „The Asylum“ mit den miesen Effekten natürlich voll in seinem Element. Allerdings kann man nicht sagen, dass der Film lieblos gestaltet wurde, denn die verschiedenen Zeitepochen hat man doch ganz nett bebildert. Regisseur Anthony C. Ferrante, der ausnahmslos bei jedem Teil Regie führte, inszeniert das wie gewohnt. Teilweise ist das ganz bewusst billig gemacht und so verschleiert man auch keine Filmfehler, aber einen gewissen Aufwand kann man dennoch erkennen und längst nicht jeder Effekt sieht so mies aus, wie er das hätte tun können. Aus handwerklicher Sicht kennt man da gerade von „The Asylum“ wirklich viel Schlimmeres, aber da die Reihe so erfolgreich war, stand natürlich auch stets etwas mehr Budget zur Verfügung. Gesplattert wird übrigens nicht mehr so viel, aber das fällt bei dem ganzen Getummel sowieso kaum auf.
 
 
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„Sharknado 6“ ist nämlich noch deutlich mehr Fantasy, als alle vorherigen Teile zusammen. Die Atmosphäre lässt sich schon nahezu als abenteuerlich bezeichnen. Mit echtem Horror hatte das gewiss niemals etwas zu tun, aber die Stimmung vom Finale ist doch deutlich anders, wirkt fast schon familientauglich. An Anspielungen auf berühmte Filme mangelt es natürlich wieder nicht und die Laufzeit wurde mit gerade mal 82 Minuten erfreulich gering gehalten. Da man sich in verschiedene Zeiten begibt und in jeder stets mit den Haien kämpft, ist für einen Leerlauf so kaum Platz. Selbst wenn sich das Konzept mal wieder relativ früh abnutzt, gibt es dieses Mal so viel Abwechslung, dass es nicht langweilig wird. Damit hat der Abschluss den meisten anderen Teilen gegenüber einen erheblichen Vorteil. Sogar der Humor funktioniert ab und zu mal etwas besser, wobei die meisten Sprüche natürlich peinlich bleiben.
 
 
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Erstaunlich ist, dass „Sharknado 6: The Last One“ nicht mehr so stark auf Cameos setzt und stattdessen lieber viele, bekannte Schauspieler in die Rollen von bekannten Persönlichkeiten steckt. So sehen wir z.B. einen Leslie Jordan als Benjamin Franklin und einen Darrell Hammond als George Washington. Dabei lässt man auch so manch eine bekannte Figur aus den Vorgängern erneut auftauchen. So verkörpert Cassie Scerbo wieder die Nova, es gibt ein Wiedersehen mit Vivica A. Fox und auch ein Gary Busey taucht am Ende kurz auf. Sogar John Heard lässt man kurz wieder auferleben. Schade ist nur, dass man Rollen von z.B. David Hasselhoff für das Finale nicht noch mal zurückgeholt hat. Die Hauptrolle verkörpert aber natürlich sowieso wieder Ian Ziering, der das über sechs Teile hinweg immer mit einer gewissen Motivation getan hat und von dem diese Reihe stets profitieren konnte. Tara Reid gehört selbstverständlich ebenfalls mit dazu, nervt jedoch mittlerweile eher. Da ist es schon ganz gut, dass sie, abgesehen vom Finale, keine so große Rolle bekommen hat. Am Ende wird die Figurenzeichnung hier auch gelungen abgeschlossen und das sind vielleicht keine Charaktere für die Ewigkeit, aber ein paar der Figuren besitzen schon ihren gewissen Wiedererkennungswert.
 
 
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SHARKNADO 6 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
„Sharknado 6: The Last One“ gehört zu den besten Teilen der Reihe, weil er einfach schön verspielt und kurzweilig ist. Aus der bescheuerten Grundidee wird hier das Maximum an weiteren, bescheuerten Einfällen herausgeholt. Dabei wird die Geschichte ordentlich abgeschlossen und die Sache mit den Zeitreisen sorgt für viel Abwechslung. Die Darsteller agieren solide und es ist schön, dass man ein paar bekannte Gesichter zusammengetrommelt hat, wobei hier auch noch deutlich mehr drin gewesen wäre. Der Rest ist wie gewohnt: Billige CGI-Effekte treffen auf hohes Tempo. Dämliche Sprüche treffen auf jede menge Hai-Action. Wer das bisher mochte, bekommt genau das Programm, was er wohl erwartet, wobei es gerne etwas blutiger zur Sache hätte gehen dürfen. Wer das bisher nicht mochte, wird auch diesen Teil nicht verstehen können. Abschließend sei gesagt, dass „Sharknado“ insgesamt zwar sehr kalkulierter Trash war, dabei teilweise jedoch erstaunlich gut funktionierte und mit „Sharknado 6“ ein würdiges Finale findet!
 
 


 
 
 

SHARKNADO 6 – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Sharknado 6: The Last One“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

SHARKNADO 6 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray + DVD im Steelbook – auf 1000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Last Sharknado: It’s About Time; USA 2018

Genre: Horror, Action, Komödien

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 86 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Steelbook

Extras: Original Trailer, Trailershow

Release-Termin: Steelbook: 20.08.2021

 

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SHARKNADO 6 – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Sharknado – Genug gesagt! (2013)
 
Sharknado 2 (2014)
 
Sharknado 3: Oh Hell No! (2015)
 
Sharknado 4: The 4th Awakens (2016)
 
Sharknado 5: Global Swarming (2017)