Filmkritik: „Django und Sartana – Die tödlichen Zwei“ (1969)

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DJANGO UND SARTANA – DIE TÖDLICHEN ZWEI

(UNA LUNGA FILA DI CROCI)

Story

 
 
 
Zwei Kopfgeldjäger machen gemeinsame Sache und wollen einen Menschenhändler stellen, aber nebenbei treibt einer von ihnen ein falsches Spiel.

 
 
 


 
 
 

DJANGO UND SARTANA – Kritik

 
 
Da soll mal noch jemand behaupten, den Etikettenschwindel gab es früher nicht auch schon! „Django“ und „Sartana“ sind natürlich zwei sehr bekannte Westernfiguren und gerade Django hat es dermaßen schnell zum Kult gebracht, dass es gefühlt unzählige Titel gab, die seinen Namen schmückten. Was könnte man also Besseres tun, als diese beiden Namen zusammenzubringen? Richtig, eigentlich nichts, aber der deutsche Titel „Django & Sartana – Die tödlichen Zwei“ ist reiner Schwindel. Im Original fallen diese Namen nicht mal, was vor allen Dingen dann sehr auffällig ist, wenn plötzlich eine Szene nicht synchronisiert wurde und man den originalen Namen gerufen bekommt. Der alte Western-Fan sollte es jedoch gewöhnt sein, dass deutsche Titel gerne solche Namen trugen, um halt mehr Publikum anzuziehen. Und sofern man nichts gegen einen brutalen, simplen und reißerischen Western hat, dann versagt dieses Exemplar immerhin auch nicht.
 
 
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Django und Sartana sind zwei Kopfgeldjäger, die eher zufällig plötzlich gemeinsame Sache machen. Ein reicher Verbrecher schleust nämlich immer wieder mexikanische Arbeiter illegal in die USA und weil das Militär machtlos dagegen scheint, ist mittlerweile ein hohes Kopfgeld auf diesen Mr. Fargo ausgesetzt. Natürlich hat dieser auch seine Männer und deshalb möchte Django die Sache lieber gemeinsam mit Sartana erledigen.
Das ist genauso simpel, wie es auch klingt, aber das kennt man besonders von den alten Western. Eine Geschichte spielt da kaum eine Rolle. Dafür hat man reißerische Ideen verarbeitet, wie z.B. das siebenläufige Gewehr. Das ist natürlich großer Humbug, aber es kommt so herrlich over-the-top daher, dass es schon Spaß machen kann. Ein Großteil der Geschichte verläuft ohne Überraschungen und wirkt teilweise ganz schön trocken. Nur zum Finale hin darf sich der Zuschauer noch auf einen Twist gefasst machen, der absolut an den Haaren herbeigezogen erscheint und nicht mal wirklich unvorhersehbar ist. Die große Kunst stellt dieses Drehbuch also mit Sicherheit nicht dar und trotzdem funktioniert das Resultat.
 
 
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Aus handwerklicher Sicht kommt „Django & Sartana – Die tödlichen Zwei“ nämlich doch relativ ansprechend daher. Die Bilder werden gar nicht mal so sehr von der Wüste dominiert, bieten aber selbstverständlich dennoch die Schauplätze, die man bei einem Western erwartet. Regisseur Sergio Garrone hat es sich um die Entstehungszeit 1969 im Western-Bereich gemütlich gemacht und bedient das Genre solide. Da ist sogar mal Platz für die ein oder andere etwas experimentellere Szene. Optisch macht das jedenfalls etwas her. Die Atmosphäre ist so, wie man sie bei einem Western aus diesem Jahr erwarten darf. Hier muss keine große Moral herrschen und hier darf der Held eigentlich auch ein Bösewicht sein. Das ist herrlich dreckig, zynisch und mies. Ein paar mehr Emotionen, sowie auch der ein oder andere auflockernde Spruch hätten im Endeffekt zwar nicht geschadet, um die Stimmung etwas abwechslungsreicher zu gestalten, doch auch so wird sich der Fan solcher Werke schnell zurecht finden.
 
 
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Die Darsteller agieren dabei grundsolide, ohne wirklich viel zu tun zu haben. Anthony Steffen passt in die Rolle von Django, muss aber überwiegend einfach nur die wortkarge Coolness in Person darstellen. Etwas mehr zu tun, hat da schon William Berger als Sartana, was vor allen Dingen an der theatralischen Figurenzeichnung liegt, die manchmal überhaupt keinen Sinn ergibt und etwas Overacting verlangt. Wenn der eiskalte Killer Sartana da nämlich plötzlich in Tränen ausbricht, weil man ihn bestohlen hat, dann lässt sich das nicht ganz ohne unfreiwillige Komik wahrnehmen. Sowieso grenzen die Charaktere an einer Karikatur, aber eigentlich will man das von diesen alten Western auch so haben. Riccardo Garrone, Bruder des Regisseurs, übernimmt die Rolle des „echten“ Bösewichts und strahlt dabei eine gewisse, bodenständige Ruhe aus, die dem Werk tatsächlich ganz gut tut. Alle anderen stellen lediglich Beiwerk da, ohne im Positiven, noch Negativen aufzufallen.
 
 
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Nun gibt es „Django & Sartana – Die tödlichen Zwei“ endlich auch in Deutschland ungeschnitten, wobei die knapp fünf Minuten mehr Laufzeit lediglich zwei relativ unwichtige Handlungsszenen betrifft. Allgemein ist die Laufzeit mit rund 100 Minuten doch ein wenig zu lang ausgefallen, weil der Film halt nicht viel Substanz besitzt. Das langweilt zwar niemals so richtig, ist aber eben auch nicht komplett kurzweilig. Zum Glück ist meistens etwas los und nachdem sich das Szenario etwas holprig eingeleitet hat, geht es auch oftmals zur Sache. An Schießereien mangelt es da nun wirklich nicht und selbst wenn das niemals Spannung aufkommen lässt, lädt die Action zum Verweilen ein. Harmlos geht es dabei ebenfalls nicht zur Sache. Da trifft mangelnde Moral auf viele Leichen und die Morde finden nicht alle nur per Schießeisen statt. Aus heutiger Sicht wirkt das natürlich eher harmlos und die Effekte sind sehr simpel, aber für die damalige Zeit kann sich der Gewaltpegel sehen lassen. Abgerundet wird das passable Ergebnis von einem netten Score, der sich so anhört, wie man das von einem Western gewohnt ist. Da fehlt zwar die eigene Handschrift, aber gut ist die muskalische Begleitung auf alle Fälle.
 
 


 
 
 

DJANGO UND SARTANA – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
„Django & Sartana – Die tödlichen Zwei“ ist ein primitiver, reißerischer und brutaler Western, der sich gar nicht erst die Mühe macht, seine Geschichte besonders ansprechend zu erzählen oder seine Charaktere mit einer Tiefe zu versehen. Stattdessen gibt es die coolen Antihelden und jede menge zwiellichtige Gestalten – Einer böser, als der andere. Das Drehbuch ist recht schwach und wirkt am Ende maßlos konstruiert, aber so richtig störend ist das gar nicht mal, weil immerhin die handwerkliche Arbeit sitzt. Optisch hat der Film etwas zu bieten und die Darsteller erledigen ihre Sache ebenfalls passabel. Außerdem gibt es doch eine ordentliche Portion Action, viel Gewalt und so halten sich die Längen tatsächlich in Grenzen. Das ist manchmal etwas zu langatmig geraten, aber die zynische Atmosphäre funktioniert schon ziemlich gut, der Score lässt sich wunderbar anhören und ein paar seltsam-theatralische Szenen laden zudem zum Lachen ein. Mit Sicherheit ist „Django & Sartana – Die tödlichen Zwei“ kein Klassiker und absolut kein hochwertiger, dafür aber ein kurzweiliger, trockener und dennoch irgendwie amüsanter Western!
 
 


 
 
 

DJANGO UND SARTANA – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Django & Sartana – Die tödlichen Zwei“ erschien jüngst erstmals ungeschnitten auf Blu-ray und DVD in Deutschland und ist dabei frei ab 18 Jahren. Bis dato war der Streifen hierzulande nur geschnitten erhältlich. Es fehlten einige Handlungszenen.
 
 
 


 
 
 

DJANGO UND SARTANA – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies / daredo (Soulfood) (Blu-ray im KeepCase)

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(c) White Pearl Movies / daredo (Soulfood) (Blu-ray + DVD im Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Una lunga fila di croci; Italien 1969

Genre: Action, Drama, Western

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Französisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 101 Minuten

FSK: Film: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase | Mediabook

Extras: Trailer | zusätzlich im Mediabook: Film auf DVD, 16-seitiges Booklet mit tollen Fotos und Hintergrundinformationen

Release-Termin: Mediabook: 23.10.2020 | KeepCase: 10.12.2021

 

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DJANGO UND SARTANA – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies / daredo (Soulfood))

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Gott vergibt … Django nie! (1967)
 
Auf die Knie, Django (1968)
 
Sartana kommt… (1970)
 

Filmkritik: „Blood Runners – Vampire kennen kein Erbarmen“ (2017)

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BLOOD RUNNERS – VAMPIRE KENNEN KEIN ERBARMEN

(BLOODRUNNERS)

Story

 
 
 
Mitten in der Prohibition treibt ein Nachtclub-Besitzer sein Unwesen, aber es geht um mehr, als das Alkoholverbot. Die Gäste des Nachtclubs haben viel mehr Lust auf Blut.

 
 
 


 
 
 

BLOOD RUNNERS – Kritik

 
 
Wenn man das Vampir-Genre bedienen möchte, muss man sich heutzutage schon etwas halbwegs Originelles ausdenken, denn der klassische Stoff wurde dermaßen oft serviert, dass kein Hahn mehr danach kräht. „Blood Runners“ klingt auf dem Papier recht originell, weil er seine Prämisse in die 30er Jahre versetzt und es zusätzlich um die Prohibition geht. Was daraus gemacht wurde, grenzt allerdings schon an einer Frechheit, weil der Zuschauer gnadenlos gelangweilt wird.
 
 
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Bereits bei der Story fangen die zahlreichen Probleme an, denn eine echte Handlung lässt sich einfach nicht erkennen. Da geht es um den Nachtclub-Besitzer Chester, der durch die Zeiten der Prohibition natürlich nicht gerade gut dastehen kann. Zum Glück gibt es genügend korrupte Polizisten, aber eigentlich dürstet es Chester sowieso viel mehr nach Blut, denn er ist ein Vampir. Und so kommt es irgendwann zum finalen Gefecht, wovon der Zuschauer jedoch eher weniger mitbekommt. Das Drehbuch, an dem mehrere Schreiber beteiligt waren, gleicht einer Katastrophe, denn hier will so rein gar nichts funktionieren. So reizvoll die Idee auch sein mag, eine klassische Vampir-Geschichte mit Mafia-Elementen und der Prohibition der 30er Jahre zu verbinden, so wenig hat man daraus gemacht. Die verschiedenen Elemente ergeben zusammen einfach keinerlei Sinn und so wirkt hier alles, als hätte man ein paar Ideen in einen Topf geschmissen, in der Hoffnung, das Ergebnis würde schon irgendwie schmecken. In „Blood Runners“ wird allerdings dermaßen wenig Substanz geboten, dass man sich schon früh wünscht, den Fernseher einfach auszuschalten.
 
 
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Der Film stammt bereits aus dem Jahr 2017 und hat jetzt verspätet auch den Weg nach Deutschland gefunden. Warum? Das weiß wohl keiner. Mühe hat man auch in die deutsche Veröffentlichung nicht gesteckt, was man alleine an dieser unangenehmen Synchronisation hören kann. Dem Treiben zuzuhören, macht nun wirklich keinen Spaß. Es gibt schlechte Synchros, an die man sich gewöhnt und welche, die mit der Zeit immer mehr die Nerven strapazieren. Letzteres ist hier leider der Fall, doch dafür kann das Original-Produkt natürlich nichts. Der Rest zeugt allerdings auch nicht gerade von Qualität. Das sieht man vor allen Dingen an den schlechten Darstellern. Alleine Michael McFadden geht einem in der Hauptrolle schon früh gehörig auf die Nerven. Es gibt viele weitere Nebenrollen zu sehen, die fast allesamt schlecht ausfallen. Daran kann nun auch der Name Ice-T nichts ändern. Er hat immerhin mehr Screen-Time, als man hätte vermuten können und zeigt, dass er kein schlechter Schauspieler ist, agiert nebenbei aber auch gerechtfertigt gelangweilt und kann damit ebenfalls nichts reißen. Dazu gesellt sich eine Figurenzeichnung, die einfach nur plump, austauschbar, belanglos und nichtssagend ist. Wo da der versprochene Kultfaktor von „From Dusk Till Dawn“ aufblitzen soll, bleibt ein großes Rätsel.
 
 
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Wenn man an „Blood Runners“ überhaupt noch irgendetwas Positives finden möchte, dann ist das wohl die Optik. Die Macher waren nämlich immerhin bemüht, die alte Zeit der 30er Jahre authentisch auferstehen zu lassen. Nun weiß man, dass „bemüht“ in der Arbeitszeugnis-Sprache „gescheitert“ heißt, aber trotzdem ist die Optik manchmal noch ganz passabel. Gerade, weil ganz ersichtlich wenig Budget zur Verfügung stand, sehen Kostüme, Autos und Schauplätze noch halbwegs brauchbar aus. Der Rest hingegen versagt und wenn man bildlich den Ersten Weltkrieg nachstellen will, könnten die Bilder auch direkt von „The Asylum“ stammen. Künstlicher geht es nämlich kaum. Da hat sich der Regisseur Dan Lantz, der zuvor nicht gerade viel gemacht hat, nicht mit Ruhm bekleckert. Seine Inszenierung will viel, erreicht jedoch nichts.
 
 
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Die Atmosphäre versucht dermaßen zwanghaft einen alten Mafia-Film mit Vampiren zu verbinden, dass das Resultat nur scheitern kann. Hier wirkt alles verkrampft und nichts echt. Am schlimmsten ist jedoch, dass einfach viel zu selten etwas geschieht. Zwar sind viele Szenenwechsel vorhanden und das Geschehen spielt sich niemals lange am selben Ort ab, doch erzählt wird eigentlich nichts und was dort vor sich geht, ist an Belanglosigkeit kaum zu überbieten. So werden die 95 Minuten Laufzeit zur echten Geduldsprobe, denn es gibt weder Spannung, noch viel Action oder irgendeine Form von Humor. Nicht mal Gewalt bekommt der Zuschauer großartig zu betrachten. Abgesehen von etwas roter Farbe und ein bisschen nackter Haut, sieht man hier nichts. Außerdem sind die Effekte doch eher simpler Natur, so dass selbst ein abgeschnittener Finger nach einer lahmen Halloween-Party aussieht. Das Finale versucht dann zwar mit etwas mehr Action versöhnlich daherzukommen, doch da ist leider schon alles verloren. Der jazzige Soundtrack ist immerhin noch zweckdienlich, während der Score völlig austauschbar bleibt.
 
 


 
 
 

BLOOD RUNNERS – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
„Blood Runners“ lässt sich schon fast als Totalkatastrophe bezeichnen, denn er ist gnadenlos langweilig und besitzt dermaßen wenig Substanz, dass selbst der simpelste Vampirfilm im Gegensatz dazu schon wieder maßlos reizvoll erscheint. Was man aus der halbwegs originellen Grundidee storytechnisch gemacht hat, ist eine Schande, denn der Film hat einfach überhaupt nichts zu erzählen und verknüpft seine verschiedenen Zutaten erschreckend ziellos. Lediglich ein paar Bilder der alten Zeit, die noch halbwegs authentisch wirken und Ice-T erbringen dem Streifen am Ende zwei gnädige Punkte, doch der Rest taugt überhaupt nichts. Der Unterhaltungswert ist eine Katastrophe, die Inszenierung wirkt billig und die meisten Schauspieler taugen nichts. Dazu gibt es eine völlig misslungene Figurenzeichnung, kaum blutige Effekte und eine Atmosphäre, die niemals auch nur ansatzweise funktionieren will. So bleibt im Endeffekt nur ein gut gemeinter Rat übrig, der beinhaltet, einen weiten Bogen um „Blood Runners“ zu machen!
 
 


 
 
 

BLOOD RUNNERS – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Blood Runners – Vampire kennen kein Erbarmen“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren. Wegen von der FSK höher eingestuftem Bonusmaterial (Trailer zu anderen Filmen) auf der Blu-ray / DVD ist auf der Veröffentlichung aber ein roter FSK-Sticker zu finden.
 
 
 


 
 
 

BLOOD RUNNERS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies / daredo (Soulfood) (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Bloodrunners; USA 2017

Genre: Horror, Action, Krimis

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 95 Minuten

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray wegen Bonusmaterial: keine Jugendfreigabe

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer

Release-Termin: KeepCase: 05.11.2021

 

Blood Runners – Vampire kennen kein Erbarmen [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

BLOOD RUNNERS – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies / daredo (Soulfood))

 
 
 
Ähnche Filme:
 
30 Days of Night: Dark Days (2010)
 
From Dusk Till Dawn 2 – Texas Blood Money (1999)
 

Filmkritik: „Antidote – Serum des Grauens“ (2021)

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ANTIDOTE – SERUM DES GRAUENS

(ANTIDOTE)

Story

 
 
 
Als eine Frau nach einer Notoperation plötzlich gefesselt erwacht, muss sie feststellen, dass sie für grausame Experimente missbraucht werden soll.

 
 
 


 
 
 

ANTIDOTE – Kritik

 
 
Krankenhäuser und Horrorfilme passen perfekt zueinander, denn was sich im Krankenhaus so alles abspielt, ist für viele schon Horror genug. Es ist also nicht verwunderlich, dass manche Filme diesen Schauplatz für eine albtraumhafte Prämisse nutzen. Auch „Antidote – Serum des Grauens“ versucht sich daran und macht seine Sache gar nicht mal so schlecht, verpufft im Endeffekt aber leider aufgrund mangelnder Spannung irgendwo im Mittelmaß.
 
 
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Sharyn muss dringend am Blinddarm operiert werden. Nachdem dies geschehen ist, wacht sie plötzlich gefesselt in ihrem Krankenhausbett auf. Ein neuer Arzt namens Dr. Hellenbach stellt sich vor und erklärt, dass mit Sharyn alles okay sei. Seltsam ist nur, dass die Narbe der Operation bereits verheilt ist. Ist Sharyn also schon länger dort? Antworten will man ihr nicht geben und es dauert nicht lange, da lernt Sharyn andere Patienten kennen. Ein normales Krankenhaus scheint dieser Ort nicht zu sein. An den Menschen werden Experimente mit einem Serum angestellt, welches eine grandiose, heilende Wirkung haben soll. Nur müssen dafür eben auch Verwundungen her. Die Story ist prinzipiell nicht schlecht und die Grundprämisse zumindest halbwegs originell. Nur leider hat man daraus nicht besonders viel gemacht. Nach einer doch recht interessanten Einleitung, geht dem Stoff im mittleren Teil nämlich doch deutlich die Puste aus. Die Rückblicke mögen zwar der Geschichte dienen, bremsen das Treiben allerdings immer wieder aus. Am Ende gibt es dann natürlich noch die Auflösung mit einer ganz netten Pointe. Wer noch nicht viele Horrorfilme gesehen hat, kann sich vielleicht überrascht fühlen, doch insgesamt riecht man den Braten schon recht deutlich. Trotzdem hat man schon viel unlogischere Twists sehen dürfen.
 
 
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Der Rest ist durchaus nicht schlecht, aber leider niemals so richtig erwähnenswert. Das fängt schon bei der Inszenierung an. Peter Daskaloff führte Regie. Der Mann tummelt sich im Filmgeschäft schon einige Zeit herum, hat jedoch nie besonders viel gedreht. Ein großes Budget stand ihm für „Antidote – Serum des Grauens“ sicher nicht zur Verfügung, was man an mangelnden Schauwerten unschwer erkennen kann. Dass die Einrichtung so steril wirkt, ist an sich nicht verkehrt, doch mit der Zeit langweilen die unspektakulären Bilder dann doch etwas. Dabei ist die Inszenierung noch ganz sauber und dient mit ein paar hübsch surrealen Momenten. Eine eigene Handschrift ist hingegen kaum auszumachen. Die Atmosphäre stellt leider auch nichts Halbes und nichts Ganzes dar. Es gibt durchaus ein paar gute Szenen, die etwas Bedrohung ausstrahlen und den Namen Horror verdient haben. Im Gesamtpaket sind es nur eben zu wenige und mit einem Torture-Porn hat das Geschehen auch nicht gerade viel gemeinsam.
 
 
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Bei den Darstellern setzt sich die Uneinigkeit fort. Während die beiden Hauptdarsteller ihre Sache ganz solide machen, fällt der Rest doch deutlich ab. Immerhin kann man sich auf Ashlynn Yennie und Louis Mandylor verlassen. Gerade letzterer strahlt doch ein gewisses Charisma aus und verleiht seiner Figur so einen schön fiesen, nicht völlig durchschaubaren Charme. Zum Glück ist die deutsche Synchronisation auch ganz in Ordnung. Die Figurenzeichnung ist hingegen ganz schön langweilig. Dass Sharyn irgendein Geheimnis haben muss, wird schnell klar, aber der Zuschauer interessiert sich für dieses blöderweise gar nicht mal so sehr. Die anderen Charaktere sind sowieso nur Randfiguren, die niemals eine größere Wichtigkeit erhalten. Lediglich Dr. Hellenbach wirkt etwas interessanter. Bei seiner Figur funktioniert die Geheimnistuerei ganz solide.
 
 
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Der Unterhaltungswert bestätigt am Ende den durchschnittlichen Eindruck, denn er ist weder schlecht, noch jemals richtig gut. Wie bereits erwähnt, ist der Anfang ganz gut gelungen, doch danach wird es schon recht bald ziemlich lahm. Es gibt nicht genügend Einfälle, um das Interesse des Zuschauers oben zu halten. Zum Finale hin möchte man dann doch ganz gerne wissen, ob man mit seiner Vermutung richtig liegt und die Auflösung wird dann passabel serviert, überrascht nur eben kaum. Action ist Mangelware und viel Spannung kommt nicht auf. Die Dialoge sind eher schwach und simpel gehalten. Außerdem sollte man nicht erwarten, dass man die versprochene Schlachtplatte serviert bekommt. „Antidote – Serum des Grauens“ ist nicht harmlos und hat sich seine Freigabe ab 18 Jahren so gerade eben noch verdient, doch es gibt nicht viele blutige Szenen. Die vorhandenen sehen immerhin gut aus und wurden von Hand gemacht. Nur am Ende gibt es dann doch leider noch etwas billigen CGI-Mist zu sehen. Der Score ist okay, bleibt jedoch niemals im Ohr hängen.
 
 


 
 
 

ANTIDOTE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
„Antidote – Serum des Grauens“ ist kein schlechter, für den Horror-Allesschauer ein geeigneter, aber insgesamt doch verzichtbarer Film, weil er keine Qualitäten besitzt, die man nun unbedingt gesehen haben müsste. Die Story ist nicht schlecht geschrieben, besitzt eine gute Grundidee, nur der Twist ist doch relativ vorhersehbar. Insgesamt mangelt es an Spannung und an Highlights, die Schauplätze langweilen und für die Charaktere interessiert man sich leider auch kaum. Dafür ist die handwerkliche Arbeit passabel, der Aufbau funktioniert und die beiden Hauptdarsteller agieren brauchbar. Auch die kleinen Gewalteinlagen sind solide gemacht. Im Endeffekt kann man sich das gut anschauen und muss sich nicht zu sehr langweilen, für eine Kurzgeschichte hätte das Drehbuch aber dennoch mehr getaugt!
 
 


 
 
 

ANTIDOTE – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Antidote – Serum des Grauens“ ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

ANTIDOTE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies / daredo (Soulfood) (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Antidote; USA 2021

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 87 Minuten

FSK: keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer

Release-Termin: KeepCase: 19.11.2021

 

Antidote – Serum des Grauens [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

ANTIDOTE – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies / daredo (Soulfood))

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Clinic (2010)
 
Autopsy (2008)
 
Autopsy 2 (2009)
 

Filmkritik: „The Dinner Party – Für eine Einladung würden Sie sterben!“ (2020)

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THE DINNER PARTY – FÜR EINE EINLADUNG WÜRDE SIE STERBEN

(THE DINNER PARTY)

Story

 
 
 
Für ein Paar wird die Einladung zu einem Dinner zum echten Albtraum, weil die Gastgeber scheinbar eine ganz andere Vorstellung von einem gelungenen Dinner haben.

 
 
 


 
 
 

THE DINNER PARTY – Kritik

 
 
Das Kammerspiel bleibt nach wie vor eine beliebte Variante, um ein gewisses Szenario umzusetzen. Dabei braucht es gar nicht mal so viel, aber vor allen Dingen gute Darsteller und Geschick in der Inszenierung. „The Dinner Party“ versucht sich gewissermaßen ebenfalls an einem Kammerspiel, weil er lange Zeit nur in einem Raum spielt. Wirklich gelungen ist das Resultat nicht, weil der Film viel zu geschwätzig ist und am Ende kaum etwas zu bieten hat.
 
 
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Jeffrey und seine Frau Haley sind zu einem Dinner eingeladen. Gastgeber ist der reiche Chirurg Carmine, der zu einer ausgelassenen Runde einlädt. So sind auch noch andere Gäste vorhanden. Jeffrey verspricht sich davon einen Investor für sein nächstes Theaterstück zu gewinnen. Doch was das Paar nicht ahnen kann, ist, dass hier ein ganz anderes Spiel stattfindet. Nach endlosem Geschwafel stellt sich dann nämlich heraus, dass sowohl Gastgeber, wie auch die anderen Gäste gänzlich anderes vorhaben mit Jeffrey und Haley. Das Dinner diente da nur als Vorwand. Das Drehbuch ist sehr schwer zu bewerten, weil es auf der einen Seite schon manches richtig macht und auf der anderen Seite dennoch ziemlich versagt. Das größte Problem von „The Dinner Party“ ist, dass er zu langsam auf den Punkt kommt, obwohl doch von vornherein klar ist, was hier ungefähr gespielt wird. Deshalb war es unnötig, den Zuschauer so lange hinzuhalten. Es gibt zwar hier und da ein paar Wendungen und auch das Ende dient mit einer Art Twist, doch es gelingt der Handlung leider selten so richtig, den Zuschauer dafür empfänglich zu machen. Dafür gibt es nämlich viel zu viel belangloses Material.
 
 
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Weshalb „The Dinner Party“ fast zwei Stunden Laufzeit besitzen muss, ist und bleibt ein großes Rätsel, denn es mangelt dem Treiben vor allen Dingen an Tempo. In der ersten Hälfte bekommt man das bereits erwähnte Kammerspiel geboten. Ungefähr eine halbe Stunde Laufzeit geht für das titelgebende Dinner drauf. Da wird viel gequatscht und selbst wenn die Dialoge gar nicht so schlecht sind, bleibt das meiste Material doch pures, unwichtiges Geschwafel. Die deutsche Synchronisation, die zwar okay ist, macht es auch nicht gerade angenehmer dem Ganzen zu lauschen, weil sie eben doch relativ künstlich klingt. Deutlich schwerwiegender ist jedoch die Tatsache, dass man zu den Figuren keinerlei Draht erhält. Es gibt keine Einleitung und man startet sofort mit Jeffrey und Haley, die am Anwesen des Gastgebers ankommen. Einen Hintergrund erhält somit niemand. Die verschiedenen Gäste sollen alle reichlich skurril und ominös wirken, doch das wirkt dermaßen gewollt, dass auch hier reine Künstlichkeit herrscht. Diese Charaktere wirken niemals auch nur ansatzweise authentisch und sind dann auch längst nicht so merkwürdig, wie die Macher dies wohl bezwecken wollten. Daraus resultiert vor allen Dingen ein ganz negatives Merkmal: Man interessiert sich für die Protagonisten oder auch Antagonisten überhaupt nicht.
 
 
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Da bringen dann auch die ganz passablen Darsteller nur wenig. Mike Mayhall nimmt man seine Rolle von Anfang an nicht ab und Alli Hart muss ab einer gewissen Zeit sowieso nur noch das weinerliche Opfer spielen. Mit Bill Sage konnte man sogar einen etwas größeren Namen gewinnen, der nicht gerade wenig Screen-Time besitzt. Er gibt sich routiniert, wirkt jedoch gleichzeitig etwas gelangweilt. Miles Doleac, der außerdem Regie führte, ist ebenfalls ganz in Ordnung in seiner Darbietung. Das trifft auf nahezu alle Darsteller zu, nur ist die Figurenzeichnung eben viel zu konstruiert, um mit Leistungen auftrumpfen zu können. Und wenn dies hätte gelingen sollen, hätte das Ergebnis doch deutlich eindrucksvoller sein müssen.
 
 
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Die Inszenierung ist dabei noch ganz okay, wobei es komplett an Schauwerten mangelt. Das schicke Anwesen ist in Ordnung, aber ein Großteil der Laufzeit spielt sich in einem nicht gerade pompös aussehenden Raum ab, der am ehesten vom Kerzenlicht leben soll. In der Tat erscheint diese Optik relativ edel, aber es mangelt der Inszenierung dann doch an Dynamik. Die Dialoge stehen oft im Vordergrund und temporeicher wird das Geschehen erst in der zweiten Hälfte, doch gerade am Anfang hätte die Kamera gerne etwas dynamischer arbeiten dürfen. Wenn sich dann hinterher die Ereignisse überschlagen, ist zumindest etwas los und dann gibt es auch eine angebrachte Portion Gewalt zu sehen, die jedoch niemals übermäßig blutig ausgefallen ist. Spannung kommt schon alleine deshalb keine auf, weil die Charaktere dafür zu wenig interessant sind, aber immerhin wird in der zweiten Hälfte mit Tempo gedient. Hätte man das Ganze zuvor schon etwas gestrafft, wäre die Wertung vielleicht auch positiver ausgefallen. So bekommt man aber leider nur einen reichlich langatmigen Film geboten, der keinen echten Horror darstellt, jedoch auch von allen anderen Genre-Zutaten zu wenig besitzt. Der Score klingt ganz brauchbar, ist aber ebenfalls nichts Besonderes.
 
 


 
 
 

THE DINNER PARTY – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
Was „The Dinner Party“ bezwecken wollte, ist nicht schwer zu erkennen, aber warum er das in einer solch faden Machart versucht, ist dann doch recht fragwürdig. Nichts an diesem Streifen ist hochwertig genug, um dem Zuschauer ein packendes Kammerspiel zu servieren. So sind die Dialoge an sich zwar nicht schlecht geschrieben, aber es langweilt auf Dauer doch eben zu sehr, sich knapp eine Stunde hinhalten zu lassen. Besonders, wenn man als Zuschauer sowieso längst weiß, was hier ungefähr gespielt wird. Das Drehbuch ist deshalb als misslungen zu betrachten, selbst wenn einzelne Zutaten okay sind. Die Darsteller spielen annehmbar, können aber nichts gegen die gnadenlos konstruierte Figurenzeichnung machen. Die Inszenierung ist passabel, weiß jedoch leider nicht wirklich, wie sie dieses lahme Szenario optisch aufregend gestalten könnte und Atmosphäre kommt viel zu selten auf. Im Endeffekt lässt sich „The Dinner Party“ anschauen, denn er ist nie ärgerlich schlecht, aber er besitzt deutlich zu viel Laufzeit und viel zu wenige Highlights. Wer also mal wieder Schlafprobleme besitzt und nebenbei trotzdem einen Film schauen möchte, ist hier an der richtigen Adresse. Man muss sich wenigstens nicht ärgern, wenn man dabei einschläft!
 
 


 
 
 

THE DINNER PARTY – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „The Dinner Party – Für eine Einladung würden Sie sterben!“ ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE DINNER PARTY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies / daredo (Soulfood) (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Dinner Party; USA 2020

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 115 Minuten

FSK: keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer

Release-Termin: KeepCase: 03.12.2021

 

Dinner Party – Für eine Einladung würden Sie sterben! [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

THE DINNER PARTY – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies / daredo (Soulfood))

 
 
 
Ähnche Filme:
 
You’re Next (2011)
 
Ravenous – Friss oder stirb (1999)
 

Filmkritik: „Masquerade – Try to survive the Night“ (2021)

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MASQUERADE – TRY TO SURVIVE THE NIGHT

(MASQUERADE)

Story

 
 
 
Für ein kleines Mädchen wird ein Abend zum Albtraum, weil zwei Diebe bei ihr und ihrer Babysitterin einbrechen. Werden die Eltern rechtzeitig zurück sein?

 
 
 


 
 
 

MASQUERADE – Kritik

 
 
Selbst der Home-Invasion-Thriller ist mittlerweile ziemlich totgenudelt, weil es in den letzten Jahren einfach zahlreiche solcher Prämissen gab. Die Grundzutaten sind dabei stets simpel und deshalb muss die Inszenierung schon sitzen, wenn der Zuschauer spannend unterhalten werden soll. „Masquerade“ stellt nun den gefühlt hunderttausendsten Film dieser Gattung dar und wirkt von Anfang an wenig originell. Doch das muss nicht heißen, dass das Werk nichts taugt. Ob sich eine Sichtung lohnt, erfahrt ihr nun Stück für Stück.
 
 
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Die elfjährige Casey ist alleine mit ihrer Babysitterin, denn ihre wohlhabenden Eltern befinden sich auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung. Dummerweise brechen genau an diesem Abend zwei Gauner ein, die es auf wertvolle Gemälde der Familie abgesehen haben. Schnell ist Casey auf sich alleine gestellt und muss sich gegen die beiden Einbrecher verteidigen, aber zum Glück sind ihre Eltern schon auf dem Weg nach Hause. Eine nette Barkeeperin hat nämlich angeboten, sie nach Hause zu fahren, aber steckt hinter diesem Angebot vielleicht mehr dahinter? Etwas schade ist, dass das Drehbuch gar nicht erst versucht, den Zuschauer auf eine falsche Fährte zu locken. Von vornherein ist klar, was hier gespielt wird und deshalb bleiben Überraschungen auch komplett aus. Dabei hätte man die Sache mit Rose ruhig etwas undurchsichtiger gestalten können. Es wird zwar am Ende versucht noch eine Pointe zu servieren, aber diese ist dermaßen konstruiert und unwichtig für das vorherige Geschehen, dass sie eigentlich keine echte Rolle für die Wertung der Geschichte spielt. Ansonsten gibt die simple Home-Invasion-Prämisse natürlich sowieso eher weniger her. Die Geschichte ist in solchen Filmen meistens sehr simpel und das darf auch so sein, nur muss dann eben der Rest funktionieren und das tut er bei „Masquerade“ nur bedingt.
 
 
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Man kann dem Werk nicht wirklich vorwerfen, total billig zu wirken, wobei früh ersichtlich wird, dass nicht viel Budget zur Verfügung stand. Dieses braucht man für einen effektiven Film dieser Art aber eigentlich auch nicht, denn der Schauplatz sollte sowieso begrenzt sein. Genau hier will „Masquerade“ dann etwas zu viel, weil er einen ausufernden Nebenstrang präsentiert, der sich mit Rose und den Eltern beschäftigt. Ständig wechselt das Geschehen zwischen diesen Ereignissen und dem Einbruch bei Casey. Somit kann jedoch leider keinerlei klaustrophobische Stimmung aufkommen und der Fokus auf einen Strang wäre hier durchaus effektiver gewesen. Ansonsten kann man der Inszenierung allerdings nicht besonders viel vorwerfen. Regisseur Shane Dax Taylor, der bisher nicht sonderlich viel gedreht hat, versteht sein Handwerk einigermaßen und rein optisch geht der Film ebenfalls in Ordnung. Die überwiegend dunklen Bilder sind niemals zu dunkel, so dass man genügend erkennen kann, die Schnitte wirken sauber und allgemein ist die handwerkliche Arbeit für diese Preisklasse okay. Es mangelt zwar an echten Schauwerten, doch damit kann man leben.
 
 
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Deutlich schwerer wiegt da schon die Tatsache, dass es „Masquerade“ leider niemals so richtig gelingt, eine Spannung aufzubauen. Obwohl man keine Gefangenen macht und es früh eine Leiche gibt, sucht man nach der echten Bedrohung vergebens. Mit seinen gerade mal 80 Minuten Laufzeit ist der Film ganz schön kurz geraten und trotzdem lässt er sich kaum als kurzweilig bezeichnen. Bereits nach der ersten Hälfte führt man die zwei Handlungsstränge zusammen, aber die Splittung zuvor wirkt zu willkürlich und will keinen echten Sinn ergeben. Action ist Mangelware und einen Überlebenskampf im eigenen Haus durfte man schon deutlich aufregender beobachten. Mit viel Gewalt sollte man da nun auch nicht rechnen. Nicht, dass das Werk diese gebraucht hätte, aber so hätte das Szenario noch etwas roher wirken können. Allgemein ist die Atmosphäre nämlich eher seicht. „Masquerade“ ist sehr bemüht schön düster und böse zu wirken, aber es gelingt ihm einfach nicht so richtig. Nur der passable Score sorgt noch für etwas Stimmung.
 
 
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Wenigstens sind die Darsteller ganz okay. Mit Bella Thorne konnte man einen größeren Namen gewinnen und selbst wenn sie relativ gelangweilt agiert, ist ihr Schauspiel doch routiniert. Besonders die kleine Alyvia Alyn Lind überzeugt und ihr nimmt man die Emotionen sogar richtig ab. Bei ihr funktioniert auch die Figurenzeichnung einigermaßen, die insgesamt doch eher plump und sehr konstruiert wirkt. Es ist wirklich schade, dass es nicht packender ist, der kleinen Casey zuzuschauen, denn durch das Spiel von Lind wäre dies durchaus möglich gewesen, aber die restlichen Darsteller sind dann doch eher unwichtig, agieren nicht schlecht, aber auch niemals auffällig und ein Mitfiebern kommt kaum zustande.
 
 


 
 
 

MASQUERADE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
Aus „Masquerade“ hätte mehr werden können, weil die Grundzutaten bewährt sind und an sich gar nicht so schlecht bedient werden. Die Story stellt sich allerdings selbst ein Bein, weil sie versucht das Geschehen komplexer zu gestalten, als es eigentlich ist und alleine mit dieser Erzählart wird das mit der Spannung nichts. Die handwerkliche Arbeit ist unspektakulär, aber sauber, die Darsteller sind okay, aber meistens belanglos. Nur die kleine Lind gibt sich mehr Mühe, als es der Film eigentlich verdient hätte. Trotz der kurzen Laufzeit ist diese filmische Angelegenheit ganz schön langatmig und Dinge wie Spannung oder Action kommen kaum auf. Die Atmosphäre versucht krampfhaft mächtig böse und düster zu sein, was ihr nur leider selten gelingt. Ein paar Momente sind ganz ordentlich und die Inszenierung erfüllt ihren Zweck, doch darüberhinaus hat „Masquerade“ leider relativ wenig zu bieten.
 
 


 
 
 

MASQUERADE – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Masquerade – Try to survive the Night“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

MASQUERADE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Koch Films (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Masquerade; USA 2021

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.00:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 80 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer

Release-Termin: KeepCase: 09.12.2021

 

Masquerade [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

MASQUERADE – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Koch Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Mit der Nacht kommt der Tod (1998)
 
Kidnapped (2010)
 
Home Invasion (2016)
 

Filmkritik: „Demonic“ (2021)

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DEMONIC

Story

 
 
 
Per 3D-Simulation soll eine junge Frau den Kontakt mit ihrer im Koma liegenden Mutter aufnehmen. Dieses Experiment hat fatale Folgen.

 
 
 


 
 
 

DEMONIC – Kritik

 
 
Vor zehn Jahren hätte die Filmwelt wahrscheinlich noch begeistert aufgeschrien, wenn Neill Blomkamp einen neuen Film inszeniert. Mit seinem Debüt „District 9“ feierte der Südafrikaner 2009 nämlich einen großen Erfolg, der sowohl Filmfreunde, wie auch Kritiker begeistern konnte. Danach folgten zwei Filme, die an diese Qualitäten nicht anknüpfen konnten und auch der Posten als Regisseur für „Alien 5“ verpuffte im Nichts. Nun feiert Blomkamp mit „Demonic“ sein Comeback, doch bereits die ersten Kritiken ließen die Erwartungen sinken. Und leider kommt es so, wie man erwarten durfte: „Demonic“ will viel, bietet im Endeffekt aber so gut wie nichts und verkommt so zu einer lauen Luftnummer, die man echt nicht gesehen haben muss.
 
 
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Vor vielen Jahren hat Carly ihre Heimat verlassen, weil ihre Mutter des mehrfachen Mordes angeklagt wurde, worunter Carly sehr gelitten hat. Eines Tages meldet sich ein Pharma-Konzern bei Carly. Ihre Mutter liegt im Koma und die Wissenschaftler wollen unbedingt, dass Carly ihre neue Technologie ausprobiert. Mit Hilfe dieser kann sie per 3D-Simulation in die Gedanken ihrer Mutter schlüpfen und so Kontakt mit ihr aufnehmen. Carly ist von der Idee wenig begeistert, willigt jedoch ein, aber in dem Unterbewusstsein ihrer Mutter lauert Schreckliches. Neill Blomkamp kann Science-Fiction; das hat er besonders mit „District 9“ bewiesen und er schreibt an den Drehbüchern zumindest immer selbst mit. Im Falle von „Demonic“ stammt die Geschichte jedoch von ihm ganz alleine und storytechnisch versagt der Film leider nahezu vollkommen. Was auf dem Papier noch halbwegs interessant klingt, ist in der Umsetzung an Belanglosigkeit kaum zu überbieten. Man bekommt als Zuschauer nicht mal wirklich mit, weshalb sich die Geschehnisse ereignen, die man hier beobachtet. Auf eine clevere Pointe muss man ebenfalls verzichten und mit Dämonen hat das Ganze nun auch nicht gerade viel zu tun. Selbst als anspruchsloser Horrorfan wird man von dieser Story enttäuscht, obwohl verschiedene Einzel-Ideen ja an sich gar nicht mal schlecht wären.
 
 
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Nur leider kann Blomkamp diese einfach nicht zu einem stimmigen Gesamtbild formen. Das größte Problem wird wohl sein, dass der Science-Fiction-Experte nun gerne ins Horrorfach wandern wollte. Und Horror kann der Mann eben nicht, was man an „Demonic“ eindrucksvoll erkennen kann. Die Inszenierung wirkt insgesamt eher gelangweilt und die Horror-Szenen stammen dermaßen von der Stange, dass man auch gleich in billige C-Movie-Gefilde abdriften kann. Ein großes Budget stand Blomkamp nicht mehr zur Verfügung, doch es mangelt auch gar nicht mal so sehr am Geld. Eine schicke Optik ist nämlich dennoch gelungen und zu billig wirkt der Film optisch niemals. Dass die 3D-Simulationen nicht perfekt aussehen, ist sogar relativ authentisch. Hier hat man mit der Volumetric-Capture-Technik gearbeitet, welche echte Welten nachträglich virtuell darstellt. Das Ergebnis sieht durchaus interessant aus und bedient dann wieder die Science-Fiction-Elemente, die Blomkamp so gut beherrscht. Nur wie bereits erwähnt, funktioniert die Symbiose mit dem Horror so gar nicht, weil der Regisseur hier nur den billigsten Standard bedient.
 
 
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Man hätte über die ein oder andere Schwäche noch hinwegsehen können, doch das endgültige Aus beschert „Demonic“ die Figurenzeichnung. Gerade auch in diesem Punkt war Blomkamp zuvor viel besser. Was er hier jedoch geschrieben hat, lässt sich am treffendsten mit dem Adjektiv lieblos beschreiben. Von Anfang an erhält der Zuschauer überhaupt keinen Draht zu den Charakteren. Die Hintergrundgeschichte von Carlys Mutter wird fast gar nicht erwähnt und die Protagonistin selbst wird einem auch nicht näher gebracht. Alles daran ist künstlicher, als die Bilder der virtuellen Realität und so stellt sich ein Mitfiebern mit den Figuren bereits ab der ersten Filmminute ein. Die Darsteller haben da natürlich von vornherein einen ganz undankbaren Job. Carly Pope gibt sich alle Mühe und agiert durchaus brauchbar, kann aber eben auch nichts an der miesen Figurenzeichnung ändern. Alle anderen Schauspieler sind okay, doch niemand kann hier einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
 
 
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Es sollte nun keine große Überraschung sein, dass der Unterhaltungswert nicht viel taugt. Den Anfang lässt man sich noch gerne gefallen und das Potenzial wirkt im ersten Drittel noch relativ vielversprechend, doch bereits hier kommt eigentlich gar keine Spannung auf. Im weiteren Verlauf verschlechtert sich dieser Zustand zusehends. Der mittlere Teil ist fad und will nicht so richtig auf den Punkt kommen, während das Finale dann versucht besonders aufregend auszufallen. Plötzlich gibt es irre Wendungen und viel mehr Action, aber profitieren kann „Demonic“ davon niemals, weil man als Zuschauer hier bereits lange das Interesse verloren hat. Es mangelt im Endeffekt einfach ganz erheblich an Atmosphäre. Der Film ist nämlich überhaupt nicht gruselig, nicht ansatzweise unheimlich oder beängstigend. Als Horror versagt das also auf ganzer Linie, aber selbst die Science-Fiction-Elemente wirken beliebig. Am Ende bleibt ein generischer Score und viel heiße Luft um nichts, wobei die Effekte noch ganz schick ausgefallen sind. Wirklich brutal wird es aber natürlich auch nicht.
 
 


 
 
 

DEMONIC – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
Selbst wenn Geschmäcker im Endeffekt natürlich sehr verschieden sind, fragt man sich bei „Demonic“ schon zurecht, was dieser Film eigentlich soll. Zur Unterhaltung dient er jedenfalls nicht. Die Grundprämisse hätte reizvoll sein können, ein paar Ideen sind solide und die optische Umsetzung ist nun auch nichts, was man alle Tage sieht. Außerdem agieren die Darsteller doch ganz passabel. Das bringt dem Streifen jedoch alles nichts, weil die Inszenierung völlig langweilig erscheint und die Atmosphäre nicht den Hauch von Horror besitzt. Die gesamte Geschichte könnte belangloser kaum sein, aber diese lieblose 08/15-Figurenzeichnung stellt „Demonic“ schlussendlich komplett das Bein. Von diesem Sturz kann sich der Film nicht erholen, selbst wenn das Finale viel Action bieten will. So ambitioniert die Idee von Blomkamp also vielleicht mal gewesen sein mag, so fad ist das Ergebnis und für eine Empfehlung reicht das leider nicht ansatzweise aus!
 
 


 
 
 

DEMONIC – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Demonic“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

DEMONIC – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Koch Films (Blu-ray im KeepCase)

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(c) Koch Films (DVD + Blu-ray im Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Demonic; Kanada 2021

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.00:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 104 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase | Mediabook

Extras: Trailer | zusätzlich im Mediabook: Film auf DVD, Booklet

Release-Termin: KeepCase: 31.12.2021 | Mediabook: 31.12.2021

 

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DEMONIC – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Koch Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Cell (2000)
 
eXistenZ (1999)
 
Virtuosity (1995)
 

Filmkritik: „Surrounded – Tödliche Bucht“ (2018)

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SURROUNDED – TÖDLICHE BUCHT

(FRENZY)

Story

 
 
 
Ein geplanter Tauchausflug wird für ein paar junge Freunde zum Horrortrip, als das Wasserflugzeug abstürzt und man plötzlich umzingelt von Haien ist.

 
 
 


 
 
 

SURROUNDED – Kritik

 
 
Die Beliebtheit vom Hai-Horror nimmt kein Ende. Immer mal wieder gibt es ein paar große Produktionen im Kino zu sehen und denen folgen dann etliche Billig-Varianten. Für viele davon zeichnet sich der amerikanische Fernsehsender Syfy aus. Nur weil der Erfolg der „Sharknado“-Filme mittlerweile vorbei ist, heißt das ja nicht, dass man nicht fleißig weiter billige Hai-Filmchen produzieren kann. „Surrounded – Tödliche Bucht“ stammt dabei bereits aus dem Jahr 2018 und kommt mit ca. vier Jahren Verspätung nun auch nach Deutschland. Ob das wirklich nötig gewesen wäre, ist fraglich, denn viel geboten wird dem Zuschauer hier nicht.
 
 
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Die Story ist schnell erzählt: Ein paar junge Freunde, die einen erfolgreichen Reise-Vlog betreiben, wollen in Thailand an einem illegalen Tauchausflug teilnehmen. Doch auf dem Weg dorthin stürzt das Wasserflugzeug ab und als ob es noch nicht schlimm genug wäre, dass man nun auf offener See überleben muss, gesellen sich auch noch drei Haie mit dazu, die nach dem Leben der Freunde trachten. An welchen Vorbildern man sich bedient hat, ist nicht schwer zu erraten, aber die Story ist bei solchen Filmen ja sowieso meist recht eingeschränkt. So darf man vom Drehbuch auch nicht besonders viel erwarten. Die Geschichte hat nicht viel zu bieten, wäre an sich jedoch noch ganz brauchbar gewesen, wenn sie nicht insgesamt völlig unlogisch daherkommen würde. Dass sich Haie so nicht verhalten, ist kein Geheimnis, aber die bekloppten Ideen, die man hatte, stellen die Intelligenz des Zuschauers schon arg in Frage.
 
 
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Das Problem ist, dass sich „Surrounded – Tödliche Bucht“ reichlich ernst nimmt und eher auf richtigen Horror setzen möchte, dann aber eben doch mit total trashigen Idee daherkommt. Beide Elemente beißen sich sehr. Da wäre eine humorvolle, augenzwinkernde Herangehensweise wie bei „Sharknado“ doch die bessere Entscheidung gewesen. Dann wäre man dem Film für seinen völlig unrealistischen, fast schon cartoonhaft überzogenen Überlebenskampf auch nicht so böse gewesen. Leider wirken die albernen Momente so eher unfreiwillig komisch und so wird das mit der Spannung absolut nichts. Die Atmosphäre ist also kaum zu gebrauchen. Auch die billigen Effekte aus dem Computer lässt man sich in der ernsten Variante nicht gerne gefallen. Sie sehen zwar nicht völlig miserabel, aber eben doch wenig brauchbar aus. Und die Idee, dass die drei Haie völlig synchron agieren, ist an Blödheit auch kaum zu überbieten. Wenigstens gibt es noch ein paar passabel getrickste Wunden und Leichen. Das ist nie übermäßig brutal, verdient seine Freigabe ab 16 Jahren jedoch.
 
 
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Von den Darstellern werden wohl die Wenigsten bisher gehört haben und das wird sich sicherlich auch kaum ändern. Immerhin macht Aubrey Reynolds, in der einzigen Hauptrolle, ihre Sache noch ganz akzeptabel. Nicht wirklich gut, aber nicht zu schlecht. Die restlichen Darsteller übernehmen nur Nebenrollen und sind teilweise ziemlich schnell weg vom Fenster. Viele davon gibt es sowieso nicht zu sehen und die Leistungen sind absolut nicht der Rede wert. Die Dialoge sind ziemlich langweilig und austauschbar und die Figurenzeichnung bleibt sowieso völlig oberflächlich. Man hat noch versucht den Charakteren etwas Hintergrund zu verschaffen, aber dies diente sicher eher dazu, die Laufzeit etwas normaler zu bekommen. An den lieblos kreierten Figuren hat der Film selbst kaum Interesse und deshalb braucht man sich nicht zu wundern, wenn es dem Zuschauer ähnlich geht.
 
 
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„Surrounded – Tödliche Bucht“ hat nicht mal 500.000 Dollar gekostet und bei diesem Budget darf man natürlich nicht so viel erwarten, wobei schon etliche Filmemacher bewiesen haben, dass sie auch mit weniger Geld tolle Werke kreieren können. Doch dieser Film wurde nicht aus Leidenschaft gedreht, sondern rein um Geld zu generieren. Also sollte man von Regisseur Jose Montesinos, der schon einige dieser Billigfilmchen verbrochen hat, auch nicht viel erwarten. Immerhin verleiht die Tatsache, dass es immer mal Rückblenden gibt, dem Ganzen etwas mehr Dynamik. Außerdem ist ein echter Vorteil, dass wohl viel an Originalschauplätzen gedreht wurde. Viel bringt das aber auch nicht, wenn die meisten Szenen einfach nur im Wasser spielen und keine echten Schauwerte mit sich bringen. Nur die Unterwasser-Aufnahmen wirken in dieser Hinsicht erstaunlich hochwertig. Die Inszenierung kann sich zwar teilweise als bemüht ansehen lassen, leidet im Endeffekt aber unter erheblicher Langeweile. So wird das auch mit dem Unterhaltungswert nichts. Das Geschehen ist zwar recht temporeich, aber trotzdem niemals spannend und so können selbst 85 Minuten (mit Abspann) ganz schön langweilig ausfallen.
 
 


 
 
 

SURROUNDED – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Surrounded – Tödliche Bucht“ ist der nächste Billig-Hai-Film, der zwar erstaunlich ernst wirken möchte, sich genau damit jedoch ein großes Bein stellt. Trashige Momente gibt es nämlich trotzdem und teilweise ist das Treiben so doof, dass die ernste Atmosphäre störend ist. Die Handlung hat natürlich wenig zu bieten, die Figurenzeichnung ist lieblos, die Effekte gewohnt schlecht und die Darsteller können auch nicht gerade überzeugen. Man spürt einfach zu jedem Moment, dass der Film ohne Leidenschaft gedreht wurde, selbst wenn sich der Regisseur an einigen Stellen doch bemüht hat. Die Naturschauplätze und der Versuch, das Geschehen abwechslungsreich zu gestalten, sind lobenswerte Ansätze, die im Endeffekt aber auch nichts daran ändern, dass „Surrounded – Tödliche Bucht“ Zeitverschwendung darstellt!
 
 


 
 
 

SURROUNDED – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Surrounded – Tödliche Bucht“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

SURROUNDED – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Busch Media Group (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Frenzy; USA 2018

Genre: Horror, Thriller, Abenteuer, Action, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 85 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 03.12.2021

 

Surrounded – Tödliche Bucht [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

SURROUNDED – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Busch Media Group)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Open Water (2003)
 
Open Water 3: Cage Dive (2016)
 
The Shallows – Gefahr aus der Tiefe (2016)
 
47 Meters Down (2017)
 

Filmkritik: „Bloodthirsty“ (2020)

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BLOODTHIRSTY

Story

 
 
 
Eine erfolgreiche Musikerin steht unter Druck für ihr zweites Album, aber sie hat mit Visionen zu kämpfen und bekommt immer mehr Lust auf Fleisch.

 
 
 


 
 
 

BLOODTHIRSTY – Kritik

 
 
Im Werwolf-Genre wurde eigentlich schon alles gesagt. Selbst andere Herangehensweisen an dieses Thema gab es schon etliche. Trotzdem ist der klassische Stoff natürlich noch immer sehr beliebt, weshalb sich nun auch „Bloodthirsty“ an dieser Thematik versucht. Dabei sollte dem Zuschauer jedoch von vornherein klar sein, dass er es nicht mit einem typischen Werwolf-Film zu tun bekommt, denn ansonsten dürften Enttäuschungen vorprogrammiert sein. Wenn man sich jedoch auf einen sehr ruhigen Horrorfilm einstellt, der deutlich mehr in Richtung Drama schielt, bekommt man ein funktionierendes Exemplar geboten, welches einige Qualitäten besitzt.
 
 
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Die erfolgreiche Indie-Musikerin Grey hat mit ihrem ersten Album einen echten Hit gelandet. Nun geht es um das zweite Album, was Grey ziemlich unter Druck setzt. Zusätzlich wird sie von visionsartigen Albträumen geplagt, weshalb sie Medikamente einnimmt. Als der erfolgreiche Musikproduzent Vaughn Daniels Grey und ihre Lebensgefährtin zu sich in sein Anwesen, tief im verschneiten Wald, einlädt, wird die Sache nicht gerade besser. Grey, die eigentlich Veganerin ist, bekommt immer mehr Lust auf Fleisch, die Albträume werden schlimmer und Vaughn scheint auch so seine Geheimnisse zu haben. Nein, mit einem typischen Werwolf-Film hat die Story nicht viel gemeinsam. Man sollte also keine Verwandlungen etc. erwarten, denn „Bloodthirsty“ nähert sich dem Thema doch deutlich anders. Dass die Protagonistin lesbisch und Veganerin ist, passt in die momentane Zeit, doch gerade das Thema um den Verzicht auf Fleischkonsum, ergibt hier deutlich Sinn. Ansonsten lebt die Geschichte am ehesten von der anfänglichen Undurchschaubarkeit. Da gibt es hinterher so einige Wendungen, die man nicht unbedingt vorhersehen konnte. Insgesamt überzeugt das Drehbuch, weil es stimmig erzählt wird und auch eine ansprechende Umsetzung erhalten hat.
 
 
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Regisseurin Amelia Moses, die mit „Bloodthirsty“ erst ihren zweiten Langfilm gedreht hat, behandelte das Thema auch schon in ihrem Debüt und ist davon scheinbar recht angetan. Dass der Film sicher kein besonders hohes Budget gehabt haben wird, sieht man ihm dabei kaum an, weil hier alles sowieso recht minimalistisch gehalten wurde. So spielt sich das Treiben überwiegend in dem Haus in den Wäldern ab, doch dieser Schauplatz ist stimmig und macht etwas her. Für genug Abwechslung wird optisch dennoch gesorgt und auch die Visionen sind solide gestaltet. Die Atmosphäre bietet allerdings viel weniger Horror, als man erwarten dürfte, denn „Bloodthirsty“ kommt sehr ruhig daher und bedient deutlich mehr Drama-Elemente. Der Stimmungsaufbau ist allerdings gelungen, wenn man mit der gemächlichen Geschwindigkeit klar kommt. Besonders das letzte Drittel funktioniert deshalb ordentlich, weil sich hier der Horror so langsam entfalten kann. Handwerklich wurde das sauber umgesetzt. Zwar wird dem Zuschauer nicht unbedingt etwas Besonderes geboten, aber ein paar Szenen besitzen durchaus ihren Reiz.
 
 
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Man muss es nur eben langsam mögen. So gelungen der Aufbau auch sein mag, es mangelt dem Geschehen eindeutig an Spannung. In der ersten Stunde gibt es davon nämlich nicht viel zu erleben. Hier besteht der Reiz eher darin, dass es ein paar Geheimnisse zu lüften gilt und man als Zuschauer nicht wirklich wissen kann, ob sich Grey wirklich in einen Werwolf verwandelt oder ob sie eben doch nur psychisch krank ist. Da dreht sich das Treiben auch recht viel um die Musik, welche von der kanadischen Künstlerin Lowell gut und passend geschrieben wurde. Selbst wenn das kaum langweilt, mangelt es einfach an Bedrohung und aufregende Unterhaltung sieht definitiv anders aus. Zum Glück wird im letzten Drittel dann aber doch noch an der Spannungsschraube gedreht, weshalb es sich durchaus lohnt durchzuhalten. Mit seinen 85 Minuten (mit Abspann) ist „Bloodthirsty“ nicht zu lang ausgefallen, aber trotzdem nicht gerade kurzweilig. Hier hätte man dem Zuschauer zwischendurch doch noch etwas mehr Horror präsentieren dürfen. Wirklich brutal wird es übrigens auch selten. Die blutigen Effekte sehen solide aus, kommen aber nicht oft vor.
 
 
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Dass man sich das ruhige Treiben gut gefallen lassen kann, liegt dann vor allen Dingen an den souveränen Darstellern. Ohne diese hätte ein solches Szenario auch gar nicht funktionieren können. Lauren Beatty macht sich in der Hauptrolle wirklich gut und man kauft ihr ihre Figur durchaus ab. Doch auch Greg Bryk macht als ominöser Musikproduzent etwas her und besitzt genügend mysteriöse Ausstrahlungskraft. Katharine King So fällt da mit ihrer etwas belanglosen Rolle ein wenig ab und ansonsten spielt so gut wie kein Darsteller eine größere Rolle. Übrigens ist noch Michael Ironside mit dabei, der ist jedoch dermaßen wenig zu sehen, dass er seine Erwähnung eigentlich auch nur deshalb bekommt, weil er eben doch ein recht großer Name im B-Movie-Bereich ist. Die Figurenzeichnung ist nicht schlecht geworden, aber auch nicht gerade ein Highlight. Die Charaktere funktionieren zwar und sind nicht zu künstlich, wirken aber dennoch relativ konstruiert und ein echtes Mitgefühl entsteht hier nicht. Trotzdem holt „Bloodthirsty“ in diesem Bereich mehr heraus, als man erwarten dürfte und von daher ist das schon in Ordnung so.
 
 


 
 
 

BLOODTHIRSTY – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Wer einen blutigen, effektreichen Werwolf-Film erwartet, wird von „Bloodthirsty“ sicherlich enttäuscht sein. Viel eher sollte man eine Art Indie-Drama mit Horror-Anteilen erwarten. Außerdem muss man es ruhig und langsam mögen, um mit diesem Werk warm zu werden. Der gemächliche Aufbau ist gut gelungen, lässt aber leider auch so manch eine Länge entstehen und dass die Laufzeit gerade mal 85 Minuten beträgt, vergisst man nebenbei schon mal. Es mangelt an Spannung und an Horror, denn diese Elemente kommen erst im letzten Drittel so langsam vor. Gerade weil die Darsteller das so solide spielen und die Inszenierung gut geworden ist, schaut man dem Treiben jedoch trotzdem gerne zu. Außerdem ist die Story passabel geschrieben und wartet mit einer funktionierenden Wendung auf. Score und Soundtrack runden das Ergebnis durchaus souverän ab. So ist „Bloodthirsty“ im Endeffekt sicher kein Highlight, aber doch relativ hochwertig gemacht und eine Sichtung wert, wenn man es ruhiger mag!
 
 


 
 
 

BLOODTHIRSTY – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Bloodthirsty“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

BLOODTHIRSTY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Pierrot Le Fou (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Bloodthirsty; Kanada 2020

Genre: Drama, Thriller, Horror, Mystery

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 85 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 03.12.2021

 

Bloodthirsty [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

BLOODTHIRSTY – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Pierrot Le Fou)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Ginger Snaps (2000)
 
Raw (2016)
 
Bleed with Me (2020)
 

Filmkritik: „Pig“ (2021)

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PIG

Story

 
 
 
Nachdem Rob sein Ein und Alles – sein Trüffelschwein – gestohlen wurde, tut er alles, um sein geliebtes Tier wiederzufinden.

 
 
 


 
 
 

PIG – Kritik

 
 
Die Sache mit der Erwartungshaltung ist eigentlich nicht so kompliziert, trotzdem schaffen es Film-News zusammen mit Trailern immer mal wieder, dem Zuschauer eine völlig andere Richtung vorzugaukeln, als er dann am Ende bekommt. Im Falle von „Pig“ liegt genau dies auch vor, denn als erste Informationen zum Film herauskamen, sprach die ganze Filmwelt plötzlich von „John Wick mit Schwein“. Der Vergleich ist nur leider völliger Blödsinn und jeder, der sich „Pig“ aufgrund dieser Beschreibung anschaut, kann nur zwangsläufig enttäuscht werden. Hier geht es nämlich weniger um Rache, als um Sinnfindung und man bekommt keinen Actionfilm, sondern ein lupenreines Drama geboten. Löst man sich also von der Erwartungshaltung, bekommt man tatsächlich einen richtig guten Film zu sehen.
 
 
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Robin Feld hat genug von der Gesellschaft und lebt zurückgezogen in einer Hütte im Wald mit seinem Trüffelschwein. Ab und zu kommt Amir vorbei, der Lebensmittel gegen Trüffel tauscht und somit der einzige, menschliche Kontakt für Robin ist. Doch eines nachts wird das Trüffelschwein von zwei Junkies gestohlen und Robin dabei niedergeschlagen. Sofort danach macht er sich auf die Suche, doch ist er dabei auf die Hilfe von Amir angewiesen. Dieser kann natürlich nicht verstehen, weshalb das Schwein so wichtig ist, aber für Rob ist dieses Schwein das Bedeutsamste auf der Welt. Was Amir ebenfalls nicht weiß: Früher war Rob ein begnadeter Koch mit einem tadellosen Ruf. Die Story ist irgendwie schon drollig und vor allen Dingen ganz schön eigenständig. Zwar braucht man nicht unbedingt mit der größten Logik zu rechnen, denn der Film macht sich ein paar Dinge schon etwas leicht, aber trotzdem weiß das Drehbuch zu überzeugen. Das liegt daran, dass es im Grunde genommen gar nicht um das Schwein an sich geht. „Pig“ dient fast eher als eine Art der Parabel und nutzt das Schwein als eine Metapher für die einzige Liebe, die Rob in seinem Leben noch kennt. Nach für nach erfährt der Zuschauer dann auch, was es mit diesem Rob eigentlich auf sich hat.
 
 
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Hier kann man die Figurenzeichnung durchaus loben, denn unser Protagonist ist anfangs kaum zu deuten. Robin resigniert, hält nichts von der oberflächlichen Außenwelt, doch erst mit der Zeit kann man seinen Charakter greifen. Er ist nicht sofort zugänglich und muss sich erst etwas erarbeitet werden. Dass dies nicht schwer fällt, ist vor allen Dingen Nicolas Cage zu verdanken. Ob man bei „Pig“ nun wirklich von der besten Rolle seines Lebens sprechen kann, ist fragwürdig. Dafür hat der Mann einfach in der Vergangenheit schon zu tolle Leistungen dargeboten, aber es ist auf jeden Fall die eigenartigste Rolle von Cage. Das liegt daran, dass er hier bemerkenswert ruhig agiert und von seinem bekannten Overacting absolut nichts mehr übrig ist. Und Cage steht diese resignierte, lebensmüde Rolle verdammt gut. Kein Wunder, dass die Kamera oftmals an seinem Gesicht klebt, denn was er hier alleine mit seinen Augen transportiert, ist wahrhaftig großes Kino. Alex Wolff kann da natürlich nicht ganz mithalten, aber sein Amir ist ebenfalls eine gute Rolle, die souverän verkörpert wird. Die Figurenzeichnung funktioniert gerade durch das Zusammenspiel der sehr unterschiedlichen Hauptfiguren. Es gibt dann auch nur diese beiden zu sehen, denn der Rest der Darsteller übernimmt nur winzig kleine Rollen. Hier kann Adam Arkin aber immerhin in wenigen Minuten auch noch mal beweisen, wie ausdrucksstark seine Performance sein kann.
 
 
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Regisseur Michael Sarnoski gab mit „Pig“ sein Regie-Debüt, was den Film nur noch bemerkenswerter macht. Zuvor schrieb er lediglich ein paar Drehbücher (was er hier zusammen mit Vanessa Block ebenfalls tat) und drehte ein paar Kurzfilme. Die Inszenierung kann sich auf jeden Fall sehen lassen und experimentiert nicht zu viel herum. Die Aufnahmen der Kamera sind ganz gerne mal leicht verwackelt, was dem Geschehen keinen so statischen Eindruck verleiht. Ansonsten folgt man den Bildern am ehesten, weil einen die Geschichte berührt und nicht weil man visuelle Aufregung sucht. Diese gibt es nämlich auch kaum zu sehen, dafür aber eine wunderschöne Atmosphäre, die einen in ihren Bann ziehen kann. „Pig“ ist anders und besitzt immer wieder Momente, in denen man sich als Zuschauer sogar leicht irritiert vorfinden kann, aber trotzdem wirken diese Emotionen erstaunlich authentisch. Zeitweise macht der Film sogar irgendwie Spaß, selbst wenn er im Grunde genommen recht traurig erscheint und ein paar ziemlich unangenehme Szenen besitzt.
 
 
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Eine davon gibt es bald nach der Ankunft in der Stadt zu sehen und diese ist auch so ziemlich die einzige, die etwas brutaler wird. Die Freigabe ab 16 Jahren ist trotzdem fast etwas zu übertrieben, weil die Message hinter dem Ganzen keinerlei Bösartigkeit besitzt. Im ersten Drittel kommt auch noch eine kleine Portion Action vor, aber die Rache rückt schon bald in den Hintergrund und dann beschäftigt man sich viel lieber mit den Charakteren. Hier übernimmt nun das reine Drama, welches sehr gefühlvoll ist. Obwohl der Film immer in Bewegung ist und fast schon an ein Roadmovie erinnert, sind die Szenen doch fast immer ruhig gehalten. Zu Längen kommt es aber trotzdem nicht, denn dafür ist alleine die Laufzeit viel zu gering. Mit gerade mal 90 Minuten ist „Pig“ fast schon etwas zu kurz geraten. Daran bemerkt man jedoch auch, wie gut die Figuren hier funktionieren, denn man folgt ihnen jede Minute lang aufmerksam. Das ist zwar eigentlich niemals spannend und trotzdem schön kurzweilig. Der leise Score mit seinen schönen Melodien begleitet vor allen Dingen die Atmosphäre wunderbar und könnte den einen oder anderen zu ein paar Tränchen verlocken.
 
 


 
 
 

PIG – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
„Pig“ ist ein eigenartiger und merkwürdiger Film, der etwas eigenwillig erscheint, eigenständig ist und seine Geschichte losgelöst von der realen Welt erzählt. Die Dialoge sind oftmals erstaunlich simpel und besitzen dennoch ihre Tiefe. Genau so wie die Charaktere, die man Stück für Stück etwas besser kennenlernt. Gerade wegen Nicolas Cage ist das so sehenswert, denn selten bis nie hat man den Mann dermaßen ruhig und gefühlvoll agieren sehen. Die Inszenierung funktioniert, die Emotionen sitzen und das Ergebnis ist trotz mancher Trauer reichlich warmherzig und schön. Selbst ohne viel Action oder Spannung wird man hier ordentlich unterhalten, aber man muss sich eben auf ein reines Drama gefasst machen. Zu rührselig wird dieses zum Glück nie und ein gewisser Hauch von Humor liegt ebenfalls in der Luft, aber gleichzeitig auch eine Prise Nihilismus. All diese Faktoren machen „Pig“ zu einem vielseitigen Film, den vielleicht nicht jeder gut finden wird, der aber sicher nicht so schnell aus der Erinnerung verschwinden wird!
 
 


 
 
 

PIG – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Pig“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

PIG – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) LEONINE (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Pig; USA | Großbritannien 2021

Genre: Drama, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 96 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 19.11.2021

 

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PIG – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei LEONINE)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Killing of a Sacred Deer (2017)
 

Filmkritik: „The Outsiders“ (1983)

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THE OUTSIDERS

Story

 
 
 
Im Klassiker „The Outsiders“ bekämpfen sich zwei verfeindete Jugendgangs, doch im Endeffekt siegt die Erkenntnis, dass Gewalt keine Lösung ist.

 
 
 


 
 
 

THE OUTSIDERS – Kritik

 
 
„The Outsiders“ ist ein Jugendroman der Autorin Susan E. Hinton, die gleich mit ihrem ersten Buch ein enorm populäres Werk in Amerika erschuf. Der autobiografische Stoff avancierte sich zur Pflichtlektüre in den amerikanischen Schulen und ist dort auch heute noch sehr beliebt. Dass nun ausgerechnet Francis Ford Coppola, Regisseur von solch monumentalen Epen wie „Der Pate“ und „Apocalpyse Now“, 1983 eine Verfilmung von diesem Stoff tätigte, geschah nicht ohne Mitwirken von außen. Die Bibliothekarin einer Schule schrieb einen Brief an Coppola. Da „The Outsiders“ so ziemlich die einzige Lektüre war, an der auch Jungs Interesse zeigten, wünschten sich die Klassen eine ansprechende Verfilmung. Coppola, der erst 1979 mit „Der schwarze Hengst“ eine passende Jugendbuch-Verfilmung abgeliefert hatte, schien da der richtige Ansprechpartner zu sein. Und als Coppola sich „The Outsiders“ durchgelesen hatte, sah er das Potenzial für eine Verfilmung. Diese kam dann 1983 in die Kinos, allerdings in etwas anderer Form, als Coppola das gerne gehabt hätte. Die Studios empfanden seinen Film mit knapp zwei Stunden Laufzeit als zu lang für das Zielpublikum. Also wurde der Streifen auf ca. 90 Minuten heruntergekürzt. Erst 2005 brachte Coppola seine damalige Vision des Filmes unter dem Zusatztitel „The Complete Novel“ heraus. Hier gab es rund 22 Minuten mehr Material zu sehen, wobei leider auch ein paar wenige Szenen, die in der Kinofassung existierten, nicht mehr mit dabei waren. Zusätzlich wurde der Soundtrack erweitert, so dass „The Complete Novel“ noch einige Songs von Elvis Presley besitzt. 2021 bekam „The Outsiders“ nun noch eine aufwendig restaurierte Fassung spendiert, die es auch erneut in die Kinos geschafft hat. Zeit, sich mit diesem Klassiker noch mal zu beschäftigen.
 
 
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Der Film handelt von zwei rivalisierenden Jugend-Gangs. Auf der einen Seite, die der Zuschauer am nächsten erfährt, wären da die Greasers, die auf Rock’n’Roll abfahren und einen auf Rebellen machen, weil sie aus eher ärmlichen Verhältnissen stammen. Auf der anderen Seite gibt es die Socs, die sich aus wohlhabenderen Jugendlichen bilden. Die Unterschiede könnten größer nicht sein und deshalb steht Streit auf dem Tagesprogramm. Als eines Abends aus Notwehr einer der Socs umgebracht wird, soll sich das Leben aller Beteiligten drastisch ändern. Das ist gänzlich klassischer Stoff, den Hinton damals im Alter von nur 19 Jahren schrieb und er eignet sich tatsächlich wunderbar für eine Verfilmung. Dabei muss man jedoch sagen, dass Coppola in seiner Version von „The Outsiders“ eher auf Style-over-substance setzt, denn die Tiefe, welche die Vorlage hergibt, erreicht er nie. Das wurde damals auch von den Kritikern so gesehen, weshalb der Film früher kaum gute Rezensionen erhielt. Erst im Laufe der Zeit wurde daraus ein Kult-Streifen.
 
 
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Ganz sicher ist die Besetzung daran nicht ganz unschuldig, denn was man in „The Outsiders“ an Schauspielern sieht, kann jedem Nostalgiker eine Gänsehaut bescheren. C. Thomas Howell, Matt Dillon, Ralph Macchio, Patrick Swayze, Rob Lowe, Emilio Estevez und Tom Cruise gaben sich die Ehre als Greasers. Allerdings waren sie damals alle noch sehr jung und kaum einer von ihnen war ein großer Name in Hollywood. Eine Sache, die sich in den kommenden Jahren stark ändern sollte und gerade deshalb ist es eine Freude sich „The Outsiders“ auch heute noch anzusehen. Howell und Macchio spielen definitiv die größten Rollen und machen das ordentlich, aber auch Dillon und Swayze konnten schon damals mit enormen Charisma punkten. Der Rest ist eher weniger zu sehen und andere Darsteller spielen auch keine größere Rolle, aber alleine wegen diesen ganzen Namen macht der Film selbst knapp 40 Jahre später noch immer Spaß.
 
 
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Die Figurenzeichnung hingegen ist doch deutlich flacher ausgefallen, denn leider schöpft Coppola auch hier nicht das Potenzial aus, was aber sicher auch mit am Drehbuch liegt, welches man einfach tiefgründiger hätte schreiben können. Man muss die Vorlage nicht kennen, um zu erahnen, welche Rolle die verschiedenen Charaktere in „The Outsiders“ übernehmen. Die Verfilmung macht es sich in diesem Punkt ziemlich leicht und dient dem Publikum vor allen Dingen mit einem: Mit reichlich Schmalz. Ja, es wird nicht gerade geringfügig kitschig und sentimental. Das alleine soll allerdings nicht das große Problem sein und hätte ja eigentlich sogar gepasst. Viel schlimmer ist, dass die Emotionen beim Publikum einfach nicht so richtig ankommen. Für ein Drama bzw. ein Melodram ist das deutlich zu wenig. Die Figuren tun einem ein wenig Leid und was dort geschieht, ist manchmal leicht dramatisch, doch für echte Emotionen reicht dies kaum aus. Da es nebenbei jedoch selten Anflüge von Humor gibt, fühlt man sich von den Gefühlen etwas enttäuscht. Hier wäre definitiv mehr drin gewesen. Wenn der emotionalste und ehrlichste Moment erst ganz zum Schluss geschieht, fragt man sich, was die ganzen Szenen zuvor eigentlich sollten.
 
 
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Diese sind natürlich in erster Linie für Francis Ford Coppola höchstpersönlich da, denn was „The Outsiders“ an Tiefe nicht hergibt, macht er mit seinen Bildern wieder wett. Die Inszenierung ist ein Traum und die Optik könnte besser gar nicht sein. Man fühlt sich sofort wie in einem Film der 80er Jahre, wobei dieser einen dann wiederum bestens in das Zeitalter der 60er wirft. Da dürfen auch zahlreiche Anspielungen auf Klassiker nicht fehlen. Für den Cineasten sicher eine wahre Freude. Coppola macht aus der doch relativ simplen Geschichte einen epischen Stoff, so wie man das damals von ihm gewohnt war. Seine Inszenierung ist toll und entwirft Szenen, die sich in die Netzhaut brennen. Aus handwerklicher Sicht ist „The Outsiders“ auch heute noch ein echter Genuss, denn hier sieht einfach alles genial aus. Dass die Inszenierung dabei auf völlig theatralische Übertreibung setzt, passt zu Coppola. So muss es bei der finalen Schlägerei natürlich regnen, doch wenn das Ergebnis so wunderbar aussieht, dann soll das auch einfach so sein.
 
 
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Der Director’s Cut ist dabei die klar zu empfehlende Version, denn selbst wenn es schon hier an Tiefe mangelt, bekommt man doch noch mehr Hintergründe zu den Verhältnissen der Greasers und der Socs geboten. Außerdem ist diese Version mit seinen knapp zwei Stunden Laufzeit auch keineswegs zu lang geraten. Es ist schon erstaunlich, wie wenig man der Jugend schon Anfang der 80er Jahre zugetraut hat. Zu Längen kommt es eigentlich nie, weil alle Szenen ihre Berechtigung besitzen. Fast schon ist man geneigt zu sagen, dass noch mehr Laufzeit besser gewesen wäre. Gerade die ruhigen Momente besitzen ihre gewisse Melancholie und Nachdenklichkeit. Auf Action setzt „The Outsiders“ zwar sowieso eher weniger, aber meistens ist doch relativ viel los und das Tempo ist recht hoch. Hier passt dann natürlich auch der überarbeitete Soundtrack bestens.
 
 


 
 
 

THE OUTSIDERS – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
„The Outsiders“ ist ein Stück 80er-Jahre-Nostalgie, welches sich seinen Kult-Ruf erst erarbeiten musste und heute viel weniger kritisch aufgenommen wird, als damals noch. Die Geschichte ist sehr simpel, kommt mit guter Moral daher, wird im Film aber nicht so intensiv behandelt, wie man das hätte tun können. Allgemein geht es gerne mal kitschig zur Sache, aber gerade weil die Inszenierung so perfekt ist, verzeiht man das gerne. Außerdem wäre da ja noch dieser beeindruckende Cast. So viele angehende Superstars sieht man selten zusammen. Die Emotionen sitzen leider nicht so richtig und allgemein bleibt „The Outsiders“ ein recht oberflächlicher Film, der nicht mal in der längeren Fassung zu viel mehr Tiefe führen kann, doch aufgrund der echt tollen Atmosphäre wiegt das nicht so schwer. Jeder, der ein Faible für 80er-Jahre-Filme hat, kommt an diesem Klassiker eigentlich kaum vorbei!
 
 


 
 
 

THE OUTSIDERS – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „The Outsiders“ ist ungeschnitten und frei ab 12 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE OUTSIDERS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) ARTHAUS | STUDIOCANAL (2 Blu-rays im KeepCase)

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(c) ARTHAUS | STUDIOCANAL (2 UHDs + 2 Blu-rays im Digipack)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Outsiders; USA 1983

Genre: Drama, Krimis

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 115 Minuten

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase (Blu-ray) | Digipak im Schuber (4K-UHD)

Extras: Disc 1: Blu-ray Director’s Cut (The Complete Novel) (HD, ca. 115 Min.), Über die Restaurierung: Interviews, Geschnittene Szenen, Einführung von Francis Ford Coppola, “Outsider Looking In” – neues Interview mit Francis Ford Coppola über Schlüsselszenen eines Kultfilms, Featurette “Old House New Home” – Ein Museum für die “Outsiders”, Trailer, Audiokommentare, Featurette “Stay Gold”: Ein Blick zurück auf The Outsiders, Disc 2 Blu-ray: Kinofassung (HD, ca. 91 Min.), S.E. Hinton am Drehort in Tulsa, Das Casting der “Outsiders”, NBC’s News Today von 1983, ‚The Outsiders‘ Started by School Petition, Sieben Teammitglieder (Lowe, Swayze, Howell, Dillon, Macchio, Garret and Lane) lesen Auszüge aus dem Roman, Geschnittene und erweiterte Szenen, Kinotrailer von 1983

Release-Termin: KeepCase + Digipack: 11.11.2021

 

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THE OUTSIDERS – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei ARTHAUS | STUDIOCANAL)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
… denn sie wissen nicht, was sie tun (1955)
 
Rumble Fish (1983)
 
Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers (1986)