Filmkritik: „Gallows Hill“ (2013)

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GALLOWS HILL

(THE DAMNED)

Story

 
 
 
Ein Unwetter macht fünf Reisenden einen Strich durch die Rechnung. Sie suchen Unterschlupf in einem verlassenen Hotel und stoßen dort auf das ultimativ Böse …
 
 
 


 
 
 

GALLOWS HILL – Kritik

 
 
 
Wirft man den Namen VICTOR GARCIA in die Horror-Runde, dürften sich bei dem ein oder anderen wutentbrannten Horrorfan zügig die Zehennägel krümmen. Seitdem der Regisseur eine besondere Leidenschaft für billige Videofortsetzungen erfolgreicher Horror-Hits entwickelt hat, läuten bei Freunden düsterer Unterhaltung die Alarmglocken sobald ein weiteres Werk bei ihm in der Mache ist. Für die, die vielleicht nicht so mit Filmen bewandert sind: GARCIA lies nach Ajas Hochglanz-Remake MIRRORS im Jahr 2010 ein überflüssiges Video-Sequel folgen und ist zudem für die Zelluloid-Katastrophen HELLRAISER: REVELATIONS (2012) und RETURN TO HAUNTED HILL (2007) verantwortlich. Umso verwunderlicher, dass der gebürtige Spanier mit seinem neusten Horror-Flick etwas Eigenständiges gedreht hat, bei dem zur Abwechslung kein bekanntes Filmfranchise dahintersteckt. Anders als erwartet, macht GARCIA jetzt was Eigenes. Sein neuster Streifen erzählt von Besessenheit und Geistern und orientiert sich – welch Zufall – erneut bei einem ganz großen Klassiker der Horrorfilmwelt: EVIL DEAD. Sein GALLOWS HILL (der international unter THE DAMNED vermarktet wird) ist quasi eine Light-Version des berüchtigten Originals, dem im vergangenen Jahr eine Neuverfilmung zuteil wurde, die international reichlich Kasse machen konnte. GARCIA bereichert sich der Erfolgszutaten des EVIL DEAD Remakes und ändert diese ein klein wenig ab, damit nicht so offensichtlich ins Gewicht fällt, dass selbst kaum Ideen vorhanden gewesen waren. So wurde aus der klapprigen Hütte im Wald ein finsteres Hotel und das Buch der Toten wurde durch einen wütenden Geist ersetzt, der von den Protagonisten unbeabsichtigt aus seinem Gefängnis befreit wird und sich den Körpern seiner Retter bemächtigt.
 
Macher VICTOR GARCIA entführt den Zuschauer nach Kolumbien wo eine Gruppe von fünf Menschen nach einem Autounfall Zuflucht in einem geschlossenen Hotel suchen. Der Besitzer tut sich anfangs schwer die Hilfesuchenden aufzunehmen, lässt sich jedoch erbarmen und bietet den fünf Durchreisenden Unterschlupf. Schon bald vernimmt die Gruppe beunruhigende Stimmen, die aus dem Kellergeschoss dringen und zum Erkunden der Herberge einladen. Die Schnüffeleien führen zum Erfolg: In einem kleinen Raum unter dem Haus befreien die Gäste ein kleines Mädchen, dass sich hier unten sich selbst überlassen wurde. Der Hausherr findet die Rettungsaktion jedoch gar nicht erfreulich, haust doch in dem Kinderkörper der Geist einer bösen Hexe, die sich nun freigelassen den Körper der Zufluchtsuchenden bemächtigt, um sie gegeneinander aufzubringen. Was folgt, kennt man bereits aus Filmen wie Carpenters THE THING oder Rodriguez THE FACULTY: Niemand ist sich seines Lebens mehr sicher, schließlich bleibt meist gut verschleiert, in welchem Körper der Geist als nächstes schlummert.
 
GARCIA schafft mit GALLOWS HILL das, was vermutlich kaum jemand vermutet hätte. Nach seinen bisher missglückten Ausflügen ins Horror-Geschäft hat der Spanier doch noch einen brauchbaren Streifen abgeliefert, der um Welten besser ist als das, mit dem er die Filmwelt bisher gequält hat. Trotz dreistem Ideenraub beweist der Regisseur, dass er ein talentiertes Händchen für stimmige Bilder besitzt. Düstere Flure, spartanisch eingerichtet Zimmer, vergilbte Tapeten und lichtarme Settings lassen schnell unangenehme Atmosphäre aufkommen, die dem Streifen einen soliden Gruselpegel bescheren. GARCIA fällt nicht gleich mit der Tür ins Haus. Die Geschichte entwickelt sich gemächlich und überrascht dennoch mit einem stetigen Spannungsaufbau, der gekonnt verschleiert, worauf GALLOWS HILL nun eigentlich hinauslaufen will. Ist das Gröbste abgehakt, geht’s dennoch zur Sache und das Tempo wird konsequent angezogen. Ein höherer Splatter-Zoll hätte dem Treiben hierbei sichtlich besser gestanden. Denn anders als im blutreichen Teufelstanz von SAM RAIMI hält sich GARCIA dezent zurück mit der Zurschaustellung splattriger Raffinessen. Die Gewalt hält sich in Grenzen. Neben einigen Verwandlungs-CGI’s und Gewehreinschüssen ist von gewinnbringender Filmgewalt kaum etwas zu verzeichnet. Somit eignen sich GALLOWS HILL vor allem für zartbesaitete Gemüter, die sich einen kurzweiligen Gruselabend bescheren wollen, ohne gleich mit permanentem Brechreiz rechnen zu müssen. Auch wenn GALLOWS HILL des Öfteren an EVIL DEAD erinnert: Für Fans der härteren Filmgattung ist GALLOWS HILL leider vollkommen unbrauchbar.
 
 
 


 
 
 

GALLOWS HILL – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein kurzweiliges Gruselvergnügen für Fans klassisch erzählter Angstmacher. GALLOWS HILL hat all das, was konventionell erzählte Horrorfilme benötigen: Ein Haus mit einem düsteren Geheimnis, zahlreiche Schreckmomente und wohlige Gruselatmosphäre, die sich langsam ihren Weg durch eine stimmig inszenierte Geschichte bahnt. Eine überschaubare Anzahl unappetitlicher Szenen runden das gelungene Gesamtpaket ab und machen aus dem Geister-Besessenheits-Flick einen soliden Grusler ohne Längen. Nach überflüssigen Videofortsetzungen bekannter Horror-Hits hätte vermutlich niemand daran geglaubt, dass der Spanier VICTOR GARCIA doch noch einen halbwegs brauchbaren Film drehen würde. Seine Light-Version des kultigen EVIL DEAD ist nämlich ein stimmig-kurzweiliges Horrorfilmchen geworden, das sich geradezu für einen Gruselabend mit Freunden eignet – mehr aber auch nicht. Immerhin stimmt die Richtung. Die sollte GARCIA auf jeden Fall für künftige Werke beibehalten. Dass er einen Blick für stimmige Bilder besitzt, lässt sich nämlich nicht von der Hand weisen. Kombiniert er den mit interessanteren und vor allem weniger abgedroschenen Filmthemen, dürfte einen neuer Schauer-Hit ins Haus stehen.
 
 
 


 
 
 

GALLOWS HILL – Zensur

 
 
 
GALLOWS HILL (oder THE DAMNED so wie er im Ausland vermarktet wird) ist kein sonderlich blutiger Film. Es gibt einige Gewehreinschüsse zu sehen, ein spitzer Gegenstand wird durch das Auge eines Protagonisten gejagt und einem Filmcharakter wird das Genick gebrochen. Hierzulande hat es der Film dennoch ungeschnitten mit FSK16 in den Handel gebracht. Demnach kann der Filmfan bedenkenlos zugreifen, ohne Angst haben zu müssen, geschnittens Filmmaterial zu erwerben.
 
 
 


 
 
 

GALLOWS HILL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Sunfilm / Tiberius Film GmbH

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Gallows Hill; USA 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1, Englisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 @24 Hz (1080p)

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Making of, Interviews, Trailer

Release-Termin: 04.12.2014

 

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GALLOWS HILL – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Besessen – Der Teufel in Mir (2012)
 
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Filmkritik: „Speak No Evil“ (2013)

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SPEAK NO EVIL

Story

 
 
 
In einer Kleinstadt verschwinden die Kinder spurlos. Als sie wieder auftauchen gieren sie nach dem Blut der Erwachsenen …
 
 
 


 
 
 

SPEAK NO EVIL – Kritik

 
 
 
Das amerikanische Multitalent ROZE hat ein Herz für strebsame Indie-Regisseure, die vehement daran arbeiten möglichst kreative Filme an den Zuschauer bringen zu wollen. Mit seiner Internetseite mindplate.tv eröffnet er all jenen Filmschaffenden die Möglichkeit, dass deren Werke auch von einem größeren Publikum in Nordamerika gesehen werden können. Ganz nebenbei soll mit seiner Plattform auch eine Basis für unabhängige Filmemacher geschaffen werden, mögliche Investoren für interessante Projekte gewinnen zu können, schließlich ist es meist für noch unbekannte Regisseure ohnehin schon schwer genug Filme zu finanzieren oder überhaupt einen Fuß in die Filmwelt zu bekommen. ROZE, der selbst seit 2002 Filme schreibt, dreht und produziert ist eigentlich ganz unfreiwillig zum Film gekommen. Bevor er seine neue Bestimmung fand, sah er sich eigentlich als Musiker. Weil er sich jedoch das Handgelenk brach und nicht mehr Gitarre spielen konnte, suchte er nach beruflichen Alternativen und landete an einer Filmhochschule. Es folgten Kurzfilme, Werbespots und 2010 schließlich der erste abendfüllende Langfilm: DEADFALL TRAIL. Drei Jahre später hatte ROZE bereits den zweiten Spielfilm abgedreht, der unter dem Titel SPEAK NO EVIL nun auch auf der eigenen Vermarktungsplattform zum Kauf angeboten wird und mit Sicherheit recht zügig internationale Publisher finden dürfte.
 

„What are you willing to sacrifice to overcome your fear and defeat evil?“. I believe we are willing to sacrifice our child in America and I believe we have.

(ROZE)

 
Der Regisseur ist dem Horrorfilm treu geblieben und führt in SPEAK NO EVIL mehrere Subgenres zusammen. Neben Elementen aus Zombie- und Okkultismusfilmen findet auch Besessenheitsthematik Verwendung, die auch Jahrzehnte nach DER EXORZIST immer mal wieder im Horrorfilm die Runde macht. Um den Anspruch zu wahren, hat ROZE zudem an Gesellschaftskritik gedacht, die sich subtil durch die Geschehnisse der zweifelhaften Geschichte schleicht, schließlich muss das kaltblütige Auslöschen hilfloser Kinder dann doch irgendwie begründet werden. Ähnlich wie in Serradors EIN KIND ZU TÖTEN (1976), dem zugehörigen Remake COME OUT AND PLAY (2013) oder Kings KINDER DES ZORNS (1984) sind es gut behütete Kids, die zum Mittelpunkt des Streifens gemacht werden und sich nicht gerade zimperlich gegen die Erwachsenen einer Kleinstadt zur Wehr setzen. Der Dämon Adramelech muss als Indikator herhalten, um ein gar blutiges Massaker an einigen Kindern zu rechtfertigen, die unter seinen Einfluss beginnen an ihren Erziehungsberechtigten herumzuknabbern. Dass die Eltern in letzter Konsequenz nur noch das teils drastische Auslöschen der Schützlinge als Lösung sehen, um dem Spuk ein Ende bereits zu können, ist aufgrund der ziemlich zeigefreudigen Splatter-Szenen schon als arg geschmacklos zu betiteln. In einem Interview erklärte der Regisseur, dass er stets darum bemüht ist kritische Botschaften in seine Werke einfließen zu lassen. Im Falle von SPEAK NO EVIL hält er dem Zuschauer den Spiegel vor Augen und zieht Parallelen zum aktuellen Zeitgeschehen. Laut seiner Erkenntnis lässt sich das unmenschliche Vergehen der Eltern im Film auch auf die Realität übertragen. So ist er fest davon überzeugt, dass seine amerikanischen Landsleute nicht davor zurückschrecken würden, den eigenen Nachwuchs zu opfern, um sich selbst in Sicherheit wähnen und Böses vernichten zu können. Eine gewagte These, die jedoch gerade aufgrund der jüngsten US-Kriegeinsatz-Problematiken in Afghanistan und im Irak an Brisanz gewinnt. Nicht selten ziehen meist junge Soldaten angetrieben vom Applaus der stolzen Eltern furchtlos in den Krieg und werden später als schwer traumatisierte Zombies erneut in die Gesellschaft eingegliedert. Dass viele der Kriegsheimkehrer nach dem Einsatz eine Menge Zeit benötigen, um das Erlebte verarbeiten zu können, wird meist nicht ohne Grund von der amerikanischen Regierung verschwiegen.
 
SPEAK NO EVIL erzählt die Geschichte der alleinerziehenden Mutter Anna, die mit ihrem neuen Freund und Tochter Joey versucht über die Runde zu kommen. Eines Abends beobachtet die Tochter, wie ein seltsames Wesen aus dem Boden krabbelt – wenig später ist Joey verschwunden. Für die Eltern entwickelt sich die Situation zum Albtraum, scheint es keine Anhaltspunkte für das mysteriöse Verschwinden der Tochter zu geben. Doch Joey ist nicht einzige, die nicht mehr auffindbar ist. Allen Erwachsenen des Ortes ist ähnliches Schicksal widerfahren – die Kinder sind wie vom Erdboden verschluckt, so dass ein Suchtrupp aufgestellt wird, der nach den Kids suchen soll. So schnell wie sie verschwunden waren, tauchen die Schützlinge wenige Zeit später auch wieder auf. Ganz zur Freude aller Eltern, die aber bald feststellen müssen, dass sich der Nachwuchs wie ausgewechselt verhält. Ein grauenvoller Dämon hat sich der Kinder bemächtigt, die nun von Boshaftigkeit besessen beginnen den Heimatort zu terrorisieren. Als die ersten Erwachsenen den Angriffen der Minderjährigen erliegen und sich die Eltern nicht mehr zu wehren wissen, schmiedet man einen teuflischen Plan. Währenddessen ist Mutter Anna fest davon überzeugt, die eigene Tochter aus den Klauen des Dämons retten zu können.
 
Knapp 150.000 Dollar hat der Regisseur für sein Zweitwerk ausgegeben. Wie so oft bei Indie-Flicks steht das minimale Budget im direkten Vergleich zum fertigen Film in keinem Verhältnis, denn auch Filmemacher ROZE hat es geschafft, dass sein SPEAK NO EVIL nach bedeutend mehr ausschaut, als man anfänglich vermuten würde. Doch dazu nicht genug. Seit seinem Erstling DEADFALL TRAIL hat sich einiges getan. Die für einen Horrorfilm obligatorischen Ekelmomente befinden sich auf einem erstaunlich hohen Niveau. So greift man bei den Make-up und Matscheffekten auf Handgemachtes zurück und beschränkt sich auf nur wenige Computeranimationen. Auch im Fall von SPEAK NO EVIL kommt dem Film der ungeschliffene Indie-Look gelegen, der sich durch den gesamten Streifen zieht. Die lose Kamera schwirrt permanent um die Protagonisten und ist immer nah am Geschehen. Sie nimmt die Beobachterposition ein und suggeriert dem Zuschauer, Teil der mysteriösen Ereignisse zu sein. Auch wenn das Treiben recht schnell ein ordentliches Tempo entwickelt und der Film von einem permanenten Gefühl des Unbehagens begleitet wird, mangelt es dem Drehbuch an Feintuning. Eine Charakterentwicklung gibt es nicht und die teils konfuse Geschichte gerät sehr bald in Erklärungsnot. Zudem ist GABRIELLE STONE als alleinerziehende Mutter Anna zwar darum bestrebt die Geschichte zu tragen; eine sympathische Heldin verkörpert sie jedoch mit ihrer unnahbaren Art leider nicht.
 
Die eigentlichen Stars des Streifens sind hier erstaunlicherweise die Kinder, die sich in SPEAK NO EVIL ihren Weg durch die Stadt beißen und schreien. Letzteres geht dann doch schon arg durch Mark und Bein, wenn eine bemitleidenswerte Kreatur wie Vieh an eine Leine gehalten wird und einen fragwürdigen Exorzismus über sich ergehen lassen muss. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die kindlichen Schauspieler bei weitem mehr Talent beweisen, als ihre erwachsenen Schauspielkollegen. Einige derer haben vermutlich während der Dreharbeiten nicht verstanden, dass SPEAK NO EVIL ein Horrorfilm werden sollte. Anders lässt sich wohl nicht erklären, warum in Momenten der Angst Dialoge mit einem verschmitzten Grinsen in die Kamera gequasselt werden.
 
 
 


 
 
 

SPEAK NO EVIL – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein schockierendes Horror-Spektakel, was uns da Drehbuchautor, Regisseur und Produzent ROZE mit SPEAK NO EVIL auftischt, denn in diesem Horror-Schocker werden Kinder von einer höheren Macht gesteuert und gegen die Erwachsenen des Films aufgehetzt. Regisseur ROZE geizt nicht mit blutigen Details und macht den Zuschauer zum unfreiwilligen Zeugen eines äußerst kontroversen Schlachtspektakels, das sogar noch mit einem äußerst makabren Abschlusstwist aufwartet. Für knapp 150.000 Dollar hat Macher ROZE einen ganz passablen Indie-Trip gebastelt, der jedoch wie so oft bei unabhängigen B-Filmen mit so einigen Schwächen zu kämpfen hat. Zwar passt die Gruselstimmung; die schauspielerischen Leistungen der erwachsenen Protagonisten wirken jedoch im Gegensatz zu ihren kindlichen Schauspielkollegen oftmals sehr unbeholfen. Außerdem leidet das Drehbuch unter der teils sehr konfusen Geschichte, die mehr Fragen aufwirft, als Antworten zu geben. In Anbetracht des mageren Budgets sind die Defizite jedoch zu verschmerzen, denn trotz Mankos ist SPEAK NO EVIL immer noch besser, als das was sonst üblicherweise aus dem Indie-Sektor kommt. Wir meinen: SPEAK NO EVIL ist ein beunruhigender Horror-Thriller in der Machart von KINDER DES ZORNS, DAS DORF DER VERDAMMTEN und COME OUT AND PLAY. Fans ungeschliffener Indie-Grusler greifen zu; Mainstream-Gucker bleiben dagegen fern.
 
 
 


 
 
 

SPEAK NO EVIL – Zensur

 
 
 
Die Freigabe der FSK scheint im Falle von SPEAK NO EVIL willkührlich zu sein. Gerade weil hier recht grafisch Kinder vor der Linse getötet werden, hätten ähnlich gelagerte Film vor einigen Jahren noch arge Probleme bekommen. Die Gewalt wird teils roher als in COME OUT AND PLAY dargestellt. Trotzdem wurde SPEAK NO EVIL bereits für Jugendliche ab 16 Jahren freigegben. Ungeschnitten! Das verstehe wer will.
 
 
 


 
 
 

SPEAK NO EVIL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Mad Dimension

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Speak No Evil; USA 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 74 Min.

FSK: FSK 16

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: 27.02.2015

 

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SPEAK NO EVIL – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
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