Filmkritik: „Aquaslash“ (2019)

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AQUASLASH

Story

 
 
 

Wasserrutsche des Grauens. Die wird in ein Mordwerkzeug umfunktioniert und zerteilt Planschgäste in kleine Stück.

 
 
 


 
 
 

AQUASLASH – Kritik

 
 
 
Der Regisseur von DISCOPATH ist zurück. Der lieferte vor einigen Jahren mit der Horror-Hommage an die 1970er ungewöhnlichen Genre-Stuff ab, der auf einschlägigen Filmfestivals gut abschnitt. Nachdem der Erstling selbst finanziert werden musste, tat sich der Regisseur diesmal mit den Produzenten von GAME OF DEATH zusammen – offenbar, weil die wissen, wie man Mord und Totschlag gut in Szenen setzen muss. Leider ist das Ergebnis keine Sternstunde des Horrorfilms. Was als spaßige Hommage an das Slasher-Kino der 1980er beginnt, verliert seinen Humor zu schnell aus den Augen und quält sein Publikum mit potenten Macho-Boys und willigen Bikini-Girls. Die wollen nicht schreien, wimmern und sterben, sondern saufen, feiern und durch die Betten hüpfen. Für einen Horrorfilm fatal.
 
 
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Was wäre ein Abschlussjahr ohne Abschlussfeier? Für einige Abiturienten der Grund, die bestandenen Prüfungen in einem Wasserpark zu feiern. Zwar gab es da vor einigen Jahren einen merkwürdigen Unfall, aber das hält die Meute nicht davon ab, den Abschluss mit Party, Sex und Drogen zu feiern. Doch jemand meint es nicht gut mit den Feiernden. Der sabotiert die Wasserrutsche des Parks und sorgt so für ein Blutbad. Da stellt sich glatt die Frage, wer solch boshafte Gedanken hegt. Man sollte gar nicht erst anfangen zu raten. Die Auflösung ist so weit hergeholt, darauf kommt man definitiv nicht.
 
 
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Was aussieht, wie eine Fortsetzung zum Splatter-Spaß PIRANHA 2 ist gar nicht so spaßig, wie man nach Sichtung des Trailers erwarten würde. AQUASLASH ist ein Slasher, der sein ganzes Pulver erst in den letzten 15 Minuten verschießt. Wo andere Horrorfilme gleichen Kalibers kreative Morde über den gesamten Film verteilen, reduzieren sich diese auf das Finale. Bis dahin herrscht Langeweile. Da wird gebaggert, geknutscht, gefummelt und gekokst. Das ist weder spannend noch unterhaltsam. Regisseur RENAUD GAUTHIER fokussiert zu lang und zu intensiv Teenager-Probleme und macht sich damit bei Horrorfans keine Freunde. Die wollen Blut sehen, werden aber stattdessen mit Alphamännchen-Gehabe und Blondinen-Gegacker genervt. Slasher sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.
 
 
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Immerhin gibt es Rot im Finale und das reichlich. Hier wird dick aufgetragen und es wird zehn volle Minuten gesplattert. Die Effekte sind gelungen und kommen nicht aus dem Computer. Da werden Klingen in einer Wasserrutsche platziert und so Körperteile oder Köpfe abgetrennt. An Zynischmus wird nicht gespart. Leider macht all das den Kohl nicht mehr fett. Der handwerklich professionell getrickste Blutrausch kommt zu spät, denn die meisten Zuschauer dürften wegen Ereignislosigkeit bereits vor der blutigen Krönung abgeschalten haben. Vermutlich enttäuschend für das Spezialeffekte-Team. Das nennt sich BLOOD BROTHERS, macht seinem Namen alle Ehre und hätte sich wohl durch den hausgemachten Blut-Cocktail-Mix mehr Aufmerksamkeit gewünscht. Zuletzt sorgten die mit Gemansche im rasanten Retro-Hit TURBO KID für Aufsehen und zeigten eindrucksvoll, was mit Spezialeffekten alles möglich ist. Im direkten Vergleich dazu ist AQUASLASH eine Schlaftablette.
 
 
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AQUASLASH – Fazit

 
 
5 Punkte Final
 
 
Blutrote Hommage an die Slasher-Filme der 1980er, die lustig hätte werden können. In AQUASLASH wird eine Wasserrutsche in ein Mordwerkzeug umfunktioniert. Darin werden Menschen zu Fischfutter verarbeitet. Leider nutzt Regisseur RENAUD GAUTHIER die Möglichkeiten nicht aus und zeigt zu viel Gerede um den heißen Brei, statt endlich mal zum Punkt zu kommen. Da bekommt der Zuschauer eine konfuse Handlung aufgetischt, die über weite Strecken völlig die Slasher-Handlung aus den Augen verliert und sich mit Teenager-Problemen beschäftigt. Das Ergebnis: Langeweile. Für einen Film, dessen Handlung auf einen Bierdeckel passt und der eine Laufzeit von etwas mehr als einer Stunde besitzt, ist das schon eine Meisterleistung.
 
 
 


 
 
 

AQUASLASH – Zensur

 
 
 
Bis zum Finale passiert kaum etwas. Es wird hauptsächlich geredet, gefeiert und getrunken. Erst im Finale geht das große Sterben los. Dann wird reichlich gesplattert. Weil aber die Morde sehr übertrieben und teils ironisch zelebriert werden, darf man von einer ungeschnittenen Freigabe ab 16 Jahren ausgehen.
 
 
 


 
 
 

AQUASLASH – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen stammen von Black Mandala)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
2001 Maniacs (2005)
 
Swimming Pool – Der Tod feiert mit (2000)
 
Piranha 2 (2012)
 

Filmkritik: „Sant Martí“ (2018)

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SANT MARTÍ

Story

 
 
 

Einige Durchreisende erleben im ländlichen Katalonien die Hölle auf Erden.

 
 
 


 
 
 

SANT MARTÍ – Kritik

 
 
 
Barcelona, Madrid und Malaga – moderne Vorzeigestädte mitten in Spanien, die jährlich Millionen Besucher anlocken, um Spaniens Kultur entdecken zu können. Doch im Hinterland geht es weniger zivilisiert zu. Dort wo Menschen in einfachsten Verhältnissen hausen müssen und sich von der spanischen Regierung in Stich gelassen fühlen, herrscht ein rauer Ton. Hier trauen sich keine Touristen hin. Wenn doch, werden diese gejagt, gefoltert und zerteilt – zumindest, wenn es nach den Filmemachern DAVID C. RUIZ und ALBERT VALÈNCIA geht. Die haben mit dem ersten Spielfilm Schubladendenken auf Zelluloid gebannt und wollen mit Backwood-Horror im Genre Fuß fassen. Damit wären sie nicht die Ersten. Mittlerweile hat sich der Horrorfilm etabliert und vielen Regie-Newcomern zu interessanten Arbeiten im Filmgeschäft verholfen. Ob das auch den oben genannten Newcomern mit SANT MARTÍ gelingt?
 
 
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Ein Rockfestival. Das ist das Ziel zweier Freunde. Die können es kaum erwarten das Wochenende über durchzufeiern. Unterwegs gabelt man zwei attraktive Anhalterinnen auf, die ebenfalls zur gleichen Veranstaltung wollen. Doch das Glück meint es nicht gut mit den jungen Leuten. Der Bus gibt den Geist auf und kommt in der Einöde zum Erliegen. Gott sei Dank bringt ein Einheimischer die Gestrandeten in einen kleinen Ort, der zurecht auf keiner Karte zu finden ist. Fluch oder Segen? Horrorfans wissen spätestens seit dem BLUTGERICHT IN TEXAS, dass mit verdorbenen Stadtmenschen in verschlafenen Ortschaften kurzer Prozess gemacht wird. In der Tat wartet der auch auf unsere Freunde. Die verhalten sich alles andere als ehrenwert und bringen sich so in große Gefahr.
 
 
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Atmosphärisch, düster und schmuddelig – aber weit hinter den Möglichkeiten. SANT MARTÍ ist der erste katalonische Backwood-Slasher überhaupt und orientiert sich in der Machart am Bay-Remake zum berüchtigten KETTENSÄGENMASSAKER von 2003. Das bedeutet: gammelige Häuser, dreckige Gassen und einfache Menschen, die fern der Zivilisation eigenen Gesetzen folgen. Eigentlich gute Voraussetzungen für ungemütliche Filmunterhaltung, zumal die Regisseure DAVID C. RUIZ und ALBERT VALÈNCIA penibel darauf achten, dass ihr Langfilmdebüt einen möglichst hochwertigen Eindruck hinterlässt. Leider folgt der ansprechend gefilmte Streifen zu verkrampft den vorhersehbaren Regeln des Hinterwäldler-Genres und lässt so kaum Raum für Neuerungen zu. Das bedeutet: hormongesteuerte Stadtmenschen geraten an ungebildete Leute vom Land, die natürlich im Hinterland nichts anderes kennen, als Durchreisende abzuschlachten. Ganz schön langweilig – vor allem auch deshalb, weil sich die Macher hinter SANT MARTÍ partout nichts einfallen lassen wollen, um irgendwie von bekannten Pfaden abzukommen. Die Folge: sattgesehene Verläufe, vorprogrammierte Klischees und austauschbare Stereotypen. Wer alle Teile der WRONG TURN-Serie und der TEXAS CHAINSAW MASSACRE-Reihe gesehen hat, dürfte sich schnell unterfordert fühlen.
 
 
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Worin SANT MARTÍ aber am meisten enttäuscht ist der Faktor Gewalt. Während in den letzten Filmen rund um Killer LEATHERFACE das Blut in Strömen floss und im Zuge der französischen Terrorwelle ein neues Kapitel in Sachen Filmgewalt aufgeschlagen wurden, macht SANT MARTÍ die sprichwörtliche Kehrtwende. Wer mit Backwood-Horror Aufmerksamkeit erregen möchte, sollte seine Figuren unmenschlich behandeln und möglichst lang leiden lassen. Da muss die Kamera allgegenwärtig sein und jede Grausamkeit detailliert festhalten. Regeln, die hätten dabei helfen können SANT MARTÍ zum neuen FRONTIER(S) zu machen. Doch die Macher DAVID C. RUIZ und ALBERT VALÈNCIA entscheiden sich – vermutlich auch des Budgets wegen – für eine seichtere Gangart. Das bedeutet, dass selten fiese Gewalteinlagen auf der Leinwand zelebriert werden. Stattdessen wird weggeblendet, wenn es ans Eingemachte geht. Eine Kamerafahrt über abgesägte Beine ist der Höhepunkt dieses spanischen Slasher-Flicks und macht den technisch souverän abhandelten SANT MARTÍ dann eher zu einem austauschbaren Horrorfilm über den Morgen schon niemand mehr sprechen wird. Schade!
 
 
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SANT MARTÍ – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Die katalonische Antwort auf Bays Remake zum legendären TEXAS CHAINSAW MASSACRE. SANT MARTÍ ist eine professionelle Produktion aus Spanien, die atmosphärisch gut vorlegt, aber inhaltlich nichts wagt. Das bedeutet, dass die Newcomer DAVID C. RUIZ und ALBERT VALÈNCIA weder frischen Wind in das mittlerweile angestaubte Backwood-Horror-Genre bringen, noch in Sachen Gewalt neue Maßstäbe setzen. Was folgt, ist Hinterwälder-Horror nach Schema F. Immerhin bringen einige überspitzte Anspielungen auf das ländliche Katalonien hin und wieder zum Schmunzeln. Muss man dennoch nicht unbedingt gesehen haben.
 
 
 


 
 
 

SANT MARTÍ – Zensur

 
 
 
SANT MARTÍ hält sich für einen Backwood-Slasher in Sachen Gewalt sehr zurück. Meist bekommt man nur das Resultat eines Mordes zu sehen oder die Kamera blendet weg, wenn es zu blutig wird. Das dürfte der hiesigen FSK gefallen. SANT MARTÍ hat in der ungeschnittenen Form einen roten FSK-Flatschen erhalten. Hierzulande hat sich das Label I-ON NEW MEDIA die Rechte für eine deutsche Auswertung gesichert.
 
 
 


 
 
 

SANT MARTÍ – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) I-ON NEW MEDIA (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sant MartÍ; Spanien 2018

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Original Kinotrailer, weitere Trailer

Release-Termin: @23,976 Hz

 

Sant Martí [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

SANT MARTÍ – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Black Mandala | I-ON NEW MEDIA)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
What the Waters Left Behind (2017)
 
Escape from Cannibal Farm (2017)
 
Leatherface – The Source of Evil (2017)
 
Inbred (2011)
 

Filmkritik: „Bullets of Justice“ (2019)

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BULLETS OF JUSTICE

Story

 
 
 

In der Zukunft regiert eine Kreuzung aus Mensch und Schwein die Welt. Nur noch wenige Menschen sind übrig, um sich gegen diese Wesen zur Wehr zu setzen.

 
 
 


 
 
 

BULLETS OF JUSTICE – Kritik

 
 
 
Trash kann eine schöne Sache sein – Einfach abschalten und sich von Schwachsinn berieseln lassen. Das funktioniert aber leider nicht immer. Wenn Trash dermaßen doof ist, dass er eher peinlich wirkt, als amüsant, dann wird es schwer mit dem Genuss. Und leider gehört „Bullets of Justice“ genau zu dieser Marke, dem peinlichen Trash.
 
 
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Im dritten Weltkrieg wurden Schweine mit Menschen gekreuzt, um daraus den Supersoldaten zu erschaffen. Dies ist gelungen, doch viele Jahre später hat diese Rasse namens „Muzzles“ die komplette Kontrolle übernommen. Der Mensch steht auf ihrem Speiseplan und es ist nicht mehr viel übrig von der Menschheit. Eine Gruppe Überlebender hält sich in einem Atombunker versteckt. Unter ihnen befindet sich auch Rob Justice, ein Kopfgeldjäger und scheinbar die letzte Hoffnung für die Menschheit. Er soll das Mutterschwein finden und damit alle retten.
 
 
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Die Ausgangssituation klingt schon mal wahnsinnig bekloppt, doch daraus hätte man echt etwas machen können. Hier und da lässt sich auch mal eine kleine Idee finden, die recht kreativ wirkt, doch ein Großteil des Drehbuches ist wirklich einfach nur dumm. Die Einfälle wirken so doof, dass sie ihren Zweck verfehlen. Ein Mädel mit einem Schnäuzer, seltsame Visionen mit einem männlichen Model, Kreaturen, die ihren Arsch am Kopf haben und dann passenderweise „Asshole“ heißen. Solche Ideen machen keinen Spaß, weil sie gänzlich willkürlich eingebaut wurden und überhaupt keinen Zweck verfolgen. Guter Trash lässt sich nicht einfach so erschaffen – Da muss schon Herzblut erkennbar sein. „Bullets of Justice“ lässt solches spürbar vermissen und bietet am Ende noch einen Twist, der dermaßen an den Haaren herbeigezogen ist, dass es weh tun möchte. Allgemein gelingt es dem Werk nicht ansatzweise eine einigermaßen funktionierende Dramaturgie aufzubauen. Hier will einfach nichts funktionieren.
 
 
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Dass mit Danny Trejo geworben wird, sollte klar machen, wie verzweifelt man versuchen musste, irgendwelche Interessenten zu finden, denn Trejo ist eine echte Mogelpackung. Er hat vielleicht zwei Minuten Screen-Time und diese dann auch noch in einer völlig belanglosen Rolle. Abgeschossen wird der Vogel aber erst durch Timur Turisbekov in der Hauptrolle. Er stellt eine Totalkatastrophe dar, besitzt null Charisma und leiert seine Rolle dermaßen lustlos herunter, dass einem als Zuschauer jegliche Freude vergeht. Doch auch alle anderen Darsteller sind überhaupt nicht gut. Lediglich Doroteya Toleva als Frau mit Schnäuzer ist noch einigermaßen erträglich. Hinzu gesellt sich die Tatsache, dass „Bullets of Justice“ nicht mal im O-Ton gut anhörbar ist, weil hier oftmals ein doch recht schlechtes Englisch gesprochen wird. An eine Figurenzeichnung ist übrigens nicht zu denken. Die Charaktere sind qualvoll belanglos und bleiben stets langweilig. Zwar hat man hier versucht eine Art der Coolness zu entwickeln, doch dieser Versuch ist grandios gescheitert.
 
 
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Wenn man nun gute Punkte an „Bullets of Justice“ finden möchte, dann wird man am ehesten in der handwerklichen Umsetzung fündig, was noch lange nicht heißt, dass der Film gut gemacht wurde. Regisseurin Valeri Milev kennt man vielleicht durch „Wrong Turn 6“, aber ansonsten wohl auch eher nicht. Es gibt tatsächlich ein paar ganz schicke Kamerafahrten und sogar ein paar Schauwerte, mit denen so nicht unbedingt zu rechnen war. Außerdem sind die Masken nicht gerade schlecht. Die Effekte gehen von unterirdisch bis solide und wenn mal gesplattert wird, stammt sogar nicht alles Blut aus dem Computer. Die Optik ist soweit ebenfalls in Ordnung und die apokalyptische Welt wurde gar nicht mal so schlecht dargestellt. Ein wenig Qualität versteckt sich hinter der Umsetzung also tatsächlich und trotzdem bringt dem Film das kaum etwas. Dafür ist das Treiben nämlich einfach zu öde. Die Actionszenen sind meist schnell vorbei, Spannung entsteht sowieso keine und wenn es Humor gibt, dann ist dieser einfach nur geschmacklos. Die letzten 20 Minuten setzen der Peinlichkeit die Krone auf und obwohl „Bullets of Justice“ nur 75 Minuten Laufzeit besitzt, zieht er sich in die Länge. Auf jeden Fall ist man froh, wenn dieses Treiben ein Ende gefunden hat.
 
 
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BULLETS OF JUSTICE – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
 
„Bullets of Justice“ ist nicht mal aus Trash-Sicht empfehlenswert. Es wird vielleicht ein paar Zuschauer geben, die an den peinlichen Ideen ihre Freude haben, aber selbst unter dieser Prämisse bietet der Streifen nicht genug. Es gibt im Endeffekt nicht mal wirklich viel Splatter, selbst wenn der Film nicht harmlos ist. Zusätzlich sollte man sich nicht auf Trejo freuen, denn der ist vernichtend wenig mit dabei und die restlichen Darsteller geben eine ziemlich unterirdische Darbietung von sich. Die Grundprämisse der Story mag noch schön doof klingen, doch man hat daraus kaum etwas gemacht. So schaut man 75 Minuten gänzlich unsympathischen Charakteren zu, die man sofort nach dem Schauen wieder vergessen hat. Zum Glück bleibt auch die Frage nach dem Sinn nicht lange im Gedächtnis, denn dafür ist „Bullets of Justice“ einfach zu belanglos. Nur weil das handwerklich teilweise eine gewisse Qualität besitzt, bleibt die Totalkatastrophe aus, aber viel hat zu dieser nun wirklich nicht gefehlt!
 
 
 


 
 
 

BULLETS OF JUSTICE – Zensur

 
 
 
„Bullets of Justice“ lief bereits im Oktober 2019 auf dem Obscura Film Festival in Berlin. Der Film hat einige sehr krude Szenen zu bieten. Man darf mit einer ungeschnittenen Erwachsenenfreigabe rechnen – sollte der Film hierzulande veröffentlicht werden.
 
 
 


 
 
 

BULLETS OF JUSTICE – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Black Mandala)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Operation Overlord (2018)
 
Turbo Kid (2015)
 
Drifter – Live in Fear (2016)
 

Filmkritik: „A Night of Horror: Nightmare Radio“ (2019)

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A NIGHT OF HORROR: NIGHTMARE RADIO

Story

 
 
 

In einer Radiostation gehen schaurige Dinge vor sich, die einem Moderator Angst bereiten.

 
 
 


 
 
 

A NIGHT OF HORROR: NIGHTMARE RADIO – Kritik

 
 
 
Anthologie-Filme sind seit einigen Jahren richtige Verkaufsrenner. Darin werden meist mehrere Kurzgeschichten erzählt, die durch eine Rahmenhandlung miteinander verknüpft sind. Ein Prinzip, das vor allem seit den Erfolgen von so Episodenfilmen wie THE ABCS OF DEATH oder die V/H/S-Reihe lukrativ geworden ist. Leider haben Anthologie-Streifen ein großes Problem. Obwohl sie unter Horrorfans ziemlich beliebt sind, lassen sie sich in der Gesamtheit nur schwer bewerten. Das liegt in erster Linie am Qualitätsgehalt jeder Kurzgeschichte. Meist ist der unterschiedlich und es gesellen sich zu guten Gruselerzählungen auch gern mal richtige Rohrkrepierer. Das ist im Falle von A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO nicht anders. Hierbei gibt es Nachschub für Liebhaber schauriger Gruselhappen. Neun mal mehr, mal weniger unheimliche Segmente und zehn Regisseure wollen den Zuschauer um den Schlaf bringen. Da ist vermutlich für jeden etwas dabei – vor allem für jene, die es gern makaber mögen. Einige der Kurzfilme punkten nämlich mit zynischer Pointe. Die legendäre Erwachsenenausgabe der GESCHICHTEN AUS DER GRUFT lässt grüßen.
 
 
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In der Kürze liegt die Würze. A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO hat nichts mit der etwas ähnlich klingenden Anthologie A NIGHT OF HORROR – VOLUME 1 von 2015 am Hut. Bei letzterer handelte es sich um eine Sammlung von Kurzfilmen, die auf dem gleichnahmigen Filmfestival liefen. Das ist bei A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO nicht der Fall. In dieser eigenständigen Sammlung unheimlicher Kurzfilme leitet Moderator Rod eine Radiosendung, die Gänsehaut verursachen soll. Darin können Zuhörer anrufen und live am Telefon von gruseligen Erfahrungen berichten, die man mit der paranormalen Welt gemacht hat. Aber auch der Radioansager selbst ist ein richtiges Plappermaul. Der hat schon viel Mysteriöses erlebt aber auch gehört, das er natürlich seinem Publikum nicht vorenthalten möchte. Doch während all der Geschichtenerzählerei gehen plötzlich seltsame Dinge in der Radiostation vor sich. Ein verängstigtes Kind ruft immer wieder an und bittet um Hilfe. Ein Telefonstreich? Zumindest glaubt Rod anfangs noch daran. Da A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO immer noch im Horror-Genre verankert ist, dürfte schnell klar sein, dass die kleine Anruferin Gründe hat. Die offenbaren sich nach und nach und hinterlassen ein ungutes Bauchgefühl.
 
 
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Zehn Regisseure wollen erschrecken, schockieren und für wohliges Gruselvergnügen sorgen. Darunter in erster Linie unbekannte Filmemacher, die bisher durch Kurzfilme auf Festivals in Erscheinung getreten sind. Von dort haben sich die Macher von A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO auch das meiste Füllmaterial besorgt. Diverse Kurzfilme des vorliegenden Gruselkompendiums liefen bereits erfolgreich auf großen Filmfestivals – andere hingegen wurden bisher noch gar nicht veröffentlicht. Neu hingegen ist die Rahmenhandlung. Die hat man extra für A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO anfertigen lassen. Das hört sich zwar nach schneller Geldmacherei an, ist aber durchaus löblich. Viele Kurzfilme einschlägiger Horrorveranstaltungen verschwinden schnell in den Archiven. Während Langfilme irgendwann Videopremiere feiern, bleibt so eine Veröffentlichung vielen Kurzfilmen vorenthalten. Eine traurige Tatsache, die immerhin manch einer nicht hinnehmen möchte. So tut zum Beispiel das deutsche Label CONCORDE etwas dagegen. Unter dem Banner SHOCKING SHORTS werden jedes Jahr einige der besten Horrorkurzfilme auf Blu-ray und DVD gepresst. Für Anthologie-Fans ein Pflichtkauf.
 
 
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Der Pflichtkauf ist natürlich auch bei A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO vorprogrammiert. Darin sehen wir zynische Friseure, mordende Meerjungfrauen, diabolische Kreaturen, eigensinnige Bestrafungsmethoden und Kämpfe gegen innere Dämonen. Die Liste makabrer Erzählungen ist lang und abwechslungsreich, wobei aber gesagt werden muss, dass nicht jedes Segment auch überzeugen kann. So sehen wir gleich zu Beginn eine der gruseligsten und besten Geschichten der Sammlung. Die spielt irgendwann im späten 19. Jahrhunderts und berichtet von einem kleinen Mädchen, das mit einem der ersten Fotoapparate den Leichnam eines toten Kindes fotografieren soll. Hingegen weniger gelungen: Ein Segment in dem ein Kind der Spur einer clownähnlichen Kreatur folgt. Die lockt mit bunten Luftballons und stiert fies in die Kamera. Was folgt, ist eine Aneinanderreihung schauriger Kameraeinstellungen – ohne dass etwas Nennenswertes passiert. Es ist eben nicht alles Gold, was glänzt.
 
 
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A NIGHT OF HORROR: NIGHTMARE RADIO – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Schauriges Gruselfutter mit Gänsehautpotenzial. A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO ist eine hochwertige Horror-Anthologie im Stile der V/H/S-Reihe und bietet neun Gruselgeschichten, die von zehn Regisseuren möglichst gruselig in Szene gesetzt wurden. Die meisten derer sind weniger bekannt. Nur die Onetti-Geschwister NICOLAS und LUCIANO dürften einigen Horrorfilmkennern von Begriff sein. Letztere haben mit WHAT THE WATERS LEFT BEHIND und FRANCESCA schon einiges an Horror-Material inszeniert, das es sogar nach Deutschland geschafft hat. Für die hier vorliegende Kurzgeschichtensammlung haben sie die Regie für die Rahmenhandlung übernommen und beweisen erneut ein gutes Gespür für Atmosphäre. Nach Giallo und Backwood-Horror nun Gruselkino. Steht den Brüdern ganz gut. Die bewirken mit wenigen Mitteln maximales Unbehagen. Dazu gehören gerade mal Farbspielereien und Farbfilter. Der Rest ist eine Symbiose aus Licht und Schatten. Was dabei entstanden ist, kann gern so auch als Langfilm fortgesetzt werden. Im Gegensatz zum bisherigen Schaffen der Onetti-Brüder ist die Zuarbeit für A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO eine beachtliche Steigerung. Am Rande: natürlich sind auch die anderen Segmente dieser Anthologie brauchbar. Ob makaber, gut getrickst, gehaltlos oder wirklich schaurig – das Angebot ist reichhaltig und besitzt all das, was man eben von einer gut durchmischten Horror-Anthologie erwartet. Wer daher ein Faible für diese Art von Filme besitzt, kommt an A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO nicht umher. Das ist gelungene Horror-Unterhaltung für ungemütliche Herbstabende. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
 
 
 


 
 
 

A NIGHT OF HORROR: NIGHTMARE RADIO – Zensur

 
 
 
A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO ist keine Splattergranate. Es gibt einige Gewalspitzen. Diese sind aber nur kurz. A NIGHT OF HORROR – NIGHTMARE RADIO hat hierzulande in der ungeschnittenen Fassung eine Erwachsenenfreigabe erhalten: keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

A NIGHT OF HORROR: NIGHTMARE RADIO – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) M-Square Pictures (KeepCase Blu-ray)

 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: A Night of Horror: Nightmare Radio; Argentinien | Großbritannien | Neuseeland 2019

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Englisch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 100 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 25.09.2020

 

A Night Of Horror – Nightmare Radio [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

A NIGHT OF HORROR: NIGHTMARE RADIO – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Black Mandala | M-Square Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Stories Of The Dead – Die Farm (2019)
 
The ABCs of Death (2012)
 
Holidays (2016)
 
Tales of Halloween (2015)
 
V/H/S Viral (2014)
 
Southbound (2015)
 
Monsterland (2016)
 
P.O.E. Project of Evil (2012)
 
5 Senses of Fear (2013)
 

Filmkritik: „The Curse of Valburga“ (2019)

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THE CURSE OF VALBURGA

Story

 
 
 

Eine betrügerische Touristentour wird für zwei kriminelle Veranstalter zum blutigen Verhängnis. Die verkaufen Geschichten, welche sich in Slowenien so nie zugetragen haben. Dass ihnen dafür eine blutige Strafe droht, ist im Horror-Genre selbstverständlich.

 
 
 


 
 
 

THE CURSE OF VALBURGA – Kritik

 
 
 
Dass Horror schon lange eine internationale Sprache spricht, ist mittlerweile keine Seltenheit mehr. Da bekommt man schon mal Horrorfilme aus Ländern auf die Mattscheibe, von denen man nicht mal dachte, dass dort überhaupt eine inländische Filmindustrie existiert. Umso mehr überraschte es uns vor einigen Jahren, dass ausgerechnet Slowenien versucht hat auf dem internationalen Horrorfilmmarkt mitzumischen. Als angeblich erster Horrorfilm Sloweniens (was nicht unbedingt richtig ist) schaffte es der Backwood-Slasher IDYLLE nicht nur bis nach Deutschland. Auch andere Länder sicherten sich Rechte und warfen das doch eher konventionell gestrickten WRONG-TURN-Plagiat auf den Videomarkt. Für IDYLLE-Regisseur TOMAZ GORKIC offenbar ein Grund Nachschub zu produzieren. Der weiß, was Horrorfilmfans wollen und färbt im zweiten Film mit dem Titel THE CURSE OF VALBURGA die Mattscheibe rot. Darin wird ein Mix aus Blut, Geschrei und jede Menge Gemetzel an den Zuschauer gebracht. Der ist aber weit weg von ernst. Stattdessen erinnert alles an Parodie im Stile eines DAVE AND TUCKER VS EVIL.
 
 
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Ausgefuchste Geschäftsidee. Weil zwei Brüder Geld brauchen, schmieden sie einen hinterlistigen Plan. Sie erfinden die Geschichte eines sogenannten Baron Valburga, um an das Geld ahnungsloser Touristen zu kommen. Der soll angeblich der Cousin von Graf Dracula gewesen sein und es nicht immer gut mit seinen Untergebenen gemeint haben. Gute Voraussetzungen, um das Interesse geschichtsinteressierter Reisender zu wecken. Die kommen auch bald nach Slowenien und wollen sich auf die Spuren des grausamen Barons begeben. Da klingelt bei Marjan (JURIJ DREVENSEKS) und dessen Bruder Bojan (MARKO MADIC) schon mal die Kasse. In einem Herrenhaus soll die erfundene Tour stattfinden. Doch statt spannendem Geschichtsunterricht geht es bald ans Eingemachte. Im Keller leben nämlich Kannibalen, von denen die Geschwister nichts wissen. Die fallen über die Touristen her und schlagen sich mit ihnen die Bäuche voll. Splatterfans wird das freuen, denn Blut fließt reichlich.
 
 
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THE CURSE OF VALBURGA schlägt in die gleiche Kerbe, wie der von Gorkic inszenierte IDYLLE in welchem Hinterwäldler ahnungslosen Stadtmenschen an die Eingeweide wollen. Diesmal kämpfen aber nicht Landeier gegen Großstädter. In dieser Horrorkomödie sind es Osteuropäer (was für ein dummes Klischee), die es gleich mit der ganzen Welt aufnehmen wollen. So plump wie die Idee zum Film ist dann aber auch dessen weiterer Verlauf. Wir sehen ausschließlich überzeichnete Stereotypen, die derart unsympathisch in Erscheinung treten, dass es eine Freude ist ihnen dabei zuzusehen, wie sie nacheinander über die Klinge springen. Darum geht es nämlich hauptsächlich auch. Alle Touristen wie auch die Tour-Veranstalter selbst werden von einer Gruppe Kannibalen in Stücke gerissen, die im Keller des Herrenhauses seit Jahrzehnten unbemerkt ihr Dasein fristen. Hierbei besonders eigensinnig, wie TOMAZ GORKIC die aus verschiedenen Nationen stammenden Protagonisten in Schubladen steckt, welche an der ersponnenen Tour teilnehmen. Während die russischen Touristen nach einer ausgefallenen Location suchen, um darin einen Porno zu drehen, sind die deutschen Tour-Teilnehmer nur daran interessiert möglichst viel Bier zu trinken und dabei Volksmusik zu hören. Seltsam, dass diese nicht auch noch Lederhosen tragen. Wenn schon hanebüchene Klischees, dann doch bitte richtig.
 
 
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THE CURSE OF VALBURGA ist als Horrorkomödie konzipiert, aber Regisseur TOMAZ GORKIC scheint in Sachen Humor nicht unbedingt den besten Riecher zu haben. Die Späße sind politisch inkorrekt, zünden aber nur selten. Alles wirkt plump und sonderbar – große Lacher bleiben aus. Dafür fährt man in Sachen Gewalt groß auf. War die im Vorgängerfilm IDYLLE noch relativ zurückhaltend und überschaubar, wird jetzt aus dem Vollen geschöpft. Es werden Sägeblätter durch die Luft geworfen und mit Nägel gespickte Keulen in Körper geschlagen. Viele der Spezialeffekte sind zwar simpel und durchschaubar, verfehlen ihre Wirkung aber nur selten. Dass die Morde dabei derart übertrieben zelebriert werden, dass man diese zu keiner Minute ernst nehmen kann, beschert THE CURSE OF VALBURGA Trash-Potenzial. Letzterer wird immer blutiger, je mehr sich das Treiben der Zielgrade nähert. Eine Freigabe für Erwachsene ist diesem Horrorfilm aus Slowenien somit gewiss.
 
 
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THE CURSE OF VALBURGA – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Unterhaltsam – aber dumm. THE CURSE OF VALBURGA ist eine Horrorkomödie mit hohem Trash-Anteil, die sich nicht unbedingt ernst nimmt. Regisseur und Drehbuchautor TOMAZ GORKIC nimmt nach dem slowenischen Backwood-Horror IDYLLE mal wieder das Horror-Genre auf die Schippe und parodiert Klischees und Stereotypen. Gute Ansätze, die aber etwas missglückt sind. Die Späße sind platt und nicht sonderlich clever. Beinahe mag man meinen ein pubertierender Teenager habe diese zu Papier gebracht. Dafür stimmt der Blutzoll. THE CURSE OF VALBURGA ist ganz schön blutig und zeigt mit einfachen Mitteln, wie man das Herz eines jeden Gorehounds in Wallung bringt. Da ist es fast schon etwas schade, dass das blutige Finale dann doch etwas überhastet abgehandelt wird. Ob es am überschaubaren Budget lag? Je näher sich THE CURSE OF VALBURGA dem Ende nähert, umso splattriger wird das Treiben. Vielleicht gibt es irgendwann eine Fortsetzung. Eine wirklich witzige Pointe in der letzten Einstellung deutet darauf hin und stellt ganz nebenbei alle Verläufe im Film infrage.
 
 
 


 
 
 

THE CURSE OF VALBURGA – Zensur

 
 
 
THE CURSE OF VALBURGA ist für eine Horrorkomödie recht blutig geraten. In einer Szene wird etwa eine Minute lange gezeigt, wie die Kannibalensippe im Film auf den Körper einer verletzten Frau einschlagen und in offenen Wunden herumstochern. Weiterhin fliegen Köpfe durch die Gegend und ein Sägeblatt bohrt sich in jede erdenkliche Weise in menschliche Körper. THE CURSE OF VALBURGA dürfte von der FSK erste eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten. Eine deutsche Veröffentlichung ist noch nicht angekündigt.
 
 
 


 
 
 

THE CURSE OF VALBURGA – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Strup Produkcija | Black Mandala)

 
 
 
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