Filmkritik: „Anti-Life – Tödliche Bedrohung“ (2020)

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ANTI-LIFE – TÖDLICHE BEDROHUNG

(BREACH)

Story

 
 
 
Bruce Willis ist zurück und macht den B-Movie-Sektor mal wieder unsicher. In „Anti-Life“ muss er sich gegen einen außerirdischen Parasiten verteidigen.

 
 
 


 
 
 

ANTI-LIFE – Kritik

 
 
Es gab mittlerweile genügend Intros zu Filmkritiken, die auf Bruce Willis basieren. Wenn man sein gelangweiltes Gesicht auf einem Cover von einem neueren Werk sieht, zieht das scheinbar noch immer genügend Publikum an, aber hochwertige Kost erwartet dahinter sicher kaum noch jemand. „Anti-Life – Tödliche Bedrohung“ klang von vornherein wenig vielversprechend, hätte aber mit einer besseren Inszenierung sogar noch durchschnittlich sein können. So mies ist der Film nicht, nur leider mal wieder ziemlich langweilig.
 
 
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Mit der Erde, unserem Heimatplaneten, ist es vorbei, weshalb eine große Anzahl an Auserwählten mit einem Raumschiff auf einen erdähnlichen Planeten transportiert werden soll. Das Ganze würde auch funktionieren, wenn sich auf dem Schiff nicht irgendwie eine unbekannte Lebensform einquartiert hätte. Das parasitäre Wesen schlüpft in die Körper der Besatzung und schon bald regiert auf dem Raumschiff das Chaos. Wirklich originell klingt das nicht, aber jeder, der schon ein paar Science-Fiction-Filme mit Aliens gesehen hat, weiß, dass es nicht immer die kreativen Einfälle sind, die für Unterhaltung sorgen. Nur gut gemacht, sollte es sein. Bei „Anti-Life – Tödliche Bedrohung“ trifft dies leider eher weniger zu, weshalb die magere Handlung auch nicht so wohlwollend aufgenommen wird. Die Grundzutaten sind allesamt kopiert, hätten jedoch das Zeug dazu gehabt, einen unterhaltsamen Film zu entwerfen. So schlecht geht man das Szenario eigentlich auch gar nicht an. Hier und da wird zwar zu viel Zeit mit Belanglosigkeiten verschwendet, doch hinterher treibt man die Geschichte immerhin schnell voran. Dass das Ganze kaum funktionieren will, liegt am ehesten an der Inszenierung.
 
 
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Diese hat der Regisseur John Suits, der auch schon zuvor ein paar Werke gedreht hat, nämlich ganz schön versemmelt. Wie ein vernünftiger Spannungsaufbau funktioniert, scheint dem Mann jedenfalls fremd zu sein. Erst herrscht Stille, dann kommt die Gefahr ins Bild gehopst, es wird geballert und die Szene ist zu Ende. Das wiederholt sich etliche Male in „Anti-Life“ und da darf sich niemand wundern, wenn so keine Spannung entsteht. Außerdem sind die Kulissen echt ziemlich langweilig. Dass das Szenario wirklich in einem Raumschiff im Weltall stattfinden soll, wird dem Zuschauer nur selten authentisch verkauft. Da wird zwar mit reichlich öden Lichtern gespielt, doch eine Atmosphäre entsteht so kaum. Wenn sich die infizierten Menschen dann wie Zombies verhalten, werden zwar Erinnerungen an „Ghosts of Mars“ wach, doch selbst wenn der Film nicht zu den besten Werken von Carpenter gehört, hat man das Actionspektakel dort trotzdem stimmungsvoller kreiert. Hier fehlt es einfach ganz eindeutig an Schauwerten und das Budget war scheinbar nicht groß genug, um ein paar Visionen so richtig hinzubekommen.
 
 
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So muss der Zuschauer dann auch größtenteils auf gute Effekte verzichten, wobei es unfair wäre zu behaupten, dass alle total billig aussehen würden. Okay, den Flammenwerfer hätte man sich besser gespart, doch das blaue Zeug hinterher sieht sogar ganz nett aus. Außerdem wird doch eine gute Portion gesplattert und so harmlos kommt „Anti-Life“ gar nicht mal daher. Am Ende darf man sogar eine große Alien-Kreation begutachten, die nicht toll, aber auch nicht miserabel ausschaut. Den Unterhaltungswert macht das alles nicht fett, jedoch kann man behaupten, dass der Film in seinen besten Momenten sogar halbwegs anziehend wirken kann. Die Dialoge sind zwar selten interessant und die Prämisse gibt nicht viel her und dennoch gibt es immer wieder Phasen, in denen „Anti-Life – Tödliche Bedrohung“ dank reichlich Action kurzweilig erscheint. Leider sind es im Endeffekt aber nicht genügend solcher Momente und dass das Ende dann dermaßen offen und abrupt geschieht, wirft auch eher ein Fragezeichen auf.
 
 
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Selbstverständlich muss man noch auf die Darsteller zu sprechen kommen. Bruce Willis – Dieser Name, der wohl bei keinem Filmfreund heutzutage noch ein Lächeln aufkommen lassen will. Er stört in „Anti-Life“ gar nicht mal und noch überraschender ist: Er spielt tatsächlich eine vollwertige Hauptrolle. Dabei darf er ein paar Sprüche klopfen, wie das in der guten, alten Zeit der Fall war. Normalerweise ist das eigentlich keine Leistung, die man erwähnen müsste, aber man muss sie dennoch erwähnen, weil sie eben nicht ganz so gelangweilt wirkt, wie man das mittlerweile von Willis gewohnt ist. Daneben gibt es noch ein paar andere bekannte Namen in kleineren Rollen zu sehen. Thomas Jane schaut kurz vorbei, aber echt nur kurz, Ralf Moeller ist kurz zu vernehmen, Timothy V. Murphy kann kurz in Erinnerung bleiben und Johnny Messner ist auch kurz mit dabei. Die eigentliche Hauptrolle wird von Cody Kearsley reichlich unspektakulär gespielt. Insgesamt gilt jedoch: Die Schauspieler sind in Ordnung. Nur haben sie bei der dünnen Figurenzeichnung natürlich so gut wie keine Chance. Die Charaktere werden dem Zuschauer herzlich egal sein, weshalb es auch nicht stört, wenn mal jemand stirbt. Da kommen zu wenig Sympathien auf und richtig markant will es leider auch nicht wirken, es sei denn das Aussehen des Darstellers sorgt dafür.
 
 
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ANTI-LIFE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
„Anti-Life – Tödliche Bedrohung“ ist keine Totalkatastrophe, teilweise sogar ganz okay und kann dennoch nicht empfohlen werden, weil er einfach nur wenig zu bieten hat. Mal ganz abgesehen davon, dass wieder mit prominenten Namen geworben wird. Im Falle von Bruce Willis ist das immerhin keine Mogelpackung, denn der spielt eine richtige Hauptrolle und stört in dieser nicht mal. In erster Linie ist es der ideenarmen, langweiligen Inszenierung zu verdanken, dass „Anti-Life“ keine echte Freude aufkommen lassen will, denn das ist doch alles reichlich plump und generisch gestaltet. Zwar kommt nach einem langweiligen, ersten Drittel doch überraschend viel Action auf, aber das ist alles ohne echtes Gespür gestaltet. Die Story wirkt so, als wäre sie schon tausende Male zuvor erzählt worden und die Figurenzeichnung hinterlässt keinen bleibenden Eindruck. So muss man sich doch eher langweilen, selbst wenn es ein paar unterhaltsame Momente gibt. Die Effekte sind okay, nur der Sound lädt ebenfalls zum Einschlafen ein. Unterm Strich ist „Anti-Life“ nicht so schlecht, wie man bei einem Mitwirken von Willis hätte vermuten können, aber wirklich viel taugen, tut er ebenfalls nicht!
 
 


 
 
 

ANTI-LIFE – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Anti-Life – Tödliche Bedrohung“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

ANTI-LIFE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) KOCH FILMS (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Breach; USA 2020

Genre: Action, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 92 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase mit Schuber

Extras: Trailershow, Trailer, Bildergalerie

Release-Termin: KeepCase: 21.10.2021

 

Anti-Life – Tödliche Bedrohung [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

ANTI-LIFE – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei KOCH FILMS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Ghosts of Mars (2001)
 
Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979)
 
Life (2017)

Filmkritik: „Cosmic Sin – Invasion im All“ (2021)

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COSMIC SIN – INVASION IM ALL

(COSMIC SIN)

Story

 
 
 
In ferner Zukunft ist es den Menschen gelungen fremde Planeten zu besiedeln. Doch damit macht man sich auch außerirdische Feinde.
 
 
 


 
 
 

COSMIC SIN – Kritik

 
 
„Cosmic Sin – Invasion im All“ ist der nächste „Das-Gesicht-von-Bruce-Willis-ist-fett-auf-dem-Cover-zu-sehen“ Reißer, der früher am ehesten hartnäckige Videotheken-Gänger interessiert hätte. Viel zu erwarten, ist beim Namen Willis mittlerweile sowieso nicht mehr und so bekommt man das, was vorherzusehen war. Einen langweiligen Science-Fiction-Actioner, bei dem man niemals das Gefühl loswird, dass hier niemand so richtig Lust auf das Ganze hatte.
 
 
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Im Jahr 2524 haben die Menschen mehrere Planeten besiedelt. Ausgerechnet auf dem Mars kommt es nun zu Komplikationen, denn hier soll eine Schlacht mit einer außerirdischen Intelligenz stattfinden. Diese Spezies ist in der Lage den Körper der Menschen zu infizieren und nutzt den Wirt dann für seine Zwecke. General Ford, der einst eine ganze rebellische Mars-Kolonie ausgelöscht hatte, bekommt den Auftrag, diese Gefahr abzuwenden. Doch das wird nicht so einfach. Einfach hingegen macht es sich das Drehbuch. Hier werden einfach zahlreiche Ideen anderer Vorbilder in einen Topf geworfen, man rührt lieblos um und dabei kommt dann eine Story wie die von „Cosmic Sin“ heraus. Mit Hintergründen gibt man sich bedeckt und so wirklich erklärt, wird hier eigentlich gar nichts. Nun muss man bei einem B-Movie sicher mit keiner ausgefeilten Geschichte rechnen, aber etwas lustvoller hätte diese Story schon erzählt werden dürfen. Das wirkt alles sehr austauschbar und die Filmwelt kann damit garantiert nicht bereichert werden.
 
 
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Bei der Inszenierung kommt dem Zuschauer auch am ehesten das Wort „Lustlos“ in den Sinn. Sicherlich war das Budget nicht besonders hoch und das kann der Film kaum verbergen, aber mit etwas mehr Kreativität lässt sich auch aus geringen Mitteln etwas zaubern. Wie diese Zukunft hier dargestellt wurde, ist an Einfallslosigkeit kaum zu überbieten. Das Treiben könnte auch direkt ein paar Jahre nach unserer Zeit spielen. Regisseur Edward Drake, der mit am Drehbuch schrieb und in nächster Zeit gleich drei weitere Filme mit Bruce Willis herausbringen wird, scheint eher wie am Fließband zu arbeiten, achtet dabei aber nicht besonders auf Qualität. Die Actionszenen sind unübersichtlich und völlig unspannend geraten. Außerdem machen sie visuell einfach nichts her. Die Effekte, von denen es übrigens nicht besonders viele zu sehen gibt, sind allerdings ganz okay ausgefallen und wirken selten zu billig. Die handwerkliche Arbeit kann das jedoch kaum auf den Durchschnitt hieven.
 
 
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Wenn man schon mit dem Wort „lustlos“ um sich schmeißt, kann man auch gleich zu den Darstellern kommen. Bruce Willis macht mal wieder das, was er im letzten Jahrzehnt am besten konnte: Sich in einer belanglosen Nebenrolle bewegen, bei welcher er durchaus gelangweilt wirkt und überhaupt nichts machen muss. Frank Grillo, der erst vor kurzem so positiv in „Boss Level“ auffiel, macht es dem alten Actionstar glatt nach und liefert eine belanglose Leistung ab. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass die Darsteller nichts gegen die platte Figurenzeichnung unternehmen können. In „Cosmic Sin – Invasion im All“ bekommt niemand ein richtiges Profil spendiert und nicht mal der Feind wirkt in irgendeiner Art und Weise markant. Deshalb ist man auch froh, wenn man diese Figuren nach 88 Minuten Laufzeit schnell wieder vergessen darf. Am ehesten überzeugen da noch Costas Mandylor und Lochlyn Munro, aber wirklich reißen kann hier echt niemand etwas.
 
 
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Der Unterhaltungswert taugt im Endeffekt leider kaum etwas. Das Treiben beginnt schon relativ lahm und dies kann man im weiteren Verlauf nicht steigern. Es gibt zwar Action zu sehen, aber sie wirkt obligatorisch. Als hätte man die Actionszenen nur eingebaut, weil das ja erwartet wird. Das stumpfe Geballer lässt jedenfalls niemals Spannung aufkommen. Sowieso bekommt man kaum mit, was hier Einleitung, Hauptteil und Finale darstellen soll. So langweilt man sich durch die, immerhin normal gehaltene, Laufzeit. Die Atmosphäre lässt dabei niemals richtige Stimmung entstehen. Es fehlt an Witz, an Coolness, an Tiefe, an Bedrohung. Der austauschbare Score rundet das dann passend ab, lässt sich aber noch anhören.
 
 
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COSMIC SIN – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Cosmic Sin – Invasion im All“ ist eine schrecklich öde Angelegenheit geworden, bei der man sich als Zuschauer fragt, ob hier überhaupt ein einziger Beteiligter irgendwie Lust auf die ganze Sache hatte. Das Problem fängt schon bei der lahmen Story an, die zwar bei vielen Vorbildern abkupfert, daraus aber niemals etwas Gutes kreieren kann. Die Darsteller brauchen sich keinerlei Mühe zu geben, die Inszenierung wirkt zwar relativ sauber, besitzt jedoch keinen kreativen Anstrich und die Atmosphäre könnte belangloser gar nicht sein. Dass das nicht unterhaltsam sein kann, sollte keine Überraschung darstellen. Es mangelt einfach an Ideen, es fehlt an einer brauchbaren Figurenzeichnung und selbst wenn man auf Science-Fiction abfährt, bekommt man hier visuelle Lustlosigkeit par excellence geboten. Ein paar Effekte sind okay, aber das war es dann auch schon. Rein qualitativ noch okay, aber wirklich grauenvoll langweilig!
 
 


 
 
 

COSMIC SIN – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Cosmic Sin – Invasion im All“ ist ungeschnitten und für Zuschauer ab 16 Jahren geeignet.
 
 
 


 
 
 

COSMIC SIN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Dolphin Medien & Beteiligungs GmbH | Koch Films (Blu-ray im KeepCase mit Schuber)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Cosmic Sin; USA 2021

Genre: Thriller, Action, Abenteuer, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 88 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase mit Schuber und Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow, Slideshow

Release-Termin: KeepCase: 12.05.2021

 

Cosmic Sin – Invasion im All [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

COSMIC SIN – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Dolphin Medien & Beteiligungs GmbH | Koch Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Blade Runner (1982)
 
Ghosts of Mars (2001)
 

Filmkritik: „Hard Kill“ (2020)

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HARD KILL

Story

 
 
 
Ein geheimes Projekt bedroht das Leben vom CEO Chalmers, denn Terroristen wollen sich daran zu schaffen machen. Ex-Marine Miller soll mit seinem Team helfen.
 
 
 


 
 
 

HARD KILL – Kritik

 
 
Die Zeiten, in denen Bruce Willis für Qualität stand, sind längst vorbei. Mittlerweile hat es sich der einstige Actionheld gemütlich gemacht, schaut in Filmen gerne mal als Nebenrolle vorbei, aber die Werbetrommel für günstige B-Movies ist dann groß, weil man ja eine hochkarätige Besetzung vorzuweisen hat. Selbst wenn die Nebenrolle klein ist, sieht man auf dem Cover dann ganz groß den Kopf von Willis abgebildet. Kommt einem bekannt vor? Ja sicherlich, denn die Ähnlichkeiten zu einem Steven Seagal sind nicht von der Hand zu weisen. Nur war Seagal niemals so lange ein großes Tier in Hollywood, wie einst Bruce Willis. Die Erwartungen an einen neuen Film mit dem „Stirb langsam“ Star dürfen dann gerne mal geringer ausfallen und echte Vorfreude dürfte bei einem Titel wie „Hard Kill“ bestimmt auch nicht aufkommen. Dabei ist der Film qualitativ gar nicht mal so schlecht geraten, nur leider ist er eben reichlich langweilig.
 
 
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Der milliardenschwere CEO Chalmers hat ein Problem. Er hat ein geheimes Projekt angeleitet und weiß als einziger das Passwort dafür. Ein Terrorist namens „Der Prediger“ würde sich gerne an diesem Projekt vergreifen, denn damit könnte er die Welt ins Chaos stürzen. Also braucht Chalmers Hilfe und diese bekommt er vom Ex-Marine Miller, der ihn mit seinem Team beschützen soll. Doch wie so oft werden falsche Spiele gespielt und am Ende guckt der Gute wieder in die Röhre. Die Handlung würde eigentlich noch als brauchbar durchgehen, wäre sie nicht so unglaubwürdig. Besonders nervig ist es, wenn die Gegner sich völlig dämlich anstellen und überhaupt keine Bedrohung darstellen können. Leider ist das hier der Fall. Das Drehbuch bleibt recht simpel, geht für einen Actionfilm jedoch in Ordnung und so uninteressant bereitet man die Sachen gar nicht mal auf. Das bringt dem Film im Endeffekt nur einfach nicht viel, weil der Draht zu den Charakteren fehlt.
 
 
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Es ist immer schade, wenn die Bösewichte nicht gut besetzt sind und „Hard Kill“ besitzt mit dem Prediger einen völlig langweiligen Kontrahenten. Selbst wenn Sergio Rizzuto okay spielt, ist seine Zeichnung so öde, dass man keine Lust an seiner Rolle verspüren kann. Seine bewaffneten Männer sind meist sowieso nur mit Maske zu sehen und bringen somit null Wiedererkennungswert mit sich. Zusätzlich machen sie es den „Guten“ viel zu leicht und verhalten sich wie Computer-Bots auf dem Schwierigkeitsgrad „einfach“. Am ehesten überzeugt Jesse Metcalfe, den manch ein Zuschauer vielleicht noch als Gärtner aus der Serie „Desperate Housewives“ kennen könnte. Man nimmt ihm die Actionrolle sogar halbwegs ab und er gibt sich hier engagiert. Bruce Willis selbst bekleidet natürlich mal wieder nur eine Nebenrolle, ist aber gar nicht mal so wenig zu sehen und macht seine Sache routiniert. Dafür braucht man kein großes Talent, aber seine Performance war in den letzten Jahren sicher schon mal gelangweilter. Die restlichen Darsteller sind soweit allesamt okay. Hier fällt niemand besonders positiv, noch negativ auf und die Leistungen sind brauchbar. Es harpert im Endeffekt am ehesten an der Figurenzeichnung, denn diese ist zu nichtssagend. So stellt sich ein Mitfiebern mit den Protagonisten von Anfang an ein und ob hier jemand stirbt oder am Leben bleibt, ist schlichtweg egal.
 
 
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Regisseur Matt Eskandari und Bruce Willis scheinen mittlerweile ein Team geworden zu sein, denn „Hard Kill“ ist bereits die dritte Zusammenarbeit der Beiden in kurzer Zeit. Aus rein handwerklicher Sicht kann man diesem B-Movie dann auch gar keine so großen Vorwürfe machen. Die Kulissen sind in Ordnung und die Inszenierung erfüllt ihren Zweck. Die recht lange Einleitung gestaltet sich als halbwegs interessant, nur wenn es dann zur Sache gehen müsste, enttäuscht der Streifen. Es wird zwar ab und zu geballert, aber die Action wurde lustlos umgesetzt und lässt keinerlei Spannung aufkommen. Sowieso wirkt die Prämisse von Minute zu Minute unglaubwürdiger und Eskandari gelingt es einfach nicht, das Szenario packend zu gestalten. So langweilen die etwas zu langen, knapp 100 Minuten Laufzeit auf Dauer doch zu sehr. Dass die Action zudem so gut wie keinerlei Gewalt parat hält, ist da nicht gerade förderlich. Immerhin ist der Score noch ganz brauchbar und dass man auf zu viel doofen Humor verzichtet hat, wertet die Atmosphäre noch minimal auf.
 
 
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HARD KILL – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
Abgesehen davon, dass Bruce Willis „Hard Kill“ weder auf- noch abwertet, bekommt man hier das, was zu erwarten war. Ein B-Movie, welches man nicht gesehen haben muss, welches rein handwerklich aber doch gar nicht mal so schlecht erscheint. Die Inszenierung ist nicht verkehrt und die Kulissen wissen zu überzeugen. Außerdem sind die Darsteller in Ordnung. Ansonsten kann man jedoch wenig positive Worte darüber verlieren. Mit der simplen Story kann man noch leben, aber der Figurenzeichnung mangelt es völlig an markanten Typen, so dass hier einfach jeder egal erscheint. Packende Action gibt es nicht zu begutachten, Spannung erst recht nicht und Gewalt ebenfalls nicht. Das ist alles ziemlich langweilig und besitzt keinen Mehrwert. Das Resultat ist zwar überhaupt nicht ärgerlich, weil ein paar Qualitäten vorhanden sind, nur bringt das dem Zuschauer wenig, wenn er einfach nicht gut unterhalten wird und deshalb kann es für „Hard Kill“ auch keine Empfehlung geben!
 
 


 
 
 

HARD KILL – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Hard Kill“ ist ungeschnitten und für Zuschauer ab 16 Jahren geeignet.
 
 
 


 
 
 

HARD KILL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) EUROVIDEO MEDIEN (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Hard Kill; USA 2020

Genre: Thriller, Action

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 98 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase ohne Wechselcover

Extras: Making Of, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 20.05.2021

 

Hard Kill [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

HARD KILL – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei EUROVIDEO MEDIEN)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Assault – Anschlag bei Nacht (1976)
 
Survive the Night (2020)
 

Filmkritik: „Sin City 2: A Dame To Kill For“ (2014)

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SIN CITY 2

A DAME TO KILL FOR

Story

 
 
 
Segmente, weniger verwoben als im ersten Film. „Just Another Saturday Night“ ist vermutlich ein für den Film geschriebener Part. Profi-Brutalinsk Marv (Sir Mickey Rourke) wird inmitten eines Unfallorts wach und muss rekonstruieren, wieso um ihn herum tote Verbindungsstudenten auf der Gasse liegen. „The Long Bad Night“: Poker-Zocker Johnny (Joseph Gordon-Levitt) kommt mit der Absicht nach Basin City, die größte illegale Glücksspielerrunde der Stadt zu sprengen. Unglücklicherweise steht an deren Spitze Überbösewicht Senator Roark (Powers Boothe). Die Titelstory „A Dame To Kill For“ ist am dichtesten an der Film Noir Tradition. Dwight (Josh Brolin) bekommt Besuch von den Gesitern der Vergangenheit. Seine Exfreundin, die Volldampf-Femme-Fatale Ava (Eva Green) bittet ihn um Rettung vor ihrem reichen Ehemann und seinem auf Genital-Folter spezialisierten Chauffeur und Bodyguard Manute (Dennis Haysbert als Ersatz für den verstorbenen Michael Clarke Duncan). Aber nichts findet statt wie geplant und Dwight muss einmal mehr die Hilfe der militanten Straßenmädchen aus Old Town in Anspruch nehmen. „Nancy’s Last Dance“ schließlich zeigt die beliebte Stripperin (Jessica Alba), die, vier Jahre nachdem sich ihr Retter, Polizist Hartigan (Bruce Willis) selbst richtet, um sie vor den Fängen Senator Roarks zu schützen, in einen Strudel aus Verfolgungswahn und Racheplänen gezogen wird. Dazu gibt es kurze Nebenschauplätze, die Gaststars wie Ray Liotta als Ehebrecher oder Christopher Lloyd als irrem Wissenschaftler kleine Bühnen bieten. Auch Robert Rodriguez neue Lieblingsmuse Lady Gaga läuft auf.

 
 
 


 
 
 

SIN CITY 2 – Kritik

 
 
 
Die Stadt der Sünde, jene namen- und zeitlose Manifestation von in hundert Film Noirs der Vierziger Jahre gesehenen Szenarien metropoler Hölle und ihrer verzweifelten Einwohner auf der falschen Seite des Gesetzes. Durch den poppigen Beschleunigungswolf der Kunstform Comic gedreht, erfreute den Genre-Fan Frank Millers Comicreihe „Sin City“, die es 2005 zu einer Verfilmung brachte, in der die Grenzen zwischen Papier und Leinwand quasi aufgelöst zu sein schienen. Selten danach, trotz sich weiterentwickelnden technischen Möglichkeiten, konnte der Mix aus Comic-Animation, aufgeputschter Neo-Noir-Atmosphäre und einfach modernem, unterhaltsamem Kino so überzeugen.
 
 
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In „Sin City 2: A Dame To Kill For“ treffen wir auf vertraute Charaktere wie Mickey Rourkes monströsen Kneipenschläger Marv, die von Schuldgefühlen zerfressene Stripperin Nancy (Jessica Alba) und ihren von Bruce Willis gespielten väterlichen Freund Hartigan oder Dwight McCarthy, einen Gangster mit Sinn für Gerechtigkeit, diesmal von Josh Brolin gegeben. Dazu gibt es neue Geschichten, zwei davon sogar nie in Comicform erschienen und auch frische Figuren, etwa die titelgebende Dame, für die sich ein Mord lohnt, Ava (Eva Green) oder Johnny, gespielt vom derzeit sehr beliebten Joseph Gordon-Levitt, der sich beim Pokern mit den finsteren Größen Sin Citys anlegt – Gelegenheit, dem ewig unterschätzten Powers Boothe als Senator Roarke erneut eine Bühne zu bieten.
 
 
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Keine direkte Fortsetzung, liegen die Zeitebenen der im Film gezeigten und ineinander verwobenen Short Stories von Zockern, Gangstern und Femmes Fatales parallel vor aber auch nach der Handlung von Teil eins. Eine Tatsache, die dessen schon beträchtlichen Verwirrungsgehalt noch erhöht. Die Gewalt ist, wie in Vorlage und Teil eins, so brutal und überspitzt, dass sie die Linie zur grotesken Komik überschreitet und im Hintergrund blitzen akustische Fetzen kreischender Jazz-Saxophone auf. Stylish. Frank Miller, der Mann, dessen Batman-Geschichte „The Dark Knight Returns“ in den 1980er Jahren immerhin dem amerikanischen Comic zu einem neuen Leben als Unterhaltungsform auch für Erwachsene verholfen hat, ist dann gut, wenn er sich eingesteht, kein echter Filmregisseur zu sein und diesen Stuhl geschulterem Personal – hier wieder Robert Rodriguez – überlässt. Quasi das Gegenstück zu Zack Snyder, mit dem Miller bei 300 zusammenarbeiten konnte. Dazu wird der Autor ein wenig eitel und gönnt sich gleich zwei minimale Cameos. So quälend schlecht wie der unnötige Aufguss von Millers erwähntem Spartaner-Epos in Schrott-3D ist „Sin City 2: A Dame To Kill For“ nicht, aber auch nicht so herausragend, um zu sagen, es ist schade, fast zehn Jahre auf das Sequel gewartet haben zu müssen.
 
 
 


 
 
 

SIN CITY 2 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
In der Ästhetik des Vorgängers gehaltene Comic Noir Verfilmung, die dem Original nicht das Wasser reichen kann. Optik noch immer brillant nah an der gedruckten Vorlage und im höchsten Maß stilsicher, trotzdem erreicht Sin City 2: A Dame To Kill For nicht die Qualitäten des geradezu meisterlichen Films von 2005.
 
 
 


 
 
 

SIN CITY 2 – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung zu „Sin City 2: A Dame To Kill For“ ist ungeschnitten, nicht für Jugendliche geeignet und trägt die rote „Keine Jugendfreigabe“-Kennzeichnung.
 
 
 


 
 
 

SIN CITY 2 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film – Nicht limitierte KeepCase-Version

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sin City : A Dame To Kill For; USA 2014

Genre: Action, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1, Englisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 1.85:1

Laufzeit: ca. 103 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: The Dame To Kill For, Behind The Shadows, Makeup, 15 Minutes, Interviews

Release-Termin: 30.01.2015

 

Sin City 2 – A Dame to kill for [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
Neben der herkömmlichen Blu-ray wurde der Film auch in diversen anderen, limitierten Varianten auf den Markt gebracht. So wurde neben der normalen KeepCase-Veröffentlichung auch ein Mediabook und Steelbook produziert. Eine 3D-Version des Film gibt es zu dem auch in KeepCase und Steelbook zu kaufen. Der Käufer hat die Qual der Wahl.
 
 
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(c) Splendid Film – Limitierte BD-Version im Steelbook

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(c) Splendid Film – Limitierte 3D BD-Version im Steelbook

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(c) Splendid Film – Limitierte BD-Version im Mediabook mit zusätzlicher Film-DVD

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(c) Splendid Film – 3D BD-Version im KeepCase

 
 
 


 
 
 

SIN CITY 2 – Trailer

 
 


 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte an allen in der Review hinterlegten Grafiken liegen bei SPLENDID FILM

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Sin City (2005)
 
The Spirit (2008)
 
300 (2006)
 
300: Rise Of An Empire (2014)