Filmkritik: „The Funhouse Massacre“ (2015)

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THE FUNHOUSE MASSACRE

Story

 
 
 

Sechs der meistberüchtigten Serienkiller übernehmen eine dieser Spukattraktionen, die sich während der Halloween-Saison in Amerika großer Beliebtheit erfreuen und richten dort ein Massaker an. Das wird ein blutiger Spaß.

 
 
 


 
 
 

THE FUNHOUSE MASSACRE – Kritik

 
 
 
Nach all den ultraharten Folterfilmen, konsequent-kaltschnäuzig durchgezogenen Rachestreifen und kaum noch zu ertragenden Found-Footage-Schnarchern ist es schön zu sehen, dass man sich um Horrorfans sorgt und sie ab und an mit leichter Kost versorgt, für die das Hirnkästchen mal eine Runde ausgeschaltet bleiben kann. Zu einer dieser Kandidaten gehört der Spass-Horror THE FUNHOUSE MASSACRE, der keinen Hehl daraus macht, dass er nur gedreht wurde, um den Genreliebhaber zu unterhalten. Rasanter Splatter-Trash mit hohem Unterhaltungswert wird hier geboten, der sich zu keiner Minute ernst nimmt und somit auf gleicher Welle schwimmt, wie bereits das von TIM SULLIVAN im Jahr 2005 inszenierte Remake des Horrorklassikers TWO THOUSAND MANIACS. Unter dem Titel 2001 MANIACS kam die Neuverfilmung vor allem wegen der ironisch-übertriebenen Zurschaustellung von Gewalt bei horrorbegeisterten Zuschauern gut an und natürlich, weil Genre-Ikone ROBERT ENGLUND in einer weiteren Paraderolle zu sehen war – Jahre nachdem er das letzte Mal als Meuchelmörder FREDDY KRUEGER auf der Leinwand Bewohner der Elm Street mit fiesen Sprüchen und scharfen Handschuh-Klauen um den Schlaf brachte. Zwar keinesfalls böse, aber dennoch humorvoll darf der mittlerweile nicht mehr ganz so frische Altstar auch in THE FUNHOUSE MASSACRE auftreten. In dieser Horror-Comedy wechselt er ausnahmsweise die Fronten und ist diesmal einer von den Guten. Englund-Fans dürfte das Wiedersehen feuchte Höschen bescheren. Doch die Freude ist nur von kurzer Dauer, denn der beliebte Schauspieler hat leider nur einen kurzen Gastauftritt im Film. Nach gerade mal zehn Minuten muss er auf unsanfte Weise das Zeitliche segnen. Da stellt sich prompt die Frage, ob es eine gute Entscheidung gewesen ist, den Kultstar zu früh von der Bühne zu nehmen. Im Falle von THE FUNHOUSE MASSACRE kann Entwarnung gegeben werden, denn auch wenn Englund nicht lang zu sehen ist, hat der Streifen jede Menge Überraschungen zu bieten – und darauf kommt’s doch letztendlich an, oder?
 
 
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Eigentlich sollte es nur eine Reportage über sechs der meistgefürchteten Verbrecher unseres Planeten werden. Doch die Reporterin hat anderes im Sinn. Statt den Leiter einer Haftanstalt (ROBERT ENGLUND) zu interviewen und Bilder von den Häftlingen zu schießen, gibt sie sich als Tochter einer der Inhaftierten zu erkennen und tötet alles und jeden. Ihr Ziel: die Bösewichte aus ihren Käfigen lassen, damit sie in Freiheit weiteres Unheil anrichten können. Selbstverständlich können die Fieslinge entkommen und flüchten zu einer dieser leicht kitschigen Spukattraktionen, die in Amerika Hochkonjunktur haben, wenn Halloween ist. So werden die Angestellten besagten Horrorhauses um die Ecke gebracht, damit die Psychopathen deren Plätze einnehmen können. Was folgt, kann sich der Zuschauer ausmalen. Ein blutiges Exempel wird statuiert. Die Besucher werden blutig ermordet und als Requisiten missbraucht. Doch eine Gruppe Freunde weiß sich zu wehren. Sie nehmen den Kampf gegen das Böse auf, um den Verbrechern ein Denkzettel zu verpassen. Liebhaber grober Schlachtszenarien wird’s freuen
 
 
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Nichts ist schlimmer als langweilige Horrorfilme, die Zeit und Nerven rauben. Wühlt man sich durch den ganzen Low-Budget-Kram, der tagtäglich in den Handel gebracht wird, muss man sich der erschreckenden Erkenntnis hingeben, dass wohl den meisten Genre-Regisseuren nicht bewusst ist, was Horrorfans eigentlich wollen. Nach guter und unterhaltsamer Abendunterhaltung dürstet es den Meisten, welche man schon lange nicht mehr von Produktionen neueren Datums erwarten kann. Dort findet eher die Formel schnellen Geldes Verwendung. Nach straffem Zeitplan und mit überschaubaren Budget werden dilettantische Drehbücher verfilmt, die von lustlosen und unerfahrenen Autoren geschrieben werden. Das Nachsehen hat oft der Zuschauer, dem langsam der Spaß am Schauen von Genrefilmen vergeht, weil Quantität vor Qualität geht. Weg vom schlechten No-Budget-Müll, hin zu erwähnenswerten Horrorfilmen, die Spaß bereiten. THE FUNHOUSE MASSACRE ist so ein Fall, dessen Handlung so schwachsinnig ist, dass man den Film allein schon deshalb nur mögen kann. Regisseur ANDY PALMER nimmt sich eines Themas an, an dem sich vor einiger Zeit der Found-Footage-Thriller HOUSES OF TERROR die Zähne ausgebissen hat: Serienmörder und Geisterbahnen. Anders als im bierernsten Wackelchaos von 2014 versucht es Palmer mit selbstironischem Humor. In THE FUNHOUSE MASSACRE haben Spaßbremsen und Moralapostel Sendepause. Hier verhalten sich alle Beteiligten derart schräg, dass kein Auge trocken bleibt. In einer Geisterbahn treten sechs skurrile Gestalten gegen grünschnäblige Jungdarsteller an, die selbstverständlich alles dafür tun, möglichst schnell über die Klinge zu springen. Im Zehn-kleine-Negerlein-Prinzip geht’s voran – selbstverständlich blutig und abwechslungsreich. Nacheinander müssen alle Hauptfiguren kreativ sterben. Von zerquetschten Köpfen bis hin zur grotesken Zahnoperation gibt es allerhand absurdes Zeug zu sehen, das jedoch so überzogen zelebriert wird, dass die Lacher dem Ekel den Rang ablaufen. Höhepunkt ist das im Titel angedeutete Massaker in dem wahllos Gäste der Horrorattraktion irgendwie um die Ecke gebracht werden. Die Kamera hält drauf, der Zuschauer ist glücklich. Weil abwechslungs- und temporeich geschlitzt, gehackt und gesäbelt wird, kommen kaum Längen auf. Ein gewisser Unterhaltungswert lässt sich da nicht streitig machen – vor allem auch deshalb, weil die Grenzen zur Slasher-Persiflage fließend sind. Manchmal tut leichte Kost Not. THE FUNHOUSE MASSACRE ist ein gutes Beispiel dafür, dass doof nicht gleichzeitig schlecht bedeuten muss. Dieser Film ist zwar nicht sonderlich helle, dafür handwerklich gelungen und rasant inszeniert. Der hohe Splatterfaktor tut sein Übriges. Dieser ist übrigens ROBERT KURTZMAN und dessen kreativem Team zu verdanken. Die haben schon einige Blutbäder in bekannten Horrorfilmen angerichtet. Darunter: FROM DUSK TILL DAWN, TEXAS CHAINSAW 3D und TANZ DER TEUFEL 2 um nur einige zu nennen. Zurück zum Massaker – Fortsetzung erwünscht!
 
 
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THE FUNHOUSE MASSACRE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Disneyland für Erwachsene. Kunterbuntes Splatterfeuerwerk mit hohem Fun-Faktor, das sich zu keiner Minute ernst nimmt. Wer Filme wie 2001 MANIACS, HATCHET oder das Remake zu NIGHT OF THE DEMONS mochte, wird diesen Film garantiert ins Herz schließen. THE FUNHOUSE MASSACRE punktet mit jeder Menge hirnfreiem Charme, trashigen Splattereffekten und einem absurdem Szenario, dass am Ende so ziemlich ins Nirwana der Absurdität vorstößt. Sechs unaufhaltsame Psychopathen – darunter ein Zahnarzt, ein Kannibale, ein Sektenguru, ein Leichenfledderer, ein Clown und eine Lolita – metzeln sich durch eine Geisterbahn und richten dabei ein lupenreines Massaker an. Mit handgemachten Splatterexzessen, Prothesen und Blutkonserven hat man nicht gegeizt. Das Interesse ausgehungerter Gore-Freunden wird damit geweckt, die sich am blutroten Metzelreigen kaum satt sehen können. Trotz hohem Blutzoll besticht THE FUNHOUSE MASSACRE durch enormen Unterhaltungswert. Hier ist immer was los und viel gequasselt wird nicht. Im Fokus stehen möglichst abgefahrene Todesarten. Darin ist der Film Weltmeister. Löblicherweise lässt sich FEDDY KRUEGER-Darsteller ROBERT ENGLUND kurz blicken und schaut nach dem Rechten. Der hatte zuletzt immer Pech bei der Auswahl seiner Rollen in drittklassigen Horrorfilmen. THE FUNHOUSE MASSACRE macht da eine Ausnahme. Der bereitet nämlich jede Menge Laune – auch wenn Englund zeitig sein Leben lassen muss. Als Partyfilm mit Bier und Freunden macht diese Splatter-Comedy definitiv eine gute Figur. Daher Hirn abschalten und genießen.
 
 
 


 
 
 

THE FUNHOUSE MASSACRE – Zensur

 
 
 
THE FUNHOUSE MASSACRE zelebriert – wie es bereits der Titel vermuten lässt – Gewalt zum Selbstzweck. Hier gibt es allerhand krudes Zeug zu sehen, dass aber durch den humoristischen Unterton nicht so hart wirkt, wie man es vermuten würde. Es werden Köpfe abgeschlagen, Zähne herausgerissen und Kehlen durchgeschnitten. Das ist aber noch längst nicht alles. Es würde wohl den Rahmen sprengen, wenn hier jede Todesart genannt werden würde. Vergleicht man THE FUNHOUSE MASSACRE mit Filmen wie HATCHET kann man sich in etwa ein Bild machen, wohin die Reise gehen wird. Mit viel Glück gibt es für den Streifen eine ungeschnittene Freigabe für Erwachsene (keine Jugendfreigabe). Aber die Wege der FSK sind auch heute noch unergründlich.
 
 
 


 
 
 

THE FUNHOUSE MASSACRE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Hatchet (2006)
 
Hatchet 2 (2010)
 
Hatchet 3 (2013)
 
2001 Maniacs (2005)
 
2001 Maniacs 2 – Es ist angerichtet (2010)
 

Filmreview: „Skin Collector“ (2012)

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SKIN COLLECTOR

(SHIVER)

Story

 
 
 
Sekretärin Wendy Alden (Danielle Harris) muss sich vor einem irren Serientäter (John Jarratt) in Sicherheit bringen, der Frauen ermordet, um ihre Köpfe in Einmachgläsern zu konservieren …
 
 
 


 
 
 

SKIN COLLECTOR – Kritik

 
 
 
Scream Queen (und neuerdings auch Regisseurin von AMONG FRIENDS) DANIELLE HARRIS gehört nicht nur zu den Koryphäen des modernen Horrorfilms, sie ist auch emsig dabei in möglichst vielen Genre-Produktionen mitzuwirken und greift dabei auch hin und wieder mit ihren Aufträgen deftig ins Klo. Gerade weil sich HARRIS für kein filmisches Desaster zu schade und auch Jahre nach ihrem Horroreinstand in HALLOWEEN 4 der Fanbase treu geblieben ist, freut man sich als Horrorfilmfan doch immer wieder aufs Neue, wenn mit der HARRIS auf dem Filmplakat geworben wird. Nach Hauptrollen in der unter Horrorjüngern beliebten HATCHET-Reihe hat die kesse Amerikanerin scheinbar mal wieder Lust gehabt, in einem eher lauen Filmchen mitzuwirken. Filmemacher JULIAN RICHARDS gilt mit seinem THE LAST HORROR MOVIE (2003) und DARKLANDS (1996) als Ausnahmeregisseur im Genre und hat die smarte Schauspielerin für sein neustes Werk SKIN COLLECTOR (im Original: SHIVER) gewinnen können – der Verfilmung eines Romans von BRIAN HARPER, der seine Serienkillergeschichte bereits 1992 in die Buchläden brachte. Trotz der Banalität dieser etwas unausgegorenen Buchverfilmung hat es der Regisseur geschafft, einige bekannte Gesichter für seinen Thriller um sich zu scharren, die auch schon in anderen düsteren Vertreter des Horrorfilms zu sehen waren. So konnten für knapp vier Million Dollar Produktionskosten neben JOHN JARRATT (der Bösewicht in WOLF CREEK) auch Ex-Käfervernichter CASPER VAN DIEN (STARSHIP TROOPERS) engagiert werden, wobei letzterer in der Vergangenheit eher semi-erfolgreich durch Unmengen TV-und Videoquark getingelt ist. Der Erfolg von SKIN COLLECTOR dürfte vermutlich auch auf sich warten lassen, hat doch dieser Film nichts, was sich von ähnlichen und vor allem besseren Serienkillerstreifen wie DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER (1991) oder THE CALL (2013) abzuheben versteht.
 
 
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In SKIN COLLECTOR bekommt der Zuschauer wie eh und je die gleiche Geschichte vom Serienkiller serviert, der so seine Probleme mit der weiblichen Emanzipation besitzt und demzufolge adrette Frauen von der Straße fängt und diese kurz und schmerzvoll mit einer Angelschnur um die Ecke bringt. Die Köpfe seiner Opfer werden als Trophäen in Gläsern konserviert, damit der etwas gestörte Mittfünfziger auch lange Freude an seinen hübschen Dekogegenständen hat. Sekretärin Wendy Alden (DANIELLE HARRIS) gerät als nächstes ins Visier des ausgefuchsten Perverslings, der der Polizei einfach nicht ins Netz gehen möchte. Er lauert der jungen Dame auf und überfällt sie in ihrem Apartment. Die gibt jedoch nicht klein bei und kann sich aus den Klauen des Killers befreien. Frauenmörder Franklin Rood (JOHN JARRATT) ist fasziniert vom Überlebenswillen der Büroangestellten und konstruiert einen weiteren Überfall auf Wendy. Er verschleppt die vollkommen verängstigte Frau in eine Hütte im Nirgendwo und zwingt sie zu einem makabren Spiel. Doch Kommissar Sebastian Delgado (CASPER VAN DIEN) ist dem kranken Schlitzer bereits dicht auf den Fersen.
 
 
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Wo die beachtliche Summe an Budget für SKIN COLLECTOR hingeflossen sein muss, dürfte auf ewig unergründet bleiben. Das Teil schaut billiger aus, als manch geistlos heruntergekurbeltes B-Movie, wobei in nicht wenigen Fällen selbst jeder Indie bei weitem besser ist, als das was uns Regisseur JULIAN RICHARDS hier mit SKIN COLLECTOR vorgesetzt hat. SKIN COLLECTOR fängt ganz mies an. Das Kanonenfutter für die teils bösen Kills scheinen irgendwo auf einer Porno-Convention aufgegabelt worden zu sein. Die Opfer agieren mies vermutlich, weil sie ohnehin kaum Relevanz für den weiteren Fortgang der Geschichte besitzen. Sobald HARRIS auf der Mattscheibe erscheint geht’s zumindest kurzzeitig auch mit SKIN COLLECTOR bergauf. Sie macht ihre Sache ganz ordentlich und ist die Einzige, die diesen Film noch halbwegs zusammenzuhalten versteht. Das leidlich unterhaltsame Katz-und-Mausspiel zwischen ihr und Bösewicht JOHN JARRATT nimmt den Hauptteil des Filmes ein. Wendy flüchtet, wird jedoch von Rood eingefangen. Später flüchtet sie mehrmals erneut und scheitert aufgrund ihrer Inkompetenz, so dass sie sich ihrem Schicksal fügt und das Spiel des Mörders kurzzeitig mitspielt. Wirklich viel passiert dennoch in diesem Thriller nicht, außer dass die Opfer einmal mehr lieber schreien und winseln, statt sich klug und überlegt zur Wehr zu setzen. HARRIS macht da keine Ausnahme und fuchtelt lieber mit einer Schusswaffe vorm Killer umher, als direkt von ihr Gebrauch zu machen. So wird sie immer wieder vom Schurken überwältigt und treibt so die Schläfrigkeit des Zuschauers in gefährliche Bereiche. Nach kurzem Aufschwung im Mittelteil erleidet SKIN COLLECTOR am Ende die gleiche Talfahrt wie bereits zu Beginn. Es gibt mal wieder ein unglaublich aufgesetztes Finale und Bösewicht Rood mutiert zum Aufstehmännchen MICHAEL MEYERS. Auf der Fahrt in den Hochsicherheitstrakt bringt der Killer-Opa gleich zwei Aufseher zur Strecke und beginnt seine Suche nach Wendy fortzusetzen, scheinbar hat der Fast-Rentner sonst nichts weiter in seinem kläglichen Leben zu tun, als hübschen Damen und horrorerprobten Zuschauern auf den Zünder zu gehen. Unterm Strich ist SKIN COLLECTOR kein wirklich sehenswertes Filmchen. Man mag kaum glauben, dass der Macher hinter diesem Thrillerflick die hochgelobte Fake-Serienmörder-Doku THE LAST HORROR MOVIE gedreht haben soll. Im Vergleich zum genialen Schocker aus dem Jahre 2003 ist SKIN COLLECTOR absoluter Quark mit Soße. HARRIS und JARRATT machen ihre Sache gut, können aber auch nicht verbergen, dass das Drehbuch nicht nur viele Logiklücken aufweist, sondern schlicht lieblos, unglaubwürdig und lückenhaft abgehandelt wird. SKIN COLLECTOR ist kein Film, den man gesehen haben muss. Immerhin gibt´s für die Gewaltfraktion ein paar schmerzhafte Splatterszenen. Ob die jedoch den Film besser machen, ist fraglich.
 
 
 


 
 
 

SKIN COLLECTOR – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Düsterer und blutrünstiger Serienkiller-Albtraum in der Machart von DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER. Auch wenn die HARRIS mit an Bord ist; ein guter Horrorfilm ist SKIN COLLECTOR (OT: SHIVER) leider nicht, dazu ist die Geschichte rund um den Mörder, der Frauen von der Straße fängt und nach Schema F abschlachtet einfach zu beliebig und uninspiriert. Wirklich Neues wird hier nicht geboten, auch wenn zwei bis drei kurze Gewaltexzesse die Aufmerksamkeit der Gorehounds unter den Horrorfilmfans wecken dürften. Lieber noch einmal ALEXANDRE AJAS MANIAC anschauen, denn so muss ein richtiger Serienkillerkracher im Jahr 2013 ausschauen!
 
 
 


 
 
 

SKIN COLLECTOR – Zensur

 
 
 
SKIN COLLECTOR (Originaltitel: SHIVER) hat einige ziemlich schmerzhafte Make up-Künste zu bieten. Wenn sich der Killer mit einer Angelschnur durch das Fleisch seiner Opfer schneidet, dürfte die hiesige FSK so ihr Probleme damit haben. Trotz deftiger Morde hat es SKIN COLLECTOR aber unbeschadet durch die Prüfung geschafft. Die FSK hat dem Film eine Erwachsenenfreigabe attestiert. Demzufolge darf SKIN COLLECTOR mit rotem „keine Jugendfreigabe“-Flatschen ungeschnitten im Händlerregal stehen.
 
 
 


 
 
 

SKIN COLLECTOR – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Tiberius Film (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Shiver; USA 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 96 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow, Cast & Crew Interviews, Interview mit dem Drehbuchautoren Robert Weinbach, Interview mit dem Autoren der Buchvorlage, Brian Harper

Release-Termin: 03.11.2016 (BD KeepCase)

 

Skin Collector [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

SKIN COLLECTOR – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshot liegen bei Tiberius Film)

 
 
 
Ähnche Filme:

The Call – Leg nicht auf (2013)

Das Schweigen der Lämmer (1991)

Alexandre Ajas Maniac (2012)

Dahmer (2002)

H6 – Tagebuch eines Serienkillers (2005)

Filmreview: „Inbred“ (2011)

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Inbred

Story

 
 
 
Zusammen mit zwei Sozialarbeitern machen sich einige „Problem“-Kids auf den Weg in ein kleines britisches Dörflein, um dort allerlei nützliche Arbeiten zum Wohle der Allgemeinheit zu verrichten. Kaum dort angekommen, stoßen die Städter auf eine Schar schlechtgelaunter Hinterwäldler, die sich merklich in ihrer Ruhe gestört zu fühlen scheinen. Nach anfänglicher Skepsis auf beiden Seiten kommt es wenig später zur ersten Konfrontation zwischen den Parteien, mit unverhofftem Ausgang für alle Beteiligten.
 
 
 


 
 
 

Inbred – Kritik

 
 
 
Um die volle Aufmerksamkeit der weltweiten Horrorfilmfans zu ernten, bedarf es nicht immer kreativ-ersponnener und intellektuell-einzigartiger Filmkost. Oftmals reicht es einfach nur aus, einen werbewirksamen und vollkommen sinnfreien Trailer ins Internet zu stellen, der mit blutigen Detail-Aufnahmen nicht geizt. Der kommende Indie-Reißer „Inbred“ ist ein derartiger Vertreter. Noch bevor überhaupt ein Fan sich von den eigentlichen filmischen Qualitäten dieses Horror-Knallers überzeugen konnte, schwirten Monate vor der eigentlichen Veröffentlichungen zusammenhanglose Clips durch die einschlägigen Videoportale, die dem ausgehungerten Filmfreund Lust auf mehr machen sollten. Zu Recht, denn nach ansprechend zusammengewerkelten Clips und der Auswertung auf internationalen Filmfestivals erscheint „Inbred“ nun ohne Umwege direkt auf Blu-ray und DVD.
 
Alex Chandon„, Regisseur dieses teilweise arg grenzwertigen Horrorspaßes, scheint in der Filmszene kein Unbekannter zu sein und versteht sein blutig makaberes Handwerk so gut wie kein anderer Independent-Regisseur zuvor. Bereits in seinen Frühwerken „Bad Karma“ und „Cradle of Fear“ wußte er gekonnt, gewalttätige Filmstoffe optisch-kontrovers auf Zelluloid zu bannen. Auch sein aktueller Beitrag „Inbred“ macht da keine Ausnahme und steht in seiner blutigen Zeigefreudigkeit anderen aktuellen Genre-Filmen in nichts nach. Direkt nach Beginn fällt sofort ins Gewicht, dass sich „Alex Chandon“ technisch enorm weiterentwickelt hat. Vergleicht man die filmischen Stilmittel und die erzählerische Herangehensweisen eines „Inbred“ mit der etwas holprigen Naivität seiner Anfangswerke so erstaunt der Quantensprung zwischen den Werken enorm. Vom Charme eines Amateur-Films ist hier kaum noch etwas zu spüren. „Inbred“ schaut mit seinen opulent düsteren Bildern fast schon wie ein Mainstream-Werk aus und die arg konventionelle Erzählstruktur zieht sich wie ein homogener blutiger Pfaden durch die Szenarie.
 
Das schmuddelig-britische Dorf-Idylle wurde in teilweise unheimlich-düsteren Farben getaucht, sodass man als Zuschauer vorab bereits erahnen dürfte, was der Handvoll Stadt-Menschen vermutlich widerfahren könnte. Die unheimliche Bedrohung ist zu Beginn derart verstörend und offensichtlich, dass man als Filmfreund mit mulmigen Gefühl vor der heimischen Glotze sitzt und nägelkauend auf den ersten Kill wartet. Soweit, so gut. Bis knapp zur Film-Hälfte macht Regisseur „Alex Chandon“ wirklich alles richtig. Die unzureichend intelligente Hinterwäldler-Brut hält sich dezent im Hintergrund und erinnert in ihrer dreckig-kompromisslosen Morallosigkeit an Backwood-Slasher wie „Texas Chainsaw Massacre“ und „Wrong Turn„. Nach der ersten zugespitzten Konfrontation zwischen Stadt- und Landmensch und dem unweigerlich befremdlichen Ableben eines der Stadtmenschen mutiert „Inbred“ zu einer arg geschmacklosen Nummernrevue, die an perversen Ideen ihresgleichen suchen dürfte. Die Hinterwäldler verhalten sich klischeebeladen so, wie es sich für einen derartigen Film seines Kalibers gehört: primitiv und abartig. Garniert wird der perfide Einheitsbrei mit teilweise derart drastischen Spezialeffekten, dass empfindsameren Gemütern das Lachen vermutlich im Halse stecken bleiben dürfte. Die recht makaberen und schwarz-humorigen Passagen verfehlen aufgrund der schonungslosen Zeigefreudigkeit der Brutalitäten an Relevanz und wirken teilweise total fehl am Platz, zumal sie anstatt lustig zu wirken, eher widerwärtige Abscheu verursachen. Hauptaugenmerk für gierige Splatter-Freunde dürfte vermutlich die grafisch krude Enthauptungsszene des Sozialbetreuers darstellen, die in ihrem Realismus selten zuvor in einem Horrorfilm erlebt werden durfte. Schon allein dessen, dürfte eine ungeschnittene deutsche Filmfassung ausgeschlossen werden.
 
Freunde des derben Horrorfilm-Geschmacks dürften in „Inbred“ vermutlich einen neuen Kultfilm gefunden haben. Selten zuvor bot ein Genre-Film derart viele Geschmacklosigkeiten in gerade einmal 90 Minuten Filmlaufzeit.Die zurückgebliebenen Dörfler verhalten sich einmal mehr niveaulos und unzivilisiert und natürlich scheint auch den Stadtmenschen der Bezug zur Realität vollkommen fremd. Noch bevor der Film so richtig in die Gänge gerät, sind die bedrohlichen Elemente des Films offensichtlich. Für die handvoll Städter gestalten sich die mysteriösen Gegebenheiten scheinbar derart normal, dass diese die Arbeit an der frischen Landluft wohlgelaunt fortführen und letztendlich für ihre unvergleichbar penetrante Dummheit bestraft werden müssen. Das etwas hanebüchene Ende und die unlogischen Denkstrukturen der Überlebenden verursachen Ratlosigkeit beim Zuschauer, denn gerade das Filmende strotzt nur so vor unklaren Verhaltensmustern und nicht nachvollziehbarer Logik. Hauptaugenmerk von „Inbred“ ist jedoch nicht die klischeebeladene, löchrige Handlung, sondern vielmehr der zeigefreudige Realismus der arg kruden Splatter-Effekte, die vor allem Gorehounds entzücken lassen dürften. Die Bilderflut an optischen Grausamkeiten ist enorm und deuten in ihrer Professionalität kaum noch davon, dass es sich eigentlich bei „Inbred“ um ein kleines Indie-Filmchen handelt, dass gerade einmal eine Million Pfund gekostet haben soll. Ein Fortsetzung ist bereits jetzt offensichtlich und dürfte demnach nicht lange auf sich warten lassen.
 
 
 


 
 
 

Inbred – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Hostel“ und „Wrong Turn“ meet „“2001 Maniacs“ – Derber und geschmackloser Edel-Splatter-Streifen, der aufgrund der exzellent umgesetzten F/X´s vermutlich einzig ausgehungerten Gorehounds munden dürfte.
 
 
 


 
 
 

Inbred – Zensur

 
 
 
Aufgrund der arg zeigefreudigen F/X und der Tatsache, dass Konflikte einzig und allein nur durch Töten bewältigt werden, ist der Film hierzulanden ungeschnitten nicht durch die FSK gekommen. Der hiesige Vertrieb „Mad Dimension“ hat demnach Schnitte vornehmen müssen um eine „keine Jugendfreigabe„-Kennzeichnung erhalten zu können. Während ein Mediabook mit der ungeschnittenen Fassung über Österreich vertrieben wurde, hat es der Rechteinhaber noch einmal wissen wollen und den Streifen ein weiteres Mal ungeschnitten der FSK vorgelegt. Diesmal mit Erfolg – „Inbred“ wurde in der unzensierten Fassung mit dem roten 18er-Flatschen versehen und darf nun regulär und komplett in deutschen Super- und Fachmärkten ausliegen.
 
 
 


 
 
 

Inbred – Deutsche Blu-ray

(Deutsche Erstauflage – geschnitten)

 
 
 
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(c) Mad Dimension

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Inbred; Großbritannien 2011

Genre: Horror/Thriller

Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1080p, 2,35:1 (16:9)

Laufzeit: 94 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe – geschnitten!

Verpackung: Edle, schwarze Amaray mit Wendecover

Extras: Making of ohne deutsche Untertitel (50 min)

Release: 12.04.2013

 
 
 
Die Blu-ray aus dem Hause „Mad Dimension“ ist technisch tadellos, wären da nicht die diversen Schnitte, die diese Veröffentlichung im Grunde genommen vollkommen nutzlos machen. Neben einem etwas sehr unkreativ gestalteten Hauptmenü, gibt es auf der vorliegenden Scheibe auch ein umfangreiches 50-minütiges Making of zu bewundern, dem aber leider keine Untertitel spendiert wurden. Außerdem kommt die geschnittene Heimkinofassung, wie aktuell üblich bei Produkten von „Mad Dimension„, mit einem flatschenfreien Wendecover und einer edlen, schwarzen Amaray-Hülle daher. Ob man sich jedoch diese Veröffentlichung unbedingt in das Regal stellen möchte, sollte jeder Filmfreund für sich selbst entscheiden. Bleibt zu erwähnen, dass neben der regulären DVD und Blu-ray, auch eine konvertierte 3D-Blu-ray des Films (ebenso cut) im Handel erhältlich ist. Im übrigen handelt es sich bei der vorliegenden Scheibe um eine vollkommen untertitelfreie Veröffentlichung. Nicht einmal dem Hauptfilm besitzt eine deutsche Untertitelspur – ein absolutes NoGo!
 
 
 

Inbred [Blu-ray] bei AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

Inbred – Deutsche Blu-ray

(Deutsche Zweitauflage – ungeschnitten)

 
 
 
Inbred-uncut-Blu-ray

(c) Mad Dimension

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Inbred; Großbritannien 2011

Genre: Horror/Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1080p, 2,35:1 (16:9)

Laufzeit: 98 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe – ungeschnitten!

Verpackung: Edle, schwarze Amaray mit Wendecover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release: 31.10.2014

 
 
 
Über ein Jahr nach der Veröffentlichung der Erstauflage hat sich der Rechteinhaber dazu entschlossen eine ungeschnittene Version des Streifens für den deutschen Handel zu veröffentlichen. Die FSK hatte dem Streifen in der ersten Instanz eine ungeschnittene Freigabe verweigert. Das Label legte den Film ein weiteres Mal der FSK zur Kontrolle vor und erhielt überraschenderweise das Go für eine ungeschnittene Veröffentlichung. Die Ausstattung ist bei der Zweitauflage im Grunde genommen identisch – nur die Extras fehlen. Wer das ganze Paket an Bonusmaterial sein Eigen nennen möchte, muss den Umweg über Österreich in Kauf nehmen. Dort wurde der Film ebenfalls ungeschnitten und in deutscher Sprache im Mediabook veröffentlicht. Massig Bonus inklusive.
 
 
 

Inbred [Blu-ray] [ungeschnittener Directors Cutt] [Director’s Cut] bei AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

Inbred – Trailer

 
 
 


 
 

Hellraiser80

 
 
 

Ähnliche Filme:

 

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