Filmkritik: „Hell Is Where the Home Is“ (2018)

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HELL IS WHERE THE HOME IS

(TRESPASSERS)

Story

 
 
 

Ein blutig-unterhaltsames Gemetzel: Zwei Paare mieten im Internet eine moderne Villa für das Wochenende an. Keine gute Idee, denn bald werden die jungen Leute dort von Fremden überrascht, die es nicht gut mit den ahnungslosen Mietern meinen.

 
 
 


 
 
 

HELL IS WHERE THE HOME IS – Kritik

 
 
 
Wenn es in Horrorfilmen am späten Abend an Haustüren klopft oder klingelt, stellen sich Zuschauer in Alarmposition. Nicht ohne Grund, denn in den meisten dieser Filme stattet dann nämlich der Tod einen Besuch ab. HELL IS WHERE THE HOME IS ist der gefühlt tausendste Schocker dieser immer wieder gleich aufgebauten Art von Filmen in denen ahnungslose Personen von bösen Menschen in den eigenen vier Wänden terrorisiert werden. Regisseur ORSON OBLOWITZ erfindet mit seinem Beitrag zum Home-Invasion-Filmfach das Rad nicht neu. Trotzdem sorgt er mit seinem Film für etwas Abwechslung in dem er an unerwartete Wendungen denkt und sich so einige Meter von den üblichen Pfaden des Home-Invasion-Genres entfernt. Zwar nicht viel – aber immerhin.
 
 
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Eine Nacht mit unerwartetem Ausgang. Vier Freunde haben sich eine Villa übers Wochenende gemietet. Darin will man es sich gut gehen lassen und einige Probleme klären. Doch statt klärende Gespräche zu führen, wird lieber Koks geschnüffelt und durch die Betten gesprungen. Eine trügerische Idylle, die bald ihren Zenit erreicht. Die beiden befreundeten Paare bringen nämlich Konfliktpotenzial mit. Das bekommt auch eine mysteriöse Besucherin zu spüren, die zu unchristlicher Stunde an der Türe klingelt. Die Fremde gibt sich als Nachbarin aus und bittet um Hilfe. Das glauben die Freunde aber nicht. Die vermuten böse Intensionen und treten so eine Kette von Umständen in Gang, die für reichlich Kunstblut sorgt.
 
 
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HELL IS WHERE THE HOME IS bietet blutigen Nachschub für Liebhaber fieser Home-Invasion-Thriller, wobei sich der Film dann doch etwas sehr viel Zeit damit lässt, genanntem Subgenre die Weichen zu ebnen. Wir erleben, wie es in vier Freunden brodelt. Die sehen zwar makellos aus, haben es aber faustdick hinter den Ohren. Hinter der perfekten Fassade verbergen sich dunkle Geheimnisse und skrupellose Persönlichkeiten. Eine Tatsache mit der sich HELL IS WHERE THE HOME IS keinen Gefallen tut. Die fehlerbehafteten Figuren treten nämlich alles andere, nur nicht sympathisch in Erscheinung. Das ist für einen Horrorfilm nicht unbedingt förderlich, der das Publikum dazu auffordert mit den Protagonisten durch die Hölle zu gehen. Weil die Figuren nur selten zugänglich sind und man sich nicht mit ihnen identifizieren kann, leidet man nicht mit. So bleibt das Schicksal der Helden weitestgehend egal. Keine guten Voraussetzungen, um einem Horrorthriller bis zum Abspann zu folgen.
 
 
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Offenbar hat das selbst Drehbuchautor COREY DESHON erkannt. Der versucht im letzten Moment die Kurve zu bekommen und bereichert seine Geschichte um jede Menge Schmuddelkram. Ein paar nicht minder skrupellose Gesellen statten den jungen Leuten einen Besuch ab und machen den Mittdreißigern das ohnehin schon vermasselte Leben zur Hölle. Die Richtungswechsel wirken konstruiert, bietet aber die Möglichkeit jede Menge Gewalt zu zelebrieren. Da werden die Frauen des makellosen Viergespanns gequält, Macheten in Köpfe geschlagen und Kamerastative zweckentfremdet – die Feuerlöscherszene aus IRREVERSIBEL lässt grüßen. Das Blut fließt reichlich und entschädigt für manch müden Hänger in der ersten Filmhälfte.
 
 
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HELL IS WHERE THE HOME IS – der übrigens anfangs noch den weitaus passenderen Titel TRESPASSERS (deutsch: Eindringlinge) trug – ist keine Sternstunde des Home-Invasion-Genres. Dennoch liefert er solide Unterhaltung für jene, die gern ahnungslosen Menschen dabei zusehen, wie sie von zwielichtigen Gestalten gequält, überfallen und getötet werden. Der Film verfügt über einen stimmigen Synthesizer-Soundtrack, wie man ihn vor allem in vielen italienischen Horrorfilmen der 1980er ganz ähnlich gestrickt zu hören bekam. Zudem überzeugt der Film durch durchdachte Kamerafahrten und atmosphärische Kameraeinstellungen. Letztere werden gern mal in sattes Blau oder Rot getaucht. Ob da jemand Altmeister DARIO ARGENTO nacheifern wollte? Zumindest stehen die stilistischen Spielereien dem Schocker ganz gut und lassen ihn wertiger erscheinen, als er letztendlich ist. Für einen ungemütlichen Winterabend mit der schreckhaften Freundin ganz brauchbar, denn trotz Schwächen wird man solide unterhalten!
 
 


 
 
 

HELL IS WHERE THE HOME IS – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Wendungsreicher Home-Invasion-Schocker mit makabren Überraschungen. HELL IS WHERE THE HOME IS nimmt sich ziemlich viel Zeit, bis er endlich mal zum Punkt kommt. Dafür bricht der Albtraum dann umso schonungsloser über die Protagonisten herein. Zwar leidet der Streifen unter seinen unnahbaren Helden, denen man schon recht früh einen möglichst grausamen Tod wünscht. Dafür wird er Zuschauer mit einigen blutigen Finessen in der zweiten Filmhälfte entschädigt, die definitiv nichts für zimperliche Gemüter sind. Was man HELL IS WHERE THE HOME IS gutheißen muss ist die Tatsache, dass hier alles etwas anders kommt, als erwartet. Das wirkt zwar manchmal etwas konstruiert, gestaltet sich aber als cleverer Schachzug, um auch jene ansprechen zu können, die nahezu alle Home-Invasion-Thriller der letzten Jahre gesehen haben und müde von den immer gleichen Abläufen geworden sind. HELL IS WHERE THE HOME IS ist ein bitterböser Home-Invasion-Horror, der keine Gefangenen macht. Wer es etwas härter im Film bevorzugt, ist hier an der richtigen Adresse.
 
 
 


 
 
 

HELL IS WHERE THE HOME IS – Zensur

 
 
 
HELL IS WHERE THE HOME IS hat in der zweiten Filmhälfte einige Gewaltszenen zu bieten. Eine Machete wird in einen Kopf geschlagen und Messer in Körper gerammt. Außerdem wird vor Gesichtern mit einem Eisengegenstand auf Pistolenmunition geschlagen, bis diese gezündet wird. Die makaberste Szene ist diese, in der eine Filmfigur mit dem Gesicht auf einen Gegenstand fällt und sich dieser durch ihr Auge bohrt. Hierzulande dürfte es für diesen Thriller eine Erwachsenenfreigabe geben. Das deutsche Label Pierrot Le Fou hat sich die Auswertungsrechte für Deutschland gesichert und wird den Film im Dezember 2019 im Mediabook veröffentlichen.
 
 
 


 
 
 

HELL IS WHERE THE HOME IS – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei PIERROT LE FOU | IFC FILMS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Ghostland (2018)
 
Kidnapped (2010)
 
Mother’s Day (2010)
 
You’re Next (2011)
 

Filmkritik: „Puppet Master – Das tödlichste Reich“ (2018)

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PUPPET MASTER: DAS TÖDLICHSTE REICH

(PUPPET MASTER: THE LITTLEST REICH)

Story

 
 
 
In der Neuauflage zu „Puppet Master“ findet zum 30. Todestag vom Puppenschöpfer Toulon ein Gemetzel bei einer Convention statt. Die mordenden Puppen sind zurück und sie wollen Blut sehen.

 
 
 


 
 
 

PUPPET MASTER: DAS TÖDLICHE REICH – Kritik

 
 
 
Zu Beginn eine Retrospektive: 1989 drehte David Schmoeller mit „Puppet Master“ ein kleines B-Movie um mordende Puppen und unter der Produktion von Charles Band, dem Experten, wenn es um kleine, mordende Wesen geht, avancierte sich der gar nicht mal besonders gute Film zum Kult. Ziemlich schnell folgten zwei weitere Teile, von denen gerade Teil 3 „Toulon’s Revenge“ als kleines Highlight bezeichnet werden darf. Ähnlich wie bei Reihen namens „Freitag der 13.“ oder „Halloween“ wurde aus „Puppet Master“ ein Name und die 90er waren das produktivste Jahrzehnt dieser Reihe. Aus den sowieso nie besonders teuren Filmen wurden aber schon bald ziemlich billige Videothekenableger, die mit den Originalfilmen nicht mehr besonders viel zu tun hatten. Beim vierten Teil ging dies noch gut und der fünfte Teil „The Final Chapter“ deutete schon damals ein Ende der Reihe an, ehe man den Fan-Wünschen ein paar Jahren später nachkam und mit „Curse of the Puppet Master“ 1998 einen sechsten Teil herausbrachte. Hier und beim Nachfolger war aber nichts mehr vom einstigen Charme vorhanden und die Krone setzte dem Ganzen dann „The Legacy“ von 2003 auf, der eigentlich nur aus Rückblicken bestand. Mit „Puppet Master vs. Demonic Toys“ gab es eine billige Fernseh-Spin-Off-Fortsetzung und danach war erst mal einige Jahre Ruhe, bis sich 2010 erneut etwas tat. Mit „Axis of Evil“ bekam die Nazi-Thematik mehr Platz eingeräumt und die Qualität stieg sogar etwas an. Bei den beiden Nachfolgern „Axis Rising“ und „Axis Termination“ führte sogar Charles Band höchstpersönlich Regie. Während er das beim ersten Teil gut gemacht hat, war das bisher letzte Lebenszeichen der Puppen eher mau, doch diese Reihe scheint absolut nicht totzukriegen zu sein, denn 2018 war es soweit und ein weiterer Teil, insgesamt also bereits der 13., wurde herausgebracht. Man hat es dieses Mal allerdings mit keiner Fortsetzung zu tun, sondern mit einer kompletten Neuausrichtung und genau das hat diese Reihe auch mal gebraucht. Mit „Puppet Master: Das tödlichste Reich“ bekommt man wohl den bisher besten Teil dieser langlebigen Reihe geboten.
 
 
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Die größte Änderung ist, dass Toulon hier als Bösewicht dargestellt wird. Ansonsten ist eigentlich alles beim Alten geblieben und trotzdem weicht die Erzählweise von den anderen Teilen deutlich ab. Nachdem man anfangs kurz den bösen Toulon in der Vergangenheit sehen durfte, wechselt das Geschehen in die Gegenwart und da geht es um Edgar, der sich gerade erst scheiden hat lassen. Er findet im Zimmer seines verstorbenen Bruders eine Puppe, die er mit zu einer Convention nimmt, denn der 30. Todestag von Toulon wird gerade gefeiert. Erst mal bei der Convention angekommen, entwickelt nicht nur die eine Puppe ein bedrohliches Eigenleben und es dauert nicht lange, da häufen sich die Leichen. Der Hintergrund ist dabei sicherlich nicht besonders wichtig und viel Story hat „Das tödlichste Reich“ auch gar nicht zu erzählen, eine solche stand bei dieser Reihe aber sowieso nie großartig im Vordergrund. Trotzdem ist das Drehbuch, welches sogar von S. Craig Zahler geschrieben wurde, brauchbar und es tut mal gut, dass hier ein Neustart gewagt wurde. Wie schon in einigen Vorgängern wird das Szenario stark mit den Nazis verknüpft und selbst wenn der Fokus mehr auf Splatter liegt, bekommt die Geschichte hinterher noch eine ganz solide Dynamik.
 
 
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Regie durfte das Duo Tommy Wiklund und Sonny Laguna führen. Man sieht natürlich, dass hinter „Das tödlichste Reich“ nicht das große Geld steckt, aber das war bei dieser Reihe nie der Fall. Allerdings sieht der Film schon deutlich aufwendiger aus, als die Vorgänger, die Charles Band (hier selbstverständlich wieder als Produzent mit an Bord) gedreht hat. Nach einer recht ausgiebigen, aber irgendwie sympathischen Einleitung, wird in der zweiten Hälfte vordergründig gemetzelt und hier kann der Film durchaus punkten, denn er bietet reichlich Splatter, welcher erfreulicherweise sogar fast komplett von Hand gemacht wurde. Der Gorehound kommt da definitiv auf seine Kosten und an nackter Haut mangelt es ebenfalls nicht. Die Kulissen sind dabei nicht unbedingt sehr aufwendig, erfüllen ihren Zweck aber vollkommen und es ist zudem schön, dass man die Titelmelodie leicht beibehalten hat. Bereits der liebevoll gestaltete Vorspann zeigt, dass man sich hier doch Mühe gegeben hat, um die Fans zu bedienen und die bekommen hier das volle Programm. Ist man nur auf mordende Puppen aus, wird man auf jeden Fall ordentlich bedient und im letzten Drittel wird das Ganze auch noch ein wenig aufwendiger.
 
 
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Den positiven Gesamteindruck runden die soliden Darsteller dann ab. Thomas Lennon funktioniert als Identifikationsfigur für den Zuschauer und spielt das ganz sympathisch. Als Toulon gibt es nun sogar Udo Kier zu sehen, der zwar leider nur am Anfang einen kurzen Auftritt hat, aber perfekt in diese Rolle passt. Mit Barbara Crampton ist sogar jemand mit dabei, der schon im Original mitgespielt hat und Matthias Hues passt ebenfalls in dieses Werk hinein. Es gibt eine ganze menge Rollen und selbst wenn man hier nicht das beste Schauspiel erwarten sollte, so ist doch alles zweckdienlich und es wird niemals nervig. So viel Qualität gab es in dieser Reihe jedenfalls nicht immer, aber „Das tödlichste Reich“ hat sowieso nicht mehr besonders viel mit seinen Vorgängern zu tun. Weder besitzt er diese 80er Jahre Atmosphäre aus der Anfangszeit, noch die 90er-Jahre-Billigfilm-Stimmung. Erst recht besitzt er nicht die günstige Inszenierungskunst von Charles Band und eigentlich kann man sich hier seit langer Zeit mal wieder wie in einem ernsthaften Film vorkommen, der natürlich nicht ernst wirken möchte, der es aber eben zulässt, dass man nicht sofort nur an den billigsten Trash denken muss. Das ist nicht immer höchst unterhaltsam, meist aber doch erfreulich amüsant und wer mit dieser Reihe aufgewachsen ist, wird hier einen nachvollziehbaren Sprung in die Gegenwart erleben, der sich qualitativ deutlich von den letzten Vorgängern abhebt. Das offene Ende deutet ja eine Fortsetzung schon ganz klar an und wahrscheinlich wird „Puppet Master“ in ein paar Jahrzehnten die langlebigste Filmreihe aller Zeiten sein. An diesem Rekord wird dann auch niemals mehr jemand etwas ändern können!
 
 
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PUPPET MASTER: DAS TÖDLICHE REICH – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
„Puppet Master: Das tödlichste Reich“ ist natürlich nicht mehr als ein kleiner B-Horrorfilm, doch er stellt tatsächlich den besten Teil der Reihe dar und sollte Fans der früheren Werke dieser Reihe durchaus gefallen. Die Puppen morden sich kräftig durch den Film und sorgen für viel Splatter, so dass jeder Gorehound auf seine Kosten kommt. Nebenbei ist die Geschichte als Neustart ganz in Ordnung und die Darsteller erledigen ihre Arbeit solide. Das ist relativ simpel gemacht, besitzt aber dennoch eine gewisse Qualität und ist einfach recht unterhaltsam. Wer noch nie etwas mit diesen Filmen zu tun hatte, kann eine gewisse Euphorie vielleicht nicht nachvollziehen, doch gerade wenn man alle Teile gesehen hat, wird man überrascht sein, denn „Das tödlichste Reich“ ist ein durchaus brauchbarer Film geworden und er wird mit Sicherheit nicht der letzte Teil der Reihe bleiben!
 
 
 


 
 
 

PUPPET MASTER: DAS TÖDLICHE REICH – Zensur

 
 
 
„Puppet Master: Das tödlichste Reich“ ist schon sehr zeigefreudig. Damit hatte wohl auch die FSK Probleme, weshalb man dort die Freigabe verweigerte. Doch der deutsche Rechteinhaber Pierrot Le Fou hat Erfahrung mit „schwierigen“ Filmen. Das Label scheute nicht den Gang zur Juristenkommission SPIO/JK und wurde belohnt. Die Prüfinstanz erteilte dem Film in der Uncut-Fassung die leichte SPIO/JK-Freigabe „keine schwere Jugendgefährdung“. Sammler von Uncut-Fassungen können daher bedenkenlos zugreifen, wenn sie den Splatter-Spaß im Handel finden.
 
 
 


 
 
 

PUPPET MASTER: DAS TÖDLICHE REICH – Blu-ray

 
 
 
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(c) PIERROT LE FOU (Blu-ray KeepCase-Version)

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(c) PIERROT LE FOU – Uncut #16 (auf 3000 Stück limitiertes Mediabook mit DVD + Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Puppet Master: The Littlest Reich; Großbritannien | USA 2018

Genre: Horror, Splatter

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: SPIO JK geprüft: keine schwere Jugendgefährdung (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | limitiertes Mediabook

Extras: Interviews (u. a. mit Udo Kier Jenny Pellicer Thomas Lennon), Drehtagebuch, „Die Ankunft der Killerpuppen“, Trailer | zusätzlich im Mediabook: Film auf DVD, Booklet, Poster

Release-Termin: Mediabook: 12.07.2019 | KeepCase: 06.09.2019

 

Puppet Master: Das tödlichste Reich [Mediabook mit DVD + Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Puppet Master: Das tödlichste Reich [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

PUPPET MASTER: DAS TÖDLICHE REICH – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

Die Rechte aller für die Review verwendeten Bilder liegen bei PIERROT LE FOU

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Puppetmaster (1989)
 
Puppetmaster II (1990)
 
Puppetmaster 3 (1991)
 
Puppetmaster IV (1993)
 
Puppet Master V (1994)
 
Curse of the Puppetmaster (1998)
 
Retro Puppetmaster (1999)
 
Puppet Master: The Legacy (2003)
 
Dämonische Spiele – Puppet Master vs. Demonic Toys (2004)
 
Puppet Master: Axis of Evil (2010)
 
Puppet Master X: Axis Rising (2012)
 
Puppet Master: Axis Termination (2017)
 
Demonic Toys (1992)
 
Dolls (1987)
 
Robert – Die Puppe des Teufels (2015)
 

Filmkritik: „Death House“ (2017)

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DEATH HOUSE – GEFANGEN IN DER HÖLLE

(DEATH HOUSE)

Story

 
 
 

Enttäuschender Low-Budget-Horror: In einem Hochsicherheitsgefängnis bricht das Chaos los, als plötzlich der Strom ausfällt und sich alle Gefangenen aus ihren Zellen befreien können.

 
 
 


 
 
 

DEATH HOUSE – Kritik

 
 
 
Was wäre GUNNAR HANSEN glücklich gewesen, wenn er erfahren hätte, das man sein einziges Drehbuch verfilmt. Der Leatherface-Darsteller aus dem allerersten TEXAS CHAINSAW MASSACRE von 1974 hatte nämlich ein Skript verfasst in dem er alle Schauspiellegenden des modernen Horrorkinos vereinen wollte. Leider machte ihm der Tod einen Strich durch die Rechnung. Im Jahre 2015 verstarb der gebürtige Isländer ganz plötzlich und hinterließ eine Idee, die das Blut vieler Horrorfilmfans in Wallung brachte. Um dem verstorbenen Freund die letzte Ehre zu erweisen, griff Regisseur B. HARRISON SMITH das Projekt neu auf. Der ordnete die Idee über eine Horror-Version von THE EXPANDABLES, schliff am Drehbuch seines Vorgängers und inszenierte das Zusammentreffen der Horror-Ikonen unter dem Titel DEATH HOUSE. Das Resultat ist beachtlich – vor allem vor dem Hintergrund, wer sich da alles die Türklinke in die Hand gibt. Nahezu jeder Horror-Star erhielt eine Nebenrolle im Film. Da stellt sich berechtigterweise die Frage, ob so viele Gastauftritte überhaupt gut für eine Filmhandlung sein können. Im Falle von DEATH HOUSE ist das Ergebnis dann doch mehr schlecht, als recht. Da werden Enttäuschungen vorprogrammiert sein, denn dieses Wiedersehen bekannter Horror-Ikonen entpuppt sich als cineastischer Schnellschuss.
 
 
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Irgendwo in der Wüste Nevadas steht ein geheimes Hochsicherheitsgefängnis, das die Regierung als „Death House“ bezeichnet. Der Grund für die grausige Bezeichnung kommt nicht von ungefähr. Wer hier einsitzt, hat es geschafft und wird sein Lebtag kein Tageslicht mehr sehen. In diesem Knast lungern die gefährlichsten Verbrecher Amerikas, an denen Wissenschaftler obskure Experimente mit neuen Technologien durchführen. Von denen sollen sich zwei Bundesbeamten Toria Boon (CORTNEY PALM) und Jae Novak (CODY LONGO) ein Bild machen. Die erhalten eine exklusive Führung durch die Hallen der schaurigen Gefängnisanlage über die bald die Hölle hereinbrichen wird. Da fällt plötzlich der Strom aus, Knastzellen öffnen sich und die Angestellten werden zu Freiwild. Eine dumme Situation, die auch unsere beiden Besucher an Grenzen bringt. Die müssen sich durch das Gebäude kämpfen und sehen sich mit unzähligen Irren konfrontiert, die nur ein Ziel kennen: töten, töten, töten.
 
 
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Horror-Ikonen sind kein Garant für sehenswerte Horrorware. Zu dieser Einsicht muss man zwangsläufig kommen, wenn man DEATH HOUSE gesehen hat. Hier tummeln sich zwar bekannte Gesichter aus Horrorfilmen vor die Linse, sonderlich sehenswert ist das große Wiedersehen aber nicht. DEATH HOUSE entpuppt sich als günstig gedrehter Horror-Murks, der ohne Genre-Größen wie TONY TOOD, KANE HOODER oder BILL MOSELEY wohl kaum Aufmerksamkeit erhalten hätte. Die Ernüchterung folgt auf dem Fuß. DEATH HOUSE ist vollkommen spannungsfrei und wirr. Die Handlung wirkt an den Haaren herbeigezogen und besitzt keinen roten Faden. Oftmals will man das Gefühl nicht loswerden, als habe man hier wahllos Gedanken zusammengewürfelt und in eine Handlung gepresst, die zu keiner Minute Sinn ergibt. Nun gut, mag man meinen – im Horrorfilm macht selten etwas Sinn. Was aber im Falle von DEATH HOUSE zugemutet wird, ist jenseits von Gut und Böse. Der Film hangelt sich von Gastauftritt zu Gastauftritt. Dazwischen herrscht gähnende Langeweile. Nicht einmal die kurzen und nicht immer professionell in Szene gesetzten Gewaltspitzen können das filmische Desaster vor dem Untergang bewahren. Da will man nicht wissen, was Leatherface-Darsteller GUNNAR HANSEN zuvor geraucht haben muss, als er diesen unschlüssigen Rohrkrepierer zu Papier brachte. Offenbar müssen es Drogen von einem fernen Planeten gewesen sein. Anders lässt sich dieser filmische Totalausfall nicht erklären.
 
 
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DEATH HOUSE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Boah, gar nicht mal so gut. Der Trash-Heuler DEATH HOUSE hätte ein Fest für Horror-Fans werden können. Leider hat man all das vermasselt, was man nur vermasseln kann. Das Drehbuch ist eine Zumutung, der abstrusen Handlung lässt sich nur schwer folgen und auf ein ausuferndes Splatterfest wartet man vergebens. Hinzukommt, dass die Ausleuchtung dunkler Flure und Gänge in der zweiten Filmhälfte derart schlecht ist, dass sich kaum erkennen lässt, was sich da auf der Mattscheibe abspielt. Da hat man nach zähen 45 Minuten Einleitung doch mehr erwartet, zumal auch die Gore-Effekte nicht unbedingt die besten sind. Immerhin bekommt man ein paar Gesichter aus bekannten Horrorfilmen zu sehen, die im Genre Rang und Namen haben. Ob die aber vor den Dreharbeiten geahnt haben, auf was für ein Desaster sie sich hier einlassen, steht auf einem anderen Blatt. Offenbar war für viele der hier Beteiligten Ebbe in der Geldbörse. Um den Lebensunterhalt bestreiten zu können, hat man wohl einfach unterschrieben. So hat man sich ein Klassentreffen der Horror-Ikonen nicht unbedingt vorgestellt.
 
 
 


 
 
 

DEATH HOUSE – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von DEATH HOUSE ist ungeschnitten und erst für Erwachsene freigegeben. Im Film gibt es diverse Gewalszenen, die aber für eine FSK18-Freigabe in Ordnung gehen, um dafür im stationären Handel ungeschnitten ausgelegt werden zu können. Sonderlich brutal – wie anfangs gedacht und vom Label KSM beworben – ist DEATH HOUSE nicht. Auch wenn ab und an Menschen das Zeitliche segnen, ist dieser Horror-Trash keine Sternstunde des Gewalt- und Splatterkinos.
 
 


 
 
 

DEATH HOUSE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NewKSM

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Death House; USA 2017

Genre: Horror, Action, Krimi, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: 2 Blu-rays im Keepcase mit Wechselcover und im Schuber

Extras: Trailer, Trailershow, Behind The Scenes, Interviews, Bildergalerie

Release-Termin: 28.03.2019

 

Death House [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

DEATH HOUSE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei NewKSM )

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Incident (2011)
 
Aftershock – Die Hölle nach dem Beben (2012)
 
Prison – Rückkehr aus der Hölle (1987)
 

Filmkritik: „Pledge“ (2018)

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PLEDGE

Story

 
 
 

Einige Außenseiter suchen Anschluss auf dem Campus und nehmen an einem Aufnahmeritual teil. Was sie nicht wissen: die Prozedur ist alles andere als schmerzfrei.

 
 
 


 
 
 

PLEDGE – Kritik

 
 
 
Schule kann grausam sein – vor allem dann, wenn Protagonisten im Horrorfilm zum Außenseiter auserkoren werden. Die müssen nicht selten grausame Schikanen über sich ergehen lassen, die sich Mitschüler ausdenken, um für die Betroffenen den täglichen Schulbesuch zum Albtraum zu machen. Doch wer meint, dass es mit dem Schulabschluss getan ist, der irrt. Auch auf dem Campus herrscht ein rauer Ton – zumindest, wenn es nach dem Horrorthriller PLEDGE geht. Der zieht drei Außenseiter in einen Strudel grausamer Umstände und lässt am Ende die Bombe platzen. Klingt nach einer Variation der King-Kurzgeschichte CARRIE, ist aber ne Schippe radikaler und kompromissloser. Versprochen!
 
 
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Für die Freunde David, Justin und Ethan ist das Leben an der Uni alles andere als schön. Die gehören zu den Außenseitern auf dem Campus, weshalb keine Verbindung die Studenten aufnehmen möchte. Dabei würden die Kumpels auch gern zu den coolen Leuten gehören, an aufregenden Partys teilnehmen und von attraktiven Mädels umgarnt werden. Da kommt eine Einladung zu einer dieser Veranstaltungen geradezu gelegen, um endlich den erhofften Anschluss finden zu können. Doch irgendwie scheint hier alles suspekt zu sein. Die attraktiven Leute auf dieser Party verhalten sich ziemlich eigenartig und sind dazu auch noch sonderbar nett. Kein Mobbing, keine Demütigungen, keine Schikanen. Ist das etwa das Paradies? Nun, nicht ganz. Weil PLEDGE immer noch ein Horrorfilm ist, lösen sich bald Träume in Luft auf. So nehmen die Freunde an einem Aufnahmeritual teil mit dem Ziel, in bessere Kreise zu kommen. Leider ist der Weg dahin steinig und blutig.
 
 
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Endlich mal keine Geister, Serienmörder oder Dämonen. Die dominieren zurzeit das Horror-Genre. Beinahe schon als erfrischend anders erweist sich da ein fieser Film, wie PLEDGE. Dessen Handlung ist zwar auch nicht unbedingt eine Sternstunde des Horror-Kinos. Dafür macht der Streifen Nägel mit Köpfen und geht dabei alles andere als zimperlich mit seinen Helden um. Regisseur DANIEL ROBBINS bringt Nachschub für jene, die es dann doch etwas deftiger im Horror-Bereich wünschen. Der Film ist irgendwo im Tortur-Genre beheimatet und lässt gutgläubige Außenseiter durch die Hölle gehen. Die werden im Film körperlich und psychisch von skrupellosen Studenten einer Verbindung zurechtgestutzt, damit Hobby-Masochisten feuchte Hosen bekommen. Zugegeben, die altbekannte Exploitationformel vom Quälen wehrloser Menschen funktioniert auch Jahre nach HOSTEL und Konsorten immer noch tadellos. Im Falle von PLEDGE liegt das wohl in erster Linie daran, weil lang unbeantwortet bleibt, was das denn hier alles soll. Haben hier Studenten aus gutbürgerlichen Kreisen einfach nur Spaß am Schikanieren ahnungsloser Erstsemester? Oder steckt hinter deren Taten doch etwas weitaus Größeres? Die Auflösung treibt die Handlung voran und funktioniert den Zuschauer zum heimlichen Mittäter um. Letzterer ist sich zwar durchaus bewusst, dass die Taten auf der Mattscheibe widerlich sind. Dennoch dürfte sich das Publikum dem Treiben aus Neugierde nicht entziehen können, weil es doch wissen will, wie und ob die Schandtaten ein Ende finden.
 
 
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Unterm Strich ist PLEDGE so etwas, dass man in Filmkreisen eine kleine Überraschung nennt. Die Horror-Zutaten, mit denen Regisseur DANIEL ROBBINS unterhalten will, sind simpel. Dennoch legt er mit seiner dritten Regiearbeit ein rasantes Tempo an den Tag, weshalb dem Zuschauer erst gar nicht auffällt, dass hier ausschließlich niedere Instinkte befriedigt werden sollen. Da werden falsche Fährten gelegt, die zu einem makabren Twist führen. Hektische Morde und panisches Geschrei runden das zynische Kammerspiel ab, das in seinen besten Momenten an so aktuelle Genre-Ware wie THE INVITATION oder GREEN ROOM erinnert. Weil auch noch auf technischer Ebene gute Arbeit geleistet wurde, die Spannung konstant gehalten wird und die Bösewichte mal wieder herrlich hinterlistig in Szene gesetzt werden, gehört PLEDGE schon jetzt zu den besseren Horrorfilmen des Jahres 2019. Da nimmt man als alteingesessener Cineast gern schon mal in Kauf, dass sich dieser glattgebügelte Thriller mit seiner doch schon sehr konventionellen Handlung eher an die Generation NETFLIX richten will. Die mag es bekanntlich wenig fordernd – dafür aber blutig. Das muss nicht immer Schlechtes bedeuten. Auch Filmfans mit Hang zur intellektuellen Arthaus-Kunst haben auch manchmal das Bedürfnis einfach nur schnörkellos-kompromissfreie Gewaltware zu sehen, damit der Kopf wieder frei werden kann.
 
 


 
 
 

PLEDGE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Kompromisslos, fies und bitterböse. Nach der eher durchwachsenen Horrorkomödie UNCAGED gelingt Regisseur DANIEL ROBBINS mit PLEDGE ein Überraschungshit. Fast schon könnte man meinen hier einen Film aus dem horrorfilmerfahrenen Hause BLUMHOUSE zu sehen. Auch wenn PLEDGE mit seinen makellosen Bildern den Eindruck erweckt aus einem größeren Studio zu kommen, handelt es sich hier keineswegs um kostspieliges Mainstreamkino. Der Streifen ist ein waschechter Indie und konnte erst durch Crowdfunding fertiggestellt werden. Darin rechnet Regisseur DANIEL ROBBINS mit alten amerikanischen Traditionen ab. So sind es fragwürdige Aufnahmerituale an amerikanischen Universitäten, die immer mal wieder in den Medien für Furore sorgen. Das hatte bereits HANGOVER-Regisseur TODD PHILLIPS im Jahr 1998 erkannt. Der veröffentlichte mit FRAT HOUSE einen schockierenden Dokumentarfilm, um der Öffentlichkeit zu zeigen, wie brutal der Kampf nach Akzeptanz an amerikanischen Universitäten vonstattengeht. Von genau jenem Stück Zelluloid hat sich auch PLEDGE-Macher DANIEL ROBBINS inspirieren lassen, wenngleich sein Beitrag zum kontroversen Thema dann doch eher aus Unterhaltungszwecken gedreht wurde, statt wachzurütteln. Macht nichts – Horrorfilmfans wird’s gefallen.
 
 
 


 
 
 

PLEDGE – Zensur

 
 
 
PLEDGE ist was die Gewalt angeht so ziemich fies. Zwar hält nicht immer die Kamera explizit darauf und lässt den Streifen so im Blut ersäufen. Weitaus heftiger prasselt hier die Kombination aus psychischer und physischer Gewalt auf den Zuschauer aus. So werden die Opfer gleich zu Beginn mit einem heißen Eisen gebrandet, später schikaniert und am Ende mit Dolchen ermordet. In einer Szene frisst sich sogar eine Ratte durch die Bauchdecke eines der Opfer. Mit etwas Glück gibt es für PLEDGE eine FSK16. Wir gehen aber wegen der doch heiklen Thematik von einer Erwachsenenfreigabe aus. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die FSK mit Streifen gar keinen Spaß versteht, in denen Menschen sinnlos gequält und schikaniert werden.
 
 
 


 
 
 

PLEDGE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Stag Pictures | IFC FILMS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Cruel Summer (2016)
 
The Invitation (2015)
 
Green Room (2015)
 
The Final – Nächste Stunde: Rache! (2010)
 
The Lesson (2015)
 

Filmkritik: „Primal Rage“ (2018)

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PRIMAL RAGE

(PRIMAL RAGE: THE LEGEND OF OH-MAH)

Story

 
 
 

In PRIMAL RAGE muss sich ein Paar in den Wäldern mit einer mordlustigen Kreatur anlegen.

 
 
 


 
 
 

PRIMAL RAGE – Kritik

 
 
 
Wenn mit einem riesigen Monstermaul auf dem Cover einer Heimkinoveröffentlichung geworben wird, dürften so einige Horrorfans nicht zu Unrecht skeptisch werden. Seit einigen Jahren werden nämlich solche plakativen und reißerischen Werbemaßnahmen für Trash-Horror aus dem Hause SYFY oder THE ASYLUM betrieben, wo gern mal CGI-Monster in schlecht produzierten Low-Budget-Gurken auf kreischende Teenager losgelassen werden. Da sollen verheißungsvolle Filmplakate von nicht vorhandenen Qualitäten ablenken und letztendlich zum Kauf animieren. Demzufolge ist die Vorsicht verständlich. In Zeiten des Horror-Überflusses, in denen man gute Horrorstreifen mittlerweile mit der Lupe suchen muss, ist es schwer geworden die Spreu vom Weizen zu trennen. Gut, dass es Filmseiten wie FILMCHECKER gibt, die das testen, was sonst keiner sehen will. Im Falle des hier folgenden PRIMAL RAGE können wir aber schon mal Entwarnung geben. Da geifert zwar auch ein Monster auf dem Cover; von unterirdischem Low-Budget-Schrott ist dieser Film aber weit entfernt. Da kann man als eingefleischter Genre-Liebhaber endlich mal aufatmen und sich auf einen unterhaltsamen Filmabend freuen. PRIMAL RAGE macht’s möglich.
 
 
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In PRIMAL RAGE geht es um ein sich entfremdetes Pärchen, das wieder zu sich finden muss. Mark war über ein Jahr lang im Knast. Zeit, in der sich viel verändert hat – vor allem bei Frau Ashley. Die ist sich ihrer Liebe nicht mehr ganz so sicher, lässt es sich aber nicht nehmen den Gatten aus dem Knast abzuholen. Viel zu sagen hat sich das Pärchen demzufolge nicht, als man durch die kalifornischen Wälder zurück in die Zivilisation düst. Bis es zu einem folgenschweren Unfall kommt. Ein nackter Mann kreuzt die Fahrbahn und wird von den jungen Leuten überfahren. Da sitzt der Schock tief, zumal Beifahrer Mark soeben aus dem Gefängnis entlassen wurde und man nun eine neue Haftstrafe fürchtet. Doch viel Zeit bleibt nicht sich über Konsequenzen den Kopf zu zerbrechen. Beide werden von einem Fremden attackiert und flüchten in die Wälder. Was sie dort erleben, ist kein Zuckerschlecken. Hier müssen sie sich gegen eine böse Kreatur zur Wehr setzen, die mit allen Wassern gewaschen ist.
 
 
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Oh nein, nicht schon wieder ein Film über Bigfoot. Zumindest mag man das meinen, wenn man sich den Trailer zu PRIMAL RAGE anschaut. Darin wird gleich zu Beginn von Legenden berichtet, die die sagenumwobene Kreatur in den Mittelpunkt rücken. Natürlich ist auch in diesem Streifen alles wie gehabt. Ein Schauspieler im Bigfoot-Kostüm hetzt ahnungslose Opfer durch Wälder, die von der Kreatur nacheinander in Stücke gerissen werden. Das hört sich nicht sonderlich einfallsreich an. Was PRIMAL RAGE aber dennoch hervorstechen lässt, ist der beinahe schon übertrieben zelebrierter Gewaltpegel, den man eigentlich sonst von dieser Art Filmen nicht unbedingt erwartet. Regisseur PATRICK MAGEE ist noch relativ unerfahren in Sachen Regieführung. Was der aber mit dem ersten Spielfilm auf die Beine gebracht hat, ist weit weg von schlecht. Mit einem erfahrenen Effekte-Team lässt der Gesichter zerreißen, Köpfe von Pfeilen durchbohren und Kehlen aufschlitzen. Die Kamera hält munter drauf, sodass man sich schon wundern muss, was die hiesige FSK dazu getrieben hat PRIMAL RAGE ungeschnitten freizugeben. Überhaupt sind die vielen recht harten und teils auch sehr lang ausgewalzten Splatter-Exzesse handwerklich über jeden Zweifel erhaben. Das mutet für einen Low-Budget-Streifen ungewöhnlich an. Der Grund ist in der Vita von Newcomer PATRICK MAGEE zu suchen. Der begann seine Karriere als Effektspezialist und gründete schnell seine eigene Effekt-Firma: MAGEE FX. Mit der war er für Hollywood-Blockbuster wie ALIEN VS. PREDATOR, MEN IN BLACK 3 oder Raimis SPIDER-MAN tätig. Weil die Geschäfte gut liefen, konnte er sich endlich einen langen Traum erfüllen. So sah Magee in Kindestagen den Horrorklassiker AMERICAN WEREWOLF IN LONDON. Seit jeher wuchs in ihm der Wunsch irgendwann selbst mal einen Monsterfilm zu drehen. Nun ist die Zeit gekommen. Mit PRIMAL RAGE werden Visionen wahr. Zu aller Überraschung ist das Resultat auch noch unerwartet unterhaltsam. Freunde blutiger Horrorfilme wird das freuen.
 
 
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PRIMAL RAGE – Fazit

 
 
 

7 Punkte Final

 
 
 
Ist das etwa eine Videospielverfilmung des Spielklassikers PRIMAL RAGE? Die Frage ist berechtigt und dürfen wir mit „nein“ beantworten. Der hier vorgestellte PRIMAL RAGE ist ein blutiger Monster-Splatter aller erster Güte, der rein gar nichts mit der gleichnamigen Prügel-Reihe zu tun hat, die 1994 in den Arcade-Hallen und anschließend für Spielkonsolen veröffentlicht wurde. Regisseur PATRICK MAGEE vermischt in der ersten Regiearbeit Elemente aus der erfolgreichen PREDATOR-Reihe mit Bigfoot-Schauer und Hexen-Horror zu einem schwer unterhaltsamen Horrorstreifen, der obendrein auch noch ziemlich brutal ist. Trotz altbekannter Geschichte um ein Monster in den Wäldern ist PRIMAL RAGE ganz kurzweilig geraten – auch wenn die Filmkreatur dann doch etwas sehr früh in ganzer Pracht vor der Kamera gezeigt wird. Doch Mankos im Drehbuch werden mit hochwertigen Gore-Effekten wettgemacht. Die sind hier der eigentliche Star und dürften jeden Horrorfilmfan zum Schwärmen bringen. Weil der Film nach der Halbzeit auch noch einen plötzlichen Richtungswechsel wagt und mit einem Twist verblüfft, sprechen wir an dieser Stelle für PRIMAL RAGE eine Empfehlung aus. PRIMAL RAGE erfindet das Monster-Genre keineswegs neu. Dennoch gehört er Dank atmosphärischer Bilder, düsterer Stimmung und deftigen Gewaltmomenten zu den besseren Creature-Features, die man in den letzten Jahren zu sehen bekommen hat.
 
 
 


 
 
 

PRIMAL RAGE – Zensur

 
 
 
Es ist schon eine kleine Überraschung, dass PRIMAL RAGE ungeschnitten durch die FSK gekommen ist. Der Gewaltpegel ist ordentlich und einige Spezialeffekte sehen so realistisch aus, dass man sich nicht grundlos fragt, ob dass hier wirklich noch handgemachte Spezialeffekte sind. Es werden Köpfe zertreten und Schädel auseinandergerissen. Dennoch blieb der Film trotz roten FSK-Flatschen unzensiert. Splatterfans könne daher bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

PRIMAL RAGE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Meteor Film (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Primal Rage; USA 2018

Genre: Horror, Splatter

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 106 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow, Interviews, Audiokommentar, Fotogalerie

Release-Termin: 01.11.2018

 

Primal Rage [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

PRIMAL RAGE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Meteor Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Feed the Gods (2014)
 
Exists (2014)
 
Willow Creek (2013)
 

Filmkritik: „Mandy“ (2018)

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MANDY

Story

 
 
 

Brutaler Rache-Shit: NICOLAS CAGE vs. eine Bande Sektenmitglieder, die die Frau des Helden auf dem Gewissen haben.

 
 
 


 
 
 

MANDY – Kritik

 
 
 
Die Karriere des NICOLAS CAGE – ein ständiges Auf und Ab. Seine Performance als lebensmüder Alkoholiker in LEAVING LAS VEGAS brachte ihm 1996 den Oscar als bester Hauptdarsteller. Danach hätte es nicht besser laufen können für den Neffen des Regie-Legende FRANCIS FORD COPPOLA. Profitable Filmrollen brachten ihm den Ruf einer der am besten verdienenden männlichen Schauspieler Hollywoods ein. Doch das Schicksal hatte anderes mit dem erfolgsverwöhnten Amerikaner vor. Der Grund: Cage vergaß die gute Kinderstube und kam mit dem Finanzamt in Konflikt. Weil Kinofilme plötzlich floppten, er einen verschwenderischen Lebensstil hegte und die Einnahmen ausblieben, folgte erst der Ausverkauf und dann der Spott. Doch der Schauspieler ließ sich nicht beirren. Der fand im B-Movie-Markt Zuflucht und hat laut Interviews Zukunftspläne. Während einer Pressetour zum Film PRIMAL gab er in einer Presskonferenz zu verstehen, dass er in absehbarer Zukunft ausschließlich als Produzent und Regisseur tätig sein will. Da Cage Eigentümer der Produktionsfirma SATURN FILMS ist, scheint sein Vorhaben nicht abwegig zu sein. Demzufolge sollten Fans nehmen, was kommt. Schenkt man der Aussage des Schauspielers Glauben, will er zumindest noch drei bis vier weitere Jahre vor der Kamera stehen. Man darf gespannt sein, was kommen wird.
 
 
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Doch auch ohne Hollywood scheint NICOLAS CAGE immer noch gut im Geschäft zu sein. Der Darsteller besitzt eine große Fanbase, die den Egozentriker in den Himmel lobt, als wäre er der zweite Chuck Norris. Offenbar fährt Cage gut damit. Mittlerweile spülen nämlich auch wieder nennenswerte Filmangebote Geld in die Kasse, welche sogar Kritiker hellhörig werden lassen. Zu einer dieser Überraschungen gehört MANDY. Der wurde bereits auf einschlägigen Festivals mit Beifall überhäuft und erzählt die Geschichte vom Waldarbeiter Red (NICOLAS CAGE), der zusammen mit seiner Frau Mandy (ANDREA RISEBOROUGH) zurückgezogen in einer Waldhütte haust. Beide verbindet eine tragische Vergangenheit. Doch durch die Liebe scheint das Paar die Rückschläge vergessen zu haben. Leider gerät das Liebesglück ins Wanken. Bei einem Spaziergang begegnet Mandy dem Sektenführer Jeremiah (LINUS ROACHE) und stiehlt ihm das Herz. Der ist fortan über beide Ohren verschossen und hat nur noch ein Ziel: die Angebetete besitzen zu wollen. Zusammen mit seinen Anhängern macht er sich auf zur Hütte des Paars und entführt das Opfer der Begierde. Leider hat man nicht mit der Schlagfertigkeit des Ehegatten gerechnet. Dem gefällt so rein gar nicht, was man da mit der Liebsten veranstaltet hat und fordert Rache. Da rattert die Kettensäge und das Blut spritzt in Strömen. Ja, NICOLAS CAGE findet in diesem Film zu alter Größe zurück. Wer das nicht glaubt, muss MANDY sehen.
 
 
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MANDY besteht aus zwei Filmhälften. In der ersten werden die Figuren eingeführt und der Herlauf erklärt. Die zweite beschäftigt sich mit dem Racheakt. Gerade für die erstgenannte sollte man ausgeschlafen sein, denn Regisseur PANOS COSMATOS nimmt sich viel Zeit mit dem Erzählen seiner Geschichte und pendelt dabei zwischen schläfrigen Dialogen, langsamen Kamerafahrten und surrealer Bilderflut. Wer sich eher im Mainstream-Kino zu Hause fühlt, wird da zu Recht überfordert werden, denn MANDY ist weit weg von dem, was NICOLAS CAGE in den Anfangsjahren gedreht hat. Hier wird Kunst mir Horror verknüpft, was nicht jedermanns Sache sein dürfte. Der Film geht in erster Linie unkonventionelle Wege und klammert sich bei der Inszenierung nicht unbedingt am aktuellen Horrorstandart. So wird die einstündige Exposition mit allerlei Soundexperimenten gefüllt. Hinzukommen kreative Farbspielereien, in denen vor allem die Signalfarbe Rot Verwendung findet, welche drohendes Unheil suggeriert und den Zuschauer auf den kommenden Amoklauf vorbereitet. Da werden schnell Erinnerungen an die Frühwerke des damals noch kreativen DARIO ARGENTO wach. Auch der spielte gern mal mit Farbfiltern und drückte damit Filmen wie SUSPIRIA oder INFERNO einen individuellen Stempel auf.
 
 
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Apropos Stil-Experimente und Kunst: Künstlerisches Beiwerk ist in MANDY auch zwingend nötig. Die überschaubare Geschichte gibt nämlich nicht viel her, in der Figuren Karikaturen gleichen und Ereignisse im Schneckentempo abgespult werden. Aber der Mix macht’s. MANDY ist gerade wegen seines visuellen Stils eine Bereicherung, weil – insofern man die Inhaltsangabe nicht gelesen hat – lang unklar bleibt, worauf Regisseur PANOS COSMATOS hinaus will. Der erschafft mit seiner ungewöhnlichen Inszenierung eine bizarre Traumwelt und holt den Zuschauer nach knapp 60 Minuten Laufzeit mit Paukenschlägen zurück in die Realität. Dann nämlich fährt Cage auf Hochtouren auf und scheint irgendwie Spaß daran zu haben, sich den Ballast der letzten Jahre von der Seele zu schreien. Mit Kettensäge und selbst geschmiedeter Axt bewaffnet, meuchelt der sich kompromisslos durch das Fleisch seiner skurrilen Gegner und definiert damit den neuen Rache-Standard im Kino. MANDY ist ein bizarres, blutiges und zugleich faszinierendes Splatter-Erlebnis mit Kult-Potenzial. Schön, dass Sie wieder da sind Herr Cage.
 
 
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MANDY – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein Film so beinhart wie ein schlechter LSD-Trip. Dieser Streifen ist ein sehr spezieller Rachefilm, der beinahe zwanghaft darum bemüht ist, sich aus den engen Fesseln des Rache-Genres zu befreien. Regisseur PANOS COSMATOS nimmt mit seinem MANDY innerhalb des Revenge-Faches eine Sonderstellung ein, da er auf Konventionen pfeift. Hier läuft alles etwas anders ab, wie in den üblichen Rachefilmen. Statt NICOLAS CAGE zum neuen CHARLES BRONSEN zu küren, konzentriert sich der italienische Filmemacher eher auf Bilder, Ästhetik und Sound. MANDY ist anders, als das was man sonst so im Rache-Sektor zu sehen bekommt. Der Film ist mehr Kunst, statt Horror. Das bedeutet, dass von allerlei künstlerischen Stilmitteln Gebrauch gemacht wird, die den Streifen fast schon surreal erscheinen lassen. Das ist mal was anderes, macht aber das Folgen auch unnötig schwer, weil gerade in der ersten Filmhälfte ein Spannungsbogen vermisst wird. Hier wäre weniger mehr gewesen, zumal dem Streifen auch ein paar Handlungskürzungen gutgetan hätten. Immerhin geht es nach der Halbzeit deftig zu. Das bedeutet: rächen, schreien und sterben. Spätestens dann gerät jeder Gorebauer ins Schwärmen. Cage macht sich dabei ganz gut, weil sein absurdes Overacting den Film bereichert. MANDY macht trotz Startschwierigkeiten Spaß und wird daher von vielen Filmfans schon jetzt als einer der besten Rachestreifen gesehen, den man seit Jahren auf der großen Leinwand zu sehen bekommen hat. Dort sollte man ihn unbedingt sichten, denn erst im Kino entfaltet er durch seine besondere Ästhetik sein ganzes Potenzial.
 
 
 


 
 
 

MANDY – Zensur

 
 
 
Die zweite Filmhälfte von MANDY ist ziemlich deftig. Da wird munter drauflos gemordet und gerächt. Splatterfans wird das freuen, zumal sogar eine Kettensäge zum Einsatz kommt. Anbieter KOCH MEDIA hat sich die Rechte für die deutsche Auswertung gesichert und hat den Streifen mit einer ungeschnittenen FSK18-Freigabe in den Handel gebracht.
 
 
 


 
 
 

MANDY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Koch Media Home Entertainment (Blu-ray im Keepcase)

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(c) Koch Media Home Entertainment (1 Blu-ray + 2 DVDs im Mediabook – Cover A)

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(c) Koch Media Home Entertainment (1 Blu-ray + 2 DVDs im Mediabook – Cover B)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Mandy; USA 2018

Genre: Horror, Splatter

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 121 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Audiokommentar zum Film von Patrick Lohmeier (Bahnhofskino) (ca. 120 Minuten), Behind the Scenes (ca. 22 Minuten), Deleted Scenes (ca. 14 Minuten), Vier „One Shot“ Teaser (ca. 4 Minuten), Deutscher Trailer (ca. 2 Minuten), Englischer Trailer (ca. 2 Minuten) | zusätzlich im Mediabook: 16-seitiges Booklet mit einem Text zum Film von Stefan Jung sowie einer Einführung von Regisseur Panos Cosmatos , Dokumentation „Rewind This!“ (ca. 91 Minuten), Audiokommentar zu „Rewind This!“ mit Regisseur Josh Johnson, Produzentin Carolee Mitchell und Kameramann und Cutter Christopher Palmer (ca. 91 Minuten), Sundance Interview mit den Produzenten Lisa Whalen, Josh Waller, Daniel Noah und Elijah Wood und Spezialgäste Nicolas Cage, Vince Neil von der Band Mötley Crüe sowie Regisseur Panos Cosmatos (ca. 40 Minuten), Japanischer Trailer (ca. 2 Minuten), Trailer „Rewind This!“ (ca. 2 Minuten)

Release-Termin: 29.11.2018

 

Mandy [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Mandy [1 Blu-ray + 2 DVDs im Mediabook Cover A] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Mandy [1 Blu-ray + 2 DVDs im Mediabook Cover B] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

MANDY – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei KOCH MEDIA)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Death Wish (2018)
 
Ein Mann sieht rot (1974)
 
Death Sentence – Todesurteil (2007)
 
John Wick (2014)
 
The Equalizer (2014)
 
Revenge (2017)
 
The Punisher (2004)
 
Harry Brown (2009)
 

Filmkritik: „What the Waters Left Behind“ (2017)

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WHAT THE WATERS LEFT BEHIND

(LOS OLVIDADOS)

Story

 
 
 

Eine stylischer und kruder Terrorfilm im amerikanischen Stil: Ein Kamerateam gerät in einer verlassenen Stadt an eine ominöse Sippe, die abartigen Neigungen frönt. Dass die Filmleute da bald um Ihr Leben fürchten müssen, dürfte alteingesessenen Horrorfilmkennern klar sein.

 
 
 


 
 
 

WHAT THE WATERS LEFT BEHIND – Kritik

 
 
 
Wenn junge Menschen zu heruntergekommenen Orten reisen, an denen selbst Tankstellenbesitzer nicht mehr das sind, was sie mal waren, dürfte schnell klar sein, wo der Frosch die Locken hat. Hier wird es gewalttätig und unbequem, wie uns bereits TOBE HOOPER in seinem TEXAS CHAINSAW MASSACRE zu verstehen gab. Der drehte im Jahr 1974 einen schmuddeligen Horrorfilm und sorgte damit für Kontroversen. Gleichzeitig verhalf er dem Terrorfilm zu zweifelhaftem Ruhm. Mittlerweile ist nicht mehr ausschließlich Amerika darum bestrebt die Nachfrage an harten Backwood- und Terrorfilmen zu befriedigen. Horror ist schon lange auch ein internationales Phänomen, das ebenso andere Länder dazu bewegt blutige und gewalttätige Schocker zu drehen, die nicht minder kompromisslos sind. Genau jene Reihe Filme wird nun auch um einen argentinischen Beitrag erweitert. WHAT THE WATERS LEFT BEHIND schimpft sich ein weiterer Vertreter dieser Gattung Film, der von Hinterwäldlern erzählt, die Menschen fangen, quälen und anschließend verspeisen. Offenbar gibt es die nicht nur in amerikanischen Horrorfilmen. Auch in Argentinien hausen zwielichtige Gestalten.
 
 
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WHAT THE WATERS LEFT BEHIND erzählt die Geschichte eines ambitionierten Filmteams, das eine Katastrophe näher untersuchen will. Im Jahr 1985 versankt die argentinische Stadt Epecuén nach einem Unwetter. Der Wasserspiegel stieg an und Lehmdämme konnten der Wasserflut nicht mehr standhalten. Binnen Stunden verschwand die Stadt in den Fluten und musste aufgegeben werden. Erst seit 2009 zieht sich das Wasser langsam zurück und gibt Reste der Stadt frei. Ein gefundenes Fressen für unsere Filmleute. Die machen sich mit einer Augenzeugin auf, um eine Dokumentation über das Atlantis Argentiniens zu drehen. Leider werden die Dreharbeiten schnell unnötig erschwert. Ein Teammitglied nach dem anderen verschwindet unter mysteriösen Umständen. Natürlich wird die Antwort darauf gelüftet. Die verlassene Stadt ist nämlich nicht unbewohnt. Hier leben seltsame Zeitgenossen, die es mit neugierigen Touristen gar nicht gut meinen. Statt ihnen die Stadt zu zeigen, sind die Bewohner am Fleisch der Durchreisenden interessiert. Eine Erkenntnis, die dem Filmteam leider sehr spät kommt.
 
 
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WHAT THE WATERS LEFT BEHIND ist TEXAS CHAINSAW MASSACRE nur ohne Leatherface. Der Film mit dem poetischen Titel aus der Feder der Regisseure LUCIANO und NICOLÁS ONETTI ist bei genauerer Betrachtung nichts anderes, als eine dreiste Kopie genannten Kettensägenmassakers – nur ohne den Kettensägen schwingenden Bösewicht dieses Kultfilms. Die Verläufe sind identisch und auch für den düsteren Look hat man sich vor allem bei der Neuauflage besagten Terror-Hits bedient. Das bedeutet: dreckige Optik, unbequeme Terrorstimmung, kontrastreiche Bilder und makellose Hochglanzoptik. Mit diesen Erfolgszutaten konnte bereits Produzent und Regisseur MICHAEL BAY Eindruck hinterlassen. Der interpretierte 2003 das TEXAS CHAINSAW MASSACRE neu und deklarierte den kruden Horror der 1970er gleich noch zum Mainstream. Offenbar kam das bei den beiden Onetti-Gebrüdern gut an. Anders lässt sich nicht erklären, warum ihr WHAT THE WATERS LEFT BEHIND dann doch mehr nach Bay ausschaut und eine eigene Handschrift missen lässt.
 
 
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Immerhin scheinen LUCIANO und NICOLÁS ONETTI im Kopieren talentiert zu sein. Zuletzt begaben sie sich mit dem Neo-Giallo FRANCESCA auf die Spuren von einflussreichen Gerne-Filmgrößen Italiens. Ihre Antwort auf den populären Giallo der 1970er Jahre bediente sich Stilmitteln großer Meister dieses Faches. Darunter italienische Filmemacher wie DARIO ARGENTO oder SERGIO MARTINO. Was man mit FRANCESCA ganz brauchbar auf Zelluloid gebannt hat, hinterlässt im Falle von WHAT THE WATERS LEFT BEHIND einen faden Nachgeschmack. Hier hat man wirklich zu viel stibitzt. Weil die argentinischen Filmemacher bekannte Wege scheuen, sind die Verläufe vorhersehbar. Das wirkt sich natürlich negativ auf den Spannungsbogen aus. Zu viele Déjà-vu-Gefühle machen den Streifen zu einer faden Gewaltorgie, die erst im Finale wegen einiger Spezialeffekte etwas interessant wird. Leider bleibt aber auch hier das große Massaker aus. Für einen Film dieses Subgenres sind die Gewaltmomente überschaubar und nicht sonderlich schockierend. Von daher ist WHAT THE WATERS LEFT BEHIND zwar eine lieb gemeinte Hommage an das berüchtigte Kettensägenmassaker von TOBE HOOPER und dem gleichnamigen Remake aus der Mache des MICHAEL BAY. Die Klasse beider Filme erreicht dieser argentinische Beitrag leider zu keinem Zeitpunkt.
 
 


 
 
 

WHAT THE WATERS LEFT BEHIND – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Die argentinische Antwort auf TEXAS CHAINSAW MASSACRE. Frisches Setting, ansprechende Schmuddelästhetik, aber zu vertraute Abläufe. WHAT THE WATERS LEFT BEHIND ist wie eine Lieblingsspeise, die man zu oft auf dem Teller hatte und irgendwann nicht mehr sehen kann. Die optische Aufbereitung ist ein Leckerbissen, die wenig originelle Handlung verursacht dagegen Magengrummeln. Die argentinischen Onetti-Brüder präsentieren dem Zuschauer einen Mix aus TEXTAS CHAINSAW MASSACRE und HILLS HAVES EYES, der rein gar nichts Neues bieten will. Da rollen sich bei alteingesessenen Horrorfilmkennern die Zehennägel. Die Liste an Backwood-Klischees ist lang und wird fleißig abgearbeitet. Nahezu jeder Handlungsverlauf wurde in die rudimentäre Handlung gepresst, den man aus Filmen dieses Subgenre her kennt. Eine ermüdende Prämisse, die kaum Spannung aufkommen lässt, weil Vorhersehbarkeiten nicht ausbleiben werden. Während in der ersten Stunde ausschließlich geredet und gelaufen wird, geht es zumindest in den letzten dreißig Minuten zur Sache. Da werden Beine abgesägt und die für harte Horrorfilme obligatorisch gewordene Vergewaltigung fehlt ebenso wenig. Ob das aber ausreicht, um für diesen Horrorfilm eine Empfehlung auszusprechen, möchten wir bezweifeln. Man sollte sich daher nicht vom ansprechend zusammengeschnittenen Trailer blenden lassen. Wir meinen: Nette Verpackung, lahmer Inhalt – auch wenn der Film interessanterweise an Originalschauplätzen gedreht wurde, die eine tragische Geschichte erzählen.
 
 
 


 
 
 

WHAT THE WATERS LEFT BEHIND – Zensur

 
 
 
In WHAT THE WATERS LEFT BEHIND gibt es einige Gewaltmomente zu sehen. Ein Bein wird mit einer Säge abgetrennt. Ein Bauch wird aufgeschlitzt und Därme fallen auf dem Boden. Eine Vergewaltigung rundet den Gewaltcocktail ab. Der Streifen hat von der FSK eine ungeschnittene Erwachsenenfreigabe erhalten. Angesichts der kruden Thematik schon verwunderlich.
 
 
 


 
 
 

WHAT THE WATERS LEFT BEHIND – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) BUSCH MEDIA GROUP (Blu-ray im Keepcase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Los Olvidados; Argentinien 2017

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Spanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailershow, Trailer, Q&A mit Darsteller Agustín Pardella auf dem Obscura Festival

Release-Termin: 16.11.2018

 

What the Waters Left Behind (Blu-ray) ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

WHAT THE WATERS LEFT BEHIND – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Abbildungen: Busch Media Group)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Escape from Cannibal Farm (2017)
 
Leatherface – The Source of Evil (2017)
 
Drifter (2016)
 

Filmkritik: „The Domestics“ (2018)

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THE DOMESTICS

Story

 
 
 

Ein Paar muss sich in einer dystopischen Zukunftsvision mit brutalen Banden auseinandersetzen, die Spaß daran haben, ahnungslose Menschen zu quälen.

 
 
 


 
 
 

THE DOMESTICS – Kritik

 
 
 
Postapokalyptische Szenarien sind seit Jahren schwer im Kommen. Was sich vor allem im Zombiefilm zu einem beliebten Thema entwickelt hat, ist mittlerweile auch genreübergreifend ein Garant für gute Zuschauerzahlen. So vergeht kein Monat in dem nicht mindestens ein Untergangsszenario in Lichtspielhaus oder Heimkino gebracht wird, um dem den Filmfan in eine finstere Zukunft zu entführen, wo vor allem Angst und Gewalt den Alltag beherrscht. Der Endzeit-Thriller THE DOMESTICS stellt hierbei keine Ausnahme dar. Auch dieser krude Horror-Schocker ist eine dystopische Filmvision, die es nicht gut mit der Menschheit meint und deren Untergang prophezeit. In aufgewühlten, instabilen Zeiten wie der unseren keine so abwegige Utopie mit der sich der Filmemacher MIKE P. NELSON auseinandersetzt. Der stellt sich in seiner zweiten Regiearbeit die Frage, was wäre, wenn die Menschheit ausgelöscht werden würde und nur noch wenige Menschen den Planeten bevölkern. Zusammenhalt oder Chaos? Erfahrene Filmkenner wissen, dass in diesem Falle vermutlich letzteres eintreffen wird. Und in der Tat: THE DOMESTICS rückt einmal mehr das Tier Mensch in den Mittelpunkt, das dem Überlebenswillen wegen über Leichen geht. Dennoch ist Gebotenes nicht sonderlich kritisch. Vielmehr wird mal wieder versucht mit Exploitation schnell Kasse zu machen. Wer es brutal mag, kommt daher auf seine Kosten. Feingeister werden hingegen das Weite suchen.
 
 
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Politische Konflikte, Rassenspannungen, Krankheiten, Armut, Verschuldung, Gewalt, Überbevölkerung und schwindende Ressourcen: Die Vereinigten Staaten von Amerika stehen vor dem Untergang. Für die Regierung Grund genug die Notbremse zu ziehen. Sie lässt mithilfe von Flugzeugen ein tödliches Gift verteilen, das die Mehrheit der Bevölkerung dahinrafft. Doch statt Besserung folgt Chaos. Einige Menschen konnten überleben. Doch die leben in ständiger Angst, weil nun mehrere Banden das Land beherrschen, die vor nichts und niemanden Gnade kennen. Kein gutes Omen für Mark (TYLER HOECHLIN) und Nina (KATE BOSWORTH). Die haben plötzlich keinen Kontakt mehr zu Verwandten, was das Paar dazu veranlasst nach dem Rechten zu sehen. Man setzt sich ins Auto und bahnt sich den Weg durch eine brutale, postapokalyptische Welt, die von grausamen Gangs und Stämmen regiert wird. Ob man heil am Ziel ankommen wird? Zimperlich geht es in THE DOMESTICS keinesfalls zu.
 
 
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Wenn Anarchie zum Alltag wird. THE DOMESTICS ist unabhängiges Überlebenskino, das sich vor allem durch eines auszeichnet: Gewalt. Der Thriller macht es so ungemütlichen Mainstream-Filmen wie THE PURGE oder THE STRANGERS gleich, die aus einer simplen Idee den maximalen Terror herauskitzeln. In diesen Schockern geraten gute Leute ganz unfreiwillig in den Fokus böser Menschen, die Spaß daran haben ihre ahnungslosen Opfer zu terrorisieren. THE DOMESTICS nutzt genau diese Erfolgszutat für 90 Minuten Schrecken aus, um seine Helden durch die Filmhölle gehen zu lassen. Überraschenderweise funktioniert das rudimentäre Prinzip des Menschenquälens tadellos und das, obwohl genau jener Handlungsablauf nach den vor einigen Jahren sehr lukrativen Rape-and-Revenge und Home-Invasion-Wellen so langsam mit Abnutzungserscheinungen zu kämpfen hat. Die alte Leier wird im Falle von THE DOMESTICS aber zum Glücksgriff. Der Grund: Regisseur MIKE P. NELSON beweist ein talentiertes Händchen im Heraufbeschwören von kompromissloser Terrorstimmung und meint es dabei nicht immer gut mit seinen Filmhelden. Die geraten auf ihrer gefährlichen Reise durchs ausgerottete Amerika an perverse Banden, die ähnlich wie in einem Videospiel erfinderisch ausradiert werden müssen. Kaum sind die einen Bösewichte hingerichtet, folgen die nächsten Unholde. Dabei wird eine nicht enden wollende Spirale der Gewalt entfacht, die erst im Schlussfight gegen den Endboss einen krönenden Abschluss findet. Da bekommt man direkt Lust auf eine Runde Prügel- und Balleraction auf der Spielkonsole.
 
 
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Dennoch, THE DOMESTIC ist keine Sternstunde des Überlebens-Horrors. Der krude Mix aus MAD MAX und THE PURGE wurde zwar temporeich inszeniert, hat aber ein ziemliches Problem mit der Glaubwürdigkeit. Vertraute werden – um mal wieder Horrorklischees zu bedienen – plötzlich zu Feinden und die bewaffnete Banden sind aus nicht erklärbaren Gründen unseren beiden Filmhelden immer unterlegen. Letztere müssen erstmal den Gebrauch von Schusswaffen erlernen, schießen aber im entscheidenden Moment genau ins Schwarze. Das mutet teils unfreiwillig komisch an, hat aber im Grunde genommen nur einen Sinn: die Blutgeilheit des Publikums zu befriedigen. Letzteres bekommt hier den ultimativen Baller-Overkill geboten. Es wird gemordet und geschossen, als gäbe es kein Morgen mehr. Der Bodycount ist ordentlich und Blut spritzt reichlich. Dass da die nicht uninteressante Handlung gern mal ins Abseits gerät, ist ärgerlich aber für den Fan härterer Filme nicht sonderlich tragisch. THE DOMESTICS ist ein kurzweiliger Blick in menschliche Abgründe. Eine ernstzunehmende Dystopie ist dieser Film aber keineswegs. Das ist irgendwie bedauerlich, denn Mord und Totschlag sieht man oft. Wirklich gesellschaftskritische Weltuntergangsszenarien hingegen leider zu selten.
 
 
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THE DOMESTICS – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Grausame Zukunftsvision: Wenn die Welt nach dem Supergau in einen Gewaltrausch verfällt. THE DOMESTICS ist ein dystopischer Horrorthriller, der aber nicht sonderlich kritisch mit seiner zugrundeliegenden Handlung ins Gericht geht. Vielmehr will der Film die niederen Instinkte des Publikums stimulieren. Das bedeutet weniger Weltuntergangsstimmung, dafür mehr Mord und Totschlag. Das ist zwar ab und an ganz okay, aber im Falle von THE DOMESTICS dann doch oftmals zu viel des Guten. Hier hetzen Horden böser Menschen hinter einem nicht kampferprobten Paar hinterher. Seltsamerweise ist letzteres immer ein Stück voraus und hat das Glück für sich gepachtet. Das ist nicht nur unglaubwürdig, sondern manchmal auch unfreiwillig komisch. Gewaltfans wird das kaum stören. THE DOMESTICS ist ein dreckiger Mix aus MAD MAX und THE PURGE fernab jeglicher Logik, dafür aber mit viel Kurzweil und böser Action. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
 
 
 


 
 
 

THE DOMESTICS – Zensur

 
 
 
Die Freigabe ab 16 Jahren verwundert. Hier wird von Schusswaffen Gebrauch gemacht. Es gibt diverse Einschüsse zu sehen, ein Messer wird in ein Auge gerammt und einer Filmfigur wird der Kopf weggeschossen. Weiterhin kommt ein Bohrer zum Einsatz und viele weitere Gemeinheiten versüssen das Splatter-Fanherz. Manch anderer Film hätte da eine Erwachsenenfreigabe erhalten. Nicht THE DOMESTICS – der ist trotz FSK16 ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

THE DOMESTICS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NEW KSM CINEMA (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Domestics; USA 2018

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (DTS-HD MA 5.1), Englisch (DTS-HD MA 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: FSK16

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Behind the Scenes, Deleted Scenes mit Audiokommentar vom Regisseur, Trailer, Bildergalerie

Release-Termin: 24.01.2019

 

The Domestics [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 
 


 
 

THE DOMESTICS – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei KINOSTAR FILMVERLEIH | NEW KSM CINEMA)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Immigration Game (2017)
 
The Purge – Die Säuberung (2013)
 
The Strangers (2008)
 
The Strangers 2 – Opfernacht (2018)
 
The Tournament (2009)
 
Mad Max: Fury Road (2015)
 
Wolves at the Door (2016)
 
The Road (2009)
 

Kritik: „Downrange – Die Zielscheibe bist du!“ (2017)

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DOWNRANGE – DIE ZIELSCHEIBE BIST DU!

(DOWNRANGE)

Story

 
 
 

Dümmlicher Pseudo-Terror von der Stange. Eine Gruppe Freunde gerät im Hinterland an einen Sniper, der die Jugendlichen nacheinander mit seinem Gewehr in die ewigen Jagdgründe befördert.

 
 
 


 
 
 

DOWNRANGE – Kritik

 
 
 
Dumme Teenager müssen im Horrorfilm sterben. Eine Formel, die vor allem im Slasher-Genre zum guten Ton gehört. Doch nicht immer müssen es unkaputtbare Killer sein, die sich scheinbar rastlos an die Fersen ihrer aufgescheuchten Opfer heften und sie so lange verfolgen, bis sie sich ihrem Schicksal ergeben. Es geht auch anders und das sogar ohne sich die Finger schmutzig zu machen oder gar Kalorien verbrennen müssen, wie der Splatterfilm DOWNRANGE beweist. Darin hat es sich ein Scharfschütze in einem Baum gemütlich gemacht und wartet in Seelenruhe auf seine Opfer. Die kommen schon bald. Eine Gruppe Freunde düst durch das Jagdgebiet des Fremden und muss bald ums Überleben bangen. So schießt der Killer in die Räder des Fahrzeugs und zwingt die Jugendlichen zum Stranden. Nun ist guter Rat teuer, denn weder der Wagen lässt sich fortbewegen noch haben die Handys Empfang. Da stellt sich die Frage, wie man dem Schicksal entkommen kann. Den Teenagern zumindest scheint’s egal zu sein. Die scheißen auf Pläne und laufen lieber unüberlegt durch die Szenerie. Dass sie dafür mit dem Tod bestraft werden müssen, ist so klar wie Kloßbrühe. Für den Spannungsaufbau ist ein so trivialer Ablauf leider nicht sonderlich förderlich.
 
 
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Was nur hat Filmemacher RYUHEI KITAMURA dazu getrieben, einen Film wie DOWNRANGE zu inszenieren? Der Regisseur ist fürs blutige Horrorfach bekannt und konnte sich in der Vergangenheit mit einigen sehr gelungenen Horrorstreifen einen Namen machen. So gehen auf dessen Konto der Asia-Splatter-Hit VERSUS, sowie die nicht minder deftige Schlachtplatten MIDNIGHT MEAT TRAIN und NO ONE LIVES. Das blutige Chaos wird auch im Sniper-Schocker DOWNRANGE beibehalten, der leider gar nicht mehr so unterhaltsam ist, wie die bisherigen Streifen des Filmemachers. Irgendwie steckt in diesem Film der Wurm, was in erster Linie daran liegt, dass die Charakterzeichnung unter aller Kanone ist. Nun gut, möchte man meinen, Charakterzeichnung ist im Horrorfach meist Nebensache. Wenn aber Protagonisten wie dumme Schafe vor dem Visier eines Schafschützen tanzen und dabei nicht einen klugen Gedanken fassen wollen, ist Schluss mit lustig. DOWNRANGE meint es nicht gut mit seinen Protagonisten, denn die handeln von Sinnen und befriedigen damit zumindest die Blutsucht des Zuschauers. Der bekommt in DOWNRANGE anständig gefilmte Morde zu sehen, die so zeigefreudig sind, dass der Streifen Probleme mit der FSK bekam. Der Sniper-Splatter erhielt nämlich anfangs von der Prüfbehörde keine Freigabe. Doch der Rechteinhaber ging gegen das Urteil in Berufung und hatte Erfolg. Ob dieser (finanzielle) Aufwand gerechtfertigt gewesen war, sollte an dieser Stelle jeder selbst entscheiden. DOWNRANGE ist nicht sonderlich helle und spult seine vorhersehbare und unspannende Geschichte nach Schema F ab. Das bedeutet: kreischen, winseln und sterben bis am Ende niemand mehr übrig ist. Die Charakterentwicklung ist oberflächlich, die Protagonisten sind unsympathisch und die zweckmäßigen Dialoge sind sogar noch dümmer, als die jeder gescripteten RTL2-Nachmittagssendung. Demzufolge raten wir, besser andere und gelungenere Sniper-Thriller in den Player schieben, denen es auch tatsächlich gelingt, den Puls des Publikums in die Höhe zu treiben. So schockierten zuletzt Filme wie KING OF THE HILL oder TOWER BLOCK. Zwei heftige Streifen, die das Nervenkostüm beanspruchen und dabei auch noch Kompromisse scheuen. Zartbesaitete Zuschauer sollten die aber besser meiden.
 
 
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DOWNRANGE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Intellektueller Total-Reinfall! Dafür aber professioneller Splatter im Überfluss. Den bekommt man im Falle von DOWNRANGE ziemlich oft vor die Linse und das auch noch in technisch tadelloser Umsetzung. Brutalität steht hier vor Plausibilität, denn bis auf den Filmbösewicht handelt nahezu jede Figur dieses deftigen Splatterstreifens dämlich und unüberlegt. Feingeister werden daher an dieser Stelle vorgewarnt. Die selten dummen Handlungen aller Protagonisten gehen an die Substanz und machen wütend. Wer demzufolge leicht cholerisch veranlagt ist, sollte DOWNRANGE besser meiden. Das ist besser fürs Herz.
 
 
 


 
 
 

DOWNRANGE – Zensur

 
 
 
In DOWNRANGE – DIE ZIELSCHEIBE BIST DU (so der deutsche Titel) geht es nicht zimperlich zu. Köpfe werden überfahren, Augen ausgeschossen und Körper mit Kugeln durchsiebt. Die Gewaltexzesse sind so deftig, dass selbst die FSK keinen Spaß verstand und DOWNRANGE eigentlich ungeschnitten nicht freigeben wollte. Wer aber denkt, dass dieses Horrorthriller Federn lassen musste, wird überrascht sein. Offenbar hatte das Label SPLENDID FILM mehr Glück als gedacht. Nach einer Berufung, gabs von der FSK dann doch den Segen. DOWNRANGE steht ab sofort ungeschnitten mit rotem FSK-Sticker im Handel.
 
 
 


 
 
 

DOWNRANGE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) SPLENDID FILM (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Downrange; USA 2017

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Holländisch

Bild: 2,35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 94 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 25.05.2018

 

Downrange – Die Zielscheibe bist du! [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

DOWNRANGE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei SPLENDID FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
El rey de la montaña – Unsichtbare Gefahr (2007)
 
Beim Sterben ist jeder der Erste (1972)
 
Happy Hunting (2017)
 
Carnage Park (2016)
 

Kritik: „Trauma – Das Böse verlangt Loyalität“ (2017)

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TRAUMA – DAS BÖSE VERLANGT LOYALITÄT

(TRAUMA)

Story

 
 
 

Ein Skandalfilm wie er im Buche steht: Vier Freundinnen wollen es sich in einem abgelegenen Haus gemütlich machen. Kaum angekommen, klopft es an der Tür. Davor steht aber nicht der Pizza-Mann, sondern zwei Fremde, die den Damen das Leben zur Hölle machen wollen.

 
 
 


 
 
 

TRAUMA – Kritik

 
 
 
Immer wenn man meint, es geht eigentlich nicht schlimmer, braucht man nicht lange zu warten, bis man eines Besseren belehrt wird. Vergewaltigung in Verbindung mit Rache ist seit den 1970ern ein beliebtes Thema im Kino. Meist werden hier wehrlose Frauen psychisch und körperlich so sehr misshandelt, dass sie nur noch eine Antwort kennen: Rache. Die fällt meist blutig und kompromisslos aus, was natürlich Fans viel umstrittener Rape-and-Revenge-Filme umso mehr freut. Erwähnte Erfolgsformel kennt man auch in Chile, wo man in den letzten Jahren mit filmischen Kontroversen für Aufmerksamkeit gesorgt hat. So bot nicht nur der polarisierende ELI ROTH mit dem harten AFTERSHOCK reichlich Zündstoff. Auch der chilenische Regisseur PARTICIO VALLADARES experimentierte in HIDDEN IN THE WOODS mit Exploitation und brachte damit einen kruden Vertreter hervor, der vor allem durch grenzüberschreitende Tabus in Verbindung mit Gewalt in einigen Ländern Probleme bekam. Die dürfte auch der folgende TRAUMA erhalten, welcher natürlich mit ebenso zweifelhaftem Filmkonzept Sittenwächter auf die Barrikaden bringt. Auch hier will man niedere Instinkte befriedigen und vermischt Sex und Gewalt zu einem deftigen Cocktail, der nur auf eines abzielt: Schockwirkung. Da werden Zuschauer hellhörig, die an Streifen wie I SPIT ON YOUR GRAVE oder A SERBIAN FILM Gefallen finden. Die bekommen in TRAUMA nämlich das zu sehen, was normale Cineasten abschreckt. Nur, kann genannter Streifen wirklich den vielen positiven Stimmen gerecht werden, die TRAUMA auf einschlägigen Filmfestivals erhalten hat? Wir klären auf.
 
 
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TRAUMA wird als wohl kontroversester Genre-Film des Jahres 2017 gehandelt. Darin wimmelt es nur so vor geschmacklosen Tabubrüchen und bluttriefenden Gewaltausbrüchen, die für Gesprächsstoff sorgen werden. Der Film handelt von vier Freundinnen, die sich irgendwo im chilenischen Hinterland zusammenfinden, um sich gegenseitig an die Wäsche gehen zu können. Was der einen gefällt, macht natürlich die andere eifersüchtig. Wer aber meint, dass in TRAUMA der Zickenkrieg regiert, wird bald eines Besseren belehrt. Der Streifen findet nämlich schnell eine andere Sprache und verwandelt sich zu einem harten Überlebenskampf, der nicht jedermanns Sache sein wird. So klopfen bald zwei Einheimische an der Tür des bezogenen Landhauses. Doch die haben weder Kaffee noch Kuchen dabei. Stattdessen überfallen sie die Frauen und gehen alles andere als zimperlich vor. Es wird vergewaltigt und gemordet, was nicht nur die Opfer verstört. Auch das Publikum dürfte wegen kaltschnäuzigen Vorgehens nach Luft ringen, weil der Streifen in puncto Grausamkeit stets versucht sich selbst zu übertrumpfen. Doch die Misshandlung der vier Frauen ist nur der Auftakt einer Reihe schrecklicher Ereignisse, die eine blutige Spur der Verwüstung nach sich zieht. So schwören die traumatisierten Opfer Rache und machen sich zusammen mit zwei Polizisten auf, den Peinigern die Leviten zu lesen. Leider folgen sie hier zwei Bestien in Menschengestalt, die weder Erbarmen noch Gnade kennen. Zartbesaiteten sei daher an dieser Stelle empfohlen diesen Film besser zu meiden.
 
 
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Das ist nichts für schwache Nerven. Da wird ein Säugling mit Fingern penetriert und ein Teenager wird gezwungen die eigene Mutter zu vergewaltigen, während selbiger der Kopf weggeschossen wird. Ja, TRAUMA will anecken und füllt seine Handlung mit bewusst widerwärtigem Inhalt, um das erreichen zu können, was vielen neueren Produkten nur selten gelingt. Er will eine neue Dimension menschlicher Grausamkeiten auf die Leinwand bringen und das gelingt zweifelsohne. TAUMA schockiert und stößt mit perversen Ideen auch jene vor den Kopf, die meinen bereits alles gesehen zu haben. So hat hier ein Heranwachsender während der chilenischen Diktatur Grausames erleben müssen, weshalb er nun als Erwachsener weder Skrupel noch Menschlichkeit empfindet. In eingestreuten Rückblenden bekommt der Zuschauer den Leidensweg des Irregeführten zu sehen, während selbiger in einem parallelen Handlungsstrang nun in der Gegenwart Menschen abschlachtet und dabei auch noch Spaß empfindet. Regisseur LUCIO A. ROJAS hat offenbar einiges dazugelernt. Der langweilte zuletzt mit bescheidenem Low-Budget-Trash wie PERFIDE oder ZOMBIE DAWN, gibt aber nun mächtig Gas. Vorbei die Zeiten schlechter Schauspieler und noch mieserer Effekte. TRAUMA spielt in einer anderen Liga und kann sich als ernstzunehmendes Projekt in die Reihe nicht minder skandalöse Genre-Filme wie ILSA – SHE WOLF OF THE SS, DIE 120 TAGE VON SODOM oder THE HUMAN CENTIPEDE 2 einreihen. Somit sei dieser Rape-and-Revenge-Thriller all jenen Horror-Fans empfohlen, denen es im Horror- und Thrillerkino nicht menschenverachtend wie möglich zugehen kann. Selbst die müssen sich eingestehen, dass sich Gezeigtes weit weg vom guten Geschmack bewegt und vor allem hart ist.
 
 
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TRAUMA – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
TRAUMA ist ein verstörender Gewaltrauch für Hartgesottene, über den man noch lange sprechen wird. Was MARTYRS für Frankreich und A SERBIAN FILM für Serbien, ist TRAUMA für Chile. Dieser Film will schockieren und polarisieren. Wegen vieler grenzüberschreitender Einfälle gelingt das zweifelsohne. So werden Tabus gebrochen und Abartigkeiten zelebriert. Dabei flimmert menschenverachtende Gewalt beinahe minütlich über die Leinwand. Weil Schauspieler, Kameraführung und Spezialeffekte erste Sahne sind, trifft Gezeigtes doppelt so stark. Hier mutiert ein Mann zur unberechenbare Killermaschine, weil er als Jugendlicher durch die psychische Hölle gegangen ist. Was sich aber liest, wie eine interessante Charakterstudie eines fehlgeleiteten Menschen, ist leider alles andere als glaubhaft. Regisseur LUCIO A. ROJAS nutzt Trauma-Thematik aus, um möglichst viel kontroversen Schmuddelkram zeigen zu können. Dabei verläuft er sich zu engstirnig im Exploitation-Fach und füllt die Handlung ausschließlich mit Sex und Gewalt. Wem das jedoch bewusst ist, dürfte TRAUMA wohl als neuen Geheimtipp betiteln. Doch Achtung: TRAUMA setzt einen gesunden Magen und gute Nerven voraus, denn dieser harte Horrorthriller aus Chile ist nichts für Anfänger, Feingeister und Moralapostel.
 
 
 


 
 
 

TRAUMA – Zensur

 
 
 
TRAUMA – DAS BÖSE VERLANGT LOYALITÄT ist einer dieser Filme, der sich bei der FSK bereits durch seinen harten Prolog ins Aus geschossen hat. In diesem Film gibt es derart viel menschenverachtenden Content zu sehen, dass eine ungeschnittene Freigabe für die Kaufhäuser undenkbar ist. Offenbar hat das auch das Label INDEED FILM erkannt. Zwar gibt es eine geschnittene Veröffentlichung für den deutschen Handel; dennoch hat das Label angekündigt die ungeschnittene Filmversion über das deutschsprachige Ausland zu veröffentlichen. Übrigens feierte TRAUMA seine Deutschlandpremiere in der ungeschnitten Form 2018 auf dem OBSCURA FILMFESTIVAL.
 
 


 
 
 

TRAUMA – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Indeed Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Trauma; Chile 2017

Genre: Horror, Action, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Spanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 96 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung)

Verpackung: Keepcase mit Wechselcover

Extras: Making Of, Deleted Scene, Trailershow

Release-Termin: 18.01.2019

 

Trauma – Das Böse verlangt Loyalität [Blu-ray] auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

TRAUMA – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei INDEED FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Last House on the Left (2009)
 
I Spit on Your Grave (2010)
 
I Spit on Your Grave 2 (2013)
 
Bait (2014)
 
Kidnapped (2010)