Filmkritik: „Lords of Chaos“ (2018)

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LORDS OF CHAOS

Story

 
 
 

„Lords Of Chaos“ beschreibt ein Zeitfenster der achtziger Jahre, in dem in Skandinavien die Keimzelle des über-extremen „Black Metal“ entsteht. Im Zentrum der Geschichte stehen die blonden, bald schwarzgefärbten und weiß getünchten Bübchen der Band „Mayhem“. Die suhlen sich in betont satanischer (hier begriffen als menschenfeindlicher) Haltung, ritzen und quälen sich selbst, bluten aufs Publikum und werfen auch mal Teile von Tierkadavern in die Menge. Ein perverser Band-Wettkampf, wer wohl am besten singe, nein, wer wohl am finstersten brüte, bricht los und endet in einer Spirale aus Brandstiftung, Gewalt und Tod.

 
 
 


 
 
 

LORDS OF CHAOS – Kritik

 
 
 
Aus dem unbeachteten Augenwinkel und eher der Rubrik „völlig unerwartet“ zuzuordnen steht da ein Monolith des Irrsinns im Raume, der „Lords Of Chaos“ heißt. Nicht nur unerwartet. Eigentlich noch extremer: Man würde sich diese Stories selbst nicht glauben. Selbst dann nicht, wenn man an geheimnisvollen Pilzen genuckelt hätte und sie sich auf einer Party selber erzählen würde. Das gilt für die Geschichte im Film genauso wie für dessen Entstehung und Hintergrund.
 
 
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Norwegen, Schweden, Finnland: Gelangweilte Mittelklasse-Rotzlöffel versuchen, sich in den Rubriken Menschenhass, Satans-Faschismus und allgemeiner spätpubertärer Kernigkeit zu überbieten. So weit, so normal. Hierfür gründen sie Bands und spielen eine nur noch aufs Extreme angelegte und mit derben Punk-Genres wie Grindcore verwandte Krachmucke und nennen sie Black Metal. Da der musikalischen Theorie auch praktische Taten folgen sollen, führt der Irrsinn zügig zu Mord, Totschlag und brennenden Kirchen. War aber nicht alles schlecht: Die Neurose, potentielle Plattenladen-Kunden erst einen fachlich anspruchsvollen Fragebogen ausfüllen zu lassen, bevor Eintritt gewährt wird, sollte wenigstens Schule machen. Bewundernswerte Konsequenz drückt sich eben nicht nur in Mord und Suizid aus.
 
 
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Michael Moynihan gelingt 1998 mit dem akribisch recherchierten und wahnsinnig unterhaltsamen Musik-Sachbuch gleichen Namens ein Erfolg, der sich – untypisch – eben nicht nur auf die Reihen der Metal- oder gar Black-Metal-Heads beschränkt. Nein, man konnte „Lords Of Chaos“ seinerzeit lesen, ohne sich für diese elendig unterproduzierten Lärmwände aus Röchelgesang, nach Küchengeräten klingenden Gitarren und albernen Stakkato-Drums zu erwärmen, die da eben Black Metal genannt werden. Obendrein wahrt der Amerikaner aus Boston eine politische Neutralität beim Berichten über die nach und nach immer faschistoider werdende Szene; und das obwohl er seine eigene, langjährige Musikkarriere mit Überzeugung im deutlich angebräunten Genre des sogenannten „Neofolk“ zelebriert. Für die Verfilmung des Sachbuch-Stoffs als Spielfilm ließ sich nach einigem Hin und her der Schwede Jonas Akerlund gewinnen. Der ist nicht nur vielfach ausgezeichneter Regisseur von Werbespots und Dutzenden weltberühmter Musikvideos, sondern auch noch in jungen Jahren als Schlagzeuger der Ur-Black-Metal-Schrubbkapelle „Bathory“ in Erscheinung getreten. So war’s natürlich ein echter Coup, den auch heute noch als bleichen Finsterling auftretenden skandinavischen Selbstvermarkter auf den Regiestuhl der „Lords Of Chaos“ packen zu können.
 
 
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Akerlund gelingt, ein eng miteinander verschweißtes Ensemble junger Schauspieler, unter anderen Abkömmlingen der infernalischen Showbusiness-Clans Culkin und Ochsenknecht, durch einen Alptraum von Tristesse und roher Gewalt zu dirigieren. „Lords Of Chaos“ ist gleichzeitig fesselnd und abstoßend, die Figuren, genau wie die realen Vorbilder eben, sind Arschlöcher sondersgleichen und die Ausbrüche in filmische Grausamkeit matschigster Splatter. Es bleibt einem glatt die Spucke weg und man möchte nie in einer Gegend verweilen, deren Grau-in-Grau die Gehirne der Beteiligten dermaßen in Haferflocken verwandeln konnte.
 
 
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Schwedischer Hipsterismus ist eine faszinierende Sache. Von dort kommen gerne mal Co-Autoren entsetzlicher Pop-Hits, angesagte Musiker mit beinahe „Blob“-artiger Anpassungsfähigkeit oder auch gesellschaftliche Trends, die sich nur Menschen mit viel Zeit, wenig Beschäftigung und staatlich gesicherten Einkommen ausdenken können. In diesem Geist wird uns das gleiche dünnbesiedelte Land demnächst mit der angeblich gleichzeitig emotionsunfähigen, weil aspergerkranken und trotzdem ständig ängstlich-aufgeladenen Greta Thunberg eine hanebüchene Friedensnobelpreis-Wahl bescheren. So bei it.
 
 
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Black Metal verkauft sich, Internet und Metal-Hype sei Dank, heute besser denn je und hat es inzwischen zu grotesken (wenn auch – siehe, im Knast zum Vollnazi mutiert, Varg Vikernes – nur folgerichtigen) Unterkategorien wie „NSBM“, das heißt tatsächlich „National Socialist Black Metal“, gebracht. Nazi-Satans-Metal ist genauso scheiße wie Du, geneigter Leser, Dir das hoffentlich gerade vorstellst.
 
 


 
 
 

LORDS OF CHAOS – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Wahre Geschichte, Motherfuckers! Das ist tatsächlich das Grellste an „Lords Of Chaos“. Die Moral von der Geschicht‘ scheint anzudeuten, dass Langeweile in nordeuropäischen Gefilden zu furchtbaren Szenarien führen kann. Oder doch eine Warnung vor der destruktiven Kraft schlechter Musik? Man weiß es nicht. Jedenfalls ist Alt-Hipster Jonas Akerlunds Biopic-Gore-Reißer ein Meisterstück der Verfilmung wahrer Ereignisse als Unterhaltungsfilm. Herausragend.
 
 
 


 
 
 

LORDS OF CHAOS – Zensur

 
 
 
„Lords of Chaos“ ist nicht nur verstörend – der Film ist auch sehr brutal. Da werden in diversen Szenen Morde derart lang zelebriert, dass dem Zuschauer Hören und Sehen vergeht. Umso überraschender, dass die FSK diesen Film ungeschnitten freigeben hat. Bis vor einigen Jahren wäre ein Film wie „Lords of Chaos“ wegen seiner zeigefreudigen Brutalität auf dem Index gelandet. Sammler und „Mayhem“-Fans können daher bedenkenlos zugreifen. Der Film ist mit seiner Erwachsenenfreigabe vollkommen komplett.
 
 
 


 
 
 

LORDS OF CHAOS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Studio Hamburg (KeepCase)

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(c) Studio Hamburg (Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Lords of Chaos; Großbritannien | Schweden 2018

Genre: Drama, Thriller, Mystery

Ton: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 117 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer

Release-Termin: 05.04.2019

 

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LORDS OF CHAOS – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Abbildungen stammen von Studio Hamburg)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Metalhead (2013)
 
This Is Spinal Tap (1984)
 
Almost Famous – Fast berühmt (2000)
 
Deathgasm (2015)
 
Until the Light Takes Us (2008)
 

Filmkritik: „Friedhof der Kuscheltiere“ (2019)

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FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE

FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE – REMAKE | PET SEMATARY

Story

 
 
 
Im Remake zu Stephen Kings Klassiker „Friedhof der Kuscheltiere“ muss ein Familienvater feststellen, dass der Tod manchmal besser ist, als etwas Böses zu erwecken.

 
 
 


 
 
 

FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE – Kritik

 
 
 
Seit den 70er Jahren ist der Horror-Stoff von Stephen King nicht nur in Romanform, sondern auch als Film sehr beliebt. Geändert hat sich daran innerhalb der letzten Jahrzehnte eigentlich kaum etwas, aber gerade nach dem Boom des Remakes von „Es“ werden nun viele alte Verfilmungen von King-Stoffen wieder auferleben. „Friedhof der Kuscheltiere“ ist eine davon. Das Original ist Kult und lebt von einer mächtigen Atmosphäre, die man eigentlich gar nicht kopieren kann. Es galt zu befürchten, dass sich diese Neuauflage im billigen Horror verliert, doch so schlimm ist es zum Glück nicht geworden. Kennt man das Original, hat man es hier mit einem ganz passablen Werk zu tun, kennt man es nicht, kann man sogar von einem relativ guten Film sprechen.
 
 
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Familie Creed zieht aus der Großstadt in ein kleines Örtchen, fernab vom großen Trubel. Auf dem Land ist es friedlich und einen netten Nachbarn hat man auch gleich noch dazu. Allerdings trügt der Schein und als eines Tages der Kater stirbt, soll der Horror so langsam seinen Lauf nehmen. Auf dem Grundstück der Creeds liegt ein versteckter Tierfriedhof im Wald. Mit diesem hat es aber scheinbar mehr auf sich, als man denken kann, denn der Friedhof ist weitläufig und birgt einen dunklen Fluch. Als der tote Kater dort begraben wurde, hat Vater Creed das Schicksal seiner Familie bereits beschlossen, ohne es auch nur zu ahnen.
 
 
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Mit Remakes ist das immer so eine Sache, denn nicht selten besitzen sie einfach wenig Daseinsberechtigung. Mittlerweile sind allerdings 30 Jahre seit dem Original vergangen und gegen eine Auffrischung des altmodischen, aber zeitlosen Stoffes gibt es überhaupt nichts einzuwenden. In der ersten Hälfte wirkt „Friedhof der Kuscheltiere“ dann nahezu wie eine 1:1 Kopie des Originals, bei dem immerhin sogar Stephen King selbst das Drehbuch schrieb. Wahrscheinlich bewegte sich auch gerade deshalb der Film von 1989 ziemlich nah am Roman. In der zweiten Hälfte häufen sich dann aber die Änderungen und das wird dann mit der Zeit schon ziemlich immens, so dass es sogar ein komplett anderes Ende zu sehen gibt. Wenn man offen dafür ist, dann sind manche Veränderungen eigentlich gar nicht mal so schlecht und dennoch rauben sie dem Werk etwas Atmosphäre. Das Ende ist an sich immer noch richtig schön unhappy und trotzdem besitzt es nicht diese finstere Tragik des Originals. Wem dieses Ende nicht schmeckt, der kann jedoch noch auf einen alternativen Schluss zugreifen, welcher insgesamt etwas stimmiger, etwas düsterer und auch etwas tragischer wirkt, wobei das Ende vom Original in beiden Fällen nicht erreicht wird. Immerhin kann man behaupten, dass sich die Drehbuchautoren Gedanken gemacht haben und nicht stumpf kopieren, aber alles in einem ist die Story im Roman und auch in der ersten Verfilmung stimmiger und düsterer.
 
 
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Ein kleiner Vorteil von „Friedhof der Kuscheltiere“ ist Anno 2019 eine leicht bessere Besetzung. Jason Clarke macht seine Sache nämlich schon sehr ordentlich und kann vollkommen überzeugen. Hinzu gesellt sich ein John Lithgow, mit dem man einfach nichts verkehrt machen kann und der auch bestens in diese Rolle passt. Amy Seimetz muss zwar den eher nervigen Part übernehmen, macht das jedoch solide und Jeté Laurence wird dann im weiteren Verlauf immer facettenreicher, was man anfangs noch nicht ahnen kann. Für ihr Alter ist das eine durchaus brauchbare Leistung. Die Charaktere wurden nicht großartig verändert und behalten auch ihre Hintergründe. An manchen Stellen wurde dieser etwas ausgebaut, an anderen aber auch etwas reduziert. Im Endeffekt nimmt sich das nichts und hier bleibt man dem Geist der Vorlagen doch relativ treu.
 
 
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Lobenswert ist an dieser Neuauflage auf jeden Fall, dass sich „Friedhof der Kuscheltiere“ nicht dem Trend der billigen Jump-Scares hingibt und sich, so wie das Original auch, der Atmosphäre widmet. Das Szenario wird langsam und ruhig aufgebaut und in der ersten Hälfte kommt das noch ohne den großen Horror aus. Danach häufen sich die Änderungen, was das Schauen zumindest interessanter macht, wenn man das Original schon gut kennt und zum Ende hin muss es dann obligatorisch noch etwas mehr zur Sache gehen, aber Action gibt es dennoch nur sehr wenig und plumpe Schockeffekte sucht man vergebens. Die Stimmung ist durchaus finster und wird niemals auch nur ansatzweise mit Humor aufgelockert. Nur so richtig gruselig oder unheimlich will das Ganze leider nur selten werden. Hier hat der Film von 1989 definitiv die Nase vorn. Dabei gibt es durchaus stimmungsvolle Bilder zu sehen. Allgemein ist die Optik hervorragend und ein paar Schauwerte sind vorhanden. Gewalt spielt dabei keine so große Rolle, wobei es zwei Szenen schon relativ in sich haben und die Effekte sehen sehr gelungen aus. Zum Schluss soll noch erwähnt werden, dass es eine schöne Entscheidung war, beim Abspann ein Cover zu Ramones‘ „Pet Sematary“ zu spielen, denn das war schon damals beim Original toll.
 
 


 
 
 

FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
„Friedhof der Kuscheltiere“ von 2019 ist eine etwas modernere, hinterher schon recht stark abgeänderte Variante des Klassiker-Romans von Stephen King, die den Fokus lobenswerterweise stark in Richtung Atmosphäre lenkt. Deshalb ist es fast schon bedauerlich, dass die Horror-Stimmung nie so ganz wirken möchte, obwohl man alles so düster und ohne Freude gehalten hat. Die ganzen Veränderungen im Verlauf der Geschichte sind daran aber sicher nicht gänzlich unschuldig. Dafür gibt es ordentliche Darsteller zu sehen und die Inszenierung ist auf jeden Fall gelungen. In der ersten Hälfte erinnert das oftmals an das Original und es lädt geradezu dazu ein, sich dieses mal wieder anzuschauen, in der zweiten Hälfte wird das eigenständiger und leider auch etwas konventioneller. Ein guter Versuch, der nicht langweilt und mit Qualität dienen kann, doch der Film von 1989 wird nicht erreicht und der Roman sowieso nicht!
 
 
 


 
 
 

FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE – Zensur

 
 
 
„Friedhof der Kuscheltiere“ ist nicht sehr brutal. Es gibt ein entstelltes Gesicht zu sehen. Ansonsten werden die Gewaltszenen zum großen Teil im Off zelebriert. Hierzulande ist der Streifen ungeschnitten ab FSK16. Die Freigabe ist angemessen.
 
 
 


 
 
 

FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Paramount Home Entertainment (KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Pet Sematary; USA | Kanada 2019

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DD 5.1, Englisch Dolby Atmos, Englisch Dolby TrueHD 7.1, Französisch DD 5.1, Kanadisches Französisch DD 5.1, Italienisch DD 5.1, Brasilianisches Portugiesisch DD 5.1, Spanisch DD 5.1, Lateinamerikanisches Spanisch DD 5.1

Untertitel: Deutsch, Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Englisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Brasilianisches Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 101 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wendecover

Extras: All-New Alternate Ending, 7 Deleted/EXTENDED Scenes, Night Terrors, Family Haunting Visions

Release-Termin: 15.08.2019

 

Friedhof der Kuscheltiere – Remake [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Paramount Home Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Friedhof der Kuscheltiere (1989)
 
Friedhof der Kuscheltiere 2 (1992)
 
Kinder des Zorns 4 – Mörderischer Kult (1996)
 
Cujo (1983)
 

Filmkritik: „Play or Die“ (2019)

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PLAY OR DIE

(PUZZLE)

Story

 
 
 

Zwei leidenschaftliche Zocker müssen in einem kniffligen Game um Leben und Tod spielen.

 
 
 


 
 
 

PLAY OR DIE – Kritik

 
 
 
Kaum hat ein Horrorfilm Erfolg an den Kinokassen, kann man davon ausgehen, dass mehrere Plagiate nachgerückt werden, die im Fahrwasser schnelle Kasse machen wollen. Anfang 2019 veröffentlichte SONY PICTURES mit ESCAPE ROOM einen flotten Horrorthriller, der von Experten im Vorhinein zum Flop verurteilt wurde. Doch die wurden schnell eines Besseren belehrt. ESCAPE ROOM mauserte sich in Windeseile zum Kassenschlager und wurde zum lukrativen Horror-Hit des Jahres 2019. Mit einem Budget von nicht einmal zehn Millionen US-Dollar spielte der Streifen weltweit mehr als das fünfzehnfache seines Startkapitals ein. Dass da natürlich Nachahmer auf den Plan gerufen werden, wundert vermutlich niemand. PLAY OR DIE ist ein solcher Nachzügler, der aber bei genauerer Betrachtung keine reine Kopie ist. Der Streifen beruht nämlich auf dem französischen Roman PUZZLE aus der Feder des Schriftstellers FRANCK THILLIEZ. Der wurde bereits im Jahr 2013 veröffentlicht und entwickelte sich mit einer Auflagenhöhe von 330.000 Exemplaren für den französischen Verlag FLEUVE ÉDITIONS zu einem Überraschungserfolg. Dass der Buchstoff ausgerechnet jetzt aus der Schublade gekramt wurde, dürfte aber nicht von Ungefähr kommen. Nimmt man die Geschichte des Romans genauer unter die Lupe, sind Parallelen zum oben erwähnten ESCAPE ROOM nicht von der Hand zu weisen. Ein Schelm wer da Berechnung vermutet.
 
 
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PLAY OR DIE rückt die beiden Zocker Lucas und Chloe in den Mittelpunkt. Die lieben knifflige Herausforderungen und haben ein Faible für derzeit beliebte Escape Rooms, in denen Spieler eingesperrt werden und wieder herausfinden müssen. Eines dieser Spiele nennt sich Paranoia. Hierbei handelt es sich um eine Extremform sogenannter Escape Rooms, die alles vom Spieler abverlangen. Eine Herausforderung, der sich unsere beiden Helden stellen wollen – zumal auf dem Gewinner eine Million Dollar warten. Die finden mit etwas Grips die Koordinaten der geheimen Game-Location heraus und steuern bald mit anderen Teilnehmern eine verlassene Psychiatrie an, die das Blut in den Adern gefrieren lässt. Hier sollen verschiedene Räume besucht werden in denen Rätsel gelöst werden müssen. Doch die sind alles andere als leicht. Offenbar will der Initiator von Paranoia Blut sehen, denn in den Escape Rooms dieses Spiels geht es um Leben und Tod. Da sterben die Teilnehmer wie Fliegen und die Flure färben sich rot. Eine Runde Monopoly wäre zwar weniger nervenaufreibend, dafür aber um einiges sicherer gewesen.
 
 
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SAW trifft auf ESCAPE ROOM und DARIO ARGENTO mischt mit. So in etwa lässt sich beschreiben, was man mit PLAY OR DIE aufgetischt bekommt. Der Film geht gewalttechnisch rabiater vor, als der bereits zu Beginn erwähnte, massenpublikumtaugliche Hochglanz-Horror des Majors SONY PICTURES und erinnert dazu auch noch visuell an Horror made in Europe. Das bedeutet: weniger makellos-glattpolierte Bilder – stattdessen mehr raue, authentische und dreckige Momente. Ganz nett, zumal es sich Regisseur JACQUES KLUGER nicht nehmen lassen hat, auch kurz Erinnerungen an die Hochzeiten des Giallos wach werden zu lassen. Da bekommen wir es ab und an mit experimentellen Farbspielereien zu tun, die auch Kult-Regisseur DARIO ARGENTO in SUSPIRIA und INFERNO verwendet hat, um verstörende Atmosphäre zu schaffen. Das versucht man auch in PLAY OR DIE. Zu grau-ranzigen Filmaufnahmen, wie man sie aus dem Folter-Horror SAW kennt, gesellen sich leuchtendes Rot und kräftiges Blau. Ein Stil-Overkill, den PLAY OR DIE bitter nötig hat. Vom Hocker haut dieser Horrorthriller nämlich nicht.
 
 
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Der Grund ist mal wieder in der miserablen Charakterentwicklung zu suchen. Unsere Hauptdarsteller sind nämlich unzugänglich und fad. Viel über die wenigen Figuren dieses Survival-Thrillers erfahren wir nicht. Sympathie kommt nur selten auf, was in erster Linie daran liegt, dass der Film eher den Fokus auf abstruse Rätsel legt, statt sich um seine Figuren zu kümmern. Die geraten in einen regelrechten Adrenalinrausch, verdrängen Ängste und haben nur ein Ziel: möglichst alle Räume passieren, rätseln und überleben. Dass die Gier nach Erfolg und dem ultimativen Kick bestraft werden muss, liegt auf der Hand. In Zuge abstruser Rätsel und Aufgaben verlieren die wenigen Teilnehmer nacheinander das Leben, wobei man darum bestrebt gewesen ist, deren Ableben möglichst reißerisch und zeigefreudig zu zelebrieren. Doch all das ist nichts, gegen die erzwungene Auflösung, schließlich muss es irgendjemanden geben, der diesen fragwürdigen Wettbewerb ins Leben gerufen hat. Spätestens hier macht sich PLAY OR DIE so gar keine Freunde, denn die Erklärungen sind haarsträubend und unglaubwürdig. Da werden die anfangs noch behutsam erklärten Handlungsstränge über Bord geworfen, damit sich PLAY OR DIE aus der Masse an belangloser Horror-Ware abheben kann. Vergebens! PLAY OR DIE schafft es einfach nicht originell zu sein. Der Streifen daddelt die Etappen des Horrorkinos lieblos ab und reichert seinen lustlosen Plot mit übertriebenen Gewaltakten an. Das mag für Neulinge ganz unterhaltsam und spannend sein. Wer aber ein paar Jahre Horrorkino auf dem Buckel hat und die wichtigsten Genre-Klischees in und auswendig kennt, dürfte sich bei PLAY OR DIE schnell langweilen. Mit vorhersehbaren Klischees hat dieser Horrorstreifen so seine Probleme. Da reißt auch der ach-so-überraschende Twist nichts, den man mittlerweile in fast jedem Horrorfilm neueren Datums vor die Linse bekommt.
 
 
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PLAY OR DIE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Leidlich unterhaltsamer Mix aus SAW und ESCAPE ROOM. Ein Film mit interessanter und derzeit beliebter Thematik über den Kick von sogenannten Escape Rooms. Leider ist der Film selbst nicht einmal ansatzweise so interessant, wie das zugrunde liegende Thema. Was passieren wird, ist schnell ersichtlich. Dass die meisten der hier Anwesenden umkommen werden ebenso. Nur ein Twist bringt etwas Instabilität ins sonst eher vorhersehbare Geschehen. Leider ist der so unglaubwürdig und haarsträubend, dass man sich als Zuschauer ganz schön veräppelt fühlt. Da fragt man sich doch glatt, wie so eine Geschichte zum Bestseller werden konnte. PLAY OR DIE ist die Filmadaption eines Romans mit dem Titel PUZZLE, der sich ziemlich gut verkaufen konnte. Nun ja, das hat nichts zu heißen. Selbst die Autobiografien von Naddel, Katzenberg, Effenberg und Becker haben sich dutzendfach verkauft. Bücher, die die Welt nicht braucht.
 
 
 


 
 
 

PLAY OR DIE – Zensur

 
 
 
PLAY OR DIE hat einige recht harte Szenen zu bieten. In einer derer wird eine Filmfigur für jede falsche Antwort mit Stromschlägen bestraft. Da werden teils Erinnerungen an die Fake-Dokumentation GESICHTER DES TODES wach in der ein angeblicher Straftäter vor laufender Kamera auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurde. Allein dieser Szene wegen dürfte PLAY OR DIE eine Erwachsenenfreigabe erhalten.
 
 
 


 
 
 

PLAY OR DIE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Distri7)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Escape Room (2019)
 
Escape Room – Das Spiel geht weiter (2017)
 
Nine Dead (2010)
 
Experiment Killing Room (2009)
 
Tödliches Spiel – Would You Rather? (2012)
 
Logic Room (2007)
 
Exam – Tödliche Prüfung (2009)
 

Filmkritik: „We Have Always Lived in the Castle“ (2018)

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WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE

(WIR HABEN IMMER SCHON IM SCHLOSS GELEBT)

Story

 
 
 

Wenn eine heile Welt zerstört wird und dennoch neue Möglichkeiten eröffnet: Zwei Geschwister erleben in einem alten Anwesen die Hölle. Glattgebügelte Romanverfilmung mit guten Darstellern.

 
 
 


 
 
 

WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE – Kritik

 
 
 
Wenn STEPHEN KING in höchsten Tönen über Literatur spricht, dürften Leseratten hellhörig werden. Es kommt nämlich nicht so oft vor, dass sich der Schreiberling so lobend über Schriftsteller äußert und sich von Selbigen auch noch fürs eigene Schaffen inspirieren lässt. In diesem Fall richtet sich das Lob an die bereits 1965 verstorbene Autorin SHIRLEY JACKSON. Die Queen des Horrors – so wie man sie heute oft bezeichnet – veröffentlichte im Jahr 1948 eine Kurzgeschichte mit dem Titel THE LOTTERY im NEW YORKER. Leider kam die düstere Erzählung gar nicht gut an. Viele Leser kündigten ihr Zeitungsabonnement und sendeten der Schriftstellerin Hassbriefe. Doch die Kontroverse spornte die fantasiebegabte Autorin nur weiter an. Das Resultat sind viele Horrorromane und -geschichten, über die man auch heute noch spricht. Neben dem Roman SPUK IN HILL HOUSE – der mittlerweile schon mehrfach verfilmt wurde (unter anderem als Serie von NETFLIX) – hat es auch WIR HABEN IMMER SCHON IM SCHLOSS GELEBT zu beachtlichem Erfolg geschafft. Der Mysterythriller wurde drei Jahre vor dem Tod der Autorin veröffentlicht und gilt bis heute als Jacksons bester Roman. Das sah man offenbar auch in Hollywood so. Weil die NETFLIX-Adaption von SPUK IN HILL HOUSE gute Resonanz erhielt, nahm man sich WIR HABEN IMMER SCHON IM SCHLOSS GELEBT vor und adaptierte das Buch unter dem Originaltitel für die Leinwand.
 
 
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Die Spielfilmumsetzung mit dem Titel WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE handelt von den Geschwistern Merricat und Constance Blackwood. Die leben nach einem Schicksalsschlag zurückgezogen mit Onkel Julian in einem alten Anwesen weit weg von der Stadt und verlassen so gut wie kaum noch das Haus. Das hat auch seinen Grund. In der Kleinstadt ist man nämlich fest davon überzeugt, dass die ältere Constance die Eltern mit Arsen vergiftet hat. Seither werden die Blackwoods von den Einwohnern verachtet – jeder Besuch der Außenseiter im Städtchen verbreitet bei den Menschen Wut und Hass. Doch damit haben sich die Schwestern über die Jahre abgefunden und beginnen mit der Situation zu leben. Leider kommt bald Unordnung in den zurückgezogenen Alltag. Die introvertierte Merricat wird plötzlich von schrecklichen Vorahnungen geplagt. Letztere Bewahrheiten sich auch schnell. Da klopft es unerwartet an der Tür und Cousin Charles will nach dem Rechten sehen. Von dem hat man seit Ewigkeiten nichts mehr gehört. Umso merkwürdiger sein plötzliches Interesse für die Verwandten. Er beginnt die Schwestern zu manipulieren und sorgt für Probleme, die schnell zu Chaos führen und eine Katastrophe heraufbeschwören.
 
 
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Immer der Nase nach. WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE hält sich erstaunlich nah am Roman und scheut – bis auf eine kleine Änderung in der letzten Szene – Abkürzungen und Umwege. Kenner des Buches werden daher kaum Überraschungen erleben und trotzdem nicht enttäuscht werden. Was die Verfilmung nämlich auszeichnet, ist die Tatsache, dass der Streifen richtig gute Schauspieler besitzt – darunter namhafte Größen Hollywoods wie CRISPIN CLOVER und TAISSA FARMIGA. Letztere hat man nun schon in einigen Genre-Produktionen zu sehen bekommen. Darunter so Filme wie MINDSCAPE, THE NUN und THE FINAL GIRLS. Bereits dort konnte sie mit facettenreichem Schauspiel überzeugen. Das prägt sich auch durch die Rolle der stillen Einzelgängerin in WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE ins Gedächtnis. Anfangs noch in einer Traumwelt verharrend, wird ihre Figur bald aus dem sicheren Kosmos gezogen und in eine ungewisse Zukunft geworfen, die den Filmcharakter über sich hinauswachsen lässt. Da passieren plötzlich Ereignisse die alle Beteiligten an die Grenzen bringen. Die dabei von Regisseurin STACIE PASSON entwickelt Dynamik ist bemerkenswert. Was zu Beginn noch ein verträumtes Familienmärchen vermuten lässt, entwickelt sich schnell zu einem ausgeklügelten Psychothriller über Manipulation und Hass. Das dadurch heraufbeschworene Unheil wird auf die Spitze getrieben und endet mit einem lauten Knall. Weil das cineastische Pulverfass ohne Gewalt auskommt und das Chaos allein durch Dialoge und durch das Miteinander der Protagonisten heraufbeschworen wird, gehört WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE zu einem der interessantesten Genre-Beiträge der letzten Jahre.
 
 
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WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE schafft es, ohne blutige Bilder ein beklemmendes Gefühl zu erzeugen. Mit einem Minimum an Handlung wird ein Maximum an Spannung bewirkt. Das ist große Kunst, die Autorin SHIRLEY JACKSON besonders gut beherrschte. Dennoch geizt der Streifen – wie bereits das Buch – mit Antworten. Die Geschichte nimmt sonderbare Wendungen und auch die wenigen Hauptfiguren scheinen – vermutlich auch der Isolation wegen – nicht immer von Sinnen zu handeln. Die befremdlich wirkende Handlung dürfte manch Zuschauer verwirren. Ein Blick auf die Biografie von Schriftstellerin SHIRLEY JACKSON sorgt für Aufschluss und bringt Licht ins Dunkel. Die macht in ihren Werken oft Außenseiter zum Thema, die von engstirnigen Kleinstadtbewohnern verfolgt werden. Das ist auch in WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE der Fall. Dort entwickelt die Abneigung gegenüber den Außenseitern eine besorgniserregende Wendung. Erst sind es nur Beschimpfungen, die unsere Filmhelden über sich ergehen lassen müssen. Im späteren Verlauf werden die Figuren beinahe schon wie Vieh von den Menschen des Ortes gejagt. Parallelen zum Leben von Autorin SHIRLEY JACKSON sind nicht von der Hand zu weisen. Die lebte einst selbst in einem dieser Kleinode an denen die Menschen nach eigenen Regeln leben. So wurde sie in der Kleinstadt North Bennington im amerikanischen Bundesstaat Vermont regelmäßig selbst mit reflexhaften Antisemitismus und Anti-Intellektualismus konfrontiert. Genau jenes verträumtes Städtchen ist Schausplatz in vielen Werken der Schriftstellerin. Offenbar hatte Jackson so versucht einschneidenden Erlebnisse durch das Schreiben von Romanen zu verarbeiten, wenngleich sie in WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE die Folgen vergifteter Gedanken dann doch befremdlich intensiv auf die Spitze treibt. Immerhin war sie nicht die Erste die Erlebtes in Schriftform aufarbeitet hat.
 
 
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WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Subtiler Psychothriller – hervorragend gespielt. WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE ist eine längst überfällige Romanverfilmung und handelt von einem Mädchen, das in einer Traumwelt lebt, alles Fremde hasst und versucht, die schräge Idylle mit allen Mitteln vor Veränderung zu schützen. WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE entpuppt sich als finsteres Panorama, das Elemente aus Psychodrama, Krimi und Märchen vereint. Statt den Holzhammer zu schwingen, wird das Grauen in erster Linie durch Dialoge und mysteriöse Stimmung erzeugt. Gorebauern kommen hier nicht auf ihre Kosten. Ebenso nicht Leute, die sich gern von unterbelichteter Kommerzware berieseln lassen, die der Streaming-Anbieter NETFLIX am Fließband produziert. Dazu ist der Erzählstil äußerst unkonventionell und manch Frage bleibt am Ende unbeantwortet. Etwas Kopf und ein wenig Fantasie für die Eigeninterpretation sollten schon vorhanden sein, denn im Falle von WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE kommt das Grauen auf leisen und anspruchsvollen Sohlen. Sollte nach der Sichtung dennoch Verwirrung die Folge sein, hält Wikipedia einige Antworten parat. Dabei scheint folgende Information besonders wertvoll für den Aufschluss der Handlung zu sein: „… Typisch für Jacksons Werk ist die Erschaffung einer Atmosphäre des Befremdlichen sowie die tiefe Vertrautheit mit der Alltäglichkeit des Bösen und dessen Auswirkungen auf die Dorfgemeinschaft, die Familie und das Individuum. Was WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE jedoch von ihren anderen Werke unterscheidet, ist die gleichzeitige Ergründung von Liebe und Hingabe, allem die Handlung durchziehendem Unbehagen zum Trotz …“
 
 
 


 
 
 

WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE – Zensur

 
 
 
WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE hat bis auf eine Szene am Ende keine Gewalt zu bieten. Der Streifen fokussiert eher subtile und psychologische Angst. Liebhaber für blutige Handarbeit werden vermutlich enttäuscht sein. Hierzulande dürfte WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE wegen besagter Gewaltszene am Ende eine ungeschnittene FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei One Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Bis das Blut gefriert (1963)
 
In einer kleinen Stadt (1993)
 

Filmkritik „Habit“ (2017)

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HABIT

Story

 
 
 

Der arbeitslose Michael kommt an einen ominösen Job, der so einige Überraschungen parat hält.

 
 
 


 
 
 

HABIT – Kritik

 
 
 
Familien in Horrorfilmen sind immer so ein Ding. Werden die zum Mittelpunkt eines Genre-Streifens gemacht, kann es gut und gerne sein, dass sich hinter der Fassade gut gesitteter Kreise Grausames abspielen wird. Da werden gern mal im Keller ahnungslose Opfer aus Spaß gefoltert und alle aus der Sippe machen mit. Wer regelmäßig Horror-Schocker schaut weiß mittlerweile, dass man engen Familienbanden in dieser Art von Filmen nicht über den Weg trauen kann. Dort hält man zusammen und bewahrt Geheimnisse gut. Nur so lässt sich perfides Treiben unbemerkt hinter verschlossenen Türen fortsetzen, ohne dass Gesetzeshüter Wind davon bekommen. Auch der dritte Langfilm von Regisseur SIMEON HALLIGAN rückt genannte Familien-Thematik in den Fokus. Wie könnte es anders sein, schweißt auch hier ein Geheimnis Menschen zusammen, die sich im Film als „Familie“ bezeichnen. Eigentlich vielversprechende Horror-Ware. Wäre da nicht der inflationäre Gebrauch von Horror-Klischees, der den interessant beginnenden HABIT am Ende doch etwas zu ausgelutscht wirken lässt.
 
 
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Familiendrama meets Underground-Horror: Wenn zwei sich finden und sich gleich miteinander verbunden fühlen. Genau jene positiven Erfahrungen muss auch Michael machen. Der hatte bisher so gar kein Glück im Leben. Seit die Mutter sich vor seinen Augen das Leben genommen hat, meint es das Schicksal gar nicht gut mit ihm. Job hat er keinen und Perspektiven sind Mangelware. Da tritt ein Schutzengel in sein Leben. Lee nennt sich die Gute und ermöglicht dem Mittzwanziger den Schritt in ein neues Leben. Weil der sich ihr zugegen erkenntlich zeigt, beschafft die attraktive Fremde dem perspektivlosen Michael einen Job bei ihrem Onkel. Die Sache hat nur einen Haken. Der neue Job ist lebensgefährlich, denn hinter den Mauern eines ominösen Nachtclubs frönt man blutigem Handwerk.
 
 
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Horror von jemandem, der sich in Horrorfilm-Kreisen auskennt. Regisseur SIMEON HALLIGAN weiß, was Horrorfans wollen. Der ist nicht nur Regisseur und dreht Filme. Seit zehn Jahren ist der Brite auch Festivalleiter des beliebten Grimmfest in Manchester, wo Zuschauern alljährlich das Fürchten gelehrt werden soll. Da mutet es schon etwas ironisch an, wenn man sieht, was Halligan nun mit HABIT selbst fabriziert hat. Wirklich dolle ist dieser Film nämlich nicht. Irgendwie kommt HABIT nämlich nur schleppend in Fahrt und fällt einzig durch seinen abrupten Richtungswechsel auf. Da wird aus einem Ausflug ins ruppige Rotlichtmilieu plötzlich bluttriefender Okkult- und Kannibalen-Horror, der sich dann doch etwas zu krampfhaft den bekannten Regeln des Horror-Kinos unterwirft. Da muss zwanghaft in Blut gewatet werden und die Kamera hält drauf. Zudem fehlt natürlich ebenso das klischeebehaftete Ende nicht, bei dem die Machenschaften entlarvt und dem Bösen blutig die Leviten gelesen werden. Vorhersehbarkeit ist hier Programm. Offenbar wollte Filmemacher SIMEON HALLIGAN den Erwartungen des Horror-Publikums gerecht werden. Das erwartet nicht zu fordernde Abläufe und eine gewisse Härte von Genre-Ware. Beides wird geboten, um einfache Gemüter glücklich machen zu können. Ein etwas unglücklicher Schachzug, da HABIT so leider nur ein Horrorfilm von vielen ist, den man schnell wieder vergessen hat. Angesichts der wirklich hervorragenden Schauspieler eine Verschwendung. Die machen die rudimentäre Handlung ertragbar, welche sich einzig dadurch auszeichnet Sex und Gewalt miteinander zu vermischen. So bleiben Schicksale auf der Strecke, deren Analyse weitaus interessanter gewesen wäre, als die inflationäre Horror-Schiene bedienen zu müssen. In kurzen Momenten nämlich versucht SIMEON HALLIGAN die dramatischen Erlebnisse seine Hauptdarsteller zu ergründen. Die haben viel Tragisches erlebt, was dazu beiträgt auf die dunkle Seite zu wechseln. Leider ist die Ergründung von Schicksalen nur Vorwand, um später Splatter-Szenen zelebrieren zu können. Alteingesessene Horrorfilm-Kenner werden da nicht unbegründet mit den Augen rollen. Irgendwie sind Genre-Filme neueren Datum so ziemlich durchschaubar geworden. Das hat man alles schon mal gesehen und sieht deshalb Verläufe schon früh kommen.
 
 
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In Interviews erklärte Regisseur SIMEON HALLIGAN, dass HABIT ein Heimspiel war. Der Streifen spielt in Manchester und hier lebt der Filmemacher auch. Leider gab es bei den Dreharbeiten große Probleme. So schied einer der Hauptdarsteller im Verlauf des Filmdrehs aus und musste ersetzt werden. Das war dahingehend problematisch, weil viele Szenen bereits im Kasten waren. Da stand man vor der Entscheidung: die Dreharbeiten abbrechen und finanzielle Verluste hinnehmen oder bereits gedrehte Szenen mit einem neuen Darsteller noch einmal drehen. Man entschied sich für letzteres. Entstanden ist modernes britisches Genre-Kino für das sich Filmemacher SIMEON HALLIGAN vom dänischen Regisseur NICOLAS WINDING REFN inspirieren ließ. Sein ONLY GOD FORGIVES hinterließ Eindruck und wird als Referenz genannt. Dennoch, von den Qualitäten des genannten französisch-dänischen Thrillers ist HABIT weit entfernt – auch wenn der eine deutliche Steigerung zu den bisherigen Werken darstellt, die SIMEON HALLIGAN bisher gedreht hat: SPLINTERED und WHITE SETTLERS.
 
 
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HABIT – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein Mix der Werke des Marquis de Sade und den Alptraum-Fantasien eines Clive Barker. HABIT basiert auf den gleichnamigen Roman aus der Feder von STEPHEN MCGEAGH. In der filmischen Adaption taucht der Zuschauer ein in eine Welt des organisierten Verbrechens, unterirdischer Kulte und blutiger Splatter-Orgien. Handwerklich ist das solide gelöst und auch visuell ist HABIT ansprechend. Was nicht so dolle ist: irgendwie wollen die Ereignisse so gar nicht fesseln oder mitreisen. Nach einem abrupten Richtungswechsel verfällt HABIT in bekannte Horror-Klischees. Das wirkt teils flach und bekannt. Die Figuren verhalten sich, wie sie es eben in Horrorfilmen tun und im Finale triumphiert einmal mehr das Gute über das Böse. Warum muss man denn immer bekannte Formeln und Verläufe auf Zelluloid bannen? Als alteingesessener Horrorfilm-Liebhaber dürstet es dringend nach neuen Ideen. Die vermisst man im Falle von HABIT leider schmerzlich. Blut, Sex und dreckiger Look ist in im Genre-Kino von Heute längst nicht mehr alles.
 
 
 


 
 
 

HABIT – Zensur

 
 
 
HABIT hat ab Filmmitte einige blutige Schmankerl zu bieten. Da werden Menschen sprichwörtlich von Kannibalen „gefressen“ und sich in deren Blut geräkelt. Weiterhin wird ein Messer in einen Bauch gerammt, eine Kehle wird durchgeschnitten und einige Schussverletzungen gibt es auch zu sehen. Wegen der doch sehr zeigefreudigen Kannibalismusszenen dürfte es passieren, dass HABIT erst für Erwachsene freigegeben wird.
 
 
 


 
 
 

HABIT – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Not a Number | Tin Hat Productions)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Ravenous – Friss oder stirb (2017)
 
Omnivoros – Das letzte Ma(h)l (2013)
 
Wir sind was wir sind (2010)
 

Filmkritik: „Down a Dark Hall“ (2018)

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DOWN A DARK HALL

Story

 
 
 

Eine Teenagerin mit Problemen landet in einem gruseligen Internat. Leider geht es dort – wer hätte es gedacht – mal wieder nicht mit rechten Dingen zu.

 
 
 


 
 
 

DOWN A DARK HALL – Kritik

 
 
 
Willkommen zu einer neuen Runde: Horrorfilme, die auf Romanen basieren. Schon wieder mag man meinen, denn die Traumfabrik ist bekannt dafür sich an bekannten Buchstoffen zu vergehen, um damit maximalen Profit zu machen. Diesmal kommt die Vorlage von jemandem, der schon die Geschichten für so manch erfolgreichen Horrorfilm geliefert hat. LOUIS DUNCAN nennt sich die leider 2016 verstorbene Schriftstellerin, die seit den 1950ern spannende Jugendbücher schrieb und als erste Autorin überhaupt Suspense und Thrill ins Jugendbuch brachte. Über 50 Bücher gehen auf das Konto der gefeierten Amerikanerin, von denen sogar einige von Hollywood verfilmt wurden. Darunter Thriller wie ICH WEISS, WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST, dessen Fortsetzung und TÖTET MRS. TINGLE. Leider kamen diese Filme bei der Schriftstellerin gar nicht gut an. Im Zuge der durch SCREAM verursachten Wiedergeburt des Slasherfilms, machte man aus einigen der gelobten Jugendbücher harte Thriller, um die wieder aufgekommenen Nachfrage nach Teenager-in-Angst-Streifen befriedigen zu können.
 
 
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Mit DOWN A DARK HALL hat man sich den einzigen Gothic-Horror-Roman der Autorin gekrallt. Dessen Rechte kamen der Autorin STEPHANIE MEYER in die Hände, die mit den Filmadaptionen ihrer Twilight-Romane mehrere Milliarden Dollar verdiente. Offenbar witterte die gute Frau Potenzial und beteiligte sich als Produzentin mit an der Produktion. Keine so schlechte Idee, denn die filmische Umsetzung des Jugendbuchs kann sich durchaus sehen lassen. Darin hat Teenagerin Kit (ANNASOPHIA ROBB) ein schweres Los gezogen. Die leidet unter dem tragischen Tod des Vaters und kommt mit den neuen Familienverhältnissen gar nicht klar. Die Mutter hat einen neuen Partner an ihrer Seite, den Kit leider gar nicht akzeptieren will. Hinzukommt, dass die Teenagerin Probleme in der Schule bereitet, weshalb die Jugendliche in ein spezielles Internat gebracht wird, um dort wieder auf den rechten Weg gebracht zu werden. Doch im Blackwood Internat herrschen andere Regeln. Handys sind tabu und Kontakt zur Außenwelt ebenfalls. Die Privatschulleiterin Madame Duret (UMA THURMAN) führt ein hartes Regime. Das ist auch dringend notwendig, denn offenbar soll niemand draußen wissen, dass in dieser Einrichtung alles etwas anders läuft. Das beginnt schon bei der Anzahl der Schüler. Hier werden nicht mehrere hundert Mädchen unterrichtet. Nein, die düsteren Klassenräume muss Kit mit gerade einmal vier anderen Leidgenossinnen teilen, die plötzlich seltsame Gaben entwickeln. Während sich die eine plötzlich zum Mathematik-Genie entwickelt und eine andere wie Picasso malt, spielt die rebellische Kit aus nicht erklärbaren Gründen Klavier, als wäre sie Chopin persönlich. Was liegt hier im Argen? Wer das Buch nicht gelesen hat, sollte sich überraschen lassen.
 
 
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Der in Barcelona mit englischsprachigen Schauspielern inszenierte DOWN A DARK HALL lebt von einer prächtigen Gruselkulisse, die endliche wieder Gothic-Grusel ins Wohnzimmer bringt. Knarrende Dielen, unheimliche Stimmen und schlecht ausgeleuchtete Flure – das sind gute Voraussetzungen für Grusel mit Gänsehautgarantie. In der Tat entwickelt der Mysterythriller schnell eine Aura des Unbehagens, weil sich Regisseur RODRIGO COTRÉS als talentierter Erzählmeister entpuppt, der vor allem mithilfe von Bildern Geschichten erzählt. Wurde die Handlung erst einmal in Dunkelheit getaucht, wird die Story zur Nebensache. Gruselstimmung ist im Falle von DOWN A DARK HALL offenbar alles. Davon hat der Gruselfilm reichlich in petto und stopft damit so einige Ungereimtheiten. Letztere machen sich vor allem mit fortlaufender Laufzeit bemerkbar. Je näher der Streifen seiner Zielgerade entgegenfiebert, umso absurder und klischeehafter wird er. So wird schnell ein Mysterium heraufbeschworen, das lang im Verborgenen bleibt. Eine zuvor rebellische Teenagerin kommt plötzlich zur Vernunft, lüftet das seit Jahrzehnten verborgene Geheimnis eines Internats und bringt damit die Schule zu Fall. Weniger Standard-Verläufe für Mysterythriller hätten DOWN A DARK HALL gutgetan. Dennoch ist der von RODRIGO COTRÉS inszenierte Gruselthriller kein schlechter Genre-Beitrag. Das mag vor allem an der kurzweiligen Machart, dem schaurigen Filmlook und den guten Darstellern liegen. Allen voran UMA THURMAN. Die mimt hier mit französischem Akzent und trockenem Humor eine mürrische Schulleiterin. Steht ihr ganz gut die Rolle.
 
 
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DOWN A DARK HALL – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein visuell beeindruckendes und absolut stimmiges Gruselmärchen mit Starbesetzung. DOWN A DARK HALL ist die makellose Kinoadaption eines Jugendbuchs von 1974, die vor allem durch eines überzeugen kann: Atmosphäre. Regisseur RODRIGO COTRÉS scheint nach dem minimalistischen Thriller BURIED offenbar an der Zusammenarbeit mit hochkarätigen Hollywoodstars Gefallen gefunden zu haben. Nach ROBERT DE NIRO und RYAN REYNOLDS arbeitet er nun mit UMA THURMAN zusammen, die sich mal wieder von einer ganz anderen Seite zeigt. DOWN A DARK HALL hat all das, was man von einem Gruselfilm erwartet. Schauerstimmung ist allgegenwärtig und die Handlung bleibt weitestgehend spannend, weil man versucht die Auflösung so lang wie möglich hinauszuzögern. Die ist zwar absurd und reichlich speziell. Wer sich aber damit arrangieren kann, erlebt konventionellen Gothic-Horror für kühle Herbsttage. Da hatte man schon schlechteres auf dem Schirm.
 
 
 


 
 
 

DOWN A DARK HALL – Zensur

 
 
 
DOWN A DARK HALL wurde in Amerika mit einem jugendfreundlichen PG-13 in die Kinos gebracht. Das wundert nicht, denn der Film hat außer düstere Stimmung keinerlei Schauwerte zu bieten. Erst gegen Ende verbrennen einige Menschen. Das wird aber teils nur angedeutet. Zudem gibt es Besessenheitsszenen zu sehen. Überraschenderweise war die FSK auch hierzulande gnädig. Diese hat DOWN A DARK HALL bereits für Zwölfjährige freigegeben.
 
 
 


 
 
 

DOWN A DARK HALL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Concorde Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Down a Dark Hall; USA | Spanien 2018

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.39:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 97 Min.

FSK: FSK 12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Deutscher Kinotrailer, Making-of, Entfallene Szene

Release-Termin: 07.03.2019

 

Down a Dark Hall [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

DOWN A DARK HALL – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei CONCORDE HOME ENTERTAINMENT)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Suspiria (1977)
 
Dämonen im Mädchenpensionat (2006)
 
Die Sehnsucht der Falter (2011)
 
Die Tochter des Teufels (2015)
 

Filmkritik: „Muse“ (2017)

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MUSE – WORTE KÖNNEN TÖDLICH SEIN

(MUSA | MUSE)

Story

 
 
 

Dante verfiel Beatrice, Petrarca schmachtete nach Laura und Shakespeare verging nach seiner Dark Lady. Seit jeher inspirieren Musen das Schaffen von Künstlern und Dichtern. Doch was wäre, wenn sich hinter unbeschreiblichen Schönheiten mörderische Kreaturen verstecken würden, die durch die Macht der Poesie töten? Im Film MUSE haben einige Musen berühmter Dichter einen geheimen Hexenbund geschlossen. Sie binden Menschen mit der Macht des Wortes und benutzen zu Reim und Papier gebrachte Emotionen als tödliche Waffen. Ein traumatisierter Literaturprofessor kommt dem mysteriösen Zirkel auf die Schliche und fordert das Böse heraus.

 
 
 


 
 
 

MUSE – Kritik

 
 
 
Filmemacher JAUME BALAGUERÓ ist wieder da. Der hat sich in letzter Zeit rar gemacht und musste offenbar nach den letzten größeren Produktionen etwas Kraft tanken. Ganz unbegründet ist der kleine Boxenstopp jedoch nicht. Der spanische Regisseur war nämlich an den wichtigsten größeren Horror-Produktionen der letzten zehn Jahre beteiligt, die im Land des Stierkampfs und der Paella entstanden sind. So gehen auf sein Regie-Konto nicht nur die Filme [REC], [REC]² und [REC] – Teil 4. Auch am Evil-Dead-Klon CAMP – TÖDLICHE FERIEN sowie dem Remake zum Home-Invasion-Horror INSIDE war der Spanier beteiligt. Letzterer kam leider bei Kritikern und Fans gar nicht gut an – zu Recht! Mit MUSE kehrt der Regisseur zu den Anfängen zurück. Statt Gore und Splatter, knüpft er mit MUSE da an, wo er mit den Filmen DARKNESS und FRAGILE einst den Fuß ins Horror-Business bekommen hat. Das bedeutet: subtiles Grauen – weit weg von plakativer Gewalt. Ob er damit erfolgreich sein wird?
 
 
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Was für ein Schock für den erfolgreichen Literaturprofessor Samuel Solomon. Gerade eben lag der noch mit Freundin Beatriz glücklich im Bett und gestand ihr seine unerbittliche Liebe. Im Moment darauf ist sie tot. Todesursache: Selbstmord. Die Gründe bleiben schleierhaft. Bis plötzlich seltsame Dinge geschehen. Samuel wird nämlich von Albträumen geplagt, die den Tod einer mysteriösen Frau vorhersagen. Als diese dann tatsächliche tot aufgefunden wird, zweifelt der Gelehrte an seinem Verstand. Da geht doch etwas nicht mit rechten Dingen zu. Ein Grund mehr den Tatort ausfindig zu machen und nach Antworten zu suchen. Ein Fehler, denn statt Erleuchtung zu erlangen, werfen Nachforschungen weitere Fragen auf. So begegnet Samuel am Ort des Geschehens der attraktiven Rachel, die von den gleichen geplagt wird und nun ebenfalls nach Antworten sucht. Sie tut sich mit dem Literaturprofessor zusammen und entfacht dabei einen Strudel von Umständen, der das Leben beider maßgeblich verändern wird.
 
 
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FRANKA POTENTE in einer spanischen Genre-Produktion aus dem Hause FILMAX? Ja, man hat richtig gelesen. Die, durch LOLA RENNT auch international bekannte Deutsche, ist mit von der Partie und hat sich eine Nebenrolle ergattert, in der sie auf relativ skurrile Weise ihr Leben lassen muss. Aber nicht nur die Potente verblüfft durch ihr Erscheinen. Auch Altstar CHRISTOPHER LLOYD lässt sich kurz blicken und scheint offenbar Gefallen an Auftritten in Produktionen gefunden zu haben, die weit weg von Hollywood entstehen. So sah man den Schauspieler zuletzt im Indie-Horror I AM NOT A SERIAL KILLER, der Eindruck hinterließ, weil der ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT-Star darin bewies, dass er weit mehr kann als lustig. Gleiches trifft auch im übernatürlichen Thriller MUSE zu, der den in die Jahre gekommenen Schauspieler von einer ganzen anderen, verstörten Seite zeigt, die ihm aber ziemlich gut steht. Dass beide Schauspielgrößen hier mitwirken, ist aber wohl nicht zufällig. MUSE (im Original MUSA) ist nämlich die Kinoadaption eines erfolgreichen Romans aus der Feder des ehemaligen Psychiaters JOSÉ CARLOS SOMOZA, der sich in Literaturkreisen durch ungewöhnliche Kriminalromane einen Namen machen und damit auch einige Preise abräumen konnte. Seine Geheimrezeptur: provokante Szenen in Kombination mit philosophischen Elementen. Gleiches trifft auch auf den Mystery-Thriller DIE DREIZEHNTE DAME zu, der hier quasi als Grundlage diente und bereits Leseratten schlaflose Nächte bereiten konnte.
 
 
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Ganz so spannungsgeladen wie der Roman kommt die filmische Adaption leider nicht daher. MUSE beginnt stark, ebbt aber ab Filmmitte ziemlich schnell ab. Irgendwie schafft es Regisseur JAUME BALAGUERÓ nicht das Spannungslevel bis zum Schluss konstant zu halten. Das ist schade, weil MUSE mit seiner düsteren Bildsprache durchaus Gänsehautpotenzial besitzt und auch hinsichtlich Atmosphäre groß auffährt. Offenbar scheint Filmemacher JAUME BALAGUERÓ während der Dreharbeiten die Lust verloren zu haben. Was nämlich ambitioniert und spannend beginnt, verwandelt sich nach der Halbzeit in einen konfusen und beliebigen Mystery-Krimi, der nur noch ein Ziel hat: irgendwie zum Ende zu kommen. Da wird plötzlich die zuvor bedachte Entwicklung der Figuren vernachlässigt, die nun von Ort zu Ort getrieben werden, um ein unheimliches Rätsel zu lösen. Das hat zur Folge, dass deren Schicksal gleichgültig macht und die überraschende Auflösung des Spuks gar nicht mehr so vor den Kopf stößt, wie es zuvor noch dem Roman gelang. MUSE ist ein gutes Beispiel dafür, dass nicht jedes Buch auch unbedingt auf die Leinwand muss. Manchmal ist es doch besser das Kopfkino beim Lesen von Büchern anzuknipsen. Das beschert nicht selten mehr Gänsehaut, als auf Zwang festgehaltenes Grauen auf Zelluloid.
 
 
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MUSE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Visuell ansprechender Mystery-Thriller mit hervorragender Besetzung. Der spanische Film MUSE hätte großartiges Gruselkino werden können, wenn man sich mehr Gedanken darüber gemacht hätte, wie man den spannenden Buchstoff gleichwertig auf die Leinwand transportieren könnte. Die Kinoadaption des Romans DIE DREIZEHNTE DAME hat nämlich so seine Probleme mit dem Spannungsaufbau. Was spannend beginnt, wird ab Filmmitte irgendwie beliebig und vor allem konfus. Erklärungen und Hintergrundinformationen? Fehlanzeige! Stattdessen werden hier ahnungslose Figuren von Anhaltspunkt zu Anhaltspunkt getrieben, um ein unausgereiftes Puzzle zu lösen, dem das Folgen schwergemacht wird. Zwar sieht alles atmosphärisch aus, aber unter der schönen Hülle wird schnell klar, dass MUSE auch nur ein weiterer unheimlicher Thriller ist, der dem Zuschauer mit leicht durchschaubaren Taschenspielertricks das Geld aus der Brieftasche ziehen möchte. Besser das Buch lesen. Das hat mehr Substanz
 
 
 


 
 
 

MUSE – Zensur

 
 
 
MUSE ist mehr subtiler Gruselfilm mit unheimlichen Bildern statt Schlachtplatte. Die meisten Morde passieren im Off. Was man zu sehen bekommt: aufgeschnittene Pulsadern und eine zerfleischt Katze. Zudem knabbert sich eine Filmfigur die Hände blutig. Der Körper einer anderen Filmfigur wird mit Sprüchen verstümmelt. Hierzulande hat MUSE problemlos die FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

MUSE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Eurovideo Medien (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Muse; Belgien | Frankreich | Irland | Spanien 2017

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (DTS-HD MA 5.1), Englisch (DTS-HD MA 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 110 Min.

FSK: FSK16

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 09.10.2018

 

Muse – Worte können tödlich sein [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 
 


 
 

MUSE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Filmax International | Eurovideo Medien)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Der Hexenclub (1996)
 
Der Pakt (2006)
 
Wir sind die Nacht (2010)
 
Suspiria (1977)
 
Mother of Tears (2007)
 

Filmkritik: „Alone“ (2017)

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ALONE

(SEULS)

Story

 
 
 

Fünf Teenager müssen sich in eine Welt ohne Menschen durchschlagen und sind dabei vielen Gefahren ausgesetzt.

 
 
 


 
 
 

ALONE – Kritik

 
 
 
Ein Endzeitszenario aus Frankreich, in dem Jugendliche in einer Welt ohne Erwachsene ums Überleben kämpfen müssen. Aufmerksamen Horrorfans dürfte da nicht unbegründet ein Licht aufgehen. Vor einigen Monaten haben wir nämlich schon einmal einen Film besprochen, der ähnliche Geschichte erzählt hat. DON’T GROW UP hat aber nichts mit dem folgenden Film am Hut. Die Storyähnlichkeiten in ALONE sind rein zufällig, ebnen jedoch die Grundlage für packende 90 Minuten, die sich vor teuren Kinohits aus Hollywood nicht verstecken müssen. Der hier vorgestellte ALONE wurde nämlich von STUDIOCANAL mitproduziert und macht (vielleicht auch gerade deshalb) visuell einiges her. Trotz aufwändiger Machart kam der Streifen im Entstehungsland nicht besonders gut an, denn niemand wollte ALONE im Kino sehen. Etwas unverständlich, hat der Thriller doch all das zu bieten, was man von dieser Art von Filmen erwartet. Wohl möglich hat’s an Zombies gemangelt. Die sind immer dann zu sehen, wenn sich Überlebende einer menschenleeren Welt durch vereinsamte Straßenzüge arbeiten müssen. Leider muss ALONE ohne die Untoten auskommen. Der Film suggeriert Angst auf anderem Weg und das macht ihn so besonders. Fans mit einer Leidenschaft für Endzeit- und Weltuntergangsszenarien kommen da auf Ihre Kosten, denn auch wenn der Streifen von den französischen Nachbarn kommt, kann der Film weit mehr, als manch millionenschwerer Schnarcher aus der Mache von Bay, Emmerich oder Konsorten.
 
 
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Irgendwo in Frankreich geht der sonst so taffen Araberin Leila plötzlich der Hintern auf Grundeis. Als die nämlich eines Morgens aus dem Bett kriecht, stimmt die Welt nicht mehr. Alle Erwachsenen und Kinder sind verschwunden. Die Stadt scheint menschenleer zu sein. Was ist hier geschehen? Weil Telefon und Internet nicht funktionieren, muss sie zu Fuß nach Antworten suchen. So trifft die Teenagerin auf andere Jugendliche, die sich über die gleiche Frage den Kopf zerbrechen. Was man schnell in Erfahrungen bringen kann, ist wenig erbaulich. Eine Rauchwolke hat die Stadt umschlossen und lässt niemanden hinaus. Die bahnt sich ihren Weg ins Zentrum und hat den Tod im Schlepptau. Doch der mysteriöse Rauch ist bald das kleinere Übel. Durch die Straßen der Stadt schleicht eine weitaus schlimmere Bedrohung in Menschengestalt. Die hat es auf die Alleingelassenen abgesehen und will den Tod der fünf Jugendlichen. Bei so viel Geheimniskrämerei stellt sich doch glatt die Frage, wer hinter all dem steckt und was hier wohl im Argen liegt. An alle Filmdetektive ein gut gemeinter Rat: Vergeudet keine Zeit mit der Suche nach Erklärungen. Die Auflösung errät man nie.
 
 
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Hinter dem nicht ungeschickten ALONE steckt ein französischer Comic mit dem Titel SEULS. Der umfasst mittlerweile 25 Bände und wurde hierzulande unter dem Titel ALLEIN in die Buchläden gebracht. Weil Comicverfilmungen offenbar immer noch schwer angesagt sind, hat man sich nun auch an die ersten fünf Bände besagter Bildergeschichten gewagt und daraus einen spannenden Endzeitthriller inszeniert, der definitiv nichts für Kinder ist. Eine kuriose Angelegenheit, richtet sich doch die Comicvorlage selbst an eine junge Leserschaft, die hier packende Abenteuer gleichaltriger Grundschüler erlebt. Offenbar wollten die Macher der Filmadaption mit den Möglichkeiten der Vorlage spielen. Um zu vermeiden, dass kleine Kinogänger wegen der zugrundeliegende Thematik und einiger unschöner Bilder verstört werden könnten, wurde ALONE letztendlich so konzipiert, dass sich der Streifen dann doch an ein erwachsenes Publikum richtet. Eine lobenswerte Prämisse, kann erst so von einer beunruhigenden Bildsprache Gebrauch gemacht werden, die absolute und zermürbende Ausweglosigkeit vermittelt. So wurden aus den kleinen Kindern der Bücher junge Erwachsene, die sich nun im Film durch eine trostlose Welt kämpfen müssen in der Zusammenhalt zählt, um Überleben zu können. Freundschaft ist eben alles.
 
 
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ALONE geht auf das Konto von jemandem, der sich mit Jugendlichen und Horror auskennt. Der Franzose DAVID MOREAU schockierte 2006 schon einmal mit kontroversem Zündstoff. Der hieß THEM und handelte von einem Paar, das von maskierten Teenagern terrorisiert wurde. Ganz so heftig wird es diesmal nicht – aber mindestens genauso spannend. ALONE entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als französische Version ähnlicher Verfilmungen von Jugendbüchern wie DIVERGENT oder MAZE RUNNER und besitzt sogar Gemeinsamkeiten zu einigen Büchern des viel gelobten STEPHEN KING – darunter DER NEBEL und THE LANGOLIERS. Der Mysterythriller beginnt dabei wie nahezu jeder Endzeitstreifen und steigert die Spannung mit seltsamen Vorkommnissen, die natürlich ergründet werden wollen. So müssen die Helden nach der Ursache suchen, die dazu geführt hat, dass plötzlich alle Menschen verschwunden sind. Zudem muss herausgefunden werden, wer da den Teenagern auf der Lauer liegt und diese am liebsten in den Filmhimmel befördern möchte. Die Antworten darauf sind lobenswerterweise relativ unverbraucht und machen ALONE deshalb zum Geheimtipp. Leider ist der Streifen im Entstehungsland gefloppt. Dies dürfte zur Folge haben, dass (nötige) Fortsetzungen auf sich warten lassen werden. Bedauerlich, hat doch ALONE das Potenzial zu einem Mehrteiler im Stile von Buchverfilmungen wie TRIBUTE VON PANEM oder HARRY POTTER.
 
 


 
 
 

ALONE – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Eine der besten Endzeitstreifen aus Europa. Ja, auch Europa kann Filme drehen, die das Ende der Menschheit thematisieren. ALONE sieht verdammt gut aus und hat auch noch sympathische Filmfiguren in petto. Die erhalten sogar so etwas wie Tiefe und wachsen daher schnell ans Herz. Leider kam die Comicverfilmung im Entstehungsland nicht sonderlich gut an. Der Film floppte unverständlicherweise, weshalb wohl die Verfilmungen der übrigen Bücher auf Eis gelegt wurden. Angesichts des offenen Endes eine bittere Erkenntnis. Die Comic-Realverfilmung ALONE packt nämlich den Zuschauer schnell. Der will natürlich am Ende wissen wie es weitergeht. Leider muss man sich da wohl vorerst mit den bisher erschienenen Comicbüchern zufriedengeben. Die spinnen die Geschehnisse weiter – wenngleich aber kindgerecht. Anders als die Verfilmung richten sich nämlich die Comics an eine eher junge Fangemeinde. Dementsprechend züchtiger geht es dort auch zu. Da kann man nur hoffen, dass Hollywood nicht Wind davon bekommt. ALONE (der im französischen Original übrigens SEULS heißt) hat Remake-Potenzial. Es würde daher nicht wundern, wenn bald eine amerikanische Version von ALONE um den Globus geht. Mit der Verfilmung von Buchreihen hat die Traumfabrik nämlich Erfahrung, weil sich damit auf Dauer gut Geld verdienen lässt.
 
 
 


 
 
 

ALONE – Zensur

 
 
 
Die Gewalt im Film ist überschaubar. Ein Körper wird mit einem Pfeil durchbohrt und am Ende bekommt der Filmbösewicht auch noch sein Fett weg. Hierzulande dürfte ALONE demzufolge ohne Probleme eine FSK12 erhalten. Dennoch ist der Film – vor allem wegen der apokalyptischen Stimmung – definitiv nichts für Kinder.

 
 
 


 
 
 

ALONE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen liegen bei StudioCanal)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth (2014)
 
Maze Runner – Die Auserwählten in der Brandwüste (2015)
 
Bad Kids of Crestview Academy (2017)
 
Die Bestimmung – Divergent (2014)
 
Stephen Kings Langoliers – Verschollen im Zeitloch (1995)
 

Filmkritik: „68 Kill“ (2017)

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68 KILL

Story

 
 
 

Ein Geldraub und seine Folgen. Habgier sorgt in 68 KILL für Chaos. Das muss Chip durchleben, der für die Freundin alles tut, um die Angebetete glücklich zu machen. Diesmal hat Gutgläubigkeit aber ungeahnte Folgen, denn die Liebste entpuppt sich als gerissenes Miststück und geht für Kohle sogar über Leichen. Diamonds Are A Girl’s Best Friend.

 
 
 


 
 
 

68 KILL – Kritik

 
 
 
Wie verhalten sich Frauen eigentlich in Horrorfilmen? In den seltensten Fällen helle, denn Drehbuchautoren meinen es mit weiblichen Figuren im Horror-Genre nicht immer gut. So wird oft wenig von Protagonistinnen abverlangt. Die müssen in der Regel als Blickfang herhalten und sich in den meisten Filmen dem starken Geschlecht unterwerfen. Doch Frauen können auch anders. Wenn es nach Regisseur TRENT HAAGA geht, sind die nämlich alles andere als nett. Der ambitionierte Regie-Neuling hat mit 68 KILLS seinen zweiten Spielfilm inszeniert, ist aber im Filmbusiness kein Unbekannter. So konnte sich Haaga bereits als Schauspieler in Horror-Werken wie STARRY EYES oder ATOMIC HERO 4 einen Namen machen. Aber auch als Drehbuchautor war der Filmemacher schon mehrfach unterwegs. So gehen die Drehbücher zu DEADGIRL und IT CAME FROM THE DESERT auf das Konto des Multitalents, das sogar auch noch Filme hin und wieder produziert, wenn es die Zeit hergibt. Laut Interviews mit der Fachpresse kam die Idee zur zweiten Regie-Arbeit ganz nebenbei. Als leidenschaftlicher Fan der Bücher von Autor BRYAN SMITH verschlang Regisseur TRENT HAAGA dessen ersten nicht Horror-Roman 68 KILL, war begeistert und wollte aus der Novelle unbedingt einen Film machen. Er veränderte den Plot minimal und fand die Idee spannend einen Kerl auf eine Reise zu schicken, während der er lernen musste unabhängig zu werden. Entstanden ist ein rabenschwarzer Selbstfindungstrip, der sich wohlwollend vom üblichen Horrorbrei abzuheben versteht, weil hier endlich mal nicht Ware von der Stange abgeliefert wurde, sondern Indie-Kino mit Überraschungen, das man in derartiger Form bestimmt noch nicht auf der Mattscheibe hatte.
 
 
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Girlpower mal anders: Unterschätze niemals die Reize schöner Frauen. Die können nämlich auch schnell mal den Tod bedeuten. Mit jener Weisheit muss auch Angsthase Chip (MATTHEW GRAY GUBLER) Bekanntschaft machen, der in 68 KILL Tage voller Turbulenzen erlebt. Alles beginnt nach einem Schäferstündchen mit Freundin Liza (ANNALYNNE MCCORD). Die ist nicht auf den Kopf gefallen und stockt ihr Einkommen etwas auf, indem sie gelegentlich mit Männern in die Kiste springt und dafür Geld bekommt. Einer ihrer „Gönner“ scheint besonders reich zu sein. Der versteckt im Safe 68.000 Dollar, die Rebellin Liza natürlich auch gern ihr Eigen nennen würde. Prompt schmiedet sie einen Plan. Sie überredet Lover Chip zu einem Einbruch, um die Moneten zu stehlen. Doch es kommt alles anders. Kaum Zutritt zum Anwesen verschafft, zeigt Liza ihr wahres Gesicht. Die zückt ein Messer und tötet den spendablen Geldgeber sowie dessen Frau. Was folgt entwickelt sich für den verschreckten Chip zum Albtraum. Der muss nicht nur einsehen, dass seine Freundin eine skrupellose Psychopathin ist, sondern wird zudem in einen Strudel von Umständen gezogen, aus dem bald kein Entkommen mehr ist. So muss eine Zeugin (ALISHA BOE) überwältigt werden. Die war zum Zeitpunkt des Mordes im Haus und hat davon Wind bekommen. Deshalb wird sie kurzerhand in den Kofferraum gesperrt und soll als Folteropfer enden. Leider macht Chip Probleme. Der ist mit dem Vorhaben seiner Freundin gar nicht einverstanden und stellt sich ihr in den Weg. Keine gute Idee, denn Liza versteht keinen Spaß mit Liebhabern, die ihr in den Rücken fallen. Manchmal ist es eben besser, wenn man emanzipierten Damen aus dem Weg geht. Von denen wird Chip im späteren Verlauf nämlich noch einige treffen.
 
 
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Vertauschte Rollen. 68 KILL zeigt ein ungewohnt dominantes Bild der Frau. In diesem zynischen Indie-Thriller haben nämlich Damen die Hosen an und Männer nichts zu melden. Die verhalten sich wie Kerle, während Letztere selbst zu Weicheiern verkommen. Das gängige Klischee der unterwürfigen und nicht immer hellen Frau hat hier Sendepause. Regisseur TRENT HAAGA beschreibt seinen Heldinnen im Film als unberechenbar, furchtlos und knallhart, die ungewohnt ruppig zur Sache gehen, wenn Lösungen für Probleme gefunden werden müssen. Für den Zuschauer bedeutet das harte Action und blutige Gewalteinlagen, welche gern auch mal Grindhouse-Feeling ins Wohnzimmer holen und Fans fürs Grobe glücklich machen. Jene Filmliebhaber bekommen hier häppchenweise Exploitation aufgetischt, die sich selbst nicht immer ernst nimmt. 68 KILL erfreut mit bissigem Zynismus und hat auch noch Antiheldinnen an Bord, die Dank cooler Sprüchen auch gern mal Figuren aus Werken des oft gelobten QUENTIN TARANTINO in Erinnerung holen. Dabei erweist sich vor allem ANNALYNNE MCCORD als Glücksgriff. Die Darstellerin lieferte bereits in EXCISION meisterliches Schauspiel ab und verkörperte dort einen irren Teenager mit einer makabren Leidenschaft für den Tod. Offenbar hat die Amerikanerin eine Vorliebe für verhaltensauffällige Rollen. Im direkten Vergleich ist deren Rolle in 68 KILL nämlich nicht weniger durchgeknallt. Die entpuppt sich im Film als eiskalte Psychopathin und lässige Amazone, die Männer nur für Zwecke missbraucht, um Ziele erreichen zu können. Irgendwie cool, aber dennoch beunruhigend, denn bei so selbstbewussten Damen, bekommt man es als Mann schon mal mit der Angst zu tun
 
 
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68 KILL – Fazit

 
 
 

7 Punkte Final

 
 
 
Vier durchgeknallte Emanzen in gleich einem Streifen. 68 KILL ist die Erwachsenenversion von SPICEWORLD – DER FILM. Dass Frauen nicht nur gründlich putzen und gut kochen können, will der von Regisseur TRENT HAAGA inszenierte Exploitation-Heuler unter Beweis stellen. Die Verfilmung des gleichnamigen Buches von Genre-Autor BRYAN SMITH handelt von furchtlosen Frauen, die mit Männern keine Gnade kennen. Letztere verfallen hier schnell den Reizen allzu taffer Damen und bemerken erst spät, dass man dem Netz einer Schwarzen Witwe nicht mehr entkommen kann, wenn man sich darin verfangen hat. 68 KILL ist ein rabenschwarzes Horror-Vergnügen mit allerhand Überraschungen, dreisten Weibern und deftigen Gewalteskapaden. Schauspielerisch ist Gebotenes erste Sahne und auch die Handlung überzeugt mit frischen Ideen und unerwarteten Wendungen. Leider trübt ein zäher Mittelteil den positiven Gesamteindruck. Der bremst den eigentlich rasant inszenierten Thriller ein klein wenig aus. Das sollte aber kein Grund sein, sich mit dieser kruden Amazonen-Bande nicht doch anzufreunden. Unterm Strich sorgen die Hauptdarstellerinnen im Film mit boshaften Sprüchen und gemeingefährlicher Rücksichtslosigkeit für jede Menge Laune und laute Lacher – nicht nur beim weiblichen Publikum.
 
 
 


 
 
 

68 KILL – Zensur

 
 
 
Durchschnittene Kehlen, abgehackte Unterarme, Messer in den Kopf, massakrierte Leiche in einer Hotelwanne. In 68 KILL geht die Post ab, was vermutlich Gewaltfans freuen dürfte. Viele der Gewalttaten sind aber derart grotesk inszeniert, dass sie nicht sonderlich hart wirken. Zudem mildert ein zynischer Unterton das blutige Treiben. Hierzulande hat der Streifen eine Erwachsenenfreigabe erhalten und steht mit rotem FSK-Sticker im Handel.
 
 
 


 
 
 

68 KILL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) MFA+ Filmdistribution

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: 68 Kill; USA 2017

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 06.10.2017

 

68 Kill [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

68 KILL – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte führ Grafiken liegen bei MFA+ Filmdistribution)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Death Proof – Todsicher (2007)
 
Kill Bill – Volume 1 (2003)
 
Kill Bill – Volume 2 (2004)
 
True Romance (1993)
 

Filmkritik: „Wait Till Helen Comes“ (2016)

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WAIT TILL HELEN COMES

(LITTLE GIRL’S SECRET)

Story

 
 
 
Im neuen Heim geht es nicht mit rechten Dingen zu. Der Grund dafür ist nicht überraschend oder exorbitant einfallsreich: Im Garten vor dem Haus lassen Gräber die Ursache vermuten.
 
 
 


 
 
 

WAIT TILL HELEN COMES – Kritik

 
 
 
Auch ruhelose Geister brauchen Gesellschaft. So allein und verlassen im Jenseits kann es ganz schön langweilig werden. Das wird dem Publikum einmal mehr im Gruseldrama WAIT TILL HELEN COMES verdeutlicht, in welchem Geister durch Spuk versuchen sich die Ewigkeit unterhaltsamer zu gestalten. Auch der Zuschauer wird am eigenen Leib zu spüren bekommen, wie lang doch 80 Minuten sein können. Dieser Film macht dem Begriff Zeiträuber alle Ehre. Demzufolge wäre es besser Strickzeug, Bastelbedarf oder ein gutes Buch parat zu legen, denn WAIT TILL HELEN COMES kann eines wirklich gut: mit aufgewärmten Gruselgeschichten kostbare Zeit stibitzen. Da ist es beinahe nebensächlich, dass es sich hier mal wieder um eine nicht sonderlich gelungene Literaturumsetzung handelt, auf die die Welt nicht unbedingt gewartet hat. Hatten wir da nicht einige bereits in der Vergangenheit auf dem Schirm? So ungefähr, unendlich oft?
 
 
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Die Stiefgeschwister Molly und Heather (übrigens auch im echten Leben Geschwister: SOPHIE und ISABELLE NÉLISSE) verschlägt es, natürlich zusammen mit den Eltern und dem kleinen Bruder, in ein neues Heim fernab von Großstadt und Hektik. Die kleine Heather hat vor einiger Zeit die leibliche Mutter unter tragischen Umständen verloren, weshalb sie nun in der Ersatzfamilie die schrecklichen Ereignisse vergessen soll. Doch der Umzug und die neuen Familienmitglieder interessieren das kleine Mädchen nicht. Heather wirkt nach außen hin unnahbar und hat sich in ihre eigene Welt zurückgezogen. Ein großes Problem für die ohnehin überforderte Molly, die als große Schwester mit dem seltsamen Verhalten der Adoptivschwester so gar nicht warm werden möchte. Als man im Garten vor dem Haus die Grabplatte eines kleinen Mädchens findet, beginnt für die Familie eine Zeit des Grauens. So scheint die kleine Heather plötzlich Gefallen daran zu finden mit einer imaginären Freundin zu plaudern. Hobby-Geisterjäger ahnen wohl schon, was da so Schröööckliches dahinterstecken wird. Der Geist jenes Mädchens, dessen Grab vor dem neuen Zuhause gefunden wurde, treibt hier sein Unwesen. Offenbar scheint der mit dem mysteriösen Verschwinden von unzähligen Kindern in Verbindung zu stehen und hat mit ihrer Menschenfreundin eigene Pläne. Auch die große Schwester Molly wittert paranormalen Geisterspuk. Doof nur, dass ihr keiner Glauben möchte. Was folgt ist akribische Detektivarbeit und viele Stunden in den Archiven der Stadt. Ob die rebellische Molly hinter das Geheimnis des Kindergeistes kommen wird?
 
 
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WAIT TILL HELEN COMES oder LITTLE GIRL’S SECRET – so wie der Film zur Premiere auf dem amerikanischen TV-Sender LIFETIME noch hieß – basiert auf einem Roman der amerikanischen Jugendbuch-Schriftstellerin MARY DOWNING HAHN. Die ist hier in einer kleinen Gastrolle zu sehen, weil sie seit Kindertagen davon träumt, endlich mal selbst in einem Spielfilm mitwirken zu können. Die Produzenten hatten Erbarmen und erfüllten der Autorin und früheren Schul-Bibliothekarin den Herzenswunsch. So ist die Schriftstellerin – wenn leider nur in einer kurzen Szene – ebenfalls als Bibliothekarin im Film zu sehen. Doch das ist nicht der einzige Insider. Weitaus interessanter ist da schon die Tatsache, dass anfangs Scream-Queen JENNIFER LOVE HEWITT (die Heldin aus ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST und der Fortsetzung des Slasher-Films) für den Regieposten angedacht war. Die sollte mit der Filmadaption zum Roman WAIT TILL HELEN COMES ihr Regiedebüt feiern, überlies die Arbeit dann doch DOMINIC JAMES, weil das Projekt nicht vorankam. Immerhin konnte Letzterer bereits Erfahrungen im Horror-Genre sammeln. Mit DIE! – EIN SPIEL AUF LEBEN UND TOD inszeniert er einen SAW-ähnlichen Horror-Thriller, der aber wegen der schleppenden Inszenierung und des mageren Blutgehalts bei Horrorfilm-Fans nicht sonderlich gut ankam. Mit ganz ähnlichen Mankos hat auch WAIT TILL HELEN COMES zu kämpfen. Der besitzt zwar mit Schauspielerin MARIA BELLO (aus DEMONIC oder COYOTE UGLY) eine Hollywood-erfahrene Darstellerin; hat aber sonst nichts zu bieten, als 08/15-Gruselstimmung.
 
 
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Mal wieder quasselt ein Mädchen mit unsichtbaren Freunden, die später als Geister entlarvt werden und das Kind bezirzen, auf dass Unheil angerichtet werden möge. Das hat man alles schon viele Male gesehen und enttäuscht deshalb, weil Regisseur DOMINIC JAMES fast gänzlich von Schocks mit Herzschlag-Momenten absieht. Stattdessen wird der Zuschauer mit seichtem Grusel gelangweilt, der sich trotz Geisterzutat eher Themen wie kindlicher Einsamkeit oder dem Zusammenhalt unter Geschwistern widmet. Demzufolge ist WAIT TILL HELEN COMES mehr Mystery-Drama mit Gruselbonus, statt waschechter Geisterspuk. Dennoch; trotz guter Absichten ist auch dieser Indie-Horror nichts, was man unbedingt gesehen haben muss. Gänsehaut kommt nur selten auf und die überraschungsarme Geschichte hat unter einem zähen Erzählfluss zu leiden. Was passieren wird, dürfte bereits nach wenigen Minuten ersichtlich sein. Weil WAIT TILL HELEN COMES den Mut scheut mal abseits der bekannten Geisterwege zu wandeln, wird dieser Film wohl bei den meisten Zuschauern ein frühes Ende finden. Schade um die guten Kinderdarsteller, die zugegeben wirklich optimal besetzt wurden.
 
 


 
 
 

WAIT TILL HELEN COMES – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Behäbig inszeniertes Mystery-Puzzle ohne Überraschungen, das nur jenen Zuschauern zu empfehlen ist, die auch jeden Geisterfilm auf ihrer Liste sehen müssen. WAIT TILL HELEN COMES oder LITTLE GIRL’S SECRET (so wie er in Amerika auch vermarktet wird) ist eine dieser Romanverfilmungen, die man nicht zwangsläufig hätte auf Zelluloid verewigen müssen. Geboten wird seichte Gruselei, der es streckenweise an Spannung mangelt. Das ist pures Gift vor allem für solche Filme, in denen es gilt, Mysterien zu entschlüsseln. Das ist auch in WAIT TILL HELEN COMES der Fall, wo mal wieder Geister spuken und der Grund dafür herausgefunden werden muss. Dank glaubhaft agierender Kinderdarsteller ist das Gebotene zumindest halbwegs ertragbar. Weil der Film aber – bis auf wenige Ausnahmen im Finale – kaum Effekthascherei zu bieten hat und die dünne Geschichte äußerst schleichend erzählt wird, dürften sich schnell Müdigkeitserscheinungen bemerkbar machen. WAIT TILL HELEN COMES ist kein nennenswerter Gruselbeitrag. Da hat man schon bedeutend bessere Schauerfilme auf der Mattscheibe gehabt.
 
 


 
 
 

WAIT TILL HELEN COMES – Zensur

 
 
 
Gewalt gibt es im Film gar nicht zu sehen. Ebenso wie knallharte Schocks. Das einzige was für Gänsehaut sorgt sind ein schemenhafte Umrisses eines Geistes, Schreie von brennenden Menschen und zwei vermoderte Skelette. Eigentlich könnte man WAIT TILL HELEN COMES (AT: LITTLE GIRL’S SECRET) ab 12 Jahre freigeben. Vermutlich wird’s aber eine FSK16.
 
 
 


 
 
 

WAIT TILL HELEN COMES – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen, Szenenbilder liegen bei Courtesy of TriCoast Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Jessabelle (2014)
 
Ouija: Ursprung des Bösen (2016)
 
The Devil’s Backbone (2001)
 
The Darkness (2016)
 
Sensoria (2015)
 
Das Waisenhaus (2007)