Filmkritik: „L.A. Nights – Grenzenloses Verlangen“ (2009)

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L.A. NIGHTS – GRENZENLOSES VERLANGEN

(NOW & LATER)

Story

 
 
 
Ein materialistischer, kautionsflüchtiger Banker aus Amerika lernt eine illegale Immigrantin aus Nicaragua kennen, die ihm eine neue Seite des Lebens aufzeigt.
 
 
 


 
 
 

L.A. NIGHTS – Kritik

 
 
Zwei Jahre nachdem der französische Regisseur Philippe Diaz mit der Dokumentation „The End Of Poverty?“ auf sich aufmerksam machte, inszenierte er das ebenfalls kapitalismuskritische, philosophisch angehauchte, erotische Quasi-Kammerspiel „Now & Later“ mit wenig Budget und einem kleinen Cast. Von all den spannenden Genreproduktionen, erotischen Titeln, innovativen Indie-Debüts und Festivalhits hat es nun, 11 Jahre später, aus unerfindlichen Gründen gerade dieser Titel es, verpackt als „L.A. Nights – Grenzenloses Verlangen“, nun in die deutschen Veröffentlichungskalender geschafft. Wurde hier etwa eine seinerzeit untergegangene Perle vor der Versenkung gerettet? Die kurze Antwort: Nein. Die lange Antwort: Nein, und ich bin ein Thor nach zwei Jahren bei Filmchecker immer noch von der „FSK 18“ oder den Pressestimmen auf dem Cover schlechter „Erotikthriller“ (Exquisite Corpse, Caged) angelockt zu werden, nur weil ich dahinter deutlich eher einen ordentlichen Genreeinschlag Richtung Horror oder Thriller erwarte, einen nächsten Basic Instinct, als nur peinliche, aber teils halt sexuell explizite Amateurkost. Hätte ich meine Onlinerecherche seinerzeit nicht beim irreführenden deutschen Titel und demnach ausbleibenden Reviews abgebrochen, ich wäre auch zweifelsohne über mehrere englischsprachige Kritiken gestolpert, die diesen Titel in Grund und Boden stampfen. Aber das habe ich nicht getan und demnach war ich guter Dinge und sitze nun hier, fünf Seiten Notizen über ermüdende 100 Minuten Einschlaffilm vor mir liegend.
 
 
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Das Menü der Blu-ray ist mit ruhigen Pianoakkorden und Szenen aus dem Film unterlegt, wodurch sich nach wenigen Sekunden das Bild eines optisch recht langweiligen Kammerspiels ergibt, in dem wohl hauptsächlich ein junges Pärchen Sex hat und redet – je nach Inhalt und Echtheit dieser Szenen muss das nicht schlecht sein, nur hört man in diesen Fällen halt auch nicht erst 11 Jahre nach Release was von solchen Filmen. Als Bonusmaterial gibt es die Standard-Erotikfilm-Trailerauswahl des Labels, dazu laut Backcover angeblich „Interviews mit der Besetzung“, auf der BD selber stellt sich dann aber heraus dass es lediglich ein 4-minütiges „Am Set“-Featurette gibt, indem der Cast nur sehr kurz zu Wort kommt, keine einzel anwählbaren, vernünftigen Interviews.
 
 

„A lot of the messages are going to be very subtle.“

 
 
In einer dieser Clips fällt die Aussage „Besides the lessons, the story is touching“ und ja, von Lehrstunden kann hier tatsächlich die Rede sein – Philippe Diaz mit Stümper-Auteur Uwe Boll zu vergleichen scheint auf den ersten Blick weit hergeholt, hat man sich jedoch mal durch Teile 2 und 3 von Bolls „Rampage“-Franchise gequält, versteht man vielleicht was es heißt, seine eigenen Ideen und Agendas völlig unreflektiert ins Gesicht der Zuschauer zu drücken, ohne auf Dinge wie Unterhaltungsfaktor, Dramaturgie oder auch nur gutes Writing Acht zu geben. Ganz so schlimm und brachial geschieht das Vermitteln dieser „Lehrstunden“ hier nicht, statt eine TV-Station mit Waffengewalt unter seine Kontrolle zu bringen, beeinflusst eine illegale Einwanderin stattdessen einen verlorenen, amerikanischen Banker mit ihrem non-materiellen, antikapitalistischen, gar antiamerikanischen Mindset, doch die Idee ist die selbe.
 
 
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„Wieso können wir Sex nicht genau so unproblematisch und nüchtern betrachten wie Gewalt?“ ist eine der Fragen, die Angela den dauerhaft geistig abwesenden, todlangweiligen und furchtbar gespielten Bill fragt, wieso Amerika so unnötig prüde und auf Gewalt und Geld fixiert sei, will sie wissen – und das sind berechtigte Fragen, so ist das nicht. Aber ohne jede Nuance, wirkliche Story oder mitreißende Inszenierung in einem solchen Emotionsvakuum immer wieder den selben Loop aus gesellschaftskritischen Dialogen, langweilig gedrehten, spärlich gesähten Sexszenen und spanischer Musik zu Nachtaufnahmen nachzuvollziehen, ödet leider allzubald an.
 
 
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Mit dem Zitat „Eine sexuell unterddrückte Gesellschaft wird gewalttätig werden.“ beginnt die Chose, direkt in der ersten Einstellung thront dann natürlich ein Mc-Donalds Plakat, neben dem unser Protagonist Nachts verloren an den Bahngleisen im Nieselregen steht. Unser kautionsflüchtiger Investment-Banker wird dabei von Keller Wortham verkörpert, der gelangweilt, pseudocool und unsympathisch durch den Film schlafwandelt und wirklich regelmäßig performt, als würde er sich vor der Kamera furchtbar unwohl fühlen. An Kindertheater und erzwungene Schulfilme, an Jersey Shore und miese Pumper-Klischees wurde ich erinnert, da sein stählerner Adonis-Körper es nicht versteht auch nur einmal so etwas wie Mimik walten zu lassen.
 
 

„I don’t dream anymore.“ – „You do, you just don’t want to remember.“

 
 
Gänzlich unverständlicherweise fasziniert und angezogen von diesem menschgewordenen Proteinshake fühlt sich Angela, die aus ärmlichen Verhältnissen aber einer darum auch stark zusammenhaltenden Gemeinschaft kommt, ehrenamtlich in einer Notunterkunft/Klinik arbeitet und in einem großen, improvisierten Raum lebt, in dem es nur das Nötigste gibt. So zum Beispiel eine freistehende Toilette und Dusche mitten im Raum, ohne jeden Sicht- oder Geruchsschutz. Das Gebäude in dem sie, und nach den ersten Minuten des Film auch schnell Bill, residiert, steht dabei natürlich tiefsymbolisch an der Grenze zwischen dem Finanzdistrikt (Bill: „I used to work there.“, danke Bill.) und den armen Außenbezirken voll Obdachlosigkeit und Armut, zu gerne wird demnach auf dem Häuserdach die Skyline angeguckt und über die Verhältnisse der Welt schwadroniert.
 
 

„If possessions were important, rich people would be happy.“

 
 
Zwischen ätzend prätentiös vorgetragenen Kalenderspruch-Dialogen die sich an einen lobotomisierten, jüngeren Christian Slater-Lookalike richten in wenig eindrucksvollen Bildern, die immer wieder viel zu lange und lieblos in Stativaufnahmen festgehalten werden und denen jede Dynamik fehlt, gibt es dann aber ja auch noch den Erotikfaktor. Denn nicht nur lebt Angela im Moment und Bill nicht, nicht nur entsagt sich Angela dem Konzept von Besitztümern während Bill Materialist zu sein scheint, nein, auch hat sie natürlich überhaupt keine Probleme mit Nacktheit und offener Sexualität, während Bill verklemmt und unsicher daherkommt. Um eine solche Verklemmtheit überzeugend zu spielen, sollte man als Schauspieler selber natürlich nicht sowieso schon wie ein verlorener Junge performen, sonst sieht das dann nämlich aus wie hier.
 
 
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Nach 25 erotikfreien Minuten streichelt Angela Bill und küsst ihn, man sieht seinen (echten) erigierten Penis und ich dachte schon nun würde etwas Authentisches oder Explizites folgen, stattdessen stöhnt Bill kein einziges Mal während er einen „Blowjob“ bekommt, der komplett offscreen stattfindet und nachdem der Dialog über Angelas Vergangenheit in Nicaragua ohne jede Pointe einfach weitergeht, als sei nichts passiert. Dass diese Nebensächlichkeit und Natürlichkeit auch Teil des Realismus und der Aussage des Films ist, ist mir schon bewusst, spätestens wenn Angela Sprüche wie „I’m part of your here & now, not more and not less“ veräußert, aber unterhaltsam oder erotisch werden solche Szenen dadurch leider trotzdem nicht.
 
 

„When I was a teenie we used to say ‚Life’s a bitch and then you die‘, I guess I finally understand what that means.“

 
 
Einige langweilige, statische Aufnahmen der selben zwei Settings und eine echt wirkende, aber ebenfalls unspektakulär gedrehte oder inszenierte Sexszene später trifft Bill in einem billigen Setting mit kitschiger Musik dann noch auf seine verzweifelte Ex-Frau, wobei der wohl peinlichste und witzigste Dialog des Films fällt: Sie sagt: „Do you realize that I invested the best years of my life in our marriage?“, er antwortet: „INVEST? You’re starting to sound like me!“. Wie man diesen Dialog oder Charakter auch nur annährend ernst nehmen oder ihm irgendwas Gutes wünschen soll, ist mir wahrlich ein Rätsel.
 
 

„Why don’t you go to jail? It’s only eight years!“

 
 
Aufklärende Gespräche über die CIA-Operationen und Kriegstreibereien der USA zur Reagan/Carter-Ära, Angela masturbiert in einer Sexschaukel und er schaut zu, ausbleibende Musik zu unmotivierten Einstellungen, nach 66 der 100 Minuten fällt auf dass dieser „Erotik“film genau eine Sexszene bisher hatte, und sonst nur der Regisseur seine stereotypen Charaktere nutzte, um seine Amerikakritik anzubringen.
 
 
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Eine poetisch angedachte, aber nur noch nervende und amateurhaft wirkende, peinliche Tanzszene mit einem Flugdrachen in Adlerform (USA! USA!) gilt es noch zu erdulden, eine komplett unnachvollziehbare und aus dem Nichts kommende, in wenigen Zeilen abgehandelte Läuterung, dann hat der Spuk endlich sein Ende und nach ewigen 97 Minuten Zeitverschwendung ohne Mehrwert endet auch „Not & Later“ endlich einmal.
 
 
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Es gibt langweiligere, nervigere und schlechtere Filme, zweifelsohne, diese geschwätzige „Lesson“- wie unser unsäglicher Hauptdarsteller selbst schon richtig erkannt hat – allerdings als „Erotikthriller“ zu verkaufen, grenzt wirklich an ein Verbrechen. Es gibt Pornos mit artistischeren Einstellungen, Sets und Designs als die Erotikszenen in diesem Film sie bieten, für reine Essays oder Meinungsmache hätte in deutlich kürzeres Projekt, z.B. auf Youtube, Welten besser geklappt. Die Charakterbögen sind stumpf oder nicht existent, es gibt keinen Konflikt, keine Spannung, kein Identifikations- oder Mitfieberpotential und selbst die prinzipiell netten, letzten beiden Einstellungen wurden verkackt, da man hier einen Passanten in zwei verschiedenen Einstellungen sieht, obwohl Gleichzeitigkeit impliziert werden soll.
 
 
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L.A. NIGHTS – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
Sehr langweiliger, repetitiver, pseudointelektueller und nie wirklich erotischer Alibi-Film, der offenbar nur gedreht wurde um die Meinung seines Regisseurs auszudrücken. Keller Wortham verdient eine besondere Erwähnung für seine herausragend bodenlos-grauenhaft, lachhaft verlorene Performance.
 
 


 
 
 

L.A. NIGHTS – Zensur

 
 
 
Bei „L.A. Nights – Grenzenloses Verlangen“ handelt es sich um eine Wiederveröffentlichung. Der Streifen wurde bereits 2012 vom damaligen Rechteinhaber Infopictures unter dem Originaltitel „Now and Later“ in den Handel gebracht. Schon damals erhielt das Erotikdrama von der FSK eine Freigabe ab 16 Jahren in der ungeschnittenen Version. Das hat sich auch bei der Wiederveröffentlichung unter dem Titel „L.A. Nights – Grenzenloses Verlangen“ nicht geändert. Auch diese Filmfassung ist uncut und ab 16 Jahren. Wegen höher eingestuftem Bonusmaterial auf der Heimkinoscheibe ist diese aber erst für Erwachsene geeignet.
 
 
 


 
 
 

L.A. NIGHTS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Busch Media Group (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Now & Later; USA 2009

Genre: Drama, Erotik, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 99 Minuten

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray wegen Bonusmaterial: keine Jugendfreigabe

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Interviews mit der Besetzung, Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 11.03.2022

 
 

L.A. Nights – Grenzenloses Verlangen [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

L.A. NIGHTS – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei Busch Media Group)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wildes Verlangen (2013)
 
Little Thirteen (2012)
 
Was will ich mehr (2010)
 

Filmkritik: „Caged – Gefangene der Lust“ (2011)

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CAGED – GEFANGENE DER LUST

(CAGED)

Story

 
 
 
Eine junge Frau zwischen treuer Liebe und entfesselter sexueller Selbstfindung wacht in einer dreckigen Fabrikhalle auf und wird Opfer eines mehrtägigen Märtyriums.
 
 
 


 
 
 

CAGED – Kritik

 
 
Die Suche nach einem gelungenen erotischen Thriller der Neuzeit geht weiter, elf Jahre nach Release sowie publikumswirksam mit einem SPIO-Siegel versehen ist der niederländische Genrevertreter „Caged“ dann auch endlich Mal in Deutschland erschienen. Nicht dass ich von dem Titel, oder auch nur irgendeinem Film des Regisseurs Stephan Brenninkmeijer bisher etwas gehört oder gelesen hätte, handelt es sich dem ersten Blick nach um Erotikfilme ohne sonstige Genre-Einschläge, doch die Hoffnung auf ansprechend prickelnde sowie gleichsam spannende Filmkost stirbt ja bekanntlich zuletzt.
 
 
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Ob man das Freudzitat über die Mysterien der weiblichen Sexulität als erstes Opening Signal nun eher positiv oder negativ aufnimmt bleibt dabei dem Zuschauer überlassen, es folgen langsame Kamerafahrten der ewig bewährten Industriekulisse, zu Chören wird durch die leeren Gänge und Räume einer alten Fabrik gefahren, in deren Mitte unsere Protagonistin auf einer dreckigen Matratze wach wird. Eine Schwarzblende später sitzt Stella, so ihr Name, zu langsamen Jazz vor einem Spiegel und probiert unterschiedliche Outfits an, rasiert sich, monologisiert und bewundert ihren Körper.
 
 
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Die Inszenierung geht dabei nüchtern mit der Nacktheit um und wirkt allgemein professionell, auch ist das Schauspiel für diese simple Szene überzeugend genug, leider aber dreht sich der Monolog von Anfang an ausschließlich darum, dass Stella ihrer Meinung nach all ihre Bedürfnisse für ihre Beziehung vernachlässigt hat, und das nun endlich ändern will. Nicht aber etwa, indem sie ihren prüden – sowie treuen – Mann über ihren Drang nach Abenteuern und sexuellen Erfahrungn aufklärt, das Thema anspricht, Schluss macht und ihr Leben lebt, nein – sondern indem sie ihn betrügt, mit Vorsatz und Absicht, auf Sexparties und Orgien hinter seinem Rücken.
 
 

„Tagelang wollte ich weinen und ficken.“

 
 
Ihre Wandlung von der treuen, aber unterdrückten Frau zur fremdgehenden, feiernden und wild vögelnden, selbstbestimmten Partylöwin wird dabei semi-schuldbewusst ihrem Psychologen erzählt, der sich, äußerst realistisch gespielt, allerdings sehr zurückhält mit Wertungen oder Aussagen und in erster Linie weitere Fragen stellt, damit Stella zur Selbsterkenntnis gelangt. Obwohl diese „Läuterung“ dabei natürlich Teil der Geschichte ist und unsere Protagonistin keinesfalls unrproblematisch-sympathisch rüberkommen soll, ist es hierbei nur leider sehr ungeschickt, dass wir außerhalb des Sex- und Beziehungslebens von Stella fast nichts über sie erfahren, was ein Mitfiebern oder Sympathisieren unnötig erschwert, gerade da „Caged“ wahrlich genug Zeit für mehr Informationen gehabt hätte. Sie erzählt dass sie eines Morgens einen Quickie von ihrem Mann wollte, aber zurückgewiesen wurde da dieser nicht in der Stimmung war, sie erzählt davon wie sie auf Pornos masturbiert in denen sie selber mitspielt. Solche Szenen schrecken vor expliziten Blicken zwischen die Beine der Protagonistin nicht zurück, echte Penetration oder auch „nur“ Oralsexszenen sollte man allerdings nicht erwarten.
 
 
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Am nächsten Tag konfrontiert ihr Mann sie mit dem Fund des Pornos, Stella beteuert nur dass das ja „nie wieder vorkommen würde“ und verteidigt sich damit, dass sie sich eingesperrt fühle, eigentlich ja auch treu sei. Der Versuch eines Sauna-Swingerdates mit einem befreundeten Pärchen wird für ausgiebige Nacktszenen und sexuelle Anspannung genutzt, schlägt aber letzten Endes fehl, ein weiteres Fremdgehen mit einem verheirateten Businessman später macht Vincent schließlich Schluss, was Stella dann doch irgendwie zu treffen scheint – und sie in die Arme ihrer ebenfalls swingenden Arbeitskollegin treibt, mit der sie einen schnellen, aber kalt und distanziert am nächsten Morgen endenden One-Night-Stand hat.
 
 
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Verschnitten wird diese allzu triviale, leicht episodenhafte und wenig belangvolle Geschichte von Lüsten und Trieben, die sich durch die Rückschnitte zur Therapiestunde ohnehin selber zergliedert, nun noch mit dem anfangs geteasten Fabrik-Einschlag. Nachdem sich Stella zu Beginn nämlich nur mit Käsebroten reinschaffenden, anzug- und masketragenden Entführern, der Kameraüberwachung sowie der Entdeckung, dass die Karte ihres Handys entfernt wurde, herumschlagen muss, scheint der Film nach viel Vorspiel bei „Tag 5“ dann endlich am eigentlichen Punkt dieser zweiten Erzählung angekommen zu sein, da sie nun betäubt wird und nackt, auf einen Stuhl fixiert, aufwacht. Wer jetzt allerdings an brutale, eine SPIO-Freigabe rechtfertigende Folterexzesse oder auch nur fetischisierte Sexualakte denkt, der liegt merkwürdigerweise falsch, da „Caged“ stattdessen wirklich nur an den Machtspielchen, etwas Zwangsbefriedigung und Stellas Charakter interessiert zu sein scheint, keinesfalls aber an der harten Genreerfahrung, die Cover und Pressestimmen teils implizieren.
 
 
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Das letzte „Puzzlestück“, wenn man es denn so nennen will, bildet die ebenfalls in der rustikalen Umgebung aufwachende Christine, die sich in einigen Gesprächen schnell als tugendtreue, religiöse und Stellas Verhalten verurteilende Frau entpuppt, welche nichtsdestotrotz mit ihr zusammen in der selben Klemme steckt. Der Routine des „betäubt, ausgezogen, begrabscht und zurück getragen -Werdens“ können die jungen Frauen nur leider auch mit vereinten Kräften nicht entkommen, was zu zähen, repetitiven Szenen führt in denen wenig philosophische oder tiefgründige Gespräche geführt und zu lange gefoltert wird, ohne dass es je erschreckend, intensiv oder wirklich erotisch wäre.
 
 
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Nach Gesprächen über das Konzept der heiligen Ehe oder der Promiskuität an sich und einem scheinbar geil werdenden Psychologen gibt „Caged“ sich dann, etwa eine halbe Stunde vor dem Abspann, leider noch mit einer erstmalig ziemlich billig wirkenden Techno-Maskenparty die Blöße, sowie mit einer endgültig selbstzweckhaft und softpornohaft wirkenden Szene, die in erster Linie langweilt. Ein schnell abgehandeltes, zu dem Zeitpunkt vorhersehbares, sowie höchst unspektakuläres Finale später wissen einige arthousige Bilder noch zu gefallen und sich ggf. im Kopf festzusetzen, auch war die Hauptdarstellerin größtenteils gut gewählt für diesen Film – doch was der offensichtlichsten Themen, die sich nach wenigen Minuten erschließen, genau der Punkt dieser allzu redundanten, deutlich zu langen und zähen 105 Minuten sein sollte, das bleibt mir ein Stück weit schleierhaft.
 
 


 
 
 

CAGED – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
Ansprechend inszenierter, gut besetzter Erotikfilm mit anstrengender Überlänge, sich wiederholenden Gesprächen und handzahmer, unnötiger Zweiterzählung.
 
 


 
 
 

CAGED – Zensur

 
 
 
„Caged – Gefangene der Lust“ erhielt von der FSK für die Kinoauswertung eine Freigabe ab 18 Jahren. Das gilt aber nicht für die Heimkinoauswertung. Für diese verweigerte die FSK die Freigabe. Anbieter Busch Media Group ging daraufhin zur Juristenkommission und sicherte dem Film unzensiert die Einstufung SPIO JK – Keine schwere Jugendgefährdung.
 
 
 


 
 
 

CAGED – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Busch Media Group (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Caged; Niederlande 2011

Genre: Drama, Erotik, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Niederländisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 108 Minuten

FSK: SPIO JK geprüft: keine schwere Jugendgefährdung (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Drei Kurzfilme des Regisseurs, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 08.04.2022

 
 

Caged – Gefangene der Lust [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

CAGED – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei Busch Media Group)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Tokio Dekadenz (1992)
 
Swinger – Verlangen, Lust, Leidenschaft (2015)
 

Filmkritik: „Girl Lost: A Hollywood Story“ (2020)

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GIRL LOST: A HOLLYWOOD STORY

Story

 
 
 
Eine junge Ausreißerin und eine Sexarbeiterin gelangen durch falsche Versprechen in die Fänge der dunklen Schattenseiten von Los Angeles.

 
 
 


 
 
 

GIRL LOST – Kritik

 
 
Robin Bain ist eine amerikanische Filmschaffende, die nach Jahren als Schauspielerin in kleineren Rollen und der Fernseharbeit sowie einem Playboyshooting anfang der 2000er auch zu größeren Produktionen gefunden hat, so vertonte sie u.a. mehrere Charaktere für zwei Episoden von adultswims „Robot Chicken“ – und drehte bereits 2016 ihr Langfilmdebüt als Regisseurin, einen Film namens „Girl Lost“. Besagter Film bemühte sich dabei bereits um ein realistisches, schonungsloses Abbild der Zwangsprostitution in den dunklen Abgründen Los Angeles‘ und konnte immerhin durchschnittliche Rezensionen einheimsen, sehr ähnlich sieht es nun, 6 Jahre sowie einen augenscheinlich furchtbaren Dämonen-Horror mit Danny Trejo später, erneut aus. Denn auch „Girl Lost: A Hollywood Story“ handelt von einer jungen Frau die in einer Mischung aus Naivität, Auswegslosigkeit und fehlgeleiteter Leichtgläubigkeit in eine furchtbare Situation gerät, die mit dem angestrebten Glamour-Showbiz so gar nichts zu tun hat.
 
 

„I’m a very bad girl. I have naughty thoughts. I wanna be punished. I fantasize about being gangraped. It totally turns me on.“

 
 
Das pinke, moderne Menü mit rockiger Musik leitet kurz ein, danach gibt es direkt diesen Monolog zu verarbeiten, gesprochen von Hauptdarstellerin Moxie Owens, die gerade für ein Spielfilmdebüt eine überzeugende Darstellung der verunsicherten jungen Frau gibt. Allzu unbekannt ist der Rest des Casts übrigens überraschenderweise nicht, da man hier – neben Erotikdarstellerinnen wie Brooke Haven oder Michelle Maylene – Schauspieler:innen wie Dominique Swain (Face/Off, Lolita, The Black Room, Stiletto), Christina Veronica (Road House, Malignant) oder Jonathan Nation (The Asylum-Produktionen, The Sixth Sense) in Nebenrollen besetzt hat, was szenenweise auch für funktionierende Dialoge oder ordentliches Schauspiel sorgt.
 
 
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Zu einem fetten Trapbeat wird unsere Hauptprotagonistin „Hope“ vorgestellt, die frustriert mit ihrer aggressiven Stiefmutter und ihrem trinkenden Vater lebt, doch Gott sei Dank hat Paige, ihre ehemalige Babysitterin, ihr ein Ticket nach L.A. gebucht. Paige wird dabei von Cody Renee Cameron gespielt, die man z.B. aus „The Neon Demon“ kennen könnte und lässt von Anfang an eine gewisse Kälte und Abgeklärtheit durchschimmern, die Böses erahnen lässt. Hope hingegen rennt in der Hoffnung auf ein besseres Leben durch die Nacht, die Titlecard erscheint. Percussionmusik eines Straßenkünstlers und hübsche Impressionen vom Hollywood Boulevard, dann wird der zweite Handlungsstrang von „Girl Lost“ eingefädelt. Eine junge Mutter wird von ihrem Job als Stripperin gefeuert und gibt ihre Tochter „Angel“ regelmäßig bei ihrer spanischen, älteren Nachbarin Lupe ab, um in der Zeit mit Prostitution Geld zu verdienen – denn die Miete ist überfällig und der Vermieter braucht den vollen Betrag bis morgen.
 
 

„Are you outta your mind? You’re like the hottest, sexiest bitch I know!“

 
 
So ansprechend gefilmt, sozialrealistisch, unbarmherzig und zumindest durchschnittlich gespielt diese ersten 9 Minuten Einstieg in den Film auch waren, sobald Paige und „Destiny“, gespielt von Brooke Haven, für mehrere Dialoge am Stück den Mund aufmachen, leidet der Genuss doch leider deutlich. Line delivery auf dem Level eines Pornos, entenähnliche Betonung und mehr Fokus auf der Zurechtrückung der Brüste, denn auf dem Inhalt der Szene. Die Mutter twerkt derweil zu lauter Trapmusik für ihre Tochter (?), bevor ein Kunde erscheint und sie ihren Nachwuchs im Nebenraum verstecken muss. Unsere andere Protagonistin läuft in der Tat lost durch Hollywood, doch da taucht auch schon Paige auf, die Abwärtsspirale in Gang zu setzen.
 
 

„We wanna keep you as young looking as long as possible!“

 
 
Obwohl das Setting nun das selbe ist wie zuvor in der miesen Dialogszene und obwohl auch jetzt „Destiny“ wieder dabei ist, ist die ganze Dynamik durch die sehr bodenständige, ängstliche Hope nun erträglicher, da nicht nur noch fake. Es wird betrunken Auto gefahren, vor Ort noch mehr getrunken und siehe da, auf einmal wird Hope genötigt probeweise an der Stange zu tanzen, dann direkt ein Fotoshooting zu machen. Klingt als Einstieg in das Glamour-Model Business nicht schlecht, wäre der Fotograf keine Redneck-Karikatur ersten Grades und nicht nur an den Fotos selber interessiert…
 
 

„This town is filled with sick, perverted fucks.“

 
 
Was für die betrunkene Hope folgt, ist gottseidank weder explizit noch erotisch gefilmt, zurückhaltend und doch unangenehm betroffen machend, zudem sich die perfide Psychologie hinter dem Plan der Übeltäter:innen zum ersten Mal entpuppt. Doch als wäre der Film bemüht, seine Qualitäten nach jeder gelungenen Szene möglichst wieder auszugleichen, folgt nun eine rätselhaft hässliche Green-Screen-Szene, da scheinbar nicht wirklich vor dem „Hollywood“-Schild gedreht werden konnte. Wieso man für eine reine Dialogsequenz so offensichtlich getrickste CGI-Effekte bemühen musste weiß ich nicht, hilft aber niemandem. Im Gespräch offenbart sich, dass Hope vom Schicksal noch gebeutelter als bereits angenommen und zudem mit Paige rummacht und in einer trashigen, peinlichen Montagesequenz mit schlimmer, unpassender 2000s-Industrialmusik kriegt der halbwegs positive Ersteindruck dieser Produktion einen ordentlichen Schlag ab.
 
 

„We’re just trying to help, that’s all.“

 
 
Das erste Fotoshooting selber ist dann zwar passabel eingefangen und gespielt, ich habe geglaubt dass Paige dauerhaft trinkt und dass Hope sich langsam aber sicher so ziemlich alles einreden lässt, doch zum ersten Mal musste ich an den besseren Film „Redlands“ denken, ebenfalls ein Drama über das Showbiz, nur eben deutlich ruhiger und statischer. Ein paar lange Einstellungen ohne Kamerabewegung, in denen man nur das Schauspiel und die Situation für sich sprechen lässt, hätten hier Wunder gewirkt. Doch auch an einen schmuckloseren, Welten billigeren, aber eben auch etwas substanzielleren „Neon Demon“ hab ich mich erinnert gefühlt, spätestens wenn ein anderes junges Model auf Hope trifft, und sie in einer hübsch beleuchteten Szene vor den Gefahren warnt, ihr ihre Nummer gibt. Und in der Tat: Um ihre „Schulden“ für das teure, eigentlich unfreiwillige und aufgequatschte Shooting zu bezahlen, soll Hope einen älteren Mann massieren. Erneut eine berunruhigende und Gott sei Dank nicht unpassend abgefilmte Szene, die mehr am emotionalen Effekt interessiert ist, denn an der Tat selber. Die erste halbwegs nackte oder „erotische“ Szene des Films inszeniert sich dann im zweiten Handlungsstrang, doch auch wenn hier alles freiwillig und sichtlich genüsslich geschieht, so sorgen die weiteren Umstände der Situation auch hier für Probleme, Traumata und ungewollte Situationen.
 
 

„Don’t be sucha pedophile!“ – „What can I say baby, it’s human nature, human nature!“

 
 
Bildhübsch eingefangene, hochaufgelöste Einstellungen einer sonnigen Villa samt Pool und junger Schönheit mittendrin suggerieren im ersten Moment einen erstrebenswerten Zustand, doch dass hier eine verlorene, verstörte, langsam taub werdende junge Frau von einem alten Sack zu Sex genötigt wird, das sieht man halt erst auf dem zweiten Blick. Und auch die Wege der jungen Mutter und unserer manipulativen Babysitterin haben sich bereits gekreuzt, auf dass ein weiteres Schicksal ausgenutzt werden kann…
 
 

„You can’t backup now!“

 
 
Ungefähr die Hälfte der 90 Minuten Laufzeit ist erreicht und wie üblich werde ich an dieser Stelle aufhören direkt nachzuerzählen und ebenfalls wie üblich ist das Schlimmste noch nicht überlebt, der eigentliche Tiefpunkt im Schicksal unserer gebeutelten Protagonistinnen noch nicht erreicht. Doch wie ordnet man einen solchen Film jetzt qualitativ ein? Nun, glaubt man den meisten Kritiken, so ist Bains erster „Girl Lost“ der etwas bessere und überzeugendere Film, doch dabei handelt es sich wohl nur um Nuancen. Glaubt man den hochgeklickten Kommentaren unter dem Trailer des Films, so sind diese schmerzhaften, verstörenden Erfahrungen wohl leider Gottes sehr nachvollziehbar, glaubhaft und realistisch rübergebracht für viele Frauen und der Film demnach ein voller Erfolg. Und auf imdb oder Letterboxd ist das Bild zwar differenziert, aber trotzdem hagelt es Verrisse und Hass für diese schlecht gespielte, billige, ausbeutende und nichts Neues aussagende Schandtat von Film, die genau den male gaze bedient, den sie anprangert.
Die Wahrheit liegt, wie so häufig, meiner Meinung nach irgendwo in der Mitte: Hat man ähnlich traumatische Erfahrungen erlebt, so kann der Film diese sicherlich szenenweise gelungen wiedergeben und einen in seinen Bann ziehen, zumindest wenn man einiges an schwachen Performances verzeihen kann. Sucht man einen tiefgründigen Film mit starken Charakteren, Motivationen und Konflikten, so wird man sicherlich enttäuscht werden und auch als „Blender“, also einfach nur großartig aussehender oder klingender Streifen, ist „Girl Lost“ nur sehr selten zu gebrauchen.
 
 
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Doch wenn gelitten wird, dann wird auch richtig gelitten und in der Mischung aus neonfarbenen, nächtlichen Impressionen, auswegslosen Schicksalsschlägen und dauerhaft überhöhnter, falscher Selbstinszenierung lassen sich doch einige treffende Szenen finden. Dass der Soundtrack gefühlt nur laute Trapmusik oder leises Klavier kennt und wenig bis nichts dazwischen ist schade, ein paar Castentscheidungen sind misslungen und die Clubszene ist lächerlich, da der „Club“ wohl nur ein leerer Raum mit 4 Leuten ist, doch bei aller künstlichen Distanz und filmtechnischer Unbedarftheit ist die Intention die Richtige und darf eigentlich nicht ohne weiteres abgestraft werden. Wie eindrucksvoll und verstörend ein Gaspar Noé diesen Film wohl gedreht hätte, ist die Frage, die mir beim Finale von „Girl Lost: A Hollywood Story“ am ehesten gekommen ist. Doch statt farbenfroher Neonalpträume erinnert die Optik hier stellenweise wirklich mehr an 2000er- Eurosport-Erotikvideos. Der fiese Twist weiß dafür zu entschuldigen und stimmt wieder gnädig, dafür ist das Ende merkwürdig gewählt und spontan ziemlich unentschlossen nichtssagend. Es bleibt ein auf und ab bis zur letzten Sekunde.
 
 
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GIRL LOST – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
Qualitativ schwankender, gleichzeitig emotionaler und unterkühlter, motivierter aber schlecht gespielter, hübsch gefilmter aber billig inszenierter Indiefilm über die Missbrauchsabgründe des Showbusiness. Weder leichte Kost noch ein guter Film, aber in Ansätzen überzeugend.
 
 


 
 
 

GIRL LOST – Zensur

 
 
 
Das Drama „Girl Lost: A Hollywood Story“ ist in Deutschland ungeschnitten und frei ab 18 Jahren zu haben.
 
 
 


 
 
 

GIRL LOST – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Busch Media Group (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Girl Lost: A Hollywood Story; USA 2020

Genre: Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 90 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 21.01.2022

 

Girl Lost: A Hollywood Story [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

GIRL LOST – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei Busch Media Group)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Redlands (2014)
 
Girl Lost (2016)
 
The Neon Demon (2016)
 
Starry Eyes – Träume erfordern Opfer (2014)
 

Filmkritik: „The Negotiation“ (2018)

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THE NEGOTIATION

(HYEOB-SANG)

Story

 
 
 
Chae-yoon, eine erstklassige Verhandlungsführerin bei der Polizei, wird zu dem Ort gerufen, an dem ihr Vorgesetzter als Geisel genommen wird. Nach und nach offenbart sich die überraschende Motivation des charismatischen jungen Geiselnehmers, der der Polizei immer einen Schritt voraus zu sein scheint.

 
 
 


 
 
 

THE NEGOTIATION – Kritik

 
 
Rasant startet es direkt mit einer Geiselnahme, Reporter sind bereits vor Ort, der moderne, realistische Stil erinnert an „A Hard Day“. Da der Captain des Polizeiteams kaum Englisch spricht und in sich in einer amüsanten, kurzen Szene mehr schlecht als recht in der angestrebten Verhandlung schlägt, wird Protagonistin Chae-yoon zum Ort des Geschehens gerufen. Diese betritt kurz vor dem bewaffneten Einsatzteam das Gebäude, schafft es in der kurzen Zeit allerdings nicht zu verhindern, dass eine Geisel umgebracht wird.
 
 
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Nach den Opening Credits geht es in Bangkok weiter, wo ein Reporter von unserem Antagonisten, natürlich ebenfalls einem jungen, charismatischen Teenie-Schwarm, gekidnappt wird. Dieser setzt sich nun per Videocall mit der imposanten Ermittlungszentrale in Kontakt und verlangt niemand geringeren als die traumatisiserte Chae-yoon, die nach dem letzten Vorfall hren Job gekündigt hat, nun aber in größter Eile und gegen ihren Willen zurück in die Arbeit gezerrt wird. Mit dabei ein Big Orchestra-Soundtrack zwischen bondigen Agenten-Tönen, badassigen Trompeten und pointierten, die Spannung untermalenden Streichern. Stellenweise bleiben die Melodien zwar zu überhört und die Lieder zu beliebig, doch im Gesamtpaket bleibt ein leicht überdurchschnittlicher Eindruck.
 
 
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Doch so klischeehaft oder häufig gesehen die an „Verhandlungssache“ erinnernde Prämisse spontan wirkt, so schnel schaffen es die Machtspielchen, ambivalenten Motivationen und Diskussionen innerhalb sowie außerhalb der Zentrale mitzureißen und die angespannte Situation auf höchst unterhaltsame Weise zu inszenieren. Das liegt nebem dem starken Setdesign und den routinierten Auflösungsstrategien vorallem an dem tighten Script, das nicht viel Zeit für Verschnaufpausen oder Nebenstränge lässt, sowie an dem Schauspiel der beiden Hauptdarstellerin:innen Son Ye-jin und Hyun Bin, die ihre jeweiligen Rollen als selbstbestimmte, aber auch verängstigte Krisenvermittlerin bzw. arroganter, aber intelligenter Erpresser/Terrorist mit einer anziehenden gegenseitigen Chemie und schauspielerischer Ausdruckskraft lebendig werden lassen.
 
 
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Dass als komödiantischer, teils anstrengend unpassend slapstickhafter Sidekick ein weiterer Polizist mit in die Zentrale kommt gilt es ebenso zu verschmerzen wie schwächelndes CGI in einigen Außenszenen – doch dafür wird im weiteren Verlauf weder vor systemkritischen Storyverläufen, noch unerwarteten Twists oder blutigen On-Screen-Erschießungen zurück geschreckt, was für stete Verlaufsspannung und Kurzweil beim Zuschauer sorgt. Ein durchgängig origineller oder neuartiger Film ist „The Negotiation“ unterm Strich also keinesfalls geworden, doch wer routinierte, technisch sowie schauspielerisch hochwertige, stets spannende und unterhaltsame Thriller-Unterhaltung mit den altbekannten Fronten zwischen persönlichen Motivationen und beruflichen Verpflichtungen, Geheimhaltung der Regierung und der Gefährdung von Menschenleben, schlußendlich aber auch einfach Gangster und Polizei sehen möchte, der ist hier absolut richtig.
 
 


 
 
 

THE NEGOTIATION – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Spannender Geiselthriller mit packenden Performances und gekonnter Inszenierung. Trotz etwas unnötiger Comedy- und CGI-Einlagen sowie schmalziger Endnote ein kurzweiliger, sehenswerter und gelungener Film.
 
 


 
 
 

THE NEGOTIATION – Zensur

 
 
 
Der koreanische Geisel-Thriller „The Negotiation“ ist in Deutschland ungeschnitten und frei ab 16 Jahren zu haben.
 
 
 


 
 
 

THE NEGOTIATION – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Busch Media Group (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Hyeob-sang; Südkorea 2018

Genre: Thriller, Action, Krimis

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Koreanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 114 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Benind the Scenes, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 03.12.2021

 

The Negotiation [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

THE NEGOTIATION – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei Busch Media Group)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Verhandlungssache (1998)
 
Greyzone – No Way Out (2018)
 
Argo (2012)
 
Die Heineken Entführung (2011)
 
Nicht auflegen! (2002)
 

Filmkritik: „Surrounded – Tödliche Bucht“ (2018)

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SURROUNDED – TÖDLICHE BUCHT

(FRENZY)

Story

 
 
 
Ein geplanter Tauchausflug wird für ein paar junge Freunde zum Horrortrip, als das Wasserflugzeug abstürzt und man plötzlich umzingelt von Haien ist.

 
 
 


 
 
 

SURROUNDED – Kritik

 
 
Die Beliebtheit vom Hai-Horror nimmt kein Ende. Immer mal wieder gibt es ein paar große Produktionen im Kino zu sehen und denen folgen dann etliche Billig-Varianten. Für viele davon zeichnet sich der amerikanische Fernsehsender Syfy aus. Nur weil der Erfolg der „Sharknado“-Filme mittlerweile vorbei ist, heißt das ja nicht, dass man nicht fleißig weiter billige Hai-Filmchen produzieren kann. „Surrounded – Tödliche Bucht“ stammt dabei bereits aus dem Jahr 2018 und kommt mit ca. vier Jahren Verspätung nun auch nach Deutschland. Ob das wirklich nötig gewesen wäre, ist fraglich, denn viel geboten wird dem Zuschauer hier nicht.
 
 
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Die Story ist schnell erzählt: Ein paar junge Freunde, die einen erfolgreichen Reise-Vlog betreiben, wollen in Thailand an einem illegalen Tauchausflug teilnehmen. Doch auf dem Weg dorthin stürzt das Wasserflugzeug ab und als ob es noch nicht schlimm genug wäre, dass man nun auf offener See überleben muss, gesellen sich auch noch drei Haie mit dazu, die nach dem Leben der Freunde trachten. An welchen Vorbildern man sich bedient hat, ist nicht schwer zu erraten, aber die Story ist bei solchen Filmen ja sowieso meist recht eingeschränkt. So darf man vom Drehbuch auch nicht besonders viel erwarten. Die Geschichte hat nicht viel zu bieten, wäre an sich jedoch noch ganz brauchbar gewesen, wenn sie nicht insgesamt völlig unlogisch daherkommen würde. Dass sich Haie so nicht verhalten, ist kein Geheimnis, aber die bekloppten Ideen, die man hatte, stellen die Intelligenz des Zuschauers schon arg in Frage.
 
 
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Das Problem ist, dass sich „Surrounded – Tödliche Bucht“ reichlich ernst nimmt und eher auf richtigen Horror setzen möchte, dann aber eben doch mit total trashigen Idee daherkommt. Beide Elemente beißen sich sehr. Da wäre eine humorvolle, augenzwinkernde Herangehensweise wie bei „Sharknado“ doch die bessere Entscheidung gewesen. Dann wäre man dem Film für seinen völlig unrealistischen, fast schon cartoonhaft überzogenen Überlebenskampf auch nicht so böse gewesen. Leider wirken die albernen Momente so eher unfreiwillig komisch und so wird das mit der Spannung absolut nichts. Die Atmosphäre ist also kaum zu gebrauchen. Auch die billigen Effekte aus dem Computer lässt man sich in der ernsten Variante nicht gerne gefallen. Sie sehen zwar nicht völlig miserabel, aber eben doch wenig brauchbar aus. Und die Idee, dass die drei Haie völlig synchron agieren, ist an Blödheit auch kaum zu überbieten. Wenigstens gibt es noch ein paar passabel getrickste Wunden und Leichen. Das ist nie übermäßig brutal, verdient seine Freigabe ab 16 Jahren jedoch.
 
 
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Von den Darstellern werden wohl die Wenigsten bisher gehört haben und das wird sich sicherlich auch kaum ändern. Immerhin macht Aubrey Reynolds, in der einzigen Hauptrolle, ihre Sache noch ganz akzeptabel. Nicht wirklich gut, aber nicht zu schlecht. Die restlichen Darsteller übernehmen nur Nebenrollen und sind teilweise ziemlich schnell weg vom Fenster. Viele davon gibt es sowieso nicht zu sehen und die Leistungen sind absolut nicht der Rede wert. Die Dialoge sind ziemlich langweilig und austauschbar und die Figurenzeichnung bleibt sowieso völlig oberflächlich. Man hat noch versucht den Charakteren etwas Hintergrund zu verschaffen, aber dies diente sicher eher dazu, die Laufzeit etwas normaler zu bekommen. An den lieblos kreierten Figuren hat der Film selbst kaum Interesse und deshalb braucht man sich nicht zu wundern, wenn es dem Zuschauer ähnlich geht.
 
 
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„Surrounded – Tödliche Bucht“ hat nicht mal 500.000 Dollar gekostet und bei diesem Budget darf man natürlich nicht so viel erwarten, wobei schon etliche Filmemacher bewiesen haben, dass sie auch mit weniger Geld tolle Werke kreieren können. Doch dieser Film wurde nicht aus Leidenschaft gedreht, sondern rein um Geld zu generieren. Also sollte man von Regisseur Jose Montesinos, der schon einige dieser Billigfilmchen verbrochen hat, auch nicht viel erwarten. Immerhin verleiht die Tatsache, dass es immer mal Rückblenden gibt, dem Ganzen etwas mehr Dynamik. Außerdem ist ein echter Vorteil, dass wohl viel an Originalschauplätzen gedreht wurde. Viel bringt das aber auch nicht, wenn die meisten Szenen einfach nur im Wasser spielen und keine echten Schauwerte mit sich bringen. Nur die Unterwasser-Aufnahmen wirken in dieser Hinsicht erstaunlich hochwertig. Die Inszenierung kann sich zwar teilweise als bemüht ansehen lassen, leidet im Endeffekt aber unter erheblicher Langeweile. So wird das auch mit dem Unterhaltungswert nichts. Das Geschehen ist zwar recht temporeich, aber trotzdem niemals spannend und so können selbst 85 Minuten (mit Abspann) ganz schön langweilig ausfallen.
 
 


 
 
 

SURROUNDED – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Surrounded – Tödliche Bucht“ ist der nächste Billig-Hai-Film, der zwar erstaunlich ernst wirken möchte, sich genau damit jedoch ein großes Bein stellt. Trashige Momente gibt es nämlich trotzdem und teilweise ist das Treiben so doof, dass die ernste Atmosphäre störend ist. Die Handlung hat natürlich wenig zu bieten, die Figurenzeichnung ist lieblos, die Effekte gewohnt schlecht und die Darsteller können auch nicht gerade überzeugen. Man spürt einfach zu jedem Moment, dass der Film ohne Leidenschaft gedreht wurde, selbst wenn sich der Regisseur an einigen Stellen doch bemüht hat. Die Naturschauplätze und der Versuch, das Geschehen abwechslungsreich zu gestalten, sind lobenswerte Ansätze, die im Endeffekt aber auch nichts daran ändern, dass „Surrounded – Tödliche Bucht“ Zeitverschwendung darstellt!
 
 


 
 
 

SURROUNDED – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Surrounded – Tödliche Bucht“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

SURROUNDED – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Busch Media Group (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Frenzy; USA 2018

Genre: Horror, Thriller, Abenteuer, Action, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 85 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 03.12.2021

 

Surrounded – Tödliche Bucht [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

SURROUNDED – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Busch Media Group)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Open Water (2003)
 
Open Water 3: Cage Dive (2016)
 
The Shallows – Gefahr aus der Tiefe (2016)
 
47 Meters Down (2017)
 

Filmkritik: „Unearth“ (2020)

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UNEARTH

Story

 
 
 
In „Unearth“ gibt es eine weitere Variante zu sehen, was passieren kann, wenn der Mensch schlecht mit seinem Heimatplaneten umgeht.

 
 
 


 
 
 

UNEARTH – Kritik

 
 
Es scheint momentan relativ beliebt zu sein, Horrorfilme mit gesellschaftskritischen Themen anzureichern. Man bekam in letzter Zeit nämlich ein paar Werke zu sehen, die sich besonders mit dem Thema Umwelt beschäftigten. Dass der Mensch mit dieser nicht gerade gut umgeht, dürfte kein Geheimnis sein. Zusätzlich ist die Zeit, in der wir seit der Corona-Pandemie leben sicher auch nicht gerade leicht. Solche Stoffe lassen sich wunderbar zu Dramen umformen, aber „Unearth“ will nebenbei auch ein Horrorfilm sein. Eines kann man ruhig schon verraten: Er ist auch ein durchaus effektiver Vertreter seiner Art, aber bis der Zuschauer davon etwas bemerkt, vergeht sehr viel Zeit.
 
 
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Die Dolans und die Lomacks sind zwei benachbarte Farmerfamilien im ländlichen Amerika. Das Geschäft läuft schon lange nicht mehr gut und stets sitzt die Angst im Nacken, dass man seinen Hof verlieren könnte. Deshalb geht George Lomack einen Deal mit einem Öl- und Gaskonzern ein. Dieser möchte gerne Erdgas per „Fracking“ gewinnen und George hofft, dass er mit dem Geld seinen Hof retten kann. Dadurch beginnt er nicht nur Streit mit den Dolans, sondern auch mit der Umwelt. Diese ist nämlich erbost über die Methode Erdgas zu gewinnen und setzt einen Stoff frei, der das Leben aller Beteiligten schon bald drastisch verändern soll. Bei Fracking wird Erdgas und Erdöl gewonnen, indem man Wasser mit Zusatzstoffen in die Erde pumpt. Dieses Verfahren ist höchst umstritten und hat große Konsequenzen. Da sich damit aber Geld verdienen lässt, wird es natürlich trotzdem praktiziert. Das Thema alleine hätte schon ausgereicht für einen Film, aber zusätzlich sieht das Drehbuch einen übernatürlichen Anteil vor. Das sorgt natürlich für Abwechslung und wirkt im Endeffekt auch ganz ordentlich überdacht. Sowieso hat man sich mit dem Thema ausführlich auseinandergesetzt und bietet so eine Handlung, die in ihrer Message wertvoll ist.
 
 
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Da „Unearth“ einem als Horrorfilm verkauft wird, werden Enttäuschungen allerdings nicht ausbleiben können, denn die gesamte, erste Stunde bedient lediglich das Drama. Hier konzentriert man sich auf die Charaktere und ihre Probleme. Das wirkt durchaus authentisch und sorgt für eine gewisse Tiefe, lässt aber nebenbei leider auch so manch eine Länge aufkommen. Dass man sich so umfangreich um diesen Punkt kümmert, ist eigentlich eine lobenswerte Sache, aber ein bisschen weniger hätte es dann auch getan. Sobald der eigentliche Horror dann nämlich startet, besitzt der Film nur noch wenig Laufzeit und wenn der Abspann erscheint, fühlt man sich fast so, als wäre das Ergebnis gar nicht fertig gewesen. Die Mischung ist also leider nicht ausgewogen und das kostet „Unearth“ einiges an Unterhaltungswert.
 
 
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Dabei macht das Regie-Ehepaar John C. Lyons und Dorota Swies auf handwerklicher Ebene ziemlich viel richtig. Dass nicht besonders viel Budget zur Verfügung stand, kann man zwar erkennen, aber dieser Umstand wird trotzdem gut kaschiert. In der ersten Stunde gibt es sehr schöne Aufnahmen der Landschaften zu sehen. Das Bild wirkt sehr unterkühlt und lässt jegliche Farben vermissen, was gut zur trostlosen Atmosphäre passt. Das Drama macht von vornherein klar, dass hier niemand gewinnen kann. Die Ausgangssituation ist trist. Sobald der Horror-Anteil an Fahrt aufnimmt, wechselt man in die Dunkelheit, was sicherlich eine gute Entscheidung war, weil man so verschleiern kann, dass die Effekte nicht optimal geraten sind. Das bemerkt der Zuschauer nämlich kaum, weil man alles immer nur recht kurz sieht. Trotzdem zieht „Unearth“ hier alle Register und der plötzliche Wechsel ins Body-Horror-Gefilde kann einen schon hart treffen. Da gibt es ein paar wunderbare Ekel-Effekte und alleine für dieses Finale lohnt es sich, den langatmigen Anfang durchzustehen. Begleitet wird das Treiben übrigens von einem stimmungsvollen Score, der meist aus dichten, düsteren Sounds besteht.
 
 
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Auch über die Darsteller lässt sich nichts Negatives berichten. Mit Adrienne Barbeau ist sogar eine richtige Größe mit dabei, die der ein oder andere eventuell noch aus „The Fog“ kennen könnte. Sie dient allerdings nicht nur als Lockmittel, sondern spielt eine größere Nebenrolle und macht das sogar erstaunlich engagiert. Marc Blucas ist ebenfalls kein No-Name und spielt solide. Der Rest des überschaubaren Casts liefert zweckdienlich ab. Das sind keine besonders auffallenden, aber durchaus authentische und brauchbare Leistungen. Dies passt dann auch ganz gut zur Figurenzeichnung, an der man schon recht viel gearbeitet hat. Jeder bekommt seine nachvollziehbaren Probleme. Das wirkt alles recht lebensnah und kommt ohne Übertreibungen aus. Allerdings wirkt es zeitgleich auch nicht besonders markant und nicht jede Figur hätte so viel Aufmerksamkeit gebraucht. Hier hätte man ruhig auch etwas kürzen dürfen, damit man sich hinterher länger um den Horror-Aspekt kümmern kann. Trotzdem ist es mal schön, dass sich ein Horrorfilm bei seinen Charakteren Mühe gibt!

 
 


 
 
 

UNEARTH – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
„Unearth“ ist der nächste Umwelt-Horror, der ein gesellschaftskritisches Thema anspricht, welches perfekt in die heutige Zeit passt. Leider vergisst der Film lange Zeit, dass er ja eigentlich Horror bedienen möchte. Zwei Drittel der Laufzeit sind ein lupenreines, ruhiges Drama. Das ist zwar nicht verkehrt, lässt jedoch Längen aufkommen. Besonders schade ist es, weil der abschließende Body-Horror-Anteil echt gut gelungen ist. Davon hätte man gerne noch etwas mehr gesehen, denn das Ende hinterlässt einen nur bedingt befriedigt zurück. Abgesehen von einem etwas mauen Unterhaltungswert, bekommt man aber eine ordentliche Inszenierung, eine hochwertige, handwerkliche Arbeit, gute Schauspieler und sogar ziemlich starke Effekte zu betrachten. Das hätte im Endeffekt sicher noch besser werden können, aber wer Sitzfleisch mitbringt und sich darüber bewusst ist, dass in der ersten Stunde nichts horrormäßiges geschieht, der dürfte im Endeffekt trotzdem kaum enttäuscht sein!
 
 


 
 
 

UNEARTH – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Unearth“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

UNEARTH – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Busch Media Group (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Unearth; USA 2020

Genre: Horror, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 94 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer, Interviews, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 08.10.2021

 

Unearth [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

UNEARTH – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Busch Media Group)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Long Weekend (1978)
 
Gaia – Grüne Hölle (2021)
 
Anonymous Animals (2020)
 
The Beach House (2019)
 

Filmkritik: „Memoir of a Murderer“ (2017)

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MEMOIR OF A MURDERER

(SALINJAUI GIEOKBEOB)

Story

 
 
 

Ein mit Alzheimer diagnostizierte Tierarzt, der eine mörderische und tragische Vergangenheit verbirgt, versucht in den letzten Wochen klaren Verstandes noch einem anderen Serienkiller das Handwerk zu legen, der ausgerechnet seine Tochter im Visier hat.

 
 
 


 
 
 

MEMOIR OF A MURDERER – Kritik

 
 
 
Nachdem die – ebenfalls koreanische – Thrillerkomödie „A Hard Day“ mich ohne viel Hype und ohne allgemein vorher etwas von dem Film gehört zu haben, positiv überraschen konnte, war es beim nächsten Titel hingegen umgekehrt – bekannt war mir Kim Young-has Roman „Aufzeichnungen eines Serienmörders“ von 2013 bereits, mit seiner prägnanten Würze und genialen Prämisse, wenn auch nur durch Empfehlungen anderer Leute und nicht vom eigenen Lesen. Doch als dann auch noch der Film in ähnlich hohen Tönen gelobt und als zukünftiger Kult- Klassiker erwähnt wurde, bin ich doch hellhörig geworden, und wurde – zumindest nach der erstmaligen Sichtung der Kinofassung – doch etwas enttäuscht. Denn auch wenn sich dieser knapp zweistündige Serienkiller-Thriller dank meiner fehlenden Kenntnis der Vorlage nicht mit diesem Vergleich herumschlagen muss, so doch sehr wohl mit anderen zeitgenössischen, koreanischen Thrillern aus diesem und dem letzten Jahrzehnt und stellt man die Ermittlungen, Bilder und Spannungen neben einen „Memories of Murder“ z.B., so werden sowohl Ähnlichkeiten, als auch Pacing-Probleme sichtbar, die mir in diesem Genre sonst eher selten auffallen.
 
 
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Es beginnt mit einem älteren Herren im Schnee, der vor einem Tunnel im Wind steht. Sein Voiceover startet, vor drei Monaten wurde Demenz diagnostiziert – also ja, der Protagonist ist tatsächlich der titelgebende Serienkiller, dessen Erinnerung schwindet – und der aber nicht nur Panik kriegt, wenn Frauenleichen auftauchen, da er es selbst gewesen sein könnte – sondern der auch noch aktiv versucht einen anderen, aktiven Serienkiller dranzukriegen, welcher Polizist ist und seine Tochter datet. Mit einer solch gewitzten Prämisse voll Konfliktpotential und deutlich mehr Farbe, Charakter und eigener Handschrift als „A Hard Day“ war mir eigentlich klar, dass dieser Thriller von „The Suspect“ Regisseur Won Shin-yeon leichtes Spiel bei mir haben würde, doch tatsächlich wirkte das Projekt auf mich wie die Versatzstücke anderer, besserer und vor allem konzentrierterer Filme, aneinandergestückelt.
 
 
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Das soll nicht heißen, dass die Tonalitäten sich beißen, der Film unausgereift ist oder nicht aus einem Guss wirkt, sondern viel eher, dass die Thrillerkomponente der Killerhatz, die Konfrontationen und Verfolgungsjagden, das stille, leise, tragische Charakterdrama über einen Vater, der langsam seine Persönlichkeit und Verbindung zu seiner Tochter verliert und die schwarzhumorige Geschichte um einen sehr menschlichen Killer, der Gutes tun will aber im Alltag scheitert allesamt einen eigenen Film wert wären und bestens im jeweiligen Genre funktionierten, ich so aber keinen herausragenden Eigenwert in irgendeinem dieser Felder bekommen konnte, einfach weil die Zeit gefehlt hat.
 
 
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So großartig vom Hauptdarsteller gespielt, hübsch gefilmt, teilweise nahezu atemberaubend inszeniert, spannend, hier und da gar witzig und dabei zu jeder Sekunde geerdet und menschlich dieses Thrillerdrama also auch ist, so gerne hätte ich einen konzentrierteren Film gesehen, der einen Aspekt dieser prinzipiell faszinierenden Handlung besser ausarbeitet, oder aber schlichtweg mehr Zeit hat. Der Director’s Cut hat das bessere Ende und ist laut Beitrag im Portal schnittberichte.com definitiv lohnenswerter als die Kinofassung, mehr als acht Punkte wären aber vermutlich auch dann nicht drin.
 
 
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MEMOIR OF A MURDERER – Fazit

 
 
7 Punkte Final
 
 
Technisch großartiger Thriller mit guten Schauspielern und spannender Vorlage, der für mich zu unfokussiert in seine drei Richtungen ausgeschlagen ist. Für Thriller/Serienkillerfans aber trotzdem eine Empfehlung in der längeren Fassung. Letztere befindet sich nur in der limitierten Mediabook-Sonderveröffentlichung aus dem Hause Busch Media Group.
 
 
 


 
 
 

MEMOIR OF A MURDERER – Zensur

 
 
 
„Memoir of a Murderer“ wurde von der FSK für Jugendliche ab 16 Jahren freigegeben und ist komplett ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

MEMOIR OF A MURDERER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Busch Media Group (Blu-ray im KeepCase)

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(c) Busch Media Group (2 Blu-rays im Mediabook mit Kinofassung und längerem Director’s Cut)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Kkeut-kka-ji-gan-da; Südkorea 2017

Genre: Thriller, Action, Krimis

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Koreanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 118 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Trailer-Show, Trailer | zusätzlich im Mediabook: Memoir of a Murderer im Director’s Cut auf Blu-ray, Booklet

Release-Termin: KeepCase + Mediabook: 04.06.2021

 
 

Memoir of a Murderer [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Memoir of a Murderer [2 Blu-rays im Mediabook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

MEMOIR OF A MURDERER – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Abbildungen stammen von Busch Media Group)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Memories of Murder
 
Oldboy (2003)
 
Parasite (2019)
 

Filmkritik: „A Hard Day“ (2014)

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A HARD DAY

(KKEUT-KKA-JI-GAN-DA)

Story

 
 
 

Nachdem seine Mutter gestorben ist und sein Büro auf Korruption untersucht wird, überfährt Polizist Go-Gun-su aus Versehen einen Mann und verstrickt sich so in ein Netz aus Gewalt, Rache und brüllend komischen Momenten, das er nie hätte kommen sehen können.

 
 
 


 
 
 

A HARD DAY – Kritik

 
 
 
Ein einladend intensives Menü mit hämmernden Trommeln leitet die Sichtung des neuesten Thrillers von Kim Sung-hoon ein, dessen Katastrophenthriller „Tunnel“ 2016 rund 70 Millionen Dollar erwirtschaftete. Eingestellt auf Action und adrenalingetriebene Szenen voller Kampfeinlagen dürfte der Zuschauer sich allerdings nicht enttäuscht, sondern subversiv unterwandert sehen – denn ja, der Puls schnellt in die Höhe – aber nicht, weil wir es hier mit einem Actionfilm zu tun haben.
 
 
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Licht dringt durch eine zugedeckte, vermutlich verbuddelte Platte und nach wenigen Minuten subtilen Opening Credits folgt direkt die Titlecard, nach weiteren wenigen Minuten geschieht nun auch ohne weitere Verzögerung der Autounfall, der die Handlung in die Gänge kommen lässt: Lee Sun-kyun, bekannt allerspätestens aus „Parasite“, spielt hier Go-Gun-su, einen Polizist bei der Mordkommission, der auf der nächtlichen Fahrt von der Arbeit zu der Beerdigung seiner Mutter einen Mann überfährt – und prompt entscheidet, die Leiche im Kofferraum zu verstecken.
 
 
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Diese, zugegebenermaßen häufig gesehene Prämisse der Fahrerflucht/vertuschsten Straftat/korrupten Polizei könnte sich nun todernst, realistisch und möglichst düster ausspielen, geht aber ganz bewusst andere Wege: Die erste Hürde, eine Alkoholkontrolle, lädt sich als Spannungsmoment auf und gipfelt in einer kurzen, aber gut choreographierten Actionszene, stellt die Polizisten, wie in südkoreanischen Filmen fast schon üblich, aber gleichzeitig als sehr witzige Idiotentruppe dar. Als dann auch noch die IAD das gesamte Polizeipräsidium auf Korruption untersucht und ich mich durch die Paarung von Bassläufen und Schlagzeug im Soundtrack, verbunden mit irrwitzig spannenden, aber auch schwarzhumorig-witzigen Szenenabläufen tatsächlich an „Jerks“ erinnert gefühlt habe, offenbart sich endgültig die sehr gelungene Tonalität dieses Projekts: Eine Thrillerkomödie, eine immer wieder ziemlich schwarze Groteske, ein geerdeter und realistisch anmutender Film mit überzeugenden und ernst zu nehmenden Performances, der trotzdem dauerhaft ein breites Grinsen auslöst.
 
 
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Dass es durch einen handfesten, wenn auch etwas blassen Antagonisten und mehr Hintergrundinformationen tatsächlich noch dramatisch wird und die Sympathien auf der Seite des Protagonisten liegen, obwohl er anfänglich wenig unterstützenswert wirkt, ist dabei ein erwarteter und wenig origineller Kunstgriff, fügt sich aber erneut erstaunlich gut in den flüssigen Verlauf und das solide Pacing des Films ein. Obwohl die Reise dieser rund 100 Minuten Spaß macht und wie aus einem Guß wirkt, so mangelt es ihr an Herausstellungsmerkmalen – denn die Inszenierung ist so sehr auf realistisches Licht, unauffälligen Schnitt und erwartete Perspektiven bedacht, dass eine eigene Handschrift, eine herausstechend kreative oder eigene Inszenierung, leider völlig auf der Strecke bleibt.
 
 
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Die Technik stimmt dabei zu jeder Sekunde, Soundtrack und Effekte überzeugen, das Schauspiel der oftmals etwas eindimensionalen Charaktere fällt nie negativ auf und fast jede der Spannungs- oder Comedyszenen konnte zünden, doch das Gefühl, fast jede dieser Situationen, Dialoge oder Storybeats schon einmal sehr ähnlich gesehen zu haben, konnte ich trotzdem nicht losschütteln. Die geballte Starpower des koreanischen Casts beinhaltet dabei u.a. Cho Jin-woong aus „The Handmaiden“ von Park Chan-wook oder Jeong Man-sik, den man aus dem ebenfalls sehr empfehlenswerten „The Yellow Sea“ kennen kann, doch so sehr die jeweiligen Szenen schauspielerisch ausgefüllt werden, so wenig in Erinnerung bleiben leider die meisten Charaktere. Eine dicke Empfehlung für einen teilweise extrem wizigen, teilweise extrem spannenden Film mit guten Ideen, amüsanten Verstrickungen und genereller Kurzweil von vorne bis hinten kann also definitiv gegeben werden, doch durch fehlende Eigenständigkeit, Originalität oder auch nur eine Vision, die es gerade optisch nicht genau so bereits x-male gibt, mit kaltem Licht und ohne neuen Flair, schießt „A Hard Day“ leider sehr knapp an den Acht Punkten vorbei.
 
 


 
 
 

A HARD DAY – Fazit

 
 
7 Punkte Final
 
 
Sehr spannende, unheimlich lustige Thrillerkomödie mit einigen grandiosen; und keinen Füllerszenen, aber auch höchst langweiliger Optik und vielen häufig Gesehenen Plotpoints.
 
 
 


 
 
 

A HARD DAY – Zensur

 
 
 
„A Hard Day“ wurde von der FSK für Jugendliche ab 16 Jahren freigegeben und ist komplett ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

A HARD DAY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Busch Media Group (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Kkeut-kka-ji-gan-da; Südkorea 2014

Genre: Thriller, Action, Krimis

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Koreanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 110 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer-Show, Trailer

Release-Termin: KeepCase: 14.05.2021

 
 

A Hard Day [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

A HARD DAY – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Abbildungen stammen von Busch Media Group)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Parasite (2019)
 
The Host (2006)
 
Mother (2017)
 
Stuck (2007)
 

Filmkritik: „African Kung-Fu Nazis“ (2020)

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AFRICAN KUNG-FU NAZIS

Story

 
 
 
Hitler hat den Zweiten Weltkrieg sehr wohl überlebt und sich nach Ghana abgesetzt, wo er mit einer Armee von Kung-Fu-Kämpfern erneut die Weltmacht anstrebt.

 
 
 


 
 
 

AFRICAN KUNG-FU NAZIS – Kritik

 
 
Wenn man billigen Trash an den Zuschauer bringen will, funktioniert das am ehesten mit einem guten Titel. „African Kung-Fu Nazis“ wird aber sicherlich nur die härtesten Trash-Fans ansprechen. Eigentlich weiß man bei dem Titel schon genau, was man zu erwarten hat. Das Resultat ist albern und doof, allerdings gar nicht mal so mies, wie zu erwarten war.
 
 
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Adolf Hitler hat den Zweiten Weltkrieg zwar verloren, aber Selbstmord, wie es uns die Geschichtsbücher erklären, kommt für ihn gar nicht in Frage. Zusammen mit Hideki Tojo und Göring setzt er sich in Ghana ab und erlernt Kung-Fu. Außerdem verhindert die Blutfahne den Alterungsprozess. Hitler formt sich eine Super-Armee aus Kung-Fu-Kämpfern, die alle im Bann der Blutfahne sind. Als er eines Tages ein Turnier plant, um Ghana völlig einzunehmen, stößt Hitler allerdings auf den jungen Kämpfer Horst, der die Hoffnung des Landes sein soll. Das klingt völlig bescheuert und das ist es auch. Allerdings bleibt die Story doch enorm harmlos und man darf diesen Schwachsinn überhaupt nicht ernst nehmen. Wenn einem das gelingt, wird man mit ein paar witzigen Ideen belohnt. So ist das Wortspiel „Ghan-Arier“ gar nicht mal schlecht und auch sonst hatte man ein paar Einfälle, wie z.B. ein Auto-Sarg. Insgesamt bietet das Drehbuch für volle Filmlänge trotzdem etwas zu wenig, denn der Handlungsstrang um das Turnier ist reichlich fad. Zwar verwurstet man da noch Dinge wie die Drunken-Master-Technik, aber hat man sich an den Wahnsinn erst mal gewöhnt, dann wird es zeitweise ziemlich lahm.
 
 
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Der deutsche Regisseur Sebastian Stein, von dem auch die Idee stammte, drehte „African Kung-Fu Nazis“ zusammen mit dem ghanaischen Regisseur Samuel K. Nkansah. Gedreht wurde in Ghana und das Budget betrug gerade mal 20.000 Dollar. Daraus hat man ingesamt schon etwas gemacht, wobei man natürlich sagen muss, dass man es mit einem sehr billigen Streifen zu tun hat. Die Kulissen sind um Abwechslung bemüht, machen aber meist nicht viel her und optisch hat der Film einfach nicht besonders viel zu bieten. Wer jetzt aufgrund des Kampfturniers mit toller Action rechnet, kann nur verlieren, wobei man sagen muss, dass man in diesem Bereich mit deutlich weniger rechnen hätte dürfen. Die meisten Kämpfe sind zwar relativ langweilig umgesetzt, besitzen aber wenigstens eine Choreographie und die Darsteller besitzen teilweise auch akrobatische Fähigkeiten, so dass man aus handwerklicher Sicht gar nicht mal so viel meckern kann – zumindest nicht bei dieser Preisklasse. Die Inszenierung ist soweit ebenfalls in Ordnung, nicht sehr hochwertig, aber auch nicht zu holprig und so sind tatsächlich ein paar Qualitäten vorhanden. In den Effekten stecken diese jedoch sicherlich nicht. Wer auf Splatter hofft, wird allgemein enttäuscht sein, denn davon gibt es nicht viel und wenn mal Blut spritzt, stammt dieses fast immer sehr sichtbar aus dem Computer.
 
 
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Was besonders für Trash-Fans reizvoll sein könnte, ist die deutsche Synchronisation, denn diese kommt im Schnodderdeutsch daher. Man hat den Protagonisten aus Ghana einfach jeden erdenklichen Dialekt aus Deutschland verpasst und das Ergebnis ist echt skurril. Tatsächlich sorgt das in Verbindung mit den doofen Sprüchen für ein paar Schmunzler, aber auch dieser Stil nutzt sich mit der Zeit ab. Allgemein ist auf Komödien-Ebene nicht viel zu holen, aber manche Dinge sind so behämmert, dass sie schon etwas Spaß machen. Eine kürzere Laufzeit hätte „African Kung-Fu Nazis“ allerdings gut getan. Das Szenario eignet sich besser für einen halbstündigen Kurzfilm und hätte als solcher vielleicht Kult-Status erreichen können. Besonders im mittleren Teil gibt es nämlich einige Längen und wenn im langen Finale ein Kampf an den anderen gereiht wird, ist das auch nicht besonders aufregend. Trotzdem muss man sagen, dass der Unterhaltungswert alles in einem in Ordnung ist und man sich nicht zu viel langweilen muss.
 
 
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Zu den Darstellern kann man nicht besonders viele lobende Worte verlieren, wobei vor allen Dingen die Besetzung aus Ghana zu den positiveren Momenten gehört. So funktioniert Elisha Okeyere als Hauptfigur Horst sogar noch ganz solide. Sebastian Stein, der sich selbst die Rolle des Adolf Hitlers gab, ist allerdings eine Zumutung. Er spielt das mit dermaßen viel Overacting, dass einem wirklich die Freude vergeht und auch manch anderer Darsteller übertreibt so hemmungslos, dass man selbst bei Troma-Produktionen von bodenständig sprechen kann. Score und Soundtrack hören sich etwas billiger an, funktionieren soweit aber ganz solide.
 
 

 
 


 
 
 

AFRICAN KUNG-FU NAZIS – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
„African Kung-Fu Nazis“ ist ein kindlich-naiver, sehr alberner, aber auch sehr harmloser Quatschfilm, der wohl lediglich Trash-Fans ansprechen wird. Doch auch diese müssen den richtigen Humor mit sich bringen, um daran Freude zu haben. Gerade die ulkige, deutsche Synchronisation und ein paar schön blöde Einfälle sorgen für ein bisschen Spaß, aber das reicht leider nicht aus, um über 84 Minuten Laufzeit gut unterhalten zu werden. Manche Darsteller gehen einen mächtig auf die Nerven und die billigen Effekte sehen absolut nicht gut aus. Dafür ist das aus handwerklicher Sicht erträglich gestaltet und ein Teil der Action sieht gar nicht mal so schlecht choreographiert aus. Für eine Empfehlung reicht das nicht aus, doch wer einen speziellen Geschmack besitzt, es gerne billiger hat und auf albernen Humor abfährt, kann „African Kung-Fu Nazis“ durchaus mal eine Chance geben. Es hätte schlimmer kommen können!
 
 


 
 
 

AFRICAN KUNG-FU NAZIS – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „African Kung Fu Nazis“ ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren. Sammler kurioser Filme können daher bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

AFRICAN KUNG-FU NAZIS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Busch Media Group (Blu-ray im KeepCase)

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(c) Busch Media Group (2 Blu-rays im Mediabook – auf 2000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: African Kung Fu Nazis; Deutschland | Ghana | Japan 2000

Genre: Action, Trash, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch, Japanisch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 84 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase | Mediabook

Extras: Blooper, Grußbotschaften von Cast & Crew, Deleted Screnes, Trailershow | zusätzlich im Mediabook: Booklet, 100 Minuten Making of Doku (Englisch, Optionale Deutsche Untertitel)

Release-Termin: KeepCase: 04.01.2021 | Mediabook: 06.11.2020

 

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AFRICAN KUNG-FU NAZIS – Trailer

 
 



 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Busch Media Group)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Iron Sky (2012)
 
Mortal Kombat (1995)
 
Bloodfight (1989)
 

Filmkritik: „Deathcember – 24 Doors to Hell“ (2019)

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DEATHCEMBER – 24 DOORS TO HELL

(DEATHCEMBER)

Story

 
 
 
Internationale Genreküche der besinnlicheren Sorte verspricht die rahmenhandlungslose Horrorsammlung „Deathcember“, in der am laufenden Band gestorben, getrunken und frohe Weihnacht gewünscht wird…oder?

 
 
 


 
 
 

DEATHCEMBER – Kritik

 
 
Bla bla Horroranthologien, diesdas Subgenre der Weihnachtshorroranthologie, bliblub Ghoulish Tales als Vergleich für nen schlechten Vertreter, gutes Werk der Gattung fällt mir spontan nicht ein aber viel eher erinnert das Projekt ohnehin an ABC’s of Death, ganze 146 Minuten und 26 Kurzfilme lang, keine Zeit für ein weiteres Intro, keine Rahmenhandlung auch, fangen wir an: Ein langsames Glockenspiel gepaart mit Geigen lässt mystische Hogwarts-Stimmung aufkommen, eine CGI-Kamerafahrt über den schneebedeckten Friedhof sieht professionell aus, zu oft gehört hat man nur eine solche, oder ähnliche Score. Ein Raum voll mit diversen winterlichen/weihnachtlichen oder auch ganz unzusammenhängenden Gegenständen wird präsentiert, dies waren also die knapp drei Minuten Einstimmung zu diesem Film, los geht’s direkt mit der ersten Geschichte.
 
1 – A Door Too Far by Dominic Saxl
 
Ein junger Mann wacht auf, verschlingt seinen ganzen Adventskalender sowie den seiner Schwester auf dem Schulweg, wobei sich der Film als deutsche Produktion mit unauffälligem Look offenbart. In einem Laden trifft der Junge auf einen älteren Herren mit Pentagrammanhänger, der irgendwas vom „Calendarum Maleficarum“ redet, bevor der Effekt des Films auf klebrig-eklige, wenn auch durchwachsen getrickste Manier einsetzt – eine nette Idee mit mäßiger Ausführung und leicht überdurchschnittlichem Weihnachtsfaktor – 4/10 & 3/5 Zuckerstangen*
 
2 – All Sales Fatal by Michael Varrati
 
Mit besserem, fast hyperrealem Colourgrading und hartem Licht fällt diese Episode schnell auf, in welcher aus einer alltäglichen Kaufhaussituation eine blutige Prügelei eskaliert. Aus lahmer Comedy entwickelt sich eine recht rabiate, aber nicht explizite Episode die zwar pointiert endet, aber mich im Endeffekt nur an den um Welten besseren „Catfight“ hat denken lassen. – 5/10 & 2/5 Zuckerstangen*
 
3 – Aurora by Lazar Bodroža
 
Der dritte Kurzfilm im Bunde gehört mit zu den qualitativ hochwertigsten, optisch ansprechendsten und besten Momenten der gesamten 2,5 Stunden „Deathcember“, könnte dafür inhaltlich aber kaum weniger mit Weihnachten zu tun haben, bzw. ist wenn, dann bis zur Unverständlichkeit symbolisch aufgeladen und chiffriert. Wir schreiben es Dezember 2389 auf einer der zahlreichen schwebenden Strukturen in Promixa Centauri und diese bildgewaltige Sci-Fi-Utopie ist aufwendig sowie ansprechend animiert, getrickst, gefilmt, vertont und eingefangen. Mit Ambient Soundtrack, Cyberpunk Eyecandy, innerer Rahmung, ausbleibendem Dialog und überzeugenden Glitch-Effekten z.B. kann man hier schnell eingesogen und erst in der perfekt gewählten, letzten Einstellung wieder ausgespuckt werden und gerade als Kurzfilm klappt diese merkwürdig emotionale, postapokalyptisch-futuristisch anmutende Weltraumvision bestens, nur was hat der Film in dieser Anthologie zu suchen? Dass der fehlende Weihnachtsfaktor dabei allerdings der größte Kritikpunkt ist und ich mir nicht sicher bin, ob die Darstellerin echt oder auch animiert war, spricht für sich. – 8/10 & 0/5 Zuckerstangen*
 
 
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4 – X-mas On Fire by Florian Frerichs
 
In einer einem Renaissance-Gemälde nicht unähnlichen, bildschönen Eingangssequenz sehen wir zahlreiche tote Polizisten und Weihnachtsmänner auf dem Boden liegen, eine Spieluhr spielt „Silent Night“, Neonfarben scheinen, welch besinnliche Einstimmung. Cut und ein deutlich an Reservoir Dogs angelehntes Flashback erzählt wie es zu dem Fall kam, mit fortgängig gewitzt- achronologischer Erzählweise, gutem Editing und blutigen Erschiessungen. Kein Action-Highlight,
aber twistreich, kurzweilig und ziemlich aufwendig für das Niveau des Films – da sogar der Weihnachtsfaktor durchgängig erkennbar bleibt, gibt es hier kaum was zu meckern. – 7.5/10 & 4/5 Zuckerstangen*
 
5 – Villancicos by Issac Ezban
 
Und hier ist es dann also, das absolute Highlight des Films, besser wird es meiner bescheidenen Meinung nach nicht mehr: Der mexikanische Regisseur, der sich u.a. schon mit dem sehr guten Twilight-Zone-Horror „The Similars“ behaupten konnte, beweist sich in dieser schwarzhumorigen Episode vollends als Bildästhet und Arthouse-Regisseur, da hier das sich mehrfach in buntesten Farben wechselnde Setting, die zahlreichen liebevoll agierenden Statisten und die Skurrilität der Situation an sich deutlich wichtiger sind, als eine Geschichte oder ein traditioneller Spannungsbogen. Eine Familie, deren Sohn an Weihnachten im Kinderbett verstirbt, bemerkt, dass dieser durch Gesang scheinbar am Leben erhalten werden kann. Was folgt, sind technisch eindrucksvolle Tracking Shots und Plansequenzen, gialloesque Einstellungen und schwarzer Humor, Familienfeten und langsam einsetzender Wahnsinn. Ein originelles und lebendiges Werk, das durch seine stringente Vision überzeugt und absolut sehenswert ist. – 8,5/10 & 3/5 Zuckerstangen*
 
6 – Joy To The Girls by Sonia Escolano
 
Ein Mann erhält eine Einladung zur Weihnachtsfeier im Hotel Chevalier, dort angekommen gibt es neben verzierten, hohen Wänden, Wein und tanzenden Frauen aber alsbald noch eine Wanne voll Blut zu bestaunen. Zum ersten Mal fühlte ich mich hier, als habe ich irgendwas nicht verstanden oder übersehen. Die Pointe am Ende ist bestenfalls ein Höflichkeitslacher, der Weg dahin vorhersehbar und unspektakulär inszeniert. Das Schauspiel lässt zu wünschen übrig, Weihnachtsflair gibt es so gar keinen bis auf die Prämisse an sich, auf dem Papier – 4/10 & 0,5/5 Zuckerstangen*
 
 
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7 – The Hunchback Of Burg Hayn by Bob Pipe
 
Mit Klaviermusik und schwarz-weißem Projektorfilter versucht sich dieser Beitrag an wohligem Frankenstein-Retrolook, was in einigen Einstellungen dank zahlreicher Statisten und cleverer Winkel auch gelingt, zu oft wird die Illusion aber durch zu neuzeitliche Frisuren und Gesichter zerstört. Inhaltlich geht es um eine Begnadigung zu Weihnachten, doch weil die Geschichte so minimalistisch ist, die Witze und Kostüme bestenfalls mittelmäßig und der Weihnachtsbezug erneut allenfalls konzeptionell vorhanden, weiß auch dieser Kurzfilm nicht wirklich zu überzeugen. – 6/10 & 0/5 Zuckerstangen*
 
8 – Family Matters by Steve de Roover
 
Der erste Bodyhorror-Beitrag kann sich durchaus sehen lassen, denn auch wenn der Weihnachtsfaktor, man ist es inzwischen schon gewohnt, sich ein weiteres Mal hinten anstellen muss, so kann die simple Geschichte dank leicht schleimig-ekliger Effektarbeit und sich schnell einstellender Rätselspannung doch überzeugen. Fehlende Musik und die recht leere Designerwohnung wirkten dabei zuerst wie Makel, tragen aber durchaus zur unbehaglichen Anspannung bei. – 6/10 & 2/5 Zuckerstangen*
 
9 – Crappy Christmas: Operation Christmas Child by Jürgen Klings
 
Wenn eine Episode dieses gesamten Mammutunterfangens hier auf Skandal aus ist, oder sein könnte, dann wohl diese hier. Denn wäre „Operation Christmas Child“ nicht im „putzigen“ Stop-Motion/Claymation-Stil animiert worden, sondern mit ähnlicher Drastik und Erbarmungslosigkeit und echten Darstellern, die Geschichte wäre den deutschen Zuschauern vermutlich entgangen. Ein kranker, bösartig überspitzter und doch immer noch viel zu echter Exploitationfilm mit deutlicher Religionskritik, gelungenen Animationen und hammerhartem, spaßigen Gore. – 7.5/10 & 2/5 Zuckerstangen*
 
 
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10 – Five Deaths In Blood Red by Ama Lea
 
Eine halbnackte Frau gefesselt auf dem Bett, da dürfen bei so einem Titel die messertragenden Lederhandschuhe natürlich nicht lange auf sich warten lassen, auch wenn der Kehlenschnitt selber eher mäßig getrickst ausfällt. Was folgt, ist eine mit selbst eingespielter Score unterlegte Giallo- Reminiszenz inklusiv expliziter Fulci- und Argento-Verweise, die natürlich mit stereotypen Charakteren und Overacting spielt, nur um sich herrlich blöd zu twisten und weihnachtlich aufzulösen – eine nette Stilübung, die man aber auch schon besser gesehen hat. – 6/10 & 3,5/5 Zuckerstangen*
 
11 – Kill Santa by Sandrac González-Perellón
 
Prinzipiell eine versierte und stilvoll präsentierte Geschichte mit garstiger Auflösung und schnell aufkommender Spannung, auf dem Bildschirm nur leider eine unterwältigende Angelegenheit, da die arthousige Einstellung mit einem schlechten Effekt versaut wird und zu schnell klar ist, was hier gespielt wird. – 5/10 & 2,5/5 Zuckerstangen*
 
12 – Bad Santa by Julian Richards
 
Erste, leichte Ermüdungserscheinungen sind bei der nächsten allzu durchschnittlichen Episode auszumachen, in der nach einem fiesen Aufbau mit Vater. vs. Nachwuchs-Prämisse und weihnachtlichem Setting ziemlich unerklärt und gefühlt ohne Punkt auch schon das Ende daherkommt. Schlechte Zeitlupeneffekte/-aufnahmen und Verwirrung bleiben da noch am ehesten hängen. 5/10 & 2,5/5 Zuckerstangen*
 
 
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13 – Santa Is Coming by Lee Sang-Woo
 
Der erste südkoreanische Kurzfilm der Selektion startet mit einer Vogelperspektive und kann auch nachfolgend durch gekonnte Winkel und Schärfensetzung technisch überzeugen, doch so gekonnt die betrübte Atmosphäre mit hallenden Gesprächen, dem Fernseher im Hintergrund, Geigen- und Pianotönen auch erzeugt wird, so wenig nahegehend, kalt und distanziert bleibt das tragische Geschehen für den Zuschauer. Die später spielende Weihnachtsmusik möche nicht so recht passen, auch der Titel wirkt recht zufällig gewählt, doch spätestens durch das gruselige, lynchesque letzte Tableau ist dieser Beitrag definitiv einen Blick wert. – 6,5/10 & 1,5/5 Zuckerstangen*
 
14 – A Christmas Miracle by Vivienne Vaughn
 
Ein Beitrag, der spontan zum verwunderten Kopfkratzen motiviert hat, folgt dann mit diesem amerikanischen Vertreter in dem u.a. Barbara Crampton im 4:3 (oder 1:1,33?) Retro-Bildformat und optisch wohl mit ansprechendstem Kurzfilm der gesamten Chose schauspielern darf. Die Story um Eva, die flüsternd ein faustisches Angebot kriegt, startet romantisch, gothisch, atmosphärisch und verträumt gedreht, doch sobald die Katze aus dem Sack ist, ersehnt man sich nur noch dass es endet, um dann ein wenig zufriedenstellendes Ende serviert zu bekommen. – 4/10 & 1/5 Zuckerstangen*
 
15 – Cosetta Sperduta In Campagna by Ruggero Deodato
 
Was für ein Trauerspiel sich inmitten des gähnenden Durchschnitts doch noch finden lässt: Der einstige Kannibalenfilmmeister entblößt sich mit diesen wenigen Minuten als verspielter bis debiler Stümper, dessen Zenit lange überschritten ist und präsentiert in seiner billig aussehenden, schlecht gespielten und einfältigen Episode eine overactende Familie, bei deren Betonungen und allgemeiner Inszenierung man sich nie sicher ist, ob überhaupt irgendwas davon ernst gemeint ist und wenn nicht, was es dann soll. Weder weihnachtlich, noch witzig, noch blutig, noch originell, sexy, besinnlich, oder auch nur kurzweilig. – 2/10 & 2/5 Zuckerstangen*
 
 
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16 – Milk And Cookies by Sam Wineman
 
Wer von schlichtweg „bösen“, aber nicht sonderlich cleveren oder neuen Prämissen leicht unterhalten wird, der dürfte mit dieser Rachegeschichte hier seinen Spaß haben, die bei mir nur für ein halbherziges Augenzucken gereicht hat. Ein Kind mit brutalem Stiefvater wünscht sich bei Santa Spielzeug und bekommt es, wird dafür aber bestraft. Was folgt, kann man sich vermutlich nach diesem Satz bereits denken und ist zwar relativ weihnachtlich inszeniert, aber weder originell noch allzu blutig. – 5,5/10 & 2,5/5 Zuckerstangen*
 
17 – PIG by Andreas Marschall
 
Technomusik und bunte Lichter, junge, feiernde Menschen und eine nett erzählte Rape & Revenge- Geschichte – Marschall versteht sein Handwerk auch im kleinen Rahmen und die Episode ist sowohl produktionstechnisch auf einem hohen Niveau als auch ordentlich gespielt und dem Zuschauer ggf. nahegehend, doch das sozialkritische, zum Denken anstoßende Ende, das Setting und auch der Soundtrack haben alle so absolut gar nichts mit Weihnachten zu tun und wirklich etwas Neues oder Interessantes wurde auch nicht ergründet. – 6/10 & 0/5 Zuckerstangen*
 
18 – They Once Had Horses by Lucky McKee
 
Ein schwarz-weißer, bittersüßer Weihnachtsabend, den man gerne mit zwei sich gegenseitig beleidigenden und liebevoll Sprüche um die Ohren werfenden, verwundeten Cowboys am Lagerfeuer verbringt. Milde amüsant und schwarzhumorig bis zum kunstvollen Ende, das sich einzig auf der Audioebene und im Kopf des Zuschauers abspielt – kein Meisterwerk, aber eine stimmige Fingerübung. – 6/10 & 1/5 Zuckerstangen*
 
 
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19 – December the 19th by Milan Todorovic
 
Ein Highlight auf seine ganz eigene Art ist diese Schlittschuh-Angelegenheit, die mich spontan an Happy Tree Friends erinnert hat – nicht etwa formal oder stilistisch, sondern weil ich mir nach zweimaligem Anschauen die Ereignisse nicht anders erklären kann, als dass es sich um äußerst unüblich inszenierte Unfälle handelt. Am letzten Abend der Hanukkah-Feierlichkeiten, realistisch dargestellt durch viele Statisten und unterstützt von einer professionellen Optik und Synthesizern im Soundtrack, verlassen zwei junge, hübsche, angetrunkene, osteuropäische Frauen das Gebäude um beschwipst herumzualbern und einen Eislaufplatz zu besuchen. Dort angekommen wird es kurz erotisch und verdächtig lesbisch, nur um im Sekundentakt die Verletzungen und unerklärten, handgemachen Effekte folgen zu lassen. Wild, unerklärt, irgendwo billig und schlecht, irgendwo genial. – 5,5/10 & 2,5/5 Zuckerstangen*
 
20 – Getting Away From It All by Pollyanna McIntosh
 
Nachdem die schottische Darstellerin anno 2011 bereits die Regie zu einem direkten Sequel zu Jack Ketchum’s „The Woman“ übernahm und in dem Vorgänger natürlich die Hauptrolle innehatte, drehte sie als zweite Regiearbeit diesen wahnsinnigen Weihnachtshorrortrip, dessen unerklärte,
bösartige, sinnlose und doch schwarzhumorig-überzeichnete Gewalt gut zu dem passt, was man sich bei der Mischung vielleicht vorstellt. Die Eskalationskurve greift schnell und wird konsequent höher geschraubt, das böse Ende bleibt im Kopf, die Weihnachtsdeko ist hübsch und üppig ausgefallen, eine wichtige Moral, hinter der ich absolut stehe, ist auch noch versteckt. „Greedy fucking bullshit fucking christmas crap.“, hachja. – 7/10 & 3,5/5 Zuckerstangen*
 
21 – Family Feast by Rémi Fréchette
 
In diesem französischen Beitrag begleiten wir eine junge, genervt wirkende Frau dabei, wie sie auf der Weihnachtsfeier mit der Familie ihre Zeit verbringt. Schnell macht sich eine unangenehme Stimmung breit, inklusive blauem Licht im Flur und verwirrender Andeutungen am Esstisch. Teils sind die folgenden Schreckensbilder unfreiwillig komisch, teils so unerwartet und unüblich dass es tatsächlich gruselig wird und funktioniert, dazu rot flackernde Argento-Einflüsse und blutige Einstiche, fertig sind ein paar Minuten sehr weihnachtlicher Paranoia. – 6,5/10 & 4/5 Zuckerstangen*
 
 
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22 – Before Sundown by Jason A. Rostovsky
 
In amateuriger Indiefilm/YT-Optik gedreht und mit jungen Darstellern sowie Elektromusik versehen, macht diese unweihnachtliche Filmeinreichung spontan nicht den vielversprechendsten Eindruck, doch durch den Sonnenuntergang und das sphärische Piano, die Dialoge innerhalb der Gruppe und natürlich Fahrrad fahren durch den amerikanischen Vorort kommt schnell wohlige sowie sympathische Stranger Things-Atmosphäre auf und einzig das unspektakuläre Ende steht dem leider im Weg. – 6/10 & 1,5/5 Zuckerstangen*
 
23 – Cracker by John Cook Lynch
 
Der vorletzte Abstecher führt uns in eine großartig überzeichnete, bunte, künstlich hochgedrehte 50s-Werbewelt mit übersättigten, gelben Kleidern, perfekt ausgewählten Möbeln, Frisuren etc. und einer Prämisse, die sich durch cleveres Writing Stück für Stück auffächert und erklärt, statt direkt in Erklärungsnot zu geraten. Durch die titelgebenden Christmas Cracker gibt es zwei schlechte Witze, das Schauspiel ist genauso merkwürdig und off wie es sein soll, der Gore kommt überraschend und handgemacht, die Pointe am Ende ist zynisch, böse und erinnerungswürdig. Einer der stilistisch eigensten und ausgereiftesten Filme. – 7/10 & 2/5 Zuckerstangen*
 
24 – Operation Dolph by Trent Haaga
 
Trent Haaga, den man von „Chop“, „Cheap Thrills“ oder „68 Kills“ kennen kann, durfte die 24. und somit eigentlich ja finale Episode beisteuern, die Nummer des heiligen Abends wurde ihm zugesprochen – und meiner Meinung nach hat er es ziemlich versemmelt. Am schmeichelndsten könnte man diese belanglosen paar Minuten Wüstentrash wohl als „an Troma erinnernden Drogentrip mit Killersanta im Drogenlabor“ bezeichnen, doch das würde schon nach zu viel Unterhaltungsfaktor klingen. Die Auflösung wirkt, wie so oft, als würde etwas fehlen, der Weg dahin ist rotzig-frech und indie, ja, aber eben auch billig und egal, zudem mit deutlich zu wenig gezeigten Splattereinlagen versehen. – 3/10 & 2/5 Zuckerstangen*
 
 
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Den öfter getätigten Aussagen, dass sich in den nun, nach zwei Stunden Spielzeit folgenden Ending Credits noch zwei Episoden „verstecken“ würden, kann ich absolut nicht zustimmen, denn auch bei einer solchen Mammutanthologie waren keine 21 ganzen Minuten an Credits zu erwarten – demnach also den Block nie weggelegt, um die letzten zwei Weihnachtshorrorversuche zu notieren:
 
25 – Christmas Corp.se by Annika Marx
 
Ein weiterer deutscher Beitrag, diesmal in professioneller, unterkühlter Corporate-Büro-Optik. Anzugträger auf der Weihnachtsfeier im modernen Komplex, rassistische und sexistische Arschlöcher, die Untergeordnete auch jetzt noch zu Extraaufgaben verdonnern. Die genaue Auflösung der folgenden Minuten ist nicht unbedingt erklärt oder sinnvoll und erahnen kann man sie so oder so ähnlich auch, doch das ist absolut nicht von Priorität, wenn die Atmosphäre stimmt – und das tut sie hier definitiv. Mysthisches rotes Licht im Flur, kaputte Radios, stillstehende, aus dem Mund tropfende Menschen im Dunkeln und weiße Augen kommen zum gekonnten Einsatz und weben eine düstere Genrewelt, die nur abermals nicht allzu weihnachtlich daherkommt. – 7/10 & 1,5/5 Zuckerstangen*
 
26 – They Used To Laugh And Call Him Names by BJ Colangelo & Zach Schildwachter
 
Der endgültig letzte Kurzfilm dieser nicht enden wollenden Reihung größtenteils durchschnittlicher Kost ist eine eklige, billige, trashige und brutale Angelegenheit, in der mit simplen Methoden wie untersichtigen POV-Shots, rot gefärbtem Bildschirm und Wäldern als Kulisse gearbeitet wird. Weder die oft gesehene Standard-Creaturefeature-Story noch der Weihnachtsfaktor wissen hier zu überzeugen, doch die Machart und derben Effekte wissen zumindest ein kurzes Grinsen ins Gesicht zu zaubern. – 6/10 & 1/5 Zuckerstangen*
 
Und das war es dann also, nach 146 Minuten Spielzeit, hallelujah. Was für mich als jahrelangen Weihnachtshorrorultrafan eigentlich die ultimative Offenbarung hätte sein sollen, offenbarte sich trotz zweigeteilter Sichtung in zwei Stzungen immer noch als überlanger, zu beliebiger, zu unausgereifter Krampf von einem Film, in dem sich die meisten Episoden leider nicht in den Extremen der Skala aufhalten, sondern fast durchgängig zwischen 4 und 6 Punkten verweilen, also schlichtweg nicht zu beeindrucken wissen. Ich bin nie wütend geworden und war nie zu Tode genervt, doch konsistent gute Unterhaltung sieht leider auch wirklich anders aus. Die mittelmäßige und oftmals ebenfalls zufällig wirkende CGI-Präsentation versprüht wenig Charme, die „großen Namen“ des Projektes gehen fast alle in der Kürze oder Belanglosigkeit ihrer jeweiligen Rollen oder Beiträge unter und einen hohen Weihnachtsfaktor kann man gerade einmal bei etwa drei bis vier der 26 Kurzfilme ausmachen. Lobend erwähnen und im Hinterkopf behalten möchte ich definitiv das Sci-Fi-Eyecandy „Aurora“ von Lazar Bodroža, den exzellenten mexikanischen Vertreter „Villancicos“, die derbe Werbewelt-Dystopie „Cracker“ und natürlich den garstigen, weihnachtlichen und sehr ABC’s of Death-mäßigen Beitrag „Getting away from it all“, doch abseits davon wirkt leider kein Film wirklich ausgereift oder durchkonzeptioniert, da in erster Linie die Landung, das Ende, die Schlusspointe öfter fehlt, als nicht. Ein ehrenhafter Versuch und ja, mit Freunden und Alkohol und gerichteter Erwartungshaltung sicherlich mal ein netter Filmabend – aber mehr eben auch nicht.
 
* Die Anzahl der Zuckerstangen gibt den Weihnachtsfaktor der jeweiligen Episoden wieder. Je mehr Weihnachtsdeko, Christmas-Musik, Santas, X-Mas-Stimmung und weihnachtsliche Kills auf der Mattscheibe gezeigt werden, umso höher fällt die Zuckerstangen-Punktzahl aus.
 
 


 
 
 

DEATHCEMBER – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Unausgegorene, überlange Kurzfilmanthologie, die ihrem Weihnachtsthema nur selten treu bleibt und qualitativ maximal leicht überdurchschnittlich daherkommt. Knaaaappe 6/10 und 2/5 Zuckerstangen*.
 
 


 
 
 

DEATHCEMBER – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Deathcember – 24 Doors to Hell“ ist ungeschnitten und besitzt den roten FSK-Flatschen. Horrorfans und Sammler können bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

DEATHCEMBER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
deathcember-2019-bluray-keepcase

(c) BUSCH MEDIA GROUP (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Deathcember; Deutschland 2019

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 145 Min.

FSK: keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 04.12.2020

 

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DEATHCEMBER – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei BUSCH MEDIA GROUP)

 
 
 
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