Filmkritik: „Dead Shack“ (2017)

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DEAD SHACK

Story

 
 
 

Mein Nachbar das unbekannte Wesen. Im Film DEAD SHACK entpuppt der sich als unberechenbare Killermaschine.

 
 
 


 
 
 

DEAD SHACK – Kritik

 
 
 
Wenn in Horrorfilmen Zombies ihr Unwesen treiben, dürften bei den meisten Horrorfilmfans die Alarmglocken läuten. Die Skepsis ist nicht grundlos. In den letzten Jahren haben nämlich die meisten Zombiefilme das immer wieder gleiche Szenario abgespult, in denen sich Überlebende durch eine postapokalyptische Welt kämpfen müssen, in der es nur so von Untoten wimmelt. Das hat müde gemacht, weshalb die Zuschauer mittlerweile dankend abwinken, wenn ein neuer Zombiestreifen das Licht der Kinowelt erblickt. Der kanadische Regisseur PETER RICQ will das ändern und spricht damit Fans aus der Seele. Ihm sind die dystopischen Zombieszenarien gehörig auf dem Magen geschlagen, weshalb er mit seinem ersten Langfilm versucht frischen Wind ins festgefahrene Zombie-Genre zu bringen. DEAD SHACK nennt sich sein mittels Crowdfunding teilfinanzierter Horror-Spaß, der müde Fun-Splatter-Fans muntermachen soll. Hier gibt es jede Menge blutige Raffinessen zu bestaunen, die mit einer Prise Ironie verfeinert wurden. Damit erfüllt sich der eingefleischte Horrorfan einen Traum und huldigt zeitgleich wegweisende Horror-Klassiker, die in dem Filmfan die Leidenschaft zum Genre geweckt haben. So prägten Horrorkomödien wie EVIL DEAD 2, FRIGHT NIGHT und AN AMERICAN WERWOLF IN LONDON nachhaltig, wie Filmemacher PETER RICQ in Interviews zu verstehen gab. Der Verfechter des 80er-Jahre-Horrors wollte einen Film in gleichem Schlage drehen, in dem sich Horror und Witz die Waage geben. Entstanden ist durchaus kurzweiliger Splatter-Nonsens. Handwerklich solide und nicht ungeschickt.
 
 
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Camping, gute Laune und Eltern. Für die Teenager in DEAD SHACK ein Albtraum. Die begeben sich mit den Eltern in die kanadischen Wälder, um dort übers Wochenende in einer Waldhütte zu nächtigen. Doch zum Schlafen und Relaxen kommt man erst gar nicht. Die grünschnäbeligen Heranwachsenden müssen nämlich ihre Nase in Dinge stecken, die sich nichts angehen. Da streunt man übers Grundstück der Wochenendbehausung und macht einen Abstecher zur Nachbarin, die gerade Männerbesuch empfängt. Für die Jugendlichen ein gefundenes Fressen, um zu spannen. Doch natürlich kommt alles anders. Die Dame betäubt ihre triebgesteuerten Gäste und verfüttert sie an entstellte Kreaturen. Für die jungen Helden unserer Geschichte ein Schock. Die stürmen aus ihrem Versteck und verhalten sich auf ihrer Flucht so unachtsam, dass sie das Interesse der Beobachteten wecken. Die will natürlich Zeugen ausradieren und beginnt eine gnadenlose Hetzjagd auf die Schüler. Neugierde muss eben bestraft werden.
 
 
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Die Horror-Version des 80er Kultfilms THE GOONIES. DEAD SHACK ist nicht sonderlich ausführlich. Als Entschädigung für rudimentäres Horror-Einerlei gibt es aber schwarzen Humor und handgemachte Splatter-Leckerbissen, die offenbar die 1980er zurück ins Wohnzimmer bringen sollen. Mal wieder macht man von eingespielten Retro-Sounds Gebrauch, die dafür sorgen sollen, dass man sich in jene Zeit zurückversetzt fühlt, vor der man sich verbeugen möchte. Hin und wieder gelingt das sogar – vor allem dann, wenn das Böse durch die Dunkelheit schleicht und aggressive Synthesizer-Klänge den Puls schneller schlagen lassen. Doch am Spannungsbau ist man nicht sonderlich interessiert. Der wird bald vernachlässigt. Originell, durchdacht oder tiefgründig will DEAD SHACK nämlich gar nicht sein. Der Film entpuppt sich als hirnfreier Party-Snack für Zwischendurch, der erst dann seine volle Wirkung entfalten kann, wenn man ihn zusammen mit Freunden bei möglichst hohem Alkoholpegel genießt. So sind schnell Wege zum eigentlichen Höhepunkt geebnet – und der nennt sich: Mord- und Totschlag. Eine Kannibalensippe kämpft gegen Camper und Camper kämpfen gegen Menschenfresser. Da fließt eine Menge Blut und Fans härterer Gangart kommen auf ihre Kosten. Leider schleicht sich aber partout das Gefühl ein, dass Gebotenes für die Laufzeit von knapp 80 Minuten zu wenig ist. Zwar hat man an überzeichnete Figuren und coole Sprüche gedacht, die die Horrorkomödie in einen blutigen Comic-Strip für Erwachsene verwandeln. Trotzdem erweckt DEAD SHACK den Anschein, als wäre das hier alles eigentlich als Kurzfilm angedacht gewesen, bei dem man sich aber kurzfristig dann doch dazu entschieden hat, was fürs Kino zu machen. So sollte man trotz Bluteinlagen Erwartungen herunterschrauben. Dann kann man nicht enttäuscht werden. Besser als das, was man sonst so im Horrorbereich mittlerweile geboten bekommt, ist der kanadische DEAD SHACK jedoch allemal.
 
 
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DEAD SHACK – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Der perfekte Horrorfilm für einen Abend mit Freunden und einer Kiste Bier. DEAD SHACK ist ein schwarzhumoriger Party-Horror-Slasher bei dem der Fokus auf handgemachtem Blutgemansche liegt. Der unabhängig produzierte Slasher-Kannibalen-Zombie-Mix kommt schnell zum Punkt und will das feiern, was Horrorfilmfans nun mal von modernen Horrorfilmen erwarten. Da werden Köpfe eingeschlagen, an Körpern geknabbert und mit Äxten hantiert. Der kanadische Horrorbeitrag geizt nicht mit Blut und Schauwerten. Dafür aber mit Köpfchen und Handlung. Viel dergleichen bekommt man nämlich nicht zu sehen. Die Protagonisten nerven in ihrer Einfältigkeit schnell und sind leider weit weg von sympathisch. Auch viele der Proleten-Sprüche im Film sind Gift für Feingeister. Dafür hat man aber aus wenig viel gemacht und lässt DEAD SHACK nach mehr aussehen, als er vermutlich gekostet hat. Wer daher simpel gestrickte Horrorfilme mit 80er-Retro-Charme bevorzugt in denen ausschließlich die Blutkeule geschwungen wird und so dem Film seine Daseinsberechtigung gibt, wird sich an DEAD SHACK einen Ast freuen.
 
 
 


 
 
 

DEAD SHACK – Zensur

 
 
 
Es gibt einige grafische Gemeinheiten im Film zu sehen. Munition eines Schrotgewehrs bohrt sich durch Körper und Köpfe, ein Kopf wird mit einem Vorschlaghammer zermatscht, eine Axt wird in eine Schulter geschlagen und Menschenfleisch wird auch noch gefressen. DEAD SHACK ist ein witziger Genre-Mix und dürfte hierzulande mit einem roten FSK-Sticker in den Handel kommen. Wir vermuten: Keine Jugendfreigabe – ungeschnitten. Der Film feiert übrigens im April 2018 seine Deutschlandpremiere auf dem OBSCURA FILMFESTIVAL.
 
 
 


 
 
 

DEAD SHACK – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Raven Banner)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Eat Locals (2016)
 
Scouts vs. Zombies – Handbuch zur Zombie-Apokalypse (2015)
 
Condemned (2015)
 
Peelers (2016)
 
Night of Something Strange (2016)
 

Filmkritik: „Killing Ground“ (2016)

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KILLING GROUND

Story

 
 
 

Von Soziopathen und Campern. In der australischen Wildnis lauert das Böse in Menschengestalt und meint es nicht gut mit jenen, die in friedlicher Natur nach Entspannung suchen.

 
 
 


 
 
 

KILLING GROUND – Kritik

 
 
 
Im australischen Outback weht ein rauer Wind. Die Erkenntnis ist nicht sonderlich neu. Vor allem Horrorfilmkenner wissen von den Gemeinheiten, die in abgeschieden Teilen Australiens auf ausländische Reisende lauern. Down Under überrascht neuerdings positiv ins Sachen Genrekino, wie Leser vermutlich mitbekommen haben, die regelmäßig Filmvorstellungen auf unserer Webseite lesen. Nahezu jeder Horrorschocker vom fünften Kontinent, den wir in den letzten Wochen hier vorgestellt haben, hat prägenden Eindruck hinterlassen und Bestnoten erhalten. Da macht auch der folgende Thriller keine Ausnahme, der mit Hochspannung fesselt und beweist, dass Kopfkino bei weitem fieser ist, als bluttriefende Gewaltexzesse mit der Schlachtkeule. KILLING GROUND schimpft sich der Geheimtipp aus Australien, der des Zuschauers Nerven strapazieren möchte. Der zeigt schonungslos offen, wie hinterlistig, respektlos und gemeingefährlich die Spezies Mensch mit den eigenen Artgenossen umgehend kann. Die scheint zu jeder Schandtat bereit und sei sie auch noch so bestialisch. Das macht KILLING GROUND so unberechenbar, der harmlos beginnt und sich bis zum Finale zu einem der anstrengendsten Überlebenstrips entwickelt, die man seit langem im Kino zu sehen bekommen hat. Wer diesen Thriller gesehen hat, wird wissen was wir damit meinen. Sogar der Begriff „Die Zigarette danach“ erhält nach Sichtung eine gänzlich neue Bedeutung.
 
 
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Trügerische Naturidylle: Im Horrorfilm können sich schnell traumhafte Landschaften in bluttriefende Albträume verwandeln. Ebensolche Erkenntnis durchleben auch der erfolgreiche Arzt Ian Smith (IAN MEADOWS aus SCARE CAMPAIGN) und dessen Verlobte Samantha Shaw (HARRIET DYER). Die wollten im Australischen Outback eigentlich campen und in abgeschiedener Wildnis das neue Jahr begrüßen. Doch wie immer hat der Drehbuchschreiber andere Pläne mit seinen ahnungslosen Protagonisten. Das verliebte Paar stößt nämlich auf ein verlassenes Zelt und entwickelt ein mulmiges Gefühl. Doch leerstehende Camperbehausungen sind noch das kleinere Übel. Wenige Meter entfernt findet man ein hilfloses Kleinkind, das orientierungslos durch den Wald irrt. Seltsamerweise ist von dessen Eltern weit und breit keine Spur. Leider hat der eigene Wagen eine Panne, weshalb man nicht zurück in die Stadt fahren kann, um Hilfe anzufordern. Da ertönen Motorgeräusche und ein Einheimischer (AARON GLENANE) macht Halt. Der scheint offenbar zu wissen, was hier im Argen liegt und entpuppt sich als abgebrühter Menschenjäger, der zusammen mit seinem nicht minder kaltschnäuzigen Kumpanen (beängstigend: AARON PEDERSEN) Spaß am Töten von Campern besitzt. Kein guter Tag für die Liebenden. Die müssen im Outback den Kampf gegen böse Männer aufnehmen, die vor nichts und niemand Gnade kennen. Ein mörderisches Katz- und Mausspiel beginnt, das am Ende nur einen Sieger kennt.
 
 
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Die australische Horrorfilmindustrie hat den Bogen raus. KILLING GROUND reiht sich siegessicher in die Reihe von derbem Überlebens-Horror wie WOLF CREEK oder zuletzt BLOOD HUNT ein. Die wurden ebenso im Land der Kängurus gedreht, um Freunde der blutigen Bildsprache Adrenalinkicks zu bescheren. Letztere bleiben auch in KILLING GROUND nicht aus, der ungemütlichen Überlebenskampf in menschenleerer Wildnis zeigt und vom Publikum einiges abverlangt. Überraschenderweise bleibt bluttriefendes Gewaltspektakel aus. Regisseur und Newcomer DAMIEN POWER zeigt wenig und deutet nur an. Das mag sich harmlos anhören – ist es aber keineswegs. Die Bösewichte im Film spielen mit ihren wehrlosen Opfern und strapazieren so das Nervenkostüm des Zuschauers. Das verstört und lässt schnell ein Gefühl der Hilflosigkeit entstehen, das bald in blanken Psycho-Horror umschlägt. Damit macht es KILLING GROUND dem Horrorthriller EDEN LAKE von 2008 gleich. Im direkten Vergleich spulen nämlich beide Filme die gleiche Geschichte ab und scheuen weder Kompromisse noch Auswege. So werden Opfer bis zur Erschöpfung terrorisiert bis ihnen am Ende die Lebenslichter ausgehen. Übrigens bedient sich Filmemacher DAMIEN POWER unkonventioneller Erzählmethoden. KILLING GROUND beginnt mit zwei unterschiedlichen Handlungssträngen, die in der Halbzeit ineinander laufen. Während der eine die romantische Silvesterfeier besagten Pärchens dokumentiert, welches später ums Überleben kämpfen muss, handelt der andere von einer Familie, die Stunden zuvor bereits von den skrupellosen Soziopathen um die Ecke gebracht wurde. Das stiftet anfangs für Verwirrung, tut der kaum auszuhaltenden Spannung aber keinen Abbruch. Trotz Kopf-Kino kein Film für Weicheier und Zartbesaitete. KILLING GROUND ist für Fans von Überlebensschockern Pflichtprogramm, da hier Spannungsschrauben minütlich fester gezogen werden und kaum Zeit zum Verschnaufen geboten wird. Angesichts der Tatsache, dass hier Debütware aufgetischt wird, eine bemerkenswert runde Sache, die unbedingt Erwähnung finden sollte.
 
 
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KILLING GROUND – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Intensiv, kompromisslos und unerbittlich. Grausamer Campingausflug für Nervenstarke. Harter Survival-Schocker aus Australien, der eher auf psychischem Wege Horror entstehen lässt. Hier werden ahnungslose Camper von Menschenjägern durch Wälder gehetzt, die alles tun, um irgendwie zu überleben. KILLING GROUND baut schnell eine unbequeme Atmosphäre auf und setzt am Ende auf Tempo, das das Herz des Zuschauers schneller schlagen lässt. Wieder einmal hat sich ein Neuling in Sachen Regie ausprobiert und gleich einen Volltreffer gelandet. Tiefgründigkeit ist Nebensache. Dafür wird mal wieder die Bestie Mensch in all ihren Facetten in den Mittelpunkt gerückt. Regisseur DAMIEN POWER setzt da an, wo Filmemacher wie JOHN BOORMAN mit BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE oder zuletzt MICKEY KEATING mit CARNAGE PARK vorgelegt haben. In Sachen Kaltschnäuzigkeit ist KILLING GROUND genannten Werken ebenbürtig, denn an unmenschlicher Grausamkeit wird nicht gespart – auch wenn man sich mit Schauwerten stark zurückhält. Das ist im Falle von KILLING GROUND nicht weiter tragisch. Gebotenes ist dennoch hart anzusehen. Wer demnach eine Vorliebe für Survival-Horror hegt, ist hier an der richtigen Adresse. Da überlegt man sich doch glatt beim nächsten Urlaub in Australien ein Hotel in der Großstadt zu mieten. Naturausflüge sind dort offenbar nicht sicher.
 
 
 


 
 
 

KILLING GROUND – Zensur

 
 
 
Die Gewaltszenen in KILLING GROUND halten sich in Grenzen. Es wird in Köpfe und Körper geschossen. Zudem wird ein Kleinkind unsanft auf den Boden geworfen. Meist blendet die Kamera weg, wenn es zu heftig wird. Trotzdem oder vielleicht auch deswegen geht Gezeigtes durch Mark und Bein. Die FSK hat eine Freigabe für Erwachsene vergeben: Keine Jugendfreigabe in der ungeschnittenen Fassung.
 
 
 


 
 
 

KILLING GROUND – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) BUSCH MEDIA GROUP (Blu-ray im Keepcase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Killing Ground; Australien 2016

Genre: Horror, Thriller Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: Keien Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailershow

Release-Termin: 10.11.2017

 

Killing Ground [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

KILLING GROUND – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei BUSCH MEDIA GROUP)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Beim Sterben ist jeder der Erste (1972)
 
Eden Lake (2008)
 
Carnage Park (2016)
 
The Mooring (2012)
 
Quarries (2016)
 
Timber Falls (2007)
 
Storm Warning (2007)
 
Manhunt – Backwood Massacre (2008)
 
King of the Hill (2007)
 
Preservation (2014)

Kritik: „Arbor Men – Eine dämonische Legende“ (2016)

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ARBOR MEN – EINE DÄMONISCHE LEGENDE

(ARBOR DEMON | ENCLOSURE)

Story

 
 
 
Ehe-Jubiläum mit Folgen: Ein Hochzeitstag endet anders als erwartet, nachdem man bei einem Campingausflug im Wald auf unheimliche Kreaturen stößt.

 
 
 


 
 
 

ARBOR MEN – Kritik

 
 
 
Ob im Sport, der Musik oder eben auch im Film: Es ist nicht selten, dass Kinder von Berühmtheiten in die Fußstapfen ihrer Eltern treten. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Mal ist es, weil sie nichts Anderes kennen oder den Eltern nacheinfern wollen. Manchmal kann es aber auch sein, dass gezeigt werden will, dass der bekannte Name nicht alles ist über das man verfügt, sondern dass auch Talent vorhanden ist. So ähnlich dürfte es auch Schauspielerin FIONA DOURIF ergehen, deren Familienname zumindest in Genre-Kreisen kein unbeschriebenes Blatt ist. Kein Geringerer als Horrorlegende BRAD DOURIF ist nämlich der Vater genannter Dame und dürfte vielen Liebhabern des Phantastischen Films durch Auftritten in Kultfilmen wie ALIEN – DIE WIEDERGEBURT, DUNE oder HERR DER RINGE ein Begriff sein. Weitaus mehr Popularität erhielt der Schauspieler aber mit einer Sprechrolle. Was nämlich nur eingefleischte Horrorfans wissen: Mörderpuppe Chucky wird von BRAD DOURIF gesprochen – und das bereits seit 1988. Dass die Erwartungen an Tochter Fiona demzufolge besonders hoch sein dürften, ist nicht unbegründet. So konnte sich der Nachwuchs bereits durch Hauptrollen in Horrorware wie CURSE OF CHUCKY (da hat der Vater wohl Kontakte spielen lassen) oder FEAR CLINIC einen Namen machen. Mit guter Rollenauswahl und ausreichend Fleiß könnte FIONA DOURIF so gleichen Weg einschlagen, wie die nicht minder bekannte DANIELLE HARRIS. Letztgenannte genießt durch unzählige Auftritte in Horrorfilmen den Ruf einer waschechten Scream Queen und hat sich Jahre nach HALLOWEEN 4 zur beliebten Horrorikone gemausert, die sich gern mal in günstig gedrehten Schockern blicken lässt.
 
 
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Nächste Ausfahrt: Horrorfilm. Auch ARBOR MEN (der anfangs noch ENCLOSURE hieß, später in ARBOR DEMON umbenannt wurde und für den deutschen Markt als ARBOR MEN vermarktet wird) ist selbstverständlichen im düsteren Genre beheimatet und dürfte dem Bekanntheitsgrad von FIONA DOURIF zugutekommen. Darin schlägt Mutter Natur mal wieder erbarmungslos zu – subtile Umweltbotschaft gibt’s gratis obendrauf. Ausgedacht hat sich den geradlinigen, aber dennoch kritischen Wald-Horror Regisseur PATRICK REA. Der wirbelte die Horrorszene vor einigen Jahren mit dem Low-Budget-Grusler NAILBITER auf, war aber danach wieder in der Versenkung verschwunden. Mit ARBOR MEN versucht er wieder für Gesprächsstoff zu sorgen und präsentiert klaustrophobischen Zelt-Schauer mit außergewöhnlichem Kreaturen-Design, das man so schon lange nicht mehr im Horrorfilm zu sehen bekommen hat.
 
 
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Eigentlich wollten Ex-Rettungssanitäter Charles (KEVIN RYAN) und Frau Dana nur den zweijährigen Hochzeitstag beim gemütlichen Camping im Wald feiern. Doch im Horrorfilm kommt meist immer als anders. Dana (FIONA DOURIF) ist nämlich schwanger und traut sich nicht dem Gatten davon zu berichten, weil man eines dieser Pärchen ist, das nicht so gut mit Kindern kann. Umso erschütternder, was den Liebenden widerfahren wird. Sie geraten in einen Strudel von Umständen, der die Beziehung auf eine harte Probe stellt. Erst sind es lokale Jäger, die von Etwas angefallen und in Stücke gerissen werden. Später nehmen die beiden einen der Überlebenden (JAKE BUSEY aus MOST LIKELY TO DIE und THE DEVIL’S DOZEN) auf, welcher im Zelt von unheimlichen Legenden berichtet, die ihm von der Großmutter erzählt wurden. Schnell wird klar, dass die Geschichten Wahrheitsgehalt besitzen. Was draußen im Wald seine Kreise zieht, haust seit Jahrhunderten im Verborgenen und wurde zuvor von noch keinem Menschen gesehen. Nur warum tötet es ahnungslosen Spaziergänger, die in der Natur Erholung suchen? Die Antwort darauf lässt nicht lange auf sich warten, denn Dana trägt etwas in sich, was den geheimnisvollen Kreaturen des Waldes lieb und teuer ist.
 
 
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Die Idee zum Film kam Regisseur PATRICK REA selbst bei einem Campingausflug mit der Frau. Kaum am Lake Perry – einem See in der Nähe der Stadt Lawrence in Kansas – angekommen, beobachtete das Paar in den frühen Morgenstunden eine Auseinandersetzung zwischen zwei Campern. Als sich einer der beiden Streithähne wutentbrannt auf sein Quad schwang und beinahe das Zelt der Turteltauben streifte, rastete das Paar aus. Um sich den Ausflug nicht madig zu machen, scherzte Rea, dass es doch lustig wäre, wenn als Strafe etwas aus dem Wald kommen und die Übeltäter bestrafen würde, damit man wieder in Ruhe schlafen könne. Als man Jahre später das Drehbuch zu ARBOR MEN verfasste, war Reas Frau schwanger. Ein Umstand, der mit in die Geschichte eingeflochten wurde und für zusätzliche Spannungen sorgen soll. Apropos Spannung: Diesbezüglich hat genannter Waldkreaturen-Horror erhebliche Startschwierigkeiten. Der Film beginnt mit gängigem Muster, lässt Camper unheimliche Geräusche hören und zeigt mysteriöse Schatten auf Fotos, die Fotografin Dana mit der Spiegelreflexkamera geschossen hat. Die vorhersehbaren Verläufe sind keine Spannungsgaranten. Trotzdem schafft ARBOR MEN in der letzten halben Stunde die Kurve. Erst nach und nach bekommt der Zuschauer zu sehen, was sich im Gebüsch vor neugierigen Blicken versteckt. Zeigen sich die Filmbösewichte dann endlich in voller Pracht, überrascht der Einfalls- und Detailreichtum der Maskenbilder. Die verdienen Lob, denn gerade der obskuren Kostüme wegen bleibt ARBOR MEN in Erinnerung. Trotzdem ist auch dieser Horrorfilm – trotz FIONA DOURIF als Hauptdarstellerin – kein Geheimtipp. Sieht man vom Kreaturen-Design ab, ist auch dieser Streifen auch nur ein weiterer der Sorte: Menschen werden im Wald vom Bösen verfolgt und müssen dabei ums Überleben bangen. Ob da nun Bären, Hexen, Bigfoot oder Waldwesen nach dem Leben trachten, ist letztendlich Jacke wie Hose. Handlungsverläufe fernab der üblichen Pfade hätten im Falle ARBOR MEN vermutlich Wunder bewirken können. So ist es leider nur aufgewärmter Kaffee.
 
 


 
 
 

ARBOR MEN – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Mutter Natur gibt – Mutter Natur nimmt. Klaustrophobischer Zelt-Horror mit einzigartigem Kreaturen-Design und subtiler Ökobotschaft. Aus ARBOR MEN (Originaltitel: ARBOR DEMON) hätte ein wirklich sehenswerter Horrorfilm werden können, wenn man Mut zum Unkonventionellen bewiesen hätte. Die Filmbösewichte sind Bombe und zeugen von Einfallsreichtum. Leider trifft das aber nicht auf die Handlung zu. Die klaut schamlos bei Filmen wie BLAIR WITCH PROJECT, WILLOW CREEK und Konsorten. Zu sehen gibt es besorgte Protagonisten, die sich im Schutze eines Zeltes vor etwas Bösem in Sicherheit bringen müssen. Drinnen wird nicht nur vor dem da draußen gebibbert. Auch private Konflikte sorgen zusätzlich im Zelt für Spannung. ARBOR MEN ist kein großer Wurf. Die Geschichte passt auf einen Bierdeckel, hat aber immerhin talentierte Schauspieler zu bieten, die man in vielen B-Movies oft vergebens sucht. Die retten, was zu retten ist und machen aus ARBOR MEN zuminest solide Genre-Unterhaltung für verregnete Sonntage. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
 
 
 


 
 
 

ARBOR MEN – Zensur

 
 
 
ARBOR MEN hat nicht viel Brutalität zu bieten. Einen Knochenbruch gibt es zu sehen und wie einem Protagonisten mit einer Waffe ins Beim geschossen wird. Weiterhin fällt einer der Charaktere mit dem Schädel gegen ein Hirschgeweih und ein Genick wird ebenfalls gebrochen. Das alles hat für eine ungeschnittene FSK16 gereicht.
 
 


 
 
 

ARBOR MEN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) LIGHTHOUSE HOME ENTERTAINMENT

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Arbor Demon; USA 2016

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Keepcase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 23.11.2018

 

Arbor Men – Eine dämonische Legende [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

ARBOR MEN – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei LIGHTHOUSE HOME ENTERTAINMENT)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Feed the Gods (2013)
 
Willow Creek (2013)
 
The Jungle (2013)
 
The Monster (2016)

Filmkritik: „Backcountry – Gnadenlose Wildnis“ (2014)

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BACKCOUNTRY – GNADENLOSE WILDNIS

Story

 
 
 
Glückliches Pärchen gerät beim Campen in das Jagdgebiet eines hungrigen Schwarzbären und muss ums Überleben bangen …
 
 
 


 
 
 

BACKCOUNTRY – Kritik

 
 
 
Ernstzunehmende Tier-Horrorfilme sind mittlerweile ziemlich rar im Kino geworden. Entweder werden die am Fließband von selbsternannten Trash-Studios wie THE ASYLUM produziert oder wollen dem Zuschauer im nicht mehr ganz so frischen Found-Footage-Stil auf den Wecker gehen. Lang ist es her seit Spielberg mit seinem DER WEISSE HAI einen regelrechten Boom des Tier-Horrors einläutete und eine ganze Flut sehenswerte Tier-Schocker folgen lies, von denen wohl in den letzten Jahren nur Ajas dreidimensionales PIRANHA-Remake (2010) und der packende Tiger-Schocker BURNING BRIGHT (2010) bleibenden Eindruck hinterlassen konnten. Nach viel unterirdischem Trash der letzten Zeit scheinen aber dennoch Regisseure darin bestrebt zu sein, dem Tier-Horror wieder die nötige Ernsthaftigkeit zurückgeben zu wollen, die das Subgenre auch verdient hat. Einer dieser ambitionierten Filmemacher ist ADAM MACDONALD. Der versucht mit dem unbequemen Bären-Terror namens BACKCOUNTRY klarzustellen, dass er nicht nur vor der Kamera eine gute Figur machen kann. Nach kleinen Rollen in Streifen wie WOLVES oder HOME SWEET HOME war es für ihn an der Zeit, auch sein Können als Drehbuchschreiber und Regisseur unter Beweis zu stellen. So drehte er mit wenig finanziellen Mitteln einen hochgradig verstörenden Film, in welchem dem Menschen mal wieder die Unberechenbarkeit von Mutter Natur vor Augen geführt werden muss – wenn auch mit kleinen Fehlern.
 
 
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MACDONALD beschreibt sein Leinwand-Debüt als eine Art OPEN WATER in den Wäldern für das er sich von wahren Begebenheiten inspirieren lies. Während den ersten Recherchen zum Drehbuch kam er mit Campern und Wanderern ins Gespräch, die bereits unfreiwillig Bekanntschaft mit Schwarzbären im Hinterland Nordontarios gemacht hatten. Schnell stieß er so auf die tragische Geschichte eines jungen Pärchens, das während einer Bärenattacke tödlich verwundet wurde. MACDONALDS war von dem Vorfall derart erschütterte, dass er darin die Idee zum Film sah, in dem ebenfall ein Paar in den Wäldern Kanadas ums Überleben bangen muss. MISSY PEREGRYM und JEFF ROOP spielen in BACKCOUNTRY Jenn und Alex, die es in die kanadische Wildnis zum Campen zieht. Doch Alex hat anderes im Sinn, als die Natur zu genießen. An einem idyllischen See will er der Liebsten einen Antrag machen und verzichtet absichtlich auf Karte und Kompass, weil er den Weg dahin aus dem Gedächtnis kennt. Natürlich verläuft die Wanderung nicht nach Plan. Nach drei Tagen Fußmarsch ist kein Ziel in Sicht. Die Vorräte sind aufgebraucht und das Paar muss sich eingestehen, vom rechten Weg abkommen zu sein. Nun ist guter Rat teuer, denn ohne Karte und Telefon erweist sich die Rückkehr als unmöglich. Schlimmer als die Einsicht sich verirrt zu haben ist jedoch die Tatsache, dass sich Alex und Jenn in das Territorium eines hungrigen Schwarzbären verirrt haben, der sich mit leeren Magen an die Fersen des Liebenden heftet. Rasch entbrennt ein grausamer Kampf zwischen Mensch und Tier, der am Ende nur einen Sieger kennt: Mutter Natur.
 
 
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Macher ADAM MACDONALD outete sich in einem Interview als großer Fan des Schaffens von ROB ZOMBIE (HALLOWEEN, LORDS OF SALEM) und DEREK CIANFRANCE (THE PLACE BEYOND THE PINES) bei deren Filmen er reichlich Ideeninput für sein Erstlingswerk sammeln konnte. Entstanden ist ein sehenswerter Überlebens-Thriller, der sich authentisch mit den Urängsten der Menschheit auseinandersetzt und belehrend aufzeigt, wie sehr der Mensch die Gefahren der Natur unterschätzt. Nahezu unvernünftig handeln die beiden Helden im Film. Dass deren Torheit bitter bestraft werden muss, ist im Falle von BACKCOUNTRY kein Genre-Gesetz, sondern bittere Realität. In ungeschönten Bildern protokolliert MACDONALD den Überlebenskampf zwischen Mensch und Tier, wobei sich der Regieneuling als guter Erzähler erweist und ein geschicktes Gefühl für Spannung und Atmosphäre an den Tag legt. Langsam bahnt sich die bevorstehende Bedrohung ihren Weg durch den Film und schlägt in den letzten 30 Minuten mit gnadeloser Härte zu. Hier gerät dann auch das ruhige Erzähltempo aus den geregelten Bahnen und aus dem netten Naturfilm mit falschen Fährten entsteht knüppelharter Tier-Terror mit unappetitlichen Szenen. Durch den Einsatz hektischer Kameraschwenks wird Panik bewirkt, die leider auch den logischen Menschenverstand der Protagonisten ausschaltet. Nach einer gefährlichen Bärenattacke verhalten die sich reichlich sonderbar und handeln im Schockzustand nur selten nachvollziehbar. Immerhin hielt man für den Film Abstand von Getier aus dem Rechner. Für BACKCOUNTRY kamen lobenswerterweise zwei echte Bären vor die Kamera – vermutlich auch deshalb, weil MACDONALD seinen Erstling so realistisch wie möglich inszenieren wollte. Geglückt ist sein Vorhaben allemal, denn auch wenn am Ende vor gekünstelter Hektik nicht immer alles logisch scheint, gehört BACKCOUNTRY ohne Zweifel zu den besseren Tier-Horrorfilmen, die das Subgenre bis dato hervorgebracht hat.
 
 
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BACKCOUNTRY – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
OPEN WATER nur in den Wäldern. Erschütternder Überlebenskampf vor traumhafter Naturkulisse mit fiesen Spezialeffekten und pulstreibendem Finale. ADAM MACDONALD ist noch unerfahren im Filmemachen und hat mit seinem Leinwanddebüt gleich was wirklich Sehenswertes hervorgebracht. In BACKCOUNTRY wird die Unberechenbarkeit der Natur auf recht unangenehme Weise zum Thema gemacht, welche den törichten Menschen mal wieder in seine Schranken weisen muss. Nach einem gemächlichen Einstieg zieht Drehbuchautor und Regisseur ADAM MACDONALD die Spannungsschrauben minutiös fester und tritt den Zuschauer mit einer derart gemeinen Wendung in die Magengrube, wie man sie schon lange nicht mehr im Subgenre der Tier-Horrorfilme zu sehen bekommen hat. Erschütternd und gerade deswegen sehenswert, auch wenn die Protagonisten am Ende vor lauter Panik fernab des rationalen Menschverstandes handeln.
 
 
 


 
 
 

BACKCOUNTRY – Zensur

 
 
 
Es gibt im Finale einige reichlich ungemütliche Szenen zu sehen, in denen jedoch die Kamera derart hektisch wackelt, dass die wenigen Gewaltmomente nicht so schnell zu durchschauen sind. Ein Protagonist wird von einem Bären zerfleischt. Hierbei geht es nicht zimperlich zur Sache. In einer anderen Szene werden Arme und Beine von der Bärenpranke verletzt. Zwar blutig, da die Gewalt hier jedoch von Tieren ausgeht, wurde der Film von der FSK für Zuschauer ab 16 Jahren freigegeben.
 
 
 


 
 
 

BACKCOUNTRY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Pandastorm Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Backcountry; Kanada 2014

Genre: Drama, Horror, Thriller

Ton: Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1), Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 10.07.2015

 

Backcountry – Gnadenlose Wildnis [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

BACKCOUNTRY – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei Pandastorm Pictures

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Claws (1977)
 
Red Machine (2014)
 
Grizzly (1976)
 
Grizzly Park (2007)
 

Filmkritik: „Preservation“ (2014)

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PRESERVATION

Story

 
 
 
Wenn aus Menschen Tiere werden: Drei Camper wollen in der amerikanischen Wildnis ihre Jagdkünste unter Beweis stellen, geraten dann jedoch selbst ins Visier barbarischer Freizeitjäger.

 
 
 


 
 
 

PRESERVATION – Kritik

 
 
 
Ein Bär tötet, um sich zu verteidigen, ein Löwe, weil er Hunger hat und der Mensch, weil es ihm schlichtweg Spaß bereitet. Genau jene Weisheit wird für drei ahnungslose Hobbyjäger bittere Realität. Für das Trio entwickelt sich ein Camping-Trip durch Americana zum Albtraum, als sie vom Bösen in Menschengestalt quer durch die Wildnis gejagt werden. PRESERVATION ist ein äußerst kruder Vertreter der Gattung Survival-Horror, der einmal mehr ein äußerst brisantes Thema aufgreift, das neuerdings immer Öfters zum Mittelpunkt von Horrorfilmen gemacht wird. Wenn aus Minderjährigen unkontrollierbare Killermaschinen werden – eine kontroverse Botschaft, die bereits der Brite JAMES WATKINS mit seinem EDEN LAKE (2008) an den Mann und ganz nebenbei einen der unangenehmsten Terrorfilme der letzten Jahre ins Kino brachte, der aufgrund kompromissloser Grausamkeit hierzulande bei der FSK wenige Befürworter fand. Auch Jungregisseur CHRISTOPHER DENHAM wittert mit PRESERVATION den großen Coup und hat ähnlich perfides Katz-und-Mausspiel vor traumhafter Naturkulisse auf Film gebannt, in dem er sich ebenso mit den Abgründen heutiger Teenager auseinandersetzt und dabei nicht vor knüppelhartem Psychoterror Abstand hält.
 
 
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Wenn sich der Zuschauer verängstigt in seinen Filmsessel gräbt und vor Anspannung an den Nägeln knabbert, hat ein Regisseur ihn dort, wo er ihn haben wollte. CHRISTOPHER DENHAM lässt seine schwangere Heldin (überzeugend gespielt von WRENN SCHMIDT) unerbittlich durch die Hölle gehen und setzt stahlharte Nerven voraus, um den in PRESERVATION protokollierten Überlebenskampf überhaupt ertragen zu können. Sichtlich angelehnt an Boormans Klassiker BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE (1972) ist das hier Gezeigte nicht einfach zu verdauen, denn anders als im besagten EDEN LAKE bleiben die kindlichen Mörder weitestgehend stumm, ihre Beweggründe dafür umso makabrer. Kaltblütiges Töten als kranker Sport – einmal mehr wird im Horrorfilm mahnend der Zeigefinger erhoben, denn auch wenn Regisseur CHRISTOPHER DENHAM nicht viel über die Täter im Films verrät, bleibt die harsche Gesellschaftskritik nicht ungehört. Hier werden die laxen Waffengesetze der Vereinigten Staaten an den Pranger gestellt, die es perspektivlosen Kids von Heute ermöglichen, problemlos an Gewehre, Pistolen und Munition zu kommen.
 
 
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So reichen blutige Handy-Shooter allein nicht mehr aus, um die gelangweilte Jugend in PRESERVATION bei Laune zu halten. Die erhebt das Töten von Menschen zum Freizeitspaß und lauert ahnungslosen Campern auf, um sie fernab der Zivilisation in die ewigen Jagdgründe zu befördern. Lang gefackelt wird da nicht, was PRESERVATION mehr ins Horrorfach steckt, weil sich DENHAM mehr auf das Abhandeln genretypischer Schauwerte konzentriert, statt sich mit seiner brisante Kritik genauer auseinander zu setzen. Die verliert in der rasant inszenierten Hetzjagd schnell an Gewichtung, weil der Fokus vermehrt auf das Morden und Rächen gerichtet wird und sich am Ende sogar Opfer in Täter verwandeln, um die Blutgier des Zuschauers befriedigen zu können. Dennoch, auch wenn PRESERVATION hin und wieder von seltsamen Zufälligkeiten begleitet wird und die maskierten Kinder über Bärenkräfte verfügen, gehört dieser knüppelharte Überlebens-Thriller zu den besten Psycho-Trips, die das Genre in letzter Zeit gesehen hat. Wer schweißtreibende Nervennahrung bevorzugt kommt an PRESERVATION nicht vorbei – aber Achtung, wir haben gewarnt!
 
 
 


 
 
 

PRESERVATION – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Kompromisslos und knüppelhart: PRESERVATION ist vermutlich der unoffizielle EDEN LAKE 2 und einer der härtesten Überlebens-Thriller, die das Genre in den letzten Jahren gesehen hat. Nach dem Horror-Thriller HOME MOVIE (2009) bleibt Regisseur CHRISTOPHER DENHAM (der auch schon als Schauspieler in THE BAY zu sehen war) dem Genre treu und hat mit seinem zweiten Spielfilm ein quasi amerikanisches Remake des Terrorfilms EDEN LAKE inszeniert, der vor einigen Jahren für reichlich Aufsehen unter Fans derberer Filmware gesorgt hat. PRESERVATION spielt in der gleichen Liga und erzählt praktisch die gleiche Geschichte, natürlich ähnlich packend. Auch hier sehen sich ahnungslose Camper mit skrupellosen Kids konfrontiert, die das Töten von Menschen zum Freizeitsport gemacht haben. Wer ein schwaches Nervenkostüm besitzt, sollte von diesem Film die Finger lassen, denn die hier gezeigten Grausamkeiten wirken aufgrund ihrer Kompromisslosigkeit erschreckend real, was professionelle Jugendschützer in Alarmbereitschaft versetzen dürfte. Nichtsdestotrotz ist PRESERVATION adrenalinförderndes Terrorkino so wie es sein sollte und das nach dem Abspann noch lange nachwirken wird. Wer ein Faible für jene Art Film besitzt, kommt hieran nicht vorbei. Für Horrorfans definitiv sehenswert!
 
 
 


 
 
 

PRESERVATION – Zensur

 
 
 
Im direkten Vergleich zum besagten EDEN LAKE ist PRESERVATION in Sachen Brutalität zurückhaltender, was aber nicht heißen soll, dass es hier nicht ebenso deftig zur Sache geht. Die Brutalität ist vorwiegend psychischer Natur. Dennoch gibt es auch richtige Gewalt zu sehen. Neben Gewehr- und Messerstichen in Bauch oder Beine, wird einem Protagonisten mit einer zerbrochenen Flasche der Hals aufgerissen. Dennoch hatte wohl die FSk einen guten Tag. PRESERVATION hat es ungeschnitten nach Deutschland geschafft: Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

PRESERVATION – Deutsche Blu-ray

 
 
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(c) Pierrot le Fou (ungeschnittene Fassung im KeepCase)

 
 
 
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(c) Pierrot le Fou (ungeschnittene Fassung im limitierten Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Preservation; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 90 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover | Mediabook (limitiert und durchnummeriert auf 4000 Stück)

Extras: Trailer, Bloopers, Deleted Scenes | zusätzlich im Mediabook: Filmplakat, Film auf DVD und ein 24-seitiges Booklet

Release-Termin: Mediabook & Amaray: 24.07.2015

 
 
 


 
 
 

PRESERVATION – Mediabook

 
 
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Die beliebte Mediabook-Sammlerreihe des Anbieters Pierrot le Fou geht in die sechste Runde. Auch diesmal können sich Freunde der begehrten Buchverpackung auf eine schön gestaltete Veröffentlichung freuen, die selbstverständlich streng limitiert ist. Pierrot le Fou orientiert sich in der Aufmachung an den bisherigen Büchern der Reihe. So liegt neben der Blu-ray in hervorragender Bild- und Tonqualität auch diesem Mediabook die obligatorische DVD bei, damit sich auch Horrorfans ohne HD-Abspielgerät an diesem sehenswerten Überlebensthriller erfreuen können. Wie bereits schon bei den Filmen GERMAN ANGST und LET US PREY beinhaltet die Buchverpackung ein gefaltetes Filmplakat mit einem alternativen Covermotiv. Zudem kann nach dem Filmgenuss in einem ausführlichen Booklet mit Hintergrundinformationen geschmökert werden. Dieses beinhaltet ein ausführliches Interview mit dem Regisseur des Streifens, das in Zusammenarbeit mit der Genre-Zeitschrift DEADLINE erstellt wurde. Leider besitzt die Heimkinoveröffentlichung von PRESERVATION einen kleinen Wermutstropfen. Wer nach Bonusmaterial sucht, muss sich mit dem Trailer, gelöschten Szenen und lustige Outtakes zufriedengeben. Interviews, Audiokommentare oder ein Making-of haben es leider nicht auf die Scheiben geschafft. Diese Extras hätten die Veröffentlichung runder gemacht. Sammler dürfte das jedoch kaum stören. Im Gegensatz zu Mediabooks aus dem deutschsprachigen Ausland ist das von PRESERVATION zu einem günstigen Kurs zu haben, so dass die Entscheidung nicht schwer fallen dürfte. Der Film ist sehenswert, die Aufmachung des Mediabooks lobenswert – wer als Liebhaber von Sonderverpackungen nicht zugreift, ist selber schuld.

 
 

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PRESERVATION – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

(Alle Rechte der auf der Seite abgebildeten Grafiken liegen bei Pierrot le Fou)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Eden Lake (2008)
 
Beim Sterben ist jeder der Erste (1972)
 
Wolf Creek 2 (2013)
 
Outback – Tödliche Jagd (2011)
 
The Mooring (2012)
 
Tower Block (2012)
 
Black Rock (2012)
 
King of the Hill (2007)
 

Filmreview: „Young, High and Dead“ (2013)

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YOUNG, HIGH AND DEAD

Story

 
 
 
Einige nichtsahnende Kumpels treffen auf einen irren Kinderschänder, der es gar nicht so dufte findet, dass die Freunde auf genau jenem Stückchen Erde campen, unter dem er seine Opfer verscharrt hat …
 
 
 


 
 
 

YOUNG, HIGH AND DEAD – Kritik

 
 
 
Manch unterbelichteter Horrorschund benötigt einen kleinen Anschub, damit er in der Horrorgemeinde auf Interesse stößt. Das ist zum Beispiel dem berüchtigten A SERBIAN FILM im Jahr 2010 gelungen, der durch einige kinderpornografische und nekrophile Elemente zu unappetitlichem Ruhm gekommen ist und ohne Kontroverse auch nicht die Aufmerksamkeit erhalten hätte, die ihm nach Erscheinen zuteil wurde. Mit ähnlich diskussionswürdigem Zündstoff will auch der britische Streifen YOUNG, HIGH AND DEAD trumpfen, dessen Macher nun vermutlich hoffen, dass ihr Stümperwerk möglichst lukrativ auf dem internationalen Horrormarkt verscherbelt werden wird. Zu allem Übel dürfte das sogar auch noch gelingen, versucht der Film doch einmal mehr, die Grenzen des moralisch Vertretbaren zu überschreiten und dürfte dadurch ganz schnell die Gunst sensationsgeiler Horrorfans wecken. Dass YOUNG, HIGH AND DEAD trotz fragwürdiger Thematik ganz schön dilettantischer Pfeffer ist, offenbart sich dem Zuschauer erschreckend schnell, wenn er nach geschlagenen 60 Minuten feststellen muss, dass in dieser filmischen Katastrophe partout nichts passieren will. Dabei köchelt der Beitrag nicht nur inhaltlich erheblich auf Sparflamme. Auch die technische Komponente dürfte dem Zuschauer die Nackenhaare sträuben lassen, denn YOUNG, HIGH AND DEAD entpuppt sich schnell als amateurhafter Schnellschuss vierer passionierter Horrorfilmfans, die eigentlich vom Filmemachen gar keine Ahnung haben. Das Regiequartett, bestehend aus LUKE BRADY, JANATHAN BRADY, THABO MHLATSHWA und DANIEL FENTON, hat an diesem langweiligen Haufen filmischen Abfalls getüftelt und alles fein unprofessionell und anständig verwackelt auf Digital gedreht. Damit der Streifen nicht ganz so offensichtlich laienhaft wirkt, wurden immerhin halbwegs vernünftige Akteure gebucht, die aber vehement damit beschäftigt sind, unerträglich miteinander zu streiten oder ihre Nasen in Berge von Koks zu vergraben. Immerhin gehören einige von ihnen zur britischen B-Prominenz und wurden schon in diversen, für den internationalen Videomarkt gedrehten Filmen gesichtet (darunter sogar der Kinder-Horror THE CHILDREN von 2008). Das mag zwar alles schön und gut sein, macht YOUNG, HIGH AND DEAD aber auch nicht zwingend besser.
 
Im Mittelpunkt stehen einige Mittzwanziger, die zum Camping in den Wald düsen und sich zuvor in einem britischen Pub zum feuchtfröhlichen Trinkgelage treffen. Währenddessen ist ein irrer Psychopath damit beschäftigt, kleine Mädchen von Spielplätzen zu locken, um sie zu Hause in Stücke zu hacken. Die zerteilten Körper werden in Mülltüten gestopft und in einem angrenzenden Waldgebiet verscharrt, leider aber auch genau dort, wo die nichts ahnenden Freunde ihr Zeltlager aufgeschlagen haben. Der Kindermörder ist darüber freilich gar nicht erfreut, befürchtet er doch, dass sein kleines Geheimnis aufzufliegen droht. So beginnt er, Jagd auf die zugekokste Bande zu machen, die natürlich in ausgerechnet dieser heiklen Situation damit beschäftigt ist, private Konflikte untereinander zu klären.
 
Wenn in Horrorfilmen minderjährige Kids von pädophilen Perverslingen zerstückelt werden, dürften nicht nur bei besorgten Eltern die Alarmglocken läuten. Auch die hiesige FSK verstand bei solch fraglichen Treiben bisher keinen Spaß und verweigert nicht selten die Freigabe. Im Falle von YOUNG, HIGH AND DEAD dürfte sich der erwartungsfreudige Filmzuschauer umsonst die Hände reiben, denn die blutige Sauerei wird Gott sei Dank nicht auf der Mattscheibe bebildert, schließlich ist es schon pervers genug, so einen schwierigen Kontext als Grundlage für einen dummen Slasher zu missbrauchen. Das meiste wird in YOUNG, HIGH AND DEAD nämlich nur angedeutet oder passiert im Off, was die Freude der Gore- und Splatterfraktion gewiss erheblich schmälern dürfte. Wird dann am Ende doch einmal jemand vergewaltigt, erdolcht oder mit einem Auto über den Haufen gebrettert, sind die Schnitte derart hektisch und schnell gesetzt, dass sich kaum etwas erkennen lässt. Bis es jedoch soweit ist, muss der Zuschauer genügend Geduld und Sitzfleisch mitbringen. Der irre Killer und seine als Spaziergängerin getarnte Komplizin haben sich erst nach geschlagenen 75 Minuten Spiellaufzeit warmgeschlitzt. Da fliegt schon mal ein Beil durch den Wald und ein Messer rammt sich durch das Dach des Autos direkt in eine Hand. Spektakulär ist das alles nicht einmal ansatzweise, wobei das Finale ohnehin von nur wenigen Filmfans aufmerksam beäugt werden dürfte. Aufgrund der absolut unspannenden Inszenierung ist es wahrscheinlich, dass die Mehrheit der Zuschauer bereits nach wenigen Minuten in den Tiefschlaf dahingeschlummert ist – der Rest wird nach der Filmhälfte entnervt abgeschaltet haben. Da wäre es vermutlich besser gewesen, die Macher hinter YOUNG, HIGH AND DEAD hätten das grausige Stück Film als Komödie konzipiert, denn nicht nur der Titel suggeriert Horror-Spoof der Extraklasse, auch das behäbige Treiben auf dem TV-Apparat ist, trotz bierernster Umsetzung, nicht selten unfreiwillig komisch.
 
 
 


 
 
 

YOUNG, HIGH AND DEAD – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
 
Der von Kindern selbstgekritzelte Vorspann demonstriert eindrucksvoll, in welch unbeholfene Richtung YOUNG, HIGH AND DEAD tapsen wird. Dieser britische Low-Budget-Titel ist trotz kontroverser Thematik eine einzige Schlafnummer. Bis in YOUNG, HIGH AND DEAD überhaupt etwas passiert, ist der Film bereits schon wieder zu Ende. Der kriselige und oftmals unerträglich verwackelte Amateur-Look mag zwar herrlich indielike ausschauen, verschleiert aber nur ganz geschickt, dass hier Leute am Werk waren, die von Filmemachen keinen Plan haben. YOUNG, HIGH AND DEAD – LANG, ÖDE und UNSPEKTAKULÄR.
 
 
 


 
 
 

YOUNG, HIGH AND DEAD – Zensur

 
 
 
Die Problematik des Kindsmord ist zwar in YOUNG, HIGH AND DEAD sehr heikel; die Misshandlungen oder Morde werden jedoch nur angedeutet. Dennoch dürften einige böse Szenen (an den erwachsenen Darstellern) für die FSK Grund genug sein, den Streifen hierzulande erst für ein volljähriges Filmpublikum zugänglich zu machen. YOUNG, HIGH AND DEAD dürfte ungeschnitten mit KJ-Freigabe in den Handel kommen.
 
 
 
 


 
 
 

YOUNG, HIGH AND DEAD – Trailer

 
 
 


 
 

Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
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