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Filmkritik: „What We Become“ (2015)

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WHAT WE BECOME

(SORGENFRI)

Story

 
 
 
In einer dänischen Vorstadt-Siedlung herrscht das Chaos. Eine unbekannte Seuche zieht von Haus zu Haus und macht aus den Bewohnern infizierte Furien. Mittendrin: Teenager Gustav (BENJAMIN ENGELL) und dessen Familie, die während einer Zombie-Invasion versuchen zu überleben.

 
 
 


 
 
 

WHAT WE BECOME – Kritik

 
 
 
Virusepidemie mit nachfolgender Zombie-Plage, die ungefähr 8299te. Diesmal passiert die Katastrophe bei unseren dänischen Nachbarn und erlebt die Heimkinopremiere bei einem deutschen Indie-Label, das eigentlich für Qualitätskino bekannt ist und dafür in Filmliebhaber-Kreisen geschätzt wird. Dass sich CAPELIGHT PICTURES ausgerechnet die Rechte an einem Zombiefilm gesichert hat, könnte den einen oder anderen Cineasten ein wenig ärgerlich stimmen. Das wäre natürlich nicht unbegründet, haben die meisten Horrorfans von Zombies doch so allmählich die Nase voll. Einfach zu viele dieser (schlechten) Filme wurden in der jüngeren Vergangenheit gedreht. Dennoch dürfte der ungewöhnliche Einkauf gleichzeitig Hoffnung auf Qualität wecken, hat das Berliner Label bei der Filmauswahl doch meistens ein goldenes Händchen bewiesen und mit Neuerungen im Genre überrascht. Das ist auch bei WHAT WE BECOME nicht anders, der gar nicht mal so übel ist, wie die meisten der eher unterdurchschnittlichen Videoproduktionen der letzten Jahre. Gut, der dänische Horrorbeitrag berichtet von einem ähnlichen postapokalyptischen Weltuntergangs-Szenario, wie die meisten der vielen Zombiefilme aus Amerika. Im Unterschied zu den dort oft in Eigenregie produzierten Zeiträubern wird der Überlebenskampf in diesem dänischen Zombie-Streifen aber spannend in Szene gesetzt – obwohl die Untoten nur selten beim Fressen ihrer bedauernswerten Opfer zu sehen sind. Hui, wie kann das sein?
 
 
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In der dänischen Vorstadt-Siedlung SORGENFRI (was übrigens – Ihr werdet es ahnen – „sorgenfrei“ bedeutet und gleichzeitig der Originaltitel des Films ist) ist die Welt noch in Ordnung. Hier kümmert man sich um das Wohl des Nachbarn und sorgt sich liebevoll um Neuhinzugezogene, wenn die desorientiert durch die Straßen irren. Doch mit der friedlichen Idylle ist es bald vorbei. Der Ort wird aus vorerst nicht erklärten Gründen unter Quarantäne gestellt. Das will dem rebellischen Teenager Gustav so gar nicht schmecken! Er will wissen, was in den Straßen vor sich geht und der neuen Nachbarin zu Hilfe eilen, auf die er ein Auge geworfen hat. Diese gibt vom Fenster gegenüber zu verstehen, dass sie sich in einer verzwickten Situation befindet. Freilich bewegt das den Heranwachsenden, mal nach dem Rechten zu sehen. Doch die Rettungsaktion führt zur Katastrophe. Gustav öffnet bei seinen Erkundungstouren versehentlich einen Container des Militärs und lässt rasend aggressive Stadtbewohner frei, die sich mit einem ominösen Virus angesteckt haben. Die rennen nun fauchend durch die Gassen und fallen über die Gesunden her, die sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten. Leider sind das keine guten Aussichten für das malerische Örtchen im Norden von Kopenhagen, wo sich nun eine Seuche rasend verbreitet und weder vor Freunden, noch Nachbarn halt macht. Was folgt ist ein Kampf um Leben und Tod, bei dem Familien nur noch ein Ziel kennen: Überleben.
 
 
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Zombie-Invasion auf Dänisch. WHAT WE BECOME beginnt eigentlich da, wo jeder andere Film dieser Art auch beginnt. Eine nicht näher beschriebene Seuche verbreitet sich in einem kleinen Ort und macht aus Bewohnern aggressive Killermaschinen. Interessanterweise distanziert sich Regisseur BO MIKKELSEN weitestgehend vom üblichen Zombie-Einerlei und versucht in erster Linie die verzweifelte Situation seiner Protagonisten zu beschreiben. Die wollen überleben, wissen aber nicht von der Bedrohung, die draußen auf den Straßen lauert. Erst nach und nach offenbart sich das ganze Grauen. Nachbarn werden zur Gefahr und die sicheren vier Wände zum todbringenden Gefängnis. Technisch und dramaturgisch ist das Gebotene ganz ordentlich. Der Film quält selten durch Längen und fällt nicht gleich mit der Tür ins Haus. So deutet BO MIKKELSEN anfangs nur an und entwickelt dadurch ein beklemmendes Gefühl der Angst und Unsicherheit, das sich durch den gesamten Film zieht. Das macht WHAT WE BECOME spannend, vor allem auch deshalb, weil sich im Film um Realismus bemüht wird und der Zuschauer nie mehr weiß als die Protagonisten dieses dänischen Genrestreifens selbst. Statt Zombies fokussiert sich das Virus-Szenario auf die missliche Lage einer vierköpfigen Familie. Die droht aufgrund des Vorfalls psychisch zu zerbrechen, was zusätzlich für (An)Spannung sorgt. Bei so viel psychologischem Horror wirken die Auftritte der eigentlichen Menschenfresser beinahe störend. WHAT WE BECOME ist nämlich einer dieser Filme, bei dem man das mit den Zombies auch gut und gerne hätte weglassen können. Der Film lebt hauptsächlich von dem Gefühl der Machtlosigkeit und der resultierenden Verzweiflung. Demzufolge ist die immerhin bildgewaltig in Szene gesetzte Zombie-Invasion am Ende überflüssig. WHAT WE BECOME hätte auch ohne die gut funktioniert.
 
 
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WHAT WE BECOME – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein Zombiefilm mit nur wenigen Zombie-Szenen. WHAT WE BECOME zeigt erst in den letzten Minuten einige Menschenfresser in Aktion. Bis dahin werden sie durch Schatten und lautes Stöhnen angedeutet. Das steht dem Streifen erstaunlich gut, denn mit dem bloßen Andeuten wird das Kopfkino angekurbelt. WHAT WE BECOME bemüht sich um möglichst viel Realität und versucht abzuspulen, wie sich so eine Virusepidemie in einem europäischen Vorort abspielen könnte, in dem ganz normale Menschen leben. Bis die Zombies in voller Pracht zu sehen sind, funktioniert das wirklich gut. Erst in den letzten Minuten driftet WHAT WE BECOME zu sehr ins amerikanische Untoten-Genre ab und wird albern. Das ist dahingehend fatal, weil dieser dänische Katastrophenfilm die wandelnden Toten gar nicht gebraucht hätte. Die Situation der Machtlosigkeit – so wie sie in WHAT WE BECOME beschrieben wird – ist allein schon erschreckend genug, um Unbehagen bewirken zu können. Weil sich dieser Streifen weitestgehend vom Splatter-Quatsch üblicher Zombiefilme distanziert, ist WHAT WE BECOME für THE WALKING DEAD-Fans leider so gar nicht geeignet. Alle anderen können gern einen Blick wagen.
 
 
 


 
 
 

WHAT WE BECOME – Zensur

 
 
 
WHAT WE BECOME (im Original: SORGENFRI) ist kein Zombiefilm, wie man ihn sonst immer zu sehen bekommt. Fressattacken und Gewaltmomente sind die Seltenheit. Das hatte zur Folge, dass der Film hierzulande eine Jugendfreigabe erhalten hat. Die FSK gab den Film bereits für Minderjährige frei. Die deutsche Fassung von WHAT WE BECOME ist ungeschnitten und steht mit FSK16-Flatschen im Händlerregal.
 
 


 
 
 

WHAT WE BECOME – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Capelight Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sorgenfri; Dänemark 2015

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Dänisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Keepcase mit Wechselcover und im Schuber

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 18.11.2016

 

What We Become (Blu-Ray) ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

WHAT WE BECOME – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshot liegen bei Capelight Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Viral (2016)
 
Summer Camp (2015)
 
Don’t Grow Up (2015)
 
Anger of the Dead (2015)
 

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Filmkritik: „Viral“ (2016)

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VIRAL

Story

 
 
 

Ein Wurm-Parasit schlüpft in die Köpfe seiner Wirts-Menschen und funktioniert sie in willenlose, aggressive Marionetten um.

 
 
 


 
 
 

VIRAL – Kritik

 
 
 
Man kann den Produzenten BLUMHOUSE und WEINSTEIN unterstellen was man will. Die von ihnen finanzierten Filme sind zwar in der Regel nicht sonderlich helle auf der Nachdenkanzeige; einen Unterhaltungswert kann man den meisten der fabrizierten Popcorn-Steifen aber nicht aberkennen. So wird stets groß aufgefahren, denn was visuell festgehalten wird, ist nicht selten beachtlich. Blickt man jedoch hinter die Fassade, bekommt man das kalte Grausen. Von Originalität oder Eigenständigkeit ist weit und breit keine Spur. Die geheime Geheimrezeptur heißt Horror für den Massenmarkt. Damit konnte man in der Vergangenheit vor allem jugendliche Kinogänger ködern, die sich leider viel zu oft von glatt-makellosen Horrorfilmen wie DER KULT, EXITUS oder JESSABELLE blenden ließen. Um genau jenes Zielpublikum nicht durch Neuerungen zu verwirren, scheut auch der neuste BLUMHOUSE/WEINSTEIN-Film alles Unkonventionelle und peilt den gleichen Erfolgskurs an.
 
 
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Die Welt geht mal wieder unter und die Menschheit ist in Gefahr. Diesmal ist es jedoch kein Virus, der Menschen in unaufhaltsame Killermaschinen verwandelt. Ein Wurm-Parasit der sucher verbreitet wie ein Virus (daher auch der ungewöhnliche Titel) nistet sich im Genick der Leute ein und macht aus freundlichen Nachbarn mordende Furien. Die Regisseure HENRY JOOST und ARIEL SCHULMAN verirren sich nach PARANORMAL ACTIVITY 3 und 4 ins Zombie-Genre und konzentrieren sich in VIRAL auf die kecke Schülerin Emma (SOFIA BLACK-D’ELIA) und ihre größere Schwester STACY (ANALEIGH TIPTON). Beide gehen in die gleiche Schule und werden dort vom eigenen Vater unterrichtet. Letzterer gibt den Schülern eine Lehrstunde zum Thema Parasiten. Die wird auch dringend benötigt, denn schon bald ist in der Gegend die Hölle los. Als erste trifft es die beste Freundin der aufgeweckten Emma. Die leidet plötzlich an blutigen Husten und klappt auf dem Schulhof zusammen. Wenig später ist sie wie viele andere Einwohner des Ortes verschwunden. Doch die mysteriösen Vorkommnisse sind erst der Anfang. Die Kleinstadt wird unter Quarantäne gestellt und den Menschen geraten, in ihren Häusern zu bleiben. Warum dem so ist, leuchtet bald ein. Todbringende Gestalten gieren nach Blut. Sie laufen durch die Gassen und wollen ihre Brut verteilen. Es sind infizierte Menschen, die in ihren Körpern ekelerregende Würmer beherbergen, die den Wirt für eigene Zwecke missbrauchen. Das leuchtet bald auch den beiden Schwestern ein, die ihr Heim allein verteidigen müssen, denn der Vater sucht draußen die Mutter. Was folgt sind Stunden der Angst, denn der Parasit macht auch nicht vor Geschwisterliebe halt. Überleben ist das Ziel – wie ist egal.
 
 
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Makellose Bilder, hanebüchene Handlung und typisch amerikanische Teenager. Mit VIRAL bekleckert sich das Regie-Duo HENRY JOOST und ARIEL SCHULMAN zweifelsohne nicht mit Ruhm. Die Geschichte ist nach dem gleichen Schema aufgebaut wie viele postapokalyptische Horrorfilme neueren Datums. Auch hier gilt es zu überleben – da komme, was wolle. So wird gerannt, geschrieen und sich verteidigt, um bloß selbst nicht mit dem manipulativen Schmarotzer infiziert zu werden. Was jedoch 08/15 vermutet, ist nicht ohne. VIRAL ist trotz bekannter Geschichte wirklich spannend. Sympathische Figuren sind der Grund, warum man wissen will wie’s ausgeht. Die sind „von Nebenan“ und wurden so charakterisiert, dass man ihnen nichts Böses wünscht. Leider ist das den Drehbuchschreibern aus Hollywood egal. Die lassen selbst liebenswerte Schulkameraden und freundliche Nachbarn für kurze Schocks über die Klinge springen, damit dem Zuschauer die Selbstsicherheit vergeht. VIRAL wird zum erschütternden Survival-Drama umfunktioniert, in dem zwei Schwestern Entscheidungen treffen müssen, um zumindest das Überleben einer der beiden zu gewährleisten.
 
 
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So atmosphärisch dicht und packend das alles inszeniert wurde – so dumm sind viele Handlungen der Protagonisten. Denen scheint des Öfteren nicht bewusst zu sein, in welcher Gefahr sie sich befinden. Da wird sich trotz Quarantäne auf Partys herumgetrieben, infizierten Opfern die Hände entgegengestreckt und Operationen in Eigenregie durchgeführt. Tut das nicht, mag man da rufen. Leider bleibt die Warnung wie so oft im Horrorfilm ungehört. Die Konsequenz folgt auf dem Fuß. Hinter der Idee zum Film stecken übrigens die Autoren BARBARA MARSHALL und CHRISTOPHER LANDON. Letzterer sorgte bereits als Regisseur für Lacher. In der Horrorkomödie SCOUTS VS. ZOMBIES tastete er sich langsam ans Zombie-Genre heran. Mit VIRAL gibt’s den Feinschliff. Trotz Klischees und Logiklücken kein übler Vertreter dieser Gattung, dazu ist er einfach zu spannend geraten. Selbst BLUMHOUSE-Gegner und WEINSTEIN-Hasser müssen sich das leider eingestehen.
 
 


 
 
 

VIRAL – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Atmosphärisch dichter Parasiten-Albtraum mit gut getricksten Ekeleffekten. Nö, VIRAL erfindet das Rad nicht neu. Der Film ist irgendwo im Zombie-Genre verwurzelt, auch wenn es kein reiner Zombie-Film ist. Ein Parasit benutzt Menschen, um Unheil anzurichten. Die Bevölkerung wird unter Quarantäne gestellt und das Militär versucht der Lage Herr zu werden. Neu ist die Geschichte von VIRAL definitiv nicht. Sie spielt mit der gleichen Angst vor unbekannten Bedrohungen wie viele Epidemie- und Virusfilme zuvor. Trotzdem rast das Herz – vor allem dann, wenn man den Parasiten zu sehen bekommt. Nach den Überwachungskamera-Grusel-Schnarchern PARANORMAL ACTIVITY 3 und 4 können die Regisseure HENRY JOOST und ARIEL SCHULMAN endlich mal ernsthaft unter Beweis stellen, dass sie auch in spannend können. Wenn VIRAL nur der Anfang ist, will man nicht wissen was man zu sehen bekommt, wenn sich die beiden erst mal warmgelaufen haben. VIRAL überzeugt vor allem der beklemmenden Atmosphäre wegen. Die ist ausreichend vorhanden und der eigentliche Pluspunkt in einem Drehbuch, das eigentlich bei genauerer Betrachtung nur aus einer Aneinanderreihung von Klischees und bekannten Handlungssträngen besteht. Wer aber Epidemiestreifen mag, den wird auch das kaum stören. Anschauen dieses Body-Horrorfilms lohnt.
 
 
 


 
 
 

VIRAL – Zensur

 
 
 
Für einen Zombie- oder Epidemiestreifen hält sich VIRAL sehr zurück mit Gewalt. Ein paar Schüsse und Schläge auf Körper gibt es zu sehen. Zudem spuken Infizierte Blut und wirbeln ein paar Menschen unsanft durch die Gegend sobald sie vom Parasit befallen wurden. Der wächst übrigens im Nacken heran und sorgt so für einige Ekelmomente. Hierzulande ist VIRAL mit FSK16 erschienen. Das entspricht auch der Freigabe der meisten Filme aus dem Hause BLUMHOUSE.
 
 


 
 
 

VIRAL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Capelight Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Viral; USA 2016

Genre: Horror, Drama, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Keepcase mit Wechselcover und im Schuber

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 21.07.2017

 

Viral [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

VIRAL – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Capelight Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Faculty (1998)
 
The Bay – Nach Angst kommt Panik (2012)
 
Hungerford (2014)
 
Die Nacht der Creeps (1986)
 
Splinter (2008)
 
Shivers – Parasitenmörder (1975)
 


Filmkritik: „The Boy“ (2016)

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THE BOY

Story

 
 
 
Die hübsche Greta möchte ihre Vergangenheit hinter sich lassen und übernimmt deshalb in der Abgeschiedenheit eines castleähnlichen englischen Anwesens einen einsamen Job als Nanny, der sich jedoch als wahre Herausforderung entpuppt, als sie erfährt, wie „speziell“ der zu beaufsichtigende Junge tatsächlich ist. Seine fürsorglichen Eltern übergeben ihr nämlich gemeinsam mit nicht zu verletzenden Verhaltensregeln die Verantwortung für eine Porzellanpuppe …

 
 
 


 
 
 

THE BOY – Kritik

 
 
 
Dass es Kindermädchen im Horrorgenre nicht leicht haben, ist eine Binsenweisheit. Auch dass mit Puppen nicht gut Kirschen essen ist, dürfte spätestens seit CHUCKY hinlänglich bekannt sein. Umso erfreulicher ist, dass es Regisseur WILLIAM BRENT BELL, der bereits mit WER – DAS BIEST IN DIR und STAY ALIVE Achtungserfolge erzielte, gelingt, dem beliebten Thema engagiert auch neue Facetten abzugewinnen. Bereits nach den ersten Einstellungen spürt man bei THE BOY die Hochwertigkeit des Films. Neben der klaren stimmungsvollen Optik, besticht die edle Location, die mit liebevoll ausgewählten Requisiten und einem unaufdringlichen Klangteppich abgerundet wird. Und man muss es inzwischen leider gesondert erwähnen: auch die Synchro ist professionell.
 
 
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Eine weitere Stärke von THE BOY ist der zwar überschaubare, aber perfekt ausgewählte Cast, bei dem als Hauptakteurin die frisch agierende Augenweide LAUREN COHAN, die Fans von WALKING DEAD und VAMPIRE DIARIES bekannt sein dürfte, den Zuschauer augenblicklich in ihren Bann zieht. Ihre sympathische Art ermöglicht jederzeit ein Mitfühlen, was zur Folge hat, dass man die skurrilen Ereignisse durch ihre Augen sieht und sich so gemeinsam schrittweise der Lösung des Rätsels um den traurig schauenden Puppenjungen nähert. Nach anfänglicher Irritation erlebt die attraktive junge Frau eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die sie an den Rand des Wahnsinns führt. Denn nachdem sie mutterseelenallein im hochherrschaftlichen Haus zurückbleibt, mehren sich die Zeichen, dass der Porzellanjunge ein unheimliches Eigenleben entwickelt, wenn man den mit seinen Eltern abgesprochenen Regelkatalog nicht befolgt. Inwiefern der gewalttätige Ex-Freund oder der fast zu charmante Lebensmittellieferant (RUPERT EVANS aus THE CANAL) dabei ihre Finger im perfiden Spiel haben, gilt es zu klären.
 
 
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THE BOY ist einer jener Filme, der es schafft, den Betrachter auch ohne Special Effects, inflationär gebrauchte Jumpscares oder zelebrierte Gewalt in seinen Bann zu ziehen. Konsumenten, die es laut, hektisch oder grenzaustestend brutal mögen, sind hier somit fehl am Platz, denn es dominieren atmosphärische Bilder, welche einen immer tiefer in der Geschichte versinken lassen. Und dies ist gut so, denn wahrscheinlich wirkt die Story am intensivsten, wenn man nicht zuviel über einen möglichen Plot spekuliert und sich wie die Hauptprotagonistin auf die angebotenen Fährten begibt. So wird man nach dem eher konventionellen Schluss sicher nicht aufgewühlt von der Nachtruhe abgehalten, aber ein angenehmes Gruselgefühl dürfte sich beim wohlwollenden Betrachter mit Sicherheit eingestellt haben. Und die Lehr von der Geschicht? Mädchen, BRICH DIE REGELN NICHT!
 
 
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THE BOY – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
THE BOY erfindet das Horror-Rad zwar nicht neu, aber bietet sympathischen, weitgehend gewaltfreien Old School Grusel, der von einer überzeugenden Hauptdarstellerin und einem sein Handwerk verstehenden Regisseur mit Herz fürs Genre erfolgreich transportiert wird. Damit sticht der Streifen aus der Flut inspirations-und gefühlloser Billigproduktionen positiv heraus. Freunde des schaurig Schönen sollten ihm somit die verdiente Chance geben.
 
 
 


 
 
 

THE BOY – Zensur

 
 
 
Mit einer FSK 12 Freigabe ist THE BOY von keinen Schnitten betroffen, die auch nicht nötig sind, da sich das Unbehagen nicht durch Gewaltspitzen, sondern durch subtilen Grusel einstellt.
 
 
 


 
 
 

THE BOY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Capelight Pictures (normale Blu-ray im Keepcase)

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(c) Capelight Pictures (Mediabook)

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(c) Capelight Pictures (Steelbook exklusiv bei Media Markt erhältlich)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Boy; USA 2016

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch Dolby Atmos 7.1, Englisch Dolby Atmos 7.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Mediabook | Steelbook (Media Markt exklusiv)

Extras: Making Of (11:21 Min.), Trailer, 6 Teaser, Trailershow | zusätzlich im Mediabook: 24-seitiges Booklet

Release-Termin: 23.06.2016

 

The Boy [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

The Boy [limitiertes Mediabook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

THE BOY – Trailer

 
 

 
 
 

Andy78

(Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei Capelight Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Chucky – Die Mörderpuppe (1988)
 
Annabelle (2014)
 
Dead Silence (2007)
 
Dolls (1987)
 
Dolly Dearest (1991)


Filmkritik: „Before I Wake“ (2016)

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BEFORE I WAKE

(SOMNIA)

Story

 
 
 

Nach dem tragischen Tod des Sohnes nimmt ein Paar einen kleinen Jungen bei sich auf, um ihm ein neues, schönes Leben ermöglichen zu können. Leider häufen sich mit dessen Ankunft seltsame Ereignisse im Haus.

 
 
 


 
 
 

BEFORE I WAKE – Kritik

 
 
 
Ein Horror-Regisseur auf Erfolgskurs. MIKE FLANAGAN ist jemand den man in Filmkreisen als talentiert bezeichnet. Er scheint nämlich ein goldenes Händchen für wohlig-packende Schauergeschichten zu besitzen und dreht Horrorfilm auf Horrorfilm, die dann auch noch sehenswert sind. Dass man selbst aus totgefilmten Horrorthemen unterhaltsame Genreware machen kann, bewies der amerikanische Filmemacher mit HUSH. Der Streifen kam neben seiner schweißtreibenden Machart vor allem wegen neumodischer Vermarktungsstrategien ins Gespräch, weil er nicht wie gewöhnlich Premiere im Kino oder auf dem Videomarkt feierte. Der große Video-On-Demand-Anbieter NETFLIX sicherte sich die Exklusivrechte und bot HUSH (deutscher Torf-Titel: STILL) allen Abonnenten der Bezahlplattform an. Trotz solch moderner Veröffentlichungswege wurde der Home-Invasion-Thriller zum Überraschungshit. Da kann man nur seinen Hut ziehen.
 
 
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Nach Filmen wie HUSH, OCULUS oder ABSENTIA bleibt Flanagan dem Horrorgenre treu. Löblicherweise legt sich der Filmemacher nicht fest und verirrt sich nach Spiegel-Schauer, Zu-Hause-Schocker und psychologischer Angstmacherei auch mal im Mystery-Fach, um dem Couch Potato mit seltsamen Vorkommnissen Gänsehaut zu bereiten. BEFORE I WAKE (der anfangs eigentlich SOMNIA heißen sollte) nennt sich der von Flanagan inszenierte Mystery-Thriller, der erfreulich tiefgründig und so seinen Trailer Lügen straft. Jessie und Mark haben ein schweres Los gezogen. Das Paar hat unter dem plötzlichen Tod des gemeinsamen Sohnes zu leiden. Der ist unter tragisch in der Badewanne ertrunken und lässt die Schuldgefühle toben. Doch das Leben soll weitergehen. Um bei der Traumabewältigung zu helfen, soll Waisenkind Cody ins Haus einziehen. Der schüchterne und gut erzogene Junge hatte bis dato keine schöne Kindheit und war schon in mehreren Pflegefamilien zuhause. Das sorgt anfangs für Misstrauen. Doch das Kind kann durch seine zuvorkommende Art schnell das Herz der neuen Eltern gewinnen. Eigentlich wäre das Glück perfekt, würden sich nicht mit der Ankunft des Adoptivkindes merkwürdige Ereignisse häufen. Erst flattern des Nachts Schmetterlinge durchs Haus, später erscheint der verstorbene Sohnemann im Wohnzimmer und fällt den Eltern um den Hals. Was hat das alles zu bedeuten und welche Rolle spielt dabei der kleine zurückhaltende Cody?
 
 
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Abermals landet Regisseur MIKE FLANAGAN einen Volltreffer und zeigt allen Angstmachern da draußen, wie man ohne lästige Klischees unterhaltsame Genre-Schauer fabriziert. Die Bezeichnung Horror wird BEFORE I WAKE nur bedingt gerecht, denn im Grunde genommen handelt es sich bei diesem Film in erster Linie um ein zermürbendes Drama über Verlust und Trauer. Darin entwickelt Filmsohn Cody phantastische Fähigkeiten. Seine Träume werden Realität. Leider sind die alles andere als rosig, denn tief im Unterbewusstsein schlummern Erlebnisse, die der Junge im Schlaf verarbeitet. Das sorgt für manch schauderhaften Moment, denn das Böse aus den Träumen findet einen Weg in die Welt der Menschen – auch wenn die Auflösung dahinter weniger erschreckend ist, als es Macher MIKE FLANAGAN dem Zuschauer weiß machen möchte.
 
 
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So ähnlich hat das WES CRAVEN in den 1980ern übrigens gehandhabt. Mit A NIGHTMARE ON ELM STREET machte er die Menschen im Traum verwundbar und schuf mit FREDDY KRUEGER einen Traumdämon, der unbemerkt im Schlaf mordete und dabei kein erbarmen kannte. Der etwas andere Horror wurde zum Kult und zog bisher sechs Fortsetzungen, ein Spin-off und sowie die obligatorische aber durchaus erträgliche Neuverfilmung nach sich. Ganz so drastisch wie in der ELM STREET geht es in BEFORE I WAKE jedoch nicht zu. Hier zählen die leisen Töne, denn der Fokus liegt forderrangig auf Atmosphäre, den Figuren und der Psychologie. Letztere findet in Form von Metaphern Verwendung – das Böse im Film ist die Reflektion dramatischer Erlebnisse, wie sie eben nur Kinder verarbeiten. Bleibt zu erwähnen, dass BEFORE I WAKE vor allem wegen der herzlichen Charakterzeichnung in Erinnerung bleibt. Für die sehenswerte Gruselproduktion konnten zwei bekannte Gesichter gewonnen werden. KATE BOSWORTH und THOMAS JANE (aus DER KULT und THE PUNISHER) verkörpern liebevolle Pflegeeltern ohne Vorurteile. Das macht sie sympathisch – aber ebenso verletzlich. Ein definitiv sehenswerter Genrebeitrag mit Tiefgang. Anschauen lohnt.
 
 
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BEFORE I WAKE – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Spannender und sehenswerter Mystery-Grusel mit Tiefgang. Wie verarbeiten eigentlich Kinder schreckliche Erlebnisse? Die Frage versucht der Mystery-Thriller BEFORE I WAKE zu beantworten. Er versucht in Form schauriger Bilder die verletzte Seele eines kleinen Kindes tiefer zu erforschen und garantiert trotz psychologischer Ansätze wohlige Gruselatmosphäre. BEFORE I WAKE ist ein Fest für Traumdeuter, denn Macher MIKE FLANAGAN bedient sich verschiedener Metaphern, um das psychische Ungleichgewicht seines tapferen Filmkindes zum Ausdruck zu bringen. Wenn Kinder träumen, kann das unbequeme Folgen haben. In diesem Film werden im Unterbewusstsein manifestierte Qualen zur Realität. Abermals zeigt Regisseur MIKE FLANAGAN was er kann. Und das ist nicht wenig. BEVOR I WAKE ist gut durchdachter Mystery-Schauer mit verblüffender und dennoch plausibler Auflösung. Das macht ihn so besonders und sehenswert. Die gut ausgewählten Darsteller und die sympathischen Figuren perfektionieren den hervorragenden Gesamteindruck. BEFORE I WAKE ist Mystery mit Hirn. Wer den verpasst ist selber schuld.
 
 
 


 
 
 

BEFORE I WAKE – Zensur

 
 
 
BEFORE I WAKE ist ein Mysterydrama, das in Amerika sogar mit einer PG-13-Altersfreigabe in die Kinos gebracht wurde. Die niedrige Alterskennung ist gerechtfertigt, denn bis auf ein paar unheimliche Bilder, gibt es für Horror-Fans kaum etwas zu sehen. Das macht den Film aber nicht schlecht. Ganz im Gegenteil. Einige verstörende Szenen schaffen es sogar Gänsehaut zu bewirken. Vielen Low-Budget-Produktionen mit hohem Blutzoll gelingt das dagegen oft nicht. In Deutschland hat es für BEFORE I WAKE problemlos eine FSK16 gegeben.
 
 
 


 
 
 

BEFORE I WAKE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Capelight Pictures (normale Blu-ray im Keepcase mit O-Card)

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(c) Capelight Pictures (Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Before I Wake; USA 2016

Genre: Horror, Mystery, Thriller, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 97 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover und im O-Card | Mediabook

Extras: Making-of (28 Min.), Trailer, Trailershow | zusätzlich im Mediabook: 24-seitiges Booklet

Release-Termin: 17.03.2017

 

Before I Wake [Mediabook] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Before I Wake [Blu-ray mit O-Card] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

BEFORE I WAKE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken / Packshot liegen bei Capelight Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Der Babadook (2014)
 
Paperhouse – Albträume werden wahr (1988)
 
The Mothman Prophecies – Tödliche Visionen (2002)
 


Filmkritik: „Stephen Kings Kinder des Zorns“ (2009)

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STEPHEN KINGS KINDER DES ZORNS

(CHILDREN OF THE CORN | KINDER DES ZORNS REMAKE)

Story

 
 
 

Zwei Durchreisende erleben im amerikanischen „Heartland“ – also eigentlich Hinterland – den puren Terror. In einer kleinen Gemeinde umrahmt von Kornfeldern, führen religiös-fanatische Kinder nichts Gutes im Schilde.


 
 
 


 
 
 

STEPHEN KINGS KINDER DES ZORNS – Kritik

 
 
 
Es gibt im Horror-Bereich Filmreihen, die einfach nicht enden wollen. Das nervt und frustriert spätestens am Punkt, wenn eigentlich alles gesagt wurde und trotzdem nach haarsträubenden Handlungsmöglichkeiten gesucht wird, um ein längst zehn Tode gestorbenes Franchise künstlich am Leben zu erhalten. So geschehen mit Filmreihen wie A NIGHTMARE ON ELM STREET, FREITAG DER 13. und aktueller: SAW. Die Startschüsse wurden mit kleinem Kapital gedreht und spielten das mindestens Zehnfache ihrer jeweiligen Herstellungskosten ein. Für profitgeile Filmbosse ein gefundenes Fressen. Die ließen gnadenlos Fortsetzungen am laufenden Band drehen, um mit der Beliebtheit von Bösewichtern wie FREDDY KRUEGER, JASON VORHEES und dem JIGSAW-KILLER möglichst dicken Reibach machen zu können. Leider sind während des Horror-Hypes der 1980er auch Genre-Reihen entstanden, bei denen dem Rezensenten bis heute nicht einleuchten möchte, warum die eigentlich weitergeführt wurden. Zu einer dieser irgendwie einfach nicht enden wollenden Serien gehört KINDER DES ZORNS. Der erste Horror-Bestsellerautor STEPHEN KING selbst dürfte beim Schreiben seiner Kurzgeschichte nie im Leben damit gerechnet haben, welche Kreise er bis heute damit ziehen würde. Kornkreise, Entschuldigung. Seine KINDER DES MAIS wurden im Jahr 1977 erstmals im Hochglanz-Schmuddelmagazin PENTHOUSE abgedruckt und sieben Jahre später verfilmt, weil sich während der 1980er alles verkaufen ließ, was dem Hirn des erfolgreichen Autors und damals Profitrinkers entsprungen war. Leider blieb es nicht nur bei der einen Verfilmung. Aus irgendeinem Grund musste man den in die Videotheken verbannten Sekten-Horror reanimieren und fürs Kino fortsetzen. Dabei entstand mit knapp zehnjähriger Verspätung KINDER DES ZORNS – TÖDLICHE ERNTE, der leider nicht einmal annähernd die Qualitäten des temporeichen Erstlingsfilms erreichen konnte, sondern allein durch Spezialeffekte in Erinnerung blieb. Mittlerweile sind derart absurd viele Fortsetzungen erschienen, dass man sich kaum noch daran erinnern kann, um was es eigentlich überhaupt in jedem dieser Ableger ging. Das sah man wohl auch beim amerikanischen Fernsehsender SYFY so. Im Wahn unnötiger Neuinterpretationen lieb gewonnener Horrorklassiker musste auch Meister Kings KINDER DES ZORNS dran glauben. Der Horrorstreifen von 1984 musste sich einer, naja, Frischzellenkur unterziehen, um ein neues, junges Publikum ansprechen zu können. Leider hat’s nicht für die Leinwand gereicht. Die 2009 gedrehte Neuverfilmung wurde mit einem stolzen Budget von mehreren Millionen US-Dollar ausschließlich fürs Fernsehen gedreht. Hat man das Remake letztendlich gesehen, dürfte man vermutlich ungeduldig wissen wollen, was denn am Ende das meiste Geld verschlungen hat. Was da über die Mattscheibe flimmert wird dem stattlichen Produktionsgeld in keinster Weise gerecht. Manch anderer Indie-Regisseur hätte wohl mit dem gleichen Kapital vier Filme gedreht – bessere versteht sich.
 
 
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Wie in der Kurzgeschichte und der Erstverfilmung von KINDER DES ZORNS geraten zwei Durchreisende ins Visier einer grotesken Sekte dämonischer Kinder. Im Remake sind es Burt (David Anders) and seine Frau Vicky (Kandyse McClure), die nach der Hochzeit schnell merken, dass sie eigentlich doch nicht zusammenpassen. Da ist Streit vorprogrammiert. Auf einer Landstraße überfahren die beiden Streithähne einen kleinen Jungen, der panisch aus dem Maisfeld läuft. Der erste Schock sitzt tief, doch der zweite folgt sogleich. Offenbar starb der Bursche nicht an den Folgen des Unfalls. Irgendjemand muss ihm zuvor die Kehle durchschnitten haben, was bei den Städtern dann doch ein mulmiges Gefühl hervorruft. Die Polizei soll den Sachverhalt genauer prüfen, weshalb man den leblosen Körper im Kofferraum verstaut und in den nächsten Ort fährt. Gatlin heißt das triste Kaff, in dem von Menschen weit und breit nichts zu sehen ist. Alteingesessene Horrorzuschauer wissen, dass dem natürlich nicht so ist. Hier herrscht das Böse, denn von der Außenwelt weitgehend abgeschirmt hausen im Ort religiös fanatisierte Kinder, die eine Natur-Gottheit verehren, die zum Mord anstiftet. Die Erwachsenen wurden bereits vor Jahren mit Stumpf und Stiel ausgerottet. Dieser nette Brauch wird so auch beibehalten. Wer die Schwelle zur Volljährigkeit betritt, muss geopfert werden. Leider finden das die Gestrandeten alles andere als erfreulich. Die heben mahnend den Zeigefinger und wenden Erziehungsmethoden an, um die Kinder wieder auf den rechten Pfad zu bringen. Sektenprediger Isaac machen sie damit keine Freude. Der ist zwar erst neun, aber mit allen unheiligen Wassern gewaschen.
 
 
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Dass das TV-Remake der KINDER DES ZORNS keine lohnende Neuinterpretation ist, muss wohl Bestsellerautor STEPHEN KING früh erkannt haben. Der sollte eigentlich Teil dieses Reboots werden, lehnte jedoch ab. Geld hat er ohnehin mehrere Kornsilos voll. Produzent, Drehbuchautor und Regisseur DONALD P. BORCHERS (der übrigens auch schon beim Original als Geldgeber fungiert hat) schickte dem erfolgreichen Schriftsteller das Skript zum Film, bekam aber eine klare Abfuhr erteilt. King war nicht interessiert und wollte keineswegs in die Produktion involviert werden. Hat man das Remake gesehen, weiß man auch warum. Sonderlich einfallsreich ist hier nichts. BORCHERS wärmt ausschließlich auf und tauscht bloß Kleinigkeiten aus. Das macht die Angelegenheit nicht gerade interessant für all jene, die das Original und die gefühlten hundert Fortsetzungen gesehen haben. Vielmehr wird sich an bekannte Szenenabläufe gehalten. Das bedeutet: Nichtgläubige müssen gefangen, überwältigt und ausgeschaltet werden – möglichst grausam und brutal. In Deutschland hatten Zensurbehörden nicht immer Spaß daran. Schnitte mussten her, damit auch hiesige Zuschauer das Treiben der zornigen Kinder sehen durften. Etwas, dass der Neuverfilmung erspart bleiben wird, denn in puncto Gewalt wird sich an (deutschen) TV-Standard gehalten. Sprich: sonderlich blutig wird es nicht. Ob die angesprochene Zurückhaltung in Sachen Gewalt Horrorfans zufrieden stimmen kann? Gerade wenn man an die zahlreichen harten Effekte aktueller US-Serienerfolge denkt, zieht das TV-Remake den Kürzeren.
 
 
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Das größte Problem an der recycelten Romanverfilmung ist jedoch nicht dieser nahezu kaum vorhandene Härtegrad. Weitaus größere Magenschmerzen bereitet einem der Mangel an sympathischen Figuren. Die wurden gleich mal aus dem Drehbuch radiert. Die Rolle der von LINDA HAMILTON verkörperten Heldin aus dem Original hat jetzt eine Afroamerikanerin übernommen, die als weinerliches und kaum zu ertragenes Frauenbündel unnötig Konflikte schürt und damit die Nerven des Zuschauers ganz gewaltig überstrapaziert. Gott sei Dank muss der Störenfried einen zeitigen Filmtod sterben und den verhassten Gatten gegen Horden aggressiver Minderjähriger kämpfen lassen, die von einem unscheinbaren Anführer geleitet werden, der mit seinen neun Lenzen Bibelverse abfeuert wie ein Großer. Fatal: der gewählte Kinderdarsteller ist alles andere als furchteinflössend. Erscheint er auf der Mattscheibe schwindet die Glaubwürdigkeit. Vergleicht man den charismatischen Bösewicht aus dem Original mit der unschuldig dreinschauenden Lachnummer der Neuverfilmung liegen dazwischen Welten. Spätestens jetzt hat das Remake verloren.
 
 
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STEPHEN KINGS KINDER DES ZORNS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Auch wenn sich das TV-Remake zu KINDER DES ZORNS (Originaltitel: CHILDREN OF THE CORN) weitaus näher an der eigentlichen Kurzgeschichte von STEPHEN KING orientiert als alle bisherigen veröffentlichten Filme und Sequels, ist die Neuinterpretation im Fernsehformat (die übrigens für den Sender SYFY produziert wurde) ziemlich überflüssig. Der Film kann seine TV-Herkunft nicht verbergen und schaut trotz einiger atmosphärischer Momente günstig aus – und das, obwohl der Film angeblich zwei bis vier Millionen US-Dollar gekostet haben soll. Bei kaum vorhandenen Spezialeffekten und nicht sonderlich begabten (unbekannten) Schauspielern fragt man sich, wo das ganze Geld denn geblieben sein soll. Die Neuverfilmung klappert stur ab, was King sich in den 1970ern ausgedacht hat. Auf Spannung oder gar Einfälle jenseits der bekannten Wege hat man keinen Wert gelegt. Weitaus schlimmer aber sind die Figuren. Die wirken unsympathisch und schon fast störend. Eine Identifikationsfigur gibt es nicht. Das hat zur Folge, dass das Interesse am Fort- und Ausgang der Geschichte so ziemlich verloren geht. Wer mindestens einen KINDER DES ZORNS-Film gesehen hat, kann sich das Remake sparen. Sieht man mal vom nicht ganz so rosarot schimmernden Ende ab, wird nicht Neues geboten, was nicht bereits in den vielen Filmen der Reihe thematisiert wurde. Fazit: Überflüssig!
 
 
 


 
 
 

STEPHEN KINGS KINDER DES ZORNS – Zensur

 
 
 
Zwar geht es weitaus zeigefreudiger zur Sache als noch im Original von 1984. Eine Schlachtplatte wird jedoch nicht serviert. Gleich zu Beginn findet man ein Kind auf der Straße, dessen Kerle durchgeschnitten wurde. Im Verlauf der Handlung werden Protagonisten von Kugeln durchsiebt oder von Stichwaffen verletzt. Vieles wird im Off zelebriert und bekommt der Zuschauer nicht zu sehen. Die FSK wollte STEPHEN KINGS KINDER DES ZORNS im ersten Anlauf ungeschnitten nicht passieren lassen. Demzufolge reichte Anbieter CAPELIGHT den Streifen ein zweites Mal ein und bekam überraschenderweise grünes Licht für die unangetastete Fassung. Das sogar mit einer FSK16.
 
 


 
 
 

STEPHEN KINGS KINDER DES ZORNS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Capelight Pictures (BD KeepCase)

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(c) Capelight Pictures (Limitieres BD-Steelbook mit den Teilen 1 bis 3 inklusive dem Remake)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Children of the Corn; USA 2009

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Keepcase mit Wechselcover und im Schuber

Extras: KeepCase: Deutsche TV-Fassung (HD, ca. 88 Min.), Unrated Cut (HD, ca. 96 Min.), Featurette: Rough Cuts – Remaking Children of the Corn, Featurette: Neue Richtungen, Featurette: Die Darsteller, Featurette: Leben und Sterben in Gatlin, Featurette: Fliege an der Wand | Steelbook: gleichen Extras wie in der KeepCase-Fassung, zusätzlich die Teile 1-3 mit umfangreichen Bonusmaterial.

Release-Termin: KeepCase + Steelbook: 27.12.2017

 

Stephen Kings Kinder des Zorns – Remake [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Kinder des Zorns I-III + Remake [limitiertes Blu-ray Steelbook] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

STEPHEN KINGS KINDER DES ZORNS – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei CAPELIGHT PICTURES)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Kinder des Zorns (1984)
 
Tödliche Ernte – Kinder des Zorns II (1992)
 
Kinder des Zorns III – Das Chicago-Massaker (1995)
 
Kinder des Zorns 4 – Mörderischer Kult (1996)
 
Kinder des Zorns 5 – Feld des Terrors (1998)
 
Kinder des Zorns 6 – Isaacs Rückkehr (1999)
 
Kinder des Zorns 7 – Revelation (2001)
 
Kinder des Zorns: Genesis – Der Anfang (2011)
 
Come Out and Play (2013)
 
The Children (2009)
 
Das Dorf der Verdammten (1995)
 


Filmkritik: „Alone“ (2015)

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ALONE

(DON’T GROW UP)

Story

 
 
 

Sechs straffällige Jugendliche müssen auf einer Insel feststellen, dass hier Kinder und Teenager in Lebensgefahr sind. Die Erwachsenen scheinen wie vom Erdboden verschwunden zu sein. Kein gutes Omen, wie sich bald herausstellen wird.

 
 
 


 
 
 

ALONE – Kritik

 
 
 
Manch einer muss jetzt tapfer sein, denn auch wenn sich das Team von FILMCHECKER geschworen hat in Zukunft weniger schlechte Zombiefilme zu besprechen, flattern uns hin und wieder solche Streifen ins Postfach, die dann doch eine Kritik rechtfertigen. ALONE (Originaltitel: DON’T GROW UP) ist so ein Fall und sollte allein schon deshalb Erwähnung finden, weil es sich diesmal nicht um unterirdischen Low-Budget-Trash handelt, wie er in den letzten Jahren zu oft von untalentierten Filmemachern gedreht und meist sogar noch in Eigenregie produziert wurde. Mit ALONE wird Qualität geboten, was wohl auch daran liegt, wer da auf dem Regiestuhl Platz genommen hat. Jemand, dessen Herz für Zombiefilme schlägt. Der Franzose THIERRY POIRAUD steckt dahinter und ließ bereits in mehreren Interviews verlauten, dass er mit Vorliebe das Untoten-Genre dazu benutzt, um Gesellschaftskritik zu äußern. Damit tritt er – erfahrene Horrofans werden es ahnen – in die Fußstapfen des legendären GEORGE A. ROMERO. Der Urvater des Zombiefilms hat bereits seinerzeit mit dem Kultwerk NIGHT OF THE LIVING DEAD gesellschaftliche Missstände angeprangert. Ganz nebenbei gelang ihm einer der wichtigsten Beiträge zum modernen Horrorkino.
 
 
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ALONE geht das Zombie-Genre etwas anders an und macht ihn deshalb so interessant. Statt Horden Untoter auf ahnungslose Menschen zu hetzen, rückt THIERRY POIRAUD ein postapokalyptisches Szenario in den Mittelpunkt, das sich in erster Linie durch eine beängstigende und beklemmende Stimmung in Gedächtnis brennt. Die Zombies kommen da fast schon etwas zu kurz, was in ALONE aber nicht sonderlich tragisch ist, zehrt zumindest die erste Filmhälfte von der Prämisse, Zuschauer und Protagonisten darüber im Ungewissen zu lassen, was in dieser spanisch-französischen Koproduktion als nächstes passieren wird. Das steigert die Spannung und verursacht Magenschmerzen, denn inmitten Nebel und Dunkelheit schlägt eine Bedrohung ganz unverhofft zu – schonungslos und brutal. Sechs straffällig gewordene Teenager aus Problemfamilien müssen in ALONE ums Überleben kämpfen. Sie müssen eines Morgens feststellen, dass die Aufseher und Erzieher des Heims verschwunden sind, in dem sie wieder auf den rechten Pfad gebracht werden sollen. Die Abwesenheit der Erziehungsberechtigten macht neugierig. So werden Spinde aufgebrochen und Akten durchstöbert. Leider werden die Heranwachsenden bald durstig. Alkohol muss her, weshalb man sich in die Stadt macht, um Hochprozentiges zu kaufen. Was jedoch dort passiert, lässt ihnen das Blut in Adern gefrieren. Die Geschäfte sind menschenleer und von Erwachsenen ist keine Spur. Was ist hier passiert? Die Antwort auf diese Frage lässt nicht lange auf sich warten.
 
 
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Willkommen zu einem weiteren Weltuntergangsszenario, wo Chaos, Zerstörung und Gewalt eine wesentliche Rolle spielen. Zwischen spektakulären Landschaften und friedlich eingefangener Idylle (der Film wurde auf Teneriffa gedreht) verbirgt sich eine unberechenbare Bedrohung, die hier Blutzoll fordert. Es sind die Erwachsenen, die ähnlich wie in Romeros THE CRAZIES zu tollwütigen Bestien mutiert sind und töten müssen. Auch den sechs Hauptdarstellern blüht gleiches Schicksal. Die müssen erfahren, dass die Verwandlung zur Bestie immer dann eintritt, wenn die Jugendlichen die Schwelle zum Erwachsenwerden betreten haben. Der Verlust von Reinheit und Unschuld sorgt dafür, dass aus artigen Kindern desorientierte Monster werden. Groteskerweise ist das Schicksal für jeden der Protagonisten im Film vorbestimmt – eben so wie im richtigen Leben.
 
 
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Regisseur THIERRY POIRAUD macht diesmal ernst. Während der Vorgängerfilm GOAL OF THE DEAD mit schwarzem Humor und knapp zwei Stunden Spielzeit viel Sitzfleisch vorausgesetzt hat, ist im Folgefilm alles anders. Trotz des gleichen Subgenres ist ALONE frei von Lachern und mit knapp 70 Minuten sogar etwas kurz geraten. Kurz, knackig und ernst könnte man meinen, doch leider ist dem nicht so. Der Streifen macht zwar anfangs alles richtig und zeigt spannungsgeladenes Überlebenskino mit wenigen Gewalteinlagen. In der Halbzeit weht ein anderer Wind und ALONE wird zum behäbig inszenierten Coming-of-Age-Drama mit zu vielen Längen und reichlich Teenager-Romantik. Zombiefans werden da die Nase rümpfen, vor allem auch deshalb, weil der Richtungswechsel das Tempo drosselt und dem Film die Spannung raubt. So wird eine erzwungene Liebesgeschichte zum Todesurteil für einen Film, der eigentlich stark begonnen hatte, sich am Ende aber selbst im Weg steht. Bleibt zu erwähnen, dass sich Macher THIERRY POIRAUD für seinen Horror-Dramen-Mix von den Filmen des Regisseurs LARRY CLARK inspirieren lies. Der beschäftigt sich in seinen meist kontroversen Kinoerlebnissen stets mit der Weise, wie wir heutzutage in der Gesellschaft Jugendliche wahrnehmen – oder wie zumindest CLARK sie wahrnimmt. Verarbeitet hat der seine Beobachtungen in Werken wie BULLY, KIDS und KEN PARK. Die meisten davon lösten heikle Debatten unter Filmfans aus. Die dürften dem unentschlossenen ALONE wohl verwehrt bleiben.
 
 
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ALONE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Peter-Pan-Syndrom meets Zombies. Oder: Desorientierte Kinder und ihre Zukunft. In ALONE (oder DON’T GROW UP – so wie er auch vermarketet wird) ist die leider nicht sonderlich rosig, denn sobald Kinder im Film die Schwelle zum Erwachsenwerden betreten, verwandeln sie sich zu gewissenlosen Kreaturen – ganz wie im richtigen Leben eben. Der neue Streifen von GOAL OF THE DEAD-Macher THIERRY POIRAUD ist eine Allegorie auf das Erwachsenwerden, beginnt mit einer starken ersten Filmhälfte und verirrt sich nach der Halbzeit im Coming-of-Age-Schmalz. Das ist ärgerlich, weil aus ALONE ein richtig fieses Filmchen hätte werden können, wenn man den anfänglich eingeschlagenen Survival-Horror-Kurs beibehalten hätte. Auch wenn sich aggressive Furien für einen Zombie-Schocker ziemlich rar machen, gelingt es Regisseur THIERRY POIRAUD eine allgegenwärtige Weltuntergangsstimmung zu erzeugen und die Küste von Teneriffa (der Filme wurde dort gedreht) in den Vorhof zur Hölle zu verwandeln. Trotz Gesellschaftskritik ist ALONE trotzdem kein tiefgründiges Filmerlebnis. Um ernstgenommen zu werden, wirkt der Film einfach nicht rund genug und hat mit vielen Logiklöchern zu kämpfen. Hardcore-Zombiefans werden sich von der Gesellschaftskritik im Film ohnehin nicht beeindrucken lassen. Weil sich zelebrierte Gewalt in Grenzen hält, schalten die vermutlich ohnehin nach der Hälfte ab. Damit liegen die gar nicht mal so falsch. Auch wir empfehlen nach der Halbzeit abzuschalten, denn was danach kommt, ist kaum der Rede wert.
 
 
 


 
 
 

ALONE – Zensur

 
 
 
Bei den Zombies im Film handelt es sich um aggressive Erwachsene, die Kinder jagen – Splattermomente bleiben aber aus. Das gilt auch für Gewalt, die sehr sparsam eingesetzt wird.
Das meiste passiert im Off und viele Angriffe tollwütiger Erwachsener gibt es auch nicht zu sehen. Weil Schauwerte überschaubar sind, hat es für ALONE / DON’T GROW UP eine FSK16 geben.
 
 
 


 
 
 

ALONE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Capelight Pictures (normale Blu-ray im Keepcase mit O-Card)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Don’t Grow Up; Frankreich | Spanien 2015

Genre: Horror, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover und im O-Card

Extras: Making-of, Trailer, Trailershow

Release-Termin: 24.03.2017

 

Alone [Blu-ray mit O-Card] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

ALONE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshot liegen bei Capelight Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Terror Z – Der Tag danach (2013)
 
Carriers (2009)
 
The Crazies (1973)
 
The Crazies – Fürchte deinen Nächsten (2010)
 
28 Weeks Later (2007)
 
28 Days Later (2002)


Filmkritik: „Baskin“ (2015)

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BASKIN

Story

 
 
 
Fünf Polizisten in der türkischen Provinz freuen sich auf eine ruhige Nachtschicht, doch der Hilferuf einiger Kollegen verheißt nichts Gutes. Etwas später stehen die Fünf vor der verlassenen Ruine eines ehemaligen Polizeireviers. Auf der Suche nach ihren Kollegen begeben sie sich immer tiefer in das Kellergewölbe eines schaurigen Gebäudes. Raum für Raum entdecken sie grausame und blutige Rituale. Schon bald ist klar, dass sich die Polizisten in der buchstäblichen Hölle verlaufen haben. Ein Karussell aus grotesker, widerwärtiger Szenerie setzt sich in Bewegung und ein unerbittlicher Überlebenskampf der fünf Gesetzeshüter beginnt.

 
 
 


 
 
 

BASKIN – Kritik

 
 
 
In diesen Tagen stammen die großen Filme des Horrorgenres vor allem aus den USA, England, Spanien oder dem asiatischen Raum. Insofern ist BASKIN vom türkischen Regisseur Can Evrenol ein echter Exot. Das Filmland Türkei hat sich in der Vergangenheit quasi nur selten auf der internationalen Horror-Bühne gezeigt. Macher Evrenol korrigiert diesen Missstand und rückt direkt einen der grausamsten Spielorte seit Menschengedenken in den Mittelpunkt seines Schauerwerks: die Hölle. Doch es handelt sich bei BASKIN nicht ausschließlich um einen visuell beachtlichen, brutalen Ritt durchs Inferno.
 
 
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Zunächst nimmt sich der Film (übrigens ein Regiedebüt) genügend Zeit, um seine Charaktere vorzustellen. Der Haufen aus fünf Polizisten ist eine heterogene und authentische Gruppe aus Männern, die je nach Einstellung des Zuschauers mehr oder weniger sympathisch wirkt. Anders als in populären Horrorfilmen neueren Datums handelt es sich hier nicht um dumme Teenager, knapp bekleidete Frauen oder stereotype Charaktere, die durch ein Blutbad geschickt werden. Diese Reife schlägt sich auch im Ton des Films nieder. BASKIN verzichtet auf unnötigen Humor, Seitenhiebe oder metaphysische Kommentare über das Genre. Er ist von der ersten bis zur letzten Sekunde ein abgrundtief ernster und böser Film, der keine Gefangenen nimmt.
 
 
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Ein weiteres, sehr positives Herausstellungsmerkmal ist die Machart des Films, die weit über dem Standard westlicher Horror-Produktionen liegt. Mit einem sicheren Blick für Farben, Licht und ansprechende Bildgestaltung zeigt BASKIN direkt zu Beginn die Kompetenz, die hinter der Kamera Platz genommen hat. Die Ankunft der fünf Protagonisten im verlassenen Höllenhaus stellt einen Gangwechsel des Films dar, von hier an begibt sich der Film in eine stete Abwärtsspirale aus Wahnsinn, Blut und Gewalt. So bleibt eine spannende Sequenz in Erinnerung, in der die Polizisten vorsichtig in den Keller besagtem Hauses vordringen. Erfahrene Zuschauer dürften sich hierbei sofort an den spanischen Zombie-Hit [REC] zurückerinnert fühlen, in dem sich ein Kamerateam durch ähnliches Szenario bewegte und zusammen mit einer Spezialeinheit ein Hochhaus untersuchte, in dem ein tödlicher Virus die Runde machte. Was folgt ist ein bizarres Ritual, an dem die übrig gebliebenen Gesetzeshüter teilnehmen müssen. Hier hat man vollständig auf digitale Effekte verzichtet und dank liebevoller Handarbeit eine schleimige, dreckige und fast greifbare Atmosphäre geschaffen, die im Genre Ihresgleichen suchen dürfte. So lässt die exzellente Arbeit von Masken- und Szenenbildnern BASKIN zu einer der besten beklemmenden Höllenvision werden, die man in jüngerer Vergangenheit im Horrorkino zu sehen bekommen hat.
 
 
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Leider hat auch BASKIN mit einigen Problemchen zu kämpfen. Zu den wenigen Wermutstropfen des Films gehört ein Subplot, in dem einer der Protagonisten näher vorgestellt wird. Es ist offensichtlich, dass dieser Charakter und seine Umstände der Schlüssel für die Geschehnisse des Streifens ist. Leider bleiben die exakten Hintergründe etwas schwammig und nur schwer nachvollziehbar – bedauerlich!
 
 
 


 
 
 

BASKIN – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
BASKIN ist handgemachter Horror der besten Sorte. Er ist ein blutiges, schmutziges und widerwärtiges Horrorstück aus einem Land, das man in erster Linie nicht mit Horrorfilmen in Verbindung bringen würde. Der türkische Genrebeitrag beeindruckt mit starker Inszenierung und kompetenter Machart, die vielen westlichen Filmemachern klarmacht, worauf es beim Drehen von Horrorfilmen eigentlich ankommt. Ohne nennenswerte Schwächen befindet sich BASKIN auf dem besten Wege zum zukünftigen Kultklassiker, schließlich gelingt es Regisseur Can Evrenol mit Leichtigkeit das Publikum mit unbequemer Atmosphäre zu schockieren. Empfehlenswert.
 
 
 


 
 
 

BASKIN – Zensur

 
 
 
Seine inoffiziele Deutschland-Premiere feierte der Film im Rahmen des 1. SHIVERS-Festivals in Konstanz und wurde dort vom Publikum positiv aufgenommen. Gewalttechnisch gibt es Einiges zu sehen. In der zweiten Hälfte geht es ordentlich zur Sache und Regisseur Can Evrenol spart nicht mit starken Gewaltspitzen, die sich sogar mit sexuellen Aspekten vermischen. Da es sich nicht um eine Horrorkomödie, sondern um einen waschechten Horrorthriller handelt, hat die fragwürdige Vermischung von Sex und Gewalt von der FSK eine Erwachsenenfreigabe erhalten. „Baskin“ ist in Deutschland mit rotem KJ-Flatschen in den Handel gekommen.
 
 
 


 
 
 

BASKIN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Capelight Pictures (normale Blu-ray im Keepcase)

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(c) Capelight Pictures (Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Baskin; Türkei | USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Türkisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 97 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover und Schuber | Mediabook

Extras: Making of, Der Kurzfilm „Baskin“ (2013), Trailer | zusätzlich im Mediabook: 24-seitiges Booklet

Release-Termin: 29.04.2016

 

Baskin (Blu-Ray im KeepCase) auf AMAZON bestellen

Baskin (Limitiertes Mediabook) auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

BASKIN – Trailer

 
 

 
 
 

Timo Löhndorf

Mehr Kritiken von Timo gibt es auf dasnapalmduo.de zu lesen

(Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei Capelight Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Bone Tomahawk (2015)
 
Hellbound: Hellraiser 2 (1988)


Filmkritik: „A Girl Walks Home Alone at Night“ (2014)

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A GIRL WALKS HOME ALONE AT NIGHT

Story

 
 
 
In der fiktiven iranischen Stadt Bad City liegt der Hund begraben. Die trostlose Ortschaft wird bevölkert von Drogendealern, Zuhältern, Prostituierten und Junkies, die sich mit ihrer ungemütlichen Umgebung abgefunden haben. Da fällt es kaum auf, dass in ihrer Mitte ein ebenso desillusionierter Vampir in Form einer jungen Frau (Sheila Vand) ein trauriges Dasein fristet. Während ihrer nächtlichen Streifzüge trifft die mysteriöse Blutsaugerin auf Arash (Arash Marandi), einen harmlosen jungen Mann, der zwischen der Drogensucht seines Vaters und seinem eigenen Unglück alle Hände voll zu tun hat. Ohne viele Worte nähern sich die Beiden einander an und ein Lichtblick erfüllt die düsteren Gassen der Bad City.
 
 
 


 
 
 

A GIRL WALKS HOME ALONE AT NIGHT – Kritik

 
 
 
Es sollte gleich zu Beginn der Kritik darauf hingewiesen werden, dass „A Girl Walks Home Alone at Night“ weit von einem gewöhnlichen Vampirfilm entfernt ist. Das liegt nicht nur daran, dass die iranisch-amerikanische Newcomerin Ana Lily Amirpour in ihrem ersten Langfilm darauf verzichtet, ihre namenlose Protagonistin auf eine permanente Blutjagd zu schicken. Der Film beschränkt sich nicht auf die üblichen Vorgaben und Forderungen eines Genrefilms, weil er sich ein weit höheres Ziel setzt. Wirft man einen näheren Blick auf die Konstellation der Figuren im Film, wird klar, dass Regisseurin Amirpour nicht nur die Liebesgeschichte eines ungleichen Paares erzählen möchte. Mit der düsteren und effektiven Kulisse der verlassenen Bad City beschwört sie eine ungemütliche, angstvolle Atmosphäre herauf. Ihre Figuren lassen sich in zwei Gruppen teilen: die eine arrangiert sich mit der misslichen Lage, die andere sucht und strebt nach einem Ausweg. Dank der dialogarmen Struktur des Films lässt sich dieses Basiskonstrukt vielfach interpretieren und auf eine Vielzahl verschiedener Situationen beziehen. So kann der Subtext von „A Girl Walks Home Alone at Night“ mühelos als politische Kritik an der strengen iranischen Regierung gelesen werden. Somit ist die Arbeit der jungen Erst-Filmemacherin nicht nur cleverer als die viele ihrer männlichen Kollegen, sondern auch um Einiges stilsicherer.
 
 
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Die Vorbilder, die den Film visuell bestimmen, sind vielfältig. Von alten Noir-Filmen über Western und den etwas modernen Rockabilly-Style bis hin zur Gruselatmosphäre der klassischen Monsterfilme. All jene Einflüsse schmiedet Filmemacherin Ana Lily Amirpour zu einem visuell beeindruckendem Kunstwerk, das sich weniger wie die Kombination von etwas Altem und mehr wie etwas Neues anfühlt. Stellenweise gelingt Amirpour sogar das Einfangen einer spannenden, unbehaglichen Atmosphäre – etwas, dass man in vielen reinrassigen Horror/Vampirthrillern aktuellen Datum schmerzlich vermisst. Der von ihr geschaffene Ort Bad City ist eine stark reduzierte Kulisse, in der außer den Figuren des Films niemand unterwegs zu sein scheint. Zu den kargen, düsteren Bildern gesellt sich ein minimal, effektiver Mix aus Soundeffekten, die dem Zuschauer (genau wie den Figuren) ein Gefühl ultimativer Einsamkeit vermittelt. Die Krönung des Films kommt in Form von Sheila Vand daher. Die Hauptdarstellerin dieses Ausnahmestreifens spricht als namenlose Vampirin zwar nicht viele Worte, versprüht aber mit ihren großen Augen und einem stechenden Blick eine hypnotische wie beängstigende Aura.
 
 
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A GIRL WALKS HOME ALONE AT NIGHT – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
„A Girl Walks Home Alone at Night“ ist definitiv etwas Neues und ein Film, der die Horrorgemeinde in zwei Lager spalten dürfte. Ana Lily Amirpours Spielfilmdebüt ist ein magnetischer Film, der zwar für den Horrorfan kaum Schauwerte liefert, für den anspruchsvollen Cineasten aber eine bezaubernde Entdeckung sein dürfte. Wer im Genre nach frischen Filmstoffen sucht, ist hier definitiv richtig. „A Girl Walks Home Alone at Night“ ist einzigartig und faszinierend zugleich. Sehenswert!
 
 
 


 
 
 

A GIRL WALKS HOME ALONE AT NIGHT – Zensur

 
 
 
Der Film ist in Deutschland ungeschnitten mit einer Freigabe ab 12 erschienen. Dem geringen Gewaltgrad ist diese Freigabe zwar angemessen, aber da der Film von einem sehr tragischen Ton dominiert wird und sich Problematiken wie Drogenabhängigkeit und Prostitution im Detail widmet, scheint diese Freigabe etwas sehr tief angesetzt. In den meisten Fällen hat es dafür von der FSK einen 16er-Freigabe erhalten. Vermutlich war die Zensurbehörde am Tag der Prüfung gut gelaunt.
 
 
 


 
 
 

A GIRL WALKS HOME ALONE AT NIGHT – Deutsche Blu-ray

 
 
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(c) Capelight Pictures (ungeschnittene Fassung im KeepCase)

 
 
 
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(c) Capelight Pictures (ungeschnittene Fassung im limitierten Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: A Girl Walks Home Alone at Night; USA 2014

Genre: Horror, Liebesfilme, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Persisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.35:1 (1080p, s/w)

Laufzeit: 100 Minuten

FSK: FSK 12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover, Mediabook

Extras: Kinotrailer, Entfallene Szenen & Hinter den Kulissen, Vice Featurette & Vice trifft Ana Lily Amirpour and Sheila Vand | zusätzlich im Mediabook: 32-seitiges Booklet (Comic)

Release-Termin: Blu-ray: 28.08.2015 | Mediabook: 28.08.2015

 
 
 


 
 
 

A GIRL WALKS HOME ALONE AT NIGHT – Mediabook

 
 
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A GIRL WALKS HOME ALONE AT NIGHT – Trailer

 
 

 
 
 

Timo Löhndorf

Mehr Kritiken von Timo gibt es auf dasnapalmduo.de zu lesen

Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei Capelight Pictures

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Caníbal (2013)
 
Only Lovers Left Alive (2013)
 
So finster die Nacht (2008)
 


Filmkritik: „Howl“ (2015)

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HOWL

Story

 
 
 
Nach einem langen Tag auf den Schienen freut sich Schaffner Joe (Ed Speleers) auf den verdienten Feierabend. Zu allem Überfluss muss er für einen verhinderten Kollegen einspringen und den letzten Zug des Tages begleiten. Ebenfalls an Bord ist Kollegin Ellen (Holly Weston), die der schüchterne Joe gern auf ein Date einladen würde. Irgendwo im nirgendwo der britischen Wildnis nimmt das Schicksal seinen Lauf, kreuzt sich mit einem wilden Hirsch und eine abrupte Notbremsung später steht der Zug still. Wenig später ertönt ein bedrohliches Knurren und die Insassen merken, dass hinter den dünnen Scheiben des Zuges nicht nur eine regnerische Nacht und schier unendliches Niemandsland wartet. Im Angesicht geringer Überlebenschancen muss Joe die Initiative ergreifen, um seine Schäflein heil ins Trockene zu bringen.
 
 
 


 
 
 

HOWL – Kritik

 
 
 
Nach einem starken Anfang stehen die Vorzeichen für „Howl“ sehr gut. Ein feiger Protagonist, der über sich selbst hinauswachsen muss, eine Meute ängstlicher Fahrgäste und eine scheinbar unbesiegbare Bedrohung. All das im engen Raum eines Regionalzuges, den Regisseur Paul Hyett passend als klaustrophobische Todesfalle inszeniert. Es ist bedauernswert, dass „Howl“ diesen vielversprechenden Pegel nicht lang halten kann. Der sympathische Hauptcharakter Joe gerät im Verlauf des Films immer mehr in den Hintergrund und muss weitaus weniger interessanteren Nebencharakteren Platz machen. In der Folge verliert der Werwolf-Schocker immer mehr den Faden und nimmt dem Zuschauer den Spaß am Film.
 
 
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Erschwerend kommt hinzu, dass „Howl“ seine halbwegs originelle Prämisse immer mehr links liegen lässt und sich in den ältesten Klischees des Genres verliert. Dazu gehören selbstverständlich die infizierte Passagierin und ihr treuer Ehemann, der sehenden Auges eine Katastrophe heraufbeschwört. Diese Zeitbombe im Plot lässt Hyett so lange ticken, bis jegliche Spannung verflogen ist und man ungeduldig auf das Unvermeidliche wartet. Das anfangs solide Drehbuch degeneriert zusehends und mündet in zahlreichen Situationen, die jegliche Logik vermissen lassen und beim Publikum mehrfach heftiges Kopfschütteln auslösen.
 
 
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Als Spezialist für Effekte, Kreaturen und Make-Up kann Peter Hyett schlussendlich eine seiner Stärken voll ausspielen. Die Bisswunden, die leider viel zu selten in Erscheinung treten, sind erstklassig gemacht und sorgen dafür, dass dem Zuschauer genug Ekelschauer den Rücken hinablaufen. Auch das Design der Werwölfe, auf die man zu lange warten muss, ist furchteinflößend, effektiv und vor allem handgemacht. Daher ist es ein besonders großes Ärgernis, das sich viele blutige Schlüsselszenen des Films im stetig flackernden Licht eines Zugabteils abspielen und statt Aufregung mehr Kopfschmerz auslösen.
 
 
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HOWL – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Paul Hyetts zweiter Film nach „The Seasoning House“ verfügt über viele gute Zutaten, wie zum Beispiel ordentliches Kreaturendesign, gute Kameraarbeit und herausragende Make-Up-Effekte. Das Drehbuch des Films, das im Verlauf der Story steil abwärts in Richtung Dummheit purzelt, ist wiederum ein großer Frustfaktor und macht vor allem die zweite Hälfte des Films zu einem anstrengenden Geduldsspiel.
 
 


 
 
 

HOWL – Zensur

 
 
 
Die Konflikte mit den pelzigen Gegnern lassen zwar auf sich warten, hauen aber gut rein und geizen nicht mit Gedärm-Prothesen und Kunstblut. Der Werewolf-Horrorstreifen „Howl“ hat in Deutschland eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

HOWL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Capelight Pictures (normale Blu-ray im Keepcase)

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(c) Capelight Pictures (Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Howl; USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.39:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover und Schuber | Mediabook

Extras: Making-of, Regisseur Paul Hyett zu Gast beim Fantasy Filmfest in Stuttgart, Trailer | zusätzlich im Mediabook: 24-seitiges Booklet

Release-Termin: 08.04.2016

 

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HOWL – Trailer

 
 

 
 

Timo Löhndorf

Mehr Kritiken von Timo gibt es auf dasnapalmduo.de zu lesen

Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei Capelight Pictures

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Late Phases (2014)
 
Wolves (2014)
 
Wer – Das Biest in Dir (2013)
 
The Seasoning House (2012)
 
WolfCop (2014)
 


Filmreview: „Kiss of the Damned“ (2012)

Kiss-of-the-Damned-2013
 
 
 

KISS OF THE DAMNED

Story

 
 
 
Wenn Zwei sich lieben, ärgert das die Dritte. Djuna ist Blutsaugerin, verliebt sich in Paolo und macht ihn zum Vampir. Alles hätte so schön werden können, wäre da nicht Djunas kleine Schwester, die einfach nie auf das hören will, was die Große ihr sagt …
 
 
 


 
 
 

KISS OF THE DAMNED – Kritik

 
 
 
Das waren noch Zeiten, als Eurohorror die Kinos unsicher machte und sich vor allem Vampire aus Großbritannien, Frankreich oder Italien von den oftmals eher züchtigen amerikanischen Blutsaugern abzuheben verstanden. In den 60er und 70er Jahren verging kein Jahr ohne Vampirfilm, wobei europäische Regisseure wie JESS FRANCO und HARRY KÜMEL versuchten dem angestaubten Vampirthema durch Beigabe von Sex und Gewalt neues Leben einzuhauchen. Regie-Neuling XAN CASSAVETES hatte schon immer eine Vorliebe für europäische Filme. Besonders jedoch haben sie die Werke von BERNARDO BERTOLUCCI und JEAN ROLLIN geprägt. Letzterer hatte Ende der 60er den französischen Vampirfilm LE VIOL DU VAMPIRE gedreht und rasch den Ruf des Schmuddel-Vampirfilm-Machers weg, weil sich in seinen Streifen bevorzugt schöne Frauen textilfrei vor der Kamera räkelten. Nicht wesentlich anders geht es in CASSAVETES Erstling KISS OF THE DAMNED zu. Drehbuchautorin, Regisseurin und Tochter des legendären JOHN CASSAVETES (Darsteller in ROSEMARY’S BABY oder TEUFELSKREIS ALPHA) hat sich recht unverfroren bei Klassikern wie Jess Francos ENTFESSELTE BEGIERDE (1973) und Tony Scotts THE HUNGER (1983) bedient. Schenkt man diversen Interviews Glauben, gehört VAMPYROS LESBOS (1971) zu einem der absoluten Lieblinsfilme der Newcomerin, die nun mit fast 50 Lenzen ihren ersten eigenen Film gemacht hat, der sich mit einer Mischung aus Erotikfilm und Vampirmythos vor den Euro-Trashern der 70er verbeugen möchte. Wie in genannten Schmuddelfilmchen wird auch in KISS OF THE DAMNED die erotische Anziehungskraft der Frau in den Mittelpunkt gerückt, schließlich gibt es kein Genre innerhalb des Phantastischen Films, das so sehr prädestiniert ist, Erotik mit Grusel zu verbinden wie der Vampirfilm.
 
Djuna (JOSEPHINE DE LA BAUME) trifft die Liebe ihres Leben in einer Videothek. Beim Stöbern durch die Filmregale lernt sie den attraktiven Drehbuchautoren Paolo (MILO VENTIMIGLIA) kennen, der den Reizen der mysteriösen Schönheit nicht widerstehen kann. Die beiden landen wenig später in der Kiste, wo der liebeshungrige Schönling mit dem Geheimnis seines Betthäschens konfrontiert wird. Djuna ist eine Vampirin, die zurückgezogen in einer Villa auf dem Land lebt und sich vom Blut wilder Tiere ernähren muss. Im Liebesrausch beißt die begehrenswerten Djuna den adretten Fremden, der fortan als Vampir an ihrer Seite lebt. Das Liebesglück scheint nahezu perfekt, wäre da nicht Djunas Schwester Mimi (ROXANE MESQUIDA), die den Turteltauben gleich mal die Freunde am Verliebtsein vermiesen muss. Sie quartiert sich in der abgelegenen Villa ein und streift nachts durch die Straßen der Großstadt, um ihren Durst nach Menschenblut zu stillen. Anders als die große Schwester will sich die rebellische Mimi nicht den Dogmen der Vampirgesellschaft unterwerfen, was Konflikte unter den Geschwistern schürt.
 
Satte Schwarz- und Blautöne treffen auf kräftiges Rot, das den weiblichen Blutsaugern vor allem gegen Ende ganz ungeniert aus den Mündern tropft. KISS OF THE DAMNED schaut wirklich über jeden Zweifel erhaben aus und schafft es, einen gewissen, künstlerischen Anspruch zurück ins Genre zu bringen. Der Zuschauer folgt langsamen Kamerafahrten und akkurat ausgeleuchtete Bildern, die von abwechslungsreichen Klängen begleitet werden. Mal lauscht der Zuschauer klassischen Tönen, die das romantische Schauern auf anspruchsvolle Weise unterstreichen; in einer anderen Szene sind es hämmernde Elektroklänge, die Erotik und Eleganz trefflich miteinander zu verknüpfen wissen. Optisch wird in KISS OF THE DAMNED einiges geboten, was nicht ausschließlich allein an den schönen Damen im Film liegen mag, die des Öfteren zur Freude des männlichen Horrorfans die Hüllen fallen lassen. KISS OF THE DAMNED ist definitiv ein Traum für die Sinne, was im Digitalzeitalter schon eine kleine Seltenheit darstellt, haben doch die Mehrzahl der letzten Horrorstreifen vornehmlich durch billigen Videolook, schlechte Effekte und geistlose Dramaturgie geglänzt. Regisseurin XAN CASSAVETES macht den Vampir-Klassikern alle Ehre und schafft es, zumindest atmosphärisch an die alten Kultschinken anzuknüpfen, vergisst jedoch bei soviel Liebe zum Old School, der Geschichte angemessene Aufmerksamkeit zu schenken. Die ist im Falle von KISS OF THE DAMNED schon etwas sehr dünn und arg trivial gestrickt, denn bis auf reichhaltig gekünstelt wirkender Erotik und einem vorhersehbaren Konflikt zwischen den Schwestern untereinander findet in dieser charmant gemeinten Blutsauger-Hommage kaum etwas Nennenswertes statt. Selbst die für das Filmthema obligatorischen Beißattacken sind überschaubar und werden ziemlich zurückhaltend eingesetzt. Zieht man ähnliche Vertreter aus letzter Zeit zum Vergleich heran, macht KISS OF THE DAMNED mit seinem nahezu kaum vorhandenen Härtegrad eine mehr als bescheidene Figur. Unterm Strich bleibt ein wirklich schön eingefangener Film, der visuell und akustisch vielen aktuellen Horrorfilmen weit voraus ist. Sieht man jedoch von der kunstvollen Umsetzung ab, bleibt nicht mehr viel übrig, was sich dem Zuschauer nennenswert ins Gedächtnis brennen dürfte. Daher sei KISS OF THE DAMNED nur den Filmfans empfohlen, die für rund 90 Minuten in Erinnerungen schwelgen möchten und sich auf eine Zeitreise begeben wollen zu einer Dekade, in der man in Vampirstreifen mehr Haut als Horror zu sehen bekam.
 
 
 


 
 
 

KISS OF THE DAMNED – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Eine optisch beeindruckende Verbeugung vor den ganz Großen erotischen Vampirstreifen der 60er und 70er Jahre. KISS OF THE DAMNED schaut einfach fabelhaft aus, was vor allem deshalb überrascht, weil es sich hier um ein Regiedebüt handelt. Leider kann im Falle von KISS OF THE DAMNED selbst die schönste Optik nicht vom mageren Inhalt ablenken. Regisseurin XAN CASSAVETES hat nicht nur den Film gedreht, sondern auch gleich das Drehbuch verfasst. Leider wurde die Geschichte über Liebe und Intrigen geradezu künstlich auf Spielfilmlänge aufgebläht und erinnert nicht selten an schlimmstes Seifenoper-TV der Privatsender. Ärgerlich, dass hier nicht mit mehr Sorgsam an der Handlung gefeilt wurde, denn hätte CASSAVETES weniger Zeit an der Optik und dafür mehr in die Story investiert, hätte aus KISS OF THE DAMNED ein absoluter Kultkandidat werden können. So bleibt das Debüt weit hinter den Erwartungen zurück und beschert dem Zuschauer gerade einmal 90 prickelnde Minuten mit zwei durchaus schmucken Schönheiten, die ab und an nackt durch die Kamera huschen dürfen – mehr aber auch nicht.
 
 
 


 
 
 

KISS OF THE DAMNED – Zensur

 
 
 
Brutal ist KISS OF THE DAMNED keineswegs. Am Ende werden ganz zaghaft einige Unwissende ausgesaugt. Ansonsten gibt es die üblichen Bisswunden zu sehen. In Deutschland wird der Streifen ungeschnitten mit FSK16 veröffentlicht.
 
 
 


 
 
 

KISS OF THE DAMNED – Deutsche Blu-ray

 
 
 
KISS OF THE DAMNED-Blu-ray

(c) Capelight Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Kiss of the Damned; USA 2012

Genre: Drama, Horror, Liebesfilme

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Audiokommentar von Autorin und Regisseurin Alexandra Cassavetes, Interviews mit Schauspielerin Joséphine de La Baume und Roxane Mesquida und dem Schauspieler Milo Ventimiglia, Kinotrailer

Release-Termin: 25.04.2014

 
 
 

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KISS OF THE DAMNED – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Vampyros Lesbos (1971)
 
Circus der Vampire (1972)
 
Draculas Hexenjagd (1972)
 
Bram Stoker’s Dracula (1992)