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Filmkritik: „Dead Shack“ (2017)

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DEAD SHACK

Story

 
 
 

Mein Nachbar das unbekannte Wesen. Im Film DEAD SHACK entpuppt der sich als unberechenbare Killermaschine.

 
 
 


 
 
 

DEAD SHACK – Kritik

 
 
 
Wenn in Horrorfilmen Zombies ihr Unwesen treiben, dürften bei den meisten Horrorfilmfans die Alarmglocken läuten. Die Skepsis ist nicht grundlos. In den letzten Jahren haben nämlich die meisten Zombiefilme das immer wieder gleiche Szenario abgespult, in denen sich Überlebende durch eine postapokalyptische Welt kämpfen müssen, in der es nur so von Untoten wimmelt. Das hat müde gemacht, weshalb die Zuschauer mittlerweile dankend abwinken, wenn ein neuer Zombiestreifen das Licht der Kinowelt erblickt. Der kanadische Regisseur PETER RICQ will das ändern und spricht damit Fans aus der Seele. Ihm sind die dystopischen Zombieszenarien gehörig auf dem Magen geschlagen, weshalb er mit seinem ersten Langfilm versucht frischen Wind ins festgefahrene Zombie-Genre zu bringen. DEAD SHACK nennt sich sein mittels Crowdfunding teilfinanzierter Horror-Spaß, der müde Fun-Splatter-Fans muntermachen soll. Hier gibt es jede Menge blutige Raffinessen zu bestaunen, die mit einer Prise Ironie verfeinert wurden. Damit erfüllt sich der eingefleischte Horrorfan einen Traum und huldigt zeitgleich wegweisende Horror-Klassiker, die in dem Filmfan die Leidenschaft zum Genre geweckt haben. So prägten Horrorkomödien wie EVIL DEAD 2, FRIGHT NIGHT und AN AMERICAN WERWOLF IN LONDON nachhaltig, wie Filmemacher PETER RICQ in Interviews zu verstehen gab. Der Verfechter des 80er-Jahre-Horrors wollte einen Film in gleichem Schlage drehen, in dem sich Horror und Witz die Waage geben. Entstanden ist durchaus kurzweiliger Splatter-Nonsens. Handwerklich solide und nicht ungeschickt.
 
 
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Camping, gute Laune und Eltern. Für die Teenager in DEAD SHACK ein Albtraum. Die begeben sich mit den Eltern in die kanadischen Wälder, um dort übers Wochenende in einer Waldhütte zu nächtigen. Doch zum Schlafen und Relaxen kommt man erst gar nicht. Die grünschnäbeligen Heranwachsenden müssen nämlich ihre Nase in Dinge stecken, die sich nichts angehen. Da streunt man übers Grundstück der Wochenendbehausung und macht einen Abstecher zur Nachbarin, die gerade Männerbesuch empfängt. Für die Jugendlichen ein gefundenes Fressen, um zu spannen. Doch natürlich kommt alles anders. Die Dame betäubt ihre triebgesteuerten Gäste und verfüttert sie an entstellte Kreaturen. Für die jungen Helden unserer Geschichte ein Schock. Die stürmen aus ihrem Versteck und verhalten sich auf ihrer Flucht so unachtsam, dass sie das Interesse der Beobachteten wecken. Die will natürlich Zeugen ausradieren und beginnt eine gnadenlose Hetzjagd auf die Schüler. Neugierde muss eben bestraft werden.
 
 
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Die Horror-Version des 80er Kultfilms THE GOONIES. DEAD SHACK ist nicht sonderlich ausführlich. Als Entschädigung für rudimentäres Horror-Einerlei gibt es aber schwarzen Humor und handgemachte Splatter-Leckerbissen, die offenbar die 1980er zurück ins Wohnzimmer bringen sollen. Mal wieder macht man von eingespielten Retro-Sounds Gebrauch, die dafür sorgen sollen, dass man sich in jene Zeit zurückversetzt fühlt, vor der man sich verbeugen möchte. Hin und wieder gelingt das sogar – vor allem dann, wenn das Böse durch die Dunkelheit schleicht und aggressive Synthesizer-Klänge den Puls schneller schlagen lassen. Doch am Spannungsbau ist man nicht sonderlich interessiert. Der wird bald vernachlässigt. Originell, durchdacht oder tiefgründig will DEAD SHACK nämlich gar nicht sein. Der Film entpuppt sich als hirnfreier Party-Snack für Zwischendurch, der erst dann seine volle Wirkung entfalten kann, wenn man ihn zusammen mit Freunden bei möglichst hohem Alkoholpegel genießt. So sind schnell Wege zum eigentlichen Höhepunkt geebnet – und der nennt sich: Mord- und Totschlag. Eine Kannibalensippe kämpft gegen Camper und Camper kämpfen gegen Menschenfresser. Da fließt eine Menge Blut und Fans härterer Gangart kommen auf ihre Kosten. Leider schleicht sich aber partout das Gefühl ein, dass Gebotenes für die Laufzeit von knapp 80 Minuten zu wenig ist. Zwar hat man an überzeichnete Figuren und coole Sprüche gedacht, die die Horrorkomödie in einen blutigen Comic-Strip für Erwachsene verwandeln. Trotzdem erweckt DEAD SHACK den Anschein, als wäre das hier alles eigentlich als Kurzfilm angedacht gewesen, bei dem man sich aber kurzfristig dann doch dazu entschieden hat, was fürs Kino zu machen. So sollte man trotz Bluteinlagen Erwartungen herunterschrauben. Dann kann man nicht enttäuscht werden. Besser als das, was man sonst so im Horrorbereich mittlerweile geboten bekommt, ist der kanadische DEAD SHACK jedoch allemal.
 
 
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DEAD SHACK – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Der perfekte Horrorfilm für einen Abend mit Freunden und einer Kiste Bier. DEAD SHACK ist ein schwarzhumoriger Party-Horror-Slasher bei dem der Fokus auf handgemachtem Blutgemansche liegt. Der unabhängig produzierte Slasher-Kannibalen-Zombie-Mix kommt schnell zum Punkt und will das feiern, was Horrorfilmfans nun mal von modernen Horrorfilmen erwarten. Da werden Köpfe eingeschlagen, an Körpern geknabbert und mit Äxten hantiert. Der kanadische Horrorbeitrag geizt nicht mit Blut und Schauwerten. Dafür aber mit Köpfchen und Handlung. Viel dergleichen bekommt man nämlich nicht zu sehen. Die Protagonisten nerven in ihrer Einfältigkeit schnell und sind leider weit weg von sympathisch. Auch viele der Proleten-Sprüche im Film sind Gift für Feingeister. Dafür hat man aber aus wenig viel gemacht und lässt DEAD SHACK nach mehr aussehen, als er vermutlich gekostet hat. Wer daher simpel gestrickte Horrorfilme mit 80er-Retro-Charme bevorzugt in denen ausschließlich die Blutkeule geschwungen wird und so dem Film seine Daseinsberechtigung gibt, wird sich an DEAD SHACK einen Ast freuen.
 
 
 


 
 
 

DEAD SHACK – Zensur

 
 
 
Es gibt einige grafische Gemeinheiten im Film zu sehen. Munition eines Schrotgewehrs bohrt sich durch Körper und Köpfe, ein Kopf wird mit einem Vorschlaghammer zermatscht, eine Axt wird in eine Schulter geschlagen und Menschenfleisch wird auch noch gefressen. DEAD SHACK ist ein witziger Genre-Mix und dürfte hierzulande mit einem roten FSK-Sticker in den Handel kommen. Wir vermuten: Keine Jugendfreigabe – ungeschnitten. Der Film feiert übrigens im April 2018 seine Deutschlandpremiere auf dem OBSCURA FILMFESTIVAL.
 
 
 


 
 
 

DEAD SHACK – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Raven Banner)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Eat Locals (2016)
 
Scouts vs. Zombies – Handbuch zur Zombie-Apokalypse (2015)
 
Condemned (2015)
 
Peelers (2016)
 
Night of Something Strange (2016)
 

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Filmreview: „Discopath“ (2013)

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DISCOPATH

Story

 
 
 
New York City im Jahre 1976. Immer dann, wenn Teenager Duane Lewis (Jeremie Earp-Lavergne) Disco hört, wird er zum Tier. Dann hat er sich nicht mehr unter Kontrolle und bringt Frauen bestialisch um die Ecke. Bald wittert die Polizei die Spur des unberechenbaren Killers, der nach Montreal flieht, um dort seine kleine Leidenschaft ungestört ausleben zu können …
 
 
 


 
 
 

DISCOPATH – Kritik

 
 
 
Schon einmal einen Film über einen Killer gesehen, der auf Disco-Gedudel steht und seine Opfer auf der Tanzfläche ins Jenseits befördert, ohne dass es jemand bemerkt? Von der filmischen Umsetzung einer derart makabren Szenerie hatte Nachwuchstalent RENAUD GAUTHIER schon immer geträumt, so dass er flink an einem Drehbuch zu einem Horrorfilm pinselte und das Projekt mit dem trashigen Namen DISCOPATH auf der französische Crowdfunding-Website TOUSCOPROD bewarb, wo es von anderen Filmbegeisterten mitfinanziert werden konnte. Das Geld schien bei Nutzern des Portals recht locker gesessen zu haben, so dass die knapp 200 000 Dollar Produktionskosten überraschend schnell zusammenkamen und sich GAUTHIER nach einer eigenen Web-Serie, Kurzfilmen und Musikvideos endlich den Traum vom ersten Langfilm erfüllen konnte. Retro geht es in DISCOPATH zu, denn der Film spielt nicht nur in den 70ern, er verbeugt sich auch ehrfürchtig vor den Horrorstreifen jener Zeit. Die Liebeserklärung richtet sich an die deftigen italienischen Giallo-Filme der späten 70er und das austauschbare Slasher-Kino der frühen 80er, als Horror-Streifen wie Argentos TENEBRE, Fulcis NEW YORK RIPPER und Lustigs MANIAC den Jugendschutzbeauftragten der FSK schlaflose Nächte bereitet haben.
 
Macher RENAUD GAUTHIER erzählt in DISCOPATH eine Geschichte, die so bescheuert ist, dass sich das schon wieder zum Kult deklarieren lässt, was sich da auf der Kinoleinwand abspielt. Hier geht es um den Teenager Duane Lewis (JEREMIE EARP-LAVERGNE), der als Kind miterleben musste, wie der Vater beim Musizieren an einem Stromschlag qualvoll verendet ist. Der Junge ist seitdem schwer traumatisiert und permanent dem Wahnsinn nahe, wenn Disco-Musik aus den Lautsprechern der Radios schallt. Bald hat Duane sich selbst nicht mehr unter Kontrolle und ermordet ein adrettes Mädchen, das ihn eigentlich nur zum Tanz in einen lokalen Club einladen wollte. Weil die Polizei recht zügig die Ermittlungen aufnimmt, flüchtet der Nachwuchskiller von New York City nach Montreal und findet dort eine Anstellung in einem Mädcheninternat, wo er getarnt als taubstummer Hausmeister Reparaturarbeiten erledigt. Doch auch in den 80ern scheint Disco nach wie vor zum Tanzen zu animieren, so dass Duance bald wieder in altes Schema verfällt und wahllos Frauen zu meucheln beginnt, sobald Disco-Klänge ertönen. Schnell mehren sich auch in Montreal die Mordfälle und die Polizei kommt dem introvertierten Psychopathen auf die Schliche. Doch der ist den Beamten stets einen Schritt voraus und scheint allmählich Freude an seinem neuen Hobby zu finden.
 
GAUTHIERS Erstling sollte man mit einem Augenzwinkern genießen. In einem Interview verriet der Regie-Neuling, dass der teils ironische Unterton von DISCOPATH anfänglich gar nicht so gewollt gewesen ist. DISCOPATH sollte eigentlich ein furchteinflößender und ernster Film werden. Die oftmals unfreiwillige Komik wurde jedoch erst am Schnittpult erkannt und in der Nachbearbeitung hervorgehoben, steht DISCOPATH aber dennoch ganz gut. Wenn Killer Duane nämlich Frauenköpfe auf Plattentellern spießt und rotieren lässt und wenn eine wilde Verfolgungsjagd vom Kiss-Hit I WAS MADE FOR LOVIN’ YOU begleitet wird, wirkt das so überzogen, dass man meinen könnte gerade eine Persiflage auf das schlitzfreudige 70/80er Horrorkino zu sehen. Schlecht ist das freilich nicht und macht vor allem deshalb Laune, weil GAUTHIER ein talentiertes Händchen für Trash auf hohem Niveau besitzt. Die vielen Gore-Effekte sind abwechslungsreich und werden vollkommen übertrieben zelebriert (da wird Vinyl in Frauenkörper gespießt); die technische Komponente überzeugt durch hervorragende Kameraarbeit und einige Farbspielereien, die man auch schon in Argentos früheren Werken zu sehen bekam, machen sogar Giallo-Fans glücklich. Die eigentliche Quintessenz des Films ist jedoch der Sound, der hier von BRUCE CAMERON mit viel Liebe zum Detail komponiert wurde und an all die großen Tanz-Hits jener Dekade erinnert. Neben neu geschriebenen Stücken wurden auch bekannte Melodien der Disco-Ära (wie KC AND THE SUNSHINE BAND – I’M YOUR BOOGIE MAN) für DISCOPATH wiederverwurstet, die vermutlich bei einigen Horrorfans älteren Semesters Erinnerungen an die eigene Jugend wecken dürften. Leider bleibt bei soviel Liebe zum Retro und übertriebenem Blutgematsche wie so oft inhaltlich einiges auf der Strecke. Eine Charakterisierung der Protagonisten gibt es nämlich nicht und die psychologische Erklärung für Duanes traumatische Reaktion ist mit das schwachsinnigste was der Filmfan bisher im Kino zu sehen bekommen hat. Das weibliche Kanonenfutter stolpert mal wieder vollkommen unbedacht durchs Bild, um in der nächsten Szene irgendwie um die Ecke gebracht zu werden und stümperhaftes Overacting gehört in DISCOPATH zur Tagesordnung. Die genannte Fehlschläge kann man GAUTHIER jedoch nicht verübeln, waren Overacting, mangelnde Charakterisierung und sinnbefreites Morden in den unzähligen Slasher-Gurken der 70er und 80er ohnehin gang und gäbe und haben das Slasher-Genre zu dem gemacht, was es heute ist: Gruselunterhaltung, auf die der Horrorfan nicht mehr verzichten möchte.
 
 
 


 
 
 

DISCOPATH – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
SATURDAY NIGHT FEVER war gestern, jetzt kommt der SATURDAY NIGHT KILLER. Weil dem Regie-Neuling RENAUD GAUTHIER als Kind so einige Disco-Klänge Gänsehaut bereitet haben, verarbeitet er jetzt mit DISCOPATH Kindheitserlebnisse. Antiheld und Killer Duane Lewis hat ähnliches erlebt und meuchelt sich ganz ungeniert und kreativ durch weibliches Fleisch. Gematscht wird reichlich und das nicht immer bierernst, denn DISCOPATH erheitert immer mal wieder mit subtiler Komik, die eigentlich von Macher RENAUD GAUTHIER anfangs gar nicht so gewollt gewesen ist. Der Streifen schöpft Unterhaltungswert aus der trashigen Art, wie er sich vor italienischen Giallo-Filmen und den trivialen Slasher-Schockern der 70er und 80er verbeugt. Da werden Morde blutig und überzogen zelebriert und das weibliche Kanonenfutter spielt auch gern mal mit den Reizen, bevor es in der nächsten Szene den Tod findet. Für Indie-Horror schaut GAUTHIERS Erstwerk einfach nur fantastisch aus und der nostalgische Disco-Soundtrack überzeugt durch Liebe zum Detail. Das FILMCHECKER-Team war angetan, denn DISCOPATH ist charmanter Retro-Trash bei dem Giallo- und Slasherfans ganz warm ums Herz werden dürfte.
 
 
 


 
 
 

DISCOPATH – Zensur

 
 
 
In DISCOPATH werden Frauen enthauptet, Köpfe auf Plattenteller gespießt und Körperteile mit Schallplatten verschönert. Außerdem wird ein Sprung von einem Hochhaus inklusive Resultat gezeigt, sowie diverse Einstichwunden und Starkstromschläge. Das hat in Deutschland für eine KJ-Freigabe ausgereicht. Der Streifen ist hierzulande ungeschnitten erscheinen.
 
 
 


 
 
 

DISCOPATH – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Mad Dimension

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Discopathe; Kanada 2013

Genre: Horror, Drama, Krimi, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Schwarze Amaray mit Wendecover

Extras: Trailershow

Release-Termin: 31.10.2014

 

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DISCOPATH – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Alexandre Ajas Maniac (2012)
 
Maniac (1980)
 
Henry: Portrait of a Serial Killer (1986)
 
Der New York Ripper (1982)