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Filmkritik: „Tonight She Comes“ (2016)

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TONIGHT SHE COMES

Story

 
 
 

Die Suche nach einer vermissten Freundin führt direkt ins Desaster. In einem idyllischen Wald haust nämlich das Böse, gegen das sich eine Gruppe Mittzwanziger zur Wehr setzen muss.

 
 
 


 
 
 

TONIGHT SHE COMES – Kritik

 
 
 
In Zeiten, in denen man das Gefühl hat, dass die immer wieder gleichen Horrorgeschichten verfilmt werden, freut es, wenn sich Regisseure was trauen und sich jenseits der bekannten Genre-Pfade bewegen. Offenbar war der mangelnde Ideenreichtum heutiger Filmemacher auch Regisseur MATT STUERTZ ein Dorn im Auge, der nach dem Found-Footage-Grusler RWD ein Herz für Horrorfans hat. Statt die ewig gleiche Leier noch einmal abzuspielen, wirft er all jene Zutaten in einen Topf, die Horrorfilme seit jeher bekannt und berüchtigt gemacht haben. Entstanden ist mit TONIGHT SHE COMES ein etwas anderes Horrorsüppchen, das nicht grundlos Lob und Preise auf einschlägigen Festivals abstauben konnte. Offenbar stieß der Mix aus frischen Ideen und eimerweise Kunstblut beim Publikum jener Veranstaltungen auf Zustimmung, denn TONIGHT SHE COMES hat nicht nur Neuerungen zu bieten, sondern lässt Genre-Zeiten aufleben, in denen es weder Grenzen noch Tabus gab. Das dürfte alteingesessenen Horrorfilmkennern ein Grinsen bescheren, die mittlerweile von dem gelangweilt sind, was profitgierige Studiobosse und erfolgshungrige Filmemacher regelmäßig fürs Heimkino verzapfen. Deswegen sollte man an dieser Stelle noch einmal ein Hoch auf unabhängig produzierte Gruselstreifen aussprechen, wo fernab des Mainstream gut und gern mal unkonventionelle Indie-Grusler das Licht der Welt erblicken, die den Spaß am düsteren Filmgenre zurück ins Wohnzimmer holen.
 
 
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Kristy, wo bist du? Das fragen sich auch Ashley (LARISSA WHITE) und Lyndsey (CAMEISHA COTTON), die trotz mehrerer Telefonate nichts von der besten Freundin hören, obwohl man sich fürs Wochenende verabredet hat, um in friedlichem Naturidyll die Seele baumeln zu lassen. Statt sich über die fehlende Kommunikationsbereitschaft der Gesuchten zu wundern, machen es sich die Frauen aber erst einmal am Waldsee gemütlich und halten so den sexhungrigen Pete (ADAM HARTLEY) von der Arbeit ab. Letzterer hatte eigentlich vor Kumpel und Postboten James (NATHAN ESWINE) beim Postaustragen zu unterstützen. Doch das Verteilen der Briefe führt bald zu seltsamen Vorkommnissen. Die verschollen gemeinte Kristy (DAL NICOLE) wird nämlich nackt im Wald gefunden und verwandelt sich plötzlich in eine unaufhaltsame Killermaschine, die weder Gnade noch Mitleid kennt. Kein gutes Omen für alle Beteiligten. Die müssen flüchten und geraten auf der Suche nach Hilfe in die Fänge einer kuriosen Familie, die eine Leidenschaft für obskure Rituale besitzt. Was folgt ist für Splatter- und Gorehounds ein gefundenes Fressen, denn an Blut hat Regisseur, Drehbuchautor und Produzent MATT STUERTZ definitiv nicht gespart.
 
 
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Von Dämonenritualen mit Tampons und Jungs, die versehentlich auf Leichen urinieren. Wer mit den Horrorstreifen der 1970ern und 1980ern aufgewachsen ist, dürfte sich an TONIGHT SHE COMES einen Narren fressen. Regisseur MATT STUERTZ lässt genannte Dekaden aufleben und vermischt ungewöhnlich originell Exploitation-Kino, Okkultismus-Schauer und Backwood-Slasher zu einem absurden Splatter-Irrsinn, der lang undurchsichtig bleibt und unlogisch erscheint. Statt gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, wird mit unerwarteten Wendungen experimentiert, die möglichst lang verschleiern sollen, wohin die Reise gehen soll. Eine runde Sache, die den Spannungsbogen konstant hält. Leider ist aber nicht alles Gold, was glänzt. TONIGHT SHE COMES besitzt nämlich einen eigensinnigen Humor, der in seiner pubertären Art mancherorts an Roths CABIN FEVER erinnert und den Zuschauer verunsichert. Dem ist bald nicht mehr so klar, ob TONIGHT SHE COMES ernstgemeinter Horrorfilm ist oder sinnbefreite Parodie – vor allem auch, weil sich der Streifen im letzten Drittel bierernst nimmt und gleichzeitig mit übertriebenem Overacting vor den Kopf stößt. Das schmälert den positiven Gesamteindruck eines ambitionierten Filmprojektes, das anders sein will und sich vom üblichen Horrorschlamassel abheben möchte. Trotzdem will man nicht zu hart urteilen. TONIGHT SHE COMES kann weit mehr, als die üblichen Verdächtigen. Dafür sorgen hervorragende Spezialeffekte und zahlreiche Zitate. MATT STUERTZ zitiert im zweiten Spielfilm nicht nur bekannte Horrorstreifen und Regisseure. Der stimmungsvolle Synthie-Soundtrack verbeugt sich akustisch vor Altmeister JOHN CARPENTER und auch atmosphärisch sind Parallelen zu Kultklassikern wie FREITAG DER 13., NIGHT OF THE DEMONS oder TANZ DER TEUFEL nicht von der Hand zu weisen. Kann man sich schon mal anschauen.
 
 
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TONIGHT SHE COMES – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Blutig, witzig, spannend und makaber. Temporeicher Dämonen-Splatter-Irrsinn für Nostalgie-Fans, der sich vor Horrorstreifen der 1970er und 80er verbeugt. In Interviews gab Filmemacher MATT STUERTZ zu verstehen, dass er schon immer mal ein Drehbuch zu einem abgefahrenen Film schreiben wollte, das in derart Form garantiert keinen Geldgeber finden würde. Demzufolge schrieb er möglichst viele Absurditäten in die Geschichte zu TONIGHT SHE COMES und war umso verblüffter, als die dann auch noch Anklang bei interessierten Produzenten fand. Die positive Resonanz ist nicht unbegründet. TONIGHT SHE COMES ist so grotesk, dass man es gesehen haben muss. Der Film ist Hommage an eine Zeit, zu der vor allem Videotheken Hochkonjunktur hatten, weil man darin Filme leihen konnte, die man sonst nur in Bahnhofskinos zu sehen bekam – Exploitation eben. TONIGHT SHE COMES hat all das, was Horrorfanherzen schneller schlagen lässt. Vor allem die handgemachten Splattermomente sind nicht ohne und der eigentliche Star des Films. Das dürfte Fans blutiger Hausmannskost gefallen, die hier Nachschub erhalten, der in seiner teils geschmacklosen Zurschaustellung nicht jedermanns Sache sein dürfte. Übrigens besitzen nicht nur die selbstgemachten Gewalteinlagen Retro-Charme. Auch beim Soundtrack hat man sich von jemandem inspirieren lassen, der vor über 30 Jahren in Horrorfilmen für akustische Schauer gesorgt hat. So stand unverkennbar Altmeister JOHN CARPENTER Pate, der als Regisseur und Komponist bereits Horrorstreifen wie THE FOG oder THE THING zum Kult verholfen hat. Offenbar will Filmmusikschreiber WOJCIECH GOLCZEWSKI in dessen Fußstapfen treten und hat an CARPENTER-esquen Soundtrack gearbeitet, der so langsam zum Markenzeichen des Soundtrack-Tüftlers avanciert. Der zeichnet nicht nur für die Musik in TONIGHT SHE COMES verantwortlich, sondern hat auch schon akustische Synthie-Raffinessen für Filme wie WE ARE STILL HERE, LATE PHASES oder BEYOND THE GATES beigesteuert. By the Way: Alles sehenswerte Horrorstreifen.
 
 
 


 
 
 

TONIGHT SHE COMES – Zensur

 
 
 
TONIGHT SHE COMES geizt nicht mit Schauwerten. Vor allem in der letzten halben Stunde gibt es davon jede Menge zu sehen. Ein Hals wird aufgeschnitten, ein Gesicht mit dem Schrottgewehr weggeschossen und überhaupt fließt während eines Rituals genug Lebenssaft, damit sich Splatterfans und Gorehounds zufrieden zurücklehnen können. Wer aufmerksam ist, kann zudem einige Zitate im Film finden. So gibt es einen Schlafsackmord zu sehen, der an die legendäre FREITAG DER 13.-Reihe erinnert. Die im Handel erhältliche deutsche Fassung basiert auf einer Alternativ-Fassung, die zusammen mit Regisseur MATT STUERTZ erstellt wurde. Diese beinhaltet weniger Gewalt als die internationale Fassung, hat aber viele Alternativ-Szenen zu bieten, die nicht in der internationalen Fassung enthalten sind. Leider erhielt selbst diese ohnehin schon harmlosere Version von der FSK keinen Segen. Deshalb musste geschnitten werden.
 
 
 


 
 
 

TONIGHT SHE COMES – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) INDEED FILM

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Tonight She Comes; USA 2016

Genre: Horror, Splatter, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 82 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (geschnittene Alternativ-Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow, Deleted Scenes, Behind the Scenes

Release-Termin: 28.07.2017

 

Tonight She Comes – Die Nacht der Rache [Blu-Ray] auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

TONIGHT SHE COMES – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Indeed Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
It Follows (2014)
 
Night of Something Strange (2016)
 
Night of the Demons (1988)
 


Filmkritik: „From a House on Willow Street“ (2016)

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FROM A HOUSE ON WILLOW STREET

(HOUSE ON WILLOW STREET)

Story

 
 
 

Vier Kleinkriminelle planen einen großen Coup. Leider müssen sie schnell einsehen, dass es auch Dämonen missfällt, wenn man gegen Gesetze verstößt.

 
 
 


 
 
 

FROM A HOUSE ON WILLOW STREET – Kritik

 
 
 
Wenn vermeintliche Bösewichte selbst zu Gejagten werden. Das ist guter Stoff für fiese Horror-Unterhaltung von der man sich doch gern berieseln lassen möchte – vor allem wenn ein „Haus“ im Titel auf bösartige Gruselunterhaltung hoffen lässt. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass in unscheinbaren Häusern an reißerisch bezeichneten Straßen und Plätzen nicht selten das Böse zu Hause ist. So passiert im Mysterythriller THE HOUSE ON PINE STREET, dem Rache-Schocker LAST HOUSE ON THE LEFT oder dem Psychopathen-Grusler HOUSE AT THE END OF THE STREET, wo sich in abgelegenen Anwesen schockierende Dinge ereignet haben. Auch FROM A HOUSE ON WILLOW STREET lockt mit vielversprechender Titelgebung und springt auf den „House“-Zug auf. Doch diesmal sollte man nicht zuviel erwarten. Professionelle Optik macht das Fan-Herz weich. Forscht man aber tiefer, tritt schnell Ernüchterung ein, denn FROM A HOUSE ON WILLOW STREET ist weit weg von perfekt. Regisseur ALASTAIR ORR zeichnet verantwortlich. Der kommt aus Südafrika und hat scheinbar Gefallen am Horrorfach gefunden – zumindest legt das die bisherige Filmografie nahe. Mit einem hastig zusammengeschnippelten Trailer soll neugierig auf FROM A HOUSE ON WILLOW STREET gemacht werden. Leider verbrät man darin gleich die besten Szenen, weshalb enttäuschte Gesichter vorprogrammiert sind. Nach der Dschungel-Kreaturen-Gurke INDIGENOUS liefert Filmemacher ALASTAIR ORR Horrorstoff ab, der dem Vorgängerfilm des Regisseurs intellektuell das Wasser reichen kann. Das bedeutet: Abermals kämpfen dumme Protagonisten gegen das Böse auf Erden und schlagen es trotz geistiger Umneblung am Ende in die Flucht. Neu ist im direkten Vergleich das Gespür für’s Visuelle. Der dreckige und semiprofessionelle Videolook aus INDIGENOUS musste weichen. Dafür sind in FROM A HOUSE ON WILLOW STREET nun makellose Hochglanzaufnahmen zu sehen, die es gut und gerne mit Horrorproduktionen großer Studios aufnehmen können. Doch machen mehr Budget und professionelles Equipment aus einem sonst eher einfallslosen Drehbuch sehenswertes Horrorkino?
 
 
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Kidnapping ist kein Kavaliersdelikt. Das müssen auch die Helden (darunter SHARIN VINSON) in FROM A HOUSE ON WILLOW STREET feststellen, die die Tochter einer gut betuchten Familie entführen wollen. Es sind Diamanten, auf die es die Bande abgesehen hat und welche nun als Lösegeld gefordert werden. Doch weil es sich hier um einen Horrorfilm handelt, darf man davon ausgehen, dass alles anders kommen wird. Die Entführung läuft zwar nach Plan, nur die Eltern der Geisel reagieren weder auf Anrufe oder Botschaften. Sind die etwa nicht daheim? Um auf Nummer sich zu gehen, begibt man sich noch einmal zum Tatort, um nach dem Rechten zu sehen. Was man jedoch nach akribischer Suche im Elternhaus findet, lässt den Kleinganoven das Blut in den Adern gefrieren. Die Eltern liegen verstümmelt in ihren Betten und im Keller findet man von Rohren durchbohrte Exorzisten. Wer hat diese grausamen Taten begangen? Schnell wird klar, dass hier wohl höhere Mächte am Werk sein müssen, denn die entführte Katherine (CARLYN BURCHELL) beginnt plötzlich zu schweben und faselt boshafte Verse.
 
 
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Guter Start, der Rest: Naja. Eigentlich hätte aus FROM A HOUSE ON WILLOW STREET fesselnder Horror werden können, der bis in den Schlaf verfolgt. Leider macht die zweite Filmhälfte aus diesem Horrorthriller dann doch nur eine übertriebene Gruselachterbahn ohne tieferen Sinn, die aber immerhin ohne Längen abgehandelt wird. Während Regisseur ALASTAIR ORR in den ersten 45 Minuten Spannung durch mysteriöse Vorfälle aufbaut, die auf subtilen Grusel mit Hirn hoffen lassen, lösen sich Vorfreuden spätestens ab der Halbzeit in Luft auf. Genau das Gegenteil flimmert nämlich über die Mattscheibe und dürfte Feingeister die Haare zu Berge stehen lassen. So wird aus einer unheimlichen Entführung plötzlich vorhersehbarer Dämonen-Nonsens, der sich zu sehr den Konventionen des Horrorkinos unterwirft und sich in einem faden Brei aus Klischees und Effekthascherei verfängt. Eine enttäuschende Wendung, weil einfallslose CGI-Effekte und austauschbare Besessenheitsthematik aus FROM A HOUSE ON WILLOW STREET belanglosen Horror-Blödsinn macht, an den sich bereits Stunden nach Sichtung niemand mehr erinnern wird. Hier hätte man mehr draus machen können, zumal dem Drehbuch in den letzten Zügen auch noch die Ideen ausgehen und die immer gleichen Spezialeffekte aus der Effektkiste gekramt werden. Da schweben besessene Zombie-Freunde durch die Luft und dämonische Wurmparasiten krabbeln aus Mündern, weil sie nach neuen Wirtskörpern suchen. Weil die immer gleichen Effekte zelebriert werden und die Helden auch noch spannungsarm vor einem Dämon in Menschengestalt flüchten müssen, versinkt FROM A HOUSE ON WILLOW STREET schnell in der Belanglosigkeit. Das hat man irgendwie alles schon mal besser gesehen, wobei wir an dieser Stelle noch einmal die Horrorstreifen DON’T BREATH und THE AUTOPSY OF JANE DOE in Erinnerung rufen möchten. Bei genauerer Betrachtung ist FROM A HOUSE ON WILLOW STREET nichts anderes, als ein Mix genannter Grusel-Hits. Leider erreicht der Film nicht mal annähernd jene Qualitäten. Spezialeffekte und Action sind eben nicht immer alles. In Zeiten permanenter Ideenarmut sind es clevere Geschichten, die vor allem das Horror-Genre dringend nötig hat.
 
 
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FROM A HOUSE ON WILLOW STREET – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Eine kurzweilige und atmosphärische Gruselachterbahn, die kaum Verschnaufpausen bietet. Leider hat FROM A HOUSE ON WILLOW STREET nur ein Problem: Hier fehlen Ideen. Der Streifen schaut zwar mit seinem permanent düsteren Look und den teils gut getricksten Spezialeffekten hervorragend aus. Blickt man aber hinter die Fassade, ist dieser komplett in Südafrika gedrehte Dämonen-Spuk nichts anderes, als ein hirnloser Okkult-Zirkus voller Schocks, der sich in erster Linie ans Mainstream-Publikum richtet. Was stark und unheimlich beginnt, katapultiert sich nach 45 Minuten selbst ins Aus. Geschichte und Figuren bleiben flach. Dafür wird Wert auf Spezialeffekte aus dem Computer gelegt. Was man hier geboten bekommt ist weit weg von clever. Ein bösartiger Dämon will die Menschenwelt beherrschen, benötigt aber fünf Seelen um auf Erden zu wandeln. Natürlich ist das konventioneller Blödsinn, der möglichst viele Schreckmomente abhaken möchte und mit permanent gruseliger Stimmung so etwas wie Spannung heraufbeschwören will. Leider verhalten sich die Figuren dämlich und auch der Dämon in Menschengestalt ist trotz magischer Fähigkeiten nicht die hellste Kerze auf der Torte. Dumme Handlungen gestalten das Treiben vorhersehbar. Das macht diesen Streifen zum Spannungskiller, der trotz netter Optik keinen Preis für Originalität gewinnen dürfte. Bei so einfältiger Gruselmacherei will man fast schon Mitleid mit Hauptdarstellerin SHARIN VINSON haben, die sich bereits mit Horrorfilmen auskennt und in YOU’RE NEXT oder BAIT 3D zu sehen war. Auch diese Popcornstreifen waren nicht sonderlich helle, hatten aber immerhin fiese Morde in petto. Letztere sucht man in FROM A HOUSE ON WILLOW STREET übrigens vergebens. Der Film hat nämlich kaum Schauwerte zu bieten, was vermutlich jene enttäuschen wird, die sich nach Sichtung des ansprechend geschnittenen Trailers ein Splatter-Feuerwerk erhofft haben.
 
 
 


 
 
 

FROM A HOUSE ON WILLOW STREET – Zensur

 
 
 
Was Gewalt angeht hält sich FROM A HOUSE ON WILLOW STREET sehr zurück. Es gibt kurz verstümmelte und übel zugerichtete Leichen zu sehen. Ansonsten verwandeln sich die wenigen Protagonisten im späteren Verlauf – ähnlich wie im Kult-Splatter EVIL DEAD – in willenlose Dämonen-Zombies. Wer jetzt aber denkt, dass die brutal morden, irrt gewaltig. In FROM A HOUSE ON WILLOW STREET sind die verwandelten Kleinganoven nur Handlanger eines Oberdämons, die Angst und Schrecken verbreiten sollen. Wegen der gelungenen Make-up und Spezialeffekte sowie verstörender Visionen dürfte es für den Streifen ohne Probleme eine FSK16 geben. FROM A HOUSE ON WILLOW STREET wird im Herbst 2017 nach Deutschland gebracht. TIBERIUS FILM besitzt die deutschen Auswertungsrechte.
 
 
 


 
 
 

FROM A HOUSE ON WILLOW STREET – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei IFC FILMS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Don’t Breath (2016)
 
The Autopsy of Jane Doe (2016)
 
The Badger Game (2014)
 
Demonic (2015)
 
Evil Dead (2013)
 


Filmkritik: „Devil in the Dark“ (2017)

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DEVIL IN THE DARK

Story

 
 
 

Die zwei Brüder Adam (ROBIN DUNNE) und Clint (DAN PAYNE aus CABIN IN THE WOODS) werden in den Wäldern Kanadas mit der Vergangenheit konfrontiert und müssen gleichzeitig ums Überleben kämpfen.

 
 
 


 
 
 

DEVIL IN THE DARK – Kritik

 
 
 
Wenn nach der Sichtung eines Horrorfilms Fragen entstehen, weil man Gesehenes nicht einordnen kann, ist das schon einmal ein gutes Zeichen. In der Regel werden so die grauen Zellen des Zuschauers beansprucht, der sich auch nach dem Abspann mit Eindrücken auseinandersetzen muss, um plausible Antworten zu finden. Wenn man aber einen Horrorstreifen gesehen hat, der trotz akribischer Analyse irgendwie gar keinen Sinn ergeben will, ist das alles andere als erbaulich. Offenbar hat dann der Regisseur sein Ziel verfehlt, der mit undurchsichtiger Handlung eher die Wut des Zuschauers schürt, statt ihn spannend zu unterhalten. Ganz ähnliches Desaster ist dem Regisseur TIM BROWN mit DEVIL IN THE DARK passiert – einem Mystery-Scharcher dessen Geschichte in den letzten Minuten sonderbare Wege geht. Dabei hat der Filmemacher eigentlich schon Erfahrung im Angstmachen sammeln können. Auf seine Kappe gehen Filme wie BITE und ANTISOCIAL 2 für die er zwar nicht auf dem Regiestuhl gesessen hat, aber immerhin als Geldgeber in Erscheinung getreten ist. Nun versucht sich TIM BROWN als Multitalent. Für den zweiten Spielfilm mit dem Titel DEVIL IN THE DARK zeichnet er neben der Produzententätigkeit ebenso als Regisseur verantwortlich. Entstanden ist ein Gruseldrama, bei dem nicht immer eindeutig ist, was man da eigentlich zu sehen bekommt.
 
 
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Wenn ein Vater seinem Kind nicht die Beachtung schenkt, welche es sich erhofft hat. Das Gruseldrama DEVIL IN THE DARK erzählt das Schicksal zweier Brüder, die nach 15 Jahren aufeinandertreffen, um jene Route durch die Wälder zu laufen, die auch der verstorbene Vater mit ihnen an Kindstagen gegangen ist. Leider ist das Verhältnis zwischen den Geschwistern angespannt. Der Vater hatte sie zu Lebzeiten nicht gleichwertig behandelt, was zu Spannungen geführt hat. Diese halten die beiden Männer auch Jahre nach dem Tod des Familienoberhaupts auf Distanz, was den Jagdausflug in den kanadischen Wäldern nicht gerade einfach gestaltet. Doch Familiendiskrepanzen sind bald das kleinere Übel. Im Schutze der Dunkelheit geht nämlich etwas Böse auf Beutezug. Eine unheimliche Kreatur will den Brüdern nichts Gutes und heftet sich an die Fersen der Männer. Bald wird klar, dass dieses Wesen kein Unbekannter ist. Bereits in der Kindheit haben die Brüder Adam (ROBIN DUNE) und Clint (DAN PAYNE) mit der finsteren Gestalt Bekanntschaft gemacht. Dass sie nun ausgerechnet als Erwachsene wieder auf den grotesken Bösewicht stoßen kann doch kein Zufall sein. Oder etwa doch?
 
 
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Was wie Werbung für Urlaub in den kanadischen Wäldern anmutet, hat mit Erholung nichts zu tun. Die Naturkulisse ist nur Schein, denn DEVIL IN THE DARK entpuppt sich als fast schon klaustrophobisches Gruseldrama in dem der Wald zur Falle, aber gleichzeitig auch zur Erlösung wird. Was wie beliebiges Gruselfutter beginnt, ist mehr Familiendrama statt Horror und begleitet zwei Brüder auf eine Reise in die kanadische Wildnis, auf der die entfremdeten Geschwister wieder zueinander finden werden. Während sich der eine vom verstorbenen Vater stets unverstanden gefühlt hat, sieht der andere im Familienoberhaupt sein Vorbild. Dass unterschiedliche Sichtweisen bereits an Kindertagen zu Spannungen und Rangkämpfen zwischen den Brüdern geführt hat, wird in Rückblenden geschildert. Doch alles wendet sich zum Guten. Die Geschwister sprechen sich aus und nähern sich an. Ein Happy End wäre somit vorprogrammiert gewesen, würde Regisseur TIM BROWN am Ende nicht einen unnötigen Rattenschwanz anhängen, der bei genauerer Betrachtung zu Verständnisproblemen führt. Da heftet sich plötzlich eine Kreatur an die Fersen der beiden Wanderer und zerrt den jüngeren Adam in seinen Bau. Der ältere Clint ringt mit der Angst und eilt dem Bruder herbei. Was folgt erschließt sich nicht wirklich. Fungiert die schlecht animierte Kreatur nur als Metapher für verdrängte Kindheitserlebnisse und die unterdrückte Emotionen der Hauptprotagonisten oder will hier einfach nur ein Walddämon Angst und Schrecken verbreiten. Aufgrund eines abrupten Endes und dem – in Horrorfilmen gern mal eingesetzten – Plottwist werden neue Fragen aufgeworfen, die in erster Linie eines gut können: verwirren. Weil Regisseur TIM BROWN mit einem offenen Ende nicht die erhofften Antworten bietet, die das Publikum wohl erwartet hat, dürften die meisten Zuschauer DEVIL IN THE DARK als Blödsinn abstempeln. Demzufolge ist dieser Mystery-Thriller definitiv nichts für jene, die Antworten auf dem Silbertablett serviert bekommen haben wollen. Mit denen hält man sich nämlich zurück, was zu einem mehr als unbefriedigendem Filmerlebnis führt.
 
 
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DEVIL IN THE DARK – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Unheimliches Mystery-Drama mit fast schon surrealem Einschlag. DEVIL IN THE DARK zeigt schöne Landschaftsaufnahmen, hat gute Darsteller zu bieten und beginnt auch vielversprechend. Doch je näher sich der Streifen der Zielgeraden nähert, umso mehr enttäuscht der gebotene Mix aus Drama, Grusel und Mystery zunehmend. So wird die Handlung in den letzten dreißig Minuten immer verworrener, was das Folgen der Handlung unnötig erschwert. Weil Regisseur TIM BROWN mehrere Interpretationen zulässt, offenbar von Metaphern Gebrauch macht und sich einen Deut darum schert Antworten zu liefern, dürfte das DEVIL IN THE DARK bei den meisten Zuschauern durchfallen. Apropos durchfallen: Auch wenn dieser Streifen im Horror-Genre verwurzelt ist, hat DEVIL IN THE DARK mit Horror nur wenig am Hut. Der Film fokussiert sich in erster Linie auf das Verhältnis zweier entfremdeter Brüder, die sich durch eine bewegte Vergangenheit kämpfen. Demzufolge passt der Streifen eher ins Dramenfach – auch wenn am Ende schlechtes CGI in Form einer ominösen Waldkreatur über die Mattscheibe flimmert. Manchmal ist es eben doch besser, wenn man dem Zuschauer einfach gestrickte Geschichten erzählt, die er auch versteht und deuten kann.
 
 
 


 
 
 

DEVIL IN THE DARK – Zensur

 
 
 
In DEVIL IN THE DARK werden kaum Schauwerte geboten. Der Film lebt in erster Linie von seiner unheilvollen Atmosphäre. Einer der Brüder stürzt von einer Klippe. Am Ende sehen wir eine von Elchgeweihen durchbohrten Körper. Demzufolge dürfte DEVIL IN THE DARK ohne Probleme eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

DEVIL IN THE DARK – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei eOne Entertainment | Momentum Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Witch (2015)
 
It’s in the Blood (2012)
 
The Monster (2016)
 


Filmkritik: „Drei Engel auf der Todesinsel“ (1984)

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DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL

(THE LOST EMPIRE)

Story

 
 
 
Es war einmal. Ein höchst bizarres Busenschwenkerinnen-Trio, wohlüberlegt zusammengecastet aus einer Polizistin mit Rachegedanken, einer taffen Gangsterbraut und der überdrallen Geisterwelt-Indianerin Whitestar schleust sich in die passend biblisch Golgatha getaufte Inselfestung eines irren Sektenchefs mit zwei Identitäten ein. Dessen gehörig üble Ideen der Weltherrschafts-Übernahme müssen freilich sofort unterbunden werden. Als Hindernisse legt der schizophrene Schuft den knusprigen Hüterinnen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung insektoide Monsterroboter, Killeraffen und den glatzköpfigen Stuntman und im Privatleben Motorradbanden-Kriminellen Bob Tessier (das Gesicht kennt jeder, mindestens aus dem A-TEAM und allen anderen Knaben-Actionserien der Eighties) in den Weg.
 
 
 


 
 
 

DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL – Kritik

 
 
 
Was. Für. Ein. Film. Als DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL vor wie im Fluge vergangenen 27 Jahren im Nachtprogramm deutscher Privatfernsehens-Hölle versendet wurde, fanden sich die unschuldigen Äuglein manches jugendlichen Zusehers und eventuell späteren Hardcore-Fans der schlockigen Seite des Kinos in Tränen quasireligiöser Erweckung stehend. Geiler Satz. Danke, danke. Das mehr als rassige Russ-Meyer-Sexungeheuer Raven De La Croix kämpft als Kriegerin aus dem Reich der Toten Seit‘ an Seit‘ mit zwei etwas weniger bebend brustlastigen Halbschauspielerinnen gegen die sicherlich sträflich unterbezahlten Heerscharen des Bösewichts. Den verkörpert, als wären alle anderen Freuden dieses kalten Büffets des Grindhouse-Irrsinns nicht schon befriedigend genug, Angus Scrimm – Fans des Horrorgenres als Tall Man aus den PHANTASM/DAS BÖSE-Filmen des sträflich unterschätzten Don Coscarelli bekannt. Dem jungen Filmemacher, welchem die Community des schmutzigen Entertainments diesen Eisbecher und auch Eisbrecher des internationalen Kopfschüttel-Kinos verdankt, sollte das Anheuern eigentlich verblühter B-Stars in gnadenlosen Rumpel-Filmen zum Markenzeichen werden. Neben todesmutiger Verachtung auch der einfachsten Regeln kommerziellen Drehens natürlich. Da sind die Special Effects auch mal eher unspeziell, die abenteuerliche Musik aus der Feder des Carpenter-Kollaborateurs Alan Howarth von eher plastikhafter Synthesizer-Qualität und die Herausstellungsmerkmale der Hauptdarstellerinnen im Textil ihrer Büstenhalter gefangen. Trotzdem, sehr verehrte Damen und Herren, liebe Kinder, erstrahlt hier ein Film auf dem Bildapparat des Heimkinos, der nach dem Anschauen mit einem fürsorglichen Gutenachtküsschen ins Regal gestellt werden muss.
 
 
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Ja, man mag’s sprichwörtlich nicht glauben – selbst wenn’s ja anders nicht geht. Logik und so. Auch ein vermeintlich seit Anbeginn der Sudelfilm-Zeitrechnung existierendes und operierendes Trashologismus-Regie-Schlachtross wie Jim Wynorski hat irgendwann mal seinen Erstling gedreht. Dass es sich bei seinem Einstieg via Chefsessel am Set um ein Feuerwerk des feierlich ausgerufenen schlechten Geschmacks wie DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL handelt, spricht natürlich Bände und ließ Freunde autokinotauglicher Leinwandreißer seinerzeit geradezu frohlocken. Über dreißig Video-Ferkeleien zwischen Monstern, Brüsten und Monsterbrüsten sollten folgen; nicht selten auch mal im Produktions-Tag-Team mit seinem nicht minder schmerzfreien Regisseurs-Kollegen Fred Olen Ray. Wir lehnen uns nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn wir behaupten, dass die vorliegende Model-Möpse-Moonboot-Show zu den besten und unterhaltsamsten Filmen aus der Kralle des guten Jimbo W. zählt. Eine nicht zu leugnende Amerika-Feindlichkeit des hiesigen Trashfilm-Publikums führte zu seligen VHS-Zeiten zu einer gewissen blasierten Ignoranz gegenüber den Werken dieser Generation breit grinsender US-Regisseure ohne Budget. Es ist an der Zeit, diese Leute als das zu würdigen, was sie sind: Die Fackelträger sympathisch hemdsärmeliger B-Hollywood-Filmkunst in Zeiten millionenschwerer und doch seelenloser Giga-Produktionen. THE LOST EMPIRE, wie der Film im Original eher planlos betitelt ist, bietet dem hingerissenen Konsumenten fast alles, was einen standesgemäßen Exploitation-Film am Fuße der achtziger Jahre ausmacht. Amerikanisch verschämte Nackedideleien, comicstriphafte Action, ein debiles Quäntchen Fantasy und im Regelfall schmackiges Tempo. Da ist die angemessen perverse deutsche Synchronisation fast schon Ehrensache. Wir bei FILMCHECKER sind alte Männer und gehen auf keine Partys. Würden wir das doch tun, bekäme DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL von uns völlig unverblümt das Prädikat Partyfilm auf seine schwitzig-schmierige Backe geklebt.
 
 
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DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Hier beginnt die Karriere eines immer und immer wieder Resultate liefernden US-Trash-Meisters. Dieser Film ist ein Wirbelsturm knüppeldicker Exploitation mit Unterhaltungs-Versprechen und liegt obendrein in einer Referenz-Edition vor, die sogar Regisseur Jim Wynorski höchstselbst die Spucke wegbleiben ließ.
 
 


 
 
 

DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL – Zensur

 
 
 
DREI ENGEL AUF DER TODEESINSEL hatte es in Deutschland nicht leicht. Noch im Veröffentlichungsjahr wurde der Film auf den Index verbannt und erst im Jahr 2009 „entlassen“. Weil niemand den indizierten Fantasyklassiker auf DVD veröffentlichen wollte, hat sich nun SCHRÖDER MEDIA erbarmt und im Zuge der Index-Listenstreichung eine Veröffentlichung direkt auf Blu-ray vorgenommen. Lobenswert. Jetzt kann man diesen seltenen Klassiker ohne Umwege und in bester Qualität im heimischen Wohnzimmer genießen.
 
 
 


 
 
 

DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) MIG | Schröder Media (auf 1000 Stück limitiertes BD KeepCase im Schuber)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Lost Empire; USA 1984

Genre: Abenteuer, Action, Komödien

Ton:Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono) = Videopitch, Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono) = Kinopitch

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK18 – keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover und Schuber

Extras: Bildergalerie (6:32 Min.), Retro-Trailershow (14:35 Min.): Starker Verkehr, Hell’s Angels ’70, Mandingo, Alles fliegt dir um die Ohren, Die Teuflischen 8

Release-Termin: 01.12.2016

 

3 Engel auf der Todesinsel [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL – Trailer

 
 

 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Packshot, Abbildungen und Szenenbilder liegen bei MIG | Schröder Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Herkules (1983)
 
Red Sonja (1985)
 
Conan der Barbar (1982)
 


Kritik: „Ragman – Trick or Treat“ (1986)

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RAGMAN – TRICK OR TREAT

Story

 
 
 

Eddie, ein unpopulärer Teenager und Freund härterer Rock-Klänge, wird von seinen Mitschülern „Ragman“ gerufen. In den Eighties, diesen oberflächlich grellen Tagen hoher Haare und umgekrempelter Miami-Vice-Sakkos in Pastellfarben, musste sich ein uneitler Jeanskutten-Träger wie Ed eben als Lumpenmann titulieren lassen. Sein Lieblingssänger ist der fiktive aber originalgetreu nach echten Vorlagen arrangierte Hotelzimmer-Zerleger Sammi Curr, den es – geradezu alttestamentarisch ausgleichend – plötzlich im Hotelzimmer zerlegt. Mittelgroße Brandkatastrophe mit prominentem Todesopfer. Nun, das hat unserem pubertären Helden gerade noch gefehlt. Heulend besucht er den sehr fan-freundlichen Radiomoderator Nuke (Gene Simmons), der ihm zum Trost eine Testpressung der neuesten, noch nicht auf dem Markt erhältlichen Curr-LP schenkt. Jetzt wird ein weiterer, nicht kaputtzukriegender Rockmusik-Mythos bemüht. Spielt Kamerad Raggie die Scheibe nämlich rückwärts ab, bekommt er geheime Botschaften zu hören. Die kommen von niemand Geringerem als Sammi Curr selbst. In der übersinnlich geführten Kommunikation mit seinem Idol bekommt Eddie Hilfe zur Selbsthilfe und kann sein Selbstvertrauen beachtlich aufpeppeln. Es kommt, wie es kommen muss. Auch dieser vermeintlich gewinnbringende Deal mit dem Jenseits birgt bittere Gefahren für den menschlichen Geschäftspartner. Sammis Geist will zurück in die Welt und Ragman-Eddie dazu bringen, auf einer Halloween-Sause in der Schule groß angelegt Rache an seinen Peinigern zu üben.

 
 
 


 
 
 

RAGMAN – Kritik

 
 
 
1986 – schmierige „Metal“-Musik, gerne war das lediglich ordinärer Hardrock aus Los Angeles, galt der damals zuständigen Elterngeneration als arge Bedrohung. Heute, dreißig Jährchen später, weiß man, dass die weibisch geschminkten Morphinisten höchstens arme jugendliche Trommelfelle zerkreischt und mit ihren Haarspray-Exzessen die Ozonschicht mit demoliert haben. Aus dem amerikanischen Originaltitel lässt sich sofort herauslesen, um welches oft bemühte Subgenre des Gruselkinos es sich bei diesem feinen Brocken Zelluloid handelt: Einen Feiertags-Horrorfilm. Da in der Bundesrepublik Deutschland der Achtziger das Halloween-Fest in etwa so bekannt war wie südafrikanischer Free Jazz, wäre der Name TRICK OR TREAT auf taube Ohren gestoßen. In Verbindung mit Elementen des noch heute sehr geschätzten Außenseiter-Teenie-Kinos dieser Epoche, wirkt RAGMAN in etwa wie eine etwas schicker poliertere Hardrock-Variante des dreckigen Schüler-Rache-Reißers EVILSPEAK (1981), der seinerseits ja ein Epigone von Stephen Kings Durchbruchs-Verfilmung CARRIE (1976) war. Besonders trifft das im groß orchestrierten Rache-Finale zu natürlich. Durch die amüsant gestalteten Gastauftritte zweier ganz großer Stars des Hardrock, erlaubt man sich sogar ein Element der gelungenen ironischen Auflockerung. Radiomoderator Duke ist KISS-Chef und Zungenakrobat Gene Simmons, der ja während dieser Zeit versucht, sich ein zweites Standbein als Schauspieler zu schaffen. Von diesem Hobby-Plan sollte der „Demon“ zum Glück bald wieder Abstand nehmen. Als fanatischer Fernseh-Prediger gegen alle Formen der Rockmusik taucht Ozzy Osbourne auf und parodiert aufs Feurigste die bigotten Glotzen-Pfarrer aus den USA, die sich jahrelang an ihm abgearbeitet hatten. So überrascht auch kaum, dass die treue Fan-Gemeinschaft von RAGMAN im Metal-Bereich zu finden ist.
 
 
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RAGMAN-Regisseur Charles Martin Smith kennt der bewanderte Filmfreund eher als Schauspieler, vor der Kamera also. Seine unauffällig-glatzköpfige Buchhalter-Erscheinung verbindet man mit zwei New-Hollywood-Klassikern: George Lucas´ AMERICAN GRAFFITI von 1973 und Brian DePalmas hartem Gangster-Actioner DIE UNBESTECHLICHEN (1987). Die Arbeit an RAGMAN ist 1986 sein Debüt auf dem Stuhl des Aufnahmeleiters und es steht anzunehmen, dass der Film auf die gleiche Art eine Auftragsarbeit für den soliden Handwerker war wie die später gedrehten Kinderfilme in Smiths Vita. AIR BUD – CHAMPION AUF VIER PFOTEN ist hier der bekannteste Titel.
 
 
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RAGMAN – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Was wir hier haben, ist die Referenz-Veröffentlichung eines Nischentitels mit verdientem kleinem Kultstatus. Ernsthaftigkeit und Ironie tief in fingerdicke Zeitkolorit-Atmosphäre getaucht. Man muss mitnichten ein fanatischer Hardrock-Kenner sein, um diesen wohl-temperierten Mix aus Holiday-Horror und Achtziger-Jahre-Teenager-Außenseiter-Film zu mögen.
 
 
 


 
 
 

RAGMAN – Zensur

 
 
 
Unter dem Titel RAGMAN erschien TRICK OR TREAT bereits zu VHS-Zeiten ungeschnitten frei ab 16 Jahren. Das gilt im Übrigen ebenso für die erhältlichen DVDs und Blu-rays. Sammler seltener Horrorklassiker können demnach bei jeder Veröffentlichung zugreifen.
 
 
 


 
 
 

RAGMAN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Blu-ray KeepCase)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover A)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover B)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Trick or Treat; USA 1986

Genre: Horror, Klassiker, Musik, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover | Mediabook | Hartbox

Extras: Movie Cops – Horns up for Horror, Bang your Head, Filmografien, Bildergalerie, Originaltrailer, Trailershow | zuaärtlich im Mediabook noch eine Soundtrack-CD und ein Booklet

Veröffentlichung: Mediabook: 30.01.2014 | KeepCase: 14.10.2016

 
 
Neben zwei limitierten Mediabooks mit zusätzlichem Booklet und Soundtrack-CD wurde der Film auch in diversen Hartboxen veröffentlicht. Seit Herbst 2016 kann man RAGMAN – TRICK OR TREAT auch in Deutschland als Blu-ray KeepCase im Handel erwerben und muss keine Umwege über das deutschsprachige Ausland in Kauf nehmen. Die darin enthaltene Filmfassung ist selbstverständlich ungeschnitten.
 
 

Ragman – Trick or Treat [Blu-ray KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

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RAGMAN – Trailer

 
 

 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Freakshow (1988)
 
Die Killerhand (1999)
 


Filmkritik: „I Am Not a Serial Killer“ (2016)

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I AM NOT A SERIAL KILLER

Story

 
 
 

Der Teenager John Cleaver bezeichnet sich selbst als Soziapath und versucht alles daran zu tun, dass er nicht selbst zum Killer mutiert. Doch als im Städtchen Clayton der Tod die Runde macht, kann er die Bestie in sich nicht mehr im Zaum halten.

 
 
 


 
 
 

I AM NOT A SERIAL KILLER – Kritik

 
 
 
Facettenreich sein und mal was anderes ausprobieren. Schauspieler CHRISTOPHER LLOYD ist eigentlich dafür berüchtigt in familientauglichen Filmen für Spaß zu sorgen. So hat er sich als verrückter Professor in der ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT-Trilogie selbst ein Denkmal gesetzt und scheint nun am Höhepunkt seiner Karriere mal die Fronten wechseln zu wollen. Im Film I AM NOT A SERIAL KILLER überrascht er mit ungewohnt ernster Miene und ist zur Abwechslung keiner von den Guten – sondern blutgeil und böse. Hinter dem ungewöhnlichen Horror-Krimi steckt Regisseur BILLY O’BRIAN, der mit THE HYBRID und ISOLATION schon einige Ausflüge ins Horrorfach gewagt hat. Mit I AM NOT A SERIAL KILLER versucht er sich nun auch als ernstzunehmender Filmemacher zu behaupten, was durchaus fruchten könnte, denn hinter dem Titel steckt weit mehr als trivialer Fast-Food-Horror fürs Heimkino.
 
 
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Weil er der Mutter immer beim Präparieren von Leichen hilft und sich für das Treiben von Serienmörder interessiert, ist John (MAX RECORDS – der kleine Junge aus WO DIE WILDEN KERLE WOHNEN) ein Außenseiter und wird an der Schule gehänselt. Doch sein Interesse an der dunklen Seite von Menschen kommt nicht von ungefähr. Der Fünfzehnjährige ist nämlich fest davon überzeugt ein Soziopath zu sein und dass es sein Schicksal ist, selbst ein Serienkiller zu werden. Deswegen hat er eine Reihe von Regeln aufgestellt, die ihn daran hintern sollen ein Mörder zu werden. Doch der gute Vorsatz gerät ins Wanken, als im Heimatort obskure Dinge geschehen. Übel zugerichtete Leichen werden gefunden und ominöse Ölspuren an den Tatorten werfen Fragen auf. Leider ist die Polizei ratlos und tappt bei den Ermittlungen im Dunkeln. Als der Teenager mal wieder desorientiert durch die Straßen der Kleinstadt schlendert, kommt John dem geheimen Doppelleben des alten Mr. Crowley (CHRISTOPHER LLOYD) auf die Schliche. Der wohnt im Haus gegenüber und ist dem Schüler eigentlich als freundlichen Nachbar bekannt. Doch der Rentner kann auch anders. Als er dem betagten Herrn mit dem Fahrrad folgt, macht er im Wald eine schreckliche Entdeckung. Mr. Crowley scheint nämlich etwas zu verbergen von dem niemand erfahren soll. Doch das schreckt den Jungen nicht ab. Der entwickelt eine Faszination für die Taten des alten Mannes und wird so in einen Strudel von Umständen gezogen, aus dem es bald kein Entkommen mehr gibt.
 
 
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Der Horrorthriller I AM NOT A SERIAL KILLER basiert auf dem gleichnamigen Roman von DAN WELLS, der hierzulande unter dem Titel ICH BIN KEIN SERIENKILLER in die Buchläden gebracht wurde und der erste Teil einer Thriller-Serie ist. Zu der gehören auch die Folgeromane MR. MONSTER, I DON’T WANT TO KILL YOU, THE DEVIL’S ONLY FRIEND und OVER YOUR DEAD BODY, die die Geschehnisse um den jungen John Cleaver weiterspinnen. Wie schon das Buch, bleibt auch die Verfilmung des ersten Bandes Antworten schuldig. So bekommt es der Filmheld hier mit einem dämonischen Serienkiller zu tun, der offenbar wahllos Menschen tötet und sie ihrer Organe beraubt. Welches Ziel er damit verfolgt und wie er so lange im Geheimen morden konnte bleibt ungeklärt, denn Regisseur BILLY O’BRIAN hält sich weitestgehend an der packenden Buchvorlage, die sich vor einigen Jahren unter Horrorlesern zum Geheimtipp mauserte. Mit stimmiger 1980er Atmosphäre (der Film spielt aber in der Gegenwart) und ungeschliffene Indie-Optik wird schauriger Kleinstadt-Horror bewirkt, der vielerorts an die vielen Geschichten des jungen STEPHEN KING erinnert. So bahnt sich das Grauen langsam seinen Weg durch den Film und zeigt sich während eines nervenaufreibenden Showdown in ganzer Pracht auf der Mattscheibe. Trotz Horror- und Mystery bleiben aber nicht die Figuren auf der Strecke. Denen wird eine detaillierte Entwicklung eingeräumt. Allen voran Held John, der zwar unnahbar bleibt aber schnell wegen seiner eigensinnigen Art zum Sympathieträger avanciert. Der eigenbrötlerische Schüler begibt sich auf eine mysteriöse Serienkillerjagd und entfacht dabei just genau das Böse in sich, das er eigentlich nicht ausbrechen lassen wollte. Eine obskure Metamorphose, die den eher ruhig erzählten Film über weite Strecken spannend macht, weil lang ungewiss bleibt, wohin die Reise gehen wird. Dafür muss man Macher BILLY O’BRIAN an dieser Stelle Lob aussprechen. Der hat mit seinem Coming-of-Age-Schauer einen ungewöhnlichen Horrorthriller gedreht, der gerade wegen seinen ungewöhnlichen Charakteren und der bizarren Atmosphäre viele Horrorfilme neueren Datums in den Schatten stellt. Wer das nicht glaubt, sollte sich eines Besseren belehren lassen, denn I AM NOT A SERIAL KILLER klärt mal wieder auf, dass unkonventionelle Horrorfilme aus dem Indie-Bereich nun mal die besseren Horrorfilme sind.
 
 
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I AM NOT A SERIAL KILLER – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Sehenswerter Horror-Geheimtipp irgendwo zwischen DONNY DARKO und NAKED LUNCH. I AM NOT A SERIAL KILLER ist Indie-Horror wie er im Buche steht. Zwischen ungeschliffener Griesel-Optik und eigensinnigem Retro-Sound verbirgt sich ein unkonventionelles Coming-of-Age-Drama, das King’schem Kleinstadt-Horror ein neues Gesicht gibt. Wenn sich hinter der Fassade des liebenswerten Nachbarn das ultimative Böse verbirgt. Das sind eigentlich Geschichten mit denen der Horrorautor STEPHEN KING bekannt geworden ist. I AM NOT A SERIAL KILLER ist aber keine weitere Verfilmung aus der Mache des beliebten Gruselschriftstellers. Hinter dem Streifen verbirgt sich zwar auch eine Romanadaption; die kommt aber aus der Feder von DAN WELLS, der vor einigen Jahren mit den Geschichten um Antiheld John Cleaver bei Horrorlesern auf Zustimmung stieß. Die Filmumsetzung hält sich nah an der Vorlage und überzeugt gerade wegen seiner glanzlosen Machart und den guten Darstellern auf ganzer Linie. So gibt es ein Wiedersehen mit CHRISTOPHER LLOYD, der hier abermals mit Vielseitigkeit begeistert. Statt Späßen ist diesmal Schluss mit lustig, denn der in die Jahre gekommene Schauspieler verkörpert diesmal einen von den Bösen. Eine Rolle, die dem betagten Altstar erstaunlich gut steht. Umso mehr sei dieser sehenswerte Genrefilm jedem ans Herz gelegt, der eine Schwäche für ungewöhnliche Geschichten und eigensinnige Charaktere besitzt. Da kann man nur hoffen, dass die Leinwandumsetzung zu I AM NOT A SERIAL KILLER gut beim Publikum ankommt. Wäre da das Fall wäre es begrüßenswert, wenn Regisseur BILLY O’BRIAN auch die Folgeromane auf haargenau gleiche Weise fortführt.
 
 
 


 
 
 

I AM NOT A SERIAL KILLER – Zensur

 
 
 
Die Morde in I AM NOT A SERIAL KILLER passieren entweder in weiter Ferne oder im Off. Sonderlich blutig ist der Film demnach nicht. Immerhin gibt es einige übel zugerichtete Leichen auf dem Untersuchungstisch der örtlichen Leichenschauhauses zu sehen. Hierzulande gab es dafür eine FSK16.
 
 
 


 
 
 

I AM NOT A SERIAL KILLER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Indeed Film (Blu-ray im KeepCase mit Schuber)

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(c) Indeed Film (limitiertes Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: I Am Not a Serial Killer; Großbritannien | Irland 2016

Genre: Horror, Thriller, Mystery

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.66:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 104 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Limitiertes Mediabook | KeepCase mit Wendecover und im Schuber

Extras: Early 2011 Mood Promo, Behind the Scenes, Deleted Scenes | im Mediabook zusätzlich: 72 Seiten Leseprobe des Originalromans

Release-Termin: 24.02.2017

 

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I AM NOT A SERIAL KILLER – Mediabook

 
 
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I AM NOT A SERIAL KILLER – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Indeed Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Stepfather (2009)
 
The Stepfather (1987)
 
House at the End of the Street (2012)
 
One Hour Photo (2002)
 


Filmkritik: „Satanic“ (2016)

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SATANIC

Story

 
 
 

Vier Freunde sind am Thema Satanismus interessiert und öffnen durch Neugierde und Unachtsamkeit einer höheren Macht die Pforte zur Welt der Lebenden.

 
 
 


 
 
 

SATANIC – Kritik

 
 
 
Wenn das Drehen von Serien allein irgendwann keine Erfüllung mehr mit sich bringt, macht man eben Horrorfilme – und sind die Drehbücher dahinter auch noch so mies. Ganz ähnlich dürfte sich das Regisseur JEFFREY G. HUNT gedacht haben. Der fabriziert seit 2006 Serienfolgen am Fliessband und hat so Episoden zu TV-Hits wie CSI: NY, HAWAII FIVE-0 oder FRINGE beigesteuert. Offensichtlich hat’s ihn mit der Zeit gelangweilt, weshalb er nun seinen ersten Film gemacht hat. Jetzt kann er auch dem Publikum zeigen, über welche Untiefen der Ozean der Langeweile doch verfügt. Mit SATANIC hat sich der serienerprobte Hunt leider keinen Gefallen getan. Das verfilmte Drehbuch aus der Feder von ANTHONY JASWINSKI muss Ausschuss gewesen zu sein. Hier stimmt leider gar nichts und das von der ersten Minute an. Bei einer so desaströsen Grundlage wundert es schon sehr gewaltig, dass der Drehbuchautor ebenso für die Skripts zu THE SHALLOWS und KRISTY – LAUF UM DEIN LEBEN verantwortlich zeichnet. Zieht man die genannten Horrorempfehlungen zum Vergleich heran, will man irgendwie nicht so recht glauben, dass die gleiche Person auch den äußerst beliebigen SATANIC verbrochen haben soll. Vermutlich litt ANTHONY JASWINSKI aber wohl einfach nur unter einen Schreibblockade und musste unter Zeitdruck abliefern. Nur so lässt sich der Schlamassel erklären, der dem Zuschauer mit SATANIC zugemutet wird.
 
 
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Vier Mittzwanziger wollen ein paar okkulte Orte und Sehenswürdigkeiten Amerikas abklappern und bleiben in Los Angeles hängen, wo sie in den Hollywood Hills auch auf den Pfaden der brutalen Manson Morde wandeln. In einem okkultistischen Laden wittern die vier den Höhepunkt ihrer Reise. Der Ladenbetreiber macht einen verdächtigen Eindruck, weshalb die Freunde auf den Ladenschluss warten und ihm folgen. Er führt die Gruppe unwissend zu einem geheimnisvollen Ort, wo Satanisten ein mysteriöses Ritual durchführen, bei dem die attraktive Alice geopfert werden soll. Doch dazu kommt es nicht. Die Freunde unterbrechen versehentlich die Zeremonie und machen die Sektenmitglieder zornig. Was bleibt ist die Flucht, die immerhin heil im Hotelzimmer und mit verlorenem Telefon endet. Am nächsten Tag meldet sich ein ehrlicher Finder zurück. Es ist das vermeintliche Opfer Alice, die viel zu erzählen hat. Prompt werden im Hotelzimmer Beschwörungsrituale gehalten und ein Hexenbrett kommt zum Einsatz. Wenig später öffnet sich das Tor zu Hölle und die gute ist Alice tot. Was folgt braucht hier wohl nicht weiter erläutert werden, denn der Ausgang von SATANIC ist austauschbar. Die neunmalklugen Protagonisten haben durch Neugierde und Unachtsamkeit etwas Böses befreit, dass nun Jagd auf Menschen macht. Wetten, dass keiner der Freunde überleben wird?
 
 
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Mit Sicherheit hat jeder Filmfan schon einmal folgende Streifen im Player gehabt. Filme, die so furchtbar langweilig sind, dass einem deshalb die Augen schwer werden und die einen gegen Ende aus dem Schlaf reißen, weil Tontechniker dreist an den Lautstärkereglern gedreht haben. SATANIC reiht sich in die Reihe jener fiesen Muntermacher ein, die wohl einzig deshalb gemacht wurden, um den Zuschauer zu ärgern. Regisseur JEFFREY G. HUNT macht alles falsch, was man beim Drehen von Horrorfilmen falsch machen kann. Er war wohl um Neuerungen bemüht, verzettelt sich aber ziemlich früh mit seinem Plan, wie er den Zuschauer Unbehagen bescheren möchte. Konfus und unüberlegt geht es nämlich in SATANIC zugange, der nicht nur elendig langweilig ist, sondern ebenso gemein blendet, weil er falsche Erwartungen schürt. So streift der Film früh das Okkult-Fach und lässt das Publikum im Glauben, dass sich hier vier Freunde bei einem skrupellosen Satanismus-Kult unbeliebt machen. Doch während man Satanisten zu Beginn heimlich beim Opferritual über die Schulter schaut, haben die Macher dann doch andere Pläne. SATANIC hat wenig mit Sekten oder Ritualen am Hut. Vielmehr verliert sich der Streifen im Dämonen- und Geistergenre, lässt Protagonisten unbedacht mit Hexenbrettern spielen, damit finstere Mächte den Weg in die Menschenwelt finden. Bekanntes Terrain also, wie es in letzter Zeit erschreckend oft über die Bildschirme geflimmert ist. Leider lässt sich der Film zu lange damit Zeit, um endlich mal in die Gänge zu kommen. Erst nach einer knappen Stunde Laufzeit beginnt das große Sterben und den neugierigen Freunden geht’s an den Kragen. Bis es jedoch soweit ist, wird viel Sitzfleisch und Geduld vorausgesetzt. Für einen Horrorfilm sind das keine guten Voraussetzungen – vor allem dann nicht, wenn langes Warten müde macht. Demzufolge sollte man ausgeschlafen sein und Erwartungen herunterschrauben, denn so satanistisch wie es der Filmtitel suggeriert, ist SATANIC keineswegs. Möge Regisseur JEFFREY G. HUNT für diesen Zeiträuber in der Hölle schmoren und sich beim Satan höchstpersönlich für diesen Schnellschuss entschuldigen.
 
 
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SATANIC – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Hier sparste Dir die Schlaftablette. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn Regisseur JEFFREY G. HUNT einen harten Sektenthriller über einen satanischen Kult auf Film gebannt hätte, wie sie derzeit wieder in Mode kommen. Dann wären alle glücklich gewesen. Doch statt Satanisten beim Opfern zu begleiten und die Geschehnisse im Blut zu ersäufen, wird es mal wieder 08/15. Böse Mächte aus einer anderen Welt wollen vier unschuldigen Mittzwanzigern an den Kragen. Ein Hexenbrett hier, ein paar paranormale Momente dort – fertig ist SATANIC, ein Schnarcher vor dem Herrn. Der Spannungsbogen fehlt gänzlich – Schockmomente ebenso. Die hat man versucht irgendwie in den letzten zehn Minuten abzuhaken. Leider verfehlen die ihre Wirkung, denn offensichtlich geraten Drehbuch und Geschehnisse am Ende vollkommen außer Kontrolle, so dass ein Folgen nahezu unmöglich gemacht wird. Auch wenn SATANIC in visueller Hinsicht vielen billigen Videoproduktionen um Längen voraus ist, kann dieser Film leider gar nichts. Ein treffender Beweis dafür, dass immer noch gute Geschichten und Ideen mehr wert sind, als glattgebügelte Optik und nett getrickste Spezialeffekte.
 
 
 


 
 
 

SATANIC – Zensur

 
 
 
Wer glaubt, dass in SATANIC die Post abgeht, irrt sich gewaltig. Die wohl grausamsten Szenen beschränken sich auf einen Kehlenschnitt sowie einer gebrochenen Nase. Am Ende sieht man in einer Szenen kurz, wie eine Frau mit einer Zimmerdecke verschmolzen ist. Ebenso wurden einer Protagonistin die Arme abgetrennt und der Mund zugenäht. Klingt zwar alles ziemlich reißerisch, ist aber Kinderfasching. SATANIC dürfte in Deutschland eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

SATANIC – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Magnolia Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Demonic (2015)
 
The Ouija Experiment (2011)
 
The Midnight Game (2013)
 


Filmkritik: „The Darkness“ (2016)

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THE DARKNESS

(6 MIRANDA DRIVE)

Story

 
 
 

Eine Familie bringt aus dem Urlaub am Grand Canyon ein ganz merkwürdiges Souvenir mit nach Hause. Dort passieren bald seltsame Dinge.

 
 
 


 
 
 

THE DARKNESS – Kritik

 
 
 
KEVIN BACON und RADHA MITCHELL (SILENT HILL und dessen Fortsetzung) in einem Horrorfilm von der Stange im Kaufhaus. Was die beiden Schauspieler geritten hat, in THE DARKNESS mitzuspielen, dürfte wohl auf ewig ein großes Rätsel bleiben oder sich auf den Bankkonten der beiden abgespielt haben. Mehr als 08/15-Gruselei wird hier nicht geboten. Abermals sagen BLUMHOUSE PRODUCTIONS (EXITUS, SINISTER und das MARTYRS-Remake) Horrorfans mit Hirn den Kampf an. Die Produktionsfirma ist berüchtigt, Genrefilme für den Massenmarkt zu produzieren und sich dabei auf bekannten Horrorpfaden zu bewegen. Auf dass der Kinozuschauer beim Gruseln nicht überfordert werden möge. Immerhin hatte man mit dieser stets gleichen Mixtur aus Schreck und Schauer oft Glück. Viele der hauseigenen Leinwand-Schocker wurden – gerade wegen der überraschungsarmen Gruseltaktik – zu Kassenhits, was vor allem für jene Regisseure bitter gewesen sein dürfte, die an ambitionierten Indie-Projekten tüfteln und den Horrorfans auch mal Unkonventionelles bieten.
 
 
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Von Unkonventionellem oder Unverbrauchtem ist THE DARKNESS weit entfernt. Regisseur GREG MCLEAN gab sich die Blöße und hat kommerzielles Popcorn-Kino inszeniert, in dem eher die Spezialeffekte in Erinnerung bleiben als Geschichte oder Schauspieler. Fernab seiner üblichen Handschrift bekleckert sich Macher GREG MCLEAN nicht mit Ruhm. Zuletzt hatte er wegen derber Gewaltdarstellungen in WOLF CREEK 2 für Furore gesorgt und kam damit beim Publikum gut an. Umso verwunderlicher, warum er der Linie nicht treu geblieben ist. Blutorgien gibt es diesmal nicht zu sehen. Der gewalterprobte Macher versucht sich im Geister-Einmaleins. Das bedeutet: weniger Explizites, dafür mehr subtiler Budenzauber. Ob sich der Australier diese Entscheidung gut überlegt hat?
 
 
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Von nervigen Kindern und nicht sonderlich schlauen Dämonen. THE DARKNESS begleitet eine Familie beim Urlaub am Grand Canyon. Dort entdeckt der autistisch veranlagte Sohnemann fünf seltsame Steine in einer geheimen Höhle und nimmt sie mit nach Hause. Daheim ereignen sich bald schaurige Dinge. Der Junge verhält sich schräg und plaudert mit einer unsichtbaren Freundin. Erst will er Großmutters Katze an den Kragen, später zündet er sein Kinderzimmer an. Die Eltern (BACON und MITCHELL) sind ratlos und recherchieren im Internet. Dort wird man schnell fündig. Bösartige Dämonen! Dunkelheit soll über die Menschen kommen und ihre Zerstörung bewirken. Weil die Schattenwesen versehentlich aus ihrem Gefängnis befreit wurden, haben sie nun leichtes Spiel. Doch natürlich kommt alles anders. Weil THE DARKNESS nun mal ein Hollywood-Film ist, siegen am Ende die Guten über das Böse. Gott sei Dank.
 
 
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Wer schon ein paar Gruselfilme aus der Traumfabrik auf dem Schirm hatte, wird sich hier reichlich unterfordert fühlen. THE DARKNESS erfindet das Rad nicht neu und orientiert sich beim Angstmachen lieber an Altbewährtem. Vergleicht man die Vorgehensweise des Streifens, sind Parallelen zu anderen Filmen aus dem Hause BLUMHOUSE nicht von der Hand zu weisen. Das Produktionsstudio scheint an Geistern, Dämonen und Spuk einen Narren gefressen zu haben und produziert paranormalen Hokuspokus am Fließband. Nach ständig ähnlicher Machart (siehe: DER KULT, INSIDIOUS: CHAPTER 3 und JESSABELLE) – vermutlich solange sich dafür noch Zuschauer begeistern lassen. Leider ist die altbewährte Gruselrezeptur in THE DARKNESS aufgrund ihrer Vorhersehbarkeit nicht gerade Spannungsgarant. So passieren erst unerklärliche Phänomene, die natürlich ergründet werden müssen. Ist man erst des Rätsels Lösung ein Stück näher gekommen, muss ein Geisterjäger her. Der scheucht im Finale das Böse auf, um es zurück dahin zu weisen, wo es hergekommen ist. Das ist nicht gerade das, wofür man im Kino Geld für ein Kinoticket ausgeben müsste, wenn man doch gleiche Schauergeschichten in jeder drittklassigen Vorabendserie oder günstig gedrehten Videoproduktion zu sehen bekommt. Immerhin werden Besitzer von Heimkinoanlagen kurze Gänsehautmomente bekommen. In den letzten zehn Minuten wird an lauten Spezialeffekten nicht gegeizt. So durften Effekte-Macher und Tontechniker zeigen, was sie können. Besser macht das THE DARKNESS leider keineswegs.
 
 
 


 
 
 

THE DARKNESS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Einfallsloser dafür aber starbesetzter Gruselfilm, der sich recht unverfroren bei Klassikern wie POLTERGEIST oder THE AMITYVILLE HORROR bedient. Was jedoch dort seinerzeit für Gänsehaut gesorgt hat, ist in THE DARKNESS kalter Kaffee, weil der Film müde die ausgelutschten Etappen gängiger Geister- und Spukfilme abhakt. Das macht den kommerziellen Schnarcher vorhersehbar und verursacht Langeweile. Neue oder gar frische Ideen sind in diesem Gruselstreifen Mangelware. Übrigens stoßen zwei Schauspieler im Film erneut aufeinander. KEVIN BACON und JENNIFER MORRISON trafen sich bereits am Set zum Geisterthriller ECHOES – STIMMEN AUS DER ZWISCHENWELT. Leider scheinen alle Schauspieler im Film – wie das Drehbuch – ebenfalls gelangweilt und unterfordert zu sein. Zudem will man das Gefühl nicht loswerden, als wären KEVIN BACON und RADHA MITCHELL als leidgeplagte Eltern für die Rollen ungeeiget. Die wollen so rein gar nicht harmonieren und dürften die Arbeit an THE DARKNESS nur deshalb angenommen haben, weil es genug Zaster gab. THE DARKNESS ist eine Enttäuschung und mal wieder Beweis dafür, dass selbst bekannte Schauspieler einen Horrorfilm mit miserablem Drehbuch nicht besser machen können.
 
 
 


 
 
 

THE DARKNESS – Zensur

 
 
 
Gewalt gibt es im Film nicht zu sehen. Eines der Filmkinder wird von einem Hund gebissen. Am Ende werden einigen Protagonisten am Boden liegende Gegenstände entgegengeschleudert und verletzen die Haut. THE DARKNESS hat in Amerika eine PG13-Freigabe erhalten. Hierzulande gab es in ungeschnittener Form eine FSK16.
 
 
 


 
 
 

THE DARKNESS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NEW KSM (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Darkness; USA 2016

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (DTS-HD MA 5.1), Englisch (DTS-HD MA 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: FSK16

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Alternatives Ende, Entfallene Szenen, Trailer, Bildergalerie

Release-Termin: 13.03.2017

 

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THE DARKNESS – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei: NEW KSM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Insidious (2010)
 
Poltergeist (1984)
 
The Dead Room (2015)
 


Filmkritik: „The Offering“ (2016)

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THE OFFERING

(THE FAITH OF ANNA WATERS)

Story

 
 
 
Eine junge Frau reist nach Singapur, um ihrer verstorbenen Schwester die letzte Ehre zu erweisen. Kaum angekommen, muss sie den Kampf gegen eine böse, höhere Macht aufnehmen.

 
 
 


 
 
 

THE OFFERING – Kritik

 
 
 
Liebe Kinder, es ist mal wieder Zeit für unheimlichen Kontakt mit dem Jenseits. Immerhin – haben wir doch über Geisterfilme schon mindestens fünf Tage nicht mehr berichten dürfen. Offensichtlich lässt sich damit immer noch ziemlich viel Geld verdienen, auch wenn sich in den letzten zehn Jahren grob jede zweite Horrorproduktion mit paranormalen Ereignissen beschäftigt hat. Schaurige Begegnungen mit Wesen von der anderen Seite sind auch im Mysterythriller THE OFFERING Programm, der in einigen Ländern auch als THE FAITH OF ANNA WATERS vermarktet wird und Freunde gepflegten Gruselns ansprechen soll. In diesem Durchgang wird der Zuschauer mit nach Asien genommen, wo Spuk in Singapur auf ihn wartet. Bewanderten Genrefans packt da das Grausen – nicht aber des Horrors wegen. Seit RINGU in den 1990ern weltweit einen asiatischen Geisterboom einläutete, sind bis heute unzählige Mädchen schleimhaarig und schon länger tot aus Brunnen oder TV-Geräten geklettert. Das bereitet nur noch wenig westlichen Zuschauern Gänsehaut. Es sei aber versichert, dass THE OFFERING nichts mit den typisch asiatischen Geisterfilmen am Hut hat – auch wenn die fernöstliche Kulisse Gegenteiliges vermuten lässt. Hier kreischen sich vornehmlich amerikanische Schauspieler um Kopf und Kragen. Die Handlung erfindet das Rad nicht neu und laute Jump Scares erinnern an jüngstes Gruselfutter, das zwar atmosphärisch aber nicht immer sonderlich intelligent die Multiplexe heimsucht. Regisseur KELVIN TONG geht konventionelle Wege und orientiert sich beim Spuken an amerikanischem Gruseleinerlei – auch wenn er eigentlich von dort kommt, wo sein selbst geschriebener Streifen spielt. Mit THE OFFERING hat er schreckliche wie schreckensreiche Horrorware inszeniert, wie man sie im amerikanischen Kino gerne sieht. So lassen sich weder Kurzweiligkeit, noch Professionalität so ganz von der Hand weisen. Dennoch mangelt es dem Streifen an Eigenständigkeit und Cleverness. Fans glattgebügelten Horror-Mainstreams wie THE CONJURING oder INSIDIOUS dürfte das nicht weiter stören. Für die wurde der Film gemacht.
 
 
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Im Film wird die Journalistin Jamie Waters (ELISABETH RICE) mit einer Familientragödie konfrontiert. Ihre Schwester hat sich wegen einer unheilbaren Erbkrankheit vor der Webcam das Leben genommen, weshalb Jamie nach Singapur reist, um der Verstorbenen ihre letzte Ehre zu erweisen. Kaum angekommen, wird die junge Frau mit einer weiteren Hiobsbotschaft konfrontiert. Auch bei der kleinen Nichte (ADINA HERZ) wurde eben dieses Huntington diagnostiziert – eine bis heute unheilbare Erbkrankheit des Gehirns, die unweigerlich zum Tod des Patienten führt. Doch das Mädchen lässt sich trotz des bitteren Schicksals nicht beirren und ist fest davon überzeugt, dass ihre Mutter nach sieben Tagen zurückkehren wird. Sie beginnt plötzlich Freundschaft mit einem unsichtbaren Wesen zu schließen, das im Haus ein und aus geht. Wer schon ein oder zwei Geisterfilme gesehen hat, dürfte den weiteren Verlauf der Handlung voraussagen können. Offensichtlich hat das kleine Mädchen einen guten Draht zu den früheren Eigentümern des Gebäudes, die nun rastlos durch die Räume wandeln und etwas mitteilen wollen. Doch der Spuk wird bald zum kleineren Problem. In THE OFFERING wird es nämlich in der Halbzeit ganz schön abstrus. Etwas Böses macht sich das Internet zu eigen und attackiert die Webseiten verschiedener Kirchen. Zudem sterben plötzlich Menschen auf grausame Weise vor den Webkameras ihrer Laptops. Die Polizei steht vor einem Rätsel, doch Journalistin Jamie ahnt Schlimmes. Sie findet bald Parallelen zwischen dem tragischen Selbstmord der Schwester und den merkwürdigen Begebenheiten, die die Gegend in Angst und Schrecken versetzen.
 
 
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Eigentlich hätte aus THE OFFERING ganz gute Spukunterhaltung werden können, wäre da nicht der seltsame Richtungswechsel, der die Geschichte zwanghaft versucht in die Dämonen-Schublade zu zwängen. Was eigentlich paranormal beginnt, driftet nämlich bald ins Okkulte ab. Die Spukerscheinungen in der ersten Hälfte sind nur Vorwand. Ein oller Dämon ist das Hauptproblem und versucht einen Weg in die Welt der Lebenden zu finden. Der macht nicht einmal vor moderner Technologie halt und nutzt sie für eigene Zwecke. Ob Emailpostfächer oder Webseiten – nichts ist vor dem sogenannten „Leviathan“ sicher, der eine gewisse Leidenschaft fürs Hacken von Webseiten besitzt und sich auch gerne mal in menschliche Körper einnistet. Das hört sich – mit seiner zugegebenermaßen innovativen Idee der Gleichsetzung von Mensch und Computer als besetzbarem Opfer – bescheuert an und ist’s auch: ziemlicher Käse. Scheinbar war KELVIN TONG um eine besonders außergewöhnliche Handlung bemüht, die man so wohl noch nicht gesehen hat. Leider wirkt das Gebräu, als mussten hier zwei Geschichten in einem Film untergebracht werden. Irgendwie fühlt sich der Übergang vom Geisterfilm- ins Okkultismusfach reichlich erzwungen an, was THE OFFERING natürlich nicht förderlich ist – vor allem wenn es um Logik geht.
 
 
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Wer diese Logik voraussetzt, um einen Horrorfilm genießen zu können, wird hier das kalte Grausen bekommen. Kein Wunder. Zufälligkeiten und Plotlücken geben sich die besessene Klinke in die Hand und stricken eine Handlung, die ziemlich unglaubwürdig ist. Nichtsdestotrotz funktioniert der haarsträubende Mix aus Geister- und Dämonenblödsinn zumindest auf der Spannungsebene. Regisseur KELVIN TONG beweist Geschick für Atmosphäre, Schocks und Kameraführung. Somit fesselt er den Zuschauer, der natürlich wissen möchte, wie THE OFFERING ausgeht. Weil’s jedoch ein amerikanischer Grusler herkömmlicher Rezeptur ist, dürfte jedem klar sein, dass ein Happy End nicht ausbleiben wird. Hinzu kommt, dass THE OFFERING offen endet, was bei konventionell gestrickten Horrorfilmen dieser Tage zum guten Ton gehört. Demzufolge kann der Film durchaus interessant sein, wenn man denn die eigenen Erwartungen herunterschraubt und den Kopf ausstellt. Wer allerdings sein Hirn beim Schauen von Horrorfilmen gebrauchen möchte, ist hier falsch.
 
 
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THE OFFERING – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Schauriger Gruselfilm mit ausreichend Schockmomenten, bei dem das Effekt-Team im Finale zeigen darf, was es kann. Leider hat THE OFFERING ein Problem. Der Streifen orientiert sich starr an amerikanischen Konventionen für Spuk- und Geisterfilme. Somit sind viele Szenenabläufe vorhersehbar. Weil Macher KELVIN TONG jedoch – ziemlich haarsträubend – Geister- und Okkultgenre verbindet, bleibt die Angelegenheit zumindest größtenteils spannend. Was in THE OFFERING passiert, ist schlussendlich Käse. Die Handlung trägt derart dick auf, dass sich erfahrene Zuschauer das Kopfschütteln nicht werden verkneifen können. So wird ein Tablet zum Ouija-Board umfunktioniert und Dämonen hacken sich in Webseiten ein. Unzählige Horrorelemente landen in einem Topf, sollen möglichst reißerisches Gruselvergnügen garantieren. Geister spuken durch Herrenhäuser, Dämonen sorgen für Chaos und der obligatorische Exorzismus darf auch nicht fehlen – Halleluja. Trotz Horror-Quatsch mit Soße beweist der Regisseur immerhin ein gutes Gespür für Spannungsaufbau und gut platzierte Schocks. Da geht sogar durch, dass im Film dreist Friedkins DER EXORZIST vergewaltigt und dessen berühmte Kopf-dreh-Szene kopiert wird. Wer Horror-Mainstream mag, kommt auf seine Kosten. Alte Horrorhasen, deren Herzen für nostalgische Geister- und Okkult-Klassiker der 1970er und 1980er schlagen, dürften sich aufgrund der einfältigen Zitate und der logikfreien Handlung schwerer mit THE OFFERING tun.
 
 
 


 
 
 

THE OFFERING – Zensur

 
 
 
Vor der Webcam bringen sich einige Protagonisten auf unterschiedliche Weise um. Zudem wird Unheil durch Spuk und Exorzismus heraufbeschworen. Hierzulande dürfte THE OFFERING ohne Probleme mit einer FSK16 erscheinen.
 
 
 


 
 
 

THE OFFERING – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei MOMENTUM PICTURES)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Backtrack (2015)
 
Sensoria (2015)
 
The Entity (2015)
 
Demonic (2015)
 
The Atticus Institute (2015)
 


Filmkritik: „The Dead Room“ (2015)

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THE DEAD ROOM

Story

 
 
 

Zwei Wissenschaftler und ein Medium gehen einem gar schaurigen Spuk auf den Grund. In einem alten Farmhaus irgendwo im Hinterland Neuseelands sollen sich unheimliche Dinge ereignet haben, die von den Forschern näher untersucht werden wollen. Leider kommt wie immer alles anders, denn eine bösartige Präsenz lehrt die Hobby-Geisterjäger das Fürchten.

 
 
 


 
 
 

THE DEAD ROOM – Kritik

 
 
 
Was ließe sich nicht alles mit einer Million Euro anstellen? Eine Villa kaufen, einmal um die Welt segeln oder ganz unverfroren: Komplett auf den Kopf hauen. Für letztgenannte Option entschied sich Filmemacher JASON STUTTER. Er hatte das Glück mit großzügigem Budget haushalten zu dürfen. So großzügig, dass so mancher Regisseur unabhängiger Horrorfilme nur mit den Ohren schlackern kann. Dass aber mit egal wie ausreichend vorhandenem Geld nicht zwangläufig ein guter Film entstehen braucht, verdeutlicht THE DEAD ROOM schmerzhaft. Für den Gruselfilm zeichnet nämlich genau dieser neuseeländische Regisseur verantwortlich, der nach (völlig zu Recht) unbekannten Titeln wie DIAGNOSIS: DEATH erneut ziemlichen Schlamassel abgeliefert hat – der aber immerhin visuell sein Geld wert ist. THE DEAD ROOM wandelt auf den Pfaden so erfolgreicher Spuk- und Geisterfilme wie THE CONJURING oder THE AMITYVILLE HORROR, die sich marketinggerecht brüsten, auf wahren Begebenheiten zu beruhen. So wurde THE DEAD ROOM ebenso von paranormalen Ereignissen inspiriert, die sich in einem Bauernhaus in Central Otago, Neuseeland zugetragen haben sollen. Irgendwann in den 1970ern haben dort zwei Wissenschaftler Spukerscheinungen untersucht und sind dabei auf ein Geheimnis gestoßen, das ihnen das Blut in den Adern gefrieren ließ. Die gleiche Geschichte soll nun auch beim Zuschauer für Gänsehaut sorgen. Leider vergebens, denn statt Originalität steht in der filmischen Umsetzung fade Vorhersehbarkeit auf dem Plan, die in erster Linie langweilt und tüchtig Müdigkeit verursacht.
 
 
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THE DEAD ROOM rückt zwei Parapsychologen in den Mittelpunkt, die zusammen mit einem Medium eine klapprige Hütte erkunden, in der es spuken soll. Die Vorbesitzer haben das Haus Hals über Kopf verlassen, weil sie Erlebtes zu Tode geängstigt hat. Das ruft freilich das Interesse der Forscher auf den Plan, die jegliche schaurige Vorkommnisse mit modernstem Equipment analysieren wollen. Schnell sind Kameras, Laptops und Bewegungsmelder aufgestellt, um übernatürliche Aktivitäten auf Film zu bannen. Doch der unsichtbare Haustyrann lässt auf sich warten. Erst nach mehrmaligen Anläufen und reichlich Warterei tut sich was. Eine bösartige Präsenz ist über die unangemeldeten Schlafgäste gar nicht erfreut. So fängt sie bald fürchterlich zu toben an, schlägt Türen zu und wirft mit Gegenständen um sich. Doch die Wissenschaftler lassen nicht locker. Sie finden heraus, dass sich am Ende des Flures ein Raum befindet, den der Geist interessanterweise meidet. Doch was hat es mit dem leeren Zimmer auf sich?
 
 
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Klischee an Klischee. THE DEAD ROOM vereint samt und sonders Elemente klassischer Spukstreifen, die schon in vielen ähnlich gestrickten Gruselfilmen der 1970ern und 1980er Programm waren. So schlagen regelmäßig Türen wie von Geisterhand zu und Gegenstände fliegen unvorbereitet durch Räume. Das mag vermutlich vor drei Jahrzehnten ziemlich gruselig gewesen sein; gefühlte tausend Geister-Heuler später ist das leider nicht mehr ganz so fesselnd wie damals. THE DEAD ROOM hat ein Problem und das nennt sich Einfallslosigkeit. Man muss kein Genie sein, um den Fortgang der Geschichte erraten zu können, denn der Film klappert relativ ermüdend alle Etappen gängiger Spukstreifen ab und hat zudem keinerlei Überraschungsmomente zu bieten. Die wichtigsten Szenen verrät – so ist das leider heute meistens – dabei übrigens der Trailer. Der fasst den Film in knapp zwei Minuten zusammen und lässt so mehr Zeit für die spannenden Dinge im Leben. Bleibt zu erwähnen, dass THE DEAD ROOM kein Film für mutige Geisterjäger ist. Der Schauertrip ist so überflüssig wie ein Sandkasten in der Sahara. Er gibt sich nicht einmal die Mühe, das schreckerprobte Publikum irgendwie zu unterhalten. Unvorhersehbare Schockmomente sind Mangelware und unheimliche Spezialeffekte gibt es – trotz einiger Dollars mehr auf Seiten des Produktionsbudgets – auch nicht. So sind Kamera und Ausleuchtung zwar vehement darum bemüht so etwas wie Atmosphäre zu bewirken – doch dank eines Drehbuchs, das so ausgetreten ist wie Omas Pantoffeln, dürften die meisten Horrorfans schnell nach der Fernbedienung greifen, um dem faden Spuk ein gnädiges Ende zu setzen. Ein geistloser Zeiträuber.
 
 
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THE DEAD ROOM – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
THE DEAD ROOM ist die neuseeländische Antwort auf PARANORMAL ACTIVITY. Schenkt man Regisseur JASON STUTTER Glauben, kam ihm die Idee zum Film während eines Besuches in einem heimischen Antiquitätengeschäft. Dort fand der Filmemacher ein altes Buch über Neuseelands Legenden und war schlichtweg so fasziniert von einer der dort verfassten Geschichten über eine Spukhütte, dass er daraus einen Film machen wollte. Er fand den Eigentümer des Gebäudes, lies sich durch das Haus führen und war fest davon entschlossen, den Film am Originalschauplatz zu drehen. Weil einige seltsame Dinge vorfielen, warf man aus Angst Pläne über Bord und baute die Hütte dann doch lieber im Studio originalgetreu nach. Das, verehrte Leser, ist Werbung. Im Interview lies Filmemacher JASON STUTTER stolz verlauten, dass er einen Film machen wollte, der ein unvergessliches Erlebnis für den Zuschauer werden sollte. Leider hat sich der Gute da etwas verzettelt – unvergesslich werden eher die quälend langen Sekunden sein, die das Publikum bis zum Anspann zahlen dürfte. THE DEAD ROOM ist kein nennenswertes Haunted-House-Movie, was nicht nur an mangelnder Originalität liegt. Vor allem der Schauplatz ist nicht gerade prädestiniert für Spukstreifen. Denkt man an Geisterfilme, hat man meist riesige Anwesen mit langen Fluren, dunklen Kellern und schaurigen Dachböden vor Augen. Die klapprige Hütte in THE DEAD ROOM sieht dagegen aus wie Kinderfasching. Enttäuschend von vorne bis hinten.
 
 
 


 
 
 

THE DEAD ROOM – Zensur

 
 
 
In THE DEAD ROOM spukt es gewaltig. Hier schlagen Türen von allein zu und Gegenstände fliegen durch den Raum. Tote gibt es nicht zu beklagen. Nur am Ende findet man einen verwesten Leichnam. Wegen der unheimlichen Atmosphäre und einige verstörenden Schocks dürfte der Film in Deutschland eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

THE DEAD ROOM – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Conjuring – Die Heimsuchung (2013)
 
Poltergeist (2015)
 
Poltergeist (1982)
 
Amityville Horror – Eine wahre Geschichte (2005)
 
Amityville Horror (1979)
 
The Occupants – Sie wollen dein Leben (2014)
 
I am ZoZo (2012)
 
Ghost of Goodnight Lane (2014)