Filmkritik: „Paintball Massacre: Paintball war noch nie so tödlich“ (2020)

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PAINTBALL MASSACRE: PAINTBALL WAR NOCH NIE SO TÖDLICH

(PAINTBALL MASSACRE)

Story

 
 
 
Eine Gruppe ehemaliger Mitschüler trifft sich zum Paintball spielen, doch was mit frechen Sprüchen und guter Laune beginnt, entwickelt sich alsbald zum Alptraum.

 
 
 


 
 
 

PAINTBALL MASSACRE – Kritik

 
 
Es ist ein sehr spezifisches Dilemma der vergeudeten Möglichkeiten im Horrorgenre, aber ein Dilemma nichtsdestotrotz: Meines Wissens nach existieren nur zwei Filme in denen Leute während eines Paintball-Spiels umgebracht werden und nicht nur heißt keiner davon „Painball“, nein, auch noch sind beide grottenschlecht und voll verschenkter Möglichkeiten. Doch während „Paintball“ von 2009 zwar langweilig, unmotiviert, schlecht gespielt und vorhersehbar ist, so weiß der Film zumindest eine gewisse inszenatorische Grundkompetenz aufzuweisen, die dem vorliegenden, 11 Jahre später entstandenen Werk komplett abgeht – und das bei so viel mehr Ambitionen und Ideen, als im ersten Farbschlachttötungsindiehorrorfilm.
 
 

„They’re gonna murder us, they’re all bald!“

 
 
Der kitschige, lahme und unpassende Rocksong im Menü warnt bereits vor, ein letztes Mal den Werbespruch „Hot Fuzz trifft auf Dog Soldiers“ gelesen und die Augen zum Himmel gerollt, dann startet es überraschenderweise mit sphärishcen, langsamen Klängen und Opening Credits, in denen jemand überlegt, sich umzubringen, stattdessen aber die Einladung zu einem Klassentreffen erhält und es sich anders überlegt. Nach gerade einmal 90 Minuten lernen wir unsere Charaktere dann auch direkt auf besagtem Klassentreffen kennen, welches scheinbar aus einem Barbesuch am Abend sowie einem Paintball-Match am nächsten Tag besteht und langsam aber sicher stellt sich tatsächlich so etwas wie eine Erwartungshaltung ein.
 
 

„Life is pretty much exactly like The Fast & Furious Movies.“

 
 
Denn Klassentreffen halte ich spontan für die mit spannendsten Events für gut geschriebene Filme, da hier massig Potential aus den alten Fehden und Freundschaften dieser untereinander bekannten, sich aber nicht unbedingt leiden könnenden Charaktere geholt werden kann, um für Anspannungen, witzige Partyszenen oder emotional treffende Szenarien zu sorgen. Und in der Tat: Innerhalb der nächsten 10 Minuten ist der britische Cast zwar dauerhaft am nuscheln und säuseln und schwierig zu verstehen, auch sind die Charaktere nicht unbedingt sympathisch, aber glaubhaft, realistisch genug sowie ordentlich gespielt alle mal. Namen werden vorgestellt, Anekdoten über Jobs ausgetauscht und ein mysteriöser, fast schon beunruhigender Barkeeper darf ein paar ominöse Warnungen aussprechen – soweit, so solide.
 
 

„Today is a good day!“

 
 
Hat man die bittere Realisation, dass das „Klassentreffen“ und demnach auch die Anzahl der Paintballspieler sich wohl auf Zehn Menschen beschränken, geschluckt, geht es im launigen Aufbau mit overactenden, unrealistischen aber auf stumpfe und eben darum auch so amüsante Weise, witzigen Paintball-Guides weiter, die sich Wortgefechte liefern und gerade die vorlaute, einen großen Ausschnitt tragende, dauerhaft lästernde Göre der Gruppe zurechtweisen. Gerade diese Szenen gehören mit Synchro übrigens mit zu den unerträglichsten, unwitzigen Stellen, in die man so reinschnuppern kann – wirklich lieber dann und wann ein Wort nicht verstehen, als diese Trommelfellmisshandlung zu erdulden.
 
 

„Got you, you murdering cunt!“

 
 
Wie dem auch sei, ein paar Dialoge über die „Fast and Furious“-Filme wissen zu amüsieren und durch die ersten knapp 20 Minuten weiß sich „Paintball Massacre“ also durch etwas Comedy sowie solide inszenierte, wechselnde Settings noch zu retten, doch dann beginnt das eigentliche Spiel und von „Action“, „Spannung“ oder „Spaß“ kann hier leider wirklich keine Rede sein: In langsamen, undynamischen, extrem kurzen Montagen ohne jede Orientierung wird auf langweiligste Weise das selbe Team nieder gemacht, das war es dann auch wieder.
 
 

„It was only school stuff, nothing serious!“

 
 
Doch Gott sei Dank scheint diese Produktion um die aufkommende Langeweile zu wissen und startet darum nun unverhofft mit seinem Slasher-Plot, offenbart dabei aber auch gleich die mit größten Schwächen: Für ein paar saufende, Witze reißende Kumpels reichen sowohl das Niveau des Casts als auch des Scripts, doch wenn auf einen ganzen Raum voller Leichen reagiert werden soll, kommt beides sehr schnell an seine Grenzen. Und so steckt die gesamte Gruppe den Fund eben jener also ziemlich gut weg und startet damit eine Reihe von unlogischen Fragwürdigkeiten, die den weiteren Filmgenuß gehörig sabotieren.
 
 
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Wieso sucht die Gruppe nun nicht als aller erstes die Spielleiter auf, die gefühlt gerade eben noch vor Ort waren und auf deren Verschwinden der Film nicht direkt eingeht? Wenn es um den Rückweg in die Zivilisation geht, wieso versucht niemand eins der Autos zu fahren? Wenn nur acht Leute auf euer Klassentreffen gehen, werden ja wohl auch nie alle eingeladen sein, wieso also trotz Vorauswahl diese Gruppe zusammenstellen, die sich teilweise überhaupt nicht leiden kann? Als der erste Verlust in den eigenen Reihen entdeckt wird, weiß der Film effekttechnisch zwar abermals zu überzeugen und greift nicht auf billiges CGI zurück, doch die folgende „Spannungsszene“, in der der nie zu sehende Schütze mit Paintballs auf die Gruppe schießt, ist an Lächerlichkeit leider kaum zu überbieten.
 
 
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Eine höchst vorhersehbar aufgelöste Szene erinnert an den Welten besseren „Severance“, doch solche Tagträumereien werden jäh durch die nächsten mies spielenden, laut streitenden, im starken Akzent sprechenden Non-Charaktere unterbrochen, die sich weder durch eine hübsch eingefangene Umgebung, noch harte oder gut getrickste Kills retten können. Der Plot ist hirntot, das Editing peinlich und amateurhaft, die wenigen CGI-Effekte zerstören jede Illusion. Einer der Charaktere lässt sich ohne jede Gegenwehr einfach verbuddeln, ein anderer definiert sich ausschließlich durch Dummheit und egoistisches, unsympathisches Verhalten.
 
 
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Weder die wenigen Gore-Einlagen, noch die zum Schmunzeln anregenden Dialoge einzelner Teilnehmer, noch die unmotivierte 80s-Synthiemelodie zum Finale hin kann irgendwas retten, unterhalten oder auch nur zum weiteren Angucken motivieren, wenn hier jeder so sehr seinen Tod verdient hat, niemand zum Mitfiebern motiviert und audiovisuell absolut überhaupt nichts geliefert wird. Schlimme Schauspieler versuchen sich an grauenhaften Charakteren zum Abgewöhnen in einem unnötigen, überlangen, anstrengenden Billigslasher, dessen punktuellen Ambitionen in nerviger Langeweile untergehen. Das Finale und Ende setzt der Vorhersehbarkeit und Enttäuschung dann noch die Krone auf, da man hier scheinbar schlicht und ergreifend zu faul war, um eine Schlusspointe zu enden oder auch nur EINE neue Idee zu etablieren.
 
 


 
 
 

PAINTBALL MASSACRE – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
Billig-Slasher-Totalausfall mit anstregenden Dialogen, langweiligen Szenenabläufen und hassenswerten Charakteren.
 
 


 
 
 

PAINTBALL MASSACRE – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Paintball Massacre: Paintball war noch nie so tödlich“ ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

PAINTBALL MASSACRE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Daredo | White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Paintball Massacre; Großbritannien 2020

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 92 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer

Release-Termin: KeepCase: 17.09.2021

 

Paintball Massacre: Paintball war noch nie so tödlich [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

PAINTBALL MASSACRE – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei Daredo | White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Paintball (2009)
 
War Games: At the End of the Day (2011)
 

Filmkritik: „Day 13 – Das Böse lauert nebenan“ (2020)

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DAY 13 – DAS BÖSE LAUERT NEBENAN

(DAY 13)

Story

 
 
 
Ein zum Babysitten verdonnerter, junger Mann beobachtet mysteriöse Aktivitäten im eigentlich unbewohnten Nachbarshaus und entscheidet sich, der Sache nachzugehen…

 
 
 


 
 
 

DAY 13 – Kritik

 
 
Das knapp 90-minütige Spielfimdebüt von Jax Medel, „Day 13 – Das Böse lauert nebenan“, kann sich wahrlich sehen lassen. Der Independent-Thriller mit zugegebenermaßen relativ wenig eigenen Ideen, der sich bei der durch „Das Fenster zum Hof“, „Disturbia“, „Meine teuflischen Nachbarn“ oder „The Neighbor“ bekannten Prämisse des scheinbar beobachteten Nachbarschaftsverbrechen bedient, scheint auf den ersten Blick nicht weiter der Rede wert zu sein, doch durch eine gekonnte Inszenierung, überzeugende Darsteller und ein ziemlich wahnsinniges Ende wurde ich doch tatsächlich amüsiert und zufrieden aus dieser Seherfahrung entlassen. Ein dramatisches Orchester spielt aufbrausend im schlichten Menü, mit klassischen Opening Credits vor einem schwarzen Hintergrund startet dann der eigentliche Film. Ein junger Mann namens Colton telefoniert im Holzfällerhemd daheim mit seinem Kollegen Roger, der Dialog ist nicht weiter relevant aber dafür realistisch geschrieben sowie ordentlich gespielt. Da seine Mutter nervlich am Ende ist und eine Auszeit braucht, soll Colton nun für ganze 16 Tage auf seine kleine Schwester Rachel aufpassen – doch was wie eine nervige und wenig spannende Aufgabe beginnt, entwickelt sich innerhalb kürzester Zeit zur angespannten Obersvierungsaufgabe, da im eigentlich unbewohnten Nachbarhaus verdächtig wirkende Aktivität von statten geht…
 
 

„I’ve never seen anyone move in or out.“

 
 
Noch bevor die 20-Minuten-Marke erreicht ist, haben Roger und Colton bereits Kameras gekauft und die Operation „Nachbarschaftsüberwachung“ semiprofessionell angegangen, in einer Mischung aus gesunder, erwachsener Skepsis und jugendlicher Neugierde. Und auch wenn beide vielleicht etwas zu alt gecastet wurde bzw. zu jung spielen und mehr als eine oft gesehene Rätselspannung nicht aufkommt, so reicht die technische Grundkompetenz des Films zusammen mit seiner Kurzweil und einigen bemerkenswert hübschen Lichtspielereien allemal aus, um zu unterhalten – wenn die Auflösung denn nicht alles versaut.
 
 
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Für weitere Fragezeichen sorgt eine junge Frau namens Heather, die kurz angebunden und zögerlich antwortet, nicht aber wütend oder allzu konfrontativ auf die Spionage reagiert, derer Opfer sie und ihr scheinbarer, merkwürdig alt wirkender Vater werden. Doch stalkt dieser wirklich seine Tochter beim Duschen und hat Dreck am Stecken, oder dreht die Fantasie eines gelangweilten Teenagers nur durch? Gibt es ein abzuwendendes Unheil, oder sollte Colton nur seine Medikamente nehmen? Und was hat es mit der Vorgeschichte der Nachbarschaft auf sich, die vor Jahren komplett abgebrannt ist? Ich war reichtlich pessimistisch auf den belanglosesten Rotz gefasst, doch kann mich wahrlich nicht beschweren: „Day 13 – Das Böse lauert nebenan“ mischt nicht gerade die originellsten Zutaten zusammen, doch weiß durch mehrfach auslegbare Andeutungen, Details aus der Vergangenheit und eine gerade in den Nachtszenen sehr gelungene, moderne Indie-Ästhetik durchaus anzuspannen, zu unterhalten und bei Laune zu halten. Das alte Haus selber wird im weiteren Verlauf natürlich auch noch von innen erkundet und weiß durch einige hübsche Setdesigns zu überzeugen, ein einzelner, lauter Jumpscare kann bei der rot-bläulich-orangenen Farbgebung verkraftet werden.
 
 
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Die ersten Längen treten punktuell nach etwa zwei Dritteln des Films auf, dafür aber deutet sich auch ein funktionierender Twist an und viele Szenen, die in vergleichbaren Filmen quasi unerkennbar wären, wissen hier durch wenig, aber gezielt gesetztes Licht zu überzeugen. Ein ruppiges, düsteres, etwas zu kurzes und gehetzt wirkendes, aber – wir fast alles im Film – unterm Strich in Ordnung gehendes Finale später folgt nun die letzte Szene und der mit größte Grund, sich „Day 13 – Das Böse lauert nebenan“ überhaupt anzusehen.
 
 
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Denn nachdem der Film bis hierhin relativ konventionell war, wird nun in einer grandiosen Szene, die wahnsinnig überambitioniert ist und deutlich unter dem Budget leidet, mit aller Konsequenz die letzte, gallige Pointe ausbuchstabiert, die es wirklich in sich hat. Und käme eine solche Szene mitten im Film, sie könnte alles an Ernnsthaftigkeit oder Spannung rauben, doch sich so lange so zurückhaltend und minimalistisch zu inszenieren, nur um dann in den letzten Minuten derart über die Stränge zu schlagen, das hat schon was für sich. Meinen Respekt hat Mr. Medel sich also verdient, leider ist sein Debüt abseits dieser höchst einprägsamen Einzigartigkeit nur selten wirklich überdurchschnittlich.
 
 
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DAY 13 – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
Stilsicherer, hübscher, nie allzu origineller aber stets grundkompetenter, leidlich spannender Thriller mit einem stilbrechenden Ende, das man gesehen haben muss um es zu glauben.
 
 


 
 
 

DAY 13 – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Day 13 – Das Böse lauert nebenan“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

DAY 13 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Daredo | White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Day 13; USA 2020

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 91 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer

Release-Termin: KeepCase: 22.10.2021

 

Day 13 – Das Böse lauert nebenan [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

DAY 13 – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei Daredo | White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Das Fenster zum Hof (1954)
 
Disturbia (2007)
 
Meine teuflischen Nachbarn (1989)
 
The Neighbor – Das Grauen wartet nebenan (2016)
 
House at the End of the Street (2012)

Filmkritik: „Aquarium of the Dead“ (2021)

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AQUARIUM OF THE DEAD

Story

 
 
 
Zombifizierte Meeresbewohner machen den Mitarbeitern des „Shining Sea Aquariums“ das Leben zur Hölle.

 
 
 


 
 
 

AQUARIUM OF THE DEAD – Kritik

 
 
Schaut man sich den Filmkatalog der Trash- und Mockbusterschmiede „The Asylum“ an, so fällt schnell auf dass man die meisten dieser CGI-verseuchten Billigproduktionen in zwei Kategorien einteilen kann: Witzig-schlecht, soll heißen unterhaltsam und amüsant in seinem Versagen, mit viel Kurzweil und Effekten und Monstern, mit viel Action und Cameos und bekloppt-witzigen Dialogzeilen, oder eben anstrengend-schlecht, was sich in viel leeren Sets, langweiligen Gesprächen und auf der Stelle trappenden, repetitiven Szenenverläufen veräußert.
 
 
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Ein Film wie „Aquarium of the Dead“, der im Trailer diverse, zombifizierte Wassertiere gegen die spätestens aus Kill Bill oder Cool Cat bekannte Vivica. A. Fox zu hetzen scheint, wird, so dachte ich, spontan eher der ersten Kategorie entsprungen sein – falsch gedacht und chapeau an den Editor des Trailers, denn hier wurden wirklich bereits sämtliche Highlights verheizt.
 
 
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Das Unheil startet mit einem Oktopus-Notfall, in dem das allenfalls mäßig animierte CGI- Ungeheuer mehrere Mitarbeiter ohrfeigt und (offscreen, unblutig) umbringt, da ihm wohl ein an einem Herzproblem verstorbener, infizierter Delfin verfüttert wurde, dessen kontanimiertes Fleisch nachfolgend auch die anderen Bewohner des „Shining Sea Aquarium“s durchdrehen lässt. Was klingt wie ein Haufen Spaß bremst sich dabei aber in Rekordzeit selber aus, da durch den Besuch eines wichtigen Politikers in erster Linie sehr viel, sehr langweilig geschriebener, äußerst beliebig vorgetragener Dialog folgt. Eine Sharknado-Anspielung sowie etwas Foreshadowing wissen in diesen anfänglichen Minuten noch zum Grinsen zu animieren, doch mit fortlaufender Zeit stellen sich langsam aber sicher Langeweile und Frustration beim Zuschauer ein.
 
 
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Die Überflutung des Aquariums ist natürlich komplett per CGI geschehen, so dass kein Darsteller je auch nur nass sein muss, die Stock-Alarmsounds und das blaue Notfalllicht erinnern an die Untiefen älterer Asylum-Produktionen und sorgen für einfarbige, hässliche Umgebungen und spätestens wenn das selbe Stock-Footage des Hafens zum dritten Mal benutzt wird, dürfte auch der härteste Trashfan bemerken, wie dreist er hier verarscht wird. Dass die possierlichen Aquariumsbewohner übrigens nicht nur böse werden, sondern gar Zombies und deswegen nur per Zerstörung des Gehirns ausgeschalten werden können, wird im gesamten Film nicht wichtig.
 
 

„We are smarter than the fish, we got hands!“

 
 
Die erste halbwegs hübsche Einstellung des gesamten Streifens kommt in etwa zur Halbzeit, doch zu diesem Zeitpunkt gleicht die Seherfahrung bereits zu sehr akuter Sterbehilfe, um noch Anerkennung für solche Details zu finden. Seesterne greifen an und werden zermatscht, ein Schwertfisch sorgt für einen prinzipiell ganz coolen Tod, die Größe der Lüftungsschächte schwankt je nach Szene gewaltig und ja, alles davon ist ziemlich dumm und ziemlich unterhaltsam. Doch weil die Grundprämisse einfach nur ist „Unbegabte, sich dämlich anstellende Leute rennen durch ein leeres Aquarium bis ihnen ein CGI-Viech entgegenkommt“, bleibt trotzdem jeglicher Unterhaltungsfaktor dermaßen auf der Strecke, dass man sich einfach nur ein möglichst schnelles Ende herbeisehnt.
 
 

„They’re dead…but not dead.“

 
 
Und was ist nun mit der Starpower von Vicia A. Fox, lohnt es sich als Fan dieser Schauspielerin vielleicht, einen Blick zu riskieren? Nun, Miss Fox wurde allem Anschein nach für einen Tag in ein billiges Büroset gesetzt, um dort dann einzig per Telefonat mit den anderen Charakteren zu interagieren. Das fühlt sich genau so spaßig und dynamisch an wie es sich liest, da jegliche Interaktionen ganz Godfrey Ho-artig erzwungen und unnütz wirken, mehr Dialog ohne Pointen, noch weniger Zeit für die seltenen Monsterattacken.
 
 
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AQUARIUM OF THE DEAD – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
Ein Asylum-Rohrkrepierer, wie er im Buche steht: Ein dummmer, langweiliger, liebloser, hässlicher Film mit miesen Effekten und noch mieseren Schauspielern.
 
 


 
 
 

AQUARIUM OF THE DEAD – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Aquarium of the Dead“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

AQUARIUM OF THE DEAD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Daredo | White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

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(c) Daredo | White Pearl Movies (DVD + Blu-ray im Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Aquarium of the Dead; USA 2021

Genre: Horror, Thriller, Action, Komödien, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 86 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase | Mediabook

Extras: Trailer

Release-Termin: Mediabook | KeepCase: 22.10.2021

 

Aquarium of the Dead [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Aquarium of the Dead [DVD + Blu-ray im Mediabook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

AQUARIUM OF THE DEAD – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei Daredo | White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Zombiber (2014)
 
Sharknado – Genug gesagt! (2013)
 
Zombie Shark – The Swimming Dead (2014)
 
Zoo – Serie (2015–2017)
 
Blood Lake: Killerfische greifen an (2014)
 

Filmkritik: „Demigod – Der Herr des Waldes“ (2021)

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DEMIGOD – DER HERR DES WALDES

(DEMIGOD)

Story

 
 
 
Im Schwarzwald wandert ein keltischer Waldgott umher, der gerne Opfer möchte, wie die Amerikanerin Robin und ihr Mann Leo bald feststellen müssen.

 
 
 


 
 
 

DEMIGOD – Kritik

 
 
Wenn man mal gerade keine originelle Idee für einen weiteren Horrorfilm hat, dann muss halt eine keltische Gottheit herhalten. Hat ja oft genug funktioniert. Mit dieser Prämisse wirkt „Demigod – Der Herr des Waldes“ schon mal nicht besonders reizvoll, aber mit der richtigen Umsetzung lässt sich selbst aus einem solch ausgelutschten Szenario noch etwas machen, was viele Werke zuvor bewiesen haben. Diesem Film gelingt das allerdings eher weniger, weil er nicht viel zu bieten hat und insgesamt zu plump erscheint.
 
 
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Die Amerikanerin Robin hat von ihrem Großvater geerbt. Dieser lebte tief im Schwarzwald in einem abgelegenen Holzhaus. Gemeinsam mit ihrem Mann Leo reist Robin nun also dorthin, um das Erbe anzutreten. Dabei trifft man schon schnell auf den Jäger Arthur, der genau weiß, was sich im Wald so alles abspielt. Ein paar Hexen huldigen nämlich dem Gehörnten, einer Waldgottheit, die nach Opfern verlangt und so beginnt schon bald ein Spiel auf Leben und Tod. Als Vorlage dient der Mythos um Cernunnos, einer keltischen Gottheit, die als „der Gehörnte“ übersetzt wird. So viel scheint über diese Figur nicht bekannt zu sein und das Meiste sind Vermutungen, aber man mag auch berechtigt bezweifeln, dass sich Regisseur Miles Doleac, der mit am Drehbuch schrieb, viel mit diesem Mythos beschäftigt hat. Im Endeffekt wird dieses Szenario sowieso nur dafür benutzt, um eine Prämisse zu erschaffen, die es so in dieser Form schon etliche Male zuvor gegeben hat. Die Handlung kann nicht viel, kommt ohne Überraschungen aus und wird zudem leider unnötig plump vorgetragen.
 
 
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Wobei von vornherein eine gewisse, unfreiwillige Komik in „Demigod – Der Herr des Waldes“ mitschwingt; zumindest, wenn man sich den Film im deutschen Ton ansieht. Wenn da ein Amerikaner behauptet, er sei eben Amerikaner und könne deshalb nur hochdeutsch, wirkt das jedenfalls seltsam. Dass sich ein amerikanischer Film in deutschen Gefilden abspielt, kommt nicht so oft vor und dies wäre sicherlich interessant gewesen, wenn der Rest nicht im Einheitsbrei schwimmen würde. Wenn die Einwohner in ihrem merkwürdigen Kauderwelsch sprechen, ist das noch am ungewöhnlichsten; der Rest kommt einem bereits bestens bekannt vor, wenn man zuvor mehrere solcher Filme gesehen hat. Da fällt Miles Doleac nun auch nicht viel ein, wie er es mit seiner Inszenierung retten könnte. Der Wald wurde als Schauplatz ja noch ganz gut genutzt, aber ansonsten mangelt es dem Werk vollkommen an Schauwerten. Noch schlimmer wiegt jedoch die Tatsache, dass es komplett an Spannung mangelt.
 
 
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So ist die Einleitung, die sich nicht zu viel Zeit lässt, noch ganz erträglich geraten, weil die beiden Hauptfiguren gar nicht mal so unsympathisch erscheinen. Rachel Nichols, die auch sofort als Jodie Foster durchgehen könnte, macht sich als Identifikationsfigur für den Zuschauer nicht schlecht, spielt solide und hätte den Film tragen können, wenn der Rest besser gelungen wäre. Auch Yohance Myles als ihr Film-Ehemann geht in Ordnung. Miles Doleac, der nebenbei auch gerne als Schauspieler aktiv ist, gab sich selbst eine ausgeprägte Nebenrolle, die er okay, aber gleichzeitig recht einseitig spielt. Im weiteren Verlauf kommen noch ein paar weitere Schauspieler mit hinzu, die allesamt passabel erscheinen, jedoch sicher keine Preise für ihre Leistungen gewinnen werden. Sowieso ist die Figurenzeichnung nur bei dem Ehepaar noch halbwegs plausibel. Alle anderen Charaktere gesellen sich halt mit hinzu und wirken dann doch eher künstlich. Dass da keine Spannung aufkommen will, liegt allerdings in erster Linie an der Inszenierung.
 
 
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Diese lässt sich zwar als relativ sauber bezeichnen und Doleac hat zuvor auch schon einige Filme gedreht, aber das Resultat ist dermaßen generisch und trocken, dass es einfach nicht funktionieren will. Optisch macht das wenig her und Doleac versteht es kaum, die Spannungsschraube anzuziehen, selbst wenn er es sichtlich versucht. Nach einer halben Stunde soll es eigentlich zur Sache gehen, doch stattdessen tritt das Geschehen eher auf der Stelle und zum Finale wird es ebenfalls nicht deutlich besser. Ein wenig Action ist vorhanden, aber der Horror-Anteil ist viel zu gering. Eigentlich kommt niemals eine bedrohliche Atmosphäre auf. Weshalb der Film eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten hat, ist ebenfalls fraglich. Die wenigen, grafischen Momente sind zwar nicht harmlos, aber auch niemals zu derb. Immerhin hat man hier von Hand getrickst und insgesamt gehen die Effekte in Ordnung. Nur bei dem Cernunnos und seinen roten Augen hat man es eindeutig zu billig gestaltet. Der Score erfüllt seinen Zweck, wirkt jedoch ähnlich langweilig, wie der Rest des Filmes auch.
 
 
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DEMIGOD – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Demigod – Der Herr des Waldes“ versucht es, doch er bekommt es nicht hin. Die Handlung besitzt ein paar Eigenartigkeiten, doch das reicht noch lange nicht aus, weil der Rest einfach plump und lieblos erzählt wird. Aus handwerklicher Sicht ist der Film okay gestaltet und die Darsteller sind ebenfalls nicht so schlecht. Außerdem ist Rachel Nichols echt nicht schlecht. Gewinnen kann das Werk dadurch jedoch kaum, denn die Inszenierung wirkt gelangweilt und eine Atmosphäre will so gut wie gar nicht aufkommen. Horror oder Grusel sucht man jedenfalls vergebens. Die wenigen Effekte sind okay, aber im Endeffekt langweilt man sich durch gute 90 Minuten Laufzeit, die keinerlei Überraschungen bieten und frei von Spannung sind. Das ist nicht ärgerlich schlecht, aber eben komplett lustlos und völlig fern von aufregenden Ideen.
 
 


 
 
 

DEMIGOD – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Demigod – Der Herr des Waldes“ ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

DEMIGOD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Daredo | White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Demigod; USA 2021

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 94 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer

Release-Termin: KeepCase: 08.10.20211

 

Demigod – Der Herr des Waldes [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

DEMIGOD – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Daredo | White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Blair Witch (2016)
 
Sator (2019)
 

Filmkritik: „The Good Things Devils Do – Willkommen zur Blutnacht“ (2020)

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THE GOOD THINGS DEVILS DO – WILLKOMMEN ZUR BLUTNACHT

(THE GOOD THINGS DEVILS DO)

Story

 
 
 
Eine alte Vampirkönigin wird in der Halloween-Nacht wieder zum Leben erweckt und sorgt passenderweise für reichlich Schrecken.

 
 
 


 
 
 

THE GOOD THINGS DEVILS DO – Kritik

 
 
Das Szenario sieht jedes Jahr ähnlich aus: Meldet sich der Oktober, geht es los mit Halloween-Filmen. Ein paar davon sind sicherlich hochwertiger Natur, doch besonders der B-Movie-Markt wird dann mit Veröffentlichungen überschwemmt. Das einzige, was diese billigen Horrorfilmchen dann von den anderen, die über das gesamte Jahr hinweg veröffentlicht werden, unterscheidet, ist die Tatsache, dass sich eben alles an Halloween abspielt. „The Good Things Devils Do – Willkommen zur Blutnacht“ macht von vornherein keinen wirklich hochwertigen Eindruck, spielt dafür jedoch die 80er-Jahre-Nostalgie-Horror-Karte aus, was zuweilen sogar ganz gut funktioniert, selbst wenn das Resultat im Endeffekt verzichtbar gewesen wäre.
 
 
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Melvin liebt den Grusel und deshalb arbeitet er auch schon lange an seinem eigenen Museum des Makabren. Nun hat sich Melvin die Überreste einer alten Vampirkönigin besorgt, die natürlich perfekt ins Museum passen. Dummerweise erweckt seine Frau durch einen Zufall die Vampirkönigin und schon fließt das Blut. Als dann auch noch ein paar Gangster vorbeikommen, die einen letzten Job erledigen wollen, darf die Opferzahl ansteigen.
Vom Drehbuch sollte man nicht unbedingt viel erwarten, denn hier werden lediglich Zutaten abgespult, die es zuvor schon etliche Male gab. Wirklich neue Ideen gibt es keine zu entdecken und die Kombination der Zutaten wirkt auch nicht gerade besonders kreativ. Das muss den Fan von simplen Horrorfilmen aber nicht zwangsläufig stören, wenn das Resultat gut gemacht wurde. Da das bei „The Good Things Devils Do – Willkommen zur Blutnacht“ zumindest teilweise der Fall ist, ist man dem Werk für seine überraschungsfreie, schwache Story auch nicht ganz so böse.
 
 
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Drehbuchautor und Regisseur Jess Norvisgaard, für den dies erst der erste Langfilm ist, versteht nämlich zumindest sein Handwerk. Dass das Werk nicht gerade viel gekostet hat und man sich mit einem kleinen Budget zufrieden geben musste, ist nicht zu übersehen. Dafür holt Norvisgaard dann doch noch etwas aus dem simplen Szenario heraus. Das macht er, indem er einfach die Retro-Nostalgie-Karte spielt, was zwar schon lange nicht mehr originell, aber immer noch in Mode ist. So gibt es Synthie-Klänge zu hören und allgemein hört sich die Musik ordentlich an. Außerdem wird mit Lichtern und Nebel gespielt. Zusätzlich stammen die Effekte von Hand und selbst wenn sie nicht perfekt sind, machen sie doch etwas her. Die größte Splatter-Keule sollte man allerdings nicht erwarten, denn vieles findet auch im Off statt. Die Freigabe ab 18 Jahren ist aus grafischer Sicht nicht unbedingt nachvollziehbar, aber weil „The Good Things Devils Do – Willkommen zur Blutnacht“ eine recht bösartige, makabre Ader besitzt, geht das trotzdem in Ordnung.
 
 
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Dies sorgt zudem für eine Atmosphäre, die man sich als Horrorfan gefallen lassen kann. Das Ganze nimmt sich nicht zu ernst und dient auch mal mit komödiantischen Anteilen, die zwar eher albern und unpassend wirken, aber trotzdem seltsamerweise kaum stören. Und dann wäre da dieser echt böse, schwarze Humor in Form von ein paar reichlich fiesen Sprüchen. Ein bisschen Halloween-Stimmung kommt zum Glück auch auf. Das Haus ist als Hauptschauplatz zwar nicht besonders spektakulär, aber in der Nachbarschaft gibt es genügend Deko zu betrachten. Allgemein flacht der Unterhaltungswert nach einem gelungenen Start etwas ab. Die Einleitung gibt Gas, macht Spaß und dann hat man es leider verpasst, das Ganze spannender zu gestalten. Erst im Finale geht da wieder etwas mehr die Post ab. Da die Laufzeit mit nur 80 Minuten (mit Abspann) jedoch kurz gehalten wurde, gibt es nicht zu viele Längen und einige Momente sind durchaus unterhaltsam geraten.
 
 
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Dann wären da zudem noch halbwegs brauchbare Darsteller. Bill Oberst Jr. gibt sich Mühe und dient so mit dem hochwertigsten Schauspiel, aber auch David Rucker III geht in Ordnung. Linnea Quigley besitzt eine kleine Rolle und dann wird der Horror-Fan natürlich noch mit dem Namen Kane Hodder gelockt. Dieser besitzt am Anfang auch eine Hauptrolle, die jedoch früh verschwindet. Von Etikettenschwindel kann man nicht unbedingt sprechen, aber seine Rolle hätte gerne trotzdem größer ausfallen dürfen. Insgesamt kann man mit den Leistungen der Darsteller durchaus zufrieden sein, aber leider macht der deutsche Ton dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung. Manche Schauspieler wurden nämlich ziemlich mies synchronisiert. Das klingt reichlich künstlich und hölzern. Allgemein hat man es bei der Ton-Abmischung ganz schön versemmelt, denn die Stimmen sind viel lauter, als Musik und Hintergrundgeräusche, was in manchen Momenten ganz schön nervig ist.
 
 


 
 
 

THE GOOD THINGS DEVILS DO – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
„The Good Things Devils Do – Willkommen zur Blutnacht“ ist ein durch und durch durchschnittlicher Horrorfilm geworden, der einiges richtig und einiges falsch macht. Die falschen Dinge werden aber größtenteils dem niedrigen Budget zu verschulden sein. Die Story ist gänzlich simpel und hätte ein paar kreative Ideen gebrauchen können, doch die handwerkliche Arbeit ist gar nicht schlecht geraten. Immerhin entsteht etwas Atmosphäre und das simple Spiel mit Lichtern und Nebel zusammen mit etwas Halloween-Deko wurde hier gekonnt umgesetzt. Außerdem sind die Darsteller brauchbar und mit der Figurenzeichnung kann man ebenfalls leben. Die vorhandenen Effekte, selbst wenn es nicht so viele sind, sehen solide aus und der Score hört sich gut an. Im mittleren Teil gibt es ein paar Längen und Spannung will leider keine aufkommen, aber dank der kurzen Laufzeit fühlt man sich selten gelangweilt. Das taugt zwar nicht zum nächsten, großen Halloween-Hit, aber wenn man die guten Filme alle schon durch hat, kann man hier ruhig mal ein Auge riskieren!
 
 


 
 
 

THE GOOD THINGS DEVILS DO – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „The Good Things Devils Do – Willkommen zur Blutnacht“ ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE GOOD THINGS DEVILS DO – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Daredo | White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Good Things Devils do; USA 2020

Genre: Horror, Grusel

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 80 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 24.09.2021

 

The Good Things Devils Do – Willkommen zur Blutnacht [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

THE GOOD THINGS DEVILS DO – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Daredo | White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Night of the Demons (1988)
 
Night of the Demons 2 (1994)
 
Tanz der Teufel (1981)
 

Filmkritik: „Hellkat: Fight for your Soul“ (2021)

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HELLKAT: FIGHT FOR YOUR SOUL

(HELLKAT)

Story

 
 
 
Eine MMA-Kämpferin mit Narbe am Hals gerät an einen mysteriösen Mann, der sie in dieser endlosen, düsteren Nacht zu einer Bar mitnimmt…

 
 
 


 
 
 

HELLKAT – Kritik

 
 
79 Minuten brutale Action gegen Dämonen, so wird dieser Film verkauft – direkt zu Beginn die Titlecard, kein Rumgeplänkel also, direkt ins Getümmel stürzen. Haha. Was hier stattdessen auf den nichtsahnenden Zuschauer wartet, ist einer der billigsten, langweiligsten und enttäuschendsten Filme, die man auch ohne Erwartungshaltung zu sehen bekommen hat in den letzten Jahren. Denn „Hellkat: Fight for your Soul“ ist ein Film mit quasi vier Sets, mit drei Stationen, mit wenigen Darstellern und Ideen – heißt also, diese wenigen Ideen und Sets müssen dafür sitzen, unterhalten, Spaß machen.
 
 
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Station I und der Beginn von II sind dabei die mit Abstand gelungensten Stellen des Films, denn trotz des furchtbaren CGIs direkt bei der ersten Einstellung und trotz des furchtbaren CGI-Bluts später gibt es hier so etwas wie Hoffnung. Eine wortkarge, toughe Frau mit Narbe und Tattoo am Hals fährt durch die Nacht und wird schnell von einem undurchsichtigen, Monologe haltenden Typ mitgenommen, der sich alsbald als Dämon oder gar der Teufel herausstellt und einen Kopfschuss kassiert, den er aber ohne Weiteres wegsteckt. Dazu etwas instrumentale Country-Musik, die aber nicht unatmosphärisch ist, eine nette, handgetrickste Fleischwunde und etwas rot-blaues Neonlicht, ich war doch ganz unterhalten. Nicht falsch verstehen, zu diesem Zeitpunkt ist „Hellkat: Fight for your Soul“ bereits billig und weit weg von einem „guten Film“, doch 4 Punkte wären allemal drin gewesen.
 
 
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Und das gar für die gesamten ersten 26 Minuten, denn diese gingen trotz zu langer, zu schlecht abgemischter Dialoge überraschend kurzweilig und zügig um, beinhalteten ein paar hübsche Einstellungen sowie ein schickes Graffiti, dazu ist die Bar ansprechend inszeniert, die Musik exzellent authentisch knackend produziert und auch die glatzköpfigen, Lederjacken tragenden Rocker mit Aggressionsproblem scheinen erste Actionszenen, sowie einen Synthie-Beat im Soundtrack zu triggern. Doch als diese beiden Antagonisten dann mit wenigen, unspektakulären Schlägen „mal eben“ zu Strecke gebracht werden und es danach zurück zur Bar geht, für weiteres Overacting und langsam nervende, anstrengende Monologe von Ryan Davies als dauergrinsenden Teufel, kamen die ersten, berechtigen Fragezeichen auf.
 
 
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Schließlich befinden wir uns inzwischen eine halbe Stunde in diesem 79 Minuten kurzen Film und haben noch immer keine Actionsequenz, keinen längeren Kampf bekommen, aber auch keine wirkliche Story, Spannung oder sonstige Unterhaltung, bis auf audiovisuelle Schmankerl und einen (in Zahlen: 1) netten Effekt. In den nächsten zehn Minuten zur Halbzeit dieses verzweifelten Unterfangens hin verfliegen dann endgültig jede Unterhaltung oder Anspannung und schiere Ödnis bleibt: Kats Tattoo wird ausbuchstabiert, Davies darf weiter monologisieren und dabei massiv nerven, erst nach der Hälfte der Laufzeit steigt ein erster, uncharakterisierter Kämpfer endlich eine unverputzte Treppe hinunter, um in einen Ring mit ein paar Neon-Röhren zu steigen.
 
 
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Und somit sind wir also bei den unerträglichen nächsten beiden Stationen des Films angekommen, deren minimalistische Inszenierung und Settings endgültig in Trash-Tiefen waten: Ein ungeschmückter, beliebiger Raum mit Krankenliege und Pestmaske tragendem, im Akzent sprechendem „Doktor“ sowie ein zu dunkler, zu großer Raum mit einem einzelnen Ring und zwei Neon-Röhren, fertig ist scheinbar das Purgatorium, in dem es um seine Seele zu kämpfen gilt – und ja, die gesamte erste Hälfte des Films diente einzig dazu, Zeit totzuschlagen und diese Ein-Satz- Prämisse zu „erklären“. Taugen die Kämpfe denn wenigstens? Nein, tun sie nicht, mehr noch: Wäre diese unfassbar quälende, anstrengende, unwitzige Performance von Ryan Davies nicht, die Kämpfe wären der absolute Tiefpunkt dieser peinlichen Aktion: Mit regelmäßiger Zeitlupe unterlegt und immerhin mit recht langen Einstellungen gefilmt, bietet „Hellkat“ ZUSAMMEN genommen vielleicht 5 Minuten an Kampfszenen, im immerselben Setting, gegen beliebige, austauschbare, peinliche Gegner.
 
 
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Und wenn ich „peinlich“ sage, dann meine ich wirklich „Karnevalsmasken und Grunz-Geräusche“, „ein deplatzierter Wookie (?!) mit etwas Farbe im Gesicht“, „undefinierbare Schweinekreatur die quiekt“ und natürlich alles davon normale Menschen, bis auf die jeweilige Kopfbedeckung. Kreaturen-Design wirklich, das man ohne jegliches Geld oder Talent selber auf dem lokalen Spielplatz inszenieren kann – was nur besser klappte, das es sich nicht ernst nähme. Wie hier aber wirklich diese absurden Trash-Soldaten mit ihren Discounter-Masken und unerklärten Charakteren für eine Bedrohung sorgen sollen, egal ob beim Zuschauer oder den ebenfalls unbekannten Kämpfern, die ihr trauriges Trashfilm-Dasein neben unserer Protagonistin fristen, ist mir schleierhaft.
 
 
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Wie dem auch sei, Davies rennt breit grinsend im Anzug herum und kriegt später noch eine ebenfalls extrem anstrengend overactende, ebenso unerklärte Dragqueen an seine Seite gestellt, die nichts zum Film oder Plot hinzufügt, einer der Gegner sieht aus wie ein verworfenes Lordi-Bandmitglied, die Synthie-Beats schwanken zwischen nett und allzu cheesy, der Doktor darf immer wieder zu lange, pseudophilosophische Monologe halten und sonst offscreen die Wunden unserer Kämpfer zusammenflicken.
 
 
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Die Lore des Films und des Platzes wird damit erklärt, dass man, wenn man stirbt, in diese Vorhölle kommt, dort dann entweder rauskommt und eine Chance erhält, oder aber stirbt und sich in ein „Monster“ verwandelt. Stirbt man als Monster, ist man ganz tot. Nichts davon wird je wieder relevant oder für den nicht existenten Plot genutzt. Nach 50 Minuten gab es zwei sehr kurze Kampfszenen in diesem „Actionfilm“ und natürlich nichts, das annähernd an eine Hölle oder einen Horrorfilm erinnert. Langweilige Choreographien ohne Dynamik oder Spannung, in Faschingsmasken, mit unpassender Zeitlupe – man erinnert sich an ein klobiges, misslungenes Videospiel aus den 00er-Jahren erinnert, nicht an einen zeitgenössischen Film.
 
 
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Das „Finale“ versucht sich noch krampfhaft an einer Überraschung, überrascht aber niemanden mehr, es gibt Offscreen-Splatter, was so ziemlich die sinnloseste Entscheidung überhaupt ist in einem Film wie diesem, dazu ist der Konflikt noch tatsächlich der, in diesem toughen Actioner, dass unsere Protagonistin nicht mehr kämpfen will. Das Ende nimmt dann die mit Abstand billigste, belangloseste und enttäuschendste Route aus diesem Schlamassel, und macht nur noch enttäuschter, oder wütender.
 
 


 
 
 

HELLKAT – Fazit

 
 
 
1 Punkt
 
 
Genreloses Totalversagen das weder Action-, Trash-, noch Horrorfans irgendwas bieten kann bis auf ein paar hübsche Einstellungen in der ersten Hälfte. Extrem anstrengend und nervig gespielt, ohne Talent, Witz oder Geld inszeniert, belanglos und ärgerlich.
 
 


 
 
 

HELLKAT – Zensur

 
 
 
Der rote FSK-Flatschen auf der Heimkinoveröffentlichung von „Hellkat: Fight for your Soul“ ist eine kleine Täuschung. Der Streifen wurde von der FSK in der ungeschnittenen Filmfassung ab 16 Jahren freigegeben. Wegen höher eingestuften Trailern zu anderen Veröffentlichungen des Labels auf der Scheibe, ist aber auf dem Blu-ray- und DVD-Cover eine rote 18 zu sehen.
 
 
 


 
 
 

HELLKAT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Hellkat; USA 2021

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 79 Minuten

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray aber wegen Bonusmaterial: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 06.08.2021

 

Hellkat: Fight for your Soul [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

HELLKAT – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Mortal Kombat (2021)
 
Raze – Fight or Die! (2013)
 
Arena (2011)
 
The Human Race (2013)
 
Die Insel der Verdammten (1982)
 
Game of Assassins (2013)
 
Die Todeskandidaten (2007)
 

Filmkritik: „Incision – Kleine Einschnitte, große Schmerzen“ (2020)

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INCISION – KLEINE EINSCHNITTE, GROSSE SCHERZEN

(INCISION)

Story

 
 
 
Nachdem die junge Alexa vor ihrer eigenen Schönheitsoperation zurückgewichen ist, gelangt sie zusammen mit einigen Freunden in die wahnsinnigen Hände eines Chirurgen.

 
 
 


 
 
 

INCISION – Kritik

 
 
Das Intro informiert uns mit schnell geschnittenen Zeitungsartikeln darüber, dass von 2014-2018 scheinbar ein wahnsinniger Chirurg sein Unwesen getrieben und mindestens 13 Patienten umgebracht hat. Um diesen Klischee-Opener zu vervollständigen, darf ein Opfer mit zugenähtem Mund sich nun noch schreiend im Spiegel beäugen, bevor ein kitteltragender Klischee-Antagonist, im Halbdunkeln stehend, dies mit „Beautiful!“ kommentiert. Als nächstes werden unzusammenhängende HD-Aufnahmen eingelegter Föten und Körperteile reißerisch und unmotiviert aneinander gereiht, wozu lahme, charakterlose, vage düstere Musik den unterdurchschnittlichen Ersteindruck untermauert. Medizinisches Besteck wird gezeigt, eine rostige Patientenliege, blablabla.
 
 
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Wie prinzipiell haltbare Ideen an inszenatorischem Unvermögen scheitern können, zeigt dann der nächste Abschnitt: Unsere schlecht gespielten, stereotypen, uninteressanten, jungen, reichen Protagonisten werden optisch ansprechend in hübschen, lichtdurchfluteten Luxuswohnungen inszeniert, hören exzellent produzierte sowie stimmig gewählte Musik und sogar an etwas Charakterisierung versucht sich der Film – doch die nach jeder Szene folgende Schwarzblende tötet jede Spannung und bremst massiv aus, die Dialoge sind schlecht geschrieben und deutlich zu leise abgemischt, inhaltlich wird auch auf der Stelle getreten. Vereinzelt genutzte Drohnenaufnahmen oder Chorgesänge reihen sich in die Liste der irritierenden, unzusammenhängenden Editing-Entscheidungen, immerhin tut sich nach knapp einer viertel Stunde audiovisueller Berieselung aber etwas, da eine Festplatte voll Musik drauf verschwunden ist.
 
 
„My family has lived here for generations!“
 
 
Besagte Festplatte wird kurzerhand geortet und befindet sich laut App nicht weit von der Gruppe, in einem alten Haus. Eine bemühte, pseudoemotionale Szene am Strand später, kann tatsächlich die irritierende, unberechenbare, leicht beunruhigende, wenn auch oft gesehen Performance der überfreundlichen alten Dame punkten, bei der Kenny, ein kiffender, blonder Surferboy, versucht das Eigentum seines Freundes zurück zu bekommen. Dieser hingegen könnte sein Anliegen nicht egaler sein, guckt sie stattdessen doch nur ihre Arzt-Soap, beleidigt die Schauspielerinnen lauthals als Huren, bietet ihm einen Brownie an – sprich, lenkt vom eigentlichen Geschehen ab. In diesen kurzen Szenen, mit der unlogischen, aber hübschen Beleuchtung, dem leicht atmosphärischen Sounddesign und der unberechenbaren Situation, gewinnt der Film tatsächlich so etwas wie Charakter – doch sobald Kenny das Wohnzimmer wieder verlässt und in einem unordentlichen Raum voll Diebesgut und Schaufensterpuppen (seufz) auf ein furchtbar schauspielendes Kind trifft, sowie auf einen Hünen mit Lederhemd, der aussieht wie ein Ex-Wrestler mit Drogenproblem, beginnt die Talfahrt.
 
 
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Und hört auch nicht mehr auf – Hand auf die Kamera, Kenny ist ausgeknockt, nach 28 Minuten macht die Gruppe sich auf den Weg zum Haus, mit weiteren Schwarzblenden. Die. Nach. Jeder. Szene. Das. Tempo. Drosseln. Grenzenlos dämlich wird es nun an der Haustür, da die Gruppe um Rapper Calvin $oundz zwar anfänglich misstrauisch, vorsichtig und zurückhaltend vermeidet, in das Haus einzutreten, doch dann nach einem einzelnen „Ich muss auf Toilette!“ von der Freundin nicht nur ohne weitere Bedenken in das Wohnzimmer tritt, sondern auch mir nichts, dir nichts den angebotenen Scotch trinkt. Wie soll man hier mitfiebern, wenn sich bereitwillig in diese vorhersehbare, von Anfang an strange und unangenehme Situation begeben wird?
 
 
„We make people beautiful!“
 
 
Unfreiwillig komisch wird es innerhalb weniger Minuten nun an zwei Stellen, da sowohl der overactende, absurd euphorisch und künstlich herumrufende Junge „Timothy“, der „Becca“ bedrängt, gespielt von Caylee Cowan, die man aus „Willy’s Wonderland“ kennen kann, als auch der abgeschmierte Hüne mit seinen debilen, affigen Kopfbewegungen zu keiner Sekunde ernst genommen werden kann. Was nicht so schlimm wäre, würde dieser trashige Käse sich nicht so ernst nehmen – doch statt Selbstironie oder Comedy hagelt es stattdessen nicht funktionierende Jumpscares, langweilige Sets, Klischee-Dialoge, peinliches Overacting von James Allen Brewer als Mad Doc – und natürlich Gewalteinlagen.
 
 
„Insane? I’m going to make you beautiful!“
 
 
Das eine Motiv, das dieser Film kennt, ist das der Schönheitsoperation gegen den eigenen Willen, die eine Anweisung, die die Schauspieler bekommen haben, war „Sei verängstigt/Sei böse und gruselig!“, das eine „Horrorelement“, das dieser strunzlangweilige, ausgelutschte Nicht-Horrorfilm präsentiert, ist also natürlich krude Gewalt. Das fängt mit einem handgetricksten, heraushängendem Augapfel am Sehnerv noch halbwegs vielversprechend an – doch mit absurd schlechten CGI- Beinstümpfen, die in einer dunklen Szene fast schon leuchten so künstlich sehen sie aus, sowie weiteren wenig überzeugenden, sehr kurzen Gewaltmomenten nach Schema F, werden auch hier Tiefen der Inkompetenz erreicht. Doch auch wenn die Gewalt effektiver wäre, was würde es nutzen? Niemand interessiert uns, mit niemandem kann man mitfühlen oder sich identifizieren
 
 
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Der Soundtrack wird dabei regelmäßig ohrenbetäubend laut und impliziert eine Intensität und Spannung, der dieser belanglose, komplett unoriginelle Pseudo-Folterfilm einfach zu keiner Sekunde gerecht werden kann. In einer trashigen, billigen Umgebung gilt es lahmes Schauspiel und endlose, langweilige Monologe des Doktors zu ertragen, dazu viel Schluchzen aber keine Charakterbögen oder -fortschritte. Dass der Hüne es im Laufe dieses unmotivierten, generischen Stationen Abklapperns wirklich schafft, sich durch ein paar peinlich genuschelte Dialogzeilen noch weiter lächerlich und unbedrohlich zu machen, gar von einer Kopfnuss ausgeknockt wird, macht nach einer geschlagenen Stunde Laufzeit schon fast keinen Unterschied mehr.
 
 
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Wäre das Finale noch in irgendeiner Form spektakulär, neu, spannend, mutig oder unterhaltsam, „Incision“ hätte für seine kurze Laufzeit, die wenige Gewalt ohne CGI und die erfreulich wenig exploitative Inszenierung vielleicht noch 3 Punkte einheimsen können – doch weil Gegner ausgeknockt, aber nicht umgebracht, Waffen liegen gelassen, altbekannte Slasher-Pfade bis zum Erbrechen durchexerziert werden – darum reicht es dafür einfach nicht mehr. Die Kombination vom verrückten Doktor mit klassischer Musik hat man auch noch nie gesehen, ein unfreiwillig komischer Sägentanz noch, mehr bemerkenswert grausames Kinderschauspiel, die obligatorische Ankündigung, dass es noch nicht wirklich vorbei ist – und dann war es das auch schon wieder, 77 auf der Stelle vergessene Minuten Zeitverschwendung.
 
 
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INCISION – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
Fast schon bemerkenswert ideenloser, unorigineller, unfähiger, unblutiger, nie wirklich unterhaltsamer B-Horror ohne Spannung. „Incision – Kleine Einschnitte, große Schmerzen“ ist wenig blutiger Pseudo-Horror mit Klischees, Tropen, Abziehbildern und handwerklichen Mängeln wo überall man nur hinschaut.
 
 


 
 
 

INCISION – Zensur

 
 
 
Trotz Folterthematik hatte „Incision – Kleine Einschnitte, große Schmerzen“ Glück mit der FSK-Prüfung. Der Film ist ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

INCISION – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Incision; USA 2020

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 80 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 20.08.2021

 

Incision – Kleine Einschnitte, große Schmerzen [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

INCISION – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Turistas (2006)
 
Slashed – Aufgeschlitzt (2016)
 
Plastic (2012)
 
Daddy’s Girl (2018)
 

Filmkritik: „Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst“ (2020)

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SAKRILEG – STELL‘ DICH DEINER ANGST

(SACRILEGE)

Story

 
 
 
Für vier Freundinnen wird ein entspanntes Wochenende auf dem Land zum Albtraum, als sie in die Fänge einer Sekte geraten.

 
 
 


 
 
 

SAKRILEG – Kritik

 
 
Wenn man mal gerade keine originelle Idee für einen Horrorfilm hat, kann man ja einfach die Sonnenwende verwursten. Hat ja bei einigen Vorgängern auch schon funktioniert. Wenn einem dann noch das Budget fehlt, macht man den Film einfach ziemlich billig – Irgendjemand wird es schon kaufen! So oder so ähnlich muss die Grundidee von „Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst“ gewesen sein, wobei das Werk wenigstens ein paar Qualitäten besitzt.
 
 
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Vier Freundinnen wollen eigentlich ein entspanntes Wochenende in einem luxuriösen Landhaus verbringen. Als sie einen Anhalter aus dem Dorf mitnehmen, erzählt dieser vom Sonnenwendfest und lädt die Mädels ein. Sie kommen auch und sind nicht schlecht überrascht, als sie eine Götzenstatue mit Hirschkopf erblicken. Trotzdem ist der Abend ganz lustig, doch die Freundinnen wissen noch nicht, dass er Konsequenzen haben soll.Die Handlung hat leider nicht viel zu bieten. Mit der Sonnenwende hat das Ganze eigentlich nichts zu tun und man hat dies nur genutzt, um eine Prämisse zu erschaffen. Auch um die Opfergaben dreht sich das alles selten. Stattdessen werden die Freundinnen mit der Zeit mit ihren Ängsten konfrontiert, was man nicht besonders originell verpackt hat. Sowieso mangelt es dem Drehbuch an Einfällen. Das gab es so zuvor alles schon etliche Male und Eigenständigkeit besitzt das keine.
 
 
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Dies alleine muss ja noch kein Todesurteil für einen Horrorfilm sein, denn mit einer tollen Inszenierung kann selbst das langweiligste Skript noch interessant werden. Leider kommt „Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst“ allerdings ziemlich billig daher. Für David Creed, der auch das Drehbuch selbst schrieb, war es der erste Langfilm und man kann deutlich erkennen, dass der Mann mit mehr Budget auch bessere Bilder hervorzaubern hätte können. So schlecht ist seine Inszenierung nämlich gar nicht mal. Gerade die langsamen Kamerafahrten über die Wälder sehen schick aus. Das Fest wechselt optisch dann zwischen skurril und lächerlich. Manche Dinge sehen gut aus, manche wirken viel zu kitschig. Insgesamt ist die Inszenierung etwas zu langsam, aber aus rein handwerklicher Sicht hat man da doch noch etwas herausgeholt. Nicht mal die Effekte sind schlecht und das obwohl sie teilweise aus dem Computer stammen. Besonders brutal wird es allerdings nicht. Der Film wurde in Deutschland ab 16 Jahren freigegeben. Dennoch gibt es eine kleine Portion Splatter zu sehen und damit kann man schon zufrieden sein.
 
 
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Woran es „Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst“ jedoch mangelt, ist Atmosphäre. Da wird zwar versucht eine bedrohliche Stimmung aufkommen zu lassen, doch dies gelingt zu selten. Richtiger Horror kommt nicht oft auf und obwohl der Streifen total düster ist, lässt den Zuschauer das meistens kalt. Das liegt auch mit an dem nicht besonders hohen Unterhaltungswert. Dabei wurde die Laufzeit mit 83 Minuten sogar relativ gering gehalten. Trotzdem geschieht während diesen Minuten einfach zu wenig. Die Einleitung zieht sich ziemlich in die Länge und bis das Szenario endlich mal los legt, ist bereits die erste Hälfte vergangen. Immerhin bietet das Finale noch einen Hauch von Spannung und ist recht temporeich ausgefallen.
 
 
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Die Darsteller kann man leider nicht gerade loben, wobei sie ihre Sache auch nicht katastrophal machen. Die Leistungen gehen für einen Film in dieser Preisklasse noch in Ordnung und sind nicht störend schlecht ausgefallen, wirken aber auch niemals besonders glaubwürdig und überzeugend. Die Figurenzeichnung passt sich dem an. Dass es mal vier Freundinnen sind und sich keine Männer in der Gruppe befinden, ist ein sympathischer Ansatz. So gibt es auch nicht die typischen Blödeleien unter Kerlen. Viel gemacht, hat man daraus trotzdem nicht und die Charaktere bleiben sehr farblos. Ein Mitfiebern mit den Figuren ergibt sich deshalb nicht, aber immerhin bekommt der Zuschauer ein wenig Lesbensex zu sehen, was die Schauwerte noch minimal höher werden lässt.
 
 
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SAKRILEG – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
„Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst“ ist ein überraschungsarmer, simpler Horrorfilm, der kaum punkten kann, aber auch nicht ärgerlich schlecht ausgefallen ist. Das Drehbuch kann man vergessen, denn es kommt ohne Inspiration daher, doch die handwerkliche Arbeit ist gar nicht mal so schlecht. Es entstehen ein paar Bilder, die man sich gerne anschaut und auch die Effekte sind passabel. Mit mehr Budget hätte daraus sicher noch mehr werden können, doch leider bemerkt man an vielen Stellen, dass der Film einfach ziemlich günstig war. Mit den nicht besonders überzeugenden Darstellern kann man noch leben und das Finale ist gar nicht mal schlecht, aber die Atmosphäre verbreitet zu wenig Bedrohung, die Figurenzeichnung ist zu belanglos und der Unterhaltungswert nicht hoch genug, da „Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst“ alles in einem zu langsam und ereignislos ist. Für Horror-Allesschauer vielleicht noch einen Blick wert, ansonsten eher als seichte Einschlafhilfe geeignet!
 
 


 
 
 

SAKRILEG – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

SAKRILEG – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sacrilege; Großbritannien 2020

Genre: Horro, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 86 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Original + Deutscher Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 03.09.2021

 

Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

SAKRILEG – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Midsommar (2019)
 
Wrong Turn (2021)
 
The Ritual (2017)
 
The Other Lamb (2019)
 
Jackals – Wir alle müssen Opfer bringen (2017)
 

Filmkritik: „In den Fängen des Wolfes – The Bygone“ (2019)

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IN DEN FÄNGEN DES WOLFES – THE BYGONE

(THE BYGONE)

Story

 
 
 
Als ein junger Cowboy einer Indianerin hilft, soll sich dies bald für ihn rächen, denn damit deckt er Geheimnisse der ansonsten so idyllischen Kleinstadt auf.

 
 
 


 
 
 

IN DEN FÄNGEN DES WOLFES – Kritik

 
 
Nicht nur der Western, sondern auch der Neo-Western erlebt immer mal wieder eine neue Veröffentlichung. Wenn das Ganze dann mit schweren Themen dient und ein Regie-Debüt darstellt, darf man sowohl neugierig, als auch vorsichtig sein. „In den Fängen des Wolfes“, oder auch „The Bygone“ im Original, ist durchaus ambitioniert, will am Ende aber doch etwas zu viel und verliert deshalb immer mal wieder den Fokus.
 
 
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Der junge Cowboy Kip wird eines Abends Zeuge, wie eine Frau in einem Nachtclub missbraucht wird. Er hilft ihr und lässt sie bei sich übernachten. Die junge Frau stellt sich als Waniya heraus, die in die Fänge eines Mädchenhändlerrings geraten ist. Kip verliebt sich ziemlich schnell, doch eines Tages verschwindet Waniya plötzlich. Als Kip sich auf die Suche nach ihr begibt, deckt er damit ein paar Geheimnisse der Kleinstadt auf, die alles andere als idyllisch sind.
 
 
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Die Geschichte behandelt schwere Themen, die alles andere als fiktiv sind. Seit der Kolonialisierung stiegen sexuelle Übergriffe auf amerikanische Ureinwohnerinnen drastisch an. Es geht um Zwangsprostitution und Menschenhandel. Zusätzlich will man die Vergangenheit aufarbeiten und dazu gesellen sich bekannte Motive, wie ominöse Bösewichte, die auch noch etwas mit Öl zu tun haben. Ergänzt wird dieses Drehbuch von einer gewissen Angst vor der Zukunft, eine Ungewissheit, wenn das Land allmählich verschwindet und die Verbundenheit mit der Natur nicht mehr vorhanden ist. Reichlich Stoff also, den uns „In den Fängen des Wolfes“ vorsetzt. Obwohl da mächtig viel Platz für Anspruch ist, ist die Handlung nicht optimal geschrieben. Auf der einen Seite ist sie nämlich zu überladen und auf der anderen Seite will sie einfach nicht auf den Punkt kommen.
 
 
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Man hätte das wirklich alles etwas fokussierter vortragen können, dann wäre auch der Unterhaltungswert besser gewesen. Nach einem soliden Einstieg will „In den Fängen des Wolfes“ nämlich nicht zur Sache kommen, redet ständig um den heißen Brei herum, legt etliche Fährten, beschäftigt sich jedoch mit keiner so richtig. Somit entstehen Längen und selbst wenn die 106 Minuten Laufzeit eigentlich angebracht sind, können sie nicht durchgehend unterhalten. Dafür mangelt es dem Treiben dann doch an Tempo und an Spannung. Wenn sich mehr auf den Thriller konzentriert wird, dann kommt schon mal etwas Spannung auf und die wenigen Actionszenen lassen sich gut anschauen, aber überwiegend dominieren dann doch die Dialoge das Geschehen und diese hätte man ruhig etwas straffen dürfen. Immerhin geht es in der zweiten Hälfte schon manchmal zur Sache und dann ist der Film auch gar nicht mal harmlos.
 
 
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Größtenteils bedienen die beiden Regisseure Graham und Parker Phillips, die damit ihr Regie-Debüt ablieferten und sich auch für das Drehbuch verantwortlich zeigten, allerdings das Drama. Dies gelingt ihnen nicht schlecht, weil es einige nachdenkliche Momente gibt und eine gewisse Melancholie stests in der Luft liegt. Trotzdem hätte der Thriller-Anteil, welcher besser gelungen ist, ruhig höher ausfallen dürfen. Die Mischung ist nicht ganz ausgewogen und der Western-Anteil ist zudem auch nicht besonders hoch ausgefallen. Dafür kann sich die Inszenierung allerdings sehen lassen, denn den beiden Phillips gelingen schon sehr hübsche Aufnahmen. Zusammen mit dem gelungenen Score sehen manche Bilder echt eindrucksvoll aus. Die konsequent düstere Stimmung ist ebenfalls gelungen. Zudem sind die wenigen Actionszenen gekonnt gestaltet und besitzen einen gewissen Schauwert.
 
 
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Über die Darsteller lässt sich außerdem auch nicht meckern. Graham Phillips ist selbst in einer Hauptrolle zu sehen und spielt den etwas weinerlichen Cowboy passabel, wenn auch nicht besonders eindringlich. Sydney Schafer ist als Waniya nicht so oft zu sehen, kann jedoch einen bleibenden Eindruck hinterlassen und Shawn Hatosy bleibt als Bösewicht auch etwas länger in Erinnerung. Zudem weiß Jamie McShane zu überzeugen und das lässt sich von allen anderen, recht vielen Nebendarstellern, ebenfalls behaupten. Das Schauspiel ist durchaus zu gebrauchen. Die Figurenzeichnung ist zudem auch nicht so schlecht. Man spielt schon mit ein paar Klischees und setzt nicht alles so um, wie der Zuschauer das kennt. Teilweise wirken die Charaktere kritisch und durchdacht, teilweise aber auch etwas platt und stereotypisch. Insgesamt hätte das definitiv noch etwas markanter ausfallen dürfen, doch beklagen kann man sich darüber kaum, weil die Figuren nicht zu stumpf geraten sind.
 
 
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IN DEN FÄNGEN DES WOLFES – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
„In den Fängen des Wolfes – The Bygone“ ist ein durch und durch ambitionierter Film, der sich teilweise nur selbst etwas im Wege steht. Besonders das Drehbuch ist nämlich etwas überladen. Da ist es schon eine Kunst, dass man trotzdem lange Zeit nicht so richtig auf den Punkt kommen will. Etwas mehr Fokus auf einen Teil der Geschichte hätte die Handlung jedenfalls spannender gemacht. Es gibt recht viel Drama zu sehen und der Thriller hält sich lange Zeit im Hintergrund, kommt allerdings unterhaltsam daher, wenn er mal auftaucht. Die Atmosphäre besitzt ihren Reiz und über die Darsteller kann man sich absolut nicht beklagen. Sogar die Figurenzeichnung ist passabel ausgefallen. Leider mangelt es etwas an Unterhaltungswert, denn es gibt zu viele Längen und zu wenig Tempo. Wer ruhigeren Filmen gegenüber jedoch aufgeschlossen ist und gerne Neo-Western schaut, sollte „In den Fängen des Wolfes“ ruhig eine Chance geben. Gut gemacht ist er nämlich durchaus!
 
 


 
 
 

IN DEN FÄNGEN DES WOLFES – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „In den Fängen des Wolfes – The Bygone“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

IN DEN FÄNGEN DES WOLFES – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Bygone; USA 2019

Genre: Western, Mystery, Drama, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 107 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Original + Deutscher Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 23.07.2021

 

In den Fängen des Wolfes – The Bygone [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

IN DEN FÄNGEN DES WOLFES – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wind River (2017)
 
Halbblut (1992)
 

Filmkritik: „Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung“ (2019)

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EMINENCE HILL – DER TOD IST DIE ERLÖSUNG

(EMINENCE HILL)

Story

 
 
 
Ein paar Gesetzlose treffen in Eminence Hill auf ihren Verfolger, den Marshall und einen Kopfgeldjäger, um sich einen gnadenlosen Showdown zu liefern.

 
 
 


 
 
 

EMINENCE HILL – Kritik

 
 
Der Western gehört zwar schon lange nicht mehr zu einem populären Genre, doch da bekannte Größen immer mal wieder einen neuen Western drehen, der dann meist auch hervorragende Kritiken erhält, ist das Genre noch lange nicht tot. Und wo es große Vorbilder gibt, da gibt es bekanntlicherweise auch kleinere Produktionen. Zu diesen gehört „Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung“, der sich zwar sichtbar bemüht, dem Zuschauer etwas bieten zu können, dem es im Endeffekt jedoch leider nicht gelingt.
 
 
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Royce hatte einen gesetzlosen Bruder, der zum Tode verurteilt und gehängt wurde. Nun will er dafür Rache und zusammen mit seiner Gruppe macht sich Royce auf den Weg, um alle Geschworenen zu töten, die dafür verantwortlich waren, dass sein Bruder verurteilt wurde. Seine Mission ist eigentlich erledigt, da kidnappt er noch die Tochter seiner letzten Opfer und will sie an ein Bordell verkaufen. Nebenbei ist ihm ein Marshall mit einem ehemaligen Gang-Mitglied auf den Fersen und ein Kopfgeldjäger gesellt sich auch noch mit hinzu. In der abgelegenen Westernstadt Eminence Hill soll es zum großen Showdown kommen. Besonders viel zu bieten, hat die Story leider nicht, aber das soll für einen Western kein Todesurteil sein. In den primitiveren Beiträgen, von denen es jede Menge gibt, ging es eigentlich meistens um Rache und das ist auch hier der Fall, nur dass sich hier der Antagonist für etwas rächen möchte. Das Drehbuch kommt dabei zu selten auf den Punkt und schwafelt zu viel herum. Da werden unnötige Stationen eingebaut, die das Treiben lediglich strecken, ohne dabei etwas zum Gesamtpaket beitragen zu können. Das hätte man ruhig etwas fokussierter schreiben können, doch dann hätte „Eminence Hill“ noch weniger zu erzählen gehabt. Zwar möchte man hinterher noch ein paar Wendungen präsentieren, doch diese wirken unglaubwürdig und konstruiert.
 
 
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Der Film kann schon alleine deshalb nicht funktionieren, weil er für den Zuschauer keinerlei Identifikationsfiguren parat hält. Mit dem Marshall gibt es zwar eigentlich eine gute Figur, doch die ist dem Zuschauer von Anfang an egal. Auch mit Antihelden kann man punkten, doch dann müsste die Zeichnung markanter ausfallen. Royce ist ein langweiliger Antagonist und seine Truppe überzeugt auch nicht gerade. Das sind alles Charaktere, die man nach dem Film schon wieder vergessen hat, woran auch ein paar Wechsel in der Gut-Böse-Sichtweise nichts ändern können. Leider können die Darsteller da auch nichts reißen. Clint James ist passabel, fällt jedoch weder positiv, noch negativ auf. Owen Conway kauft man seine Rolle als Marshall nicht ab. Außerdem bekommt man es mit „Eminence Hill“ mal wieder mit einer ziemlichen Mogelpackung zu tun. Das Cover verspricht einem nämlich, dass es Barry Corbin und Lance Henriksen in den Hauptrollen zu sehen gibt. Beide bekleiden aber nur recht kleine Nebenrollen. Dabei hätten beide echt gut in den Film hineingepasst, aber sie sind sichtbar nur dabei, um ein paar Moneten zu verdienen. Mühe geben sie sich nämlich nicht großartig. Nur mit Dominique Swain hat man nicht ganz so dreist gelogen, denn sie ist öfter zu sehen und macht sich ganz okay.
 
 
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Wirft man einen Blick auf den Regisseur Robert Conway, wird schnell klar, weshalb „Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung“ kein guter Film ist, denn der Mann hat z.B. gleich zwei „Krampus“-Werke verbrochen. Die handwerkliche Arbeit wirkt einfach zu billig. Zwar hat man die Western-Kulissen solide hinbekommen, doch es mangelt dem Werk an Atmosphäre, weil die Optik selten so richtige Western-Stimmung aufkommen lassen will. Meistens gibt es Szenen zu sehen, die auch in jeder anderen Zeit an jedem anderen Ort hätten spielen können. Da fehlte es eindeutig an Budget, doch leider wird dieser Umstand nicht mit Kreativität wieder wett gemacht. Überwiegend wird nämlich nur um den heißen Brei herumgeredet und die 100 Minuten Laufzeit ziehen sich ganz schön in die Länge. Ob es da eine Freigabe ab 18 Jahren gebraucht hätte, ist ebenfalls fraglich, denn es fließt zwar Blut, doch so explizit ist das selten und die Effekte sind auch eher bescheiden. Immerhin bietet das Finale noch etwas mehr Action, selbst wenn das nicht viel retten kann. Der Score ist leider ebenfalls langweilig und passt nicht zu einem Western.
 
 
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EMINENCE HILL – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung“ hört sich auf dem Papier reizvoll an, kann aber nicht ansatzweise halten, was er verspricht. So dümpelt die Handlung lange Zeit nur vor sich hin und kommt erst ganz zum Schluss auf den Punkt. Der namhafte Cast spielt auch nur eine kleine Rolle. Stattdessen übernehmen recht unbekannte Schauspieler die Hauptrollen, was sie nicht gerade begeisternd tun. Hinzu gesellt sich eine langweilige Figurenzeichnung und eine handwerklich ziemlich billige Arbeit. Die Western-Optik ist zwar passabel, aber die Atmosphäre ist eine Katastrophe. Der Unterhaltungswert ist gering, denn es passiert kaum etwas und nur das kurze Finale bietet noch ein wenig mehr Action. Mit einem solchen Werk macht man den Western sicherlich nicht wieder populärer und da wäre ein stumpfer, austauschbarer Actionfilm sogar reizvoller gewesen!
 
 


 
 
 

EMINENCE HILL – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung“ ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

EMINENCE HILL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Eminence Hill; USA 2019

Genre: Western

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 100 Minuten

FSK: keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Original-Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 20.08.2021

 

Eminence Hill – Der Tod ist die Erlösung [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

EMINENCE HILL – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Badland (2019)
 
The Kid – Der Pfad der Gesetzlosen (2019)