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Filmkritik: „Ostzone“ (2016)

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OSTZONE

Story

 
 
 
Ein westdeutsches Sozialarbeiterpaar muss irgendwann nach der Wende erkennen, dass der Erwerb von Ostimmobilien auch Jahre nach Abwicklung von Birgit Breuels nicht minder grauenerzeugender Treuhandanstalt eine nicht ungefährliche Angelegenheit ist. Denn die Sünden der DDR wirken in der OSTZONE dramatisch nach …
 
 
 


 
 
 

OSTZONE – Kritik

 
 
 
Da wären also Linda und Marius, das offensichtlich super verdienende und – wie könnte es anders sein – bis zu den Haarspitzen idealistische Sozialarbeiterpaar, welches sich mitten im Nirgendwo am Aufbau eines Heims für benachteiligte Jugendliche versucht. Obwohl aus dem Westen stammend eher ostdeutsch rüberkommend – was immer das heißen mag? – strahlen sie um die Wette, bis das optisch eher harmlose Grauen sich in seiner Konsequenz grausam Bahn bricht. Und dabei fängt alles so gut an: Der Telefonanruf stellt ein passendes Objekt in Aussicht und auch die erste Begehung des Gebäudes, an dem der Zahn der Zeit ordentlich genagt hat, bestärkt den Entschluss. So ist man sich auch mit der Maklerin (VALERIE CUENOD) schnell handelseinig. So könnte die ostdeutsche Landschaft gemäß Helmut Kohls Vorstellungen eigentlich zum Blühen gebracht werden. Doch was hat es mit den urbanen regionalen Legenden des knuddelig ostigen Gastwirschaftsangestellten (CHRIS FRIEDLING) tatsächlich auf sich? Freundin Marie (am Überzeugendsten: SASKIA GEIßLER) schwant nichts Gutes. Wird sie Recht behalten?
Eine schwierige Kiste.
 
 
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Das gilt ebenso für die Entstehung des ambitionierten Projektes, wie das Schreiben einer fairen Kritik. Deshalb vorangestellt: Man sollte unterm Strich zumindest die betreffende Einstellung für „selbstgemachte“ Produktionen mitbringen, um OSTZONE angemessen verdient würdigen zu können. Ohne Berücksichtigung der Leidenschaft, die hinter dem Herzensprojekt steckt und den Aufwand, der erbracht wurde, um das Projekt auch finanziell stemmen und veröffentlichen zu können, besteht wenig überraschend überdies die Möglichkeit, auch über den einen oder anderen Punkt zu stolpern, der den Sehgenuss trübt. So versteht sich OSTZONE als ernste Angelegenheit ohne großes Augenzwinkern. Eine gute Entscheidung. Somit wirken allerdings die Naivität und die Motive der Protagonisten sowie der erahnbare Twist eher zum Schmunzeln anregend, als Mitfiebern auslösend. Ob man das tragische Hintergrundthema als Verwurstung innerhalb des Genres oder als bereichernde neue Facette im Horrorfilmkosmos einstuft, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.
 
 
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Die Grundstimmung des alten verfallenden Gemäuers, das rudimentär an unrühmliche Zeiten erinnert, wurde jedenfalls ohne Wenn und Aber famos eingefangen; allerdings etwas zu lange ohne den Einbau wirklicher Horrorelemente abgefilmt, was den Gruselfaktor reduziert. Überhaupt wirkt das Handwerkliche – soweit einschätzbar – ziemlich perfekt für eine „Indieproduktion“. RENÉ RAUSCH, der bereits mit dem Kurzfilm DIE BEICHTE sein Talent bewiesen hat, hat´s einfach drauf und bringt zudem die nötige Liebe für die Materie mit. Die Kameraführung – zum Teil sogar mit sehr schön eingefangenen Drohnenaufnahmen –, Schnitt, Regie, Licht sind somit als durchaus gelungen einzustufen. Dasselbe trifft auf die unaufdringlich angenehme musikalische Untermalung von TORBEN JAN MÜLLER zu. Für die starken Lautstärkeschwankungen, die eine wiederholte Feinabstimmung erfordern, gilt dies dagegen nicht. Es sei denn man möchte seine Nachbarn besser kennenlernen. Die Darsteller wirken allesamt sympathisch und so als würden sie privat miteinander befreundet sein. Das öffnet das Herz und macht (fast!) vergessen, dass nicht jeder Dialog komplett überzeugen kann. Drehbuchtechnisches Potential wurde auch sichtbar, aber nur unvollständig abgerufen.
 
 
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Es dauert tatsächlich recht lange bis es mit leicht angezogener Handbremse dann doch sehnsüchtig erwartet endlich mehr zur Sache geht. Heftige oder übertriebene Splatterelemente sind jedoch nicht zu erwarten. Eventuell dachte man sich hier: besser keine/wenig Effekte, als lächerlich schlechte. Bis der Bodycount endlich zu wachsen beginnt, erweist sich der Film leider als arg dialoglastig und satzbausteinmäßig. Was das Tempo zusätzlich entschärft, da man den Protagonisten bei ihren schrittweisen Entdeckungen eh immer voraus ist. Erfeulicherweise entschädigt der atmosphärische Schauplatz für die ein oder andere redundante Länge. Zudem bietet OSTZONE – einschließlich des Final Girl Endes – allerdings erfreulich viele klassische Horrorfilmelemente, die es zu entdecken gilt und die die Sichtung für geneigte Genrefans lohneswert machen.
 
 
 


 
 
 

OSTZONE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Die abschließende Bewertung fällt jedoch tatsächlich nicht leicht. Einerseits bietet die Produktion – abgesehen von der Ostthematik – nichts innovativ Neues und ist somit im Durchschnittsbereich anzusiedeln. Andererseits liegt sie für Produktionen dieser Art professionell klar über dem Durchschnitt und so kann man sich ihrem Charme letztendlich nicht vollends entziehen.
 
 
 


 
 
 

OSTZONE – Zensur

 
 
 
Die Morde erweisen sich als ausgesprochen zahm und könnten ebenso in AKTENZEICHEN XY ungelöst ausgestrahlt werden. Da mehr als das Eindringen einer Messerklinge nicht sichtbar wird, war die ungeschnittene Freigabe ab FSK16 unproblematisch.
 
 
 


 
 
 

OSTZONE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) M-Square Pictures | daredo (Soulfood)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Ostzone; Deutschland 2016

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Englisch

Bild: 1,78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 71 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Audiokommentar; Outtakes

Release-Termin: 19.05.2017

 

Ostzone [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

OSTZONE – Trailer

 
 

 
 

Andy78

(Die Rechte für alle Grafiken liegen bei M-Square Pictures | daredo (Soulfood))

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Schrei – denn ich werde dich töten! (1999)
 
Das Mädcheninternat – Deine Schreie wird niemand hören (2000)
 
Flashback – Mörderische Ferien (2000)
 
Swimming Pool – Der Tod feiert mit (2001)
 
Urban Explorer (2011)
 
In 3 Tagen bist du tot (2006)
 
Bukarest Fleisch (2007)
 
Slasher (2007)
 
UFO – Es ist hier (2016)
 
Survival – Überlebe wenn du kannst! (2013)
 
Bela Kiss: Prologue (2013)
 

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Filmkritik: „UFO – Es ist hier“ (2016)

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UFO – ES IST HIER

Story

 
 
 
Fünf Filmstudenten machen in den Wäldern eine Begegnung mit der dritten und tödlichen Art.
 
 
 


 
 
 

UFO – Kritik

 
 
 
Hatte Regie-Legende RIDLEY SCOTT etwa noch Zeit, um während der Dreharbeiten zu PREMOTHEUS 2 heimlich an einem Alien-Sequel im Found-Footage-Format zu arbeiten? Zumindest liegt die Vermutung nahe, wenn man sich den Trailer zu UFO – ES IST HIER anschaut. Was hier gezeigt wird, erinnert schon irgendwie an die vielen Plagiate des Science-Fiction-Klassikers ALIEN – DAS UNHEIMLICHE WESEN AUS EINER ANDEREN WELT, der sich vor allem wegen dem von HR GIGER entworfenen Filmmonster einen Platz in den Herzen vieler Filmfans sichern konnte. Selbstverständlich hat RIDLEY SCOTT weder an UFO – ES IST HIER gearbeitet, noch dürfte er den Film überhaupt gesehen haben. Hinter dem Wackelkamera-Krimi steckt nämlich ein deutscher Filmemacher, der bereits mit DIE PRÄSENZ einen kleinen Erfolg feiern konnte. Der deutsche Geisterfilm schaffte es bis in die Kinos und erhielt reichlich Lob. Weil die Rezeptur aus Grusel in Kombination mit Found-Footage gut ankam, wird die Erfolgsformel auch gleich beim nächsten Streich angewandt. UFO – ES IST HIER besitzt all das, was man eben von Filmen dieser Art erwartet. Das bedeutet: schlechte Ausleuchtung, viel Geschrei und natürlich Gewackel, Gewackel und nochmals Gewackel. Doch hat der Film überhaupt etwas Neues zu erzählen?
 
 
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BLAIR WITCH PROJEKT lässt grüßen. Bei UFO handelt es sich um gefundenes – freilich fiktives – Videomaterial, das man 2015 in einer Scheune in den belgischen Ardennen gefunden hat. Darauf zu sehen: die fasziniere Entdeckung einer Gruppe Filmstudenten, die aber auch ihre Letzte sein wird. Eigentlich wollten die Kommilitonen eine Zoo-Dokumentation drehen. Bis sich die Tiere in ihren Käfigen merkwürdig verhalten. Der Grund ist schnell gefunden. Eine rätselhafte Himmelserscheinung macht den Tieren Angst, was aber das Interesse der Studenten weckt. Die vermuten einen herabfallenden Meteor und versuchen den Einschlagsort des Gesteins zu orten. Nach Stunden vergeblicher Suche, findet man den Krater. Doch die Nacht ist schneller da, als gedacht. Weil man die Hand nicht mehr vor Augen sieht, beschließt man das Nachtlager aufzuschlagen und die Untersuchungen am nächsten Tag vorzusetzen. Leider kommt natürlich alles anders, als gedacht. Etwas nicht Menschliches hat im Wald Zuflucht gesucht und ist nicht zu Scherzen aufgelegt. Kein gutes Omen für die fünf Freunde, die den Kampf gegen etwas aufnehmen müssen, das nicht von dieser Welt ist. Ob sie unbeschadet nach Hause finden werden?
 
 
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Besser gut geklaut, als schlecht neu erfunden. Wie bereits schon in THE BLAIR WITCH PROJECT werden Ereignisse pseudodokumentarisch aufbereitet. Der Zuschauer bekommt die Geschehnisse durch die Handkamera zu sehen, die einer der Protagonisten bei der Flucht vor Aliens mit sich führt. Das ist Found-Footage-typisch und nach wie vor eine gute Methode, um den Zuschauer in die Handlung einzubeziehen. Dem wird durch die permanente Egoansicht das Gefühl vermittelt, als wäre er selbst Teil der Gruppe. Leider hat die gewöhnungsbedürftige Ansicht auch so seine Tücken, denn stabile Bilder gibt es nur selten zu sehen. Hinzugesellen sich abrupte Schnitte und konfuses Geschüttel, das vor allem in hektischen Momenten aus dem Ruder läuft und das Folgen der Handlung erschwert. Doch nicht alles ist schlecht. Hervorzuheben wären die gut gewählten Darsteller, die zur Abwechslung auch mal was können. Die scheinen ab und an zu improvisieren, was UFO – ES IST HIER authentisch erscheinen lässt. Authentisch sind auch die simplen, aber immerhin handgemachten Spezialeffekte, die zu keiner Zeit ihre Wirkung verfehlen. Da kommen ominöse Alien-Eier vor die Linse und plötzliches Alien-Tohuwabohu, das wie aus dem Nichts vor die Kamera erscheint, lässt kurz in den Sessel rutschen. UFO erfindet definitiv nicht das Rad neu, macht aber seine Sache nicht unbedingt schlecht. Vergleicht man den Streifen mit den vielen überflüssigen Found-Footage-Filmen der letzten Jahre, kommt diese deutsche Produktion sogar noch besser weg, als so manch übler Wackel-Unsinn aus Übersee. Wer sich beim Vorgänger DIE PRÄSENZ aus der Mache von DANIELE GRIECO gut unterhalten gefühlt hat und immer noch nicht die Nase rümpft, wenn er allein nur das Wort „Found Footage“ liest, macht auch mit UFO – ES IST HIER definitiv nichts falsch. Na also, die Deutschen können auch anders, als immer nur Arthaus, Komödie und Anspruch.
 
 
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UFO – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Joar, ist halt ein Found-Footage-Film – nur eben ein deutscher. UFO – ES IST HIER ist ein Found-Footage-Mix aus THE THING, BLAIR WITCH PROJECT und ALIEN, der mit kleinem Budget große Wirkung erzielen will. Die für dieses Subgenre bekannten Regeln werden eingehalten, Protagonisten verhalten sich nicht immer nachvollziehbar und Handyempfang ist in entscheidenden Momenten nicht vorhanden, wenn Hilfe benötigt wird. Trotz Gewackel, schlechtem Bild und Klischees kann UFO etwas, was vor allem den guten Darstellern zu schulden ist, die so authentisch und sympathisch agieren, dass man meinen könnte, sie schon jahrelang zu kennen. Für knapp 100.000 Euro Budget gibt’s obendrauf seichte Gruselatmosphäre und einige geschickt getrickste Spezialeffekte. Schon beachtlich, wenn man bedenkt, dass man für gleiches Geld in Hollywood gerade mal eine vernünftige Putzfrau bekommt, die nach den Dreharbeiten das Filmset reinigt. Für Fans des mittlerweile zu oft genutzten Found-Footage-Stilmittels durchaus einen Blick wert, weil UFO innerhalb seiner Möglichkeiten einige ganz cleverer Schocks zu bieten hat. Wer ohnehin genervt von Filmen mit Wackel-Gimmick ist, dürfte auch mit UFO – ES IST HIER nichts anzufangen wissen, dafür sträubt sich der Alien-Grusler vor frischen und neuen Ideen. Da kann man nur hoffen, dass Regisseur DANIELE GRIECO als nächstes mal einen richtigen Horrorfilm ohne den unnötigen Found-Footage-Schnickschnack dreht. Könnte vermutlich ein deutsche Indie-Hit werden.
 
 
 


 
 
 

UFO – Zensur

 
 
 
In UFO – ES IST HIER gibt es nicht viel Grausames zu sehen. Der Film hat in seiner ungeschnittenen Dassung eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten. Die ist auch berechtigt und angemessen.
 
 
 


 
 
 

UFO – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) M-Square Pictures | daredo (Soulfood)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Ufo – Es ist hier; Deutschland 2016

Genre: Horror, Science Fiction

Ton: Deutsch DD 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Erstauflage im Schuber

Extras: Behind the Scenes – Interviews mit dem Regisseur (deutsch), Behind the Scenes – Interviews mit dem Regisseur (englisch), Audiokommentar des Regisseurs, M-Square Trailershow

Release-Termin: 28.10.2016

 

UFO – ES ist hier [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

UFO – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

(Die Rechte für alle Grafiken liegen bei M-Square Pictures | daredo (Soulfood))

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Alien Abduction (2014)
 
Absence (2013)
 
The Blair Witch Project (1999)
 


Filmkritik: „Dead 7“ (2016)

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DEAD 7 – SIE SIND SCHNELLER ALS DER TOD

Story

 
 
 
Da haben sich zwei gefunden: THE ASYLUM produziert mal wieder für SYFY. Im TV-Film DEAD 7 machen sich einige heroische Bösewichte auf, um eine Kleinstadt von Zombies zu säubern. Die werden von einer bösartigen Voodoo-Priesterin und ihrem Handlanger kontrolliert, die nichts Gutes im Schilde führen.

 
 
 


 
 
 

DEAD 7 – Kritik

 
 
 
Egal was THE ASYLUM anfasst, es wird aus irgendeinem Grund erfolgreich. Es mag ja da draußen immer noch Zuschauer geben, die noch nie etwas von der Trash-Werkstatt THE ASYLUM gehört haben. Hierbei handelt es sich um ein amerikanisches Filmstudio, das sprichwörtlich Stuhlgang in Gold verwandelt. So hat man es sich zur Hauptaufgabe gemacht Hollywood den Rang abzulaufen. Wenn immer in der Traumfabrik an Blockbustern gearbeitet wird, stibitzt THE ASYLUM die Ideen zu diesen Streifen und macht daraus eigene Filme – mit überschaubarem Budget versteht sich. Das hat in der Vergangenheit gut funktioniert und konnte sich in viele Länder verkaufen. Seit einiger Zeit hat man aber das Konzept etwas überarbeitet. Statt einfach nur anderer Ideen zu stehlen, tüftelt man an eigenen „Blockbustern“ und lässt allerhand absurdes Zeug auf den Zuschauer los, mit dem sich mittlerweile sogar ernsthafte Kritiker auseinandersetzen. Das wohl erfolgreichste Resultat dieser neuen Richtung ist zweifelsohne SHARKNADO und seine Fortsetzungen, die in Trash-Fan-Kreisen so etwas wie Kultstatus genießen. Darin nehmen längst verschollen geglaubte Film- und Serienstars den Kampf gegen fliegende Riesenhaie auf und treiben damit Feingeister in den Wahnsinn. Für ehemalige Fernsehstars wie IAN ZIERING (BEVERLY HILLS 902010) oder DAVID HASSELHOFF (KNIGHT RIDER) ein gefundenes Fressen. Die erhielten durch die Erfolge der SHARKNADO-Teile mehr Aufmerksamkeit, als sie wohl zu ihren besten Zeiten in den 90ern ernten konnten.
 
 
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Was jedoch anfänglich belächelt wurde, kam offensichtlich gut an – gerade auch deshalb, weil sich THE ASYLUM traute, längst in der Versenkung verschwundene TV-Sternchen zurück auf die Mattscheibe zu holen. Damit erreichte man neue Zuschauer, welche mit vielen dieser ehemaligen Teenstars (wie RICHARD GRIECO oder SHANNEN DOHERTY) aufwachsen waren, die sich nun mehr schlecht als recht durch haarsträubende ASYLUM-Szenarien schreien. Leider ist es wie so oft bei erfolgreichen Gedankenblitzen: die Kuh muss so lange gemolken werden, bis sie keine Milch mehr gibt. Das sahen wohl auch die Bosse des Produktionshauses THE ASYLUM so. Die dürften wohl emsig alte Fernsehzeitschriften und Musikmagazine durchstöbert haben, um weitere gescheiterte Existenzen für neue Filmprojekte zu finden. Lang mussten sie dafür nicht suchen, denn auch in der Popwelt gab es manch Teenagerschwarm, an den sich heute zu Recht niemand mehr erinnern möchte.
 
 
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BACKSTREET BOYS, O-TOWN, 98 DEGREES und *NSYNC schimpfen sich beliebte Bands, die einst groß im Geschäft waren. Leider sind deren Fans zu schnell erwachsen geworden, weshalb die Jungs genannter Ex-Boygroups arbeitslos geworden sind. Kein Problem für die Macher von THE ASYLUM, die mit dem Elend anderer Leute schnelles Geld verdienen möchten. Die nahmen die mittlerweile nicht mehr ganz so knackigen Kerle unter Vertrag und ließen sie gegen Zombies kämpfen. Leider hört sich die Idee dahinter spaßiger an, als sie letztendlich ist. DEAD 7 heißt der überflüssige Zombie-Schnarcher, der eigentlich nur Daseinsberechtigung besitzt, weil sich hier bekannte Gesichter vor der Kamera zum Obst machen. Klammert man die Tatsache aus, dass ehemalige A-Promis für Geld mittlerweile alles machen, bleibt nicht mehr viel übrig, was den Film ertragbar machen könnte. DEAD 7 ist die Horror-Enttäuschung der Saison, denn der Film besitzt weder einen Spannungsbogen noch unterhaltsame Wortgefechte. Stattdessen wird ein totlangweiliger und unnötig auf „cool“ getrimmter Mix aus THE WALKING DEAD, MAD MAX und DJANGO UNCHAINED geboten, in dem zu lange Dialoge und ständig wiederholende Zombie-Attacken die Geduld begeisterter Horrorfans überstrapazieren. Leider war das abzusehen. Diesmal trifft die Schuld nicht ausschließlich das Studio THE ASYLUM – das DEAD 7 übrigens im Auftrag des amerikanischen TV-Senders SYFY produziert hat. Kein geringerer als NICK CARTER hat sich die Geschichte zum Film einfallen lassen. Der war vor vielen Jahren Mädchenschwarm bei den BACKSTREET BOYS und sollte besser das Schreiben von Horror-Szenarien anderen überlassen.
 
 
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DEAD 7 schleppt sich dahin. Kaum hat man den Kampf gegen Horden Infizierter aufgenommen, wird das Gemetzel von lästigen Dialogen unterbrochen. Einige Gespräche später kommen die Zombies wieder, nur um nach wenige Sekunden durch weitere Dialoge beim Fressen abgehalten zu werden. Mit derart ungeschickter Taktik macht man sich unter Zombiefans keine Freunde – zumal dieses unbedachte Vorgehen den ohnehin kaum vorhandenen Spannungsbogen drosselt. Immerhin gefallen Make-up und Spezialeffekte. Die Zombies wurden ansprechend geschminkt und werden mit blutigen CGI-Kopfschüssen in die ewigen Jagdgründe befördert. Gegen Ende wird es sogar temporeich. Im blutigen Showdown müssen alle Bandmitglieder mit vereinten Kräften gegen eine unaufhaltsame Flut gefräßiger Kreaturen kämpfen und laut Drehbuch nacheinander ihr Leben lassen. Hektische Schnitte und unruhige Kamerafahrten bringen Dynamik in das bis dato behäbige Treiben. Leider rettet das Massensterben im Finale auch nicht vorm Untergang. Weil der Film einzig daraufhin konzipiert wurde, die verschiedenen Mitglieder genannter Musikgruppen möglichst spektakulär auftreten zu lassen, hat man kurzum all das vernachlässigt, auf was es beim Filmemachen eigentlich ankommt. So fehlt nicht nur eine packende Geschichte; auch die für Filme so wichtige Charakterentwicklung der Helden wurde ganz aus dem Drehbuch radiert. Wer sich demnach Unterhaltungswert von DEAD 7 verspricht wird gnadenlos enttäuscht werden. Besser die Zeit nutzen und Musikvideos von 90er-Jahre Bougroups schauen. Die sind zusammen bei weitem gruseliger als DEAD 7.
 
 
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DEAD 7 – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Ein trashiger Mix aus THE WALKING DEAD, DJANGO UNCHAINED und MAD MAX. In DEAD 7 wird der Hund in der Pfanne verrückt. Ex-Backstreet Boy NICK CARTER hat die Geschichte zum Film geschrieben, mitproduziert und tritt im Steifen sogar zusammen mit seinen mittlerweile aufgeschwemmten Bandkollegen als Zombie-Killer in Erscheinung. DEAD 7 ist ganz übler THE ASYLUM-Quark. Nicht weil sich hier gescheiterte Boygroup-Existenzen die Blöße geben für Geld in unteririschem TV-Trash aufzutreten. Der eigentliche Grund liegt darin, dass die Thematik des Streifens so abgedroschen ist, dass man am liebsten das Fernsehgerät ausschalten möchte, sobald sich die ersten Untoten auf der Mattscheibe blicken lassen. Müssen es schon wieder Zombies sein? DEAD 7 vereint all das, was man eigentlich in Zombiefilmen nicht mehr sehen möchte. Zudem fehlt wegen totgefilmten Zombieklischees jegliche Spannung, weil sich Carter auch nicht Neues hat einfallen lassen. So muss im Gefecht gegen Horden infizierter Menschen ein Held nach dem anderen das Leben lassen, um wenig später als Zombie zurückzukehren. Immerhin geht DEAD 7 technisch in Ordnung. Inhaltlich herrscht dagegen gähnende Leere und viele der zwanghaft auf cool getrimmten Wortgefechte verfehlen ihre Wirkung. Nach so einem miesen Zombiestreifen darf man darauf gespannt sein, welche einst erfolgreichen Musiker in den nächsten ASYLUM-Produktionen auftauchen werden. Weil die TV-Ausstrahlung in Amiland gut Quoten hatte, muss das Erfolgskonzept wiederholt werden. Hoffentlich haben die Bosse der Trash-Schmiede Erbarmen und geben keine weiteren Zombie-Gähner im Schlage eines DEAD 7 in Arbeit.
 
 
 


 
 
 

DEAD 7 – Zensur

 
 
 
Wie es sich für einen Zombiefilm gehört, werden auch hier Kreaturen im Akkord in die ewigen Jagdgründe befördert. Meist geschieht das durch CGI-Kopfschüsse. Sonderlich grausam ist das aber für Zombie-Verhältnisse nicht anzuschauen und befindet sich auf TV-Niveau, damit auch zartbesaitete Zuschauer nicht abgeschreckt werden. In Deutschland wurde aber scheinbar doch die Schere angesetzt. Glaubt man diversen Meldungen im Internet ist der Streifen nur geschnitten erhältlich. Dennoch besitzt die Auswertung einen roten FSK-Flatschen.
 
 
 


 
 
 

DEAD 7 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Great Movies | Daredo | White Pearl Movies (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dead 7; USA 2016

Genre: Western, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 89 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow, Musikvideo

Release-Termin: 16.09.2016 (BD KeepCase)

 

DEAD 7 – Sie sind schneller als der Tod [Blu-ray] auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

DEAD 7 – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei DAREDO | SOULFOOD | GREAT MOVIES)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Dead 2: India (2013)
 
Exit Humanity (2011)
 
Cowboys & Zombies (2011)
 


Filmkritik: „The Hatching“ (2014)

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THE HATCHING – DIE NATUR BEISST ZURÜCK

Story

 
 
 

In einer britischen Kleinstadt irgendwo im Hinterland häufigen sich mysteriöse Todesfälle. Menschen verschwinden spurlos und Leichenteile werden gefunden – nur was ist die Ursache?

 
 
 


 
 
 

THE HATCHING – Kritik

 
 
 
Was braucht man für einen Horrorfilm mit Krokodilen? Richtig: Hungrige Krokos, menschliche Opfer und musikalische Untermalung, die Angriffe und Fütterungsmomente – ähnlich wie in DER WEISSE HAI – möglicht ungemütlich unterstreichen. THE HATCHING hat im Grunde genommen all das und ist trotzdem weit entfernt von dem, was man sich unter einem gelungenen Genrefilm vorstellt. Als „Dark Comedy Horror“ wird der britische Indie-Streifen vom Produktionsstudio beworben, was leider nur bedingt zutrifft, denn sonderlich schwarzhumorig ist der Film keineswegs. Für eine Horrorkomödie sind erheiternde Momente rar gesät. Flimmern sie dann endlich mal über die Mattscheibe, reduzieren sie sich auf unbeholfenen Slapstick und nicht gerade erwähnenswertes Geblödel. Leider wollen die Spaßelemente nicht in den übrigen Film passen. Der nimmt sich für beworbene Horror-Comedy erstaunlich ernst. Doch das ist noch das kleinere Übel.
 
 
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In THE HATCHING geht einiges drunter und drüber. Im Mittelpunkt steht eine britische Kleinstadt irgendwo in der britischen Grafschaft Somerset, wo zufällig Dinge passieren, die man keineswegs hinterfragen sollte. Nach dem Tod des Vaters kehrt Tim Webber nach Hause zurück. Dort ist man über dessen Ankunft nicht sonderlich erfreut. Das ist auch kein Wunder, denn vor 15 Jahren hat sich genauer hier Tragisches ereignet, für das Tim verantwortlich gemacht wird. Als Kind hat er sich zusammen mit zwei Freunden aus dem Internat geschlichen und ist in den nahe gelegenen Zoo eingebrochen, um Krokodileier zu stehlen. Der Einbruch misslang und eines der Kids wurde vom Muttertier verschlungen. Jahre nach dem Vorfall findet der Ort erneut Erwähnung in Tageszeitungen und Nachrichten. Eine mysteriöse Mordserie erschüttert die Gegend. Frauen verschwinden spurlos und verstümmelte Leichen werden gefunden. Alles deutet darauf hin, dass in den Seen und Flüssen vor der Stadt ein Krokodil sein Unwesen treibt. Doch stimmen die Vermutungen oder hat das Verschwinden von Bewohnern andere Ursachen?
 
 
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Was hat Regisseur MICHAEL ANDERSON nur geritten, als er zusammen mit Autor NICK SQIRE am Drehbuch zu THE HATCHING gefeilt hat? Der versucht krampfhaft zwei Handlungsstränge in einem Film zu pressen, die dazu noch so unglaubwürdig sind, dass sich dem Zuschauer die Zehennägel biegen. So wird im späteren Verlauf klassischer Tierhorror von einem abstrusen Backwood-Slasher abgelöst, der zwar einen Hauch Kannibalencharme versprüht aber ratlose Gesichter zurücklässt. Was abgefahren klingt, funktioniert keineswegs, weil der Film mehr Fragen aufwirft, als Antworten zu geben. Selbstverständlich wird in den Gewässern vor dem Ort ein Reptil bei seinen Raubzügen gesehen. Doch wie konnte ein Krokodil fünfzehn Jahre unbemerkt im Dorfteich überleben und warum ging bisher niemand ernsthaft dem Verschwinden dutzender Frauen auf den Grund? Wer auf plausible Erklärungen wartet, wird enttäuscht. Stattdessen folgt THE HATCHING konsequent einer stumpfsinnigen Handlung, die bewusst skurril geschrieben wurde, weil die beiden Drehbuchautoren doch mit selbstironischer Comedy aufmuntern wollten. Leider muss sich auch der beste Drehbuchautor eingestehen, dass er den falschen Beruf gewählt hat, wenn er sein Ziel verfehlt. THE HATCHING ist nicht lustig, hält den Zuschauer für dumm und hat bis auf die letzten 15 Minuten kaum Unterhaltungswert. Demnach sollte man sich nicht vom reißerisch gestalteten Filmplakat blenden lassen. Das suggeriert einen fiesen Tier-Schocker in der Machart von LAKE PLACID. Nervenzehrende Szenen in denen Opfer vor hungrigen Tieren flüchten und dann doch gefressen werden, bilden in THE HATCHET die Ausnahme. Stattdessen ist man darum bemüht den Horrorfan mit peinlichen Gags zum Abschalten zu bewegen. Nur schade um die teils sympathischen Figuren, die von talentierten Darstellern verkörpert werden, die sich vor der Kamera zum Trottel machen. Die werden sich in einigen Jahren vermutlich dafür schämen, für diesen Horror-Quatsch unterschrieben zu haben.
 
 
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THE HATCHING – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
LAKE PLACID trifft auf INBRED. Zuerst das Positive: THE HATCHING ist kein Tier-Monster-Trash mit schlechten Effekten, wie er in den Abfallschmieden von THE ASYLUM und SYFY am Fließband hergestellt wird. Das Reptil in THE HATCHING wurde ganz passabel animiert und kommt fast ohne CGI aus, ist aber im Vergleich zum Krokodil auf dem Filmplakat um Welten kleiner. Mit einem Budget von 5.000.000 Dollar kann man auch eine ordentlichen Produktion erwarten, schließlich wurden schon besser Tier-Horror-Heuler mit weitaus weniger Kapital gedreht, die unterm Strich dann doch besser unterhalten haben, als der britische THE HATCHING. Regisseur MICHAEL ANDERSON hat hier eine schwarzhumorige Horrorkomödie gedreht, die ein großes Problem hat: die Gags zünden nicht. Statt sich auf gute Lacher zu konzentrieren, wurde die Filmhandlung mit abstrusen Wendungen zugemüllt, die Kopfschütteln verursachen werden. Zwei Geschichten zum Preis von einer lautet die Devise, denn THE HATCHING besteht quasi aus zwei Geschichten, die auf Zwang kombiniert werden mussten. Leider wirft der haarsträubende Mix aus Kroko-Horror und Backwood-Slasher eine Menge Fragen auf, die MICHAEL ANDERSON erst gar nicht versucht zu beantworten. Der Zuschauer wird demzufolge nicht sonderlich „amused“ über die vielen Plotlöcher sein und THE HATCHING wegen der stattlichen Anzahl an Logiklücken als zeitraubenden Blödsinn abstempeln.
 
 
 


 
 
 

THE HATCHING – Zensur

 
 
 
Wer von Reptilien zerfetzte Menschenkörper sehen möchte, wird von THE HATCHING enttäuscht werden. Immer dann, wenn das Krokodil zuschnappt blendet die Kamera weg. So gibt es kurz abgetrennte Gliedmaßen und einen abgetrennten Kopf zu sehen, die die Bewohner später aus dem See fischen. Sonderlich brutal ist THE HATCHING deswegen aber nicht. Trotz Serienkiller- und Kannibalen-Einschlag hat es für diesen Film in der ungeschnittenen Fassung eine FSK16 geben. Aufgrund einiger Trailer anderer Filme, ziert die erhältliche Blu-ray und DVD den roten FSK-Flatschen.
 
 
 


 
 
 

THE HATCHING – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Great Movies | Daredo | White Pearl Movies (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Hatching; Großbritannien 2014

Genre: Horror, Thriller, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailershow

Release-Termin: 30.09.2016 (BD KeepCase)

 

The Hatching – Die Natur beißt zurück [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE HATCHING – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Inbred (2011)
 
Die Fährte des Grauens (2007)
 
Rogue – Im falschen Revier (2007)
 
Black Water (2007)
 


Filmkritik: „Little Devil“ (2014)

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LITTLE DEVIL

(DEMON BABY | WANDERING ROSE)

Story

 
 
 
Rose (Carina Birrell) und Theo (David Wayman) wollen die kränkelnde Beziehung in den Bergen Schottlands auffrischen. Bis Rose ällmählich dem Wahnsinn verfällt und sich der friedliche Campingausflug zum Albtraum entwickelt.
 
 
 


 
 
 

LITTLE DEVIL – Kritik

 
 
 
Achtung Mogelpackung im Anmarsch, denn im Falle von LITTLE DEVIL (Originaltitel: DEMON BABY) wird der Zuschauer mal wieder äußerst geschickt hinters Licht geführt. Der Originalfilmtitel suggeriert nämlich das, was der Streifen gar nicht ist: teuflischer Okkult-Horror in dem der Leibhaftige wiedergeboren wird. Warum der anfänglich betitelte WANDERING ROSE im Original eine reißerische Umbenennung erhalten musste, wirft Fragen auf. Man darf aber davon ausgehen, dass die Marketingabteilung des Produktionsstudios eine wesentliche Rolle bei der Neukreation des Titels gespielt haben dürfte, um den Film international besser vermarkten zu können.
 
 
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Statt einem teuflischen Kinovergnügen steht psychologischer Horror auf der Tagesordnung. Für den zeichnet einmal mehr jemand Unbekanntes verantwortlich, der erste Erfahrungen auf dem Gebiet des Filmemachens beginnt zu sammeln. Das ist bei Indie-Horrorfilmen mittlerweile nichts Ungewöhnliches mehr und hat bisher manch unentdecktes Talent zum Vorschein gebracht, das nun für große Studios in Hollywood Kinoerfolge am Fließband fabriziert. Doch kann CORRIE GREENOP legendären Regiegrößen wie SAM RAIMI oder PETER JACKSON das Wasser reichen, denen ebenso kleine Indie-Produktionen die Tür zur Traumwerkstatt geöffnet haben?
 
 
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In seinem ersten Film sind Rose (CARINA BIRRELL) und Theo (DAVID WAYMAN aus NAZI ZOMBIE BATTLEGROUND) ein unverheiratetes Paar, das im Nordosten Schottland versucht zueinander zu finden. Die Beziehung liegt im Argen und Rose ist im dritten Monat schwanger, so dass die angeschlagene Bindung bei einem gemeinsamen Campingausflug etwas aufgefrischt werden soll. Leider wird das Liebesglück vor unerwartete Herausforderungen gestellt, denn inmitten der Wildnis fühlt sich Rose furchterregenden Bedrohungen ausgesetzt. Ein geisterhaftes Wesen scheint der verunsicherten Frau auf Schritt und Tritt zu folgen und die Begegnung mit einem Polizisten schürt Misstrauen. Als die werdende Mutter beginnt eine seltsame Paranoia gegenüber der eigenen Schwangerschaft zu entwickeln, kommt es zur Katastrophe.
 
 
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LITTLE DEVIL ist erschütterndes Kopfkino, bei dem sich das Grauen im Kopf des Zuschauers manifestiert. Die mitleiderregende Figur der Rose erlebt im Film eine tragische Verwandlung, die Schuldgefühlen und Ängsten den Weg weist. Regisseur CORRIE GREENOP arbeitet mit Metaphern und Mehrdeutigkeiten – schlüssige Erklärungen werden nicht geliefert und die Vergangenheit der traumatisierten Filmheldin nur spartanisch beleuchtet. Wie sich im Verlauf des Streifens herausstellen wird, hat sich Rose für eine Abtreibung des Kindes entschieden und ist umso überraschter als der nichtsahnende Liebste beim Kuscheln von kleinen Schlägen unter der Bauchdecke seiner Freundin berichtet. Das lässt die Kindsmutter zweifeln, die plötzlich nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden kann und dem Wahnsinn verfällt.
 
 
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Mit Horror im herkömmlichen Sinne hat LITTLE DEVIL nichts am Hut. Vielmehr verfolgt der Filmfreund den mentalen Abstieg einer jungen Frau, die in der Vergangenheit Schlimmes erlebt haben muss und alles dafür tut, dass der Partner nichts davon erfährt. Rose scheint ein unnatürliches Misstrauen gegenüber dem männlichen Geschlecht aufgebaut zu haben. Hier ist wohl auch der Grund des plötzlichen Schwangerschaftsabbruchs zu suchen. Hat Rose die Treue in ihrer Beziehung nicht ernst genommen oder wurde sie Opfer eines sexuellen Missbrauchs? Eine plausible Erklärung gibt CORRIE GREENOP nicht. Stattdessen spielt er mit Rückblenden und räumt dennoch genug Interpretationsspielraum ein, damit sich der Zuschauer am Ende – trotz überraschendem Twist – ein eigenes Urteil bilden kann.
 
 
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Dass LITTLE DEVIL dann doch tiefgründiger ist, als der reißerische Titel vermuten lässt kommt nicht von Ungefähr. In einem Interview erklärte der Regisseur, dass er ein großer Fan südkoreanischer und japanischen Horrorfilmen ist, die nicht durch Splatter auffallen sondern durch psychologisches Grauen bewegen wollen. Ungewöhnlicherweise zählt er neben asiatischen Genre-Perlen wie THE EYE oder TALE OF TWO SISTERS auch den australischen THE BABADOOK zu seinen Favoriten. Letzterer ist dem Aufbau von LITTLE DEVIL nicht unähnlich, erreicht aber nicht einmal ansatzweise dessen zermürbende Intensität. Wer sich trotzdem mit diesem psychologischen Horrordrama auseinandersetzen möchte, sollte sich nicht von dem auf Horror getrimmten Trailer und dem irreführenden Filmplakat verwirren lassen. Wie schon bei genanntem THE BABADOOK aus dem Jahre 2014 wurde auch das Marketing für LITTLE DEVIL unglücklich geplant, das unheimlichen Geisterhorror verspricht. Leider sucht man Spuk und Gänsehaut im Film vergebens!
 
 


 
 
 

LITTLE DEVIL – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein Genrefilm, der sprichwörtlich unter die Haut geht. LITTLE DEVIL (im Original: DEMON BABY – Produktionstitel: WANDERING ROSE) ist verstörendes Kopfkino mit tragischem Ausgang vor traumhafter Naturkulisse. Anders als der Titel und das Filmplakat vermuten lassen ist LITTLE DEVIL jedoch kein Film in der Machart des Polanski-Klassikers ROSEMARIES BABY. Vielmehr protokolliert dieses Debütwerk den mentalen Abstieg einer von Schuldgefühlen zerfressenen Frau, die von den Dämonen ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Dabei verwendet Regisseur CORRIE GREENOP immer wieder Elemente aus asiatischen Geisterfilmen und legt so falsche Fährten. Die versuchen nicht nur den Zuschauer zu verwirren, sondern auch die scheinschwangere Protagonistin, die bald nicht mehr zwischen Fiktion und Realität unterscheiden kann. Demzufolge sollte man LITTLE DEVIL (der mit WANDERING ROSE anfänglich einen anderen und weitaus plausibleren Titel besaß) mit dem Wissen sehen, dass es sich hier um keinen waschechten Horrorfilm handelt. Nur mit dieser Erwartungshaltung wird man nicht enttäuscht werden.
 
 


 
 
 

LITTLE DEVIL – Zensur

 
 
 
Viel Gewalt gibt es in LITTLE DEVIL nicht zu sehen. Kein Wunder, handelt es sich hier eher um psychologischen Horror der nicht viel Blut zum Verstören benötigt. Die Protagonistin verletzt sich in der Dusche selbst und am Ende gibt es einen unerwarteten Mord zu sehen. Der wird aber nicht explizit gezeigt, denn die Kamera blendet weg. LITTLE DEVIL hat hierzulande eine FSK16 erhalten. Wegen Bonusmaterial ist die erhältliche Scheibe aber FSK18.
 
 
 


 
 
 

LITTLE DEVIL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Daredo | White Pearl Movies | Soulfood Entertainment (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Demon Baby; Großbritannien 2014

Genre: Drama, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 74 Min.

FSK: Film: FSK16 | Blu-ray wegen Bonusmaterial: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 25.11.2016 (BD KeepCase)

 

Little Devil – Uncut [Blu-ray] auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

LITTLE DEVIL – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

(Rechte liegen bei Daredo | White Pearl Movies | Soulfood Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Babadook (2014)
 
Rosemaries Baby (1968)
 
Devil’s Due – Teufelsbrut (2014)
 
Unborn – Kind des Satans (1991)
 
Delivery: The Beast Within (2013)
 
Dark Circles (2013)
 
The Devil Incarnate (2013)
 


Filmkritik: „The Dead 2: India“ (2013)

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THE DEAD 2: INDIA

Story

 
 
 
Der Zombie-Virus aus THE DEAD (2010) hat sich von den Wüsten West-Afrikas nach Indien vorgearbeitet und auch dort die Bevölkerung zu Menschenfleisch verzehrende Fressmaschinen verwandelt. Elektroingenieur Nicholas Burton begibt sich auf eine Reise voller Gefahren um in den Slums von Mumbai die Liebste zu finden …
 
 
 


 
 
 

THE DEAD 2 – Kritik

 
 
 
Seit die Erfolgsserie THE WALKING DEAD im Fernsehen Einschaltquoten explodieren lässt, sind Zombies im TV nicht mehr wegzudenken. Eine Ironie in sich, haben die wandelnden Toten bis vor einigen Jahren noch deutschen Sittenwächter schlaflose Nächte bereitet und wurden gänzlich in die Erwachsenenabteilungen der Videotheken verbannt. Mittlerweile scheinen auch Mitarbeiter der FSF und FSK Freude an jener Art von Horrorfilmen gefunden zu haben, so dass Zombiefilme nicht nur regelmäßig in den Handel gebracht, sondern auch immer häufiger im Fernsehen gezeigt werden – meist sogar ungeschnitten. Die Zombie-Boom findet kein Ende, wobei seit den jüngsten WORLD WARZ Z und WALKING DEAD-Erfolgen auch der Anspruch an derart Streifen gestiegen ist. Billig ist out, schließlich gab es vor allem auf dem Videomarkt in den letzten Jahren einfach zu viel günstig heruntergekurbeltes Videofutter, das qualitativ unter aller Kanone gewesen war und Käufern nicht selten den Spaß am Schauen jener Schocker genommen hat. Die Brüder HOWARD und JONATHAN FORD haben den qualitativen Verfall jener Horrorware mit ihrem THE DEAD im Jahr 2010 zu ändern versucht. Sie brachten den etwas anderen Zombieschocker in die Wohnzimmer, der vor allem durch die ungewöhnliche, afrikanische Kulisse glänzen und damit viel Lob bei Fans und Kritikern ernten konnte. Weil THE DEAD gut angenommen wurde und scheinbar auch durchaus rentabel gewesen ist, dürfte es demnach niemanden überraschen, dass eine Fortsetzung folgen musste. Die nennt sich nun THE DEAD 2: INDIA und ist laut eigenen Angaben der FORD-Brüder der zweite Teil einer geplanten Trilogie.
 
Die Zombie-Apokalypse wurde kurzum von Afrika nach Indien verlegt, denn statt direkt an den Vorgänger anzuschließen, haben sich die beiden Macher des ersten Teils dazu entschlossen eine andere Geschichte zu erzählen. Gänzlich neu ist die jedoch nicht, denn sieht man von der indischen Kulisse ab, lassen sich immer noch genügend Handlungsstränge finden, die man so ähnlich bereits im Erstling aufgetischt bekommen hat. Die Ford-Brüder HOWARD J.FORD und JONATHAN FORD erzählen erneut von einem Virusausbruch, der binnen weniger Stunden ganze Landstriche entvölkert und Menschen zu Killermaschinen werden lässt. Im Grunde genommen ein mittlerweile gängiges Thema. Doch die Brüder waren schlau und verlagerten die Handlung in eine für das Genre eher ungewöhnliche Umgebung, was THE DEAD 2: INDIA trotz aller Klischees relativ unverbraucht erscheinen lässt. In THE DEAD 2: INDIA begleitet der Zuschauer Nicholas Burton (JOSEPH MILLSON) nach Indien, der dort als Elektroingenieur für einen riesigen Windpark arbeitet und genau in jenem Moment Zeuge einer beunruhigenden Zombie-Invasion wird, als ihm seine indische Partnerin vom bevorstehenden Mutterglück berichtet. Die verschanzt sich zusammen mit der infizierten Mutter und dem besorgten Vater in den eigenen vier Wänden irgendwo in den Slums von Mumbai und hofft nun darauf, dass sich der Liebste auf den langen Weg begibt, um sie aus der Hölle der wandelnden Toten zu befreien.
 
Zurück zu den Anfängen, zumindest orientiert sich das Regie-Duo an den klassischen Zombie-Streifen eines GEORGE A. ROMERO, wo Untote noch schwerfällig durch die Landschaft streiften und nicht zu fressgeilen Hochleistungssprintern verkommen waren, die im Zombiefilm des 21. Jahrhunderts vermehrt durch apokalyptische Weltuntergangsszenerien hetzen. In THE DEAD 2: INDIA taumeln Untote gemach durch menschenleere Ortschaften und über trockene Felder, wobei ihnen trotz Langsamkeit immer wieder mal ein noch Lebender zwischen die Krallen kommt, der anschließend genüsslich verspeist wird. Von wirklicher Bedrohung ist keine Spur, schließlich bleibt den Überlebenden stets genügend Zeit um davon laufen zu können. Trotzdem; aus unerklärlichen Gründen scheinen die Infizierten dann doch den Gesunden haushoch überlegen zu sein – eine Prämisse, die vor allem im italienischen Zombiefilm der 80er vermehrt Verwendung fand und für THE DEAD 2: INDIA noch einmal aus der Mottenkiste gekramt wurde. Die teils altbackenen Zombie-Regeln funktionieren immer noch tadellos, denn HOWARD und JONATHAN FORD beweisen immer mal wieder ein geschicktes Händchen für nostalgisches Grauen. So gefällt eine Szene, in welcher Held Nicholas Burton mit einem Motorrad durch das Dunkel der Nacht düst und um Zombies fahren muss, die plötzlich wie aus dem Nichts im Lichtpegel des Scheinwerfers auftauchen und nach ihren noch lebenden Opfern schnappen.
 
Die andersartige, exotische Kulisse bekommt THE DEAD 2: INDIA gut, entpuppt sich doch das ländliche Indien als trügerische Idylle, wo hinter jedem Hügel und jedem Haus die infizierte Bedrohung auf den Filmheld lauert. Der Zuschauer folgt Protagonist Nicholas Burton durch malerische Landschaften und verlassene Dörfer, wo er sich zusammen mit einem kindlichen Begleiter namens Javed (ANAND HRISHNA) durch Horden von Zombies durcharbeiten muss. Die werden vermehrt umgangen, statt schaufreudig erschossen. Überraschenderweise konzentrieren sich die Macher in ihrem Zombie-Road-Movie weniger auf das stumpfe Ausradieren der Zombie-Brut, noch werden die Ursachen der Infizierung näher beleuchtet. Stattdessen wird in THE DEAD 2: INDIA von einer Odyssee voller Gefahren berichtet, die von nur einem Ziel vorangetrieben wird: der Liebe. Im Gegensatz zum Vorgänger haben die Macher einige Mankos in der Inszenierung ausgebessert. So wurde das Geschehen nun reichlich flotter gestaltet, hatte doch der Erstling unter dem teils recht langsamen Erzähltempo zu leiden. Zudem wurde noch etwas an den Spezialeffekten und der Technik gefeilt, die THE DEAD 2: INDIA deutlich hochwertiger erscheinen lassen als das, was man sonst so in Sachen „Zombiefilm“ geboten bekommt. Auch wen die Fortsetzung zu THE DEAD kein zweiter WORLD WAR Z geworden ist, gehört das von den FORD-Geschwistern neu geschaffene Untoten-Franchise zu den besseren Vertretern eine langen Reihe von Filmen dieser Art.
 
 
 


 
 
 

THE DEAD 2 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
THE WALKING DEAD goes Bollywood. Keine Angst in THE DEAD 2: INDIA gibt es keine tanzenden und singenden Zombies zu sehen. Vielmehr machen die beiden britischen Regisseure HOWARD und JONATHAN FORD Gebrauch von der exotischen Kulisse des Landes, die die Fortsetzung des Überraschungs-Hits THE DEAD (2010) zu einem etwas anderen Zombie-Spektakel werden lässt. Bis auf den ungewöhnlichen Schauplatz ist aber sonst alles beim Alten geblieben, so dass sich THE DEAD 2: INDIA eher wie ein actionreicheres Remake des Vorgängers anfühlt, zumal sich kein direkter Bezug (bis auf den Virus) zum Erstling finden lässt. Nichtsdestotrotz haben die Macher einige Defizite in der Inszenierung ausgebessert, so dass THE DEAD 2: INDIA flüssiger, rasanter und spannender als der erste Teil geworden ist. Mit viel Liebe zum Old-School wandeln die Toten hier gemächlich durch die Szenerie und sind dennoch allgegenwärtig. Fans klassischer Zombiefilme werden mit THE DEAD 2: INDIA ihre Freunde haben, schließlich orientiert sich diese Fortsetzung an den beliebten Zombie-Erzählungen eines GEORGE A. ROMEROS, der mit NIGHT OF THE LIVING DEAD eines der wohl bedeutendsten Horrorwerke unserer Zeit geschaffen hat. Selbstverständlich ist THE DEAD 2: INDIA noch weit von den Qualitäten des jungen ROMEROS entfernt; dennoch haben die FORD Brüder einen interessanten Beitrag zur mittlerweile nicht mehr ganz so frischen Zombie-Thematik geschaffen, der sogar minimal besser als der Erstling geworden ist. Ein würdiger Nachfolger!
 
 
 


 
 
 

THE DEAD 2 – Zensur

 
 
 
THE DEAD 2: INDIA orientiert sich in Sachen Gewalt an Streifen wie WORLD WAR Z oder bereits genannter Horror-Serie THE WALKING DEAD. Viele Schauwerte werden nicht geboten. Die meisten Geewaltszenen bestehen aus Ein- und Streifschüssen. Demnach wurde die Fortsetzung von der FSK für bereits Sechszehnjährige freigegeben. Aufgrund des Bonusmaterials der erhältlichen Heimkinofassung ist diese jedoch erst für Volljährige geeignet: Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

THE DEAD 2 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Daredo Media (ungeschnittene Fassung)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Dead 2: India, Großbritannien 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.85:1 (1080p/24)

Laufzeit: ca. 98 Min. (uncut)

FSK: Film: FSK 16 (ungeschnittene Fassung) / Die Blu-ray ist aufgrund des Bonusmaterials jedoch erst für Volljährige geeignet: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer zu THE DEAD und THE DEAD 2, Deleted Scenes, Making of

Release-Termin: 28.11.2014

 

The Dead 2 [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

THE DEAD 2 – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Dead Within (2014)
 
Survival – Überlebe wenn du kannst! (2013)
 
Chrysalis (2014)
 
Infected (2012)
 
Zombie Night (2013)
 
Battle of the Damned (2013)
 
The Dead (2010)
 


Filmreview: „Mimesis“ (2011)

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Mimesis

Story

 
 
 
Auf einer Horror-Convention treffen die beiden Film-Nerds Russell (TAYLOR PIEDMONTE) und Duane (ALLEN MALDONADO) auf die geheimnisvolle Judith (LAUREN MAE SHAFER), die die beiden kurzum zu einer geheimen Aftershow-Party fernab der Großstadt lädt. Kaum dort angekommen fließt der Alkohol reichlich. Die Anwesenden geben sich derart trinkfreudig, dass sie nicht bemerken, dass irgendjemand die Getränke mit Drogen angereichert haben muss, sodass die Gäste wenig später bewusstlos werden und am nächsten Morgen seltsam uniformiert aus dem Tiefschlaf erwachen. Schnell stellen sie fest, dass sie scheinbar die Rollen aus dem berüchtigten Zombiefilms NIGHT OF THE LIVING DEAD angenommen haben und sich nun gegen eine Horde blutgieriger Zombies zur Wehr setzen müssen …
 
 
 


 
 
 

Mimesis – Kritik

 
 
 
Wenn im Vorspann eines Horrorfilms, das Logo des in Genre-Kreisen geschätzten Publishers ANCHOR BAY eingeblendet wird, dann wissen Freunde der etwas härteren Filmgattung, dass es sich bei den nun folgenden Beitrag zwangsläufig um ein Filmchen handeln muss, dass sich positiv von der breiten Masse an gängiger Filmkost abheben muss. Der weltweite Genre-Experte ANCHOR BAY, bekannt geworden durch Glanz-Veröffentlichungen bekannter Horrorwerke und Serien auf DVD/Blu-ray, mischt seit geraumer Zeit jedoch auch den internationalen Kino- und Filmmarkt gehörig auf und spendiert unter dem Banner ANCHOR BAY FILM vor allem vielversprechenden, unabhängigen Werken einen erfolgsversprechenden Kino-Release.
 
Auch der Indie-Horrorfilm MIMESIS ist einer jener Kandidaten, der Dank des amerikanischen Filmverleihers in die Gunst eines US-Kinorelease kommen konnte und beweist, dass man auch mit wenig Budget einen ziemlich erfrischenden Grusel-Beitrag zaubern kann, insofern man sich die Arbeit macht und versucht, allseits bekannte Gruselzutaten mit allerhand innovativen Ideen zu würzen. Gerade einmal 500 000 US-Dollar soll das Ding gekostet haben; ein erschreckend geringes Budget, wenn man bedenkt, dass manch herzlose Mainstream-Produktion bei weitem mehr gekostet hat und nicht einmal annähernd die Raffinesse und Frische eines MIMESIS erreicht. Zwar hat MIMESIS erstaunlich wenig gekostet, dem Film sieht man die minimalen Produktionskosten jedoch zu keiner Minute an. Der Film schaut hochwertig und ambitioniert aus, äußert sich spannend und ist durchweg unterhaltsam. Zwar ist die Handlung nicht von Stereotypen und Klischees befreit, die wenigen Protagonisten und deren Interaktionen wirken jedoch nur selten nervend und aufdringlich.
 
DOUGLAS SCHULZE´s Zombie-Flick-Flack ist derbes Horrorkino der Spitzenklasse. Ein Film, den man gesehen hat und der aufgrund seiner Andersartigkeit in Erinnerung haften bleiben dürfte. Hier werden verschiedene Sub-Genres intelligent miteinander verknüpft, sodass sich MIMESIS mit alle seinen Wendungen und Twists wohlwollend von der breiten Masse an dummer Horrorkost abzuheben versteht. SCHULZE versteht es virtuos mit der Erwartungshaltung des Zuschauers zu jonglieren. Anfänglich lässt sich die Szenen-Abfolge noch erahnen. Spätestens ab Filmmitte ist jedoch nichts mehr so wie es scheint. Was sich zu Beginn noch wie eine schlechte Kopie des legendären NIGHT OF THE LIVING DEAD äußert, verwandelt sich im Verlauf der Geschichte zu einer ziemlich beachtlichen Killer-Hatz, die mit allerhand gemeinen Krösel-Effekten aufwartet, sodass hier auch das Splatter-Herz vollends zufriedengestellt wird. Es wäre vermutlich jedem Zuschauer unfair zugegen, mehr Details über die erstaunlich clevere Handlung zu offenbaren, zumal MIMESIS (im übrigen zu Deutsch: „Nachahmung“) gerade aufgrund der interessanten Wendung zu gefallen weiß. SCHULZE, scheinbar darauf spezialisiert an günstiger Horrorkost zu werkeln, schafft es trotz finanziellen Barrieren einen erstaunlich temporeichen Horrorfilm zu kreieren, der in seiner Gesamtheit so stimmig funktioniert, dass man als Zuschauer regelrecht erstaunt ist, wie kurzweilig der Gruseltrip doch funktioniert und wie abrupt der Abspann über den Fernsehbildschirm flimmert. Die bedrohliche und durchaus düstere Atmosphäre unterstreicht den bitterbösen Unterton des Filmes und bietet den optimalen Vergleich, wie man sich als Filmfreund gern die erste RESIDENT EVIL Real-Verfilmung gewünscht hätte. Besonderes Augenmerk gilt den stilistischen Mitteln, die SCHULZE hin und wieder erstaunlich selbstsicher in die Geschichte streut. Diese wirken zwar durchaus gewöhnungsbedürftig, fügen sich aber hervorragend in die Handlung ein. Hierbei sei die kurzerhand beschleunigte und abrupt verlangsamte Bildabfolge genannt, die ihren eigenen, gänzlich unverbrauchten Charme versprüht und den Film aufzuwerten versteht. Zudem glänzt das alptraumhafte Rollenspiel mit einigen skurril platzierten Kameraschwenks- und fahrten, die hin und wieder einen comiclastigen Unterton vermitteln und die vermeintlich ernste Thematik aufzulockern versuchen.
 
Der Kultfilm NIGHT OF THE LIVING DEAD ist vermutlich eines jener einflussreichen Werke der Filmgeschichte, das es auch 45 Jahre nach seiner Entstehung schafft, für viele Nachwuchsregisseure als Inspirationsgrundlage zu dienen. Auch Regisseur DOUGLAS SCHULZE konnte es sich mit seinem MIMESIS nicht verkneifen, jenen Klassiker mit diversen Zitaten zu huldigen und sich vor Großmeister GEORGE A. ROMERO ehrfürchtig zu verbeugen. Zwar wirkt MEMISIS anfänglich wie eine etwas seltsam anmutende Neuverfilmung des ROMERO´schen Klassiker; MEMESIS geht aber ab Filmmitte gänzlich eigene Wege und entlädt sich in einem überraschenden Storytwist, der mit einigen wirklich bösen Gemeinheiten zu fesseln vermag. Auch wenn beide Film eigentlich am Ende vollkommen unterschiedlich scheinen, etwas haben sie gemeinsam: beide Filme versuchen sozialkritisch zu sein. Während ROMERO in seinem Frühwerk seine Unzufriedenheit über die Diskriminierung der Schwarzen in den Südstaaten kundtut, ist es SCHULZE, der einmal mehr Kritik an der Gesellschaft ausübt und einmal mehr versucht zu klären, dass das aggressive Verhalten von gewalttätigen Menschen nicht durch den Konsum von Horrorfilmen und Ballerspielen zu rechtfertigen ist!
 
 
 


 
 
 

Mimesis – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Clever, böse und erfrischend anders – MIMESIS ist ein absoluter Horror-Geheimtipp für Fans des düsteren Genres. Teil 2 ist übrigens in Arbeit!
 
 
 


 
 
 

Mimesis – Zensur

 
 
 
Zwar gibt es hier keine Hardcore-Ekelszenen zu bewundern, der Blutzoll ist dennoch erstaunlich ausreichend (und handmade!), so dass der Film in Deutschland in seiner ungeschnittenen Form eine „Keine Jugendfreigabe„-Kennzeichung erhalten hat!
 
 
 


 
 
 

MIMESIS – Deutsche Heimkinoveröffentlichung

 
 
 
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(c) MIG Filmgroup / EuroVideo

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Mimesis; USA 2011

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DD 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1, (1080p)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Originaltrailer, Trailershow, Audiokommentar

Release-Termin: 07.11.2013

 

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Weitere Heimkinoveröffentlichungen

 
 
 
bloody-splatter-6-movie-pack-dvd

(c) SchröderMedia Handels GmbH

 
 
 
Neben der herkömmlichen Blu-ray erschien der Film auch als Teil eines umfangreichen Splatter-Pakets mit sechs Filmen auf DVD. Auf diesem Heimkinomedium, das als BLOODY SPLATTER 6 MOVIE PACK in den Handel gebracht wurde, ist der Streifen ebenso ungeschnitten enthalten, wie auf der bereits erhältlichen Einzel-Blu-ray.
 

Bloody Splatter Collection [ 6 Filme in einer Box ] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
zombie-dead-ground-blu-ray

(c) True Grit Pictures / daredo (Soulfood)

 
 
 
Nachdem der Streifen als MIMESIS: NIGHT OF THE LIVING DEAD auf den Heimkinomarkt gebracht wurde, folgte eine weitere Veröffentlichung unter anderem Namen. Diese schimpft sich ZOMBIE DEAD GROUND und beinhaltet zudem die gleichen Extras wie die Erstauflage unter dem Originaltitel. Lediglich das Cover wurde verändert.
 

Zombie Dead Ground [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZOn kaufen

 
 
 
dead-invasion-dvd

(c) Cosmopolitan Pictures / Alive AG

 
 
 
Als ob die bisherigen Auswertungen des Streifens nicht bereits ausreichen würden, erhielt der Indie-Horror eine weitere Veröffentlichung. Als Teil der DEAD INVASION ULTIMATE COLLECTION wurde MIMESIS mit drei anderen Zombiefilmen in eine Box gesteckt. Die Box ist sowohl als DVD wie BD-Variante im Handel zu haben.
 

Dead Invasion – Ultimate Collection [2 DVDs]

 
 
 
zombie-madness-collection-dvd

(c) Savoy Film / Schröder media

 
 
 
Und noch eine Veröffentlichung: Diesmal als Resteverwertung in der ZOMBIE MADNESS COLLECTION. In dieser DVD-Zusammenstellung ist der Streifen unter seiner Titelneukreation ZOMBIE DEAD GROUND in einer Box mit fünf thematisch ähnlichen Horrorfilmen zu finden. Selbstverständlich ist er hier ebenso ungeschnitten, wie alle anderen Veröffentlichungen des dennoch sehenswerten Horrorfilms.
 

Zombie Madness Collection [2 DVDs]

 
 
 


 
 
 

Mimesis – Trailer

 
 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Night of the Living Dead (1968)

Die Rückkehr der Untoten (1990)

Scream – Schrei!(1996)