Kritik: „Remains of the Walking Dead“ (2011)

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REMAINS OF THE WALKING DEAD

Story

 
 
 
Nach einem atomaren Unfall mutiert ein Teil der Menschheit zu Zombies. In Reno hat es eine kleine Gruppe geschafft, nicht infiziert zu werden und kämpft nun verzweifelt ums Überleben.
 
 
 


 
 
 

REMAINS OF THE WALKING DEAD – Kritik

 
 
 
Der ehemalige Comic-Verkäufer Steve Niles zeichnet Comics, wenn er nicht gerade Drehbücher („30 Days of Night“) schreibt und lässt diese Bildergeschichten bzw. Graphic Novels dann von anderen verfilmen. Im Falle von „Remains“ war Regisseur Colin Theys am Werk, um aus Niles‘ Vorlage einen brauchbaren Film zu machen. Leider ist ihm das nicht gelungen, so dass „Remains of the Walking Dead“ im Meer unterirdischer Zombiefilme versinkt und leider nur ein weiterer Beitrag ist, der einem das Ansehen von Zombiefilmen vergällt. Die Story ist hierbei noch nicht mal der größte Schwachpunkt. Hier haken Niles und Theys die gängigen Punkte ab: Apokalypse durch irgendeinen „Unfall“ – Zombieinvasion – ein paar Resistente, die ihr Leben retten und Zombies töten wollen. So weit, so bekannt. Leider gerät „Remains of the Walking Dead“ dann durch Theys‘ mangelndes Regie-Talent, grausame Dialoge und schlechte Schauspieler vollkommen aus dem gruseligen Gleichgewicht und wird so zum absolut entbehrlichen 88Minüter.
 
 
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Reno, Nevada. Das Glücksspiel-Städtchen wird von einer atomaren Katastrophe heimgesucht, die Touristen und Einwohner stante pede in blutrünstige Zombies verwandelt. Eine kleine Gruppe jedoch kann der atomaren Strahlkraft entgehen und sieht sich nun – in einem Casino festsitzend – mit einem Haufen Untoter konfrontiert. Wir hätten hier den biertrinkenden Loser Tom (Grant Bowler), die schnippische Kellnerin Tori (Evalena Mari), den Zauberer-Aspiranten Jensen (Miko Hughes) und Muskelmann Victor (Anthony Marks). Tom vögelt Tori, Jensen würde gerne Tori vögeln und Tori ist trotz Vögelei grundgenervt. Aber das nur nebenbei.
 
 
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Als die Truppe also entdeckt hat, dass sie von Zombies umzingelt ist, arbeiten sie sogleich eine Reihe völlig nutzloser Pläne aus, um mit heiler Haut davonzukommen. Man rennt im Casino orientierungslos herum, macht ein paar Zombies platt, wirft ein paar besorgte Blicke vom Dach des Hauses auf die marodierenden Untoten und wagt einen – natürlich zum Scheitern verurteilten – Versuch, aus dem Casino zu entkommen. Dabei dezimiert sich die Truppe natürlich über kurz oder lang. Macht aber nix, es kommt neues Zombie-Futter dazu, in Form eines Trupps Soldaten. Dadurch wird es aber auch nicht besser, also Soldaten wieder weg, was Tom und Tori – nun allein zu zweit – erstmal wieder zum Vögeln bringt. Klar, was soll man auch sonst machen – zumindest, wenn die Anzahl Gehirnzellen relativ überschaubar ist. Dann kommt aber eine Soldatentussi zurück und Tom überlegt sich, dass er lieber mit der vögeln würde. Das wiederum findet Tori suboptimal. Und so geht es munter und dämlich weiter, bis der Zuschauer nur noch hofft, dass die Zombies nun endlich auch den Rest der debilen Deppen plattmachen, damit man von der intellektuellen Ödnis dieses Films erlöst wird.
 
 
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„Remains of the Walking Dead“ wurde bereits 2011 gedeht und war bis dato Theys‘ dritter Langfilm. Zuvor inszenierte er den trashigen „Banshee!!!“ sowie „Alien Opponent“ und machte später mit soliden Horrorfilmen wie „Dead Souls“ und „Deep in the Darkness“ auf sich aufmerksam. Leider merkt man „Remains of the Walking Dead“ an, dass sein Macher zum damaligen Zeitpunkt noch sehr unerfahren war, denn dem Zombiefilm mangelt es nicht nur an Dramatik, Tempo und Spannung. Auch bei Casting, Schauspielführung und der Drehbuchauswahl bewies der Regisseur vor einigen Jahren noch kein sonderlich talentiertes Händchen. So wirkt sein Film billig (750.000 Dollar standen ihm zur Verfügung). Die Schauspieler sind mies, verhalten sich unglaubwürdig und geben permanent nur Stuss von sich. Aber auch der Gore hält sich in Grenzen – das Einzige, was den Zuschauer hätte etwas versöhnlich stimmen können.
 
 
 


 
 
 

REMAINS OF THE WALKING DEAD – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
 
„Remains of the Walking Dead“ ist ein gänzlich überflüssiger und schlechter Film. Einen Punkt könnte man eventuell noch für die recht apart zerfledderten Zombies geben, einen weiteren dafür, dass nicht sämtliche Kulissen aussehen wie aus Pappmaché. Darüber hinaus hält Darsteller Anthony Marks seinen beeindruckend definierten Körper ein paar Minuten lang nur mit einem Handtuch um die Hüften in die Kamera. Zudem sind die vorhandenen Splatterszenen angenehm blutig geraten. In der Summe macht das zwar vier von zehn Punkten, dennoch kann man von einer Sichtung oder sogar dem Kauf der Blu-ray (die im Übrigen keinerlei Extras beinhaltet und nur mit mäßig gutem Bild daherkommt) nur dringend abraten, da selbst die kleinen positiven Aspekte nicht dafür entschädigen können, dass der Film einfach furchtbar langweilig ist und so dämliche Dialoge beheimatet, dass es einen schüttelt. Und deswegen schlussendlich doch nur zwei von zehn wandelnden Toten, die sich bitte möglichst schnell vom Acker machen sollten.
 
 
 


 
 
 

REMAINS OF THE WALKING DEAD – Zensur

 
 
 
„Remains of the Walking Dead“ wurde von der FSK für Zuschauer ab 18 Jahren freigegeben. Für einen TV-Film (der vom amerikanischen Horrorkanal CHILLER produziert wurde) geht es nämlich ganz ordentlich zur Sache. Zombiefreunde dürfte zudem freuen, dass es „Remains of the Walking Dead“ ungeschnitten nach Deutschland geschafft hat.
 
 
 


 
 
 

REMAINS OF THE WALKING DEAD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Erstauflage von MIG Film GmbH | Savoy Film unter dem Titel „Remains of the Walking Dead“

 
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(c) Collectors Edition mit BD & Bonus-DVD von MIG Film GmbH | Savoy Film unter dem Titel „Remains of the Walking Dead“

 
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(c) Zweitauflage von Edel Germany GmbH unter dem Titel „Remains“

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Remains; USA 2011

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DD 5.1, Englisch DD 2.0

Untertitel: keine

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer, Trailershow | Zusätzlich in der Zwei-Disc-Edition: Audiokommentar, Teaser, TV-Spots, Behind The Scenes, Bloppers

Veröffentlichung: Erstauflage & Collectors Edition unter dem Titel „Remains of the Walking Dead“: 26.04.2013 | Zweitauflage unter dem Titel „Remains“: 04.12.2015

 
 
 

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REMAINS OF THE WALKING DEAD – Trailer

 
 


 
 

MissVega

(Mehr Kritiken von MISSVEGA gibt es hier zu lesen)

Die Rechte aller Grafiken liegen bei Edel Germany GmbH | MIG Film GmbH | Savoy Film

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Anger of the Dead (2015)
 
Wyrmwood: Road of the Dead (2014)
 
Zombie Fight Club (2014)
 
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Kritik: „Buddy Hutchins – Falling Down Again“ (2015)

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BUDDY HUTCHINS – FALLING DOWN AGAIN

Story

 
 
 
Ein Familienvater versteht die Welt nicht mehr. Da brennen ihm die Sicherungen durch und er nimmt mit einer Kettensäge blutige Rache an jedem, der ihm zuvor nur Böses wollte.

 
 
 


 
 
 

BUDDY HUTCHINS – Kritik

 
 
Vermutlich dürften sich viele Horrorfans noch an Schauspieler JAMIE KENNEDY zurückerinnern können. Der spielte in der beliebten SCREAM-Reihe einen sympathischen Film-Nerd namens Randy, der in der Slasher-Serie viel zu früh das Zeitliche segnen musste. Mittlerweile sind viele Jahre vergangen und der smarte Witzbold von einst lässt sich mal wieder im Genre blicken. Für seinen aktuellen Streifen namens BUDDY HUTCHINS hat er sich reichlich Winterspeck angefuttert und absichtlich verunstalten lassen. Als ungepflegte Alkoholiker scheint er vom Pech verfolgt und wird unter tragischen Umständen zur tickenden Zeitbombe. FALLING DOWN lässt grüßen, denn es lassen sich allerhand Parallelen zum Thriller aus der Mache von JOEL SCHUMACHER erkennen. Der brachte im Jahr 1993 einen wütenden MICHAEL DOUGLAS ins Kino, dem in Los Angeles die Sicherungen durchbrannten. Natürlich ist hier alles eine Nummer kleiner. BUDDY HUTCHINS ist eine günstige Low-Budget-Produktion ohne Staraufgebot, die zum großen Teil in den vier Wänden von Regisseur JARED COHN (Macher der ASYLUM-Gurken: 12/12/12 oder BORN BAD) umgesetzt wurde. Dank gutem Hauptdarsteller fällt der rigorose Sparkurs dieses unabhängigen Horror-Thrillers nicht negativ ins Gewicht, denn BUDDY HUTCHINS gehört zu jener Art von Indie-Filmen, in denen gutes Schauspiel manch fehlenden Dollar im Budget verschmerzen lässt.
 
 
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Im Film hat Figur Buddy Hutchins kein einfaches Los gezogen. Geldsorgen plagen den unglücklichen Familienvater, der es aber immerhin von einem Jahr geschafft hat sein Alkoholproblem in den Griff zu bekommen und den sarkastischen Humor nicht verlernt hat. Doch die Bemühungen scheinen nicht viel Eindruck bei den Angehörigen hinterlassen zu haben. Die Ehefrau treibt es heimlich hinter dem Rücken mit dem besten Freund und auch der pubertierende Sohnemann hat schon längst den Respekt vor dem Vater verloren. Als dem mürrischen Pechvogel die Kinder weggenommen werden sollen, seine geliebte Mutter an Herzversagen stirbt und es beruflich bergab geht, ist es für Buddy Hutchins an der Zeit all jene zu bestrafen, die ihm bisher nichts Gutes wollten. Er wirft eine Motorsäge an und startet einen grausamen Rachefeldzug ohne Erbarmen.
 
 
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Regisseur JARED COHN bevorzugt es schwarzhumorig, denn BUDDY HUTCHINS geizt nicht mit zynischen Sprüchen und makabren Späßen. Dennoch bleibt im Unklaren was sein Kettensägenmassaker eigentlich sein soll. Für eine schwarze Komödie ist BUDDY HUTCHINS schlichtweg zu tragisch und für ein Drama dann doch wieder etwas sehr sarkastisch. Zudem finden am Ende drastische Horror-Elemente den Weg in die Handlung, so dass unschlüssig bleibt, ob man das Gezeigte ernst zu nehmen hat oder darüber schmunzeln soll. Als überhaupt nicht erheiternd kann die Gesellschaftskritik im Film gewertet werden, denn einmal mehr wird ein Genrefilm dazu verwendet, um sich kritisch über Missstände äußern zu können. Das liebe Geld gerät ins Visier des kontroversen Angriffs, denn das steuert in BUDDY HUTCHINS alle Bereiche des täglichen Miteinanders. Es treibt Familien auseinander, macht aus Freunden unerbittliche Feinde und entscheidet sogar über Leben und Tot. Für die Titelfigur ein Teufelskreislauf, der wieder nur mit Gewalt durchbrochen werden kann. Der Antiheld schnappt sich eine Kettensäge und versucht Aggressionen abzubauen, in dem er Köpfe spaltet und so Problem aus der Welt schafft. Die hierfür zum Einsatz kommenden Spezialeffekte sind Marke „Eigenbau“, simpel gestrickt aber nicht immer gleich zu durchschauen. Zur Freude der Gorehounds fließt reichlich Lebenssaft, was Zensurwächter hierzulande wenig Gefallen bereiten dürfte, kommt doch abgebrühte Gewalt zum Einsatz, damit Konflikte beseitigen werden können.
 
 
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Drehbuchautor und Filmemacher JARED COHN verarbeitet in BUDDY HUTCHINS eigene Schicksalsschläge. Die Idee zur bissigen Familientragödie kam ihm, als er sich selbst an einem Punkt in seinem Leben befand, an dem er nicht weiterwusste. Seine Gefühle und Gedanken verarbeitete er, in dem er die mutige Figur des Buddy Hutchins schuf und sie Dinge tun lies, über die vermutlich jeder schon einmal in ähnlicher Situation nachgedacht hat: Tritt Feinde nicht mit den Füßen, wenn sie bereits am Boden liegen, sie könnten grausame Rache nehmen.
 
 
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Letztendlich kann sich die filmische Umsetzung der zu Papier gebrachten Rachephantasie durchaus sehen lassen. Zwar litt die Produktion unter dem knappen Kapital, das keine Experimente zuließ. Dank zermürbender Atmosphäre und facettenreichem Schauspiel eines ambitionierten sowie talentiertem JAMIE KENNEDY, sticht BUDDY HUTCHINS unter der Vielzahl ähnlicher Rachestreifen positiv hervor. Ganz nebenbei hat COHN hier übrigens den besten Spielfilm seiner bisherigen Karriere abgeliefert. Nachdem er zuvor Miserables für Trash-Mache THE ASYLUM inszeniert hatte überrascht, dass der Regisseur weit mehr kann, als Filme für die Schrottpresse zu inszenieren. Letztendlich wäre zu erwähnen, dass BUDDY HUTCHINS im Gedächtnis bleibt – ein Kunststück, das unabhängigen Filmen neueren Datums nur selten gelingt. Bemerkenswert!
 
 
 


 
 
 

BUDDY HUTCHINS – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein Familienvater sieht rot. Grimmiger Rachestreifen – grandios gespielt! Das hauptsächlich für seichte Komödien bekannte SCREAM-Sternchen JAMIE KENNEDY gibt im depressiven BUDDY HUTCHINS sein Bestes und macht aus dem kostengünstigen Rache-Thriller wirklich sehenswertes Indie-Kino in dem schwarzer Humor nicht zu kurz kommt. Zwar bekommt der Zuschauer hier eine wirklich seltsame Kombination aus Drama, Komödie und Horrorfilm zu Gesicht; irgendwie scheint der sonderbare Genre-Mix trotzdem zu funktionieren, weil KENNEDY den wohl bemitleidenswertesten aber gleichzeitig sympathischsten Antihelden verkörpert, den man bis dato in einem Rachefilm zu sehen bekommen hat. Dass Geld knapp gewesen ist, kann auch diese unabhängige Produktion nicht verbergen. Dennoch war Macher JARED COHN darum bestrebt seinen Film teurer aussehen zu lassen, als er letztendlich gewesen ist. Mit blutigen Taschenspielertricks macht er zudem Gorehounds glücklich, die am Ende überrascht sein dürften, wie zeigefreudig die Gewalt im Film zelebriert wird. Wem kostengünstiger Look in Indie-Thrillern nichts ausmacht wird BUDDY HUTCHINS schnell ins Herz schließen. Fans des „schönen“ Mainstream-Horror bereitet das hier Gebotene jedoch kaum Freude.
 
 


 
 
 

BUDDY HUTCHINS – Zensur

 
 
 
Seltsam, dass es BUDDY HUTCHINS ungeschnitten durch die FSK geschafft hat. Hier werden Köpfe mit Baseballschläger eingeschlagen. Zudem bohrt sich eine Kettensäge durch Körper und Schädel. Dennoch blendet die Kamera immer dann weg, wenn es für den Zuschauer unerträglich wird. Oftmals hat das den Anschein, als ob bereits vor der amerikanischen Veröffentlichung die Schere angesetzt wurde. Viele Schnitten wirken hart und unprofessionell, was den Eindruck erweckt, dass bereits vorab gekürzt wurde. Aufgrund der kontroversen Rache-Thematik verwundert es, dass BUDDY HUTCHINS sogar bereits für Sechsehnjährige freigegeben wurde. Die erhältliche Heimkinoversion hat von der Filmprüfbehörde eine FSK16 erhalten – ungeschnitten!
 
 
 


 
 
 

BUDDY HUTCHINS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Kinokater | Lighthouse Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Buddy Hutchins; USA 2015

Genre: Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englischh DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer

Release-Termin: 20.11.2015

 

Buddy Hutchins – Falling Down Again (Blu-ray) ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

BUDDY HUTCHINS – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Falling Down – Ein ganz normaler Tag (1993)
 
Rampage (2009)
 
Axed (2012)
 
Hobo with a Shotgun (2011)
 

Filmreview: „Army of the Damned“ (2013)

Army of the Damned 2013
 
 
 

ARMY OF THE DAMNED

Story

 
 
 
Ein dämonisch besessenes Haus verwandelt Besucher und Bewohner zu unberechenbaren Monstern, die nur eines kennen: Töten, Töten, Töten …
 
 
 


 
 
 

ARMY OF THE DAMNED – Kritik

 
 
 
Bei ARMY OF THE DAMNED gilt es mal wieder, das Hirn auszuschalten, schließlich haben wir Filmfutter vorliegen, das die niederen Instinkte des Zuschauers befriedigen soll. In diesem überflüssigen Billigwerk wird geballert und gesplattert was das SFX-Budget so hergab. Die knapp 90 Minuten Spielzeit wurden mit allerhand überzogenen Splatter-Orgien befüllt damit der Genrefan nicht merkt, dass inhaltlich wie dramaturgisch tote Hose vorherrscht. Konsoleros dürften sich vermutlich noch an die Anfangsjahre der beliebten RESIDENT EVIL Videospiel-Reihe erinnern. Dort untersuchte ein kampferprobtes Rettungsteam ein unheimliches Herrenhaus, indem man wenig später auf Horden von Zombies, Mutanten und Killerhunde stieß. So ähnlich, aber bedeutend seelenloser und unkreativer geht’s auch in ARMY OF THE DAMNED zu, nur mit dem Unterschied, dass gruselige Atmosphäre und schweißtreibende Spannung kurzum aus dem Drehbuch getilgt wurden, damit der Zuschauer nicht überfordert wird.
 
ARMY OF THE DAMNED erzählt von Polizisten, die nach merkwürdigem Notruf zu einem schmucken Eigenheim in einem amerikanischen Vorort gerufen werden. Mit im Schlepptau ist ein Kamerateam, das die Beamten für eine Reality-Show begleiten soll. Schnell stößt man auf übel zugerichtete Leichen und ein mundfaules Kind, dass im Film nix anderes zu tun hat, als im Rotkäppchen-Umhang sinnfrei durch die Kulisse zu flitzen. Das wird zügig eingefangen und in Sicherheit gebracht, besitzt aber keinen Puls oder Herzschlag. Darüber wundert sich aber erstmal niemand, schließlich muss im Haus noch ein Mörder gefunden werden, der die unschuldigen Bewohner gemeuchelt haben soll. Leider erschweren helle Lichterscheinungen und ein unerträglicher Lärm die Suche nach dem Übeltäter, denn das Haus scheint ein abstruses Eigenleben zu führen und Besitz von seinen uniformierten Besuchern zu ergreifen. Die verwandeln sich wenig später in dämonisch besessene Handlanger der Hölle und trachten den noch nicht Heimgesuchten nach den Leben.
 
Regisseur TOM DENUCCI ist noch recht neu auf dem Gebiet des Filmemachens und das merkt man auch. Vor geraumer Zeit hat er den unsäglich schlechten SELF STORAGE abgeliefert und damit vermutlich soviel Kohle scheffeln können, dass er einen weiteren unnötigen Horrorfilm drehen konnte. Um seinen schwachsinnigen Firlefanz bei Horrorfans interessant zu machen, konnte er für ARMY OF THE DAMNED sogar ein großes Ensemble an bekannten Gesichtern gewinnen. Wir sehen JOEY FATONE in einer Nebenrolle, der mit der Boyband NSYNC in den 90ern Karriere machte und auch Wrestler TOMMY DREAMER wird gleich zu Beginn schaufreudig und blutig dahingeschlitzt. Zudem war sich auch Genre-Ikone TONY TOOD (CANDYMAN) nicht zu schade zusammen mit MICHAEL BERRYMAN (HÜGEL DER BLUTIGEN AUGEN) auf minderbemittelte Dämonenjagd zu gehen, so dass der Splatter-Flick zumindest zwei halbwegs erfahrene Schauspieler vorzuweisen hat. Die waren auch bitter nötig, denn trotz der unzähligen Gastauftritte halbwegs bekannter Z-Prominenz Amerikas wird schnell mehr als deutlich, dass keiner von denen wirklich schauspielern kann. Es wird dumm herumgealbert und talentfrei in die Kamera gestottert. Dem Zuschauer werden lässige Sprüche geboten, die cool wirken sollen, aber nur beschämen. Hier wollte es DENUCCI Kultregisseur QUENTIN TARANTINO gleichmachen. Letzterer stattet seine Werke ja immer mal wieder mit intelligenten Wortspielereien aus. Die sucht man natürlich in ARMY OF DAMNED vergebens, denn der hirnlose NIGHT OF THE DEMONS trifft RESIDENT EVIL Abklatsch ist wohl das Erbärmlichste, was man 2013 auf der Mattscheibe hatte. Manche Filmschaffende bringen es eben einfach nicht, werkeln aber immer wieder an neuen Machwerken, die an Dümmlichkeit kaum zu überbieten sind. TOM DENUCCI ist einer von vielen Regie-Newcomern, die sich ihrer Talentlosigkeit einfach nicht bewusst zu sein scheinen und auf Biegen und Brechen Filme drehen, welche eigentlich niemand sehen möchte.
 
ARMY OF THE DAMNED ist wirr, doof und bietet keinerlei Eigenständigkeit. Zwar wird in den ersten Minuten so etwas wie interessanter Mystery geboten; der wird aber zugunsten eines unspektakulären Schlachtfestes ganz schnell beiseite geräumt, damit das Geschehen im Blut ersaufen kann. Auch wenn bei soviel selbstironischem Splatter-Eifer (man muss erwähnen, dass sich ARMY OF THE DAMNED nur selten ernst nimmt) einige Lacher nicht ausbleiben werden, dürfte die hiesige FSK bei derart grafischem Munitionsgewitter keinen Spaß verstehen. Kehlen werden aufgeschlitzt, Körperteile abgesäbelt und in Körper geballert. Dem hauseigenen Filmzensierer des Rechteninhabers wird das nicht gerade erfreuen, denn im Falle von ARMY OF THE DAMNED müssen mal wieder Überstunden geleistet werden.
 
 
 


 
 
 

ARMY OF THE DAMNED – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
NIGHT OF THE DEMONS meets RESIDENT EVIL. Auch wenn in ARMY OF DAMNED mal wieder ne Menge Körperteile unter tosendem Hardrock-Gedudel durch die Luft sausen und sich heiße Dämonengirls lasziv vor der Kamera räkeln, handelt es sich bei diesem Splatter-Ding um einen wirklich unbeholfenen und miserabel geschusterten Schmarrn, dem eindeutige neue Ideen, gute Darsteller, knisternde Spannung und grausige Atmosphäre fehlen. Weil man derartigen Bockmist zuletzt einfach zu oft auf dem Bildschirm hatte, macht ein so unwichtiges Schlachtfest die Kuh auch nicht mehr fett. Den nächsten Film, Bitte!
 
 
 


 
 
 

ARMY OF THE DAMNED – Zensur

 
 
 
ARMY OF THE DAMNED hat einige Splattermomente zu bieten. Zwar sind die nicht selten sehr ironisch, trotzdem hatte die FSK mit derart Gematsche Probleme gehabt, so dass ARMY OF THE DAMNED in Deutschland zwar ungeschnitten veröffentlicht wurde, aber erst für Volljährige geeignet ist. Der Film steht mit rotem FSK-Sticker im Händlerregal: keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

ARMY OF THE DAMNED – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Donau Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Army of the Damned; USA 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton:Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 89 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Kein Bonusmaterial

Release-Termin: KeepCase: 25.09.2015 | Mediabook: 05.10.2015

 

Army of the Damned – Willkommen in der Hölle (Blu-ray im KeepCase) ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

ARMY OF THE DAMNED – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Night of the Demons (1988)
 
Night of the Demons 2 (1994)
 
Demon Night – One Night in Hell (1997)
 
Night of the Demons – Remake (2009)
 
Resident Evil (2002)
 
Evil Dead (1981)
 
Evil Dead (2013)