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Filmkritik: „The Autopsy of Jane Doe“ (2016)

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THE AUTOPSY OF JANE DOE

Story

 
 
 
Der Körper der toten Jane Doe (so wie nicht identifizierte Personen in den USA genannt werden) stellt Pathologe Tommy Tilden (BRIAN COX aus MINDSCAPE) und dessen Sohn Austin Tilden (EMILE HIRSCH) vor große Herausforderungen. Die sollen die Todesursache finden und bekommen es dabei schnell mit der Angst zu tun.

 
 
 


 
 
 

THE AUTOPSY OF JANE DOE – Kritik

 
 
 
Keine Lust mehr auf schlechte Horrorfilme, die Lebenszeit rauben und die Laune verderben? Das Jahr 2016 hat sich im Angstkino nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Viele miserable Horrorfilme haben das Licht des Zelluloidhimmels erblickt, die den Zuschauer in der Regel mit Langeweile und schlechten Effekten gestraft haben. Offenbar hat das der Regisseur ANDRÉ ØVREDAL erkannt. Der brachte im Jahr 2010 mit TROLLHUNTER eine originelle Mockumentary in die Kinos und hinterließ wegen spektakulärer Effekte selbst in Hollywood Eindruck. Den hinterlässt der Norweger nun auch sechs Jahre nach seiner beeindruckenden Trolljagd. Statt Fabelwesen und Wackelkamera geht es der Filmemacher diesmal subtiler an. In THE AUTOPSY OF JANE DOE möchte er den Zuschauer das Fürchten lehren und ist darin wirklich gut. Selten hat man solch knisternde Hochspannung im Horrorfilm ertragen müssen. Deshalb erscheint es auch nicht übertrieben, wenn man behauptet, dass THE AUTOPSY OF JANE DOE zum Besten gehört, was 2016 im Kino zu bieten hatte.
 
 
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Der Mystery-Horror THE AUTOPSY OF JANE DOE ist nichts für die Splatter- und Gewaltfraktion. Darin findet die Polizei in einem Haus Erschütterndes. Übel verstümmelten Leichen lassen auf einen Mehrfachmord schließen. Doch im Keller stößt man auf weitaus Schlimmeres. Dort ziehen die Beamten den Körper einer mysteriösen Schönheit aus einer Grube, den zuvor wohl jemand im Boden vergraben wollte. Zwei Pathologen sollen den unversehrten Körper untersuchen und die Todesursache bestimmen. Leider stellen sich die Untersuchungen als großes Problem heraus, denn offenbar stimmt etwas mit dem Leichnam nicht. Hand- und Fußgelenke sind gebrochen. Auch die Zunge fehlt. Zudem findet man im Magen der Toten ein Tuch mit mysteriösen Schriftzeichen. Was anfänglich wie ein Mord an einer Frau ausschaut, die von Menschenhändlern zum Sex gezwungen wurde, entwickelt sich bald zum Mysterium. Je weiter die Männer in den Körper der geheimnisvollen Schönheit vordringen, desto mehr Fragen fallen auf. Was musste diese Frau ertragen? Antworten, die schon bald das Leben der beiden Pathologen in Gefahr bringen wird, weil sich plötzlich seltsame Dinge ereignen.
 
 
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Wenn ein lebloser Körper auf dem Seziertisch liegt. Das weckt Erinnerungen an einen ähnlichen Streifen. Unter dem Titel DIE LEICHE DER ANNA FRITZ wurde bereits 2016 ein spanischer Psychothriller in die Läden gebracht, der sich einer ähnlichen Ausgangssituation bediente. Auch in diesem Streifen stieß man auf die Leiche einer mysteriösen Schönheit, der wenig später für Chaos sorgte. Während sich dort jedoch drei Freunde am toten Körper einer bekannten Schauspielerin vergingen und sich aus Angst vor Konsequenz gegenseitig an die Gurgel sprangen, überzeugt THE AUTOPSY OF JANE DOE durch weniger kontroversen Inhalt. Dieser Streifen verfolgt andere Intensionen. Der Gruselthriller will Angst einjagen und ist zu aller Überraschung damit auch noch äußerst erfolgreich. Hier geht es im wahrsten Sinne des Wortes übernatürlich zu. Was anfänglich wie eine normales Leichensezierung beginnt, entwickelt sich im späteren Verlauf für die beiden Hauptprotagonisten zum nicht enden wollenden Albtraum. Dabei orientiert sich THE AUTOPSY OF JANE DOE beim Aufbau am klassischen Horror. Das bedeutet, dass sich Regisseur ANDRÉ ØVREDAL weniger den lauten Schocks und Jump Scares widmet. Stattdessen spielt er virtuos mit Licht und Schatten. Eine unheilverkündende Geräuschkulisse tut ihr Übriges.
 
 
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Der Hauptfokus in THE AUTOPSY OF JANE DOE liegt aber nicht ausschließlich auf Angst und Grusel. Ein stetig steigender Spannungsbogen ist hier die eigentliche Geheimzutat, denn Regisseur ANDRÉ ØVREDAL hält lang geheim, was es denn nun eigentlich mit dem makellosen Frauenkörper auf sich hat. Erst nach und nach kommen die beiden Pathologen hinter das Mysterium und entschlüsseln dabei ein Rätsel, das eiskalt das Blut in den Adern gefrieren lässt. Mehr über den packenden Plot zu verraten, wäre unfair all jenen gegenüber, die sich endlich mal wieder im (Heim)Kino vor Angst in die Hosen machen wollen. THE AUTOPSY OF JANE DOE schafft das ohne Weiteres. Da kann man nur ehrfürchtig seinen Hut ziehen, denn THE AUTOPSY OF JANE DOE ist definitiv einer der besten Horrorfilme der letzten Jahre. Chapeau!
 
 
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THE AUTOPSY OF JANE DOE – Fazit

 
 
 
10 Punkte Final
 
 
 
Eine schaurige Glanzleistung! Ohne Zweifel der beste Horrorfilm aus dem Jahr 2016. Europa zeigt Hollywood einmal mehr eindrucksvoll, wie man anständige Gruselstreifen inszeniert. Statt Gewalt und ausgeklügelte Spezialeffekte aus dem Computer, reichen in der Regel Licht und Schatten aus, um möglichst effektives Grauen heraufbeschwören zu können. Zudem sind nach wie vor gute und vor allem neue Ideen die Quintessenz für sehenswerte Horrorfilme, denn niemand möchte stets recycelten Blödsinn vor die Linse bekommen, den man schon in zig anderen Filmen zu sehen bekommen hat. Der britische Mystery-Horror THE AUTOPSY OF JANE DOE zeigt allen wie es geht. Spannung ist alles und die kommt eben nur dann zustande, wenn man sein Handwerk beherrscht und sich auch mal den Kopf über neue Geschichten zerbricht. Somit gehören die ersten 50 Minuten dieses Horrorthrillers zum Besten, was man seit zehn Jahren im Horror-Genre zu sehen bekommen hat. Wer eine empfindliche Blase besitzt, sollte demzufolge vor Filmbeginn noch einmal auf die Toilette gehen. THE AUTOPSY OF JANE DOE zieht wegen seiner geheimnisvollen Handlung so in den Bann, dass ein Toilettengang danach unmöglich sein wird. Weil der norwegische Regisseur ANDRÉ ØVREDAL hier ganze Arbeit geleistet hat, darf man davon ausgehen, dass bald Produzenten aus Hollywood klingeln werden. Es wäre nämlich nicht das erste Mal, wenn europäische Indie-Filmemacher plötzlich Horrorfilme in der Traumfabrik drehen. Der bisher erfolgreichste Horror-Export aus Europa: ALEXANDRE AJA. Dem Franzosen hat sein Beitrag zur neuen französische Terror-Welle den Weg nach ganz Oben geebnet. Mal sehen, wie weit ANDRÉ ØVREDAL kommen wird.
 
 
 


 
 
 

THE AUTOPSY OF JANE DOE – Zensur

 
 
 
Gewalt gibt es im Film kaum zu sehen. Ein Messer wird in einen Brustkorb gerammt und eine Axt kommt versehentlich zum Einsatz. Weiterhin gibt es übel zugerichtete Leichen zu Beginn zu sehen und ein Mann erliegt an den Verletzungen eines Sturzes aus großer Höhe. Die eigentlichen Schauwerte reduzieren sich auf die Obduktion einer Leiche. Die hier gezeigten Spezialeffekte dürften nichts für Zartbesaitete sein, denn in THE AUTOPSY OF JANE DOE wird äußerst realistisch der Körper einer Frau geöffnet. Trotz Leichenöffnung kann man von einer FSK16 ausgehen.
 
 
 


 
 
 

THE AUTOPSY OF JANE DOE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte Film für Grafiken liegen bei IFC Films | IFC Midnight)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Aftermath (1994)
 
Die Leiche der Anna Fritz (2015)
 
The Body (2012)
 


Filmkritik: „Ouija: Ursprung des Bösen“ (2016)

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OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN

(OUIJA: ORIGIN OF EVIL | OUIJA 2)

Story

 
 
 
Eine Familie spielt mit einer Macht, die sie nicht begreifen kann. Mittels Hexenbrett nimmt man Kontakt mit der Geisterwelt auf und gerät an Kreaturen, die keinen Spaß verstehen.

 
 
 


 
 
 

OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN – Kritik

 
 
 
Manchmal geschehen doch noch Wunder. Vor allem dann, wenn eigentlich unnötige Ableger mehr oder weniger erfolgreicher Horrorfilme gedreht werden, die dann zu aller Überraschung besser sind als das Original. So auch geschehen mit dem Horrorstreifen OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN, bei dem man nicht vermuten würde, dass es sich hier eigentlich um einen weiteren Teil des durchwachsenen Teenie-Gruselstreifens OUIJA handelt. Der wurde von UNIVERSAL PICTURES im Jahr 2014 ins Kino gebracht, um den von WARNER BROS zuvor in Auftrag gegebenen THE CONJURING und dessen überflüssiges Spin-Off ANNABELLE den Kampf ansagen zu können. Leider entwickelte sich OUIJA zum Volldebakel, da der Film nicht hielt, was die umfangreich geschalteten Werbemaßnahmen versprochen hatten. Statt schaurigem Gänsehautkino gab’s austauschbares Gruseleinerlei nach bekanntem Muster zu sehen, bei dem die Spannung mangels Neuerungen schon nach dem Vorspann mit der Lupe gesucht werden musste. Trotz verärgerter Kinogänger spielte OUIJA immerhin genug Dollars an den Kassen ein, um eine Fortsetzung anpeilen zu können. Weil nach den unzureichenden Qualitäten der Gruselgurke wohl niemand für den Nachfolger Geld ausgegeben hätte, entschlossen sich die Macher zu einem geradezu hinterlistigen Trick. Sie verzichteten auf die Zwei im Titel und tauften den Nachfolger um in OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN. Besser hätte man das Publikum nicht an der Nase herumführen können.
 
 
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Die Fortsetzung von OUIJA ist somit gar keine richtige Fortsetzung. OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN erzählt die Vorgeschichte zum Gruselflop und entführt den Zuschauer ins Amerika der 1960er Jahre. Irgendwo in einem idyllischen Vorort von Los Angeles rettet sich eine verwitwete Mutter mit ihren zwei Töchtern über die Runden. Damit der Lebensunterhalt bestritten werden kann, ist man in Sachen Scharlatanerie im Einsatz, um mit falschen Séancen trauernden Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Doch aus Taschenspielertricks wird bald Ernst. Nachdem ein Ouija-Brett angeschafft wurde, um den falschen Kontakt mit dem Jenseits glaubwürdiger erscheinen zu lassen, staunt man nicht schlecht, als sich plötzlich wirklich Geister auf die Botschaften melden. Vor allem die jüngere Tochter Doris findet schnell Gefallen am Draht zum Jenseits. Leider wird die Familie die Geister bald nicht mehr los, die sie gerufen hat. Unter den toten Plaudertaschen befinden sich nämlich auch einige Gestalten, die der Menschheit nichts Gutes wollen. So nehmen die Geschehnisse ihren Lauf und bescheren Zuschauern Gänsehaut – einiger fieser Spezialeffekte sei Dank.
 
 
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Ein Prequel, das den missratenen Vorgänger gekonnt ignoriert. Als hätte es ihn nie gegeben. OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN ist überraschend anders als der Film, der zwei Jahre zuvor das Publikum mit Langeweile gequält hat. Statt sich ausschließlich auf Effekthascherei zu konzentrieren, geht man dem Gruseln auf den Grund und versucht das Angsteinjagen auf altmodische Weise zu zelebrieren. Das bedeutet: mehr Atmosphäre und Stimmung, dafür weniger Krawall und Blut. Verantwortlich ist MIKE FLANAGAN. Der hatte bereits mit den sehenswerten Genrefilmen BEFORE I WAKE, HUSH und OCULUS bewiesen, dass er in Sachen Horror Wert auf Qualität legt. So ließ er sich für OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN unverkennbar von Filmen wie THE CONJURING und dessen unmittelbarer Fortsetzung inspirieren, die kommerziell gesehen – und weil die Welt schlecht ist – zu den erfolgreichsten Horrorfilmen gehören, die jemals gedreht wurden. Dass die OUIJA-Fortsetzung in ebenso atmosphärischem Retro-Setting daherkommt, wie die genannten Horror-Hits, legt die Vermutung nahe, dass da jemand im Produzentenauftrag nacheifern sollte. Glücklicherweise wenigstens nicht unbeholfen, denn Dank seiner tristen 60er-Jahre-Kulisse fühlt sich OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN gleich doppelt so schaurig an.
 
 
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Regisseur MIKE FLANAGAN erzählt hier eine stimmungsvolle Spukgeschichte, die gewöhnlich beginnt und im späteren Verlauf immer unheimlicher wird. Im Mittelpunkt steht die kleine Doris, die bald nicht mehr so unschuldig ist, wie sie auf den ersten Blick scheint. Geisterwesen schlüpfen in ihren Körper und richten kräftig Unheil an. Das passiert unter Einsatz von CGI, der aber nie zu aufdringlich wird. Ganz im Gegenteil. Das Effekte-Team spielt mit Morphing-Effekten, die das Gesicht der kleinen Hauptdarstellerin verzerren. Aufgrund verspielter Stilmittel wie Unschärfen und bewusst schlechter Ausleuchtung wirken die Entfremdungseffekte reichlich verstörend. Empfindsame Gemüter lassen demnach besser das Licht beim Schlafen an. Die tricktechnisch raffiniert animierten Grimassen des kleinen Mädchens folgen sicherlich bis in die Träume.
 
 
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Unterm Strich betrachtet ist OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN eine kleine Überraschung. MIKE FLANAGAN lässt viel Liebe zum Detail einfließen und überzeugt mit selbstbewusster Handschrift. Neben dem geschickten Spiel mit Licht und Schatten sind es vor allem visuelle Spielereien und Details, die die Gruselatmosphäre verstärken. So erinnern absichtlich verpatzte Schnitte und Filmrollenwechsel-Löcher im Bild an längst vergangene Zeiten, in denen man noch ins Kino gehen musste, um sich das Fürchten lehren zu lassen. Nur dort dürfte das OUIJA-Prequel ohnehin sein gesamtes Gruselpotenzial entfalten können, denn dieser Film ist dafür prädestiniert sich mit der schreckhaften Freundin zusammengekuschelt im Kinosessel auf Geisterjagd zu begeben.
 
 
 


 
 
 

OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Was für ein riesiges Gruseltheater um ein kleines, na ja, „Brettspiel“. OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN erzählt die Vorschichte zum Horrorfilm OUIJA, der 2014 erschien und leider enttäuschte. Wer jetzt aber meint, dass auch der zweite Teil mit Langeweile quält, irrt gewaltig. BEVOR I WAKE-Regisseur MIKE FLANAGAN hat all das aus dem Drehbuch gestrichen, was den Vorgänger so miserabel gemacht hat. So ist das Prequel im Gegensatz zur Schnarchtablette von 2014 eine deutliche Steigerung und Gruselfans uneingeschränkt zu empfehlen. Übrigens basieren beide Filme auf einem Okkultisten-Werkzeug, das als Brettspiel des Spielzeugherstellers HASBRO schon so einige Filmemacher beschäftigt hat. Der bekannteste Film zum Thema wurde in den 1980ern gedreht und dürfte sturmerprobten Horrorfilmkennern unter dem Titel WITCHBOARD – DIE HEXENFALLE bekannt sein. Auf der gleichen Welle reitet auch OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN, der ohne zu übertreiben sogar einen Tick besser ist, als der B-Horrorklassiker aus der Mache von KEVIN TENNY. Aber das ist auch kein Wunder, denn dem zweiten Teil von OUIJA stand weit mehr Budget zur Verfügung (neun Millionen US-Dollar) als Tenny seinerzeit für seinen Low-Budget-Grusler verbraten durfte.
 
 
 


 
 
 

OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN – Zensur

 
 
 
OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN (Originaltitel: OUIJA: ORIGIN OF EVIL) ist ein typischer Vertreter der Gattung Geisterfilm. Hier wird sich in erster Linie auf Stimmung und Atmosphäre konzentriert. Zeigefreudige Gewaltmomente sucht man vergebens. Ein Teenager wird aufgehängt, ein Mund zugenäht, ein Kind erstickt und einer Filmfigur wird eine Klinge in den Bauch gerammt. Außerdem gibt es noch ein paar Skelette zu sehen. Im Kino wurde OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN mit FSK16 aufgeführt. Diese Freigabe gilt ebenso für die Heimkinoveröffentlichung.
 
 
 


 
 
 

OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Universal Pictures Home Entertainment (KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Ouija: Origin of Evil; USA 2016

Genre: Horror

Ton: Deutsch DTS 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Französisch DTS 5.1, Italienisch DTS 5.1, Spanisch DTS 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Arabisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Hindi, Isländisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 99 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Kommentar mit Regisseur/ Co-Autor/ Cutter Mike Flanagan, Unveröffentlichte Szenen, Das Making-of von „Ouija – Ursprung des Bösen“

Release-Termin: 23.03.2017

 

Ouija – Ursprung des Bösen [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

OUIJA: URSPRUNG DES BÖSEN – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Universal Pictures Home Entertainment 2017)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Witchboard – Die Hexenfalle (1986)
 
Ouija – Spiel nicht mit dem Teufel (2014)
 
Satanic (2016)
 
The Midnight Game (2013)
 
I am ZoZo (2012)
 
The Ouija Experiment (2011)
 
Witchboard 2 – Die Tür zur Hölle (1993)


Filmkritik: „Fear, Inc.“ (2016)

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FEAR, INC.

Story

 
 
 
Horror-Fan Joe gerät an ein mysteriöses Unternehmen, das seinen furchtlosen Kunden die ultimative Erfahrung in Sachen Horror verspricht. Wie es in unserem Lieblingsgenre nun mal üblich ist, wird das für blutige Momente sorgen. Was die Angstmacher sich so ausdenken, dürften die Auftraggeber ihr Lebtag so schnell nicht wieder vergessen.

 
 
 


 
 
 

FEAR, INC. – Kritik

 
 
 
Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen. Mit diesem alten Märchentitel lässt sich in wenigen Worten ein Film beschreiben, der auf einschlägigen Festivals mit Lob und Preisen ausgezeichnet wurde. FEAR, INC. heißt der neuer Horror-Spaß, der eigentlich gar nicht zum Lachen ist, weil Regisseur VINCENT MASCIALE es gar nicht gut mit dem Zuschauer meint. Statt mit lauten Schocks für schnellen Puls zu sorgen, schockiert der Filmemacher mit rabenschwarzer Handlung, die sich so schnell nicht durchschauen lässt. FEAR, INC. basiert auf einem Kurzfilm gleichen Titels, den VINCENT MASCIALE bereits 2014 gedreht und veröffentlicht hat. Einige der Beteiligten haben sich die Ehre gegeben, auch in der Spielfilmfassung mitzuwirken, die natürlich ein Stück professioneller in Szene gesetzt wurde, als es der Vierminüter war. So wird Meta-Horror á la SCREAM – SCHREI geboten in dem man sich über Horrorfilme und deren Klischees lustig macht. Doch das heitere Filme Zitieren verwandelt sich bald zum ultimativen Horror, denn FEAR, INC. schlägt nach der Halbzeit eine Wendung ein, die es in sich hat. Was dort gezeigt wird, ist definitiv nichts für zartbesaitete Gemüter.
 
 
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Joe Fost (leider äußerst anstrengend: LUCAS NEFF) ist ein Horrorfilm-Junkie, wie er im Buche steht. Er hat nahezu jeden Schocker gesehen und kennt sich im Genre bestens aus. Leider bringt der tägliche Horror-Konsum auch einige Nachteile mit sich, denn der Film-Nerd fühlt sich so langsam übersättigt und abgestumpft. Weil ihn kein Horror-Streifen mehr schocken kann, sucht er nach neuen Adrenalinkicks. Die versprechen die Leute hinter FEAR, INC. – einer ominösen Organisation, die sich auf das Erschrecken von Menschen spezialisiert hat. Leider ist Joe spät dran, denn das Unternehmen erklärt dem Interessenten am Telefon, dass man aufgrund der hohen Nachfrage dem gestellten Auftrag nicht nachkommen kann. Doch das Schicksal hat andere Pläne mit dem unerschrockenen Horrorfilm-Fan. Kaum zu Hause angekommen, wird er zusammen mit seinen Freunden von einer vermummten Gestalt bedroht. Die macht Jagd auf die Clique und kennt kein Erbarmen. Nacheinander sterben die Freunde wie Fliegen und Joe muss sich einem Albtraum stellen, den er so vermutlich nicht kommen gesehen hat.
 
 
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Ist das ein unnötiges Sequel des Überraschungs-Hits SCARE CAMPAIGN? Zumindest legt das die Vermutung nahe, wenn man die Handlung zum Film liest und regelmäßig die Filmvorstellungen auf FILMCHECKER verfolgt. So haben wir vor einiger Zeit bereits einen ähnlichen, von David Finchers THE GAME (1997) beeinflussten Streifen besprochen, der dem hier vorliegenden FEAR, INC. nicht unähnlich ist. Natürlich können wir Entwarnung geben. FEAR, INC. ist selbstverständlich kein dreistes Plagiat zum wendungsreichen SCARE CAMPAIGN, in dem bitterböse Scherze eine neue Dimension des Schreckens einläuten. Dennoch hält sich der von Regisseur VINCENT MASCIALE inszenierte Horror-Spaß weitestgehend an dessen Machart und geht das Angstmachen überraschungsreich und schwarzhumorig an. Für Zuschauer und Protagonisten bedeutet das: Manipulativer Horror mit makabrer Note, der einzig darauf aus ist, hinters Licht zu führen. Drehbuchautor LUKE BARNETT hat sich für FEAR, INC. einige hinterlistige Wendungen ausgedacht, die man so vermutlich nicht kommen sehen wird. So folgt hier Twist auf Twist – eine Portion Zynismus gibt’s inklusive. Mehr über den raffinierten Plot zu verraten wäre fatal, denn FEAR, INC. lebt von seinen unerwarteten Wendungen und gemeinen Überraschungen. Wer demzufolge eine Leidenschaft für blutigen Galgenhumor besitzt, ist mit dieser fiesen Horror-Komödie bestens bedient – auch wenn ihm das Lachen schnell im Halse stecken bleiben wird.
 
 
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FEAR, INC. – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Einfallsreiche Horror-Komödie mit bitterbös-zynischer Note, bei der einem das Lachen schnell vergehen wird. FEAR, INC. wurde nicht umsonst auf einschlägigen Filmfestivals von Kritikern und Filmfans gelobt. Der Film überzeugt nämlich durch frische Ideen, die das Horror-Genre dringend nötig hat. Hier erhält das Wort „Erschrecken“ eine gänzlich neue Bedeutung, was scheinbar aktuell in Mode zu sein scheint. Statt einen gruseligen Clown auf ahnungslose Fußgänger zu hetzen, hat sich hier eine skrupellose Organisation auf makabre Scherze spezialisiert. Wegen der unvorhersehbaren Handlung kann man da begründeterweise eine Empfehlung aussprechen, denn hier hält man endlich mal Horror in den Händen, der schockieren kann. In FEAR, INC. wird von THE SIXTH SENSE bis A NIGHTMARE ON ELM STREET alles zitiert, was in der Horror-Welt Rang und Namen hat. Das dürfte alteingesessene Genre-Fans freuen, die mit Sicherheit über die ein oder andere Anspielung ihrer Lieblingsfilm schmunzeln werden. Leider entwickelt sich die spaßige Hommage an beliebte Horrorklassiker bald zum blutroten Albtraum. FEAR, INC. besteht nämlich aus zwei Filmhälften. Die erste brennt sich durch Selbstironie und Filmzitate ins Gedächtnis, die zweite durch Blut, Splatter und bitterböse Wendungen. Mehr über die Handlung zu verraten, wäre dem Zuschauer unfair gegenüber. Der bekommt hier nämlich einen originellen Schocker vor die Linse, den man nicht alle Tage zu sehen bekommt.
 
 
 


 
 
 

FEAR, INC. – Zensur

 
 
 
Die zweite Hälfte von FEAR, INC. hat es ganz schön in sich. So gibt es eine an SAW angelehnte Szene zu sehen, in der ein Gegenstand aus dem zugenähten Körper eines noch lebenden Protagonisten geholt werden muss. Hinzu gesellen sich Messerstiche, Kehlenschnitte, Kopfschüsse und ein Pfeil, der sich durch ein Auge einer Filmfigur bohrt. Mit etwas Glück gibt es für all das eine FSK16. Wir rechnen aber eher mit einer Freigabe für Erwachsene.
 
 
 


 
 
 

FEAR, INC. – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Scare Campaign (2016)
 
The Prank – Der Streich (2013)
 
The Jokesters (2015)
 
Cabin in the Woods (2011)


Filmkritik: „Jack Goes Home“ (2016)

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JACK GOES HOME

Story

 
 
 
Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters begibt sich Jack auf eine Reise zurück in die Vergangenheit und entdeckt furchtbare Dinge, die ihm seine Eltern nicht ohne Grunde über Jahre verschwiegen hatten.

 
 
 


 
 
 

JACK GOES HOME – Kritik

 
 
 
Jede Familie hat ein Geheimnis, von dem besser niemand erfahren sollte. Im Horrorfilm ist eine solche Tatsache mittlerweile keine Seltenheit mehr – hier schlummert das Grauen oft hinter Türen braver Bürger, die dann alles andere als friedliebend sind. Kein Horrorfilm im herkömmlichen Sinne, aber nicht minder unangenehm ist der unabhängig gedrehte Psychothriller JACK GOES HOME. Der beweist einmal mehr, dass Indie-Filme oft die besseren Filme sind, weil sich deren Macher nicht zwingend an Konventionen halten müssen. Hinter dem Streifen steckt Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur THOMAS DEKKER. Der erklärte in Interviews, dass ihm die Inspiration zum Film kam, nachdem der eigene Vater nach elf Jahren mit Alzheimer verstarb. Kurz vor dessen Tod nahm sich der Filmemacher ein Jahr Auszeit und kehrte nach Hause zurück, wo er bei der Pflege des Vaters behilflich war. Während dieser Zeit wurde er mit Erlebnissen aus seiner Kindheit konfrontiert, die ihn erschütterten und nachdenklich stimmten. Aus diesen Erfahrungen resultierte die Idee zum Psychothriller JACK GOES HOME, dessen Drehbuch Dekker nach eigener Aussage in gerade einmal drei Wochen fertigstellen konnte. Beachtlich!
 
 
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Eigentlich hat Jack (RORY CULKIN) alles im Leben erreicht, was man sich nur wünschen kann. Die Freundin erwartet ein Kind und auch im Job läuft alles nach Plan. Doch ein Schicksalsschlag soll das bis dato geregelte Leben aus den Bahnen werfen. Bei einem Unfall verunglückt der Vater tödlich, was Jack dazu bewegt, in die Heimatstadt zurückzukehren, um der Mutter (LYN SHAYE, bekannt aus Horrorfilmen wie ABATTOIR, BIG ASS SPIDER und INSIDIOUS 3) beizustehen. Doch die Ankunft verläuft nicht wie erhofft. Weder Mutter noch Sohn befinden sich im Trauerprozess. Irgendetwas scheint die Emotionen zu blockieren, was eine Reihe von mysteriösen Ereignissen entfacht. So findet der Sohnemann auf dem Dachboden einen alten Kassettenrecorder, in dem Tonbandaufzeichnungen schlummern, die offenbar für ihn bestimmt sind. Darauf versucht der verstorbene Vater dem verwirrten Teenager etwas mitzuteilen, das seit Jahren gut behütet hinter verschlossenen Türen bewahrt wurde. Aber auch die Mutter verhält sich plötzlich eigenartig. Die zerkleinert nachts rohes Fleisch in der Küche und verhält sich reichlich distanziert zum eigenen Kind. Was hat das alles zu bedeuten? Die Antwort darauf entfacht einen Strudel furchteinflössender Ereignisse.
 
 
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Mit JACK GOES HOME zeigt Filmemacher THOMAS DEKKER eindrucksvoll, dass er mehr kann, als nur smart in die Kamera zu lächeln. Der trat bisher in erster Linie als Schauspieler in Erscheinung und war in Genrefilmen wie dem A NIGHTMARE ON ELM STREET-Remake, LAID TO REST 2 oder ENTER THE DANGEROUS MIND zu sehen. Mit JACK GOES HOME beweist er nach dem Drama WHORE zum zweiten Mal sein Regietalent und wagt sich diesmal an psychologischen Horror, der sich mit verletzten Seelen und kranken Köpfen auseinandersetzt. Hierbei gelingt es dem Newcomer geradezu genial, das psychologische Chaos und die emotionale Verwüstung eines jungen Mannes in unschöne Bilder zu verpacken, nachdem der mit seiner verdrängten Vergangenheit konfrontiert wird. Das wird am Ende selbst den Zuschauer fordern, der sich aufgrund des plötzlichen Richtungswandels reichlich unwohl fühlen dürfte. Die Aufdeckung der Familientragödie geht einher mit dem psychologischen Abstieg des Filmhelden. Lange im Unterbewusstsein manifestierte Erlebnisse kommen plötzlich wieder zutage und treiben die Hauptfigur ins psychische Desaster. Jack kann allmählich nicht mehr unterscheiden, was wirklich passiert oder nur Macht der Gedanken ist. Die Folge ist schleichender Wahnsinn, der nicht nur ihm an die Substanz geht.
 
 
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JACK GOES HOME ist Kopf-Horror, der erstaunlich gut funktioniert. Regisseur THOMAS DEKKER schafft Verwirrung zu stiften. JACK GOES HOME ist einer dieser Indie-Filme, die sich nicht so einfach durchschauen lassen. Der Film pendelt scheinbar unentschlossen zwischen Drama, Mystery- und Psychothriller und baut dabei eine äußerst beklemmende Atmosphäre auf. Doch die Unentschlossenheit ist gewollt, denn der Mix der Genres wird dazu benötigt, um das konfuse Seelenheil von Filmheld Jack zu unterstreichen. Was ist hier des Pudels Kern und was hat es mit den mysteriösen Geschehnissen auf sich, die sich seit der Heimkehr des emotional unterkühlten Sohnes ereignen? Die Antwort gibt’s häppchenweise. So lassen verstörende Puzzleteile schnell erahnen, dass hier weit mehr im Argen liegt, als anfänglich vermutet. Das hält den Spannungspegel konstant oben und fesselt. Ein flaues Gefühl in Magengegend gibt’s obendrein dazu. Neben der beachtlichen Regiearbeit und dem überraschend unkonventionellen Drehbuch von THOMAS DEKKER sollten an dieser Stelle auch die Leistungen von Hauptdarsteller RORY CULKIN (übrigens einer der kleinen Brüder von Ex-Kinderstar MACAULAY CULKIN) nicht unerwähnt bleiben. Gäbe es im Horrorfilm auch so etwas wie einen Oscar für herausragende Schauspielleistungen, wäre ihm der Preis dafür sicherlich gewiss. Der liefert – so nebenbei – die bis dato beste Schauspielarbeit in seiner Vita ab und entpuppt sich als bemerkenswert talentierter Charakterdarsteller mit Mut zu Extremen. Demzufolge sollte man sich diesen kleinen Indie-Psychotrip nicht entgehen lassen, an dem übrigens UWE BOLL mitgewirkt haben soll. Schenkt man den Informationen im Abspann Glauben, soll er hier als Produzent beteiligt gewesen sein. Das hätte man Herrn Boll gar nicht zugetraut, ist doch JACK GOES HOME so ganz anders als das, was der kontroverse Filmemacher selbst so auf die Beine gestellt hat.
 
 
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JACK GOES HOME – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Wenn aus einer erschütternden Familientragödie blanker Horror wird. JACK GOES HOME ist ein verstörender Filmalbtraum, der noch lange nachwirkt. Diese unabhängig verwirklichte Produktion ist Kopf-Horror wie er im Buche steht und den man so nicht alle Tage zu sehen bekommt. Der Indie-Streifen vermischt Thriller, Mystery- und Horror-Elemente virtuos und schockt mit einem überraschenden Twist, der ein ungutes Gefühl in der Magengegend hinterlässt. THOMAS DEKKER hat hier ein verstörendes und gleichzeitig kontroverses Psychodrama über die Suche nach der eigenen Identität geschaffen, das Dank herausragender Schauspielleistungen niemanden kalt lässt. Für Zuschauer, die eine Vorliebe für unkonventionelle Nischenfilme mit Tiefgang besitzen, ist dieses Kunststück des Indie-Genre-Kinos absolutes Pflichtprogramm.
 
 
 


 
 
 

JACK GOES HOME – Zensur

 
 
 
Blut oder gar Gewalt gibt es in JACK GOES HOME kaum zu sehen. Der Filmheld schneidet sich in einer Vision selbst die Kehle durch. Zudem wird ein Hund im Off ermordet. Hierzulande gibt es für dieses psychologische Genre-Drama wohl eher eine FSK16.
 
 
 


 
 
 

JACK GOES HOME – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Poster aus dieser Review liegen bei Yale Productions)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Enter the Dangerous Mind (2013)
 
Hemorrhage (2012)
 
Simon Killer (2012)
 
Alexandre Aja´s Maniac (2012)
 
Magic Magic (2013)
 
The House on Pine Street (2015)
 
A beautiful Mind (2001)
 
Fight Club (1999)
 


Filmkritik: „I Am Not a Serial Killer“ (2016)

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I AM NOT A SERIAL KILLER

Story

 
 
 

Der Teenager John Cleaver bezeichnet sich selbst als Soziapath und versucht alles daran zu tun, dass er nicht selbst zum Killer mutiert. Doch als im Städtchen Clayton der Tod die Runde macht, kann er die Bestie in sich nicht mehr im Zaum halten.

 
 
 


 
 
 

I AM NOT A SERIAL KILLER – Kritik

 
 
 
Facettenreich sein und mal was anderes ausprobieren. Schauspieler CHRISTOPHER LLOYD ist eigentlich dafür berüchtigt in familientauglichen Filmen für Spaß zu sorgen. So hat er sich als verrückter Professor in der ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT-Trilogie selbst ein Denkmal gesetzt und scheint nun am Höhepunkt seiner Karriere mal die Fronten wechseln zu wollen. Im Film I AM NOT A SERIAL KILLER überrascht er mit ungewohnt ernster Miene und ist zur Abwechslung keiner von den Guten – sondern blutgeil und böse. Hinter dem ungewöhnlichen Horror-Krimi steckt Regisseur BILLY O’BRIAN, der mit THE HYBRID und ISOLATION schon einige Ausflüge ins Horrorfach gewagt hat. Mit I AM NOT A SERIAL KILLER versucht er sich nun auch als ernstzunehmender Filmemacher zu behaupten, was durchaus fruchten könnte, denn hinter dem Titel steckt weit mehr als trivialer Fast-Food-Horror fürs Heimkino.
 
 
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Weil er der Mutter immer beim Präparieren von Leichen hilft und sich für das Treiben von Serienmörder interessiert, ist John (MAX RECORDS – der kleine Junge aus WO DIE WILDEN KERLE WOHNEN) ein Außenseiter und wird an der Schule gehänselt. Doch sein Interesse an der dunklen Seite von Menschen kommt nicht von ungefähr. Der Fünfzehnjährige ist nämlich fest davon überzeugt ein Soziopath zu sein und dass es sein Schicksal ist, selbst ein Serienkiller zu werden. Deswegen hat er eine Reihe von Regeln aufgestellt, die ihn daran hintern sollen ein Mörder zu werden. Doch der gute Vorsatz gerät ins Wanken, als im Heimatort obskure Dinge geschehen. Übel zugerichtete Leichen werden gefunden und ominöse Ölspuren an den Tatorten werfen Fragen auf. Leider ist die Polizei ratlos und tappt bei den Ermittlungen im Dunkeln. Als der Teenager mal wieder desorientiert durch die Straßen der Kleinstadt schlendert, kommt John dem geheimen Doppelleben des alten Mr. Crowley (CHRISTOPHER LLOYD) auf die Schliche. Der wohnt im Haus gegenüber und ist dem Schüler eigentlich als freundlichen Nachbar bekannt. Doch der Rentner kann auch anders. Als er dem betagten Herrn mit dem Fahrrad folgt, macht er im Wald eine schreckliche Entdeckung. Mr. Crowley scheint nämlich etwas zu verbergen von dem niemand erfahren soll. Doch das schreckt den Jungen nicht ab. Der entwickelt eine Faszination für die Taten des alten Mannes und wird so in einen Strudel von Umständen gezogen, aus dem es bald kein Entkommen mehr gibt.
 
 
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Der Horrorthriller I AM NOT A SERIAL KILLER basiert auf dem gleichnamigen Roman von DAN WELLS, der hierzulande unter dem Titel ICH BIN KEIN SERIENKILLER in die Buchläden gebracht wurde und der erste Teil einer Thriller-Serie ist. Zu der gehören auch die Folgeromane MR. MONSTER, I DON’T WANT TO KILL YOU, THE DEVIL’S ONLY FRIEND und OVER YOUR DEAD BODY, die die Geschehnisse um den jungen John Cleaver weiterspinnen. Wie schon das Buch, bleibt auch die Verfilmung des ersten Bandes Antworten schuldig. So bekommt es der Filmheld hier mit einem dämonischen Serienkiller zu tun, der offenbar wahllos Menschen tötet und sie ihrer Organe beraubt. Welches Ziel er damit verfolgt und wie er so lange im Geheimen morden konnte bleibt ungeklärt, denn Regisseur BILLY O’BRIAN hält sich weitestgehend an der packenden Buchvorlage, die sich vor einigen Jahren unter Horrorlesern zum Geheimtipp mauserte. Mit stimmiger 1980er Atmosphäre (der Film spielt aber in der Gegenwart) und ungeschliffene Indie-Optik wird schauriger Kleinstadt-Horror bewirkt, der vielerorts an die vielen Geschichten des jungen STEPHEN KING erinnert. So bahnt sich das Grauen langsam seinen Weg durch den Film und zeigt sich während eines nervenaufreibenden Showdown in ganzer Pracht auf der Mattscheibe. Trotz Horror- und Mystery bleiben aber nicht die Figuren auf der Strecke. Denen wird eine detaillierte Entwicklung eingeräumt. Allen voran Held John, der zwar unnahbar bleibt aber schnell wegen seiner eigensinnigen Art zum Sympathieträger avanciert. Der eigenbrötlerische Schüler begibt sich auf eine mysteriöse Serienkillerjagd und entfacht dabei just genau das Böse in sich, das er eigentlich nicht ausbrechen lassen wollte. Eine obskure Metamorphose, die den eher ruhig erzählten Film über weite Strecken spannend macht, weil lang ungewiss bleibt, wohin die Reise gehen wird. Dafür muss man Macher BILLY O’BRIAN an dieser Stelle Lob aussprechen. Der hat mit seinem Coming-of-Age-Schauer einen ungewöhnlichen Horrorthriller gedreht, der gerade wegen seinen ungewöhnlichen Charakteren und der bizarren Atmosphäre viele Horrorfilme neueren Datums in den Schatten stellt. Wer das nicht glaubt, sollte sich eines Besseren belehren lassen, denn I AM NOT A SERIAL KILLER klärt mal wieder auf, dass unkonventionelle Horrorfilme aus dem Indie-Bereich nun mal die besseren Horrorfilme sind.
 
 
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I AM NOT A SERIAL KILLER – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Sehenswerter Horror-Geheimtipp irgendwo zwischen DONNY DARKO und NAKED LUNCH. I AM NOT A SERIAL KILLER ist Indie-Horror wie er im Buche steht. Zwischen ungeschliffener Griesel-Optik und eigensinnigem Retro-Sound verbirgt sich ein unkonventionelles Coming-of-Age-Drama, das King’schem Kleinstadt-Horror ein neues Gesicht gibt. Wenn sich hinter der Fassade des liebenswerten Nachbarn das ultimative Böse verbirgt. Das sind eigentlich Geschichten mit denen der Horrorautor STEPHEN KING bekannt geworden ist. I AM NOT A SERIAL KILLER ist aber keine weitere Verfilmung aus der Mache des beliebten Gruselschriftstellers. Hinter dem Streifen verbirgt sich zwar auch eine Romanadaption; die kommt aber aus der Feder von DAN WELLS, der vor einigen Jahren mit den Geschichten um Antiheld John Cleaver bei Horrorlesern auf Zustimmung stieß. Die Filmumsetzung hält sich nah an der Vorlage und überzeugt gerade wegen seiner glanzlosen Machart und den guten Darstellern auf ganzer Linie. So gibt es ein Wiedersehen mit CHRISTOPHER LLOYD, der hier abermals mit Vielseitigkeit begeistert. Statt Späßen ist diesmal Schluss mit lustig, denn der in die Jahre gekommene Schauspieler verkörpert diesmal einen von den Bösen. Eine Rolle, die dem betagten Altstar erstaunlich gut steht. Umso mehr sei dieser sehenswerte Genrefilm jedem ans Herz gelegt, der eine Schwäche für ungewöhnliche Geschichten und eigensinnige Charaktere besitzt. Da kann man nur hoffen, dass die Leinwandumsetzung zu I AM NOT A SERIAL KILLER gut beim Publikum ankommt. Wäre da das Fall wäre es begrüßenswert, wenn Regisseur BILLY O’BRIAN auch die Folgeromane auf haargenau gleiche Weise fortführt.
 
 
 


 
 
 

I AM NOT A SERIAL KILLER – Zensur

 
 
 
Die Morde in I AM NOT A SERIAL KILLER passieren entweder in weiter Ferne oder im Off. Sonderlich blutig ist der Film demnach nicht. Immerhin gibt es einige übel zugerichtete Leichen auf dem Untersuchungstisch der örtlichen Leichenschauhauses zu sehen. Hierzulande gab es dafür eine FSK16.
 
 
 


 
 
 

I AM NOT A SERIAL KILLER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Indeed Film (Blu-ray im KeepCase mit Schuber)

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(c) Indeed Film (limitiertes Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: I Am Not a Serial Killer; Großbritannien | Irland 2016

Genre: Horror, Thriller, Mystery

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.66:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 104 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Limitiertes Mediabook | KeepCase mit Wendecover und im Schuber

Extras: Early 2011 Mood Promo, Behind the Scenes, Deleted Scenes | im Mediabook zusätzlich: 72 Seiten Leseprobe des Originalromans

Release-Termin: 24.02.2017

 

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I AM NOT A SERIAL KILLER – Mediabook

 
 
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I AM NOT A SERIAL KILLER – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Indeed Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Stepfather (2009)
 
The Stepfather (1987)
 
House at the End of the Street (2012)
 
One Hour Photo (2002)
 


Filmreview: „The Suffering“ (2016)

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THE SUFFERING

Story

 
 
 

Auf dem Grundstück eines älteren Herrn geht es nicht mit rechten Dingen zu. Das muss auch Nachlassbewerter Henry Dawles erfahren, der Dinge sieht, die ihm offenbar den Verstand rauben wollen.

 
 
 


 
 
 

THE SUFFERING – Kritik

 
 
 
Wenn regelmäßig schlechte Billigfilme über die Mattscheibe flimmern, wird selbst der geduldigste Filmkritiker allmählich müde, diese immer wieder nach Schema F gedrehten Low-Budget-Gurken zu rezensieren. Das hat zur Folge, dass man mit der Zeit jede mit kleinem Geld gedrehte Produktion über einen Kamm schert, was leider all den Filmemachern gegenüber unfair ist, die mit viel Herzblut bei der Sache sind. Ganz ähnlich erging es uns mit THE SUFFERING. Nach Sichtung des Trailers vermuteten wir anspruchsloses Videofutter, das sich nur unwesentlich von den meisten semiprofessionellen Produktionen dieser Art zu unterscheiden schien. Deshalb blieb THE SUFFERING lange Zeit unbeachtet. Letztendlich ist der Film dann doch im Player gelandet und hat uns sogleich eines Besseren belehrt. Hinter diesem Genrefilm steckt nämlich weit mehr als nur herzlose Dutzendware. Schnell zieht einen der Streifen mit seiner mysteriösen Machart in den Bann und lässt so schnell nicht wieder los. Ein Geheimnis soll entschlüsselt werden und das entfacht schnell die Neugier des Zuschauers. Auf einer Farm geht es nicht mit rechten Dingen zu, was Regisseur ROBERT HAMILTON in viele unheimliche Bilder verpackt. Der Mann lässt bewusst lang Fragen offen und sorgt für ausreichend Verwirrung. Das zögert die Spannung hinaus und kommt dem Film zugute.
 
 
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Der Mix aus Gruseldrama, Psychothriller und Mysteryfilm berichtet vom Leidensweg des Henry Dawles (NICK APOSTOLIDES). Der wird vom betagten Mr. Remiel beauftragt dessen Nachlass zu bewerten, was sich aufgrund der Größe des Grundstücks bald als unterschätzte Herausforderung entpuppt. Weitaus herausfordernder als die antiken Gegenstände des älteren Herren zu bewerten, sind die seltsamen Vorkommnisse im Haus, die sich mit der Ankunft des attraktiven Mittdreißigers ereignen. Erst entdeckt Henry auf dem Dachboden des Gästehauses eine verweste Leiche. Später macht er schmerzhafte Bekanntschaft mit einer abgemagerten Kreatur, die ihn erst zu Boden schlägt und anschließend das Weite sucht. Leider schenkt der Hausherr dem Gast keinen Glauben und macht sich stattdessen Sorgen über dessen doch besorgniserregenden Geisteszustand. So Unrecht hat er mit seiner Feststellung nicht, denn Henry beginnt schon bald grausige Stimmen zu hören und scheint dem Wahnsinn nahe. Alles Einbildung oder doch Realität? Die Antwort darauf wird erst in den letzten Minuten gelüftet.
 
 
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Und das ist auch gut so. THE SUFFERING lebt von der Prämisse, dass der Zuschauer möglichst lang im Unklaren gelassen wird. Da ein paar Visionen, dort seltsame Kreaturen, die den Leidgeplagten durch ein Maisfeld jagen. Offensichtlich wollen die Ereignisse in THE SUFFERING keinen Sinn ergeben. Das ist so gewollt, denn Regisseur ROBERT HAMILTON zielt auf einen Überraschungstwist ab. Die Auflösung scheint absurd, aber genial zugleich, denn THE SUFFERING greift gegen Ende sogar auf religiöse Metapher zurück und macht den Streifen so zur runden Angelegenheit. Die Spannung wird konstant gehalten, denn in diesem Mysterythriller ist immer etwas los. Der Held wird mit allerhand seltsamen Ereignissen konfrontiert, die ihn an seinem Verstand zweifeln lassen. Weil man die Zusammenhänge verstehen will, fesselt der Streifen gerade deshalb vor den Fernsehapparat und belohnt mit schaurigen Kameraeinstellungen und düsterer Bildsprache. Daher werden Fans reißerisch gefilmter und hektisch geschnittener Kommerzware an dieser Stelle gewarnt. THE SUFFERING bringt langsam erzähltes und subtil inszeniertes Gruseln in die Heimkinos. Das bedeutet, dass sich Macher ROBERT HAMILTON mehr auf Aufbau von Unbehagen konzentriert, statt seine Geschichte mit oberflächlichen Schocks zu überfrachten oder gar im Blut zu ersäufen. Wer mit dieser Vorkenntnis an den Film herangeht, wird mit einer gut durchdachten Horrorgeschichte belohnt, die so einige Überraschung parat hält.
 
 
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THE SUFFERING – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Überraschend sehenswerter Horror-Indie mit unerwarteter Auflösung, die zur Abwechslung mal wirklich das Prädikat „originell“ tragen darf. Nein, THE SUFFERING ist keine weitere überflüssige Horrorverfilmung eines erfolgreichen Videospiels. Regie-Newcomer ROBERT HAMILTON macht was ganz Eigenes und hat nach ein paar Kurzfilmen den ersten Langfilm inszeniert, mit dem er genau ins Schwarze trifft. Er vermischt in THE SUFFERING psychologischen Schauer mit rätselhaftem Mystery und verfeinert den Gänsehaut-Cocktail mit verstörenden Horror-Elementen, die es in sich haben. Entstanden ist ein außergewöhnlicher Gruselstreifen, der vor allem wegen der zermürbenden Atmosphäre und dem gut durchdachten Handlungsaufbau in Erinnerung bleibt. Das Sahnehäubchen bildet ein Plottwist mit Aha-Moment von dem der SIXTH SENSE und THE VILLAGE-Macher M. NIGHT SHYAMALAN noch etwas lernen kann. Der ist ebenso für seine unerwarteten Überraschungs-Twiste berüchtigt. Leider wirken die mittlerweile derart konstruiert, dass er mit seinen haarsträubenden Filmenden schon länger keinen mehr hinterm Ofen hervorlocken kann. Wer was auf Horrorfilme hält, sollte sich demnach Macher ROBERT HAMILTON auf die Beobachtungsliste setzten. Hat man den cleveren THE SUFFERING gesehen, kann man es gar nicht mehr abwarten zu erfahren, was der Neuling als nächstes fabrizieren wird. Ist das von ähnlicher Qualität wie das Debüt, stehen uns vielversprechende Horrorfilmzeiten ins Haus. Die hat das immer müder werdende Horror-Genre auch dringend nötig.
 
 
 


 
 
 

THE SUFFERING – Zensur

 
 
 
Gewalt spielt im Film keine sonderlich große Rolle. THE SUFFERING ist eher subtiler Natur und lebt von unheimlichen Bildern und schauriger Stimmung. Dennoch gibt es einige kurze Schauwerte zu bestaunen. Eine verweste Leiche wird gefunden, Menschen mit entfernten Augen gibt es zu sehen und am Ende schießt sich eine Figur mit einem Schrotgewehr den Kopf weg. Hierzulande reicht das alles für eine FSK16.
 
 
 


 
 
 

THE SUFFERING – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Last Will and Testament of Rosalind Leigh (2012)
 
The Awakening (2011)
 
The Abandoned (2015)


Filmkritik: „In the Deep“ (2016)

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IN THE DEEP

(47 METERS DOWN)

Story

 
 
 

Zwei Schwestern steigen in einen speziellen Käfig und lassen sich in die Tiefe des Meeres hinabgleiten, um dort Haie beobachten zu können. Leider kommt es zu einem folgenschweren Unfall.

 
 
 


 
 
 

IN THE DEEP – Kritik

 
 
 
Endlich dürfen Haie im Horrorfilm wieder böse sein. Zuletzt meinte man es nicht sonderlich gut mit den gefräßigen Raubfischen, denen dank gnadenlosen Kleinstudios wie SYFY oder THE ASYLUM der Schrecken genommen und gegen käsige Comichaftigkeit getauscht wurde. Ob fliegende Riesenhaie oder mutierter Dreiköpfer – keine Absurdität war den Bossen genannter Studios zu schade, um ebenso sensationslüstern wie bescheuert mit der Angst vor den maritimen Killern Kasse zu machen. Nur, äh, gut, dass es Hollywood gibt. Dort wird zwar ebenso regelmäßig schrottreifer Filmnonsens verbrochen; ab und an verbirgt sich dahinter aber auch mal eine Überraschung. Das soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Zu diesen nennenswerten Fabrikaten made in Traumfabrik gehört IN THE DEEP – definitiv unbequemer Hai-Horror. Der will Herzklopfen bescheren und zur Abwechslung ganz ohne Trash-Willen, Selbstironie oder miese Effekte auf sich aufmerksam machen. Offensichtlich findet eine Rückbesinnung zu Altbewährtem statt. So wandelte man bereits mit dem erst kürzlich erschienen THE SHALLOWS auf den Pfaden, die anno 1975 Steven Spielbergs DER WEISSE HAI vorgegeben hatte. Das bedeutet weniger Quatsch – stattdessen tödlicher Ernst. Horrorfans, die Probleme mit kompromisslosen Filmszenarien haben, sind an dieser Stelle gewarnt. IN THE DEEP setzt gute Nerven voraus und ist nichts für Zuschauer mit Angststörungen. Behauptet nicht, wir hätten Euch nicht gewarnt.
 
 
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In der Tiefe hört dich niemand schreien. Diese Erfahrung müssen auch zwei Schwestern durchleben, die sich auf ein ganz besonderes Abenteuer einlassen. Bekannte laden die beiden zum Käfigtauchen ein. Haie können auf diese Art in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet und studiert werden. Ein Angebot, dass die Geschwister Kate (CLAIRE HOLT) und Lisa (MANDY MOORE) nicht ausschlagen wollen. Doch die Freude erhält bald einen Dämpfer. Kaum im Kutter Platz genommen und aufs Meer gefahren, kommen beim Anblick des klapprigen Käfigs erste Zweifel auf. Stabil sieht anders aus und auch die Sicherheitsvorkehrungen haben schon bessere Tage gesehen. Doch die attraktive Begleitung überzeugt durch Charme und lässt alle Ängste vergessen. So steigen die Schwestern in ihre Tauchausrüstung und lassen sich samt Käfig in die Tiefe abseilen. Keine gute Entscheidung, denn die anfänglichen Zweifel werden bald bittere Realität. Die Seilwinde bereitet erste Probleme und der Käfig stürzt ins Dunkel des Meeres. Doch der Unfall wird schnell zum kleineren Übel. Hier unten lauern Haie und auch die Luft in den Gasflaschen wird knapp. Leider ist der Funkkontakt unterbrochen und Panik macht sich breit. Da stellt sich glatt die Frage, ob man noch rechtzeitig auf Hilfe hoffen kann.
 
 
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Du leidest unter Klaustrophobie, hast Angst vor spitzen Tierzähnen und wirst von schwerer Atemnot geplagt? Dann solltest Du IN THE DEEP möglichst meiden. Ein Film, der gezielt mit menschlichen Urängsten spielt und üble Bauchschmerzen hinterlässt. Wieder einmal begeben sich Menschen in Extremsituationen und müssen sich aus verzwickten Szenarien befreien, die man nicht alle Tage erlebt. IN THE DEEP macht genau von dem Konzept Gebrauch, das sich bereits mit besagtem THE SHALLOWS und den Überlebensthrillern OPEN WATER sowie dessen Fortsetzung in die Erinnerung der Zuschauer gebrannt hat. Einmal mehr unterschätzt der Mensch die Unberechenbarkeit der Natur. Die Belehrung folgt auf dem Fuß – Unachtsamkeit muss mit Überlebenskampf bestraft werden. Der flimmert hier äußerst schonungslos über die Leinwand und belastet knapp 90 Minuten das Nervenkostüm des Zuschauers. Mit einfachen Mitteln wird andauernde Panik heraufbeschworen. Erst ist es allgegenwärtige Dunkelheit und Klaustrophobie, weil der schützende Käfig zum Gefängnis wird. Später kommen Luftknappheit und hungrige Haie dazu, die nur darauf warten, dass die Heldinnen Fehler begehen. Die Rettung lässt vergebens auf sich warten. Wer die Schwestern retten möchte, wird radikal zu Fischfutter verarbeitet. Angesichts der vielen Hürden bleibt fraglich, ob ein Entkommen überhaupt noch möglich ist. Dennoch wird gekämpft, schließlich fördert der Überlebenswillen manche Raffinesse zutage, die natürlich am Ende mit der Freiheit belohnt wird.
 
 
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Dass IN THE DEEP kein Schnellschuss ist, wird deutlich, wenn man schaut, wer für den Film verantwortlich zeichnet. Regisseur JOHANNES ROBERTS kennt sich mit Horror aus. Er wagte erste Ausflüge in Angstfach mit dem TV-Trasher ROADKILL und dem Horrorthriller F-LONDON HIGHSCHOOL MASSAKER, perfektionierte seine Gruselfähigkeit aber mit dem THE OTHER SIDE OF THE DOOR, der es sogar in die Kinos schaffte. Einen weitaus höheren Bekanntheitsgrad dürften aber die Produzenten in Horrorkreisen besitzen. Die ehemaligen Chefs des Studios Miramax, BOB und HARVEY WEINSTEIN und der Franzose ALEXANDRE AJA werden im Vorspann als Geldgeber genannt. Letzterer hat ein goldenes Händchen für Horror-Hits und brachte mit Neuverfilmungen zu THE HILLS HAVE EYES oder PIRANHA frischen Wind ins kommerzielle Genrekino. Auch wenn es IN THE DEEP vermutlich nicht zum Hit bringen wird, muss das nicht zwangsläufig Schlechtes bedeuten. Der anfänglich eigentlich als 47 METERS DOWN betitelte Überlebensthriller tut es anderen sehenswerten Hai-Schockern gleich. Der Film ködert mit Schocks, Action und Adrenalin. Die Rechnung geht auf. Die packend inszenierte Taucherei zieht einen von der ersten Minute an in den Bann. Dennoch sollte man wissen worauf man sich einlässt. IN THE DEEP ist nichts für Anfänger. Weil viele Flucht- und Erkundungstouren gerade wegen schlecht ausgeleuchteter Szenen durch den dunklen Meereskorridor ausweglos und unerträglich wirken, könnte das den einen oder anderen Horrorfan verstören. Spätestens hier hat Macher JOHANNES ROBERTS das eigentliche Ziel eines jeden Horrorfilmen erreicht: Angst bereiten.
 
 


 
 
 

IN THE DEEP – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Unerträglich aber ultraspannend – klaustrophobischer Überlebenskampf in den Tiefen der Meere, der einen garantiert mitnimmt und nicht kalt lässt. Statt auf dem Wasser muss nun tief unter der Wasseroberfläche ums Überleben gekämpft werden. IN THE DEEP (der anfangs eigentlich 47 METERS DOWN heißen sollte) ist Haifisch-Horror, wie man ihn sich wünscht. Die Situation scheint ausweglos, denn Luftknappheit, Klaustrophobie und Haie machen den beiden Hauptdarstellerinnen zu schaffen. Die bekommen es in der Tiefe des Meeres mit der Angst zu tun, finden aber nicht ohne Weiteres an die Oberfläche zurück. Panik und Puls heißt der effektive Film-Mix, der in diesem Hai-Horror dafür sorgen wird, dass sich zartbesaitete Zuschauer des Öfteren die Hände vor die Augen halten. Das ist auch berechtigt, denn Regisseur JOHANNES ROBERTS fordert seinen Heldinnen und dem Publikum einiges ab. Letzteres dürfte sich immerhin sicher im trockenen Filmsessel wähnen, während die beiden Hauptprotagonistinnen vergebens nach einem Ausweg aus dem feuchten Gefängnis suchen. Trotzdem kommt auch der Zuschauer nicht so einfach davon. Auch dem tut nach dem Film eine erfrischende Dusche gut. Die ist nämlich angesichts des von Panik durchschwitzen T-Shirts auch dringend von Nöten. IN THE DEEP ist packend inszenierter Überlebens-Horror, der Kompromisse gnadenlos scheut. Sehenswert und nur mit geübten Nerven zu ertragen.
 
 
 


 
 
 

IN THE DEEP – Zensur

 
 
 
In INTO THE DEEP gibt es kaum reißerische Fressmomente zu sehen. Die wenigen Attacken passieren so schnell, dass Liebhaber fürs Grobe kaum auf ihre Kosten kommen werden. Im Finale wird immerhin einer Protagonistin sehr unsanft ins Bein gebissen. Vermutlich wird Gezeigtes mit FSK12 ins Heimkino kommen. Klingt nach einem Kinderfilm. Wir können aber bruhigen: INTO THE DEEP ist alles andere – nur nicht das! Übrigens hat sich in Deutschland UNIVERSUM FILM die Rechte gesichert.
 
 
 


 
 
 

IN THE DEEP – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen liegen bei UNIVERSUM FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Shallows (2016)
 
Deep Blue Sea (1999)
 
Open Water (2003)
 
Open Water 2 (2006)
 
The Reef – Schwimm um dein Leben (2010)
 


Filmkritik: „Scare Campaign“ (2016)

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SCARE CAMPAIGN

Story

 
 
 

Dieses Opfer versteht absolut keinen Spaß! Eine TV-Sendung hat sich das Erschrecken von Menschen auf die Fahnen geschrieben. Doch das neueste auserkorene Opfer ist überhaupt nicht zu Scherzen aufgelegt und rastet vollkommen aus.

 
 
 


 
 
 

SCARE CAMPAIGN – Kritik

 
 
 
Die Gebrüder CAIRNES sind wieder da und versorgen das Horror-Genre mit neuen Ideen. Ehrlich gesagt hat es das auch dringend nötig. Zuletzt waren die Geschwister anno 2012 positiv aufgefallen. Mit ihrem Spielfilmdebüt 100 BLOODY ACRES (kleines Trivia-Bit: einer der am häufigsten illegal heruntergeladenen Filme 2013) lieferten sie den etwas anderen Backwood-Horrorfilm ab und landeten damit auf den üblichen Festivals einen Volltreffer. Seither ist es etwas stiller um die Brüder CAMERON und COLIN CAIRNES geworden. Vermutlich haben sie nur eine kleine Auszeit benötigt, um kreative Gedanken ansammeln zu können. Vier Jahre später kommt nun der neue Geniestreich der beiden Australier, die abermals für Drehbuch sowie Regie verantwortlich zeichnen und mit SCARE CAMPAIGN gleich mal einen Film gemacht haben, den man so mit Sicherheit noch nicht gesehen hat. Statt Horrorfilme und Subgenres wahnwitzig zu persiflieren, wird es diesmal makaber und rabenschwarz. Horror Macabro wird geboten, der zudem ernste Töne anschlägt und nicht davor scheut den Zuschauer an der Nase herumzuführen. SCARE CAMPAIGN ist ein Streifen der definitiv aus der Reihe tanzt. Das wird ein Fest.
 
 
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Im zweiten Film der CAIRNES-Brüder treibt ein TV-Team bitterböse Späße mit nichtsahnenden Menschen. In der Fernsehsendung SCARE CAMPAIGN werden fiktive Gruselszenarien erschaffen, um ahnungslose Menschen zu Tode erschrecken zu können. Leider geht der fünften Staffel der beliebten Reihe so langsam die Luft aus. Die Quoten sinken und die Programmchefin fordert einen neuen Kurs. Eine mysteriöse Webseite soll als Vorbild dienen. Dort werden Menschen nicht nur erschreckt, sondern von maskierten Killern auch gleich vor der Kamera ermordet. Für das Team keine Überlegung wert, weshalb man die bekannte Richtung vorerst beibehält. So soll in einem morschen Sanatorium die nächste Sendung aufgezeichnet werden. Leider verläuft die alles andere als geplant. Das potenzielle Opfer scheint über die inszenierte Geisterbahn alles andere als erfreut zu sein. Es zückt eine Axt und läuft Amok. Ob das Fernsehteam diesen unvorbereiteten Twist im Drehbuch heil überstehen wird?
 
 
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Verstehen Sie Spaß? SCARE CAMPAIGN ist mehr oder weniger die cineastische Horrorversion der versteckten Kamera, die Jahrzehnte auf verschiedenen Kanälen zu sehen war. Aber auch auf dem amerikanischen Sci-Fi-Channel lief vor einigen Jahren mit SCARE TACTICS ein unserem Film hier erstaunlich ähnliches Stück Reality-TV, das wohl auch als Vorlage für den Streifen gedient hat – zumindest lässt der Filmtitel darauf schließen. In Interviews ließen die Macher verlauten, dass sie sich auf der Suche nach neuen Ideen durchs Internet bewegt haben und so auf Youtube-Clips gestoßen sind, wo Unwissenden in Fernsehshows böse Streiche gespielt wurden. Beim Betrachten dieser oftmals morbiden Plagen stellten sich die Brüder die Frage, was wohl passieren würde, wenn sich hereingelegte Opfer an den Beteiligten dieser Sendungen rächen. So war der Plot von SCARE CAMPAIGN geboren, der entgegen der Erwartungen doch ziemlich spaßfrei aufgebaut ist und manche Überraschung bereithält. Horrorfans kommen definitiv auf ihre Kosten.
 
 
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SCARE CAMPAIGN ist nicht irgendein Horrorfilm. Er kann gut und gerne auch als einer der cleversten Horrorthriller der letzten Jahre gewertet werden. Virtuos wird mit unerwarteten Wendungen und Überraschungsmomenten gespielt. Twist folgt auf Twist und gerade dann, wenn man glaubt die Auflösung zu kennen, flimmert eine weitere überraschende Filmwendung über die Kinoleinwand. CAMERON und COLIN CAIRNES funktionieren den Zuschauer selbst zum Streich-Opfer um. Er wird hier nicht nur einmal hinters Licht geführt, sondern auch zum stillen Zeugen gemacht, der dank Überwachungskameras zu sehen bekommt, was eigentlich nicht fürs TV bestimmt ist. So läuft SCARE CAMPAIGN schon bald aus dem Ruder. Aus Unterhaltung wird blutroter Ernst und die Grenzen verschwimmen. Ist das Gezeigte nur Show oder will hier doch jemand über Leichen gehen? Die Antwort haben sich die CAIRNES gut überlegt. SCARE CAMPAIGN glänzt durch intelligenten, gut durchdachten Handlungsaufbau, der gerade wegen seiner Undurchsichtigkeit fesselt. Demzufolge ist jeder selbst schuld, wer das verpasst. Auf Festivals zumindest kam der Film gut an und gewann zu Recht Preise. Demnach dürfte SCARE CAMPAIGN so den gleichen Erfolgsweg einschlagen, wie bereits der Erstling 100 BLOODY ACRES von 2012. Man darf gespannt sein, was die kreativen Geschwister noch an Schrecken fürs Kino fabrizieren werden. SCARE CAMPAIGN zumindest ist ein überraschend fieser Horrorfilm.
 
 
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SCARE CAMPAIGN – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Wer Andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. Nach 100 BLOODY ACRES schlagen die CAIRNES-Brüder ein weiteres Mal zu und dürften dafür sorgen, dass dem Zuschauer die Kinnlage herunterklappt. Selten hat man in den letzten Jahren einen Horrorfilm gesehen, der den Zuschauer so geschickt hinter das Licht führt wie SCARE CAMPAIGN. Das Wort Twist bekommt hier eine ganz neue Bedeutung und davon gibt es im Film gleich mehrere. Schluss mit dummen Geschichten, die ewig gleiche Handlungsverläufe abspulen. Die Gebrüder CAIRNES waren um Neuerungen bemüht und haben eine simple Idee in makabres Horrorkino umfunktioniert, das gut und gerne noch ein Stündchen hätte länger gehen können. Spannung wird groß geschrieben und ist vor allem deswegen im Dauereinsatz, weil die Geschichte mit falschen Fährten und unerwarteten Wendungen nur so gespickt ist. SCARE CAMPAIGN ist die Slasher-Version der VERSTECKTEN KAMERA oder VERSTEHEN SIE SPASS. Demzufolge sollte man einfach genießen und sich überraschen lassen. Letzteres kann SCARE CAMPAIGN besonders gut.
 
 
 


 
 
 

SCARE CAMPAIGN – Zensur

 
 
 
Auch wenn die Handlung und die Filmbilder zu SCARE CAMPAIGN ein blutiges Schlachtfest vermuten lassen, ist dem nicht so. Kurze Gewaltmomente gibt es trotzdem zu sehen. Eine Frau wird enthauptet und eine Axt kommt auch zum Einsatz. Zudem werden Körper zerstückelt. Klingt hart, aber die Kamera hält nicht zu detailliert drauf. In Deutschland dürfte es ohne Probleme einen roten FSK-Flatschen geben. Keine Jugendfreigabe. Übrigens wird der Film seine Deutschlandpremiere auf dem FANTASY FILMFEST 2016 feiern. Wer ihn schon vor der deutschen Heim-Auswertung sehen möchte, sollte sich ein Ticket sichern.
 
 
 


 
 
 

SCARE CAMPAIGN – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Films Distribution)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Prank – Der Streich (2013)

April, April – Tote scherzen nicht (2008)


Filmkritik: „Summer Camp“ (2015)

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SUMMER CAMP

Story

 
 
 

Der Titel lässt einen Slasher-FIlm vermuten, doch SUMMER CAMP ist im Zombiegenre beheimatet: Vier Mittzwanziger wollen ein Sommercamp auf Fordermann bringen. Leider kommt es zu einem Zwischenfall und die Freunde verwandeln sich in reissende Bestien.

 
 
 


 
 
 

SUMMER CAMP – Kritik

 
 
 
Spanien ist immer eine Filmreise wert. Das Land des guten Essens und der feurigen Tänze hat sich über die letzten Jahre zum Eldorado für Grusel – und Horrorfans entwickelt. Was hier entsteht, kann sich mittlerweile mit dem messen, was in Hollywood fabriziert wird. Das hat man wohl auch in der Traumfabrik erkannt und sich die Rechte an diversen spanischen Kinohits gesichert. Der Zweck: Wenig glanzvolle Neuinterpretationen für den amerikanischen Markt produzieren. So auch geschehen mit dem Zombiestreifen [REC]. Weil der auch über die Landesgrenzen hinaus zum Kassenschlager wurde, musste die glattgebügelte Neuauflage her. Mit dem Found-Footage-Schocker QUARANTÄNE bastelte sich Hollywood seine eigene Version der genannten Zombie-Hatz und spielte damit sogar weltweit mehr Scheine ein, als die spanische Vorlage. Damit sich das Filmstudio das Remake sparen und die amerikanischen Zuschauer keine lästigen Untertitel lesen müssen, hat man den SUMMER CAMP direkt in englischer Sprache gedreht. Der bleibt auch gleich beim Thema Zombies – offensichtlich, weil man damit beim Publikum nach wie vor gut landen kann. Anders als bei den üblichen Verdächtigen gibt es in dieser spanischen-amerikanischen Produktion überraschenderweise Neuerungen zu sehen. In SUMMER CAMP verwandeln sich infizierte Menschen nach der Verwandlung zurück in Menschen. Frischer Wind also, der für Abwechslung sorgen soll. Doch, ob das nach gefühlt mehreren Tausend Filmen dieser Art überhaupt noch möglich ist, steht auf einem anderen Blatt.
 
 
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In SUMMER CAMP treffen drei Amerikaner und ein Einheimischer erste Vorbereitungen, um ein spanisches Ferienlager auf Fordermann zu bringen – bevor die Schüler anreisen. Doch die Ferienzeit steht unter keinem guten Stern. Sorge bereitet ein vermeintlich tollwütiger Hund, der im hauseigenen Streichelzoo andere Tiere verletzt und auch sonst ein aggressives Verhalten an den Tag legt. Aber der mutige Will (DIEGO BONETA) kennt sich aus. Er ist mit Tieren aufgewachsen und traut sich in den Käfig des erkrankten Tieres. Keine gute Idee; der Hund beißt zu. Doch der verletzte Arm ist nichts im Vergleich zu dem, was folgen wird. Die Freunde verwandeln sich nacheinander in unaufhaltsame Bestien und wollen den Übrigen an den Kragen. Seltsamerweise ist die Verwandlung nur von kurzer Dauer. Kaum wie eine Furie kreischend durchs Camp geflitzt, findet man sich wenig später verstört und orientierungslos auf dem Grundstück wieder. Lange bleibt die Ursache des Zombiewerdens ungeklärt. Bis man auf einer Wiese vor dem Ferienlager einen verlassenen Wohnwagen entdeckt.
 
 
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DAWN OF THE DEAD trifft auf 28 DAYS LATER. Am besten aber lässt sich der spanische Horrorbeitrag mit dem Epidemie-Streifen THE CRAZIES vergleichen, der vom Zombie-Vater GEORGE A. ROMERO persönlich gedreht und bereits über 40 Jahre auf dem Buckel hat. Dort verseucht ein biochemischer Kampfstoff das Grundwasser einer amerikanischen Kleinstadt und macht aus Bewohner aggressive Killer. Ganz ähnlich handhabt das auch ALBERTO MARINI. Der gibt zwar mit SUMMER CAMP sein Regiedebüt, ist aber in spanischen Filmkreisen kein Unbekannter, weil er schon an mancher Horror-Produkion Spaniens beteiligt gewesen ist. So produzierte er nicht nur die erfolgreiche [REC]-Serie, den sehenswerten Thriller SLEEP TIGHT und den Weltuntergangsfilm LAST DAYS mit. Auch in Filmen wie EXTINCTION, DARKNESS und BEYOND RE-ANIMATOR hatte er seine Finger mit im Spiel. Gut unterhalten wird man mit SUMMER CAMP. Filmemacher ALBERTO MARINI (übrigens gebürtiger Italiener) schafft es tatsächlich ein mittlerweile zu Tode gefilmtes Filmthema so zu inszenieren, dass man gebannt vor der Glotze verharrt. Warum das so ist, lässt sich einfach erklären. Der Regisseur jagt den Zuschauer unermüdlich durch ein hektisch zusammengeschnippeltes Szenario und gibt ihm kaum Gelegenheiten für Verschnaufpausen. Schock folgt auf Schock und gefackelt wird nicht lang. Das erhöht den Herzschlag und drischt auf das Nervenkostüm ein. Da muss man einfach wissen wie es ausgeht!
 
 
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Apropos ausgehen: Makaber, bitterböse und zynisch wird SUMMER CAMP abgeschlossen. Der Auslöser der Verwandlung zieht weite Kreise und lässt das Publikum mit einem mulmigen Bauchgefühl zurück. Auch deshalb, weil Macher Marini Kompromisse scheut. Er meint es alles andere als gut mit seinen Figuren und lässt sie nacheinander gnadenlos über die Klinge springen. Dabei spielt er ganz unverfroren mit der Erwartungshaltung des Zuschauers. So gibt es im Film immer mal wieder genretypische Momente zu sehen, die dann doch andere Wege einschlagen, als man vermuten würde und gewohnt ist. Spätestens hier wird klar, dass es sie trotzdem noch gibt: gute und sehenswerte Zombiefilme, die fesseln. Leider werden die immer rarer.
 
 


 
 
 

SUMMER CAMP – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Schnörkelloser Zombiefilm – adrenalinlastig und packend inszeniert. Wenn sich Helden in aggressive Mörderbestien verwandeln und sich mit ohrenbetäubendem Lärm durch schlecht ausgeleuchtete Szenarien bewegen, kommt nicht nur Gruselstimmung auf. In seinem besten Momenten erinnert SUMMER CAMP atmosphärisch sogar hin und wieder an das Remake zu EVIL DEAD in dem vom Prinzip ähnliche Handlungsverläufe zu sehen waren und sich Freunde vor sich selbst in Acht nehmen mussten. Die amerikanisch-spanische Produktion SUMMER CAMP glänzt durch markerschütternde Hetzjagden, die kaum Zeit zum Verschnaufen geben. Ist erst einmal einer der Protagonisten infiziert, geht es Schlag auf Schlag. Weil sich Regisseur ALBERTO MARINI aufs Wesentliche reduziert und Nebensächlichkeiten außer Acht lässt, bleibt der Überlebenskampf über weite Strecken wirklich spannend. Das soll schon was heißen, in einem Subgenre, das seit Jahren die immer wieder gleichen Geschichten abspult. SUMMER CAMP kann als die spanische Antwort zum Zombiethriller THE CRAZIES gewertet werden. Zombie-Vater GEORGE A. ROMERO hätte da vermutlich nichts einzuwenden. Auf den FANTASY FILMFEST WHITE NIGHTS 2016 zumindest konnte der Streifen manches Horrorfanherz begeistern. Das ist auch kein Wunder, denn SUMMER CAMP ist ein kleiner, dreckiger Zombietrip mit ordentlich Tempo und einer fiesen Schlusspointe obendrein.
 
 
 


 
 
 

SUMMER CAMP – Zensur

 
 
 
Für einen Zombiefilm hält sich SUMMER CAMP ziemlich zurück mit der Zurschaustellung von Grausamkeiten. In den meisten Fällen blendet die Kamera weg. Einiges gibt es aber zu sehen. Ein Ast bohrt sich durch die Brust, ein Mann wird mit gepfählt und ein Hund beißt sich in einem Arm fest. Hierzulande wird SUMMER CAMP eine Freigabe ab 16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

SUMMER CAMP – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Filmax International)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Hive (2015)
 
The Crazies (1973)
 
The Crazies (2010)
 


Kritik: „The Shallows – Gefahr aus der Tiefe“ (2016)

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THE SHALLOWS – GEFAHR AUS DER TIEFE

Story

 
 
 

Eine Badeurlauberin besucht den Ort ihrer Kindheit, um ein wenig zu surfen. Doch im Wasser lauert eine unberechenbare Gefahr, die keine natürlichen Feinde kennt.

 
 
 


 
 
 

THE SHALLOWS – Kritik

 
 
 
GOSSIP GIRL auf Abwegen. Einmal mehr konfrontiert Hollywood schöne Menschen mit den Launen der Natur. Diesmal ist es Schauspielerin BLAKE LIVELY, die im Film THE SHALLOWS – GEFAHR AUS DER TIEFE feststellen muss, dass so ein chilliger Surftrip ins Paradies auch unerfreulich ausgehen kann. Die Traumfabrik versucht’s mal wieder mit dem Aufwärmen gängiger Horrorfilm-Rezepturen und widmet sich erneut unberechenbaren Giganten aus den Ozeanen, die seit Spielbergs DER WEISSE HAI ausreichend Kinogänger ins Multiplex locken, damit kräftig abgesahnt werden kann. Immerhin hat die immer gleiche Formel von gefräßigen Haifischen stets gut funktioniert und die Ticketverkäufe angekurbelt. Ob SHARK NIGHT 3D, DEEP BLUE SEA oder BAIT 3D – zumindest finanziell haben sich die auf Zelluloid gebannten Überlebenskämpfe immer ausgezahlt, so dass zweifelsohne behauptet werden kann: Aggressive Haifische im Kino gehen eigentlich immer. Auch mit THE SHALLOWS wird sich das nicht ändern, denn der Horrorthriller scheut das Unkonventionelle und macht es stattdessen nach bekanntem Muster. Regisseur JAUME COLLET-SERRY (HOUSE OF WAX und ORPHAN – DAS WAISENKIND) geht auf Nummer sicher und orientiert sich beim Bescheren von Nervenkitzel an den üblichen Verdächtigen. Insbesondere der Found-Footage-Thriller OPEN WATER und dessen Fortsetzung dürften Pate gestanden haben, denn schaut man genauer hin, sind Parallelen zu genannten Überlebens-Schockern nicht von der Hand zu weisen.
 
 
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Eine beunruhigende Situation wird für 80 ungemütliche Filmminuten missbraucht, um das Herz des Zuschauers schneller schlagen zu lassen. Ein gutes Nervengerüst ist folglich auch die Voraussetzung, will man THE SHALLOWS unbeschadet überstehen. Wenn der Hai die Witterung aufgenommen hat, wird’s brenzlig. Eine solche Erfahrung macht auch die Hobbysurferin und Medizinstudentin Nancy Adams (BLAKE LIVELY), die zu einem malerischen Strand reist, um dort mit dem Surfbrett auf den Wellen zu reiten. Die ersten Anläufe gelingen auf Anhieb, doch kaum draußen im Meer wird es gefährlich. Ein weißer Hai ist besonders aggressiv und wittert die Fährte. Er beißt der Surferin ins Bein und reist sie in die Tiefe hinab. Doch Nancy ist zäh. Sie kann entkommen und rettet sich auf einen Felsen, der aus dem Meer herausragt. Weil’s sich bei dem idyllischen Flecken Erde um einen Geheimtipp handelt, ist aber auch keine Menschenseele zu sehen, die helfen könnte. So verharrt die verängstigte Frau wenige Meter entfernt von der Küste im Wasser und nimmt den Kampf gegen ein Tier auf, das über eine ungewöhnlich hohe Intelligenz verfügt.
 
 
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Willkommen zu einer weiteren kleinen Dokumentation über hungrige Bewohner der Meere, die dafür sorgen dürfte, dass Meeresbiologen fassungslos die Hände über den Kopf zusammenschlagen werden. Drehbuchautor ANTHONY JASWINKSI (KRISTY – LAUF UM DEIN LEBEN) war nämlich um besonders authentischen Realismus bemüht, stattet aber seine Filmbestie mit taktisch besonders hinterlistigen Eigenschaften aus, damit möglichst viele Menschen zerfleischt werden. Das ist natürlich vollkommener Blödsinn, vor allem wenn man im Hinterkopf hat, dass Haifische um Menschen mehr oder weniger einen großen Bogen machen. Offensichtlich war das den Filmemachern wohl wenig reißerisch genug, weshalb in der Klischeekiste gekramt werden musste. Nichtsdestotrotz ist THE SHALLOWS nicht zwangsläufig schlecht. Ganz im Gegenteil. JAUME COLLET-SERRY beherrscht die Gabe des Panikmachens besonders gut und treibt die Heldin in allerhand verzwickte Situationen. Die gibt sich wacker und handelt clever, um dem fleischreichen Speiseplan des Tieres entgehen zu kommen.
 
 
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Trotz immer gleicher Handlungsverläufe vom Entkommen und sich Retten, wird das Geschehen nie langweilig. Das ist in Anbetracht der dünnen Handlung schon als kleine Meisterleistung zu bezeichnen. Auch deshalb, weil kaum Verschnaufpausen geboten werden. Immer wieder attackiert der Hai sein Opfer und lässt dem Zuschauer dabei den Atem stocken. Leider vermasselt das zu effekthascherische Finale den eigentlich positiven Gesamteindruck. Das bis dato hyperintelligente Tier begeht plötzlich Fehler und macht den Überlebenskampf fairer. Gut für die Hilfesuchende – blöd für den Zuschauer, dem der etwas zu dick aufgetragene Schlussfight auf einer Boje im Wasser dann doch etwas sehr übertrieben erscheint. Das ist halt Hollywood. Besser man schaltet den Kopf aus. Nur dann kann man nicht enttäuscht werden.
 
 


 
 
 

THE SHALLOWS – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Wenn es Tiere mit dem Menschen aufnehmen und andersherum. THE SHALLOW – GEFAHR AUS DER TIEFE ist typisches Mainstream-Futter fürs konventionelle Publikum, das Logik scheut und Protagonisten in absurde Situationen bringt. Ein Hai ist es mal wieder, der sich in diesem Film als überlegener Gegner wähnt und am Ende doch in die Schranken gewiesen wird. Ein bisschen DER WEISSE HAI hier, ein wenig OPEN WATER da – fertig ist Haifisch-Horror von der Stange, der zumindest eines kann: packend unterhalten. THE SHALLOWS hat durchaus Höhepunkte und ist aus irgendeinem Grund richtig spannend geworden. Das dürfte wohl in erste Linie Verdienst des erfahrenen JAUME COLLET-SERRY gewesen sein, der mit Thrillern wie UNKNOWN IDENTITY und NON-STOP schon einiges an Nervenzerfetzern auf die Kinoleinwand gebracht hat. Starke Nerven und gute Kondition brauchte übrigens auch Hauptdarstellerin BLAKE LIVELY. Die erklärte in Interviews, dass sie für den Film an die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit ging. 13 Stunden war sie täglich im Wasser und musste gegen steile Wellengänge ankämpfen. Besonders Gatte RYAN REYNOLDS machte der Schauspielerin für die schwierigen Dreharbeiten in Australien Mut – von dessen nicht weniger anstrengenden Performance in BURIED lies sich die Amerikanerin nämlich inspirieren. Ihr willenstarker Einsatz hat sich im Falle des Haifisch-Thrillers bezahlt gemacht. THE SHALLOWS ist kurzweilig, beunruhigend und spannend – so sollte Horrorkino am besten immer sein.
 
 
 


 
 
 

THE SHALLOWS – Zensur

 
 
 
THE SHALLOWS – GEFAHR AUS DER TIEFE ist kein sonderlich blutiger Vertreter der Gattung Hai-Horror. Der Heldin wird in den Oberschenkel gebissen, einem Mann wird der Unterleib abgerissen und ansonsten werden einiger Surfer vom Hai unter Wasser gezogen. Rot eingefärbtes Wasser deutet an, dass die Opfer das Zeitliche gesegnet haben. Auch wenn das Nervenkostüm des Zuschauers arg strapaziert wird, hat es hierzulande von der FSK den grünen FSK-Flatschen geben. In Amerika PG-13 – hierzulande FSK12. Übrigens ist zeitgleich zu THE SHALLOWS ein ähnlicher Film erschienen. Der nennt sich IN THE DEEP und macht von gleichem Filmprinzip Gebrauch – nur unter Wasser.
 
 
 


 
 
 

THE SHALLOWS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) SONY PICTURES HOME ENTERTAINMENT

 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Shallows; USA | Australien 2016

Genre: Horror, Thriller, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Russisch DD 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch, Dänisch, Estnisch, Finnisch, Lettisch, Litauisch, Norwegisch, Russisch, Schwedisch, Türkisch

Bild: 2.39:1 | @23,976 Hz (16:9)

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase | Steelbook

Extras: 3 Entfallene Szenen (4:51 Min.), Der Dreh von „The Shallows – Gefahr aus der Tiefe“ (5:57 Min.), Wenn Haie angreifen (7:34 Min.), Wie man einen Hai konstruiert (6:56 Min.), Die Suche nach dem perfekten Strand: Lord Howe Island (6:01 Min.), Trailer

Release-Termin: 27.12.2016

 

The Shallows – Gefahr aus der Tiefe [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE SHALLOWS – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Filmplakat und Abbildungen liegen bei SONY PICTURES GERMANY)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
In the Deep (2016)
 
Open Water (2003)
 
Open Water 2 (2006)
 
The Reef – Schwimm um dein Leben (2010)
 
Frozen (2010)